Master Data

Registry
Register court Stuttgart HRB 271010
Registered
8/12/1991
Industry
Manufacture of saws and of machine-tools for woodworkingManufacture of metal forming machineryManufacture of power-driven hand tools
Purpose
a) Herstellung und Vertrieb von Werkzeugen und Maschinenteilen, b) Anfertigung von Sondermaschinen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Kiara Holz
since 5/14/2024
Procura
Andreas Holz
since 4/3/2017
Procura
Jürgen Manfred Holz
since 8/31/2006
Managing Director

Beneficial Owners

Beneficial owner data is only accessible to registered users.

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
DEM 300,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

HOLZ automation GmbH

Backnang

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

HOLZ automation GmbH, Backnang 3

1. Grundlagen des Unternehmens

Das Unternehmen wurde am 1. September 1970 als Manfred Holz Werkzeugbau in Backnang-Maubach durch Herrn Manfred Holz und seine Frau Irma Holz gegründet. Mit der Umfirmierung zur Manfred Holz GmbH im Jahre 1991 wurde ein neues Produktionsgebäude in Backnang-Waldrems bezogen. Die Manfred Holz GmbH ging im Jahr 2000 auf Jürgen Holz über, und wurde dann zur heutigen HOLZ automation GmbH umfirmiert.

Danach entwickelte sich die Gesellschaft zu einem Hersteller und Anbieter hochkomplexer Sondermaschinen insbesondere für die Branchen Automotive, Elektronik sowie Elektromobilität.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld in den Jahren 2020 bis 2022, das von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, dem Ukraine Krieg und der Inflation geprägt war, ergaben Prognosen anerkannter Wirtschaftsinstitute, dass das Jahr 2023 eine nachhaltige Erholung und Belebung der wirtschaftlichen Produktion mit sich bringen würde.

Die globale Wirtschaft wuchs mit einer geschätzten Rate von etwa 3,1% nach einem Wachstum von 5,1% im Jahr 2022. Angetrieben wurde dieses Wachstum von einem weiterhin starken Fokus auf Infrastrukturprojekte, wurde jedoch belastet durch eine nachlassende Nachfrage nach Investitionsgütern.

Fortgeschrittene Volkswirtschaften wie die USA und in der EU konnten eine solide Wachstumsrate verzeichnen, während aufstrebende Märkte wie China und Indien ebenfalls erheblich zum globalen Wirtschaftswachstum beitrugen.

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also stark gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent.

Der Ukraine-Krieg und die damit einhergehenden Sanktionen hatten unmittelbare Auswirkungen auf den Maschinenbau. Die Sanktionen betrafen nicht nur den direkten Handel mit Russland, sondern auch die Lieferketten und den Agrarsektor. Die resultierenden Sanktionen hatten somit Auswirkungen über die Branche hinaus und verdeutlichten die Komplexität der geopolitischen Einflüsse auf die Wirtschaft.

Trotz der anfänglich positiven Anzeichen hat das Jahr 2023 für den deutschen Maschinenbau jedoch mit -0,5% Wachstum abgeschnitten.

Dieses negative Wachstum hat seinen Ursprung in den folgenden Schlüsselfaktoren:

• Globale wirtschaftliche Unsicherheiten: Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und die anhaltenden Auswirkungen der Pandemie haben zu einer Verlangsamung der globalen Wirtschaft geführt, was sich negativ auf die Nachfrage nach Maschinenbauprodukten auswirkte.

• Steigende Kosten: Die Kosten für Rohstoffe und Energie sind gestiegen, was die Produktionskosten erhöht und die ohnehin geringen Gewinnmargen der Unternehmen verringert hat.

• Fachkräftemangel: Ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hat es für Unternehmen schwierig gemacht, ihre Produktionskapazitäten voll auszuschöpfen und Innovationen voranzutreiben.

• Digitalisierung und Automatisierung: Der Übergang zu digitalisierten und automatisierten Prozessen erfordert erhebliche Investitionen, die kurzfristig das Wachstum hemmen können.

• Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Die zunehmende Notwendigkeit, nachhaltige und umweltfreundliche Technologien zu entwickeln, stellt eine Herausforderung dar, die zusätzliche Investitionen und Umstrukturierungen erfordert.

• Inflation: Eine global immer noch zu hohe Inflation verhindert Planungssicherheit und drückt weiter auf die Gewinnmargen der Unternehmen.

Diese Aussichten veranlassten die Automobilindustrie, deutlich konservativer zu investieren, was sich schließlich auch auf die HOLZ automation GmbH auswirkte.

Diese Schlüsselfaktoren erschwerten zudem eine präzise Prognose über den weiteren Geschäftsverlauf.

2.2 Geschäftsverlauf

Obwohl das Kerngeschäft der HOLZ automation GmbH von den negativen Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen betroffen ist, bleibt die Kernkompetenz des Unternehmens weiterhin erfolgsversprechend. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 hat krisenbedingt die schlechten Erwartungen leider erfüllt. Der Geschäftsverlauf des Unternehmens war von Herausforderungen geprägt, die zu einem Jahresfehlbetrag i.H.v. 2.450 T EUR führten. Trotz Bemühungen mit den durch Lieferzeitverzögerungen und steigenden Materialkosten entstehenden Komplexitäten umzugehen, konnten negative Einflüsse auf das Ergebnis des laufenden Jahres nicht komplett abgefedert werden. Für uns zunächst nicht absehbare Nachforderungen unserer Kunden in Bezug auf die zu fertigenden Anlagen führten zu einem erhöhten Aufwand sowie zu zeitlichen Verzögerungen in der Auslieferung und damit Fakturierung unserer Maschinen. Im Wesentlichen wurden jedoch alle Anlagen, deren Verkaufswert unter den Kosten liegen und die damit einen negativen Deckungsbeitrag erwirtschaften, in 2023 fakturiert.

Durch diese Tatsache wurden die für 2023 geplanten Ziele bei Umsatz und Jahresergebnis jedoch deutlich unterschritten.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.450 T EUR (Vorjahr 2.532 T EUR).

Im Geschäftsjahr hat sich der Umsatz um 91,7 % von 5.888 T EUR auf 11.289 T EUR gesteigert, der Jahresfehlbetrag hat sich auf niedrigem Niveau von 2.532 T EUR auf 2.450 T EUR verbessert. Die Umsatzrendite beträgt in 2023 - 21,7% und hat sich gegenüber dem Vorjahr (-43,0 %) deutlich verbessert. Daneben hat sich die Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr auf 55,9 % (Vorjahr 64,2 %) abgesenkt.

In das Rohergebnis ist weiterhin eine deutliche Bestandsminderung in Höhe von -2.209 T EUR eingeflossen (Vorjahr: Bestandserhöhung +5.819 T EUR), was insgesamt zu einem Rückgang des Rohergebnisses von 4,4% auf 4.007 T EUR zur Folge hatte.

Die Personalaufwendungen haben sich um 28,5 % erhöht. Dies hat im Wesentlichen zwei Gründe:

Zum einen stiegen die Personalaufwendungen durch Abfindungen, die im Rahmen von Trennungen (7 Mitarbeitende) angefallen sind. Weiterhin stiegen die Personalaufwendungen durch Neueinstellungen von insgesamt 24 Mitarbeitenden. Hiervon wurden 7 Mitarbeitende zum 01.04.2023 von dem verbundenen Unternehmen Holz Engineering in die HOLZ automation GmbH übernommen, welches zuvor im Rahmen von Dienst- und Werkverträgen für die HOLZ automation GmbH tätig geworden war. Entsprechend sanken die Kosten für hierfür bezogene Fremdleistungen von Holz Engineering auf 245 T EUR (Vorjahr 1.073 T EUR).

Der Personalbestand betrug durchschnittlich 78 Mitarbeitende in Vollzeit zuzüglich acht geringfügig Beschäftigte und 12 Auszubildende und Studierende (Vorjahr 81,5 Mitarbeitende). Gemessen an der Gesamtleistung betrugen die Personalaufwendungen 63,6 % (Vorjahr 38,4 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 1.080 T EUR, was im Wesentlichen auf Auflösung von Rückstellungen (609 T EUR), Erträge aus Zuschreibungen von Finanzanlagen (153 T EUR) sowie Investitionszuschüsse (182 T EUR) zurückzuführen ist.

Durch den Anstieg der Sollzinsen für die Finanzierung des Unternehmens hat sich der Aufwand für Zinsen und ähnliche Aufwendungen auf 289 T EUR (Vorjahr 44 T EUR) deutlich erhöht und das Jahresergebnis weiter belastet.

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist zum Bilanzstichtag deutlich angespannter als in den Vorjahren. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.077 T EUR (Vorjahr 4.390 T EUR), die jedoch über eigene Einlagen abgesichert sind.

Der vereinfachte Cashflow (Jahresergebnis plus Abschreibungen) aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr -2.061 T EUR (Vorjahr -2.141 T EUR).

Bezüglich der Finanzlage inklusive der aktuellen Finanzierungszusage im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts wird auf die Darstellung des Status Quo am Ende der Ziffer 2 verwiesen.

2.3.3 Vermögenslage

Das Vermögen der HOLZ automation ist überwiegend kurzfristig gebunden. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 36,2% (Vorjahr 33,2 %).

Das Umlaufvermögen hat sich um 1.606 T EUR verringert, was im Wesentlichen auf die Reduzierung der unfertigen Erzeugnisse / unfertige Leistungen zurückzuführen ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen jedoch auf 1.288 T EUR (Vorjahr 689 T EUR), was auf die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Der Kassenbestand ist nahezu unverändert geblieben.

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 26,4% vermindert (Vorjahr 39,2 %). Dieser Effekt resultiert zentral aus dem negativen Jahresergebnis sowie einer verringerten Bilanzsumme.

Die Rückstellungen in Gesamthöhe von 628 T EUR (Vorjahr 1.153 T EUR) sind in 2023 deutlich zurückgegangen. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus der Verringerung der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften auf 0 EUR (Vorjahr 686 T EUR). Hintergrund ist eine Ausweisänderung, da diese bislang passivisch ausgewiesenen Risiken nun bereits bei der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse auf der Aktivseite wertmäßig abgebildet werden.

2.3.4. Darstellung Status Quo

Zum Ende des Jahres 2023 hat die HOLZ automation GmbH gemeinsam mit einem Investor begonnen eine Produktionsanlage für „Holz-Stroh Wandmodule“ zu entwickeln. Leider konnte das Produkt mit dem Investor nicht realisiert werden, so dass die Gesellschaft gezwungen war, die Produktionsanlage auf eigene Kosten weiterzuentwickeln. Durch die hierdurch für die Gesellschaft zu tragenden Kosten wurde das Eigenkapital der HOLZ automation GmbH bis zum Ende des Jahres 2024 stark belastet. Da es trotz intensiver Bemühungen nicht möglich war, einen neuen Investor für das Projekt und Produkt „Holz-Stroh Wandelement“ zu finden, wurde ab Mitte 2025 mit Vorbereitungen zum Verkauf der Gesellschaft begonnen, die mit Vollzug am 20. November 2025 in eine vollständige Übernahme der HOLZ automation GmbH durch die Neura Automation GmbH, Metzingen, mündeten. Dieser Vorgang beinhaltet die Einbringung von frischen finanziellen Mitteln durch die Neueigentümerin in Form eines Gesellschafterdarlehens und einer Eigenkapitalerhöhung, in Höhe von jeweils EUR 1 Mio,, welche beide zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts erfolgt sind. Zudem wurde auf Basis des Gesellschafterwechsels die bestehende Kontokorrent-Linie bei der Hausbank prolongiert. Vor dem Hintergrund dieser Finanzmaßnahmen wurde der Geschäftsführung in einem externen Gutachten (Bachert & Partner, 8. Dezember 2025) eine positive Fortführungsprognose der HOLZ automation GmbH bestätigt.

3. Prognose-/ Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen- und Risikobericht

Exogene Faktoren wie technologische Transformation, geopolitische Unsicherheiten, Energie- und Preisvolatilitäten sowie Inflations- und Zinsentwicklungen beeinflussen die Nachfrage, Kostenbasis und Lieferketten der Gesellschaft. Diese geopolitischen Unsicherheiten, gekoppelt mit den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, machen jedoch deutlich, dass die Volatilität im mittelständischen Unternehmensumfeld zunimmt und eine flexible Anpassungsfähigkeit erfordert, um die langfristige Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten. Die HOLZ automation GmbH sieht sich trotz der vielen Herausforderungen der aktuellen Situation insbesondere in der neuen Eigentümerstruktur sehr gut aufgestellt.

Weiterhin bleibt der Fachkräftemarkt anspruchsvoll; Holz begegnet dem mit gezielter Rekrutierung, strukturiertem Onboarding und dem Zugang zu einem erweiterten Bewerberpool im Eigentümerverbund. Auch wird das Thema Ausbildung insbesondere im mechanisch/technischen Bereich in den nächsten Jahren ein wichtiger Faktor, dem wir mit der Umstrukturierung im Ausbildungsbereich Rechnung tragen.

Das steigende Risiko von Zahlungsunfähigkeiten direkter Kunden oder Lieferanten der Fa. HOLZ birgt das Risiko, dass Projektarbeiten vorübergehend gestoppt oder verschoben werden müssen. Diese potenzielle Unterbrechung kann Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten und geplanten Projektabläufe haben. Situationen müssen daher eng überwacht und entsprechende Maßnahmen - wie bspw. eine Forderungsausfallversicherung - zur Risikominderung ergriffen werden.

Die Wettbewerbsintensität kann in Phasen hoher Kapazitäten zu Preisdruck führen. Holz adressiert dies durch Fokussierung auf margenstärkere Anwendungen, eine bedarfsnahe Angebotspolitik und flexible Kapazitätssteuerung. Die diversifizierende Erweiterung in die Bauwirtschaft wird mit der Einstellung des Projekts „Holz-Stroh Wandmodule“ in 2025 nicht fortgeführt;.

Der Kundenstamm ist grundsätzlich solide; Forderungsausfälle sind Ausnahmefälle. Für neue und bestehende Kunden werden Bonitätsauskünfte eingeholt; Meilensteinzahlungen und enges Forderungsmanagement, sowie der Abschluss von Forderungsausfallversicherungen begrenzen die Ausfallrisiken.

Liquiditätsrisiken werden durch gesicherte Finanzierungslinien, den Kapitalzufluss nach Closing sowie die Nutzung von Versicherungsavalen für Anzahlungen reduziert; ergänzend dient ein rollierender 13-Wochen-Liquiditätsforecast der Steuerung.

Währungsrisiken sind aufgrund der überwiegenden EUR-Abwicklung in Deutschland/Europa gering; bei Bedarf werden Sicherungsinstrumente eingesetzt.

Die wesentlichen Chancen ergeben sich zum einen aus der Stabilisierung und dem Ausbau des Kerngeschäfts im Sondermaschinenbau mit Fokus auf technisch und kaufmännisch attraktive Anwendungen und zum anderen aus der strategischen Neuausrichtung mit dem neuen Eigentümerverbund (Neura Automation GmbH), insbesondere der Systemintegration von Roboterlösungen sowie der Rolle als interner Lieferant für Automatisierungslösungen innerhalb des Eigentümerverbunds.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Neura Automation GmbH entstehen zudem Skalenvorteile im Einkauf, erweiterte Marktzugänge und beschleunigte Produkt- und Modulstandardisierungen.

3.2 Prognosebericht

Aufbauend auf der durch das externe Gutachten von Bachert & Partner vom 08. Dezember 2025 gestützten positiven Fortführungsprognose der Geschäftsführung ist eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft nicht gegeben.

Jedoch bleibt die aktuelle wirtschaftliche Lage von moderater Nachfrage und Volatilität geprägt.

Mit der Übernahme der HOLZ automation GmbH durch die Neura Automation GmbH ist diese nun Teil eines Verbundes von sechs Unternehmen, die sich in ihrem Produktportfolio sehr gut ergänzen.

Durch die zukünftig geplante verstärkte Zusammenarbeit im operativen Bereich werden für die HOLZ automation GmbH neue Vertriebskanäle erschlossen, die sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der Anfragehäufung positiv bemerkbar machen. Außerdem besteht die Möglichkeit, im Verbund der Tochtergesellschaften von Neura automation GmbH gemeinsam größere Aufträge zu akquirieren, die die HOLZ automation GmbH alleine nicht stemmen könnte.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein leicht erhöhter Umsatz (11,8 Mio. EUR) erwartet. Jedoch ist durch eine signifikante Abschreibung auf die Produktionsanlage für „Holz-Stroh Wandmodule“ miteinem gegenüber 2023 deutlich höheren Verlust in Höhe von 3,2 Mio. EUR zu rechnen.

Da auch 2025 mit einer niedrigeren Auslastung gestartet wurde, die im Unternehmen auch zu Kurzarbeit in praktisch allen Abteilungen bis zum Jahresende geführt hat, wird auch das Jahresergebnis 2025 deutlich negativ ausfallen. Des Weiteren mussten wir im Jahr 2025 den Abgang mehrerer Mitarbeiter insbesondere aus den technischen Bereichen Vertrieb, Konstruktion und Montage verkraften. Daher sind für 2026 gezielt Neueinstellungen, insbesondere in diesen Bereichen, vorgesehen. Ziel ist es, innerhalb der nächsten 24 Monate wieder dieselbe Mitarbeiterstärke zu erhalten, die wir zum Jahresbeginn 2025 hatten.

Zum Ende des Jahres 2025 wurden nun zum einen Aufträge aus dem Eigentümerumfeld sowie weitere Projekte im Kundenumfeld der HOLZ automation GmbH generiert, so dass für das Jahr 2026 von einer guten Auslastung im Bereich Sondermaschinen und bei der Entwicklung neuer Produkte ausgegangen werden kann und die Planrechnung für 2026 ein positives Ergebnis in Höhe von ca. 0,4 Mio. EUR ausweist.

Der Ausbau des Kerngeschäfts in Verbindung mit der strategischen Neuausrichtung durch den neuen Eigentümer, insbesondere das Neura Zukunftsprodukt: „humanoide Robotik“ in Verbindung mit kollaborativen Plattformen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der HOLZ automation GmbH deutlich und lässt uns in eine positive Zukunft blicken.

 

Backnang, den 22. Dezember 2025

Jürgen Holz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.025.364,61 5.177.738,90
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 162.551,34 224.036,27
1. Geschäfts- oder Firmenwert 99.582,34 123.990,96
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 62.969,00 100.045,31
II. Sachanlagen 654.639,69 937.399,15
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.098,00 2.744,00
2. technische Anlagen und Maschinen 272.475,50 467.940,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 380.066,19 466.714,69
III. Finanzanlagen 4.208.173,58 4.016.303,48
B. Umlaufvermögen 8.784.899,13 10.390.872,85
I. Vorräte 7.478.110,20 9.682.879,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.288.078,81 689.354,14
1. Forderungen gegen Gesellschafter 7.930,60 3.646,88
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.280.148,21 685.707,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 3.890,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.710,12 18.639,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.128,64 38.820,36
Aktiva 13.881.392,38 15.607.432,11

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.657.411,01 6.107.050,14
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153.387,56
II. Gewinnrücklagen 246.612,44 246.612,44
III. Gewinnvortrag 5.707.050,14 8.239.519,27
IV. Jahresfehlbetrag 2.449.639,13 2.532.469,13
B. Rückstellungen 628.338,76 1.153.197,75
C. Verbindlichkeiten 9.595.642,61 8.347.184,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.076.746,90 4.390.684,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.076.746,90 4.390.684,21
2. sonstige Verbindlichkeiten 6.518.895,71 3.956.500,01
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.518.895,71 3.956.500,01
Passiva 13.881.392,38 15.607.432,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.086.404,55 4.687.307,88
2. Personalaufwand 5.775.449,90 4.493.883,78
a) Löhne und Gehälter 4.870.306,36 3.764.940,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 905.143,54 728.943,77
davon für Altersversorgung 20.499,28 23.612,14
3. Abschreibungen 388.507,28 390.802,71
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 388.507,28 390.802,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.150.491,33 1.921.173,49
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1,64
5. Erträge aus Beteiligungen 53.016,68 14.100,02
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.068,41 7.104,43
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 384.046,97
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 384.046,97
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 288.726,26 43.728,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,24 0,30
10. Ergebnis nach Steuern -2.442.685,37 -2.525.123,20
11. sonstige Steuern 6.953,76 7.345,93
12. Jahresfehlbetrag 2.449.639,13 2.532.469,13

Anhang

Holz automation GmbH, Backnang 11

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: HOLZ automation GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Backnang
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: 271010

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 0,00 EUR.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 464.293,13 3.917,26 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 244.000,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 708.293,13 3.917,26 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.588,05 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.443.294,37 5.000,00 10.000,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.548.930,24 35.345,63 0,00
Summe Sachanlagen 3.999.812,66 40.345,63 10.000,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.386.605,75 38.828,56 9,68
2. Genossenschaftsanteile 25.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 4.411.605,75 38.828,56 9,68
Summe Anlagevermögen 9.119.711,54 83.091,45 10.009,68
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 468.210,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 244.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 712.210,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 7.588,05
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.438.294,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.584.275,87
Summe Sachanlagen 0,00 4.030.158,29
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 4.425.424,63
2. Genossenschaftsanteile 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 4.450.424,63
Summe Anlagevermögen 0,00 9.192.793,31
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 364.247,82 40.993,57 0,00 0,00 405.241,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 120.009,04 24.408,62 0,00 0,00 144.417,66
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 484.256,86 65.402,19 0,00 0,00 549.659,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.844,05 646,00 0,00 0,00 5.490,05
2. technische Anlagen und Maschinen 1.975.353,91 200.464,96 10.000,00 0,00 2.165.818,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.082.215,55 121.994,13 0,00 0,00 1.204.209,68
Summe Sachanlagen 3.062.413,51 323.105,09 10.000,00 0,00 3.375.518,60
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 395.302,27 0,00 1,51 0,00 395.300,76
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 395.302,27 0,00 1,51 0,00 395.300,76
Summe Anlagevermögen 3.941.972,64 388.507,28 10.001,51 0,00 4.320.478,41
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 62.969,00 100.045,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 99.582,34 123.990,96
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 162.551,34 224.036,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.098,00 2.744,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 272.475,50 467.940,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 380.066,19 466.714,69
Summe Sachanlagen 0,00 654.639,69 937.399,15
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 153.049,71 4.183.173,58 3.991.303,48
2. Genossenschaftsanteile 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 153.049,71 4.208.173,58 4.016.303,48
Summe Anlagevermögen 153.049,71 5.025.364,61 5.177.738,90

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Holz automation GmbH, Backnang

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Die Gesellschaft wird unter der Nummer HRB 271010 beim Amtsgericht Stuttgart geführt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden im Wesentlichen die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand lediglich im Ausweis von drohenden Verlusten bei schwebenden Geschäften im Projektgeschäft statt. Der Ausweis wurde dahingehend umgestellt, dass die Risikovorsorge für drohende Verluste nicht wie bislang als Drohverlustrückstellungen passiviert, sondern auf der Aktivseite bei der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse wertmindernd abgesetzt wurden.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode ermittelt werden, vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (2 bis 25 Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagenzugänge werden linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgten grundsätzlich zeitanteilig.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Abschlussstichtag.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 voll abgeschrieben bzw. als Sammelposten auf fünf Jahre verteilt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden grundsätzlich mit dem gleitenden Durchschnitt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzelkosten und die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen

Nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zu verrechnende Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus den wertpapiergebundenen Versorgungszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden zum beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Abs. 1 S. 4 HGB bewertet. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB erfolgt eine Verrechnung der Vermögensgegenstände mit den dazugehörigen Schulden.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen; sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel am Ende des Anhangs dargestellt. Der in 2018 im Rahmen eines Asset Deal (Erwerb der HKS-Industriemontagen Ltd. & Co. KG, Auenwald) entstandene derivative Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen GmbH-Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 8.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 248 (Vorjahr: TEUR 229), Rückstellungen aus laufenden Projekten in Höhe von TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 54), Rückstellung aus Abschluss und Prüfung in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 34) sowie Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 20).

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel gem. § 268 Abs. 5 Satz 1 HGB i.V.m. § 285 Nr. 1 HGB im Einzelnen dargestellt:

davon Restlaufzeit
Gesamtbetrag
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR T
1 - 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
davon gesichert
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.077 3.077 - - 3.077
(Vorjahr) (4.390) (4.390) - - (4.390)
2. erhaltende Anzahlungen auf Bestellungen 5.611 5.611 - - -
(Vorjahr) (3.157) (3.157) - - -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 138 138 - - -
(Vorjahr) (736) (736) - - -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 770 770 - - -
(Vorjahr) (64) (64) - - -
Summe 9.596 9.596 - - 3.077
(Vorjahr) (8.347) (8.347 ) - - (4.390)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte im üblichen Umfang.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 615 (Vorjahr: TEUR 49) und Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 0).

5. Latente Steuern

Ein Bewertungsunterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz besteht bei der Abschreibungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts und der EDV-Soft- und Hardware. Hieraus resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag. Eine Aktivierung von latenten Steuern unterbleibt aufgrund der Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von ca. TEUR 245 (Vorjahr TEUR 127) und aus Mietverhältnissen in Höhe von ca. TEUR 1.184 (Vorjahr TEUR 402).

7. Altersversorgung

Die Gesellschaft führt für einzelne Mitarbeiter auf Basis einer Wertguthabenvereinbarung ein versicherungsgebundenes Zeitwertkontenmodell (Umstellung in 2018). Dieses ersetzt die bis 2017 bestandenen wertpapiergebundenen Versorgungszusagen. Das Zeitwertkontenmodell ist durch korrespondierend abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen finanziert, die als saldierungsfähiges Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB qualifizieren.

Die Bewertung der Verpflichtung aus dem Erfüllungsrückstand aus den Zeitwertkonten als auch des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherungen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens. Somit kommt es zu einer vollständigen Saldierung der Verpflichtung aus Zeitwertkonten mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen. Der beizulegende Zeitwert der gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechneten Vermögensgegenstände beträgt TEUR 486 (Vorjahr TEUR 403). Die Anschaffungskosten betragen TEUR 466 (Vorjahr TEUR 435). Der Erfüllungsbetrag der gemäß § 264 Abs. 2 S. 2 HGB verrechneten Altersvorsorgeverpflichtungen beträgt korrespondierend TEUR 486 (Vorjahr 403).

Die Bewertung der Rückstellung für Zeitwertkonten erfolgt grundsätzlich mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Dabei ist die Rückstellung unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre zu bewerten. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde vereinfachend das Wahlrecht in Anspruch genommen und der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, dabei werden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze verwendet. Weiterhin wurden in dem zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Gutachten die Heubeck-Richttafeln 2018 G als Rechnungsgrundlagen verwendet.

Im Zinsergebnis wurden korrespondierend zum Saldierungsgebot gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB die Erträge und Aufwendungen aus der Aufzinsung des Deckungsvermögens und der Abzinsung der Verpflichtungen aus den Zeitwertkonten im Finanzergebnis in Höhe von EUR 6.318,41 saldiert (Angabe gemäß § 277 Abs. 5 HGB).

IV. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Im Geschäftsjahr waren 91 Arbeitnehmer (inklusive 12 Auszubildende) beschäftigt, davon 45 im gewerblichen Bereich und 46 im technisch/kaufmännischen Bereich.

2. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr wahrgenommen von:

- Herrn Jürgen Holz, Dipl. Ing. Maschinenbau, Backnang

Der Geschäftsführer ist von der Beschränkung des § 181 BGB befreit und einzelvertretungsberechtigt.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 285 Nr. 9a i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Ergebnisverwendung

Ausgehend von einem negativen Jahresüberschuss von EUR - 2.449.639,13 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 5.707.050,14 ein Bilanzgewinn von EUR 3.257.411,01. Die Geschäftsführung schlägt vor, den negativen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Nachtragsbericht

Mit Vollzug am 20. November 2025 wurden sämtliche Geschäftsanteile der Gesellschaft an die Neura Automation GmbH, Metzingen, veräußert. Dieser Vorgang beinhaltet die Einbringung von frischen finanziellen Mitteln durch die Neueigentümerin in Form eines Gesellschafterdarlehens und einer Eigenkapitalerhöhung, in Höhe von jeweils EUR 1 Mio,, zudem wurde auf Basis des Gesellschafterwechsels die bestehende Kontokorrent-Linie bei der Hausbank prolongiert.

Aufbauend auf der durch das externe Gutachten von Bachert & Partner vom 8. Dezember 2025 gestützten positiven Fortführungsprognose der Geschäftsführung ist eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft nicht gegeben.

 

Backnang, den 22. Dezember 2025

Jürgen Holz, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

HOLZ automation GmbH, Backnang 1

An die HOLZ automation GmbH

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der HOLZ automation GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HOLZ automation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22. Dezember 2025

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Patrick Rössler, Wirtschaftsprüfer

Andreas Meußer, Wirtschaftsprüfer

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