Schempp KG
Same addressCasting of light metals
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Beat Aebi since 5/14/2025 | Procura |
Stefan Sassenberg since 12/2/2024 | Procura |
Cyril Stutz since 9/13/2022 | Managing Director |
Florian Schoof since 4/29/2022 | Procura |
Thomas Steindl since 1/16/2019 | Procura |
Markus Hammer since 12/6/2017 | Procura |
Clemens Rapp since 1/2/2015 | Managing Director |
Thomas Brückle since 12/6/2006 | Procura |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Geberit Vertriebs GmbHPfullendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen1. Das Unternehmen und Geschäftsmodell Die Geberit Vertriebs GmbH ist Teil der Geberit Gruppe und übernimmt den Vertrieb von Sanitär- und Rohrleitungs- und Badezimmersystemen im deutschen Markt. Die Geberit Vertriebs GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Geberit Verwaltungs GmbH, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Über die Muttergesellschaft ist die Geberit Vertriebs GmbH eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Geberit AG, Rapperswil-Jona (Schweiz), in deren aufgestellten Konzernabschluss die Geberit Vertriebs GmbH einbezogen ist. 2. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Geberit Gruppe erfolgen grundsätzlich zentral am Standort Jona in der Schweiz, sowie für ausgewählte Produkte in einigen regionalen Kompetenzzentren. Die Geberit Vertriebs GmbH betreibt unverändert zum Vorjahr selbst keine Forschung oder Entwicklung. 3. Personal In der Geberit Vertriebs GmbH arbeiteten zum Stichtag 388 Mitarbeiter (Vorjahr: 390), davon 84,8% in Vollzeit und 15,2% in Teilzeit. Die Geberit Vertriebs GmbH bietet allen Mitarbeitenden ein umfangreiches Gesundheitsmanagementprogramm an. Dies trägt dazu bei, die Krankenquote auf einem niedrigen Niveau zu halten. B. Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist weiterhin angespannt, aufgrund der anhaltend restriktiven Zinspolitik zur Reduktion der hohen Inflationsraten. Für 2023 wird ein weltweites Bruttoinlandsproduktwachstum von 2,9% prognostiziert, das sich 2024 weiter auf 2,7% abschwächt. Erst im Jahr 2025 wird eine leichte Erholung der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,0% erwartet, aufgrund steigender Reallöhne und erwarteten Leitzinssenkungen. Die Zuwächse sind stark getrieben durch Schwellenländer, während Industrieländer zurückfallen. 1 Die prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum 2023 fällt mit 0,6% gering aus. Grund hierfür sind die gestiegenen Finanzierungskosten, starke Preisanstiege über die Energiekomponente hinaus und die hohe Unsicherheit aufgrund geopolitischer Konflikte. Für 2024 wird ein geringfügiger Anstieg der BIP-Wachstumsrate auf 0,9% erwartet, welcher 2025 weiter auf 1,5% zulegt. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind prognostizierte Reallohnzuwächse, die den privaten Konsum stimulieren. 2 Die deutsche Wirtschaft stagniert 2023 voraussichtlich mit -0,3%, da die erwarteten Wachstumsimpulse aus dem privaten Konsum und dem globalen Warenhandel ausblieben und die allgemeinen Rahmenbedingungen aufgrund der hohen Inflation sowie Leitzinsen herausfordernd waren. Der Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als stabil und die Angebotsengpässe aus den Vorjahren sind annährend vollständig überwunden. Ein Bruttoinlandsproduktzuwachs mit 0,9% wird für 2024 erwartet, zugrunde liegt dieser Entwicklung eine Steigerung der privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie Wachstum im Bereich der Exporte. 3 Die zum Ende des Jahres 2022 eingeleitete Zinswende zur Bekämpfung der Inflation sowie anhaltend hohe Baukosten haben die deutsche Bauwirtschaft im Jahr 2023 weiter unter Druck gesetzt. Deutlich wird dies am Einbruch des Auftragseingangs im Hochbau in den ersten 10 Monaten 2023 in Höhe von -5,5%. 4 In den Bauinvestitionen 2023 kommt der Rückgang der Auftragseingänge mit Verzögerung zum Tragen, da hohe Auftragsbestände (Stand November 2023: 3,6 Monate 5 ) die negative Entwicklung abschwächen. Im Jahr 2023 wird ein Rückgang der Bauinvestitionen im Hochbau von -2,8% angenommen, 2024 legt dieser auf -3,3% zu. 6 Insbesondere der Wohnungsbau befindet sich derzeit in einer äußerst angespannten Situation, da gestiegene Bau- und Finanzierungskosten die Nachfrage senken. Der Auftragseingang bis Oktober 2023 lag um über 15% 7 unter dem Vorjahreswert, für die Baugenehmigungen wird 2023 ein Rückgang um 28% erwartet, gefolgt von -12% im Jahr 2024. 8 Für das Segment Wohnungsbau wird 2023 ein Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen um -3,0% erwartet, der sich 2024 mit -3,3% nochmals steigert. 9 Nach einem rückläufigen ersten Halbjahr im gewerblichen Hochbau im Jahresvergleich, zeichnete sich in Q3 ein positiver Trend im Hinblick auf die Auftragseingangsentwicklung ab. 10 Insgesamt wird jedoch ein Rückgang der Bauinvestitionen im gewerblichen Hochbau von -3,0% für 2023 erwartet. Für 2024 gehen die aktuellen Prognosen von einer Stagnation der Investitionen aus. 11 2. Gesamtentwicklung des Unternehmens Gemäß dem Gegenstand des Unternehmens erfolgt die Steuerung insbesondere über die Umsätze unter Beachtung von eingesetzten Kosten (insb. Personal- und Marketingkosten) und dem Ergebnis vor Steuern. Wesentliche Werttreiber, wie Anzahl Kundenkontakte, Entwicklung Projektgeschäft und Ausstellungspräsenz unterstützen die Geschäftsleitung bei der Beurteilung der Vertriebsperformance. Das Geschäftsjahr 2023 wurde durch den erheblichen Nachfragerückgang als Folge der Baukrise geprägt. Die Baugenehmigungen sind teils dramatisch eingebrochen. Auf allen Vertriebsstufen (im Großhandel als auch beim Handwerker) wurden die Lagerbestände abermals deutlich reduziert, um auf verminderte Umsätze und die daraus resultierenden sinkenden Lagerumschläge zu reagieren. Als Folge mussten wir im Geschäftsjahr 2023 mit 891,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Umsatzverlust verzeichnen (-9,8%). Der Wert liegt weit unterhalb der Prognose aus dem letzten Jahr (+0,6%). Die einzelnen Produktbereiche im Detail: Installations- und Spülsysteme -48,0 Mio. € (-12,9%), Rohrleitungssysteme -20,9 Mio. € (-5,3%) und Badezimmersysteme -28,2 Mio. € (-12,6%). Die Umsatzentwicklung gegenüber dem Jahr 2022 verteilt sich wie folgt auf die vier Großhandels-Regionen: Nord -11,4%, Mitte -5,9%, Süd -11,1% und Ost -10,7%. Das OEM-Geschäft liegt aufgrund einiger Sonderthemen bei -19,6%. Das Ergebnis liegt mit 32,2 Mio. € leicht über Vorjahr und trotz der negativen Umsatzentwicklung leicht über dem prognostizierten Wert. Die Marktbearbeitung 2023, mit einer Vielzahl von Kundenveranstaltungen, einem ausgeglichenen Einsatz von verschiedenen Marketinginstrumenten und der intensiven Betreuung durch unseren Außendienst, hat trotz der wirtschaftlichen Lage und den Effekten aus Lagerbeständen erheblich zum Erfolg beigetragen. Als Beispiele sind hier zu nennen: erfolgreicher, professioneller Auftritt auf der weltgrößten Sanitärmesse ISH in Frankfurt und die Kundenevents "NahDran" sowie diverse weitere regionale Veranstaltungen und Messeauftritte. Kern unserer Marktbearbeitung ist die intensive Betreuung unserer Kunden durch unseren Außendienst und der Fokus auf Wachstumstreiber wie innovative Produktneuheiten. Neben dem klassischen Kundenbesuch wurden auch weiterhin digitale Formate wie Videokonferenzen intensiv eingesetzt. Die wirtschaftlichen Ergebnisse waren trotz der negativen Umsatzentwicklung erfreulich und liegen leicht über Vorjahr. Mit Ausnahme der Personalkosten sind die allermeisten Kostenpositionen rückläufig. Das hohe Zinsniveau im Jahr 2023 führt zu einem stark steigenden Finanzergebnis. Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Geberit Gruppe ist die Finanzierung jederzeit sichergestellt. Die aufgrund Cash-Überschuss erzielten Liquiditätsüberschüsse werden entsprechend abgeführt. Die Gesellschaft ist zu ganz wesentlichen Teilen innenfinanziert. Die Umweltbelange der Gesellschaft werden von einem Umweltbeauftragten wahrgenommen. Die wesentlichen Umweltparameter werden systematisch verfolgt und fließen in den Nachhaltigkeitsbericht der Geberit-Gruppe ein. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen getätigt (3,3 Mio. €), um die vorhandenen Ausstattungen, insb. im Fuhrpark, auf dem aktuellen Stand zu halten. Die Gesellschaft ist mit der Entwicklung des Geschäftsverlaufs vor dem Hintergrund der europaweiten Krise am Bau zufrieden. Das Konzept der operativen Flexibilität bei strategischer Stabilität ist aufgegangen. 3. Darstellung der Lage a. Ertragslage Die wichtigsten für die Steuerung der Gesellschaft verwendeten Kennzahlen sind Umsatz (im Sinne von § 277 HGB) und Ergebnis vor Steuern. Der Umsatz liegt mit 891,3 Mio. € um -97,1 Mio. € unter dem Vorjahreswert und um 102,9 Mio. € unter dem prognostizierten Wert. Ursache für diese Entwicklung ist der dramatische Einbruch am Bau und der Lagerabbau im Großhandel und bei Installateuren deutlich unter Normalbestände, dem sich Geberit nicht entziehen konnte. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich mit 19,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (20,9 Mio. €) leicht reduziert. Die Reduktion resultiert im Wesentlichen aus der geringeren Verrechnung von Garantieaufwendungen an die Geberit International AG als Folge rückläufiger Garantieforderungen unserer Kunden. Die Veränderungen wesentlicher Kostenpositionen betragen: Materialaufwand -93,8 Mio. € bzw. -11,2% (als Folge des Umsatzrückgangs in Verbindung mit einer leichten Korrektur der Transferpreise, als Reaktion auf die moderat fallenden Rohstoffpreise). Der Anstieg der Personalaufwendungen um +3,6 % resultiert im Wesentlichen aus den Löhnen und Gehälter (Tarifsteigerungen) und aus Aufwendungen für offene Optionen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm. Die Abschreibungen haben sich mit 2,4 Mio. € um +0,2 Mio. € gegenüber Vorjahr leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um -4,3 Mio. Euro auf 92,9 Mio. € reduziert (-4,4%). Wesentliche Reduktionen gibt es bei den Marketing- und Werbekosten mit -1,8 Mio. €, den Frachtkosten mit -3,6 Mio. € (aufgrund Mengenrückgänge) und den Garantie- und Kulanzaufwendungen mit -1,2 Mio. €. Kostensteigerungen sind beim Mietaufwand mit +1,2 Mio. € (u.a. für Messestände) und bei der Pauschalwertberichtigung der Forderungen mit +1,5 Mio. € (aus einem enger gefassten Saldierungskreis im Bereich der kreditorischen Debitoren) zu verzeichnen. Das Finanzergebnis liegt mit +5,5 Mio. € deutlich über Vorjahr (+0,1 Mio. €). Das Delta resultiert zu wesentlichen Teilen aus höheren Zinserträgen im Rahmen des Cash-Poolings (viel höheres Zinsniveau in 2023 als in den Vorjahren). Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 32,2 Mio. € um +2,8 Mio. € über Vorjahr. Der Rückgang der Umsatzerlöse wurde durch Kostenreduktion mehr als kompensiert, insb. der Materialaufwendungen (Geberit internes Transferpreissystem). b. Vermögens- und Kapitallage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um -12,2 Mio. € auf 334,8 Mio. € reduziert. Diese Reduktion resultiert im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang und dem daraus resultierend geringeren Forderungsbestand. Dies zeigt sich sowohl in dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Rahmen des Cash-Poolings mit der Muttergesellschaft von 273,0 Mio. € auf 268,9 Mio. € als auch der Forderungen aus Lieferung und Leistungen von 60,4 Mio. € auf 51,4 Mio. €. Auf der Passivseite steht dem gegenüber eine Verminderung der sonstigen Verbindlichkeiten von 170,8 Mio. € auf 162,2 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 76,5 Mio. € auf 67,1 Mio. € reduziert (Cash-Pooling mit Geberit International AG, Jona Schweiz). Die Rückstellungen haben sich um +6,3 Mio. € auf 99,8 Mio. € erhöht. Die Erhöhung resultiert insbesondere aus den Rückstellungen für Altersvorsorge (+1,5 Mio. €), Rückstellungen für Langzeitkonten (+1,8 Mio. €) und Rückstellungen für Kundenboni (+1,9 Mio. €). c. Finanzlage Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Geberit-Gruppe ist die Finanzierung jederzeit sichergestellt; Liquiditätsüberschüsse werden entsprechend abgeführt. C. Chancen- und RisikoberichtDie Geberit Gruppe betreibt ein aktives Risikomanagement zum kontinuierlichen Schutz vor sämtlichen Geschäftsrisiken. Das Risikomanagement wird mittels eines strukturierten Prozesses gesteuert, der eine Risiko-Identifikation, Risiko-Analyse, Risiko-Steuerung und ein Risiko-Reporting umfasst. Es wird in regelmäßigen Abständen auf seine Wirksamkeit und Effizienz hin überprüft. Die Verantwortlichkeiten in diesem Prozess liegen beim Revisionsausschuss der Geberit Gruppe, der Konzernleitung, den Betreuern der Risikokategorien und Risikoverantwortlichen für Einzelrisiken. Alle Geberit-Gesellschaften sind Bestandteil dieses Risikomanagements. Mit der Einführung des Transferpreissystems bei Geberit in 2009 haben die operativen Gesellschaften in der Regel konzerninterne Fertigungs- und Vertriebsverträge abgeschlossen. Die Verträge regeln die Übertragung von wesentlichen Betriebsrisiken und garantieren ein bestimmtes Ertragsniveau, sodass wirtschaftlich eine weitgehende Freistellung der operativen Gesellschaften von Risiken erfolgt, anderseits aber auch eine Limitierung der Chancen besteht. Als verbleibende Risiken sind bei der Geberit Vertriebs GmbH sowohl strategische als auch operative Risiken zu nennen. Strategische Risiken und Chancen Für die Gesellschaft bestehen konjunktur- und wettbewerbsbedingte Absatzrisiken in beschränktem Umfang. Die Geberit agiert als einer der führenden Anbieter von innovativen Sanitärprodukten, insbesondere auf dem Europäischen Markt, woraus eine Abhängigkeit von der Europäischen Bauindustrie resultiert. Durch Kostenüberwachung in Verbindung mit einer angepassten Wertstrategie in den entsprechenden Märkten kann die Geberit schnell und flexibel auf Rückgänge oder Veränderungen in den Märkten reagieren. Diese Flexibilität kann insbesondere in unsicheren Zeiten als Vorteil gegenüber Wettbewerbern gesehen werden, in Zeiten des Wachstums aber wiederum Chancen eröffnen. Preisdruck resultiert aus Konzentrationstendenzen auf Kundenseite und erhöhter Preistransparenz durch neue Handelskanäle in der Branche. Diesen Markt- und Umfeldveränderungen wird unter anderem mit Partnerschaften zur Stärkung der Vertriebsebenen und Weiterentwicklungen der digitalen Marketingaktivitäten entgegengetreten. Geberit befindet auf einem Markt mit intensivem Wettbewerb auf dem neue oder existierende Konkurrenten Marktanteile gewinnen können. Diesem Risiko stellt sich Geberit in dem es kontinuierlich hochwertige und innovative Produkte auf den Markt bringt. Chancen, in ebenfalls eingeschränktem Umfang, ergeben sich aus Umsatzwachstum durch Einführung neuer, innovativer Produkte und einer besseren Marktdurchdringung. Operationale Risiken und Chancen Im Wesentlichen hat sich die Risikosituation gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. So besteht weiterhin ein latentes Risiko der Lieferunterbrechungen durch Lieferengpässe von Vorprodukten und Handelswaren und ein Risiko von Unterbrechungen der Energiezufuhr, wenn auch mit abnehmender Tendenz. Zudem kann die Kostensituation durch weiterhin hohe Material- und Energiepreise belastet werden. Die Tarifpartner in der Chemieindustrie haben Mitte Oktober 2022 einen Tarifabschluss mit einer Laufzeit von 20 Monaten abgeschlossen. Dieser läuft somit im Jahr 2024 aus. Aufgrund dessen besteht ein Risiko der Tarif bedingten Personalkostenerhöhungen im kommenden Jahr. Prinzipiell besteht ein Risiko durch Cyber-Attacken, Sabotageversuche oder Datendiebstahl, welche eine Auswirkung auf die Rentabilität (bspw. durch Angriffe auf die Produktions- und Betriebstechnik) oder auch die Reputation haben könnten. Durch die systematische Administration, Wartung und einem regelmäßigen Monitoring von Zugriffen und Systemen, in Verbindung mit Sensibilisierungsschulungen und Sicherheitsprüfungen wird diesem kritischen Risiko Rechnung getragen. Mit Sicht auf die Kunden sind für die Geberit Vertriebs GmbH insbesondere grenzüberschreitende Produkteinkäufe, die Zahlungsfähigkeit und Kulanzrisiken im Zusammenhang mit Produktreklamationen relevante Risiken. Ein weiteres Risiko ist die Gefährdung des zukünftigen Wachstums durch den Mangel an qualifiziertem Personal. Dem wird durch die Einführung neuer Methoden zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter, z.B. durch Active Sourcing, begegnet. Zudem ist die Berufsausbildung bei Geberit seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument zur Rekrutierung neuer Mitarbeitender. Darüber hinaus sind Aktivitäten im Hochschulmarketing, in sozialen Netzwerken und Employer Branding von großer Bedeutung. Schlussfolgernd liegen zurzeit keine Risiken vor, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten. D. PrognoseberichtFür das Jahr 2024 gehen die Konjunkturprognosen von einer Erholung der privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie Exporte aus, was die deutsche Wirtschaft zurück auf einen moderaten Wachstumskurs setzt. Ausschlaggebend hierfür sind die sich weiter abschwächende Inflation, eine Absenkung der Leitzinsen, erwartete Reallohnsteigerungen, eine stabile Beschäftigungslage sowie Wachstumsimpulse aus dem globalen Handel. 12 Das Investitionen in Bauten stehen zu Jahresbeginn 2024 voraussichtlich weiter stark unter Druck, was weitere Rückgänge zur Folge hat. Im zweiten Halbjahr werden erste Aufholeffekte für die Bauinvestitionen erwartet, die jedoch die Verluste zu Jahresbeginn nicht ausreichend kompensieren können. 13 Die Herausforderungen für die Sanitärbranche werden 2024 aufgrund der schwachen Nachfrage insbesondere im Wohnungsbau, den weiterhin hohen Baukosten und Bauzinsen weiter zunehmen. Im Segment "Sanitär vor der Wand" ist von einem erneuten Umsatzrückgang in der Spanne zwischen -5 und -10% auszugehen, während der Installationsbereich voraussichtlich im Bereich von -3% bis -5% etwas weniger stark zurückfällt. Die starken Sondereffekte in der Sanitärbranche aus den Vorjahren durch Teuerungszuschläge und hohe Lagerbestände dürften sich im Verlauf von 2023 weitestgehend bereinigt haben und somit 2024 keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung darstellen. Basierend auf obige Annahmen haben wir im Umsatz für unsere Gesellschaft für das Jahr 2024 einen leichten Rückgang budgetiert (-3,6%), der somit leicht besser als die oben angeführte Marktentwicklung liegen sollte (u.a. wegen attraktiver Neuprodukte). Anders als in den Vorjahren rechnen wir für 2024 mit keinen signifikanten Preissteigerungen bzw. haben zu Jahresbeginn auch keine Preiserhöhungen angekündigt. Da mit Kostensteigerungen zu rechnen ist (ins. Personalkosten, Frachtkosten und Verwaltungskosten), rechnen wir mit einem Ergebnis vor Steuern leicht unter Vorjahresniveau.
Pfullendorf, den 28. Februar 2024 Cyril Stutz, Geschäftsführer Clemens Rapp, Geschäftsführer
1 OECD Economic-Outlook Volume 2023 Issue 2
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie Geberit Vertriebs GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 711207 geführt. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in T€ angegeben. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss der Geberit Vertriebs GmbH wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Geberit AG, Jona/Schweiz, einbezogen. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben, soweit nachfolgend nicht gesondert erläutert, gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung von Zugängen im Berichtsjahr erfolgt für sämtliche Anlagegüter nach der linearen Methode. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Die Sonstigen Ausleihungen beinhalten Rückdeckungsversicherungsansprüche für Pensionsverpflichtungen. Sie werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 3,48 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Flüssige Mittel sind zum Bilanzstichtag nicht vorhanden. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum vorgezogenen Inventurstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 verwendete Rechnungszins ist nicht identisch mit dem Rechnungszins zum vorgezogenen Inventurstichtag; vielmehr wurde dieser zur Vermeidung wesentlicher Abweichungen auf den Bilanzstichtag prognostiziert. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen aus Direktzusagen aus Arbeitgeberbeiträgen wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, eine Bezügedynamik von 2,75 % und ein Rententrend von 2,25 % unterstellt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen aus Direktzusagen aus Entgeltumwandlung wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, keine Bezügedynamik und kein Rententrend unterstellt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB zum 31.12.2023 (7-jähriger Zins 1,76 %) beträgt T€ 271 und ist ausschüttungsgesperrt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von (T€ 12.787) werden mit dem Deckungsvermögen (T€ 5.539) gemäß §246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Als Deckungsvermögen dient eine an den Treuhänder verpfändete und zweckexklusive Rückdeckungsversicherung sowie ein verpfändetes und zweckexklusives Bankkonto. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die enthaltenen Rentenverpflichtungen sind zum Barwert angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungsaktionen werden zum konzerninternen Wechselkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Fremdwährungspositionen zu konzerneinheitlichen Jahresendkursen bewertet und Kursdifferenzen erfolgswirksam erfasst. Latente Steuern Latente Steuern sind aufgrund des geschlossenen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages mit der Geberit Verwaltungs GmbH bei der Organträgerin zu erfassen. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen, der Umsatzsteuerabführung aus dem Organschaftsverhältnis sowie dem Cash-Pooling mit der Geberit Verwaltungs GmbH. Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin, die Geberit Verwaltungs GmbH, Pfullendorf. Diese resultieren aus der bestehenden Cash Management-Vereinbarung in Höhe von T€ 240.719 (Vorjahr: T€ 244.220) aus der Umsatzsteuerverrechnung in Höhe von T€ 25.298 (Vorjahr T€ 27.745), aus der Umgliederung debitorischer Kreditoren in Höhe von T€ 681 (Vorjahr T€ 0), und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 280). Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen - wie im Vorjahr - unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: T€ 0). Eigenkapital
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Bonusabrechnungen (T€ 26.442), Garantieleistungen (T€ 6.093), erfolgsorientierte Personalrückstellungen (T€ 3.354), Gutschriften an Kunden (T€ 975), Urlaubs- und Gleitzeitguthaben (T€ 376) sowie Arbeitnehmerjubiläen (T€ 435) Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel :
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produktlinien wie folgt auf:
Sämtliche Umsatzerlöse werden mit dem Vertrieb von Metallwaren, Kunststoffprodukten, Armaturen, Apparaten, Keramiken, Bademöbel und technischen Artikeln hauptsächlich in der Sanitärbranche erzielt. Die Umsätze werden nahezu ausschließlich in Deutschland getätigt. Sonstige betriebliche Erträge Diese Position enthält im Wesentlichen Erträge aus an verbundene Unternehmen weiterbelasteten Kosten, Erlöse aus Retouren, Erträge aus Anlagenabgängen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Schadensersatzleistungen. Es sind periodenfremde Erträge von T€ 4.551 (Vorjahr: T€ 5.617) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 2) enthalten. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Diese Position enthält in Höhe von T€ 5.680 (Vorjahr T€ 5.541) soziale Abgaben sowie T€ 3.123 (Vorjahr: T€ 3.982) Aufwendungen für Altersversorgung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Position enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Fracht- und Transportkosten, Logistikverrechnungen, Werbe- und Vertreterkosten, Kraftfahrzeugkosten, Informatik-Dienstleistungen, Garantie- und Kulanzleistungen sowie Raum- und Reisekosten. Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 75 (Vorjahr: T€ 71) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 6) enthalten. Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 5.891 (Vorjahr: T€ 1.028). Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von T€ 987 (Vorjahr: T€ 511) enthalten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 723 (Vorjahr: T€ 1.259), sowie Zinsen für die Anhebung von Wertguthaben aus Langzeitkonten T€ 430 (VJ T€ 0). V. NachtragsberichtNach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen keine Sachverhalte von besonderer Bedeutung vor. VI. Sonstige AngabenArbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Auszubildende und Praktikanten):
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme Die Beteiligung von Mitarbeitern erfolgt im Rahmen des Geberit Participation Program ("GPP"). Das "GPP" ist in die folgenden vier Unterprogramme unterteilt:
Angaben zur Geschäftsführung Als Geschäftsführer/in waren bei der Geberit Vertriebs GmbH, Pfullendorf, im Geschäftsjahr die folgenden Personen bestellt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Lediglich ein Geschäftsführer hat im Geschäftsjahr 2023 Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist daher gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge T€ 23 und es bestehen Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von T€ 605. Beziehungen und Geschäfte zu nahestehenden Personen Im Geschäftsjahr 2023 haben weder Organmitglieder noch deren nahen Familienangehörigen Geschäftsbeziehungen zur Geberit Vertriebs GmbH unterhalten. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft kann Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in folgenden Bereichen unterhalten:
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Geberit AG, Jona Schweiz, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (T€ 630) aus bereits abgeschlossenen Verträgen für Investitionen. Davon sind T€ 0 gegenüber verbundenen Unternehmen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
Konzernabschluss Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Geberit AG, Jona/Schweiz. Diese erstellt einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz des obersten Mutterunternehmens erhältlich und abrufbar unter www.geberit.com. Unterschiede zwischen den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen sowie der latenten Ertragsteuern. Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes Der übergeordnete Geberit-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MInStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Auf die Geberit Vertriebs GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Geberit Vertriebs GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Geberit Vertriebs GmbH noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar Gewinnverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Geberit Verwaltungs GmbH, Pfullendorf, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.
Pfullendorf, den 28. Februar 2024 Cyril Stutz, Geschäftsführer Clemens Rapp, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Geberit Vertriebs GmbH, Pfullendorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Geberit Vertriebs GmbH, Pfullendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geberit Vertriebs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 29. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Marcus Engelmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 15. März 2024 festgestellt. |
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