Master Data

Registry
Register court Wiesbaden HRB 24013
Registered
2/19/2009
Industry
Manufacture of plastic packing goodsManufacture of light metal packagingManufacture of corrugated paper and paperboard and of containers of paper and paperboard
Purpose
die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungsmitteln aus Aluminium, Papier und Kunststoffen aller Art sowie die Vornahme aller Geschäfte, die mit der Betätigung auf diesen Gebieten zusammenhängt.

Financial Overview

History

No events found for this filter

Management

NameRole
Wojciech Adam Janowczyk
since 12/19/2024
Procura
Wolfgang Hasselbeck
since 12/19/2024
Managing Director
Heike Mahn
since 5/16/2023
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (2)

NameOwnership
Constantia Flexibles International GmbH
90.00%
Constantia Flexibles Group GmbHAUT
10.00%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Constantia Labels GmbH
Germany
€180,000
90.00%
Constantia Flexibles Group GmbH
Austria
€20,000
10.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Constantia Ebert GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Constantia Ebert GmbH produziert und vertreibt Verpackungsmittel aus Aluminium und Kunststoffen aller Art. Der Schwerpunkt der Aktivität der Gesellschaft liegt auf der Herstellung von Kunststofffolien. Mit Innovationen, wie z.B. der Entwicklung von Wrapstar und Ecotwist, der Twistfolien aus Polyolefinen und deren konsequente Weiterentwicklung zu marktgerechten Produkten, hat sich die Constantia Ebert GmbH zu einem kompetenten Partner der Süßwarenindustrie in Europa entwickelt. Des Weiteren gehören auch Unternehmen aus der Tiernahrungsbranche zu den Auftraggebern. Hergestellt werden Folien und Verbundmaterialien für Süßwaren wie Bonbons und Snacks. Darüber hinaus erstreckt sich die Leistungsfähigkeit auf Beutelverpackungen und Sachetverpackungen. Außerdem werden technische Folien für die Automobil-, Chemie- und Baustoffindustrie hergestellt. Die Constantia Ebert GmbH ist in den Constantia Flexibles Konzern eingebunden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Global

Die Erholung der Weltwirtschaft von der COVID-19-Pandemie, dem Einmarsch Russlands in der Ukraine und der Krise der Lebenshaltungskosten erweist sich als erstaunlich widerstandsfähig. Die Inflation geht schneller als erwartet von ihrem Höchststand im Jahr 2022 zurück, wobei die Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Wirtschaftstätigkeit geringer als erwartet ausfallen. Dies spiegelt die günstigen Entwicklungen auf der Angebotsseite und die Straffung der Zentralbanken wider, die die Inflationserwartungen auf einem stabilen Niveau gehalten haben. 1

Europa

In der Winterprognose der Europäischen Kommission wurde das Wachstum in der EU und im Euroraum von den in der Herbstprognose prognostizierten 0,6 % auf 0,5 % im Jahr 2023 gesenkt. Im Jahr 2023 wurde das Wachstum durch die schwindende Kaufkraft der privaten Haushalte, die starke Straffung der Geldpolitik, die teilweise Rücknahme der fiskalischen Unterstützung und die sinkende Auslandsnachfrage gebremst. 2

Der Rückgang der Gesamtinflation im Jahr 2023 war schneller als erwartet. Dieser war vor allem auf die sinkenden Energiepreise zurückzuführen. Da die Konjunktur ins Stocken geriet, weitete sich der nachlassende Preisdruck in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres auch auf andere Waren und Dienstleistungen aus. Geringer als erwartet ausgefallene Inflationsergebnisse in den letzten Monaten, niedrigere Energierohstoffpreise und eine schwächere Wirtschaftsdynamik haben die Inflation auf einen steileren Abwärtspfad gebracht als in der Herbstprognose vorausgesagt wurde. Auf kurze Sicht dürften jedoch das Auslaufen der Energiestützungsmaßnahmen in allen Mitgliedstaaten und die höheren Schifffahrtskosten, infolge der Handelsunterbrechungen im Roten Meer, einen gewissen Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben, ohne jedoch den Prozess des Inflationsrückgangs aufzuhalten. 2

1 International Monetary Fund - World Economic Outlook - January 2024.

2 Winter 2024 Economic Forecast - https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_24_730.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 leicht zurückgegangen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 %. Hauptgründe für diese Entwicklung waren, die trotz der jüngsten Rückgänge, nach wie vor hohen Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen. Diese gingen einher mit einer schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland. 3

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei + 6,9 % gelegen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar um 12,4 % und die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. 4

Energie- und Rohstoffmarkt

Die Weltrohstoff-, Energie-, sowie Transportkosten gingen im Jahr 2023 nach ihrem Höhenflug im Vorjahr zurück, blieben aber teilweise auf sehr hohem Niveau. So sanken, auf Dollarbasis gemessen, diese in fast allen Kategorien. 5

Nach einem Anstieg des Rohstoffpreises für Roh-Aluminium pro Tonne im ersten Quartal 2023 im Vergleich zum vierten Quartal 2022 um 2,95 % betrug der Preisrückgang im dritten Quartal, im Vergleich zum ersten Quartal 2023 bereits 10,19 %. Somit sank die Tonne Roh-Aluminium in 2023 um 16,6 % gegenüber 2022. 5

In den ersten acht Monaten des Jahres 2023 sanken die Rohstoffpreise pro Tonne für die von uns verwendeten Materialien Polyethylen (PE) um 18,9 % und für Polypropylen ((BO)PP) in den ersten acht Monaten um 15,4 %. Bis zum Jahresende 2023 stiegen die Preise wieder an. Somit erzielte PE im Vergleich zum Jahresanfangsniveau nur mehr einen geringeren Preis um 12,5 % und (BO)PP um 13,2 %. 6

Nach ihrem Höchststand im Sommer 2022 sanken die Energiepreise in Deutschland auf Erzeugerebene von Januar bis November 2023 um durchschnittlich 11,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dadurch wurde allerdings nur ein Bruchteil des Anstiegs der Jahre 2021 und 2022 kompensiert. In der zweiten Jahreshälfte 2023 stabilisierten sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau und belasteten weiterhin die Produktion der energieintensiven Wirtschaftszweige, die von Januar bis November 2023 um 10,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum abnahm. 3

Laut World Bank sind die internationalen Preise für Roh-Öl um 16,8 % und für Gas um 63,5 % durchschnittlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. 5

3 Destatis - Statistisches Bundesamt - Pressekonferenz vom 15. Januar 2024 - Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland.

4 Destatis - Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 20 vom 16. Januar 2024.

5 The World Bank - Commodity prices February 2024 - https://www.worldbank.org/en/research/commodity-markets.

6 www.icis.com Raw material PE + BOPP price development.

Branchenentwicklung

Gemäß Gesamtverband Kunststoffverarbeitenden Industrie e.V. (GKV) verzeichnete die Branche im Jahr 2023 schrumpfende Umsätze. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen für das Jahr 2024 sind ebenfalls verhalten. Die Ursache für den Umsatzrückgang sieht der Verband bei den aktuell ungünstigen Rahmenbedingungen für die deutsche Industrie, welche aufgrund der unsicheren Zukunftsperspektiven Zurückhaltung bei Investitionen üben. Grundsätzlich sieht der Verband überwiegend strukturelle Probleme als Ursache für die aktuelle Wirtschaftskrise und fordert eine zukunftsorientierte Wachstumsagenda. Die Themen Energie, Bürokratie, Investitionen und Digitalisierung müssen adressiert werden, um die dringenden Probleme der Wirtschaft lösen zu können und Verlässlichkeit und verlorenes Vertrauen in die Wirtschaft wiederherzustellen. 7

Die kunststoffverarbeitende Branche verzeichnete im Jahr 2023 eine negative Umsatzentwicklung von 6 % zum Vorjahr auf 72,5 Mrd. €. Die verarbeiteten Mengen gingen dabei um -9 % auf 12,7 Mio. Tonnen und die Anzahl der Branchenbetriebe um -0,05 % zurück. Der Umsatz im Verpackungsbereich verringerte sich um -7,7 % auf 16,8 Mrd. €, wobei die verarbeiteten Mengen um 0,4 Mio. Tonnen auf 3,8 Mio. Tonnen sanken. Der Umsatz mit Konsumprodukten sank um -9,8 %, wobei die Mengen zum Vorjahr um 7,1 % zurückgingen. 8

Auch der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) blickt auf ein schwieriges Jahr 2023 zurück. Das inflationsbedingte Umsatzplus der Branche genussbringender Produkte verdeckt den Blick auf den abstiegsbedrohten Wirtschaftsstandort Deutschland und Kostenexplosionen für die heimischen Unternehmen. Dabei wirken sich insbesondere, aber nicht nur die in 2023 stark gestiegenen Energie-, Logistik- und Rohstoffkosten aus, sondern auch standortbedingte Belastungen, die in Deutschland schon langfristig überdurchschnittlich hoch sind. Hierzu zählen etwa die Arbeitskosten, Steuern und Abgaben, die Dauer von Genehmigungsverfahren, der schleppende Breitbandausbau und Bürokratiebelastungen. Hinzu kommen die Unsicherheiten bei der Rohstoffbeschaffung, verbunden mit weiteren massiven Kostensteigerungen im Jahr 2023 auf den Rohstoffmärkten. Das wichtige Inlandsangebot (= Produktion + Einfuhr - Ausfuhr) entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig und lag mengenmäßig bei knapp 2,6 Mio. t (-0,3 %), der Inlandsumsatz stieg auf schätzungsweise 9,9 Mrd. € (+11,9 %). Nach Schätzungen des BDSI stieg die Produktion insgesamt der in Deutschland hergestellten Süßwaren und Knabberartikel im Jahr 2023 auf 4,3 Mio. t (+2,2 %). Wertmäßig entwickelte sich die Produktion mit rund 16,1 Mrd. € ebenfalls positiv (+13,3 %). Auch das für die deutsche Süßwarenindustrie so wichtige Exportgeschäft mit Süßwaren und Knabberartikeln sank im Jahresverlauf 2023 leicht. Insgesamt wurden schätzungsweise 2,5 Mio. t Süßwaren und Knabberartikel exportiert. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang von -1 %. Der Exportumsatz stieg im Jahr 2023 um +14,2 % auf rund 12,2 Mrd. €. Die Hersteller von Zuckerwaren verzeichneten 2023 eine positive Entwicklung. Die mengenmäßige Produktion stieg um schätzungsweise 3,7 % auf 674.000 t, im Wert um +15,8 % auf ca. 2,2 Mrd. €. Die Entwicklung der Exporte war 2023 bei den Bonbons und Zuckerwaren mit -2,0 % in der Menge rückläufig. Der Exportwert hingegen stieg 2023 um +15,5 %. Die Hersteller von Knabberartikeln verzeichneten 2023 leichte Rückgänge. Die Produktionsmenge sank nach Schätzungen des BDSI um -1,5 % auf rund 360.000 t. Im Wert stieg die Produktion um +11,8 % auf etwa 2,0 Mrd. €. Die Exporte entwickelten sich 2023 bei den Knabberartikeln negativ, sie sanken gegenüber dem Vorjahr um -13,5 % in der Menge. Der Exportwert stieg hingegen um +2,4 %. 9

7 Kunststoffverarbeitende Industrie fordert Wachstumsagenda für Deutschland | GKV vom 14. Februar 2024.

8 Branchenstatistik der Kunststoffverarbeitung in Deutschland | GKV Statistik vom 14. Februar 2024.

9 https://www.bdsi.de/presse/pressemeldungen/details/suesswarenindustrie-blickt-auf-schwieriges-jahr-2023-zurueck-produktion-in-deutschland-verliert-an-wettbewerbsfaehigkeit-805.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Überblick

Die Constantia Ebert GmbH ist ein Spezialist für alle Verpackungen "rund um das Bonbon" und hat sich auf diese Weise schwerpunktmäßig zum kompetenten Partner der Süßwarenindustrie im Bereich Twistfolie entwickelt. Weitere Bereiche sind Snacks, der Petfood Markt und technische Folien.

2.2.2 Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft sind der Umsatz und das operative Ergebnis (EBIT) nach IFRS.

Die Umsätze nach HGB (IFRS) mit 33.602 T€ (33.098 T€) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 % (7,6 %) und im Vergleich zu den Plan-Umsätzen um 12,4 % (10,3 %) erhöht. Die Zunahme zum Vorjahres- und Planumsatz lässt sich im Wesentlichen auf Preiserhöhungen in Folge der gestiegenen Rohstoffpreise sowie die Strukturveränderung bei dem Produktmix zurückführen. Consumer Business lag ca. 8 % über Budget und Technical Film lag ca. 21 % über Budget. Des Weiteren wird die Abnahme der Rohstoffpreise verzögert an die Kunden weitergegeben.

Das operative Ergebnis (EBIT) nach HGB (IFRS EBIT) mit +1.527 T€ (+1.123 T€) liegt über den Zielen für 2023 Plan EBIT nach HGB (IFRS Plan EBIT) +563 T€ (+312 T€). Das EBIT des Vorjahres betrug im HGB (IFRS) +1.442 T€ (+1.436 T€). Dies liegt daran, dass die notwendigen Preiserhöhungen bei den Kunden durchgesetzt werden konnten. Zudem haben der Produktmix mit einem hohen Anteil an technischen Folien sowie eine gute Kostenkontrolle zu einem besseren Ergebnis als budgetiert beigetragen.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist das abgelaufene Geschäftsjahr zufriedenstellend verlaufen.

2.2.3 Produktion und Kapazität

Die Produktionsleistung (m 2 ) hat sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die verkauften Mengen in Tausend m 2 sind von 113.199 auf 119.378 gestiegen.

2.2.4 Investition und Finanzierung

Im Geschäftsjahr wurden 358 T€ in das Anlagevermögen investiert. Diesen Investitionen standen Abschreibungen von 714 T€ gegenüber. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Umbauten am Gebäude.

2.2.5 Personalentwicklung

Die Anzahl der Mitarbeiter zum Bilanzstichtag ist im Vergleich zum Vorjahr von 112 auf 118 Mitarbeiter gestiegen.

2.2.6 Beschaffung

Die Belieferung mit Material wird durch mehrere Lieferanten gewährleistet.

2.2.7 Produktmanagement

Die Constantia Ebert GmbH ist ständig mit der Optimierung der Produkte beschäftigt. Das Rezeptur-Know-how ist vorhanden, da auch die Basisfolien am Standort extrudiert und entwickelt werden. Das Produktmanagement arbeitet kontinuierlich an Verbesserungen der Rezepturen, um Kosten zu senken und die Qualität der Produkte für die Kunden zu erhöhen. Die Gesellschaft betreibt selbst keine eigene Forschung und Entwicklung, sondern nutzt die Entwicklungsergebnisse des Konzerns.

2.2.8 Produktion und Umwelt

An den Maschinen und Anlagen wurden kontinuierliche Verbesserungen vorgenommen. Es wurden diverse Projekte zur Reduzierung des Abfalls und weiteren Senkung des Materialeinsatzes durchgeführt.

Im Rahmen des Energiemanagements wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz umgesetzt.

2.3. Gesamtlage des Unternehmens

2.3.1 Ertragslage

Der Umsatz 2023 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,7 % auf 33.602 T€.

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse lag bei 48,1 % (Vj. 55,1 %). Der Rückgang der Materialaufwandsquote ist die Folge der erfolgreichen Weitergabe der höheren Energie- und Rohstoffpreise an die Kunden sowie einem vorteilhaften Produktmix. Im Ergebnis stieg der Rohertrag (Umsatz abzüglich Wareneinsatz) um 2.095 T€ auf 16.059 T€.

Die Personalaufwendungen mit 8.354 T€ (Vj. 7.599 T€) sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, wobei sich die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um 3,6 % erhöht hat. Die Aufwendungen des Geschäftsjahres waren durch Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 209 T€ sowie durch Strukturänderungen beeinflusst.

Der Rückgang der Abschreibungen ist insbesondere auf die letztmalige Abschreibung einer Tiefdruckmaschine in der Berichtsperiode zurückzuführen.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1.093 T€ auf 6.532 T€ (Vj. 5.439 T€) ist vor allem auf die Zunahme der Kosten für Reparaturen und Ersatzteile um 244 T€, für Garantiefälle um 50 T€, für Versicherungen um 148 T€, für Sozialnebenkosten um 45 T€, für Frachten, Transporte und Kurierdienste um 72 T€ und die Weiterbelastungen von Konzernunternehmen um 492 T€ zurückzuführen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren außerdem 60 T€ Verluste aus Anlagenabgängen enthalten.

Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages vom 4. Dezember 2017 an den Organträger Constantia Flexibles Germany GmbH abgeführt: 1.555 T€ (Vj. 1.269 T€).

Die Constantia Ebert GmbH arbeitet in einem Kundensegment, in dem Aufträge im Schnitt zwei bis drei Monate im Voraus bestellt werden. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 von 11.771 T€ gewährleistet bei geplanter Kapazitätsauslastung eine Produktion von rund vier Monaten.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen in Höhe von 7.505 T€ (Vj. 7.926 T€) beträgt 34,7 % (Vj. 40,2 %) im Verhältnis zur Bilanzsumme.

Auf der Aktivseite der Bilanz hat sich das Sachanlagevermögen um 418 T€ verringert, da die Abschreibungen (714 T€) die Zugänge des Jahres (358 T€) überstiegen. Der Rückgang der Vorräte auf 4.566 T€ (Vj. 6.248 T€) zum Bilanzstichtag resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme des Bestands an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 288 T€, der unfertigen Erzeugnissen um 644 T€ sowie dem Abbau des Fertigwarenlagers um 753 T€. Die Reduzierung der Rohstoffpreise im Jahresdurchschnitt und die Verbesserung der Lieferketten haben zu einer Abnahme der Vorräte beigetragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 208 T€ verringert. Der Forderungsbestand vor Factoring stieg zwar um 253 T€ auf 2.067 T€ (Vj. 1.814 T€) an, jedoch wurden zum Bilanzstichtag 464 T€ mehr Forderungen verkauft als zum Vorjahresstichtag: 1.693 T€ (Vj. 1.229 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich insgesamt um 4.384 T€. Dies resultiert mit 4.218 T€ aus höheren Cash-Pool-Forderungen und mit 143 T€ aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2023 4.732 T€ (Vj. 4.732 T€). Daraus resultiert eine Eigenkapitalquote von 21,9 % (Vj. 24,0 %) zum Bilanzstichtag.

Auf der Passivseite haben sich die Sonstigen Rückstellungen um 97 T€ erhöht. Im Wesentlichen resultiert diese Veränderung aus der Erhöhung der Rückstellung für Garantiefälle um 53 T€ und für ausstehende Rechnungen um 47 T€. Gegenläufig entwickelten sich die Personalrückstellungen mit einer Abnahme von 21 T€.

Die Zunahme der Verbindlichkeiten um 1.824 T€ im Vergleich zum Vorjahr betrifft vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 1.286 T€. Diese erhöhten sich zum einen aufgrund der Hereinnahme von mehr Lieferanten in das Supply Chain Financing, was zu einer Verlängerung der Zahlungsziele und somit zur Erhöhung der Verbindlichkeiten führte und zum anderen stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten im Inland, da zum Jahresende diverse Rechnungen für Rohstoffe, Gas und Gebäude- und Maschinenmaßnahmen offen waren. Außerdem stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 316 T€, welche mit 286 T€ auf die Zunahme der Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung resultierte.

2.3.3 Liquidität

Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft beträgt 8.584 T€ (Vj. 4.405 T€) und umfasst die Cash-Pool-Forderungen inkl. Zinsen 8.632 T€ (Vj. 4.391 T€), Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 64 T€ (Vj. 14 T€) und die täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 112 T€ (Vj. 0 T€).

Die Constantia Ebert GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cash-Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit von 6.086 T€ erzielt.

Außerdem verfügt die Gesellschaft über eine Cash-Pool-Forderung gegen die Constantia Business Services GmbH in Höhe von 8.603 T€. Ebenso hat die Gesellschaft einen Factoringvertrag über Kundenforderungen mit der Raiffeisen Factor Bank AG, Wien, abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen in Höhe von 1.693 T€ (Vj. 1.229 T€) übertragen und daher nicht mehr in der Bilanz enthalten.

Des Weiteren steht der Gesellschaft ein konzerninternes Darlehen in Höhe von 7.500 T€ (Vj. 7.500°T€) zur Verfügung.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben auch im Jahr 2024 schwierig. Die globale Weltwirtschaftsleistung soll gemäß Erwartung des Internationalen Währungsfonds auf 3,1 % im Jahr 2024 und auf 3,2 % im Jahr 2025 steigen. Das Wachstum im Euroraum wird sich gemäß Erwartung des Internationalen Währungsfonds im Jahr 2024 um 0,4 % auf 0,9 % erhöhen und dann auf 1,7 % im Jahr 2025 steigen. Es wird erwartet, dass der Aufschwung durch einen stärkeren Konsum der privaten Haushalte infolge des erhöhten Realeinkommens vorangetrieben wird; letztere soll durch das Nachlassen des Energiepreisschocks und der Inflation erreicht werden. 10

Gemäß Prognose der Europäischen Kommission soll in der EU die Inflation nach dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) voraussichtlich von 6,3 % im Jahr 2023 auf 3,0 % im Jahr 2024 und 2,5 % im Jahr 2025 sinken. In der Eurozone dürfte sie sich die Inflation von 5,4 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 und auf 2,2 % im Jahr 2025 abschwächen. 11

Diese Prognosen sind angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und der Gefahr einer weiteren Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten mit Unsicherheit behaftet. Der Anstieg der Schifffahrtskosten infolge des Konflikts am Roten Meer wird sich voraussichtlich nur geringfügig auf die Inflation auswirken. Weitere Unterbrechungen könnten jedoch zu erneuten Versorgungsengpässen führen, die die Produktion abwürgen und die Preise in die Höhe treiben könnten.

In Deutschland soll laut Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,2 % steigen. 12 Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine laste weiterhin auf der deutschen Wirtschaft, das historisch niedrige Wachstum des Welthandels treffe die Exportwirtschaft in Deutschland besonders. Hinzu kämen Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und weniger Investitionen wegen hoher Zinsen. Zudem seien die Löhne und die Sparquote gestiegen, die Binnennachfrage gesunken. Die Preissteigerung dürfte sich auf 2,8 % verringern.

Nach den letzten Marktprognosen - z.B. dem jüngsten Commodity Market Outlook der Weltbank - der Energiepreisindex wird voraussichtlich um weitere 5 % im Jahr 2024 und 0,7 % im Jahr 2025 sinken, aber wird im historischen Vergleich trotzdem hoch bleiben. 13

10 International Monetary Fund - World Economic Outlook - January 2024.

11 Winter 2024 Economic Forecast - https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_24_730.

12 Jahreswirtschaftsbericht 2024: "Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken" der Bundesregierung vom 22. Februar 2024.

13 Commodity Markets Outlook - October 2023 (worldbank.org).

3.2 Planungen der Gesellschaft

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2024 werden grundsätzlich ähnlich wie im Jahr 2023 eingeschätzt.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir unter Berücksichtigung der allgemeinen schwierigen Wirtschaftslage einen Umsatz von Mio.€ 28,3 nach (HGB) bzw. (IFRS) und ein negatives HGB und IFRS EBIT von Mio. € 0,2.

Entsprechend der bisherigen Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, dass der Jahresumsatz unter dem des Vorjahres liegen wird, da im Allgemeinen eine Zurückhaltung der Kunden vor allem im ersten Halbjahr herrscht. Es wird erwartet, dass sich diese Zurückhaltung im Laufe des Jahres verbessern wird. Zudem arbeitet die Gesellschaft an der Rückgewinnung von verlorenen Kundenaufträgen. Aktuell sind wir mit stabilen Rohstoff- und Energiepreisen konfrontiert. Es wird versucht, die tariflich vereinbarten Lohnkostensteigerungen über Erhöhung der Verkaufspreise zu kompensieren. Schlüsselmaschinen werden weiterhin ausgelastet sein. Daneben wird kontinuierlich an der Verbesserung der Prozesse gearbeitet. Ziel ist die Steigerung der Ergebnisse und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

3.3. Risikobericht

3.3.1 Risikomanagementsystem

Die Constantia Ebert GmbH ist bei ihren Aktivitäten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagement des Constantia Flexibles Konzerns eingebunden. Nachfolgend werden die Risikoeinstufungen gering, mittel, erhöht, hoch und bestandsgefährdend verwendet (Angabe mit steigender Risikoausprägung).

3.3.2 Risiken

3.3.2.1 Rohstoff- und Energieversorgung

Constantia Flexibles ist ein globales Unternehmen und betreibt einen Risiko-Management-orientierten (Portfolio-) Ansatz bei Energiebeschaffung. Zur Risikominimierung und Risikostreuung stehen im Energiesektor verschiedene vertragliche Modelle zur Verfügung, wobei die verfügbaren Möglichkeiten sehr stark abhängig sind von der Marktreife in den jeweiligen Ländern (wie z.B. Grad der Regulierung der Energiemärkte, Verfügbarkeit der Produkte zu Risikomanagement, Liquidität der Energiehandelsplätze usw.). Konkret für unsere Standorte in Deutschland bewirtschaften wir unsere Energiebedarfe (Strom und Gas) auf Basis eines PLV (Portfolio-Liefervertrag). Dieses Bewirtschaftungskonzept bzw. dieser Vertrag basiert auf einer Spotmarktreferenz mit der Möglichkeit die Teile des zukünftigen Verbrauchs preislich zu fixieren. Als Basis für die Bewirtschaftung und Mengenermittlung werden in erster Linie die geplanten Produktionsdaten und historischen Verbrauchsdaten herangezogen. Die Bewertung der aktuellen Marktentwicklungen und mögliche Auswirkung auf die Umsetzung der Bewirtschaftungsstrategie wird in regelmäßigen Strategie-Meetings mit dem Vertreter des Werkseinkauf evaluiert und abgestimmt. Für die deutschen Standorte wurde ein neuer Rahmenliefervertrag für Strom bis Ende 2025 und für Erdgas bis Ende 2024 abgeschlossen. Das Risiko der Energie- und Rohstoffversorgung stufen wir als gering bis mittel ein.

Die Rohstoffversorgung bzw. -verfügbarkeit ist im Vergleich zum Vorjahr ähnlich. Zur Minimierung des Beschaffungsrisikos wird nicht nur innerhalb des Constantia Flexibles Konzerns, sondern auch am externen Markt Volumen zugekauft. Das Risiko der Energie- und Rohstoffversorgung stufen wir als mittel ein.

3.3.2.2 Marktpreisrisiko

Auch besteht das Risiko, Materialpreissteigerungen nicht wertgleich und fristenkongruent an Kunden weitergeben zu können. Diesem Risiko wird unter anderem durch Vereinbarung von Preisgleitklauseln in den Verträgen, soweit möglich, begegnet. Die seit Mitte 2021 außergewöhnlich hohe Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise erhöht grundsätzlich das Risiko; im Gegenzug ist die Gesellschaft dazu übergegangen, Preisgültigkeitsperioden auf drei Monate zu begrenzen, um die nötigen Reaktionsspielräume zu erhalten. Das Marktpreisrisiko stufen wir als mittel ein.

3.3.2.3 Absatzrisiken

Absatzrisiken sind Teil der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Im Zuge einer Wirtschaftskrise können solche Risiken deutlich höher sein. Unsere strategisch breit angelegte Produktpalette und das langjährige Markt- und Produktions-Know-how gewährleisten die Unabhängigkeit in unseren Märkten. Die Gesellschaft beliefert im Rahmen des Konzernverbundes Constantia Flexibles eine Vielzahl von Kunden weltweit. Abgeschlossene Rahmenverträge mit Schlüsselkunden unterstützen die Politik der Minimierung von Absatzrisiken. Darüber hinaus erfolgt die Erweiterung der Produktpalette und der Absatzmärkte in attraktive Nischen, in denen innovative Lösungen und höchste Qualität gefragt sind. Die unverändert hohe Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise führt oft zu schwierigen Verhandlungen und Preisgesprächen mit Kunden. Die Gesellschaft wirkt dieser Entwicklung durch die Fokussierung auf kundenorientierte innovative Produkte, Technologien und Fertigungsprozesse sowie langfristige Rahmenverträge entgegen. Unsere zehn größten Kunden halten in Summe einen Umsatzanteil von 72,6 % am Gesamtumsatz. Die mit dem Fortbestehen des Ukraine/Russland-Konflikts einhergehenden Absatzrisiken schätzen wir aufgrund des Anteils von 0,2 % am Gesamtumsatz in beiden Ländern im Geschäftsjahr 2023 als gering ein. Trotz dieses Bündels an Maßnahmen kann der Absatzerfolg auch gerade bei der Kundenakquise nicht erzwungen werden, und wir stufen das Absatzrisiko insgesamt als erhöht ein.

3.3.2.4 Produktionsrisiken

Im Wertschöpfungsprozess ist die Gesellschaft dem Risiko von Betriebsunterbrechungen aufgrund von Maschinenausfällen oder möglichen Produktfehlern ausgesetzt. Um dem Risiko von Betriebsunterbrechungen zu begegnen, baut die Gesellschaft ihr Notfall- und Krisenmanagement weiter aus und begegnet dem Maschinenausfallrisiko durch regelmäßige Wartung. Ferner investiert die Gesellschaft gemäß internen Richtlinien und Verfahren in neue, auf dem aktuellsten technischen Stand befindliche Maschinen. Zusätzlich sind Betriebsunterbrechungen infolge von Naturkatastrophen versichert. Zur Reduktion des Risikos von Produktfehlern werden Produktionsprozesse ständig überwacht und weiterentwickelt. Die Implementierung von ISO-9001-konformen Verfahren und Prozessen sowie die Befolgung von sogenannten "Good Manufacturing Practices" (GMP) verringern das Risiko zusätzlich. Darüber hinaus unterliegen die Produktionsprozesse des Konzerns immer wieder der Auditierungen durch das Qualitätsmanagement, durch Kunden sowie durch externe Prüfungs- und Zertifizierungsunternehmen. Daneben sind Investitionen notwendig, um die steigenden Qualitätsbedürfnisse der Kunden zu gewährleisten. Aufgrund aller vorgenannten Faktoren stufen wir das Produktionsrisiko als mittleres Risiko ein.

3.3.2.5 Regulatorische Risiken

In der Industrie für flexible Verpackungen stellen die steigenden gesetzlichen Anforderungen an Verpackungsmaterialien und Produktionsprozesse auch in Verbindung mit immer besseren Testmethoden eine Herausforderung dar. Die Constantia Ebert ist in den Constantia Flexibles Konzern eingebunden, die den geänderten Rahmenbedingungen durch fortlaufende Forschung und Entwicklung, einer engen Abstimmung mit internationalen Forschungsinstituten, die kontinuierliche Auswertung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie durch die stetige Analyse gesetzlicher Initiativen und Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene begegnet. Der Constantia Flexibles Konzern nimmt ferner eine aktive Rolle in der Entwicklung der Industrie für flexible Verpackungen als Mitglied verschiedener Komitees der Branche ein. Aufgrund dessen stufen wir das Risiko als gering ein.

3.3.2.6 Finanzierungsrisiko

Die Constantia Ebert GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cash-Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit von 6.086 T€ erzielt. Die Constantia Ebert GmbH verfügt über eine Cash-Pool-Forderung gegen die Constantia Business Services GmbH in Höhe von 8.603 T€. Des Weiteren steht der Gesellschaft ein mittelfristiges konzerninternes Darlehen in Höhe von 7.500 T€ (Vj. 7.500 T€) zur Verfügung, für welches nach Erklärung des Gläubigers bis zum 30. September 2025 vom Kündigungsrecht kein Gebrauch gemacht werden wird. Ab dem 30. September 2025 ist der Darlehensgeber berechtigt, das Darlehen unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen zum Monatsultimo zu kündigen. Das Finanzierungsrisiko stufen wir als mittleres Risiko ein.

3.3.2.7 Fremdwährungsrisiko

Die Gesellschaft bedient sich im Rahmen des Risikomanagements (Management des Risikos schwankender Währungen) bei Bedarf derivativer Finanzinstrumente als Sicherungsgeschäfte.

Zur Minimierung von Währungsschwankungen werden bei Bedarf Fremdwährungstermingeschäfte mit der Constantia Flexibles Group GmbH abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag gab es keine Sicherungsgeschäfte. Das Währungsrisiko wird als gering eingeschätzt.

3.3.2.8 Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist bestrebt, die Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten so weit wie möglich zu vermeiden oder zu minimieren; d.h. es wird grundsätzlich risikoavers oder höchstens risikoneutral mit Risiken umgegangen.

Die Preisänderungsrisiken - nachteilige Veränderungen des Marktpreises oder anderer preisbeeinflussender Parameter - in Bezug auf Finanzinstrumente, wie Zinsänderungs- und Währungsrisiken schätzen wir als mittel ein. Das Volumen der Fremdwährungstransaktionen ist nicht wesentlich. Die Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden kurzfristig beglichen. Die Verzinsung der Cash-Pooling-Forderungen und Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen folgen der Zinsentwicklungen des Marktes.

Das Ausfallrisiko - Risiko eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen - wird mit einem aktiven Forderungsmanagement, kontinuierliche Beobachtung von Risikolimits und ggf. Anpassungen des Sicherungsumfangs, Bonitätsbeurteilungen der Kunden und Mahnwesen begegnet. Durch das Vorhandensein des Factoringvertrags mit der Raiffeisen Factor Bank AG, Wien, werden bestimmte Kundenforderungen monatlich verkauft. Für Forderungsausfälle durch Insolvenzen von Kunden wird durch eine Warenkreditversicherung vorgesorgt. Aufgrund dessen stufen wir das Risiko als gering ein.

Das Liquiditätsrisiko - Risiko Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können - schätzen wir als gering ein. Die Constantia Ebert GmbH verfügt über eine Cash-Pool-Forderung gegen die Constantia Business Services GmbH in Höhe vom 8.603 T€. Des Weiteren werden Mittel für mittelfristige Investitionen auf Basis des konzerninternen Darlehensvertrages mittelfristig zur Verfügung gestellt.

Das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen schätzen wir auf Basis unserer Erfahrung der Vergangenheit gering ein. Die Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich zum Fälligkeitszeitpunkt bezahlt und diese unterliegen damit geringen Schwankungen.

3.3.2.9 Personalrisiken

Die Fähigkeiten und Leistungen der Mitarbeiter der Constantia Ebert GmbH sind eine unabdingbare Grundlage des Unternehmenserfolgs. Eine auf Mitarbeiterentwicklung ausgerichtete Unternehmenskultur, ein leistungsorientiertes Vergütungssystem und attraktive Sozialleistungen sowie gezielte Förderungen tragen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Know-hows und zur Reduzierung der Fluktuation der Mitarbeiter bei. Die strategische Personalbeschaffung und die Förderung der Entwicklung der Mitarbeiter sind neben der aktiven Unterstützung von Organisations- und Veränderungsprozessen eine wichtige Aufgabe der Personalabteilung. Das Risiko der Mitarbeiterfluktuation und Nicht-Vorhandensein des notwendigen Know-hows stufen wir als gering ein.

3.3.2.10 Risiken aus der Informationsverarbeitung

Das primäre Ziel der Informationssicherheit im Constantia Flexibles Konzern ist der Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen.

IT-Risiken sind das Potential, dass eine bestimmte Bedrohung die Schwachstellen eines IT-Systems ausnutzt und die genannten Schutzziele der Informationssicherheit gefährdet. Dabei unterscheidet Constantia Flexibles Group IT folgende elementare Gefährdungen (basierend auf den Gefährdungskategorien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik - BSI - in Deutschland): höhere Gewalt, organisatorische Mängel, menschliche Fehlhandlungen, technisches Versagen und vorsätzliche Handlungen.

Die Maßnahmen von Constantia Flexibles Group IT zur Gewährleistung der Schutzziele der Informationssicherheit beruhen auf vier Säulen:

Prävention, durch eine IT-Sicherheitsstrategie, einen IT-Risikomanagement-Prozess (mit Schwachstellen-Scan, IT-Risiko-Register und IT-Risiko-Reporting), regelmäßige (alle drei bis vier Monate) Schulungen zur IT-Sicherheit und Artikel im Flexnet und IT-Governance (gruppenweit gültige IT-Richtlinien).

Schutz, durch stabile Sicherheitsarchitekturen (Zutritts-, Zugangs-, Zugriffsregelungen für Serverräume und IT-Systeme, redundante IT-Komponenten für IT-Kernsysteme etc.), Perimeter-Sicherheit (Firewalls, VLANs, Proxy-Server etc.), Sicherheitsmaßnahmen für Server und Endgeräte (Patch-Management, Anti-Virus Software, 2FA für Remote-Zugriffe, Verschlüsselung von Festplatten, Mobile Application Management etc.) und implementierte IT-Sicherheitsprozesse (Incident-, Change-, Access-Management etc.).

Erkennung, durch ein Security Operations Center - SOC (als Service durch externen Dienstleister) sowie Red Teaming Maßnahmen. D.h., Group IT beauftragt einen anderen externen IT-Sicherheits-Dienstleister, die Prozesse und Abwehr des SOC zu prüfen.

Wiederherstellung durch ein Backup- und Restore-Management, existierende Disaster Recovery-Pläne, die regelmäßig getestet werden und spezielle Schulungen für die beteiligten IT-Mitarbeiter (wie zum Beispiel durch Cyber War Games).

Die größte Gefahr für die Informationssicherheit beim Constantia Flexibles Konzern geht nach Meinung von Group IT momentan von Cyber-Attacken aus. Daher ist es wichtig, den Reifegrad der IT-Sicherheit bei Constantia Flexibles zu kennen. Hierzu wird von Constantia Flexibles Group IT das Cyber Security Framework des NIST (National Institute of Standards and Technology des US Department of Commerce) eingesetzt und zweimal pro Jahr eine Bewertung durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen dieser Bewertung werden Maßnahmen abgeleitet, um den Reifegrad der IT-Sicherheit im Constantia Flexibles Konzern zu gewährleisten und wenn möglich weiter zu verbessern. Aufgrund dieser Maßnahmen stufen wir das Risiko als mittel ein.

3.3.2.11 Rechtliche und Kartell-/Wettbewerbsrechtsrisiken

Risiken aus Produkthaftung werden durch ein umfassendes Qualitätssicherungsprogramm minimiert. Verbleibenden Risiken aus dem Bereich Produkthaftung wird durch Produkthaftpflichtversicherungen und vertragliche Vereinbarungen begegnet.

Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, die Prinzipien und Regeln zu fairem Wettbewerb gemäß den EU-Bestimmungen sowie lokalen Kartell- und Wettbewerbsgesetzen zu befolgen. Um dies sicherzustellen, wurden angemessene Regelungen zum Kartell- und Wettbewerbsrecht erlassen. Ferner werden Mitarbeiter regelmäßig im Bereich der relevanten Konzernregelungen und -richtlinien trainiert. Daher stufen wir das Risiko als gering ein.

3.3.3 Gesamtbild der Risikolage

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Risiken bzgl. Preisentwicklung, Energiepreissteigerung und deren wertgleiche und fristenkongruente Weitergabe an die Kunden etwas entspannt. Die Lage der Energie- und Rohstoffversorgung bzw. -verfügbarkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Aufgrund unserer Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit der jeweiligen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unter Berücksichtigung unserer Beurteilung der Wirksamkeit von Gegensteuerungsmaßnahmen schätzen wir, dass die beschriebenen Risiken als normale unternehmerische Risiken einzustufen sind und derzeit keine Risiken darstellen, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden.

3.4 Chancenbericht

Grundlegend sehen wir eine wesentliche Chance durch die Einbindung in den Konzernverbund der Constantia Flexibles. Hieraus ergeben sich neben Synergien insbesondere auch Marktchancen durch die hohe Innovationsfähigkeit des Gesamtkonzerns, die auch der Constantia Ebert GmbH zugutekommen.

Für die Gesellschaft und die gesamte Constantia Flexibles Gruppe eröffnen sich Chancen aus der Entstehung neuer Mittelschichten in den Schwellenländern mit steigendem Lebensstandard und damit wachsender Nachfrage nach unseren Lösungen. Dazu kommen demografische Entwicklungen wie kleinere Haushalte und höhere Lebenserwartung und die damit stetig steigende Nachfrage nach größerer Produktvarianz und -qualität.

Der langfristige Erfolg der Constantia Ebert GmbH hängt entscheidend davon ab, für den bestehenden Kundenkreis ein zuverlässiger und sehr flexibler Lieferant von qualitativ hochwertigen Verpackungslösungen zu sein.

Es liegen konkrete Anfragen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie vor, die sich in der finalen Phase der Bemusterung befinden. Allen Projekten ist gemein, dass ein etwaiges neues Produkt dem Aspekt der Nachhaltigkeit Rechnung tragen muss und Kunden dies aktiv einfordern. Dies lässt sich im Bereich der flexiblen Verpackungen erreichen, wenn das beteiligte Material aus nur einem Stoff besteht. Das ist bei uns mit Polypropylen (PP) der Fall. Zusätzlich bekommen wir bezüglich der Verarbeitungseigenschaften ein positives Feedback. Getragen wird unsere Zuversicht auch durch den Umstand, dass wir bei unserer letztmalig in 2023 durchgeführten Kundenzufriedenheitsumfrage einen auch im Unternehmensverbund hervorragenden Wert von 9,0 erreicht haben. Daher gehen wir davon aus, dass sich aus den vielen Projekten zumindest einige Kundenaufträge entwickeln werden.

Getragen durch die alles überragende Forderung der Nachhaltigkeit wird umfassend an für uns neuen Themen gearbeitet. So sind Bemusterungen bei Kaffeeverpackungen in unterschiedlichen Anwendungsfällen sehr positiv verlaufen und weitere Projekte in diesem Zusammenhang sind in Arbeit. Für einen Schlüsselkunden im Bereich Kaffeeverpackungen stehen wir kurz vor der kommerziellen Fertigung. Unsere Kunden werden durch ihre Abnehmer aus dem Handel zu neuen Konstruktionen gedrängt.

Die große Erfahrung mit dem Grundstoff PP, das Vorhandensein des eigenen Extruders und die breiten technischen Möglichkeiten sind gute Voraussetzungen, um im Markt bestehen zu können.

Papier ist ein weiteres wichtiges Thema für uns, das bislang noch nicht zu Kundenaufträgen geführt hat. Inzwischen sind unsere Untersuchungen jedoch so weit fortgeschritten, dass wir Kunden mit Testmaterial beliefert haben und die Ergebnisse sehr vielversprechend sind. Sicher ist, dass Papier in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird.

 

Wiesbaden, 29. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Wolfgang Ehrenfels

Heike Mahn

(HRB 24013 Amtsgericht Wiesbaden)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.522,00 6.989,00
4.522,00 6.989,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.957.906,40 4.870.831,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.273.778,00 2.647.660,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.144,00 111.695,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 82.518,17 277.470,82
7.489.346,57 7.907.657,22
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 11.043,90 11.043,90
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 7.504.912,47 7.925.690,12
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.832.556,63 2.120.440,60
2. Unfertige Erzeugnisse 1.170.009,25 1.814.153,39
3. Fertige Erzeugnisse 1.560.563,89 2.313.385,28
4. Geleistete Anzahlungen 2.617,60 0,00
4.565.747,37 6.247.979,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 349.956,02 557.680,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.824.062,19 4.440.313,33
3. Sonstige Vermögensgegenstände 306.345,53 506.147,01
9.480.363,74 5.504.140,39
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 64.325,71 13.998,01
SUMME UMLAUFVERMÖGEN 14.110.436,82 11.766.117,67
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 2.500,00
21.615.349,29 19.694.307,79

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 4.531.662,51 4.531.662,51
SUMME EIGENKAPITAL 4.731.662,51 4.731.662,51
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 1.600.029,48 1.503.438,96
SUMME RÜCKSTELLUNGEN 1.600.029,48 1.503.438,96
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 112.355,21 0,00
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr: € 112.355,21 (Vj. € 0,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 114.649,28 156.231,91
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr: € 114.649,28 (Vj. € 156.231,91)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.563.803,14 4.278.037,86
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr: € 5.563.803,14 (Vj. € 4.278.037,86)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.221.543,62 8.905.850,98
davon gegenüber Gesellschafter: € 9.089.351,12 (Vj. € 8.787.982,42)
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr: € 1.721.543,62 (Vj. € 1.405.850,98)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 7.500.000,00 (Vj. € 7.500.000,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 271.306,05 119.085,57
davon aus Steuern: € 66.876,74 (Vj. € 56.972,82)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vj. € 1.860,91)
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr € 271.306,05 (Vj. € 119.085,57)
SUMME VERBINDLICHKEITEN 15.283.657,30 13.459.206,32
21.615.349,29 19.694.307,79

(HRB 24013 Amtsgericht Wiesbaden)

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 33.602.261,85 31.211.945,73
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.396.965,53 -37.334,12
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.022,83 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.064.593,66 1.309.108,92
davon aus Währungsumrechnung: € 17.024,91 (Vj. € 60.262,79)
33.272.912,81 32.483.720,53
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -15.127.843,15 -16.181.066,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.018.019,94 -1.029.495,70
-16.145.863,09 -17.210.561,71
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.998.419,62 -6.335.381,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.355.451,45 -1.263.216,06
davon für Altersversorgung: € 203,43 (Vj. € 0,00)
-8.353.871,07 -7.598.597,38
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -714.027,02 -793.958,78
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.531.728,17 -5.438.560,25
davon aus Währungsumrechnung: € 56.775,74 (Vj. € 33.336,21)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 518.058,43 24.780,86
davon aus verbundenen Unternehmen: € 518.058,43 (Vj. € 24.780,86)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -458.435,56 -166.460,26
davon an verbundene Unternehmen: € 362.639,78 (Vj. € 144.208,74)
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: € 4.842,00 (Vj. € 3.469,00)
11. Ergebnis nach Steuern 1.587.046,33 1.300.363,01
12. Sonstige Steuern -31.582,09 -31.058,09
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 1.555.464,24 1.269.304,92
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

1. Allgemeines

Die Constantia Ebert GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 HGB. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Vorschriften des GmbH-Gesetzes wurden beachtet.

Die Constantia Ebert GmbH hat ihren Sitz in Wiesbaden. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 24013 im Register des Amtsgerichts Wiesbaden eingetragen.

Die Gesellschaft ist durch Gewinnabführungsvertrag vom 4. Dezember 2017 in eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft mit dem Organträger Constantia Flexibles Germany GmbH, Pirk, eingebunden. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres wird vollständig an den Organträger abgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 Jahre) bilanziert worden.

Unter den Sachanlagen werden die Anlagegüter zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Anlagen abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (1 bis 33 Jahre) aktiviert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagengitter wird ihr Abgang gezeigt, wenn die geringwertigen Anlagegüter verschrottet oder verkauft werden. Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Zahlungsbetrag angesetzt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Außerdem wurden wegen verlustfreier Bewertung Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken werden durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder nach dem Vorsichtsprinzip mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich zu Nenn- bzw. Nominalbeträgen angesetzt worden. Soweit Bestände in fremder Währung bestehen, wurden diese mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt gegeben worden sind. Bei Ermittlung der Abzinsung werden monatliche Mittelabflüsse unterstellt. Die Verpflichtung der Jubiläumsrückstellung wurde auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinssatz von 1,75 % p.a. (Vj. 1,45 % p.a.) ermittelt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt sowie mit einem Gehaltstrend von 3,0 % p.a. (Vj. 3,0 % p.a.) und Fluktuationsrate von 6,3 % p.a. (Vj. 5,4 % p.a.). Die Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgte gemäß IDW RS HFA 3 und auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Ansatz einer monatlich vorschüssigen Zahlungsweise und mit einem Zinssatz von 1,75 % p.a. (Vj. 1,45 % p.a.) sowie einem Gehaltstrend von 3,0 % p.a. (Vj. 3,0 % p.a.).

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder nach dem Vorsichtsprinzip mit dem höheren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrenübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagengitter (Anlage zu diesem Anhang) dargestellt.

Die Finanzanlagen betreffen Anteile an der BKV GmbH in Frankfurt am Main, welche im Gesellschaftspool der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg v.d.H., geführt werden (BKV GmbH: Anteil am Gesellschaftskapital 0,05 %, Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021: 20.931 T€, Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021: 187 T€).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, ebenso wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 193 T€ (Vj. 49 T€).

Zum Geschäftsjahresende bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen den Gesellschafter.

Das gezeichnete Kapital beträgt 200 T€ und ist voll eingezahlt.

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages zwischen der Constantia Ebert GmbH (Organgesellschaft) und der Constantia Flexibles Germany GmbH, Pirk, (Organträger) werden sowohl sich ergebende laufende als auch latente Steuerpositionen ausschließlich auf Ebene des Organträgers ausgewiesen. Steuerumlagen erfolgen nicht.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalrückstellungen, Gewährleistungen sowie für ausstehende Rechnungen gebildet. Die Personalrückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für ausstehenden Urlaub, Mitarbeiterbonus, Zeitsalden, Jubiläen und Altersteilzeit zusammen.

Die Constantia Ebert GmbH betreibt Supply Chain Financing Programme mit ausgewählten Lieferanten. Die Lieferanten können eine vorgezogene Zahlung erhalten und gewähren Constantia Ebert GmbH verlängerte Zahlungsziele in unterschiedlichem Maße. Die Zustimmung des Lieferanten zur Teilnahme in den Programmen ist erforderlich und die Kosten werden von Constantia Ebert GmbH übernommen. Die Rechnungsbeträge resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. Aus diesen Vereinbarungen sind zum Stichtag 2.711 T€ (Vj. 2.156 T€) in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Mit Ausnahme des Darlehens der Constantia Flexibles Group GmbH in Höhe von 7.500 T€, für welches nach Erklärung des Gläubigers bis zum 30. September 2025 kein Gebrauch vom Kündigungsrecht gemacht werden wird, haben alle Verbindlichkeiten, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Ab 30. September 2025 ist der Darlehensgeber berechtigt, das Darlehen unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen zum Monatsultimo zu kündigen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 45 T€ (Vj. 118 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 9.089 T€ (Vj. 8.788 T€) betreffen Gesellschafterdarlehen inklusive Zinsen in Höhe von 7.534 T€ (Vj. 7.519 T€) sowie Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 1.555 T€ (Vj. 1.269 T€). Zum Bilanzstichtag waren wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von insgesamt 371 T€ (Vj. 359 T€). Diese betreffen mit 328 T€ (Vj. 356 T€) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, mit 23 T€ Stromkostenerstattung (Vj. 0 T€), mit 17 T€ (Vj. 0 T€) Nutzungsentschädigung in Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesautobahn und mit 3 T€ (Vj. 3 T€) Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von 65 T€ (Vj. 5 T€) enthalten.

5. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Die Constantia Ebert GmbH ist in den Cash-Pool der Constantia Flexibles Gruppe eingebunden. Im ersten Schritt ist die Haftung des Cash-Pools gegenüber der Bank auf den Cash-Pool-Master Constantia Business Services GmbH, Weinburg, Österreich, beschränkt. Im zweiten Schritt müsste Constantia Flexibles Group GmbH, Wien, Österreich, die Constantia Business Services GmbH hinsichtlich Zahlungsverpflichtungen unterstützen. Erst in einem letzten Schritt kann aus dem Cash-Pool eine Verpflichtung für die Einzelgesellschaft entstehen. Das Cash-Pool-Masterkonto der Constantia Business Services GmbH weist zum Bilanzstichtag ein Guthaben gegenüber dem Kreditinstitut in Höhe von 47.485 T€ (Vj. 80.324 T€) aus, daher beträgt die Haftung der Constantia Ebert GmbH zum 31. Dezember 2023 0 T€. Es gibt keine Anzeichen, dass die in den Cash-Pool eingebundenen Gesellschaften ihren laufenden Verpflichtungen nicht nachkommen können. Wir gehen daher von keiner Inanspruchnahme aus o.g. Vertrag aus.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Constantia Ebert GmbH hat einen Factoringvertrag mit der Raiffeisen Factor Bank AG, Wien, Österreich, abgeschlossen, wodurch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen rechtsverbindlich verkauft werden. Daraus resultieren reduzierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, verbesserte Kennzahlen sowie höhere Liquidität. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen in Höhe von 1.693 T€ (Vj. 1.229 T€) übertragen. Risiken sind derzeit nur in der Auflösung des Factoringvertrages und der entsprechenden Anschlussfinanzierung zu sehen. Wir schätzen dieses Risiko als gering ein.

Es bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen gegen Dritte in Höhe von 279 T€. Davon sind innerhalb von einem Jahr 140 T€, zwischen ein und fünf Jahren 139 T€ und nach mehr als fünf Jahren 0 T€ fällig. Die Leasing- und Mietverträge verringern die Kapitalbindung und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber bzw. Vermieter.

6. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich beschäftigt:

Gewerbliche Mitarbeiter 96
Angestellte Mitarbeiter 19
Gesamt 115

Geschäftsführung

Henning Lewandowsky, Head of Plant der Constantia Ebert GmbH (bis 30. Juni 2023)

Wolfgang Peter Ehrenfels, Head of Plant der Constantia Ebert GmbH (seit 30. Juni 2023)

Thomas Beer, Head of Cluster West, VP Produktionsleitung (bis 24. März 2023)

Heike Mahn, Head of Business Segment Food & HPC, SVP Sales (seit 24. März 2023)

Für die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen, da nur ein Geschäftsführer im Unternehmen Bezüge erhalten hat.

Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen mit dem Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen ist die Wendel S.E., die ihren Sitz in Paris hat. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird am Handelsgericht in Paris, Frankreich, offengelegt.

Mutterunternehmen mit dem Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist die Constantia Flexibles Holding GmbH, Wien, Österreich. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wird in den Konzernabschluss der Constantia Flexibles Holding GmbH, Wien, einbezogen. Der Konzernabschluss der Constantia Flexibles Holding GmbH, Wien, wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und zusammen mit dem Konzernlagebericht in deutscher Sprache, der das Unternehmensregister führenden Stelle in elektronischer Form zur Einstellung in das Unternehmensregister bei der Constantia Flexibles Germany GmbH, Pirk, übermittelt.

7. Nachtragsbericht

One Rock Capital Partners, LLC gab am 4. Januar 2024 bekannt, dass seine Tochtergesellschaft Constantia Flexibles GmbH, Wien, Österreich, die Übernahme der Constantia Flexibles Gruppe von Wendel, Maxburg Capital Partners und weiteren Aktionären abgeschlossen hat. Damit wird zukünftig das Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen die Constantia Flexibles GmbH (vormals Ea Zweihundertzehnte WT Holding GmbH, danach Capripack BidCo GmbH), sein.

Die Constantia Flexibles GmbH, Wien, Österreich hat Mitte Februar eine Vereinbarung zum Erwerb der Anteile am Verpackungshersteller Aluflexpack unterzeichnet und damit wird unsere Gesellschaft Teil eines noch größeren Konzernverbundes sein. Die Effekte auf unsere Gesellschaft können aktuell noch nicht quantifiziert und beurteilt werden.

Der Kauf der Constantia Flexibles Gruppe durch One Rock (Closing 4. Januar 2024) wurde mit Eigenkapital und Fremdkapital finanziert. Für das Fremdkapital wurden diverse Vermögensgegenstände von verschiedenen Gesellschaften der Constantia Flexibles Gruppe, unter anderem der Constantia Ebert GmbH, im Rahmen eines Garantievertrags mit dem Security Agent Glase Trust Corporation Limited verpfändet. Wir gehen davon aus, dass wir aus der Mithaftung nicht in Anspruch genommen werden.

Es sind keine weiteren Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses aufgetreten, die für die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage des Unternehmens von besonderer Bedeutung sind.

 

Wiesbaden, 29. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Wolfgang Ehrenfels

Heike Mahn

(HRB 24013 Amtsgericht Wiesbaden)

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. bis zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsbestand 01.01.2023
Zugänge 2023
Umbuchungen 2023
Abgänge 2023
Endbestand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 430.853,83 0,00 0,00 968,00 429.885,83
430.853,83 0,00 0,00 968,00 429.885,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.865.336,63 96.444,16 106.944,84 15.241,00 7.053.484,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.390.423,14 93.766,04 89.360,00 143.234,27 15.430.314,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.712.837,11 100.406,98 21.665,00 168.106,75 1.666.802,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 277.470,82 67.206,17 -217.969,84 44.188,98 82.518,17
24.246.067,70 357.823,35 0,00 370.771,00 24.233.120,05
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 11.043,90 0,00 0,00 0,00 11.043,90
11.043,90 0,00 0,00 0,00 11.043,90
Summe des Anlagevermögens 24.687.965,43 357.823,35 0,00 371.739,00 24.674.049,78
Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2023
Zugänge 2023
Abgänge 2023
Endbestand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 423.864,83 2.467,00 968,00 425.363,83
423.864,83 2.467,00 968,00 425.363,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.994.505,23 114.601,00 13.528,00 2.095.578,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.742.763,14 541.740,04 127.966,27 13.156.536,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.601.142,11 55.218,98 164.702,75 1.491.658,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.338.410,48 711.560,02 306.197,02 16.743.773,48
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe des Anlagevermögens 16.762.275,31 714.027,02 307.165,02 17.169.137,31
Buchwerte
Anfangsbestand 01.01.2023
Endbestand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.989,00 4.522,00
6.989,00 4.522,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.870.831,40 4.957.906,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.647.660,00 2.273.778,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 111.695,00 175.144,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 277.470,82 82.518,17
7.907.657,22 7.489.346,57
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 11.043,90 11.043,90
11.043,90 11.043,90
Summe des Anlagevermögens 7.925.690,12 7.504.912,47

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Constantia Ebert GmbH, Wiesbaden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Constantia Ebert GmbH, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Constantia Ebert GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer

Rita Baumli, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde am 5. August 2024 festgestellt.

News & Media Coverage

Insolvency Notices

Current insolvency proceedings

Check if there are any insolvency proceedings for this company

Commercial Register Documents

Shareholder List
Current Print (Aktueller Abdruck)
Chronological Print (Chronologischer Abdruck)
The information on this page is sourced from public sources, official registries, or provided by third-party providers. Fusionbase does not guarantee the accuracy, completeness, or timeliness of the data. If you have any questions or suggestions, feel free to contact us via the contact form.