Grundstücksgesellschaft Krögerweg eGbR
Same addressDevelopment of land not built-on
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Piotr Chelminski since 2/9/2026 | Managing Director |
Oliver Dr. Sticht since 8/27/2025 | Procura |
Andreas Rollheiser since 8/9/2024 | Managing Director |
Ingo Dr. Heim since 6/22/2023 | Procura |
Frank Ostermann since 11/8/2018 | Procura |
Ingo Dr. Müller since 7/2/2015 | Managing Director |
André Leise since 11/12/2012 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Grupa Azoty S.A. | 100.00% |
Company ownership structure and capital distribution
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
COMPO EXPERT GmbHMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn-
und Verlustrechnung
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2023
EUR |
2022
EUR |
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| 1. Umsatzerlöse | 235.950.551,04 | 367.933.452,59 |
| 2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -10.370.816,94 | 4.225.523,38 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 3.509.773,87 | 7.313.904,18 |
| davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.953.670,82 (Vj. EUR 5.076.884,21) | ||
| 229.089.507,97 | 379.472.880,15 | |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -179.881.538,19 | -266.988.240,02 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -9.844.145,23 | -11.231.094,85 |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -21.526.841,54 | -21.115.817,42 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -5.356.095,99 | -5.860.799,34 |
| davon für Altersversorgung EUR 944.266,78 (Vj. EUR 1.948.476,54) | ||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -7.425.210,06 | -7.141.802,30 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -40.211.311,07 | -47.496.423,68 |
| davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.926.026,96 (Vj. EUR 4.051.332,67) | ||
| -264.245.142,08 | -359.834.177,61 | |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 779,20 | 0,00 |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 779,20 (Vj. EUR 0,00) | ||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 144.020,09 | 204.036,35 |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 181.852,19) | ||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -4.314.475,91 | -2.821.417,45 |
| davon an verbundene Unternehmen EUR 1.930.877,98 (Vj. EUR 1.925.766,01) | ||
| davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 75.414,00 (Vj. EUR 168.524,00) | ||
| -4.169.676,62 | -2.617.381,10 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -197.978,21 | -195.706,83 |
| 12. Ergebnis nach Steuern | -39.523.288,94 | 16.825.614,61 |
| 13. Sonstige Steuern | -366.234,20 | -286.416,27 |
| 14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags übernommene/abgeführte Verluste/Gewinne | 39.889.523,14 | -16.539.198,34 |
| 15. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
Münster, 12. Juni 2024
Geschäftsführung der COMPO EXPERT GmbH, Münster
Dr. Ingo Müller
Piotr Zarosinski
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und einige davon-Vermerke im Anhang gemacht.
Die COMPO EXPERT GmbH ist in die finanziellen Strukturen des Grupa Azoty Konzerns eingebunden.
In Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Grupa Azoty Konzerns gibt es nach Auffassung des Managements der obersten Muttergesellschaft erhebliche Unsicherheiten.
Aufgrund der negativen Entwicklung des Geschäftsverlaufs im Jahr 2023, konnten bestimmte, vertraglich vereinbarte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden, so dass ein Kündigungsfall bei den Bankdarlehn ("Events of Default") eingetreten ist. Im August 2023 hat daraufhin die Grupa Azoty S.A. mit den relevanten Finanzinstituten einen Vertrag unterschrieben ("Waiver and Amendement Letters"), der es der Gruppe ermöglicht hat, weiterhin die zugesagten Finanzmittel in unveränderter Weise abzurufen.
In diesem Zusammenhang ist die COMPO EXPERT Holding GmbH als zusätzlicher Garantiegeber in die Haftungsmasse mit aufgenommen worden.
Am 25. April 2024 hat die Grupa Azoty S.A. in ihrem Namen und im Namen ausgewählter anderer Gruppengesellschaften weitere Verzichts- und Änderungserklärungen unterschrieben, in denen die einbezogenen Finanzierungsinstitute unwiderruflich auf ihre Rechte in Bezug auf erwartete Nichterfüllung von Vorgaben im Rahmen der Finanzierungsvereinbarungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2023 verzichten.
Darüber hinaus hat die Grupa Azoty S.A. ein "Stabilisation Agreement" mit den relevanten Finanzinstituten abgeschlossen, welches sicherstellt, dass weiterhin die zugesagten Finanzmittel zur Verfügung stehen und bestimmte Rechte der Finanzinstitute nicht ausgeübt werden dürfen. Das Stabilisation Agreement wurde mehrfach verlängert und läuft derzeit bis zum 30. Juli 2024.
Hierdurch wird es der Gruppe ermöglicht, einen langfristigen Restrukturierungsplan zu erstellen und erforderliche Maßnahmen umzusetzen, um die Ertrags- Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zu verbessern.
Aufgrund dieser Umstände geht das Management der Grupa Azoty S.A. trotz der erheblichen Zweifel von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit der obersten Muttergesellschaft aus.
Aufgrund der Situation des Grupa Azoty Konzerns hat sich auch die Finanzlage der COMPO EXPERT GmbH verändert und einzelne Kreditzusagen von Kreditinstituten wurden gekürzt. Basierend auf dem 13-wöchigen Liquiditätsplan und der darüberhinausgehenden auf dem Budget beruhenden Finanzplanung bis zum Ende des Geschäftsjahres geht die Geschäftsführung jedoch davon aus, dass die Gesellschaft weiterhin über ausreichende liquide Mittel verfügt. Diese Aussage basiert auf der Prämisse, dass die angestrebte Restrukturierung von Grupa Azoty S.A. wie geplant durchgeführt werden kann und die Gesellschaft deshalb weiterhin auf die zur Verfügung gestellten Mittel aus der Cash-Pool-Vereinbarung und weiteren Finanzierungsbeziehungen zugreifen kann.
Wenn -wovon wir nicht ausgehen -die angestrebte Restrukturierung von Grupa Azoty S.A. nicht wie geplant durchgeführt werden kann und die Gesellschaft daher nicht mehr über zugesagte Mittel aus der Cash-Pool-Vereinbarung und weiteren Finanzierungsbeziehungen verfügen kann, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet.
Wir haben den vorliegenden Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.
Die Gesellschaft ist unter der Firma COMPO EXPERT GmbH mit Sitz in Münster im Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter der Nummer HRB 14034 eingetragen.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Die Herstellungskosten selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände sowie selbsterstellter Anlagen des Sachanlagevermögens umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibung der in der Fertigung genutzten Anlagegüter. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.
Die folgenden Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:
| Bilanzposition | Nutzungsdauer |
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 5 Jahre |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5 - 15 Jahre |
| Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 9 - 33 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8 - 33 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 - 10 Jahre |
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Innerhalb der Finanzanlagen werden Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.
Das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 S. 6 HGB wird nicht ausgeübt; außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten (gleitende Durchschnittspreise) oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten aktiviert.
Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibung der in der Fertigung genutzten Anlagegüter. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen.
Unentgeltlich erworbene CO 2 -Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert bilanziert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck nach der Projected-Unit-Credit-Method ermittelt. Die zukünftig erwarteten Renten- und Einkommenssteigerungen werden berücksichtigt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzins aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB verwendet. Im Vorjahr wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,78 % verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %, Vorjahr: 1,44 %) wurde in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 6 S. 1 HGB ermittelt und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 72 (Vorjahr: T€ 334); es besteht keine Abführungssperre. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit 2,2 % bzw. 2,5 % (Vorjahr: 2,2 % bzw. 2,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde alters- und geschlechtsspezifisch mit dem Heubeck Standard berücksichtigt.
Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Zukünftige Kosten- und Preissteigerungen werden, sofern vorhanden, berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft ist ein Ansatz latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden auf Ebene der Organgesellschaft nicht erforderlich.
Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt. Dieser ist als Anlage Bestandteil des Anhangs.
Das Finanzanlagevermögen besteht in Teilen in Anteilsbesitz an verbundenen Unternehmen. An Gesellschaften, an denen nur ein Minderheitsanteil gehalten wird, werden die übrigen Anteile von der COMPO EXPERT International GmbH gehalten.
| Anteil am Stammkapital | Währung | Eigenkapital | Ergebnis | |
| COMPO EXPERT Argentina SRL, Buenos Aires | 10% | ARS in tsd. | 439.162 | 59.562 |
| COMPO EXPERT South Africa (Pty) Ltd., Langebaan | 100% | ZAR in tsd. | -6.075 | 131 |
| COMPO EXPERT Austria GmbH, Wien | 100% | EUR in tsd. | 98 | 36 |
| COMPO EXPERT Peru S.R.L., Lima | 0,01% | PEN in tsd. | 325 | -75 |
Die Angaben beziehen sich auf den Abschlussstichtag 31. Dezember 2022.
Darüber hinaus bestehen Finanzanlagen aus langfristigen Ausleihungen an verbundene Unternehmen.
Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auf TEUR 1.344. Davon entfielen auf aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 0.
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 44.006 (Vorjahr: T€ 95.156). Darüber hinaus werden Forderungen aus dem Cashpooling gegenüber der COMPO EXPERT Holding GmbH in Höhe von T€ -911 (Vorjahr: T€ 15.333) ausgewiesen. Die Cashpooling-Forderungen ergeben sich nach Saldierung mit kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.069 (Vorjahr: T€ 8.079) die jederzeit zurückgezahlt werden können.
Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen aus Forderungen aus der Verlustübernahme in Höhe von T€ 39.890 (Vorjahr: Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung in Höhe von T€ 16.539), die mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert wurden (T€ 686; Vorjahr: T€ 219).
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Forderungen gegen Gesellschafter haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von T€ 400 ausgewiesen (Vorjahr: T€ 400).
Das Stammkapital beträgt unverändert T€ 25. Die Kapitalrücklage beträgt entsprechend dem Vorjahr T€ 14.744. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ist der Bilanzgewinn mit T€ 19.629 ebenso unverändert geblieben.
Die Pensionsverpflichtungen sind um T€ 147 auf T€ 6.201 gesunken (Vorjahr: T€ 6.348).
Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
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31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Rückstellungen für Rabatte und Preisnachlässe | 1.501 | 1.684 |
| Rückstellungen für ausstehende Rechnungen | 1.340 | 726 |
| Sonstige kurzfristige Personalverpflichtungen | 627 | 1.043 |
| Rückstellungen für Tantiemen | 417 | 480 |
| Rückstellungen für rückständigen Urlaub | 357 | 323 |
| Verschiedene langfristige Rückstellungen | 282 | 282 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 287 | 268 |
| 4.811 | 4.806 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ggü. Dritten betragen T€ 28.349 (Vorjahr: T€ 37.239).
Die Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 54.920 (Vorjahr: T€ 71.446) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 6.920 (Vorjahr: T€ 15.446) sowie langfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der COMPO EXPERT Holding GmbH in Höhe von T€ 48.000 (Vorjahr: T€ 56.000). Der kurzfristige Anteil der Darlehensverbindlichkeiten ist mit Forderungen aus dem Cashpooling verrechnet worden (T€ 8.069).
Die Verbindlichkeiten sind frei von Pfandrechten und Sicherheiten.
Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 235.951 (Vorjahr: T€ 367.933) wurden nahezu ausschließlich im Tätigkeitsbereich Herstellung und Vertrieb von Düngemitteln erzielt, wobei T€ 151.302 (Vorjahr: T€ 217.727) der Umsatzerlöse auf solche mit verbundenen Unternehmen entfallen.
Die geographische Verteilung der Umsatzerlöse ist wie folgt:
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Deutschland | 24.604 | 43.709 |
| Europa | 93.762 | 146.985 |
| Amerika | 64.737 | 125.216 |
| Asien/Pazifik | 48.050 | 50.655 |
| Afrika | 4.798 | 1.368 |
| 235.951 | 367.933 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Erträge aus Fremdwährungsumrechnung | 1.954 | 5.077 |
| "Carbon Leakage" Beihilfen | 383 | 0 |
| Erträge aus Mindermengen Strom/Gas | 380 | 1.283 |
| Erträge aus Auflösung von Rückstellungen | 304 | 548 |
| Erträge aus Schadenersatz | 170 | 144 |
| Forschungszulagen | 123 | 0 |
| Erträge aus der Auflösung von Einzel-/Pauschalwertberichtigungen | 1 | 58 |
| Sonstige Erträge | 195 | 204 |
| 3.510 | 7.314 |
Periodenfremde Erträge resultieren im Wesentlichen aus Beihilfen im Zusammenhang mit der "Carbon Leakage-Verordnung" (T€ 383; Vorjahr: T€ 0), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 304 (Vorjahr: T€ 548) und aus Forschungszulagen (T€ 123, Vorjahr: T€ 0). Im Vorjahr fielen darüber hinaus Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen an (T€ 1; Vorjahr: T€ 58).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 40.211 (Vorjahr: T€ 47.496). Sie beinhalten u.a. Frachten und Provisionen. Die wesentlichen Positionen sind in der Übersicht zusammengestellt:
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Frachten | 17.006 | 25.146 |
| Provisionen | 5.374 | 4.982 |
| Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung | 3.926 | 4.051 |
| Fremdleistung f. Management und sonstige Dienstleistungen | 3.833 | 3.999 |
| Fremdinformatikleistungen | 1.852 | 1.994 |
| Versicherungen | 1.768 | 1.534 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.532 | 1.039 |
| Mieten, Pachten und Leasing | 1.420 | 1.361 |
| Übrige Kosten | 3.500 | 3.390 |
| 40.211 | 47.496 |
Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen:
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Zinsen aus Ausleihungen und Cashpool | 0 | 182 |
| Zinsen für Guthaben bei Kreditinstituten | 144 | 22 |
| 144 | 204 |
Die Zinsaufwendungen werden überwiegend aus konzerninterner Finanzierung generiert. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Zinsen für Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 2.308 | 727 |
| Zinsen für Darlehen von verbundenen Unternehmen | 1.686 | 1.898 |
| Zinsen aus Cashpool-Verbindlichkeiten | 245 | 28 |
| Zinsanteil Pensionsrückstellungen | 75 | 168 |
| 4.314 | 2.821 |
Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen bilanziert.
Das Jahresergebnis in Höhe von T€ -39.890 (Vorjahr: T€ 16.539) wurde vollständig von der COMPO EXPERT International GmbH übernommen (im Vorjahr an die COMPO EXPERT GmbH International GmbH abgeführt).
Am Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
|
Gesamt
T€ |
davon kurzfristig
T€ |
|
| Kfz-Leasingverträge | 251 | 145 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 939 | 414 |
| Miete Bürogebäude | 1.167 | 233 |
| 2.357 | 792 |
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen März. 2024 und Dezember 2029.
Das Bestellobligo für Investitionsaufträge beläuft sich zum 31.12.2023 auf T€ 2.568 (Vorjahr: T€ 888).
Finanzielle Verpflichtungen ggü. verbundene Unternehmen sind nicht vorhanden.
Der Vorteil der außerbilanziellen Geschäfte in Form von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen liegt in der geringeren Kapitalbindung und dem Wegfall eines möglichen Verwertungsrisikos im Vergleich zum Erwerb dieser Vermögensgegenstände. Risiken könnten sich dagegen aus den mittelfristigen Vertragslaufzeiten ergeben, sofern diese Gegenstände künftig nicht mehr genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anhaltspunkte gibt.
Die Gesellschaft hat im Zuge eines aktiven Working Capital Managements sowie unter Gesichtspunkten des allgemeinen Risikomanagements das Factoringprogramm fortgeführt, das die mit den veräußerten Forderungen verbundenen Risiken ohne Rückgriffsrecht des Erwerbers auf diesen überträgt ("True Sale"). Das zum Bilanzstichtag übertragene und somit nicht mehr zu bilanzierende Forderungsvolumen beläuft sich auf T€ 15.408 (Vorjahr: T€ 16.131). Dem gegenüber stehen T€ 2.272 bilanzierte Forderungen gegen den Factor (Vorjahr: T€ 3.941). Die Risiken aus dem Factoring bestehen im Bonitätsrisiko des Factors und liegen unterhalb des Bonitätsrisikos der ursprünglichen Forderungsschuldner. Die Vorteile des Factorings liegen in einer verbesserten Risikoposition der Gesellschaft im Hinblick auf Forderungsausfälle sowie erweiterten Möglichkeiten der Working Capital Steuerung.
Die Gesellschaft hat die beiden Deferred Payment Programme (eine Art des Reverse Factoring) zur Reduzierung ihrer Lieferantenverbindlichkeiten weiter fortgeführt. Die Maßnahme zielt auf eine Stärkung der Fähigkeit zur Eigenfinanzierung der Gesellschaft ab. Der Ausweis des durch die Santander Bank und die Caixa Bank finanzierten Gesamtbetrages (einschließlich ausstehender Zinsen) erfolgt unter den Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten in Höhe von T€ 60.972 (Vorjahr: T€ 60.125). Die Vorteile des Deferred Payment Programms liegen in einer verbesserten Möglichkeit der Working Capital Steuerung. Wesentliche Risiken bestehen nicht.
Gegenüber einer Pensionskasse bestehen Subsidiärhaftungsverhältnisse aus Altersversorgungsverpflichtungen. Die Geschäftsleitung erwartet zum Bilanzstichtag hieraus aufgrund der vorhandenen stillen Reserven der Pensionskasse im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 keine Verpflichtung.
In Höhe von T€ 427 aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB grundsätzlich eine Gewinnabführungssperre. Aufgrund der vorhandenen Kapitalrücklagen in Höhe von T€ 14.744 sowie des Bilanzgewinns in Höhe von T€ 19.629 wird der zuvor genannte Betrag vollständig entsperrt.
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen vertreten.
Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:
Thomas H. Ahrens, Dipl.-Ingenieur, MBA, Meerbusch (CEO) - bis 30.04.2023
Dr. Ingo Müller, Agrarwissenschaftler, Münster (CMO) - bis 30.04.2023
Dr. Ingo Müller, Agrarwissenschaftler, Münster (CEO) - ab 01.05.2023
Piotr Zarosinski, Master of Science in Medical Analysis, Dobra, Polen (CSO) - ab 26.04.2023
Piotr Regulski, Rechtsanwalt, Mierzyn, Polen (CGO) - ab 26.10.2023 bis 14.11.2023
Dem Aufsichtsrat gehörten an:
Piotr Kolodziej, Director - Accounting and Finance Department der Polskie Sieci Elektroenergetyczne S.A., Konstancin-Jeziorna, Polen (Vorsitzender) - bis 07.01.2023
Rafal Dajczer, Rechtsanwalt, Warschau, Polen (stellvertretender Vorsitzender) - bis 07.01.2023
Michal Wolski, Rechtsanwalt, Stettin, Polen - bis 07.01.2023
Piotr Kolodziej, Director - Accounting and Finance Department der Polskie Sieci Elektroenergetyczne S.A., Konstancin-Jeziorna, Polen (Vorsitzender) - ab 24.04.2023
Patrycja Zycinska, Rechtsanwältin, Tarnow, Polen (stellvertretende Vorsitzende) -ab 24.04.2023 bis 24.05.2024
Michal Wolski, Rechtsanwalt, Stettin, Polen - ab 24.04.2023 bis 24.05.2024
Pawel Jarczewski, Wirtschaftswissenschaftler, Pulawy, Polen - ab 24.05.2024
Wojciech Szmyla, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Grupa Azoty Zaklady
Azotowe Pulawy S.A, Pulawy, Polen - ab 24.05.2024
Die Geschäftsführer erhalten keine direkten Bezüge von COMPO EXPERT GmbH. Sie werden durch die COMPO EXPERT Holding GmbH vergütet. Die von der COMPO EXPERT GmbH gebuchten Aufwendungen für die Managementdienstleistungen belaufen sich für das abgelaufene Geschäftsjahr auf T€ 1.396 (Vorjahr: T€ 1.808).
Der Aufsichtsrat hat keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.
Zwischen der COMPO EXPERT GmbH und der COMPO EXPERT International GmbH, Münster, besteht seit dem 1. Oktober 2015 ein wirksamer Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die COMPO EXPERT GmbH ist Organgesellschaft im Rahmen einer ertragsteuerlichen und umsatzsteuerlichen Organschaft. Die COMPO EXPERT International GmbH ist Organgesellschaft der ertragssteuerlichen und seit dem 1. September 2020 auch der umsatzsteuerlichen Organschaft zu der Organträgerin COMPO EXPERT Holding GmbH.
Der Jahresabschluss der COMPO EXPERT GmbH wird in den Konzernabschluss der Grupa Azoty, Tarnow, Polen einbezogen. Diese erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.
Die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes durch die COMPO EXPERT GmbH unterbleibt aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB, da die Gesellschaft und die Tochterunternehmen in den befreienden Konzernabschluss der Grupa Azoty S.A., Tarnow, Polen, zum 31. Dezember 2023 einbezogen werden, der auf Basis der "International Financial Reporting Standards" (IFRS) erstellt wird.
Da nach deutschem Recht in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 315e HGB auch die Erstellung eines IFRS Konzernabschlusses zulässig ist, wird auf eine Erläuterung der im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden verzichtet.
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 307 Mitarbeiter (Vorjahr: 292 Mitarbeiter), 169 gewerbliche Mitarbeiter und 137 Angestellte (Vorjahr: 169 gewerbliche Mitarbeiter und 123 Angestellte) beschäftigt.
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 85 (Vorjahr: T€ 85). Andere Beratungsleistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung haben.
Münster, 12. Juni 2024
Geschäftsführung der COMPO EXPERT GmbH
Dr. Ingo Müller
Piotr Zarosinski
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| in EUR | 01.01.2023 | Zugang | Umgliederung | Abgang | 31.12.2023 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.395.313 | 0 | 0 | -82.298 | 1.313.015 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.895.585 | 0 | 0 | -309.780 | 2.585.805 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 429.395 | 1.021.782 | 0 | 0 | 1.451.177 |
| 4.720.293 | 1.021.782 | 0 | -392.078 | 5.349.997 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 41.014.525 | 4.722 | 157.904 | 0 | 41.177.151 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 60.251.289 | 85.564 | 213.752 | -160.395 | 60.390.210 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.901.468 | 433.490 | 339.348 | -992.395 | 4.681.911 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.381.757 | 2.926.443 | -711.004 | 0 | 5.597.196 |
| 109.549.039 | 3.450.219 | 0 | -1.152.790 | 111.846.468 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 448.435 | 0 | 0 | 0 | 448.435 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 985.145 | 232.353 | 0 | 0 | 1.217.498 |
| 1.433.579 | 232.353 | 0 | 0 | 1.665.932 | |
| 115.702.912 | 4.704.354 | 0 | -1.544.868 | 118.862.398 | |
| kumulierte Abschreibungen | ||||
| in EUR | 01.01.2023 | Zugang | Abgang | 31.12.2023 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 895.331 | 72.562 | -82.298 | 885.595 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.349.780 | 178.479 | -303.300 | 2.224.959 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3.245.110 | 251.041 | -385.598 | 3.110.553 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 15.563.216 | 1.894.708 | 0 | 17.457.924 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 35.901.108 | 4.557.417 | -94.654 | 40.363.871 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.554.019 | 722.044 | -986.694 | 3.289.369 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 55.018.343 | 7.174.169 | -1.081.348 | 61.111.164 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 58.263.454 | 7.425.210 | -1.466.946 | 64.221.718 | |
| Buchwerte | ||
| in EUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 427.420 | 499.982 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 360.846 | 545.805 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.451.177 | 429.395 |
| 2.239.443 | 1.475.182 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 23.719.226 | 25.451.308 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 20.026.339 | 24.350.181 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.392.542 | 1.347.449 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.597.196 | 3.381.757 |
| 50.735.304 | 54.530.696 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 448.435 | 448.435 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.217.498 | 985.145 |
| 1.665.932 | 1.433.579 | |
| 54.640.679 | 57.439.457 | |
Die COMPO EXPERT GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der COMPO EXPERT International GmbH, Münster, welche wiederum eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der COMPO EXPERT Holding GmbH, Münster, ist. Die COMPO EXPERT Holding GmbH ist die oberste Gesellschaft der COMPO EXPERT Gruppe und 100-prozentige Tochtergesellschaft der Grupa Azoty S.A., einem polnischen Chemiekonzern mit Sitz in Tarnow.
Die COMPO EXPERT GmbH wird als Teil der COMPO EXPERT Gruppe in den Konzernabschluss der Grupa Azoty S.A., Polen, einbezogen. Ein Teilkonzernabschluss der COMPO EXPERT Gruppe wird nicht aufgestellt oder veröffentlicht. Die Einbindung der COMPO EXPERT Gruppe in die Grupa Azoty kann über die offizielle Konzernstruktur der Grupa Azoty unter folgendem Link eingesehen werden: https://grupaazoty.com/en/grupa-azoty/structure.
Die COMPO EXPERT GmbH ist die Führungsgesellschaft und gemessen am Umsatz die größte Einheit der COMPO EXPERT Gruppe, einem weltweit tätigen Konzern mit einem umfangreichen Sortiment an Spezialdüngemittel. Die Gesellschaft realisierte im Geschäftsjahr 2023 rund 10% (Vorjahr: 12%) ihres Umsatzes in Deutschland und 90% (Vorjahr: 88%) im Ausland (v.a. restliches Europa, Lateinamerika und Asien).
Die COMPO EXPERT Gruppe ist in Deutschland durch die COMPO EXPERT GmbH und weltweit in 21 weiteren Ländern mit Gesellschaften vertreten. Das Produktportfolio besteht aus mehr als 600 Produkten, die unter rund 125 registrierten Marken in unterschiedlichen Verpackungsvarianten in über 100 Länder geliefert werden.
Die COMPO EXPERT Gruppe fokussiert sich auf die Herstellung von Düngemittel für spezielle Anwendungsgebiete bzw. Kulturen, die eine spezifische Behandlung benötigen. Somit kommen die Produkte des Konzerns bei professionellen Anwendern im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus, des Gemüse-, Wein- und Obstanbaus, des Zierpflanzensektors sowie allgemein der exportorientierten Landwirtschaft zur Anwendung.
Die COMPO EXPERT Gruppe hat weltweit über 700 Mitarbeiter. Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter sind im Verkauf und in der direkten Beratung unserer Endanwender tätig, da es sich beim Einsatz von Spezialdüngemitteln um ein beratungsintensives Geschäft handelt, bei dem es darauf ankommt, dem Anwender ein maßgeschneidertes Produkt anzubieten, welches auf seine Kultur, die Eigenschaften des Bodens und die klimatischen Verhältnisse optimal abgestimmt ist.
Die COMPO EXPERT GmbH betreibt den wichtigsten Produktionsstandort der Gruppe in Krefeld/Deutschland. Die spanische Schwestergesellschaft verfügt über einen weiteren Standort in La Vall d'Uixo (nahe Valencia). Auf dem direkt am Rheinhafen gelegenen Gelände in Krefeld werden Salpetersäure, granulierte NPK-Dünger, stabilisierte NPK-Dünger, Langzeitdünger, vollumhüllte und teilumhüllte Dünger, mineralische und organisch/mineralische Flüssigdünger sowie phosphathaltiger Einzeldünger als Bodenverbesserungsmittel hergestellt. Das Werk umfasst eine Fläche von rund 18 Hektar und verfügt über Produktionsanlagen sowie über Abfüll- und Verpackungsanlagen. Von Krefeld aus werden sowohl die deutschen Kunden als auch der globale Markt versorgt.
In dem Produktionsstandort in La Vall d'Uixo, Spanien, werden als Ergänzung zu den in Krefeld hergestellten Produkten wasserlösliche Nährsalze und Blattdünger sowohl für Europa als auch für den globalen Markt produziert. Darüber hinaus verfügt der Standort über ausreichend Lagerkapazitäten.
Neben den Produktionsstandorten verfügen verschiedene Landesgesellschaften über Stabilisierungs- und Abfüllanlagen sowie Lagerhallen.
Die Produktpalette der COMPO EXPERT Gruppe umfasst sowohl Düngemittel mit hohem Mehrwert (Produktsegment "Specialties") als auch granulierte Volldünger (Produktsegment "Light Specialties"). Das Produktsegment "Specialties" macht in etwa die Hälfte des Nettoumsatzes der COMPO EXPERT GmbH aus. Der Hauptfokus des Unternehmens liegt auf dem Ausbau des Segments "Specialties". Hierunter fallen vor allem Langzeitdünger (Slow Release Fertilizers = "SRF"), die auf Basis von Harnstoffderivaten hergestellt werden sowie umhüllte Depotdünger (Controlled Release Fertilizers = "CRF"). Die Produktpalette der "Specialties" wird durch wasserlösliche Düngemittel, Spurenelemente, Flüssigdünger und Biostimulanzien abgerundet. Grundsätzlich gilt, dass je komplexer die Inhaltsstoffe und die zugrundeliegenden Technologien sind, desto höher ist der Beratungsbedarf der Endanwender sowie das Alleinstellungsmerkmal des Anbieters. Folglich lassen sich mit "Specialties" auch überdurchschnittliche Margen erzielen. Produkte des Segments "Light Specialties" werden häufig als Markteinstieg verwendet, wobei die Vertriebsabteilung Endanwender der "Light Specialties"-Produkte oftmals von der Verwendung der Düngemittel des Segments "Specialties" überzeugen kann. Darüber hinaus werden unter "Sonstiges" der Verkauf von Rohwaren, welcher im Wesentlichen den Verkauf der temporären Produktionsüberschüsse an Salpetersäure umfasst sowie Lizenzerlöse und der Transferpreisausgleich zwischen den Gruppengesellschaften geführt. Die Umsatzerlöse aus den Produktgruppen stellen sich in T€ wie folgt dar:
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Specialties | 122.968 | 167.892 |
| Light Specialties | 121.638 | 167.779 |
| Other | -8.655 | 32.262 |
| 235.951 | 367.933 |
Als veredelndes Unternehmen der Düngemittelindustrie gehört COMPO EXPERT einer energieintensiven Branche an und benötigt eine Reihe von Rohstoffen zur Herstellung der Produkte. Ein Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten hat deshalb Auswirkungen auf die Kostenstruktur. Von den Herstellungskosten entfallen rd. 45% auf Rohstoff- und rd. 2% auf Energiekosten. Der Anteil der Rohstoffe ist im Vergleich zum Vorjahr (55%) gesunken; der Anteil der Energiekosten ist stabil geblieben. Anpassungen des Regulierungsrahmens beispielsweise bei Netzentgelten, Energie- und Stromsteuer oder dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) können die Energiekosten von COMPO EXPERT direkt wie indirekt negativ beeinflussen, zum Beispiel durch ansteigende Netzentgelte, Umlagen oder die CO 2 -Besteuerung. Wir arbeiten daher ständig daran, unsere Energieeffizienz zu verbessern. Beim Rohstoffeinkauf schließen wir teilweise Rahmenverträge ab, um eine höhere Flexibilität zu erreichen. Darüber hinaus arbeiten wir weiter an der Umsetzung einer Multi-Lieferanten-Strategie, um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu verringern. Produktmanagement- bzw. Vertriebscontrolling-Werkzeuge helfen dabei, die Effekte von Rohstoffpreisschwankungen auf die Profitabilität schnell zu simulieren und in Vertriebsvorgaben bezüglich Preisanpassungen zu übersetzen.
Das Management der COMPO EXPERT GmbH steuert die Gesellschaft auf Basis der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten, konsolidierten Zahlen für die COMPO EXPERT Gruppe. In dem Management Reporting werden verschiedene Märkte zu insgesamt drei geografischen Segmenten zusammengefasst, die die Basis für die Managemententscheidungen bilden. Aus diesem Grund sind im Folgenden die finanziellen Leistungsindikatoren für die COMPO EXPERT Gruppe und nicht für die Rechtseinheit COMPO EXPERT GmbH dargestellt.
Wertorientiertes Management ist der zentrale Bestandteil der Unternehmenssteuerung der COMPO EXPERT Gruppe. Es dient dazu, den Unternehmenswert langfristig und nachhaltig zu steigern. Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen für das Wertmanagement sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben und umfassen die folgenden Kennzahlen:
| ― |
Nettoumsatzerlöse der COMPO EXPERT Gruppe nach Regionen: Profitables Wachstum ist ein wichtiger Faktor für die langfristige Steigerung unseres Unternehmenswerts und ein wesentlicher Treiber für eine positive Cashflow-Entwicklung. Um festzustellen, ob die Wachstumsziele in den einzelnen Regionen erreicht werden sowie zur Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Entwicklung und der Umsetzung unserer strategischen Ziele, beurteilen wir die Umsätze auf Markt- bzw. Regionalebene und zur lokalen Vertriebssteuerung auch nach Produktgruppen bzw. Artikeln. Im Berichtszeitraum betrug der Nettoumsatzerlös der Gruppe, an welchem die COMPO EXPERT GmbH unmittelbar und mittelbar über Intercompany Lieferungen einen Anteil von rd. 60% trägt, 418,0M€ und lag somit 132,1M€ unter dem Budget und um 98,8M€ unter dem Umsatz des Vorjahres. Von den Nettoumsatzerlösen der Gruppe entfielen 217,04M€ auf die Region EMEA (-77,7M€ vs. Budget), 149,4M€ auf Amerika (-38,9M€ vs. Budget) und 51,6M€ auf Asien/Pazifik (-15,5M€ vs. Budget). Die Verringerung des Umsatzes ist nahezu ausschließlich auf einen Rückgang der Rohstoffpreise und der damit eng verbundenen Verkaufspreise zurückzuführen, die im Vorjahr auf Rekordniveau lagen. Die Tonnage ist gegenüber dem Vorjahr nur leicht gesunken. |
| ― |
Deckungsbeitrag (DB) II der COMPO EXPERT Gruppe: Der DB II ist definiert als Nettoumsatzerlös, abzüglich der für die Lieferung zum Kunden anfallenden Frachtkosten, abzüglich der für die Produktion der eigengefertigten Produkte anfallenden variablen und fixen Herstellungskosten sowie abzüglich der Aufwendungen für den Bezug von Handelswaren und etwaig anfallender Umweltgebühren. Mit dem Leistungsindikator DB II messen wir den Erfolg unserer Produkte in den Märkten und ermitteln den Erfolgsbeitrag, den wir zur Deckung der weiteren Fixkosten unseres Unternehmens erwirtschaften sowie unsere Fähigkeit, die Effizienz und Produktivität in den Bereichen Beschaffung und Produktion zu verbessern. Darüber hinaus sagt dieser Leistungsindikator etwas über unsere Fähigkeit aus Kostensteigerungen bei den Rohstoffen an den Markt weiterzugeben oder unseren Umsatzanteil des profitablen Produktsegments "Specialties" zu steigern sowie über die uns zur Verfügung stehende Preisgestaltungsmacht für unsere Produkte und Services. Im Berichtszeitraum betrug der DB II der Gruppe, an welchem die COMPO EXPERT GmbH durch ihren Umsatzanteil von rd. 60% ebenfalls den größten Anteil trägt, 61,8M€ und lag somit 46,9M€ unter dem Budget. Die Verringerung im Bereich der Umsatzerlöse wirkten sich auch negativ auf den DB II aus. Hinzu kamen rohstoffpreisbedingte Abwertungen, die den DB II belasteten. |
| ― |
Das EBITDA der COMPO EXPERT-Gruppe (operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erreichte im Berichtszeitraum eine Höhe von 7,2M€ und lag damit rd. 39,7M€ unter dem Budget. Neben dem negativen Effekt aus dem Deckungsbeitrag wirkte sich eine inflationsbedingte Steigerung der Fixkostenbereiche (Marketing & Vertrieb, Logistik & Lagerstandorte, Forschung & Entwicklung, Administration) ergebnismindernd aus. |
| ― |
Betriebliches Working Capital der COMPO EXPERT Gruppe / Working Capital Intensität der COMPO EXPERT Gruppe (Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Rückstellungen für Kundenbonus und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / betriebliches Working Capital in Relation zum Umsatz): Das betriebliche Working Capital ist der wichtigste Leistungsindikator im Hinblick auf die Innenfinanzierungskraft unserer Gesellschaft. Die Düngemittelbranche ist im Allgemeinen von mehrstufigen Vertriebskanälen und langen Zahlungsfristen, vor allem in den Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik, geprägt. Darüber hinaus ist das Düngemittelgeschäft saisonabhängig mit wenigen Spitzen-Umsatz-Monaten, für die eine gewisse Vorproduktion sowie die Lagerung der Waren vor Saisonbeginn notwendig ist, damit die Produkte bei landwirtschaftlichen Großhändlern bzw. Endanwendern zu dem Zeitpunkt verfügbar sind, zu dem sie benötigt werden. Alles in allem führt dieses Branchenmerkmal zu einer verhältnismäßig langen Kapitalbindungsdauer. Wir konzentrieren uns darauf, diese mittelfristig zu verkürzen, um unsere Innenfinanzierungskraft zu verbessern und somit unser zukünftiges Wachstum finanzieren zu können. Zum Ende des Berichtszeitraums lag die Working Capital Intensität der Gruppe bei rd. 30% (Vorjahr: 29%) und damit um rund 2%-Punkte unter dem erwarteten Wert. Die überfälligen Forderungen waren mit 7,5% in Bezug auf die erzielten Umsatzerlöse weitestgehend auf Vorjahresniveau (7,0%). Die "Days Payable Outstanding" haben sich im Vorjahresvergleich erhöht. |
Wir ziehen keine nichtfinanziellen Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens heran. Es gibt einzelne nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie den "Net Promoter Score" (NPS) zur Messung der Kundenzufriedenheit bzw. Kundenloyalität, den "On-Time-In-Full" (OTIF) zur Messung der Liefertreue sowie die "Anzahl Reklamationen pro Tausend Auftragspositionen" zur Messung der Produktqualität, die in Teilbereichen des Unternehmens als Zielgröße eine wichtige Rolle spielen.
Um den NPS zu ermitteln, werden Kunden telefonisch befragt. Die Kernfrage dieser Befragung lautet "Würden Sie COMPO EXPERT einem Freund oder Kollegen weiterempfehlen?" und wird auf einer Skala von 0-10 beantwortet. Entsprechend ihrer Antwort werden die Kunden in Detraktoren (0-6 Punkte); Neutrale (7-8 Punkte) und Promotoren (9-10 Punkte) eingruppiert. Der NPS wird berechnet, indem der Prozentsatz der Detraktoren von dem der Promotoren subtrahiert wird.
Die Kennzahl OTIF wird pro Werk der COMPO EXPERT erhoben und als Prozentsatz der Gesamtanzahl an Lieferungen ausgedrückt, die sowohl pünktlich (on time) als auch vollständig (in full) beim Kunden angekommen sind.
Neue Düngemittel und Biostimulanzien sollen entwickelt werden, die einerseits eine ausgezeichnete Pflanzenleistung und hohe Erträge ermöglichen, anderseits aber die Nachhaltigkeit von Intensivproduktionssystemen unterstützen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Berichtszeitraum rd. T€ 1.343 (Vj. T€ 1.408). Schwerpunkte der Tätigkeiten lagen im Berichtszeitraum wie im Vorjahr v.a. auf der Weiterentwicklung des Biostimulanzien-Portfolios sowie der granulierten Langzeitdünger und der Erfüllung zukünftiger Anforderungen aus der Reform der EU-Düngemittelverordnung.
Die aus neun Mitarbeitern bestehende R&D Einheit in Münster koordiniert die weltweiten Aktivitäten eines internationalen R&D Netzwerks aus mehr als 20 Ländern in Europa, Süd- und Mittelamerika sowie Asien und Ozeanien. Dabei werden die agronomischen Versuche zur Wirkung der Düngemittel und Biostimulanzien an einer Vielzahl von Nutzpflanzenarten in Kooperation mit unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitutionen durchgeführt. Alle COMPO EXPERT Produkte werden auf diese Weise in unterschiedlichen Klimaregionen und unter verschiedenen Produktionsbedingungen getestet.
Durch den Wissensaustausch innerhalb des internationalen R&D Teams sowie Weiterbildungsmaßnahmen sichert COMPO EXPERT die Fachkompetenz seiner Mitarbeiter. Dies treibt nicht nur die Produktentwicklung voran, sondern ermöglicht es uns auch, zusätzliche Dienstleistungen für unsere Kunden zu entwickeln, wie etwa spezielle Düngeprogramme oder Anwendungsratgeber für Pflanzenproduktion und Landschaftspflege.
Ergänzt werden die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch die langfristige Kooperation mit dem Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK-NRW) in Münster/Wolbeck. Dort werden Gewächshausversuche unter kontrollierten Bedingungen, Containerversuche im Freiland oder Rasenversuche auf einer Anlage in eigener Regie oder zusammen mit der LWK-NRW durchgeführt. Produktprototypen werden hinsichtlich deren Performance vergleichend getestet, um somit eine Entscheidungsgrundlage zwecks Optimierung und Produkteinführung zu generieren. Vor Durchführung der Versuche werden die neuen Produktprototypen in Abstimmung mit dem Produktmanagement im R&D Technikum konzipiert und weiterentwickelt und deren Machbarkeit auf dem industriellen Maßstab getestet.
Gemäß dem Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) hat die Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) im Jahr 2023 um 3,1% zugenommen (Konjunkturbericht Nr. 109, 2023|Q4). Diese positive Entwicklung ist bemerkenswert, insbesondere angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik. Trotz dieser Herausforderungen hat sich die Weltwirtschaft besser entwickelt als erwartet.
Einige wichtige Punkte:
1. Inflation und Zinssenkungen: Die Inflation geht zurück, was darauf hindeutet, dass im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen zu rechnen ist. Dies könnte sich positiv auf die wirtschaftliche Aktivität auswirken.
2. Fortgeschrittene Volkswirtschaften: Diese werden durch hohe Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgebremst. Dennoch wurde die Prognose für 2023 leicht um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert.
Für das Jahr 2024 wird mit einem weiteren Zuwachs der Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) um 2,9% gerechnet. Es ist wichtig, diese Entwicklungen im Auge zu behalten und ihre Auswirkungen auf unser Unternehmen zu analysieren.
Laut IFA (International Fertilizer Association, December 2023) ist der globale Verbrauch von Düngemitteln in 2023 um 3% gestiegen, nachdem im Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen war.
Die wichtigsten Faktoren für den Verbrauch und die Nachfrage von Düngemitteln sind die Preise von Düngemitteln sowie die Absatzbedingungen für die Ernte. Da die Preise von Düngemitteln in den letzten Jahren schneller gestiegen sind, wirkt sich das veränderte Verhältnis negativ auf die Nachfrage aus. Allerdings handelt es sich hierbei um globale Werte, die sich lokal anders auswirken können.
Für das Jahr 2024 wird eine Zunahme des Verbrauchs um 2,0% auf 195,4 Mt prognostiziert. Der Anstieg wird insbesondere durch Südamerika sowie Süd- und Ostasien getrieben. Afrika wächst mit 5% stark in relativen Zahlen.
Für den Markt der Spezialdüngemittel, in dem COMPO EXPERT hauptsächlich aktiv ist, wird weiterhin von überdurchschnittlichen Wachstumsraten ausgegangen. So geht das Marktforschungsinstitut "Mordor Intelligence" in seiner Studie von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate i.H.v. 6,08% zwischen 2024 und 2030 aus.
Der Wettbewerb von COMPO EXPERT unterscheidet sich je nach Produkt-Segment: auf globaler Ebene ist ICL der Hauptwettbewerber in Rasen- und Langzeitdüngern sowie Depotdüngern; Yara und Haifa sind die Hauptwettbewerber in Nährsalzen, SQM bei Blattdüngern und Yara und Eurochem sind die Hauptwettbewerber in SOP basierten Mineraldüngern. Im Umfeld der Biostimulanzien agiert COMPO EXPERT im Wettbewerb mit einer Vielzahl von kleineren Spezialitäten-Herstellern wie Valagro oder Biolchim. Das Wettbewerbsumfeld unterscheidet sich stark von Land zu Land und umfasst neben den bereits genannten internationalen Wettbewerbern eine Vielzahl von jeweils lokal tätigen Anbietern.
Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 235.951 (VJ: T€ 367.933) wurden nahezu ausschließlich im Tätigkeitsbereich Herstellung und Vertrieb von Düngemitteln erzielt, wobei T€ 151.302 (VJ: T€ 217.727) der Umsatzerlöse auf solche mit verbundenen Unternehmen entfallen.
Die geographische Verteilung der Umsatzerlöse ist wie folgt:
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Deutschland | 24.604 | 43.709 |
| Europa | 93.762 | 146.985 |
| Amerika | 64.737 | 125.216 |
| Asien/Pazifik | 48.050 | 50.655 |
| Afrika | 4.798 | 1.368 |
| 235.951 | 367.933 |
Der Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ist nahezu ausschließlich durch die Preissenkungen im Rohstoffbereich begründet, die sich in gesunkenen Verkaufspreisen niedergeschlagen haben. Im letzten Geschäftsjahr wurde aufgrund eines gegenläufigen Effektes ein Rekordumsatz erzielt.
Die ausgewiesenen Erträge aus Fremdwährungsumrechnung sind mit der Entwicklung des US-Dollars verbunden. Die Erträge aus Mindermengen Strom resultieren daraus, dass nicht abgenommene Strommengen zu Marktpreisen verkauft wurden.
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Erträge aus Fremdwährungsumrechnung | 1.954 | 5.077 |
| "Carbon Leakage" Beihilfen | 383 | 0 |
| Erträge aus Mindermengen Strom/Gas | 380 | 1.283 |
| Erträge aus Auflösung von Rückstellungen | 304 | 548 |
| Erträge aus Schadenersatz | 170 | 144 |
| Forschungszulagen | 123 | 0 |
| Erträge aus der Auflösung von Einzel-/ Pauschalwertberichtigungen | 1 | 58 |
| Sonstige Erträge | 195 | 204 |
| 3.510 | 7.314 |
Der Anteil der Materialkosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren zuzüglich Bestandsveränderung im Verhältnis zum Umsatz betrug auf Ebene der Einzelgesellschaft 80,6% und war damit deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 (71,4%).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Frachtkosten (T€ 17.006, VJ: T€ 25.146), Provisionen (T€ 5.374, VJ: T€ 4.982), Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung (T€ 3.926, VJ: T€ 4.051), Weiterbelastungen von der Muttergesellschaft für verschiedenen Dienstleistungen (T€ 3.833, VJ: T€ 3.999), Aufwendungen für externe IT Dienstleistungen (T€ 1.852, VJ: T€ 1.994) sowie aus Versicherungskosten (T€ 1.768, VJ: T€ 1.534) zusammen. Beeinflusst ist die Position vor allem durch Frachtraten, welche wieder auf ein normales Niveau gesunken sind.
Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen (ohne Auszubildende) sind im Vergleich zum Vorjahr von 292 auf 307 um 5,1% gestiegen. Die Tarife wurden zum 1. Januar 2023 um 3,25% erhöht. Darüber hinaus erhielten alle Mitarbeiter Anfang Januar 2023 eine Inflationsprämie in Höhe von T€ 3.
Der im Berichtsjahr erwirtschaftete Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 39.890 (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von T€ 16.539) wurde vollständig von der COMPO EXPERT International GmbH übernommen.
Die COMPO EXPERT GmbH ist Teil eines COMPO EXPERT internen Cashpoolings mit der COMPO EXPERT Holding GmbH als Cashpooling-Führerin. Diese verfügt weiterhin über ein Tilgungsdarlehen (zum 31.12.2023: 34,0M€) und einen Cashpoolingvertrag über 70,0M€ bei der Grupa Azoty.
Der Cashpoolingvertrag der COMPO EXPERT Holding GmbH ist gültig bis zum 30. September 2025, jedoch seitens der Grupa Azoty und der involvierten Bank jederzeit kündbar. Grupa Azoty hat der COMPO EXPERT Holding GmbH zugesichert, dass sie den Vertrag nicht frühzeitig kündigen wird und dass sie beabsichtigt, im Falle der Kündigung durch die Bank, eine Finanzierung mindestens bis zum 30. Juni 2025 sicherzustellen.
Wie im Vorjahr wird der darüber hinaus bestehende Finanzierungsbedarf über zwei "Deferred Payment Programme" abgedeckt. Die aus den "Deferred Payment Programmen" resultierenden Verbindlichkeiten werden bei den Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten (T€ 60.972; Vj. T€ 60.125) ausgewiesen.
Der Cashflow als Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zuzüglich Abschreibungen ist mit T€ -32.464 erstmal seit Jahren negativ (Vorjahr: + T€ 23.681). Die liquiden Mittel haben sich von T€ 4.526 auf T€ 6.554 erhöht.
Im Geschäftsjahr wurden in Krefeld sowie in der zentralen IT der COMPO EXPERT GmbH alle notwendigen Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen getätigt. Bei den Investitionen i.H.v. T€ 4.704 (Vorjahr: T€ 5.177) handelt es sich im Wesentlichen um Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen an dem Produktionsstandort Krefeld.
Der Vorratsbestand ist vor allem durch die rückläufigen Rohstoffkosten im Vergleich zum Vorjahr um T€ 11.040 auf T€ 37.231 (-22,9%) gesunken.
Der Rückgang der Lieferantenverbindlichkeiten um T€ 8.890 ist im Wesentlichen auf die reduzierten Rohstoffpreise zurückzuführen.
Unsere Mission ist es, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen, indem wir einen Service mit tiefgreifendem Verständnis der Bedürfnisse der lokalen Endverbraucher verbinden. Es ist von höchster Bedeutung, den Wünschen unserer Kunden gerecht zu werden und ihnen verlässliche COMPO EXPERT-Produkte und -Marken anzubieten. Hierzu führen wir regelmäßig Net Promoter Score-Umfragen durch, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu messen und Rückschlüsse aus ihrem Feedback ziehen zu können. Die Messung wurde 2023 für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz wiederholt und führte zu einem Wert in Höhe von 73 Punkten. Somit ist es COMPO EXPERT gelungen ist, den NPS-Wert um 13 Punkte gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2022 zu verbessern.
Als eine der Kundenzufriedenheit vorgelagerte Kennzahl wird die Liefertreue (OTIF) gemessen. Der OTIF Wert in 2023 konnte im Vergleich zu 2022 um 8%-Punkte von 79% auf 87% verbessert werden. Die wesentlichen Gründe hierfür sind, dass im Bereich der Containerverschiffung eine Entspannung eingetreten ist. Das heißt konkret, dass in Europa mehr Leerequipment zur Verfügung stand aber auch die Seeschiffe nicht mehr dermaßen ausgebucht waren, wie es noch in 2022 der Fall war. Ebenso hat sich im Bereich der Rohstoffbeschaffung die Situation im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Die Grundkomponenten für unsere Produktionswerke in Spanien und Deutschland konnten wesentlich schneller und flexibler beschafft und bereitgestellt werden. Ein weiterer Punkt war, dass das Kaufverhalten unserer Kunden zurückhaltender im Vergleich zum Vorjahr war.
Um unsere Qualität gegenüber dem Kunden zu messen, ermitteln wir die Reklamationsquote pro Auftragsposition, gemessen in Anzahl Reklamationen pro Tausend Auftragspositionen. Im Berichtszeitraum lag die Kennzahl bei etwa 5,1 war damit deutlich besser als im Vorjahr (7,6). Zur Verringerung trug der überarbeitete Reklamationsprozess bei, der in 2023 eingeführt wurde.
Da die COMPO EXPERT GmbH zu einem hohen Maß von der Geschäftsentwicklung der COMPO EXPERT Gruppengesellschaften abhängt, zieht die Geschäftsführung zur Einschätzung des Geschäftsverlaufes Angaben auf der Gruppenebene heran. Das abgeschlossene Geschäftsjahr war aufgrund des Marktumfeldes und der stark gesunkenen Preise, einem damit verbundenen Rückgang der Umsatzerlöse und deutlich erhöhten Abwertungsbedarf nicht zufriedenstellend.
Als Gesellschaft eines weltweit operierender Düngemittelkonzern sind wir unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden.
Strategische Risiken können hauptsächlich entstehen, wenn Marktentwicklungen falsch bewertet werden. Um dies zu vermeiden, pflegt die COMPO EXPERT Gruppe eine enge Verbindung zu ihren Kunden und Endanwendern, kombiniert mit einer Überwachung des Marktes und der Wettbewerber. Die Erkenntnisse, die aus diesen Maßnahmen resultieren, ermöglichen genauere Beurteilungen und helfen dabei, unerwünschte technologische Entwicklungen, wie den Entwurf und die Herstellung von Produkten, die am Markt nicht angenommen werden, zu verhindern. Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2016/17 einen Strategieprozess eingeführt, in dessen Verlauf strategische Risiken intensiv diskutiert und in der Folge vermieden werden. Weitere Strategiemeetings haben im etwa zweijährigen Abstand stattgefunden, innerhalb dessen neue Wachstumsinitiativen, v.a. für die lateinamerikanischen und asiatischen Märkte, definiert und verabschiedet wurden.
Wir kontrollieren Kundenausfallrisiken durch präventive Liquiditätsbeurteilungen und ein strenges Forderungsmanagement. Ein wesentlicher Teil der Kundenforderungen ist durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Überfällige Forderungen werden in allen COMPO EXPERT Gruppengesellschaften auf wöchentlicher Basis mittels eines eigenen Reportings überwacht und sind Gegenstand regelmäßiger Meetings des Managements, in denen ein Maßnahmenplan aufgestellt und dessen Umsetzung eng kontrolliert wird. Die COMPO EXPERT Gruppe nutzt außerdem öffentlich verfügbare Kreditinformationen zu bestehenden Kunden.
Das Kundenkonzentrationsrisiko steuert die Gruppe mittels einer periodischen Analyse der gesamten Lieferungen an Kunden innerhalb der COMPO EXPERT Gruppe.
Die Gesellschaft unterliegt Währungsrisiken, die sich aus der internationalen Reichweite ihrer Investitionen, Finanzierungstätigkeiten und betrieblichen Aktivitäten ergeben. Das Fremdwährungsrisiko im Hinblick auf die einzelnen Transaktionen wird allgemein eher als gering bewertet und im Bedarfsfall durch natural hedging ausgeglichen, d.h. zum Beispiel proaktive Ansprache von Lieferanten und Änderung der Belegwährung.
Für die Gruppe bestehen infolge ihrer Finanzierungstätigkeit Zinsrisiken, da u.a. das Darlehen im Rahmen der Finanzierung durch die Grupa Azoty variabel verzinst ist. Änderungen des Basis-Zinssatzes beeinflussen den Cashflow.
Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft besteht darin, aufgrund nicht ausreichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln existierende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Die Begrenzung und die Steuerung des Liquiditätsrisikos werden mit Hilfe eines über 13 Wochen rollierenden Cashflow-Prognose-Tools organisiert. Von dieser Cashflow-Prognose werden der künftige Liquiditätsbedarf und Maßnahmen zur Erfüllung dieses Bedarfs abgeleitet. Sollte es zu wesentlichen Abweichungen von der Planung kommen, werden geeignete Maßnahmen ergriffen, beispielsweise die Verbesserung des Working-Capital-Managements oder Kosteneinsparungsmaßnahmen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Gesellschaft wegen der weitreichenden Integration zur Grupa Azoty eng mit der Finanzlage der Grupa Azoty verbunden ist. Die Grupa Azoty durchläuft zum Aufstellungszeitpunkt ein langfristig ausgerichtetes Restrukturierungsprojekt inkl. einer Neugestaltung der Finanzierung.
Die COMPO EXPERT GmbH ist in die finanziellen Strukturen des Grupa Azoty Konzerns eingebunden.
In Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Grupa Azoty Konzerns gibt es nach Auffassung des Managements der obersten Muttergesellschaft erhebliche Unsicherheiten.
Aufgrund der negativen Entwicklung des Geschäftsverlaufs im Jahr 2023, konnten bestimmte, vertraglich vereinbarte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden, so dass ein Kündigungsfall ("Events of Default") eingetreten ist. Im August 2023 hat daraufhin die Grupa Azoty S.A. mit den relevanten Finanzinstituten einen Vertrag unterschrieben ("Waiver and Amendement Letters"), der es der Gruppe ermöglicht hat, weiterhin die zugesagten Finanzmittel in unveränderter Weise abzurufen.
In diesem Zusammenhang ist die COMPO EXPERT Holding GmbH als zusätzlicher Garantiegeber in die Haftungsmasse mit aufgenommen worden.
Am 25. April 2024 hat die Grupa Azoty S.A. in ihrem Namen und im Namen ausgewählter anderer Gruppengesellschaften weitere Verzichts- und Änderungserklärungen unterschrieben, in denen die einbezogenen Finanzierungsinstitute unwiderruflich auf ihre Rechte in Bezug auf erwartete Nichterfüllung von Vorgaben im Rahmen der Finanzierungsvereinbarungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2023 verzichten.
Darüber hinaus hat die Grupa Azoty S.A. ein "Stabilisation Agreement" mit den relevanten Finanzinstituten abgeschlossen, welches sicherstellt, dass weiterhin die zugesagten Finanzmittel zur Verfügung stehen und bestimmte Rechte der Finanzinstitute nicht ausgeübt werden dürfen. Das Stabilisation Agreement wurde mehrfach verlängert und läuft derzeit bis zum 30. Juli 2024.
Hierdurch wird es der Gruppe ermöglicht, einen langfristigen Restrukturierungsplan zu erstellen und erforderliche Maßnahmen umzusetzen, um die Ertrags- Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zu verbessern.
Aufgrund dieser Umstände geht das Management der Grupa Azoty S.A. trotz der eheblichen Zweifel von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit der obersten Muttergesellschaft aus.
Aufgrund der Situation des Grupa Azoty Konzerns hat sich auch die Finanzlage der COMPO EXPERT GmbH verändert und einzelne Kreditzusagen von Kreditinstituten wurden gekürzt. Basierend auf dem 13-wöchigen Liquiditätsplan und der darüberhinausgehenden auf dem Budget beruhenden Finanzplanung bis zum Ende des Geschäftsjahres geht die Geschäftsführung jedoch davon aus, dass die Gesellschaft weiterhin über ausreichende liquide Mittel verfügt. Diese Aussage basiert auf der Prämisse, dass die angestrebte Restrukturierung von Grupa Azoty S.A. wie geplant durchgeführt werden kann und die Gesellschaft deshalb weiterhin auf die zur Verfügung gestellten Mittel aus der Cash-Pool-Vereinbarung und weiteren Finanzierungsbeziehungen zugreifen kann.
Wenn -wovon wir nicht ausgehen -die angestrebte Restrukturierung von Grupa Azoty S.A. nicht wie geplant durchgeführt werden kann und die Gesellschaft daher nicht mehr über zugesagte Mittel aus der Cash-Pool-Vereinbarung und weiteren Finanzierungsbeziehungen verfügen kann., ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet.
Die Hauptrohstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium aber auch erforderliche Raten für Ausgangsfrachten sind Preisschwankungen ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite mindert die COMPO EXPERT Gruppe das Preisrisiko, indem sie mit ihren Zulieferern Preisanpassungsklauseln vereinbart und die Marktentwicklungen regelmäßig und sorgfältig überwacht. Um sicherzustellen, dass sich ihre Rentabilität nicht verschlechtert, gibt die COMPO EXPERT Gruppe außerdem steigende Rohstoffpreise und Frachtkosten an ihre Kunden weiter.
Die NPK-Anlage in Krefeld steht vor signifikanten Herausforderungen, da ein hoher Investitionsbedarf besteht, um sie an die neuesten Sicherheits- und Effizienzstandards anzupassen. Mit einem CAPEX-Budget von etwa 10M€ für das Jahr 2024, das deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt, werden umfassende Erneuerungsmaßnahmen eingeleitet und in den kommende zwei bis drei Jahren fortgesetzt. Diese Investitionen sind entscheidend, um die Anlage zukunftssicher zu machen, obwohl sie kurzfristig zu unerwarteten Produktionsausfällen führen können, bis ein neues Betriebsoptimum erreicht ist. Die COMPO EXPERT GmbH begegnet diesen Risiken mit höheren Sicherheitsbeständen und dem Vorhalten externer Beschaffungsquellen.
Darüber hinaus besteht ein Haftpflichtversicherungsschutz für Risiken, die aus betrieblichen Störungen oder Produktionsausfallzeiten resultieren. Ebenso gibt es Notfallpläne für das externe Beschaffungswesen, um sicherzustellen, dass unsere Lieferfähigkeit in solchen Fällen bestehen bleibt. Darüber hinaus überwacht die COMPO EXPERT Gruppe die Herstellungsrisiken bzw. die Herstellungskomplexität, indem sie die wirtschaftlichen Prozesse der Lieferkette mit den Kundenbedürfnissen in Einklang bringt. Dies wird u. a. durch die Auslagerung von Produktionsvolumen an geeignete externe Dienstleister gewährleistet. Um Investitionsrisiken zu verringern, streben wir an, dass sich unsere Aufwendungen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren amortisieren.
In Bezug auf die Rohstofflieferung entstehen Risiken insbesondere aus allgemeinen Engpässen am Markt oder aus dem Ausfall einzelner Lieferanten. Um dieses Risikopotenzial zu verringern, hat die COMPO EXPERT Gruppe in relevanten Bereichen eine Mehrlieferantenstrategie entwickelt. Im Rahmen dieser Strategie vereinbaren wir mit Lieferanten mehrjährige Rahmenverträge, die wesentliche Lieferbedingungen wie etwa Menge und Preis festlegen.
Im Personalbereich beziehen sich Risiken hauptsächlich auf den Verlust von Schlüsselpersonen mit langer Betriebszugehörigkeit und relevanten Fachkenntnissen. Wir begegnen diesen Gefahren durch eine institutionalisierte Nachfolgeplanung und ein konzernweites Wissensmanagement.
Wir überprüfen etwaige Rechtsstreitigkeiten und Verwaltungsverfahren auf Einzelfallbasis und bewerten deren potenzielle Ergebnisse anhand der uns zur Verfügung stehenden Informationen sowie in Rücksprache mit unseren Rechtsanwälten und Steuerberatern. Solche Beurteilungen unterliegen Unsicherheiten und Annahmen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit. Der Ausgang aktueller oder zukünftiger Verfahren kann nicht vorhergesagt werden. Daher ist es möglich, dass Gerichtsurteile oder Entscheidungen von Aufsichtsbehörden Aufwendungen verursachen können, die nicht oder nicht vollständig durch Versicherungszahlungen gedeckt sind und somit Auswirkungen auf das Ergebnis der Gesellschaft haben können. Falls eine Verpflichtung nach unserer Einschätzung wahrscheinlich zu zukünftigen Zahlungen führen wird, bilden wir eine Rückstellung in Höhe des Nettobarwerts unseres erwarteten Zahlungsausgangs.
Die chemische Industrie steht seit jeher im Fokus der Politik und wird heute und in Zukunft immer in hohem Maße staatlich reguliert sein. Änderungen der Gesetzgebung könnten sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Alle wesentlichen Risiken, die aus der Gesetzgebung resultieren, werden durch Auswertung und Analyse relevanter Faktoren und Informationen beurteilt. Wir ziehen Experten zu Rate, um geeignete Gegenmaßnahmen zu evaluieren und festzulegen. Wichtige Entscheidungen werden erst nach einer eingehenden Prüfung aller rechtlichen und wirtschaftlichen Faktoren getroffen.
Die COMPO EXPERT GmbH verkauft ihre Produkte über Tochter- und Schwestervertriebsgesellschaften in vielen Ländern der Erde und ist damit grundsätzlich geografisch diversifiziert. Dennoch können wir uns konjunkturellen Schwankungen des Agrarsektors, Rohstoffpreisschwankungen sowie Währungsrisiken v.a. in Schwellenländern nicht gänzlich entziehen. Auch die COMPO EXPERT GmbH sieht sich einem Spannungsfeld geopolitischer Risiken ausgesetzt, z.B. durch Embargos oder Handelskonflikte. Darüber hinaus spielen klimatische Faktoren und Wetterphänomene, wie beispielsweise Hitzewellen und Wirbelstürme, in unserem Geschäft eine große Rolle. Ausprägung und Eintrittszeitpunkt können sehr unterschiedlich sein. Aufgrund des Produktportfolios und der regionalen Aufstellung haben wir jedoch die Möglichkeit, diese Schwankungen in ihrem Ausmaß abzufedern.
Die Überprüfung der Gesamtrisikolage der COMPO EXPERT GmbH im Berichtszeitraum ergab mit dem Liquiditätsrisiko ein bestandsgefährdendes Risiko, das zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unseres Konzerns führen kann.
Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, die damit verbundene Sanktionspolitik der westlichen Staatengemeinschaft, das Streben Chinas nach wirtschaftlicher und politischer Vormachtstellung und nicht zuletzt der Green Deal der EU bzw. die daraus resultierenden Regulierungen prägen weiterhin das Geschäftsumfeld. Der zusätzlich wieder aufgeflammte Nahostkonflikt macht deutlich, dass das Unternehmen auch im Jahr 2024 flexibel auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren muss.
Eine grundlegende Änderung der Risikolandschaft ist nach den bis zum 12. Juni 2024 zur Verfügung stehenden Informationen nicht zu erwarten.
Das Management sieht eine Reihe von Chancen, die COMPO EXPERT Gruppe weiterzuentwickeln. Die Chancen werden in Strategieentwicklungsgesprächen und im Planungsprozess abgewogen und deren Umsetzung verfolgt.
Wir erwarten, dass sich die Marktbedingungen für die COMPO EXPERT Gruppe auch in Zukunft positiv entwickeln werden. Da wie unter 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen dargestellt, eine positive Marktentwicklung für Spezialdünger und Dünger für eine nachhaltige Landwirtschaft erwartet wird, dürfte das COMPO EXPERT-Geschäft in allen Regionen zulegen.
Nach der intensiven Beschäftigung mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und der im Ergebnis zunehmenden Wert- bzw. Kulturpflanzen-Orientierung sehen wir konsequenterweise die Erschließung neuer Märkte im geografischen Sinne aber auch die Ausdehnung auf neue Segmente in bestehenden Märkten als große Wachstumschance. Im Jahre 2022 wurde z.B. eine Gesellschaft in Peru gegründet und ein neuer Distributor in Thailand etabliert.
Der im Geschäftsjahr 2017/18 abgeschlossene Kooperationsvertrag mit einem chinesischen Düngemittelhersteller ist eine wichtige Säule für unsere regionale Wachstumsstrategie. Aufgrund des Distributionsnetzwerkes der Kooperationspartner in Asien/Pazifik wird COMPO EXPERT zukünftig in immer höherem Maße von einem verbesserten Marktzugang profitieren. Nicht zuletzt bietet die weitergehende Einbindung in die Gruppe des Eigentümers Grupa Azoty Synergieeffekte, z.B. im Bereich der Finanzierung sowie des Rohstoffeinkaufes.
Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr an der Verbesserung aller unternehmensinternen Prozesse gearbeitet, um hier die Strukturen weiter zu straffen, die innerbetrieblichen Kosten zu optimieren und nach Möglichkeit zu reduzieren. Die Effizienz unserer Prozesse steht im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses stets auf dem Prüfstand. Hier sehen wir uns auf einem guten Weg und werden weiterhin unsere begonnene Optimierung der Supply Chain und der time-to-market-Prozesse fortsetzen.
Als global agierendes Unternehmen ist es unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, unseren Kunden und Mitarbeitern, uns für ein nachhaltiges Geschäftsmodell einzusetzen -nicht nur, indem wir ökologische oder ressourceneffiziente Produkte anbieten, sondern indem wir so umweltbewusst wie möglich produzieren.
Zahlreiche bereits eingeleitete und geplante Maßnahmen in diesem Bereich werden dazu führen, dass Energieeinsparungen erzielt und die notwendigen Anpassungen an Marktanforderungen und -gegebenheiten erfolgreich umgesetzt werden. Ein wesentlicher Schritt in diesem Zusammenhang ist, dass die COMPO EXPERT GmbH ca. 25% des bei der Produktion eingesetzten Ammoniaks durch sogenanntes blaues Ammoniak ersetzen wird, welches einen um ca. 60% geringeren CO 2 Ausstoß aufweist. Damit wird das Unternehmen dazu beitragen, ca. 15.000 Tonnen CO 2 Ausstoß zu vermeiden. Darüber hinaus sehen wir auch eine Chance darin, unseren Umsatz in dem Bereich des ökologischen Landbaus zu steigern, der angesichts des europäischen Green Deals und der Farm-2-Fork-Strategie, deren Ziel es ist, bis 2030 25% der europäischen Landwirtschaft ökologisch zu bewirtschaften, weiter an Bedeutung gewinnt.
In den Regionen außerhalb Europas konnte im Verlauf der zweiten Hälfte des Jahres 2023 eine Erholung der Nachfrage beobachtet werden. Zu Beginn der Hauptsaison in Europa erwartet die Geschäftsführung auch hier eine Erholung der Nachfrage nach Düngemitteln. Die Rohstoffpreise haben sich insgesamt stabilisiert, so dass auch keine negativen Bestandseffekte zu erwarten sind. Viele Faktoren sprechen somit für eine gewisse Normalisierung der Ertragslage. Entsprechend wird für das kommende Geschäftsjahr ein Nettoumsatzwachstum von rd. 16% erwartet, wobei innerhalb der Gruppe die COMPO EXPERT GmbH durch die direkte Belieferung des Europageschäfts nach einem überproportionalen Rückgang im Jahr 2023 ein überproportionales Wachstum im Jahr 2024 (ca. 20%) erwartet. Die gesamte Region EMEA strebt an, um rd. 21% zu wachsen, Amerika um rd. 6% und Asien/Pazifik um rd. 19%. Damit einhergehend wächst der DB II um 37€M auf knapp 99€M.Das operatives Ergebnis (EBITDA) der COMPO EXPERT Gruppe soll ca. 36M€ erreichen. Für die Trade Working Capital-Quote der Gruppe wird ein stabiles Niveau um 28% erwartet.
Treiber des Wachstums ist weiterhin die konsequente Umsetzung des sogenannten "Crop Approaches", d.h. die Fokussierung auf hochwertige Kulturpflanzen und deren Düngung mit Spezialdüngemitteln, sowie die Erschließung von Märkten durch Ausbau der Vertriebsaktivitäten und Gründung von neuen Gesellschaften. Hierbei wird COMPO EXPERT einen besonderen Fokus auf die Nachhaltigkeit legen.
Der Entwurf zur Neufassung der EU-Düngemittelverordnung aus dem Jahr 2016, der die Verwendung biologisch abbaubarer Hüllmaterialien zwingend vorschreibt, ist im September 2019 als Gesetz verabschiedet worden und tritt ab 2022 in Kraft. Gemäß dieser neuen Gesetzgebung sind ab 2026 biologisch abbaubare Hüllmaterialien in der EU vorgeschrieben. Daher arbeitet die Gesellschaft in einem Konsortium intensiv daran, ein entsprechendes Ersatzmaterial für die Produktgruppe der "Controlled Release Fertilizer" (Untereinheit der Specialty Fertilizers) zu entwickeln.
Als Risiken der künftigen weiteren Entwicklung der Gesellschaft werden zudem die üblichen Rahmenbedingungen gesehen, die sich aus der Energie- und Rohstoffintensität der Produktion sowie der globalen Diversifizierung und der materiellen Aktivität in den sogenannten "Emerging Markets" ergeben.
Der Krieg in der Ukraine wird sich -soweit es derzeit absehbar ist -weiterhin nicht wesentlich auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Lieferungen nach Russland sind nach Ausbruch des Krieges umgehend eingestellt worden.
Münster, 12. Juni 2024
Geschäftsführung der COMPO EXPERT GmbH, Münster
Dr. Ingo Müller
Piotr Zarosinski
Wir haben den Jahresabschluss der COMPO EXPERT GmbH, Münster -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COMPO EXPERT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "I. Allgemeine Angaben" des Anhangs und Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft bei einer Nicht-Verlängerung der durch den Konzern bereitgestellten Darlehn und Kreditlinien gefährdet ist. Wie in den Ausführungen dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 28. Juni 2024
BDO
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Feldmann, Wirtschaftsprüfer
Barhold, Wirtschaftsprüfer
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