Master Data

Registry
Register court Mannheim HRB 718985
Registered
2/20/2014
Industry
Engineering activities for construction project management of civil engineering constructions and transportation infrastructureEngineering activities for technical building equipmentEngineering activities for structural design
Purpose
Die Erbringung von Ingenieurdienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Tiefbau, Verkehrswesen, Ingenieurvermessung, Stadtplanung, Erschließungsträgerschaft, Wasser- und Energiewirtschaft und Umweltschutz sowie angrenzenden Bereichen einschließlich Forschung und Entwicklung. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen und Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Peter Frank Soller
since 10/24/2025
Board Member
Procura
Matthias Jakob Bents
since 2/12/2025
Procura
Procura
Procura
Michael Grumann
since 1/27/2020
Procura
Rainer Christ
since 1/27/2020
Procura
Thomas Brendt
since 8/26/2014
Board Member
Dominik Bordt
since 8/26/2014
Board Member
Andreas Nußbaum
since 8/26/2014
Board Member

Holdings

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

BIT Ingenieure AG

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

BIT Ingenieure AG, Karlsruhe

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die BIT Ingenieure AG wurde 2013 gegründet und hat ihren Sitz in Karlsruhe.

Die Geschäftstätigkeit der BIT Ingenieure umfasst die Erbringung von Ingenieurdienstleistungen, insbesondere in den Geschäftsfeldern Wasser (Hydrologie und Hydraulik, Wasserbau, Wasserversorgung, Entwässerung, Kläranlagen), Verkehr (Verkehrsplanung, Straßenplanung), Geomatik (Vermessung, Visualisierung), Stadt- und Umweltplanung (Bauleitplanung, Städtebau und Stadtentwicklung, Landschafts- und Umweltplanung, Freianlagen, Hochbau, Partizipation und Kommunikation) und Erschließungsträgerschaft.

Die BIT Ingenieure heben sich im Markt ab durch

• das breite Leistungsspektrum,

• die Größe des Unternehmens bei weiterhin lokaler Verbundenheit und

• die Unternehmensform als Aktiengesellschaft, mit welcher der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist und sowohl den Mitarbeitenden als auch den Auftraggebern Planungssicherheit gibt.

Durch gezielte Diversifikation sowohl in der fachlichen Ausrichtung als auch in der Auftraggeberstruktur und konsequente Ausnutzung von Marktnischen verfügen die BIT Ingenieure über einen ausgewogenen Kundenstamm, der eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Die hohe Qualifikation der Mitarbeitenden und die Vereinheitlichung von Prozessen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg ist.

1.2 Geschäftsverlauf

1.2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche konjunkturelle Entwicklung zeigte sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2023 infolge verschiedener globaler Kriege und Krisen uneinheitlich.

1.2.2 Entwicklung der Branche

Die Umsätze der Baubranche in Baden-Württemberg lagen 2023 auf einem uneinheitlichen Niveau zum Vorjahr. Nach einer Pressemeldung der Bauwirtschaft Baden-Württemberg vom 21.02.2024 stieg der baugewerbliche Umsatz - bezogen auf Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten - gegenüber 2022 nominal um 4,9 % (Anmerkung: 15,5 Mrd. EUR im Jahr 2022). Preisbereinigt entspricht dies jedoch einem leichten Rückgang.

Nach einer weiteren Pressemeldung des Verbandes vom 23.01.2024 ist für 2024 kein Aufwärtstrend in Aussicht: "Für 2024 rechnet die die Bauwirtschaft noch nicht mit einer konjunkturellen Trendwende. Mit real rund - 2 % dürfte sich der Umsatzrückgang allenfalls etwas verlangsamen. Deutlich rückläufig wird erneut der Wohnungsbau sein. Auch im öffentlichen Bau könnte das Ergebnis leicht negativ ausfallen. Der Wirtschaftsbau ist die einzige Sparte mit positiven Umsatzerwartungen. Vor allem der Wirtschaftstiefbau wird von verstärkten Investitionen in die Energieinfrastruktur, die Schienenwege und den Breitbandausbau profitieren. Handlungsbedarf besteht auch im Verkehrswegebau. Denn das Straßennetz im Land ist vielerorts marode. Untersuchungen haben ergeben, dass fast ein Drittel der Landesstraßen sanierungsbedürftig ist. Um den Straßenzustand nachhaltig zu verbessern, reichen die derzeitigen Investitionsmittel bei weitem nicht aus - sie müssten verdoppelt werden. Auch der Zustand vieler Brücken ist kritisch: Bei knapp 660 der insgesamt rund 7.300 Brücken im Zuständigkeitsbereich der Landesstraßenbauverwaltung - das ist fast jede zehnte Brücke an Bundes- und Landesstraßen - sind kurzfristig Erhaltungsmaßnahmen notwendig."

Im Gegensatz zur uneinheitlichen Entwicklung der Branche entwickelten sich bei den BIT Ingenieuren Umsatz, Auftragseingänge und Auftragsbestände positiver.

1.2.3 Einschätzung der Unternehmensleitung

Der Geschäftsverlauf der BIT Ingenieure war im Geschäftsjahr 2023 einerseits gekennzeichnet durch geopolitische Einflüsse, wie Kriege (Ukraine, Gaza) und die damit verbundenen Krisen (steigende Inflation, Zinsen, Energiekosten und Baupreise) und andererseits den großen Herausforderungen in der Branche, wie dem weiter zunehmenden Ingenieurmangel bei gleichzeitiger hoher Nachfrage nach Ingenieurleistungen.

Diesen Herausforderungen wurde im Wesentlichen durch eine den jeweiligen Standorten angepasste Kombination aus standortübergreifendem und digitalem Arbeiten (Building Information Modeling) erfolgreich begegnet. Im vergangenen Jahr wurden etliche bewährte Maßnahmen aus der "Corona-Zeit" fortgeführt, die nach wie vor Bestand haben, wie "Mobiles Arbeiten" und "Videokonferenzen". An allen sieben Standorten der BIT Ingenieure konnte durch geeignete organisatorische Maßnahmen und große Flexibilität eine hohe Auslastung erzielt werden. Außer der guten Auftragslage waren dafür immer komplexer werdende Planungsprozesse und das weitere Zusammenwachsen der Standorte verantwortlich.

Die Geschäftsentwicklung der BIT Ingenieure war insgesamt gesehen gut. In einem anspruchsvollen Umfeld und unter schwierigen organisatorischen Randbedingungen konnten wir unsere MA-Zahl bei rund 215 weitgehend stabil halten und erzielten zugleich spürbare Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie.

Das gute Ergebnis im Geschäftsjahr beruht auf der hervorragenden Arbeit und dem flexiblen Einsatz unserer Mitarbeitenden, der Nutzung von fachlich-personellen Synergien zwischen den einzelnen Standorten und der erfolgreichen Integration von jungen, gut ausgebildeten Fachkräften, teilweise unter erschwerten Bedingungen in Teilzeit- und Elternzeitkonstellationen mit mobilem Arbeiten.

2 Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BIT Ingenieure AG hat sich im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich entwickelt.

2.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung mit 21.008.218 EUR (Vorjahr: 19.639.470 EUR) ist positiv.

Die Umsatz- und Auftragsentwicklung an den einzelnen Standorten hat sich ebenfalls positiv entwickelt.

Die Auftragslage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

Wir haben ein Jahresergebnis vor Steuern von 3.145.397 EUR (Vorjahr: 3.603.426 EUR) erzielt.

2.2 Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr sehr gut.

Wir erwarten, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.

Neu investiert wurde vor allem in Ausbildungs- und Fortbildungsprogramme, Strategieberatung und digitale Arbeitsweisen. Die Investitionen im Berichtsjahr konnten ohne die Aufnahme von Fremdmitteln finanziert werden.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der BIT Ingenieure AG belief sich zum Bilanzstichtag auf 12.089.280 EUR (Vorjahr: 13.074.899,06 EUR).

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 7,6 % (Vorjahr: 6,7 %) gekennzeichnet.

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme von 59,0 % (Vorjahr: 51,6 %) gekennzeichnet.

2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Umsatz- und Gewinnentwicklung des Jahres 2023 verlief insgesamt gesehen gut. Wir konnten unsere Prognosen und Ziele aus dem Vorjahr übertreffen.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung

• Betriebsergebnis

• Branchenentwicklung

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Gesamtleistung pro Mitarbeitenden, Umsatzrentabilität und EBIT heran.

Wir orientieren uns bei der Gesamtleistung pro Mitarbeitenden an einer Gesamtleistung i. H. v. rd. 120 TEUR pro Mitarbeitenden.

Für die Umsatzrentabilität haben wir einen Zielwert von rd. 13 %.

Unser Ziel ist, ein EBIT i. H. v. rd. 3,0 Mio. EUR zu erreichen.

3 Prognosebericht

3.1 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Risiken und Chancen

Die Umsatzentwicklung der ersten 3 Monate des Jahres 2024 verlief gut. Nach wie vor werden die Weltwirtschaft und auch die deutsche Wirtschaft durch die o. g. Herausforderungen stark beeinflusst. In der zweiten Jahreshälfte 2024 werden die Standorte Heilbronn und Öhringen sowie die Standorte Villingen-Schwenningen und Donaueschingen jeweils an einem gemeinsamen Standort (Heilbronn und Villingen-Schwenningen) zusammengelegt; dies kann, vor und nach den Umzugsterminen, trotzt intensiver Vorbereitung, ggfs. zu einem leichten Produktivitätsrückgang führen. Auch deshalb erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 bei gleichbleibenden bis leicht rückläufigen Umsatzerlösen ein rückläufiges Ergebnis zum Bilanzjahr 2023 und somit eine sinkende Umsatzrentabilität. Die Gesamtleistung pro Mitarbeitenden dürfte ebenfalls leicht rückläufig sein.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Das Zusammenwachsen der Standorte, die zunehmend standortübergreifende Projektbearbeitung, Stärkung und Ausbau von vorhandenen Kernkompetenzen, die gezielte Personalentwicklung und verstärkte digitale Bearbeitung sind weiterhin Schwerpunktthemen. Außerdem der Zukauf / Gewinnung neuer Standorte. Bis zum Jahresende 2024 streben wir eine Anzahl von rd. 240 Mitarbeitenden an.

Die BIT führt ein Risikomanagementsystem (RMS). Viele Risiken, die im Bericht zum RMS beschriebenen sind, bieten dem Unternehmen weitere Chancen.

4 Chancen- und Risikobericht im Rahmen des Risikomanagementsystems (RMS)

4.1 Managementziele und -methoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Dieses RMS soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens beeinträchtigen oder gar gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken und gleichermaßen Chancen zu identifizieren.

Wesentlich für ein RMS sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Mit einem einheitlichen Controlling-Programm und zentraler Datenhaltung liegen die Grundlagen für die Steuerung des Gesamtunternehmens vor.

4.1.1 Risiken

Diese können zurückgeführt werden auf:

• Die Krisen (Ukraine, Gaza) haben voraussichtlich einen negativen wirtschaftlichen Einfluss auf die BIT.

• Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen treffen die BIT.

• Ursache dafür sind geringere Gewinne (oder Verluste bis zur Insolvenz) bei Dienstleistern, Handel, Gewerbe- und Industrie und in der Folge geringere Steuereinnahmen bei Gemeinden, Ländern und Bund bzw. zurückgestellte Aufträge.

• Materialmangel, Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen bei Baustoffen.

• Die Mindest- und Höchstsätze in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) wurden mit dem EuGH-Urteil vom 04. Juli 2019 als nicht vereinbar mit europäischen Recht erklärt und sind nicht mehr bindend.

• Die Investitionen von öffentlichen Auftraggebern in die öffentliche Infrastruktur, die unser Portfolio betreffen, werden aufgrund verminderter Steuereinnahmen voraussichtlich sinken und

• die Auftragsgenerierung wird für die BIT Ingenieure aufwändiger.

• Einer geringfügig sinkenden Produktivität im mobilen Arbeiten steht ein höherer Stundenaufwand gegenüber. Gründe hierfür sind u. a. ein erhöhter Abstimmungsaufwand untereinander und technische Einschränkungen wie bspw. unzulängliche Internetverbindungen.

• Bei den Gehältern erfahren wir aktuell eine Verschärfung, mit z. T. deutlich höheren Gehaltsforderungen als in der Vergangenheit.

Eine spürbare Absage von Angeboten liegt aktuell (Mai 2024) nicht vor. Es ist aber feststellbar, dass für 2024 bereits geplante Projekte zeitlich gestreckt bzw. in Folgejahre verschoben und durch potenzielle Auftraggeber versucht wird, etliche Aufträge zu äußerst niedrigen Preisen zu vergeben.

4.1.2 Chancen

Dem gegenüber stehen Chancen, die sich infolge der Krisen auch den BIT Ingenieuren bieten:

• Weiterhin Synergieeffekte durch übergreifendes QMS und konzentrierte Personalentwicklungsmaßnahmen.

• Weiterhin steigende Baukosten, die sich wiederum direkt auf die Honorare auswirken.

• Sanierungsstaus in der Infrastruktur, insbesondere der Verkehrsinfrastruktur (Straßen, Brücken).

• Notwendigkeit von Hochwasserschutzmaßnahmen aufgrund der zunehmenden Extremwetterereignisse

• Noch immer auskömmliche Honorare bei anhaltend hoher Auslastung in der Branche.

• Weiteres effektives Nachtragsmanagement bei berechtigten Mehrleistungen.

• Stärkere Nutzung digitaler Kommunikationsmöglichkeiten (Videokonferenzen, Zeitersparnis durch Entfall von Geschäftsfahrten, größer verfügbares Zeitbudget).

• Etablierung von mobilem Arbeiten, dadurch vielfältigere und flexible Nutzung von Mitarbeiterressourcen.

• Noch stärkere Konzentration auf die Beschaffung neuer und größerer Aufträge bei VgV-Vergaben.

4.2 Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Da der Großteil unserer Dienstleistungen nach verordnetem Preisrecht (HOAI) erbracht wird, können Preisänderungsrisiken weitgehend vernachlässigt werden, solange die Baukosten stabil sind und die HOAI als Rechtsverordnung bestehen bleibt.

Seit dem 07.12.2020 ist die "neue HOAI 2021" in Kraft getreten ist, welche den bisherigen Honorarrahmen der Mindest- und Höchstsätze verlassen hat. Dies bedeutet, dass es keine rechtlich verordnete Honoraruntergrenze mehr gibt und somit das Tor für einen Unterbietungswettbewerb geöffnet wurde, was von potenziellen Auftraggebern auch genutzt wird.

Ein Ausfallrisiko besteht aufgrund der Kundenstruktur (mehrheitlich öffentliche Hand und Großindustrie) nicht. Liquiditätsrisiken können wegen zeitnaher Rechnungsstellung und anhand der bisherigen Zahlungsmoral der Kunden nicht festgestellt werden. Es gibt nur wenige Rechnungen, die nicht innerhalb einer Frist von 1 bis 3 Monaten beglichen werden. Die Außenstände sind im Vergleich zum Gesamtumsatz gering.

4.3 Weitere wesentliche Risiken

4.3.1 Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Da größere Projekte mit Honoraren über dem EU-Schwellenwert in sogenannten VgV-Verfahren vergeben werden müssen, steigt der Aufwand, um den Zuschlag bei diesen Aufträgen zu erhalten. Regelmäßig sind diese Aufträge nur über Preisnachlässe zu bekommen. Mit der stetig wachsenden Größe des Unternehmens, der jährlich hinzukommenden Anzahl an Referenzprojekten und der gezielten Ausbildung von Vergabeberatern haben sich unsere Chancen in diesen Wettbewerbsverfahren verbessert, was sich in mehreren gewonnenen Verfahren zeigt.

Bei der Vergabe von "unterschwelligen" Auftragsvergaben sehen wir aufgrund der guten Marktakzeptanz unserer Standorte nur geringe Risiken.

4.3.2 Personal

Die BIT Ingenieure AG ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen.

Wegen der derzeitigen Marktsituation und zu wenigen Studienabgängern in den vergangenen Jahren ist es auch weiterhin schwierig, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Hinzu kommt, dass Bewerberinnen und Bewerber nicht immer "passgenau" zum benötigten Anforderungsprofil und Bedarf am jeweiligen Standort "passen". Vor diesem Hintergrund werden qualifizierte neue Mitarbeitende, die sich ausschließlich auf einen Standort bewerben, unabhängig vom "örtlichen" Bedarf an ihrem Wunschstandort eingestellt und standortübergreifend für Projektarbeit eingesetzt. Dies führt zwar zu einem erhöhten organisatorischen und personellen Betreuungsaufwand, stärkt aber gleichzeitig das Know-how und die Bindung zum Unternehmen, schafft fachliche Redundanzen und ermöglicht eine standortübergreifende, teamorientierte Projektarbeit. Diese Entwicklung verstärkt den bereits eingeleiteten Weg hin zu Kompetenzteams (querschnittsorientiertes Arbeiten) in flexiblen, ortsunabhängigen Strukturen. Zugleich müssen Anstrengungen unternommen werden die Mitarbeitenden zu binden; dies wird in Zukunft nur gelingen, wenn wir die Bedürfnisse insbesondere der jüngeren Generationen erkennen und entsprechende Rahmenbedingungen und Strukturen schaffen. Generell gesehen gehen wir weiterhin von einer Steigerung der Lohnkosten aus.

4.3.3 Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind derzeit nicht zu erkennen.

Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken (auch mit Beachtung der Auswirkungen durch die Krisen) sind zurzeit ebenfalls nicht erkennbar.

5 Forschung und Entwicklung

Generell gesehen behalten wir die Digitalisierung der Planungs- und Baubranche im Auge und verfolgen diese aktiv; Stichwort: digitale Baustelle. Aktuelle Themen sind die Etablierung von BIM (Building Information Modeling) in den Bereichen Wasser und Straße sowie die Teilnahme an mehreren Forschungsprojekten im Bereich der Siedlungsentwässerung (z. B. - I4C - Intelligence for Cities, KI-basierte Anpassung von Städten an den Klimawandel).

6 Bestehende Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften

Es bestehen Zweigniederlassungen in:

• Stuttgart

• Karlsruhe (Sitz der Gesellschaft)

• Öhringen

• Freiburg i. Br.

• Villingen-Schwenningen

• Heilbronn

• Donaueschingen Weiterhin gibt es die Tochtergesellschaften:

• GkB mbH an allen Standorten

• BIT Stadt + Umwelt GmbH an allen Standorten

• BIT Consult GmbH am Standort Karlsruhe

 

Karlsruhe, den 07.05.2024

Dr. Volker Mörgenthaler, Vorstand BIT Ingenieure AG

Bettina Moser, Vorstand BIT Ingenieure AG

Ulrich Mörgenthaler, Vorstand BIT Ingenieure AG

Andreas Nussbaum, Vorstand BIT Ingenieure AG

Ernst Thomann, Vorstand BIT Ingenieure AG

Thomas Brendt, Vorstand BIT Ingenieure AG

Dominik Bordt, Vorstand BIT Ingenieure AG

Andreas Klaus, Vorstand BIT Ingenieure AG

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 919.281,68 877.962,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 257.364,00 204.292,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 187.665,00 150.131,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 69.699,00 54.161,00
II. Sachanlagen 508.398,00 520.150,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.629,00 5.905,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.769,00 514.245,50
III. Finanzanlagen 153.519,68 153.519,68
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 51.518,68 51.518,68
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,00 1,00
3. Beteiligungen 102.000,00 102.000,00
B. Umlaufvermögen 10.937.370,45 11.998.271,22
I. Vorräte 0,00 0,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 31.333.184,00 27.207.881,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.727.796,96 2.409.998,35
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 480.083,39 373.155,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.247.713,57 2.036.842,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.038,57 12.566,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.209.573,49 9.588.272,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 220.593,40 197.295,57
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 12.034,42 1.370,09
Summe Aktiva 12.089.279,95 13.074.899,06

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.132.170,77 6.743.256,75
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 1.364.410,53 1.364.410,53
III. Gewinnvortrag 3.128.846,22 2.774.615,89
IV. Jahresüberschuss 2.338.914,02 2.304.230,33
B. Rückstellungen 2.090.294,57 2.402.517,53
C. Verbindlichkeiten 2.818.371,43 3.878.327,10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.297,89 13.218,62
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.297,89 13.218,62
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 143.784,98 59.890,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 143.784,98 59.890,30
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.673.288,56 3.805.218,18
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.673.288,56 3.805.218,18
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12.376,18 12.041,68
E. Passive latente Steuern 36.067,00 38.756,00
Summe Passiva 12.089.279,95 13.074.899,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 19.237.369,61 18.841.425,20
2. Personalaufwand 13.035.359,08 12.168.253,52
a) Löhne und Gehälter 11.106.529,27 10.402.162,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.928.829,81 1.766.090,64
davon für Altersversorgung 50.262,07 41.823,27
3. Abschreibungen 365.934,58 440.449,96
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 365.934,58 440.449,96
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.843.356,98 2.651.402,89
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,31
5. Erträge aus Beteiligungen 20.400,00 7.140,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.813,89 1.795,92
davon aus verbundenen Unternehmen 1.813,89 1.795,92
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 140.679,15 23.474,54
davon Erträge aus Abzinsung 1.518,97 626,61
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.813,89 1.895,92
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.813,89 1.795,92
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.814,76 18,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 806.483,34 1.299.196,04
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.689,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 21.872,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.345.500,02 2.312.619,33
12. sonstige Steuern 6.586,00 8.389,00
13. Jahresüberschuss 2.338.914,02 2.304.230,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

BIT Ingenieure AG, Karlsruhe

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gliederung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: BIT Ingenieure AG
Firmensitz laut Registergericht: Karlsruhe
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 718985

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet worden.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB berücksichtigt.

Bewertung

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Die Bewertung der teilfertigen Leistungen wurde im vorliegenden Wirtschaftsjahr umgestellt. Hieraus ergibt sich ein um EUR 191.623,84 höheres Ergebnis.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Anlagevermögen

Immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Abschreibungen erfolgten entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Anlagegüter wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über acht Jahre linear abgeschrieben. Es handelt sich um Geschäfts- oder Firmenwerte von freiberuflichen Ingenieurbüros.

Die Finanzanlagen wurden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die am Ende des Geschäftsjahres vorhandenen unfertigen Arbeiten wurden entsprechend des Arbeitsfortschritts zu Herstellungskosten bewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt und gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der verbleibende Betrag der erhaltenen Anzahlungen wurde mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) bei den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00 % berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und der Vorjahre.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung ergeben sich aus dem nachstehend beigefügten Anlagenspiegel.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 605.396,35 89.209,80 35.530,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 793.272,14 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.398.668,49 89.209,80 35.530,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.848,53 3.255,67 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.195.825,63 244.138,11 217.142,42
Summe Sachanlagen 2.202.674,16 247.393,78 217.142,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.517,68 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 181.389,37 1.813,89 0,00
3. Beteiligungen 102.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 348.907,05 1.813,89 0,00
Summe Anlagevermögen 3.950.249,70 338.417,47 252.673,12
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 659.075,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 793.272,14
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.452.347,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 10.104,20
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.222.821,32
Summe Sachanlagen 0,00 2.232.925,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 65.517,68
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 183.203,26
3. Beteiligungen 0,00 102.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 350.720,94
Summe Anlagevermögen 0,00 4.035.994,05
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 551.235,35 73.660,80 35.519,70 0,00 589.376,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 558.691,14 46.916,00 0,00 0,00 605.607,14
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.109.926,49 120.576,80 35.519,70 0,00 1.194.983,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 943,53 531,67 0,00 0,00 1.475,20
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.681.580,13 244.826,11 203.353,92 0,00 1.723.052,32
Summe Sachanlagen 1.682.523,66 245.357,78 203.353,92 0,00 1.724.527,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.999,00 0,00 0,00 0,00 13.999,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 181.388,37 1.813,89 0,00 0,00 183.202,26
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 195.387,37 1.813,89 0,00 0,00 197.201,26
Summe Anlagevermögen 2.987.837,52 367.748,47 238.873,62 0,00 3.116.712,37
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 69.699,00 54.161,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 187.665,00 234.581,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 257.364,00 288.742,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 8.629,00 5.905,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 499.769,00 514.245,50
Summe Sachanlagen 0,00 508.398,00 520.150,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 51.518,68 51.518,68
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1,00 1,00
3. Beteiligungen 0,00 102.000,00 102.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 153.519,68 153.519,68
Summe Anlagevermögen 0,00 919.281,68 962.412,18

2. Mitzugehörigkeitsvermerke

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 480.083,39 (Vorjahr: EUR 373.155,43) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 143.784,98 (Vorjahr: EUR 59.890,30) enthalten.

3. Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital ist eingeteilt in 300.000 Stück Stammaktien zum Nennwert von je EUR 1,00

EUR 300.000,00

Es handelt sich um Namensaktien.

4. Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach dem versicherungsmathematisch ermittelten Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 1 HGB unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 ermittelt.

Für die Berechnung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit Methode
Zinssatz der Deutschen Bundesbank 31.12.2023: 1,82 %
Gehaltstrend: 0 %
Fluktuationswahrscheinlichkeit: 0 %
Biometrische Parameter: Richttafeln 2018G nach Heubeck

Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet, um die aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase zunehmende Zuführungsdynamik möglichst frühzeitig abzumildern. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,82 %. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre betrug zum Bilanzstichtag 1,74 %.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 3,00). In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. für die Ausschüttung gesperrt.

5. Angaben zur Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden EUR 217.020,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte EUR 229.054,42
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte EUR 229.054,42
verrechnete Aufwendungen EUR 9.567,00
verrechnete Erträge EUR 21.104,33

Der verbleibende aktive Überhang in Höhe von EUR 12.034,42 wird unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:

Prämien Mitarbeiter EUR 422.093,00
Urlaubskosten/Überstundenguthaben EUR 606.927,00
Tantiemen EUR 754.896,00
Offene Rechnungen EUR 101.206,00
Nacharbeiten EUR 31.000,00
Gewährleistungen EUR 35.000,00
Jahresabschluss- u. Prüfungskosten EUR 59.750,00
Archivierungskosten EUR 65.660,57
2.076.532,57

7. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr und Vorjahr haben eine Restlaufzeit von < 1 Jahr.

8. Passive latente Steuern

Die latenten Steuern betragen zum 31.12.2023 EUR 36.067,00 (Vorjahr: EUR 38.756,00) und resultieren aus den unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungen im Anlagevermögen und den Rückstellungen.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die weder in der Bilanz erscheinen noch nach § 251 HGB anzugeben sind, aber für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens von Bedeutung sind:

Vertragsart Jährlicher Aufwand
TEuro
Aufwand bis Vertragsende
TEuro
Mietverträge 584 758
Leasingverträge 164 306
Dienstleistungsverträge 170 91

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Der Aufwand für Altersversorgung beträgt EUR 50.262,07 (Vorjahr: EUR 41.823,27)

2. Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses gemäß § 158 AktG

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Jahresüberschuss EUR 2.338.914,02 (Vorjahr: EUR 2.304.230,33)
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr EUR 3.128.846,22 (Vorjahr: EUR 2.774.615,89)
= Bilanzgewinn EUR 5.467.760,24 (Vorjahr: EUR 5.078.846,22)

E. Sonstige Angaben

1. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die Zahl der Arbeitnehmer betrug in 2023 durchschnittlich 191.

2. Angaben zu den Organmitgliedern

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Name ausgeübter Beruf
Herr. Dr. Ing. Volker Mörgenthaler Ingenieur
Herr Andreas Klaus Ingenieur
Herr Ernst Thomann Ingenieur
Herr Thomas Brendt Ingenieur
Herr Dominik Bordt Ingenieur
Herr Andreas Nußbaum Ingenieur
Frau Bettina Moser Betriebswirtin
Herr Ulrich Mörgenthaler Kaufmann

Der Vorsitzende des Vorstands war im Geschäftsjahr Herr Dr. Volker Mörgenthaler.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Name ausgeübter Beruf
Herr Dr. Ing. Peter Völker Pensionär
Herr Wolfgang Losert Pensionär
Frau Daniela Bock Landschaftsarchitektin / Stadtplanerin

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Dr. Peter Völker. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war im Geschäftsjahr Herr Wolfgang Losert.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 betrugen insgesamt EUR 2.007.460,54.

Die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 betrugen insgesamt EUR 75.000,00.

3. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Im Folgenden werden die Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB dargestellt:

Name Sitz Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
Euro
Letztes Jahresergebnis
Euro
BIT Consult GmbH Karlsruhe 80,00 -182.001,60 -8.406,74
BIT Stadt + Umwelt GmbH Karlsruhe 100,00 608.661,43 -67.899,81
GkB Gesellschaft für kommunale Baulanderschließung mbH Karlsruhe 100,00 841.711,73 3.560,02

4. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 2.338.914,02. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von EUR 5.467.760,24 über deren Verwendung die Hauptversammlung zu beschließen hat.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von EUR 975.000,00 vorgesehen. Auf neue Rechnung werden EUR 4.492.760,24 vorgetragen.

 

Karlsruhe, den 7. Mai 2024

Dr. Volker Mörgenthaler, Vorstand BIT Ingenieure AG

Bettina Moser, Vorstand BIT Ingenieure AG

Ulrich Mörgenthaler, Vorstand BIT Ingenieure AG

Andreas Nussbaum, Vorstand BIT Ingenieure AG

Ernst Thomann, Vorstand BIT Ingenieure AG

Thomas Brendt, Vorstand BIT Ingenieure AG

Dominik Bordt, Vorstand BIT Ingenieure AG

Andreas Klaus, Vorstand BIT Ingenieure AG

Bericht des Aufsichtsrats

der BIT Ingenieure AG an die Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2023 aus den Mitgliedern Daniela Bock, Wolfgang Losert (stv. Vorsitzender) und Peter Völker (Vorsitzender) zusammen.

Eine Selbstevaluation wurde im Aufsichtsratsgremium im März 2023 durchgeführt. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass die Größe, Zusammensetzung, Kompetenz und Leistungen des Aufsichtsratsgremiums, sowie die Kompetenz der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder den gesetzlichen und satzungsmäßigen Anforderungen entsprechen.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2023 sechs Sitzungen durchgeführt, davon zwei Sondersitzungen. Er hat die Arbeit des Vorstands auf der Grundlage regelmäßiger mündlicher und schriftlicher Berichte und gezielter Fragen und Kontrollen überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand hat zu der Unterrichtung des Aufsichtsrates die jeweils geforderten Unterlagen vorgelegt. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat sich in Einzelgesprächen regelmäßig von dem Vorstandsvorsitzenden und von Vorstandsmitgliedern über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen. Der Aufsichtsratsvorsitzende führte auch einen Informationsaustausch mit den Gesellschaftern.

Der Aufsichtsrat informierte sich über die strategische Ausrichtung der BIT Ingenieure AG und die Strategieumsetzung, und über die Konzeption zur Gewinnung von Mitarbeitern und Führungskräften.

Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen eines Nominierungsverfahrens und in Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern um die Nachfolgeplanung im Aufsichtsrat gekümmert und geeignete Persönlichkeiten gefunden.

Soweit Entscheidungen des Vorstands eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderten, hat sich dieser mit den jeweiligen Themen entsprechend befasst. Auf der Basis der Vorlagen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat in drei Regelsitzungen und einer zusätzlichen Sitzung jeweils die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und die Einhaltung der Plandaten besprochen und beraten.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die Vorstandsvergütung überprüft und hält sie für angemessen. Bei drei Vorstandsmitgliedern wurden deren Verträge angepasst.

Der Jahresabschluss der BIT Ingenieure AG zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) von den Wirtschaftsprüfern Andreas Mayer und Stefan Rapp von der H/W/S GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft, Kupferstraße 5, 70565 Stuttgart geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der entsprechende Prüfungsbericht datiert vom 06.06.2024.

Die Abschlussunterlagen wurden mit dem Abschlussprüfer besprochen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft. Es wurden keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Lagebericht enthält die nach § 289 Abs. 2 HGB erforderlichen Angaben und steht im Einklang mit dem Jahresabschluss. Er vermittelt auch aus Sicht des Aufsichtsrates insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und der zukünftigen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken.

Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Bilanzsumme von € 12.089.279,95 und einen Jahresüberschuss von € 2.338.914,02.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Gesellschaftern für Ihr Vertrauen. Er dankt allen Mitarbeitern, Führungskräften und Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern für die gute und offene Zusammenarbeit.

 

Karlsruhe, 16.07.2024

Dr. Peter Völker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BIT Ingenieure AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BIT Ingenieure AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BIT Ingenieure AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 6. Juni 2024

HWS GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Andreas Mayer, Wirtschaftsprüfer

Stefan Rapp, Wirtschaftsprüfer

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