A-ROSA Flussschiff GmbH

Loggerweg 5, 18055 Rostock, DEU

Master Data

Registry
Register court Rostock HRB 8503
Registered
9/25/2000
Industry
Activities of holding companiesOperation of terminal facilities for passenger transport, including bus stationsManagement activities of other holding companies
Purpose
Betrieb von Flusskreuzfahrten sowie aller damit zusammenhängender Geschäfte.Die Gesellschaft kann sich mittelbar oder unmittelbar an anderen Unternehmen beteiligen und die Geschäftsführung anderer Unternehmen übernehmen. Sie ist berechtigt, im In- und Ausland gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu gründen oder sie zu erwerben sowie Zweigniederlassungen zu errichten.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Rolf-Dieter Maltzahn
since 2/7/2025
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified0.00% unresolved

Unresolved chains (2)

NameOwnership
0.00%
Bromo S.à r.l.LUX
0.00%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

A-ROSA Flussschiff GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die A-ROSA Flussschiff GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der A-ROSA Flussschiff GmbH, Rostock - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der A-ROSA Flussschiff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und den Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den J ahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem J ahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses J ahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des J ahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 28. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fröhlich, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 439.927,90 451.402,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
439.928,90 451.403,86
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 1,85 1,85
2. Flussschiffe 74.115.141,86 77.376.476,90
3. Technische Anlagen und Maschinen 154.081,07 135.231,44
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.492.420,42 375.646,48
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 759.362,25 59.008,98
78.521.007,45 77.946.365,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.470,97 25.470,97
78.986.407,32 78.423.240,48
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Betriebsstoffe 2.036.064,29 1.497.041,31
2. Waren 743.787,83 554.393,28
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 3.076,22
2.779.852,12 2.054.510,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Leistungen 480.569,56 283.093,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.263.689,44 28.844.165,55
davon gegen Gesellschafter EUR 15.745.237,56 (Vj. EUR 14.615.221,66)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.819.858,19 1.355.419,17
35.564.117,19 30.482.678,14
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.732.623,78 2.725.563,66
40.076.593,09 35.262.752,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.176.273,44 20.737.410,41
138.239.273,85 134.423.403,50

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 41.094.562,84 20.000.000,00
III. Gewinnvortrag 14.693.355,39 40.424.131,66
IV. Jahresfehlbetrag -11.858.590,54 -25.730.776,27
43.954.327,69 34.718.355,39
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 23.853,14 52.162,21
2. Sonstige Rückstellungen 1.921.874,74 3.014.586,32
1.945.727,88 3.066.748,53
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47.515.902,89 56.183.303,16
2. Erhaltene Anzahlungen auf Reisen 11.323.497,42 8.050.998,13
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.011.272,20 5.589.713,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.059.846,83 26.143.323,95
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 17.249.404,97 (Vj. EUR 21.094.562,84)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 428.698,94 590.956,23
davon aus Steuern EUR 52.562,04 (Vj. EUR 77.386,63)
92.339.218,28 96.558.294,58
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 80.005,00
138.239.273,85 134.423.403,50

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 103.322.406,30 76.492.664,62
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 304.868,19 283.359,47
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.433.210,87 5.602.538,23
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 15.340,18 (Vj. EUR 6.171,08)
109.060.485,36 82.378.562,32
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.529.130,03 11.470.337,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 41.181.964,69 31.776.155,08
56.711.094,72 43.246.492,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.442.224,89 4.899.089,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 912.253,91 791.569,36
davon für Altersversorgung EUR 75.401,89 (Vj. EUR 73.613,29)
6.354.478,80 5.690.658,64
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.055.905,86 3.587.060,49
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 51.638.372,08 52.580.954,50
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 16.638,39 (Vj. EUR 18.645,78)
118.759.851,46 105.105.166,32
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.135.105,48 592.202,53
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.131.879,42 (Vj. EUR 592.202,53)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.222.517,21 3.503.864,66
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 1.141.765,73)
-2.087.411,73 -2.911.662,13
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.001,76 -33.750,94
11. Ergebnis nach Steuern -11.781.776,07 -25.672.017,07
12. Sonstige Steuern 76.814,47 58.759,20
13. Jahresfehlbetrag -11.858.590,54 -25.730.776,27

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma A-ROSA Flussschiff GmbH mit Sitz in Rostock im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRB 8503 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear um planmäßige Abschreibungen vermindert. Software wird über einen Zeitraum von 3 Jahren, der Geschäfts- oder Firmenwert über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear um planmäßige Abschreibungen über einen Zeitraum zwischen 5 bis 10 Jahren (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) und 30 Jahren unter Berücksichtigung eines Schrottwertes in Höhe von 15 % der Anschaffungskosten (Flussschiffe) vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis zu EUR 1.000,00 wird die Poolabschreibung über 5 Jahre angewandt.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Sie umfassen die Anteile an der A-ROSA Reederei GmbH, Chur, Schweiz sowie die Anteile an der Ship & Dock Service GmbH, Passau.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellungen sind kurzfristig und müssen daher nicht abgezinst werden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Umsatzerlöse des Bereichs "Landausflüge" werden mit den korrespondierenden Aufwendungen für bezogene Leistungen saldiert dargestellt. Die A-ROSA Flussschiff GmbH, Rostock, tritt lediglich als Vermittler der Landausflüge auf. Insofern wird in den Umsatzerlösen nur die Provision aus der Vermittlung der Landausflüge ausgewiesen.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die 'Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Für den Geschäfts- oder Firmenwert des im Jahr 2003 übernommenen Unternehmens Seetours River Cruises GmbH, Rostock, wird eine Nutzungsdauer von mehr als 5 Jahren zugrunde gelegt, da es sich bei Flusskreuzfahrten um eine Produktgruppe mit typischen Lebenszyklen von bis zu 25 Jahren handelt. Der Markt für diese Produktgruppe verändert sich aufgrund der Komplexität des Produktes, der kleinen Zahl von Anbietern, der hohen Wettbewerbsintensität im stationären Reisebürohandel und der geringen Markttransparenz beim Verbraucher sowie der hieraus resultierenden hohen Markteintrittsbarrieren nur sehr langsam. Die Produktgruppe zeichnet sich zudem durch eine lange Markteinführungsphase aus, da die geringe Umsatzbedeutung der volumenmäßig sehr kleinen Nische die Durchdringung des stationären Handels erschwert.

Die A-ROSA Flussschiff GmbH, Rostock, hält zum Bilanzstichtag folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen an Unternehmen:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil in % Eigenkapital Jahresergebnis
(TEUR) (TEUR)
A-ROSA Reederei GmbH, Chur, Schweiz mit Zweigniederlassung in Cardiff, UK 100 6.431 3.512
A-ROSA erste Schiffsbeteiligungs- GmbH, Chur, Schweiz 100 284 24
A-ROSA zweite Schiffsbeteiligungs-AG, Chur, Schweiz 100 285 37
A-ROSA dritte Schiffsbeteiligungs-AG, Chur, Schweiz 100 159 66
Ship & Dock Service GmbH, Passau 50 23 6

Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um Dieselbestände und Waren auf den Flusskreuzfahrtschiffen sowie um sonstige Betriebsstoffe.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Leistungen wurden im Berichtsjahr durch Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.830 (Vj. TEUR 1.860) und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 36) gemindert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus gewährten Darlehen an die Gesellschafterin (TEUR 14.422; Vj. TEUR 13.439) sowie aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 1.323 (Vj. TEUR 1.177). Weiterhin beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Kautionszahlungen an die A-ROSA Reederei GmbH, Chur, Schweiz, (TEUR 13.949; Vj. TEUR 13.810) sowie Forderungen aus einem gewährten Gesellschafterdarlehen an die Ship & Dock Service GmbH (TEUR 246, Vj. TEUR 236).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr, mit Ausnahme des Darlehens an die Cruise Invest GmbH, Rostock, welches vom Darlehensnehmer jederzeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist von drei Monaten gekündigt werden kann. Der Darlehensnehmer darf das Darlehen während der Laufzeit jederzeit teilweise oder vollständig an die A-ROSA Flussschiff GmbH, Rostock, zurückzahlen. Das Darlehen, oder der Restbetrag des Darlehens, ist spätestens am 15. Juli 2024 zur Rückzahlung fällig.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegen TEUR 1.358 (Vj. TEUR 2.247) Verfügungsbeschränkungen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen überwiegend aus der Chartersonderrate für das von der A-ROSA Reederei, Chur gecharterte Schiff A-ROSA Sena in Höhe von TEUR 16.485 (Vj. TEUR 18.311). Der Posten wird seit dem Jahr 2022 über 10 Jahre linear aufwandswirksam aufgelöst.

Aktive latente Steuern

Etwaige aktive latenten Steuern wurden nicht aktiviert.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage besteht zum einen aus Einzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 20.000. Zum anderen wurde die Kapitalrücklage im Jahr 2023 um TEUR 21.095 durch Umwandlung von Gesellschafterdarlehen der Cruise Invest GmbH in gleicher Höhe erhöht.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten Steuern der Betriebsstätte in der Schweiz in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 32) sowie Verbrauchssteuerzahlungen in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 20).

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für sonstige bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 634 (Vj. TEUR 1.224), für Schiffsbetriebs- und Instandhaltungskosten in Höhe von TEUR 775 (Vj. TEUR 735), für Vertriebs- und Marketingkosten in Höhe von TEUR 429 (Vj. TEUR 814), für Personalkosten in Höhe von TEUR 64 (Vj. TEUR 221) sowie für sonstige rechtliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 20) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Art der Verbindlichkeiten Gesamt Betrag Restlaufzeit
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
(TEUR) (TEUR) (TEUR) (TEUR)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47.516 12.316 35.200 0
(Vorjahr) (56.183) (10.311) (45.873) (1.010)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Reisen 11.323 11.321 2 0
(Vorjahr) (8.051) (8.049) (2) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.011 11.029 982 0
(Vorjahr)* (5.590) (5.590) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.060 4.060 17.000 0
(Vorjahr) (26.143) (5.049) (21.095) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 429 429 0 0
(Vorjahr) (591) (591) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Schiffshypotheken, eine Ausfallgarantie seitens des Hauptinvestors, durch Abtretungen von Einnahmen aus dem Betrieb der Flusskreuzfahrtschiffe, durch Abtretungen aus Rechten aus Schiffsversicherungen sowie durch die Abtretung von Rechten aus Bauverträgen besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus gewährten Darlehen vom Gesellschafter in Höhe von TEUR 17.000 (Vj. TEUR 21.095) sowie aus dem laufenden Leistungsverkehr des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 4.060 (Vj. TEUR 5.049).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die A-ROSA Reederei GmbH, Chur, Schweiz, hält sieben Flussschiffe im wirtschaftlichen Eigentum, die sie bemannt in einem einheitlichen Vertragswerk an die A-ROSA Flussschiff GmbH, Rostock, verchartert.

Ebenso chartert die A-ROSA Flussschiff GmbH, Rostock, seit 2019 von der A-ROSA Reederei GmbH, Chur, Schweiz, unbefristet ein weiteres Schiff, welches auf dem Douro in Portugal verkehrt. Das Schiff wird bemannt und bereedert vermietet. Es befindet sich nicht im Eigentum der A-ROSA Reederei GmbH, Chur, Schweiz, welche dieses Schiff wiederum von einer portugiesischen Reederei bis Dezember 2028 mit Verlängerungsoption chartert.

Die sich daraus ergebenden jährlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren belaufen sich regulär auf circa TEUR 19.199 (Vj. TEUR 16.970), wobei TEUR 5.652 (Vj. TEUR 5.163) auf das auf dem Douro verkehrende Schiff entfallen. Aus sonstigen Miet- und Leasingverträgen resultiert eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 1.784 (Vj. TEUR 1.642).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beinhalten nahezu ausschließlich Erträge aus der Durchführung von Flusskreuzfahrten.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt in untenstehender Übersicht nach Tätigkeitsbereichen und Fahrtgebieten.

2023 2022
Mio. EUR % Mio. EUR %
Umsatzerlöse
- nach Tätigkeitsbereichen
Passage 91,3 88,4 66,6 87,0
Tour Operator 6,0 5,8 5,9 7,7
On Board 6,0 5,8 3,7 4,9
Vollpension 0,0 0,0 0,3 0,4
103,3 100,0 76, 5 100,0
- nach Fahrtgebieten (Regionen)
Donau 31,3 30,4 19,0 24,9
Rhône 11,5 11,1 9,6 12,6
Rhein 30,4 29,0 21,7 28,4
RMD 15,2 15,0 13,8 18,0
Seine 6,4 6,3 4,6 6,0
Douro 8,5 8,2 7,8 10,1
103,3 100,0 76,5 100,0

Die Umsätze auf dem Rhein enthalten Mio. EUR 14,2 (Vj. Mio. EUR 8,8) aus dem neuen seit Juli 2022 gecharterten Schiff MS A-ROSA Sena.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen für Schäden an den Schiffen und den damit zusammenhängenden Verdienstausfällen in Höhe von TEUR 2.961 (Vj. TEUR 607) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Instandhaltungsausgaben für die Flussschiffflotte in Höhe von TEUR 5.406 (Vj. TEUR 8.532) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Besteuerung des operativen Geschäftsbetriebs der schweizerischen Betriebsstätte sowie die Besteuerung von Zinserträgen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Jörg Eichler (Gesamtgeschäftsführer), CEO, gesamtverantwortlich

Der im Geschäftsjahr 2023 tätige Geschäftsführer hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres 2023 betrug die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter bei der A-ROSA Flussschiff GmbH, Rostock, 108 (Vj. 97), davon 9 leitende Angestellte (Vj. 9). Um den tatsächlichen Verhältnissen im Unternehmen gerecht zu werden, haben wir die Berechnungsweise für die durchschnittliche Mitarbeiterzahl umgestellt auf die Summe aus je einem Zwölftel der zu jedem Monatsende beschäftigten Mitarbeiteranzahl.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Abschlussprüferhonorare

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar ist im Konzernabschluss der DS Albatross Investment GmbH, Frankfurt am Main, enthalten.

Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 Verträge über derivative Finanzinstrumente mit dem Ziel abgeschlossen, Zinsänderungsrisiken bestehender Finanzierungen, variabel auf Euribor-Basis, abzusichern. Die Finanzinstrumente bestehen zum 31. Dezember 2023 aus einem Zinscap mit einem Nominalwert von TEUR 3.380 und einem Zeitwert von TEUR -12 sowie einem Zinscap mit einem Nominalwert von TEUR 4.565 und einem Zeitwert von TEUR 11. Die Bewertung basiert auf Marktwerten (mark-to-market), die von Kreditinstituten eingeholt wurden. Die Zinssicherungsgeschäfte werden grundsätzlich in einer Bewertungseinheit mit der variabel verzinsten Basisfinanzierung betrachtet.

Konzernverhältnisse

Die A-ROSA Flussschiff GmbH ist 100 %-ige Tochter der Cruise Invest GmbH, Rostock, (HRB-Nr. 11106). Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Cruise Invest GmbH, Rostock, einbezogen. Die Cruise Invest GmbH, Rostock, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Somit ist die A-ROSA Flussschiff GmbH gemäß §291 Abs. 2 Satz 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der DS Albatross Investment GmbH, Frankfurt am Main, (HRB-Nr. 110356) erstellt und im Unternehmensregister offengelegt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben könnten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von TEUR 2.835 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Rostock, 28. März 2024

Geschäftsführung

Jörg Eichler

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3.634.669,57 180.165,60 0,00 0,00 3.814.835,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 738.704,84 0,00 0,00 0,00 738.704,84
4.373.374,41 180.165,60 0,00 0,00 4.553.540,01
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 48.759,81 0,00 0,00 0,00 48.759,81
2. Flussschiffe 114.366.745,02 0,00 0,00 0,00 114.366.745,02
3. Technische Anlagen und Maschinen 224.111,40 47.734,00 0,00 0,00 271.845,40
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.084.063,95 3.690.819,83 13.500,00 0,00 5.761.383,78
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.008,98 700.353,27 0,00 0,00 759.362,25
116.782.689,16 4.438.907,10 13.500,00 0,00 121.208.096,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.470,97 0,00 0,00 0,00 25.470,97
121.181.534,54 4.619.072,70 13.500,00 0,00 125.787.107,24
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugäneg Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3.183.266,71 191.640,56 0,00 3.374.907,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 738.703,84 0,00 0,00 738.703,84
3.921.970,55 191.640,56 0,00 4.113.611,11
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 48.757,96 0,00 0,00 48.757,96
2. Flussschiffe 36.990.268,12 3.261.335,04 0,00 40.251.603,16
3. Technische Anlagen und Maschinen 88.879,96 28.884,37 0,00 117.764,33
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.708.417,47 574.045,89 13.500,00 2.268.963,36
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
38.836.323,51 3.864.265,30 13.500,00 42.687.088,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
42.758.294,06 4.055.905,86 13.500,00 46.800.699,92
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 439.927,90 451.402,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
439.928,90 451.403,86
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 1,85 1,85
2. Flussschiffe 74.115.141,86 77.376.476,90
3. Technische Anlagen und Maschinen 154.081,07 135.231,44
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.492.420,42 375.646,48
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 759.362,25 59.008,98
78.521.007,45 77.946.365,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.470,97 25.470,97
78.986.407,32 78.423.240,48

Lagebericht für 2023

Grundlagen A-ROSA Flussschiff GmbH

Die A-ROSA Flussschiff GmbH ist einer der führenden deutschen Anbieter von Kreuzfahrten auf europäischen Flüssen. Im Premiumsegment werden Kreuzfahrten auf Rhein, Main und Mosel, Donau, Rhöne/Saöne sowie Seine und Douro angeboten. Derzeit gehören dreizehn Schiffe zur Flotte, die mit einem umfangreichen Service und moderner Ausstattung die Annehmlichkeiten eines Hotels mit den Vorzügen einer Kreuzfahrt verbinden.

An Bord werden die Gäste im Tarif Premium alles inklusive von abwechslungsreichen Buffets, hochwertigen Getränken sowie im SPA-ROSA mit Sauna, Massage- und Fitnessraum verwöhnt. Ein Höhepunkt ist es, das einmalige Landschaftskino auf dem Sonnendeck oder dem Kabinenbalkon an sich vorbeiziehen zu lassen. Dank der Liegeplätze im Herzen der Städte sind die Wege in die Zentren von Europas Metropolen oder zu berühmten Kultur- und Natur- Höhepunkten kurz. Für einen gelungenen Urlaub mit der ganzen Familie sorgen großzügige Kabinen, ein Kids Club, beheizbare Außenpools, die kostenlose Mitreise von Kindern bis einschließlich 15 Jahre und ein Programm, das individuellen Bedürfnissen gerecht wird.

Das Unternehmen unterhält Büros in der Hansestadt Rostock in Mecklenburg-Vorpommern und in Chur in der Schweiz. 2023 verzeichnete die Gesellschaft einen Gesamtumsatz von 103,3 Mio. Euro und einen Jahresfehlbetrag von 11,9 Mio. Euro.

Die Positionierung der A-ROSA Flussschiff GmbH basiert auf den folgenden Grundsätzen:

Innovatives Markenprodukt

Premiumstellung mit konsequenter Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen

Qualitätsführerschaft im Markt für Flusskreuzfahrten

Vergrößerung des Zielgruppen-Potentials durch Etablierung als alternative und sichere Städtereise sowie als Mehrgenerationen-Urlaub

Kosteneffizienz und Profitabilität

Integriertes Geschäftsmodell entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wachstumsraten der Weltwirtschaft lagen im 1. und 2. Quartal 2023 bei 0,9 %bzw. 0,5 % gegenüber dem Vorquartal und somit nahe am durchschnittlichen Wachstum von 0,7 %der Jahre 2010 bis 2019. Die Weltkonjunktur erwies sich damit im 1. Quartal 2023 trotz hoher Inflationsraten und der weltweiten geldpolitischen Straffung als widerstandsfähig. Im 2. Quartal 2023 hat sich das Expansionstempo jedoch verlangsamt. Die globale Industrieproduktion stagnierte im 1. Halbjahr 2023 und signalisierte eine leichte Abkühlung der Weltwirtschaft. Der globale Warenhandel ging in der 1. Jahreshälfte 2023 gegenüber der 2. Jahreshälfte 2022 um 1,9 %zurück. 1 Im 3. Quartal beschleunigte sich die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt, weil sowohl in China als auch in den USA die Expansionsdynamik zulegte. Die globale Industrieproduktion stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal, ein nachhaltiger Aufschwung zeichnete sich aber noch nicht ab. Der weltweite Warenhandel sank hingegen das vierte Quartal in Folge. Die Konsumstruktur der privaten Haushalte hat sich nach dem Ende der Pandemie in vielen Ländern normalisiert und anstelle von Waren werden wieder vermehrt Dienstleistungen nachgefragt, was den Welthandel belastet. Der Rohölpreis hat sich Ende des Jahres auf mittlerem Niveau stabilisiert, der Erdgaspreis ist seit dem Sommer hingegen gestiegen. Die Leitzinssätze dürften in den USA und im Euroraum die Höchststände erreicht haben. Die Inflation ist in beiden Wirtschaftsräumen deutlich gesunken, während die Arbeitsmärkte nach wie vor angespannt sind. 2 Für das gesamte Jahr 2023 erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des globalen BIP um 2,7 % 3

Im Euroraum hat sich die Konsumnachfrage der privaten Haushalte angesichts der ungünstigeren Reallohnentwicklung hingegen abgeschwächt. Zudem belastete der Energiepreisschock des Vorjahres die Industriekonjunktur, vor allem in den industriestarken Regionen Mitteleuropas. Die gesamtwirtschaftliche Produktion blieb vom 4. Quartal 2022 bis zum 3. Quartal 2023 weitgehend unverändert. Dennoch sind die Arbeitsmärkte auch im Euroraum weiterhin angespannt. Die demografisch bedingte Verknappung des Arbeitskräfteangebots erhöht die Suchkosten und senkt die Rekrutierungschancen der Unternehmen. Beschäftigte dürften daher trotz Unterauslastung eher in den Betrieben gehalten werden.

1 Sachverständigenrat Wirtschaft (November 2023): Jahresgutachten 23/24. Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren. Langfassung, S. 19 (https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf)
2 ifo Schnelldienst (Sonderausgabe Dezember 2023): ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken, S. 3 (https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-winter-2023)
3 Sachverständigenrat Wirtschaft (November 2023): Jahresgutachten 23/24. Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren. Kurzfassung, S. 4 (https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf)

Die Inflationsrate sank zuletzt zügig, auf 2,4 % im November 2023, und befindet sich somit nur mehr knapp über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). 4

Die deutsche Wirtschaftsleistung lag Ende 2023 nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro- Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Diese Entwicklung ist angesichts der im vergangenen J ahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. 5 Zwar haben im Verlauf des J ahres die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Insgesamt kühlte sich die Konjunktur seit J ahresbeginn spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite J ahreshälfte erwartet wurde, blieb aus. Unternehmen klagen zunehmend über eine zu geringe Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. 6

Der Sachverständigenrat erwartet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im J ahr 2023 um 0,4 %zurückgeht. Hierfür ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch den starken Rückgang der staatlichen Konsumausgaben zu Jahresbeginn 2023. 7

Für das J ahr 2023 hatten die Europäer insgesamt rund 12,1 Billionen Euro zur Verfügung, die sie für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, Energiekosten, private Altersvorsorge, Versicherungen, Urlaub, Mobilität oder auch Konsumwünsche ausgeben konnten. Pro Kopf entspricht dies einer durchschnittlichen Kaufkraft von 17.688 Euro, was ein Wachstum von nominal 5,8 Prozent im Vergleich zum revidierten Vorjahreswert bedeutet. 8

4 ifo Schnelldienst (Sonderausgabe Dezember 2023): ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken, S. 4 (https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-winter-2023)
5 Sachverständigenrat Wirtschaft (November 2023): Jahresgutachten 23/24. Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren, S. 1 (https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/ gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf
6 ifo Schnelldienst (Sonderausgabe Dezember 2023): ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken, S. 8 (https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-winter-2023)
7 Sachverständigenrat Wirtschaft (November 2023): Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren. Kurzfassung, S. 4 (https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf)

Die Inflation in Deutschland betrug gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem Vorjahr im September 2023 4,5 % Damit ist sie im Vergleich zum diesjährigen Höchststand von 8,7 %im J anuar 2023 deutlich gesunken. Der Rückgang ist auf geringere Preissteigerungen bei allen Komponenten zurückzuführen. Die Kerninflation, also die Teuerung aller Güter ohne Energie und Nahrungsmittel, betrug im September 2023 4,5 % und ist inzwischen zum Haupttreiber der Teuerung geworden. Die Gesamtrate dürfte im J ahr 2023 6,1 %betragen. 9 Die Preissteigerung lag in Deutschland im J ahr 2023 somit deutlich über der in anderen wichtigen Volkswirtschaften, insbesondere in den USA und China. 10

Touristik

Der internationale Tourismus erreichte im Zeitraum Januar bis September 2023 wieder 87 %des Niveaus vor der Pandemie (-13 %gegenüber 2019), unterstützt durch einen anhaltenden Nachholbedarf im 3. Quartal 2023. Zwischen Januar und September 2023 reisten schätzungsweise 975 Millionen Touristen ins Ausland, was einem Anstieg von 38 % gegenüber denselben Monaten des Jahres 2022 entspricht, allerdings 13 %weniger als 2019. Die internationalen Tourismuseinnahmen könnten im Jahr 2023 1,4 Billionen USD erreichen, was etwa 93 %der 1,5 Billionen USD entspricht, die die Reiseziele im Jahr 2019 erwirtschaftet haben. Diese Ergebnisse spiegeln die starke Erholung der Nachfrage im Jahr 2023 wider.

Aufgeschlüsselt nach Regionen führt der Nahe Osten weiterhin die relative Erholung an, mit Ankünften, die 20%über dem Niveau vor der Pandemie in den ersten neun Monaten des J ahres 2023 liegen. Europa, die weltweit größte Zielregion, erreichte 94 %des Niveaus vor der Pandemie, unterstützt durch eine robuste Nachfrage innerhalb der Region.

8 GfK (Oktober 2023): Die Kaufkraft der Europäer steigt 2023 auf 17.688 Euro, S. 1. (https://www.gfk.com/hubfs/website/editorial_ui_pdfs/20231025_PM_Kaufkraft-Europa_2023_dfin.pdf)
9 Sachverständigenrat Wirtschaft (November 2023): Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren. Kurzfassung, S. 4 (https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf)
10 Sachverständigenrat Wirtschaft (November 2023): Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren. Kurzfassung, S. 18 (https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf)

Es wird erwartet, dass die Zahl der internationalen Ankünfte im Jahr 2023 insgesamt 1,3 Milliarden erreichen wird, was einem Anstieg von 33 % gegenüber 2022 und fast 90 % des Niveaus vor der Pandemie entspricht. 11

Mit positivem Endergebnis endet auch das gesamte deutsche Touristikjahr 2022/23 (+7 % zu 2018/19). Die vergangene Wintersaison 2022/23, die noch mit einem Minus von 4 %abgeschlossen hatte, schmälert die Bilanz. Insgesamt sind im abgelaufenen Touristikjahr 15 % weniger Bundesbürger mit einer organisierten Veranstalterreise verreist als vor der Pandemie im Touristikjahr 2018/19.

Der Sommer 2023 endete mit einem erfreulichen Umsatzwachstum in Höhe von 12 % im Vergleich zu 2019 bzw. 15 %zum Vorjahr. Damit ist sie die erste Reisesaison seit Ausbruch der Corona-Pandemie, die in Umsatz wieder eine positive Bilanz erreicht. In gebuchten Personen fehlen der Sommersaison im Vergleich zu 2019 allerdings 12,5 % Das heißt, das Umsatzwachstum resultiert aus gestiegenen Urlaubspreisen bzw. -ausgaben. Die zunehmende Erholung von Fernreisen und Kreuzfahrten im Laufe des J ahres gleicht zumindest einen Teil der fehlenden gebuchten Personen wieder aus: Zum Vorjahr steigt die Anzahl um 8 %

Die Wintersaison 2023/2024 wies Ende Oktober 2023 ein Wachstum von 7 %gegenüber dem Vor-Corona-Winter und von 46 %zum Vorjahreswinter auf. Der Last Minute-Anteil blieb weiterhin ungewöhnlich hoch - 13 %des Monatsumsatzes waren im Oktober z.B. noch kurzfristigen Urlaubsbuchungen mit Abreise in demselben Monat geschuldet. 12

Neben den Flugpauschalreisen zu den Sonnenzielen auf der Fern- und Mittelstrecke waren auch die Hochseekreuzfahrten 2023 zurück auf Kurs. Annähernd so viele Gäste wie im Winter 2018/19 haben bereits einen Urlaub auf den Weltmeeren zwischen dem 1. November 2023 und dem 30. April 2024 gebucht. Ende Oktober 2023 lag der Umsatz bereits 7 %über dem Vor-Corona-Vergleichswert. Die Talsohle aus der Pandemiezeit ist weitestgehend überwunden. 13

Wie aus dem Tats-Reisebüro-Spiegel hervorgeht, verzeichnete der kumulierte fakturierte Reisebüro-Umsatz über alle Sparten Ende September 2023 ein Plus von 13,4 %gegenüber 2019 und bei den Kreuzfahrten 11,1 % Der touristische Auftragsbestand lag im September 2023 im Vergleich zum September 2019 mit einem Plus von 9,9 Prozent im positiven Bereich. Beim touristischen Auftragsbestand nach Reisedatum bis zum Ende des touristischen J ahres wurde sogar ein Plus von 33,9 Prozent registriert. In der Sparte Kreuzfahrten fiel der Zuwachs mit jeweils gut 41,3 Prozent für September sowie kumuliert (68,9 Prozent) höher aus als in der Touristik insgesamt. 14

11 UNWTO (November 2023): World Tourism Barometer, Volume 21, Issue 4, Auszug, S. 1 (https://www.e-unwto.org/doi/abs/10.18111/wtobarometereng.2023.21.1.4?role=tab)
12 mTDA (November 2023): "Sommersaison und Touristikjahr enden mit Zuwächsen", S. 1-3 (https://traveldataanalytics.de/sommersaison-und-touristikjahr-enden-mit-zuwaechsen)
13 DRV (Oktober 2023): Die Urlaubstrends für diesen Winter: Fernreisen und Hochseekreuzfahrten, S. 1 (https://www.drv.de/newsroom/detail/die-urlaubstrends-fuer-diesen-winter-fernreisen-und-hochseekreuzfahrten.html)

Mit einer Steigerung des Passagieraufkommens von 183.000 auf 320.000 Passagiere auf den Flusskreuzfahrtschiffen verglichen mit 2021 konnte die Branche die Auslastung bereits im Jahr 2022 um 75 %steigern. 15 Dieser Trend setzte sich in der Saison 2023 fort. Bereits in den ersten Januarwochen 2023 zogen die Buchungszahlen kräftig an. Im Zuge der sich anbahnenden Konsolidierung am Flusskreuzfahrtmarkt begannen manche Unternehmen nach einer Pause wieder mit dem vorsichtigen Ausbau ihrer Kapazitäten. Eine Reihe von Neubauten kam auf den Markt. Andere Unternehmen vergrößerten ihre Kapazität durch Charterschiffe, die bisher vorwiegend für ausländische Kunden eingesetzt wurden. Eine Hamburger Hotelgruppe wagte sich sogar mit der Übernahme von fünf Flussschiffen aus der Insolvenz eines US-Unternehmens neu auf den Markt und versucht jetzt, im gehobenen Preissegment einen Kundenstamm aufzubauen.

Die Zahlen des herausragenden J ahres 2019 konnte die Branche 2023 aber wohl nicht wieder erreichen. Vor allem der totale Ausfall des Russlandgeschäfts macht sich negativ bemerkbar. Es fehlt auch noch die chinesische Nachfrage nach Flusskreuzfahrten in Europa, die sich erst langsam mit der Aufhebung der Pandemieregeln wieder beleben dürfte. 16

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft erneut vor große Herausforderungen gestellt, die er im Rahmen der Möglichkeiten erfolgreich meistern konnte. Der Gesamt-Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 35 % Gut 89.000 Gäste sind 2023 mit A-ROSA gereist. 17 Das entspricht einer Steigerung von nahezu 50 % gegenüber 2022 und genauso vielen Gästen wie im Vor-Corona-J ahr 2019. 18

14 FVW (Oktober 2023): Kreuzfahrt beflügelt Reisebüro-Umsätze, S. 1-2
(https://www.fvw.de/touristik/datenanalyse/tats-reisebuero-spiegel-september-kreuzfahrt-befluegelt-reisebuero-umsaetze-237648?utm_source=%2Fmeta
%2Fnewsletter%2Ffvwammorgen&utm_medium=newsletter&utm_campaign=nl6747&utm_term=ec03a54c3ccdaf9b6ca007cb94835019)
15 IG River Cruise (September 2023): Der Fluss-Kreuzfahrtmarkt 2022, S. 5
16 PCE (August 2023): Der Flusskreuzfahrtmarkt, S. 2-3 (https://www.pce-capital.com/daten-fakten/)
17 A-ROSA Flussschiff GmbH: Auswertung Abgefahrene Reisen 2023, Pax
18 A-ROSA Flussschiff GmbH: Lageberichte 2019 & 2022

Zu den größten Herausforderungen zählten die Steigerung der Betriebskosten in allen Bereichen - von Personal über Fuel, Food & Beverage und Strom bis hin zu Dienstleistungen. Die gestiegenen Kosten trafen auf einen durch die Inflation preissensiblen Markt und durch die Unsicherheit der Pandemie an kurzfristige Buchungen gewöhnte Kunden.

Dennoch hat der Markt sich stabilisiert und es kann davon ausgegangen werden, dass die Gästezahlen/Umsatz der Flussbranche im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Dabei bleibt der deutsche Markt geprägt von Anbietern im mittleren und unteren Preissegment, die zum Teil mit einer aggressiven Preispolitik um Marktanteile ringen.

Die A-ROSA Flussschiff GmbH hat erfolgreich verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um auf die veränderten Marktbedingungen zu reagieren. Um zu einem langfristigen Buchungsverhalten zurückzukehren, wurden die Gruppen- sowie die An-Bord-Buchungen durch attraktive Konditionen gefördert. 19

Um der Preissensibilität im Markt zu begegnen, wurde im April 2023 der Basic-Tarif geöffnet, den 14 %aller A-ROSA Gäste 2023 gebucht haben. 20. Für kaufkräftigere Kunden gab es weiterhin den hochwertigen PREMIUM alles inklusive-Tarif mit zahlreichen inkludierten Zusatzleistungen. Den gesteigerten Kosten wurde durch verschiedene Maßnahmen wie einem Treibstoffkostenzuschlag für die Gäste sowie Optimierungen im Betriebskonzept begegnet.

Durch transparente Kommunikation, Verlässlichkeit und Qualität konnte das Vertrauen der Kunden und Vertriebspartner gestärkt werden. Dies zeigen zahlreiche Auszeichnungen im Jahr 2023 wie der 1. Platz im FVW TravelTalk Kreuzfahrtranking 21 , der Deutsche Fairness- Preis 22 oder der Kreuzfahrt Guide Award für die A-ROSA SENA 23.

Trotz der herausfordernden Umstände konnte die Gästezufriedenheit mit einem Total Value von 2,2 auf einem hohen Niveau gehalten werden. Insbesondere die Bewertung der Restaurants, der Kabinen und der Rezeption stach positiv hervor. 24 Generell stellt die A-ROSA Flussschiff GmbH die hohe Qualität durch ständige Kontrollen, Konzeptüberprüfungen, Erweiterungen der Angebotspalette sowie Produkt- und Prozessverbesserungen von Buchungsbeginn an bis hin zu allen Leistungen an Bord sicher. Der Bereich Reiseveranstalter A-ROSA Flussschiff GmbH in Rostock ist seit 2011, nach der DIN EN ISO 9001:2015, durch den Germanischen Lloyd (jetzt DNV) zertifiziert. Die hohe Wirksamkeit des QM-Systems wird durch die jährlichen Überwachungsaudits der Zertifizierungsgesellschaft bestätigt. 25

19 A-ROSA Flussschiff GmbH (August & Juni 2023): "Gruppenreisen mit A-ROSA lohnen sich doppelt" & "A-ROSA bietet neue An-Bord-Buchungsvorteile"
20 A-ROSA Flussschiff GmbH: Auswertung 2023, Tarif
21 FVW | TravelTalk (September 2023): Kreuzfahrt-Ranking
22 A-ROSA Flussschiff GmbH (Oktober 2023): "A-ROSA sichert sich den ersten Platz beim Deutschen Fairness-Preis"
23 A-ROSA Flussschiff GmbH (September 2023): "A-ROSA SENA als Flussschiff des J ahres ausgezeichnet"
24 A-ROSA: 20240117_Gästezufriedenheit_all.pdf, S. 1

Nach einer sehr guten Sommersaison konnte die Auslastung auch im Herbst auf hohem Niveau gehalten werden. Sowohl im Januar als auch von Juni bis Oktober 2023 konnte flottenweit eine Kabinenauslastung von über 90 %und damit Rekordwerte in der Firmengeschichte erzielt werden. Durch exogene Faktoren lagen das Frühjahr und die Winterabfahrten leicht unter den Erwartungen, waren aber auch gut gebucht. Die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiekrise mit starken Kostensteigerungen hemmte die Buchungen für den Saisonstart. Im Herbst wurde das Konsumentenvertrauen durch den terroristischen Angriff der Hamas auf Israel sowie das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Nachtragshaushalt der Bundesregierung erschüttert. Dank schnellem Reagieren auf die sich verändernden Umstände konnten die 13 A-ROSA Schiffe im Gesamtjahr aber trotzdem eine sehr gute Auslastung von 87,4 % erreichen und liegt damit 6 Prozentpunkte über der eigenen Prognose aus dem Vorjahresbericht. 26

Mit der speziellen Ansprache von Mehrgenerationenurlaubern konnte A-ROSA sich weiter als Anbieter von Familienreisen etablieren. 2.777 Kinder haben 2023 zusammen mit ihren Eltern und Großeltern ihren Urlaub an Bord eines A-ROSA Schiffes verbracht - eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. 27 A-ROSA hat das Potential, diese jüngeren Käuferschichten zu gewinnen und zu halten, weil alle dafür notwendigen Annehmlichkeiten wie Buffets, Kids Club, Pool, Familienkabinen, SPA und Fitnessraum auf den Schiffen vorhanden sind.

Der Anteil an Direktbuchungen wurde in 2023 mit 34 % Gästen, die ihren A-ROSA Urlaub online oder im Service-Center gebucht haben, erneut gesteigert. Hierbei ist insbesondere der Anteil von Online-Buchungen erwähnenswert (21 %), der durch massive Investitionen in die Digitalisierung aller Prozesse der Customer Journey kontinuierlich gesteigert werden konnte. 28 Aber auch das Service-Center wurde aufgrund des gestiegenen Beratungsbedarfs und des Wunsches nach Direktbuchungen personell aufgestockt. Der Net Promoter Score (NPS) für die Beratung im A-ROSA Service Center konnte mit 75 auf sehr hohem Niveau gehalten werden. 29

25 A-ROSA Zertifikat: Signed 10000406850-MSC-RvA-DEU German-20211020- 20211021065433.pdf
26 A-ROSA Flussschiff GmbH: Auswertung Abgefahrene Reisen 2023, Auslastung 2023
27 A-ROSA Flussschiff GmbH: Auswertung Abgefahrene Reisen 2023, Kinderauslastung
28 A-ROSA Flussschiff GmbH: Auswertung Abgefahrene Reisen 2023, Kanal
29 A-ROSA Flussschiff GmbH: Bewertung Buchungsprozess 31.12.2023

Nach den durch die Corona-Pandemie bedingten langen Lockdowns und den Einreisebeschränkungen in Europa und vor allem Deutschland haben sich die internationalen Buchungen im Jahr 2023 nur langsam wieder erholt, weil der Markenaufbau wieder von vorne begonnen werden musste. Immerhin 5 % der Gäste kamen aus den internationalen Märkten. Dank einer eigenen Vertriebsniederlassung in Cardiff sowie einer Regional Director Australia & New Zealand in Sydney kamen die meisten internationalen Gäste aus dem Vereinigten Königreich und Australien. 30

Die A-ROSA eigene Nachhaltigkeitsabteilung hat in 2023 gemeinsam mit dem Fraunhofer ISI und dem KIT Daten für eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie der A-ROSA Flussschiff GmbH erhoben. Auf Basis dieser Daten wurde u.a. der Klima-Fußabdruck berechnet und mithilfe eines Impact-Tools ein möglicher Maßnahmenplan für mehr ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit im Jahr 2023 entwickelt. 31 Diese sogenannte Roadmap soll im J ahr 2024 finalisiert werden.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögenslage ist wesentlich durch die langfristig im Anlagevermögen gebundenen Schiffe in Höhe von 74 Mio. Euro geprägt. Darüber hinaus umfassen die Forderungen verzinsliche Kautionsguthaben für Schiffscharterverträge bei der Tochtergesellschaft A-ROSA Reederei GmbH in Höhe von 14 Mio. Euro. Ebenso bestehen die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten überwiegend aus einer an die A-ROSA Reederei GmbH gezahlte Chartersonderrate im Rahmen von Schiffscharterverträgen in Höhe von 18 Mio. Euro. Zur Stärkung der Kapitalstruktur hat die Gesellschafterin ihre nachrangigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 21 Mio. Euro in die Kapitalrücklage der A-ROSA Flussschiff GmbH eingebracht. Die Eigenkapitalquote beträgt somit nahezu 32% Die Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute bestehen aus regelmäßig zu tilgenden besicherten Schiffsdarlehen sowie Verbindlichkeiten aus Unterstützungsdarlehen, die mittels Landessbürgschaften besichert sind. Die seitens der Hausbank der Gesellschaft - der OstseeSparkasse Rostock - gewährte Kreditlinie in Höhe von 15 Mio. Euro wird jährlich um 3 Mio. Euro reduziert. Um die Auswirkungen der Energiekrise und des veränderten Konsumentenverhalten abzufangen, wurde mit der OstseeSparkasse Rostock vereinbart, die erste Reduzierung über 3 Mio. Euro um ein Jahr bis zum 30. J uni 2024 zu prolongieren. Die prolongierte Reduzierung erfolgt zum 01. J uli 2024. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen umfassen erhaltene Kundenzahlungen für zukünftige Kreuzfahrtleistungen. Die erhaltenen Anzahlungen konnten vor allem durch einen um ca. 50%höheren Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden (37 Mio. Euro zu Vj. 25 Mio. Euro).

30 A-ROSA Flussschiff GmbH: Auswertung Abgefahrene Reisen 2023, PAX
31 A-ROSA Flussschiff GmbH (November 2022): A-ROSA - Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, S. 1

Die Steigerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist zum einen auf die ausgeweitete operative Aktivität im Vergleich zum Vorjahr und zum anderen auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zurückzuführen. Im Gegenzug mussten weniger Rückstellungen für ausstehende Rechnungen gebildet werden. Unter Ausschluss der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist das Unternehmen zu 53% fremdfinanziert.

Der Umsatz hat sich im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt entwickelt:

J ahr 2023 2022 2021 2020 2019
Umsatz in Mio EUR 103,3 76,5 28,9 23,6 98,5
J ahr 2018 2017 2016 2015 2014
Umsatz in Mio EUR 89,7 87,0 82,4 81,1 70,0

Das im Vorjahresbericht erwartete Umsatzniveau von ca. 125 Mio. Euro konnte aufgrund der unerwarteten Veränderungen des Konsumverhaltens und den dadurch notwendigen Anpassungen der Preisstrategie nicht erreicht werden. Ebenso wirkten sich im 4. Quartal 2023 Niedrig- und Hochwasser auf dem Rhein und der Donau durch Zusatzkosten und ausgebliebene Buchungen negativ auf den Unternehmenserfolg aus. Aus den vorgenannten Gründen hat sich ein J ahresfehlbetrag in Höhe von 11,9 Mio. Euro ergeben, anstatt wie erwartet ein J ahresüberschuss in Höhe von 0,6 Mio. Euro. Der Materialaufwand resultiert überwiegend aus den Verbräuchen der Schiffe für Treibstoff und Waren zum Konsum an Bord sowie aus den Kosten für Schiffscharter und gezahlte Vermittlungsprovisionen. Zusätzliche Steigerungen für Energiekosten konnte die Gesellschaft durch den eingeführten Treibstoffkostenzuschlag maßgeblich abfedern.

Die Kosten für die von der A-ROSA Reederei GmbH bezogen Schiffscrew bilden den Großteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die EBITDAR-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Leasing) betrug vor Instandhaltungsinvestitionen 20,3 %(Vorjahr 8,3 %).

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit 15,2 Mio. Euro. Am 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über frei verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von 0,3 Mio. Euro.

Das operative Geschäft für alle sechs Fahrtgebiete erfolgte auch im Berichtsjahr 2023 aus der unselbstständigen Zweigniederlassung in Chur, Schweiz. Entscheidungen für den operativen Geschäftsbetrieb der A-ROSA Flussschiff GmbH werden in der Niederlassung in der Schweiz getroffen.

Chancen- und Risikobericht

Die Weltwirtschaft dürfte im Winterhalbjahr 2023/2024 nur moderat expandieren. Die hohen Zinsen dämpfen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Zudem dürfte der Energiepreisschock dazu geführt haben, dass Teile der Produktion in der europäischen Industrie dauerhaft weggefallen sind. Der Erdgaspreis wird im Prognosezeitraum über dem Vorkrisenniveau bleiben und die Wettbewerbsfähigkeit Europas gegenüber anderen Regionen der Welt, insbesondere den USA, schwächen. Die kräftigen Nominallohnsteigerungen im Euroraum werden den Rückgang der Inflationsraten zwar etwas verzögern, aber nicht zu einer neuerlichen Beschleunigung der Preissteigerungen, also einer Lohn-Preis-Spirale, führen. Dies bedeutet umgekehrt jedoch, dass die Reallohnsteigerungen im nächsten Jahr hoch ausfallen und einen positiven Konjunkturimpuls setzen werden. Gleichzeitig erhöhen sie die Arbeitskosten und verteuern das Horten von Arbeitskräften. 32

Grundsätzlich sind in Deutschland im Jahr 2024 die Weichen auf Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, die Lohneinkommen steigen mit kräftigen Raten, und die Beschäftigung ist so hoch wie nie zuvor im wiedervereinigten Deutschland. Damit kehrt die Kaufkraft weiter zurück, und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder zulegen. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November 2023 und im Frühsommer des kommenden Jahres dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Das dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Ab 2024 dürfte sich die Konjunktur dann allmählich erholen und die Wirtschaft mit kräftigeren Raten wachsen. Damit wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,9 %zunehmen.

32 ifo Schnelldienst (Sonderausgabe Dezember 2023): ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken, S. 5-6 (https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-winter-2023)

Zu Beginn des Jahres 2024 wird die Inflationsrate ihren Rückgang fortsetzen und in der zweiten Jahreshälfte 2024 die 2 %Marke erreichen. Hierzu tragen vor allem sinkende Energiepreise bei. Im Gegensatz dazu wird die Inflation der konsumnahen Dienstleistungen noch eine Weile deutlich über 3 %liegen, da dort die kräftig steigenden Löhne zu Buche schlagen. Insgesamt dürfte die Inflationsrate 2024 deutlich auf 2,2 %steigen. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird mit 2,9 % noch darüber liegen. 33

In den kommenden beiden Jahren ist der finanzpolitische Kurs mit hoher Unsicherheit behaftet und wird vermutlich auf einen leicht restriktiven Kurs einschwenken, da mehr Maßnahmen wegfallen als neue hinzukommen. 34

Politische und konjunkturelle Unwägbarkeiten sind auch im Jahr 2024 offensichtlich. Noch hat der Gaza-Krieg keine unmittelbaren Folgen für die Weltwirtschaft, allerdings könnte sich das mit einer Ausweitung des Kriegs und dem Eintreten anderer Regionalmächte wie dem Iran ändern. Das Risiko eines Ölpreisschocks wie durch das Ölembargo der arabischen Staaten 1973 als Reaktion auf die Unterstützung Israels durch den Westen im Jom-Kippur-Krieg erscheint zwar begrenzt; die USA sind mittlerweile selbst zum Nettoexporteur von Rohöl geworden und können die Weltmarktpreise beeinflussen. Aber andere Maßnahmen, wie etwa das Sperren wichtiger Handelsrouten, wären denkbar.

Ein erhöhtes Risiko für die Weltwirtschaft geht weiterhin von China aus, wo hohe Schulden von Unternehmen und privaten Haushalten die Bauwirtschaft belasten. Chinas Konjunkturschwäche zeigte sich zuletzt auch an einem sinkenden Preisniveau, das die Nachfrage zusätzlich dämpfen könnte, falls es zu einer Bilanzrezession kommt.

Risiken birgt nach wie vor eine weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs. In Verbindung mit einem ungewöhnlich kalten Winter könnten die Gasvorräte in Europa rasch schwinden, zumal noch immer gewisse Mengen an Erdgas und Rohöl aus Russland importiert werden. Eine Verknappung könnte neuerliche Preissprünge bei Erdgas auslösen und die Inflation befeuern. 35 Um steigenden Energie- und Rohstoffpreisen entgegenzuwirken, behält sich die A-ROSA Flussschiff GmbH vor, die gestiegenen Treibstoffpreise auf Basis ihrer AGB (§ 5) anteilig auf die Gäste umzulegen.

33 ifo Schnelldienst (Sonderausgabe Dezember 2023): ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken, S. 10 (https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-winter-2023)
34 ifo Schnelldienst (Sonderausgabe Dezember 2023): ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken, S. 10 (https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-winter-2023)
35 ifo Schnelldienst (Sonderausgabe Dezember 2023): ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken, S. 5-6 (https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-winter-2023)

Die Reisewirtschaft blickt zuversichtlich auf das neue Reisejahr 2024 - vor allem für die kommenden Sommermonate zeichnet sich bereits eine hohe Urlaubsnachfrage ab. Der Deutsche Reiseverband (DRV) rechnet für den Markt der Urlaubs- und Privatreisen ab mindestens einer Übernachtung mit einem moderaten Umsatzwachstum von 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Es wird erwartet, dass die Bürgerinnen und Bürger für Reiseleistungen, die vor Urlaubsantritt gebucht werden, insgesamt 78 Milliarden Euro ausgeben werden - sowohl für Pauschalreisen von Reiseveranstaltern als auch für individuell zusammengestellten Urlaub. 36

Nach dem zwischenzeitlichen Einbruch durch die Corona-Pandemie werden Kreuzfahrten ihr 2023 wieder aufgenommenes Wachstum in den nächsten Jahren fortsetzen. Laut Statista werden 2024 weltweit etwa 36 Millionen Kreuzfahrt-Passagiere erwartet. Bis 2027 wird dann eine sukzessive Steigerung auf 39,5 Millionen angenommen. 37 Der weltweite Umsatz im Segment "Kreuzfahrten" des Reise- und Tourismusmarktes wird zwischen 2024 und 2028 voraussichtlich kontinuierlich um insgesamt 6,6 Milliarden US-Dollar (+21,92 %) steigen. Nach dem achten Wachstumsjahr in Folge wird der Indikator im Jahr 2028 voraussichtlich 36,67 Milliarden US-Dollar und damit einen neuen Höchststand erreichen. 38 In Europa wird der Umsatz des Segments "Kreuzfahrten" zwischen 2024 und 2028 voraussichtlich um insgesamt 0,3 Milliarden US-Dollar (+3,65 %) steigen und der Indikator im Jahr 2028 mit voraussichtlich 8,53 Milliarden US-Dollar ebenfalls einen neuen Höchststand erreichen. 39

In der Saison 2024 wird A-ROSA weiter in seine Kernkompetenzen investieren und die Bereiche Qualität, Service, Vertrauen, Wellbeing und Entertainment ausbauen. Zur Stärkung des Themas Wellbeing werden neben den Spezialreisen zu Yoga und Ernährung nun auch "Fit & Gesund Reisen" mit einem umfassenden Beratungs- und Behandlungsprogramm aufgelegt. 40 Für den Bereich Unterhaltung wurde ein eigener Entertainment Manager eingestellt, der gemeinsam mit der Produktabteilung ein neues Unterhaltungskonzept entwickelt hat.

36 DRV (Januar 2024): Reisewirtschaft rechnet für 2024 mit steigendem Umsatz, S. 1
(https://www.drv.de/anzeigen/txnews/reisewirtschaft-rechnet-fuer-2024-mit-steigendem-umsatz.html)
37 Statista (November 2023): "Number of ocean cruise passengers worldwide from 2009 to 2022, with a forecast until 2027", S. 1 (https://www.statista.com/statistics/385445/number-of-passengers-of-the-cruise-industry-worldwide/)
38 Statista (Januar 2024): "Revenue of the cruises market worldwide from 2019 to 2028", S. 1 https://www.statista.com/forecasts/1258061/revenue-cruises-worldwide
39 Statista (J anuar 2024): "Revenue of the cruises market in Europe from 2019 to 2028", S. 1 https://www.statista.com/forecasts/1248964/revenue-cruises-europe
40 A-ROSA Flussschiff GmbH (November 2023): "A-ROSA Fit & Gesund Reisen"

Mit der A-ROSA ALEA und A-ROSA CLEA konnte A-ROSA zudem kurzfristig zwei neue Schiffe chartern. Diese werden ab April 2024 die gesamte Saison auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen unterwegs sein. Durch ihre geringere Größe und ein hybrides Dinner-Konzept sind sie geeignet, eine zahlungskräftige Premium-Zielgruppe anzusprechen. 41

Im Buchungsprozess wird das Yield-Management optimiert, um zu noch langfristigeren Vorausbuchungsfristen zurückzukehren. Hierfür eignet sich der Tarif Premium alles inklusive sehr gut, da er die Möglichkeit bietet, bis 30 Tage vor Abfahrt auf einen anderen Termin umbuchen zu können. Bei Buchung bis zum 30. November ist zudem eine Reise-Rücktrittsversicherung inkludiert.

Nach wie vor spielen auch Hoch- bzw. Niedrigwasser, Streiks der Schleusenwärter sowie eine teilweise fehlende bzw. unzureichende Infrastruktur in den Liegehäfen als exogene Faktoren eine Rolle. Hoch- und Niedrigwasser als Umweltrisiko für die Flusskreuzfahrtbranche wurde mit einer Versicherung entgegengewirkt, die das Ergebnisrisiko abmildert und nach einem Selbstbehalt von 7 Tagen die Kosten für die Ausfallzeit weitestgehend und über einen längeren Zeitraum deckt. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass bei einer außergewöhnlichen Naturkatastrophe die Ertrags- und Liquiditätslage wesentlich negativ beeinträchtigt wird.

Die A-ROSA Flussschiff GmbH unterhält ein Frühwarnsystem zum Erkennen wirtschaftlicher Risiken. Die Geschäftsführung wird mittels unterschiedlicher Steuerungsinstrumente regelmäßig, zeitnah und umfassend über mögliche Risiken informiert.

Neben der monatlichen detaillierten Berichterstattung zu erreichten Betriebsergebnissen wird wöchentlich die Buchungssituation für das laufende Jahr und Folgejahr überprüft und ein umfassendes Vertriebscontrolling eingesetzt. Des Weiteren ist die Gesellschaft durch erarbeitete Kostensenkungs- und Umsatzförderungsprogramme in der Lage, kurzfristig auf Auslastungs- und Umsatzschwankungen zu reagieren.

Die Liquiditätslage wird ebenfalls kontinuierlich mit der geplanten und durch Hochrechnungen fortgeschriebenen Liquidität abgeglichen; durch branchenübliche Anzahlungen und Restzahlungen des Reisepreises vor Beginn der Reise sowie ein umfassendes Mahnwesen wird einer Liquiditätslücke aufgrund von nicht gezahlten Reisepreisen effektiv und rechtzeitig entgegengesteuert.

Durch eine Zinssatzfestschreibung für sonstige Kredite wurde dem Zinsänderungsrisiko anhand von Zinssicherungsinstrumenten entgegengewirkt.

41 A-ROSA Flussschiff GmbH (September 2023): "Zwei neue Schiffe erweitern A-ROSA Flotte"

Das Währungsrisiko ist gering, da alle wesentlichen Kundenzahlungen und die wesentlichen Ausgaben im Prognosejahr in EURO erfolgen.

Die A-ROSA Flussschiff GmbH hat Risiken des Vermögensverlustes und allgemeine Schadensrisiken durch branchenübliche, umfassende Versicherungen abgedeckt.

Um potenziellen wesentlichen Materialaufwandssteigerungen bedingt durch mögliche ansteigende Bunkerpreise entgegenzuwirken, hat A-ROSA aus kaufmännischer Vorsicht in der Vergangenheit Bunkerpreisfixierungen bis Dezember 2024 für den erforderlichen künftigen Bezug von Betriebsstoffen abgeschlossen. Für Reisen in der Saison 2024 behält sich die Gesellschaft vor, erhöhte Preise, die über dem Budget liegen, an die Kunden als Treibstoffkostenzuschlag weiter zu belasten.

Das Einkommen der A-ROSA Flussschiff GmbH wurde aufgrund einer verbindlichen Auskunft aus früheren Jahren bislang ausschließlich in der Schweiz versteuert. Bis einschließlich 2014 hat die Betriebsprüfung die vollumfängliche Zuordnung des Einkommens in der Schweiz nicht beanstandet, so dass bis zu diesem Zeitpunkt keine ertragsteuerlichen Risiken bestehen. In diesem Zusammenhang kann jedoch für Folgejahre nicht ausgeschlossen werden, dass der Sachverhalt durch die Betriebsprüfung aufgegriffen und hinterfragt wird. Aktuell besteht jedoch keine überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass aus diesem Sachverhalt ertragsteuerliche Risiken in Deutschland erwachsen.

Aufgrund der zusätzlichen Liquiditätszuflüsse durch Banken, Gesellschafter und den derzeitigen frei verfügbaren Zahlungsmitteln sieht die Geschäftsführung die A-ROSA Flussschiff sehr gut aufgestellt trotz des andauernden Ukraine-Kriegs und der Inflation.

Abschließend stellt die Geschäftsführung fest, dass bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken, die die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig wesentlich beeinträchtigen können, derzeit nicht bestehen.

Prognosebericht

Für das Jahr 2024 ist für die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Berichtsjahr geplant. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Gesamtumsatz von ca. 148,6 Mio. Euro und einem Jahresüberschuss von ca. 6,9 Mio. Euro. Diese prognostizierte Umsatzsteigerung resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung der Flotte um 2 weitere Schiffe. Die MS A-ROSA ALEA und MS A-ROSA CLEA werden ab April 2024 für 5 Jahre gechartert und zunächst auf den Flüssen Rhein, Main und Mosel verkehren. Der Saisonstart erfolgt wie geplant Anfang März bzw. Anfang April in allen Fahrtgebieten. Die geplante Auslastung im Jahr 2024 liegt bei ca. 86,8% und der Buchungsstand zeigt zurzeit ca. 67 Mio. Euro Umsätze. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Informationen ist die Einschätzung der Geschäftsführung, dass durch den immer noch gegenwärtigen Ukraine-Konflikt kein bestandsgefährdendes Risiko für die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vorliegt. Die erhöhten Einkaufspreise für Lieferungen und Leistungen sind in der Planung berücksichtigt und auch die stark gestiegenen Energiekosten stellen kein Risiko im Jahr 2024 dar, da etwaige Zusatzkosten gemäß der AGB an die Kunden weiterbelastet werden können.

 

Rostock, 28. März 2024

Geschäftsführung

Jörg Eichler

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