Master Data

Registry
Register court Offenbach am Main HRB 53166
Previous
PEP Fördertechnik GmbHSDI Group Germany Material Handling Solutions GmbH
Registered
1/19/1996
Industry
Activities of holding companiesManufacture of multiple use industrial robotsManufacture of machinery for metallurgy
Purpose
die Entwicklung, Planung, Projektierung. Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und maschinellen Anlagen und den jeweils dazugehörenden Teilen und Verfahren, insbesondere Förderanlagen sowie von sonstigen industriellen Erzeugnissen jeglicher Art und die Erbringung von Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann sich auf ähnlichen und ergänzenden Gebieten betätigen. Sie kann sich auf dem Gebiet des Unternehrnensgegenstandes an anderen Unternehmen beteiligen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Enno Scharphuis
since 4/10/2026
Managing Director
Thorsten Spahn
since 8/6/2025
Procura
Susanne Lüddecke
since 2/18/2025
Procura
Theresa Oster
since 12/27/2023
Procura
Matthias Grünewald
since 5/2/2023
Managing Director
Rolf Bussmann
since 8/1/2022
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Dematic Holdings UK LimitedGBR
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

SDI Group Germany GmbH
Germany
50000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Dematic Logistics GmbH

Heusenstamm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dematic Logistics GmbH, Heusenstamm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dematic Logistics GmbH, Heusenstamm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dematic Logistics GmbH, Heusenstamm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 31. März 2023

Kluczka, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.352.248,91 5.473.463,79
6.352.248,91 5.473.463,79
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 484.362,00 511.027,00
484.362,00 511.027,00
6.836.610,91 5.984.490,79
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 72.727,83 96.401,06
72.727,83 96.401,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 158.413,47 370.700,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.347.501,43 6.802.905,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 573.977,74 515.178,30
8.079.892,64 7.688.783,80
8.152.620,47 7.785.184,86
14.989.231,38 13.769.675,65

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 55.000,00 55.000,00
II. Kapitalrücklage 28.207.454,39 28.207.454,39
III. Verlustvortrag -20.204.575,36 -22.777.296,55
IV. Jahresüberschuss 883.369,04 2.572.721,19
8.941.248,07 8.057.879,03
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 242.493,00 229.951,00
2. Steuerrückstellungen 1.119.473,02 897.343,56
3. Sonstige Rückstellungen 2.239.818,76 1.746.728,60
3.601.784,78 2.874.023,16
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 276.547,88 234.436,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 162.869,55 950.029,75
3. Sonstige Verbindlichkeiten 105.498,13 98.907,59
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 135,93 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon aus Steuern: EUR 102.138,24 (Vorjahr: EUR 94.654,34)
544.915,56 1.283.373,91
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.901.282,97 1.554.399,55
14.989.231,38 13.769.675,6

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 8.358.931,79 8.641.252,64
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -32.945,34 41.063,69
3. Gesamtleistung 8.325.986,45 8.682.316,33
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) Andere sonstige betriebliche Erträge 5.480.997,39 7.718.263,59
5.480.997,39 7.718.263,59
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.430.042,49 1.585.718,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.885.009,08 -4.118.918,71
-1.454.966,59 -2.533.200,27
6. Rohergebnis 12.352.017,25 13.867.379,65
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.202.601,42 -5.912.112,33
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.141.424,53 -1.074.598,08
-7.344.025,95 -6.986.710,41
8. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -898.345,84 -592.965,10
-898.345,84 -592.965,10
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Andere sonstige betriebliche Aufwendungen -2.590.662,32 -2.341.330,65
-2.590.662,32 -2.341.330,65
10. Betriebsergebnis 1.518.983,14 3.946.373,49
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.863,55 53,15
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.785,86 -12.036,44
13. Finanzergebnis 1.077,69 -11.983,29
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -289.018,39 -628.756,63
b) Latente Steuern -346.883,42 -727.131,89
-635.901,81 -1.355.888,52
15. Ergebnis nach Steuern 884.159,02 2.578.501,68
16. Sonstige Steuern -789,98 -5.780,49
17. Jahresüberschuss 883.369,04 2.572.721,19
18. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -20.204.575,36 -22.777.296,55
19. Bilanzverlust -19.321.206,32 -20.204.575,36

ANHANG für das Geschäftsjahr 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Dematic Logistics GmbH ist eine in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach deutschem Recht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Heusenstamm und ist beim Amtsgericht Offenbach unter der Registernummer HRB 53166 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Dematic Logistics GmbH, Heusenstamm, im Folgenden auch kurz Gesellschaft genannt - wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft dauert vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die im Jahresabschluss der Dematic Logistics GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. II HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden entsprechend § 255 Abs. IIa HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet.

Die Eigenschaft als aktivierungsfähiger Vermögensgegenstand konkretisieren wir für unsere Entwicklungsprojekte anhand jeweils individuell bestimmter Ziele im Rahmen einer detaillierten Gesamtplanung. Die Erreichung der Zielvorgaben wird durch unser Projektcontrolling laufend überwacht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstandes nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteter Nutzungsdauer bemessen, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Die Nutzungsdauern betragen bis zu 15 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich nutzungsbedingter planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert (§§ 253, 255 I HGB).

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear auf der Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von 150,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem höheren Wert werden aktiviert und gemäß ihrer individuellen Nutzungsdauer bis zu 12 Jahren abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Zuschreibungen für in Vorjahren erfolgte Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der ursprüngliche Abschreibungsgrund entfallen ist.

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh, Hilfs und Betriebsstoffe wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo Methode angewendet (§256 Abs. I HGB). Die Fifo - Methode bildet den Verbrauch im Rahmen unserer eingesetzten Lagertechnik den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend ab. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Falls erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB vorgenommen. Bestandsrisiken aus überhöhter Lagerdauer werden durch Abwertungen berücksichtigt. Erweist sich eine frühere Abwertung als nicht mehr erforderlich, werden Wertaufholungen bis zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 II 2 HGB) bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken sind ggf. durch Wertberichtigungen erfasst.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear, dem Zeitablauf entsprechend.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die voraussichtlich noch zu zahlenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, sowie ausländische Quellensteuern.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Diese sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung erkennbarer Risiken und ungewisser Verpflichtungen notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgenommen (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Der Abrechnungszinssatz gemäß § 253, Abs. 2 HGB beträgt durchschnittlich 1,78 % bei einer Laufzeit von 10 Jahren, bei einer Laufzeit von 7 Jahren beträgt er durchschnittlich 1,40 % bzw. 1,44%.

Die Lohn und Gehaltsteigerungen betragen 0%, für die betroffenen Arbeitnehmer, die nicht mehr in einem aktiven Dienstverhältnis stehen bzw. 3,05% für die aktiven Arbeitnehmer.

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden, sofern vorhanden, gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Seite 7).

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt € 4.347.479,15 die in voller Höhe auf die Aktivierung von Entwicklungskosten entfallen.

Im Geschäftsjahr 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten € 3.015.330,21.

Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens € 1.652.049,13 die unter Berücksichtigung der Abgänge des Jahres von € 218.296,67 für selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und unter Abzug der darauf lastenden passiven latenten Steuern das Jahresergebnis erhöht haben. Diese Erhöhung unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. VIII HGB.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In Höhe von € 6.165.978,40 sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zugehörig und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht.

3. Rückstellungen

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die in Spezialfonds treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens wird gemäß Fondsvermögen am Abschlussstichtag in Höhe von € 194.762,95 bilanziert.

Die Steuerrückstellungen betreffen die ausländische Quellensteuer aus der konzerninternen Umlagen für Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von €

99.553,50 (Vorjahr € 94.406,89 ), sowie die Gewerbeertragssteuern und Körperschaftssteuern in Höhe von € 1.019.919,52 (Vorjahr € 802.936,67).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Abschluss und Prüfung 33.000,00 30.000,00
Abfindungen Strukturanpassungen 123.329,09 41.890,92
Personalkosten (Urlaub, Boni, sonstige Personalkosten) 696.826,89 769.789,17
Gewährleistungen 257.719,50 263.454,68
übrige Verpflichtungen 363.958,60 286.152,90
Projektkosten 764.984,68 355.440,93
Drohverluste 0,00 0,00
2.239.818,76 1.746.728,60

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahre von mehr als fünf Jahre Besicherte Beträge Art der Sicherheiten
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 267.547,88 267.547,88 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 234.436,57 234.436,57 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 162.869,55 162.008,66 860,89 0,00 0,00 Cash - Pool Vereinbarung KION AG
Vorjahreswerte 950.029,75 945.763,13 4.266,62 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 105.498,14 105.498,14 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 98.907,60 98.907,60 0,00 0,00 0,00
544.915,57 544.054,68 860,89 0,00 0,00
Vorjahreswerte 1.283.373,92 1.279.107,30 4.266,62 0,00 0,00

Zur Sicherung der Finanzierung des Geschäftsbetriebes besteht eine Cash Pool Vereinbarung mit der KION AG als Cash Pool - Führerin.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern liegen zum Abschlussstichtag nicht vor.

Der Betrag für passive latente Steuern, die sich aus der Saldierung von aktiven latenten Steuern und passiven latenten Steuern ergibt, setzt sich wie folgt zusammen: Die passiven latenten Steuern, die überwiegend auf der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen beruhen, erhöhten sich im Berichtsjahr von € 1.647.319,47 auf € 1.901.282,96. Die zum Abschlussstichtag aktiven latente Steuern belaufen sich auf € 103.486,82. Durch die durch § 274 HGB gebotene Saldierung ergibt sich zum 31.12. des Berichtsjahres eine passive latente Steuer von € 2.004.769,78.

5. Haftungsverhältnisse

Verpflichtungen aus Bürgschaften und sonstigen Haftungsverhältnissen bestehen am Ende des Berichtjahres nicht.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2022
EUR
Leasing Kfz und Maschinen 144.799,90
Mietverträge Immobilien 1.387.599,87
1.532.399,77

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen sind derzeit nicht bekannt.

V. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Für die Gewinn und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geographisch bestimmten Märkten gemäß § 286 Abs. 2 HGB erfolgt nicht.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Umlagen aus der Verrechnung von Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzern in Höhe von € 4.138.356,94 angefallen.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrugen € 9.933,00 und betrafen die Veräußerung eines Werkzeugs aus der Werksschließung in Bielefeld.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von € 672,81 enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen latente Steuern in Höhe von € 346.883,42, ausländische Quellensteuer in Höhe von € 50.948,49, Gewerbeertragssteuer in Höhe von € 106.181,00 sowie Körperschaftssteuer in Höhe von € 110.801,86.

VI. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Mitarbeiter betrug 97.

Zur Ermittlung der durchschnittlichen Zahl der beschäftigten Mitarbeiter wurde aus Gründen der Zweckmäßigkeit und der Einheitlichkeit auf die in § 267 Abs. 5 HGB geregelte Methode zurückgegriffen.

Im Geschäftsjahr 01.01.2022 bis 31.12.2022 erfolgte die Geschäftsführung und Vertretung durch die Geschäftsführer:

Herr Dr. Jens Hardenacke, Geschäftsführer (hauptberuflich) 29.10.1971, Dreieich,

Herr Sascha Bennewitz, Geschäftsführer (hauptberuflich) 08.12.1977, Bruchköbel, (als Geschäftsführer ausgetragen mit Registereintrag vom 10.02.2022).

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht auf Unterlassen der Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt wurden, wurden nicht vorgenommen.

Unsere Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der KION Group AG, Wiesbaden (oberstes Mutterunternehmen).

Der Geschäftsführung liegen aus heutiger Sicht keine Hinweise für Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation der Dematic Logistics GmbH, Heusenstamm, vor, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

Die Geschäftsführung beabsichtigt, das Jahresergebnis des Wirtschaftsjahres 01.01.2022 bis 31.12.2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Heusenstamm, den 31.03.2023

Dematic Logistics GmbH
Geschäftsführung

Dr. J. Hardenacke

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Prototyp 8.265.519,49 1.652.049,13 218.296,67 9.699.271,95
8.265.519,49 1.652.049,13 218.296,67 9.699.271,95
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 572.699,07 0,00 0,00 572.699,07
8.838.218,56 1.652.049,13 218.296,67 10.271.971,02
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Einbauten 77.274,32 0,00 0,00 77.274,32
Betriebsausstattung 880.037,01 108.349,83 29.800,01 958.586,83
957.311,33 108.349,83 29.800,01 1.035.861,15
9.795.529,89 1.760.398,96 248.096,68 11.307.832,17
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Prototyp 2.792.055,70 773.264,01 218.296,67 3.347.023,04
2.792.055,70 773.264,01 218.296,67 3.347.023,04
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 572.699,07 0,00 0,00 572.699,07
3.364.754,77 773.264,01 218.296,67 3.919.722,11
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Einbauten 67.674,32 7.070,00 0,00 74.744,32
Betriebsausstattung 378.610,01 118.011,83 19.867,01 476.754,83
446.284,33 125.081,83 19.867,01 551.499,15
3.811.039,10 898.345,84 238.163,68 4.471.221,26
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Prototyp 6.352.248,91 5.473.463,79
6.352.248,91 5.473.463,79
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
6.352.248,91 5.473.463,79
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Einbauten 2.530,00 9.600,00
Betriebsausstattung 481.832,00 501.427,00
484.362,00 511.027,00
6.836.610,91 5.984.490,79

Lagebericht zum Geschäftsjahr 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Vorbemerkung

Die Dematic Logistics GmbH ist Teil der Dematic Gruppe, einer der weltweit führenden Anbieter für komplexe Logistiksysteme. Die Dematic Gruppe ist wiederum selbst Teil der KION AG, die ihrerseits noch allumfassender Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Logistik, unter anderem Gabelstapler unter den Marken Still und Linde, anbietet. Die Dematic Logistics GmbH ist einer der führenden Konstrukteure und Entwickler im Bereich der Intralogistik. Dies betrifft das Engineering im Bereich der automatisierten Fördertechnik bis hin zur Planung, Installation und Steuerung von kompletten Distributionszentren im In- und Ausland. Der Flexibilisierungsgrad ist überdurchschnittlich, wodurch sehr schnell auf Kundenwünsche reagiert werden kann.

Die Dematic Logistics GmbH mit Sitz in Heusenstamm und zwei weiteren Niederlassungen in Münster und Gronau konstruiert und installiert Lösungen für hochinnovative Intralogistiksysteme. Durch das 2018 zur Marktreife entwickelte Dematic Pouch - System konnten neue, globale Absatzmärkte erschlossen werden. Zur Sicherstellung der Kundenanforderungen wie auch der Produktkonformität wurde der Grundstein für ein nachhaltiges Qualitätssicherungssystem und Qualitätsmanagementsystem gelegt, welches die Wertschöpfungskette ganzheitlich vom Lieferanten, über die Produktion bis hin zur Installation beim Kunden betrachtet. Das geschaffene Center of Excellence trägt durch die Einhaltung von klar definierten Prozessen zu einer fristgerechten Abwicklung der Projekte für den Kunden bei.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der anhaltende Krieg in der Ukraine, die globale Inflation und die damit einhergehenden Anhebungen der Leitzinsen sowie die rapide Verbreitung des Coronavirus in China haben die Weltwirtschaft im Jahr 2022 belastet. Trotz dieser negativen Einflüsse entwickelte sich das reale Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF), getrieben durch ein in zahlreichen Volkswirtschaften stärkeres drittes Quartal 2022, darunter die USA und die Eurozone, besser, als noch in ihrer Oktober-Prognose angenommen. Im vierten Quartal 2022 war eine generelle Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität zu beobachten.

Die weltweite Inflationsrate lag laut dem Internationalen Währungsfonds im Berichtsjahr bei 8,8 Prozent und damit deutlich über den Werten der letzten Jahrzehnte. Die durch den Krieg in der Ukraine nochmals deutlich angestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise waren ebenso, wie die Unterbrechung globaler Lieferketten, wesentliche Inflationstreiber in vielen Ländern und Regionen. Zudem führten positive Nachfrageeffekte aufgrund der wirtschaftlichen Erholung nach der durch die Corona-Pandemie bedingten weltweiten Rezession zu einem anhaltenden Preisdruck.

Aufgrund der genannten Belastungsfaktoren legte die Weltwirtschaftsleistung nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds im abgelaufenen Berichtsjahr lediglich um 3,4 Prozent zu. Somit halbierte sich die Wachstumsrate gegenüber dem durch Aufholeffekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geprägten Vorjahr (6,2 Prozent).

Die entwickelten Volkswirtschaften steigerten ihre Wirtschaftsleistung im Jahresverlauf 2022 um lediglich 2,7 Prozent (Vorjahr: 5,4 Prozent). Dabei fiel der Rückgang in der Eurozone von 5,3 auf 3,5 Prozent moderater aus als in den USA, wo nur noch ein Wachstum von 2,0 Prozent (Vorjahr: 5,9 Prozent) erzielt wurde.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer wiesen ein Wachstum von 3,9 Prozent auf, verglichen mit 6,7 Prozent im Vorjahr. China verzeichnete nach der rasanten Verbreitung des Coronavirus und den damit verbundenen strikten Lockdown-Maßnahmen einen Wachstumsrückgang von 8,4 auf 3,0 Prozent.

Das Wachstum des Welthandelsvolumens konnte ebenfalls nicht mit dem Vorjahr (10,4 Prozent) Schritt halten und stieg nur noch um 5,4 Prozent.

Branchenspezifisches Umfeld

Der Weltmarkt für Supply-Chain-Lösungen hat im Berichtsjahr nach Einschätzung der KION Group wertmäßig gemessen am Umsatz und gestützt durch Erhebungen vom Research-Institut Interact Analysis das Vorjahresniveau - trotz der allgemeinen makroökonomischen Unsicherheiten, wie zum Beispiel höhere Kapitalkosten durch steigende Zinsen - erneut übertroffen. Eine deutlich rückläufige Nachfrage aus dem Bereich E-Commerce wurde dabei durch ein höheres Investitionsvolumen in anderen Kundensegmenten kompensiert.

Nach Kundensegmenten im Projektgeschäft waren insbesondere der Lebensmittelhandel sowie die Nahrungsmittel- und Genussmittelindustrie Treiber des erwarteten Anstiegs im Markt für Supply-Chain-Lösungen im Berichtsjahr 2022, während das volumenmäßig größte Kundensegment Allgemeiner Warenhandel ausschließlich aufgrund der rückläufigen Nachfrage von reinen E-Commerce-Anbietern einen leichten Rückgang verzeichnete. Alle Regionen (EMEA, Americas und APAC) verzeichneten ein positives Marktwachstum.

Beschaffungsmärkte

Die Preise für die von der KION Group eingesetzten Rohstoffe haben sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt erhöht. Durch die international geltenden Sanktionen gegen Russland und Belarus stiegen insbesondere die Preise für Energierohstoffe im Jahresdurchschnitt stark an. So sprang der Ölpreis Ende Februar auf deutlich über 100 US-Dollar und konnte sich dort bis zur Jahresmitte behaupten, um sich dann bis zum Jahresende wieder der 80-Dollar-Marke anzunähern. Der Stahlpreis zeigte nach dem Jahreshoch im April aufgrund der sich abzeichnenden Konjunkturschwäche eine steile Abwärtsbewegung und lag damit unter dem Vorjahresdurchschnitt. Die Nickel-Notierung bildete sich nach dem drastischen Anstieg bei Kriegsausbruch rasch wieder zurück, erhöhte sich im Jahresdurchschnitt jedoch deutlich. Kupfer übertraf den Vergleichswert aus dem Jahr 2021. Der Kautschukpreis gab ebenfalls nach.

Rechtliche Verhältnisse und Risiken

Rechtliche Risiken wurden durch Rückstellungen ausreichend abgesichert.

Darüberhinausgehende Risiken sind nicht erkennbar.

Lage der Gesellschaft einschließlich Geschäftsergebnis

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2022 € 14.989.231,39 (Vorjahr: € 13.769.675,65). Auf der Aktiva verringerte sich gegenüber dem Vorjahr der Forderungsbestand bedingt durch niedrigere Lizenzforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Summe der immateriellen Vermögensgegenstände stieg weiter an, da die Entwicklung einer neuen Produktgeneration forciert wurde. Die Cash-Pool Verbindlichkeit gegenüber der Kion Group konnte auf Grund der guten Geschäftsergebnisse der letzten Jahre erfreulicherweise in eine Forderung gewandelt werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden nach dem Abschlussstichtag im Rahmen des "Netting" - Verfahren innerhalb der Dematic Gruppe beglichen.

Auf der Passivseite erhöhten sich die abermals die Steuerrückstellungen, da die Steuerbescheide für das Geschäftsjahr 2020 erst nach dem Abschlussstichtag fällig wurden. Das Nettovermögen hat sich in Höhe des Bilanzgewinns erhöht.

Finanzlage

Die Finanzierung des Geschäftsbetriebes erfolgt über eine Cash-Pool-Vereinbarung mit der KION AG. Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber Dritten bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Ertragslage

Die Dematic Logistics GmbH hat das Geschäftsjahr 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 mit einem Gewinn von € 883.369,04 (Vorjahr: € 2.572.721,19) abgeschlossen.

Zusammenfassung der wirtschaftlichen Lage

Die Dematic Logistics GmbH befindet sich in einem sehr stabilen wirtschaftlichen Umfeld. Der Markt für Logistiklösungen ist unter anderem durch die starke Nachfrage im Onlinehandel und entsprechend den Logistikdienstleistern geprägt.

Zur Förderung der Frauenquote im Unternehmen wird die Dematic Logistics GmbH sich an entsprechende Beschlüsse der Dematic Gruppe angleichen.

Risikoberichterstattung

Umweltrisiken

Umweltrisiken vermindert die Dematic Logistics GmbH durch Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zum Umweltschutz.

Es bestanden per 31. Dezember 2022 keine nennenswerten Umweltrisiken.

Steuerrisiken

Die Dematic Logistics GmbH wurde bis zum Veranlagungsjahr 2016 durch die Finanzverwaltung geprüft. Derzeit sind keine weiteren steuerlichen Risiken erkennbar.

IT-Risiken

Technisches Versagen oder unzulässige interne wie externe Zugriffe auf die IT-Systeme können Risiken hervorbringen. Sicherheitssysteme und Firewalls schützen die IT-Anlagen der Unternehmensgruppe vor Zugriffen unbefugter Dritter. Die Kompatibilität der Systeme in der Dematic Logistics GmbH ist durch die Nutzung eines validierten Standard-ERP-Systems gesichert. Durch die tägliche Datensicherung an räumlich getrennten Orten wird das Ausfallrisiko verringert. Die Verantwortung für das Management der Informationstechnologie trägt die konzerninterne IT-Gesellschaft (KIM).

Preisänderungsrisiken

Eventuellen Preissteigerungen auf Grund von Marktengpässen und anderen Gründen begegnet die Dematic Logistics GmbH durch konservative Angebots- und Projektkalkulationen, in denen nur realisierbare bzw. realisierte Preis-/ Einkaufskonditionen Berücksichtigung finden. Hier werden insbesondere Synergien mit dem Einkauf der KION Gruppe hergestellt. Ein Risiko aufgrund von "single source" Lieferanten wird mittels Vorgaben zur Erarbeitung von Alternativlieferanten und entsprechenden Vergleichsangeboten entgegengewirkt.

Währungs- und Zinsrisiken

Die Gesellschaft finanziert sich mittels eines Cash Pool Vertrages im Rahmen der KION AG. Kursänderungsrisiken im Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit bestehen für die Gesellschaft kaum. Es werden lediglich in sehr geringem Umfang Vorprodukte und Dienstleistungen in Fremdwährungen eingekauft. Umsätze und erbrachte Dienstleistungen werden grundsätzlich in Euro abgerechnet.

Gesamtrisiko

Gegen geschäftsübliche Risiken wurde durch die Bildung entsprechender Rückstellungen in ausreichendem Umfang Vorsorge getroffen. Es sind keine bestandsgefährdenden Risiken für die Dematic Logistics GmbH erkennbar.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Das Geschäftsmodell der Dematic Logistics GmbH basiert in erster Linie aus Aufträgen von verbundenen Unternehmen aus Europa und den USA. Die KION Group erwartet, dass die langfristig positive Entwicklung im Markt für Supply-Chain-Lösungen weiterhin intakt sein wird. Unterstützt durch den fortschreitenden Automatisierungstrend und eine wieder abflachende Inflationsrate sollte die Investitionsbereitschaft der E-Commerce-Kunden nach Einschätzung der KION Group und gestützt durch die Erhebungen des Research-Instituts Interact Analysis nach dem Jahr 2023 wieder spürbar zulegen, zumal die Bedeutung des Onlinehandels sowie die Erwartungen der Kunden an die Liefergeschwindigkeit unverändert hoch sind. Die sich hieraus ergebenden nachgefragten Logistiklösungen entsprechen dem Kerngeschäft der Dematic Gruppe.

Auf Basis der aktuellen Auftragslage plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Jahresergebnis. Eingeplante Jahresüberschüsse werden thesauriert.

Wir gehen von einer weiterhin positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

 

Heusenstamm, den 31.03.2023

Dematic Logistics GmbH

Geschäftsführung

Dr. J. Hardenacke

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