WPE Waste Plastics Experts GmbH

An der Autobahn 29, 49733 Haren (Ems), DEU

Master Data

Registry
Register court Osnabrück HRB 214957
Previous
Wilken Plastics Energy GmbH
Registered
7/23/2020
Industry
Processing and finishing of plastic productsManufacture of plastic packing goodsManufacture of plastic plates, sheets, tubes and profiles
Purpose
das Waschen von Kunststoffabfällen, Herstellung von Mahlgütern und Agglomeraten aus diesen gewaschenen Kunststoffabfällen

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Tatjana Franke
since 6/20/2025
Managing Director
Jörg Wolfram Drägert
since 3/19/2024
Procura
Dirk Dr. Textor
since 1/17/2024
Managing Director

Beneficial Owners

Beneficial owner data is only accessible to registered users.

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Freiburg i. Br.
€1,550,000
75.61%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

WPE Waste Plastics Experts GmbH (vormals: Wilken Plastics Energy GmbH)

Haren (Ems)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 2022/23

Waste Plastics Experts GmbH, An der Autobahn 29, 49733 Haren-Wesuwe

Inhaltsverzeichnis

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3. Geschäftsverlauf der WPE Waste Plastics Experts GmbH in 2022/23

II. Darstellung der Lage

1. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

3. Gesamtaussage 2022/23

III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die WPE ist spezialisiert auf die Produktion von Kunststoff-Rezyklaten, die als nachhaltige Alternative zu den neu hergestellten Kunststoffen dienen. Unsere Hauptprodukte sind Mahlgüter und Agglomerate, die weitestgehend aus PP- und HDPE-Verpackungsabfällen gewonnen und von verschiedenen Lieferanten, europaweit, bezogen werden. Unsere Produkte werden vorrangig in der kunststoffverarbeitenden Industrie eingesetzt.

Die WPE Waste Plastics Experts GmbH (WPE) hat ihren Sitz in Haren (Ems) und wurde 2009 am Standort "Hasenstraße 9" gegründet. Seit 2012 hat die WPE auf dem eigenen Grundbesitz nun Ihren Standort "An der Autobahn 29". Dieser Standort wurde 2020/2021 erweitert und ist heute auf ca. 30.000 qm 3 angewachsen. Derzeit sind bei der WPE ca. 50 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Kunststoffrecyclingmarkt ist schon immer starker Veränderung unterlegen. Von daher erfordert eine erfolgreiche sowie langfristige Teilnahme an diesem Markt stetige Aufmerksamkeit und Anpassungsfähigkeit auf sich ständig verändernde Marktbedingungen.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der weltweite Wirtschaftsverlauf im Berichtszeitraum wurde erheblich von zwei Hauptfaktoren beeinflusst: Dem anhaltenden Krieg in der Ukraine und den Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie. Diese Faktoren führten zu einer Vielzahl von Herausforderungen, darunter steigende Rohstoff- und Energiepreise aufgrund des Krieges, zunehmende Inflationsraten sowie Unterbrechungen globaler Lieferketten und coronabedingte Lockdowns in asiatischen Ländern. Diese Entwicklungen hatten einen spürbar negativen Einfluss auf das weltweite Wirtschaftswachstum.

Zusätzlich führten Engpässe auf den Arbeitsmärkten aufgrund des Kaufkraftverlusts dazu, dass Lohn- und Gehaltsstrukturen unter Druck gerieten. Die anhaltenden Lieferkettenprobleme blieben im Jahr 2022 ein wesentlicher Hemmschuh für die globale Wirtschaft, obwohl sich die Situation gegen Ende des Jahres leicht verbesserte.

In diesem Zeitraum wurden weltweit sehr hohe Inflationsraten verzeichnet, wie beispielsweise eine jährliche Inflationsrate von 8,1 Prozent in der Eurozone und sogar 8,6 Prozent in den USA im Mai. Als Reaktion darauf erhöhten die Zentralbanken die Zinsen, was wiederum das Wirtschaftswachstum weiter reduzierte.

Die Weltbank revidierte ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft drastisch nach unten und warnte vor mehreren Jahren mit hoher Inflation und geringem Wirtschaftswachstum. Ihre neue Prognose geht davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 nur noch 2,9 Prozent beträgt, im Vergleich zu 5,7 Prozent im Vorjahr. Im Januar hatte die Weltbank noch ein Wachstum von 4,1 Prozent prognostiziert. Die Inflationsrate wird weltweit auf rund 7,0 Prozent für das Jahr 2022 geschätzt.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt gegenüber dem Vorjahreswert um 1,9 % gestiegen.

Die Gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war in 2022 unter anderem durch die Folgen des Ukraine Kriegs wie beispielsweise den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Zudem haben die Materialengpässe, die Lieferengpässe, die steigenden Preise für Nahrungsmittel, der Frachtkräftemangel und die noch andauernde Corona Pandemie den Jahresverlauf beeinflusst.

Bei diesen schwierigen Bedingungen konnte in 2022 allerdings erstmals wieder das Bruttoinlandsprodukt von vor der Corona Pandemie des Kalenderjahres 2019 um 0,7 % übertroffen werden.

Nach den starken Wachstumsjahren 2020 und 2021 hat sich die Entwicklung im Kunststoffrecycling im Jahr 2022/23 im Vergleich zu den Vorjahren verlangsamt. Die Kunststoffrecyclingunternehmen bewegen sich in einem Markt mit steigenden Kosten auf der Beschaffungsseite und auf dem Absatzmarkt mit der Herausforderung, dass die Absatzpreise für Rezyklate drastisch eingebrochen sind. Die Preise für Neuware richten sich nach Angebot und Nachfrage der kunststoffverarbeitenden Industrie sowie nach Kosten für Energie und Rohstoffe. Diese fehlende Nachfrage führte so zu einem Verfall der Neuwarenpreise, wodurch dann auch der Preis für das Rezyklat gefallen ist. 3. Geschäftsverlauf der WPE Waste Plastics Experts GmbH in 2022/23 Der Geschäftsverlauf der WPE im Jahr 2022/23 war geprägt von hohen Inflationsraten und der eingeschränkten Produktverfügbarkeit. Dies war zum Teil auf Covid-19-bedingte Kapazitätsbegrenzungen von Produzenten und ganzen Lieferländern wie China aber auch auf die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine zurückzuführen. Aufgrund dieser Herausforderungen und des damit verbundenen Nachfragerückgangs verzeichnete die WPE einen Rückgang des Rohergebnisses.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte im Jahr 2022 erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf. Die indirekten Folgen betrafen den gesamten Recyclingmarkt in Deutschland und Europa. Dazu gehört der Anstieg der Energiepreise, die Diskussion über die Energiesicherheit in Europa, Beeinträchtigungen beim Warentransport und eine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik. Im Rahmen der Inbetriebnahme einer neuen Produktionshalle wurde eine weitere Produktionslinie erstellt, die nicht wirtschaftlich betrieben werden konnte. Zusammen mit den bereits beschriebenen Entwicklungen führte dies zu wirtschaftlichen Herausforderungen. Nach Wechsel der Geschäftsführung wurde die neue Produktionslinie optimiert, um die Wirtschaftlichkeit zu ermöglichen.

Das Rohergebnis der WPE im Jahr 2022/2023 hat sich gegenüber zum Vorjahr um ca. 1,38 Mio. EUR auf 5,78 Mio. EUR verschlechtert. Dies resultiert im Wesentlichen aus den schnelllebigen Veränderungen im Ein- und Verkauf, denn durch den schnellen und drastischen Preisverfall des hergestellten Rezyklats, war es für die WPE schwierig, die Einkaufspreise für die Verpackungsabfälle entsprechend zu senken. Die produzierten Mengen an Mahlgütern und Agglomeraten ist nahezu identisch zum Vorjahr (ca. 23.000 t), trotz der Investition einer weiteren Produktionslinie.

Die WPE reagierte auf diese Herausforderungen, indem sie zum einen bei wichtigen Lieferanten gezielte Maßnahmen ergriff. Außerdem wurden die Preise deutlich häufiger und in größerem Umfang angepasst als in den Vorjahren. Die Preisanpassungen seitens der Lieferanten und Kunden führten an einigen Stellen zu einer extremen Arbeitsbelastung der Mitarbeiter, die durch Neueinstellungen ausgeglichen wurden. Die Personalkosten der WPE waren aber gegenüber dem Vorjahr fast identisch, da nicht alle freie Stellen besetzt wurden.

Des Weiteren strebt die WPE stets eine Optimierung der Lagerbestände an und arbeitet mit softwaregestützten Prozessen, um die Bestellmengen an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Somit konnte der Lagerbestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe deutlich gesenkt (ca. 52 %) werden, wobei der Bestand an Fertigerzeugnisse und Waren um ca. 18 % anstieg.

Das Unternehmen hat im Wirtschaftsjahr 2022/2023 das buchmäßige Anlagevermögen um ca. 5,2 Mio. EUR erhöht, wobei dieser Betrag hauptsächlich in die neue Produktionshalle und in einer weiteren Produktionslinie investiert wurde.

II. Darstellung der Lage

1. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Das Rohergebnis sank in Folge des Outputpreisverfalls und des markt- und kriegsbedingten Nachfragerückgangs im Geschäftsjahr um ca. 1,378 Mio. EUR auf TEUR 5.779 TEUR (2021/22: 7.157 TEUR). Die Rohergebnisquote stieg minimal von 38,68 % auf 39,02 % in Folge der Optimierung der Wareneinsätze und Lagerbestände.

Trotz erhöhter Einzelkosten ist der Personalaufwand fast gleich geblieben, da die Fluktuation nicht vollständig ausgeglichen wurde. Die Personalkostenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr von 11,74% auf 14,48%. Ursächlich hierfür ist die gesunkene Gesamtleistung.

Die Abschreibungen sind in Folge der getätigten Investitionen um 575 TEUR auf 1.217 TEUR gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1.728 TEUR auf 4.869 TEUR gestiegen. Ursache sind hierfür im Wesentlichen einerseits die gestiegenen Ausgaben für Energie sowie die Aufwendungen für drohende Schadensersatzansprüche Dritter.

Das Betriebsergebnis sank um 3.657 TEUR von 1.199 TEUR auf - 2.458 TEUR. Hauptursache ist der überproportional Rohergebnisrückgang und die vorgenannten Kostensteigerungen.

Das negative Finanzergebnis erhöhte sich von TEUR - 110 auf TEUR - 316 aufgrund gestiegener Zinsaufwendungen.

Nach einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 793 im Geschäftsjahr 2021/22 führten die oben beschriebenen Effekte zu einem Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von TEUR - 2.435.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist 2022/23 durch ein Bilanzvolumen von 17.416 TEUR (2021/22: 11.878 TEUR) gekennzeichnet. Der Anstieg der Vermögenslage wird durch verschiedene Faktoren getrieben.

Im Geschäftsjahr 2022/23 kam es im Wesentlichen zu Investitionen im Bereich der Gebäude für die Produktion und Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 6.552 TEUR. Hier wurden diverse Vermögensgegenstände angeschafft und im Vorjahr begonnene bauliche Neubauten durchgeführt bzw. finalisiert.

Die Vorräte inklusive geleisteter Anzahlungen i.H.v. 433 TEUR (2021/22: 899 TEUR) sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, da die Lagerbestände für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe abgebaut wurden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Ende des Geschäftsjahres 2.092 TEUR (2021: 1.226 TEUR). Dabei sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtags- und auftragsbedingt von 1.121 TEUR auf 821 TEUR gesunken.

Vom Bilanzvolumen entfallen 4.314 TEUR auf das Eigenkapital. Dies entspricht 24,9 % (2021/22: 3.879 TEUR / 32,7 %). Trotz des eigenkapitalmindernden Verlustes erhöhte sich das Eigenkapital in Folge des Abschlusses zweier atypisch stiller Beteiligungsverträge mit den Gesellschaftern zum 30. Juni 2023 in Höhe von TEUR 2.870. Da die Vertragsbedingungen die handelsrechtlichen Eigenkapitalkriterien bezüglich Laufzeit, Verlustteilnahme, Rangrücktritt im Insolvenzfalle und Vergütung erfüllt, sind sie wie Eigenkapital bilanziell zu behandeln.

Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 30,5 % auf Grund eines qualifizierten Rangrücktritts eines nahestehenden Unternehmens in Höhe von 1.000 TEUR.

Die Rückstellungen sind im Vorjahresvergleich um 315 TEUR auf 1.112 TEUR gestiegen (2021/22: 797 TEUR) und enthalten neben den Gewerbesteuerrückstellungen Rückstellungen für drohende Verluste, Personalkosten, Gewährleistungen, Abschluss- und Aufbewahrungskosten. Die Erhöhung basiert im Wesentlichen auf einer Drohverlustrückstellung in Folge wahrscheinlicher Schadensersatzklagen gegen die Gesellschaft aus rechtskräftig geschlossenen, aber nicht abgenommenen Lieferungen von Sachanlagegütern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 7.536 TEUR (2021/22: 4.371 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestanden im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Darlehensverbindlichkeiten zur Finanzierung des Anlagevermögens. Die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien stieg im Vergleich zum Vorjahr und diente ebenfalls zur Finanzierung des Vorratsvermögens und zur Finanzierung der Investitionen ins Anlagevermögen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von 2.075 TEUR auf 781 TEUR gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen stiegen auf Grund von Darlehensaufnahmen um TEUR 3.345,6 auf TEUR 3.366,0. Über einen Teilbetrag in Höhe von TEUR 1.000 besteht ein qualifizierter Rangrücktritt des Darlehensgebers.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 69 TEUR auf 306 TEUR gestiegen und beinhalten unter anderem Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 630 TEUR (Vorjahr: 2.706 TEUR). Trotz des negativen Jahresergebnisses konnten im Wesentlichen durch die Zunahme von Abschreibungen und Verbindlichkeiten ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt werden.

Im abgelaufenen Jahr investierte die WPE insbesondere in den Bereich Gebäude und Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 6.552 TEUR. Die Auszahlungen für das Anlagevermögen führten zu einem negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 6.405 TEUR (Vorjahr: - 5.112 TEUR).

Durch die atypisch stillen Einlagen der Gesellschafter sowie erhöhten Darlehensaufnahmen aus dem Unternehmensverbund erhöhte sich trotz gestiegener Zinszahlungen aus der Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Vorjahresvergleich von 1.766 TEUR auf 5.720 TEUR.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung greift zur Unternehmenssteuerung auf unterschiedliche Kennziffern und Kontrollgrößen zurück. Für die gesamtunternehmerische Entwicklung erfolgt eine monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung sowohl der buchhalterischen als auch der Produktions- und Verkaufskennzahlen.

So wird die GuV sowohl mit den Planzahlen als auch den Vorjahreswerten verglichen. Dies erfolgt für den einzelnen Monat als auch für die kumulierten Zahlen. Abweichungen werden analysiert und gegebenenfalls Konsequenzen daraus gezogen.

Die Produktionskennzahlen werden insbesondere in sehr detaillierten Analysen - mit Kennzahlen wie Menge, Umsatz, Roherlös, Ausbeute und Lagerbestand - dargestellt. Hier erfolgt sowohl eine kumulierte Betrachtung als auch eine monatliche Betrachtung mit Vergleich zum Vorjahr. Zusammenfassungen erfolgen auf unterschiedlichen Warengruppenebene, wie beispielweise PP Mahlgut, PE Mahlgut und PP Agglomeraten.

Die aktuelle Liquiditätssituation wird einerseits durch die Buchhaltung tagesaktuell im Blick behalten als auch über wöchentliche Reports an die Geschäftsleitung weitergegeben.

Eine Rentabilitätskontrolle erfolgt durch eine Analyse der monatlichen Produktionskennzahlen. Hier werden eingekauften Verpackungen auf ihren Deckungsbeitrag hin betrachtet und bei zu geringen Werten Konsequenzen (Veränderungen an Preis oder bis hin zur Reklamation/Rücklieferung) gezogen.

3. Gesamtaussage 2022/23

Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag stabil.

Der überproportionale Rückgang im gesamten Recyclingmarkt, ein schwieriges Marktumfeld aufgrund der anhaltenden Marktentwicklung und die andauernde Unsicherheit durch die Weltpolitik führte zu einem negativen Jahresergebnis.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Prognosebericht

Der Sachverständigenrat erwartet im Jahr 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,4% und im Jahr 2024 ein Wachstum von 0,7 % . Der Krieg in der Ukraine, die Unsicherheiten rund um das Rote Meer, das geringe Wachstum der chinesischen und deutschen Wirtschaft und die stetig wachsenden Mengen an Neukunststoffen führen voraussichtlich zu einer geringen Wachstumsperspektive für den Absatz von Rezyklaten.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 gehen wir demensprechend von einem um 20 % geringeren Umsatz als Planwert aus, der aktuell bis Ende Februar 2024 jedoch positiv übertroffen wurde. Durch Erweiterungen und wesentliche Optimierungen der bestehenden Anlagen, der Lagerbestände, der Einkaufs- und Vorratspolitik planen wir die Halbierung der Wareneinsatzquote, wodurch ein um mehr als 70 % verbessertes Rohergebnis erreicht werden soll, wobei dieser Planwert nach aktuellen Auswertungen bis Ende Februar 2024 ebenfalls positiv übertroffen worden ist..

Bei verbessertem Rohergebnis gehen wir bei steigenden Personalgesamtkosten, in Folge der Inflation höheren Energie- und Instandhaltungskosten sowie höheren Abschreibungen auch für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einem negativen Ergebnis vor und nach Steuern für 2023/2024 aus, da in Folge der negativen Ergebnisse keine Steuerlasten für 2023 und 2024 zu erwarten sind. Bei den Finanzierungskosten seitens der Kreditinstitute wird es aus heutiger Sicht keine wesentlichen Veränderungen geben.

Nach aktueller Auswertung haben wir bei den Personalkosten nach der Lohnerhöhung und dem neuen Mindestlohn eine leichte Erhöhung, werden aber wahrscheinlich fluktuationsbedingt im Jahr 2023 und 2024 jeweils unter den Vorjahren liegen. Die fortschreitende Digitalisierung macht die Neubesetzung nicht überall erforderlich. Die Energie- und Instandhaltungskosten sind aktuell noch höher als geplant, so dass sich bei höheren Abschreibungen auf Grund der Investitionen des Vorjahrs ein höherer Jahresfehlbetrag als geplant ergeben wird. Nach aktuellem Stand der Planung wird sich für das Geschäftsjahr 2024/2025 jedoch ein positives Ergebnis durch nochmals verbesserte Rohergebnisse auf Grund von Umsatzsteigerungen und nochmals verbesserten Materialeinsatzquoten ergeben, die allerdings die Personal-, Energie- und Instandhaltungskosten übertreffen werden .

Im Wirtschaftsjahr 2023/2024 wurde bisher die Liquidität unter anderem auch durch Darlehen eines nahestehenden Unternehmens gestärkt, um die Inanspruchnahmen der Kontokorrentlinien bei den Kreditinstituten zu mindern und die kurzfristige Verschuldung zu reduzieren. Die Reduzierung der kurzfristigen Verschuldung soll in Zukunft zum einen primär durch die neue strategische Ausrichtung und zum anderen durch vereinzelte Einlagen von Seiten des Gesellschafters bzw. durch mittel- bis langfristige Darlehen des nahestehenden Unternehmens strikt weiterverfolgt werden. Vor allem sollen und werden die Einlagen und Darlehen des Gesellschafters bzw. des nahestehenden Unternehmens mögliche künftige bestandsgefährdende Liquiditätsengpässe vermeiden, die durch die Verluste des Berichtsjahres und des aktuellen Geschäftsjahrs sowie durch die potentiellen Schadensersatzklagen gegen die Gesellschaft drohen. Darüber hinaus stellen sie die Einhaltung der Kapitalerhaltungsgarantie der Gesellschaft von mindestens 30% Eigenkapital gegenüber den Kreditinstituten sicher.

2. Chancen- und Risikobericht

Die WPE Waste Plastics Experts GmbH hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich Maßnahmen ergriffen, um ein effektives Risikomanagement zu etablieren. Dieses ermöglicht es, potenzielle Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Diese Risiken ergeben sich aus verschiedenen Quellen, darunter die allgemeine Wirtschaftsentwicklung, die trotz regelmäßiger Analyse volatil sein kann. Zudem gibt es Risiken, die wir direkt beeinflussen können, insbesondere operative Risiken, die wir frühzeitig identifizieren und gegen die wir gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen.

Die WPE befindet sich in einem starken Wettbewerb. Durch die nachlassende Nachfrage an Rezyklaten und dem damit einhergehenden Preisdruck wird die Situation im Markt nicht einfacher. Andererseits ist die WPE aber nach wie durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und Sicherstellung der produzierten Qualität in der Lage, diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

Die Rohstoffversorgung ist durch Verträge mit europäischen Lieferanten gesichert. Die langjährigen stabilen Geschäftskontakte zu mittelständisch geprägten Lieferanten stützt die Versorgung mit Kunststoffabfällen. Risiken hinsichtlich Lieferengpässen bei den Rohstoffen werden als gering bewertet.

Weltweit scheint die Nachfrage auch nach Kunststoffneuwaren nur gering anzusteigen. Hierdurch wird es auch für den Absatz von Rezyklaten schwierig bleiben. Organisatorisch hat die WPE bereits Vorkehrungen getroffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Diversifikation des Sortiments in verschiedene unabhängige Produktbereiche sowie die Spezialisierung reduziert das Risikoprofil. Die langjährige Erfahrung in den Märkten bildet eine solide Grundlage für die realistische Einschätzung von Chancen und Risiken.

Durch die Akquise neuer Kunden und die Eignung der qualitätsgesicherten Rezyklate der WPE, gerade auch für neue Produkte, entstehen neue Chancen auf der Absatzseite. Dafür sind umfangreiche Maßnahmen im Einkauf und Verkauf geplant.

Auch wenn durch den direkten Kundenkontakt und langjährige Beziehungen zu Lieferanten die WPE nachhaltig aufgestellt ist, sind überproportional gestiegene Kosten für Energie, Abfall und Abwasser, die Schwierigkeiten in der Personalbeschaffung und die wirtschaftliche Entwicklung der europäischen kunststoffverarbeitenden Industrie eine Belastung für das nächste Jahr.

Die WPE wird in neue bzw. in die Optimierung von bestehenden Anlagen investieren. Um Abfall- und Abwassermengen zu reduzieren, sollen verschiedene Kunststoffabfälle vor einer Wäsche einer neuen Reinigung unterzogen werden.

Fach- und Führungskräfte sind bei einer faktischen Vollbeschäftigung im Emsland wenig vorhanden. Deshalb besteht ein Risiko darin, dass freiwerdende Stellen nicht zeitnah mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen besetzt werden können. Durch intensive Personalgespräche und Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeitende wird das Risiko von Kündigungen durch Mitarbeitende reduziert.

Die Digitalisierung ist ein kontinuierlicher Prozess bei WPE. Schon vor einigen Jahren wurde vorausschauend eine moderne Warenwirtschaft sowie ein Dokumentmanagementsystem eingeführt. Dieser Weg wird konsequent weiterverfolgt, indem alle Arbeitsbereiche stetig optimiert werden.

Die globale Lage, insbesondere das Kriegsgeschehen in der Welt, wird weiterhin die Materialverfügbarkeit und Beschaffungswege beeinflussen. Daher plant die WPE, sich breiter aufzustellen, um das Risiko weiter zu streuen. Daher ist eine differenzierte Produktpolitik mit einem ausgewogenen Sortimentsmix von entscheidender Bedeutung für den Erfolg.

In Folge der operativen Verluste des Berichts- und des Prognosejahrs sowie in Folge einer drohenden Inanspruchnahme aus einer Schadensersatzklage externer Lieferanten gegen die Gesellschaft auf Grund nicht abgenommener rechtskräftig erfolgter Bestellungen von Sachanlagegütern bestehen grundsätzlich wesentliche entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken in Bezug auf die ausreichende Liquiditätsausstattung der Gesellschaft, jedoch ist dieses Risiko gebannt, da, wie im Prognosebericht bereits erwähnt, ein Gesellschafter bzw. ein verbundenes Unternehmen die benötigte Liquidität und im Rahmen einer Kapitalerhaltungsgarantie der Gesellschaft zur Verfügung stellen wird.

 

Haren im April 2024

WPE Waste Plastics Experts GmbH

Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.817.454,45 9.632.272,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.282,00 8.118,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.282,00 8.118,00
II. Sachanlagen 14.807.172,45 9.624.154,86
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.537.917,36 2.844.585,36
2. technische Anlagen und Maschinen 5.772.532,00 2.134.035,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 848.168,00 690.661,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.648.555,09 3.954.873,50
B. Umlaufvermögen 2.574.304,70 2.230.049,57
I. Vorräte 432.675,55 899.328,34
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 355.233,03 833.687,56
2. fertige Erzeugnisse und Waren 77.442,52 65.640,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.091.583,89 1.225.550,38
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 947.473,83 1.120.624,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 53.204,20 1.557,82
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.090.905,86 103.368,03
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 50.045,26 105.170,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.869,72 16.119,55
Summe Aktiva 17.415.628,87 11.878.441,98

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.443.889,64 3.878.907,61
I. gezeichnetes Kapital 2.050.000,00 2.050.000,00
II. Kapitalrücklage 97.373,05 97.373,05
III. Gewinnvortrag 1.731.534,56 938.984,94
IV. Jahresfehlbetrag 2.435.017,97 -792.549,62
B. Einlagen stiller Gesellschafter 2.870.000,00
C. Rückstellungen 1.112.412,03 796.893,96
1. Steuerrückstellungen 205.601,00 362.448,96
2. sonstige Rückstellungen 906.811,03 434.445,00
D. Verbindlichkeiten 11.989.327,20 7.202.640,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.536.133,80 4.370.526,77
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 794.117,65 500.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 778.747,32 2.074.725,35
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.574.671,81 20.448,22
5. sonstige Verbindlichkeiten 305.656,62 236.940,07
Summe Passiva 17.415.628,87 11.878.441,98

Angaben unter der Bilanz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WPE Waste Plastics Experts GmbH, Papenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WPE Waste Plastics Experts GmbH, Haren (Ems),- bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WPE Waste Plastics Experts GmbH, Haren (Ems), für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Papenburg, den 30. April 2024

PBG Nordwest GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kleine Steinkamp, Wirtschaftsprüfer

Pieper, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 14.322.854,57 18.474.681,78
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 20.801,74 30.225,45
3. andere aktivierte Eigenleistungen 476.400,00
4. sonstige betriebliche Erträge 933.936,73 169.813,69
5. Materialaufwand 9.974.920,87 11.517.731,91
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.297.213,79 8.467.991,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.677.707,08 3.049.739,99
6. Personalaufwand 2.145.118,38 2.172.739,07
a) Löhne und Gehälter 1.764.624,52 1.823.021,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 380.493,86 349.717,22
7. Abschreibungen 1.216.722,46 641.356,85
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.216.722,46 641.356,85
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.868.944,55 3.140.900,30
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14,17
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 316.144,85 110.094,07
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -339.091,27 296.874,98
12. Ergebnis nach Steuern -2.428.752,63 795.023,74
13. sonstige Steuern 6.265,34 2.474,12
Jahresfehlbetrag 2.435.017,97 -792.549,62

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

WPE WASTE PLASTICS EXPERTS GMBH, HAREN (EMS)

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die WPE Waste Plastics Experts GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB mit Sitz in Haren (Ems). Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück unter HRB 214957 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Sie hat ihre Bilanz nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Diese Annahme basiert auf der Tatsache, dass ein Gesellschafter bzw. ein nahestehendes Unternehmen durch eine Finanzierungszusage, unter anderem im Rahmen einer Kapitalerhaltungsgarantie der Gesellschaft, die Fortführung der Gesellschaft sichert.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Eine Folgebewertung erfolgt im Falle dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Bemessung der Nutzungsdauer stellt auf die betrieblichen Erfahrungen ab, die sich weitgehend mit den Angaben der steuerlichen Abschreibungstabellen decken. Sofern Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag voraussichtlich dauerhaft im Wert gemindert sind, wurde insoweit eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll als Aufwand erfasst worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Regelungen im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Des Weiteren wurde der Abgang im Zugangsjahr unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Einbeziehung notwendiger Anschaffungsnebenkosten. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von produktionsbedingten Gemeinkosten und allgemeinen Verwaltungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nominalwert bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten das Vorjahr betreffende Steuern.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES

Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Mit Vertrag vom 20. Juni 2023 wurde mit den Gesellschaftern eine atypisch stille Beteiligung vereinbart. Im Rahmen der atypisch stillen Beteiligung wurde eine Einlage in das Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.870 geleistet.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für nicht genommen Urlaub in Höhe von 117,5 T€ sowie drohende Verluste aus einem schwebenden Geschäft von 625 T€.

5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
30.06.2023 T-Euro Kleiner 1 J.
T-Euro
1 bis 5. J
T-Euro
Größer 5 J.
T-Euro
Gegenüber Kreditinstituten 7.536,1 1.801,1 4.623,6 1.111,4
aus Lieferungen und Leistungen 781,5 781,5
Gegenüber nahestehenden Unternehmen 3.366,0 886,0 2.480,0
Sonstige Verbindlichkeiten 305,7 305,7
Summe 11.989,3 3.774,3 7.103,6 1.111,4

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden, durch dingliche Sicherungsrechte, Verpfändung von Guthaben sowie darüber hinaus durch Abtretung von Forderungen und Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlage- und Vorratsvermögens besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind erhaltene Anzahlungen von 794,1 T€ enthalten. Zudem wurde von einem nahestehenden Unternehmen für Darlehen in Höhe von 1 Mio. € ein qualifizierter Rangrücktritt erklärt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 159,0 (Vorjahr: TEUR 15,6) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 16,0 (Vorjahr: TEUR 2,0).

IV. SONSTIGE ANGABEN

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung: Bernhard Wilken, Landwirt, Haren-Wesuwe, bis 17. Januar 2024

Dr. Dirk Textor, Ingenieur, Duisburg, seit dem 17. Januar 2024

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 40 Mitarbeiter beschäftigt, 4 Angestellte und 36 gewerbliche Arbeitnehmer.

Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag 01.07.2022 1.731.534,56
Jahresfehlbetrag -2.435.017,97
Bilanzverlust -703.483,41

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

- aus Mietverträgen TEUR 120 p.a.

Darüber hinaus bestehen Rückgewähransprüche in Höhe von 16.600 € aus Avalen.

V. NACHTRAGSBERICHT

Im Hinblick auf die Nachwirkungen der Corona Pandemie sowie den anhaltenden Ukraine-Krieg ist die Geschäftsentwicklung gerade durch Letzteres mittelbar betroffen. Der Ukraine-Krieg und die damit einhergehende Energiekrise führte zu einem Einbruch der Verkaufspreise und zum Anstieg der Energiekosten, was die aktuelle Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft in 2023/2024 negativ beeinflusst. Mittel- bis langfristig sind die Folgen des Ukraine-Kriegs für die Gesellschaft grundsätzlich nicht vollständig abschätzbar. Nach derzeitigen Stand sind jedoch mittel- bis langfristige Probleme nicht zu erkennen Herr Heinrich Hermann Kramer wurde mit Datum vom 7. August 2023 zum Geschäftsführer bestellt (Eintragung ins Handelsregister) und mit Datum vom 17. Januar 2024 (Eintragung ins Handelsregister) wieder abberufen.

Herr Bernhard Wilken ist seit 17. Januar 2024 (Eintragung ins Handelsregister) nicht mehr Geschäftsführer. Ihm wurde Gesamtprokura erteilt. Die Gesamtprokura ist am 9. Februar 2024 erloschen (Eintragung ins Handelsregister).

Herr Dr. Dirk Textor wurde als Geschäftsführer bestellt (Eintragung ins Handelsregister ebenfalls am 17. Januar 2024).

Herrn Jörg Wolfram Drägert wurde Gesamtprokura erteilt (Eintragung ins Handelsregister am 19. März 2024).

Die Gesellschaft wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 5. März 2024 in WPE Waste Plastics Experts GmbH umfirmiert und das Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt. Das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2024 bis 31. Dezember 2024 bildet ein Rumpfgeschäftsjahr (Eintragung ins Handelsregister am 19. März 2024). Der Gesellschaftsvertrag wurde entsprechend am 13. März 2024 geändert.

 

Haren (Ems), den 30. März 2024

WPE Waste Plastics Experts GmbH

Dr. Dirk Textor

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 30.4.2024.

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