Master Data

Registry
Register court Stuttgart HRB 232042
Registered
6/20/2005
Industry
Institutions for factoring activitiesActivities of holding companiesManagement activities of other holding companies
Purpose
Gegenstand geändert; nun: Die Übernahme und Durchführung von Factoring-Geschäften aller Art, sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Hilfsund Nebengeschäfte. Ausgenommen sind Geschäfte, die einer Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz bedürfen, sofern die Gesellschaft nicht über die erforderliche Erlaubnis verfügt.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Sibylle Frasch
since 2/6/2025
Procura
Stephen M. Griffiths
since 1/5/2024
Managing Director
Petra Richter
since 1/17/2023
Procura
Joachim Hauser
since 5/4/2006
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
Joachim Hauser
70794 Filderstadt, Bernhausen
€500,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

TecFactor GmbH

Kirchheim unter Teck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht 2022/2023

TecFactor GmbH

Kirchheim unter Teck

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Vermögens- und Finanzlage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft TecFactor GmbH ist seit Mai 2005 als Dienstleistungsunternehmen im Factoring tätig und nimmt regional eine wichtige Stellung ein. Im Berichtsjahr 2022/2023 konnte die TecFactor GmbH Ihre Marktposition nicht ausbauen. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen nicht zufriedenstellende Margen und nicht ausreichende Bonitäten, weshalb die Interessenten nicht aufgenommen wurden.

Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche der TecFactor GmbH gliedern sich in die wesentlichen Organisationseinheiten Geschäftsleitung, Vertrieb, kaufmännische Leitung, Risiko und Recht. Die Zuständigkeiten der einzelnen Organisationseinheiten sind klar zugeordnet. Zum Kalenderjahr 2024 wird eine Aufteilung in Markt und Marktfolge auf Ebene der Geschäftsleiter durch Berufung von Stephen Griffiths zum zweiten Geschäftsleiter erfolgen.

Die Bereiche interne Revision und die Funktion des Geldwäsche-Beauftragten sind personell entsprechend besetzt. Für die Bereiche Datenschutz und IT bestehen Auslagerungsverträge. Mit wesentlichen Lieferanten bestehen DSGVO-konforme Vereinbarungen. Eine Änderung der Lieferanten gab es nicht.

Rechtliche Struktur

Die Gesellschaft wird in der Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) geführt. Sitz der TecFactor GmbH ist Kirchheim unter Teck. Zweigniederlassungen bestehen nicht.

2. Forschung und Entwicklung

Die TecFactor GmbH hat keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur

Der Gesamtmarkt ist sehr margengeprägt. Obwohl das preisbereinigte BIP im 1. Quartal 2022 stagnierte und im 2. Quartal ebenfalls von einer Stagnation ausgegangen wird, gelang es der Factoring-Branche mittels der steigenden Relevanz von Factoring auch als Partner in der Transformation, als Bestandteil des Finanzierungsmix von Unternehmen sowie durch die Stabilisator-Funktion in Krisenzeiten als zunehmend nachgefragtes Finanzierungsinstrument zuzulegen. Das abgewickelte Volumen der TecFactor GmbH hat sich - bedingt durch Sonderfaktoren in 2021/22 - im Vergleich zum Vorjahr deutlichst verringert. Im Gegensatz zum Vorjahr mussten zudem Margenreduzierungen hingenommen werden. Die Zinspolitik der EZB führte in der Folge dazu, dass sich die Gesamtkosten im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht haben.

Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen

Die politischen Rahmenbedingungen sind unverändert geprägt durch ein zu hohes Maß an Regulatorik und Bürokratie. Die vorgegebenen Leitplanken sind unverändert eng und der Verwaltungsaufwand ist insbesondere für kleinere und Nischenanbieter wie TecFactor unverändert groß. Ob die geplanten Änderungen durch das Bürokratieentlastungsgesetz die erhofften Änderungen bringen werden, bleibt abzuwarten.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Der Kundenbestand wurde um bonitätsschwache Mandanten bereinigt. Auch im Geschäftsjahr 2022/2023 nimmt das Unternehmen eine stabile Stellung im Markt ein.

Die Umsatzerlöse sind von TEUR 1.936 auf TEUR 1.147 stark gefallen. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf Sonderfaktoren bei Mandanten im Vorjahr und der daraus resultierenden damaligenErhöhung der Umsätze auf Grund von unterjährig sehr stark angestiegenen Volumina. Hintergrund waren Lieferkettenprobleme deren Abnehmer im Bereich elektronischer Bauteile gewesen. Im November 2022 sind diese Positionen ausgelaufen.

Dem niedrigeren Umsatz standen ähnlich hohe Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 159 gegenüber. Dies resultiert aus der Beendigung der Niedrigzinspolitik. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 195 vermindert. Die Sondereffekte im Vorjahr resultierten aus Währungsumrechnungsdifferenzen (TEUR 71), der Einbuchung einer Schadensersatzforderung (TEUR 90) sowie einer Versicherungsentschädigung in Höhe von TEUR 79.

Die laufenden Aufwendungen, Personalkosten, andere Verwaltungskosten und Abschreibungen auf Anlagevermögen sind entsprechend dem Geschäftsverlauf angepasst worden. Investitionen im Bereich social media wurden weiter forciert. Die Kosten für die Warenkreditversicherung sind im Geschäftsjahr eklatant gestiegen und konnten erstmalig nicht in vollem Umfang umgelegt werden und waren somit aufwandstechnisch nicht neutral.

Ein zusätzlicher Einzelwertberichtigungsbedarf war im laufenden Jahr nicht erforderlich. Die Pauschalwertberichtigung hat sich aufgrund des zum Stichtag deutlich reduzierten Forderungsbestands entsprechend um TEUR 52 vermindert.

b) Finanzlage

Das Unternehmen verfügt über ein kurzfristig realisierbares Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 3.718, welches die kurzfristig fällig werdenden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.966 um TEUR 752 übersteigt. Langfristig gebundenes Kapital ist langfristig durch Eigenkapital finanziert. Zudem stehen dem Unternehmen unverändert ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Die gesamte Unternehmensrefinanzierung erfolgt unverändert ausschließlich fristenkongruent und kurzfristig.

c) Vermögenslage

Das Unternehmen weist im Berichtsjahr zum Stichtag eine Bilanzsumme von TEUR 3.936 aus. Im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8.261 ) verminderte sich diese um TEUR 4.325 (stichtagsbezogen). Die wesentlichen Vermögenswerte der Aktiva sind Forderungen an Kunden/Debitoren mit TEUR 3.396 (Vj.: TEUR 7.369).

Das Eigenkapital beträgt nunmehr TEUR 564 nach TEUR 641 im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich reduziert und belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 2.882 (Vj.: TEUR 5.348). Die Verbindlichkeiten aus dem Ankauf von Forderungen verminderten sich auf TEUR 344 gegenüber TEUR 2.058 im Vorjahr.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus unverändert auf der Optimierung der folgenden Bereiche: Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung. Zudem besteht unverändert ein ratingadjustiertes Ankaufsystem welches aus unserer Sicht die Risiken entsprechend abbildet und entsprechend bepreist.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die erzielte Marge aus dem Factoring Vertrag heran. Die Marge definieren wir wie folgt: Factoring Gebühr, Zinsmarge und Erlöse aus der Debitorenverwaltung. Wesentlich sind darüber hinaus auch die erzielten Mindestgebühren aus einzelnen Ankäufen pro Rechnung.

4. Vermögens- und Finanzlage Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir unverändert als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung war im Geschäftsjahr 2022/2023 aufgrund der o.a. Sonderfaktoren nicht befriedigend.

Unser Finanzmanagement ist weiterhin darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und angekaufte Forderungen kurzfristig zu realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte, insbesondere durch Forderungen gedeckt. Das Unternehmen ist unverändert ausschließlich fristenkongruent refinanziert. Zinserhöhungen wurden weitergegeben.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die TecFactor GmbH unterhält keine Zweigniederlassungen.

IV. Prognosebericht

Auch in den kommenden Jahren werden wir uns weiter ausschließlich auf unser Kerngeschäftsfeld Factoring und Debitorenverwaltung fokussieren. Hierbei wird nach wie vor ein stabiles organisches Wachstum durch eine deutliche Stärkung des Vertriebsbereichs, angestrebt.

Der Bereich Social Media, wird als zweiter Vertriebskanal auf allen Ebenen der TecFactor forciert.

Durch konstant sehr gute Leistungsqualität als Premiumanbieter wird im kommenden Geschäftsjahr wieder mit einer Zunahme der Mandanten gerechnet. Die Umsatzerlöse werden sich sukzessive wieder auf die Werte der Vorjahre einpendeln.

Branchenentwicklung:

Bereits jeder zweite mittelständische Unternehmer (48%) findet Factoring interessant, weil das Volumen der Finanzierung nicht wie eine Kreditlinie im Regelfall endet. Das ergab die aktuelle Studie des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Beispiele aus verschiedenen Branchen bestätigen den Trend zu innovativen Finanzierungen. Gerade die restriktivere Annahmepolitik der Kreditinstitute in der aktuellen rezessiven Phase wird diese Entwicklung verstärken. Insofern sehen wir jetzt schon vermehrte Anfragen im Bereich KMU durch unsere Makler.

Betriebsergebnis:

Das Betriebsergebnis wird sich in diesem Jahr weitgehend neutral entwickeln, bevor es im Jahr 2025 wieder deutlich/deutlichst ansteigt. Aktuell ist die Zinsentwicklung nach oben hin gebremst und wird sich weiter wieder abschwächen. Zumindest ist dies unserer Prognose.

Die Zinspositionen werden sich aus unserer Sicht im Jahr 2023/2024 auf dem aktuellem Niveau einpendeln.

Controlling und Risikovorsorge

Das Unternehmen hat im Berichtsjahr die bestehenden Controlling- und Überwachungssysteme unverändert genutzt. Die bereits in Vorjahren erfolgten Anpassungen haben sich positiv auf unseree Risikolage ausgewirkt. Im Rahmen der Risikovorsorge sind die Wertberichtigungen und Rückstellungen ausreichend dotiert.

Die Geschäftsleitung besitzt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement und definiert die Rahmenbedingungen für die Steuerung der verschiedenen Risikoarten.

Die Steuerung der Ausfallrisiken auf die Gesamtportfolioebene wird durch vielfältige Analysen des Controllings unterstützt. Das Risikocontrolling kann im Bedarfsfall auf Veränderungen der Marktgegebenheiten schnell reagieren.

Der Bereich Außenprüfung der Mandanten erfolgte im Berichtsjahr wiederum durch interne Prüfer. Im laufenden Geschäftsjahr wird wieder zusätzlich ein externer Prüfer beauftragt. Die vermehrte Anforderung von Unterlagen und die Analyse der Rechnungsjournale erfolgte unverändert stringent.

Wir sehen unsere zukünftige Unternehmensausrichtung unverändert vorwiegend auf höhermargiges Geschäft ausgerichtet und werden uns daher ausschließlich nur im Bereich der kleineren und mittleren Unternehmen positionieren. Aktuelle Risikobranchen wie Bau-, und Baunebengewerbe sowie der Bereich Automobilzulieferer werden nicht aufgenommen. Dabei stehen die Bedürfnisse nach Sicherheit in den Prozessen und die unserer Kunden an erster Stelle.

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Ein wesentliches Risiko ist unverändert das Veritätsrisiko der angedienten Forderungen sowie die operative Steuerung in der Mandantenbuchhaltung. Damit einhergehend ist die ordnungsgemäße Handhabung mit Kreditversicherern und Kreditinstituten unverändert sehr stark zu überwachen - was aber ein branchenweites Risikofeld darstellt. Insbesondere im Zweivertragsmodell bestehen unterschiedliche Meldefristen zur bestehenden eigenen Eindeckung der Warenkreditversicherung.

Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt - wie bei allen Unternehmen und auch bei unseren Marktbegleitern - im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs.

Großgeschäfte werden von uns unverändert und bewusst nicht beworben. Der Vertrieb ist nach Zielgruppendefinition ausgerichtet. Die Annahmepolitik darf unverändert nicht zu restriktiv sein, muss aber andererseits die Entwicklungen am Markt einbeziehen.

Liquiditätsrisiken, bestehen aktuell nicht da uns die Refinanzierungsrahmen unverändert fristenkongruent zugesagt sind. Das operative Geschäft kann somit unterjährig jederzeit finanziert werden.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen, wie beispielsweise durch plötzliche Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, in den Markt getragen werden. Diesbezüglich sind aktuell keine weiteren Risiken erkennbar.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden.

Als mittelständisches Factoring Unternehmen sehen wir unser Potential in der sehr persönlichen und direkten Betreuung unserer Mandanten und dem direkten Kontakt durch unsere beiden, weiter oben beschriebenen, wesentlichen Vertriebswege.

Zukünftig kann ein wesentlich höheres Maß an Digitalisierung die Abwicklung deutlich erleichtern. Die Einführung unseres Dokumenten-Management-Systems "DocuWare" ist erfolgreich abgeschlossen. Das neue Einreichungsportal für unsere Mandanten ist seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 implementiert.

Einschätzung der Geschäftsführung:

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind gut. Somit ist auch in den kommenden Geschäftsjahren wieder mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

 

gez. Joachim Hauser

Bilanz zum 30. September 2023

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 219,77 67,93
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 49.455,84 439.332,74
3. Forderungen an Kunden 3.396.147,31 7.368.600,14
- darunter an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)
4. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.756,00 1.355,00
b) Geleistete Anzahlungen 91.231,08 91.231,08
5. Sachanlagen 29.010,00 36.316,00
6. sonstige Vermögensgegenstände 272.367,99 254.008,37
7. Rechnungsabgrenzungsposten 81.699,75 69.638,46
3.935.887,74 8.260.549,72

Passivseite

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 2.881.894,30 5.327.975,23
b) mit vereinbarter Laufzeit 0,00 2.881.894,30 20.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 344.225,70 2.058.474,13
- darunter an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)
3. sonstige Verbindlichkeiten 84.263,65 98.125,33
4. Passive latente Steuern 0,00 20.802,00
5. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 26.600,00 36.675,00
b) andere Rückstellungen 34.750,00 57.050,00
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
b) Bilanzgewinn 64.154,09 564.154,09 141.448,03
3.935.887,74 8.260.549,72

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.147.000,83 1.936.347,57
2. Zinsaufwendungen -158.946,45 -158.805,46
3. Provisionsaufwendungen -24.318,74 -32.641,64
4. sonstige betriebliche Erträge 71.484,13 266.151,33
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -477.884,10
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -77.577,54
- davon für Altersversorgung: EUR 4.249,56 (Vj.: EUR 4.703,21) -555.461,64
b) andere Verwaltungsaufwendungen -359.662,34 -915.123,98 -956.842,23
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen -15.711,06 -103.855,18
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -30.754,50
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -227.299,65 -417.540,60
9. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 51.900,00 27.400,00
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -101.769,42 560.213,79
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24.673,48 -163.902,00
- davon Ertrag aus latenten Steuern: EUR 20.802,00 (Vorjahr: Aufwand EUR 20.802,00)
12. sonstige Steuern -198,00 -198,00
13. Jahresüberschuss -77.293,94 396.113,79
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 141.448,03 -254.665,76
15. Bilanzgewinn 64.154,09 141.448,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Allgemeine Angaben

Firma, Sitz und Registergericht

Die Firma der Gesellschaft lautet "TecFactor GmbH". Sitz der Gesellschaft ist Kirchheim unter Teck. Die Gesellschaft ist unter Nummer HRB 232 042 im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetra- gen.

Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft fällt aufgrund der Regelungen in § 1 Abs. 1a S. 2 KWG als Factoring-Unternehmen in den Anwendungsbereich der §§ 340 ff HGB und der RechKredV.

Der Jahresabschluss ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Finanz- dienstleistungsinstitute aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt aufgrund der Vorschriften über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV). Posten, die im laufenden Jahr und im Vorjahr keinen Wert aufweisen, wurden weggelassen.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und der RechKredV er- stellt.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unter- nehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Ab- schlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Auf- wendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken sind ange- messen durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung mit 1 % Rechnung getragen.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dau- ernd zu dienen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre.

Die geleisteten Anzahlungen betreffen Vorauszahlungen auf den Kaufpreis einer Software für ein neu- es Abwicklungssystem und wurden in Höhe des Anzahlungsbetrags angesetzt. In Vorjahren wurde hie- rauf eine auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von 50% angesetzt, der wiederum eine Schadensersatzforderung gegen das Entwicklungsbüro der Software entgegensteht.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungsko- sten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer (überwiegend drei bis fünf Jahre) des jeweiligen Vermögensgegen- standes.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferun- gen und Leistungen sind unter der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung not- wendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Unverzinsliche Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit ihrem Barwert unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinses der vergan- genen 7 Jahre abgezinst.

C. Angaben zur Bilanz

Die ausgewiesenen Forderungen haben im Wesentlichen eine Laufzeit bis zu drei Monaten, andere Forderungen bzw. unbefristete Forderungen liegen nicht vor.

Auf den Forderungsbestand wurden angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenom- men.

Die immateriellen Anlagewerte betreffen Markenrechte und Software, die über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben werden.

Die geleisteten Anzahlungen betreffen Vorauszahlungen auf den Kaufpreis einer Software für ein neu- es Abwicklungssystem. Hierauf wurde bereits im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 90 vorgenommen, da nicht abschließend beurteilt werden kann, ob der Abschluss des Projekts erfolgt. Analog wurde im Vorjahr eine Schadensersatzfor- derung eingebucht, sodass der Vorgang im Vorjahr erfolgsneutral war.

Unter den Sachanlagen werden Gegenstände der Betriebsausstattung ausgewiesen. Bei Wirtschaftsgü- tern im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG wurde im Zeitpunkt des Zugangs der Abgang unterstellt. Die Entwick- lung ergibt sich aus dem beiliegenden Anlagespiegel.

Es besteht eine Darlehensforderung gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 156 (VJ: TEUR 156). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeit mit vereinbarter Laufzeit liegt - wie im Vorjahr - im Zeitraum bis zu drei Monaten.

Bankkredite von TEUR 2.882 (VJ: TEUR 5.348) sind vornehmlich durch Globalzessionen sowie durch selbstschuldnerische Bürgschaften des Gesellschafters Joachim Hauser gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden resultieren aus dem Ankauf von Forderungen mit Fälligkei- ten, zumeist bis zu drei Monaten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Kreditoren in Höhe von TEUR 76 (VJ.: TEUR 40) und Steuerschulden von TEUR 8 (VJ.: TEUR 55) mit ihren Einlösungsbeträgen ausgewiesen. Die Restlaufzeit beträgt - wie im Vorjahr - bis zu drei Monaten. Lieferantenverbindlichkeiten sind, soweit sie nicht auf Dienstleistungen entfallen, durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die sonstigen Rückstellungen werden aufgrund der Erfahrungswerte angemessen geschätzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ausreichend bemessen und entfallen auf:

30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR
Abschluss- und Beratungskosten 15,8 18,0
Personalkosten 8,3 30,4
Übrige 10,7 8,7
34,8 57,1

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gliedert sich nach der Staffelmethode. Die besonderen Vorschriften hinsichtlich der RechKredV sind beachtet.

Die Umsätze werden im Wesentlichen in Deutschland mit Fakturen in EURO getätigt. In Fremdwährung getätigte Fakturen werden unterjährig zu einem festen Umrechnungskurs erfasst und im Rahmen des Jahresabschlusses gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Aufwendungen aus Kursdifferenzen entstanden in Höhe von TEUR 31 (VJ.: TEUR 0).

Erträge aus Kursdifferenzen entstanden in Höhe von TEUR 0 (VJ.: TEUR 71).

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Joachim Hauser, Kirchheim unter Teck, Bankkaufmann.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Das Gesamt-Honorar des Abschlussprüfers betrug TEUR 10, davon für Jahresabschlussprüfung TEUR 10.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 101.

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr 11 Angestellte (Vorjahr: 11 Angestellte) beschäftigt.

Der Gesellschafterversammlung wird zur Beschlussfassung vorgeschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kirchheim unter Teck, den 28.12.2023

Joachim Hauser

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.10.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.307,48 19.487,16 0,00 0,00 141.794,64
2. geleistete Anzahlungen 181.231,08 0,00 0,00 0,00 181.231,08
II Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.603,46 3.318,90 0,00 0,00 156.922,36
Anlagevermögen gesamt 457.142,02 22.806,06 0,00 0,00 479.948,08
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022 Zugänge Abgänge 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.952,48 5.086,16 0,00 126.038,64
2. geleistete Anzahlungen 90.000,00 0,00 0,00 90.000,00
II Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.287,46 10.624,90 0,00 127.912,36
Anlagevermögen gesamt 328.239,94 15.711,06 0,00 343.951,00
Buchwerte
30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.756,00 1.355,00
2. geleistete Anzahlungen 91.231,08 91.231,08
II Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.010,00 36.316,00
Anlagevermögen gesamt 135.997,08 128.902,08

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TecFactor GmbH, Kirchheim unter Teck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TecFactor GmbH, Kirchheim unter Teck - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TecFactor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeab- sichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 22. Februar 2024

HWS GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael Lacher, Wirtschaftsprüfer

Andreas Mayer, Wirtschaftsprüfer

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