Weser-Elbe Sparkasse
Same addressActivities of savings banks
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Klett Peter since 7/12/2011 | Board Member |
Uwe Perl since 12/13/2005 | Board Member |
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
Sparkassen ImmobilienService GmbHDissolved | 100.00% |
| 10.20% |
Official financial statements and annual reports
Sparkasse BremerhavenBremerhavenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Rechtsstellung, Sitz und MitgliedschaftenDie Sparkasse Bremerhaven ist eine gemeinnützige, mündelsichere Anstalt des öffentlichen Rechts unter Gewährleistung der Stadt Bremerhaven. Sie wurde am 12. Juli 1858 gegründet und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bremen unter der Nummer HR A 4116 eingetragen. Mit Blick auf den Wegfall der Gewährträgerhaftung und die Modifizierung der Anstaltslast ab Juli 2005 ist die Trägerschaft im Jahr 2003 von der Stadt Bremerhaven auf die Sparkassenstiftung Bremerhaven übertragen worden. Die Sparkasse Bremerhaven ist Mitglied des Sparkassenstützungsfonds des Hanseatischen Sparkassen- und Giroverbandes Hamburg. Die Sparkasse gehört dem Hanseatischen Sparkassen- und Giroverband Hamburg an und ist durch ihn Mitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e.V. in Bonn. LageberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Entwicklung der Weltkonjunktur hat 2012 an Fahrt verloren. Im Durchschnitt dürfte die Weltproduktion im Berichtszeitraum um lediglich 3,2% gewachsen sein, nachdem schon 2011 mit 3,8% nur noch ein vergleichsweise mäßiger Anstieg verzeichnet worden war. Sehr moderat fiel auch der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften aus. Aufgrund dieser Tendenz in vielen wichtigen Wirtschaftszonen ging das globale Wachstum des Bruttoinlandproduktes auf etwa 3,0% zurück. Der Außenhandel nahm lediglich um cirka 2,5% zu und fiel damit ebenfalls hinter frühere Ergebnisse. Die erforderliche Korrektur von Verschuldungsexzessen, zu denen es vor der Finanzkrise in vielen Staaten gekommen war, belastet nicht nur die Nachfrage, sondern macht auch strukturelle Veränderungen auf der Angebotsseite notwendig, die kurzfristig mit Einkommenseinbußen verbunden sind, Konsumenten und Investoren verunsichern und dadurch die Entwicklung der Konjunktur verlangsamen. Darüber hinaus ließ die konjunkturelle Dynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern, die in der Phase nach der Finanzkrise oftmals einzige Impulsgeber der Weltwirtschaft waren, stark nach. Ursächlich waren hier, neben den fehlenden Impulsen der Nachfrage aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, binnenwirtschaftliche Probleme. In Indien sowie anderen südostasiatischen Staaten ließ die bis dato vorherrschende Wirtschaftsdynamik nach. Als Gründe sind hier insbesondere staatliche Überregulierung und ungenügende Infrastrukturen aufzuzählen. In China hatten im Vorjahr konjunkturpolitische Eingriffe zur Beruhigung der Wirtschaftsentwicklung geführt. Ein erneutes Umdenken bzw. -lenken führte nicht zu dem gewünschten Effekt, da insbesondere überdurchschnittlich steigende Lohnkosten die Wettbewerbsfähigkeit Chinas zunehmend beeinflussen. Russland profitierte von den fortwährend hohen Ölpreisen und konnte sein Wachstum bei etwa 4,0% halten. Die USA verzeichneten einen Anstieg ihrer Wirtschaft von gut 2,0% - was jedoch wiederholt nur durch eine sehr starke wirtschaftspolitische Unterstützung und eine extrem expansive Geldpolitik erreicht werden konnte. Die strukturellen Probleme, hohe Arbeitslosigkeit und die stark angespannte Lage des Haushalts blieben unverändert. Lediglich auf dem Häusermarkt war eine leichte Erholung zu beobachten. Japans Wirtschaft liegt weiterhin hinter der Entwicklung vergangener Jahre. Die Beendigung der Aufbauprogramme nach der Erdbeben-Katastrophe 2011, die starke Währung, ein hoher Schuldenstand, Exporteinbußen aufgrund der Euro-Schuldenkrise sowie die schwindende Investitionsstärke belasteten die Wirtschaft schwer. In Europa war der Blick immer noch auf die angespannte Situation der Märkte gerichtet. Die hohe Staatsverschuldung und Zweifel an der Tragfähigkeit verschiedener Euroländer prägten auch 2012 und überschatteten die Wirtschaftsentwicklung, die in der Europäischen Union insgesamt unbefriedigend verlief. Die aufgrund der Schuldenkrise durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen führten viele Länder in die Stagnation bzw. Rezession. Insgesamt sank die Wirtschaftsleistung im Euroraum um 0,2%, wobei sowohl Deutschland als auch verschiedene mittel- und osteuropäische Staaten durch ihre Entwicklungen stabilisierend für Europa wirkten. Insgesamt startete die deutsche Wirtschaft, nachdem sie Ende 2011 wieder leicht ins Stocken geraten war, gut in das Berichtsjahr 2012. Im Sommer wurden dann wieder erste Rückgänge verzeichnet, was insbesondere der Schwäche wichtiger Partnerländer und der krisenbedingten Verunsicherung geschuldet war. In Zahlen bedeutete dieser Trend für das reale Bruttoinlandsprodukt ein Wachstum von 0,7%. Dies war im Hinblick auf die guten Konjunkturdaten der Jahre 2010 (4,2%) und 2011 (3,0%) wenig und blieb sogar unter den geschätzten Erwartungen von 1,0%, schien aber mit Blick auf den internationalen Vergleich immer noch zufriedenstellend. Die Zahl der Exporte ging in der zweiten Hälfte des Jahres ebenfalls zurück. Im ersten Halbjahr war es noch gelungen, die gesunkene Nachfrage in Europa durch höhere Absatzzahlen auf den übrigen Weltmärkten zu kompensieren. Insgesamt legte der Export als Bestandteil des Bruttoinlandsproduktes ein Plus von 4,1% hin, der Import mit 2,3% deutlich weniger, so dass der Außenbeitrag wieder einmal den entscheidenden Wachstumsanteil beisteuerte. Die Binnennachfrage sank sogar um 0,3% im Berichtszeitraum, jedoch mit verschiedenen Vorzeichen. Während der private Konsum und der Wohnungsbau von der anziehenden Einkommensentwicklung, guter Beschäftigungslage und günstigen Finanzierungsbedingungen profitierten, verringerten sich der öffentliche Bau sowie der Wirtschaftsbau. Offensichtlich konnten die Unternehmen für ihre Investitionen noch keinen Nutzen aus den guten Finanzierungsmöglichkeiten ziehen. Trotz dieser Zurückhaltung wurden die Mitarbeiterzahlen in den Unternehmen 2012 gehalten. Im Jahresdurchschnitt wurde in Deutschland sogar noch einmal ein neuer Beschäftigungsrekord aufgestellt. Mit 41,6 Mio. waren hierzulande noch nie so viele Menschen erwerbstätig wie 2012. Das Land Bremen zeichnete sich 2012 erfreulicherweise durch eine stabile Konjunkturentwicklung aus. Bei insgesamt verschlechterten Konjunkturbedingungen behauptete sich die Wirtschaft überraschend gut. Mit 1,4% lag das Wachstum über dem Bundesdurchschnitt. Erfreulich ist, dass mit dieser Entwicklung auch die Beschäftigung im Land Bremen erkennbar zugenommen hat. Die Zahl der Arbeitslosen und die Arbeitslosenquote bewegten sich auf dem Niveau 2011. Treibende Kräfte für diese Entwicklung waren wieder einmal insbesondere die Industrie sowie die Hafenwirtschaft. Die Exportindustrie profitierte u. a. durch die Abwertung des Euro und zeichnete sich daher durch eine sehr gute preisliche Wettbewerbsfähigkeit aus. Der Gesamtumsatz stieg mit fast zweistelligem Wachstum auf nahezu 2 Mrd. Euro. Die bremischen Häfen steigerten 2012 ihren Güterumschlag auf ca. 85 Mio. Tonnen, der Containerumschlag legte auf rund 6,3 Mio. Standardcontainer zu und der Automobilumschlag sicherte Bremerhaven mit 2,2 Mio. Fahrzeugen den führenden Platz in Europa. Die Seeschifffahrt befand sich hingegen weiter in einem schwierigen Konjunktur- und Finanzierungsumfeld, das insbesondere durch Überkapazitäten und niedrige Frachtraten gekennzeichnet war. Entwicklung in der KreditwirtschaftWegen der Krisen an den internationalen Finanzmärkten 2011 wurden Sonderinstrumente von der Geldpolitik eingesetzt, die eben diese bewältigen sollten. Diese Sonderinstrumente etablierten sich und liefen auch im Berichtsjahr weiter. Hierzu gehörten insbesondere die Vollzuteilung bei den Tenderoperationen der Europäischen Zentralbank (EZB), die Ende 2011 gesenkten Mindestreserveanforderungen und die beiden kurz vor bzw. kurz nach dem Jahreswechsel 2011/2012 etablierten Dreijahrestender. Diese Schritte konnten die Geld- und Kapitalmärkte zunächst einmal beruhigen. Aber bereits im Frühjahr waren wieder bekannte Probleme aufgekommen. Spanien und Italien gerieten an den Finanzmärkten wieder mehr unter Druck, da sie ihre Staatsanleihen erneut nur durch Zahlung höherer Zinsen platzieren konnten. Hierauf und auf die in diesen Ländern drohende Anpassungsrezession reagierte die EZB im Juli mit einer erneuten Leitzinssenkung. Die Senkung führte die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf einen Satz von 0,75%, die Verzinsung der Einlagenfazilität sogar gänzlich auf Null. Im Herbst kündigte die EZB darüber hinaus an, unter bestimmten Voraussetzungen und im Rahmen eines neuen, prinzipiell unbegrenzten Programms, Staatsanleihen zu kaufen, falls die Renditen bzw. Risikozuschläge weiter steigen würden. In dieser kritischen Zeit zeigte sich die bloße Ankündigung als zweckmäßig, da eine Beruhigung der Märkte und Senkung der Risikoprämien für entsprechende Staatsanleihen spürbar wurde. Trotz dieser unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unentwegten Krisenberichtserstattungen, die vielerorts die Investitionstätigkeit - auch in Deutschland - lähmten, konnte das Geschäftsmodell der Sparkassen wieder einmal überzeugen. Gleichzeitig konnten die Sparkassen in einem permanent wachsenden Wettbewerb innerhalb der Kreditwirtschaft sehr gut bestehen. In diesem Wettbewerb hat sich in den letzten Jahren zum Einen das Nachfrageverhalten kontinuierlich und merklich verändert. Die Loyalität vieler Privat- und Unternehmenskunden hat sich gewandelt. Bankdienstleistungen werden selektiv und bedarfsorientiert bei unterschiedlichsten Finanzdienstleistern und über die verschiedensten Vertriebswege erworben. Eine steigende Anzahl von Kunden hat eine hohe Preissensibilität, andere wiederum ein stärkeres Bedürfnis nach qualitativ hochwertiger und individueller Beratung. Zum Anderen hat sich die Angebotsseite in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Größte regionale Konkurrenten im Wettbewerb sind nach wie vor die Genossenschafts- und Privatbanken. Daneben kommen vermehrt ausländische Finanzdienstleister über Direktangebote auf den deutschen Markt und machen den Sparkassen Marktanteile streitig. Die Sparkassen halten mit einer hochqualifizierten und persönlichen Beratung dagegen. So bekommen Sparkassenkunden sämtliche Finanzdienstleistungen aus der Hand ihres persönlichen Beraters. Bei komplexen Themen wird der Berater von besonders qualifizierten Spezialisten unterstützt. Denkbar sind hier u. a. Fragestellungen im Wertpapier-, Baufinanzierungs- oder Versicherungsgeschäft. Darüber hinaus förderten sie 2012 als "Kreditinstitut vor Ort" nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Region. Hierbei zeichneten sie sich insbesondere auch als Finanzierungspartner aus, der Investitionen durch die klein- und mittelständischen Unternehmen ermöglichte. Neben der regionalen Verwurzelung und dezentralen Organisation verfügt die Sparkassen-Finanzgruppe andererseits über einen leistungsstarken Verbund mit erfolgreichen überregionalen Partnern. Diese effiziente Arbeitsteilung ermöglicht es, unseren Kunden auch in Zukunft die gesamte Breite der Finanzdienstleistungen flächendeckend anzubieten. Komplettiert wird das Geschäftsmodell durch die Sparkassen-Tätigkeiten, die über das kreditwirtschaftliche Engagement hinausgehen und insbesondere zum Wohle der Region und nicht zu Gunsten unbekannter Anteilseigner eingesetzt werden. Schließlich kennen die Sparkassen die Rahmenbedingungen bzw. Bedürfnisse ihrer Kunden in ihrem Geschäftgebiet besser als jedes anderes Kreditinstitut. Das gilt sowohl für Privat- als auch Unternehmenskunden und Kommunen. Letztlich blickten und blicken die Sparkassen weiterhin auf die Entwicklungen regulatorischer Konsequenzen. Die zahlreichen - als Folge der Finanzmarktkrise beschlossenen oder in Aussicht gestellten - Regulierungsmaßnahmen wurden und werden mitunter sorgenvoll betrachtet. Das Problem liegt in der kumulativen Wirkung von bspw. Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen und der daraus resultierenden Mehrbelastung der Sparkassen. In ihrer Gesamtheit führen Basel III, Bankenabgabe, EU-Einlagensicherungsrichtlinie und weitere Maßnahmen aus der geplanten Bankenunion in Kombination mit zahlreichen Verbraucherschutzvorgaben zu bedeutenden finanziellen, personellen und organisatorischen Belastungen der Sparkassen. GeschäftsentwicklungEntwicklung 2012Die Sparkasse Bremerhaven hat im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld und einem durch hohe Wettbewerbsintensität geprägten Markt ein Ergebnis vor Steuern und vor Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken von 5,9 Mio. EUR erzielt und ihre starke Marktposition weiterhin behauptet. Das Ergebnis wurde in erster Linie durch einen Zinsüberschuss von 39,5 Mio. EUR sowie durch die Umsetzung eines konsequenten und erfolgreichen Kostenmanagements erzielt. Bilanzsumme / GeschäftsvolumenDas Geschäftsvolumen der Sparkasse verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10,1 Mio. EUR bzw. 0,5% auf 2.031,7 Mio. EUR. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 6,9 Mio. EUR bzw. 0,4% und belief sich zum Bilanzstichtag auf 1.972,1 Mio. EUR und damit in etwa auf Vorjahresniveau.
KreditgeschäftDas Kundenkreditgeschäft ist im Geschäftsjahr 2012 um 42,9 Mio. EUR oder 2,8% auf 1.567,7 Mio. EUR gestiegen. Mit diesem Resultat kann sich die Sparkasse Bremerhaven erneut in der Region als Mittelstandsfinanzierer und Kreditgeber Nummer 1 im Wettbewerb behaupten. Insgesamt hat die Sparkasse mit 328,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (259,3 Mio. EUR) noch einmal deutlich mehr neue Kredite an Kunden zugesagt, so dass es zu keinerlei Kredit-Engpässen in der Region gekommen ist. Während im Vorjahreszeitraum das Firmenkundengeschäft noch von einem Rückgang geprägt war, ergab sich im Berichtsjahr ein Bestandszuwachs von 24,7 Mio. EUR auf insgesamt 921,1 Mio. EUR. Das Kreditgeschäft mit Privatkunden nahm in 2012 um 15,3 Mio. EUR bzw. 3,1% auf 502,0 Mio. EUR zu. Damit konnte der Trend der Vorjahre, der Volumensverluste in diesem Kundensegment widerspiegelte, erfreulicherweise beendet werden. Die Zunahme betrifft im Wesentlichen die mittel- und langfristigen Ausleihungen im Rahmen des Baufinanzierungsgeschäftes. Die Kredite an öffentliche Haushalte reduzierten sich 2012 um 5,2 Mio. EUR auf 47,3 Mio. EUR, die Kredite an Sonstige (Organisationen ohne Erwerbszweck) erhöhten sich um 8,1 Mio. EUR auf 97,3 Mio. EUR.
EigenanlagenDie Eigenanlagen der Sparkasse Bremerhaven erhöhten sich um 28,1 Mio. EUR auf 251,3 Mio. EUR. Die Forderungen an Kreditinstitute sanken um 74,8 Mio. EUR auf 127,6 Mio. EUR. BeteiligungenUnter Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen weist die Sparkasse Bremerhaven Anteile an 19 Unternehmen mit einem Wert von 31,7 Mio. EUR aus (Vorjahr: 32,7 Mio. EUR). Vier dieser Unternehmen bilden als Tochterunternehmen der Sparkasse gemeinsam mit der Sparkasse Bremerhaven einen Dienstleistungsverbund. Es handelt sich dabei um jene Unternehmen, welche Kernaktivitäten der Sparkasse Bremerhaven durch eigene Dienstleistungen insbesondere rund um den Immobilienbereich ergänzen bzw. betriebswirtschaftlich optimieren. Der Bestandsrückgang ist im Wesentlichen auf die Wertberichtigung der Landesbank Berlin zurückzuführen, die durch die Sparkassen-Finanzgruppe 2007 gemeinschaftlich erworben wurde. Einlagengeschäft / WertpapiergeschäftDie Kundeneinlagen konnten im Berichtszeitraum gegenüber dem guten Vorjahreszuwachs nochmals ausgebaut werden. Insgesamt konnte 2012 ein Anstieg um 43,1 Mio. EUR oder 3,8% auf 1.191,2 Mio. EUR verzeichnet werden. Damit lag die Entwicklung der Kundeneinlagen erneut oberhalb des Bundesdurchschnitts der Sparkassen. Produktübergreifend waren dabei differenzierte Entwicklungen zu beobachten. Die Spareinlagen erhöhten sich um 5,9 Mio. EUR auf 425,2 Mio. EUR. Dies wurde teilweise ausgelöst durch die Umschichtungen aus dem Bereich der Eigenemissionen. Der Bestand an Inhaberschuldverschreibungen und Sparkassenbriefen ermäßigte sich im Berichtszeitraum um 28,3 Mio. EUR auf 156,5 Mio. EUR. Dabei nahmen die Sparkassenbriefe um 33,4 Mio. EUR ab, der Bestand der Inhaberschuldverschreibungen stieg leicht um 5,1 Mio. EUR. Deutliche Zuwächse verzeichneten die Sichteinlagen, die sich um 79,8 Mio. EUR auf 567,5 Mio. EUR erhöhten. Die Wertpapierumsätze beliefen sich auf insgesamt 120,7 Mio. EUR, was eine Abnahme von 15,0% zum Vorjahreswert bedeutete. Die Wertpapierkäufe der Kunden erreichten im Berichtszeitraum (ohne S-Broker) ein Volumen von insgesamt 54,8 Mio. EUR (2011: 62,7 Mio. EUR). Die Umsätze bei den Wertpapierverkäufen im Kundenauftrag (ohne S-Broker) waren ebenfalls rückläufig und ermäßigten sich auf 60,2 Mio. EUR (Vorjahr 72,1 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der bilanzwirksamen und der bilanzneutralen Anlagen liegt die Geldvermögensbildung der Kunden bei insgesamt 38,8 Mio. EUR in 2012. Ebenfalls positiv mit 9,4 Mio. EUR ist davon die Vermögensbildung bei den Privatkunden.
Wesentliche Baumaßnahmen und technische VeränderungenIm abgeschlossenen Geschäftsjahr stand - wie schon in den Vorjahren - die weitere Umsetzung des Dialogfilialenkonzepts im Fokus. Ziel ist ein einheitlicher Auftritt aller Sparkassen-Geschäftsstellen in Bremerhaven. Unsere Kunden sollen somit die Sparkasse an allen Standorten in gleicher Weise wiedererkennen und erleben. Hierzu gehören u. a. der Umbau der Geschäftsstelle Grünhöfe zu einer Dialogfiliale. Als größtes Bauvorhaben der letzten Jahre wurde der in 2011 begonnene Umbau des Sparkassenhauses in Lehe weitestgehend abgeschlossen. Neben der Neugestaltung zur Dialogfiliale und der Schaffung neuer Räumlichkeiten für unser VermögensanlageCenter, beherbergt das Sparkassenhaus zusätzlich ein modernes Ärzte- und Dienstleistungszentrum. Darüber hinaus gab es 2012 einen Standortwechsel und Ausbau des SB-Shops im Klinikum Bremerhaven. Hier wurde der Umzug in das neue Gesundheitszentrum vollzogen. Personal- und SozialbereichDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Bremerhaven sind mit ihren Kompetenzen und ihrer Persönlichkeit der wichtigste Faktor zur Erreichung unserer geschäftspolitischen Ziele. Mit ihrem Engagement für die Sparkasse verleihen unsere Mitarbeiter den Leistungen ein Gesicht und prägen im persönlichen Kontakt mit den Kunden das Bild der Sparkasse. Für die Sparkasse Bremerhaven sind daher die fachliche und persönliche Qualifikation sowie deren Weiterentwicklung von höchster Bedeutung und mit Blick auf die Zukunft die wichtigste Investition. Um auch in Zukunft in diesem Bereich den Ansprüchen gerecht zu werden, stellte die Sparkasse Bremerhaven im Berichtszeitraum 20 Auszubildende ein. Darunter wurden 18 im Berufsbild für Bankkaufleute sowie jeweils ein Auszubildender im Berufsbild für Immobilien- und Informatikkaufleute eingestellt. Insgesamt beschäftigte die Sparkasse Bremerhaven 2012 53 Auszubildende. Davon waren 45 Bankkaufleute, drei Immobilienkaufleute, zwei Trainees sowie zwei IT-Kaufleute und ein Versicherungskaufmann. Insgesamt legten im Berichtszeitraum 15 Auszubildende erfolgreich ihre Prüfung ab, von denen 14 von der Sparkasse übernommen wurden. Neben der Anstellung junger Menschen mit Perspektive, ist die fachliche und persönliche Weiter- und Fortbildung aller unserer Mitarbeiter wichtigster Bestandteil und Kernaufgabe der Personalentwicklung. Ziel ist die Festigung und der Ausbau von fachlichen und persönlichen Qualifikationen, die im Sinne der Sparkasse Bremerhaven und der Mitarbeiter für zukünftige Aufgaben und Herausforderungen eingesetzt werden können. Hierzu standen 2012 neben internen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch eine große Anzahl externer Angebote zur Verfügung, in denen Mitarbeiter ihre Fähigkeiten und Kenntnisse ausbauen konnten. Darüber hinaus startete 2012 bereits der dritte Förderkreis. Diese Förderkreise gibt es seit 2010 und unterteilen sich in die Bereiche Führung, Vertrieb und Stab/Marktfolge. Hier werden unsere Top-Potentialträger aufgenommen. Die Förderkreisinhalte sind individuell für jeden Teilnehmer zusammengestellt und in einem Entwicklungsplan festgehalten. So erhalten die Beteiligten eine Orientierung und können sich passgenau entwickeln. Nachdem die Zahl der Arbeitsplätze in den letzten Jahren stetig ausgebaut wurde, verringerte sich die Mitarbeiteranzahl 2012 auf 514. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen befand sich bei 24%. In den Geschäftsstellen beträgt dieser Anteil sogar 70%. Um den Mitarbeitern die Möglichkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu geben, bietet die Sparkasse Bremerhaven weiterhin eine Beschäftigung in Teilzeit an. Zum Jahresende 2012 bestanden ca. 30 % bzw. 158 Teilzeitarbeitsverhältnisse. Neben ihren Mitarbeitern ist die Sparkasse Bremerhaven besonders der Region und den Menschen, die dort leben und arbeiten, verpflichtet. Intensives Engagement für die Gesellschaft ist ein wesentlicher Baustein unserer Identität. Für die Bereiche Sport, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Soziales schüttete die Sparkasse Bremerhaven im Berichtsjahr 647.000,- EUR aus und übernahm dadurch - neben dem vielfachen ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitarbeiter - Verantwortung für das Gemeinwohl in der Region. Selbstverständnis der Sparkasse BremerhavenUnsere Kernaufgabe ist die vertrauensvolle und persönliche Betreuung unserer privaten und gewerblichen Kunden unter stetiger Berücksichtigung wirtschaftlicher Grundsätze und nachhaltiger Aspekte. Dabei stehen für die Kunden ein flächendeckend erreichbares kreditwirtschaftliches Angebot sowie eine an den Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft orientierte Kreditvergabepraxis im Mittelpunkt. Wir richten unsere Geschäftspolitik auf die Erhaltung und insbesondere Weiterentwicklung der lokalen Wirtschaft aus und begrenzen durch unsere umfassenden Kenntnisse über die Rahmenbedingungen in unserem Geschäftsgebiet die Risiken. Erwirtschaftete Mittel, die wir nicht im Rahmen der Geschäftstätigkeit oder zur Stärkung unserer Substanz benötigen, setzen wir jedes Jahr zur Förderung gesellschaftlicher, sozialer und kultureller Zwecke vor Ort ein. Die Kundenzufriedenheit gehört zu unseren wichtigsten Zielen. Die Basis für unser Verständnis als Qualitätsanbieter sind ein umfassender und freundlicher Service, eine kompetente und bedarfsgerechte Beratung sowie passende Produkte. Im Mittelpunkt des Kundengesprächs stehen bei uns die Wünsche, Ziele und Bedürfnisse des Kunden. Unser Ziel ist es, den Kunden bedarfsgerecht und ganzheitlich zu beraten. Zeitgleich haben wir den Anspruch, Kundenaufträge zügig und fehlerfrei zu bearbeiten. Fehler oder Kundenanregungen werden von uns umgehend bearbeitet und konsequent für einen ständigen Verbesserungsprozess genutzt. Für die ganzheitliche Beratung nutzen wir primär eigene Produkte sowie Produkte der Verbundpartner der Sparkassen-Finanzgruppe. Zur Abdeckung besonderer Bedarfe bieten wir unseren Kunden darüber hinaus auch Produkte von Dritten an. Insgesamt können wir somit auf eine umfangreiche Produktpalette zurückgreifen, um passgenaue und individuelle Lösungen für unsere Kunden zu schaffen. Wir richten unser Angebot nicht nur an wenige Kunden, sondern an alle Altersgruppen sowie Kunden mit geringem bis hohen Einkommen. Dabei wird jeder qualifiziert beraten und unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt. Wir begleiten unsere Kunden in Finanzangelegenheiten durch alle Lebensphasen persönlich. Dazu gehört für uns auch, Kunden in wirtschaftlich schwierigeren Phasen als Partner zur Seite zu stehen und gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageDie Bilanzstruktur zeigt zum Vorjahr folgende Entwicklung auf: Auf der Aktivseite hat sich der Anteil des Kundenkreditvolumens am Geschäftsvolumen sowie der Bestand an eigenen Wertpapieren erhöht, dagegen haben sich die Forderungen an Kreditinstitute ermäßigt. Auf der Passivseite ist der Anteil der Kundeneinlagen (einschließlich Eigenemissionen) gestiegen. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten am Geschäftsvolumen hat sich verringert. Die Vermögenslage stellt sich anhand der wesentlichen Posten wie folgt dar:
Unter Berücksichtigung des Bilanzgewinns von 2,7 Mio. EUR erhöhte sich das Eigenkapital der Sparkasse zum 31.12.2012 um 6,3% auf 128,3 Mio. EUR. Die Kennziffer für die Eigenkapitalausstattung (Solvabilitätskennziffer) nach den bankenaufsichtsrechtlichen Vorschriften belief sich Ende 2012 auf 11,9 (2011: 12,7); die Kernkapitalquote (Tier I) betrug zum Bilanzstichtag 8,8% (2011: 9,4%). Die Sparkasse nutzt keine Eigenkapitalderivate wie Nachrangmittel und verfügt dennoch über eine gute Kapitalausstattung und eine solide Basis für zukünftige Geschäftsausweitungen. Darüber hinaus hat die Sparkasse die Möglichkeit, sich zusätzliches Eigenkapital innerhalb des Sparkassenverbundes im Rahmen von Stammkapitalerhöhungen zu beschaffen. Im Rahmen der Geschäftsstrategie der Sparkasse Bremerhaven wurde für unseren Depot A-Bestand weiterhin das Konzept der breiten Diversifizierung und Risikostreuung erfolgreich umgesetzt. Die Bewertung des Wertpapierbestandes erfolgte unter Berücksichtigung des Wertaufholungsgebotes ausnahmslos unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips, so dass keine stillen Lasten vorhanden sind. Bei der Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen hat die Sparkasse allen erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft sowie aus sonstigen Verpflichtungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. FinanzlageDie Sparkasse konnte im Geschäftsjahr 2012 wie schon in den Vorjahren sämtliche Liquiditätsanforderungen erfüllen. Die Vorschriften der Liquiditätsverordnung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Sparkasse eingehalten. Die aufsichtsrechtlich vorgegebene Liquiditätskennziffer betrug bei der Sparkasse Bremerhaven zum Jahresende 1,73. Im Jahresdurchschnitt errechnete sich eine Kennziffer von 1,64; die damit stets über dem gesetzlichen Mindestwert von 1,0 lag. Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse ist aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel und der als Liquiditätsreserve unterhaltenden Wertpapierbestände auch künftig sichergestellt. ErtragslageDie Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2012 hat die Sparkasse Bremerhaven einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 2,7 Mio. EUR erzielt. Das Ergebnis aus dem operativen Geschäft (Betriebsergebnis vor Bewertung) beträgt 16,1 Mio. EUR. Der Zinsüberschuss verringerte sich. Grund hierfür sind die gesunkenen Erträge aus dem Strukturbeitrag (Fristentransformation), welche infolge eines weiteren Rückgangs des Zinsniveaus geringer ausgefallen sind. Erfreulicherweise konnten die Einnahmen aus dem Kundengeschäft aber gesteigert werden, so dass der Zinsüberschuss insgesamt bei 39,5 Mio. EUR lag. Das Provisionsergebnis ist um insgesamt 0,7 Mio. EUR auf 11,0 Mio. EUR gesunken. Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (einschließlich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) erhöhten sich 2012 um 1,3 Mio. EUR auf 35,4 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen sind dabei um 1,8 Mio. EUR bzw. 9,6% gestiegen. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus der Wiedereingliederung von Mitarbeitern aus Tochtergesellschaften sowie aus Tarifsteigerungen und einem angehobenen Beitrag zur Zusatzversorgungskasse. Die Sachaufwendungen (einschließlich Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen) verringerten sich im Berichtszeitraum um 0,5 Mio. EUR auf 14,9 Mio. EUR. Der Saldo aus der Verrechnung der sonstigen betrieblichen Erträge / Aufwendungen ist mit 1,0 Mio. EUR positiv (Vorjahr: + 1,0 Mio. EUR). An dieser Stelle werden Posten aufgenommen, die anderen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung nicht zugeordnet werden können; unter anderem handelt es sich um Erträge aus Vorfälligkeitsentschädigungen, Kostenerstattungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Währungsumrechnung. Mit Blick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lässt sich festhalten, dass die Ergebnisse in der ordentlichen Rechnung insgesamt, unter Berücksichtigung des weiterhin anspruchsvollen Marktumfeldes, für die Sparkasse Bremerhaven im Berichtszeitraum zufriedenstellend ausgefallen sind. Der Nettoaufwand des Bewertungsergebnisses beträgt im Geschäftsjahr insgesamt 10,2 Mio. EUR (Vorjahr: 14,1 Mio. EUR). Im Einzelnen entwickelte sich das Bewertungsergebnis wie folgt: Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft (-13,2 Mio. EUR) hat sich deutlich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Diese Entwicklung wird insbesondere durch die Wertberichtigungen im Schifffahrtsbereich geprägt. Dagegen ist die Entwicklung der Eigenanlagen mit einem positiven Bewertungsergebnis in Höhe von 4,4 Mio. EUR erfreulicherweise sehr gut verlaufen. Das sonstige Bewertungsergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2012 auf 1,4 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus der notwendig gewordenen Abschreibung auf die Beteiligung an der Landesbank Berlin (LBB), an welcher die Sparkasse Bremerhaven 2007 einen Anteil von 8,1 Mio. EUR hatte. Mit Blick auf den unter Basel III zur Diskussion stehenden Wegfall der Vorsorgereserven nach § 340f HGB als Eigenkapitalbestandteil erfolgt erstmalig eine Dotierung des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Nach Abzug der gewinnabhängigen Steuern in Höhe von 0,7 Mio. EUR weist die Sparkasse Bremerhaven abschließend einen Jahresüberschuss in Höhe von 2,7 Mio. EUR aus. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche die Kreditinstitute erneut vor besondere Herausforderungen stellte, ist die wirtschaftliche Entwicklung der Sparkasse Bremerhaven erfreulich. Bei geordneten Finanz- und Vermögensverhältnissen verfügt die Sparkasse Bremerhaven über eine zufriedenstellende Ertragskraft. Damit sind die Weichen gestellt, dass die Sparkasse Bremerhaven für ihre Kunden auch weiterhin ein leistungsstarker Partner in allen Finanz- und Kreditangelegenheiten sein wird. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. RisikoberichtDer verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Kreditinstitute. Daher nimmt ein aktives Risikomanagement in der Geschäftspolitik der Sparkasse einen hohen Stellenwert ein. Zu diesem Zweck hat die Sparkasse Strategien und Verfahren zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung sowie zur Kommunikation von Risiken fixiert und als wesentlichen Bestandteil in die Unternehmenssteuerung integriert. Geschäfts- und RisikostrategieDer Vorstand hat die strategische Ausrichtung der Geschäftstätigkeit der Sparkasse in einer Geschäfts- und Risikostrategie festgelegt und hieraus verschiedene Teilstrategien (Vertriebsstrategien für die Geschäftsfelder, Kreditrisikostrategie, Beteiligungsstrategie, Marktpreisrisikostrategie, Liquiditätsrisikostrategie, Strategie für operationelle Risiken, Personalstrategie und IT-Strategie) abgeleitet. In der Geschäfts- und Risikostrategie der Sparkasse sind die Ziele und die für die Erreichung erforderlichen Maßnahmen festgelegt. Die Übernahme von Risiken unterliegt dem übergeordneten Prinzip der Risikotragfähigkeit. Zur Unterlegung der Risiken wird regelmäßig das Risikodeckungspotential der Sparkasse ermittelt, das der Absicherung möglicher Verluste dient. RisikomanagementDas Risikomanagement umfasst Leitungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse und ist Bestandteil einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation der Sparkasse. Es gewährleistet insbesondere einen einheitlichen Umgang mit allen wesentlichen Risikoarten der Sparkasse. Die Zuständigkeiten für das Risikomanagement sind eindeutig geregelt. Der Vorstand verantwortet das Risikomanagement und beschließt die anzuwendenden Methoden und Verfahren zur Risikomessung, -steuerung, -überwachung und -kommunikation. Die Sparkasse hat die bankaufsichtsrechtlich geforderte Funktionstrennung zwischen Markt- und Marktfolgebereich sowohl bei der Abwicklung von Handelsgeschäften als auch im Kreditgeschäft auf allen Ebenen umgesetzt. Wesentliche Aufgaben im Rahmen des Risikomanagements der Sparkasse werden durch den Zentralbereich Planung & Steuerung wahrgenommen, der organisatorisch von den Marktbereichen getrennt ist. Er ist verantwortlich für die Erfassung der Risiken und des vorhandenen Risikodeckungskapitals. Außerdem obliegt ihm die konzeptionelle Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. Für den Abschluss und die Genehmigung von Geschäften sind eindeutige Kompetenzregelungen festgelegt worden. Vor Einführung neuer Produkte und vor Geschäftsabschlüssen in neuen Märkten werden standardisierte Einführungsprozesse durchlaufen. Die Interne Revision prüft auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich alle Aktivitäten und Prozesse der Sparkasse. Die Beurteilung der Wirksamkeit und Angemessenheit des internen Kontrollsystems durch die Interne Revision unterstützt dabei die Weiterentwicklung und Verbesserung der Risikomanagementprozesse. Sämtliche Risiken werden, abhängig von der Bedeutung für die Sparkasse, in geeigneter Weise laufend gesteuert und überwacht. Wo dies sinnvoll ist, sind Schwellenwerte festgelegt, die bei Über- bzw. Unterschreitung bestimmte Handlungen auslösen. Durch Risikoberichte werden der Vorstand und der Verwaltungsrat regelmäßig über die Risikoentwicklung der Sparkasse informiert. Die Einhaltung der festgelegten Risikobudgets wird regelmäßig überprüft. Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung werden neben der Steuerung und Überwachung von Risiken in regelmäßigen Abständen GuV-orientierte Risikotragfähigkeitsanalysen für das jeweils aktuelle Jahr und Folgejahr durchgeführt. Hierbei werden einem festgelegten Risikodeckungspotential Beträge für die Risiken gegenübergestellt. Als Risikodeckungsmasse werden jeweils das erwartete Jahresergebnis vor Steuern und Teile des freien Eigenkapitals unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Eigenmittelanforderungen einbezogen. Über die Risikotragfähigkeit wird vierteljährlich an den Vorstand und Verwaltungsrat berichtet. Daneben werden für die wesentlichen Risiken regelmäßig angemessene Stresstests durchgeführt. Sie werden aus in der Vergangenheit beobachteten außergewöhnlichen Marktereignissen bzw. subjektiven Einschätzungen abgeleitet. Bei den Stresstests werden auch die Auswirkungen eines konjunkturellen Abschwungs auf Gesamtinstitutsebene analysiert und auch inverse Stresstests durchgeführt. RisikokategorienDer Begriff Risiko kennzeichnet eine Verlust- oder Schadensgefahr für die Sparkasse, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage der Sparkasse auswirken kann. Die Sparkasse hat im Rahmen einer Risikoinventur folgende Risiken als wesentliche Risiken festgelegt: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelle Risiken. Die Einstufungen werden jährlich überprüft. AdressenausfallrisikoUnter Adressenausfallrisiko wird der potentielle Verlust verstanden, der durch den Ausfall eines Geschäftspartners sowie durch Wertminderungen aufgrund nicht vorhersehbarer Verschlechterungen der Bonität von Geschäftspartnern entstehen kann. Für die Sparkasse ist mit Blick auf die Aufgabenstellung vor allem das Adressenausfallrisiko im Kundenkreditgeschäft von Bedeutung. Daneben sind die Adressenausfallrisiken aus Eigenanlagen und Beteiligungen zu berücksichtigen. Für das Kreditgeschäft hat der Vorstand auf Basis der geschäftspolitischen Ausrichtung sowie der Risikotragfähigkeit in der Kreditrisikostrategie Vorgaben für die Entwicklung des Kreditgeschäfts formuliert. Ferner hat der Vorstand Kreditleitlinien festgelegt, in denen die wesentlichen Grundsätze für die Vergabe und Bearbeitung von Krediten fixiert sind. Adressenausfallrisiken steuert die Sparkasse durch die sorgfältige Auswahl der Vertragspartner. Im Kreditgeschäft erfolgt die Steuerung im Rahmen von Kreditwürdigkeitsprüfungen unter Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Branchen und der gestellten Sicherheiten. Als Instrumentarium für die Bonitätsanalyse von mittleren und großen Firmenkundenengagements stehen maschinelle Bilanzauswertungen und ein einheitliches Ratingverfahren der Sparkassenfinanzgruppe zur Verfügung. Neben der laufenden Überwachung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kreditnehmer und der Überwachung der Entwicklung der Sicherheiten verfügt die Sparkasse über ein Risikofrüherkennungssystem. Es soll gewährleisten, dass sich abzeichnende Risiken frühzeitig und laufend aufgezeigt werden und dass rechtzeitig geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können. Ergibt sich unterjährig im Rahmen der einzelfallbezogenen Engagementsprüfung ein Ausfallrisiko, wird der hierfür erforderliche Einzelrisikovorsorgebedarf umgehend erfasst und beim Risikolimit für Adressenausfallrisiken im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes berücksichtigt. Dem Risiko des Adressenausfalls im Eigenanlagegeschäft wird durch die Auswahl von Kontrahenten und Emittenten auf der Basis von Bonitätsprüfungen unter Beachtung von externen Ratings sowie durch die Auswahl der Märkte Rechnung getragen. Für eventuelle Adressenausfallrisiken werden Volumen- und Risikolimite einschließlich Parameter zur Risikomessung und -begrenzung festgelegt. Ein möglicher Ausfall wird sowohl auf Emittenten- als auch Kontrahentenebene limitiert. Die Einhaltung der Limite wird durch eine vom Handel unabhängige Stelle überwacht. Das Beteiligungsrisiko stellt auf das Risiko möglicher Verluste aus der Bereitstellung von Eigenkapital für Dritte ab. Beteiligungen werden zur Unterstützung des Verbundgedankens (sog. Verbundbeteiligungen) oder zur Unterstützung des Sparkassenbetriebes und -vertriebes oder zur Förderung des regionalen Wirtschaftsraums eingegangen. Ferner geht die Sparkasse Beteiligungen zur Erzielung von Erträgen bei angemessenem Risiko ein (Finanzbeteiligungen). Die Risiken werden im Rahmen von Bonitätsanalysen der Marktfolge Kredit überwacht und durch das Vorstandssekretariat gesteuert. MarktpreisrisikenDas Marktpreisrisiko bezeichnet potentielle Verluste, die aus der nachteiligen Marktwertveränderung von Positionen entstehen können. Die Sparkasse tätigt Handelsgeschäfte im Rahmen eines Nichthandelsbuchinstituts. Für den Erwerb von Wertpapieren bestehen Vorgaben bezüglich des Emittentenkreises. Die Anlagen bei den einzelnen Kontrahenten sind durch betragliche Obergrenzen limitiert. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken werden Risikolimite und Parameter zur Risikomessung definiert. Ertragsrückgänge aus Marktrisiken, die sich aus den Veränderungen der Marktpreise für Wertpapiere, Derivate, Devisen und aus Schwankungen des Zinsniveaus ergeben, werden durch das Unternehmenscontrolling ermittelt und mit den festgesetzten Risikolimiten verglichen. Für Handelsgeschäfte werden über Simulationen monatlich künftige Abschreibungsrisiken ermittelt und ihre Auswirkungen auf die Risikosituation dargestellt. Dem betriebswirtschaftlichen Aspekt wird zusätzlich durch die Messung des wertorientierten Risikos Rechnung getragen. Die Darstellung des Risikos erfolgt durch den Value-at-Risk, der durch das Verfahren der modernen historischen Simulation ermittelt wird. Darüber hinaus werden regelmäßig Stresstests für extreme Marktentwicklungen simuliert. Über die Ergebnisse werden der Vorstand und die Fachbereiche regelmäßig informiert. Ein wesentliches Marktpreisrisiko der Sparkasse stellt das Zinsänderungsrisiko dar. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt auf Basis des in der Sparkassenorganisation anerkannten und bevorzugten Konzeptes der gleitenden Durchschnitte. Zur GuV-orientierten Beurteilung des Zinsänderungsrisikos werden regelmäßig Simulationsrechnungen erstellt. Dabei werden Zinspositionen im bilanziellen Bereich als auch außerbilanzielle Derivatepositionen entlang ihrer tatsächlichen Zinsbindung abgebildet. Unbefristete variabel verzinsliche Positionen werden nach dem Konzept der gleitenden Durchschnitte anhand von Mischungsverhältnissen in die Betrachtung integriert. Die Ableitung der Mischungsverhältnisse erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten, die sich auf die Laufzeitbänder 3 Monate, ein Jahr, fünf und zehn Jahre stützen. Unter Zugrundelegung von Planmargen werden anschließend die Auswirkungen verschiedener zukünftiger Veränderungen des Marktzinsniveaus und der Bilanzstruktur auf die Zinsspanne simuliert. Die Einschätzung der Sparkasse über die zukünftige Entwicklung des Marktzinsniveaus bezieht sich auf Referenzzinssätze für die Laufzeiten drei und sechs Monate, ein Jahr, fünf und zehn Jahre. Neben einer eigenen Einschätzung über die zukünftige Zinsentwicklung (Zinsprognose) werden die Auswirkungen von parallelen Zinsanstiegen und Zinssenkungen sowie Drehungen in der Zinsstrukturkurve auf die Zinsspannen simuliert. Ergänzend zur GuV-orientierten Betrachtung setzt die Sparkasse ein wertorientiertes Verfahren ein. Dabei wird ein Zinsbuch-Barwert ermittelt, der sich aus der Differenz des Barwertes der Vermögenspositionen abzüglich des Barwertes der Verbindlichkeiten ergibt. Hierzu werden die Ein- und Auszahlungen sowie darüber hinaus die Zahlungsströme des außerbilanziellen Zinsgeschäfts ermittelt und auf den Auswertungsstichtag abgezinst. Die Risikomessung erfolgt nach dem Value-at-Risk-Konzept auf der Grundlage der historischen Vollsimulation. Dabei orientiert sich die Sparkasse bezüglich der Steuerung ihres Zinsänderungsrisikos an einem effizient beurteilten Summenzahlungsstrom als Benchmark. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden neben bilanziellen Instrumenten auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Aktienpreisrisiken geht die Sparkasse nur in Spezialfonds ein und werden in diesen besonders überwacht und gesteuert. LiquiditätsrisikoUnter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeiten nicht erfüllt werden können. Oberstes Ziel der Überwachung und Steuerung der Liquiditätsrisiken ist die Gewährleistung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Das Liquiditätsrisiko steuert die Sparkasse durch eine hohe Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva. Die Zahlungsströme aus dem Kunden- und Eigengeschäft werden unter Einbeziehung des Interbanken-Geldmarktes und dem Einsatz von Offenmarktgeschäften der Europäischen Zentralbank täglich disponiert. Die Sparkasse verfügt mit börsennotierten festverzinslichen Wertpapieren, eingeräumten Kreditlinien und dem Zugang zum Interbankenmarkt über ausreichende Liquiditätsquellen. Die Liquiditätsquellen werden in einer Liquiditätsliste fortgeschrieben. Das Unternehmenscontrolling überwacht das Liquiditätsrisiko anhand von in der Risikostrategie festgelegten Schwellenwerten. Ergänzend werden Simulationen kritischer Szenarien vorgenommen. Operationelle RisikenOperationelle Risiken werden als die Gefahr von Schäden definiert, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, von Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten. Sie beinhalten auch die Rechtsrisiken. Ziel ist die Begrenzung der operationellen Risiken und der mit ihnen einhergehenden Schäden auf ein nicht wesentliches Restrisiko, sofern die dafür erforderlichen Maßnahmen ökonomisch gerechtfertigt sind. Die operationellen Risiken der Sparkasse werden durch Arbeitsanweisungen, regelmäßige Kontrollen der Ablauforganisation sowie durch den Einsatz qualifizierten Personals minimiert. Darüber hinaus regeln Notfallpläne auftretende Betriebsstörungen. Sonstige Geschäftsrisiken werden von den Fachbereichen im Rahmen einer Risikoinventur erhoben und dem Gesamtvorstand aufgezeigt. Um für die Quantifizierung von operationellen Risiken eine geeignete empirische Basis zu schaffen, wird eine Schadensfalldatendank eingesetzt. Die operationellen Risiken werden nach der derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung der Sparkasse nicht wesentlich beeinträchtigen. BerichtswesenDas Unternehmenscontrolling erstellt vierteljährlich einen Gesamtrisikoreport, der insbesondere die Auslastung der Limite für die wesentlichen Risken und die Darstellung der Risikotragfähigkeit enthält. Der Bericht wird dem Vorstand, dem Verwaltungsrat, verschiedenen Führungskräften und der Internen Revision zur Kenntnis gegeben. Des weiteren werden regelmäßig für die wesentlichen Risiken Detailberichte erstellt und dem Vorstand, verschiedenen Führungskräften und der Internen Revision zur Kenntnis gegeben. Bei unter Risikogesichtspunkten wesentlichen Informationen ist über die regelmäßige Berichtserstattung hinaus eine unverzügliche Unterrichtung des Vorstands, des jeweiligen Verantwortlichen sowie der Internen Revision geregelt (Ad-hoc-Berichtserstattung). WertungDie Gesamtrisikosituation der Sparkasse wird aufgrund ihres kreditgeschäftlichen Engagements in der mittelständischen Wirtschaft vor allem durch Kreditrisiken geprägt. Darüber hinaus sind die Marktpreisrisiken von Bedeutung. Risiken der künftigen Entwicklung, die für die Sparkasse bestandsgefährdend sein könnten, sind nicht erkennbar. Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Sparkasse haben können, werden im Rahmen des eingesetzten Risikomanagementsystems erfasst und aktiv gesteuert. PrognoseNachfolgende Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung der Sparkasse Bremerhaven - in den nächsten zwei Jahren - stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Die Situation in einer sich weiterhin anhaltenden Krise im Euroraum ist anspruchsvoll und damit nicht ohne Risiken. Eine Verschärfung dieser kritischen Lage durch Ausfälle von staatlichen Schuldnern und damit verbundenen Auswirkungen auf den Banken- und Sparkassensektor können auch zukünftig nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund sind exakte Vorhersagen nur schwierig zu treffen. Es ist jedoch weiterhin davon auszugehen, dass es weder zu einer kurzfristigen und finalen Lösung noch zu einer dramatischen Eskalation einer Staatsschulden- oder Bankenkrise kommt. Unter diesen Bedingungen sind die Aussichten für die deutsche Volkswirtschaft zwar nicht außerordentlich gut, aber doch ungleich besser als in anderen europäischen Ländern. Jedoch startet die deutsche Volkswirtschaft ohne statistischen Überhang in das neue Jahr, sondern sogar mit einem Unterhang von etwa einem viertel Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Die vorübergehende Schwäche von Ende 2012 schlägt sich hier noch in der Folgewirkung nieder, so dass durch sie die Ausgangsbasis für 2013 gedrückt ist. Dies ist bei den gehandelten Prognosen der einschlägigen Institutionen zu berücksichtigen, die sich meist in der Spanne zwischen 0,4 und 1,0% (Wachstum BIP) bewegen. Der DIHK erwartet ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,7%. Vom Außenbeitrag sind dabei keine großen Impulse zu erwarten. Vielmehr wird der Import, aufgrund der zumindest im Verhältnis zu wichtigen Handelspartnerländern wachstumsstärkeren Situation hierzulande, etwaige Exportzuwächse aufzehren. Dies ist durchaus zum Abbau der Spannungen erwünscht. Und Deutschland hat als Stützungsgeber in hohem Maße ein Interesse daran, dass auch die Partnerländer ihre Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen. Der private Konsum hat in dieser Lage durchaus die Möglichkeiten - 2013 noch mehr als 2012 - zum Träger des Wachstums zu werden. Von Seiten der Beschäftigung, der Löhne, der Preisentwicklung und der Entwicklung der fiskalischen Abgabenlast sind die Rahmenbedingungen dafür jedenfalls günstig. Die Schlüsselgröße für die Charakterisierung der Wirtschaftslage im Jahr 2013 werden aber die Investitionen sein. Trotz der starken Stimulierung durch die extrem niedrigen Zinsen haben die Investitionen - zumindest in den Teilkategorien Ausrüstungsinvestitionen und Wirtschaftsbau - 2012 enttäuscht. Die Verunsicherung über den Krisenfortgang hatte größtenteils zur Vermeidung von Risiken geführt. Ob und wann es im Jahr 2013 gelingt, diese abwartende Haltung zu überwinden, ist entscheidend für einen neuen konjunkturellen Tempogewinn. Die bisher zurückgestellten Investitionsmaßnahmen wurden in vielen Fällen nicht endgültig gestrichen, sondern oft zunächst einmal nur aufgeschoben. Insofern kann es hier 2013 oder spätestens dann 2014 Nachholeffekte geben, wenn zumindest neue negative Nachrichten über eine neuerliche Krisenverschärfung ausbleiben. Hierin liegt durchaus eine Chance für den Konjunkturjahrgang 2013. Inwieweit sich eine Beschleunigung bei der Investitionstätigkeit im BIP niederschlägt, hängt maßgeblich davon ab, wann ein solcher etwaiger Nachholschub einsetzt. Ist dies erst gegen Ende 2013 der Fall, bleibt die erhöhende Auswirkung auf das BIP sehr begrenzt. Kommt die Investitionstätigkeit dagegen bereits im zweiten Quartal in Schwung, dann könnte auch das BIP-Wachstum 2013 noch eine Eins vor dem Komma erreichen. Dafür spräche, dass die Stimmungsindikatoren, am prominentesten das ifo-Geschäftsklima, sich in den letzten Monaten des Jahres 2012 bereits verbessert haben, mithin den unteren Wendepunkt angezeigt haben. Aber selbst wenn die Zwischenschwäche der deutschen Konjunktur noch ein wenig in das Jahr 2013 hineinragen sollte, wären die Auswirkungen auf Beschäftigung und Staatshaushalt wohl begrenzt. Solange die Unternehmen eine überschaubare Schwächephase erwarten, verfallen sie womöglich hinsichtlich eines weiteren Kapazitätsausbaus zwar in eine abwartende Haltung, die Kernbelegschaften aber über eine vorübergehende Nachfrageschwäche hinweg nicht zu halten, erfordert durchaus schlechtere Aussichten. In unserem Geschäftgebiet sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor sehr anspruchsvoll. Gründe hierfür sind unter anderem die überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit und ein hoher Anteil an in Bedarfsgemeinschaften lebenden Personen. Allerdings haben sich die Voraussetzungen in den letzten Jahren insgesamt verbessert. Die in den letzten Jahren getätigten Investitionen in den Bereichen Windenergie und Tourismus setzten nach wie vor positive Akzente. Der negative Trend bei der Entwicklung der Bevölkerungszahl in Bremerhaven konnte bereits in den letzten Jahren nahezu gestoppt werden und 2012 wurde sogar wieder ein leichter Zuwachs erzielt. Die positive Entwicklung am Immobilienmarkt 2012 bestätigt diesen Trend. Darüber hinaus sind wir zuversichtlich, mit unserem Geschäftsmodell die zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen. Als Marktführerin im Geschäftsgebiet mit einem breiten Angebot anerkannter Finanzprodukte sind wir für die steigenden Bedarfe unserer Kunden sowie im Hinblick auf die Wettbewerbssituation mit einer Vielzahl von Anbietern von Finanzprodukten gut gerüstet. Wir profitieren durch unsere enge Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft und von der Ansiedlung neuer Unternehmen in der hiesigen Region. Mit dem klaren Bekenntnis zur Vertriebssparkasse ist der Anspruch verbunden, individueller, kompetenter und seriöser als der Wettbewerb zu beraten. Ein Anspruch, der durch sehr guten Service, attraktive Produkte und gelebte Kundennähe täglich aufs Neue unter Beweis gestellt wird. Die konsequente Ausrichtung, unseren Kunden eine überlegene Dienstleistungsqualität - genauer gesagt Sparkassenqualität - zu bieten, bildet die Basis für den zukünftigen Erfolg. Vor diesem Hintergrund wird gemäß den Erwartungen der Sparkasse Bremerhaven der Zinsüberschuss in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 bei einem nahezu gleichbleibenden Strukturbeitrag (Eigengeschäft) und einem ebenfalls stagnierenden Zinskonditionenbeitrag nahezu konstant bleiben. Im Kundengeschäft wird einem Volumenwachstum ein Rückgang der Passivmargen gegenüberstehen. Im Provisionsgeschäft werden für die Jahre 2013 und 2014 minimal steigende Provisionsergebnisse erwartet, die leicht über dem Niveau von 2012 liegen werden. Im Kundenkreditgeschäft wird von einem durchschnittlichen Kreditwachstum von rd. 20 Millionen EUR ausgegangen, das weitgehend durch das Kundeneinlagengeschäft mit einem durchschnittlichen Wachstum von ca. 15 Millionen EUR finanziert werden kann. Aufgrund der Ertragsprognose wird der Fokus in den nächsten Jahren weiterhin auf das Kostenmanagement gelegt. Der Personalaufwand wird 2013 und 2014 marginal ansteigen. Dies ergibt sich insbesondere durch die in 2012 erfolgte Wiedereingliederung von Mitarbeitern aus den Tochtergesellschaften in die Sparkasse und eingeplanter Tarifsteigerungen. Deshalb wird der Sachaufwand in diesem Zeitraum durch weniger Aufwendungen für Dienstleistungen Dritter geringer ausfallen. Darüber hinaus entfallen Kosten für in 2012 abgeschlossene Projekte. Der Gesamtaufwand wird sich somit in den nächsten beiden Jahren im Verhältnis zum Berichtsjahr unwesentlich verändern. Das Betriebsergebnis vor Bewertung wird sich gegenüber 2012 leicht erhöhen und die strategischen Zielwerte von 19 Mio. EUR und 0,90 % der durchschnittlichen Bilanzsumme erreichen. Das negative Bewertungsergebnis wird sowohl 2013 als auch 2014 höher angesetzt. Im Kundenkreditgeschäft werden insbesondere zusätzliche Wertberichtigungen infolge der Schifffahrtsmarktkrise erwartet, die allerdings geringer ausfallen werden als 2012. Darüber hinaus rechnen wir mit moderaten Bewertungsergebnissen bei den Eigenanlagen sowie bei den sonstigen Bewertungen. Zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals ist eine Dotierung des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 0,5 Mio. EUR 2013 und 3,0 Mio. EUR 2014 geplant, so dass von Jahresüberschüssen in Höhe des jeweiligen Vorjahres ausgegangen wird. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und der genannten Erwartungen wird die Sparkasse Bremerhaven auch zukünftig in der Lage sein, ausreichende Überschüsse in der Kontinuität der Vorjahre zu erwirtschaften, mit denen, neben dem notwendigen Kernkapital, eine für die künftige geschäftliche Entwicklung angemessene Risikotragfähigkeit der Sparkasse sichergestellt werden kann. Angesichts der besonderen und anspruchsvollen Rahmenbedingungen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Bremerhaven ist es im Zuge strategischer Überlegungen von zentraler Bedeutung, die wirtschaftlichen Handlungsspielräume langfristig sicherzustellen. Gleiches gilt für die Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln. Zur nachhaltigen Stärkung der Rollen beider Sparkassen in ihrer Wirtschaftsregion und zur Auflösung der Gemengelage wird daher weiterhin eine Fusion beider Häuser angestrebt. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2012Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
Anhangder Sparkasse BremerhavenI. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wird nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen (RechKredV) und nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Die Bilanzierung der Darunter-Position zu Aktiva Posten 4 "durch Grundpfandrechte gesichert" umfasst, wie bisher auch die Angabe solcher Forderungen, die nur teilweise grundpfandrechtlich im Rahmen der 60%-igen Beleihungsgrenze abgesichert sind. Dabei wird auf die aktuellen Verhältnisse des jeweiligen Bilanzstichtages abgestellt (unechtes Realkreditsplitting). Darüber hinaus beinhaltet der Ausweis ausschließlich Forderungen an inländische Privatpersonen und steht im Einklang mit der Solvabilitätsverordnung. Seit Mitte Oktober 2012 hat die Sparkasse die Erlaubnis für das Betreiben des Pfandbriefgeschäfts erlangt. Untergliederungen einzelner Positionen in der Bilanz, die sich für Pfandbriefbanken nach dem Formblatt 1 der RechKredV ergeben, sind, da die Sparkasse das Pfandbriefgeschäft nicht schwerpunktmäßig betreibt, im Anhang vorgenommen worden. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeKreditgeschäftDie Forderungen an Kunden und Kreditinstitute werden grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten bilanziert. Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungsbetrag und Nennwert werden unter den Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Sie werden grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig aufgelöst, im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung. Erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Für latente Risiken im Forderungsbestand bestehen Pauschalwertberichtigungen, die nach Erfahrungswerten (durchschnittliche Ausfälle der letzten fünf Jahre) bemessen werden. WertpapiereDie im Eigenbestand ausgewiesenen Wertpapiere sind vollständig der Liquiditätsreserve zugeordnet. Sämtliche Wertpapiere werden unter gleichzeitiger Berücksichtigung des Wertaufholungsgebotes nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Bewertung der Spezialfonds erfolgte zum Bilanzstichtag mit dem investmentrechtlichen Rücknahmepreis. Beteiligungen und Anteile an verbundenen UnternehmenAnteile an Beteiligungen und verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn besondere Umstände vorliegen. Immaterielle AnlagewerteImmaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. SachanlagenSachanlagen werden grundsätzlich zu den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern vermindert um planmäßige lineare und teilweise um steuerlich zulässige degressive Abschreibungen, bilanziert. Soweit erforderlich, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Aus Vereinfachungsgründen werden die geringwertigen Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von mehr als 150 EUR bis zu 1.000 EUR (ohne USt) analog zur steuerlichen Regelung des § 6 Abs 2a EStG in einem Sammelposten eingestellt, der linear mit je einem Fünftel jährlich abgeschrieben wird. Sonstige VermögensgegenständeBei den sonstigen Vermögensgegenständen werden die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Unterschiedsbeträge zum Ausgabebetrag werden unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. RückstellungenDie Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Beträgt die Zeitspanne bis zum erwarteten Erfüllungszeitpunkt mehr als ein Jahr, erfolgt eine Abzinsung mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Für das allgemeine Zinsänderungsrisiko ist eine Gesamtbetrachtung aller zinstragender Aktiva und Passiva des Bankbuchs einschließlich der Derivate vorgenommen worden. Hierbei ist die Ermittlung anhand einer barwertigen Betrachtung erfolgt. Als Zinsstrukturkurve wurde die Pfandbriefkurve zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2012 ergab sich kein Rückstellungsbedarf. Pensionsrückstellungen und ähnliche VerpflichtungenDie Pensionsrückstellungen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2005 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV nach dem Stand von Ende Oktober 2012 bekannt gegebenen Zinssatz in Höhe von 5,06% verwendet, der auf einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren beruht. Die bis zur voraussichtlichen Erfüllung zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen sind mit jährlich 1,75% berücksichtigt. Aufgrund des Tarifvertrages über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (VersTV - G) besteht die Verpflichtung, anspruchsberechtigte Beschäftigte bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse zu versichern. Diese Verpflichtung wird durch die Anmeldung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter bei der Emder Zusatzversorgungskasse für Sparkassen (ZVK) mit Sitz in Emden erfüllt. Träger ist der Sparkassenverband Niedersachsen in Hannover, der das Kassenvermögen der ZVK als Sondervermögen getrennt von seinem übrigen Vermögen verwaltet. Im Rahmen der Abkehr vom seit 1967 bestehenden Gesamtversorgungssystem hat die ZVK mit Wirkung vom 1.1.2003 u. a. den Versicherten- und Rentnerbestand in zwei getrennte Abrechnungsverbände unterteilt, den "Abrechnungsverband P" für die zu diesem Zeitpunkt Pflichtversicherten bzw. den "Abrechnungsverband R" für die sogenannten Altrentner. Seit diesem Zeitpunkt war der Abrechnungsverband P unter Zugrundelegung der Bewertungsparameter gemäß Altersvorsorge-Tarifvertrag-Kommunal vom 1.3.2002 kapitalgedeckt. Dagegen besteht bezüglich der Verpflichtungen gegenüber den Altrentnern eine Deckungslücke, die jährlich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wird. Die ZVK hält bis zur vollständigen Schließung der Deckungslücke am System der Umlagefinanzierung fest, räumt jedoch den Beteiligten die Möglichkeit ein, zur schnellen Ausfinanzierung Sonderzahlungen zu leisten. Die Sparkasse hat im Geschäftsjahr 2005 hiervon Gebrauch gemacht. Damit sind die Versorgungsverpflichtungen gegenüber den Altrentnern in Höhe des Ende 2005 ermittelten versicherungsmathematischen Bedarfs gedeckt. Die ZVK hat des Weiteren im Dezember 2008 schriftlich mitgeteilt, dass aus der Schließung des umlagefinanzierten Gesamtversorgungssystems im Jahr 2002, über die bisher geleisteten Beträge hinaus, eine weitergehende Ausfinanzierung aufgrund von Deckungslücken entstanden ist. Die Sparkasse ist im Geschäftsjahr 2009 der vorgenannten Versorgungsverpflichtung nachgekommen und hat sie durch eine Sonderzahlung ausgeglichen. Da auch die bisherige tarifliche Bewertungsmethodik der Pflichtversicherten (Abrechnungsverband P) den voraussichtlich zu erwartenden Verpflichtungsumfang nicht vollständig erfasste, hat die ZVK in der Vergangenheit hierauf bereits mit kontinuierlicher Stärkung ihrer Deckungsrückstellung reagiert. Mit Wirkung vom 31.12.2011 erfolgt nunmehr eine realistische und von tarifvertraglichen Vorgaben abweichende kassenspezifische Ermittlung der Deckungsrückstellung, die sämtliche künftig zu erwartenden Kosten und Risiken einbezieht. Der bisherige Beitragssatz von 4% erscheint hiernach und unter zusätzlicher Berücksichtigung der derzeitigen Kapitalmarktlage nach aktuellen Ermittlungen nunmehr nicht mehr auskömmlich. Dem wird durch eine mit Wirkung vom 1.1.2012 eintretende Anhebung auf 5% Rechnung getragen; in diesem Zusammenhang wird hinsichtlich der künftigen Kapitalerträge eine langfristige erzielbare Rendite von 4,25% zugrunde gelegt. Bemessungsgrundlage für den Beitrag sind die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte, sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 15,1 Mio. EUR. Fonds für allgemeine BankrisikenIm Hinblick auf die künftigen Eigenkapital-Anforderungen nach Basel III ist erstmals der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB mit 2,5 Mio. EUR dotiert worden. WährungsumrechnungDie Währungsumrechnung erfolgte gemäß § 256a HGB in Verbindung mit § 340h HGB sowie unter Berücksichtigung des IDW RS BFA 4. Dabei sind die in Fremdwährung geführten Bilanzposten zu den am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkursen in Euro umgerechnet worden. Ausnahmen hiervon bilden die nicht abgewickelten Termingeschäfte, deren Umrechnung auf dem ungespaltenen Terminkurs am Bilanzstichtag basiert. In den Beständen sind in derselben Währung gemäß § 340h HGB besonders gedeckte Geschäfte enthalten. Von der besonderen Deckung wird ausgegangen, soweit sich innerhalb einer Währung sämtliche bilanziellen Bestände sowie Termingeschäfte betragskongruent gegenüber stehen, eine Laufzeitkongruenz der Geschäfte wird hierbei nicht betrachtet. Bei den besonders gedeckten Geschäften handelt es sich um Geschäfte, die auf Kundenwunsch abgeschlossen wurden und durch gegenläufige Geschäfte mit inländischen Kreditinstituten gedeckt sind. Umrechnungsdifferenzen aus Geschäften außerhalb der besonderen Deckung werden entsprechend § 256a HGB bewertet. Die aus der Währungsumrechnung ermittelten Kursgewinne und -verluste werden saldiert je Währung in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen (Posten 8) bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Posten 12) erfasst. DerivateDie zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte werden in die Gesamtbetrachtung des Zinsänderungsrisikos einbezogen. Strukturierte Produkte werden nach den Rechnungslegungshinweisen des IDW RS HFA 22 und RS BFA 1 bilanziert. III. Erläuterungen zur BilanzFristengliederung
Auf die Aufteilung der anteiligen Zinsen auf die verschiedenen Restlaufzeiten wird gemäß § 11 RechKredV verzichtet. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Aktivseite
Passivseite
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnungzu 5. Provisionserträge Im Rahmen des Allfinanz-Angebots werden aus gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen für die Vermittlung von Lebens- und Sachversicherungen, Kreditkarten, Immobilien- und Investmentfondsanteilen sowie Bausparverträgen Provisionserträge erzielt. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen von Bedeutung
V. Sonstige AngabenAnteilsbesitzAngaben nach § 285 Nr. 11 HGB entfallen, da sie gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse von untergeordneter Bedeutung sind. Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses wurde im Hinblick auf die geringe Bedeutung der Mehrheitsbeteiligungen an der Sparkassen ImmobilienCenter GmbH, Bremerhaven, der Sparkassen Dienstleistungs GmbH, Bremerhaven, der Sparkassen VersicherungsCenter GmbH, Bremerhaven, sowie der Sparkassen Hausverwaltungs GmbH, Bremerhaven, gemäß § 296 Abs. 2 HGB Abstand genommen. Fremdwährung
Gesamtbetrag der für Verbindlichkeiten gestellten SicherheitenFür Offenmarktkredite der Deutschen Bundesbank sind Vermögenswerte in Höhe von TEUR 49.139 als Sicherheit übertragen worden. Zum Bilanzstichtag bestand eine Inanspruchnahme in Höhe von TEUR 20.000. Daneben sind für Geschäfte an Terminbörsen, die über die Bremer Landesbank abgewickelt werden, Wertpapiere mit einem Buchwert von TEUR 1.001 zur Verpfändung hinterlegt. Eine Inanspruchnahme bestand zum Abschlussstichtag nicht. Zur Sicherung aufgenommener zweckgebundener Refinanzierungsmittel sind Forderungen im Gesamtbetrag von TEUR 168.729 an Kreditinstitute abgetreten. DerivateDie noch nicht abgewickelten Termingeschäfte entfallen auf: Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von TEUR 104.164 (Zeitwert TEUR 67.340). Dabei handelt es sich um Kundengeschäfte, denen betrags- und fristenkongruente Deckungsgeschäfte gegenüber stehen und Geschäfte zur Begrenzung sonstiger Wechselkursrisiken. Zinsswaps mit einem Nominalbetrag von TEUR 337.525 (Zeitwert TEUR -12.213). Swaptions mit einem Nominalbetrag von TEUR 20.000 (Zeitwert TEUR -69). Die ausgewiesenen Zeitwerte enthalten keine Abgrenzungen und Kosten; positive und negative Zeitwerte innerhalb einer Produktart sind saldiert worden. Der Zeitwert für Devisentermingeschäfte ergibt sich aus dem aktuellen Terminkurs des Bilanzstichtages. Die noch nicht abgewickelten Zinsderivate wurden im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos abgeschlossen. Bei den Kontrahenten im Derivategeschäft handelt es sich ausschließlich um deutsche Kreditinstitute. Die Ermittlung der Marktwerte aus diesen Positionen erfolgte anhand eines zentral in der Sparkassenorganisation eingesetzten Programms, das auf bankaufsichtlich anerkannten Bewertungsmethoden basiert. Es bestehen ferner strukturierte Wertpapiere im Nominalvolumen von TEUR 1.500 (Marktwert: TEUR 1.347), die in der Aktivposition 5 enthalten sind. PfandbriefeNachfolgend sind die Posten der Bilanz gemäß den Vorschriften für Pfandbriefbanken zum Formblatt 1 der RechKredV aufgegliedert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nur die Posten zusätzlich untergliedert, die Pfandbriefe und die sichernden Aktiva enhalten. Die regelmäßigen Transparenzvorschriften des § 28 PfandBG werden durch Veröffentlichung über die Homepage der Sparkasse im Internet unter www.sparkasse-bremerhaven.de erfüllt.
Umlauf der Hypothekenpfandbriefe und Deckungsmassen gem. § 28 Abs. 1 Nr. 1 PfandBG (alle Beträge in Mio. Euro):
In der Deckungsmasse befinden sich keine Derivate.
*) nach statischem Verfahren gem. PfandBarwertV
Verteilung von Hypothekenpfandbriefumlauf nach Laufzeitstruktur und Deckungsmasse nach Zinsbindungsfristen gem. § 28 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG (alle Beträge in Mio. Euro):
In der Deckungsmasse befinden sich keine Derivate. Zusammensetzung der Deckungsmasse gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 1 PfandBG (alle Beträge in Mio. Euro):
Außerhalb Deutschlands befinden sich keine Grundstückssicherheiten. Eventuelle Abweichungen in den Summen beruhen auf maschinellen Rundungen. Die folgenden Angaben gelten jeweils für die in die Deckungsmasse einbezogenen Forderungen: Rückständige Leistungen auf die in die Deckungsmassen einbezogenen Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Am Abschlussstichtag waren keine Zwangsversteigerungs- und Zwangsverwaltungsverfahren anhängig. Im Geschäftsjahr wurden keine Zwangsversteigerungen durchgeführt. Während des Geschäftsjahres hat die Sparkasse keine Grundstücke zur Vermeidung von Verlusten an Hypotheken übernommen. Am Abschlussstichtag bestanden keine rückständigen Zinsen die nicht bereits in vorhergehenden Jahren abgeschrieben wurden. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterIm Jahresdurchschnitt sind beschäftigt worden:
Verwaltungsrat
Vorstand
VorstandsvertreterThomas Rebstock Alexander zu Putlitz Folgende Mitglieder des Vorstandes nehmen Mandate in Aufsichtsgremien der nachstehend genannten Unternehmen wahr:
Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 86. Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes gemäß § 285 Abs. 9a HGB TEUR 612. Die Ruhegehaltsaufwendungen an ehemalige Mitglieder des Vorstandes sowie deren Hinterbliebene beliefen sich auf TEUR 352. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.562. Die den Verwaltungsratsmitgliedern gewährten Kredite valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 666 bzw. bei den Vorstandsmitgliedern mit TEUR 3. Honorar für den AbschlussprüferIm Geschäftsjahr sind folgende Aufwendungen für den Abschlussprüfer angefallen: TEUR 278 für Abschlussprüfungsleistungen bzw. TEUR 64 für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen.
Bremerhaven, den 27. Mai 2013 Sparkasse Bremerhaven - Der Vorstand - Perl Klett Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sparkasse Bremerhaven für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 27. Mai 2013 Prüfungsstelle
des
Jacobs, Wirtschaftsprüferin Bericht des VerwaltungsratesWährend des Geschäftsjahres 2012 wurde der Verwaltungsrat vom Vorstand in regelmäßigen Abständen über die wirtschaftliche und geschäftliche Entwicklung der Sparkasse Bremerhaven in Kenntnis gesetzt. In vier Sitzungen sind der Verwaltungsrat und der Kreditausschuss zusammengetroffen, um den ihnen von Gesetz und Satzung aufgetragenen Aufgaben nachzukommen. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und den Lagebericht 2012 der Sparkasse Bremerhaven hat die Prüfungsstelle des Hanseatischen Sparkassen- und Giroverbandes, Hamburg, geprüft. Der Abschlussprüfer hat in seinem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erklärt, dass die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung entsprechen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt, dass der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt werden. Der Verwaltungsrat hat den geprüften Jahresabschluss und den Lagebericht festgestellt, nahm vom Geschäftsbericht Kenntnis und erteilte dem Vorstand Entlastung. Der Verwaltungsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes in seiner heutigen Sitzung an, den Bilanzgewinn in Höhe von 2,7 Millionen Euro in die Sicherheitsrücklage der Sparkasse einzustellen. Der Verwaltungsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Sparkasse für die im Jahr 2012 geleistete Arbeit. Der Dank gilt ebenso allen Kunden und Geschäftsfreunden der Sparkasse für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.
Bremerhaven, 27. Mai 2013 Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Melf Grantz, Oberbürgermeister |
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