Car Fit GmbH Auto-Teile-Zubehör
Same addressRetail sale of motor vehicle parts and accessories
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Marcus Haman since 2/16/2024 | Managing Director |
Patrick Hemmerle since 2/16/2024 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 26.76% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KGGilchingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernkapitalflussrechnung
1. Allgemeine Angaben Das Mutterunternehmen besteht unter der Firma pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Gilching. Die pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes München unter HRA 76696 eingetragen. Das Mutterunternehmen hat den Konzernabschluss unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB erstellt. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden im Wesentlichen die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) des Deutschen Rechnungslegungsstandards Committee (DRSC) beachtet. Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht § 266 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Postenbezeichnungen im Eigenkapital wurden in Anlehnung an das Schema aus dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 22 (DRS 22) angepasst. Die Vorjahreswerte sind unverändert den nur anders benannten Posten zuzurechnen. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang anzubringen sind, im Wesentlichen im Konzernanhang aufgeführt. 2. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis besteht neben der pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG, Gilching, als Mutterunternehmen aus folgenden Unternehmen:
Die pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG ist persönlich haftende Gesellschafterin der pro-beam GmbH & Co. KGaA. Von Gesetzes wegen steht ihr daher die Geschäftsführung bei der Tochtergesellschaft zu (§ 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB). Folgende Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden nicht einbezogen:
Die Objektgesellschaft Nr. 7 wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil das Mutterunternehmen gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB bei wirtschaftlicher Betrachtung nicht die Mehrheit der Risiken und Chancen trägt. Das Unternehmen Nr. 8 wurde zum 01.05.2022 gegründet. Aus der Kooperation mit Guilin Shida Technology Co. Ltd. geht das strategische Joint Venture Guilin THD-pb Powerbeam Machine Co. Ltd. hervor. An dem neuen Unternehmen ist die pro-beam Electron Beam Technology Changzhou Co., Ltd. vertraglich zu 35% beteiligt. Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften werden von den Befreiungsvorschriften des § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch machen und ihren Jahresabschluss nicht offenlegen:
3. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, das ist der 31. Dezember, aufgestellt. Dieser Stichtag entspricht dem Abschlussstichtag aller einbezogenen Gesellschaften. Vor der Zusammenfassung der Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen hinsichtlich der Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften nach den von der Muttergesellschaft vorgegebenen konzerneinheitlichen Richtlinien auf die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HB II) übergeleitet. Die pro-beam Electron Beam Technology Ltd. (Changzhou) Co., Ltd. (VR China) bilanziert in Landeswährung. Der Umrechnungskurs € zur Landeswährung beträgt für China 1: 7,1576 (Jahresergebnis) und 1: 7,3582 (Bilanzstichtag). Die pro-beam USA bilanziert in Landeswährung. Der Umrechnungskurs € zur Landeswährung beträgt für USA 1: 1,0182 (Jahresergebnis) und 1: 1,0666 (Bilanzstichtag). 3.1 Kapitalkonsolidierung Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den jeweiligen Tochter-Unternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung durchgeführt. Das Eigenkapital des Tochterunternehmens ist mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen im Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Ein nach der Verrechnung der Anschaffungskosten für die Anteile mit dem (neubewerteten) Eigenkapital verbleibender Unterschiedsbetrag ist in der Konzernbilanz, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als "Geschäfts- oder Firmenwert" und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital auszuweisen. Passivische Unterschiedsbeträge werden direkt in die Konzernrücklagen eingestellt bzw. erfolgswirksam vereinnahmt, soweit feststeht, dass sie einem realisierten Gewinn entsprechen bzw. die ungünstigen Entwicklungen eingetreten oder die erwarteten Aufwendungen angefallen sind. Im Berichtsjahr 2016 führte die Zahlung einer Abfindung durch die Gesellschaft im Zuge des Ausscheidens eines Kommanditisten zu einem aktiven Unterschiedsbetrag von € 1.138.751,00 der einen Geschäfts- oder Firmenwert darstellt. Aufgrund seines Zugangs zum 31.12.2016 erfolge im Berichtsjahr 2017 erstmals eine planmäßige Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwerts zu 1/5. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Geschäftsjahr 2021 planmäßig vollständig abgeschrieben. In Höhe der Minderheitenanteile von fremden Gesellschaftern werden in der Konzernbilanz "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. 3.2 Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. 3.3 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge werden ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. 3.4 Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebnisse, die auf Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden im vorliegenden Konzernabschluss eliminiert, soweit diese nicht unwesentlich waren und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren (Wesentlichkeit). 4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Der vorliegende Konzernabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwischen 3 und 5 Jahren. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über 10 Jahre bzw. 5 Jahre (Zugang 31.12.2016) abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen sowie unter ggf. zu berücksichtigenden Zuschüssen angesetzt. Geringwertige Anlagegegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis bis € 800,00 wurden im Geschäftsjahr gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. dem Nennwert angesetzt. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie Fertigerzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Prinzips der verlustfreien Bewertung angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Nettoforderungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit Ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden einzelwertberichtigt. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und den Verbindlichkeiten grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs. Im Konzernabschluss werden die Bilanzen der einbezogenen Unternehmen mit dem Stichtagskurs erfolgsunwirksam umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erträge und Aufwendungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Bei der Zwischenergebniseliminierung erfolgt die Umrechnung mit dem Stichtagskurs im Zugangszeitpunkt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen bewertet. 5. Angaben zur Bilanz 5.1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.
5.2 Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. 5.3 Eigenkapital Das Kommanditkapital beträgt zum Stichtag unverändert € 1.033.747,00. Im erwirtschafteten Konzerneigenkapital ist ein ausschüttungsgesperrter Betrag durch Aktivierung aktiver latenter Steuern von T€ 184 enthalten. Zur Entwicklung des Eigenkapitals siehe den Konzerneigenkapitalspiegel. 5.4 Rückstellungen Die in der Bilanz unter dem Posten "sonstige Rückstellungen" zusammengefassten Posten, mit einem nicht unerheblichen Umfang, sind nachstehend aufgeführt:
5.5 Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 4 beinhalten das Verrechnungskonto der pro-beam Verwaltungs GmbH, die persönlich haftende Gesellschafterin der pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen können in voller Höhe auch den sonstigen Verbindlichkeiten zugeordnet werden. 5.6 Sicherheiten Die Tochtergesellschaft pro-beam GmbH & Co. KGaA haftet zusammen mit der pro-beam systems GmbH gesamtschuldnerisch für bestimmte Verbindlichkeiten und Avalkredite gegenüber Kreditinstituten. Dabei können bestimmte Geschäftskredite zwischen der pro-beam GmbH & Co. KGaA und der pro-beam systems GmbH wechselseitig oder gemeinsam ausgenutzt und in Anspruch genommen werden. Grundlage ist ein Sicherheitenpoolvertrag zwischen einem Bankenkonsortium und der pro-beam GmbH & Co. KGaA sowie der pro-beam systems GmbH. Gesamtschuldnerisch besichert sind die Bankkredite durch Sicherungsübereignung der Vorräte, Globalzession sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Grundschulden. Zum Bilanzstichtag bestehen entsprechende langfristige Darlehen in Höhe von T€ 1.587, kurzfristige Darlehen in Höhe von T€ 1.270 und Kontokorrentkredite von T€ 7.105. Der durch Banken des Bankenkonsortiums bereitgestellte Avalkreditrahmen wurde zum Stichtag in Höhe von T€ 1.553 beansprucht. Weitere langfristige Bankkredite in Höhe von T€ 8.470 sind durch Grundschulden auf das Grundstück in Stollberg/Erzgeb. gesichert. 5.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von T€ 1 und aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 16.242. 5.8 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte betreffen Operating-Leasing-Transaktionen für das Gebäude in Gilching mit Leasingaufwendungen bis zum Ende der Laufzeit im Jahr 2033 von T€ 8.192, für Maschinen bis zum Ende der aktuellen Laufzeiten 2028 von T€ 7.056, für Betriebs- und Geschäftsausstattung bis Ende der aktuellen Laufzeiten 2023 und 2029 von T€ 414 und für den Fuhrpark bis maximal 2025 von T€ 581. Der Konzern nutzt das Leasinginstrument um die Vorteile einer günstigeren Kapitalbindung zu erreichen. Im Geschäftsjahr hat unsere Gesellschaft drei Maschinen an Leasingunternehmen verkauft und wieder angemietet. Dieses Sale-an-Lease-Back-Geschäft führt zu einem deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und zu einer Verbesserung der Liquidität. Im Vergleich zum Vorjahr belief sich der Anstieg der Leasingaufwendungen auf T€ 426. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist diesbezüglich nicht eingeschränkt, weil die Maschinen von der Tochtergesellschaft pro-beam systems GmbH selbst hergestellt wurden. 5.9 Haftungsverhältnisse Die SAB Sächsische AufbauBank hat der Tochtergesellschaft pro-beam systems GmbH Fördermittel für das Betriebsgebäude in Stollberg in Höhe von T€ 3.254 gewährt. Fördervoraussetzung ist, dass für eine Frist von fünf Jahren nach Beendigung der Baumaßnahmen eine bestimmte Zahl an Dauerarbeits- und Ausbildungsplätzen durch die Tochtergesellschaft vorzuhalten ist. Die Zweckbindungsfrist endet am 30.11.2026. Die pro-beam GmbH & Co. KGaA haftet im Rahmen eines Schuldbeitritts in Höhe von T€ 488 für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen. Mit einer Inanspruchnahme ist zu Zeit nicht zu rechnen, da die vereinbarten Bedingungen gegenüber der SAB Bank eingehalten werden. Die Tochtergesellschaft pro-beam GmbH & Co. KGaA hat gegenüber ihren Tochtergesellschaften pro-beam additive GmbH und pro-beam Immobilien Besitz- und Verwaltungs GmbH Rangrücktrittserklärungen für die von ihr vergebenen Darlehen (T€ 5.031 und T€ 1.519) ausgesprochen. Aufgrund der für den pro-beam Konzern gesicherten Finanzierung durch Eigenkapital und Kreditinstitute ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. 5.10 Latente Steuern Latente Steuern werden mit Hilfe der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode ermittelt. Dabei errechnen sich die latenten Steuern auf temporäre Differenzen zwischen dem Steuerwert von Vermögenswerten und Schulden und ihrem Wert in der Konzernbilanz. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe angesetzt, in der es wahrscheinlich ist, dass künftige steuerpflichtige Gewinne vorhanden sein werden, gegen die die temporären Differenzen verrechnet werden können. Es wurden aktive latente Steuern für vorhandene temporäre Differenzen in der Konsolidierung angesetzt. Die in dem aktiven Abgrenzungsposten für latente Steuern enthaltene Steuerabgrenzung infolge der Differenz aus der Summe der Einzelergebnisse und dem Konzernergebnis beträgt T€ 184. Dabei wurden im Laufe des Geschäftsjahres T€ 36 ergebnismindernd aufgelöst. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 30% und beruht im Wesentlichen auf der Auflösung / Bildung von Rückstellungen im Zuge der Anpassungen an das deutsche Handelsrecht und der Zwischenergebniskonsolidierung. 6. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Im Berichtsjahr sind Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. periodenfremd angefallen:
7. Konzernkapitalflussrechnung Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt nach dem Mindestgliederungsschema aus dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21). Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds setzte sich aus der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" sowie den Kontokorrentkrediten aus der Position " Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" zusammen. 8. Konzerneigenkapitalspiegel Die Darstellung des Konzerneigenkapitalspiegels erfolgt nach dem Schema aus dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 22 (DRS 22). Einzelne Posten wurden zur Konkretisierung umbenannt ohne eine inhaltliche Veränderung vorzunehmen. Ferner wurden nicht mehr benötigte Zwischensummen gestrichen. 9. Sonstige Angaben 9.1 Geschäfte mit nahestehenden Personen Es wurden keine marktunüblichen Transaktionen mit nahestehenden Personen getätigt. 9.2 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt insgesamt ca. T€ 150. Davon entfallen T€ 139 auf die Abschlussprüfung. Weitere T€ 11 entfallen auf Steuerberatungsleistungen. 9.3 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden im Konzern insgesamt 395 (Vj. 407) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 102 (Vorjahr 90) kaufmännische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 293 (Vorjahr 317) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung, Entwicklung und Produktion. 9.4 Organe der Gesellschaft und Aufwendungen für Organe Die pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG ist persönlich haftende Gesellschafterin der pro-beam GmbH & Co. KGaA. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der pro-beam GmbH & Co. KGaA durch die pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG. Deren Geschäftsführung erfolgt durch die pro-beam Verwaltungs GmbH (Gezeichnetes Kapital € 52.000,00). Die Geschäftsführung der pro-beam Verwaltungs GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
Als Vergütung wurden der persönlich haftenden Gesellschafterin im Geschäftsjahr T€ 783 gewährt. Die pro-beam GmbH & Co. KGaA hat einen Aufsichtsrat, der wie folgt besetzt ist:
Der Aufwand für den Aufsichtsrat belief sich im Berichtsjahr auf T€ 20. 9.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Hinsichtlich der Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. 9.6 Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Gilching, den 14. Juli 2023 pro-beam Verwaltungs GmbH Nicolas Freiherr von Wolff, Geschäftsführer Dr. Thorsten Löwer, Geschäftsführer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen der pro-beam Gruppe 1. Geschäftstätigkeit Eingangs sei erwähnt, dass die pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG selbst nur eine Beteiligung an der pro-beam GmbH & Co. KGaA hält. Der eigentliche Geschäftsbetrieb findet im Teilkonzern der pro-beam GmbH & Co. KGaA statt. Die pro-beam Gruppe ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Elektronenstrahltechnik. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist das Betreiben von Elektronenstrahlmaschinen zur Bearbeitung von Metallbauteilen. Neben der Elektronenstrahlwendet die Gruppe auch die Laserstrahltechnik an. Zur Bearbeitung angelieferte Bauteile werden geschweißt, gebohrt oder gehärtet. Innerhalb der pro-beam Gruppe wird diese Dienstleistung an zwei Standorten in Deutschland angeboten. Des Weiteren beschichtet die Gesellschaft Bauteile mit diamantähnlichen Kohlenstoffschichten und fertigt Komponenten für Elektronenstrahlanlagen. Die zweite Geschäftstätigkeit innerhalb der pro-beam Gruppe ist der Maschinen- und Anlagenbau. In der Tochtergesellschaft pro-beam systems GmbH werden Laser- und Elektronenstrahlmaschinen für den internationalen Markt gebaut und weltweit vertrieben. Zudem erfolgt in der pro-beam systems GmbH das After-Sales-Geschäft des Maschinen- und Anlagenbaus, bestehend aus Wartung, Reparatur, Ersatzteilen und Schulungen. Darüber hinaus ist das Unternehmen über die Tochtergesellschaft pro-beam additive GmbH auf dem Gebiet der additiven Fertigung tätig und erarbeitet entsprechende Fertigungsprozesse für die industrielle Anwendung über zwei Verfahren:
Dem voraus gingen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich der additiven Fertigung inkl. Marktanalysen, die gruppenintern finanziert wurden. Die Verfahren sind für die industrielle Fertigung vorgesehen und decken Metallbauteile unterschiedlicher Materialien und Größe von Losgröße 1 bis zur industriellen Serienfertigung ab. Das WEBAM Verfahren setzt dabei unmittelbar an dem Dienstleistungsportfolio der Gruppe insbesondere im Bereich Schweißen auf, so dass dafür auch bestehende Anlagentechnik mit leichten Anpassungen in Zukunft eingesetzt werden kann. Das Pulverbett-Verfahren ist vor allem für Bauteile ausgelegt, die filigrane Strukturen aufweisen. Die Tochtergesellschaft kann einen schnelleren Produktionsprozess mit industriellen Standards neben hoher und wiederholbarer Qualität anbieten, als bisher auf dem Markt üblich. Für das EBM-Verfahren sollen die dafür entwickelten Anlagen vornehmlich an Drittkunden verkauft werden. Eine Tochtergesellschaft in China bedient den chinesischen und asiatischen Markt über die gesamte Dienstleistungs- und Produktpalette. Eine weitere Tochtergesellschaft in den USA vertritt die pro-beam Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus und handelt größtenteils als Vertriebs- und Servicegesellschaft. Insgesamt ist die pro-beam Gruppe einer der weltweit größten Dienstleister im Bereich der Auftragsfertigung und im Anlagenbau mittels Strahltechnik, insbesondere Elektronenstrahltechnik. 2. Forschung und Entwicklung Die pro-beam Gruppe investiert weiterhin in Forschung und Entwicklung. Schwerpunkt dabei ist die Optimierung der Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsfeatures im Bereich der Elektronenstrahlgeneratoren und -anwendungen mit dem Ziel, die verfahrenstechnischen Anwendungsmöglichkeiten des Elektronenstrahls zu erweitern. Darüber hinaus investiert die Gruppe in die Entwicklung neuer Anwendungsfelder für die Lasertechnik, wobei auch hier sowohl anwendungsbezogene als auch anlagentechnische Ansätze verfolgt werden. Mit den Entwicklungsschwerpunkten soll das Angebot der pro-beam Gruppe im Bereich der Strahltechnik komplettiert werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftliche Entwicklung war im Jahresverlauf 2022 außergewöhnlich volatil und durch starke regionale Unterschiede geprägt. Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine, die weitestgehende Erholung von der Corona-Pandemie in den meisten Ländern und das lange Festhalten an der Null-Covid-Politik in China waren wichtige, sich überlagernde Treiber der makroökonomischen Entwicklung. Von ganzwesentlicher Bedeutung für die Entwicklung der Industriekonjunktur waren die sprunghaft gestiegenen Energiepreise. Die Gesamtnachfrage wurde darüber hinaus durch die in fast allen Ländern (mit Ausnahme Chinas und Japans) stark gestiegenen Inflationsraten und die steigenden Zinsen gedämpft. Ursache der steigenden Inflationsraten waren vor allem die gestiegenen Energiepreise, aber auch Engpässe auf den Arbeits- und Gütermärkten trugen dazu bei. Der starke US-Dollar trieb die Inflation in allen Ländern, die Waren und Rohstoffe aus dem Dollarraum einführten. Während das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union zunächst deutlich zunahm, starteten die USA mit einer technischen Rezession in das Jahr. In der zweiten Jahreshälfte kehrte sich das um. Die europäischen Volkswirtschaften wuchsen nur noch schwach, in den USA beschleunigte sich die gesamtwirtschaftliche Aktivität hingegen etwas. In den Schwellenländern Asiens war der Konjunkturverlauf im gesamten Jahr volatil. Maßgeblich war die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in China: Auf einen soliden Jahresauftakt folgte ein Rückgang im zweiten Quartal und nach neuerlicher Erholung im dritten Quartal kam es erneut zu starken Bremseffekten zum Jahresende. 2. Markt und Geschäftsentwicklung Der Markt für Schweiß-Dienstleistungen mittels Energiestrahlen ist im Wesentlichen von der fortschreitenden technischen sowie der gesamtkonjunkturellen Entwicklung abhängig. Weiterhin beeinflussen Entwicklungen in alternativen Schweißverfahren (z.B. Reibschweißen, Unter-Pulver-Schweißen und Engspalt-WIG-Schweißen) und zum Teil auch branchenspezifische Entwicklungen, den Markt. Insgesamt entwickelt sich die Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten, basierend auf der Elektronenstrahltechnologie trotz der volatilen wirtschaftlichen Lage, infolge der zunehmend komplexer werdenden Anforderungen durch neue Werkstoffkombinationen und zunehmende Bauteilanforderungen, grundsätzlich positiv. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Gesamtleistung des pro-beam GmbH & Co. KGaA Konzerns um 40% auf TEUR 60.446 (Vj. TEUR 43.313) gesteigert werden. Dies resultiert insbesondere aus den positiven Entwicklungen in allen Lohnfertigungsbereichen bei der Muttergesellschaft. Wesentlicher Zuwachs kommt hier aus den Bereichen Perforation (+46%) und Beschichtung (+46%). Aber auch der Bereich Schweißen liegt mit +21% klar über dem Niveau des Vorjahres. Im Anlagenbau der pro-beam systems GmbH konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich um 57% gesteigert werden, während der Umsatz im stabilen Servicegeschäft der pro-beam systems GmbH auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Durch die Null-Covid-Politik und dem Komplett-Lockdown reduzieren sich jedoch die Umsätze in China im Geschäftsjahr und liegen 13% unter Vorjahresniveau. Einen deutlichen Umsatzanstieg aufgrund von Anlagenverkäufen sowie einem gesteigerten Servicegeschäft konnte hingegen die pro-beam USA (von TEUR 838 auf TEUR 2.925) verzeichnen. Gestiegene Umsatzbeiträge des Anlagenbaus sowie inflationsbedingt höhere Einkaufspreise führten zu einem Anstieg des Materialaufwands (+66% auf TEUR 15.553, im Vorjahr TEUR 9.384). Das Rohergebnis konnte dennoch deutlich um 32% auf TEUR 44.893 gesteigert werden. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 14% (TEUR 3.018) auf TEUR 24.666. Im aktuellen Geschäftsjahr hat sich die Anzahl kaufmännischen der Mitarbeiter erhöht, wobei im Wesentlichen die bei der Muttergesellschaft angesiedelten Zentralfunktionen gestärkt wurden, um erforderliche Strukturen zu schaffen. Zudem resultiert der Anstieg aus umsatzgetriebenen Zusatzkosten für Mehrarbeitsbonus, nicht genommene Urlaubstage und Überstunden, aber auch aus einmaligen Personalanpassungsmaßnahmen. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 100 auf TEUR 2.521 reduziert. Die Reduzierung beruht im Wesentlichen auf der Tatsache, dass eine Großanlage am Fertigungsstandort Burg im Vorjahr im Rahmen der planmäßigen Abschreibung vollständig abgeschrieben wurde. Das Betriebsergebnis der pro-beam Gruppe stieg im Berichtszeitraum deutlich auf TEUR 2.821 (Vj.TEUR 868) an. Obwohl sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere aufgrund gestiegener Kosten für Instandhaltungen, Leasing, Personalakquise und IT, erhöht haben, konnte das Ergebnis wesentlich verbessert werden. Neben dem gestiegenen Betriebsergebnis, konnte auch das EBITDA deutlich von TEUR 3.718 auf TEUR 5.342 und somit um 44% gesteigert werden. b) Vermögens- und Finanzlage Im Jahresvergleich erhöhten sich die immateriellen Vermögensgegenstände der Gruppe um TEUR 134 auf TEUR 285 durch entgeltlich erworbene Konzessionen. Das Sachanlagevermögen stieg um TEUR 886 auf TEUR 28.126 (Vj.TEUR 27.240). Wesentliche Bestandteile des Sachanlagevermögens sind der umfangreiche Maschinenpark sowie Grundstücke und Gebäude. Die Neuinvestitionen des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen Erweiterungsinvestitionen im Bereich der Beschichtung. Auch das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um TEUR 476 auf TEUR 623. Die Tochtergesellschaft in China gründete eine Joint Venture mit einem langjährigen Partner und hält 35% an diesem. Das Vorratsvermögen erhöhte sich deutlich um 33% auf TEUR 9.747 (Vj. TEUR 7.317). Darin enthalten sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 567. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 1.382 auf TEUR 13.194 angestiegen. Aufgrund des gesteigerten Geschäftsvolumens kam es insbesondere zu einem Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sofort verfügbaren Barmittel erhöhten sich auf TEUR 4.201 (Vj.TEUR 1.876). Das Eigenkapital verringerte sich im Geschäftsjahr 2022 geringfügig um 138 TEUR auf TEUR 17.070 (Vj.TEUR 17.208). In dem Wirtschaftsjahr liegt ein Konzernjahresüberschuss von 1.131 TEUR vor. Es wurden zudem eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 463 und Entnahmen in Höhe von TEUR 800 an die Gesellschafter ausgezahlt. Die Eigenkapitalquote sank insbesondere durch die deutlich gestiegene Bilanzsumme und beträgt im Berichtsjahr 30% (Vj.35%). Die Rückstellungen haben sich um TEUR 1.221 auf TEUR 6.033 erhöht. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf erhöhte Steuerrückstellungen (+TEUR 726) infolge der positiven Ertragsentwicklung und der verbrauchten steuerlichen Verlustvorträge. Bei den sonstigen Rückstellungen gab es im Wesentlichen Erhöhungen für Überstunden, die auf die hohe Auslastung im Geschäftsjahr 2022, insbesondere am Jahresende, zurückzuführen sind. Des Weiteren haben sich die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen stichtagsbedingt erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich im Berichtszeitraum um TEUR 331 auf 18.432. Die Reduzierung begründet sich durch die Tilgung bestehender langfristiger Darlehen in Höhe von TEUR 1.717, der die Aufnahme neuer kurzfristiger Bankverbindlichkeiten gegenübersteht. Der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 5.807 ist im Wesentlichen auf erhaltene Anzahlungen bei der pro-beam systems GmbH zurückzuführen. Diese hat im vergangenen Jahr einen Großauftrag aus den USA sowie weitere Aufträge gewinnen können. Bei Vertragsabschluss sind in der Regel 30% Anzahlungen fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Berichtsjahr leicht auf TEUR 3.235 (Vj. TEUR 2.996). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung und Kontrolle des Geschäftsverlaufs erfolgt über finanzielle Leistungsindikatoren. Die wichtigsten Steuerungsgrößen stellen der Umsatz bzw. die Gesamtleistung, das EBIT / Betriebsergebnis und das EBITDA dar. Die Entwicklung dieser Größen im Vergleich zum Vorjahr sind unter dem Punkt 3a) Ertragslage dargestellt. Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung ist der Auftragseingang v.a. im Bereich Maschinenbau in der pro-beam systems GmbH und somit auch in der Komponentenfertigung der Muttergesellschaft. Der Auftragsbestand als Stichtagswert ist eine Kennzahl für die betriebliche Auslastung der Kapazitäten, im Bereich der Auftragsfertigung ist diese jedoch immer kurzfristiger Natur. 5. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Trotz der volatilen wirtschaftlichen Lage, dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine sowie den sprunghaft gestiegenen Energiepreisen, konnten alle finanzielle Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden. Insbesondere der starke Umsatzzuwachs im Anlagenbau von 57%, neben dem stetig wachsenden Bereich der Lohnfertigung, ist aus Sicht des Managements dabei besonders erfreulich. III. Chancen und Risikobericht Aufgrund der volatilen wirtschaftlichen Lage, den aktuell hohen Inflationsraten sowie dem Anstieg dies Zinsniveaus, bietet die daraus resultierende Investitionszurückhaltung im Bereich der Auftragsfertigung Chancen für steigende Auftragseingänge. Die Kunden nutzen so die bestehenden Fertigungsmöglichkeiten von pro-beam, um zunehmende Bedarfe abdecken zu können. Weiterhin zeigen einige Branchen, die zum Kundenkreis der Auftragsfertigung zählen, starke Steigerungsraten. Dazu gehört vor allem die Halbleiterindustrie. Auch konjunkturunabhängige Bereiche wie die Fertigung nuklearer Abfallbehälter bieten mittel- und langfristig ein relevantes Wachstumspotential. Auch neue Anwendungen in den Bereichen Mikrobohren und Beschichten versprechen positive Impulse für die Zukunft. Hier stehen die Bereiche Recycling und alternative Energien im Zentrum des Interesses. Einen besonderen Fokus legt die Gruppe auf den Bereich der additiven Fertigung. Hier wird sowohl der Ansatz mittels Drahtauftragsschweißen als auch das Pulverbettverfahren mit Nachdruck entwickelt und zur Marktreife gebracht. Die chinesische Tochter gründete mit einem langjährigen Partner ein Joint Venture. Dadurch sollen die Marktpräsenz weiter ausgebaut und die Bedürfnisse chinesischer Kunden bei Elektronenstrahlanlagen noch stärker berücksichtigt werden. Seit Mai 2022 ist das neu gegründete Joint Venture mit Sitz in Guilin, China unter dem Namen Guilin THD-pb Powerbeam Machine Co. Ltd. nationaler Anbieter von hochleistungsfähigen Elektronenstrahlsystemen. Die weltwirtschaftliche Entwicklung war im Geschäftsjahresverlauf 2022 geprägt durch den Ausbruch des Kriegs in der Ukraine sowie durch die Erholung von der Corona-Pandemie in den fortgeschrittenen Ländern. Die weltweit äußerst angespannte Marktsituation, insbesondere die gravierende Bauteileverknappung sowie starke Preiserhöhungen von Rohstoffen, stellt alle Unternehmen und damit auch pro-beam, vor große Herausforderungen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde pro-beam erneut mit erheblichen Preissteigerungen konfrontiert. Die Inflation und damit verbundene Lohnforderungen, Rohstoffpreise und Logistikkosten haben deutlich zugenommen. Es besteht das Risiko, dass inflationsbedingte Preissteigerungen nicht in ausreichendem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Zudem besteht aufgrund der herausfordernden Lage das Risiko für die Gesellschaft der Fehleinschätzung der für sie relevanten Märkte und der zukünftigen Erfordernisse. Abgesehen von der gesamtwirtschaftlichen Lage und den damit verbundenen Risiken bestehen im Bereich der Auftragsfertigung die wesentlichen Risiken weiterhin darin, alternative Fügeverfahren zur Laser- und Elektronenstrahltechnik sowie immer höhere Anforderungen an die Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Weiterhin im Fokus der Risiken für die Geschäftsentwicklung ist die zunehmend schwierigere Gewinnung von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowohl Facharbeiter als auch Ingenieure. Eine weitere Herausforderung ist die ständige Aufrechterhaltung der notwendigen Verfügbarkeit der hochtechnischen Anlagen in der Auftragsfertigung. Aufgrund neuer Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten bei alternativen Fügeverfahren wie z.B. dem Unter-Pulver-Schweißverfahren und mit neuartigen Laserquellen steigt der Wettbewerb in Marktsegmenten, die bisher weitgehend vom Elektronenstrahl dominiert wurden, wie z.B. im Bereich des Schweißens von großen Bauteilen mit hohen Schweißtiefen. Damit besteht weiterhin das Risiko, sowohl Lohnaufträge als auch Anlagenaufträge an Konkurrenzverfahren zu verlieren. pro-beam begegnet dem Risiko u.a. durch Forschung und Entwicklung im Bereich der Generator- und Verfahrenstechnik, um die Anwendungsmöglichkeiten der Elektronenstrahltechnik zu erweitern. Weiterhin führt pro-beam immer wieder vergleichende technische und kaufmännische Analysen der Wettbewerbsverfahren durch, mit dem Ziel, diese, wie im Fall des Lasers bereits geschehen, ggf. in die pro-beam Produktpalette einzubinden und dem Markt ebenfalls anzubieten. Die pro-beam Gruppe begegnet dem Risiko weiterhin durch Erschließung neuer Marktsegmente mit Alleinstellungsmerkmalen für die Strahltechnik (Konstruktionsmöglichkeiten, Materialien, Fertigungsmöglichkeiten im Rahmen der Wertschöpfungskette). Vor allem im Bereich der Bearbeitung von Mittel- und Großbauteilen besteht ein Risiko, die geforderte Qualität nicht zu erzielen. Es wird daher kontinuierlich an der prozessualen, systemischen und organisationalen Stringenz der Wertschöpfungskette gearbeitet, um über die weitere Optimierung dieser das Qualitätssicherungssystem in Gänze zu verbessern. Darüber hinaus begegnet die pro-beam Gruppe Risiken durch klare kaufmännische Richtlinien, konsequente Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten der Anlagentechnik, dem Einsatz hochqualifizierter und erfahrener Mitarbeiter. Aufgrund der hohen technischen Ansprüche besteht für die pro-beam Gruppe ein Risiko, nicht ausreichend qualifiziertes Personal zu identifizieren und gewinnen zu können. Die pro-beam Gruppe hat zur Begegnung dieses Risikos bereits ein professionelles gruppenweites Personalwesen installiert und führt eine Neuausrichtung der Personalarbeit konsequent weiter. Neben der Professionalisierung der Personalakquise liegt der Fokus auf dem Bereich Personal- und Organisationsentwicklung. Die im Geschäftsjahr 2022 erfolgte Einführung einer Matrix-Organisation für die gesamte pro-beam Gruppe wird für eine bessere Kommunikation der Mitarbeiter:innen untereinander sorgen und damit deutliche Effizienzsteigerungen zur Folge haben. Durch die Matrix-Organisation erfolgt eine Ausrichtung der gesamten Unternehmensstruktur auf die Unternehmensstrategie. Im nächsten Schritt sollen Mitarbeiter:innen ihre Rolle und Handlungsspielräume innerhalb der pro-beam Gruppe immer besser verstehen und sich dadurch mit dem Unternehmen identifizieren. Anhand der unterschiedlichen Wertigkeiten der Rollen werden für die Einführung eines neuen Vergütungssystems Entgeltbandbreiten abgeleitet, die zu mehr Transparenz und damit Mitarbeiterzufriedenheit führen werden. Dies sorgt für eine bessere Identifikation der Mitarbeiter:innen mit dem Unternehmen und erhöht die Arbeitszufriedenheit deutlich. Diese Maßnahmen werden im Geschäftsjahr 2023 umgesetzt. Neben unterstützenden Personalmarketingmaßnahmen bildet weiterhin Schwerpunkt die gezielte Personalakquise, bei Bedarf mit Unterstützung durch spezialisierte Personaldienstleister Dem Risiko wird darüber hinaus durch ein etabliertes Traineeprogramm, allgemeine intensive Mitarbeiterschulungen und -ausbildungen besonders in den technischen Funktionen Rechnung getragen. Aufgrund des Erfolges bzgl. Personalakquisition konnte die pro-beam Gruppe im letzten Geschäftsjahr deutlich wachsen. Aus dem höheren Personalstand resultiert ein Anstieg der Fixkosten. Um diesem Risiko zu mindern bzw. dieses zu begrenzen erfolgt zum einen ein intensives Controlling und Monitoring. Darüber hinaus wird ein gewisses Maß an Flexibilität durch Zeitarbeit und Befristungen erreicht. Angesichts der hohen Energieintensität der angebotenen Dienstleistungen besteht ein Ertragsrisiko durch steigende Energiekosten, insbesondere durch den Ukrainekrieg. Die Strompreise wurden für das Geschäftsjahr 2023 jedoch bereits vertraglich fixiert. Die Preissteigerungen wurden zudem in Form eines zunächst zeitlich befristeten Energiekostenzuschlages weitestgehend an die Kunden weitergegeben. Im Bereich des Anlagenbaus sind die wesentlichen Risiken Projektverschiebungen und ausbleibende Investitionen der Kunden infolge von Lieferengpässen, hohen Inflationsraten sowie gestiegenen Energiekosten. Den Lieferengpässen konnte durch alternative Bezugsquellen, sowie konsequente bedarfsgerechte Optimierung der Beschaffungsprozesse bereits begegnet werden. Dennoch besteht das Risiko, durch kurzfristigen Lieferantenausfall oder Zukäufe, dass Materialpreissteigerungen nicht zeitnah und vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Preisänderungsrisiken versucht pro beam vor allem durch mittel- und langfristige Rahmenvereinbarungen zu begrenzen. Weitere Chancen ergeben sich bei der Realisierung günstigerer Material- und Komponentenpreise als in der Planung unterstellt. Darüber hinaus besteht weiterhin der Wettbewerbs- und damit verbundene Margendruck. Die pro beam Gruppe begegnet den Risiken durch weitere Fokussierung auf die kostenoptimierte Standardisierung und Modularisierung der Anlagen, konsequente Ausrichtung des Vertriebs auf Wachstumsbranchen und neue Anwendungen sowie Entwicklungsprojekte zur Effizienzverbesserung der Anlagen und deren Produktion. Die Gesellschaft verfügte jederzeit im Berichtsjahr über ausreichend Liquidität und ist bis Mitte 2025 bei planungsgemäßem Geschäftsverlauf operativ durchfinanziert. Mit den Hausbanken, mit denen die Gesellschaft permanent in Gesprächen steht, bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Im ersten Quartal 2022 wurde mit den Hausbanken eine Anschlussfinanzierung erfolgreich verhandelt, die neben der Prolongation bis Mitte 2025 auch über das bereits bestehende Kreditvolumen zusätzliche Bar- und Avallinien bereitstellt. Für die relevanten Kreditverträge bestehen vertragliche Nebenabreden, sogenannte Financial Covenants. Es besteht das Risiko, dass diese Finanzkennziffern nicht eingehalten werden können und dies einen Verstoß gegen den Kreditvertrag darstellt und im Extremfall zur Kündigung des Kredites führen kann. Die Gesellschaft geht davon aus, dass aufgrund der langjährig gewachsenen Geschäftsbeziehungen mit den Hausbanken ein eventueller Covenant Bruch über eine Kreditvertragsanpassung geheilt werden kann. Größere Nachfrageeinbrüche, aber auch Insolvenzen von Kunden aufgrund der volatilen gesamtwirtschaftlichen Situation, können die finanzielle Stabilität der Gesellschaft beeinträchtigen. Diesem Risiko wird mit einem Forderungsmanagement sowie einem intensiven Forecastprozess begegnet. Allgemein besteht ein Risiko der Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums als Folge hoher Energiepreise und Inflationsraten, steigender Zinsen und des Auslaufens von Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie. Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben außerordentlich hoch. Eine weitere Eskalation geopolitischer Konflikte, beispielsweise in China, könnte zu Beeinträchtigungen globaler Lieferketten und zu größeren Einschränkungen des Angebots von Energie, Industrierohstoffen und Zwischenprodukten führen. Der Krieg in der Ukraine birgt erhebliche Risiken für die Marktentwicklung in Europa. Die pro-beam Gruppe hat bereits frühzeitig durch Gründung von Tochtergesellschaften in den großen Zielmärkten USA und China reagiert, um derartige Risiken abzumildern. Zudem werden mittlerweile andere Märkte intensiv vertrieblich bearbeitet. IV. Prognosebericht Die pro-beam Gruppe profitiert weiterhin und nachhaltig vom etablierten Geschäftsmodell als Dienstleister und Anlagenbauer. Sie verfügt über einen weltweit einmaligen Maschinenpark und darüber hinaus in verschiedenen Bereichen überführendes technologisches Know-how. Die Etablierung vor allem der ausländischen Tochtergesellschaften in den jeweiligen Zielmärkten soll weiterhin konsequent vorangebracht werden. Insbesondere in den USA und in China sind Investitionen zur Ausweitung des Geschäfts in den Jahren 2024 ff. geplant. Das kommende Geschäftsjahr wird geprägt sein von einem weiteren deutlichen Wachstum in der Auftragsfertigung, welches durch die Schaffung von zusätzlichen Kapazitäten unterstützt wird. Die positive Entwicklung der Auftragseingänge im Anlagenbau sowie der wachsende After-Sales Bereich werden einen merklichen Beitrag zum Wachstum im Geschäftsjahr 2023 leisten. Nachdem das bisherige Wachstum vorwiegend durch den Kernmarkt Europa getrieben wurde, wird die pro-beam Gruppe in der nächsten Wachstumsphase die Geschäftstätigkeit in den Regionen Nordamerika und Asien ausbauen. Zudem wird weiterhin das Geschäftsfeld ,Additive Fertigung' vorangetrieben. Um diese Ziele zu erreichen, werden derzeit strategische Vertriebsaktivitäten vorangetrieben. Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten in Folge hoher Energiepreise und Inflationsraten, steigender Zinsen aufgrund geopolitischer Konflikte, bleiben weiter hoch. Aufgrund des breitgefächerten Geschäftsmodells und keiner Abhängigkeit von nur einer singulären Branche, sieht das Management trotz aller Risiken und Unwägbarkeiten einem positiven Ausgang der der oben erwähnten Situation für das Unternehmen entgegen. Die Planungen der Gesellschaft für 2023 zeigen einen gegenüber dem Vorjahr deutlichen Umsatzanstieg sowie eine wesentliche Verbesserung des EBITDA-Niveaus.
Gilching, den 14. Juli 2023 pro-beam Verwaltungs GmbH Nicolas Freiherr von Wolff, Geschäftsführer Dr. Thorsten Löwer, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG: Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der pro-beam Beteiligungs GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Köln, den 15. Juli 2023 von Wrede, Wirtschaftsprüfer |
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