Master Data

Registry
Register court Bad Oeynhausen HRB 13206
Registered
7/14/2008
Industry
Manufacture of plastic packing goodsManufacture of testing machinesWholesale of machine tools
Purpose
Der Verkauf von Verpackungsmaterial und Verpackungsmaschinen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Stephen Curtis Larsen
since 12/18/2024
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
PACKSIZE ABSWE
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
PACKSIZE AB
Sweden
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Packsize GmbH

Herford

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Packsize GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Packsize GmbH, Herford, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Packsize GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 3. Februar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Janze, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 27.767,00 1.647,00
2. Firmenwert 7.316.197,00 8.047.816,00
7.343.964,00 8.049.463,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 104.735,00 134.665,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.779.768,39 19.550.170,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 365.958,80 341.325,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.014,70 169.104,10
26.275.476,89 20.195.265,62
33.619.440,89 28.244.728,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.786.210,96 1.124.651,11
2. Waren 25.830,87 18.298,21
1.812.041,83 1.142.949,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.526.199,99 11.481.504,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.387.483,31 2.330.565,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.695.920,63 3.773.600,06
17.609.603,93 17.585.670,06
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.032.103,75 407.611,52
20.453.749,51 19.136.230,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 254.441,62 266.145,26
54.327.632,02 47.647.104,78

Passiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.650.000,00 1.650.000,00
II. Gewinnrücklagen 36.768,00 36.768,00
III. Gewinnvortrag 10.996.011,94 8.728.745,94
IV. Jahresüberschuss 3.369.193,29 2.267.266,00
16.051.973,23 12.682.779,94
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 879.728,64 256.877,74
2. Sonstige Rückstellungen 2.998.568,26 1.564.277,92
3.878.296,90 1.821.155,66
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 33.755,21
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.856.356,50 2.101.041,30
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.762.740,03 3.872.438,13
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.441.285,39 25.628.122,37
5. Sonstige Verbindlichkeiten 521.845,57 249.759,68
davon aus Steuern EUR 169.567,41 (Vj. EUR 115.308,94)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 29.297,27 (Vj. EUR 25.600,48)
33.582.227,49 31.885.116,69
D. Rechnungsabgrenzungsposten 813.672,55 1.256.590,64
E. Passive latente Steuern 1.461,85 1.461,85
54.327.632,02 47.647.104,78

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 77.912.019,68 87.510.536,55
2. Sonstige betriebliche Erträge 960.605,10 477.727,00
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 79.158,23 (Vj. EUR 79.158,23)
78.872.624,78 87.988.263,55
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.282.880,45 56.224.336,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 222.773,49 199.786,95
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.955.093,15 7.620.790,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.831.430,17 1.601.792,40
davon für Altersversorgung EUR 355.743,23 (Vj. EUR 229.942,30)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.999.787,91 5.951.025,54
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.129.861,10 12.798.788,37
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 136.621,44 (Vj. EUR 1.199.625,20)
73.421.826,27 84.396.520,27
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.162,15 60.226,44
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 6.000,00 (Vj. EUR 6.000,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 444.349,11 467.866,89
davon an verbundene Unternehmen EUR 433.288,95 (Vj. EUR 466.987,64)
-366.186,96 -407.640,45
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.715.418,26 916.836,83
1.715.418,26 916.836,83
10. Ergebnis nach Steuern 3.369.193,29 2.267.266,00
11. Jahresüberschuss 3.369.193,29 2.267.266,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Packsize GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB und ist im Handelsregister von Bad Oeynhausen unter HRB Nr. 13206 eingetragen.

2. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt.

Der Firmenwert aus der Übernahme der operativen Tätigkeiten der ausländischen Vertriebsgesellschaften wird linear über 15 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Sachanlagevermögen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, zwischen 3 und 13 Jahren, vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Bei den zum Nennwert bilanzierten Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschal- Wertberichtigung von 0,5 % (i. Vj. 0,5 %) auf die Forderungen Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften zum Bilanzstichtag. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Die übrigen Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bestehen im Wesentlichen aus Ersatzteilen für die Wartung der Maschinen bei den Kunden und sind mit TEUR 1.786,2 (i. Vj. TEUR 1.124,7) um TEUR 661,5 angestiegen. Dieser Anstieg ist auf die höhere Anzahl der im Markt befindlichen Maschinen zurückzuführen. Insgesamt wurden 82 Maschinensysteme im Kalenderjahr 2023 bei Kunden installiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen von TEUR 11.913,7 (i. Vj. TEUR 13.812,1) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Dritten in Höhe von TEUR 10.526,2 (i. Vj. TEUR 11.481,5) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.387,5 (i. Vj. TEUR 2.330,6).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus der Darlehensgewährung inklusive aufgelaufener Zinsen an die Packsize AB (SE-74539 Enköping) in Höhe von TEUR 5,3 (i. Vj. TEUR 5,3) und Packsize Germany GmbH in Höhe von TEUR 112,0 (i. Vj. TEUR 106,0) sowie Forderungen aus Lieferungen und Dienstleistungen an Packsize Germany GmbH (DE-32051 Herford) in Höhe von TEUR 117,7 (i. Vj. TEUR 102,9), Packsize Technologies AB (SE-74539 Enköping) in Höhe von TEUR 10,8 (i. Vj. TEUR 0,0) und an Packsize LLC (US-84104 Salt Lake City) in Höhe von TEUR 152,2 (i. Vj. TEUR 1.093,2) zusammen. Zusätzlich bestehen noch Forderungen aus dem Asset-Deal in Höhe von TEUR 989,4 (i. Vj. TEUR 989,4).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 5.695,9 (i. Vj. TEUR 3.773,6) haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 254,4 (i. Vj. TEUR 266,1) beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Messeaufwendungen sowie Softwarelizenzkosten.

Eigenkapital

Die Höhe des Eigenkapitals beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 16.052,0 (i. Vj. TEUR 12.682,8).

Die Veränderungen des Eigenkapitals während der Geschäftsjahre 2023 und 2022 ergeben sich im Überblick wie folgt:

Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 1.650.000,00 36.768,00 6.731.135,44 1.997.610,50
Einstellung in Gewinnvortrag gem. Gesellschafterbeschluss 1.997.610,50 - 1.997.610,50
Jahresüberschuss 2022 2.267.266,00
Stand 31.12.2022 1.650.000,00 36.768,00 8.728.745,94 2.267.266,00
Einstellung in Gewinnvortrag gem. Gesellschafterbeschluss 2.267.266,00 - 2.267.266,00
Jahresüberschuss 2023 3.369.193,29
Stand 31.12.2023 1.650.000,00 36.768,00 10.996.011,94 3.369.193,29

Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus dem nachstehenden Rückstellungsspiegel:

Stand 01.01.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023
Gewährleistung 2.500,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 2.500,00 €
Jahresabschlusskosten 68.329,00 € 9.829,00 € 0,00 € 48.683,00 € 107.183,00 €
Urlaub 251.647,21 € 251.647,21 € 0,00 € 273.699,45 € 273.699,45 €
Berufsgenossenschaft 55.300,00 € 54.826,00 € 474,00 € 58.900,00 € 58.900,00 €
Archivierungskosten 4.453,443 € 0,00 € 0,00 € 293,03 € 4.746,47 €
Prämien 574.340,75 € 537.123,71 € 26.074,89 € 470.207,38 € 481.349,53 €
Schwerbehindertenabgabe 19.390,12 € 19.390,12 € 0,00 € 21.600,002 € 21.600,00 €
Ausst. Rechnungen 588.317,39 € 4.885,77 € 10.000,00 € 1.475.158,18 € 2.048.589,81 €
Summe 1.564.277,92 € 877.701,81 € 36.548,89 € 2.348.541,04 € 2.998.568,26 €

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

31.12.2023
Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit von 1 - 5 Jahre Summe
EUR EUR EUR
gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (33.755,21) (0,00) (33.755,21)
Erhaltene Anzahlungen 1.856.356,50 0,00 1.856.356,50
(Vorjahr) (2.101.041,30) (0,00) (2.101.041,30)
aus Lieferungen und Leistungen 4.762.740,03 0,00 4.762.740,03
(Vorjahr) (3.872.438,13) (0,00) (3.872.438,13)
gegenüber verbundenen Unternehmen 19.330.157,67 7.111.127,72 26.441.285,39
(Vorjahr) (18.312.245,64) (7.315.876,73) (25.628.122,37)
Sonstige Verbindlichkeiten 521.845,57 0,00 521.845,57
(Vorjahr) (249.759,68) (0,00) (249.759,68)
Gesamt 26.471.099,77 7.111.127,72 33.582.227,49
(Vorjahr) (24.569.239,96) (7.315.876,73) (31.885.116,69)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 26.441,3 (i. Vj. TEUR 25.628,1) resultieren aus Darlehensgewährung in Höhe von TEUR 7.111,1 (i. Vj. TEUR 7.315,9) und Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 19.330,2 (i. Vj. TEUR 18.312,2).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 1.182,9 (i. Vj. TEUR 1.125,6).

Latente Steuern

Die nicht zahlungswirksamen latenten Steuern resultieren aus temporären steuerlichen Bewertungsdifferenzen, insbesondere aus dem Bereich des Sachanlagevermögens. Für ihre Berechnung wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,9 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde der unternehmensindividuelle Gewerbesteuersatz von 15,05 % berücksichtigt. Es ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1,5 (i. Vj. TEUR 1,5). Aktive latente Steuern bestanden nicht.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Verkauf von Endloswellpappe 58.825,1 69.842,3
Maschinenverkauf 6.478,2 8.383,7
Wartungserlöse 4.637,1 4.166,2
Sonstige Erlöse 9.049,7 6.418,5
Erlösschmälerungen ./. 1.078,1 ./. 1.300,2
Gesamt 77.912 87.510,5
Aufgliederung nach Regionen
Inland 28.149,0 36.127,8
Ausland 49.763,0 51.382,7
Gesamt 77.912,0 87.510,5

Sonstige betriebliche Erträge / sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 0,6 (i. Vj. TEUR 16,5) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 36,1 (i. Vj. TEUR 174,6).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus Abgängen des Sachanlagevermögens i.H.v. TEUR 190,0 (i. Vj. TEUR 0,0).

Materialaufwand

Der Rückgang der Materialaufwendungen lag mit 21,1 % deutlich über dem Rückgang der korrespondierenden Umsätze, welche mit 11,0 % zum Vorjahr gesunken sind.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen enthalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.999,8 (i. Vj. TEUR 5.951,0).

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.369,2 wie folgt zu verwenden:

TEUR
Vortrag auf neue Rechnung 3.369,2
Summe 3.369,2

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus befristeten Miet- und Leasingverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 1.084,3 (i. Vj. TEUR 1.016,1).

Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Konzernzugehörigkeit

100 % des vollständig eingezahlten Stammkapitals werden seit 2008 von der Packsize AB, Enköping, Schweden, gehalten. Die Packsize International LLC, Salt Lake City, Utah, USA, erstellt einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wird auf den 31. Dezember 2023 aufgestellt. Die Packsize GmbH, Herford, wird in den Konzernabschluss der Packsize International LLC, Salt Lake City, Utah, USA, einbezogen.

Geschäftsführung

Stephen Curtis Larsen, Vereinigte Staaten

Stefan Amann, Hohenems, Österreich bis 18.12.2024

Frank Langerbeins, Hückelhoven, Deutschland bis 03.07.2024

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorare des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt TEUR 34,0 für das Geschäftsjahr 2023. Es betrifft in voller Höhe andere Prüfungsleistungen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 106 (i. Vj. 95) Angestellte beschäftigt.

Nachtragsbericht

Im Januar 2025 wurde die neue strategische Ausrichtung der europäischen Business-Unit bekanntgegeben. Die bestehenden Geschäftsbeziehungen der Packsize GmbH werden weitergeführt. Neue Geschäftsabschlüsse werden teilweise über die neue niederländische Packsize BV abgeschlossen. Bis auf den Vertrieb und Engineering werden alle operativen Funktionen in der niederländischen BV gebündelt. Man verspricht sich dadurch eine bessere Erreichbarkeit für die europäischen Kunden. In diesem Zusammenhang wird es sehr wahrscheinlich zu finanziellen Belastungen der Packsize GmbH kommen.

 

Herford, den 31. Januar 2025

Stephen Curtis Larsen, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 349.950,35 33.270,00 0,00 0,00 383.220,35
2. Firmenwert 10.974.291,79 0,00 0,00 0,00 10.974.291,79
11.324.242,14 33.270,00 0,00 0,00 11.357.512,14
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 699.842,64 0,00 0,00 0,00 699.842,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.150.826,60 13.555.312,00 3.108.700,87 0,00 57.597.437,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.000.568,06 267.097,61 3.432,96 0,00 2.264.232,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 169.104,10 0,00 144.089,40 0,00 25.014,70
50.020.341,40 13.822.409,61 3.256.223,23 0,00 60.586.527,78
61.344.583,54 13.855.679,61 3.256.223,23 0,00 71.944.039,92
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 348.303,35 7.150,00 0,00 0,00 355.453,35
2. Firmenwert 2.926.475,79 731.619,00 0,00 0,00 3.658.094,79
3.274.779,14 738.769,00 0,00 0,00 4.013.548,14
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 565.177,64 29.930,00 0,00 0,00 595.107,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.600.656,01 4.988.624,17 771.610,84 0,00 31.817.669,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.659.242,13 242.464,74 3.432,96 0,00 1.898.273,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
29.825.075,78 5.261.018,91 775.043,80 0,00 34.311.050,89
33.099.854,92 5.999.787,91 775.043,80 0,00 38.324.599,03
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 27.767,00 1.647,00
2. Firmenwert 7.316.197,00 8.047.816,00
7.343.964,00 8.049.463,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 104.735,00 134.665,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.779.768,39 19.550.170,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 365.958,80 341.325,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.014,70 169.104,10
26.275.476,89 20.195.265,62
33.619.440,89 28.244.728,62

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Packsize GmbH, Herford

Geschäftsmodell der Packsize GmbH

Die Packsize GmbH bietet mit der On Demand Packaging ® (kurz: ODP) Lösung Unternehmen die Möglichkeit maßgeschneiderte Verpackungen für ihre Produkte herzustellen. Durch die justin-time Herstellung von kundenspezifischen Verpackungssystemen können einerseits erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden, insbesondere durch die Reduzierung des Verpackungs- und Füllmaterials sowie der Versandkosten und Lagerflächen. Andererseits kann durch die teilweise bis hin zur vollständigen Automatisierung des Verpackungsprozesses der Durchsatz und damit die Produktivität erheblich gesteigert werden. Packsize bietet seinen Kunden eine auf ihren Prozess optimal abgestimmte Kombination aus Hardware, Software, Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen an. Bedingt durch die ODP spezifischen Preismodelle macht die Wellpappe den stärksten Umsatzanteil aus.

Die Packsize GmbH vertreibt ihre Produkte europaweit an Unternehmen in einer Vielzahl von Branchen, darunter: Fulfillment/E-Commerce, Möbel- und Druckindustrie, Printing/Marketing und die verarbeitende Industrie. Dabei hat der Umsatzanteil der Fulfillment/E-Commerce Branche in den letzten Jahren stetig zugenommen, so dass im Jahr 2023 nahezu dreiviertel des Umsatzes in der verarbeitenden Industrie und der Fulfillment/E-Commerce Branche erwirtschaftet wurden.

Die Packsize GmbH betreibt ihre unternehmerische Tätigkeit in ganz Europa. Gegenwärtig werden 36% (VJ 41%) der Umsätze im Inland erzielt.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Deutschland

Der Jahreswirtschaftsbericht 2024 zeigt: Insbesondere vor dem Hintergrund der geopolitischen Zeitenwende, der Dekarbonisierung und der Demografie steht die deutsche Wirtschaft vor enormen Herausforderungen. Aber auch der über die Jahre aufgebaute Umfang an Bürokratie und Regelungen erschwert die notwendige Transformation. Zuletzt war die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten einer restriktiveren Geldpolitik. Im Jahr 2023 nahm die Wirtschaftsleistung entsprechend um 0,3 Prozent ab. (BMWK-Jahreswirtschaftsbericht 2024). Wie andere entwickelte Volkswirtschaften verzeichnet auch Deutschland seit längerem ein rückläufiges Potenzialwachstum Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent aus (BMWK-Jahreswirtschaftsbericht 2024).

Europa

Nach dem durch die COVID-19 Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Einbruchs des BIP im Euroraum im Jahr 2020 um -5,9% erholte sich die Wirtschaft des Euroraums in den Jahren 2021 und 2022 zunehmend und konnte mit einem Wachstum des GDP von 5,4%, respektive 2,7% die Verluste aus dem Jahr 2020 vollständig wettmachen (Statista Juli 2023). Laut einer ersten Schätzung des jährlichen Wachstums für 2023, auf Grundlage saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten, ist das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,5% gestiegen (eurostat Februar 2024).

Konjunkturaussichten

Basierend auf der für den Euroraum prognostizierten Daten, gehen wir von einem weiterhin sehr geringen Wachstum der europäischen Wirtschaft aus (0,3% BIP, Statista). Hohe Zinsen, die einen massiven Rückgang im Wohnungsbau verursacht haben, die zurückhaltende Konsumneigung, was insbesondere das bis dato dynamische Wachstum des Online-Handels negativ beeinflussen hat, als auch in ein Aufschieben von Ersatzinvestitionen in den Bereichen der Möbel- und der verarbeitende Industrie mündet. Letzteres zieht ein geringeres Absatzvolumen nach sich, was in Umsatzeinbußen resultiert. Weiterhin werden die Entwicklung des Krieges in der Ukraine und die damit einhergehende Verunsicherung der Konsumenten ein Thema bleiben. Überkapazitäten in der Papierindustrie setzen die Papierpreise unter Druck, die sich im EUWID widerspiegeln wird.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen (Deutschland)

Papierindustrie

Bedingt durch die sich abschwächende Wirtschaft sank im vergangenen Jahr die Produktion der deutschen Papierindustrie um beachtliche -13,7% (VJ -6,5%) auf insgesamt 18,6 Mio. Tonnen (VJ 21,6 Mio. t). Der für Packsize interessante und weitaus größte Bereich der Produktion von Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke sank um -7,9% (VJ -6,1%). Der zweitgrößte Bereich der grafischen Papiere musste mit -30,5% (VJ -9,4%) einen deutlich stärkeren Abschwung hinnehmen. Der Branchenumsatz fiel um 27% auf 15.5 Mrd Euro (VJ 21,2 Mrd Euro) unterstützt neben dem Mengenrückgang durch sinkende Preise.

Wellpappenindustrie

Der Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Deutschland hatte 2023 für die Wellpappenindustrie, die als Zulieferin der Transportverpackung Nummer eins eine Schlüsselrolle in den Lieferketten spielt, deutliche negative Folgen. Beim Absatz verzeichneten die im VDW organisierten Unternehmen 2023 gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 8,1 Prozent. Mit 7.348 Millionen Quadratmetern ist der Wellpappenabsatz im Vergleich zu 2022 um 681 Millionen Quadratmeter gesunken. Die Verluste beim Umsatz fielen noch härter aus; hier ergab sich für 2023 ein Minus von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein ähnlich starkes Absinken beim Umsatz erlebte die Branche zuletzt 2009 im Zuge der damaligen Finanzkrise.

(VDW April 2024).

Möbelindustrie

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher trifft die Möbelhersteller. Der Umsatz sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf etwa 18 Milliarden Euro (Quelle: VDM/VHK) Den höchsten Rückgang verbuchte die Branche im Bereich Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, wo der Umsatz um 12,6 Prozent niedriger ausfiel. Bei Matratzen gab es mit 11,2 Prozent ebenfalls ein deutliches Minus. Die Ursache sieht der Verband VDM/VHK in der Kaufzurückhaltung der Konsumenten, deren Ursachen in der Inflation, der eingebrochenen Baukonjunktur, der politischen Verunsicherung und den geopolitischen Krisen gesehen wird. In Deutschland zählen 432 Firmen zur Möbelindustrie. 75.600 Menschen arbeiten in der Branche.

E-Commerce

Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Bruttoumsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro, nach 90,4 Milliarden Euro im Jahr davor. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging vergangenes Jahr voraussichtlich auf 10,2 Prozent zurück (2022: 11,8 Prozent). Das gab der Bundesverband Versandhandel und E-Commerce am 25. Januar 2024 bekannt.

Wettbewerbssituation

Neben Packsize als Anbieter des On Demand Packaging® sind im Marktumfeld die traditionellen Box-Anbieter sowie weitere Maschinenhersteller für die Verarbeitung von Endloswellpappe tätig. Darüber hinaus hat Packsize seine Verpackungskompetenz strategisch erweitert und kann seinen Kunden neben den Standardprodukten auch individuell maßgeschneiderte Lösungen bis hin zur Vollautomatisierung offerieren. Zahlreiche Projekte wurden bereits erfolgreich realisiert. Des Weiteren hat Packsize seine Produktpalette im Bereich Kleber, Etiketten und Klebeband erweitert und den Kunden eine One-Stop-Shop Service anzubieten.

Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Im Berichtsjahr 2023 ist der Umsatz um ca. 11% von 87,5 Mio. EUR auf 77,9 Mio. EUR gesunken. Der Umsatzrückgang ist insbesondere auf einen Rückgang bei der Absatzmenge an Wellpappe (-7,5%) zurückzuführen. Verstärkt wurde der Umsatzrückgang durch sinkende Rohstoffpreise (EUWID) welche zu niedrigeren Verkaufspreisen von Wellpappprodukten führten. Zudem verzeichnete man im Jahr 2023 einen Rückgang beim Verkauf von Maschinen auf Grund strategischer Neuausrichtung und Verschiebung eines Großprojektes ins Jahr 2024.

Euwid

Changes per quarter

Quarter valid month KL TL WST KL % TL % WST % % MW
Q1 2022 Nov 21 928 800 770 19,3% 19,4% 20,3% 19,7%
Q2 2022 Feb 21 978 800 770 5,3% 0,0% 0,0% 1,8%
Q3 2022 May 22 1.028 900 870 5,1% 12,5% 13,0% 10,2%
Q4 2022 Aug 22 1.028 870 840 0,0% -3,3% -3,4% -2,3%
Q1 2023 Nov 22 968 815 785 -5,8% -6,3% -6,5% -6,2%
Q2 2023 Feb 23 845 680 650 -12,7% -16,6% -17,2% -15,5%
Q3 2023 Mai 23 765 600 570 -9,5% -11,8% -12,3% -11,2%
Q4 2023 Aug 23 765 600 570 0,0% 0,0% 0,0% 0,0%

Die Absatzmenge an Wellpappe war mit -7,5% gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Das insgesamt negative Konsumklima wirkte sich negativ auf die Absatzmengen der Bestandskunden aus und konnte auch durch die substanzielle Gewinnung von Neukunden nicht kompensiert werden.

Die zum Gesamtergebnis überproportionalen Veränderung bei den Services und sonstigen Umsätzen resultieren im Wesentlichen aus dem stark zunehmenden Geschäft im Bereich der Automatisierung und der sich daraus ergebenden separaten Rechnungsstellung der Services und sonstiger Leistungen gegenüber dem klassischen ODP-Geschäft, in dem eine Verrechnung nahezu aller Kosten über die Wellpappe erfolgt.

Die Umsatzentwicklung stellt sich in den wesentlichen Geschäftsbereichen wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
Geschäftsbereich TEUR TEUR TEUR %
Wellpappe 58.825,1 69.842,3 -11.017,2 -15,8
Verkauf Maschinen 6.478,2 8.383,7 -1.905,5 -22,7
Services 4.637,1 4.166,2 470,9 11,3
Sonstiges 9.049,7 6.418,5 2.631,2 41,0
Erlösschmälerungen -1.078,1 -1.300,2 -222,1 -17,1
Gesamt 77.912,0 87.510,5 -9.598,5 -11,0

Weitere Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und besondere geschäftliche Ereignisse im Geschäftsjahr:

Investitionen:

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 13.855,7 (VJ TEUR 8.630,3) vorgenommen. Sie betrafen in Höhe von TEUR 13.555,3 die Anschaffung von neuen Verpackungsmaschinen, die bei den Kunden installiert wurden. Den Investitionen standen planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 5.999,8 (VJ TEUR 5.951,0) gegenüber.

Die Investitionsplanung für 2024 sieht in erster Linie die Anschaffung von neuen Verpackungsmaschinen vor.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben:

Zum 31.12.2023 beträgt das bilanzielle Eigenkapital TEUR 16.052 (VJ 12.682,8). Es finanziert das Anlagevermögen zu 47,7% (VJ 44,9%). In Verbindung mit lang- und mittelfristigen Fremdmitteln wird insgesamt eine langfristige Finanzierung des Anlagevermögens erreicht.

Die geplanten Investitionen des Jahres 2024 werden überwiegend aus eigenen liquiden Mitteln und durch Darlehen der Muttergesellschaft finanziert.

Personal- und Sozialbereich:

Die Packsize GmbH verfolgt eine tragfähige und an der Firmenentwicklung ausgerichtete Personalstrategie sowie entsprechend der Firmenphilosophie die Weiterentwicklung und Qualifizierung ihrer Mitarbeiter und Führungskräfte. Der Personalbestand stieg im Geschäftsjahr 2023 auf durchschnittlich 107 Mitarbeiter (VJ 95). Einstellungen zur Markt- und Kapazitätserweiterung, insbesondere im Vertriebs- und Technikbereich, als auch die Gewinnung erfahrener Führungskräfte im Management Bereich mit dem Fokus auf die strategische Entwicklung des Unternehmens, die Professionalisierung der Organisation und auf die Produktentwicklung sind weiterhin geplant. Für 2024 ist der Ausbau des Personalbestands geplant.

Umweltschutz:

Das von Packsize entwickelte und konsequent verfolgte Geschäftsmodell ist auf eine Steigerung der globalen Nachhaltigkeit durch die Reduzierung des Verbrauchs an Verpackungsmaterial, geringeren Bedarfs an Füllstoffen und Reduktion an umweltbelastenden Transporten ausgerichtet. Die von Packsize eingesetzten Maschinen und maschinellen Anlagen entsprechen den Anforderungen an den Umweltschutz und dem Stand der Technik.

Im Einklang mit dieser Strategie setzt die Packsize GmbH in ihrem Fuhrpark ausschließlich Hybrid-getriebene Fahrzeuge sowie Fahrzeuge mit reinem Elektrobetrieb ein.

Qualitätsmanagement:

Der von Packsize angewandte Qualitätssicherungsprozess zielt auf eine ständige Verbesserung der installierten Lösungen. Das softwaregestützte Dokumentieren und Nachverfolgen aller gemeldeten Produktionsstörungen ermöglicht Packsize eine fortlaufende Verbesserung seiner Lösungen. Letzteres ermöglicht sowohl Weiterentwicklungen als auch Nachbesserungen der Maschinen im Zusammenspiel mit der Software und den eingesetzten Verbrauchsmaterialien. Dabei stützen wir uns auch auf die Expertise unserer Lieferanten, insbesondere im Bereich der Wellpappe, um einerseits eine möglichst hohe Verfügbarkeit der eingesetzten Maschinen, andererseits aber auch eine möglichst rasche Fehlerbehebung garantieren zu können. Dies führte auch dazu, dass weit über 90% aller Störungsmeldungen durch die Packsize Hotline, also "remote", direkt behoben werden konnten.

Beurteilung der Entwicklung durch die Geschäftsleitung:

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich das negative Konsumklima in Folge der hohen Inflation, der erhöhten Zinsen, sowie des Krieges in der Ukraine negativ auf die Absatzmengen über alle Branchen der Bestandskunden ausgewirkt. Hinzu kam eine Reduktion der Rohmaterialkosten (Papier) getrieben durch die geringe Nachfrage am Markt. Diese beiden Faktoren führten zu einem Umsatzrückgang, welcher nicht vollständig durch die Gewinnung von Neukunden und Neuinstallationen kompensiert werden konnte. Die Umsatzrückgänge haben jedoch keinen signifikanten Auswirkungen auf den Deckungsbeitrag weswegen Rohgewinn wie auch Betriebsergebnis eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr ausweisen.

Für das Jahr 2024 ist bei weiterer Abschwächung der Inflation sowie einer potentiellen Senkung des Zinsniveaus eine Stabilisierung der Absatzmenge zu erwarten, welche bei entsprechender Neukundengewinnung zu einem leichten Mengenwachstum führen kann. Das Preisniveau dürfte sich ebenfalls stabilisieren und somit das Wachstum der Absatzmenge auch zu einem Umsatzwachstum führen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Berichtszeitraum um -11% (VJ +24,2%) gesunken, womit erstmals keine Umsatzerlössteigerung erzielt werden konnte. Die Umsatzentwicklung ist zu einem Großteil auf die Papierpreisentwicklung (EUWID), aber auch auf sinkende Absatzmengen bei Bestandskunden auf Grund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, zurückzuführen. Diese Effekte konnten nicht ausreichend durch Gewinnung von Neukunden ausgeglichen werden.

Die Materialaufwendungen sind im gleichen Zeitraum um -21% (VJ +30,4%) gesunken. Damit lag der Rückgang der Materialaufwendungen deutlich über dem der Umsatzerlöse, so dass trotz der signifikanten Reduzierung des EUWIDs die Deckungsbeitragsmargen gesteigert werden konnten.

Die Personalkosten sind um 6% (VJ 13,6%) angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausweitung des Personals, als auch die Erhöhung der Löhne und Gehälter zurückzuführen.

Die oben genannten Effekte, als auch die Veränderung der Erträge aus Währungsumrechnungen sind die wesentlichen Treiber der Veränderung des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr.

Aus dem Jahresabschluss abgeleitete Kennziffern zur Ertragslage haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Rohgewinn 1) 33.406,4 31.086,4
Ordentliche Aufwendungen 2) 27.991,6 27.669,3
Betriebsergebnis 3) 5.414,7 3.417,1
Finanzergebnis 4) -366,2 -407,6
Ordentliches Ergebnis 5) 5.048,5 3.009,5
Bewertungsergebnis Forderungen 6) -144,4 -
Sonstiges Ergebnis 7) 36,1 174,6
Jahresergebnis vor Steuern 4.940,2 3.184,1

1) Gesamtumsatzerlöse abzgl. Materialaufwand
2) Personalkosten + Abschreibungen + sonst. betr. Aufwand + periodenfremde Erträge abzgl. sonst. betr. Erträge abzgl. periodenfremder Aufwand abzgl. PWB abzgl. EWB
3) Rohgewinn abzgl. ordentliche Aufwendungen
4) Zinserträge abzgl. Zinsaufwendungen
5) Betriebsergebnis + Finanzergebnis
6) Summe auf Aufwendungen für Pauschal- und Einzelwertberichtigungen
7) Periodenfremde Erträge abzgl. periodenfremder Aufwendungen

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist als geordnet anzusehen. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen.

Geschäftsjahr Vorjahr
% %
Anlagenintensität 1) 61,9 59,3
Eigenkapitalquote 2) 29,5 26,6
Anlagendeckung 3) 71,3 73,2
Liquidität 2. Grades 4) 49,9 68,2

1) Anlagevermögen / Bilanzsumme
2) Eigenkapital / Bilanzsumme
3) Verhältnis wirtschaftliches Eigenkapital und lang- u. mittelfristiges Fremdkapital zu Anlagevermögen
4) Verhältnis liquide Mittel und kurzfristige Forderungen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen

Die Bilanzsumme hat sich um 14% (VJ 15,7%) auf TEUR 54.327,6 erhöht. Sowohl das Umlauf- als auch das Anlagevermögen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ersteres resultiert aus den, dem Umsatz folgenden, erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei gleichzeitig sinkenden liquiden Mitteln. Letzteres resultiert aus Zugängen an technischen Anlagen und Maschinen in Folge der Installationen bei den gewonnenen Neukunden, reduziert um die planmäßige Abschreibung des Firmenwertes.

Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren Investitionen getätigt, um ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern, zu rationalisieren und um neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die Finanzierungsverhältnisse entsprechen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen.

Mit der zukunftsorientierten Investitionspolitik wurde die Grundlage für den Erhalt der Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit sowie des weiteren Wachstums gelegt.

Die Vermögenslage ist geordnet.

Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Risikomanagement

Die Packsize GmbH strebt mit ihrem Risikomanagement im Wesentlichen die Identifikation und Verringerung von Gefährdungspotentialen sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens durch Ausschöpfung von Marktchancen und Erfolgspotentialen unter Sicherung des Fortbestandes an. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele auswirken können. Aus einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung bei einzelnen Vertragspartnern und in einzelnen Branchen sowie Märkten können sich Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der Packsize GmbH ergeben. Diese Risiken begrenzt das Unternehmen durch eine möglichst breite Streuung der Kundenbasis und Lieferantenvielfalt sowie Verbreiterung Ihres Produkt- und Leistungsportfolios.

Das Risikomanagement erfolgt im Kern über die bewährten Instrumente der Buchführung. Das Warenwirtschaftssystem wird zur Informationsgewinnung und zeitnaher Auswertungen der Daten genutzt. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen werden durch individuelle Berichte verbessert.

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken haben wir ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:

Notwendige Absicherung von Handelsgeschäften durch Kontrakte

Einrichtung einer aussagefähigen Warenbuchführung

Erstellung aussagefähiger Zwischenabschlüsse und relevanter Kennzahlen

Markt- und Wettbewerbsanalysen

Umsatz-, Kunden- und Kostenanalysen

Einrichtung und Überwachung von kurz- und mittelfristigen Planrechnungen sowie Einleitung von Maßnahmen bei Planabweichungen durch die Führungskräfte

Regelmäßiger Strategieabgleich

Zeitnahe Überwachung der Debitoren und Abschluss von Risiko vermindernden Versicherungen.

Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale

Aus der Risikoanalyse ergaben sich keine Anhaltspunkte darüber, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährdet sein könnte. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Anhängige Gerichts- oder Aufsichtsverfahren gegen die Gesellschaft, die zu Ansprüchen führen könnten oder die wahrscheinlich nicht erfüllbar sind, bestehen nicht.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Preisänderungsrisiken

Der Handel mit Wellpappe unterliegt starken Preisschwankungen. Die Volatilität im Papierhandel hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Im Handelsgeschäft mit unseren Kunden übernimmt die Gesellschaft keine Preisänderungsrisiken. Durch den Abschluss entsprechender Vertragsklauseln werden die Papierpreisschwankungen an den Kunden weiterberechnet.

Ausfallrisiken

Handelsgeschäfte beinhalten immer eine Finanzierungsfunktion. Die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommt und dadurch finanzielle Verluste für die Gesellschaft verursacht werden, ist durch ein zentrales Kredit- Management verbunden mit einer Warenkreditversicherung begrenzt.

Liquiditätsrisiken

Das Risiko, benötigte Finanzmittel nicht oder nicht rechtzeitig zur Begleichung fälliger Verpflichtungen vorhalten bzw. beschaffen zu können, besteht nicht. Auf Grund einer soliden Finanzierungsstruktur und den eingeräumten Kreditlinien bei Banken und Lieferanten ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu jeder Zeit sichergestellt.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Auf Grund der Struktur der bilanzierten Finanzinstrumente und des implementierten Überwachungssystems werden derartige Risiken nicht gesehen.

Risiken aus den verschiedenen Krisenherden weltweit

Da das Unternehmen kein direktes Geschäft mit Russland, der Ukraine bzw. außerhalb Europas (zB. Israel) unterhält, sind die direkten Folgen der aktuellen Konflikte und der daraus resultierenden Sanktionen (gegenüber Russland) auf das Unternehmen unbedeutend. Indirekt jedoch führt die schlechtere wirtschaftliche Gesamtlage in Europa, beeinflusst von diesen Faktoren, zu einem Bedarfsrückgang an Verpackungen im Markt. Kurzfristig ist insofern mit einem Rückgang des Auftragsvolumens mit den Bestandskunden zu rechnen. werden. Eine abschließende Beurteilung aller Effekte für das Unternehmen ist aufgrund der Unsicherheit über eine weitere mögliche Eskalation der Konflikte jedoch nicht möglich.

Gesamtrisiko

Auf Basis der aktuell vorhandenen Informationen ist festzustellen, dass sowohl heute als auch in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Risiken bestehen, die einzeln oder kumulativ den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Das vorhandene Risikomanagementsystem macht alle bestehenden Risiken im erforderlichen Umfang transparent und beherrschbar.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die aktuellen Entwicklungen seitens der Wirtschaft maßgerechte, ressourcenschonende und kostenoptimierende Verpackungen einzusetzen, sowie die weiterhin anzunehmende Zunahme des Versandhandels zeigen, dass ein Wachstum für die nächsten Jahre zu erwarten ist. Dies wird ggf. durch die Einführung von EU-Richtlinien (PPWR) zusätzlich verstärkt werden. Gleichzeitig investiert Packsize mittels verschiedener Marketinginstrumente, wie z.B. einem Nachhaltigkeitsvideos, einer Packsize Marken Kampagne und vielfältigem Content auf der Packsize Website und auf Social Media wie Linkedln in seinen Bekanntheitsgrad und den von Packsize angebotenen Lösungen. Diese Maßnahmen zielen auf eine Erhöhung des Einsatzes der bereits entwickelten Lösungen und damit weiterem Wachstum.

Die Gesellschaft hat in den vergangenen Geschäftsjahren die notwendigen Schritte und Investitionen eingeleitet und ihre Anlagen und betrieblichen Einrichtungen den Erfordernissen des modernen Wirtschaftens angepasst. Ferner wurden bestehende Geschäftsfelder weiter ausgebaut und neue Geschäftsideen vorangetrieben. Hierbei verweisen wir auf die Erweiterung unseres Portfolios um vollautomatisierte Maschinen.

Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren

Die signifikanten Investitionen der letzten Jahre in Forschung und Entwicklung brachten innovative Hardware-Lösungen hervor, wie z.B. die EM-Serie, die X-Serie oder auch die vollautomatisierte X7. Ebenso wurden innovative Softwareprodukte für verschiedenste Bedarfe entwickelt, die es Packsize ermöglichen in neue Marktfelder vorzustoßen. Letztlich investiert Packsize kontinuierlich in sein Serviceangebot, durch z.B. Ausweitung der Hotline oder differenziertere Servicepackages, insbesondere um die Zuverlässigkeit der Anlagen zu erhöhen, als auch unseren Kunden flexiblen und maßgeschneiderten, an ihren Bedarfen ausgerichteten Service bieten zu können. All diese Maßnahmen zielen darauf ab noch breiter und kompetitiver auftreten zu können, um unsere Marktstellung weiter zu festigen.

Aktuelle Entwicklung

Unter der Annahme eines sinkenden EUWIDs gegenüber dem Vorjahr und einem sich dadurch ergebenden negativen Preiseffekt, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzrückgang von 3%. So planen wir mit einem EBITDA auf Vorjahresniveau.

Auch im Jahr 2024 planen wir einen weiteren Ausbau der personellen Kapazitäten als auch erhebliche Investitionen in die platzierten Anlagen mit dem Ziel weiteren Umsatzwachstums und der Gewinnung von Marktanteilen.

 

Herford, 31. Januar 2025

Stephen Curtis Larsen

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