Venture capital investment companies
Master Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Thomas Bannas since 4/28/2023 | Managing Director |
Sebastian Danckert-Ebens since 4/28/2023 | Managing Director |
Alexander Airich since 9/6/2022 | Managing Director |
Jens-Uwe Betriebswirt Paasch since 1/12/2005 | Procura |
Beneficial OwnersBeta
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
ShareholdersBeta
Company ownership structure and capital distribution
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
ACO Ahlmann SE & Co. KG (vormals: ACO Severin Ahlmann GmbH & Co Kommanditgesellschaft)BüdelsdorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 20221. Grundlagen des Konzerns Die ACO Ahlmann SE & Co. KG hat ihren Sitz in Büdelsdorf und ist Muttergesellschaft von insgesamt 19 inländischen und 100 (davon elf nicht konsolidierten) ausländischen Tochtergesellschaften (zusammen "ACO Konzern" oder "ACO Gruppe"). ACO ist ein Water-Tech Unternehmen, das für den Schutz des Wassers sorgt. Ausgehend von unserer globalen Entwässerungskompetenz, die den Menschen vor dem Wasser schützt, sehen wir unsere Mission zunehmend darin, auch das Wasser vor dem Menschen zu schützen. Mit dem ACO WaterCycle liefert ACO Systeme, mit denen sich Wasser sammeln und leiten, reinigen, speichern und schließlich wiederverwenden lässt. So trägt ACO zur Erhaltung sauberen Grundwassers als lebenswichtige Ressource bei und leistet einen Beitrag für die Welt von morgen. Die Weltgemeinschaft UN hat in ihrer Agenda 2030 die Verbesserung der Wasserqualität als eines von 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung festgelegt. Intelligente Entwässerungssysteme von ACO sorgen vermehrt mit smarter Technologie dafür, dass Regenwasser und Abwasser abgeleitet oder zwischengespeichert wird. Mit innovativer Abscheide- und Filtertechnik verhindern wir die Verunreinigung des Wassers, beispielsweise durch Fette, Treibstoffe, Schwermetalle oder Mikroplastik. Heute geht ACO noch einen Schritt weiter: Wir nehmen die Herausforderung an, Wasser wiederzuverwenden und damit einen ressourcen-schonenden Kreislauf zu sichern. Bei allen Produkten und Systemen legt ACO Wert auf Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit und einen niedrigen CO 2 -Fußabdruck. Das Streben nach Nachhaltigkeit ist ein ständiger Prozess, dem wir uns jeden Tag neu stellen wollen. Die Produkte werden weltweit in 40 konzerneigenen Fertigungsstätten je nach Einsatzbereich aus Polymerbeton, Beton, Gusseisen, Schwarzstahl, Kunststoff oder Edelstahl hergestellt. Die Immobilien und die Anlagen stehen überwiegend im Eigentum der Konzerngesellschaften. Das Innovationsmanagement nimmt einen hohen Stellenwert in der ACO Gruppe ein. An mehreren Standorten werden Produkte für den Weltmarkt entwickelt, auch unter Berücksichtigung von lokalen Besonderheiten. Unterstützt werden diese dezentralen Aktivitäten durch das ACO Technologiezentrum in Indien, welches auf hohem technischen Niveau Dienstleistungen für die Konstruktion und Produktentwicklung bereitstellt. Wesentliche strukturelle Veränderungen hat es in der ACO Gruppe im Geschäftsjahr 2022 nicht gegeben. 2. Wirtschaftsbericht (1) Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von weltweiten wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen. Zwar ist der Einfluss der Covid-19 Pandemie weltweit weiter zurückgegangen. Allerdings führte der Kriegsausbruch in der Ukraine erneut zu Störungen der Lieferketten und massiv steigenden Kosten für viele Vorprodukte. Unsicherheiten bezüglich der Versorgung mit Energie haben Strom- und Gaskosten im Verlaufe des Jahres auf Rekordhöhen getrieben. Die unsichere Lage hat vor allem in Europa und China erste Spuren in der wirtschaftlichen Entwicklung hinterlassen, die wesentlichen Auswirkungen sind aber erst im Folgejahr zu erwarten. So war das Wachstum in der EU mit 3,5% weiter auf relativ hohen Niveau. Auf den für ACO wichtigen Märkten in Europa gab es dabei allerdings erhebliche Unterschiede. Erste negative Tendenzen waren vor allem in Deutschland zu beobachten, wo das Wachstum auf 1,8% zurückgegangen ist. Unterdurchschnittliches Wachstum wurde auch in Frankreich mit 2,6%, Schweden mit 2,4%, Finnland mit 2,0% sowie den baltischen Ländern auf ähnlichem Niveau verzeichnet. Positiv abgehoben hat sich dagegen die Entwicklung in Spanien mit 5,5%, den Niederlanden mit 4,4% und Österreich mit 4,8% Wachstum. Ebenso positiv war die Lage in den meisten Ländern Osteuropas, wie zum Beispiel Polen mit 4,9% und Ungarn mit 4,9% Wachstum. Ebenso positiv stellte sich die wirtschaftliche Entwicklung in Großbritannien mit 4,2% dar, in der Schweiz schwächer mit 2,1% Wachstum. Auch auf den für uns wichtigen außereuropäischen Märkten waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufriedenstellend. So verzeichneten die Vereinigten Staaten ein Wirtschaftswachstum von 2,1%, Australien ein deutliches Wachstum von 3,7%. Trotz dieser unübersichtlichen Rahmenbedingungen hat die ACO Gruppe das Geschäftsjahr 2022 erfolgreich abgeschlossen. Auch bedingt durch notwendige überdurchschnittliche Preiserhöhungen konnten die Umsatzerlöse auf ein Rekordniveau von EUR 1.064 Mio. gesteigert werden. Inland Im inländischen Bau- und Haustechniksektor konnte sich die ACO Gruppe von den erwähnten Schwierigkeiten abkoppeln. Durch erfolgreiches Beschaffungs- und Bestandsmanagement war die Lieferbereitschaft im Jahresverlauf sichergestellt. Zwar gab es im DIY (Do It Yourself)-Bereich spürbare Rückgänge, diese konnten aber durch eine sehr positive Auftragsentwicklung bei Infrastruktur-, Gewerbe- und Wohnungsbauprojekten kompensiert werden. Auch durch die notwendigen Preisanpassungen lag das erzielte Umsatzwachstum über unseren Erwartungen. Besonders erfolgreich waren die Aktivitäten der ACO Guss. Eine sehr gute Nachfrageentwicklung in den Bereichen Strang- und Kundenguss führten zu einer hervorragenden Produktionsauslastung und einem signifikanten Umsatzwachstum. Insgesamt haben wir unsere Ziele im Inland deutlich übertroffen. Übriges Europa Auch auf den europäischen Märkten waren spürbare Preisanpassungen notwendig. Insgesamt war auch auf diesen Märkten die Lieferbereitschaft im Wesentlichen gegeben. Besonders erfolgreich zeigten sich die osteuropäischen Länder, Großbritannien, Spanien und die Schweiz, unterdurchschnittlich war die Entwicklung der Umsatzerlöse in Nordeuropa und Frankreich. Das Wachstum war etwas geringer als im Inland, wir haben aber auch hier unsere Ziele übertroffen. Übrige Welt Die von der Wachstumsseite erfreulichste Entwicklung gab es in Nordamerika. Mit einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse konnten wir dort an den schon im Jahr 2021 positiven Geschäftsverlauf anknüpfen. Einen ebenfalls positiven Umsatzverlauf gab es bei unseren Aktivitäten in Australien, Südamerika und Afrika. In Asien war die Situation dagegen eher gemischt. Sehr positiv stellte sich die Lage zum Beispiel in Indien und der Türkei dar. In China hatten wir aufgrund der widrigen politischen und konjunkturellen Umstände spürbare Umsatzrückgänge zu verzeichnen (2) Ertragslage Die Steuerung der ACO Gruppe erfolgt bezogen auf Finanzkennzahlen auf Basis der Umsatzentwicklung und dem Ergebnis vor Steuern als wesentliche Ergebnisgröße. Mit einem Wachstum der Umsatzerlöse um 13% auf EUR 1.064 Mio. konnten wir unsere Planungen für das Geschäftsjahr übertreffen. Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse verweisen wir auf den Anhang. Zur Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auch auf unsere Ausführungen unter Punkt (1) dieses Abschnitts. Das Bruttoergebnis vom Umsatz hat sich um EUR 51 Mio. auf EUR 461 Mio. annähernd proportional erhöht. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere, dass die stark erhöhten Rohstoff- und Personalkosten durch das steigende Marktpreisniveau weitergegeben werden konnten. Während sich die Vertriebskosten unterproportional erhöht haben, sind die allgemeinen Verwaltungskosten leicht überproportional angestiegen. Die Ursachen lagen in Kosten für Akquisitionen, den stark gestiegenen Energiepreisen und der Unterstützung unserer Mitarbeiter aufgrund der Auswirkungen durch die gestiegene Inflation. Größere Wechselkurseffekte hatten wir in 2022 nicht zu verzeichnen (Gewinn EUR 1,9 Mio. Vorjahr Gewinn EUR 4,0 Mio.), das im Laufe des Jahres stark steigende Zinsenniveau hat sich noch nicht spürbar ausgewirkt. Insgesamt war die Ertragsentwicklung damit sehr zufriedenstellend. Mit einer deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses (= Ergebnis vor Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung) auf EUR 82,1 Mio. (i. Vj. EUR 66,8 Mio.) haben wir das Jahr erheblich besser als budgetiert abgeschlossen (Budget war EUR 68,9 Mio.). Dies führt unter Berücksichtigung von Steuern zu einer Steigerung des Jahresüberschusses um EUR 13,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 63,9 Mio. Die Steuerquote hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Inland Die Ertragslage im Inland war insgesamt hervorragend. Zwar gab es erhebliche Herausforderungen auf der Kostenseite. Aber durch die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen in der Baubranche, eine hohe Lieferbereitschaft und eine aktive Preispolitik waren wir in der Lage, in den Sektoren Bauelemente und Haustechnik die Erträge gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern und die gesteckten Ziele zu übertreffen. Besonders deutlich war die Verbesserung gegenüber dem Budget und den Vorjahren bei der ACO Guss. Die gute Auftragslage und eine Verbesserung der Margen waren die Ursache. Ausland Die gute Umsatzlage in Verbindung mit einem moderaten Kostenaufbau hat auch im internationalen Bereich dazu geführt, dass wir unsere Ziele übertreffen konnten. Diese positive Tendenz war auf den allermeisten Märkten spürbar. Besonders hervorzuheben ist die gute Entwicklung in Osteuropa, Nordamerika, Australien und Indien. Ungewöhnlich war eine sehr breite positive Tendenz. Nur auf wenigen Märkten hatten wir mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Erwähnenswert ist hier einerseits die Lage in China, wo durch die Covid-19 Politik erhebliche Störungen im Geschäftsbetrieb aufgetreten sind. Andererseits hatte die Landwirtschaftssparte ACO Funki nicht unerhebliche Umsatzrückgänge zu verkraften. Auch hier spielte die Situation in China eine große Rolle. Zudem ist durch die Situation in Russland das dortige Projektgeschäft zum Erliegen gekommen. Als Reaktion wurden bei ACO Funki umfangreiche Personalmaßnahmen durchgeführt. (3) Finanzlage Die Finanzlage der ACO Gruppe ist weiterhin gut. Der umfangreiche Kreis der Finanzpartner ist nahezu unverändert. Die Versorgung mit Finanzmitteln ist problemlos möglich, Kreditlinien zur Finanzierung des laufenden Geschäfts und zur weiteren Expansion stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung. Zum Stichtag bestehen freie Kreditlinien von EUR 173,7 Mio. Der im Jahr 2022 beginnende Zinsanstieg hatte noch keinen wesentlichen Einfluss. Der Finanzmittelfonds verminderte sich zum Vorjahr um EUR 27,5 Mio, auf EUR 31,6 Mio. Diese Entwicklung resultiert hauptsächlich aus einem Zahlungsmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 57,4 Mio., dem Zahlungsmittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von EUR 82,0 Mio. und aus der Finanzierungstätigkeit von EUR 2,7 Mio. gegenüberstehen. Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich zum Vorjahr um EUR 20,3 Mio., insbesondere durch das gestiegene Periodenergebnis. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verminderte sich zum Vorjahr um EUR 43,0 Mio. im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Auszahlungen für Investitionen sowie durch den Kaufpreis für den Erwerb der Unternehmensgruppen Aquafix und Remosa. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich zum Vorjahr um EUR 25,3 Mio. hauptsächlich bedingt durch die Aufnahme von Finanzkrediten. Die zukünftigen Zins- und Währungsrisiken werden unter anderem durch den Einsatz von derivativen Instrumenten abgesichert. Diese Finanzinstrumente dienen dabei ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte sowie zur Sicherung des Zinsniveaus. Der mit Derivaten erzielbare Hebeleffekt wird bewusst nicht genutzt. Die Eigenkapitalquote ist weiter auf 56,4 % (i Vj. 55,1 %) gestiegen. Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestehen nicht. (4) Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von EUR 656,5 Mio. auf EUR 733,3 Mio. gestiegen. Dabei stellt sich die Struktur der Bilanz wie folgt dar:
Der Anstieg im immateriellen Anlagevermögen um EUR 17,3 Mio. auf EUR 38,2 Mio. ergibt sich insbesondere durch den im Zuge der Akquisition von Aquafix entstandenen Goodwill. Der Anteil der Sachanlagen ist durch das nach dem zurückhaltenden Vorjahr wieder gestiegene Investitionsvolumen entsprechend gewachsen (+ EUR 33,7 Mio. auf EUR 238,7 Mio.). Die Lagerbestände sind insbesondere aufgrund gestiegener Preise und größerer Bevorratung wegen der angespannten Liefersituation überproportional um EUR 43,0 Mio. auf EUR 255,6 Mio. gewachsen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 128,5 Mio.) sind nur leicht gestiegen, während die liquiden Mittel um EUR 22,8 Mio. auf EUR 41,1 Mio. gesunken sind. Damit machen die liquiden Mittel 5,6 % der Bilanzsumme aus. Die Bankverbindlichkeiten sind um EUR 10,7 Mio. auf EUR 120,6 Mio. gestiegen. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die Ertragsentwicklung hat sich im Geschäftsjahr über unsere Erwartungen hinaus verbessert. Die Vermögenslage ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses weiter äußerst stabil. Die Finanzlage der ACO Gruppe ist weiterhin sehr gut. 3. Chancen- und Risikobericht Unsere Risikopolitik für die ACO Gruppe orientiert sich an dem Ziel, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Das Risikomanagement der Muttergesellschaft stellt sicher, dass etwaige für den ACO Konzern bestehende und drohende Risiken erfasst und analysiert werden. Dazu stehen der Geschäftsleitung bspw. diverse Berichtssysteme zur Ertrags- und Finanzlage zur Verfügung. Ziel ist es, identifizierte Risiken auf ein akzeptables Niveau bei möglichst geringem Kostenaufwand zu begrenzen. Der kontrollierte Umgang mit Risiken soll ferner dazu beitragen, bestehende Chancen zu nutzen. Als weltweit operierende Gruppe mit wesentlichen Produktionskapazitäten unterliegen wir naturgemäß den üblichen Umfeld- und Branchenrisiken sowie leistungswirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Risiken. Für die ACO Gruppe ergeben sich folgende Risiken, die sowohl Einfluss auf die Geschäftsentwicklung als auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können: Auf der Absatzseite sind grundsätzlich keine außergewöhnlichen Abhängigkeiten gegeben. Insbesondere konjunkturelle Entwicklungen in unseren Kernmärkten können die Absatzmengen und damit verbunden die Kapazitätsauslastung beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf den Unternehmenserfolg auswirken. Dieses Risiko bzw. diese Chance wird als mittel eingeschätzt. Durch die bewährte Politik der dezentralen Verantwortung sind die Gesellschaften der Gruppe in der Lage, adäquat und zeitnah auf Marktveränderungen zu reagieren. Erhöhte Anforderungen durch Umweltauflagen und durch den Klimawandel verursachte Herausforderungen eröffnen neue Marktchancen, die als hoch eingeschätzt werden. Weitere Risiken stellen die allgemeinen Marktpreisentwicklungen für Rohstoffe, Energie und Logistik dar. Bei den im Laufe des Jahres 2022 gestiegenen Rohstoffkosten zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Die Engpässe auf den Beschaffungsmärkten sind deutlich zurückgegangen, bei den für uns wichtigen Materialgruppen rechnen wir im Verlaufe des Jahres 2023 mit weiteren moderaten Rückgängen. Durch die Streuung der Unternehmensaktivitäten auf unterschiedliche Märkte und Länder lassen sich die aufgeführten Risiken zum Teil begrenzen, sodass das Gesamtrisiko sich auf einem mittleren Niveau bewegt. Das Risiko von Lieferengpässen schränken wir durch in der Vergangenheit aufgebaute Alternativlieferanten stark ein. Für die aus Sicherheitsgründen überproportional gestiegenen Lagerbestände streben wir im Jahr 2023 die Rückkehr zu einem normalen Niveau an. Wir schätzen die Risiken insgesamt auf ein mittleres Niveau ein. Diese sich abzeichnende Entspannung bei den Beschaffungsmärkten gilt nur eingeschränkt für die Energiepreise. Zwar gibt es auch hier erste preisliche Rückgänge, die Versorgungslage bleibt unserer Ansicht nach aber auch in näherer Zukunft unsicher. Diesem Thema begegnen wir mit weiteren Anstrengungen zur Energieeinsparung, vertraglichen Absicherungen und Investitionen in Anlagen zur Solarstromerzeugung. Sollte es zu einer starken Verknappung von Energie kommen, sind die Auswirkungen wahrscheinlich massiv. Notfallpläne für diesen Fall zu einer Aufrechterhaltung unserer Produktion wurden umgesetzt. Allerdings liegen die Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld nicht in unserer Hand und sind auch nicht seriös zu beziffern. Wir schätzen das Risiko als mittel ein. Die Suche nach qualifiziertem Personal gestaltet sich langwieriger, akute negative Auswirkungen sind zurzeit aber nicht absehbar. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zeichnet sich aktuell keine Lösung ab. ACO Russland arbeitet weiter lokal beschränkt auf dem russischen Markt, Im- und Exportaktivitäten sind nahezu eingestellt. Auch das Projektgeschäft von ACO Funki in Russland wurde eingestellt, der durch den Wegfall dieses für Funki wichtigen Geschäftsfeldes notwendige Anpassungsprozess ist abgeschlossen. Die russischen Aktivitäten könnten möglicherweise durch politische Repressalien bedroht werden. Durch das relativ autarke Geschäftsmodell ist die Existenz des Unternehmens nicht akut bedroht. Eine Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds innerhalb Russlands halten wir allerdings weiterhin für möglich. Unser Werk in der Ukraine arbeitet weiter relativ uneingeschränkt. Dieses Werk liefert Produkte an die internationalen ACO Vertriebsgesellschaften. Die Entwicklung in der Ukraine bleibt abzuwarten. Die Sicherheitslage in Lwiw, das ganz im Westen der Ukraine liegt, ist aktuell stabil. Der weitere Verlauf dieses Krieges ist kaum abzusehen, die Gefährdung bleibt sehr hoch. Umsatz und Bilanzsumme beider Aktivitäten sind für den Konzern nicht wesentlich. Um unser Risiko nicht weiter zu erhöhen, agieren wir in beiden Ländern sehr vorsichtig. Da bei einem Ausfall des Werkes in der Ukraine ausreichend Ersatzkapazitäten zur Verfügung stehen, befürchten wir bei einem Ausfall keine Auswirkungen für den Rest der Gruppe. Finanzwirtschaftliche Risiken, soweit sie die Währungskursentwicklung bei Exporten und wesentliche Zinsänderungsrisiken betreffen, werden durch Sicherungsmaßnahmen abgedeckt. Die erfolgten und noch zu erwartenden Zinserhöhungen sind in unseren Planungen berücksichtigt. Ausfallrisiken der Kunden sind, soweit diese nicht ohnehin durch Kreditversicherungen abgedeckt sind, aufgrund der Vielzahl der Geschäftsbeziehungen und der Solvenz der Marktpartner als nicht bedrohlich anzusehen und das Risiko wird hier als eher gering eingeschätzt. Das konjunkturelle Umfeld im Baubereich wird unserer Ansicht nach im Geschäftsjahr 2023 unter Druck geraten. Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, stark gestiegene Baukosten und das sprunghaft gestiegene Zinsniveau werden deutlich dämpfende Effekte haben. Mit einem gravierenden Einbruch rechnen wir aber nicht. Zudem bleibt unsere breite regionale Aufstellung gute Voraussetzung dieses Risiko zumindest zu begrenzen. Zwar werden die Verkaufspreise aufgrund der sich verschärfenden Wettbewerbssituation unter Druck geraten. Aufgrund der rückläufigen Rohstoffpreise gehen wir aber von einer stabilen Margenentwicklung aus. Die Risiken hieraus schätzen wir mit mittel ein. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass wir keine bestandsgefährdenden Risiken oder solche Risiken identifiziert haben, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ACO Gruppe führen könnten. 4. Prognosebericht Aufgrund der sich eintrübenden Rahmenbedingungen gehen wir im Jahr 2023 von einem moderaten Wachstum der Umsatzerlöse in Höhe von 3% aus. Dabei sind unsere Erwartungen im Inland mit 2% Wachstum noch etwas geringer. Hier sehen wir auf Seiten der ACO Guss nach dem sehr guten Vorjahr und ausgelasteten Kapazitäten wenig Raum für eine weitere Steigerung der Umsatzerlöse. Auch im europäischen Ausland planen wir vorsichtig mit einem Umsatzwachstum von 2%. Auf Basis der Einschätzungen unserer Landesgesellschaften und der dortigen Gegebenheiten sind unsere Erwartungen vor allem in Osteuropa und Skandinavien gedämpft. Überdurchschnittliche Wachstumschancen sehen wir in Großbritannien, Spanien und der Schweiz. Zudem führt der Neuzugang Aquafix zu einem deutlichen Umsatzsprung in den Niederlanden. Optimistischer sehen wir die Entwicklungschancen im außereuropäischen Ausland. Vor allem in Nordamerika gehen wir mit einem geplanten Wachstum von 6% von einer weiter sehr positiven Umsatzentwicklung aus. Auch die Aktivitäten in Südamerika und Afrika sollen sich deutlich dynamisch weiterentwickeln. Die größten Wachstumschancen aber sehen wir in Asien. Nach dem schwierigen Vorjahr gehen wir von einer gewissen Erholung auf dem chinesischen Markt aus. Zudem wollen wir im arabischen Raum überdurchschnittlich zulegen. Für ACO in Russland gehen wir von einer weiter stabilen Gesamtlage aus, allerdings erwarten wir ein leicht rückläufiges Geschäftsvolumen. Die im Geschäftsjahr 2023 zu erwartenden erheblichen Steigerungen im Personalbereich werden in unseren Planungen kompensiert durch die rückläufigen Rohstoffkosten. Bei den geplanten Investitionen erwarten wir einen Rückgang auf EUR 43 Mio. nach ca. EUR 66 Mio. (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) in 2022. Auch in diesem Jahr werden wir die sehr volatile Lage, vor allem in Europa, weiter sehr genau verfolgen und wenn notwendig zeitnah reagieren. Hierbei geben uns unsere breite regionale Aufstellung und die weiter gewachsene finanzielle Stärke die entsprechenden Voraussetzungen. Unter den gegebenen Umständen gehen wir von einem leicht rückläufigen Ergebnis vor Steuern von ca. EUR 80 Mio. aus.
Büdelsdorf, den 24. Mai 2022 ACO Group SE Geschäftsführung Hans-Julius Ahlmann Thomas Iver Ahlmann Søren Walther Olsen Thomas Bendixen Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der ACO Ahlmann SE & Co. KG, Büdelsdorf (Amtsgericht Kiel HRA 132 RD), für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie die Bilanzierung und Bewertung erfolgten nach den §§ 290 ff. i. V. m. § 264a HGB. Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen (§ 268 Abs. 4 HGB) und den Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 HGB) sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit im Anhang angegeben. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB gewählt. In Übereinstimmung mit § 265 Abs. 5 HGB wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zur Erhöhung der Transparenz um die Zwischensumme "Ergebnis vor Steuern" erweitert. Die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) wurden mit Ausnahme der DRS Nr. 18, 22 und 23 bei der Erstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt. Die DRS Nr. 22 und 23 wurden nicht bzw. nicht vollständig angewendet, soweit diese über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen. II. Konsolidierungsgrundlagen 1. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der ACO Ahlmann SE & Co. KG 19 inländische und 89 ausländische Unternehmen einbezogen, auf die unmittelbar oder mittelbar ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden kann. Ein Unternehmen, auf das ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, wurde als assoziiertes Unternehmen einbezogen. Auf die Einbeziehung etwaiger Komplementär-Gesellschaften wurde mit Bezug auf § 296 HGB verzichtet, da ihre Einbeziehung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Nach den gleichen Grundsätzen wurden 11 Tochterunternehmen nicht in die Konsolidierung einbezogen. Ein assoziiertes Unternehmen wurde wegen seiner untergeordneten Bedeutung für die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß 311 Abs. 2 HGB nicht als solches ausgewiesen und bilanziert. Der Ausweis erfolgt unter Beteiligungen. Eine Übersicht der einbezogenen Tochterunternehmen, der assoziierten Unternehmen sowie der nicht einbezogenen Gesellschaften und der Beteiligung ist in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt. Veränderungen des Konsolidierungskreises Die folgenden Gesellschaften wurden erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:
Die folgenden Gesellschaften wurden im Berichtsjahr verschmolzen:
Aus der Erstkonsolidierung ergeben sich Geschäfts- oder Firmenwerte, dessen Restbuchwerte zum Bilanzstichtag TEUR 15.365 betragen. Im Übrigen ergeben sich aus den Änderungen des Konsolidierungskreises keine wesentliche Auswirkung auf die Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Stichtag des Konzernabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag der ACO Ahlmann SE & Co. KG. Sämtliche einbezogenen Tochterunternehmen haben ebenfalls den Abschlussstichtag 31. Dezember 2022. 2. Konsolidierungsgrundsätze a) Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem konsolidierungspflichtigen Eigenkapital der Tochterunternehmen im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Für ab dem 1. Januar 2010 erstmals zu konsolidierende Tochterunternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem darauf entfallenden Anteil der zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenstände und Schulden der konsolidierten Gesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs. Aktivische Unterschiedsbeträge werden entsprechend den vorhandenen stillen Reserven in den jeweiligen Vermögensgegenständen und Schulden aktiviert. Darüber hinausgehende Beträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert im Anlagevermögen aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB planmäßig abgeschrieben. Während der Konzernzugehörigkeit thesaurierte Gewinne bzw. kumulierte Verluste werden in den Rücklagen des Konzerns bzw. dem kumulierten übrigen Konzernergebnis ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalkonsolidierung von ausländischen Tochterunternehmen wird das im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgerechnete Eigenkapital mit dem Währungskurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung fortgeführt. Währungsunterschiede gegenüber dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag werden erfolgsneutral in einem gesonderten Ausgleichsposten für Währungsumrechnungen im Eigenkapital ausgewiesen. Der Anteil am Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der nicht Konzerngesellschaften gehört, wird innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Das auf andere Gesellschafter entfallende anteilige Jahresergebnis ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Bilanzergebnisse und die Gewinn- bzw. Verlustvorträge der einbezogenen Unternehmen werden - soweit sie nicht im Rahmen der Konsolidierung aufgerechnet werden - mit den Auswirkungen erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen zusammengefasst und als kumuliertes übriges Konzernergebnis ausgewiesen. b) Schuldenkonsolidierung Alle zwischen den einbezogenen Unternehmen bestehenden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind aufgerechnet worden. Infolge zeitlicher Buchungsunterschiede - soweit ergebniswirksam - sowie unterschiedlicher Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen sich ergebende Differenzen sind ergebniswirksam im Konzernjahresüberschuss verrechnet. c) Zwischenergebniseliminierung Das in die Konzernbilanz übernommene Vorratsvermögen ist, auch soweit es aus Lieferungen und Leistungen von einbezogenen Unternehmen stammt, mit den Konzernanschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. In Anwendung des § 304 Abs. 2 HGB werden Zwischenergebnisse aus der Umsetzung von Gegenständen des Sachanlagevermögens innerhalb der Gruppe grundsätzlich nicht eliminiert, soweit diese nicht von mehr als untergeordneter Bedeutung sind. d) Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind sowohl die Umsatzerlöse als auch die anderen Erträge aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen konzerninternen Verrechnungen (einschließlich Zinsen) zwischen einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Vereinnahmte Gewinnausschüttungen konsolidierter Unternehmen wurden eliminiert. e) Wertansatz der assoziierten Unternehmen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital bewertet. Die anteiligen Ergebnisse des Berichtsjahres werden als Zu- bzw. Abschreibungen auf die Beteiligungen ausgewiesen. Unterschiedsbeträge ergeben sich nicht. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie die Bilanzierung und Bewertung erfolgten nach den §§ 290 ff. i. V. m. § 264a HGB. Die Bilanzierung und Bewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse erfolgen grundsätzlich nach den vom Mutterunternehmen anwendbaren Methoden. Erforderlichenfalls wurde die Einheitlichkeit von Bilanzierung und Bewertung - abweichend von den in den Einzelabschlüssen angewandten Methoden - außerhalb der Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen - in einer sogenannten Handelsbilanz II hergestellt. Auf die Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurde aus Gründen der Wesentlichkeit verzichtet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der vollkonsolidierten Unternehmen erfolgte nach den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung. Unterschiedsbeträge gemäß § 250 Abs. 3 HGB sind in dem Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite aufgenommen; andere Aktivierungs- und Passivierungswahlrechte wurden nicht in Anspruch genommen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten und Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis 40 Jahren. Die Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 grundsätzlich unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 15 Jahren. Aufgrund der Branchenstabilität und Bestandsdauer der erworbenen Unternehmen wurde die Nutzungsdauer unverändert beibehalten. Für ab dem Geschäftsjahr 2010 erworbene Firmenwerte wurde grundsätzlich eine Nutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde gelegt. Für ab dem Geschäftsjahr 2016 erworbene Firmenwerte wird grundsätzlich eine Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt, es sei denn es liegen konkrete Anhaltspunkte für eine kürzere Nutzungsdauer vor. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Fremdbezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren und geleistete Anzahlungen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wurde für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe die gewogene Durchschnittspreismethode angewendet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Kosten für allgemeine Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersvorsorge, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert, ggf. unter Beachtung eines niedrigeren beizulegenden Wertes, angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet worden. Für die Bewertung der Verpflichtung gegenüber aktiven Mitarbeitern ist die Projected-Unit-Credit-Methode angewandt worden. Für unverfallbare ausgeschiedene Pensionsberechtigte oder nach Eintritt des Versorgungsfalls wird als Berechnungsmethode der Barwert der künftigen Pensionsleistungen angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit einem Zinssatz von 1,78 %, welcher dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre entspricht, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Aufgrund der Regelung in § 253 Abs. 1 HGB (Ansatz von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag) werden für die Berechnung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2022 für die Pensionsverpflichtungen der inländischen Tochterunternehmen zukünftig erwartete Rentensteigerungen in Höhe von 2,10 % p. a. berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag der Pensionsverpflichtungen gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 71 (i. Vj. TEUR 116). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken, die bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbar waren und sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei variabel verzinslichen Darlehen werden derivative Zinssicherungsgeschäfte eingesetzt, welche aufgrund der damit verbundenen Investitionsvorhaben eher langfristig sind. Zur Begrenzung des Währungsrisikos werden teilweise Devisentermingeschäfte sowie -optionen eingesetzt. Da diese zur Absicherung des Liefer- und Leistungsverkehrs mit ausländischen Lieferanten und Kunden verwendet werden und damit im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft stehen, handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Finanzinstrumente. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:
Das Nominalvolumen entspricht der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklung aus den Grundgeschäften. Die Bewertung der eingesetzten Zinsderivate erfolgte unter Anwendung entsprechender Bewertungsmodelle und unter Einbeziehung marktgerechter Bewertungsfaktoren durch die ausgebenden Kreditinstitute. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde durch Gegenüberstellung des vereinbarten zukünftigen Umtauschkurses mit dem Umtauschkurs zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Marktwerte geben an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Negative Marktwerte stehen für Verluste. Soweit möglich, wurden Zinssicherungsinstrumente (Sicherungsgeschäft) mit erwarteten variablen Zinszahlungen (Grundgeschäft) zu Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB zusammengefasst: Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde anhand der Critical-term-match-Methode nachgewiesen. In Anwendung der Einfrierungsmethode werden die sich ausgleichenden Wertänderungen nicht bilanziert. Für Zinsswaps bestehen zum 31. Dezember 2022 Bewertungseinheiten als Zinssicherungsinstrumente für in den Jahren 2019 bis 2022 vereinbarte langfristige Darlehen. Die Laufzeiten (2022 bis 2025, 2019 bis 2026 und 2020 bis 2023), die Tilgungsstrukturen und die Nominalbeträge (TEUR 13.980) der Darlehen stimmen überein. Damit gleichen sich Risiken aus Zinsänderungen und damit zukünftige Wertveränderungen aus (Critical-term-match-Methode). Der Marktwert dieser Zinsswaps liegt zum 31. Dezember 2022 bei TEUR 533. Soweit keine Bewertungseinheiten bestehen und im Falle der Währungssicherungsgeschäfte erfolgte die Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen. 4. Währungsumrechnung Die funktionale Währung sowie die Berichtswährung der ACO KG ist Euro. Die Bilanzposten der ausländischen Tochterunternehmen (außer den Posten des Eigenkapitals) werden gemäß § 308a HGB zum Stichtagskurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres und das Eigenkapital der ausländischen Tochterunternehmen mit den historischen Umrechnungskursen umgerechnet. Die Umrechnungsunterschiede aus Stichtagskurs in der Bilanz und Durchschnittskurs in der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral in dem Posten Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. 5. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen bei den Posten Immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, Vorräte sowie bei den sonstigen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen bei den Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sowie Vorräte. Auf steuerlich nutzbare Verlustvorträge wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 2.152 (i. Vj. TEUR 1.707) angesetzt. Darüber hinaus sind geringfügige latente Steuern aus Konsolidierungsbuchungen gemäß § 306 HGB erfasst worden. Die latenten Steuern wurden mit den individuellen Steuersätzen der einbezogenen Unternehmen berechnet. Dabei wurden erwartete Steuersätze für den Zeitpunkt der Umkehr zwischen 18 % und 30 % angesetzt. Die aktiven latenten Steuern haben sich von TEUR 5.805 im Vorjahr um TEUR 1.505 auf TEUR 7.310 zum 31. Dezember 2022 erhöht. Die latenten Steuerschulden haben sich von TEUR 3.826 im Vorjahr um TEUR 165 auf TEUR 3.991 zum 31. Dezember 2022 erhöht. III. Erläuterungen zur Konzernbilanz Geschäfts- oder Firmenwerte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Disagien in Höhe von TEUR 171 (i. Vj. TEUR 45). Eigenkapital Im Konzerneigenkapital werden unter dem Posten Kapitalanteile der Kommanditisten die vollständig erbrachten Hafteinlagen der Kommanditisten der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 10.000 ausgewiesen. Die Rücklagen des Konzerns betreffen die gesamthänderisch gebundene Rücklage der Kommanditisten der ACO Ahlmann SE & Co. KG sowie satzungsmäßige, gesetzliche und andere Gewinnrücklagen auf Ebene der Tochtergesellschaften. Aufgrund der Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag vom 10. Dezember 2021 ist ein Teilbetrag in Höhe von 50 % des handelsrechtlichen Jahresüberschusses des Mutterunternehmens (nach Gewerbesteuer, Komplementärvergütung und Nießbrauchzahlungen und vor Ausgleich eines etwaig existierenden Verlustvortragskontos) auf das gesamthänderisch gebundene Rücklagenkonto der jeweiligen Kommanditisten entsprechend ihres Kapitalanteils einzustellen. Infolgedessen wurde der Rücklage im Geschäftsjahr 2022 ein Betrag in Höhe von TEUR 9.236 (i. Vj. TEUR 5.782) zugeführt. Der Konzernbilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 284.804 (i. Vj. TEUR 247.646). Die Ergebnisanteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 12.630 (i. Vj. TEUR 7.974) wurden entsprechend der gesellschaftsvertraglichen Regelungen den Verbindlichkeitskonten zugeführt. Der Posten "Nicht beherrschende Anteile" entwickelte sich wie folgt:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen personal- und kundenbezogene Rückstellungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 247,8 Mio (i. Vj. EUR 227,7 Mio) sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 7,8 Mio (i. Vj. EUR 8,8 Mio) durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen und Forderungszessionen besichert. Darüber hinaus bestehen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Gütern in üblichem Umfang. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 7.461 (i. Vj. TEUR 8.458) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 1.949 (i. Vj. TEUR 2.320) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Personalaufwand
Latente Steuern Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.340 (i. Vj. Aufwendungen TEUR 2.461). Währungsgewinne und -verluste In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 14.549 (i. Vj. TEUR 8.939) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 12.693 (i. Vj. TEUR 4.929) enthalten. Periodenfremde Einflüsse In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von EUR 4,4 Mio (i. Vj. EUR 2,3 Mio) enthalten. Diese resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Anlagenverkäufen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von EUR 0,4 Mio (i. Vj. EUR 0,6 Mio) enthalten. Diese resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Anlagenverkäufen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Aufwendungen für Zinsen enthalten TEUR 62 (i. Vj. TEUR 129) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Im Berichtsjahr sind keine Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung angefallen. V. Sonstige Angaben Zahl der Arbeitnehmer
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Die Anteile am Kapital betreffen die unmittelbare oder mittelbare Beteiligung der ACO Ahlmann SE & Co. KG an der jeweiligen Gesellschaft. Nicht konsolidierte Gesellschaften nach § 296 Abs. 2 HGB
Auf die Einbeziehung der Gesellschaften wurde verzichtet, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Beteiligung
[1] Auf den Ausweis und die Bilanzierung der Beteiligung als assoziiertes Unternehmen wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB verzichtet, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, beurteilt anhand der Kriterien Umsatzerlöse, Bilanzsumme und Jahresergebnis, von untergeordneter Bedeutung ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 57,6 Mio (i. Vj. EUR 48,2 Mio) und das Bestellobligo in üblichem Umfang. Haftungsverhältnisse Es bestehen Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 1.322 (i. Vj. TEUR 1.298). Die Risiken aus der Inanspruchnahme von Haftungsverhältnissen werden aufgrund der Liquiditäts- und Ertragsentwicklung der betroffenen Gesellschaften als gering eingeschätzt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr
Befreiung des Mutterunternehmens nach § 264b HGB Die ACO Ahlmann SE & Co. KG macht von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB Gebrauch. Befreiung von Tochterunternehmen nach § 264 Abs. 3 HGB Die nachfolgend genannten Tochterunternehmen machen von den Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin ist die ACO Group SE, Büdelsdorf. Das Grundkapital der ACO Group SE beträgt TEUR 120. Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgt durch die ACO Group SE, Büdelsdorf. Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Mitgliedern:
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.658 (i. Vj. TEUR 1.712). Die Verzinsung der Gesellschafter-Geschäftsführer-Verrechnungskonten erfolgte mit einem Zinssatz in Höhe von 2,12 % p. a. (i. Vj. 2,12 %). Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat der ACO Group SE besteht aus folgenden Mitgliedern:
Die Bezüge des Verwaltungsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 80 (i. Vj. TEUR 0). Nachtragsbericht Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, über die berichtet werden müsste.
Büdelsdorf, den 24. Mai 2023 ACO Group SE Geschäftsführung Hans-Julius Ahlmann Thomas Iver Ahlmann Søren Walther Olsen Thomas Bendixen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ACO Ahlmann SE & Co. KG, Büdelsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ACO Ahlmann SE & Co. KG, Büdelsdorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ACO Ahlmann SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. Mai 202 KPMG
AG
Dr. Haußer, Wirtschaftsprüfer Petersen, Wirtschaftsprüfer |
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