EHRLE GmbH
Industriestraße 3, 89165 Dietenheim, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Reiner Ehrle since 1/8/2018 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Identified persons (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
EHRLE GmbHDietenheimJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Firma EHRLE GmbH mit Sitz in Dietenheim sieht sich als einer der europaweit führenden Anbieter von innovativen Lösungen in der Reinigungstechnik. Das Unternehmen gliedert sich in 5 Produktgruppen: Professionelle Hochdruckreiniger, SB-Autowaschanlagen, Reinigungs- und Pflegeprodukte, sowie Service und Montage dieser Produktgruppen. Seit seiner Gründung setzt das Unternehmen auf ausgereifte Technik, innovative Ideen, bestmögliche Qualität und perfekten Service. Die Erzeugnisse zeichnen sich durch überdurchschnittliche Produktqualität und Technik aus und bestechen durch modernes Design, hochwertige Materialien, extrem lange Lebensdauer und beispielhafte Wirtschaftlichkeit. Durch ständige Produktneuentwicklungen sowie Weiterentwicklungen wurde ein sehr hoher Fertigungsstandard erreicht, der die Voraussetzung für den europaweiten Erfolg der EHRLE-Produkte geschaffen hat. Grundvoraussetzung sind neben moderner Produktion 4.0 eine sorgfältige ständige Materialprüfung und Endkontrollen mittels Prüf-Computern. Die Gesellschaft kann zwischenzeitlich auf eine über 50-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Die Gesellschaft vertreibt Ihre Produkte europaweit durch Tochter- und Schwestergesellschaften sowie exklusive Werksvertretungen und den B2B Online-Shop. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Dietenheim. Die Produktionsstandorte befinden sich somit sowohl in Illertissen als auch Dietenheim. Forschung und Entwicklung Die eigene Forschung und Entwicklung gehört zu den Kernstücken der Ehrle GmbH im technologischen Fortschritt. Erfahrene Mitarbeiter arbeiten mittels CAD/CAM-System - auf neustem technologischem Stand - an neuen Lösungen und Produkten. Alle Produkte und Anlagen entstehen durch modernste, präzise und innovative Fertigungsverfahren und durchlaufen nach Fertigstellung äußerst strenge interne und externe Tests, um den hohen Ansprüchen unserer Kunden im In- und Ausland gerecht zu werden. Grundsätze der Unternehmensentwicklung "Made by EHRLE" steht weltweit für deutsche Spitzenqualität. Langjährige Erfahrung und zuverlässige hochmotivierte qualifizierte Mitarbeiter ermöglichen eine Produktion in allen Unternehmensbereichen auf allerhöchstem Qualitätsniveau. Die Gesellschaft setzt sich permanent und intensiv mit den Gewohnheiten, Einstellungen, Meinungen und Verbesserungsvorschlägen der Anwender auseinander und kann somit zeitnah auf Veränderungen im Markt reagieren. EHRLE orientiert sich stets an optimalem Kundennutzen und Kundenanforderungen. EHRLE bekennt sich zur Nachhaltigkeit bei sämtlichen Produktionsprozessen und Produkten, aber auch beim Schutz der Umwelt. Das Unternehmen verpflichtet sich zu Umweltschutz und Energieeffizienz auf machbar hohem Niveau und deren kontinuierlichen Verbesserung. EHRLE strebt eine gute, langfristige und partnerschaftlich angelegte Zusammenarbeit mit Fachhändlern, Lieferanten, Kunden und allen anderen Geschäftspartnern an. EHRLE legt großen Wert auf ein faires Miteinander und gute zwischenmenschliche Beziehungen im Innern wie im Äußeren. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut statistischem Bundesamt sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch seigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,7% höher (Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024). Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück entscheiden. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %), kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außen Beitrag, der das Bruttosozialprodukt stützte (Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024). Die Reinigungsbranche konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls weiter von dem Einbruch des Jahres 2020 erholen. Allerdings bleibt der Kosten- und Wettbewerbsdruck weiterhin sehr hoch. Neue, teils namhafte Hersteller steigen in den Reinigungsgerätemarkt ein, etablierte Wettbewerber treten immer preisaggressiver auf. Durch die Digitalisierung befindet sich die Vertriebslandschaft noch immer global im Umbruch. Nicht nur der klassische Fachhandel, sondern der gesamte stationäre Handel, inklusive der Großfläche verliert Marktanteile, während der Direktvertrieb der Hersteller stark zunimmt und der Internethandel ein hohes Wachstum zu verzeichnen hat. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war im Wesentlichen durch die Liefer- und Materialengpässe sowie der massiv gestiegen Preis- und Kostenentwicklung sowohl beim Material als auch im Personalbereich geprägt. Nachdem in den Vorjahren viele Messen aufgrund der Coronalage nicht durchgeführt wurden, sind im Jahr 2023 wieder verstärkt Messebesuche und Vertriebstätigkeiten erfolgt. All diese Punkte haben das Jahresergebnis stark belastet. Der Umsatz des Vorjahres konnte aufgrund von Preissteigerungen und schwierigen Bedingungen nicht auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Der Standort Dietenheim ist mit modernster EDV- und Fertigungstechnologie ausgestattet. Die Kombination aus einem sehr bekannten ERP-Systems wurde mit einem WMS zusammengeführt. Alle Abläufe sollen in den kommenden Jahren IT-gesteuert durchgeführt werden. Dieses System bietet eine rationellere Fertigung, bei gleichzeitiger optimaler Ausnützung der Ressourcen. Die Gesamtentwicklung ist sehr stark Export orientiert. Die Auswirkungen werden in den nächsten Jahren den Erfolg von EHRLE erheblich prägen. Lage a. Ertragslage
Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 24,5 %. Die Aufwendungen für Materialaufwand und Fremdleistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 34,4 % reduziert. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 9,1 % reduziert. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 318,5 T€ (7,3 %) reduziert werden. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 84,8 T€ erhöht. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 177,0 T€ verbessert. b. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur hat sich unwesentlich geändert. Das Eigenkapital ist durch das negative Jahresergebnis um 56,5 T€ gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt 59,9 % (59,1 % im Vorjahr). Die Eigenkapitalrentabilität liegt aufgrund des Jahresfehlbetrages im Geschäftsjahr bei -0,4 % gegenüber -1,1 % im Vorjahr. Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die mittel und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen rund 10,3 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 2,0 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 1.239,3 T€ durchgeführt. c. Vermögenslage
Die Vorräte haben sich aufgrund der Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gegenüber dem Vorjahr nochmals erhöht. Die Bestände der Roh-, Hils- und Betriebsstoffe wurden insbesondere aufgrund weiterhin erwarteter Preissteigerungen und zur Vermeidung des Risikos von Liquiditätsengpässen erhöht. Die Zusammensetzung unseres kurz- und langfristigen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten ist stabil. Die Bilanzsumme hat sich um 387 T€ auf 21.381 T€ verringert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 59,9% gegenüber 59,1% im Vorjahr. Das Anlagevermögen hat sich um 707 T€ reduziert. Der Rückgang resultiert insbesondere aus Abschreibungen und diversen Anlageabgängen. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: - Umsatzentwicklung - Betriebsergebnis - Personalentwicklung Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 % erhöht und beträgt im Geschäftsjahr 0,5 %. Der Cash-Flow beträgt 1.222 T€ und ist damit um 42 T€ höher als im Vorjahr. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Zum Bilanzstichtag waren 104 Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon waren 25 Angestellte, 76 gewerbliche Arbeitnehmer und 3 geringfügig Beschäftigte. Im Jahresdurchschnitt waren 110 Arbeitnehmer beschäftigt. Prognosebericht Im Reinigungstechnologiemarkt ist weiter damit zu rechnen, dass die Branche weiterhin zunehmendem Wettbewerbs- und Preisdruck ausgesetzt ist. Wir werden deshalb in den nächsten Jahren weitere Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Effizienzsteigerung ergreifen. Der Online-Handel wird weiter vorangetrieben. Unsere Marktposition bei unseren Kunden und Partnern kann nach der über 60-jährigen Geschäftstätigkeit als gefestigt bezeichnet werden. Die hohe Wertschöpfung unserer Produkte wird sehr geschätzt. Erfahrung, Innovation und ausgezeichnete Vertriebsstrukturen sind die Grundlage unserer erfolgreichen Tätigkeit. Seit Ende Februar 2022 befindet sich die Ukraine in einem Angriffskrieg durch Russland. Die insbesondere durch politische Sanktionierungen ausgelösten Folgen mit allgemeinen Preissteigerungen, einer Energieverteuerung und Lieferengpässen bei den Rohstoffen belasten weiterhin die weiteren Aussichten. Der für 2023 prognostizierte Umsatzrückgang ist wie erwartet eingetreten. Jedoch lag das operative Ergebnis entgegen der Prognose über dem Jahresergebnis von 2022. Aufgrund der vorgenannten Faktoren besteht eine große Unsicherheit, die eine Aussage der weiteren Geschäftsentwicklung schwierig macht. Aus heutiger Sicht erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen erneuten, jedoch geringfügigen Umsatzrückgang, trotzdem gehen wir davon aus, dass das Jahresergebnis 2024 ausgeglichen sein wird. In den folgenden Jahren sind weitere Niederlassungen im europäischen Raum geplant. Ebenso sind weitere Produktneuheiten in der Entwicklungsphase, um zukünftig das Absatzpotential zu steigern und die bestehenden Kundengruppen zu erweitern. Die Gesellschaft geht weiterhin von einer stabilen Finanzlage aus. Es stehen neben der vorhandenen Liquidität in ausreichendem Umfang zusätzlich Kreditlinien zur Verfügung, so dass keine Engpässe zu erwarten sind. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Für das Geschäftsjahr 2024 bestehen aufgrund des seit Februar 2022 geführten Krieges zwischen Russland und der Ukraine erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft. Speziell in Europa wird dies aller Voraussicht nach weiter zu Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Hieraus können sich auch negative Folgen auf die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten ergeben. Branchenspezifisch liegen die Risiken vor allem in deutlichen Kostensteigerungen bei den Energiepreisen und den Rohstoffpreisen. Zudem sorgen Probleme bei den Lieferketten zu Verwerfungen in der Auftragsabwicklung. Es ist auch im Jahr 2024 mit Lieferengpässen und Lieferausfällen zu rechnen. Darüber hinaus bestehen allgemeine Risiken, die sich auf die Ergebnisentwicklung des Unternehmens auswirken können: Eine Verschlechterung der Weltwirtschaft vor allem durch bestehende Handelskonflikte und politische Unsicherheiten hat unmittelbare Auswirkungen auf die Wirtschaft in Europa und Deutschland. Als Folge daraus werden Investitionen verschoben bzw. gestrichen. Hieraus kann sich eine signifikante negative Auswirkung auf die Ergebnisziele des Unternehmens ergeben. Die Gesellschaft hat geringe Währungsrisiken durch Aktivitäten auf dem britischen und südosteuropäischen Markt. Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. a. Ertragsorientierte Risiken Der zunehmende Wettbewerbs- und Verdrängungsdruck könnte zu Umsatzeinbußen führen. Die wachsende Bedeutung des Online-Handels verändert die Vertriebslandschaft grundlegend und hat Auswirkungen auf das Unternehmen, da der stationäre Handel ein sehr wichtiger Vertriebskanal ist. Im Zuge des Umzugs nach Dietenheim und hiermit verbundener Organisationsänderungen wurde auf die Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung eingegangen und der Vertrieb über einen Online-Shop weiter vorangetrieben. Aufgrund des angespannten Personalmarkts sowie der allgemeinen Preissteigerungen ergeben sich in nahezu sämtlichen Branchen deutliche Gehaltssteigerungen. Steigende Personalkosten können nicht in allen Fällen oder nur mit zeitlichen Verzögerungen an die Kunden weitergegeben werden, so dass durch höhere Personalkosten die Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens beeinflusst wird. b. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind keine Engpässe zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite bei zwei Hausbanken. Zu weiteren regionalen und überregionalen Geschäftsbanken werden langjährige Geschäftsbeziehungen gepflegt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle können daher minimiert werden und sind die Ausnahme. Ebenso werden Forderungsausfälle durch angeforderte Anzahlungen reduziert. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Dies gilt auch für die verbundenen Unternehmen, so dass die Liquiditätslage innerhalb der EHRLE Gruppe stets zeitnah beurteilt werden kann. Chancenbericht Aufgrund stabiler Vertriebswege, des Online-Handels und des guten Servicenetzes hat die EHRLE GmbH sehr gute Voraussetzungen, die sich im Markt ergebenden Wachstumschancen zu nutzen. Die Neustrukturierung der Warenwirtschaft, diverse Änderungen innerhalb der Organisation und der damit verbundenen Synergie- und Effizienzprozess hat dazu geführt, dass die Gesellschaft sehr gut aufgestellt ist, um weiter zu wachsen und ihre Ertragskraft zu erhöhen. Wachstumschancen werden insbesondere durch die Erschließung neuer Märkte erwartet. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem volatilen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie durch Lieferengpässe verursachte Verzögerungen in der Auftragsabwicklung. Es wird weiterhin auf ein nachhaltiges Wachstum des Geschäftes mit einer soliden Finanzierung gesetzt. Ein Augenmerk liegt auf der Weiterentwicklung der vorhandenen Produkte und den Ausbau des Online-Handels. Zudem wird kontinuierlich an der Rationalisierung innerbetrieblicher Prozesse gearbeitet. Da der weitere Verlauf des Kriegs in der Ukraine und die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise derzeit nicht absehbar sind, bestehen im Hinblick auf deren Auswirkungen hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Unsicherheiten. Wir gehen davon aus, dass diese Risiken den Bestand und die Fortführung des Unternehmens nicht gefährden werden. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten, angeforderten Anzahlungen und über Kreditlinien verschiedener Banken. Langfristige Finanzverbindlichkeiten sind nur in überschaubarem Umfang vorhanden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält Tochtergesellschaften in Polen und Österreich. Schwestergesellschaften werden in England, Polen, Tschechien, Serbien, Lettland und in der Slowakei unterhalten. BilanzAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum JahresabschlussAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss der EHRLE GmbH wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regeln des GmbH-Gesetzes beachtet. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, werden, soweit nicht in der Bilanz aufgeführt, im Anhang erläutert. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand behandelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr aktiviert und sofort abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurde zu durchschnittlichen Herstellkosten angesetzt. In Arbeit befindliche Aufträge wurden ebenfalls zu durchschnittlichen Herstellkosten angesetzt, wobei von den erhaltenen Anzahlungen unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades ausgegangen wurde. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nennwert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung mit 1% von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtung wurde eine Rückstellung gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Bewertung erfolgte nach der Projected Unit Credit Method (die nach Ausscheiden dem Teilwertverfahren entspricht). Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln nach Prof. Klaus Heubeck 2018 G. Die Berechnung erfolgte mit einer Rechnungszinsfuß von 1,83% jährlich. Dieser Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen Zinssatz (10-Jahres-Durchschnitt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt) gemäß § 253 (2) HGB. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beträgt EUR 19.210. Als jährliche Steigerung der Anwartschaft wurden 1,5% berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum durchschnittlichen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Betriebsaufspaltung Das von der EHRLE GmbH mietweise genutzte Anlagevermögen ist Eigentum der EHRLE Grundbesitz und Beteiligungs GmbH & Co. KG. Zwischen den beiden verbundenen Unternehmen besteht eine steuerliche Betriebsaufspaltung. Die umsatzsteuerliche Organschaft wurde im Jahr 2011 beendet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Angaben zur BilanzAnlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 260.483,58 (Vorjahr: EUR 253.084,24). Die erst im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer beträgt EUR 17.826,96. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt DEM 250.000,00. PensionsrückstellungenGemäß § 253 Abs. 6 HGB ist im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. Nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ist der sich ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 10.208,00 (EUR 52.776,00) ausschüttungsgesperrt. Angaben und Erläuterungen zu RückstellungenIn den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von EUR 82.100,00, für noch nicht in Rechnung gestellte Leistungen in Höhe von EUR 75.250,00, für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 56.100,00, für Aufbewahrungsverpflichtungen in Höhe von EUR 44.200,00 und für Gewährleistung in Höhe von EUR 40.000,00 enthalten.
Der Gesamtbetrag der am Bilanzstichtag bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 3.487.182,35 und betrifft den Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Als Sicherheiten dienen Photovoltaikanlagen, Maschinen und eine Grundschuld von Dritten am Objekt Industriestraße 3, 89165 Dietenheim. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGBGegenüber der Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen bestehen zwei Bürgschaften zugunsten der Ehrle Grundbesitz und Beteiligungs GmbH & Co. KG in Höhe von insgesamt EUR 5.200.000,00. Die Ehrle Grundbesitz und Beteiligungs GmbH & Co. KG hat bisher alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gläubigerbank eingehalten und es ist davon auszugehen, dass sie auch weiterhin Ihre Verpflichtungen vertragsgemäß erfüllen wird. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft ist daher nicht zu rechnen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.468.369,79 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Gesamtbetrag sind finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 537.969,00 enthalten. Finanzielle Verpflichtungen betreffend der Altersversorgung bestehen nicht. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher BedeutungIm Berichtsjahr sind keinerlei Anmerkungen zu machen. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Reiner Ehrle (Dipl. Ingenieur) geführt. Auf die Angabe der Bezüge wurde unter Anwendung der Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB verzichtet. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt EUR 56.424,99. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von EUR 12.727.426,31 sowie einer Gewinnausschüttung von EUR 0,00 ergibt sich ein Betrag von EUR 12.671.001,32, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden EUR 12.671.001,32 vorgetragen.
Dietenheim, 29. April 2024 Dipl.-Ing. Reiner Ehrle Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDer Jahresabschluss wurde für Offenlegungszwecke verkürzt. Zum ungekürzten Jahresabschluss wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: An die EHRLE GmbH , Dietenheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EHRLE GmbH, Dietenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EHRLE GmbH, Dietenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortung für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks. Unser vorstehender Prüfungsbericht wird erstattet nach § 321 HGB und nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen.
Ulm (Donau), den 19. September 2024 WAIBLINGER Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Jörg O. Waiblinger, Wirtschaftsprüfer Anlage zum Bestätigungsvermerk: Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus -identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 27. Juli 2024 festgestellt. |
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