Master Data

Registry
Register court München HRB 279325
Previous
Weilchensee 1119. V V GmbHZeiss-BTC GmbH
Registered
9/29/2022
Industry
Manufacture of perfumes and toilet preparationsManufacture of household and sanitary goods and of toilet requisitesManufacture of non-electric domestic appliances
Purpose
Entwicklung und Produktion von Körperpflege-, Hygiene- und Haushaltsprodukten.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Marc Basler
since 12/16/2022
Managing Director
Frank Christoph Heller
since 10/26/2022
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
IsarCare Holding GmbH
Germany
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Hebaco GmbH (vormals: Zeiss-BTC GmbH)

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ZEISS-BTC GMBH, MÜNCHEN

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Zeiss-BTC GmbH ist ein mittelständischer Hersteller und Abfüller von Körperpflege- und Kosmetikprodukten mit großer Erfahrung im Bereich der flüssigen und pastösen Kosmetik.

Das Traditionsunternehmen wurde vor über 50 Jahren gegründet und geht aus dem ehemaligen Liquidwerk des Colep Konzerns hervor. Das Unternehmen wurde aus der Insolvenz am 26. Oktober 2022 mit Stichtag 1. November 2022 im Rahmen eines Asset Deals von der Ernst Zeiss GmbH, Darmstadt, erworben.

Die Zeiss-BTC GmbH ist ein regional verwurzeltes Unternehmen, das über viele Jahr Wissen und Erfahrung aufgebaut hat. Mit dem vorhandenen Know-how und moderner Technologie führt die neue Zeiss-BTC GmbH das Geschäft weiter und positioniert sich neu am Markt.

Unser strategischer Schwerpunkt ist die Produktinnovation mit dem Fokus auf die Kernkompetenzen und der Ausbau der technischen Anlagen, um Wachstum im Bereich der Herstellung zu ermöglichen. Unser Anspruch ist es Expertise und Innovation mit Mehrwert auf den Markt zu bringen und damit neue Partner im In- und Ausland zu gewinnen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Gesamtwirtschaft ist weiterhin mit Herausforderungen wie Inflation und langsamen Wachstum konfrontiert. Die Wirtschaft kämpft weiterhin auch in 2023 mit nicht unwesentlichen Unterbrechungen von Lieferketten und mit rekordlangen Lieferzeiten und hohen Energiepreisen, hauptsächlich ausgelöst durch den Angriffskrieg in der Ukraine und den Angriffen durch die jemenitischen Huthi Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer und in der Straße von Bab al-Mandab seit Mitte November 2023. Diese Einflüsse haben zu deutlich höheren Inputpreisen geführt und stellen für die Gesamtwirtschaft weiterhin Herausforderungen dar die auch im Zusammenspiel mit der Inflation zu einem langsamen Wachstum führen.

Die IMF prognostiziert für die Jahre 2024 und 2025 ein Weltwirtschaftswachstum in Höhe von 3,2%, stabil aber nicht überwältigend. Die fortgesetzte Erhöhung der Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation haben negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität. Ebenso führen die politischen Krisen und Kriege weltweit zu einem unsicheren weltwirtschaftlichen Umfeld. Die Verbraucher zeigen ein tendenziell zurückhaltenderes Ausgabeverhalten, was sich auf verschiedene Branchen auswirkt, einschließlich der Hautpflege.

(Quelle: IMF World Economic Outlook Update 2023, sowie IWF Prognos 2024 und Infos von IWF)

Das Bruttoinlandsprodukt ist in 2023 um 0,3% zum Vorjahr gesunken. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war in 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und extremen Energiepreiserhöhungen. Themen wie Inflation, Energiepreise und Lieferkettenprobleme waren auch in diesem Jahr zentral für die Entwicklung.

Die Bundesregierung rechnet mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts für 2024 um 0,2 %, was eine langsame Stabilisierung der Wirtschaft darstellt. Die Herausforderungen sind nach wie vor die Bewältigung der Energiekrise und eine hohe Inflation.

(Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung, Statistisches Bundesamt)

2. Geschäftsverlauf

Für die Zeiss-BTC GmbH war 2023 das erste volle Wirtschaftsjahr der operativen Geschäftstätigkeit. Der Umsatz entwickelte sich in 2023 aufgrund guter Nachfrage im internationalen Geschäft positiv und das Jahr 2023 konnte mit einem Umsatz von MEUR 29,2 (Vorjahr MEUR 3,6) abgeschlossen werden.

Im Bereich Beschaffung konnten durch konsequente Verhandlungen mit Lieferanten Preissteigerungen für 2023 moderat gehalten werden. Teilweise drastisch längere Lieferzeiten bei der Rohstoffbeschaffung stellten uns weiterhin vor Herausforderungen, die auch noch das Jahr 2024 betreffen werden.

Weitere Investitionen wurden im Rahmen der Erfordernisse vorgenommen. Die Investitionen belaufen sich auf TEUR 803,5 (Vorjahr TEUR 3.069) und entfallen im Wesentlichen auf Sachanlagen.

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 103 Mitarbeiter (Vorjahr 100) beschäftigt. Zum Jahresende waren es 111 Mitarbeiter. Bei den Mitarbeitern sind zwei Geschäftsführer mitgezählt.

3. Lage des Unternehmens

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz in Euro, den Rohertrag und den EBITDA heran.

Der Umsatz ist mit TEUR 29.191 (Vorjahr TEUR 3.598) höher ausgefallen als die in 2022 prognostizierten MEUR 25. Der Rohertrag (Umsatz abzüglich Materialaufwand) beträgt TEUR 10.203 (Vorjahr TEUR 542) und ist auch höher ausgefallen, als in 2022 erwartet (MEUR 7,5). Das EBITDA wird in Höhe von TEUR 2.304 (Vorjahr TEUR -681) ausgewiesen und ist deutlich höher ausgefallen, als prognostiziert.

b) Ertragslage

Die Personalaufwendungen werden mit TEUR 5.085 (Vorjahr TEUR 1.025) ausgewiesen.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr TEUR 95) betreffen im Wesentlichen die Sachanlagen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.089 (Vorjahr TEUR 691) setzen sich im Wesentlichen aus Energie- und Entsorgungskosten TEUR 694 (Vorjahr TEUR 87), Instandhaltung TEUR 553 (Vorjahr TEUR 52), Rechts- und Beratungskosten TEUR 362 (Vorjahr TEUR 283), Aufwendungen für Managementumlage TEUR 336 (Vorjahr TEUR 153), Werbe- und Entwicklungskosten TEUR 313 (Vorjahr TEUR 13) sowie EDV Aufwendungen TEUR 222 (Vorjahr TEUR 19) zusammen.

Das Wirtschaftsjahr wird mit einem Gewinn in Höhe von TEUR 1.295 (Vorjahr TEUR -812) abgeschlossen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme weist TEUR 17.896 (Vorjahr TEUR 13.133) aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 5.705 (Vorjahr TEUR 4.282). Das Vorratsvermögen entspricht TEUR 2.930 (Vorjahr TEUR 2.643).

Die Eigenkapitalquote der Zeiss-BTC GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 2,8 % (Vorjahr -6,0%).

d) Finanzlage

Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 1.282 (Vorjahr TEUR 31). Aufgrund der Finanzierung durch die Gesellschafterin war die Finanzierung gesichert. Die IsarCare Holding hat der Zeiss-BTC mit Darlehensvertrag vom 11. November 2022 ein Darlehen in Höhe von MEUR 12 gewährt, wovon zum 31. Dezember 2023 MEUR 9 (Vorjahr MEUR 8) in Anspruch genommen wurden.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 unverändert jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen, vor allem aufgrund des Darlehens der IsarCare Holding. Die Gesellschaft rechnet auch künftig damit, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Das Jahr 2024 entwickelt sich positiv und hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir waren trotz der Herausforderungen mit erschwerten Lieferbedingungen und hohen Energie- und Materialkosten in der Lage, die Wertschöpfung zu erhöhen. Die gute Auftragslage hatte sich auch bis zum Jahresende 2023 durchgesetzt.

Wir haben unseren Fokus auf der Optimierung unserer Prozesse, den nächsten Schritt in die Digitalisierung und die Erneuerung von Systemen gesetzt, um ein gesundes Wachstum zu erreichen.

Der Umsatz für das Wirtschaftsjahr 2024 wird in Höhe von MEUR 40,3 erwartet, ein Rohertrag wird in Höhe von MEUR 14,4 prognostiziert und wir rechnen mit einem EBITDA in Höhe von MEUR 2,0.

Diese Einschätzung beruht auf der Annahme, dass sich nicht alle Risikofaktoren negativ entwickeln werden.

2. Risikomanagement und Risikobericht

Die Zeiss-BTC GmbH ist als mittelständisches Unternehmen mit Kunden im In- und Ausland einigen Risiken ausgesetzt. Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Das Unternehmen verfolgt eine konservative Risikopolitik.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem laufenden Cash Flow sowie durch Gesellschafterdarlehen.

Das Ausfallrisiko wird durch die permanente Überwachung der Debitoren minimiert. Soweit Risiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück. Die Lieferanten werden bewertet und die Preise bei Marktänderung neu verhandelt. Mit den wichtigsten Lieferanten werden längerfristige Kontakte geschlossen, um Schwankungen vorzubeugen. Es wird darauf geachtet, bei wichtigen Produkten mindestens einen alternativen Lieferanten zu haben, soweit das möglich ist. Bei bestimmten Rohstoffen sind wir meist auf einen Partner angewiesen.

Es bestehen derzeit keine akuten Risiken, welche die künftige Entwicklung gefährden. Die Unternehmensleitung geht vom Fortbestand und Wachstum des Unternehmens aus. Es werden weiterhin Maßnahmen zur Unternehmensstrukturierung ergriffen, um die Position des Unternehmens zu festigen. Die derzeitigen wirtschaftlichen Risiken sind aufgrund der Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens darstellbar. Risiken, z. B. der kurzfristige Rückgang des Auftragseinganges und damit des Umsatzes können nicht ausgeschlossen werden. Die aktuelle politische Entwicklung in einigen Ländern gibt weiter Anlass zur Vorsicht. Die negativen Folgen der weltweiten Krisen wie Handelsstreite, Brexit und die instabilen politischen Situationen im In- und Ausland könnten sich noch verstärken.

Risiken aus Forderungsverlusten wurden vollumfänglich durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Auch in den kommenden Jahren müssen wir mit weltweit starker Fluktuation auf Grund wirtschaftlicher und politischer Turbulenzen rechnen. Diesem wahrscheinlichen Szenario begegnen wir mit kontinuierlichen Investitionen in technische Anlagen, Software Systeme und unsere Mitarbeiter um für Marktverschiebungen gewappnet zu sein.

3. Chancenbericht

Kurz- und mittelfristig wird die operative Ausrichtung des Unternehmens an die herausfordernden Marktgegebenheiten im Vordergrund stehen.

Auf längere Sicht sehen wir unsere Chancen in der Umsetzung einer Strategie des profitablen Wachstums mit Hilfe von überschaubaren einzelnen Maßnahmen mit moderatem Risiko.

Wichtigen Megatrends, wie z.B. der Digitalisierung, tragen wir mit der Implementierung entsprechender Softwaresysteme im Unternehmen Rechnung.

Als wichtiges Element für den Ausbau unseres Geschäftes sehen wir das Übertragen von Erfolgsmustern in bestimmten Anwendungsbereichen und Vertriebsgebieten als Erfolgsmultiplikator auf andere Marktsegmente. Im Rahmen der Unternehmensstrategie sind hierzu spezifische Umsetzungsprojekte gestartet.

Im Produktportfolio wird auch mittelfristig auf den Ausbau unserer Kapazitäten im Bereich der Lohnherstellung hingearbeitet und durch laufende Investitionen in die Produktion unterstützt.

 

München, den 19. Februar 2025

Zeiss-BTC GmbH

Frank Heller

Marc Basler

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

ZEISS-BTC GMBH, MÜNCHEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.302.833,81 2.973.351,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 830,00 944,00
II. Sachanlagen 3.302.003,81 2.972.407,18
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.587.984,39 9.371.378,72
I. Vorräte 2.930.431,38 2.642.837,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.375.541,61 6.697.444,09
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.282.011,40 31.096,99
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.642,51 1.017,45
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 0,00 787.467,14
17.896.460,71 13.133.214,49

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 507.127,94 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -812.467,14 0,00
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.294.595,08 -812.467,14
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 787.467,14
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.004.474,94 178.351,27
C. VERBINDLICHKEITEN 16.384.857,83 12.954.863,22
17.896.460,71 13.133.214,49

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 10.478.162,52 1.034.246,09
2. Personalaufwand -5.085.183,63 -1.024.730,39
a) Löhne und Gehälter -4.197.362,18 -840.152,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -887.821,45 -184.578,03
3. Abschreibungen -473.434,99 -95.360,70
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -473.434,99 -95.360,70
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.088.585,44 -691.369,91
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.111,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -271.636,14 -36.078,23
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -239.321,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.320.001,32 -812.182,14
9. Sonstige Steuern -25.406,24 -285,00
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.294.595,08 -812.467,14

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ZEISS-BTC GMBH, MÜNCHEN

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Zeiss-BTC GmbH hat ihren Sitz in München und eine Betriebsstätte in Zülpich und ist unter der Nummer HRB 279325 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Es handelt sich um das erste vollständige Wirtschaftsjahr, die Vorjahreswerte beziehen sich auf ein Rumpfgeschäftsjahr vom 16. September 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Der gewöhnliche Geschäftsbetrieb der Zeiss BTC GmbH begann am 1. November 2022. Daher sind die Werte nur eingeschränkt vergleichbar.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Zur Abwendung einer möglichen Überschuldung trat das Mutterunternehmen - die IsarCare Holding GmbH - gemäß Rangrücktrittsvereinbarung vom 31. Dezember 2022 mit ihrer Darlehensforderung in Höhe von TEUR 8.923 hinter die Forderungen aller anderen Gläubiger in der Weise zurück, dass ihre Forderung nur zu Lasten von Bilanzgewinnen und aus dem nicht zur Deckung des Stammkapitals erforderlichen Vermögens bedient zu werden braucht. Die im Rang zurückgetretenen Forderungen wurden gleichzeitig bis zum 31. Dezember 2027 gestundet.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Bauten auf eigenen Grundstücken 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 - 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Geringwertige Wirtschafsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu netto EUR 250 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten über netto EUR 250 bis zu netto EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

3. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf den aktuellen Planzahlen beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Rückstellung für Pensionen

Die Rückstellung für Pensionen wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden keine und erwartete Rentensteigerungen mit 2 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde nicht berücksichtigt.

8. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage 3, Seite 10 zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht (Vorjahr: TEUR 4.282).

3. Eigenkapital

Das Eigenkapital weist ein unverändertes Stammkapital in Höhe von TEUR 25 aus.

4. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 15) bilanziert. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalkosten 442 40
Urlaubs-, Überstunden Ansprüche 115 71
Ausstehende Rechnungen 96 46
Bonusrückstellungen 38 0
Jahresabschlusskosten 32 0
Berufsgenossenschaft 6 7
729 164

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
aus Steuerverbindlichkeit 1179 0 0 1179
aus Lieferungen und 0 0 0 0
Leistungen 5446 0 0 5446
gegenüber verbun- 0 0 0 0
denen Unternehmen 306 8923 0 9229
Sonstige 198 333 0 531
504 15881 0 16385
Vorjahr -475 -12479 0 -12954

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 9.229 (Vorjahr: TEUR 8.397).

7. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden unverändert keine Haftungsverhältnisse.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Leasing 0 14 0 14
Summe 303 14 0 317
Vorjahr (59) (501) 0 (560)

9. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

10. Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Aus der Bewertung der Pensionsrückstellung 1 1

IV. Angaben ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 16), sind hauptsächlich KFZ Sachbezüge in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: 0), Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen (TEUR 11, Vorjahr: 0).

2. Abschreibungen

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (TEUR 473; Vorjahr: TEUR 95) sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine außergewöhnlichen Aufwendungen enthalten.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 1 enthalten.

Von den Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 36) entfallen TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 36) auf die Gesellschafterin Isar Care Holding GmbH für das ausgegebene Gesellschafterdarlehen.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 101 (Vorjahr: 98) Mitarbeiter, davon 17 (Vorjahr: 17) Angestellte und 84 (Vorjahr 81) gewerbliche Mitarbeiter.

2. Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

Herr Frank Heller, Kaufmann, Vorsitzender

Herr Marc Basler, Wirtschafts- und Vertriebs Ingenieur

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht

3. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.295 mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen und den darüber hinausgehenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Mai 2022 wurde das Insolvenzverfahren über die Ernst Zeiss GmbH eröffnet. Der Asset Deal Kaufvertrag zwischen der Ernst Zeiss GmbH und der Zeiss-BTC GmbH wurde kurzfristig mit Wirkung zum 1. November 2022 am 26. Oktober 2022 unterzeichnet. Da die Einrichtung der Mandanten im SAP System nicht zeitgerecht erfolgen konnte, wurde ein Abwicklungsvertrag für den Zeitraum vom 1. November 2022 bis spätestens 30. Juni 2023 zwischen der Zeiss-BTC GmbH und der Ernst Zeiss GmbH abgeschlossen. Ziel dieser Vereinbarung war die reguläre Geschäftstätigkeit ohne Betriebsschließung zu gewährleisten. Die finale Abrechnung der Abwicklungsvereinbarung, konnte erst nach dem Bilanzstichtag erfolgen.

 

München, den 19. Februar 2025

Geschäftsführung

Frank Heller

Marc Basler

Der Jahresabschluss wurde am 19.02.2025 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.000,00 245,00 0,00 1.245,00
1.000,00 245,00 0,00 1.245,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.518.282,20 103.228,68 0,00 1.621.510,88
Technische Anlagen und Maschinen 1.346.882,52 578.583,57 0,00 1.925.466,09
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.547,16 121.488,37 628,00 323.407,53
3.067.711,88 803.300,62 628,00 3.870.384,50
3.068.711,88 803.545,62 628,00 3.871.629,50
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56,00 359,00 0,00 415,00
56,00 359,00 0,00 415,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.089,02 45.441,05 0,00 52.530,07
Technische Anlagen und Maschinen 49.679,52 343.819,57 0,00 393.499,09
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.536,16 83.815,37 0,00 122.351,53
95.304,70 473.075,99 0,00 568.380,69
95.360,70 473.434,99 0,00 568.795,69
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 830,00 944,00
830,00 944,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.568.980,81 1.511.193,18
Technische Anlagen und Maschinen 1.531.967,00 1.297.203,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.056,00 164.011,00
3.302.003,81 2.972.407,18
3.302.833,81 2.973.351,18

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Zeiss-BTC GmbH, München

Eingeschränkte Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Zeiss-BTC GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zeiss-BTC GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Im Vorjahr konnte uns das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 2.643 nicht hinreichend nachgewiesen werden, da wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir konnten daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt hat im Vorjahr möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung beeinträchtigt. Unsere Einschränkung bezieht sich ausschließlich auf die Vorjahreswerte, im Geschäftsjahr 2023 konnten wir an der Inventur teilnehmen und es ergaben sich keine Beanstandungen.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaf bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 20. Februar 2025

GKK PARTNERS Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Schmittner, Wirtschaftsprüfer

Katja Stanke, Wirtschaftsprüferin

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