HOESCH Metallurgie GmbH

Master Data

Registry
Register court Düren HRB 721
Previous
Hoesch Metallurgie GmbH
Registered
7/17/1979
Industry
Manufacture of machinery for metallurgyPowder metallurgyManufacture of locks and hinges
Purpose
Die Herstellung und der Vertrieb von Legierungen, Schmelzpräparaten, sonstigen Hilfsstoffen, technischen Anlagen und Dienstleistungen für Gießereien.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Managing Director

Beneficial Owners

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Aachen
3600000
100.00%

Holdings

NameOwnership
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

HOESCH Metallurgie GmbH

Düren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

Anhang zum 31.12.2023

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Lagebericht

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

2023 2023 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen,gewerbl.Schutzrechte sowie Lizenzen a.solchen Rechten 35.427,00 € 57.594,00 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten fremden Grundstücken 61.114,82 € 74.638,41 €
2. techn.Anlagen u.Maschinen 563.681,00 € 600.047,00 €
3. andere Anlagen,Betriebs- und Geschäftsausstattung 616.673,00 € 1.241.468,82 € 548.027,00 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.913.273,36 € 6.912.330,41 €
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 250.000,00 € 7.163.273,36 € 0,00 €
Anlagevermögen 8.440.169,18 € 8.192.636,82 €
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.255.076,73 € 10.547.822,55 €
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.897.161,62 € 10.152.238,35 € 5.184.925,90 €
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.000.957,90 € 10.933.186,69 €
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.494.408,52 € 17.340.738,08 €
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.006.543,34 € 19.501.909,76 € 1.929.847,60 €
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.980.830,74 € 341.729,04 €
Umlaufvermögen 32.634.978,85 € 46.278.249,86 €
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Rechnungsabgrenzung 102.049,38 € 79.472,34 €
D. Aktive latente Steuern
1. Aktive latente Steuern 320.330,00 € 336.600,00 €
Aktiva 41.497.527,41 € 54.886.959,02 €

Passiva

2023 2023 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.840.650,77 € 1.840.650,77 €
II. Gewinnrücklagen 18.244.507,33 € 10.632.897,54 €
III. Jahresüberschuss 4.158.277,85 € 21.499.553,73 €
Eigenkapital 24.243.435,95 € 33.973.102,04 €
B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.983.164,29 € 2.050.496,15 €
2. Steuerrückstellungen 0,00 € 8.060.434,00 €
3. Sonstige Rückstellungen 237.288,68 € 2.220.452,97 € 140.566,00 €
Rückstellungen 2.220.452,97 € 10.251.496,15 €
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 750.000,00 € 1.297.584,49 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.298.072,72 € 3.021.928,17 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.832.158,82 € 4.274.897,20 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.153.406,95 € 15.033.638,49 € 2.067.950,97 €
Verbindlichkeiten 15.033.638,49 € 10.662.360,83 €
Passiva 41.497.527,41 € 54.886.959,02 €

Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023 2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 107.355.145,45 € 156.737.271,17 €
2. Vermind./Erhöh, Fertigerzeugn. 436.124,57 € -39.594,52 €
3. Sonstige betriebliche Erträge 151.104,77 € 252.757,09 €
4. Materialaufwand 92.072.563,00 € 124.252.849,96 €
5. Personalaufwand
5.1 Löhne und Gehälter 4.691.806,00 € 4.496.897,07 €
5.2 Soziale Abgaben u. Aufwend.f. Altersvers.und Unterstützung 780.028,51 € 5.471.834,51 € 759.621,96 €
6. Abschreibungen 464.095,64 € 340.988,18 €
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.354.737,03 € 10.522.439,46 €
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.924.759,27 € 15.823.889,82 €
9. Zinsen und ähnliche Ertrräge 20.117,04 € 0,00 €
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 465.910,20 € 0,00 €
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 784.437,02 € 384.757,19 €
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.112.584,61 € 10.514.088,42 €
13. Ergebnis nach Steuern 4.161.089,09 € 21.502.681,32 €
14. Sonstiges Steuern . 2.811,24 € 3.127,59 €
15. Jahresüberschuss 4.158.277,85 € 21.499.553,73 €

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft wurde mit notariellem Vertrag vom 07.04.1979 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Düren und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Düren unter der Nummer HRB 721 eingetragen. Zum Bilanzstichtag weist sie die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.840.650,77 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss der HOESCH Metallurgie GmbH wird auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften werden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht ausgewiesen.

Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird angewendet.

Die mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz vom 25.05.2009 (BilMoG) verbundenen Wahlrechte werden wie folgt ausgeübt:

a)

Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wurden nach § 253 Abs.2 Satz 2 HGB pauschal mit dem Marktzins abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt

b)

Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wurde ausgeübt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2023 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die Absetzung für Abnutzung der Gebäude wird gemäß § 7 Abs. 5 Nr. 1 EStG vorgenommen.

Beim übrigen Sachanlagevermögen werden die planmäßigen Abschreibungen in der Regel nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die in den amtlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung festgesetzten Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Bei beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Jahr der Anschaffung einheitlich die Bewertungsvereinfachungen des § 6 Abs. 2 oder 2a EStG angewendet.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Hierbei wird das Bewertungsvereinfachungsverfahren gemäß § 240 Abs. 4 angewendet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet. Fremdwährungskonten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind und mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet werden.

Auf in fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, bei denen das Währungsrisiko durch Devisentermingeschäfte abgesichert wurde, sind mit dem Terminkurs bewertet.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Geschäftsjahr 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Dort sind auch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres in einer der Gliederung des Anlagevermögens entsprechenden Aufgliederung angegeben. Innerhalb der Bilanz wird unter der Position Sachanlagen ein Festwert für Werkzeuge und Ersatzteile in Höhe von EUR 14.100,00 ausgewiesen. Für Pressenwerkzeuge ist gleichfalls ein Festwert in Höhe von EUR 114.600,00 enthalten.

Unter den Finanzanlagen wird ein Anteil von 100 % an den Gesellschaftsanteilen der GRAL GmbH, Neuss ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die GRAL GmbH ein Eigenkapital in Höhe von EUR 63.789,10 und einen Jahresfehlbetrag von EUR 220,82 aus.

Ebenso wird ein Anteil von 100 % an den Gesellschaftsanteilen der HOESCH Granules GmbH, Neuss ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die HOESCH Granules GmbH ein Eigenkapital von EUR 2.639.119,74 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,00 aus.

Ferner wird in den Finanzanlagen ein Anteil von 100 % an den Gesellschaftsanteilen der HO- ESCH Metals and Alloys GmbH, Düren ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die HOESCH Metals and Alloys GmbH ein Eigenkapital in Höhe von EUR 2.838.579,33 und einen Jahresüberschuss von EUR 0,00 aus.

Zusätzlich wird ein Anteil von 100 % an den Gesellschaftsanteilen der HOESCH Metallurgie Langfang Co. Ltd., Langfang ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die Hoesch Metallurgie Langfang Co. Ltd. ein Eigenkapital in Höhe EUR 6.402.072,50 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 598.037,35 aus.

An den Gesellschaftsanteilen der HOESCH Metallurgie India Private Limited wird ein Anteil von 100% ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von EUR 65.360,86 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 196,31 aus.

Die HOESCH Metallurgie GmbH hält zusätzlich 100% der Gesellschaftsanteile der HOESCH Metallurgie (HK) Limited mit Sitz in Hongkong. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von EUR 1.951.917,77 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 223.787,22 aus.

An den Geschäftsanteilen der HOESCH Mexico mit Sitz in Mexico City wird ein Anteil von 100% ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von EUR 119.198,80 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 120.663,52 aus.

Am 27.01.2023 erfolgte die Gründung der HOESCH Singapore Pte. Ltd. mit Sitz in Singapore. Die HOESCH Metallurgie GmbH hält 100% der Geschäftsanteile. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von -5.338,65 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -6.380,47 aus.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten und unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB die Einzelkosten, einschließlich der notwendigen Materialgemeinkosten, die notwendigen Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Zugekaufte Fertigwaren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die neuen Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Gemäß § 253 Abs.2 Satz 1 HGB wurde bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene Marktzinssatz der letzten zehn Jahre in Höhe von 1,82% angesetzt. Die Rückstellung mit einem Abzinsungssatz von 1,82% (10-Jahres-Durchschnitt) beträgt EUR 2.802.487,00. Mit einem Abzinsungssatz von 1,74% (7-Jahres-Durchschnitt) ergibt sich eine Rückstellung von EUR 2.822.751,00. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, in Höhe von EUR 20.264,00.

Fluktuationsraten bzw. erwartete Steigerungen in der Anwartschaftsphase wurden keine berücksichtigt. Bei der laufenden Rente wurde eine Anpassung von 2% p.a. berücksichtigt.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher Rückstellungsbetrag in Höhe von 590.292,00 EUR. Von der Übergangsregelung wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag jährlich ein fünfzehntel (39.353,00 EUR) den Pensionsrückstellungen zugeführt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung zum 31.12.2023 in Höhe von 39.350,00 EUR wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraumes den Pensionsrückstellungen zugeführt.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Ansprüche aus einer ausgezahlten Rückdeckungsversicherung (819.322,71 EUR) gesichert. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie wurden deshalb gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Auf frühere Mitglieder der Geschäftsführung entfallen 238.346,00 EUR der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2023.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen offene Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge, ausstehende Rechnungen und Abschluss- und Prüfungskosten.

Im Juli 2021 wurde die bisherige Konsortialfinanzierung der deutschen HOESCH-Gruppe im Rahmen einer Neufinanzierung der Commerzbank abgelöst. Die Neufinanzierung besteht u.a. aus einer Borrowing-Base-Finanzierung. Die Konzernmutter erhielt zusätzlich ein Festzinsdarlehen. Die HOESCH Metals und Alloys GmbH haftet zusammen mit der HOESCH Metallurgie GmbH und der HOESCH Granules GmbH gesamtschuldnerisch für den gesamten Kreditrahmen der Borrowing-Base-Finanzierung sowie für das Festzinsdarlehen

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 8.298.100,09 (Vorjahr: EUR 514.874,56) sowie Verbindlichkeiten i.S. der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 1.405,65) ausgewiesen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres und des Vorjahres sind Aufwendungen aus der Anwendung des Artikels 67 Absatz 1 EGHGB von jeweils EUR 39.353,00 enthalten.

Im Posten Sonstige betriebliche Erträge sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 70.700,74 (Vorjahr: EUR 179.150,92) enthalten. Im Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 169.054,15 (Vorjahr: EUR 251.752,67) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

Die Gesellschaft beschäftigt durchschnittlich:

Bezeichnung 2023 2022
Gesamte Arbeitnehmer 79 83
Davon im kaufmännischen Bereich 42 42
Davon im gewerblichen Bereich 37 41

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag:

Bezeichnung Währung Betrag
Bürgschaftsgarantien bei der Commerzbank AG EUR 3.557.000,00
Bürgschaftsgarantien bei der Commerzbank AG USD 10.000,01
Verpflichtungen aus Leasingverträgen EUR 296.680,8
Verpflichtungen aus lfd. Wartungsverträgen EUR 180.072,83
Mietvertrag Hoven - bis 12/2029 EUR 418.698,72
Mietvertrag Niederzier 2. OG - bis 06/2025 EUR 82.451,70
Mietvertrag Niederzier WLV Büro - bis 06/2025 EUR 28.065,96
Mietvertrag Niederzier Lagerhallen - bis 06/2025 EUR 257.343,84

Bei der Commerzbank waren per 31.12.2023 für die Absicherung von Ex- und Importgeschäften Devisentermingeschäfte in folgender Höhe abgeschlossen:

Bezeichnung Währung Betrag
CB Exportgeschäfte in USD USD 19.553.461,00
CB Exportgeschäfte in EUR EUR 17.611.321,54
Ebury Exportgeschäfte in USD USD 2.979.611,09
Ebury Exportgeschäfte in EUR EUR 2.754.970,22
CB Importgeschäfte in USD USD 372.159,75
CB Importgeschäfte in EUR EUR 346.034,17
CB Importgeschäfte in CNY CNY 17.028.078,05
CB Importgeschäfte in EUR EUR 2.223.084,87
Ebury Imporgeschäfte in CNY CNY 44.433.040,54
Ebury Importgeschäfte in EUR CNY 5.777.850,68

Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB, die als Portfolio-Hedges abgeschlossen werden. Sämtliche Devisentermingeschäfte haben Laufzeiten von weniger als einem Jahr und werden in Abhängigkeit von den Warengeschäften abgeschlossen, so dass mit einer nahezu 100%igen Inanspruchnahme zu rechnen ist. Die betreffenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Warengeschäften werden deshalb bereits mit den gesicherten Devisenkursen eingebucht.

Die HOESCH Metallurgie GmbH, die Metals and Alloys GmbH und die HOESCH Granules GmbH haften gegenüber der Commerzbank AG gesamtschuldnerisch für Ansprüche der Commerzbank AG aus dem gemeinsamen Vertrag über einen Borrowing-Base-Kreditrahmen und dem Vertrag über ein Festzinsdarlehen der HOESCH Metallurgie GmbH. Zum Bilanzstichtag 2023 bestand aus Sicht der Gesellschaft kein Risiko aus dieser Gesamtschuld in Anspruch genommen zu werden.

Die HOESCH Metallurgie GmbH als herrschendes Unternehmen hat am 25.11.2008 Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften HOESCH Metals and Alloys GmbH sowie HOESCH Granules GmbH abgeschlossen. Diese wurden am 25.11. bzw. 30.12.2008 in die Handelsregister der Tochtergesellschaften eingetragen.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt 55.000,00 EUR und entfällt in Höhe von 49.500,00 EUR auf Abschlussprüfungsleistungen sowie in Höhe von 5.500,00 EUR auf Steuerberatungsleistungen.

Die latenten Steuern ergeben sich aus den folgenden Positionen:

Bezeichnung Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz
Pensionsrückstellung -2.802.487,00 € -1.788.588,00 € -1.013.899,00 €
Verbindlichkeiten LUL -2.298.073,00 € -2.318.075,00 € 20.002,00 €
Gesamt -5.100.560,00 € -4.106.663,00 € -993.897,00 €
Körperschaftssteuer 15,00% -149.083,00 €
Solidaritätszuschlag 0,83% -8.248,00 €
Gewerbesteuer 16,40% -162.999,00 €
Ergebnis -320.330,00 €

Der Betrag unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

2023 Veränderungen im Geschäftsjahr
EUR EUR
Aktive latente Steuersalden 326.776,00 -12.224,00
Passive latente Steuersalden -6.446,00 -4.046,00
320.330,00 -16.270,00

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch:

 

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing Reiner Bauer und

 

Dipl.-Ing. Dipl-Betr. Wirt (FH) Michael Wolf

 

Düren, den 30. November 2024

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing Reiner Bauer, CEO Chief Executive Officer

Verbindlichkeitenspiegel 2023

Art der Verbindlichkeit Höhe mit einer Restlaufzeit von Sicherheiten
bis zu 1 Jahr bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 750.000,00 € 0,00 € 750.000,00 € 0,00 € Besicherung des Festsatzdarlehens (2,0 Mio Tilgungsdarlehen)
Vorjahr 1.297.584,49 € 0,00 € 1.297.584,49 € 0,00 € Sicherungsübereignung Sachanlagegüter der Darlehensnehmer. Verpfändung des Patentes "Dursalit" (eingetragen unter dem Kennzeichen DE 10 2007 025 602.9 durch die HOESCH Metallurgie GmbH).
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.298.072,72 € 2.298.072,72 € 0,00 € 0,00 € Besicherung des Borrowing Base Kreditrahmens 37,5 Mio)Sicherungsübereignung sämtlicher Gegenstände des Umlaufvermögens (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse nebst Verpackungsmaterialien, somit das gesamte Warenlager) der Kreditnehmer nach örtlichen Recht.
Vorjahr 3.021.928,17 € 3.021.928,17 € 0,00 € 0,00 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.832.158,82 € 2.832.158,82 € 0,00 € 0,00 € (Derzeit Deutschland und Niederlande).
Vorjahr 4.274.897,20 € 4.274.897,20 € 0,00 € 0,00 € Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen alle Drittschuldner A-Z der Kreditnehmer, sofern diese nicht unter den mit der Commerzfactoring abgeschlossenen Factoringgverträgen von der Commerzfactoring angekauft werden.Abtretung der Rückgewähr aus den mit der Commerzfactoring abgeschlossenen Factoringverträgen.Abtretung von Forderungen der Kreditnehmer gegen andere Gesellschaften der Gruppe.
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.153.406,95 € 9.153.406,95 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 2.067.950,97 € 2.067.950,97 € 0,00 € 0,00 €
davon aus Steuern 8.298.100,09 € 8.298.100,09 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 514.874,56 € 514.874,56 € 0,00 € 0,00 €
davon aus Verb.i.s.d. soz.Sicherheit 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 1.405,65 € 1.405,65 € 0,00 € 0,00 €
Gesamt 15.033.638,49 € 14.283.638,49 € 750.000,00 € 0,00 €
Vorjahr 10.662.360,83 € 9.364.776,34 € 1.297.584,49 € 0,00 €

Entwicklung des Anlagevermögens 01.01.2023 bis 31.12.2023

Bezeichnung Anschaffungs/ Herstellungs- Kosten Beginn GJ Anschaffungs, Herstellungs- Kosten Zugänge Anschaffungs/ Herstellungs- Kosten Abgänge
A Immaterialle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 1.177.938,73 € 38.083,58 € 0,00 €
B Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.059.516,73 € 0,00 € 0,00 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.926.939,83 € 114.146,10 € 0,00 €
3. Andere Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.308.063,42 € 308.455,37 € 148.674,17 €
C Finanzanlagen
1. Anteile verb.Untern. 6.912.330,41 € 942,95 € 0,00 €
2. Ausleihungen verb.Untern. 0,00 € 250.000,00 € 0,00 €
Summe Anlagevermögen 24.384.789,12 € 711.628,00 € 148.674,17 €
Bezeichnung Umbuchungen gesamter AK/HK GJ (+-) Anschaffungs/ Herstellungs- Kosten Ende GJ Abschreibung (kumuliert)
A Immaterialle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 0,00 € 1.216.022,31 € 1.180.595,31 €
B Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 € 3.059.516,73 € 2.998.401,91 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 € 8.041.085,93 € 7.477.404,93 €
3. Andere Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 € 5.467.844,62 € 4.851.171,62 €
C Finanzanlagen
1. Anteile verb.Untern. 0,00 € 6.913.273,36 € 0,00 €
2. Ausleihungen verb.Untern. 0,00 € 250.000,00 € 0,00 €
Summe Anlagevermögen 0,00 € 24.947.742,95 € 16.507.573,77 €
Bezeichnung Buchwert 31.12.2023 Buchwert Vorjahr
A Immaterialle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 35.427,00 € 57.594,00 €
B Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.114,82 € 74.638,41 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 563.681,00 € 600.047,00 €
3. Andere Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 616.673,00 € 548.027,00 €
C Finanzanlagen
1. Anteile verb.Untern. 6.913.273,36 € 6.912.330,41 €
2. Ausleihungen verb.Untern. 250.000,00 € 0,00 €
Summe Anlagevermögen 8.440.169,18 € 8.192.636,82 €
Bezeichnung Abschreibung Beginn GJ 2023 Abschreibung Altbestand 2023 Abschreibung Zugänge 2023 Abschreibung Abgänge 2023 Abschreibung Ende GJ 2023 Abschreibung GJ 2023
A Immaterialle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 1.120.344,73 52.123,00 8.127,58 0,00 1.180.595,31 60.250,58
B Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.984.878,32 13.523,59 0,00 0,00 2.998.401,91 13.523,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.326.892,83 139.735,00 10.777,10 0,00 7.477.404,93 150.512,10
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.760.036,42 170.806,00 69.003,37 -148.674,17 4.851.171,62 239.809,37
C Finanzanlagen
1. Anteile verb.Untern. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen verb.Untern. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 16.192.152,30 376.187,59 87.908,05 -148.674,17 16.507.573,77 464.095,64

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Geschäftstätigkeit

HOESCH Metallurgie GmbH produziert und vertreibt Legierungszusätze und Schmelzpräparate, sonstige Hilfsstoffe, technische Anlagen und Dienstleistungen zur Behandlung von flüssigem Metall für Gießereien. Der Vertriebsschwerpunkt liegt dabei auf der Aluminiumindustrie. Die HOESCH Metallurgie GmbH arbeitet in einem internationalen sowie heterogenen Wettbewerbsumfeld.

2. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

In Folge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war das Jahr 2023 für die HOESCH Metallurgie GmbH geprägt durch die abklingenden Nachlaufeffekte aus den - aus Rohstoffsicht - turbulenten Jahren 2021/2022 und den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Aufgrund seiner Fokussierung auf westliche Industriestaaten im Kundenstamm und durch eine diversifizierte Kundenbasis mit ihren verschiedenen Abnehmerbranchen konnte die HOESCH Metallurgie GmbH an der gesamtwirtschaftlichen Erholung partizipieren.

Für 2024 sieht die IWF-Frühjahresprognose eine anhaltende Verflachung des Weltwirtschaftswachstums bedingt durch den Fortgang der kriegerischen Konflikte in der Ukraine und dem östlichen Mittelmeer voraus. Erste Zentralbanken haben aufgrund der abflachenden Inflationsentwicklung mit Leitzinssenkungen als Wachstumsimpuls reagiert, was für die westlichen Industrienationen bislang noch keine konjunkturelle Trendwende ausgelöst hat.

Global wird von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um 3,2% ausgegangen, nachdem in 2023 das Wachstum noch 3,3% betragen hat. Für die westlichen Industriestaaten wird mit einem deutlich unterdurchschnittlichen Wachstumsfaktor der Volkswirtschaften um 1,7% gerechnet - für den EURO Raum sogar nur 0,9%.

Für die HOESCH Metallurgie ist dabei speziell die Entwicklung in den Hauptabnehmerländern in Zentraleuropa, Nordamerika und im Mittleren Osten von besonderer Bedeutung. Auch für Teile dieser Regionen wird mit einer konjunkturellen Erholung gerechnet. Das zum Jahreswechsel 2023/2024 gut gefüllte Auftragsbuch zeugt von einer realwirtschaftlichen Bestätigung der im Frühjahr 2024 publizierten Prognosen.

Eine Reihe von Kundensegmenten konnten in 2023 von der konjunkturellen Erholung profitieren. Die Entwicklung der HOESCH Metallurgie GmbH verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut.

B. Ertragslage

1. Darstellung der Geschäftsergebnisse

Der Umsatz ging im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr mit einem Minus von 31,5% nach 2 Jahren mit starkem Umsatzauftrieb deutlich zurück. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die sich wieder normalisierenden Marktpreise für die verarbeiteten und gehandelten Metalle. Bei Betrachtung der einzelnen Geschäftsfelder war die Entwicklung trotz des rückläufigen Umsatzes durchgängig positiv. Der größte Umsatzeinbruch entfiel dabei mit 40,1 Mio. € auf den Bereich Legierungszusätze (minus 35,3%) - gefolgt vom Bereich Metallhandel (minus 8,9 Mio. € bzw. minus 27,2%). Beide Bereiche waren dabei von der genannten rückläufigen Entwicklung der Metallpreise betroffen. Im Bereich Spezialchemie konnte das Umsatzniveau des Vorjahres gehalten werden (plus 2 T€).

Die Materialeinsatzquote erhöhte sich zum Vorjahr um 6,1 Prozentpunkte, so dass das Rohergebnis deutlich überproportional zum Umsatz abnahm. Mit 15.719 T€ nahm das Rohergebnis um mehr als die Hälfte gemessen am Vorjahreswert ab, was einem Rückgang von 51,6% entspricht. Entsprechend der Umsatzentwicklung verzeichneten auch auf der Ertragsseite die Bereiche Legierungszusätze (minus 13,6 Mio. €) und Metallhandel (minus 2,7 Mio. €) den größten Rückgang. Einen weiteren Rückgang verzeichnete der Bereich HOESCH Metallurgical Services (minus 28,5%), wo aufgrund abnehmender Dienstleistungsanteile die Materialeinsatzquote deutlich über das Niveau der Vorjahre anstieg. Einzig der Bereich Spezialchemie konnte seinen Ergebnisbeitrag im Vergleich der Hauptproduktgruppen erneut leicht ausweiten (plus 2,4%).

2023 2022 2021
Umsatz 107.355 156.737 116.183
Bestandsveränderung 436 -40 942
Materialaufwand 92.073 124.253 102.338
Rohergebnis (Umsatz + Bestandsveränd. - Materialaufwand) 15.718 32.445 14.787

Die Personalausgaben - bestehend aus Löhnen, Gehältern und Sozialabgaben - stiegen gegenläufig zur Umsatz- und Ertragsentwicklung mit einem Plus von 4,1% leicht an, was durch variable Gehaltsbestandteile ausgelöst wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich leicht unterproportional zur Umsatzentwicklung und nahmen um 30,1% ab (minus 3,1 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Jahresvergleich rückläufig und verminderten sich um 40,2% bzw. 102 T€. Insgesamt führt die Entwicklung zu einem EBITDA von 3,0 Mio. €, welches das EBITDA aus dem Geschäftsjahr 2022 um 13,9 Mio. € unterschreitet.

Die Aufwendungen aus Abschreibungen liegen um 36,1% über dem Wert des Vorjahres (plus 123 T€). Aufgrund der geringen Anlagenintensität sind sie aber von nachrangiger Bedeutung. Unter Einschluss der vorher genannten Ergebniseinflüsse führt dies im EBIT zu einer Verschlechterung gegenüber 2022 um 14,0 Mio. €.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Wir sind unverändert mit ganzer Kraft am Markt aktiv und arbeiten an der Festigung und dem Ausbau unserer weltweiten Kundenbeziehungen in bestehenden und neuen Märkten.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr zeigte sich aufgrund mehrerer Faktoren ein heterogenes Bild. Generell konnte die Versandtonnage nahezu auf dem Niveau des sehr erfolgreichen Vorjahres gehalten werden (minus 5,5%). Bei genauerer Betrachtung wirkten jedoch unterschiedliche Faktoren auf die Entwicklung einzelner Produktbereiche ein. Bei den Legierungszusätzen kam es zu einem deutlichen Absatzrückgang gegenüber dem bereits rückläufigen Niveau des Vorjahreswertes (minus 18,8%). Überproportionale Rückgänge mussten dabei in Nordamerika und im Mittleren Osten realisiert werden. Die erhöhte Wettbewerbsintensität und beginnende negative Konjunktureinflüsse spielten hier eine wichtige Rolle. In den USA ging speziell bei Vorlieferanten von Boing die Nachfragemenge aufgrund der dortigen Produktions- und Absatzprobleme zurück. Aufgrund der fallenden Metallpreise gegenüber dem Höchststand 2021/2022 ging der Umsatz insgesamt überproportional zur Absatzentwicklung zurück (minus 35,3 %) und lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 73,6 Mio. €.

Im Segment des Metallhandels - dem zweitgrößten Umsatzträger - konnten im Geschäftsjahr 2023 dagegen deutliche Absatzsteigerungen realisiert werden. So stieg die gesamte Handelsmenge von 5.864 mt im Jahr 2022 auf 8.598 mt in 2023 (plus 46,6%). Die Zuwächse im Metallhandel kamen mehrheitlich durch hohe Verkaufsmengen an internationale Kunden zustande und wurden durch eine Konzentration internationaler Handelsgeschäfte unter der HOESCH Metallurgie GmbH unterstützt. Die größten Absatzerfolge wurden in Mexico und der Türkei realisiert, welche 78,9% des Gesamtzuwachses ausmachten. Für diese Produktgruppe war der gleiche Preistrend gültig, wie zuvor bei den Legierungszusätzen geschildert. Ausdruck dafür ist die Tatsache, dass der Umsatz in gleichen Zeitraum gegenläufig zur Absatzentwicklung abnahm und trotz der Zuwächse auf der Absatzseite unter das Vorjahresniveau fiel (minus 27,2%)

Eine Bestätigung der Absatzerfolge aus dem Vorjahr konnte der Bereich Spezialchemie im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnen. Der Absatz erhöhte sich marginal (plus 1,1%) im Geschäftsjahr 2023. Der Umsatz entwickelte sich leicht unterproportional aufgrund leichter Verschiebungen innerhalb der Produktgruppe und lag auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (plus 2 TEUR).

Der Umsatz im Bereich des HOESCH Metallurgical Service (HMS) verminderte sich leicht gegenüber dem Niveau des Vorjahres (minus 10,5%). Der Rückgang entfiel auf den Ersatzteil- und Neugeräteverkauf.

Insgesamt ist die Absatzsituation bei den Hauptproduktgruppen geprägt durch eine unverändert hohe Wettbewerbsintensität. Speziell der Bereich Legierungszusätze sieht sich einem erneut einsetzten harten Preiswettbewerb ausgesetzt, der nur durch die Sondersituation in 2021/2022 wegen der explosiven Preisentwicklung vieler Industriemetalle unterbrochen war. Hier hatte sich der Markt für einen kurzen Zeitraum von einem Käufer- zu einem Verkäufermarkt gewandelt, was für entsprechende Renditen genutzt werden konnte. Die Mehrzahl der Erlöse aus dieser Marktphase wurden in 2022 realisiert. In 2023 und 2024 gab es noch vereinzelte Geschäfte aus dieser Marktphase mit überproportionalen Umsätzen.

3. Personal- und Sozialbereich

Der ausgewiesene Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (plus 215 T€). Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren variable Gehaltsbestandteile.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Ausgaben für sonstige betriebliche Aufwendungen fielen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Mio. € proportional zur Umsatzentwicklung (minus 30,1%).

Dominiert wurden die rückläufigen Kosten durch die Kosten für Ausgangsfrachten (minus 2,7 Mio. €). Hier war es in 2022 zu einem erheblichen Preisauftrieb für Containerfrachten gekommen, welcher sich in 2023 wieder zurückentwickelt hat. Daneben sanken produktions- und umsatzabhängige Kosten wie Verpackung (minus 153 T€), Strom (minus 43 T€), Vertriebsprovisionen (minus 248 T€), Aufwendungen für Kursdifferenzen (minus 83 T€) und Kosten für Leiharbeitskräfte (minus 243 T€), was auf die rückläufige Absatzmenge der verarbeiteten Produkte zurückging. Zu weiteren deutlichen Kosteneinsparungen kam es daneben bei den Beratungsaufwendungen (minus 82 T€) aufgrund der Beendigung eines Streitfalls mit einem chinesischen Vorlieferanten in China.

Eine gegenläufige Kostenentwicklung kam bei den Reisekosten (plus 107 T€), Personalbeschaffung (plus 54 T€), Marketing (plus 36 T€), Wartung (plus 73 T€) und Versicherung (plus 26 T€) zustande. Die ersten drei Bereiche stehen im Zusammenhang mit der wachsenden Vertriebsaktivitäten zur Marktdurchdringung bzw. Markterschließung.

Unsere Abschreibungen nahmen in 2023 gegen den Trend der vorangegangenen Jahre deutlich um 123 T€ zu. Insgesamt bleiben sie aufgrund der geringen Wertschöpfungstiefe nachrangig in der Kostenbetrachtung. Wir prüfen hier kontinuierlich die Möglichkeit, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen über Leasing zu finanzieren. Insgesamt beliefen sich die Abschreibungen auf 464 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr, was einer Steigerung gegenüber 2022 um 36,1% entspricht.

C. Finanzlage

1. Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme nahm per 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresabschluss mit einem Prozentsatz von 24,4% deutlich ab. Hintergrund ist das sinkende Preisniveau vieler Industrierohstoffe, was sich über den rückläufigen Umsatz im Umlaufvermögen niederschlug. Die Vorräte und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen dabei leicht überproportional zur Umsatzentwicklung ab (minus 35,5 % bzw. - 45,2%). Letztgenanntes Konto verminderte sich auch aus dem Grund überproportional, da nach dem Ausnahmejahr 2022 die Ergebnisabführungen der deutschen Tochtergesellschaften im Rahmen der Steuerorganschaft 2023 geringer ausfielen als im Vorjahr (4,4 Mio. € gegenüber 15,8 Mio. € in 2022). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag der Rückgang um 26.8% unter dem Wert des Vorjahres. Die Abweichung im Jahresvergleich kommt auch durch einen leicht verminderten Anteil im Factoring - gemessen an der Umsatzentwicklung - zustande.

Das bilanzielle Eigenkapital fiel um 28,6% auf den Wert von 24,2 Mio. €. Hintergrund waren Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter. Die Eigenkapitalquote blieb aufgrund der Bilanzverkürzung recht konstant (minus 3,5%) und lag zum Bilanzstichtag auf 58,4%.

Der Finanzierungsanteil der Bankverbindlichkeiten ging durch die hohe Ertragskraft in der Gruppe, welche sich in der äußerst positiven Entwicklung der Eigenkapitalsituation niederschlug und zur Innenfinanzierung genutzt werden konnte, stark zurück auf nur noch 1,8% (Vorjahr 2,4%). Ausdruck dessen ist auch der hohe Barmittelstand der Gesellschaft zum Bilanzstichtag. Aufgrund des Rückgangs beim Vorratsvermögens verminderten sich ebenfalls die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (minus 24,0%). Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geht auf das niedrigere Metallpreisniveau zurück, was den durchschnittlichen Beschaffungswert aus der chinesischen Produktionsgesellschaft gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt verminderte. Hinzu kam, dass aufgrund freier liquider Mittel früher Liquidität an die ausländische Produktionsgesellschaft zur dortigen Finanzierung von Anlage- und Umlaufvermögen bereitgestellt werden konnte. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag sprunghaft (plus 342,6%), da nach erfolgter Betriebsprüfung die zuvor als Steuerrückstellung gebuchten Abgaben für 2022 nun als feste Verbindlichkeit gegenüber den Steuerbehörden verbucht werden konnten. Eine entsprechend gegenläufige Bewegung fand bei den Rückstellungen statt.

2. Finanzmanagement

Wichtigstes Ziel unseres Finanzmanagements war und ist es, die Finanzkraft der HOESCH Metallurgie GmbH langfristig zu sichern. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, den Finanzbedarf des operativen Geschäfts in ausreichender Form zu decken.

Die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Die hohe Ertragskraft und der gute Cashflow ließen in weiten Teilen des Geschäftsjahres die Kreditinanspruchnahme auf einem niedrigen Niveau verweilen. Dies steht speziell im Zusammenhang mit der Ausführung des Ergebnisabführungsvertrages, welcher neben einer Bilanzverkürzung auch eine Entschuldung der Konzernmuttergesellschaft gegenüber Kreditinstituten herbeiführte.

Durch die erfolgte Neustrukturierung der Passivseite zur Mitte des Geschäftsjahres 2021 wurde die Finanzierungsbasis für das Umlaufvermögen nochmals verbessert. Die Ausnutzung der neu zur Verfügung stehenden Mittel wurde zur Absicherung bestehender Lieferbezüge erfolgreich verstetigt. Die für die Refinanzierung damit eingebrachten Sicherheiten konnten über den ganzen Berichtszeitraum auf einem hohen Niveau für die Gruppenfinanzierung gehalten werden. Liquiditätsengpässe erwarten wir im laufenden Jahr planerisch nicht.

Durch die neue Finanzierungsstruktur kommt der Forderungsabsicherung durch die Warenkreditversicherung eine gesteigerte Bedeutung bei. Hier hat sich der Anbieterwechsel zum Ende des ersten Quartals 2021 als äußerst positiv erwiesen. Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit wurde die Vertragsbeziehung frühzeitig bis 2027 zu den bestehenden guten Konditionen verlängert. Mit den verbesserten Absicherungslimiten wurde eine wesentliche Voraussetzung für die Stabilisierung der Passivseite geschaffen. Die Absicherungsquote unserer Forderungen konnte im Jahr 2023 auf einem weiterhin hohen Niveau gehalten werden.

Zur Einhaltung der kreditvertraglich festgesetzten Kennzahlvorgaben ist das enge Monitoring des Umlaufvermögens von besonderer Bedeutung. Dazu werden unsere Debitoren mit einem Mahnwesen überwacht.

D. Vermögenslage

1. Vermögensstruktur

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen verminderten sich leicht aufgrund der zurückhaltenden Investitionstätigkeit um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Finanzanlagen nahmen dagegen leicht zu und erhöhten sich um 3,6% und beliefen sich auf 7,2 Mio. €. Die Erhöhung geht auf ein Darlehen an die HOESCH Metallurgie Singapur zurück. Beim Vorratsvermögen kam es zu einem erneuten spürbaren Rückgang zum Vorjahreswert (minus 35,5%). Hintergrund ist der geringere Auftragsvorlauf im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt bei gleichzeitig niedrigeren Marktpreisen für die meisten Basismetalle. Der Rückgang betrug 5,6 Mio. €. In geringerem Umfang im Verhältnis zu den Vorräten nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Bilanz ab (minus 26,8%). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahmen zum Jahresende ebenfalls deutlich ab (minus 45,2%), da der Anspruch aus der Ergebnisabführung der HOESCH Metals and Alloys GmbH an die HOESCH Metallurgie GmbH nach dem Höchstwert 2022 - auf einem hohen Niveau in 2023 liegend - nicht mehr erreicht wurde. Der Kassenbestand wies zum Bilanzstichtag einen Wert von 3,0 T€ aus und liegt über dem Vorjahreswert (plus 2,6 Mio. €).

Durch die Rückgänge bei den Vorräten vermindert sich deren Anteil am Vermögen der Gesellschaft auf 24,5%. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, als weitere wesentliche Positionen, bildeten im Vergleich zum Vorjahr 47,0% der Aktiva. Zu Lasten der beiden genannten Bereiche erhöhte sich der Anteil des Kassenbestandes am Gesamtvermögen auf 7,2% aufgrund der eigenen Ertragskraft und der hohen Zuflüsse der Tochtergesellschaften im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages. Die Anteile des Sachanlagevermögens stiegen aufgrund der absolut verminderten Bilanzsumme, bei gleichzeitig konstantem Anlagevermögen, leicht an und erreichten 3,1% Anteil am Gesamtvermögen.

Unsere Debitoren bestehen aus einer Vielzahl von Kundenbeziehungen. Wir versichern unseren Forderungsbestand grundsätzlich über einen Kreditversicherer, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinem Forderungsausfall. Wertberichtigungen mussten entsprechend nicht vorgenommen werden. Dies führt zu einer unverändert sehr niedrigen Quote bei den Wertberichtigungen von Forderungen.

2. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die im Juli 2021 erfolgte Umfinanzierung der Unternehmensgruppe hat sich in den anschließenden Geschäftsjahren erfolgreich bewähren können. Mit dem Fokus auf Refinanzierung des Umlaufvermögens waren wir als Produktions- und Handelsgesellschaft in der Lage, alle Markdynamiken erfolgreich zu bestreiten. Die Mitte 2022 gewährte Linienausweitung hat uns dabei zusätzlich geholfen, das erfolgreiche Geschäftsmodell im bestehenden Kundenkreis längerfristig abzusichern. Die damit gleichzeitig einhergehende Vereinfachung der Kreditstruktur und Kostenoptimierungen haben die Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt.

Im Geschäftsjahr 2023 profitierten wir weiter von diesem Umstand, der die Gesellschaft erst in die Lage versetzt hat, auf Marktdynamiken auf der Preis- oder Absatzseite flexibel reagieren zu können. Ohne die neu geschaffenen Finanzierungsspielräume wäre der anhaltend positive Ertragspfad bei gleichzeitig erfolgter Ausschüttung an die Gesellschafter nicht möglich gewesen.

Die Anlagenintensität ist in 2023 leicht auf 3,1% unseres Gesamtvermögens erhöht. In 2024 wird sich die absolute Höhe unseres Sachanlagevermögens weiter ansteigend entwickeln. Geplante technische Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bei den EDV- Systemen werden zu einer moderaten Erhöhung des Anlagevermögens führen. Durch die Nutzung günstiger Leasingmöglichkeiten wird weiter versucht, die Kapitalbindung im Sachanlagevermögen nicht sprunghaft ansteigen zu lassen.

Bei den zuletzt neu gegründeten Unternehmen hat sich das Finanzierungsvolumen in Mexico auf einem hohen Niveau stabilisiert, um den regionalen Absatzmarkt in eigenem Namen ohne Vertretergeschäft bedienen zu können.

Wir haben nach unseren bisherigen Erkenntnissen keinen zusätzlichen Kapitalbedarf.

3. Gesellschaftsrechtliche Struktur

Wir sind ein Inhabergeführtes Unternehmen mit Kontinuität und langfristig stabiler Gesellschafterstruktur.

E. Chancen- und Risikobericht

1. Interne Organisation und Entscheidungsfindung

Wesentliche Entscheidungen der HOESCH Metallurgie GmbH werden von der Geschäftsführung getroffen. Mehrere Organisationsebenen bestehen in unserer Gesellschaft nicht.

2. Chancen und wirtschaftliche Gefährdungspotentiale

Aufgrund der stetigen Rohstoffzuflüsse sind wir in der Lage, kurzfristige Preisauftriebe bei unseren Hauptrohstoffen für attraktive Sondergeschäfte zu nutzen. Durch die breite Versorgungsbasis der HOESCH Metallurgie GmbH und der HOESCH Metals and Alloys GmbH nutzen wir auf der Einkaufsseite Synergien, um favorable Preisentwicklungen in möglichst großem Umfang ertragsseitig zu realisieren. Die Verbesserung in der Unternehmensfinanzierung hat dazu beigetragen, dass auch bei stark schwankendem Preisniveau vieler Basisrohstoffe der Bezug auch in Hochpreisphasen kontinuierlich fortgesetzt werden konnte. Damit hat sich das Risiko von mangelnder Materialverfügbarkeit bei Stockungen in den weltweiten Logistikketten deutlich abgemildert.

Mit der Gründung der zwei neuen Auslandsgesellschaften bekommt man auf den Wachstumsmärkten Mexiko und Süd-Ost-Asien eine neue Repräsentanz, um im eigenen Namen vor Ort Geschäfte abschließen zu können. Durch die Einbindung in das Versicherungsnetz der HOESCH Metallurgie GmbH realisiert man gleichzeitig eine höhere Absicherung der Warenströme bei einer gleichzeitigen höheren Transparenz auf der Kundenseite.

Durch den weiteren Ausbau neuer Handelsaktivitäten konnte die Umsatz- und Ertragsseite der Gesellschaft verbreitert werden. Die hohe einseitige Abhängigkeit von der Ertragskraft aus der Eigenfertigung von Legierungszusätzen und Schmelzpräparten wurde weiter vermindert.

Die auch politisch getriebene immer höhere Recyclingquote führt zur Bildung von neuen Metallverarbeitern in Europa. Die damit steigende Produktion von Sekundärmetallen wird voraussichtlich zu einer weiteren spürbaren Produktionssteigerung in Europa - einem wichtigen Markt der HOESCH Metallurgie GmbH - führen. Andererseits ist im internationalen Wettbewerb Europa aufgrund der hohen Energiepreise aktuell im Bereich der Metallverarbeiter stark benachteiligt. Schließungen weiter Teile der europäischen Aluminiumelektrolysen zeugen von dieser Entwicklung.

Der Trend zur Elektromobilität führt zu gesteigertem Aluminiumeinsatz im Leichtbau. Damit steigt auch die Nachfrage nach den gehandelten Legierungsmetallen für diesen wichtigen Industriezweig weltweit. Gleichzeitig erwarten wir durch diesen einsetzenden Technologiewandel eine gegenläufige Entwicklung bei kleineren und mittleren Gießereien, deren Produktionsschwerpunkt auf Bauteilen für Verbrennungsmotoren liegt. Insolvenzen und das Ausscheiden von Marktteilnehmern haben hier bereits eingesetzt - weitere sind absehbar. Allerdings nehmen Gießereien nur einen geringen Anteil des Gesamtabsatzes der HOESCH Metallurgie GmbH ein.

Eine große Unsicherheit auf der Marktseite resultiert aus den wachsenden Konfliktherden weltweit. In Verbindung mit politisch motivierten Handelsbeschränkungen ist ein Umfeld entstanden, was anfälliger für makroökonomische Schockwellen geworden ist. Deutliche Anzeichen dieser Umstände sind die generell verflachte konjunkturelle Entwicklung mit der Aversion mittel- und langfristiger Investments und einer verstärkten Verminderung des Working Capital. Plötzliche Anpassungen von Handelsschranken tragen zudem das Risiko mit sich, dass sie zu ungeplanten Ertragsverlusten führen können.

Aufwandssteigerungen erwarten wir bei Kosten für Personalbeschaffung, Zinsaufwendungen, Energie- und Beratungskosten sowie Ein- und Ausgangsfrachten.

Uns sind derzeit keine weiteren Ausfall-, Liquiditätsrisiken oder Zahlungsstromschwankungen bekannt. Aufgrund der Dynamik internationaler Metallpreise und nicht-vertragskonformer Vorlieferanten bekommt ein effizientes Risikomanagement eine weiter wachsende Bedeutung. Technologierisiken oder Risikokonzentrationen sind uns ebenfalls nicht bekannt. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden systematisch bei Vertragsabschluss geprüft. Durch ein zentrales Liquiditätsmanagement wird gewährleistet, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts, der laufenden und geplanten Investitionen sowie für den planmäßigen Kapitaldienst zeitgerecht zur Verfügung stehen.

Währungs- oder sonstige finanzielle Risiken sehen wir nicht, da die Gesellschaft in ausreichendem Rahmen Risiken aus Wechselkursschwankungen über Sicherungsgeschäfte entgegenwirken kann. Auf der Rohstoffbeschaffungsseite werden Rohstoffswaps zur Absicherung variabler Preisbestandteile für LME Metalle platziert.

3. Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken sind nach aktuellem Stand nicht bekannt. Mögliche sonstige finanzielle Risiken sind in ausreichendem Maße mit den im Jahresabschluss gebildeten Rückstellungen abgedeckt.

F. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung

Wir haben aufgrund von verbliebenen Nachlaufeffekten aus den Ausnahmejahren 2022/2023 und Bewertungseffekten zum Stichtag 31.12.23 mit einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2024 geplant. Dieses wird dabei nicht an die Umsätze und Erträge aus vorangegangenen Geschäftsjahren heranreichen können.

Bei unserem Umsatz gingen wir für das Geschäftsjahr 2024 planerisch von einem Rückgang von 9,9% aus. Bei Betrachtung der einzelnen Produktsegmente liegt der geplante Rückgang für die Legierungszusätze bei 14,3%, bei den Schmelzpräparaten bei 14,2% und beim Metallhandel bei 13,9%.

Das Geschäftsjahr 2024 war bislang geprägt von einem kontinuierlichen Preisrückgang vieler Industriemetalle. Aufgrund deutlicher Absatzsteigerungen in den Bereichen Legierungszusätze (plus 22%) und Metallhandel (plus 32%) konnte YTD September 2024 bislang ein über dem Planwert liegender Umsatz und Ertrag erzielt werden.

Aufgrund der geopolitischen Risiken wurden viele Industrienationen von einer spürbaren konjunkturellen Abkühlung erfasst. Weltweit fallende Preise für Metalle sind die Folge. Wir rechnen aktuell für die nächsten 3 Monate mit einem Umsatz- und Ertragsrückgang im Vergleich den ersten drei Quartalen 2024. Durch unsere variable Kostenbasis sind wir allerdings in der Lage, nachteilige Geschäftsentwicklungen temporär abfedern zu können.

Allenfalls bisher nicht zu prognostizierende Sondereinflüsse infolge von Handelsbeschränkungen und der weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen, die eine Konjunkturerholung weiter verzögern oder im schlechtesten Fall zu einer tieferen und länger andauernden Rezession führen würden, könnten unsere Ertragslage nachhaltig schmälern. Insgesamt gehen wir von einem deutlich verringerten Ergebnis in 2024 aus - stellt man die Ausnahmejahre 2022/2023 als Vergleichswert auf. Im Vergleich zu den Jahren zuvor rechnen wir mit einem durchschnittlich erfolgreichen Jahr 2024.

Die Gefahr von Vermögensverlusten sehen wir derzeit nicht. Unsere finanzielle Basis und die wirtschaftliche Flexibilität begründen unsere unternehmerische Stabilität.

2. Vorjahresprognosen

Unsere Einschätzungen im Lagebericht des Vorjahres haben sich auf der Umsatz- und Ertragsseite als realistisch erwiesen. Auf Planabweichungen wurde stets angemessen reagiert.

3. Geschäftspolitik

Als Familienunternehmen steht eine Unternehmensstrategie mit einer langfristigen Marktdurchdringung im Vordergrund allen unternehmerischen Handelns.

In 2024 soll der Umsatzanteil des Metallhandels weiter ausgebaut werden.

Wesentliche Änderungen hinsichtlich der Erschließung neuer Absatzmärkte, Verwendung neuer Produktions- oder Absatzverfahren sind kurzfristig nicht zu erwarten. Kontinuierlich werden wir Maßnahmen in diesen Bereichen jedoch fortsetzen. Weiterhin streben wir eine sich verstetigende Umsatzentwicklung und eine noch stärkere Internationalisierung des Geschäftes an.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft stellt sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 zwar schlechter, aber insgesamt zufriedenstellend dar.

Bei den Absatzmengen mussten nur deutliche Einbußen bei der Spezialchemie (minus 48%) verzeichnet werden. Die beiden übrigen bedeutenden Produktbereiche konnten - wie bereits geschildert - ihren Absatz gegenüber der Planung steigern. Aber auch im Jahresvergleich ist das Mengenwachstum bei den Legierungszusätzen (plus 20%) und im Metallhandel (plus 35%) stark ausgeprägt. Eine tiefgreifende weltweite konjunkturelle Eintrübung ist hier bislang nicht absehbar.. Bei einer Betrachtung der Umsatzentwicklung wird die Absatzentwicklung für die metallischen Produkte noch durch den preislichen Abschwung vieler Industriemetalle überlagert. Diese Preiskorrekturen gegenüber den Höchstständen aus den Jahren 2021/2022 bei gleichzeitiger Absatzausweitung führen dazu, dass bei den Legierungszusätzen die Umsätze YTD September nahezu exakt auf dem Vorjahresniveau liegen (plus 1,2%). Im Metallhandel kompensiert der Preiseffekt große Teile der Absatzausweitung, so dass der Umsatz noch um 12% über dem Vorjahr liegt. In den Bereich Spezialchemie setzt sich die Absatzentwicklung in großem Maße beim Umsatz fort, was sich in einem Rückgang um 38% gegenüber dem Vorjahr niederschlägt. Beim HOESCH Metallurgical Service konnte hingegen der Umsatz deutlich gesteigert werden (plus 65%), was speziell auf den Verkauf eines Großgerätes in Q1 2024 zurückgeht.

Der Rohertrag verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 2,0 Mio. € (minus 15%) - hier geht der größte Einfluss vom Bereich Spezialchemie aus, da hier aufgrund der hohen Wertschöpfung der Umsatzrückgang am stärksten auf die Rohertragsentwicklung einwirkt (minus 748 T€). Vergleichbare Einbußen mussten die Bereiche Legierungszusätze und Metallhandel hinnehmen, welche beide um zirka ein Viertel Million Euro unter dem Vorjahreswert bleiben.

Dem um insgesamt 2,0 Mio. € verringerten Rohergebnis stehen nur niedrigere Personalaufwendungen (minus 7%) gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich - speziell durch wieder verteuerte Frachtraten - bislang in 2024 erhöht (plus 9%). Aufgrund der verschlechterten Ertragssituation und der gestiegenen Kosten führt dies im Vorjahresvergleich zu einer Verschlechterung im EBIT von 2,2 Mio. € (minus 74%). Aufgrund der geschilderten geringeren Fremdkapitalaufnahme nahmen die Kosten für Zinsen um 76 T€ zum Vergleichszeitraum ab. Das EBT verringerte sich daher um 2,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Für das letzte Quartal rechnen wir zum jetzigen Zeitpunkt mit einem Umsatz- und Ertragsbild auf dem Niveau des dritten Quartals.

Wir rechnen mittel- und langfristig mit einer sich erneut verstärkenden Wettbewerbsintensität aufgrund einer weiter steigenden Konzentration auf der Kundenseite und preisaggressiven Wettbewerbern in Zeiten sinkender Nachfrage. Der deutlich gestiegene Finanzbedarf hatte den Anbieterkreis nur kurzfristig schrumpfen lassen. Neben der Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung in einzelnen Absatzmärkten erwarten wir auch einen fortgesetzten Verdrängungswettbewerb im Bereich der Hauptumsatzträger Legierungszusätze und Schmelzpräparate.

Durch die stabilen Finanzstrukturen, die Ausweitung der Kreditlinien und nochmals verbesserten Konditionen in den Finanzierungsverträgen sowie durch unsere starke Eigenkapitalbasis sind wir für die nächsten Geschäftsjahre operativ und kapitalseitig sehr gut aufgestellt.

 

Düren, den 30. November 2024

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing Reiner Bauer, CEO Chief Executive Officer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS

An die HOESCH Metallurgie GmbH, Düren

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der HOESCH Metallurgie GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HOESCH Metallurgie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Düren, den 16. Dezember 2024

Dipl.-Kfm. Axel Utecht, Wirtschaftsprüfer

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