Onesty Brokerpark GmbH
Same addressActivities of insurance brokers
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Constanze Juliane Patzig since 8/12/2025 | Managing Director |
Stefan Granel since 5/20/2023 | Managing Director |
Martin Ruske since 5/20/2023 | Managing Director |
Sören Patzig since 5/20/2023 | Managing Director |
Sabine Nowka since 5/20/2023 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Onesty Group GmbH | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
ONESTY Finance GmbH (vormals: AFA AG)CottbusJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der ONESTY Finance GmbHI. Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell b) Produkte und Produktpartner c) Aus- und Weiterbildung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche & branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung b) Branchenentwicklung 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Gesamtaussage 4. Prognosebericht III. Niederlassungsbericht IV. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell Die ONESTY Finance GmbH (vormals AFA AG) ist ein Finanzdienstleister mit Sitz in Cottbus und einer Niederlassung in Berlin. Als ungebundene Versicherungsvertreterin vermittelt die ONESTY Finance GmbH Versicherungen, Finanzierungen / Immobiliendarlehen und Finanzanlagen im Sinne der entsprechenden Erlaubnisvorbehalte. b) Produkte und Produktpartner Die ONESTY Finance GmbH verfolgt im Schwerpunkt konsequent den Grundsatz der Beratung und Vermittlung fondsgebundener Rentenversicherungen als Netto-Police auf Grundlage einer zwischen dem Versicherungsnehmer / der Versicherungsnehmerin und dem Vermittler / der Vermittlerin geschlossenen separaten Vergütungsvereinbarung (in Folgenden "VVB" genannt). Die Nettopolice bietet höchstmögliche Kostentransparenz, Kostenminimierung, Flexibilität und Renditeattraktivität, v.a. auch durch die Möglichkeit vergütungsfreier Zuzahlungen und Dynamiken. Über den Absicherungs- und Vorsorgebereich der Sparte "Leben" hinaus, werden zudem innovative und bedarfsgerechte Produktlösungen in den Bereichen Komposit, Kranken- und Rechtsschutzversicherung vertrieben, um bei den Kunden eine anspruchsvolle Palette für die ganzheitliche und maßgeschneiderte Konzeptberatung zur Verfügung zu stellen. c) Aus- und Weiterbildung Seit 2007 werden jährlich kontinuierlich hauptberuflich gebundene Versicherungsberater in einem Kurs "Versicherungsfachmann / Versicherungsfachfrau" ausgebildet, bevor diese vor der IHK (Industrie- und Handelskammer) die Prüfung ablegen und bei erfolgreichem Bestehen der Prüfung diesen Sachkundenachweis nebst der anderen für die Erlaubniserteilung notwendigen Voraussetzungen vorlegen und eine Registrierung und Erlaubnis als ungebundener Versicherungsvertreter erhalten. Neben der Ausbildung zum Versicherungsfachmann / Versicherungsfachfrau, bietet die ONESTY Finance GmbH Akademien für junge Führungskräfte, sowie eine Berater-Akademie für die für die ONESTY Finance GmbH tätigen Berater an. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche & branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die starke Inflation und die damit zusammenhängende restriktive Geldpolitik und die konjunkturellen Faktoren bestimmten 2023 die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Die deutliche Inflation war das beherrschende Thema auf den Kapitalmärkten. Im Jahresdurchschnitt 2023 lag nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Inflation in Deutschland im Durchschnitt bei 5.9 % und bei 3.7 % zum Jahresschluss. Die Notenbanken setzten die drastischen Zinserhöhungen von 2022 zur Bekämpfung der Inflation 2023 fort. Die Leitzinsen für die Eurozone erreichten im Herbst 2023 4,5 %. Die stark steigenden Zinsen führten zu einem erheblichen Stress im Bankensystem, der allerdings keine systemische Krise oder eine generelle Finanzmarktinstabilität verursachte. Die Folgen waren jedoch eine Verknappung des Kreditangebots und restriktivere Kreditbedingungen der Banken. Diese und die Zinsanhebungen bremsten die Konjunktur in Europa deutlich. Die Arbeitsmärkte zeigten sich mit niedrigen Arbeitslosenquoten robust. Unter diesen Rahmenbedingungen ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0.3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. b) Branchenentwicklung Die durch das makroökonomische Umfeld getrübten geschäftlichen Perspektiven der deutschen Versicherungswirtschaft, mündeten über alle Sparten hinweg in ein leichtes Beitragsplus von 0,6 Prozent. Insgesamt gingen die Beitragseinnahmen bei den Lebensversicherern um 5,2 Prozent auf 92,0 Milliarden Euro zurück. Die Zahl der gewerblichen Versicherungsvermittler ist im vergangenen Jahr erneut geschrumpft. Das zeigen die aktuellen Erhebungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Vermittlerregister. Zum 1. April 2024 betrug die Zahl der registrierten Versicherungsvermittler insgesamt 184.233 (Vorjahr 190.708) Personen. 3. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.097 auf TEUR 15.466 (Vorjahr TEUR 16.563) gesunken.
Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 6.208) um TEUR 291 auf TEUR 5.917 gesunken. Der Personalaufwand beträgt im Jahr 2023 TEUR 4.737 und ist im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 4.826 leicht gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 782 auf TEUR 4.296 (Vorjahr TEUR 5.078) gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf im Berichtsjahr weggefallene Kosten in den Bereichen Veranstaltungen und Marketing zurückzuführen. Das Zinsergebnis ist mit TEUR -207 (Vorjahr TEUR -369), wie bereits im Vorjahr, negativ. Insgesamt führten die oben dargestellten Sachverhalte zu einem leichten Rückgang des Jahresüberschusses um TEUR 142 auf TEUR 3.972 (Vorjahr TEUR 4.114). b) Finanzlage Die Steuerung und Überwachung der Liquidität erfolgen direkt durch die Geschäftsleitung. Die notwendige Liquiditätsreserve wird nur in kursunabhängigen, kurzfristigen und sicheren Geldanlagen gehalten. Der Bestand der liquiden Mittel ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.920 auf TEUR 5.236 (Vorjahr TEUR 1.316) gestiegen und ist in ausreichendem Maße vorhanden, um die künftigen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die liquiden Mittel haben einen Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 12,6 % (Vorjahr 3,2 %). c) Vermögenslage Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 12,6 % (Vorjahr 12,9 %). Das Anlagevermögen ist in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Vermögenswerte (inklusive sonstige Wertpapiere) sind im Vorjahresvergleich um TEUR 3.170 auf TEUR 31.167 (Vorjahr TEUR 34.337) gefallen. Die Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr um TEUR 3.076 auf 29.534 (Vorjahr 32.611) gesunken. Der Rückgang der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die teilweise Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet. Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 156 in Sachanlagevermögen und TEUR 341 in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 23,3 % und ist im Vergleich zum Vorjahr (14,1 %) um 9,2 Prozentpunkte gestiegen.
4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2023 Neben den geplanten und umgesetzten Kosteneinsparungen hat das solide Vertriebsergebnis trotz erneut schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu einem sehr positiven Jahresergebnis geführt, mit dem wir als Geschäftsleitung überaus zufrieden sind. Sowohl die wirtschaftliche Lage als auch die Finanz- und Vermögenslage der ONESTY Finance GmbH sind nach wie vor positiv, stabil und solide. 5. Prognosebericht a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung / Ausblick Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2024 ein globales Wachstum von 3,1 %. Die erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung sowie die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung angesichts der hohen Verschuldung belasten die Wirtschaftstätigkeit. Die Inflation geht in den meisten Regionen schneller zurück als erwartet. Demnach wird die globale Inflation im Jahr 2024 auf 5,8 %, die der Eurozone auf 2,6 % fallen. Für den Euroraum erwartet das IfW 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 %. Für Deutschland wird ein Wachstum von lediglich 0,2 % prognostiziert. Nach Einschätzung der EU-Kommission dürfte sich das BIP-Wachstum in der EU 2024 auf 1,3 % verbessern. Für Deutschland rechnet sie mit einem Zuwachs von 0,3 % im Jahr 2024 und 1,2 % im Jahr 2025. Die Europäische Zentralbank hat in ihrer Januarsitzung ihre geldpolitische Ausrichtung vorerst nicht geändert und belässt den Leitzins zum dritten Mal in Folge auf dem aktuellen Niveau von 4,5 %. Tendenziell scheinen die Zeichen allerdings im Jahresverlauf eher auf eine Senkung der Leitzinsen hinzudeuten. Für Deutschland erwartet das ifo Institut 2024 eine vorsichtige Erholung der Wirtschaft. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, die Lohneinkommen steigen mit kräftigen Raten und die Beschäftigung ist so hoch wie nie zuvor im wiedervereinigten Deutschland. Damit kehrt Kaufkraft zurück, und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder zulegen. Das preisbereinigte BIP wird demnach 2024 um 0,9 % steigen, nach einem Rückgang um 0,3 % in 2023. Der GDV (Gesamtverband der Versicherer) rechnet vor dem Hintergrund steigender Nominallöhne und nachlassender Inflation für das Jahr 2024 mit einem Beitragswachstum von 3.8 %. Auch das Umfeld für die Lebensversicherung soll sich verbessern. Die höheren Zinsen stärken die Ertragskraft der Versicherungsunternehmen, die steigende Überschussbeteiligung erhöht die Attraktivität der Produkte. Die Beitragseinnahmen dürften insgesamt bei 92,0 Mrd. Euro liegen. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,2 %. b) Branchenentwicklung / Ausblick Nach einem schwierigen Jahr 2023 mit großen geopolitischen Krisen und anhaltend hoher Inflation blicken die deutschen Versicherer verhalten zuversichtlich auf 2024. Für die private und die betriebliche Altersvorsorge strebt das Bundesministerium der Finanzen Veränderungen an. Aus Sicht des GDV wird es ohne grundlegende Reform kein Durchstarten in der geförderten privaten Altersvorsorge geben. Daneben ist und bleibt die Digitalisierung eine der zentralen Herausforderungen nicht nur der Versicherungswirtschaft, sondern des ganzen Landes. Auf nationaler Ebene spielt nicht nur der restriktive Datenschutz eine enorme Rolle, sondern auch, wie und wann die europäische KI-Verordnung auf den Weg gebracht wird. Branchenübergreifend rechnet der GDV mit einem spartenübergreifenden Plus von 3,8 % nach einem Zuwachs von 0,6 % im Jahr 2023. Für die Sparte Lebensversicherung stellt der GDV ein leichtes Wachstum im Einmalbeitragsgeschäft bis 5 % und im Neuzugang mit laufenden Beiträgen bis 3 % in Aussicht. Das Wachstum der Lebensversicherung könnte nach Ansicht der Experten im Jahr 2024 bei bis zu 1,2 % liegen. c) Voraussichtliche Entwicklung der ONESTY Finance GmbH Die Unternehmensstrategie bleibt unverändert an der hohen Zufriedenheit all unserer Kunden ausgerichtet. Im Jahr 2024 werden trotz anhaltend hoher Inflation und Investitionszurückhaltung stabile Vertriebsergebnisse in allen Sparten erwartet. Durch den Anstieg der Leitzinsen wird ein positives Finanzergebnis angestrebt. Die Geschäftsleitung erwartet bei sinkendem Kostenergebnis ein positives Jahresergebnis für die Jahre 2024 und 2025. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sind die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und ihre Finanzkraft unverändert gut. III. Niederlassungsbericht Eine unselbständige Niederlassung ist in Berlin, Kurfürstendamm 190-192 eingerichtet. IV. Chancen- und Risikobericht a) Chancen Unsere (Um-)Welt ist zunehmend von umweltbewusstem Denken geprägt. Unternehmen sind gefordert, nachhaltige Praktiken zu integrieren, um ihre Umweltauswirkungen zu minimieren. Dies bietet ihnen gleichzeitig die einzigartige Chance, Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Indem sie verantwortungsbewusstes Handeln zeigen, überzeugen sie sowohl ihre Mitarbeitenden als auch Kundinnen und Kunden. Regulatorische Anforderungen zielen darauf ab, ESG-Kriterien (Environment, Social and Governance) in die Geschäftsprozesse zu integrieren und Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen. Daneben wird der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) auf der Agenda von deutschen Versicherern stehen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Produktentwicklung über das Marketing bis hin zum Underwriting und Pricing, eröffnen neue Methoden der KI spannende Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Optimierung von Prozessen und Angeboten. Vor diesem Hintergrund können neue Produkte entwickelt, Preise anders berechnet oder Schadenfälle schneller und günstiger abgewickelt werden. Die ONESTY Finance GmbH hat bereits die Prozesse bis hin zur Policierung überwiegend digitalisiert. b) Risiken Als Unternehmen in der freien Marktwirtschaft ist die ONESTY Finance GmbH den verschiedensten Risiken ausgesetzt. Folgende wesentliche Risikokategorien sind identifiziert und mit entsprechenden Maßnahmen bzw. Instrumenten versehen worden. Operative Risiken Der operative Geschäftsablauf der ONESTY Finance GmbH wird durch die qualitativ hochwertige Bearbeitung der einzelnen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Dies wird durch unser gut ausgebildetes Team, definierte Arbeitsabläufe und ein intelligentes Verwaltungssystem, das Plausibilitätskontrollen durchführt, gewährleistet. Um einem möglichen personellen Ausfall vorzubeugen, wurde die gesamte Infrastruktur mit Hinblick auf das Auftreten einer Pandemie oder pandemieähnlichen Situation dergestalt angepasst, dass die Vertriebsadministration sämtliche Geschäftsvorfälle aus dem Homeoffice weiterführen kann. Die Beratung der Kunden durch den Vertrieb erfolgt in solchen Situationen dann online via Videokonferenzen. Für diese Vorfälle der nicht unmittelbaren physischen Interessenten-, Verbraucher- und Kundenbetreuung wurden die datenschutzrechtlichen Instrumente und Inhalte entsprechend angepasst. Regelmäßige interne und externe Aus- und Weiterbildungen tragen zur Erhaltung der Bearbeitungsqualität bei. Risiken im IT-Bereich Das Geschäftsmodell der ONESTY Finance GmbH basiert auf einer umfassenden IT-Unterstützung aller wesentlichen Prozesse. Ein Ausfall im Bereich der Informationstechnologie hätte negative Auswirkungen auf das gesamte Geschäftsmodell. Diesem wirken wir entgegen, indem • wir adäquate Aus- und Notfallkonzepte erarbeitet und implementiert haben, die sicherstellen, dass Störungen z.B. durch Systemausfälle kurzfristig behoben werden können, • wirksame Zugangskontrollen und Schutzvorkehrungen bestehen, die uns vor dem Zugriff unbefugter Dritter schützen, • wir überwiegend Standardsoftware großer Anbieter einsetzen und • wir unternehmensspezifische IT-Lösungen vor ihrem Einsatz angemessenen Tests unterziehen, mit denen die korrekte Abbildung der Geschäftsprozesse sichergestellt wird. Vertriebsrisiken, Storno- und Ausfallrisiko Die ONESTY Finanz GmbH verfügt über ein effizientes Vertriebscontrolling. Fluktuationen innerhalb der Vertriebsstruktur haben Auswirkungen auf den Kundenbestand und das Volumen des Neugeschäfts. Gefahren in diesem Bereich frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten ist wesentlicher Bestandteil unseres Geschäftes. Die Auszahlungen der Abschlussprovisionen durch die ONESTY Finanz GmbH für Policen unterliegen der gesetzlichen Stornohaftung. Dem Risiko des Stornoausfalls begegnen wir in erster Linie mit einer kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung sowie einer sehr strikten und konservativen Auswahl der Vertriebspartner. Forderungen aus der Vergütungsvereinbarung (VVB) gegenüber unseren Kunden unterliegen grundsätzlich einem Ausfallrisiko. Zur Risikovorsorge werden bedarfsgerecht Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand vorgenommen. Beurteilung der Risikolage Unsere Vorkehrungen haben sich erfahrungsgemäß als ausreichend erwiesen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Bestand der Gesellschaft gefährden können.
Cottbus, 23. September 2024 Sören Patzig Stefan Granel Martin Ruske BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31.12.2023ONESTY Finance GmbH, 03046 Cottbus1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der ONESTY Finance GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 ff. HGB). • Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses: Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Bilanz mit 27.293.257,39 € (Vorjahr: 30.499.082,37€): Darin enthalten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 875.787,05 € (Vorjahr: 847.773,24€). • Sonstige Wertpapiere in der Bilanz mit 1.335.004,61 € (Vorjahr: 1.338.851,76 €): Darin enthalten sind Ansprüche gegen verbundene Unternehmen mit 1.265.457,31 € (Vorjahr: 1.265.457,31 €). 3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen aktiviert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die im Geschäftsjahr angeschafften selbständig nutzungsfähigen geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von 800,00 € wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurde dem Ausfallrisiko durch nach betrieblichen Erfahrungswerten bemessene Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Zugehörigkeit. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden (Rückstellungsabzinsungsverordnung). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Der Jahresabschluss enthält nur in geringem Umfang auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem jeweiligen Devisenkassa-Mittelkurs in Euro umgerechnet wurden. Die Bewertung wurde beibehalten. Die von uns angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. 4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung • Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte wurden aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 15 Jahre festgelegt. Es handelt sich jeweils um stabile Vertriebsstrukturen, die unter Mitwirkung und Anleitung der ONESTY Finance GmbH entstanden und gewachsen sind. • Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. • Passive latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung ist gem. § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. • Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Im Wesentlichen handelt es sich um Rückstellungen für Stornierungen vermittelter Verträge (801 T€), Jahresendkosten (581 T€) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten, Prozessrisiken sowie zur Erfüllung der Aufbewahrungsverpflichtung und für ausstehende Rechnungen. • Sonstige Pflichtangaben • Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahre und Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 18.150.490,12 € (Vorjahr: 20.763.041,46 €). Sie sind in Höhe von 17.000.000,00 € im Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" und in Höhe von 1.150.490,12 € im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" enthalten. Die bilanzierten Verbindlichkeiten sind in Höhe von 17.386.944,45 € durch Sicherungsabtretungen besichert. Sie sind im vollen Umfang im Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" enthalten. • Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 3.224.458,00 € sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Dienstleistungs- und Darlehensverträgen für die nächsten 5 Jahre. Hiervon sind vor Ablauf eines Jahres 498.216,12 € fällig. • Durchschnittliche Zahl des während des Geschäftsjahrs beschäftigten Personals Während des Geschäftsjahrs waren durchschnittlich 48 Arbeitnehmer/-innen im Unternehmen beschäftigt, davon 35 in Vollzeit und 13 in Teilzeit. Sie sind vollständig dem Bereich Verwaltung zuzuordnen. • Vergütungen der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchst. a HGB für den Vorstand und die Geschäftsführung der Gesellschaft wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Für die Aufsichtsratstätigkeiten wurden keine Vergütungen gezahlt. • Namen der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten bis zum 14.04.2023 die folgenden Personen dem Vorstand an: Herr Sören Patzig ausgeübter Beruf: Kaufmann Herr Stefan Granel ausgeübter Beruf: Versicherungskaufmann Herr Martin Ruske ausgeübter Beruf: Politikwissenschaftler Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr bis zum 14.04.2023: Herr Harry Patzig (Kaufmann), Vorsitzender, Herr Dr. Giorgio Reinheldt (Rechtsanwalt), Stellvertreter Frau Constanze Patzig (Versicherungskauffrau). Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten nach dem 14.04.2023 die folgenden Personen der Geschäftsführung an: Herr Sören Patzig ausgeübter Beruf: Kaufmann Herr Stefan Granel ausgeübter Beruf: Versicherungskaufmann Herr Martin Ruske ausgeübter Beruf: Politikwissenschaftler • Konzernzugehörigkeit Die ONESTY Finance GmbH wird in den Konzernabschluss der ONESTY Group GmbH, Feldkirch (Österreich) einbezogen. Der offen gelegte Konzernabschluss ist im Firmenbuch beim Landgericht Feldkirch (Österreich) erhältlich. Ergebnisverwendung Das Ergebnis soll nach dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen werden.
sonstige Berichtsbestandteile• Unterschriften der Geschäftsführer
Cottbus, 30.06.2024/ 23.09.2024 Sören Patzig Stefan Granel Martin Ruske Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 04.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkONESTY Finance GmbH vorm. AFA AG, CottbusPrüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ONESTY Finance GmbH, Cottbus: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ONESTY Finance GmbH, Cottbus - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ONESTY Finance GmbH, Cottbus für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. 2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 14. November 2024 Hanseatische
Prüfungs- und Beratungsgesellschaft mbH
Dietmar Hölscher, Wirtschaftsprüfer Alexander Kulesza, Wirtschaftsprüfer |
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