GORRRILLA GmbH
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Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Ulrike Dr. Harant since 1/31/2022 | Board Member |
Klaus Tepel since 1/31/2022 | Procura |
Friedrich Lettenmeier since 6/25/2012 | Board Chair |
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
ABCERT AGEsslingen am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023ABCERT AG, Esslingen am NeckarAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 2023ABCERT AG, Esslingen am Neckar
Anhang 2023ABCERT AG, Esslingen am NeckarA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Aktien-Gesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Angaben gemäß § 268 Abs. 6 HGB und § 268 Abs. 5 HGB im Anhang dargestellt. B. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: ABCERT AG Firmensitz laut Registergericht: Esslingen am Neckar Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Stuttgart Register-Nr.: B 723619 C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches maßgebend. 1. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden unter Beachtung der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer und der handelsrechtlichen Bestimmungen festgelegt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über 250,00 EUR und bis zu 800,00 EUR wurden ab 2018 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen waren zu verzeichnen und wurden ausgebucht. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurden aktivisch abgesetzt. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. 4. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 6. Währungsumrechnung Posten des Anlage- und Umlaufvermögens sowie Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs angesetzt. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. Posten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. D. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. E. Angaben zur Bilanz 1. Finanzanlagen Die Gesellschaft ist zu 100 % an der ABCERT G.m.b.H. in Terlan (BZ) beteiligt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 EUR, das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 241.214,00 EUR. Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 61.731,00 EUR aus. Die Gesellschaft ist zu 100 % an der EcoControl G.m.b.H. in Esslingen (DE) beteiligt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 EUR, das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 379.056,19 EUR. Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 107.606,03 EUR aus. 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 31.802,00 EUR (Vj.: 128.358 EUR). 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 114.984,88 EUR (Vj.: 127.063 EUR). 4. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Aktiengesellschaft in Höhe von 104.000,00 EUR ist eingeteilt in 10.400 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Der rechnerische Wert je Stückaktie beträgt 10 EUR. Die Aktien lauten auf den Namen. Am 08. Februar 2022 hat uns der Bioland e.V. Verband für organisch-biologischen Landbau, Mainz, mitgeteilt, dass er an unserem Unternehmen 50% der Aktien hält. 5. Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage ist mit 10.400,00 EUR vollständig dotiert. 6. Andere Gewinnrücklage Die anderen Gewinnrücklagen betragen 3.455,78 EUR. Im Rahmen der erstmaligen Bilanzierung nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes waren 3.455,78 EUR erfolgsneutral zu erfassen. 7. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 setzt sich wie folgt zusammen:
8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen aus dem Personalbereich (Boni, Urlaub, Überstunden, Berufsgenossenschaft). 9. Verbindlichkeiten
10. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Deckung der Altersversorgungsverpflichtung dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, wurden mit einem beizulegenden Zeitwert von 89.463,08 EUR (Anschaffungskosten 88.752,22 EUR) bewertet und mit den entsprechenden Erfüllungsbeträgen in Höhe von 88.752,22 EUR saldiert. 11. GewinnverwendungsvorschlagDer Hauptversammlung wird vorgeschlagen, vom Bilanzgewinn in Höhe von 2.086.087,47 EUR einen Betrag in Höhe von 46.800,00 EUR (4,50 EUR je Stückaktie) auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 2.044.487,47 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. F. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Pachtverträgen, die auf unbestimmte Zeit geschlossen sind, bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von 457 TEUR. Außerdem bestehen aus Leasingverträgen jährliche Verpflichtungen in Höhe von 1.101 TEUR. G. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtsjahr Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 53,34 EUR (Vj.: 4.410,66 EUR) enthalten. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind im Berichtsjahr Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von 20.764,37 EUR enthalten (Vj.: 19.591,05 EUR). H. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 248. 2. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Als Vorstand sind Herr Friedrich Lettenmeier (Vorstandsvorsitzender), Dipl. Ing. agr., Herr Thomas Damm, Dipl. Ing. agr., sowie Frau Dr. Ulrike Harant bestellt. Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2023:
Im Berichtsjahr unterbleibt die Angabe der Organbezüge nach § 286 Abs. 4 HGB 3. Unterschrift der Geschäftsführung
Esslingen am Neckar, den 25. April 2024 ABCERT AG - Vorstand - gez. Friedrich Lettenmeier gez. Thomas Damm gez. Ulrike Harant Feststellungsdatum: Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 26.04.2024 den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt. Beschluss über die Gewinnverwendung:Die Hauptversammlung hat am 11.07.2024 beschlossen, vom Bilanzgewinn der ABCERT AG aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 2.086.087,47 EUR einen Betrag in Höhe 46.800,00 zur Zahlung einer Dividente von 4,50 EUR je Aktie auszuschütten sowie 2.039.287,47 auf neue Rechnung vorzutragen. Entwicklung des AnlagevermögensABCERT AG, Esslingen am Neckar
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlage des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die ABCERT AG ist eine Kontroll- und Zertifizierungsstelle im Bereich Landwirtschaft, Lebens- und Futtermittel, Import und Handel. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Bio-Kontrolle. Dieses Kontrollverfahren generiert den überwiegenden Anteil der Umsätze. Darüber hinaus bietet die ABCERT AG noch weitere Kontrollverfahren an, die in der Regel als Kombikontrollen zu den Bio-Kontrollen durchgeführt werden. Für diese Tätigkeiten ist die ABCERT AG durch die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH) akkreditiert. Für die Bio-Kontrolle ist die ABCERT AG durch die BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung) zugelassen. Für die Kontrolle und ggf. Zertifizierung der weiteren Standards bestehen jeweils Vereinbarungen mit den jeweiligen Standardgebern. Die ABCERT AG wird geführt von einem Vorstand, der aus drei Personen besteht. 2. Zweigniederlassungsbericht Die ABCERT AG ist im gesamten Bundesgebiet, in der Tschechischen Republik zugelassen und tätig. Der Sitz des Unternehmens ist in Esslingen. Die ABCERT AG unterhält darüber hinaus Zweigniederlassungen in Augsburg und Jihlava (CZ). In Italien ist die ABCERT AG durch ihre Tochtergesellschaft die ABCERT GmbH/srl. - mit Sitz in Lana tätig. Die ABCERT GmbH/srl. wird vom Vorstandsmitglied Thomas Damm geführt. Er ist Präsident der Gesellschaft, führt und vertritt die Gesellschaft. Die ABCERT AG hält der Gesellschaftsanteile der EcoControl GmbH. Diese Gesellschaft befasst sich mit der Kontrolle und Zertifizierung von Naturkosmetikprodukten. Die Gesellschaft wird vom Vorstandsmitglied Dr. Ulrike Harant als Geschäftsführerin geführt und vertreten. 3. Forschung und Entwicklung Wir arbeiten und investieren weiter erhebliche Mittel um unsere Geschäftsprozesse zu digitalisieren. Ziel ist es dadurch die Aufgaben effizienter, mit höherem Komfort und besserer Qualität erledigen zu können. Durch die Einführung und Weiterentwicklung des Kundenportals konnten hier schon wesentliche Fortschritte erreicht werden. So entfällt seit der Einführung der digitalen Kontrolle der Versand der Kontrollunterlagen zu den KontrolleurInnen und von diesen wieder zurück in die Geschäftsstelle. Das spart Papier, Versandkosten bzw. - aufwendungen (CO 2 und Personal), verkürzt durch die entfallenen Versandzeiten die Prozesslaufzeiten und trägt erheblich zur Flexibilisierung der Abläufe sowie der Bearbeitung der Prozesse bei. Wir haben in 2023 weiter in die Digitalisierung der Prozesse investiert. Wir haben dazu auch die Programmierung unserer ERP/CRM-Software "BioKon" vorangetrieben. Durch die neu entstehende Version sollen auch hier die oben genannten Ziele (Effizienz, Komfort, Qualität) erreicht werden. Die Fertigstellung und Einführung der neuen Version ist für Mitte 2024 geplant. Wir haben unser Team in diesem Bereich verstärkt insbesondere um einen Verantwortlichen für die Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Hierfür konnten wir eine in unserer Branche erfahrene Person gewinnen. Darüber hinaus haben wir in erheblichen Umfang im Bereich der IT Sicherheit investiert. Dies betrifft sowohl die Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit der verwendeten Systeme, wie auch den Schutz vor Angriffen auf unsere IT-Infrastruktur und -Datenbanken von außen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche sowie branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach vielen Jahren der positiven Entwicklung haben sich die Rahmenbedingungen in der Branche deutlich eingetrübt. So stagnierten die mengenmäßigen Umsätze. Als Hauptgrund hierfür wurde die Inflation genannt. Dadurch wächst das Kundenpotential für die ABCERT AG kaum noch. Für das aktuelle und auch zumindest das nächste Jahr rechnen wir mit keinem nennenswerten Wachstum, auch wenn es erste Anzeichen gibt, dass das Branchenwachstum wieder anspringt. Der Strukturwandel sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Lebensmittelverarbeitung führt zu einer Abnahme der Anzahl der Unternehmen. Trotz allem konnte die ABCERT AG ihre Stellung im Markt und Marktanteil halten. In der Tschechischen Republik wie auch in Italien herrscht eine mit Deutschland vergleichbare Situation. Auch hier ist die Wachstumsdynamik eingebrochen. Gleiches gilt für den Markt mit Naturkosmetikprodukten. 2. Geschäftsverlauf In 2023 konnte zwar ein deutliches Umsatzplus verzeichnet werden, dies resultiert aber zum Einen aus der Erhöhung der Kostensätze für unsere Dienstleistungen, zum Anderen aus einem regulatorischen Sondereffekt. Viele Outlets, die Bio-Lebensmittel vermarkten, wurden kontrollpflichtig. Davon haben wir in Form von zahlreichen Neukunden sehr profitiert. Beide Effekte bestehen fort, aber nur in der 2023 erreichten Größenordnung und werden daher 2024 nicht zu weiterem Wachstum führen. Die Erhöhung der Kostensätze wurde wie geplant zum 01.02.2023 durchgeführt. Wie üblich hat dies zu Rückfragen und Diskussionen mit Kunden geführt. Einzelne Kunden haben das damit verbundene Sonderkündigungsrecht in Anspruch genommen und den Vertrag gekündigt. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1. Ertragslage Die Ertragslage der ABCERT AG im Jahr 2023 hat sich gegenüber den Vorjahren verbessert und liegt über den Erwartungen.
Wie oben angeführt beansprucht die Digitalisierung erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen. Auch wenn wir hier jeweils von Projekten sprechen, gehen wir nicht davon aus, dass diese Aufwendungen sich in absehbarer Zeit reduzieren lassen. Denn zum einen sind diese Projekte längerfristig angelegt, zum anderen ergeben sich durch den technischen Fortschritt aber auch den Erwartungen der Steakholder neue Anforderungen, auf die wir mit Weiterentwicklungen reagieren müssen. Auch im Bereich der IT-Sicherheit rechnen wir mit konstant hohen Aufwendungen. Die durch die Inflation in Gang gesetzte Lohnspirale trifft uns als Dienstleistungsunternehmen mit einer Lohnquote von >70% im besonderen Maße. Der Gewinnpuffer aus 2023 wird durch die Lohnsteigerungen zum Jahr 2024 hin aufgebraucht. 3.2. Finanz- und Vermögenslage Die Finanzlage der ABCERT AG zeichnet sich dadurch aus, dass alle Zahlungsverpflichtungen aus dem Cash Flow fristgerecht bedient werden konnten.
4. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine wesentlichen Änderungen. 5. Prognosebericht Auch wenn Marktberichte erste zarte Signale erkennen wollen, dass sich die Marktsituation bei Bio- Produkten wieder verbessert, gehen wir nicht davon aus, dass sich dies zeitnah auf die Betriebsentwicklung durchschlägt. Wir erwarten vielmehr in diesem und im nächsten Jahr Kundenzahlen, die sich kaum von denen des Vorjahres unterscheiden, d. h. kein Nettowachstum. Die 2023 in Kraft getretene Verordnung für die Außer-Haus-Verpflegung (AHVV) wird hier keinen Effekt haben. Dies wird nach unseren Erwartungen keine neuen Kunden in großer Zahl generieren, sondern eine Umstellung bestehender Kunden vom EU-Bio-Kontrollverfahren auf das AHVV-Kontrollverfahren. Wir müssen auf die erheblichen Lohnforderungen und Abschlüsse in vielen Tarifbereichen auch in der ABCERT AG reagieren. Unser Anspruch ist es, dass die Lohnentwicklung bei der ABCERT AG sich an den der anderen Wirtschaftsbereiche orientiert. Wir wollen nicht, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Lohnentwicklung zurückfallen. Es wird erheblicher Anstrengungen bedürfen, die finanziellen Mittel für diese Lohnentwicklungen bereitstellen zu können. 6. Chancen und Risiken Die Lohnspirale und die damit einhergehenden Steigerungen der Lohnsumme wird in den kommenden Jahren erhebliche Aufmerksamkeit erfordern. Insbesondere da im Bereich des öffentlichen Dienstes - einen der Hauptwettbewerber um Arbeitskräfte - sehr deutliche Lohnsteigerungen zu erwarten sind. Hier dürfen wir nicht weiter zurückfallen, um im Rennen um qualifiziertes Personal keinen Nachteil zu erleiden. Aktuell sind wir in der Lage alle Stellen zeitnah zu besetzen. Durch unsere Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung erwarten wir deutliche Fortschritte im Bereich der Effizienz aber auch des Komforts und der Qualität. Hier wollen wir einen neuen Standard setzen sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Kunden. Damit können wir uns in beiden Bereichen profilieren und unsere Attraktivität steigern. 7. Bericht über das interne Kontrollsystem Die Umsatzzahlen gesamt und aufgegliedert in verschiedene Kategorisierungen stehen Vorstand und Abteilungsleitungen tagesaktuell in Form von Dashboards zur Verfügung. In einem wöchentlichen Report an den Vorstand und die Abteilungsleiter erhalten diese Informationen über den Stand der Abarbeitung der Kontrollaufträge. Dadurch ist es möglich zeitnah Fehlentwicklungen zu erkennen. In einem weiteren wöchentlichen Report werden die wesentlichen liquiditätsrelevanten Kennzahlen zusammengefasst. Diese Berichte und Reports, ergänzt durch aktuelle Buchhaltungsdaten, sind Grundlage der fortlaufenden Bewertungen der Haushaltslage. Auf der Basis der aktuellen Zahlen wird abgeschätzt, ob an der Jahresplanung Aktualisierungen oder Anpassungen erforderlich sind oder werden.
Esslingen am Neckar, den 25. April 2024 ABCERT AG - Vorstand - gez. Friedrich Lettenmeier gez. Thomas Damm gez. Ulrike Harant BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ABCERT AG, Esslingen am Neckar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ABCERT AG, Esslingen am Neckar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ABCERT AG, Esslingen am Neckar, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 25. April 2024 HLB
Augsburg Schwaben GmbH & Co. KG
Jahn, Wirtschaftsprüfer Bogenberger, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Arbeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der ABCERT AG hat im Jahr 2023 seine Aufgaben nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung wahrgenommen. Im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat diesen sowohl beraten als auch überwacht. Dabei haben sich keine Beanstandungen an der Arbeit des Vorstandes ergeben. Der Aufsichtsrat wird daher die Entlastung des Vorstandes in der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 vorschlagen. Der Aufsichtsrat trat im Berichtsjahr zu fünf Sitzungen in der Besetzung Jan Plagge, Oliver Alletsee und Hubert Merz in Präsenz zusammen. Die Hauptversammlung fand am 27.06.2023 in der Reformhausakademie Oberursel mit der Wahl des Abschlussprüfers HLB Augsburg Schwaben Gmbh&Co.KG statt. Der Vorstand in der Besetzung Dr. Ulrike Harant, Thomas Damm und Friedrich Lettenmeier nahmen an allen Aufsichtsratssitzungen teil. Der Aufsichtsrat bildete keine Ausschüsse. Neben diesen Sitzungen gab es eine Vielzahl von Gesprächen zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrates bzw. zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat stets umfassend und rechtzeitig. Schwerpunktthemen im Berichtsjahr 2023 waren: Die wirtschaftliche Entwicklung der ABCERT AG, die Unternehmensentwicklung und Ausweitung der Tätigkeitsfelder, die Zusammenarbeit mit anderen Kontrollstellen und Behörden, der Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Bereitstellung aller Zertifizierungen, sowie die Weiterentwicklung der Kontrollsoftware und die Implementierung des Kundenportals. Beratungen erfolgten auch über die weitere Integration der EcoControl GmbH in die Geschäftsprozesse sowie die Einbindung der EcoControl in die EDV-Struktur. Die Zusammenarbeit mit den Länderbehörden und die Veränderungen in den Arbeitsprozessen der ABCERT AG durch die fortschreitende Digitalisierung wurden in allen Sitzungen beraten. Die gewünschte Einrichtung von Homeoffice- Arbeitsplätzen und die dafür notwendigen technischen Veränderungen führten sowohl im Bereich der angemieteten Büroflächen, wie auch im Bereich der internen Unternehmenskommunikation zu Veränderungen, die in den Sitzungen diskutiert wurden. Die zukünftige Entwicklung der ABCERT AG und deren Tochtergesellschaften wurde in allen Sitzungen erörtert und die entsprechenden Maßnahmen bei geringerem Wachstum in der Branche und im Unternehmen beraten. Weiterhin fanden Gespräche zur Veränderung der Gesellschaftsform bzw. der Gründung einer Holding statt, um den Veränderungen, die z.B. durch Firmenzukäufe entstehen können, Rechnung zu tragen. Wesentliche Abläufe und Prozesse aller Tochtergesellschaften wurden im Bereich EDV und Controlling in die ABCERT AG integriert. Weitere Inhalte der Arbeit des Aufsichtsrates waren die Veränderungen im Kontrollbereich durch die Revision der EU-Ökoverordnung, geplante Beleihungen der Länderbehörden sowie Beratungen zur Personalentwicklung. Wirtschaftliche Entwicklung: Im Stammgeschäft, der Bio-Kontrolle in Landwirtschaft und Verarbeitung, verzeichnete die ABCERT AG im Jahr 2023 gegenüber den Vorjahren ein geringeres Nettowachstum von rund 600 Neukunden. Die Ursachen lagen überwiegend in der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bio-Branche. Die ABCERT AG konnte die Marktführer-Position in Deutschland trotz schwieriger Marktbedingungen erneut halten. Die finanziellen Herausforderungen, durch die zurückliegende Ein mittel- oder langfristiges Risiko, dass nicht ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen, war nicht zu erkennen. Bei den Zulassungen, die Voraussetzung für eine Tätigkeit als Kontrollstelle sind, sind keine Verfahren oder Vorverfahren im Gang. Somit sind aktuell keine rechtlichen Risiken zu erkennen. Die Personalplanung erfolgt strukturiert und zielorientiert. Eine zeitnahe und sachgerechte Bearbeitung der Aufgaben ist daher sichergestellt. Gefahren, die sich aus einer nicht ausreichenden Zahl und Qualifizierung des Personals ergeben können, sind nicht zu erkennen. Der Aus- und Fortbildung von Kontrolleur:innen wird vom Leitungsteam der ABCERT AG besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Durch motivierte Mitarbeiter:innen ist eine nachhaltige Entwicklung der ABCERT AG gesichert. Die stetige Weiterentwicklung der eigenen Kontroll- Software, die Datenbanken, die Umsetzung der E-Akte sowie die Einbindung der Flächendaten über den Gemeinsamen Antrag im Bereich der Öko- Kontrollen gewährleistet auch zukünftig einen Struktur - Vorteil gegenüber den Wettbewerbern. Jahresabschluss 2023 Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 sowie der Lagebericht wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 26.04.2024 wurde vom Vorstand Bilanz und Lagebericht erläutert, sowie Fragen hierzu beantwortet. Der Abschluss sowie der Lagebericht gaben zu keinen Einwendungen Anlass. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 26.04.2024 den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt. Der Aufsichtsrat schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 wie folgt zu verwenden:
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierte und sehr gute Arbeit zum Wohle der ABCERT AG im abgelaufenen Jahr.
Neulußheim 3.06.2023 Der Aufsichtsrat der ABCERT AG Hubert Merz |
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