Biesterfeld Performance Rubber GmbH

Ferdinandstraße 41, 20095 Hamburg, DEU

Master Data

Registry
Register court Hamburg HRB 8492
Previous
Chemische Fabrik Kurt Scheffer Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Registered
7/4/1958
Industry
Manufacture of rubber, compounded rubber and semi-finished products thereofManufacture of plastic packing goodsWholesale of chemical products
Purpose
Der Gegenstand des Unternehmens sind - die Herstellung, die Be- und Verarbeitung, der Im- und Export von sowie der Großhandel mit Kautschuken, Kautschukerzeugnissen aller Art und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. - die Übernahme von Industrievertretungen einschließlich der damit verbundenen technischen Beratung, bevorzugt im Bereich der Kautschukverarbeitenden Industrie.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Marzena Maria Kristal
since 4/8/2026
Procura
Marie Tack
since 3/21/2023
Procura
Nicole Dr. Hamelau
since 2/8/2018
Procura
Sascha Jörg Hennig
since 6/10/2016
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
Biesterfeld SE
Germany
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Biesterfeld AG

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Biesterfeld AG ist die strategische Holding-Gesellschaft des Biesterfeld-Konzerns, der in über 40 Ländern mit eigenen operativen Niederlassungen oder Repräsentationsbüros vertreten ist. Der Chemie- und Kunststoffdistributeur betreut Kunden in über 120 Ländern der Welt. Seinen Kunden sowie Lieferanten bietet Biesterfeld ein breit gefächertes Angebot an Dienstleistungen rund um das Produktportfolio inklusive einer individuellen anwendungstechnischen Beratung. Neben ihrer starken lokalen Präsenz und ihrer internationalen Marktpositionierung weist die Unternehmensgruppe als renommierter und verlässlicher Partner hervorragende Marktkenntnisse auf.

Die Organisation des Biesterfeld-Konzerns gliedert sich in vier operative Geschäftsbereiche, eine administrative Gesellschaft und zwei Servicegesellschaften:

Distribution von Kunststoffen Biesterfeld Plastic
Distribution von Spezialchemikalien Biesterfeld Spezialchemie
Distribution von Synthesekautschuk und Additiven Biesterfeld Performance Rubber
Internationales Handelsgeschäft Biesterfeld International
Holding-Gesellschaft ausgewählter Auslandsgesellschaften Biesterfeld Internationale Beteiligungen GmbH
IT-Dienstleistungen BIT-SERV GmbH
Dienstleistungen im Chemikalienmanagement Biesterfeld ChemLogS GmbH

Die vier operativen Geschäftsbereiche agieren weltweit unter der Führung der deutschen Gesellschaften Biesterfeld Plastic GmbH, Biesterfeld Spezialchemie GmbH, Biesterfeld Performance Rubber GmbH und Biesterfeld International GmbH. Alle deutschen Gesellschaften greifen auf die administrativen Servicefunktionen der Biesterfeld AG zu, um die Synergien im Konzernverbund optimal zu nutzen. Darüber hinaus übernimmt die Biesterfeld AG für die deutschen Gesellschaften sowie für einige ausländische Konzerngesellschaften die Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel.

Der Geschäftsbereich Biesterfeld Plastic ist ein führender internationaler Distributeur für Kunststoffe. Basierend auf langjährigen Vertriebspartnerschaften mit weltweit führenden Herstellern bietet der Geschäftsbereich seinen Kunden in Europa, den GUS Staaten, Nordafrika, Brasilien und auch seit der Übernahme von GME in den ASEAN-Staaten ein umfassendes, sehr homogenes Lieferprogramm in technischen Kunststoffen, Styrol Polymerisaten, Acrylaten, Standardkunststoffen und Thermoplastischen Elastomeren. Der Geschäftsbereich Biesterfeld Plastic zeichnet sich durch ein hohes Maß an Kundenorientierung, einer flächendeckenden, dezentralen Vertriebsstruktur und lokal integrierten Dienstleistungen in den Bereichen Technischer Beratung, Projektbegleitung durch Anwendungstechnik, Lagerhaltung und Logistik aus. Der Geschäftsbereich betreut Kunden weltweit, zum überwiegenden Teil mit eigenen Niederlassungen vor Ort.

Der Geschäftsbereich Biesterfeld Spezialchemie ist als einer der führenden europäischen Distributeure für Spezialchemikalien national wie auch international tätig und bietet - basierend auf langjährigen Vertriebspartnerschaften mit weltweit führenden Herstellern - seinen Kunden ein umfassendes Lieferprogramm. Der Geschäftsbereich gliedert sich in sieben Abteilungen: LifeScience (Kosmetik- und Waschmittel-Inhaltsstoffe, Organische-Synthese-Zwischenprodukte und Zwischenprodukte für Haushaltschemieprodukte), Healthcare (Medizin- und Pharmaprodukte, Nutraceuticals), Nutrition (Nahrungsmittelzusatzstoffe), CASE (Additive für Lacke / Farben, Klebstoffe, Dichtungsmassen und Elastomere), Polymer Additve (Additive für Kunststoffe und Schmierstoffe), Performance Products (Formulierte Klebstoffe, Gießharze, Vergussmassen sowie Verbundwerkstoffe für technisch industrielle Anwendungen) und Essentials (Basischemikalien im Bereich der Spezialchemie). Der Geschäftsbereich Biesterfeld Spezialchemie ist europaweit tätig und darüber hinaus mit Niederlassungen aktiv. Durch die Übernahme einer Gesellschaft im ASEAN-Raum wird der Geschäftsbereich nun auch in den ASEAN-Staaten das Geschäft starten.

Der Geschäftsbereich Biesterfeld Performance Rubber ist als internationaler Distributeur für die kautschukverarbeitende Industrie tätig. Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit steht die Distribution sowie die anwendungstechnische Beratung und Entwicklung von innovativen Kundenlösungen vor Ort. Auf Basis langjähriger Partnerschaften mit Marktführern aus der Kautschukbranche bietet Biesterfeld Performance Rubber ein vollständiges Lieferprogramm in Europa, Lateinamerika, Nordafrika sowie seit 2021 auch in den ASEAN-Staaten an. Das Produktportfolio umfasst neben Synthesekautschuken, Compounds hochwertiger Silikon- oder Fluorsilikonkautschuke und Rußen auch Hochleistungspolymere sowie das komplette Portfolio korrespondierender Additive.

Der Geschäftsbereich Biesterfeld International ist im weltweiten Chemikalienhandel tätig. Die Geschäftstätigkeiten sind international ausgerichtet, wobei ein besonderer Fokus auf den sogenannten Emerging Markets liegt. In den wichtigsten Beschaffungs- und Absatzmärkten unterhält die Biesterfeld International GmbH eigene selbständige Tochtergesellschaften oder unselbständige Repräentanzen, die Märkte, Kunden und Lieferanten vor Ort betreuen. Die Geschäftstätigkeiten sind in folgende Abteilungen gegliedert: Pharmarohstoffhandel, Handel mit anorganischen und organischen Industriechemikalien und Chemiespezialitäten. Elementare Bestandteile der Handelstätigkeiten sind in allen Bereichen des Geschäftsbereichs Biesterfeld International komplementär angebotene Dienstleistungen vor allem in den Bereichen Finanzierung, Logistik und Qualitätsmanagement. Der Geschäftsbereich Biesterfeld International ist in vielen Ländern aktiv.

Die Biesterfeld ChemLogS GmbH erbringt Beratungsdienstleistungen für Unternehmen im Zusammenhang mit Qualitäts- und Sicherheitsmanagement (QSHE). Neben der Einführung und Betreuung von Managementsystemen wie ISO- oder Responsible Care-Standards erstellt Biesterfeld ChemLogS Sicherheitsdatenblätter und unterstützt im Bereich Nachhaltigkeit. Das Unternehmen berät und unterstützt darüber hinaus bei der Einführung und Umsetzung von Legal Compliance-Systemen (beispielsweise REACH, CLP). Diese Dienstleistungen werden sowohl von Unternehmen der Biesterfeld-Gruppe als auch externen Dritten erbracht.

Die BIT-SERV GmbH ist in den Bereichen der Entwicklung von Software, der IT-Beratung, dem Betrieb von Rechenzentren sowie dem Vertrieb von Hard- und Software für alle Gesellschaften der Biesterfeld-Gruppe tätig.

Die Biesterfeld Internationale Beteiligungen GmbH fungiert als Holdinggesellschaft, in der die Anteile einiger ausländischer Tochtergesellschaften der Biesterfeld AG gehalten werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Das Kalenderjahr 2021 war weiterhin durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Die Weltwirtschaft erholte sich im Laufe des Jahres 2021. Die Erholung wurde ab Oktober leicht gebremst. Dies wurde u.a. durch die neue Omikron Variante und der damit im Zusammenhang stehenden Einschränkungen, der steigenden Energiepreise der Inflation sowie Lieferengpässen getrieben. Gemäß dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das Weltwirtschaftswachstum für 2021 auf 5,9% geschätzt, wohingegen das globale Wachstum in 2020 auf -3,1 % geschätzt wurde (IWF, Januar 2022).

Nach Einschätzungen des IWF wird sich im Jahr 2021 die Wachstumsrate der Industriestaaten auf 5,0% belaufen. Das bedeutet im Einzelnen einen Anstieg für die Staaten der Europäischen Union (um 5,2%), Großbritannien (um 7,2%), Kanada (um 4,7%) und den USA (um 5,6%) (IWF, Januar 2022).

Nach Schätzungen des IWF werden die Wachstumsraten 2021 für die Schwellen- und Entwicklungsländer stärker steigen (6,5%) als die der Industriestaaten. Die Volkswirtschaft in China verzeichnet für 2021 ein Wachstum von 8,1%. Weitere Staaten bzw. Regionen der Schwellen- und Entwicklungsländer verzeichnen für 2021 einen Anstieg des Wirtschaftswachstums. Im Einzelnen bedeutet das für Asien (inkl. China) +7,2%, Lateinamerika / Karibik +6,8% und des Mittleren und Nahen Ostens +4,2% (IWF, Januar 2022).

Für die kommenden Jahre prognostiziert der IWF ein Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums von 4,4% in 2022 und 3,8% in 2023. Die Weltwirtschaft startet in 2022 in einer deutlich schwächeren Position als erwartet. Insbesondere wurde dies durch die Omikron Variante und der damit verbundenen Einschränkungen und Grenzschließungen begründet (IWF, Januar 2022).

Währungspolitisch war das Jahr 2021 von einer gegenüber dem Vorjahr deutlichen Steigerung des Währungspaares USD/EUR geprägt. Der USD startete im Januar mit 1,2296 USD/EUR und schloss am 31.12.2021 mit 1,1326 USD/EUR. Im Verlauf des Jahres pendelte dieser Wechselkurs zwischen 1,2338 USD/EUR (Höchststand 06.01.2021) und 1,1206 USD/EUR (Tiefststand 24.11.2021). Der EUR-Kurs zum Pfund Sterling (GBP) war weiterhin von spürbaren Ausschlägen des EU-Austritts Großbritanniens geprägt. Ein Höchststand wurde am 06.01.2021 mit 0,90635 EUR/GBP erreicht, ein Tiefststand mit 0,83923 EUR/GBP am 22.11.2021.

Branchenentwicklung

Trotz der COVID-19-Pandemie und Lieferengpässen sowie zuletzt sprunghaft steigender Preise für Energie und Rohstoffe hat die chemisch-pharmazeutische Industrie in 2021 eine starke Bilanz erzielt. Der Umsatz wuchs kräftig um 15,5% auf 220 Mrd. EUR wobei die Erzeugerpreise um 8,5% stiegen. (Verband der Chemischen Industrie, Dezember 2021).

Das Inlands- und Auslandsgeschäft nahmen gleichermaßen um 16,0% bzw. 15,5% zu. Der Umsatz betrug für das Inland 84 Mrd. EUR sowie Ausland 136 Mrd. EUR. Infolge der stärkeren Nachfrage stieg die Produktion 2021 insgesamt um 4,5%. Davon konnten nahezu sämtliche Sparten profitieren. Die Spannweite reichte von einer stagnierten Produktion bei anorganischen Grundstoffen bis zu einer Produktionssteigerung von 15% bei Polymeren. Für die einzelnen Sparten zeigen sich folgende Produktionssteigerungen: Konsumchemie (1,5%), Petrochemie und Spezialchemie (3,0%, Pharmazeutischer Produkte (5,5%) sowie Polymere (15%). (Verband der Chemischen Industrie, Dezember 2021).

Durch die stärkere Nachfrage sind die Beschäftigten in Deutschland um 0,5% auf 466.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen (Verband der Chemischen Industrie, Dezember 2021).

Preise

Der bereits in 2020 begonnene Aufwärtstrend des Rohölpreises in USD (WTI) führte zu einem Startkurs von 47,74 USD/Barrel in 2021, dieser stellt auch gleichzeitig den Tiefststand für das Jahr 2021 dar. Seit dem Tiefststand befindet sich der Rohölpreis in einem stetigen Aufwärtstrend und stieg zum Jahresende auf einen Schlusskurs von 75,21 USD/Barrel (31. Dezember 2021) (Finanzen.net, Januar 2022).

Die Preisentwicklung von chemischen Grundstoffen und Kunststoffen, besonders jener mit geringer Verarbeitungstiefe, ist stark von der Entwicklung des Rohölpreises und der Energiepreise abhängig, während die Preise für Spezialchemikalien in der Regel eine höhere Unabhängigkeit von der Rohölpreisentwicklung aufweisen. Die Gesamtbranche der Chemisch-pharmazeutischen Industrie verzeichnete eine Preissteigerung in Höhe von 8,5%, wobei insbesondere die Preise für Petrochemikalien und Derivate (21,6%) gestiegen sind. Bei den Anorganischen Grundchemikalien (6,7%), den Fein- und Spezialchemikalien (7,7%) als auch bei den Polymeren (14,7%) entwickelte sich ein hohes Preisniveau, während hingegen die Preise für Pharmazeutika (1,5%) nur leicht stiegen (Verband der Chemischen Industrie, Dezember 2021).

2.2 Beschaffungsmarktentwicklung

Das Geschäftsjahr 2021 war auf der Beschaffungsseite von steigenden Preisen der gehandelten Produkte geprägt. Die Preissteigerungen fielen in den verschiedenen Sparten unterschiedlich stark aus. Bei einigen Sparten erhöhten sich die Beschaffungspreise mehrfach und führten getrieben von der knappen Verfügbarkeit zum Teil zu Steigerungen von mehr als 20%.

Biesterfeld Plastic

Der Kunststoffmarkt war im Geschäftsjahr 2021 von einer sehr starken Nachfrage geprägt. Die dynamische Erholung der Nachfrage in allen Segmenten ab dem dritten Quartal 2020 setzte sich auch im Geschäftsjahr 2021 fort. Die Verfügbarkeit der gehandelten Produkte erhöhte sich nicht entsprechend, da die Kapazitätsausweitung in der Produktion und die Verfügbarkeit der Logistikkapazitäten nicht entsprechend ausgeweitet werden konnten. In der Folge kam es zu Engpässen in der Wertschöpfungskette aller Marktteilnehmer. Dies hat den Preistrend der gehandelten Produkte weiter verstärkt und führte zu mehrfachen deutlichen Preissteigerungen in der Beschaffung der gehandelten Produkte.

Biesterfeld Spezialchemie

Der Geschäftsbereich Biesterfeld Spezialchemie bezieht seine Waren von internationalen Lieferanten. In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung Asiens als Beschaffungsmarkt in allen Segmenten zugenommen. Aufgrund der langjährigen Partnerschaften und des intensiven Austauschs mit den Lieferanten verfügt Biesterfeld Spezialchemie über eine sehr gute Position im Wettbewerb. Im Geschäftsjahr war die Einkaufssituation weiterhin von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, sowie Materialknappheiten geprägt.

Biesterfeld Performance Rubber

Biesterfeld Performance Rubber bezieht Synthesekautschuke und Füllstoffe größtenteils von amerikanischen Unternehmen mit Produktionsstätten in Europa. Die Einkaufspreise sind an Öl- und Wechselkursentwicklungen gekoppelt und ließen sich daher transparent an Kunden weitergeben. Kautschukadditive werden vornehmlich aus Asien bezogen. Neben einer funktionierenden Supply Chain ist die Wahl der strategischen Lieferanten mit REACH-Zulassung eine der Hauptaufgaben.

Die Produktverfügbarkeit im Jahr 2021 war von allgemeiner Verknappung am Rohstoffmarkt und daraus resultierenden Preissteigerung geprägt.

Biesterfeld International

Die meisten der von Biesterfeld International gehandelten Produkte sind spezifizierte Industrie- und Agrarchemikalien sowie pharmazeutische Roh- und Wirkstoffe, für die es weltweit diverse Produzenten gibt. Die Preise bilden sich in der Regel frei durch Angebot und Nachfrage. Da die Gesellschaft einerseits zu klein ist, um im Preisbildungsprozess eine entscheidende Rolle zu spielen, und andererseits kaum über feste Distributionsverträge verfügt, können die Preisentwicklungen weitestgehend als extern vorgegeben betrachtet werden. Andererseits können Preisveränderungen im Regelfall problemlos am Markt durchgesetzt werden, da die Preisbildung transparent ist.

Dank gefestigten Beziehungen zu den Lieferanten konnte die Produktbeschaffung im abgelaufenen Jahr trotz weltweiten Materialknappheit und zahlreichen Lieferproblemen gesichert werden.

2.3 Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung des Biesterfeld-Konzerns verlief in 2021 sehr positiv. Der Umsatz erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Rohgewinn und das operative Ergebnis konnten gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich gesteigert werden. Biesterfeld konnte von der starken Nachfrage auf den internationalen Märkten im Zusammenspiel mit Lieferengpässen sowie deutlich gestiegenen Preise profitieren. Aufgrund dessen konnten wir unsere Prognose für das abgelaufenen Jahr deutlich übertreffen.

Der im Geschäftsjahr 2021 erzielte Umsatz in Höhe von 1.372 Mio. EUR liegt deutlich über dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von 1.034 Mio. EUR. Aufgrund dieser positiven Geschäftsentwicklung erhöhte sich das EBIT von 42,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 87,7 Mio. EUR im Berichtsjahr und der Jahresüberschuss (nach Anteilen Dritter) von 25,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 57,5 Mio. EUR im Berichtsjahr. Die positive Geschäftsentwicklung zeigt sich in allen Geschäftsbereichen. Die Umsätze erhöhten sich im Geschäftsbereich International um 21,2%, Spezialchemie um 21,2%, Plastic um 37,5% sowie Performance Rubber um 57,2%. Das EBIT konnte im Geschäftsbereich International um 128,0%, Spezialchemie um 46,4%, Plastic um 138,0% sowie Rubber um 308,0% gesteigert werden. Insgesamt wurden unsere Erwartungen an die Geschäftsentwicklung in 2021 vollumfänglich übertroffen.

Biesterfeld Plastic

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich Biesterfeld Plastic verlief im Geschäftsjahr 2021 äußerst dynamisch. In einem Marktumfeld, das von Preiserhöhungen, Materialknappheit und starker Nachfrage geprägt war, konnte das Geschäft deutlich ausgebaut werden. Die starke Fokussierung auf die verschiedenen Arbeitsgebiete hat dazu beigetragen, dass dem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich begegnet werden konnte. Im Logistikbereich hat den Geschäftsbereich die Verknappung der Frachtkapazitäten ebenfalls beeinflusst. Durch neue Mandate und den Ausbau bestehender Partnerschaften insbesondere in den Wachstumsregionen konnte die Marktposition weiter ausgebaut werden. Der Geschäftsbereich erwirtschaftete einen Umsatz, der den Wert der Planung und des Vorjahres deutlich übertrifft. Der Rohgewinn und das operative Ergebnis lagen ebenso deutlich über dem Niveau des Vorjahres und über Plan.

Biesterfeld Spezialchemie

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Biesterfeld Spezialchemie wurde ebenfalls durch die Einflüsse der COVID-19-Pandemie, steigende Logistikkosten, sowie Produktknappheiten geprägt. Ungeachtet dessen verlief das Geschäftsjahr 2021 äußerst positiv.

Neben der Diversifikation des Produktportfolios, der Erweiterung der Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Lieferanten und der weiteren Konzentration auf ausgewählte Kernbereiche der Spezialchemie, stand die Zusammenlegung der Geschäftsbereiche Spezialchemie und International ebenso im Fokus wie der Abschluss der Integration der in 2019 akquirierte Unternehmensgruppe in Skandinavien.

Im Geschäftsjahr 2021 lagen Umsatz und Rohgewinn der Biesterfeld Spezialchemie über dem Plan- und Vorjahreswert.

Biesterfeld Performance Rubber

Der Geschäftsverlauf der Biesterfeld Performance Rubber hat im abgelaufenen Jahr alle Erwartungen deutlich übertroffen. Im Umsatz, Rohgewinn und Ergebnis wurde ein Rekordjahr verzeichnet und der Geschäftsbereich liegt weit über Plan. Die gestiegene Nachfrage begleitet von Produktknappheit hat die Margenoptimierung, bei gleichzeitiger Mengen- und Umsatzsteigerung, begünstigt. Die erhöhten Logistikkosten konnten durch eine allgemein niedrige Kostenstruktur aufgefangen werden. Das Portfolio konnte in den letzten fünf Jahren nach Gründung des Geschäftsbereichs durch neue Lieferanten - mit dem Fokus auf Spezial-Kautschuke und Additive - erfolgreich ausgebaut werden. Somit wurde die Position auf dem internationalen Kautschukmarkt gestärkt und eine solide Basis für die zukünftige Geschäftsentwicklung gelegt.

Biesterfeld International

Der Geschäftsverlauf im Bereich Biesterfeld International war durch steigende Rohstoffpreise, hohe Frachtkosten und Lieferprobleme gekennzeichnet. Nichtsdestotrotz liegt der Umsatz und das operative Ergebnis stark über Vorjahr und über Plan. Die positive Entwicklung der Basischemie ist besonders hervorzuheben. Im Pharmabereich konnten dank Vorkäufen und Lagerauffüllungen höhere Margen erzielt werden. Die Vorbereitungen zur Integration des Geschäftsbereichs in die Strukturen der Spezialchemie wurden erfolgreich durchgeführt.

2.4 Lage des Biesterfeld-Konzerns

a) Ertragslage

2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 1.372.121 99% 1.033.691 98% 338.430 33%
Gesamtleistung 1.372.121 99% 1.033.691 98% 338.430 33%
Sonstige betriebliche Erträge 20.523 1% 23.963 2% -3.440 -14%
Betriebsleistung 1.392.644 100% 1.057.654 100% 334.990 32%
Materialaufwand -1.140.766 -82% -867.923 -82% -272.844 -31%
Personalaufwand -77.221 -6% -65.805 -6% -11.416 -17%
Abschreibungen -5.573 0% -4.901 0% -672 -14%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -81.408 -6% -76.181 -7% -5.228 -7%
Sonstige Steuern -338 0% -210 0% -128 -61%
Betriebsaufwand -1.305.306 -94% -1.015.019 -96% -290.286 -29%
Betriebsergebnis 87.338 6% 42.635 4% 44.703 105%
Finanzergebnis -4.032 0% -4.480 0% 448 10%
Ergebnis vor Ertragsteuern 83.306 6% 38.155 4% 45.151 118%
Ertragsteuern -23.632 -2% -10.596 -1% -13.036 -123%
Jahresüberschuss 59.674 4% 27.559 3% 32.115 117%

Abweichungen beruhen auf Rundungsdifferenzen

Der Biesterfeld-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz in Höhe von 1.372 Mio. EUR (+33% gegenüber Vorjahr). Der Anstieg ist auf die oben erläuterten Gründe zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus Kursdifferenzen, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträgen aus Wertberichtigungen zusammen.

Der Anstieg des Materialaufwands geht mit dem Anstieg der Umsatzerlöse einher.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2021 um 7% gegenüber dem Vorjahr erhöht und belaufen sich auf 81,4 Mio. EUR (Vorjahr 76,2 Mio. EUR). Diese Kostenposition enthält neben den Aufwendungen für Logistikdienstleistungen im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursdifferenzen, Raumkosten, Reise- und Fahrzeugkosten, Aufwendungen für Beratung und Dienstleistungen sowie Aufwendungen für Kommunikation und IT.

Der Personalaufwand ist im vergangenen Jahr um 11,4 Mio. EUR auf einen Wert von 77,2 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr 65,8 Mio. EUR). Die Entwicklung ist neben den jährlichen Gehaltserhöhungen sowie variablen Gehaltsbestandteilen auch auf die unterjährige Akquisition und damit einem Anstieg der Mitarbeiterzahlen zurückzuführen.

Die Abschreibungen umfassen vor allem die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Im Geschäftsjahr 2021 lag deren Summe mit 5,6 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (4,9 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert weitgehend aus den Zugängen bei den Geschäfts- oder Firmenwerten sowie deren planmäßiger Abschreibung.

Das Betriebsergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 auf 87,3 Mio. EUR, so dass der Vorjahreswert (42,6 Mio. EUR) um 44,7 Mio. EUR bzw. 105% übertroffen wurde.

Das Finanzergebnis des Biesterfeld-Konzerns hat sich mit -4,0 Mio. EUR bei einem weiterhin günstigen Kapitalmarkt gegenüber dem Vorjahr (-4,5 Mio. EUR) um 0,5 Mio. EUR verbessert; hierzu trug auch die verbesserte Eigenfinanzierung bei.

Der Biesterfeld-Konzern erwirtschaftete insgesamt ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 83,3 Mio. EUR und übertraf den Vorjahreswert (38,2 Mio. EUR) somit um 45,1 Mio. EUR. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen 23,6 Mio. EUR (Vorjahr 10,6 Mio. EUR), die Steuerquote lag mit 28,4% (Vorjahr 27,4%) über dem Vorjahresniveau.

Der Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 auf 59,7 Mio. EUR (Vorjahr 27,6 Mio. EUR). Nach Ergebnisanteilen fremder Dritter resultierte ein Nettojahresüberschuss von 57,5 Mio. EUR (Vorjahr 25,8 Mio. EUR).

b) Finanzlage

Die Biesterfeld AG sieht ihre Zielsetzung des Finanzmanagements in der Sicherstellung der Liquidität für alle Aktivitäten der Unternehmensgruppe, der Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken sowie der Minimierung der Kapitalkosten durch eine adäquate Kapitalstruktur. Die Ausgestaltung der finanzwirtschaftlichen Aktivitäten ist stets mit der operativen Geschäftstätigkeit sowie der strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe abgestimmt.

Der Biesterfeld-Konzern nutzt ein breites Spektrum der am Markt angebotenen Finanzierungsinstrumente. Die Eigenkapitalbasis wird durch Mezzanine-Kapital in Form von Genussrechten gestärkt. Dazu wurden die ursprünglich zum 30. Juni 2022 fälligen Genussrechte vorzeitig in Höhe von 8,35 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren prolongiert. Der Fremdkapitalbedarf wird durch die Inanspruchnahme von bilateralen Banklinien sowie durch Schuldscheindarlehen gedeckt.

Zur Finanzierung der Biesterfeld AG tragen daneben Forderungsverkäufe über eine Asset-Backed-Securities Transaktion (ABS) bei. Durch den Abschluss von Kreditversicherungen reduziert der Biesterfeld-Konzern die Ausfallrisiken im Forderungsbereich. Zinsrisiken wird gegebenenfalls mit Hilfe von Zinssicherungsgeschäften begegnet und bestehende Wechselkursrisiken werden durch Devisensicherungsgeschäfte reduziert.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich auf -118,6 Mio. EUR. Hierzu trugen im Wesentlichen die Zunahme des Netto-Umlaufvermögens bei. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt -26,0 Mio. EUR. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Erwerb einer Unternehmensgruppe in der ASEAN-Region zurückzuführen. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei 47,7 Mio. EUR und ergibt sich vor allem aus der Aufnahme von Finanzkrediten und gegenläufig aus Dividendenzahlungen sowie der Tilgung von Fremdkapital.

Per Stichtag 31. Dezember 2021 betrug die Bruttoverschuldung des Biesterfeld-Konzerns 200,8 Mio. EUR und die Nettoverschuldung belief sich auf 173,9 Mio. EUR.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass der Biesterfeld-Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen aufgrund der Liquiditätssituation und der Finanzierungsstruktur jederzeit nachkommen kann.

c) Vermögens- und Kapitalstruktur

Im Einzelnen stellt sich die Vermögens- und Kapitalstruktur wie folgt dar:

Vermögensstruktur 31.12.2021 31.12.2020
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 44.036 7% 32.494 8%
Sachanlagen 6.908 1% 5.501 1%
Finanzanlagen 172 0% 175 0%
Langfristig gebundenes Vermögen 51.116 9% 38.170 10%
Vorräte 297.820 50% 152.065 39%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 191.333 32% 115.764 30%
Kurzfristige Finanzanlagen 29.886 5% 0 0%
Flüssige Mittel 26.858 4% 82.330 21%
Rechnungsabgrenzungsposten 2.057 0% 1.210 0%
Latente Steuern 18 0% 18 0%
Kurzfristig gebundenes Vermögen 547.972 91% 351.387 90%
Gesamtvermögen 599.088 100% 389.557 100%
Vermögensstruktur Veränderung
TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.542 36%
Sachanlagen 1.407 26%
Finanzanlagen -3 -2%
Langfristig gebundenes Vermögen 12.946 34%
Vorräte 145.755 96%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 75.569 65%
Kurzfristige Finanzanlagen 29.886 100%
Flüssige Mittel -55.472 -67%
Rechnungsabgrenzungsposten 847 70%
Latente Steuern 0 0%
Kurzfristig gebundenes Vermögen 196.585 56%
Gesamtvermögen 209.531 54%

Abweichungen beruhen auf Rundungsdifferenzen

Die Bilanzsumme des Biesterfeld-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2021 auf 599,1 Mio. EUR und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (389,6 Mio. EUR) um 53,8%.

Das langfristig gebundene Vermögen lag per 31. Dezember 2021 bei 51,1 Mio. EUR und damit 12,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 38,2 Mio. EUR. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Wesentlichen durch die Zugänge bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten um 11,5 Mio. EUR auf 44,0 Mio. EUR im Vorjahresvergleich.

Im Berichtsjahr wurden 71,84% der Anteile an der GME CHEMICALS(S) PTE.LTD, Singapur erworben. Die Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften werden ab dem Berichtsjahr 2021 voll konsolidiert.

Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 196,6 Mio. EUR auf 548,0 Mio. EUR. Die Vorräte und Forderungen erhöhten sich im Wesentlichen infolge der steigenden Produktpreise und der höheren Umsätze. Darüber hinaus resultiert der Anstieg aus den im Geschäftsjahr zugegangenen Vermögensgegenständen aus Zugängen zum Konsolidierungskreis.

Kapitalstruktur 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 2.842 0% 2.842 1% 0 0%
Kapitalrücklage 6.259 1% 6.259 2% 0 0%
Gewinnrücklage 29.672 5% 15.853 4% 13.819 87%
Ausgleichsposten
Kapitalkonsolidierung 0 0% 8 0% -8 -100%
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung -11.871 -2% -7.565 -2% -4.306 57%
Anteile anderer Gesellschafter 7.965 1% 4.191 1% 3.774 90%
Bilanzgewinn 131.554 22% 111.611 29% 19.943 18%
Genussrechtskapital 8.350 1% 20.000 5% -11.650 -58%
Eigenkapital 174.771 29% 153.199 39% 21.572 14%
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 14.136 2% 12.321 3% 1.815 15%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 92.100 15% 13.800 4% 78.300 567%
Sonstige Verbindlichkeiten 11 0% 27 0% -16 59%
Langfristiges Fremdkapital 106.247 18% 26.148 7% 80.099 306%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58.098 10% 60.120 15% -2.022 -3%
Sonstige Verbindlichkeiten 26 0% 127 0% -101 80%
Mittelfristiges Fremdkapital 58.124 10% 60.247 15% -2.123 -4%
Rückstellungen 25.379 4% 14.796 4% 10.583 72%
Anleihen 11.650 2% 0 0% 11.650 100%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.576 8% 25.585 7% 24.991 98%
Erhaltene Anzahlungen 2.229 0% 1.672 0% 557 33%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.658 21% 83.613 21% 43.045 51%
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel 3.174 1% 0 0% 3.174 100%
Sonstige Verbindlichkeiten 39.986 7% 23.841 6% 16.145 67%
Rechnungsabgrenzungsposten 41 0% 159 0% -118 -74%
Latente Steuern 254 0% 297 0% -43 -14%
Kurzfristiges Fremdkapital 259.947 43% 150.117 39% 109.984 73%
Fremdkapital insgesamt 424.318 71% 236.358 61% 187.960 80%
Gesamtkapital 599.088 100% 389.557 100% 209.531 54%

Abweichungen beruhen auf Rundungsdifferenzen

Das Eigenkapital des Biesterfeld-Konzerns erhöhte sich zum 31. Dezember 2021 um 21,6 Mio. EUR auf 174,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 29,2% und hat sich damit im Vorjahresvergleich (39,3%) reduziert. Die Verringerung ergibt sich aus der erheblich angestiegenen Bilanzsumme.

Die Biesterfeld AG hat in 2015 Genussrechtskapital in Höhe von 20 Mio. EUR emittiert. Die Genussrechte gewähren einen jährlichen Gewinnausschüttungsanspruch und einen Rückzahlungsanspruch bei Fälligkeit der Genussrechte. Sie nehmen gegebenenfalls an einem Verlust des Biesterfeld-Konzerns teil. Die Genussrechte hatten ursprünglich eine ordentliche Laufzeit bis zum 30. Juni 2022. Im Geschäftsjahr wurden Genussrechte vorzeitig in Höhe von 8,35 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren prolongiert.

Das langfristige Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und beläuft sich per 31. Dezember 2021 auf 106,2 Mio. EUR. Der Anstieg um 80,1 Mio. EUR im Vorjahresvergleich reflektiert im Wesentlichen die Ausgabe von neuen Schuldscheinen sowie die Veränderung der Fristigkeit mehrerer Schuldscheintranchen.

Das mittelfristige Fremdkapital verringerte sich von 60,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 58,1 Mio. EUR per 31. Dezember 2021.

Das kurzfristige Fremdkapital lag mit 259,9 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 150,1 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert aus dem Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahresvergleich um 25,0 Mio. EUR, der Rückstellungen um 10,6 Mio. EUR, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 43,0 Mio. EUR sowie der sonstigen Verbindlichkeiten um 16,0 Mio. EUR. Zudem wurden Berichtsjahr die nicht prolongierten Genussrechte in Höhe von 11,6 Mio. EUR in die Anleihen umgegliedert.

3. Mitarbeiter und Organisation

Im Biesterfeld-Konzern waren 1.002 Mitarbeiter per 31. Dezember 2021 beschäftigt (Vorjahr 902), davon 404 Mitarbeiter in Deutschland und 598 Mitarbeiter im Ausland.

Als Distributions- und Handelsunternehmen basierte auch im Geschäftsjahr 2021 unser Unternehmenserfolg wesentlich auf dem hohen Engagement und der hervorragenden Qualifikation unserer Mitarbeiter. Um diesen Erfolg langfristig abzusichern, setzen wir auf gezielte Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen zur fortlaufenden Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagement

Im Rahmen ihrer internationalen Geschäftsaktivitäten bestehen für die Biesterfeld-Gruppe unterschiedliche Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln und dem Geschäftsmodell verbunden sind. Das Risikomanagement ist im Biesterfeld-Konzern als integraler Bestandteil der Unternehmensführung in unseren Geschäftsprozessen fest eingebunden. Das Ziel unseres Risikomanagements ist die Sicherstellung der betrieblichen Prozesse (Operations), die Ordnungsmäßigkeit der Finanzdaten (Financial Reporting), die Einhaltung von Gesetzen und Normen (Compliance) sowie die Vermeidung von finanziellen Verlusten. Operative Risiken werden weitgehend dezentral überwacht. Das Management von übergreifenden Risiken im Zusammenhang mit Sicherheitsstandards, Finanzierung und Wertentwicklung erfolgt zentral im Biesterfeld-Konzern. Systemgestützt erfolgt die Erfassung, Bewertung und Steuerung von Risiken. Maßnahmen zur Risikominderung werden bei Notwendigkeit eingeleitet, begleitet und in der Umsetzung überwacht.

Ein zielorientiertes betriebswirtschaftliches Controlling mit detaillierten Planungs- und Steuerungsprozessen sowie eine regelmäßige Strategieabstimmung sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und frühzeitig erkannt werden. Identifizierten wirtschaftlichen Risiken wird grundsätzlich durch die Bildung entsprechender Rückstellungen oder durch entsprechende Wertberichtigungen bilanziell Rechnung getragen.

Um mögliche finanzielle Folgen eintretender Risiken zu begrenzen bzw. vollständig zu vermeiden, haben wir versicherbare Risiken, beispielsweise Haftungsrisiken, - dem Risiko angemessen und soweit wirtschaftlich sinnvoll - auf Versicherungsunternehmen transferiert.

4.2 Wesentliche Risiken und Maßnahmen

Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken, mit denen sich der Biesterfeld-Konzern konfrontiert sieht, erläutert und die Maßnahmen zum Umgang mit diesen Risiken dargestellt.

Absatzmarkt- und Wettbewerbsrisiken

Die strategische und operative Weiterentwicklung des Unternehmens hängt von aktuellen globalen, regionalen und marktspezifischen Faktoren ab. Das Volumen unserer Geschäftstätigkeit ist mit der gesamtwirtschaftlichen Lage der einzelnen Länder und ihrer Handelsbeziehungen verknüpft. Die wirtschaftliche und politische Situation im In- und Ausland birgt - teilweise länderspezifische - Risiken für unsere Geschäftsentwicklung.

Wir erweitern ständig unser Produktportfolio, um auch in Nischenmärkte vorzudringen und individuellen Kundenwünschen gerecht zu werden. Dieser hohe Diversifikationsgrad ermöglicht es uns, Marktrisiken in einzelnen Absatzsegmenten durch Chancen in anderen Bereichen zu kompensieren und branchenspezifische Risiken zu minimieren.

Beschaffungsmarkt- und Lieferantenrisiken

Durch die kontinuierliche Beobachtung der Märkte, eine sorgfältige Lieferantenauswahl sowie langfristig ausgerichtete Rahmenvereinbarungen minimieren wir unsere Beschaffungsrisiken hinsichtlich Liefertreue und Kosten bei Rohstoffen und Waren. Um uns gegen Lieferengpässe abzusichern, Mengenvorteile wahrzunehmen und den Effekt eventuell steigender Einkaufspreise abzuschwächen, erhöhen wir gegebenenfalls kurz- bis mittelfristig die Lagerbestände. Preiserhöhungen der Rohstoffe werden nach Möglichkeit an die Kunden weitergegeben.

Um unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, ist eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten unerlässlich. Um das Risiko zu umgehen, von einigen wenigen Lieferanten abhängig zu werden, sind wir stets auf der Suche nach neuen Vertretungen. Transport- und Lagerrisiken haben wir zudem auf Versicherungsunternehmen übertragen.

Bonitäts- und Ausfallrisiken

Zur Reduzierung der Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht sowie entsprechende Kreditlimits festgelegt. Die Kreditgewährung an Kunden ist schriftlich in unserer Credit & Collection Policy geregelt. Risiken im Forderungsbereich werden durch Kreditversicherungen oder spezielle Zahlungsmodalitäten (Vorkasse, Akkreditive, usw.) sowie durch regresslose Forderungsverkäufe reduziert. Eine enge Zusammenarbeit mit Kreditversicherern, von denen wir fundierte Bonitätsbewertungen über unsere Kunden erhalten, sichert das Risiko des Forderungsausfalls bis auf den zu tragenden Selbstbehalt ab.

Finanzrisiken

Unser Unternehmen ist aufgrund seiner operativen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die aus der Veränderung von Wechselkursen, Rohstoff- und Energiepreisen sowie Zinssätzen herrühren.

Währungsrisiken entstehen überwiegend aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit. In Deutschland werden Geschäfte nur in geringem Umfang in Fremdwährung - im Wesentlichen auf USD-Basis - abgewickelt. Gesellschaften in Ländern, die nicht zur EU-Währungsunion gehören, tätigen einen Großteil ihrer Einkäufe in EUR, während Verkäufe überwiegend in lokaler Währung erfolgen. Währungsrisiken werden teilweise durch Devisentermingeschäfte gesichert, teilweise durch Preisgleitklauseln gegenüber Kunden abgedeckt. Das Volumen der Sicherungsgeschäfte übersteigt jenes der Grundgeschäfte nicht. Zinsänderungsrisiken werden zentral von der Biesterfeld AG aus Hamburg gesteuert und überwacht.

Die mit unseren Kreditinstituten vereinbarten Zinsen berechnen sich i.d.R. auf Basis des EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) bzw. des LIBOR (London Interbank Offered Rate). Hier besteht allgemein ein Risiko bei steigenden Zinsen ebenso wie die Chance, von Zinssenkungen zu profitieren.

Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken

Risiken hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sehen wir insbesondere in schwankenden Rohstoff- und Energiepreisen, daraus resultierenden Inflations- und Deflationstendenzen sowie in anhaltenden außenwirtschaftlichen Ungleichgewichten. Die COVID-19-Pandemie wird die weltweiten Handelsaktivitäten weiterhin beeinflussen, die Geschäftsentwicklung des Biesterfeld Konzerns hat sich im vergangenen Jahr als ausgesprochen robust erwiesen. Daher rechnen wir aufgrund der COVID-19-Pandemie aus heutiger Sicht nicht mit außergewöhnlichen Risiken.

Die durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine zunehmend deutlich erkennbaren Beeinträchtigungen der weltweiten Handelsaktivitäten sowie der Preisentwicklungen werden voraussichtlich negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Biesterfeld Konzerns haben.

Die Entwicklung unserer Märkte wird sehr engmaschig und intensiv beobachtet, damit gegebenenfalls mit Maßnahmen operativ wie administrativ rasch auf Veränderungen reagiert werden kann.

Die beschriebenen Faktoren können Auswirkungen auf den Produktabsatz haben oder zu stärkeren Wechselkursänderungen führen. Politische Unsicherheiten und Spannungen können - besonders in den betroffenen Ländern, aber auch darüber hinaus - ebenfalls Einfluss auf unsere Geschäftsaktivitäten haben. Außerdem können sich Änderungen in der Gesetzgebung und bei Steuern oder Zöllen einzelner Länder negativ auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken.

Aus den genannten Risiken könnten sich erhebliche Belastungen für die Biesterfeld-Gruppe ergeben. Um möglichst frühzeitig auf Veränderungen im Markt reagieren zu können, beobachten wir die Märkte, in denen wir agieren, die dortigen Gesetzgebungsmaßnahmen für Steuern und Zölle sowie die politische und wirtschaftliche Lage genau.

IT-Risiken

Für unsere IT-Systeme ist die ISO 9001-zertifizierte und IDW PS 951-geprüfte BIT-SERV GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Biesterfeld AG, zuständig.

IT-Risiken entstehen durch die zunehmende Vernetzung unserer Systeme und durch unberechtigte Zugriffe von außen. Wir begegnen durch solche Angriffe verursachten Ausfallrisiken und möglichen Systemfehlern durch die Absicherung mit Firewall-Systemen, Datensicherungsmaßnahmen und Virenscannern sowie eingeschränkten Zugangs- und Zugriffsberechtigungen. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig über Risiken informiert und entsprechend geschult. Wir ergreifen weitreichende Maßnahmen, um den Datenschutz bezüglich interner Informationen und unserer Mitarbeiter zu gewährleisten. Im Rahmen unserer globalen IT-Strategie werden diese Risiken überwacht und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Liquiditätsrisiken

Der Biesterfeld AG als Konzernmuttergesellschaft und den einzelnen operativen Tochtergesellschaften stehen - neben dem Eigenkapital, Mitteln aus der Innenfinanzierung und finanziellen Mitteln von Investoren - ausreichende Kreditlinien bei den finanzierenden Banken zur Verfügung, die derzeit nicht im vollen Umfang ausgeschöpft werden. Insofern ist das Liquiditätsrisiko unter der Annahme eines erwarteten positiven und regulären Geschäftsverlaufs als sehr gering einzustufen.

Personalrisiken

Das Wissen und die Kompetenz unserer Mitarbeiter sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Entwicklung der Biesterfeld-Gruppe.

Dem Risiko der Mitarbeiterfluktuation begegnen wir durch eine vorausschauende Personal- und Nachfolgeplanung, um wichtiges Know-how über Märkte, Kunden und Produkte nicht zu verlieren. Weiterhin kann der zunehmende Fachkräftemangel ein Risiko für unser Unternehmen sein. Wir begegnen diesen Risiken durch die permanente Weiterbildung unseres Stammpersonals sowie durch Investitionen in neue hochqualifizierte Mitarbeiter und unsere zahlreichen Auszubildenden in verschiedenen Fachrichtungen.

Die Biesterfeld-Gruppe ist bestrebt, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, individuell auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter einzugehen und diese langfristig an das Unternehmen zu binden.

Qualitäts-, Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltrisiken

Aus der Distribution und dem Handel von Chemikalien und Kunststoffen ergeben sich Risiken, denen wir durch enge Sicherheitsvorkehrungen und der Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen begegnen.

Um qualitätsrelevante Risiken von Beginn an zu minimieren, setzen wir auf namenhafte Lieferanten, die Mindeststandards erfüllen und ein Qualitätsmanagement, beispielsweise nach den anerkannten EN ISO 9000 ff.-Normen für Qualitätsmanagement, gewährleisten. Eine regelmäßige Bewertung unserer Lieferanten erfolgt im Rahmen der ISO-Normen. Neben der Produktqualität ist auch die Prozessqualität eine wesentliche Voraussetzung für die Kundenzufriedenheit. Wir sind daher stets bestrebt, die internen Abläufe weiter zu optimieren, diese bei Bedarf anzupassen und die Kostenstruktur effizient zu gestalten.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können sich aus Klagen und Ansprüchen gegen die Biesterfeld-Gruppe ergeben. Hierzu zählen insbesondere Risiken aus Rechtstreitigkeiten mit Wettbewerbern, Lieferanten und Kunden sowie steuerrechtliche Risiken. Durch den Einsatz interner Fachexperten als auch die Inanspruchnahme externer Beratungsdienstleistungen soll ein möglicher Schaden für unser Unternehmen frühzeitig identifiziert und abgewehrt bzw. minimiert werden.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Auf der Basis der derzeit verfügbaren Informationen erwarten wir gegenwärtig und in absehbarer Zukunft weder gravierende Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage noch bestandsgefährdende Risiken für die Biesterfeld-Gruppe. Darüber hinaus sind wir überzeugt, den Herausforderungen, die sich aus den potenziellen Risiken ergeben, weiterhin erfolgreich begegnen zu können.

4.3 Darstellung der Chancen

Den oben genannten Risiken stehen zahlreiche Chancen und Entwicklungspotenziale entgegen. Auf unseren internationalen Absatzmärkten eröffnen sich stetig neue Chancen, beispielsweise durch Veränderungen in den Märkten, dem Produktportfolio von Lieferanten oder dem wachsenden Qualitäts- und Produktanspruch. Die Biesterfeld AG mit ihren Tochtergesellschaften räumt der sorgfältigen Auswahl ihrer Lieferanten und ihrer qualitativ hochwertigen Produkte eine hohe Priorität ein. In den meist langfristigen Lieferantenbeziehungen, seinem hohen Qualitätsanspruch und den individuell auf seine Kunden zugeschnittenen Leistungen sieht der Biesterfeld-Konzern die Basis für seinen Erfolg und für sein nachhaltiges Geschäftswachstum.

Die Biesterfeld-Gruppe ist durch ihre Zukunftsorientierung, ihre Flexibilität, ihre Erfahrungen während der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie durch ihr Risikomanagement- und Controlling-System auf mögliche negative Marktentwicklungen gut vorbereitet. Die internationale Präsenz der Unternehmensgruppe und die enge Vernetzung mit Lieferanten und Kunden ermöglichen ebenfalls eine frühzeitige Reaktion auf neue Herausforderungen sowie das Ergreifen neuer Chancen.

5. Prognosebericht

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts erwarten wir eine positive wirtschaftliche Entwicklung, sowohl gesamtwirtschaftlich als auch in unserem branchenspezifischen Umfeld. Obwohl das Jahr 2021 durch die noch anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, der hohen Preise sowie Lieferengpässen geprägt war, gehen wir für das laufende Geschäftsjahr 2022 von einer leichten Zunahme unserer Geschäftsaktivitäten aus. Jedoch gehen wir von einer Normalisierung der Material preise bei gleichzeitig steigenden Kosten aus. Wir gehen daher für 2022 von rückläufigen Erträgen aus der operativen Geschäftstätigkeit aus.

Für das Geschäftsjahr 2022 sind wir insgesamt vorsichtig optimistisch. Konjunkturexperten erwarten für Deutschland ein starkes Wirtschaftswachstum von 3,8%. Die Konjunktur soll 2022 insbesondere im zweiten Halbjahr wieder Fahrt aufnehmen. Ob das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 wieder Fahrt aufnimmt, ist abhängig von einer Vielzahl an Faktoren, wie den Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie, den Lieferengpässen, der hohen Inflation, Währungsschwankungen in Schwellenländern sowie von der wirtschaftlichen Stabilisierung größerer Volkswirtschaften, beispielsweise Brasilien, Indien und den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens, die Auswirkungen auf die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten und das Kaufinteresse auf Seiten unserer Kunden haben kann.

Die Prognosen bleiben mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet. Die andauernde Wirtschaftsschwäche in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern trägt ebenso wie die politische Situation, beispielsweise in Indien, einigen südamerikanischen Ländern und den Staaten des Mittleren und Nahen Ostens, zur Verunsicherung von Unternehmen und Konsumenten bei. Auch geopolitische Einflüsse, wie dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der Einfluss des Brexits und die damit verbundenen wirtschaftlichen und fiskalpolitischen Effekte könnten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nachhaltig beeinflussen. Fraglich bleiben auch jene Auswirkungen, die aus globalen Machtverschiebungen zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und China, möglichen protektionistischen Maßnahmen sowie neuen Freihandelsabkommen resultieren könnten. Ebenso könnten branchenspezifische Marktveränderungen, insbesondere aufgrund der durchgeführten und angekündigten Fusionen im Chemiebereich, die unternehmerische Wirtschaftsleistung beeinflussen.

Insgesamt wird für die deutsche Inlandskonjunktur für das Jahr 2022 ein Wachstum von 3,8% (IWF; Dezember 2021) erwartet.

Weltweit rechnet der Internationale Währungsfonds für das Jahr 2022 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,4%. Die Prognosen für den Euroraum gehen von einem Wachstum in Höhe von 3,9% aus, für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Zuwachs von 4,8% prognostiziert (IWF, Dezember 2021).

Das Wachstum der Vereinigten Staaten wird im Jahr 2022 mit geschätzten 4,0% über dem Vorjahreswert liegen (IWF, Dezember 2021).

Der größte Risikofaktor für das weltweite Wachstum sind weiterhin die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie mit unterbrochenen Lieferketten und damit verbundenen Produktionsrückgängen, Ausgangsbeschränkungen und Teil-Lockdowns.

Daneben zählen zu den wesentlichen Risikofaktoren für das Wachstum geopolitische Spannungen, auch in Osteuropa und Ostasien. Diese gefährden die Energieversorgung, den internationalen Handel und die politische Zusammenarbeit. Auch die grenzüberschreitenden technologischen Reibungen sind nach wie vor ausgeprägt. Alle diese Elemente können die konjunkturelle Erholung zusätzlich beeinflussen. (IWF, Dezember 2021).

Nachdem die Wachstumsraten nahezu aller europäischen Staaten im Jahr 2021 positiv waren, wird in diesen Ländern mit einem weiteren stabilen Wachstum in den Jahren 2022 und 2023 gerechnet. Hingegen wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum zahlreicher Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2022 wieder geringere Steigerungsraten aufweisen wird als noch im Vorjahr: Indien 9,0%, Brasilien 0,3%, Mexiko 2,8% sowie die Staaten des Mittleren und Nahen Ostens 4,3%. Chinas Wachstum wird sich wieder abschwächen und im Jahr 2022 auf 4,8% sinken. Insgesamt wird das weltweite Wachstum sich in 2022 und 2023 wieder leicht abschwächen. (IWF, Dezember 2021).

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2022 - trotz der anhaltenden Unsicherheit auf den internationalen Märkten, die sich negativ auf das Geschäftswachstum auswirken kann - eine positive Unternehmens- und Geschäftsentwicklung. Aufgrund des nachhaltigen Geschäftsmodells und der Zukunftsorientierung sieht sich die Biesterfeld-Gruppe für künftige Herausforderungen gerüstet. Die Stärken der Unternehmensgruppe liegen neben dem stetigen Ausbau der internationalen Präsenz, der hohen Qualifikation ihrer Mitarbeiter und dem umfangreichen Markt-Know-how auch in der engen Vernetzung mit Lieferanten und Kunden in Industrie- und aufstrebenden Schwellenländern.

Der Biesterfeld-Konzern unterlegt seine rollierende Fünf-Jahres-Planung mit detaillierten Überlegungen und Einschätzungen zu den einzelnen Märkten und deren Entwicklungen. Unterstützt vom bereits erläuterten Wirtschaftswachstum in 2022 gehen wir in unserer Planung davon aus, dass die Weltwirtschaft sich weiter im Aufwärtstrend befinden wird und es in der Produktverfügbarkeit nur temporär zu Engpässen und damit verbundenen Preisanstiegen kommt.

Auf Basis unserer bisherigen Annahmen plant der Biesterfeld-Konzern in 2022 einen Umsatz von ca. 1.387 Mio. EUR zu erzielen. Im Folgejahr ist ein Umsatz von 1.381 Mio. EUR geplant. Zudem erwartet der Biesterfeld-Konzern im Geschäftsjahr 2022 ein EBIT in Höhe von etwa 65,1 Mio. EUR, für das darauffolgende Geschäftsjahr ist ein EBIT von 59,0 Mio. EUR geplant.

Die Finanzplanung für das Jahr 2022 erwartet Forderungsverkäufe mit einem Volumen von ca. 60 Mio. EUR, die im Rahmen des ABS-Programms getätigt werden. Diese Nutzung wird in den folgenden Jahren voraussichtlich auf einem stabilen Niveau verbleiben. Die Mittelfristplanung sieht als Folge des geplanten Umsatzwachstums eine Ausweitung des Working Capital vor. Weiterhin erwartet die Finanzplanung ein leicht ansteigendes Zinsniveau im Planungszeitraum.

Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine sowie die Unterbrechung unserer Geschäftsaktivitäten in Russland werden negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Biesterfeld Konzerns haben.

Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass die Ertragslage des Biesterfeld Konzerns in 2022 negativ beeinflusst wird. Wir sehen aktuell keine Veranlassung unsere Planungen für das Geschäftsjahr 2022 anpassen zu müssen und gehen weiterhin von der Erreichung unserer Planungen für 2022 aus, da die negativen Effekte durch positive Effekte in anderen Regionen voraussichtlich überkompensiert werden.

Mit der Fokussierung auf zukünftig drei operative Geschäftsbereiche zielen wir auf ein nachhaltiges und profitables Wachstum und damit auf die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes ab. Wir generieren weiteres Wachstum über unsere internationale Präsenz, den stetigen Ausbau unseres Produktportfolios, die Übertragung weiterer Vertriebsmöglichkeiten sowie gegebenenfalls Akquisitionen und Kooperationen in neuen Bereichen und Märkten.

Das Wachstum der Geschäftsaktivitäten der Biesterfeld Plastic wird von einem regionalen wie internationalen Ausbau der Lieferanten, Kunden und des Produktportfolios sowie der Expansion auf international neue, sich nachhaltig spezialisierende, Absatzmärkte getragen. Die positive Nachfrageentwicklung in den Kernsegmenten, getragen von einer stabilen regionalen und globalen Konjunktur, unterstützt das angestrebte Wachstum. Mit der starken Unterstützung der Kernlieferanten sowie dem Abschluss neuer Lieferantenverträge plant der Geschäftsbereich weitere Marktanteile hinzuzugewinnen und damit auch weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zum Branchendurchschnitt zu generieren. Dabei profitiert der Geschäftsbereich weiterhin von der Konsolidierung der Distributionslandschaft in den Schlüsselmärkten. Der Geschäftsbereich Biesterfeld Plastic plant für das Jahr 2022 eine Steigerung des abgesetzten Volumens und einen geringeren Durchschnittspreis der verkauften Materialien, so dass sich der geplante Umsatz auf 824,3 Mio. EUR beläuft.

Für den Geschäftsbereich Biesterfeld Spezialchemie eröffnen sich stetig neue Chancen auf den Absatzmärkten, etwa durch Veränderungen in den Märkten oder dem Produktportfolio von Lieferanten. Durch das Hinzugewinnen von neuen Lieferanten, sowie der Gründung eines weiteren Joint Venture Unternehmens erwartet der Geschäftsbereich, trotz der gesamtwirtschaftlichen Situation, einen stabilen Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2022. Aufgrund der dargelegten Entwicklung plant der Geschäftsbereich Biesterfeld Spezialchemie für das Jahr 2022 einen Umsatz von 447,0 Mio. EUR.

Im Geschäftsbereich Biesterfeld Performance Rubber sollen bestehende Lieferbeziehungen verstärkt und Partnerschaften zu neuen Lieferanten aufgebaut werden, um ein profitables Wachstum auf bestehenden und neuen Märkten und mit neuen Produkten zu erzielen. Synergien innerhalb der Biesterfeld-Gruppe sollen dazu ebenso genutzt werden wie die vorliegenden Wachstumschancen auf den internationalen Kautschukmärkten. Aufbauend auf einer starken technischen Kompetenz und dem Know-how der Mitarbeiter soll das Produkt- und Länderportfolio weiter verfeinert werden und ein Fokus auf Großkunden und Volumenprodukte gelegt werden. Der für den Geschäftsbereich Biesterfeld Performance Rubber geplante Umsatz für das Jahr 2022 beträgt 58,8 Mio. EUR.

Zusammenfassend liegen unserer Planung die folgenden Annahmen zugrunde:

moderates Wachstum der Wirtschaft in den nächsten Jahren

nur geringfügige Beeinflussung regionaler Aktivitäten durch negative politische Entwicklungen sowie durch bestehende und neue Freihandelsabkommen und Handelsallianzen

stabile Gemeinschaftswährung im Euro-Raum

mittelfristig nur leicht steigendes Zinsniveau im USD- und Euro-Raum

Erhebliche Abweichungen von diesen Annahmen hätten einen entsprechenden Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Biesterfeld Konzerns, ohne dass hierdurch - auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen - existenzgefährdende Risiken zu erwarten sind.

 

Hamburg, den 24. März 2022

Biesterfeld AG

Thomas Arnold, Vorstandsvorsitzender

Carsten Harms, Vorstand

Kai Froböse, Vorstand

Peter Wilkes, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVSEITE

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.689.735,00 3.723.084,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 38.740.737,89 28.092.986,11
3. geleistete Anzahlungen 1.605.973,60 677.629,21
44.036.446,49 32.493.700,06
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.269.245,06 1.754.162,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 213.436,41 158.992,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.424.845,30 3.580.219,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 8.020,58
6.907.526,77 5.501.395,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 11.414,30 11.633,92
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 42.880,55 30.827,68
3. Sonstige Ausleihungen 117.629,00 132.774,00
171.923,85 175.235,60
51.115.897,11 38.170.331,15
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 271.241.259,18 145.568.574,87
2. Geleistete Anzahlungen 26.578.961,75 6.495.900,90
297.820.220,93 152.064.475,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 161.399.350,74 104.615.414,58
2. Sonstige Vermögensgegenstände 29.933.288,43 11.148.951,88
191.332.639,17 115.764.366,46
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 29.886.159,22 0,00
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.858.155,35 82.329.613,85
545.897.174,67 350.158.456,08
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.056.746,82 1.209.588,53
D. LATENTE STEUERN 18.295,86 18.295,86
599.088.114,46 389.556.671,62

PASSIVSEITE

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.841.670,00 2.841.670,00
II. Kapitalrücklage 6.259.253,00 6.259.253,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 284.167,00 284.167,00
2. Satzungsmäßige Rücklagen 25.529,40 25.529,40
3. Andere Gewinnrücklagen 29.362.735,70 15.543.509,10
29.672.432,10 15.853.205,50
IV. Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 7.500,00
V. Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung (11.871.282,43) (7.565.293,60)
VI. Nicht beherrschende Anteile 7.965.066,01 4.191.047,06
VII. Konzernbilanzgewinn 131.553.644,65 111.611.221,60
166.420.783,33 133.198.603,56
VIII. Genussrechtskapital 8.350.000,00 20.000.000,00
174.770.783,33 153.198.603,56
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.135.642,95 12.321.124,54
2. Steuerrückstellungen 7.128.475,40 3.114.749,83
3. Sonstige Rückstellungen 18.250.888,28 11.681.507,78
39.515.006,63 27.117.382,15
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen 11.650.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 200.773.390,29 99.504.518,92
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.228.717,75 1.672.295,72
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.657.709,86 83.612.905,56
5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel 3.173.929,34 0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 40.023.098,78 23.994.962,22
384.506.846,02 208.784.682,42
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 41.478,48 159.268,12
E. LATENTE STEUERN 254.000,00 296.735,37
599.088.114,46 389.556.671,62

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.372.120.545,37 1.033.690.664,79
2. sonstige betriebliche Erträge 20.523.206,50 23.963.283,44
1.392.643.751,87 1.057.653.948,23
3. Materialaufwand
Aufwand für bezogene Waren (1.140.766.401,49) (867.922.746,88)
251.877.350,38 189.731.201,35
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (64.302.957,64) (54.784.868,10)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge (11.020.503,21)
- davon für Altersversorgung: EUR 2.251.275,22 (Vorjahr: EUR 1.774.616,42) (12.917.941,39)
(77.220.899,03) (65.805.371,31)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (5.572.426,95) (4.900.547,17)
6. sonstige betriebliche Aufwendungen (81.408.120,71) (76.180.576,20)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 862.128,48 598.324,71
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (4.894.137,62) (5.078.333,26)
(4.032.009,14) (4.480.008,55)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (23.632.747,33) (10.595.653,22)
- davon Ergebnis aus latenten Steuern EUR -42.735,37 (Vorjahr Ertrag : EUR 31.987,83)
10. Ergebnis nach Steuern 60.011.147,22 27.769.044,90
11. sonstige Steuern (337.498,66) (209.993,26)
12. Konzernjahresüberschuss 59.673.648,56 27.559.051,64
13. Gewinnvortrag 111.611.221,60 101.588.306,15
14. Ergebnisanteil Dritter (2.185.302,80) (1.711.135,79)
15. Gewinnausschüttung (23.074.360,40) (13.233.468,95)
16. Entnahme aus/Einstellung in die anderen Gewinrücklagen (14.471.562,31) (2.591.531,45)
17. Konzernbilanzgewinn 131.553.644,65 111.611.221,60

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

1. Allgemeine Angaben und Grundlagen der Rechnungslegung

Die Biesterfeld AG, Hamburg, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 90396 eingetragen.

Der Konzernabschluss und die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften werden nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben bzw. entsprechenden Erläuterungen. Sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Tausend EUR (TEUR).

Die Offenlegungen des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses der Biesterfeld AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 erfolgen im Bundesanzeiger. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist Bestandteil des Anhangs.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden die Biesterfeld AG und ihre Tochterunternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Biesterfeld AG mittelbar oder unmittelbar die Stimmrechtsmehrheit hält oder die einheitliche Leitung ausübt.

Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, auf die die Biesterfeld AG einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Diese Unternehmen werden quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Berichtsjahr wurden 71,84% der Anteile an der GME CHEMICALS(S) PTE.LTD, Singapur erworben. Diese wiederum hält sämtliche Anteile an folgenden Gesellschaften:

GME CHEMTECH (MALAYSIA) SDN.BHD, Shah Alam

GME CHEMCIALS (THAILAND) CO.LTD, Bangkok

PT GME INDONESIA, Tangerang

GME CHEMICALS (VIETNAM) CO.LTD, Ho-Chi-Minh-Stadt

GME SHANGHAI LTD, Shanghai

Wesentliche Auswirkungen der Änderung des Konsolidierungskreises für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist nicht beeinträchtigt.

Der Konsolidierungskreis ist der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen.

Aufstellung des Anteilbesitzes

Verbundene Unternehmen Sitz % Anteil am Kapital
A. Tochtergesellschaften
Kapitalgesellschaften mit Ergebnisabführungsvertrag
Biesterfeld Plastic GmbH Hamburg 100,00
Biesterfeld Spezialchemie GmbH Hamburg 100,00
Biesterfeld International GmbH Hamburg 100,00
BIT-SERV GmbH Hamburg 100,00
Biesterfeld Internationale Beteiligungen GmbH Hamburg 100,00
Biesterfeld Performance Rubber GmbH Hamburg 100,00
Biesterfeld ChemLogS GmbH Hamburg 100,00
Kapitalgesellschaften
GME CHEMICALS(S) PTE.LTD Singapur 71,84
b.yond ventures GmbH Hamburg 100,00
B. Enkelgesellschaften
zu GME CHEMICALS(S) PTE.LTD
GME CHEMTECH (MALAYSIA) SDN.BHD Shah Alam 100,00
GME CHEMCIALS (THAILAND) CO.LTD Bangkok 90,00
PT GME INDONESIA Tangerang 99,00
GME CHEMICALS (VIETNAM) CO.LTD Ho-Chi-Minh-Stadt 100,00
GME SHANGHAI LTD Shanghai 100,00
zu Biesterfeld Plastic GmbH
Biesterfeld Polska Sp. z o.o. Warschau 100,00
Biesterfeld Plastic Benelux B.V. Culemborg 100,00
Biesterfeld Interowa GmbH Wien 100,00
Biesterfeld Interowa GmbH & Co. KG Wien 100,00
Biesterfeld Petroplas Ltd. Abingdon 51,00
Biesterfeld Plastic Suisse AG Liestal 100,00
Biesterfeld Nordic AB Malmö 100,00
zu Biesterfeld Interowa GmbH & Co. KG
Biesterfeld Plastic Hellas A.E. Athen 100,00
zu Biesterfeld Spezialchemie GmbH
Biesterfeld Spezialchemie d.o.o. Zagreb 100,00
Biesterfeld Speciális Kemikáliák Magyarország Kft. Budapest 100,00
Biesterfeld Silcom s.r.o. Prag 51,00
Biesterfeld Chemia Specjalna Sp. z o.o. Warschau 100,00
LLC Biesterfeld Spezialchemie Ukraine Kiew 100,00
Biesterfeld Spezialchemie Austria GmbH Wien 100,00
Biesterfeld Spezialchemie Austria GmbH & Co. KG Wien 100,00
Biesterfeld Helvetia AG Liestal 100,00
OOO Biesterfeld Spezialchemie Rus Moskau 100,00
MILAR Sp. z o.o. Grodzisk Mazow 100,00
zu Biesterfeld Silcom s.r.o.
Biesterfeld Silcom Slovakia s.r.o. Bratislava 100,00
zu Biesterfeld International GmbH
Biesterfeld Asia Pacific Ltd. Hong Kong 100,00
Biesterfeld U.S. Inc. Fort Lauderdale 100,00
Biesterfeld do Brasil Ltda. Sao Paulo 99,94
CHEMPRO Chemikalien-Exportgesellschaft mbH Hamburg 100,00
Alfredo F.B. Kladt GmbH Hamburg 100,00
Chemische Produkten Gesellschaft mbH Hamburg 100,00
Biesterfeld International Kimya San. Tic.Ltd.Sti. Istanbul 70,00
Biesterfeld International Polska Sp. z o.o. Warschau 100,00
Biesterfeld International (Thailand) Ltd. *) Bangkok 48,99
zu Biesterfeld US Inc.
Biesterfeld Centro America S.A. Guatemala 99,00
Importadora Y Exportadora Biesterfeld Boliviana S.A. La Paz 98,57
zu Biesterfeld Internationale Beteiligungen GmbH ***)
Biesterfeld France S.à.r.L. Rueil-Malmaison 100,00
Biesterfeld Iberica S.L.U. Sant Just Desvern 100,00
Lindberg & Lund AS Vestby 100,00
Biesterfeld Shanghai Co. Ltd. Shanghai 100,00
zu Lindberg & Lund AS
Lindberg & Lund Oy AB Parainen 100,00
ABIC Kemi AB Norrköping 100,00

* Stimmrechtsmehrheit

Wesentliche Beteiligungen Sitz % Anteil am Kapital
zu Biesterfeld Plastic GmbH
Biesterfeld Polybass Spa *) Mailand 50,00
Biesterfeld Plastik Ticaret A.S. *) Istanbul 50,00
Biesterfeld Simko Distribuicao S.A. *) Sao Paulo 50,00
zu Biesterfeld Spezialchemie GmbH
Biesterfeld Özel Kimyasallar Ticaret A.S. *) Istanbul 50,00
Biesterfeld Polychem S.r.l. *) Mailand 50,00

*) quotale Einbeziehung

3. Konsolidierungsmethoden

Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Einzelabschlüsse

Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der Biesterfeld AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Sie sind auf den Stichtag 31. Dezember 2021 erstellt.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für alle Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals des Tochterunternehmens grundsätzlich zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Unterschiedsbeträge aus dieser Verrechnung werden den Bilanzposten der Tochterunternehmen unter Beachtung der im Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze bis zur Höhe ihrer Zeitwerte zugeordnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden aktiviert und im Allgemeinen über eine Zeitdauer von 15 Jahren erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet. Gemeinschaftsunternehmen werden anteilsmäßig konsolidiert. Für alle Erwerbe ab dem 1. Januar 2010 wird die Neubewertungsmethode angewendet. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss maßgebend ist. Ein nach Verrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Es erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung der Abschreibung auf aktivische Unterschiedsbeträge. Die quotal konsolidierten Unternehmen werden mit dem Anteil der Stimmrechte konsolidiert.

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde innerhalb des Eigenkapitals ein Ausgleichsposten "Nicht beherrschende Anteile" gebildet.

Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben, ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren geht, werden diese Transaktionen als Erwerbsvorgang abgebildet. Dabei werden die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile verrechnet und ein gegebenenfalls entstehender Unterschiedsbetrag aktiviert und linear abgeschrieben.

Schuldenkonsolidierung

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertberichtigungen und Abschreibungen auf diese Forderungen werden zugunsten des konsolidierten Jahresüberschusses zurückgenommen oder, wenn aus Konzernsicht Risiken bestehen, in die Rückstellung umgestellt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten der quotal konsolidierten Unternehmen wurden mit den entsprechenden Quoten eliminiert.

Behandlung von Zwischenergebnissen

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die noch nicht durch Umsätze mit Dritten realisiert sind, werden im Konzernabschluss grundsätzlich eliminiert, wenn es sich um wesentliche Beträge handelt.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Umsatzerlöse aus Innenlieferungen und sonstige konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Im Konzernabschluss werden deshalb die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochtergesellschaften, die in fremder Währung erstellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen in der Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden erfolgswirksam erfasst.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entstehende wechselkursbedingte Aufrechnungsdifferenzen haben keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und werden erfolgsneutral im Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen.

In den Einzelabschlüssen werden gemäß § 256 a HGB auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Speziell gesicherte Forderungen oder Verbindlichkeiten werden zum Sicherungskurs angesetzt. Geldbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Eine Konzerngesellschaft hat zur Absicherung gegen Fremdwährungsrisiken abgeschlossene Devisentermingeschäfte mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Um Fremdwährungsrisiken zu vermeiden, hat die Gesellschaft im Jahr 2021 diverse Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die USD- und PLN-Forderungen der Gesellschaft in Höhe von 35,5 Mio. USD bzw. 15,0 Mio. PLN werden in Form von Makro-Hedges mit den zur Verhinderung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die zukünftigen positiven und negativen Zahlungsströme und Marktwertveränderungen der Grund- sowie der Sicherungsgeschäfte werden sich innerhalb der nächsten zwölf Monate in voller Höhe ausgleichen, da die wesentlichen Parameter der Sicherungsgeschäfte (u.a. Betrag, Fälligkeit und Währung) mit den Forderungen übereinstimmen.

Alle übrigen Bilanzpositionen dieser Gesellschaften in Fremdwährungen werden mit dem Stichtagskurs für das Jahr 2021 bewertet. Entsprechende EUR-Abweichungen werden im Jahresabschluss berücksichtigt.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen stellen sich im Verhältnis zu 1 Euro wie folgt dar:

ISO Code Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2021 Vorjahr 2021 Vorjahr
US Dollar USD 1,133 1,228 1,183 1,142
Hongkong Dollar HKD 8,833 9,521 9,193 8,858
Ungarischer Forint HUF 369,190 364,590 358,520 351,120
Kroatische Kuna HRK 7,516 7,546 7,529 7,538
Tschechische Krone CZK 24,858 26,250 25,640 26,444
Ukrainische Griwna UAH 30,923 34,638 32,261 30,779
Polnischer Zloty PLN 4,597 4,527 4,565 4,442
Schweizer Franken CHF 1,033 1,086 1,081 1,071
Türkische Lire TRY 15,234 9,032 10,512 8,049
Britisches Pfund GBP 0,840 0,903 0,860 0,889
Brasilianischer Real BRL 6,310 6,357 6,378 5,885
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 7,195 8,013 7,628 7,874
Norwegische Krone NOK 9,989 10,547 10,163 10,720
Russische Rubel RUB 85,300 91,885 87,153 82,673
Thailändische Baht THB 37,653 36,769 37,837 35,699
Schwedische Krone SEK 10,250 10,057 10,147 10,486
Indonesische Rupiah IDR 16.100,420 - 16.920,720 -
Malaysischer Ringgit MYR 4,718 - 4,902 -
Singapur Dollar SGD 1,528 - 1,589 -
Vietnamesischer Dong VND 25.918,700 - 27.172,290 -

4. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Biesterfeld AG wenden wir auch für den Konzernabschluss an. Wertansätze aus Abschlüssen einbezogener Tochterunternehmen, die wesentlich von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichen, werden entsprechend angepasst.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen wird grundsätzlich kein Gebrauch gemacht. Um die Ausübung dieses Wahlrechts im Konzern einheitlich auszuüben, wurde auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern bei den Tochtergesellschaften verzichtet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren angesetzt. Eine Abschreibung dieser Werte über diesem Zeitraum spiegelt auch weiterhin die Nachhaltigkeit wider, da die erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte grundsätzlich durch den Eintritt bzw. die Ausweitung in Marktsegmente entstehen. Sofern hiervon im Einzelfall abgewichen wird, ist dies ausdrücklich vermerkt.

Software-Lizenzen werden über drei Jahre abgeschrieben.

Verschiedene Vertriebsrechte werden über fünf Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Dabei wurden auf Zugänge im Geschäftsjahr im Inland als Grundlage für die Einschätzung der Nutzungsdauer die aktuellen AfA-Tabellen angewendet. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2008 angeschafft wurden, die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Alle übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt.

Im Ausland wird überwiegend linear abgeschrieben. Eine Anpassung nach deutschem Recht erfolgte nicht, da die Sachanlagen im Ausland eine untergeordnete Bedeutung haben. Wenn eine Wertminderung von Dauer ist, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Für die abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250,00 liegen und den Betrag von EUR 1.000,00 nicht überschreiten, wird nach § 6 Abs. 2 a EStG ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre mit jeweils 20 % linear abgeschrieben wird. Falls ein Wirtschaftsgut aus dem Unternehmen ausscheidet, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Finanzanlagen sind mit dem Nennwert bilanziert.

Vorräte sind zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode bewertet. Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben vorgenommen.

In den Vorräten waren im Vorjahr drei Grundstücke und diverse Gebäudeteile enthalten, für die keine Veräußerungsabsicht mehr besteht. Daher wurden diese zum Bilanzstichtag in das Sachanlagevermögen umgegliedert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung erfolgt durch anerkannte Methoden. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen.

Für sieben vollkonsolidierte Unternehmen wurden Rahmenverträge über Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktionen abgeschlossen. Diese sehen vor, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über die Biesterfeld AG an eine Ankaufsgesellschaft der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zum ausstehenden Nominalbetrag abzüglich eines Abschlags veräußert werden. Es bestehen zwei Kaufverträge (einer für die in USD denominierten Forderungen und einer für die in EUR denominierten Forderungen).

Einer der wichtigsten Vorteile von ABS ist die Freisetzung liquider Mittel durch den Forderungsverkauf und die Übertragung aller Forderungsausfallrisiken auf die Ankaufsgesellschaft. Gleichzeitig kann das Liquiditätsrisiko gesenkt werden, weil die liquiden Mittel dem Unternehmen unabhängig von möglichen Zahlungsverzögerungen seiner Kreditnehmer zufließen. Die Rückführung von Verbindlichkeiten verringert den Verschuldungsgrad. Ferner lässt sich die Bilanz- und Kapitalstruktur verbessern. Allerdings erfordern ABS-Transaktionen komplexe ablauforganisatorische Prozesse und ein intensives Monitoring und Reporting. Hierdurch wird implizit eine qualitative Verbesserung des Forderungsmanagements erreicht.

Wertaufholungen im Bereich des Anlage- und Umlaufvermögens nehmen wir vor, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit ihrem Nominalwert bewertet.

Die Rückstellungen werden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den langfristigen Personalrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (Anwartschaftsbarwertverfahren). Der Rückstellungsbetrag gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck angewandt. Der Gehalts- und Rententrend wurde mit jeweils 1,75 % p.a. angenommen. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,87 % angesetzt (im Vorjahr: 2,31 %).

Die handelsrechtliche Bewertung von Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Bewertungstechnisch stellt der notwendige Erfüllungsbetrag den Erwartungswert der Jubiläumsleistung unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Erkenntnisse dar. Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren wird das Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet. Der zugrunde liegende Rechnungszinssatz wurde gemäß den Vorschriften der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt und beträgt 1,35 % (im Vorjahr: 1,60 %). Es wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck angewandt.

Verbindlichkeiten sowie Anleihen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich, bedingt durch unterschiedliche Wertansätze in der Steuerbilanz und Handelsbilanz, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die Bewertung erfolgt anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze.

Die ausgewiesenen latenten Steuern resultieren aus den HBII-Anpassungen. Darüber hinaus wurden im Jahr 2013 im Rahmen der Erstkonsolidierung der Küttner GmbH, Römerberg, passive latente Steuer (TEUR 636) auf erworbene immaterielle Vermögensgegenstände gebildet, welche seitdem über einen Zeitraum von 15 Jahren aufgelöst werden.

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände

TEUR Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts-/ Firmenwert geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungskosten
Anfangsbestand 01.01.2021 10.444 62.922 678 74.044
Zugänge 1.002 14.199 1.142 16.343
Abgänge 510 0 3 513
Umbuchungen 211 0 -211 0
Währungsveränderungen 0 -14 0 -14
Endbestand 31.12.2021 11.147 77.107 1.606 89.860
Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2021 6.721 34.829 0 41.550
Zugänge 1.228 3.538 0 4.765
Abgänge 492 0 0 492
Währungsveränderungen 0 0 0 0
Endbestand 31.12.2021 7.457 38.367 0 45.824
Bilanzwert 31.12.2021 3.690 38.740 1.606 44.036
Bilanzwert 31.12.2020 3.723 28.093 678 32.494

Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises resultiert im Berichtsjahr ein Zugang von TEUR 11.968.

Sachanlagen

TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten
Anfangsbestand 01.01.2021 10.106 4.222 15.081 8 29.416
Zugänge 1.607 57 1.033 0 2.697
Abgänge 327 24 865 0 1.216
Umbuchungen 0 -4 12 -8 0
Konzernkreisveränderungen 0 9 141 0 150
Währungsveränderungen 4 60 32 0 96
Endbestand 31.12.2021 11.390 4.320 15.434 0 31.144
Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2021 8.352 4.063 11.500 0 23.915
Zugänge 84 67 1.181 0 1.332
Abgänge 315 24 672 0 1.011
Währungsveränderungen 0 0 0 0 0
Endbestand 31.12.2021 8.121 4.106 12.009 0 24.236
Bilanzwert 31.12.2021 3.269 213 3.425 0 6.908
Bilanzwert 31.12.2020 1.754 159 3.580 8 5.501

Finanzanlagen

TEUR Beteiligungen an sonstigen Unternehmen Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen Gesamt
Anschaffungskosten
Anfangsbestand 01.01.2021 12 31 149 192
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 18 18
Umbuchungen 0 0 0 0
Konzernkreisveränderungen 0 0 0 0
Währungsveränderungen 0 12 3 15
Endbestand 31.12.2021 12 43 134 189
Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2021 0 0 17 17
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Währungsveränderungen 0 0 0 0
Endbestand 31.12.2021 0 0 17 17
Bilanzwert 31.12.2021 11 43 118 172
Bilanzwert 31.12.2020 11 31 133 175

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 114) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Gesamtsteuersatz von 29,2 % zugrunde gelegt.

Die ausgewiesenen latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 18 (aktive) und TEUR 254 (passive).

Eigenkapital

Bezüglich der Veränderungen verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel. Der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehende Betrag entspricht aufgrund gesellschaftsrechtlicher Bestimmungen dem durch den Vorstand unterbreiteten Gewinnverwendungsvorschlag in Höhe von EUR 0,00.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 2.841.670,00, welches in 2.841.670 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennwert eingeteilt ist.

Anteile anderer Gesellschafter

Hierbei handelt es sich um Anteile an sechs in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.

Genussrechte

Die Biesterfeld AG hat per 1. Juli 2015 insgesamt 400 auf den Namen lautende Genussrechte im Gesamtnennbetrag von EUR 20.000.000,00 emittiert. Der Nennbetrag des einzelnen Genussrechts beträgt EUR 50.000. Es handelt sich um nicht verbriefte Genussrechte, die nicht an einem etwaigen Liquidationserlös teilhaben.

Die Genussrechte gewähren einen jährlichen Gewinnausschüttungsanspruch und einen Rückzahlungsanspruch bei Fälligkeit der Genussrechte. Sie sind vom Einzahlungstermin an ausschüttungsberechtigt; die ordentliche Laufzeit endet am 30. Juni 2022. Die Genussrechte nehmen an einem Verlust des Biesterfeld-Konzerns teil. Sie gewähren Gläubigerrechte, jedoch keine Teilnahme, Mitwirkungs- und Stimmrechte in der Hauptversammlung. Im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der Gesellschaft werden die Ansprüche der Inhaber der Genussrechte vorrangig vor den Gesellschaftern, jedoch nachrangig nach allen anderen Gläubigern der Gesellschaft bedient.

Als Gewinnausschüttungsanspruch ist für jedes volle Jahr ein fester Prozentsatz des ursprünglichen, d.h. des nicht um eine Verlustteilnahme geminderten Nennbetrags des Genussrechts vereinbart. Ist das Konzernergebnis vor Genüssen negativ, so entfällt der Gewinnausschüttungsanspruch für das betreffende Jahr. Es ist jedoch in den folgenden Jahren nachzuzahlen, wenn und soweit in diesen Geschäftsjahren das Konzernergebnis vor Genüssen und nach Bedienung etwaiger Wiederauffüllungsansprüche den Betrag des unverminderten Gewinnausschüttungsanspruchs übersteigt und das Eigenkapital der Gesellschaft infolge der Ausschüttung den Nennwert des Grundkapitals nicht unterschreiten würde. Der Nachzahlungsanspruch wird ebenfalls verzinst.

Die ursprünglich zum 30. Juni 2022 fälligen Genussrechte wurden im Geschäftsjahr vorzeitig in Höhe von 8,35 Mio. EUR unter gleichen Bedingungen mit einem Teil der bisherigen Investoren prolongiert und die ordentliche Laufzeit endet nunmehr am 30. Juni 2029.

Die laufende Vergütung dieses Genussrechts und ein vorheriges Genussrechts wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst und beträgt im Geschäftsjahr 2021 EUR 1,5 Mio.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Die Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Nach den BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wird eine Verrechnung vorgenommen. Der Zeitwert der Vermögensgegenstände beträgt TEUR 83. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 2.642 (Vorjahr TEUR 2.639). Die Bewertung erfolgt nach allgemein anerkannten Bewertungsverfahren.

In TEUR Verpflichtungs-Sollwert Deckungsvermögen Verbrauch
Stand am 01.01.2021 17.452 -3.193 -6.462
1) Aufwendung aus Altersversorgung 0 0 0
2) Zinsaufwand 0 0 0
3) Zinsaufwand Änderung aus der Abzinsung 0 0 0
4) Wertänderung Deckungsvermögen/Zinsertrag 0 11 0
5) Zuführung/Entnahme Deckungsvermögen 0 1.494 0
6) Zahlung von Versorgungsleistungen 0 0 -1.292
7) Verstorbene 0 0 0
Stand am 31.12.2021 17.452 -1.688 -7.754
In TEUR Auflösung Zuführung Netto-Bilanzausweis
Stand am 01.01.2021 -992 5.516 12.321
1) Aufwendung aus Altersversorgung -37 1.102 1.065
2) Zinsaufwand 0 311 311
3) Zinsaufwand Änderung aus der Abzinsung 0 481 481
4) Wertänderung Deckungsvermögen/Zinsertrag -2 0 9
5) Zuführung/Entnahme Deckungsvermögen 0 0 1.494
6) Zahlung von Versorgungsleistungen 0 0 -1.292
7) Verstorbene -253 0 -253
Stand am 31.12.2021 -1.284 7.410 14.136

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 611. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Andere Rückstellungen

TEUR 31.12.2021 Vorjahr
Steuerrückstellungen 7.128 3.115
Sonstige Rückstellungen 18.251 11.682
25.379 14.796

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

31.12.2021 davon Restlaufzeit
TEUR Gesamt bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren mehr als 5 Jahre
Anleihen 11.650 11.650 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 200.773 50.576 58.098 92.100
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.229 2.229 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.658 126.658 0 0
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel 3.174 3.174 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 40.023 39.986 26 11
davon aus Steuern 13.871 13.871 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 810 810 0 0
384.507 234.272 58.124 92.111
Vorjahr davon Restlaufzeit
TEUR Gesamt bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren mehr als 5 Jahre
Anleihen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 99.505 25.585 60.120 13.800
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.672 1.672 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.613 83.613 0 0
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 23.995 23.841 127 27
davon aus Steuern 8.950 8.950 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 638 638 0 0
208.785 134.711 60.247 13.827

6. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Segment Aufteilung Umsatz des Konzerns
in TEUR Berichtsjahr Vorjahr
Kunststoffe 835.818 60,9% 607.760 58,8%
Spezialchemie 317.447 23,1% 261.882 25,3%
Kautschuk 65.797 4,8% 41.855 4,0%
Internationaler Handel 148.670 10,8% 122.680 11,9%
Sonstige 4.389 0,3% -486 0,0%
Konzernumsatz 1.372.121 100,0% 1.033.691 100,0%
Geographische Aufteilung Umsatz des Konzerns
in TEUR 2021 Vorjahr
Inland 344.300 25,1% 266.571 25,8%
Europäisches Ausland 891.024 64,9% 665.092 64,3%
Sonstiges Ausland 136.797 10,0% 102.028 9,9%
Konzernumsatz 1.372.121 100,0% 1.033.691 100,0%

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen Kursgewinne im Sinne von § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von TEUR 16.354 (Vorjahr TEUR 17.273).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Kursverluste im Sinne von § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von TEUR 17.006 (Vorjahr TEUR 18.967).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 792 (Vorjahr TEUR 802) enthalten, die mit Zinserträgen aus der Verzinsung des Deckungsvermögens für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr TEUR 40) saldiert dargestellt werden.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind weiterhin Aufwendungen aus der Verzinsung von Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 5) enthalten.

7. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet-, Pacht- und Leasingverträge in TEUR 2021 Vorjahr
Summe Ausgaben im Folgejahr 3.884 4.182
Summe Ausgaben im 2.-5. Jahr 7.694 9.798
11.578 13.980

Haftungsverhältnisse

Der seit Mai 2008 laufende Rahmenvertrag über eine Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktion wurde im Jahre 2020 um die Tochtergesellschaft Biesterfeld Iberica S.L.U. erweitert, die Biesterfeld U.S. Inc. ist aus der Transaktion ausgeschieden. Weiterhin verkaufen noch die Tochtergesellschaften Biesterfeld International GmbH, Biesterfeld Plastic GmbH, Biesterfeld Spezialchemie GmbH, Biesterfeld Performance Rubber GmbH, Biesterfeld Interowa GmbH & Co. KG, Biesterfeld Spezialchemie Austria GmbH & Co. KG, Biesterfeld Iberica S.L.U. und Biesterfeld France S.à.r.l., auf Basis des seit Mai 2008 laufenden Rahmenvertrages über eine Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktion, im Rahmen der konzernweiten Finanzierung Forderungen aus Lieferung und Leistung an die Biesterfeld AG, die diese ihrerseits an eine Ankaufsgesellschaft veräußert. Durch Verbriefung dieser Forderungen werden günstige Refinanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt genutzt.

Im Rahmen der ABS-Transaktion besteht eine potentielle Nachschusspflicht von maximal 2% der verkauften Forderungen.

Nach unserer Einschätzung bestehen aufgrund der derzeit allgemeinen wirtschaftlichen Lage keine Anhaltspunkte für Risiken, dass wir aus den oben genannten Haftungsverhältnissen und Verpflichtungen in Anspruch genommen werden.

Finanzinstrumente

Zur Sicherung von Währungspositionen aus dem operativen Geschäft werden Instrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt nach anerkannten Bewertungsmodellen.

Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen im Bereich von bis zu 12 Monaten Restlaufzeit.

Zum Bilanzstichtag bestanden die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Devisentermingeschäfte, die mit den bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten zur Eliminierung von Wechselkursrisiken zu Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden, da sich zukünftige positive und negative Zahlungsströme bis Dezember 2022 ausgleichen werden.

Transaktionswährung (TW) Anzahl Volumen in Mio. TW Marktwert
TEUR
USD 13 35,50 -1.506
PLN 2 11,00 22
PLN 1 4,00 -54

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte bestanden zum Bilanzstichtag die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Devisentermingeschäfte.

Transaktionswährung (TW) Anzahl Volumen in Mio. TW Marktwert
TEUR
USD 5 5,37 85,5
USD 26 2,1 -20,7
GBP 1 0,04 1,0

Diese Geschäfte wurden aufgrund ihres antizipativen Charakters bilanziell nicht berücksichtigt.

Des Weiteren bestanden die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Devisentermingeschäfte, deren beizulegende negative Werte durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen in der Bilanz abgebildet worden sind.

Transaktionswährung (TW) Anzahl Volumen in Mio. TW Marktwert
TEUR
USD 48 6,05 148,1
USD 21 1,56 -8,5
THB 8 46,63 1,7
THB 10 22,92 -3,2
GBP 38 2,97 -53,8

Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst liquide Mittel und Bankguthaben (TEUR 26.858) sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 50.248).

Auf Gesellschaften, die quotal in den Abschluss einbezogen werden, entfällt ein Anteil von TEUR 4.877 am Finanzmittelfonds.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter

2021 Vorjahr
Arbeitnehmer 834 789
Auszubildende 18 16
Mitarbeiter bei vollkonsolidierten Unternehmen 852 805
Mitarbeiter bei quotenkonsolidierten Unternehmen 95 93
Gesamt 947 898

Offenlegung der Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen

Folgende Gesellschaften nehmen Befreiungen gem. § 264 Abs. 3 HGB oder § 264b HGB in Anspruch.

Der Konzernabschluss hat diesbezüglich befreiende Wirkung für:

Biesterfeld Plastic GmbH, Hamburg

Biesterfeld Spezialchemie GmbH, Hamburg

Biesterfeld International GmbH, Hamburg

Biesterfeld Performance Rubber GmbH, Hamburg

Biesterfeld Internationale Beteiligungen GmbH, Hamburg

BIT-SERV GmbH, Hamburg

Biesterfeld ChemLogS GmbH, Hamburg

Alfredo F.B. Kladt GmbH, Hamburg

Chemische Produkten GmbH, Hamburg

CHEMPRO Chemikalien-Exportgesellschaft m.b.H, Hamburg

Konzernabschluss

Die Biesterfeld AG, Hamburg, stellt für den kleinsten Teil der Unternehmensgruppe einen Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss der Biesterfeld AG wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Für den größten Teil der Unternehmensgruppe stellt die Biesterfeld Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Hamburg, einen Konzernabschluss auf.

Nachtragsbericht

Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 wird negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Biesterfeld Konzerns haben. Zu Einzelheiten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand der Biesterfeld AG schlägt der ordentlichen Hauptversammlung vor, keine Dividende auszuschütten und den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Gesamtvergütung Abschlussprüfer 2021

TEUR
Abschlussprüfung 266
Sonstige Leistungen 0
Gesamt 266

Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand der Biesterfeld AG

Vorstand

Mitglieder des Vorstandes sind die Herren:

Thomas Arnold, (Diplom-Betriebswirt), Jesteburg (Vorsitzender)

Carsten Harms, (Kaufmann), Hamburg

Kai Froböse (Diplom-Betriebswirt), Seevetal

Peter Wilkes (Diplom-Volkswirt), Hamburg (seit 1. Januar 2022)

Von einer Angabe der Vorstandsbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Darlehen und Haftungsverhältnisse zugunsten des Vorstands bestehen nicht.

Für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin der Gesellschaft wurden Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von EUR 4.207.777,00 gebildet. Pensionszahlungen an ehemalige Organmitglieder wurden im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 371.657,64 geleistet.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

Dirk J. Biesterfeld, Hamburg Kaufmann (Vorsitzender)
Carola Weger, Hamburg Diplom-Kauffrau (Stellvertretende Vorsitzende)
Thomas Borst, Niederstetten Diplom-Kaufmann
Dr. Matthias Kreysel, Meilen Diplom-Chemiker (ab 18.01.2022)
Dr. Jens J. Kruse, Braak Diplom-Kaufmann
Christoph Möltgen, Mühlheim a.d. Ruhr Diplom-Volkswirt (ab 18.01.2022)
Christoph Schopp, Hannover Diplom-Kaufmann (bis 23.10.2021)
Jürgen von Wendorff, Hannover Diplom-Ingenieur (bis 23.10.2021)

Der Aufsichtsrat erhielt in 2021 eine Vergütung von EUR 240.000,00.

Es bestehen keine Darlehen und Haftungsverhältnisse gegenüber dem Aufsichtsrat.

 

Hamburg, den 24. März 2022

Biesterfeld AG

Thomas Arnold, Vorstandsvorsitzender

Carsten Harms, Vorstand

Kai Froböse, Vorstand

Peter Wilkes, Vorstand

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

in TEUR 2021 2020
Konzern-Jahresüberschuss 59.674 27.559
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.097 4.901
+ Zunahme der Rückstellungen 7.592 613
- sonstige zahlungsunwirksame Erträge -4.318 -3.816
-/+ Zu-/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -234.281 47.518
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. 36.378 -10.671
+ Zinsaufwendungen / Zinserträge 4.032 4.480
+ Ertragsteueraufwand 23.633 10.596
- Ertragsteuerzahlung -17.422 -7.582
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -118.615 73.598
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens (inkl. Währungsdifferenz) 21 307
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6.580 -2.087
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (inkl. Währungsdifferenz) 120 28
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.626 -1.133
- Auszahlung für Zugänge aus dem Konsolidierungskreis -17.793 0
+ Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 18 4
+ erhaltene Zinsen 862 598
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -25.978 -2.283
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 100.000 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -23.700 -6.401
- gezahlte Zinsen -4.050 -4.201
- gezahlte Dividenen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -16.475 -13.233
- gezahlte Dividenen an andere Gesellschafter -8.069 -1.711
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 47.706 -25.546
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -96.887 45.769
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 73.498 27.729
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -23.389 73.498

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital Stammaktien Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklagen Andere Rücklagen
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2019 2.841.670,00 6.259.253,00 284.167,00 14.431.834,49
Gezahlte Dividende / Ausschüttung
Einstellung in Gewinnrücklagen
Abschreibung Geschäfts- und Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung -758.162,05
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen 1.895.366,06
sonstige Veränderungen
Konzern - Jahresüberschuss
Stand am 31.12.2020 2.841.670,00 6.259.253,00 284.167,00 15.569.038,50
Gezahlte Dividende / Ausschüttung
Einstellung in Gewinnrücklagen Abschreibung Geschäfts- und Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung -525.007,72
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen 14.336.734,32
sonstige Veränderungen 7.500,00
Konzern - Jahresüberschuss
Stand am 31.12.2021 2.841.670,00 6.259.253,00 284.167,00 29.388.265,10
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen
Konzernbilanzgewinn Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Genussrechtskapital Summe
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2019 101.588.306,15 7.500,00 -3.249.667,93 20.000.000,00 142.163.062,71
Gezahlte Dividende / Ausschüttung -13.233.468,95 -13.233.468,95
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
Abschreibung Geschäfts- und Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung -758.162,05
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen -2.591.531,45 -696.165,39
sonstige Veränderungen -4.315.625,67 -4.315.625,67
Konzern - Jahresüberschuss 25.847.915,85 25.847.915,85
Stand am 31.12.2020 111.611.221,60 7.500,00 -7.565.293,60 20.000.000,00 149.007.556,50
Gezahlte Dividende / Ausschüttung -23.074.360,40 -23.074.360,40
0,00
Einstellung in Gewinnrücklagen Abschreibung Geschäfts- und Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung -525.007,72
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen -14.471.562,31 -134.827,99
sonstige Veränderungen -7.500,00 -4.305.988,83 -11.650.000,00 -15.955.988,83
Konzern - Jahresüberschuss 57.488.345,76 57.488.345,76
Stand am 31.12.2021 131.553.644,65 0,00 -11.871.282,43 8.350.000,00 166.805.717,32
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Währungsumrechung und Jahresergebnis Auf Nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf Nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2019 2.757.383,14 -93.727,74 1.358.488,86 4.022.147,26 146.185.209,97
Gezahlte Dividende / Ausschüttung -1.370.708,54 -1.370.708,54 -14.604.177,49
Einstellung in Gewinnrücklagen 1.358.488,86 -1.358.488,86 0,00
Abschreibung Geschäfts- und Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung -758.162,05
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen -171.527,45 -171.527,45 -867.692,84
sonstige Veränderungen -4.315.625,67
Konzern - Jahresüberschuss 1.711.135,79 1.711.135,79 27.559.051,64
Stand am 31.12.2020 2.745.163,46 -265.255,19 1.711.135,79 4.191.047,06 153.198.603,56
Gezahlte Dividende / Ausschüttung -1.470.284,65 -1.470.284,65 -24.544.645,05
0,00 0,00
Einstellung in Gewinnrücklagen Abschreibung Geschäfts- und Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 1.711.135,79 -1.711.135,79 0,00 -525.007,72
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen 137.306,78 137.306,78 2.478,79
sonstige Veränderungen 2.921.694,02 2.921.694,02 -13.034.294,81
Konzern - Jahresüberschuss 2.185.302,80 2.185.302,80 59.673.648,56
Stand am 31.12.2021 5.907.708,62 -127.948,41 2.185.302,80 7.965.066,01 174.770.783,33

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Biesterfeld AG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Biesterfeld AG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Biesterfeld AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 24. März 2022

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wehke, Wirtschaftsprüfer

Schöne, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der Biesterfeld AG

Bericht von Aufsichtsrat und Vorstand

Die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Biesterfeld AG im Geschäftsjahr 2021 hat sich dahingehend geändert, dass die Herren Christoph Schopp und Jürgen von Wendorff ihr Aufsichtsratsmandat, bedingt durch den Rückkauf der Aktien der Hannover Finanz, abgegeben haben. Herr Dirk J. Biesterfeld fungiert weiterhin als Aufsichtsratsvorsitzender, die Rolle der Stellvertretung wird von Frau Carola Weger wahrgenommen.

Im Vorstand der Biesterfeld AG gab es im Geschäftsjahr 2021 keine personelle Veränderungen.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben die Tätigkeiten des Vorstands überwacht und ihn regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens beraten. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir unmittelbar und rechtzeitig eingebunden. Der Vorstand informierte uns regelmäßig, sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Rentabilität, die strategische Weiterentwicklung sowie über die aktuelle Lage der Biesterfeld Gruppe. Auch über die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements, die Unternehmensplanung und Abweichungen vom geplanten Geschäftsverlauf war der Aufsichtsrat stets unterrichtet.

Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung sowie die strategische Ausrichtung der Biesterfeld Gruppe wurden vom Vorstand aufgezeigt, mit uns diskutiert und abgestimmt. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge erörterten wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich.

Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands in den insgesamt vier Gremiensitzungen im Geschäftsjahr 2021 haben wir nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.

Schwerpunkt der Beratungen

In der ersten Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres am 18. Februar 2021 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eine erste Hochrechnung zum Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 vor. Hierbei wurde Bezug auf die aktuelle Situation in der Biesterfeld Gruppe und deren einzelne Herausforderungen und die Etablierung weitestgehend einheitlicher und zentral verwalteter Geschäftsprozesse genommen und eine standardisierte Prozessdokumentation im Biesterfeld Konzern vorgestellt. Weiter erteilte der Vorstand dem Aufsichtsrat ein Update zu der Akquisition GME und informierte über eine Anfrage für eine Investitionsunterstützung der Produktionsfirma Avesta aus Indien.

Im Fokus der Aufsichtsratssitzung am 22. April 2021 stand die Feststellung des Jahresabschlusses 2020 der Biesterfeld AG, die Billigung des Konzernjahresabschlusses 2020 sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung, dem der Aufsichtsrat zustimmte. Darüber hinaus legten die Wirtschaftsprüfer der Rödl & Partner GmbH dem Aufsichtsrat die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses dar. Der Aufsichtsrat beschloss einstimmig, der Hauptversammlung die Vorschläge des Vorstands zur Gewinnverwendung und zur Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 zu unterbreiten. Der Vorstand stellte anschließend das Ergebnis des ersten Quartals 2021 vor und erläuterte den Finanzbericht per 31. März 2021 sowie die Kapitalstruktur innerhalb des Konzerns. Des Weiteren informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die positive Rückkaufabwicklung in Bezug auf Milar.

Die Aufsichtsratssitzung am 17. Juni 2021 wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden abgesagt. Über das Ergebnis per Juni 2021 wurde der Aufsichtsrat schriftlich informiert.

In der dritten Sitzung des Jahres am 23. September 2021 diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat über das Ergebnis für die Biesterfeld Gruppe und die operativen Geschäftsbereiche per Ende August 2021 sowie über die Hochrechnung des zu erwartenden Konzernergebnisses 2021. Anschließend informierte der Finanzvorstand über das neue Schuldscheindarlehen 2022. Die Genehmigung wurde bereits vom Aufsichtsrat per Umlaufbeschluss im Juli 2021 zur Emission eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 50 MEUR mit nachfrageinduzierter Erhöhungsoption auf 80 MEUR, genehmigt. Über die Rückabwicklung der Aktien der Hannover Finanz an die Biesterfeld AG wurde informiert. Des Weiteren wurde ein Update zu dem Akquisitionstarget GME in Südostasien vorgestellt und die weiteren Verhandlungsschritte aufgezeigt.

Die letzte Aufsichtsratssitzung des Jahres am 25. November 2021 legte ihren thematischen Schwerpunkt auf die detaillierte Erörterung der Planung für die Geschäftsjahre 2022-2026. Es wurde die rollierende Fünf-Jahres-Planung sowohl für die Unternehmensgruppe als auch die der Geschäftsbereiche vorgestellt und diskutiert. Der Aufsichtsrat verabschiedete einstimmig die Mittelfristplanung für die Jahre 2022-2026. Des Weiteren wurde eine aktuelle Hochrechnung für das zu erwartende Jahresergebnis vorgestellt. Ebenfalls wurde die Prolongation der Genussrechte bis 2029 vorgestellt.

Prüfung des Jahresabschlusses der Biesterfeld AG und des Konzernabschlusses

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der Biesterfeld AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sowie die dazugehörigen Lageberichte sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, geprüft worden. Die Abschlussprüfer erteilten einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahresabschluss der Biesterfeld AG sowie für den Konzernabschluss am 18. bzw. 24. März 2021.

Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit den Prüfungsberichten der Abschlussprüfer wurden dem Aufsichtsrat unmittelbar nach Fertigstellung zur Verfügung gestellt. Alle vorgelegten Abschlüsse und Berichte wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung der Abschlussprüfer zu.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Aufsichtsratssitzung am 22. April 2021 teil, bei der der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2021 der Gesellschaft und der Konzernabschluss 2021 diskutiert wurden. Die Prüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Der Jahresabschluss 2021 der Gesellschaft und der Konzernabschluss 2021 wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss der Biesterfeld AG ist damit festgestellt.

 

Hamburg, den 28. April 2022

Der Aufsichtsrat

Dirk Biesterfeld, Vorsitzender

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