Sparkasse Emden

Emden

Master Data

Registry
Register court Aurich HRA 100514
Previous
Stadtsparkasse Emden
Registered
12/30/1999
Industry
Activities of savings banksActivities of credit institutions with special functionsActivities of cooperatives
Purpose
Zulässig sind auch solche Geschäfte, die auch von anderen Kreditinstituten üblicherweise ihren Kunden angeboten werden und mit zulässigen Geschäften der Sparkasse in engem Zusammenhang stehen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Jens Jann
since 7/26/2016
Board Chair
Stefan Schmidt
since 7/26/2016
Board Member

Holdings

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Sparkasse Emden

Emden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Sparkasse

Die Sparkasse ist gemäß § 3 NSpG eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbands Niedersachsen (SVN), Hannover und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Aurich unter der Nummer A 100514 im Handelsregister eingetragen.

Träger der Sparkasse ist die Stadt Emden. Das Geschäftsgebiet der Sparkasse erstreckt sich auf das Gebiet des Trägers sowie die angrenzende Gemeinde Hinte.

Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.

Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband SVN und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("freiwillige Institutssicherung"). Ergänzend zu den bestehenden Sicherungsmitteln wird ab 2025 ein zusätzlicher Fonds zum institutsbezogenen Sicherungssystem von den Instituten befüllt.

Die Sparkasse bietet als selbstständiges regionales Wirtschaftsunternehmen zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden, Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und -produkte an, soweit das Sparkassengesetz oder die Satzung keine Einschränkungen vorsehen. Der im Sparkassengesetz verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft - insbesondere des Mittelstands - und der öffentlichen Hand mit Bankdienstleistungen sicherzustellen.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten hat sich bis zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,26 % verringert. Von den Beschäftigten am Jahresende waren 85 vollzeitbeschäftigte und 59 teilzeitbeschäftigte Angestellte. Darüber hinaus bilden wir 17 Auszubildende aus.

Die Gesamtzahl unserer Kundencenter hat sich bis zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um eines verringert. Die Veränderung ist zurückzuführen auf die Schließung eines SB-Centers.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023

Volkswirtschaftliches Umfeld

Im Jahr 2023 waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut von der hohen Inflation geprägt. Im zweiten Kriegsjahr nach dem russischen Angriff auf die Ukraine waren die Raten der Preissteigerungen zwar nicht mehr ganz so hoch wie zu ihren Spitzenständen im Herbst 2022, doch die Kaufkraft der Einkommen war weiterhin stark belastet, sodass der Konsum geschwächt wurde. Die fortgesetzten Zinssteigerungen bremsten zudem zusätzlich den Verbrauch und vor allem die Investitionen.

Der Internationale Währungsfonds beziffert das Wachstum der Weltwirtschaft 2023 auf insgesamt 3,0 Prozent. Die Weltwirtschaft entwickelte sich zwar annähernd dem langjährigen Durchschnitt, doch für die Spätphase der weitgehend überwundenen Corona-Pandemie war eine stärkere Erholung von den gedrückten Wertschöpfungsniveaus aus erwartet worden. Im Angesicht der hohen Inflation blieb der avisierte Aufholprozess jedoch aus.

Nach einer sehr guten Erholung im Jahr 2022 verlor der Euroraum im Jahr 2023 stärker an Wachstumsdynamik. Für die Staaten der Eurozone wird gemessen am Bruttoinlandsprodukt mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,7% gerechnet. Die meisten Länder profitierten vom statistischen Überhang vom guten Jahresende 2022. Im weiteren Verlauf des Jahres 2023 stagnierte das Euro-Währungsgebiet - mit einigen Ausnahmen wie etwa dem Land Spanien, das auch zuletzt bei seinem BIP weiter zulegen konnte. Deutschland liegt unter dem Durchschnitt der EU-Staaten. Das BIP ist 2023 in Deutschland um 0,3% gesunken.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin durch die Folgen des Ukraine-Kriegs geprägt. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik und wirkte sich negativ auf die deutsche Exportwirtschaft aus. Die infolge des russischen Angriffskrieges extrem gestiegenen Energiepreise stabilisierten sich auf einem hohen Niveau und belasteten insbesondere die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen. Trotz der jüngsten Rückgänge befinden sich die Preise nach wie vor auf einem hohen Niveau und dämpften die Konjunktur. In der Folge rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Positive Wachstumsimpulse gingen von den Ausrüstungsinvestitionen (+3,0 %) aus. Dagegen entwickelten sich die Wachstumsraten bei den Bauinvestitionen (-2,1%), den Konsumausgaben des Staates (-1,7 %) und den privaten Konsumausgaben (-0,8 %) rückläufig. Die schwache inländische Nachfrage und die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik machten sich auch im Außenhandel bemerkbar. Durch das kräftigere Sinken der Importe (-3,0 %) im Vergleich zu den Exporten (-1,8 %) kam zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Der deutsche Arbeitsmarkt blieb 2023 sehr robust. Mit 45,9 Mio. waren so viele Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig wie noch nie nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990. Die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr (45,6 Mio.) mit einem Zuwachs von 0,3 Mio. erneut erhöht. Trotz einer recht hohen Nettozuwanderung und einer stagnierenden Produktion in 2023 hat sich die Arbeitslosenquote von 5,3 % auf 5,7 % nur moderat erhöht. Vielmehr bestand weiter ein Arbeitskräftemangel, der sich inzwischen nicht mehr nur auf Fachkräfte beschränkt, sondern auf weite Teile des Arbeitsmarktes erstreckt.

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022. Die Jahresteuerungsrate lag damit 2023 unter dem Niveau vom Vorjahr (2022: 6,9%). Der Anstieg im Jahr 2023 ist vor allem auf den Preisanstieg für Nahrungsmittel zurückzuführen.

Regionales Umfeld

Wichtige Wirtschaftszweige in Emden sind der Automobilbau, der Tourismus und der wachsende Markt der regenerativen Energien.

Der größte Arbeitgeber der Region ist der Volkswagenkonzern mit seinem Werk in Emden. Dem Werk kommt daher für die Arbeitssituation Emdens und Ostfrieslands eine überragende Stellung zu. Emden als drittgrößter Autoverladehafen Europas schlägt hauptsächlich Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns um. Im Industrieparkt Frisia haben sich mehrere Zulieferfirmen angesiedelt.

Das Volkswagenwerk Emden wurde seit 2020 für die Produktion von E-Fahrzeugen umgebaut. Seit Mai 2022 wird der ID.4 produziert. Im Jahr 2023 ist die Produktion des ID.7 hinzugekommen. Nach einer Übergangsphase, in der sowohl Verbrenner als auch Elektrofahrzeuge gefertigt werden, wird Emden ein reines E-Werk.

Der Tourismus ist die zweite tragende Säule der Wirtschaft in Emden. Dabei herrschen Tagestouristen vor, die im Zuge eines Urlaubs an der Küste Emden besuchen. Anziehungspunkte sind vor allem die kulturellen Einrichtungen der Stadt. Zunehmend gewinnt auch der Wasser- und Fahrradtourismus an Bedeutung.

Im Bereich der regenerativen Energien hat sich in den letzten Jahren insbesondere die Windenergie als gewichtiger Wirtschaftsfaktor in Emden etabliert. Im Westen der Stadt steht der Windpark "Wybel-sumer Polder".

Die Wirtschaftslage im Geschäftsgebiet blickt nur verhalten optimistisch in die Zukunft. Sorgen bezüglich der Geschäftsentwicklung bereiten insbesondere die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Inlandsnachfrage, die hohen Kosten und der Personalmangel. Rund die Hälfte der Betriebe rechnen mit einer eher ungünstigen Entwicklung ihrer Geschäftslage.

Die Arbeitslosenquote in Emden lag am Jahresende 2023 bei 8,5% und damit 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Zinsentwicklung / Kreditwirtschaft / Branchensituation

Angesicht der hohen Inflation vollzog die Europäische Zentralbank in 2022 eine abrupte geldpolitische Wende und straffte ihre Geldpolitik. Im Rahmen des Wertpapierankaufsprogrammes wurden die Nettoankäufe im März 2022 beendet. Im Juli 2022 folgte dann die erste Leitzinsanhebung im Euroraum seit 2011. In weiteren Anhebungsschritten wurde bis Ende des Jahres 2023 ein Zinssatz von 4,50% erreicht. Der Zinssatz der Einlagefazilitäten der EZB, der insbesondere für die Geldmarktsätze von Bedeutung ist, wurde im Jahr 2023 schrittweise um 2,00% auf 4,00% erhöht.

Das Drei-Säulensystem der deutschen Kreditwirtschaft - bestehend aus Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken - hat in den vergangenen Jahrzehnten dazu beigetragen, dass sich alle Kreditinstitute den Anforderungen eines wachsenden Wettbewerbs permanent anpassen mussten. Wir stellen uns diesem Wettbewerb mit dem aktiven Angebot einer ganzheitlichen auf die persönlichen Wünsche und Anforderungen eines Kunden abgestellten Beratung und unseren Anlage-, Kredit- und Vorsorgeprodukten. So profitiert letztlich der Verbraucher von dem Wettbewerb, den die bewährten kreditwirtschaftlichen Strukturen in Deutschland ermöglichen.

Die Sparkasse konkurriert neben den anderen Kreditinstituten vor Ort mit den im Internet aktiven Direktbanken.

2.2. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023

Im Jahr 2023 wurden verschiedenste aufsichtliche Regelungen veröffentlicht oder in Kraft gesetzt, die vor allem durch die nationale Umsetzung des EU-Bankenpakets bestimmt wurden und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen erforderten. Unter anderem handelt es sich um folgende Neuregelungen:

Mit der im Januar 2023 in Kraft getretenen DORA-Richtlinie (Digital Operational Resilience Act) hat die EU länderübergreifende Vorgaben für den Schutz der Finanz-IT-Landschaft geschaffen um so das bestehende europäische und nationale Regelwerk zu vervollständigen. Alle Finanzdienstleister müssen nachweisen, dass ihre Organisation über alle Ebenen und Bereiche unterschiedlichsten IKT-Krisen (Informations- und Kommunikationstechnologie) gewachsen ist und die Betriebsstabilität digitaler Systeme jederzeit sichergestellt ist.

Ende Juni 2023 hat die BaFin auf ihrer Internetseite eine novellierte Fassung ihres Rundschreibens "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" veröffentlicht. Vorrangiges Ziel dieser siebten MaRisk-Novelle ist es, die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) für die Kreditvergabe und -überwachung umzusetzen. Sie betreffen u. a. die Prozesse im Kreditgeschäft und die Risikomanagementmodelle der Institute. Darüber hinaus hat die BaFin folgende wesentliche Aspekte angepasst oder neu in die MaRisk integriert:

Anforderungen an den Umgang des Risikomanagements der Institute mit eigenen Immobilien,

Erleichterungen zum Wertpapierhandel im Homeoffice,

Vorgaben zum Thema Nachhaltigkeit.

Nach der Taxonomie-VO (Verordnung (EU 2020/852) und der hierzu im Juni 2021 veröffentlichten Ergänzung (EU 2021/2139) müssen in den Anwendungsbereich der Non Financial Directive (NFRD) fallende Unternehmen in ihrer nichtfinanziellen Berichterstattung Angaben darüber aufnehmen, wie und in welchem Umfang die Tätigkeiten des Unternehmens mit Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, die als ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten gemäß der Taxonomie-VO einzustufen sind. Mitte Dezember 2023 wurden die ersten zwölf Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im EU-Amtsblatt veröffentlicht.

Die Umsetzung der Neuregelungen erfordert in der Kreditwirtschaft einen hohen Zeitaufwand und bindet Mitarbeiterkapazitäten.

2.3. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Folgende Kennzahlen stellen unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:

Kennzahlen

Cost-Income-Ratio1

Betriebsergebnis vor Bewertung2

Wachstum Forderungen an Kunden3

Gesamtkapitalquote nach CRR4

1 Cost-Income-Ratio =
Verwaltungsaufwand in Relation zum Zins- und Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)
2 Betriebsergebnis vor Bewertung =
Zins- und Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen und abzüglich der Verwaltungsaufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)
3 Wachstum Forderungen an Kunden Monatliche interne Kreditstatistik
4 Gesamtkapitalquote nach CRR =
Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf die risikobezogenen Positionswerte

Erstmals wurde im Berichtsjahr die Kennzahl Cost-Income-Ratio (CIR) als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator festgelegt.

2.4. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Bestand Anteil in % der DBS1
2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
%
Bilanzsumme 854.956 822.690 32.266 3,9
DBS1 822.908 804.989 17.919 2,2
Geschäftsvolumen2 862.522 829.868 32.654 3,9
Barreserve 13.332 11.917 1.415 11,9 1,6
Forderungen an Kreditinstitute 139.128 115.626 23.502 20,3 16,9
Kundenkreditvolumen3 679.496 668.939 10.557 1,6 82,6
Wertpapieranlagen 19.793 21.913 -2.120 -9,7 2,4
Beteiligungen / Anteilsbesitz 3.641 3.741 -100 -2,7 0,4
Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte 5.438 5.824 -386 -6,6 0,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 125.119 112.940 12.179 10,8 15,2
Mittelaufkommen von Kunden4 642.511 623.379 19.132 3,1 78,1
Rückstellungen 8.669 8.575 94 1,1 1,1
Eigenkapital 46.841 45.753 1.088 2,4 5,7

1 DBS = Durchschnittsbilanzsumme
2 Geschäftsvolumen = Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten
3 Kundenkreditvolumen = Aktiva 4 und 9 zuzüglich Eventualverbindlichkeiten
4 Mittelaufkommen von Kunden = Passiva 2 und 3

Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator "Wachstum Forderungen an Kunden" gemäß interner Kreditstatistik hat sich wie folgt entwickelt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Wachstum Forderungen an Kunden 11.166 20.931

2.4.1. Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten) hat sich von 829,9 Mio. EUR auf 862,5 Mio. EUR erhöht. Die Bilanzsumme ist von 822,7 Mio. EUR auf 855,0 Mio. EUR gestiegen.

Das Wachstum der Bilanzsumme war erwartet worden. Es ergibt sich sowohl durch eine Erhöhung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, als auch durch Zunahme des Kundenkreditvolumens sowie des Mittelaufkommen von Kunden.

2.4.2. Aktivgeschäft

2.4.2.1. Barreserve

Der Anstieg der Barreserve ist auf eine Erhöhung der Guthaben bei der Deutschen Bundesbank zurückzuführen. Der Kassenbestand hat sich verringert.

2.4.2.2. Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich von 115,6 Mio. EUR auf 139,1 Mio. EUR.

Entgegen dem prognostizierten deutlichen Rückgang sind die Forderungen an Kreditinstitute damit deutlich gestiegen. Der Bestand setzt sich hauptsächlich aus der bei der Deutschen Bundesbank unterhaltenen Einlagefazilität sowie bei Kreditinstituten unterhaltenen Verrechnungsguthaben zusammen.

2.4.2.3. Forderungen an Kunden

Das Kundenkreditvolumen (Aktiva 4 und 9 zuzüglich Eventualverbindlichkeiten) erhöhte sich von 668,9 Mio. EUR auf 679,5 Mio. EUR.

Das Wachstum des Kundenkreditvolumens vollzog sich überwiegend im Bereich der Darlehen an öffentliche Haushalte.

Aufgrund des deutlich gestiegenen Kapitalmarktzinsniveaus stagnierten die Forderungen an Privatkunden.

Bei den gewerblichen Kreditkunden waren leichte Zuwächse vor allem im langfristigen Geschäft zu beobachten.

Die Darlehenszusagen belaufen sich im Jahr 2023 auf 100,6 Mio. EUR und unterschritten damit den Wert des Vorjahres deutlich. Die Darlehenszusagen zur Finanzierung des Wohnungsbaus verringerten sich im Gesamtjahr um 29,5 % auf 47,7 Mio. EUR.

Das Kundenkreditgeschäft ist enstprechend der im Vorjahr getroffenen Prognose moderat gestiegen. Erwartungsgemäß trugen das Wohnungsbaugeschäft mit Privatkunden und die sonstigen Finanzierungen bei Firmenkunden zum Wachstum bei, während die sonstigen Finanzierungen bei Privatkunden entgegen der Erwartungen deutlich abnahmen. Das Kreditgeschäft mit öffentlichen Haushalten erhöhte sich entgegen der Erwartungen deutlich.

2.4.2.4. Wertpapieranlagen

Zum Bilanzstichtag verminderte sich der Bestand an Wertpapieranlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 2,1 Mio. EUR auf 19,8 Mio. EUR.

Die Bestände von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren wurden um 2,1 Mio. EUR abgebaut.

2.4.2.5. Beteiligungen / Anteilsbesitz

Im Geschäftsjahr 2023 sank das Volumen der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen um 0,1 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR.

Die Veränderung ergab sich aus einer Kapitalrückzahlung in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Entsprechend der prognostizierten Erwartung ergaben sich keine signifikanten Bewertungseffekte.

2.4.2.6. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Immateriellen Anlagewerte haben sich in 2023 nur unwesentlich verändert.

Die Sachanlagen verringerten sich von 5,8 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR.

Die technischen Erweiterung des Selbstbedienungsangebots sowie der Ausbau der Nutzung erneuerbaren Energien bildeten einen Schwerpunkt der Investitionen.

2.4.3. Passivgeschäft

2.4.3.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von 112,9 Mio. EUR auf 125,1 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zeigten eine kräftige Zunahme. Es handelt sich dabei um Mittel, die der Finanzierung des langfristigen Kreditgeschäfts dienen. Die Sparkasse hat insbesondere die kurzfristigen Verbindlichkeiten aufgestockt. Darüber hinaus wurden in geringerem Maße auch mittelfristige Mittel aufgenommen.

2.4.3.2. Mittelaufkommen von Kunden

Das Mittelaufkommen von Kunden erhöhte sich von 623,4 Mio. EUR auf 642,5 Mio. EUR.

Die Spartätigkeit der Anleger gestaltete sich in 2023 verhalten.

Der Bestand der Sichteinlagen hat sich von 341,7 Mio. EUR auf 310,4 Mio. EUR verringert. Höher verzinsliche Sichteinlagen dienten als kurzfristige Zwischenanlage. Bevorzugte Anlagen waren Sparkassenbriefe und Kündigungsgelder, in die insgesamt 56,9 Mio. EUR flossen. Die Veränderung des Bestands ergab sich im Wesentlichen aus den folgenden Kundensegmenten: Die Privatkunden verringerten ihre bilanziellen Einlagenbestände um 3,3 Mio. EUR und die Unternehmen um 5,6 Mio. EUR während die öffentlichen Haushalte ihre Einlagenbestände um 28,7 Mio. EUR erhöhten.

Die im Vorjahr geäußerte Erwartung zur Bestandsentwicklung des Mittelaufkommen von Kunden (leichter Rückgang) ist nicht eingetreten. Statt dessen ergab sich eine moderate Erhöhung.

2.4.4. Dienstleistungsgeschäft

Im Dienstleistungsgeschäft haben sich im Jahr 2023 folgende Schwerpunkte ergeben:

Zahlungsverkehr

Der Bestand an Girokonten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 591 Stück auf 31.140 Stück. Die Anzahl der Kreditkarten erhöhte sich um 368 Stück auf 5.096 Stück. Die sich daraus ergebenden Kontoführungsgebühren nahmen mit 8,6 % stärker zu als erwartet.

Vermittlungsgeschäft

Das Geschäftsjahr 2023 war im Bereich der Dienstleistungen geprägt durch das Wertpapiergeschäft, das Immobiliengeschäft sowie das Bauspargeschäft.

Vermittlung von Wertpapieren

Neben den Anteilen an Investmentvermögen lag der Schwerpunkt bei den festverzinslichen Wertpapieren. Die Wertpapierumsätze mit Aktien haben sich rückläufig entwickelt. Die gesamten Wertpapierumsätze nahmen gegenüber dem Vorjahr um 87,5 % zu und erreichten einen Wert von 89,8 Mio. EUR. Der erwartete leichte Rückgang trat damit nicht ein.

Immobilienvermittlung

Es wurden insgesamt 96 Objekte vermittelt, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 5,0 % bedeutet. Das Umsatzvolumen reduzierte sich um 24,2 % und ging damit stärker zurück als erwartet.

Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungen

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 465 Bausparverträge (Vorjahr 398 Verträge) mit einem Volumen von insgesamt 27,5 Mio. EUR abgeschlossen. Die vermittelte Stückzahl erhöhte sich um 16,8 %, das Volumen verringerte sich stärker als erwartet um 12,4 %.

Im Versicherungsgeschäft konnten 2.376 Verträge (Vorjahr 2.352 Verträge) mit einer Vertragssumme von 6,3 Mio. EUR (Vorjahr 5,5 Mio. EUR) vermittelt werden, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr bei den Stücken von 1,0 % und bei den Vertragssummen von 14,5 % bedeutet.

2.4.5. Derivate

Die derivativen Finanzinstrumente, ausschließlich Zinsswaps, dienen der Sicherung der eigenen Positionen und nicht spekulativen Zwecken. Hinsichtlich der zum Jahresende bestehenden Geschäfte wird auf die Darstellung im Anhang verwiesen.

2.4.6. Investitionen / Wesentliche Baumaßnahmen und technische Veränderungen

Wir setzen bei unseren Kundencentern weiterhin auf kurze Wege zum Kunden und einen zeitgemäßen Service. Hierzu wird die SB-Technik laufend auf einem aktuellen Stand gehalten. Insbesondere kamen hier erweiterte Sicherheitsstandards in Folge des "Runden Tisch: Geldautomatensprengungen" des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat zum Tragen.

2.5. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage

2.5.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Sparkasse ist gekennzeichnet durch einen Anteil des Kundenkreditvolumens an der der DBS in Höhe von 82,6 % (im Vorjahr: 83,1 %).

Der Anteil der Wertpapieranlagen an der DBS hat sich ebenfalls von 2,7 % auf 2,4 % verringert. Demgegenüber hat sich das Mittelaufkommen von Kunden auf 78,1 % erhöht (im Vorjahr: 77,4 %). Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich keine bedeutsamen Veränderungen bei diesen Strukturanteilen.

Sämtliche Vermögensgegenstände und Rückstellungen werden vorsichtig bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Einzelheiten sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. Für besondere Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen.

Die zum Jahresende ausgewiesenen Gewinnrücklagen erhöhten sich durch die Zuführung des Bilanzgewinns 2022. Insgesamt weist die Sparkasse inklusive des Bilanzgewinns 2023 vor Gewinnverwendung ein Eigenkapital von 46,8 Mio. EUR (Vorjahr 45,8 Mio. EUR) aus. Neben den Gewinnrücklagen verfügt die Sparkasse über umfangreiche weitere aufsichtliche Eigenkapitalbestandteile.

Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR (Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf die anrechnungspflichtigen Positionen (bedeutsamster Leistungsindikator)) übertrifft am 31. Dezember 2023 mit 14,8 % (im Vorjahr: 15,1 %) die aufsichtlichen Mindestanforderungen von 8,0 % gemäß CRR (zuzüglich SREP-Zuschlag sowie kombinierter Kapitalpufferanforderung). Die anrechnungspflichtigen Positionen zum 31. Dezember 2023 betragen 482,2 Mio. eUr und die aufsichtlich anerkannten Eigenmittel 71,5 Mio. EUR.

Auch die harte Kernkapitalquote und die Kernkapitalquote übersteigen die aufsichtlich vorgeschriebenen Werte deutlich. Die Kernkapitalquote beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 13,6 % der anrechnungspflichtigen Positionen nach CRR.

Der für 2023 prognostizierte Wert für die Gesamtkapitalquote konnte übertroffen werden.

Die Verschuldungsquote (Verhältnis des Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen) beträgt am 31. Dezember 2023 7,49 % und liegt damit deutlich über der aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 %.

Auf Grundlage unserer Kapitalplanung bis zum Jahr 2027 ist auch weiterhin eine Übererfüllung der aufsichtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung als Basis für die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie zu erwarten.

Die Vermögenslage der Sparkasse ist geordnet.

2.5.2. Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) lag mit 128.2, % bis 230,9 % oberhalb des Mindestwerts von 100,0 %. Die LCR-Quote lag zum 31. Dezember 2023 bei 216,5 %. Die strukturelle Liquidiätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) lag innerhalb einer Bandbreite von 128,7 % bis 135,8 %; damit wurde die aufsichtliche Mindestquote von 100 % durchgängig eingehalten. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank geführt. Kredit- und Dispositionslinien bestehen bei der Nordeutschen Landesbank. Sie wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Zahlungsfähigkeit ist nach unserer Finanzplanung gesichert.

2.5.3. Ertragslage

Die Analyse zur Ertragslage folgt dem in der Sparkassenorganisation geltenden Schema für überbetriebliche Vergleiche der Sparkassen (Betriebsvergleich der Sparkassen). Dem Betriebsvergleich liegt eine betriebswirtschaftliche Betrachtung der Erfolge aus dem Sparkassengeschäft zugrunde, die Grundlage der Planung und Berichterstattung sowie der internen Steuerung ist. In dieser betriebswirtschaftlichen Sichtweise werden Erfolge des laufenden Jahres dann dem Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet, wenn diese keinen periodenfremden oder einmaligen Charakter haben. Liegen periodenfremde oder einmalige Erfolgswirkungen vor, werden diese im Betriebsvergleich dem sogenannten neutralen Ergebnis zugeordnet. Die handelsrechtlich vorgeschriebene Gliederung der Aufwands- und Ertragspositionen weicht daher teilweise von dieser Betrachtung ab. In der nachstehenden Tabelle ist eine Überleitung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Werte auf die betriebswirtschaftliche Darstellung des Betriebsvergleiches vorgenommen.

Überleitungsrechnung

Gewinn- und Verlustrechung GV-Posten 2023
TEUR
Überleitung
TEUR
2023
TEUR
Betriebsvergleich
Zinsüberschuss (einschl. laufender Ertrag) 1 bis 4 15.574 95 15.669 Zinsüberschuss
Provisionsüberschuss 5,6 6.939 -20 6.919 Provisionsüberschuss
Sonstige betriebliche Erträge 8 910 -581 329 Sonstige ordentliche Erträge
Verwaltungsaufwendungen 16.043 301 16.344 Verwaltunqsaufwendunqen
- davon Personalaufwand 10aa + 10ab 10.497 -168 10.329 davon Personalaufwand
- davon andere Verwaltungsaufwendungen 10b 5.546 469 6.015 davon andere Verwaltunqsaufwendunqen
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11, 12, 17 1.255 -831 424 Sonstige ordentliche Aufwendungen
Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge 6.125 24 6.149 Betriebserqebnis vor Bewertung
Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge1) 13 bis 16 und 18 3.649 7 3.656 Bewertungsergebnis11
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 19 2.476 17 2.493 Betriebsergebnis nach Bewertung
Außerordentliches Ergebnis 20,21 - -61 -61 Neutrales Ergebnis
Ergebnis vor Steuern 2.476 -44 2.432 Ergebnis vor Steuern
Steuern 23,24 1.388 -44 1.344 Gewinnabhängige Steuern
Jahresüberschuss 25 1.088 - 1.088 Jahresüberschuss

1) Einschließlich der Veränderungen des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB sowie der Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB

Die wesentlichen Gründe für die Abweichung sind nachfolgend dargestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Zinsüberschuss Erfolge aus vorzeitigen Darlehensrückzahlungen, Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie aperiodische Zinserfolge enthalten, die im Betriebsvergleich dem neutralen Ergebnis zuzuweisen sind.

In der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene aperiodische Provisionserfolge werden im Betriebsvergleich dem neutralen Ergebnis zugeordnet.

Die Umsetzungen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen hauptsächlich auf Auflösungen von Rückstellungen die im Betriebsvergleich neutraler Ertrag sind.

Die Überleitungen bei den Personalaufwendungen betreffen hauptsächlich die Zuführung zu Pensionsverpflichtungen. In der Darstellung nach dem Betriebsvergleich werden diese Aufwendungen als Teil des neutralen Ergebnisses dargestellt. Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen resultieren die Überleitungen aus aperiodischen Sachaufaufwendungen, welche im Betriebsvergleich im neutralen Ergebnis ausgewiesen werden und der unterschiedlichen Zuordnung von Abschreibungen für sparkassenbetriebliche Zwecke. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind diese Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, im Betriebsvergleich erfolgt ein Ausweis in den anderen Verwaltungsaufwendungen.

Bei den sonstigen ordentlichen Aufwendungen betreffen die Umsetzungen überwiegend die unterschiedliche Zuordnung der Abschreibungen für sparkassenbetriebliche Zwecke, welche im Betriebsvergleich den anderen Verwaltungskosten zugeordnet werden, sowie Aufwendungen mit einmaliger Erfolgswirkung, die im Betriebsvergleich neutraler Aufwand sind.

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung, gegliedert nach dem bundeseinheitlichen Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation, sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Zinsüberschuss 15.669 13.072 2.597 19,9
Provisionsüberschuss 6.919 6.925 -6 -0,1
Sonstige ordentliche Erträge 329 304 25 8,2
Gesamtertrag 22.917 20.301 2.616 12,9
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 16.344 15.473 871 5,6
- davon Personalaufwand 10.329 9.945 384 3,9
- davon andere Verwaltungsaufwendungen 6.015 5.528 487 8,8
Sonstige ordentliche Aufwendungen 424 291 133 45,7
Betriebsergebnis vor Bewertung 6.149 4.537 1.612 35,5
Bewertungsergebnis 1) -3.656 -3.031 -625 20,6
Betriebsergebnis nach Bewertung 2.493 1.506 987 65,5
Neutrales Ergebnis -61 1.084 -1.145 -105,7
Ergebnis vor Steuern 2.432 2.590 -158 -6,1
Gewinnabhängige Steuern -1.344 -1.588 244 -15,4
Jahresüberschuss 1.088 1.002 86 8,6

1) Einschließlich der Veränderungen des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB sowie der Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Ertragslage sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

2023 2022
Cost-Income-Ratio (%) 72,7 77,3
Betriebsergebnis vor Bewertung in TEUR 6.149 4.537

Das Betriebsergebnis vor Bewertung auf Basis von Betriebsvergleichswerten beträgt 0,75 % (Vorjahr 0,56 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2023; es lag damit unter dem Durchschnitt der niedersächsichen Sparkassen. Der im Vorjahreslagebericht prognostizierte Wert von 0,70 % wurde übertroffen.

Dies gilt auch für den als weiteren bedeutsamsten finanzielle Leistungsindikator auf Basis der Betriebsvergleichswerte zur Unternehmenssteuerung definierte Größe Cost-Income-Ratio. Im Jahr 2023 verbesserte sie sich von 77,3 % auf 72,7 %.

Zur Entwicklung der wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Ertragslage nach dem bundeseinheitlichen Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation geben wir folgende Erläuterungen:

Im Geschäftsjahr hat sich der Zinsüberschuss wie erwartet entwickelt. Er erhöhte sich um 19,9 % auf 15,7 Mio. EUR. Der Anstieg der Zinserträge übertraf den Anstieg der Zinsaufwendungen deutlich. Der höhere Zinsertrag resultiert aus der Anlage von Liquidität bei der Deutschen Bundesbank sowie den langfristigen Kreditauslehungen an die Privat- und Geschäftskunden. Der Zinsaufwand erhöhte sich sowohl im Bereich der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden als auch bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Provisionsüberschuss entwickelte sich besser als erwartet. Er lag trotz höherer Aufwendungen für Vermittlungsgeschäfte nur leicht unter dem Vorjahreswert.

Des Weiteren ist der Personalaufwand entsprechend den Erwartungen gestiegen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich insbesondere infolge der Belastung aus der Tariferhöhung für 2023 um 3,9 % auf 10,3 Mio. EUR.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich entgegen den Erwartungen um 8,8 % auf 6,0 Mio. EUR. Wesentlicher Treiber waren die Aufwendungen für EDV und die Instandhaltung der SB-Technik.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben deutlich zugenommen. Der Anstieg ist u. a. auf höhere Aufwendungen für die Unterhaltung nicht sparkassen-betrieblich genutzter Gebäude zurückzuführen.

Abschreibungen und Wertberichtigungen nach Verrechnung mit Erträgen (Bewertung und Risikovorsorge) bestanden in Höhe von -3,7 Mio. EUR (Vorjahr -3,0 Mio. EUR) und entsprachen damit den Erwartungen. Während sich aus dem Kreditgeschäft erneut ein negatives Bewertungsergebnis ergab, das über dem Vorjahreswert lag, stellte sich das Bewertungsergebnis aus den Wertpapieranlagen, im Gegensatz zum Vorjahr, positiv dar. Der Grund hierfür lag in den im Vorjahr notwendigen Bewertungsmaßnahmen. Der Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge liegt über dem Aufwand des Vorjahres und wird durch Bewertungsmaßnahmen für das Kreditgeschäft bestimmt.

Für das Geschäftsjahr 2023 war ein um 0,2 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR rückläufiger Steueraufwand auszuweisen.

Vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs und den durch Unsicherheiten geprägten Rahmenbedingungen hinsichtlich der Inflation und des Ukraine-Krieges ist der Vorstand mit der Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2023 zufrieden.

Die Prognosen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung sind überwiegend eingetroffen. Unter den gegebenen wirtschaftlichen Bedingungen beurteilt die Sparkasse die Ertragslage als zufriedenstellend.

Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Nettogewinn (Jahresüberschuss) und Bilanzsumme, betrug im Geschäftsjahr 2023 0,1 %.

2.6. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen bewerten wir die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend. Mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr sind wir zufrieden. Mit der Entwicklung des Jahres 2023 konnten wir gemäß unserer Prognose an das zufriedenstellende Betriebsergebnis vor Bewertung des Vorjahres anknüpfen. Die CIR entwickelte sich positiv. Ursächlich für die positive Entwicklung von Geschäftsvolumen und Bilanzsumme waren in erster Linie das Mittelaufkommen von Kunden sowe die durch eine korrespondierende Gegenanlage der Liquidität erhöhten Forderungen an Kreditinstitute.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich nicht ergeben.

4. Risikobericht

4.1. Risikomanagementsystem

Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests, und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.

In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.

Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:

Risikoart Risikokategorie
Adressenrisiko Kundengeschäft
Eigengeschäft
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko
Spreadrisiko
Immobilienrisiko
Beteiliqunqsrisiko
Liquiditätsrisiko Zahlungsunfähigkeitsrisiko
Refinanzierungskostenrisiko
Operationelles Risiko

Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren.

Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 93,1 Mio. EUR. Das daraus abgeleitete Gesamtlimit von 58,0 Mio. EUR wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt. Die bereitgestellten Limite reichten sowohl unterjährig als auch zum Bilanzstichtag aus, um die wesentlichen Risiken abzudecken.

Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Zwischen und innerhalb der wesentlichen Risikoarten werden keine risikomindernden Diversifikationseffekte berücksichtigt. Die Sparkasse berücksichtigt weder innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem Eigengeschäft noch innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen und Spreads risikomindernde Diversifikationseffekte.

Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Risikoart Risikokategorie Limit Limitauslastung
Mio. EUR Mio. EUR %
Adressenrisiko Kundengeschäft 11.000 9.152 83
Eiqengeschäft 1.000 37 4
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko 20.000 14.857 74
Spreadrisiko 1.000 186 19
Immobilienrisiko 4.000 2.643 66
Beteiligungsrisiko 6.000 2.070 35
Liquiditätsrisiko Refinanzierungskostenrisiko 10.000 5.072 51
Operationelles Risiko 5.000 3.305 66
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko 58.000 37.322 64

Die zuständigen Abteilungen steuern die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.

Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist die Fortführung der Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2027. Um einen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, wurden Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie für zwei adverse Szenarien getroffen.

In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze.

Für den betrachteten Zeitraum von 4 Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind.

Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung).

Die Sparkasse setzt zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) ein. Sie wurden in die verlustfreie Bewertung des Bankbuches einbezogen.

Stresstests werden ergänzend zur Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei unerwartet eintretenden Ereignissen die Risikotragfähigkeit der Sparkasse unter Addition des Risikofalls gegeben ist. Durch den Stresstest "Immobilienkrise aufgrund von Zinsanstieg" werden Inter-Risikokonzentrationen im Bereich der Immobilienbranche sichtbar. Maßnahmen waren nicht einzuleiten.

Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst das Gesamtbankreporting (inkl. Gesamtrisikobericht) und ergänzende Berichte zu den wesentlichen Risikoarten. Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.

Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision.

Die Risikocontrolling-Funktion, die aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren und die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet sie die Umsetzung der aufsichtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die Risikocontrolling-Funktion wird durch den Leiter der OE Controlling - Risikocontrolling wahrgenommen.

Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten.

Die Interne Revision prüft und beurteilt risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig.

Verfahren zur Aufnahme von Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt. Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.

4.2. Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken

4.2.1. Adressenrisiko

Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.

Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes, welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.

Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners verändert hat.

Das Länderrisiko umfasst neben dem bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.

4.2.1.1. Adressenrisiko im Kundengeschäft

Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und -einbringungsrisiko).

Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).

Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Trennung zwischen Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die Geschäftsverteilung des Vorstands

regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen

Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfahren) in Kombination mit bonitätsabhängiger Preisgestaltung und bonitätsabhängigen Kompetenzen

regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten

Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet werden können

festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem Reporting

Zum 31. Dezember 2023 wurden etwa 34,3 % der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben, 60,7 % an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen.

Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Schwerpunkte bilden mit 19,6 % die Ausleihungen an Dienstleistungsunternehmen inkl. Sonstigen Organisationen. Darüber hinaus entfallen 5,4 % auf das Baugewerbe und 2,8 % auf Verkehr und Nachrichtenübermittlung.

Die Größenklassenstruktur zeigt insgesamt eine breite Streuung des Kundenkreditvolumens. 76,3 % des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG entfallen auf Kreditengagements mit einem Kreditvolumen bis unter 2,0 Mio. EUR. 23,7 % des Kundenkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG betreffen Kreditengagements mit einem Kreditvolumen von mehr als 2,0 Mio. EUR.

Die Risikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dies wird durch die Neugeschäftsplanung unterstützt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich im Kundengeschäft folgende Ratingklassenstruktur:

Ratingklasse Anzahl in % Volumen
in %
1 bis 10 94,04% 94,93%
11 bis 15 4,97% 3,35%
16 bis 18 0,99% 1,72%

Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte Kreditvolumen einschließlich Wertpapiere betrug am 31. Dezember 2023 0,12 % des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG.

Konzentrationen bestehen im Kreditportfolio aufgrund der regionalen Begrenzung des Geschäftsgebietes.

Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut diversifiziert ist.

Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.

Entwicklung der Risikovorsorge:

Art der Risikovorsorge Anfangsbestand per 01.01.2023
TEUR
Zuführung
TEUR
Auflösung
TEUR
Verbrauch
TEUR
Endbestand per 31.12.2023
TEUR
Einzelwertberichtigungen 3.598 1.930 498 174 4.856
Rückstellungen - 187 187
Pauschalwertberichtigungen 811 876 1.687
Pauschale Rückstellungen 150 172 322
Gesamt 4.559 3.165 498 174 7.052

Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert.

4.2.I.2. Adressenrisiko im Eigengeschäft

Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann. Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko. Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen. Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten.

Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten sowie des Risikos der Engagements.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen Analysen

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 19,8 Mio. EUR. Es setzt sich aus einem Floater des Landes Niedersachsen (10,1 Mio. EUR) und Immobilienfonds (9,7 Mio. EUR) zusammen.

Dabei zeigt sich nachfolgende Ratingverteilung:

Externes Rating Moody's / Standard & Poor's Aaa bis Baa1 / AAA bis BBB+ Baa2 bis Baa3 / BBB bis BBB- Ba1 bis Ba3 / BB+ bis BB- B1 bis C / B+ bis C Ausfall ungeratet
31.12.2023 10,1 9,7 0,0 0,0 - -
31.12.2022 10,1 9,7 0,0 2,2 - -

Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung.

Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Forderungen an das Land Niedersachsen (zum 31.12.2023 10,1 Mio. EUR).

4.2.2. Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren ergibt.

Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der festgelegten Limite. Der Treassuryausschuss hat die Aufgabe, den Vorstand bei der Umsetzung der Strategie zu unterstützen.

4.2.2.1. Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive können sich Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der drei Folgejahre

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "MPR"

Ermittlung des Zinsrisikokoeffizienten und des Frühwarnindikators gemäß § 25a Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019 vom 6. August 2019

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung wurden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken neben bilanzwirksamen Instrumenten in Form langfristiger Refinanzierungen auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum Jahresabschluss).

Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Zinsänderungsrisiken
Barwertveränderung
+200 Basispunkte -200 Basispunkte
TEUR -8.643 +6.440
in % der Eigenmittel -12,09 9,01

Konzentrationen bestehen bei den Zinsänderungsrisiken durch einen hohen Anteil variabel verzinslicher Passiva in der Bilanz der Sparkasse.

Die Zinsentwicklung im Jahr 2023 führte zu gestiegenen Bar- und Marktwerten zinstragender Geschäfte, die in die Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. eingehen. Mögliche zukünftige Zinsanstiege erhöhen das Risiko eines Verpflichtungsüberschusses und damit das Risiko zur Bildung einer Drohverlustrückstellung in künftigen Jahresabschlüssen.

4.2.2.2. Spreadrisiko

Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Spreadszenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD")

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

4.2.2.3. Immobilienrisiko

Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt. Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen (Renditeobjekte, Rettungserwerb, eigengenutzte Immobilien) als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in Immobiliengesellschaften).

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Ermittlung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der drei Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf das handelsrechtliche Ergebnis.

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "caballito"

Immobilien im Eigenbestand und in Immobilienfonds werden in einem überschaubaren Umfang gehalten. Besondere Risiken sind aus den Anlagen derzeit nicht erkennbar.

4.2.2.4. Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung.

Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko aus strategischen Beteiligungen, Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen.

Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbands Niedersachsen für die Verbundbeteiligungen

In der normativen Perspektive wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch Beteiligungen berücksichtigt.

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer Szenarioanalyse

Regelmäßige Auswertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse der Beteiligungsunternehmen

Regelmäßige qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung, der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens

Wertansätze für Beteiligungsinstrumente zum 31. Dezember 2023:

Gruppen von Beteiligungsinstrumenten Buchwert
Strategische Beteiligungen 1.964
Funktionsbeteiligungen -
Kapitalbeteiligungen 1.677

Konzentrationen bestehen im Beteiligungsportfolio aufgrund der Bündelung strategischer Verbundbeteiligungen. Um diese Konzentration zu steuern ist ein Beteiligungscontrolling implementiert.

4.2.3. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können.

Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen.

Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.

Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen.

In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen im adversen Szenario abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet.

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der LCR

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR)

Regelmäßige Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer Risikotoleranz

Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur

Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden

Tägliche Disposition der laufenden Konten

Liquiditätsverbund mit Verbundpartnern der Sparkassenorganisation

Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans

Erstellung einer Refinanzierungsplanung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "RKR"

Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird.

Die Survival Period der Sparkasse beträgt zum 31. Dezember 2023 im Basisszenario mehr als 5 Jahre und im kombinerten Stressszenario mehr als 4 Monate.

Konzentrationen bestehen bei dem Liquiditätsrisiko durch den hohen Bestand an täglich fälligen Kundeneinlagen sowie durch den begrenzten Kontrahentenkreis bezüglich institutioneller Refinanzierungen.

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

4.2.4. Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten.

Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Jährliche Schätzung von operationellen Risiken auf Basis der szenariobezogenen Schätzung von risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien"

Systematische Sammlung und Analyse eingetretener Schadensfälle in einer Schadensfalldatenbank

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren"

Erstellung von Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT

Konzentrationen bestehen bei den operationellen Risiken in folgenden Bereichen:

Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von IT-Anwendungen des Sparkassenverbunds bzw. der S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT.

4.3. Gesamtbeurteilung der Risikolage

Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.

In 2023 bewegten sich die Risiken innerhalb der vom Vorstand vorgegebenen Limite. Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 64 % ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht erkennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen durch die Regulatorik, in weiteren starken Zinsanstiegen (u. a. Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA 3) und im Fall einer sich weiter eintrübenden Konjunktur.

Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des Verbands teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird insgesamt bewertet und einer von vier Monitoringstufen zugeordnet. Die Sparkasse ist der besten Bewertungsstufe zugeordnet.

Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als ausgewogen.

5. Chancen- und Prognosebericht

5.1. Chancenbericht

Im Rahmen des jährlichen Strategieprozesses ist die Identifikation von Chancen wesentlicher Bestandteil unserer strategischen Ausgangsanalyse.

Den Herausforderungen des Umfelds wird insgesamt durch eine Mischung aus Ertragssteigerungen (im Bestand, aus ertragsorientiertem Wachstum sowie neuen bzw. erweiterten Geschäftsfeldern) sowie Kostensenkungen begegnet.

Chancen sehen wir vor allem in einer besser als erwartet laufenden Konjunktur. Dies würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage und einem Anstieg des Zinsüberschusses führen.

Die Chance auf eine Steigerung unserer Ertragskraft wollen wir vor allem nutzen, indem wir künftig insbesondere Finanzierungen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Privat- und Firmenkundenbereich ausbauen. Darüber hinaus arbeiten wir laufend daran unsere Prozesse zu optimieren.

Chancen erwarten wir aus unseren Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien.

Chancen wollen wir nutzen, indem wir neben der Filialpräsenz in der Fläche und der flächendeckend angebotenen SB-Technik die Internetbanking-Angebote sowie die digitalen Vertriebskanäle weiter ausbauen.

Darüber hinaus sehen wir durch eine weitere Intensivierung der Arbeitsteilung mit unseren Verbundpartnern in der Sparkassenorganisation die Möglichkeit, dem Wettbewerbs- und Rentabilitätsdruck zu begegnen.

5.2. Prognosebericht

5.2.1. Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Jahr 2024 wird weiterhin maßgeblich durch den Ukraine-Krieg geprägt sein. Trotz zahlreicher Stabilisierungsmaßnahmen durch die Regierungen (u. a. Liquiditätshilfen, Konjunkturprogramme, Kurzarbeitergeld) und die Zentralbanken sind die nachhaltigen wirtschaftlichen Folgen aktuell nicht verlässlich abschätzbar und hängen insbesondere vom weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs ab. Die Expertenschätzungen weisen eine große Bandbreite hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung auf.

Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzungen der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können, ist es möglich, dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen.

Der Prognosezeitraum umfasst das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr.

Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs haben wir im Einklang mit unserem internen Reporting bei der Ermittlung der Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt.

5.2.2. Geschäftsentwicklung

Abgeleitet aus der Bestandsentwicklung des Jahres 2023 rechnen wir mit einem weiteren, wenngleich moderateren Wachstum für unser Kundenkreditgeschäft, vorrangig aus dem Wohnungsbaukreditgeschäft mit Privatkunden aber auch aus den Finanzierungen mit unseren Firmenkunden und öffentlichen Haushalten.

Im Einlagengeschäft setzt sich der über Konditionen geführte Wettbewerb fort. Vor dem Hintergrund der erwarteten konjunkturellen Entwicklung erwarten wir für 2024 ein moderates Wachstum des Mittelaufkommen von Kunden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden im Gegenzug abnehmen.

Bei der Bilanzsumme erwarten wir aufgrund der vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft für das Folgejahr einen ebenfalls moderaten Anstieg.

Im Dienstleistungsgeschäft gehen wir für 2024 trotz der unsicheren konjunkturellen Umfelds von sich leicht erhöhenden Vermittlungen aus.

5.2.3. Finanzlage

Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist und die bankaufsichtlichen Anforderungen eingehalten werden können.

Für das Jahr 2024 sind keine größeren Investitionen geplant.

5.2.4. Ertrags- und Vermögenslage

Auf Basis von Betriebsvergleichszahlen rechnen wir aufgrund der gestiegenen Zinsstrukturkurve in Verbindung mit dem erhöhten Zinsniveau insbesondere aufgrund von erhöhten Konditionsbeiträgen aus dem Kundengeschäft mit einem leicht steigenden Zinsüberschuss.

Beim Provisionsüberschuss gehen wir für das nächste Jahr von einem leichten Anstieg um 0,1 Mio. EUR aus. Dabei erfolgt ein Anstieg in allen Provisionsbereichen.

Dank unseres stringenten Kostenmanagements wird der Verwaltungsaufwand lediglich moderat um 0,5 Mio. EUR steigen. Die tendenziell steigenden Personalkosten wollen wir durch ein stringentes Personalmanagement in Grenzen halten. Dem Anstieg der Personalkosten stehen etwas geringere Sachaufwendungen gegenüber. Gleichwohl planen wir auch künftig Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien und Produkte.

Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung der vorgestellten Annahmen für das Jahr 2024 ein leicht sinkendes Betriebsergebnis vor Bewertung von rund 0,70 % der jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme von ca. 848,5 Mio. EUR.

Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft ist aufgrund der konjunkturellen Entwicklung nur mit großen Unsicherheiten zu prognostizieren. Bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft erwarten wir - nach den hohen Zuführungen zu den Risikovorsorgemaßnahmen im Vorjahr - ein weiterhin negatives Bewertungsergebnis, jedoch auf einem deutlich geringeren Niveau.

Aus den eigenen festverzinslichen Wertpapieren sowie den weiteren Eigenanlagen in Immobilienfonds rechnen wir aufgrund einer konservativen Anlagepolitik mit einem per Saldo nahezu ausgeglichenem Bewertungsergebnis.

Wir rechnen für 2024 nicht mit signifikanten Ergebniseffekten aus sonstigen Bewertungen.

Bei der CIR erwarten wir für 2024 einen leicht höheren Wert.

Die prognostizierte Entwicklung der Ertragslage ermöglicht eine weitere Stärkung der Eigenmittel. Die intern festgelegte Mindest-Gesamtkapitalquote in Höhe von 13,0 %, die über dem aktuell vorgeschriebenen Mindestwert nach der CRR von 8,0 % zuzüglich des Kapitalerhaltungspuffers und des SREP-Zuschlags von 0,5 Prozentpunkten liegt, wird mit einem prognostizierten Wert für Ende 2024 von 14,69 % deutlich überschritten.

Die Verschuldungsquote (Verhältnis des Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen) soll über der aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 % liegen und wird zum 31. Dezember 2024 mit 8,03 % prognostiziert.

Insbesondere bei einer konjunkturellen Abschwächung könnten sich gleichwohl weitere Belastungen für die künftige Ergebnis- und Kapitalentwicklung ergeben.

Des Weiteren können sich aufgrund regulatorischer Verschärfungen für die Finanzwirtschaft (Vereinheitlichung der Einlagensicherung, Basel III-Regelungen, Meldewesen) weitere Belastungen ergeben, die sich auf die Ergebnis- und Kapitalentwicklung der Sparkasse negativ auswirken können.

5.3. Gesamtaussage

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 lässt insgesamt erkennen, dass die hinsichtlich Wettbewerbssituation und wirtschaftlichem Umfeld anspruchsvollen Rahmenbedingungen auch Einfluss auf die Entwicklung der Sparkasse haben.

Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage sollte eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert sein.

Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 beurteilen wir in Bezug auf die aufgezeigten Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der von uns erwarteten Entwicklung der Rahmenbedingungen und unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zusammengefasst als noch günstig.

Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir daher davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind.

Die Auswirkungen nicht vorhersehbarer Ereignisse (u. a. aus dem weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs) können die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung hinsichtlich des Eintreffens der für die bedeutsamsten Leistungsindikatoren getroffenen Prognosen, ggf. über das bereits in unserem internen Reporting enthaltene Ausmaß hinaus negativ beeinflussen.

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

der Sparkasse Emden
Sitz Emden
eingetragen beim Amtsgericht Aurich
Handelsregister-Nr. HRA 100514

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

EUR EUR EUR 31.12.2022
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 6.199.447,71 7.141
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 7.132.856,95 4.776
13.332.304,66 11.917
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 138.752.629,73 115.242
b) andere Forderungen 374.972,64 384
139.127.602,37 115.626
4. Forderungen an Kunden 668.286.719,76 657.613
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 265.263.716,62 EUR (263.668)
Kommunalkredite 25.962.930,31 EUR (15.172)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: 0,00 EUR (0)
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
ab) von anderen Emittenten 0,00 0
darunter: 0,00 EUR (0)
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
0,00 0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 10.115.035,00 10.090
darunter: 10.115.035,00 EUR (10.090)
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
bb) von anderen Emittenten 0,00 0
darunter: 0,00 EUR (0)
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
10.115.035,00 10.090
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag 0,00 EUR (0)
10.115.035,00 10.090
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.678.365,38 11.823
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 2.111.138,38 2.111
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 EUR (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.530.000,00 1.630
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 EUR (0)
9. Treuhandvermögen 3.642.988,14 4.148
darunter: Treuhandkredite 3.642.988,14 EUR (4.148)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.061,00 20
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
23.061,00 20
12. Sachanlagen 5.414.732,51 5.804
13. Sonstige Vermögensgegenstände 1.489.446,60 1.709
14. Rechnungsabgrenzungsposten 204.998,05 199
Summe der Aktiva 854.956.391,85 822.690

Passivseite

EUR EUR EUR 31.12.2022
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 975.090,39 131
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 124.143.551,24 112.809
125.118.641,63 112.940
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 57.046.142,29 74.345
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 636.509,96 0
57.682.652,25 74.345
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 515.359.110,98 536.480
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 69.469.516,39 12.554
584.828.627,37 549.034
642.511.279,62 623.379
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 EUR (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 EUR (0)
0,00 0
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 3.642.988,14 4.148
darunter:
Treuhandkredite 3.642.988,14 EUR (4.148)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 966.778,28 685
6. Rechnungsabgrenzungsposten 6.588,15 10
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.571.864,00 6.278
b) Steuerrückstellungen 95.195,69 271
c) andere Rückstellungen 2.002.276,16 2.025
8.669.335,85 8.575
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 2.500.000,00 2.500
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter:
vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 24.700.000,00 24.700
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 4.022.583,76 4.023
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 41.730.281,37 40.729
cb) andere Rücklagen 0,00 0
41.730.281,37 40.729
d) Bilanzgewinn 1.087.915,05 1.002
46.840.780,18 45.753
Summe der Passiva 854.956.391,85 822.690
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 7.565.651,94 7.178
Über eine weitere, nicht quantifizierbare Eventualverbindlichkeit wird im Anhang berichtet.
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
7.565.651,94 7.178
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 49.205.578,36 41.542
49.205.578,36 41.542

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

EUR EUR EUR 1.1.-31.12.2022
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 20.859.149,20 14.986
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 0,00 EUR (154)
aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,00 EUR (0)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 346.474,99 45
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 0,00 EUR (0)
21.205.624,19 15.030
2. Zinsaufwendungen 6.334.922,09 2.529
darunter:
abgesetzte positive Zinsen 6,29 EUR (159)
aus der Aufzinsung 113.710,18 EUR (127)
von Rückstellungen
14.870.702,10 12.502
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 278.066,12 285
b) Beteiligungen 165.599,12 112
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0
443.665,24 397
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 259.904,86 505
5. Provisionserträge 7.418.988,34 7.290
6. Provisionsaufwendungen 480.358,33 348
6.938.630,01 6.942
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 909.381,08 1.762
9. (weggefallen)
23.422.283,29 22.107
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 8.121.281,24 7.902
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.375.502,26 2.351
darunter:
für Altersversorgung 921.989,79 EUR (883)
10.496.783,50 10.253
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.546.123,93 4.886
16.042.907,43 15.139
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 647.397,19 784
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 595.273,18 510
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 3.648.795,00 3.169
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
3.648.795,00 3.169
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 139
0,00 139
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 12.292,70 8
18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.475.617,79 2.636
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
darunter: 0,00 EUR (0)
Übergangseffekte aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
darunter: 0,00 EUR (0)
Übergangseffekte aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.343.779,68 1.588
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 43.923,06 46
1.387.702,74 1.634
25. Jahresüberschuss 1.087.915,05 1.002
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
1.087.915,05 1.002
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) aus anderen Rücklagen 0,00 0
0,00 0
1.087.915,05 1.002
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) in andere Rücklagen 0,00 0
0,00 0
29. Bilanzgewinn 1.087.915,05 1.002

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Aktiva

Forderungen

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit ihrem Nennwert angesetzt, der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag wurde unter den Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Er wird grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig aufgelöst, im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung.

Abweichend hiervon werden Disagien, Bearbeitungsgebühren und ähnliche Beträge im Zusammenhang mit sogenannten Weiterleitungsmitteln angesichts der jeweiligen Betragskongruenz zwischen den aktivischen und passivischen Unterschiedsbeträgen im Jahr ihres Anfalls vollständig erfolgswirksam erfasst.

Erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wird im Rahmen der turnusmäßigen bzw. anlassbezogenen Kreditüberwachung durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Die Höhe der Einzelwertberichtigung bemisst sich regelmäßig nach dem Unterschiedsbetrag zwischen der ausfallgefährdeten Kreditforderung und dem erwarteten Realisationswert der gestellten Kreditsicherheiten.

Den latenten Ausfallrisiken wird durch eine pauschale Risikovorsorge in Form von Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen, die wir auf Basis der Stellungnahme IDW RS BFA 7 bewertet haben. Dabei haben wir mit der in der internen Risikosteuerung eingesetzten Anwendung CreditPortfolioView (CPV) für das vorgenannte Kreditportfolio den erwarteten Verlust für einen 12-Monatszeitraum ohne Anrechnung einer Bonitätsprämie berechnet. Der erwartete Verlust wurde mit Hilfe eines Kreditrisikomodells mit den auf Basis der eingesetzten Risikoklassifizierungsverfahren bestimmten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt.

Grundlage dieser Berechnung waren insbesondere die mit unseren Ratingverfahren auf Grundlage der Vergangenheit ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer für einen 12-Monatszeitraum und die im Rahmen der Kreditprozesse bewerteten Sicherheiten. Adressen, die im Rahmen der internen Risikosteuerung im Hinblick auf einen Ausfall als risikolos betrachtet werden, wurden auch für die handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen.

Die im Rahmen der Berechnung der Pauschalwertberichtigung verwendeten Parameter spiegeln nach unserer Einschätzung die Risikosituation zum Abschlussstichtag ausreichend wider.

Wir haben als Voraussetzung für die Anwendung der Bewertungsvereinfachung im Rahmen der Kreditvergabepraxis sichergestellt, dass die Konditionenvereinbarung bei Kreditausreichung unter Berücksichtigung einer risikoadäquaten Bonitätsprämie erfolgt, deren Höhe sich an dem erwarteten Verlust über die Restlaufzeit orientiert. Diese Ausgeglichenheitsannahme haben wir zum Bilanzstichtag überprüft. Dabei haben wir auch im Rahmen eines Stichtagsvergleichs die Entwicklung des mit CreditPortfolioView für die Restlaufzeit berechneten erwarteten Verlusts des Portfolios (sog. Lifetime Expected Loss) analysiert. Da die Ausgeglichenheit aufgrund der Entwicklung der Ausfallwahrscheinlichkeiten nicht mehr vollständig angenommen werden kann, haben wir auf Grundlage der vorgenannten Berechnungen im Vergleich zum erwarteten Verlust für einen 12-Monatszeitraum eine höhere Risikovorsorge gebildet.

Der Ausweis der Pauschalwertberichtigungen erfolgt als Risikovorsorge zu den Forderungen an Kreditinstitute (Aktivposten 3) und den Forderungen an Kunden (Aktivposten 4). Die für Eventualverbindlichkeiten sowie unwiderrufliche Kreditzusagen ermittelten Pauschalwertberichtigungen werden an den Unterstrichpositionen abgesetzt und als Risikovorsorge bzw. pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c) ausgewiesen. Für widerrufliche Kreditzusagen erfolgt allein der Ausweis als Risikovorsorge bzw. pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c).

Wertpapiere

Der Anschaffungswert der Wertpapiere wird zum gewogenen Durchschnittswert ermittelt. Die Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten. Dies gilt auch für die Wertpapiere des Anlagevermögens.

Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die festverzinslichen Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFiD II (Markets in Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden.

In den Fällen, in denen wir nicht von einem aktiven Markt ausgehen konnten (insgesamt 10.000 TEUR Nominalvolumen der festverzinslichen Wertpapiere), haben wir die Bewertung anhand von Kursen des Kursinformationsanbieters Refinitiv Germany GmbH vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted-Cashflow-Modell zugrunde liegt.

Die Anteile an Investmentvermögen wurden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren investmentrechtlichen Rücknahmepreisen angesetzt. Bei einem in Abwicklung befindlichen Fonds erfolgte die Bewertung mit dem zum Bilanzstichtag vorliegenden Börsenkurs eines ähnlichen Titels desselben Emittenten.

Bei einem Investmentfonds ist mit der Kapitalanlagegesellschaft ein Rücknahmeabschlag vereinbart. Dieser wird aufgrund der Zuordnung zum Anlagevermögen nicht berücksichtigt.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle vorübergehender sowie dauernder Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Beteiligungsbewertung erfolgt grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren. Andere Bewertungsmethoden kommen dann zum Einsatz, wenn die Art beziehungsweise der betragliche Umfang der Beteiligung dies rechtfertigen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen

Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer bilanziert.

Vermögensgegenstände von geringem Wert (Anschaffungskosten bis 250,- EUR) werden sofort als Sachaufwand erfasst; bei Anschaffungswerten von mehr als 250,- EUR bis zu 1.000,- EUR (Software bis zu 800,- EUR) ohne Mehrwertsteuer im Einzelfall erfolgt analog zur steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2a EStG die Einstellung in einen Sammelposten, der linear mit je einem Fünftel jährlich abgeschrieben wird.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet.

Passiva

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen dem Erfüllungs- und dem Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Rückstellungen (Passiva 7)

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Beträgt die Zeitspanne bis zum erwarteten Erfüllungszeitpunkt mehr als ein Jahr, erfolgt eine Abzinsung mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet.

Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde der auf das Jahresende prognostizierte Durchschnittszins von 1,83 % für die pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Im Vergleich zu dem von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten Zinssatz von 1,82 % ergaben sich lediglich geringfügige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse.

Die bis zur voraussichtlichen Erfüllung zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen haben wir mit 2,4 % prognostiziert.

Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zinsswaps, des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss.

Der BGH hat mit Urteil vom 27. April 2021 (Az. XI ZR 26/20) den AGB-Änderungsmechanismus in den AGB einer Bank für unwirksam erklärt. Von unseren Kunden geltend gemachte Erstattungsansprüche haben wir nach einer internen rechtlichen Bewertung der Anspruchsgrundlagen reguliert. Für noch in der Zukunft zu erwartende Erstattungsansprüche haben wir im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung Rückstellungen gebildet.

Mit Urteil vom 6. Oktober 2021 (Az. XI ZR 234/20) hat der BGH in einem Musterfeststellungsverfahren zur Wirksamkeit von Zinsänderungsklauseln in Prämiensparverträgen entschieden. Danach sind Zinsanpassungen monatlich unter Beibehaltung des anfänglich relativen Abstands zwischen Vertragszins und Referenzzins vorzunehmen. Die dreijährige Verjährung eines möglichen Zinsanspruchs beginnt erst ab Fälligkeit des Sparvertrags. Hinsichtlich der Bestimmung eines angemessenen Referenzzinssatzes hat der BGH das Verfahren an das OLG Dresden zurückverwiesen. Soweit das Ergebnis unserer Prüfung eine vergleichbare Ausgestaltung ergeben hat, haben wir nach einer Einschätzung der möglichen Betroffenheit von berechtigten Erstattungsansprüchen in unserem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen gebildet. Hierbei haben wir den vom OLG-Dresden festgelegten Referenzzinssatz verwendet.

Die Sparkasse ist tarifvertraglich verpflichtet, für ihre Beschäftigten eine zu einer Betriebsrente führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Die Sparkasse erfüllt diese Verpflichtung durch Anmeldung der betreffenden Mitarbeiter bei der Emder Zusatzversorgungskasse für Sparkassen (ZVK) mit Sitz in Emden. Die ZVK ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 1 des Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K) vom 1. März 2002. Träger der ZVK ist der Niedersächsische Sparkassen- und Giroverband (SVN) in Hannover, der das Vermögen der ZVK als Sondervermögen getrennt von seinem übrigen Vermögen verwaltet.

Die Versorgungsverpflichtungen werden von der ZVK nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G mit 7jähriger Generationenverschiebung bewertet, um den kassenindividuellen Verhältnissen angemessen Rechnung zu tragen.

Nachdem die Tarifvertragsparteien des öffentlichen Dienstes sich mit Wirkung vom 1. Januar 2002 auf eine Abkehr von dem seit 1967 bestehenden Gesamtversorgungssystem verständigt hatten, hat die ZVK daraufhin zum 1. Januar 2003 den Versicherten- und Rentnerbestand in zwei getrennte Abrechnungsverbände unterteilt, den Abrechnungsverband P für die zu diesem Zeitpunkt Pflichtversicherten bzw. den Abrechnungsverband R für die sogenannten Altrentner.

Seit diesem Zeitpunkt ist der Abrechnungsverband P unter Zugrundelegung der Bewertungsparameter gem. ATV-K vom 1. März 2002 kapitalgedeckt.

Bei den aktiven Beschäftigten beträgt der Beitragssatz seit dem 1. Januar 2021, nach einer stufenweisen Anhebung in den Vorjahren, 5,8 %. Hiervon werden 5,4 % durch die Sparkasse und 0,4 % von den Arbeitnehmern getragen.

Bemessungsgrundlage für den Beitrag sind die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte; sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 7.099 TEUR.

Die ZVK-Sparkassen hat in 2022 die Kapitaldeckung im Abrechnungsverband R erreicht und diesen in 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf den Abrechnungsverband P nach Genehmigung verschmolzen. Für den Abrechnungsverband R wurde bis zum Erreichen der Kapitaldeckung eine Umlage in Höhe von 2,2 % und ein Sanierungsgeld in Höhe von 1,5 % der zusatzversicherungspflichtigen Entgelte erhoben. Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen für die Altrentner berücksichtigt die zugesagte jährliche Erhöhung der Renten um 1 %.

Gewinn- und Verlustrechnung

Positive Zinsaufwendungen

Für die von Kunden bei uns angelegten Gelder wurden uns Zinsen vergütet, die wir mit den unter GV-Posten 2 ausgewiesenen Zinsaufwendungen verrechnet haben.

Angaben zu Derivaten

Derivate

Die zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsänderungsrisikos einbezogen und waren damit nicht einzeln zu bewerten.

Erläuterung der Bilanzposten

Von dem Wahlrecht nach § 11 Satz 3 RechKredV, anteilige Zinsen und ähnliche das Geschäftsjahr betreffende Beträge nicht in die Fristengliederung einzubeziehen, haben wir Gebrauch gemacht. Insofern stimmen die Bilanzbestände nicht mit den Endbeträgen laut Fristengliederung überein.

Aktiva

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

Forderungen an die eigene Girozentrale: 15.990 TEUR

Posten 4: Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

bis drei Monate 30.508 TEUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr 31.509 TEUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 148.035 TEUR
mehr als fünf Jahre 443.568 TEUR
mit unbestimmter Restlaufzeit 14.631 TEUR

Nachrangige Forderungen an verbundene Unternehmen:

Bestand am Bilanzstichtag 2.894 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 3.911 TEUR

Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

Bestand am Bilanzstichtag 8.876 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 9.064 TEUR

darunter mit Nachrangabrede:

Bestand am Bilanzstichtag 8.876 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 9.064 TEUR

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den unter Aktiva Posten 5 enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind

börsennotiert: 10.115 TEUR
nicht börsennotiert: - TEUR

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Von den unter Aktiva Posten 6 enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind

börsennotiert: - TEUR
nicht börsennotiert: 9.678 TEUR

Posten 7: Beteiligungen

Die Sparkasse ist am Stammkapital des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Hannover, mit einem Anteil von 0,62 % beteiligt. Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis unterbleiben aufgrund von § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Weitere Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB entfallen, weil sie gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse von untergeordneter Bedeutung sind.

Posten 8: Anteile an verbundenen Unternehmen

Im Hinblick auf die untergeordnete Bedeutung der Tochterunternehmen für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse wurde auf Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB sowie auf die Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.

Posten 9: Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen besteht aus:

Forderungen an Kunden (Posten 4 des Formblatts) 3.643 TEUR

Posten 12: Sachanlagen

Die für sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten Grundstücke und Bauten belaufen sich auf (Bilanzwert): 2.039 TEUR
Der Bilanzwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt: 856 TEUR

Posten 13: Sonstige Vermögensgegenstände

Nachrangige Forderungen an verbundene Unternehmen:

Bilanzwert am Bilanzstichtag 392 TEUR
Bilanzwert am 31.12. des Vorjahres 701 TEUR

Die Sparkasse ist an der DKE-GbR, Berlin als unbegrenzt haftender Gesellschafter beteiligt.

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR) (Rundungsbegingt können sich rechnerische Abweichungen von +/- 1 TEUR ergeben)
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand am 01.01. des Gschäftsjahres Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12. des Geschäftsjahres Stand am 01.01. des Gschäfsjahres
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - - - - - -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.651 - - - 9.651 -
Beteiligungen 8.321 - - - 8.321 6.210
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.630 - 100 - 1.530 -
Immaterielle Anlagewerte 350 13 - - 363 330
Sachanlagen 20.464 248 173 - 20.539 14.661
Sonstige Vermögensgegenstände - - - - - -
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR) (Rundungsbegingt können sich rechnerische Abweichungen von +/- 1 TEUR ergeben)
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Stand am 31.12. des Geschäftsjahres
Zugängen Abgängen Umbuchungen
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - - - - - -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - - - - - -
Beteiligungen - - - - - 6.210
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
Immaterielle Anlagewerte 11 - - - - 340
Sachanlagen 636 - - 173 - 15.124
Sonstige Vermögensgegenstände - - - - - -
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR) (Rundungsbegingt können sich rechnerische Abweichungen von +/- 1 TEUR ergeben)
Buchwerte
Stand am 31.12. des Gschäftsjahres Stand am 31.12. des Vorjahres
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.651 9.651
Beteiligungen 2.111 2.111
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.530 1.630
Immaterielle Anlagewerte 23 20
Sachanlagen 5.415 5.804
Sonstige Vermögensgegenstände - -

Passiva

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die unter Posten 1 b) ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- bis drei Monate 10.952 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 22.695 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 56.317 TEUR
- mehr als fünf Jahre 32.893 TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale: 78.391 TEUR
Gesamtbetrag der als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übertragenen Vermögensgegenstände: 52.857 TEUR

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die unter Posten 2 a) Unterposten ab) ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- bis drei Monate 0 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 632 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 5 TEUR
- mehr als fünf Jahre 0 TEUR

Die unter Posten 2 b) Unterposten bb) ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- bis drei Monate 28.869 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 22.225 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 10.777 TEUR
- mehr als fünf Jahre 7.577 TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

Bilanzwert am Bilanzstichtag 6.529 TEUR
Bilanzwert am 31.12. des Vorjahres 7.732 TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

Bilanzwert am Bilanzstichtag 6.280 TEUR
Bilanzwert am 31.12. des Vorjahres 6.403 TEUR

Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen auf:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Posten 1 des Formblatts) 3.643 TEUR

Posten 5: Sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

Bilanzwert am Bilanzstichtag 35 TEUR
Bilanzwert am 31.12. des Vorjahres 37 TEUR

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Auszahlungsbetrag von Forderungen gegenüber dem höheren Nominalbetrag sind enthalten mit: 6 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 9 TEUR

Posten 7a): Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB 70 TEUR. Eine Ausschüttungssperre besteht nicht, da bereits in Vorjahren in diesem Zusammenhang entsprechende Beträge der (Sicherheits)Rücklage zugeführt wurden.

Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten

Für nachrangige Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr Zinsen in Höhe von 41 TEUR angefallen.

Folgende nachrangige Verbindlichkeiten übersteigen jeweils 10 % des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten:

Betrag Währung Zinssatz
%
Fällig am
2.500 TEUR 1,65 25.05.2026

Vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen bestehen nicht. Eine Umwandlungsmöglichkeit in Kapital oder andere Schuldformen ist nicht vereinbart.

Die Ursprungslaufzeit beträgt 10 Jahre.

Posten unter dem Bilanzstrich

Posten 1b) unter dem Bilanzstrich: Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen

Bei den unter Posten 1b) unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um übernommene Bürgschafts- und Gewährleistungsversprechen. Auf Basis der regelmäßigen Bonitätsbeurteilungen der Kunden im Rahmen unserer Kreditrisikomanagementprozesse gehen wir für die hier ausgewiesenen Beträge davon aus, dass sie nicht zu einer wirtschaftlichen Belastung der Sparkasse führen werden. Auch haben sich in den letzten Jahren nur unbedeutende Ansprüche Dritter ergeben. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Rückgriffsforderungen, Regress- oder Erstattungsansprüche.

Sollte im Ausnahmefall aus einer Eventualverbindlichkeit ein Verlust drohen, werden hierfür Rückstellungen gebildet und die unter der Bilanz ausgewiesenen Beträge entsprechend gekürzt.

Für die Darlehensschuld eines Dritten mit unbestimmter Laufzeit haftet die Sparkasse anteilig für den Zinsdienst (derzeit 1,478 % auf einen Kapitalbetrag von 1.317 TEUR) und für ggf. anfallende Steuern sowie ggf. Kosten.

Posten 2c) unter dem Bilanzstrich: Unwiderrufliche Kreditzusagen

Durch die künftige Inanspruchnahme der unter Posten 2c) ausgewiesenen unwiderruflichen Kreditzusagen entstehen nach den Erkenntnissen des Bilanzstichtags werthaltige Forderungen. Insoweit bestehen auch hier keine Anhaltspunkte dafür, dass sich mit einer Inanspruchnahme seitens der Kreditnehmer bereits Vermögensbelastungen der Sparkasse verbinden.

Sollte im Ausnahmefall aus einer unwiderruflichen Kreditzusage ein Verlust drohen, werden hierfür Rückstellungen gebildet und die unter der Bilanz ausgewiesenen Beträge entsprechend gekürzt.

Im Passivposten 2c) unter dem Strich treten folgende Einzelgeschäfte mit wesentlicher Bedeutung für die Gesamttätigkeit der Sparkasse hervor:

Eine Zusage für die Inanspruchnahme eines Kontokorrentkredites mit einer maximalen Befristung bis zum 31.08.2024 in Höhe von insgesamt 20.000 TEUR.

Erläuterung der Gewinn- und Verlust-Posten

Posten 1: Zinserträge

In diesem Posten sind periodenfremde Erträge in Höhe von 8 TEUR enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um erhaltene Vorfälligkeitsentschädigungen.

Posten 2: Zinsaufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 12 TEUR enthalten. Es handelt sich überwiegend um Zinsnachvergütungen für Weiterleitungsmittel.

Posten 4: Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen

In diesem Posten sind periodenfremde Erträge in Höhe von 8 TEUR enthalten.

Posten 5: Provisionserträge

Etwa 30 % der gesamten Provisionserträge stammt aus den für Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung.

Periodenfremde Erträge sind in diesem Posten in Höhe von 39 TEUR enthalten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Provisionserträge aus dem Giroverkehr (8 TEUR), dem Kartengeschäft (5 TEUR) sowie Erträgen aus den für Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung (21 TEUR).

Posten 6: Provisionsaufwendungen

Bei den periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 18 TEUR handelt es sich überwiegend um Transaktionskosten aus dem Zahlungsverkehr.

Posten 8: Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die folgenden bedeutenden Einzelposten enthalten:

Beträge aus der Auflösung von Rückstellungen 449 TEUR
Erträge aus der Grundstücksvermietung 259 TEUR

Die unter Posten 8 ausgewiesenen periodenfremden Erträge in Höhe von insgesamt 499 TEUR setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Posten zusammen:

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 449 TEUR
Erträge aus der Erstattung von in Vorjahren geleisteten Aufwendungen 37 TEUR

Posten 10: Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die in Posten 10 enthaltenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 220 TEUR setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 159 TEUR
Andere Verwaltungsaufwendungen für Vorjahre 56 TEUR

Posten 12: Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 40 TEUR betreffen insbesondere folgende Posten:

Erstattung von in Vorjahren vereinnahmten Zinsen, Gebühren und sonstigen ordentlichen und außerordentlichen Erträgen 39 TEUR

Posten 23: Steuern vom Einkommen und Ertrag

In diesem Posten sind periodenfremde Erträge in Höhe von 7 TEUR enthalten. Es handelt sich dabei um Steuererstattungen für Vorjahre.

Dem stehen periodenfremde Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 27 TEUR gegenüber.

Posten 29: Bilanzgewinn

Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner für den 26. Juni 2024 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn von 1.087.915,05 EUR der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

Sonstige Angaben

Abschlussprüferhonorare

Für Abschlussprüfungsleistungen sind im Geschäftsjahr 2023 212 TEUR aufgewendet worden. Auf andere Bestätigungsleistungen des Abschlussprüfers entfielen Aufwendungen in Höhe von 21 TEUR. Bei den anderen Bestätigungsleistungen handelt es sich um Leistungen für die Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts.

Derivate

Die Sparkasse hat im Rahmen der Steuerung von Zinsänderungsrisiken Zinsswapgeschäfte als Deckungsgeschäfte mit einem Nominalwert von insgesamt 110.000 TEUR abgeschlossen. Die positiven Zeitwerte belaufen sich auf 1.207 TEUR (Nominal 10.000 TEUR), die negativen Zeitwerte auf -1.361 TEUR (Nominal 100.000 TEUR).

Die Nominalbeträge gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Insgesamt
Nominalbetrag in TEUR 15.000 35.000 60.000 110.000

Für die Zinsswaps wurde der Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zinszahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode ermittelt. Dabei fand die Zerobond-Kurve per 31. Dezember 2023 Verwendung.

Bei dem Kontrahenten der derivativen Finanzinstrumente handelt es sich um ein deutsches Kreditinstitut.

Latente Steuern

Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsregelungen zwischen Handels- und Steuerbilanz inklusive außerbilanzieller Korrekturen bestehen zum 31. Dezember 2023 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen in Höhe von 240 TEUR durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt.

Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30,5 %.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen bei:

Forderungen an Kunden

Fondsanteilen

verbundenen Unternehmen

Rückstellungen

Die passiven latenten Steuern ergeben sich durch Ansatzunterschiede bei Fondsanteilen.

Organe der Sparkasse

Verwaltungsrat

Vorsitzender:

Tim Kruithoff, Oberbürgermeister (hauptamtlich)

Mitglieder nach § 11 NSpG:

Matthias Arends, Mitglied des Niedersächsischen Landtags

Helmut Bongartz, Polizeibeamter i. R.

Hinderikus Broer, Industriefachwirt i. R.

Petra Doesken, Hausfrau

Harald Hemken, selbständiger Rechtsanwalt (1. stellvertetender Vorsitzender)

Friedrich Narewski, Schriftsetzer i. R.

Bernd Renken, Dipl.-Ökonom, Werkzeugmacher i. R.

Mitglieder nach § 110 NPersVG:

Insa Bruns-Breninck, Sparkassenangestellte

Dirk Groenewold, Sparkassenangestellter (2. stellvertretender Vorsitzender)

Andreas Schütt, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft ver.di

Uwe Willms, Sparkassenangestellter

Vorstand:

Jens Jann, Vorstandsvorsitzender

Stefan Schmidt, Vorstandsmitglied

Vorstandsvertreter:

Im Falle der Verhinderung wird der Vorstand vertreten durch:

Abteilungsleiter Carsten Schubert

Abteilungsleiter Frank Wozniak

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2023 666 TEUR, die des Verwaltungsrates 67 TEUR.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind zum 31.12.2023 3.616 TEUR zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen im Geschäftsjahr 249 TEUR.

Die Kredite und Vorschüsse an den Vorstand sowie die zu seinen Gunsten eingegangenen Haftungsverhältnisse betragen 84 TEUR, die entsprechenden Kreditgewährungen an Mitglieder des Verwaltungsrats 536 TEUR.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Wir beschäftigten im Jahresdurchschnitt 83 Vollzeitkräfte, 58 Teilzeitkräfte und 16 Auszubildende.

 

Emden, den 11. April 2024

Sparkasse Emden

Der Vorstand

Jann

Schmidt

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023
("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Sparkasse Emden hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Emden besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Sparkasse Emden definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands (Erträge und Aufwendungen saldiert) und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 23.422 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 116.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 2.476 TEUR.

Die Steuern auf den Gewinn betragen 1.344 TEUR. Die Steuern betreffen laufende Steuern.

Die Sparkasse Emden hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sparkasse Emden, Emden

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Emden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse Emden für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen gemäß Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Forderungen an Kunden

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt aufgebaut:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Bewertung der Forderungen an Kunden

a) Sachverhalt und Problemstellung

Für die Sparkasse stellen die Forderungen an Kunden ein maßgebliches Geschäftsfeld dar. Durch Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft können sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse, ergeben. Bei der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. vor allem die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ausfallwahrscheinlichkeit), maßgeblich. Dies gilt insbesondere für die von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise und des Krieges in der Ukraine betroffenen Kreditengagements. Die Sparkasse bewertet ihre Kundenforderungen mit den in der S-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringsystemen. Zur Bestimmung des Kreditrisikos werden die Kreditnehmer entsprechend ihrer individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Bei der Beurteilung der Ausfallwahrscheinlichkeit bestehen allerdings Ermessensspielräume. Daneben ist die Bewertung der Sicherheiten von besonderer Bedeutung. Dabei haben einzelne Bewertungsparameter bedeutsame Auswirkungen auf den Ansatz der Sicherheiten und damit ggf. auf die Wertberichtigungen und die Höhe der Forderungen.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung die von der Sparkasse eingerichteten Prozesse zur Bewertung der Kundenforderungen nachvollzogen. Die relevanten Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Angemessenheit des Internen Kontrollsystems haben wir auf Basis der Organisationsrichtlinien beurteilt. Daneben haben wir Prüfungshandlungen zur Wirksamkeit dieser Prozesse vorgenommen. Bei einer risikoorientierten Einzelfallprüfung von Kundenkreditengagements haben wir anhand der vorliegenden Unterlagen die von der Sparkasse vorgenommene Beurteilung des kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung von Kreditsicherheiten und der dabei zugrunde gelegten Bewertungsparameter gewürdigt. Im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses haben wir insbesondere untersucht, ob der Kreditbestand Forderungen enthält, bei denen sich Ausfallrisiken abzeichnen oder bereits eingetreten sind.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Informationen zur Bewertung der Forderungen an Kunden sind im Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage; Ertragslage).

Sonstige Informationen

Der Vorstand bzw. der Verwaltungsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

den Bericht des Verwaltungsrats,

alle übrigen Teile des uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden Geschäftsberichts,

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Verwaltungsrat ist für den Bericht des Verwaltungsrats verantwortlich. Im Übrigen ist der Vorstand für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Sparkasse abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind gemäß § 23 Abs. 2 Satz 1 des Niedersächsischen Sparkassengesetzes i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht gemäß Artikel 11 EU-APrVO im Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Sven Gottschalk.

 

Hannover, den 16. Mai 2024

Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes

Gottschalk, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat hat im Jahr 2023 die ihm durch Sparkassengesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er wurde vom Vorstand der Sparkasse regelmäßig über die Geschäftsentwicklung und über die Lage der Sparkasse informiert. Dabei hat er in geeigneter Weise die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und die erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Die Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes in Hannover hat den Jahresabschluss 2023 und den Lagebericht für das Jahr 2023 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Verwaltungsrat billigt den Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023. Er hat von dem schriftlichen und in seiner Sitzung am 26. Juni 2024 zusätzlich vom mündlichen Bericht der Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes Kenntnis genommen und daraufhin den Jahresabschluss 2023 in der geprüften Fassung festgestellt. In Übereinstimmung mit dem Vorschlag des Vorstands wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.087.915,05 EUR der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

Der Verwaltungsrat dankt dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht ihm sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine Anerkennung für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit aus.

 

Emden, den 26. Juni 2024

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats

Kruithoff, Oberbürgermeister

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