DOCexpert Computer GmbHLiquidated

Im Kappelhof 1, 65343 Eltville am Rhein, DEU

Master Data

Registry
Register court Wiesbaden HRB 28737
Registered
10/17/1991
Industry
Wholesale of computers, computer peripheral equipment and softwareComputer consultancy activitiesWholesale of medical and orthopaedic goods, dental and laboratory material and equipment
Purpose
der Vertreib von medizinischer Software mit dazugehöriger Hardware.

History

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Financial Report

DOCexpert Computer GmbH

Eltville (vormals: Bamberg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

  EUR Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Software, Kundenstamm 56.287,00   234
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,55   0
    56.289,55 234
II. Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   251.031,99 321
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   3.310.743,00 3.311
    3.618.064,54 3.866
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.542,48   36
2. Waren 578.609,02   609
    597.151,50 645
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.179.237,01   1.234
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.105.680,50   0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.294.212,91   11.994
    15.579.130,42 13.228
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   2.071.569,43 594
    18.247.851,35 14.467
C. Rechnungsabgrenzungsposten   6.810,17 12
    21.872.726,06 18.345

PASSIVA

     
  EUR Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   62.500,00 63
II. Kapitalrücklage   2.379.169,02 2.379
III. Bilanzgewinn   2.334.217,25 2.479
    4.775.886,27 4.921
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 138.221,00   422
2. Sonstige Rückstellungen 877.988,21   703
    1.016.209,21 1.125
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00   1
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.863,06   0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 214.779,93   183
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.313.476,34   10.044
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.546.507,55   2.069
davon aus Steuern: EUR 2.480.505,22 (i.V. TEUR 1.999)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.032,69 (i.V. TEUR 6)      
    16.079.626,88 12.297
D. Rechnungsabgrenzungsposten   1.003,70 2
    21.872.726,06 18.345

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014

  EUR Vorjahr
TEUR
1. Rohergebnis   26.951.858,96 25.671
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -5.398.698,47   -5.192
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.023.256,58   -959
davon für Altersversorgung: EUR 40.067,35 (i.V. TEUR 39)      
    -6.421.955,05 -6.151
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -351.992,96 -667
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -13.232.969,93 -12.503
5. Betriebsergebnis   6.944.941,02 6.350
6. Erträge aus Beteiligungen 4.000.000,00   2.500
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.000.000,00 (i.V. TEUR 2.500)      
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 381.011,50   288
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 15.723,17 (i.V. TEUR 5)      
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -145.094,84   -87
davon an verbundene Unternehmen: EUR 143.765,32 (i.V. TEUR 86)      
9. Finanzergebnis   4.235.916,66 2.701
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   11.180.857,68 9.051
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -2.303.897,11 -2.092
12. Sonstige Steuern   -21.992,50 -19
13. Jahresüberschuss   8.854.968,07 6.940
14. Gewinnvortrag   2.479.249,18 2.539
15. Ergebnisverwendung   -9.000.000,00 -7.000
16. Bilanzgewinn   2.334.217,25 2.479

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde, wie im Vorjahr, nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden unverändert angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Einbringungswerten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über drei bis vier Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre, und um die Abschreibungen des Berichtsjahres bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer für den Fuhrpark beträgt zwischen einem und sechs Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und dreizehn Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Waren werden zu Einkaufspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für erkennbare Risiken aufgrund von Überreichweiten oder aufgrund von verminderter technischer Verwertbarkeit werden Wertabschläge vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zum Nennwert, vermindert um erforderliche Einzelwertberichtigungen, bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekanntgewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages passiviert, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 4 dargestellt.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter dem Posten werden Darlehensforderungen sowie Zinsforderungen ausgewiesen. Die Darlehensforderung hat grundsätzlich eine Laufzeit bis zum 30. April 2017 und ist seitens der DOCexpert nicht vorzeitig kündbar. Tilgungen durch die Darlehensnehmerin sind jederzeit möglich. Im Februar 2015 erfolgte die vollständige Rückzahlung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter dem Posten werden Steuererstattungsansprüche von TEUR 695 ausgewiesen.

Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen, insbesondere für Jubiläen, Überstunden, Prämien und Resturlaub, ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.477 (Vj. TEUR 4.592). Diese sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind entstanden durch Liefer- und Leistungsverkehr, laufende Verrechnung im Rahmen des Cash-Poolings und Gewinnvorabausschüttung.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 sowie zum 31. Dezember 2013 haben bzw. hatten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 11 ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen von TEUR 49 ausgewiesen, die im Wesentlichen im Zusammenhang stehen mit Beitrags- und Gebührennachverrechnungen für Vorjahre.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus der Inanspruchnahme von Avalen in Höhe von TEUR 250, die durch Abtretung von Forderungen der Gesellschaft besichert sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in folgender Höhe:

  2015
TEUR
2016-2019
TEUR
2020ff.
TEUR
Gebäudemieten 763 1.966 484
Kfz-Leasing 244 354 0
  1.007 2.320 484

Ergebnisverwendung

Aus dem Jahresüberschuss 2014 und dem Bilanzgewinn wurde eine Vorab-Gewinnausschüttung von EUR 9.000.000,00 vorgenommen, so dass ein verbleibender Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.334.217,25 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Jens Naumann, Bamberg (Bereich Vertrieb und Technik), Herr Rudolf Kögel, Carlsberg (Bereich Administration), und seit 1. Januar 2015 Herr Dr. Jan Oliver Wenzel, München (Bereich Administration).

Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr im Durchschnitt (umgerechnet auf Vollzeittätigkeit) 121 (Vorjahr 121) Arbeitnehmer.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der DOCexpert Computer GmbH, Bamberg, wird gemeinsam mit den übrigen Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der medatixx GmbH & Co.KG, Eltville am Rhein, einbezogen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name/Sitz Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
EUR
Jahres ergebnis
EUR
Sisymed Arztpraxiscomputer GmbH, Bamberg 100 4.248.234,03 3.304.714,87
I-Motion GmbH Gesellschaft für Kommunikation und Service, Fürth 100 854.567,33 171.349,34
MCS Arzt- und Ambulanzsysteme GmbH, Eltville 100 851.904,05 4.699.227,64 *)

*) Ergebnis vor Gewinnabführung Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen

Die Gesellschaft hat Forderungen gegen ein nahe stehendes Unternehmen aus kurzfristigen Darlehen und Zinsen über insgesamt EUR 11,6 Mio. Für die Darlehensforderung wurden keine Sicherheiten gestellt.

Die Gesellschaft hat Forderungen gegen ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, aus Darlehen und Zinsen über insgesamt EUR 2,1 Mio. Für die Darlehensforderung wurden keine Sicherheiten gestellt.

 

Bamberg, den 12. März 2015

gez. Jens Naumann

gez. Rudolf Kögel

gez. Dr. Jan Oliver Wenzel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2014

  Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand am 1.1.2014
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software, Kundenstamm 7.381.666,05 3.150,70 8.506,18 7.376.310,57
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.403.071,84 0,00 0,00 2.403.071,84
  9.784.737,89 3.150,70 8.506,18 9.779.382,41
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.696.419,42 111.724,26 311.043,42 2.497.100,26
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.310.743,00 0,00 0,00 3.310.743,00
  15.791.900,31 114.874,96 319.549,60 15.587.225,67
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand am 1.1.2014
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software, Kundenstamm 7.147.701,05 180.817,70 8.495,18 7.320.023,57
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.403.069,29 0,00 0,00 2.403.069,29
  9.550.770,34 180.817,70 8.495,18 9.723.092,86
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.375.355,53 171.175,26 300.462,52 2.246.068,27
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  11.926.125,87 351.992,96 308.957,70 11.969.161,13
  Buchwerte
  Stand am 31.12.2014
EUR
Stand am 31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software, Kundenstamm 56.287,00 233.965,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,55 2,55
  56.289,55 233.967,55
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.031,99 321.063,89
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.310.743,00 3.310.743,00
  3.618.064,54 3.865.774,44

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Die DOCexpert Computer GmbH (im Folgenden DOCexpert) ist Anbieter von medizinischer Software mit dazugehöriger Hardware und dazugehörigen Dienstleistungen mit Sitz in Bamberg. Vertrieben werden hauptsächlich die Produkte x.concept und x.comfort sowie Zusatzsoftware für die Arztpraxis. Diese Produkte werden von der medatixx GmbH & Co. KG als Auftragsleistung entwickelt und dem Kunden wird eine telefonische Betreuung über die Hotline im Rahmen von Softwarepflegeverträgen zur Verfügung gestellt.

Seit dem 1. Januar 2008 ist die DOCexpert im Rahmen eines Joint Venture mit der MCS Arzt- und Ambulanzsysteme GmbH ein Tochterunternehmen der medatixx GmbH & Co. KG.

Mit über 10.900 (Vorjahr 11.200) Softwarepflegeverträgen, was einem Marktanteil von ca. 11% (Vorjahr 11 %) entspricht ist, die DOCexpert einer der Marktführer im Arztpraxismarkt in Deutschland.

Die DOCexpert beschäftigte im Durchschnitt des Jahres 2014 (ohne Auszubildende) 121 Mitarbeiter, umgerechnet auf Vollbeschäftigung. Zum Bilanzstichtag waren 124 Personen (Vorjahr 133) beschäftigt.

Investitionen wurden im Berichtsjahr überwiegend als Ersatzinvestitionen in Computer und Bildschirme getätigt. Die Sachanlagen sind gesunken von 0,3 Mio. EUR auf 0,25 Mio. EUR, was überwiegend abschreibungsbedingt zu begründen ist.

II. Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2014 stieg das Rohergebnis auf rd. 27,0 Mio. EUR (Vorjahr 25,7 Mio. EUR). Ursächlich hierfür sind die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse. Die Materialaufwendungen entwickelten sich entsprechend den Umsatzerlösen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 11,2 Mio. EUR (Vorjahr 9,1 Mio. EUR). Das Jahresergebnis beträgt 8,9 Mio. EUR (Vorjahr 6,9 Mio. EUR). Die Umsatzentwicklung in 2014 brachte bei allen Umsatzarten gute Zuwächse. Dies insbesondere auch in 2014 noch durch die Ablösung der XP-Betriebssysteme bei den Kunden und damit verbundene Hardware-, Software- und Dienstleistungsverkäufe. Aber auch bei der Plattformvermarktung konnte der geplante Umsatz erreicht werden. Der Anstieg der Personalaufwendungen und der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit dem Umsatzanstieg und hier einer Sonderprämie an die Mitarbeiter und zusätzliche umsatzbedingte Aufwendungen. Die Erträge aus Beteiligungen sind um 1,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr, aufgrund einer höheren Gewinnausschüttung einer Tochtergesellschaft, gestiegen.

2. Finanzlage

Die Finanzen der Gesellschaft sind geordnet. Mit den Gesellschaften der medatixx-Gruppe besteht ein Cash-Pooling-Vertrag. Cash-Pool-Führerin ist die DOCexpert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus diesem Cash-Pool lagen am Bilanzstichtag bei 7,8 Mio. EUR. Das Eigenkapital der DOCexpert beträgt 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt 21,8 % (im Vorjahr 26,8 %). Der Rückgang der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr ist vor allem begründet durch den Anstieg des Gesamtkapitals bei nahezu unverändertem Eigenkapital. Rückstellungen wurden in Höhe von 1,0 Mio. EUR gebildet.

Dem kurzfristigen Umlaufvermögen in Höhe von 16,1 Mio. EUR stehen kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 17,1 Mio. EUR gegenüber. Zum Bilanzstichtag ergibt sich damit ein negatives Working Capital von 1,0 Mio. EUR.

3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen der DOCexpert lag am Bilanzstichtag bei 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR): Davon Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,3 Mio. EUR), Sachanlagen in Höhe von 0,25 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf 15,6 Mio. EUR (Vorjahr 13,2 Mio. EUR), davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr 0 TEUR). Ursächlich für den Anstieg der Forderungen ist im Wesentlichen die Ausreichung eines mittelfristigen Darlehens an ein nahestehendes Unternehmen. Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2014 liegen bei 2,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR).

Der Rückgang der Steuerrückstellungen ist begründet in geringeren Gewerbesteuerrückstellungen und der Anstieg bei den sonstigen Rückstellungen in einer evtl. Nachzahlung an Lizenzkosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund erhöhter Cash-Pool-Verbindlichkeiten gestiegen.

III. Nachtragsbericht

Es sind nach Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

B. Bericht über die Zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung und Chancen des Unternehmens

Das Premium-Produkt x.concept wird gegenwärtig in mehr als 5.700 Praxen (im Vorjahr 5.900) eingesetzt. Signifikante Kundenzuwächse sind auch in 2015 in dem gesättigten und hart umkämpften Markt nur noch schwer zu erzielen. Auch in 2014 kam es weiterhin zu Zusammenschlüssen von Einzelpraxen, die zu einer Reduzierung der Praxenanzahl insgesamt bei DOCexpert führten. Die Anzahl der Ärzte, die mit DOCexpert-Produkten in diesen Praxen arbeiten ist jedoch weiter von 18.225 Ärzten auf 18.450 Ärzte angestiegen. Diese Entwicklung - Reduzierung der Praxen und Zusammenschluss zu Praxisgemeinschaften und MVZ - wird auch in den nächsten Jahren weiterhin erwartet. Unser Wachstum wird aber weiterhin bei den Ärzten gesehen.

DOCexpert hat im Bereich Arztsoftware durch das Joint Venture mit der MCS Arzt- und Ambulanzsysteme GmbH eine marktführende Stellung erreicht. Auch wenn der Markt für unsere Produkte weitgehend abgedeckt ist, haben wir gute Chancen, mit unseren Produkten und Leistungen unsere Marktposition weiter zu festigen und auszubauen.

Die in der medatixx GmbH & Co. KG erreichte Marktposition erlaubt es uns in Zukunft auch mit modernen Produkten bei den Ärzten und anderen Teilnehmern im Gesundheitswesen noch erfolgreicher und wirtschaftlicher agieren zu können. So haben wir z.B. mit unseren neuen Modulen und Funktionen, welche in all unseren Systemen funktionsfähig sind, Produkte, die mit ihrer Zukunftsausrichtung wirtschaftliche Potentiale ermöglichen.

Umsatzzuwächse sind im Bereich der Sekundäranwendungen - also Software, die "neben" der Praxissoftware installiert wird (Archivierung, Bildverarbeitung, digitale Sprachverarbeitung, Onlinedienste etc.) - weiterhin zu erwarten.

Vorbehaltlich nicht vorhersehbarer Ereignisse und bei gleich bleibenden prinzipiellen Geschäftsrisiken ist das Unternehmen aus Sicht der Geschäftsleitung strategisch und operativ gut aufgestellt.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Neben den Chancen bestehen aber auch Risiken der künftigen Entwicklung. Diese liegen vornehmlich in der nach wie vor nicht längerfristig vorhersehbaren Gesundheitspolitik und den Bestrebungen der ärztlichen Selbstverwaltung selbst Software anbieten zu wollen. Die Veränderung rechtlicher Rahmenbedingen kann zur positiven wie negativen Beeinflussung von Umsatz und Ertrag führen.

Die Gesellschaft wird die Investitionen aus Eigenmitteln fortführen. Mögliche größere Umsatzeinbußen im operativen Geschäft als auch Belastungen aus dem Verbundbereich können zu Lasten der weiterhin guten Eigenkapitalausstattung aufgefangen werden.

Eine der Maßnahmen zur Risikoidentifizierung ist die Befragung von Mitarbeitern aus den verschiedenen Funktionen anhand eines definierten Fragebogens für die Risikoerfassung.

Diese Fragebögen werden ausgewertet, gewichtet und bewertet. Jährlich mehrfach werden die Kernrisiken identifiziert und entsprechende Maßnahmen definiert, um Risiken zu minimieren. Im Bereich Organisations- und Unternehmensführungsrisiken befinden wir uns in einem ständigen Prozess, das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter zu erhöhen, das Dienstleistungsbewusstsein zu stärken und die wesentlichen Geschäftsprozesse einheitlich und aussagefähig zu dokumentieren. Im Bereich Kommunikations- und Informationsrisiken sind Schutzmechanismen eingeführt worden, die ständig überprüft und, wenn erforderlich, angepasst bzw. erweitert werden. Produkt- und Projektrisiken sind nicht vollständig auszuschließen. Durch detaillierte Entwicklungsplanungen und entsprechende Qualitätssicherungsmaßnahmen, sowie permanente Marktbeobachtung werden Risiken minimiert.

Die Geschäftsführer der Gesellschaften leiten permanent Maßnahmen zur Risikoabstellung bzw. -minimierung ein und setzen sie um. Der Fluktuation im Unternehmen wird durch eine offene Personalpolitik, leistungsgerechte Bezahlung und auch in 2014 fortgesetzte Weiterbildung der Mitarbeiter entgegengewirkt.

Durch Bildung von Kosten- und Profitcentern sind die Mitarbeiter in die Entwicklung ihrer Bereiche intensiv mit eingebunden und eine Verteilung der Überwachungsfunktionen reduziert die Risiken. Ferner werden durch Revisionen der Abwicklung der Prozesse und durch Prozessbeschreibungen Risiken identifiziert und abgestellt.

Durch die fortlaufende Definition, Anpassung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikominimierung werden Voraussetzungen geschaffen, um die Umsatz- und Ergebnisziele realisieren zu können.

Durch eine permanente Liquiditätsbetrachtung werden auch die Liquiditätsrisiken sowie durch ein Forderungsmanagement die Ausfallrisiken gering gehalten.

2. Spezieller Risikobericht

Ein spezielles Risiko besteht in unserem Unternehmen, aber auch der Branche, darin, dass ein Teil unserer Einnahmen Erlöse aus Werbetätigkeiten für die Pharmaindustrie in unserer Software sind. Hier hat sich gerade in den letzten Jahren eine Veränderung, insbesondere durch das AVWG ergeben, so dass die ursprüngliche Werbeintensität in unserer Software durch die Pharmaindustrie abgenommen hat und zu erwarten ist, dass dies sich fortsetzen wird.

Die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit einem weltweit tätigen Pharmaunternehmen ist zwar durch Verträge vereinbart, aber außergewöhnliche politische Entscheidungen können auch zu vorzeitiger Kündigung der Verträge führen. Hierbei können wir nicht einschätzen in welchem Ausmaß es hier zu Einnahmeausfällen kommen kann, jedoch maximal 10 %. Ob und wie alternative Pharmaunternehmen dann zu mindestens den gleichen Konditionen unter Vertrag genommen werden können, ist heute nicht zu beantworten.

III. Prognosebericht

Für 2015 geht die Geschäftsführung auch aufgrund von Produktinvestitionen in die Zukunft der DOCexpert sowie weiterer Investitionen in die Verbesserung der Service- und Dienstleistungsqualität von einem Ergebnis aus, welches deutlich unter dem Niveau des Jahres 2014 liegen wird, was insbesondere mit dem Auslaufen der Umstellung der XP- Betriebssysteme bei den Kunden begründet wird. Die Umsatzerlöse werden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 deutlich sinken.

Die Investitionen werden sich im kommenden Geschäftsjahr auf ähnlichem Niveau wie 2014 bewegen. Diese werden überwiegend als Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen für die Ausstattung von Arbeitsplätzen mit Computern und Bildschirmen getätigt.

Bezüglich des Verhaltens im Wettbewerb gehen wir auch in den nächsten beiden Jahren von einem fortgesetzten aggressiven Verhalten unserer Konkurrenten aus. In einem abgedeckten Markt kämpfen alle Beteiligten um den Kunden und unser Ziel hierbei ist Alleinstellungsmerkmale zu generieren sowie unseren Service und die Qualität unserer Leistungen zum Kunden weiter auf hohem Niveau zu etablieren.

Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

C. Bericht über Forschung und Entwicklung

Aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen und der weiterhin bestehenden Anforderungen aus dem Markt an unsere Softwarelösungen werden die DOCexpert- Produkte technologisch und funktional von dem Konzernunternehmen medatixx GmbH & Co. KG ständig weiterentwickelt und den gesetzlichen Vorgaben angepasst.

D. Bericht über Zweigniederlassungen

Niederlassungen hat die DOCexpert mit Hauptsitz in Bamberg, in Chemnitz, Oldenburg (mit Zweigstellen in Hannover und Hamburg), Kornwestheim, Dortmund, Düsseldorf, Walluf und München.

Wesentliche Veränderungen zum Vorjahreszeitraum sind keine eingetreten.

 

Bamberg, den 12. März 2015

Jens Naumann, Geschäftsführer

Rudolf Kögel, Geschäftsführer

Dr. Jan Oliver Wenzel, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 27. März 2015 festgestellt.

Bestätigungsvermerk DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DOCexpert Computer GmbH, Bamberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 13. März 2015

MDS MÖHRLE GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wrede, Wirtschaftsprüfer

Wegner, Wirtschaftsprüferin

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