Geberit Vertriebs GmbH

88630 Pfullendorf, DEU

Master Data

Registry
Register court Ulm HRB 711207
Registered
12/30/2005
Industry
Wholesale of sanitary equipmentWholesale of plumbing and heating equipment and suppliesWholesale of metal and plastic products for construction purposes n.e.c.
Purpose
Der Handel und der Vertrieb von Metallwaren, Kunststoffprodukten, Armaturen, Apparaten und technischen Artikeln, insbesondere der Sanitärbranche.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Beat Aebi
since 5/14/2025
Procura
Stefan Sassenberg
since 12/2/2024
Procura
Cyril Stutz
since 9/13/2022
Managing Director
Florian Schoof
since 4/29/2022
Procura
Thomas Steindl
since 1/16/2019
Procura
Markus Hammer
since 12/6/2017
Procura
Clemens Rapp
since 1/2/2015
Managing Director
Thomas Brückle
since 12/6/2006
Procura

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Geberit Vertriebs GmbH

Pfullendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

1. Das Unternehmen und Geschäftsmodell

Die Geberit Vertriebs GmbH ist Teil der Geberit Gruppe und übernimmt den Vertrieb von Sanitär- und Rohrleitungs- und Badezimmersystemen im deutschen Markt.

Die Geberit Vertriebs GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Geberit Verwaltungs GmbH, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Über die Muttergesellschaft ist die Geberit Vertriebs GmbH eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Geberit AG, Rapperswil-Jona (Schweiz), in deren aufgestellten Konzernabschluss die Geberit Vertriebs GmbH einbezogen ist.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Geberit Gruppe erfolgen grundsätzlich zentral am Standort Jona in der Schweiz, sowie für ausgewählte Produkte in einigen regionalen Kompetenzzentren. Die Geberit Vertriebs GmbH betreibt unverändert zum Vorjahr selbst keine Forschung oder Entwicklung.

3. Personal

In der Geberit Vertriebs GmbH arbeiteten zum Stichtag 388 Mitarbeiter (Vorjahr: 390), davon 84,8% in Vollzeit und 15,2% in Teilzeit. Die Geberit Vertriebs GmbH bietet allen Mitarbeitenden ein umfangreiches Gesundheitsmanagementprogramm an. Dies trägt dazu bei, die Krankenquote auf einem niedrigen Niveau zu halten.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist weiterhin angespannt, aufgrund der anhaltend restriktiven Zinspolitik zur Reduktion der hohen Inflationsraten. Für 2023 wird ein weltweites Bruttoinlandsproduktwachstum von 2,9% prognostiziert, das sich 2024 weiter auf 2,7% abschwächt. Erst im Jahr 2025 wird eine leichte Erholung der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,0% erwartet, aufgrund steigender Reallöhne und erwarteten Leitzinssenkungen. Die Zuwächse sind stark getrieben durch Schwellenländer, während Industrieländer zurückfallen. 1

Die prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum 2023 fällt mit 0,6% gering aus. Grund hierfür sind die gestiegenen Finanzierungskosten, starke Preisanstiege über die Energiekomponente hinaus und die hohe Unsicherheit aufgrund geopolitischer Konflikte. Für 2024 wird ein geringfügiger Anstieg der BIP-Wachstumsrate auf 0,9% erwartet, welcher 2025 weiter auf 1,5% zulegt. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind prognostizierte Reallohnzuwächse, die den privaten Konsum stimulieren. 2

Die deutsche Wirtschaft stagniert 2023 voraussichtlich mit -0,3%, da die erwarteten Wachstumsimpulse aus dem privaten Konsum und dem globalen Warenhandel ausblieben und die allgemeinen Rahmenbedingungen aufgrund der hohen Inflation sowie Leitzinsen herausfordernd waren. Der Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als stabil und die Angebotsengpässe aus den Vorjahren sind annährend vollständig überwunden. Ein Bruttoinlandsproduktzuwachs mit 0,9% wird für 2024 erwartet, zugrunde liegt dieser Entwicklung eine Steigerung der privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie Wachstum im Bereich der Exporte. 3

Die zum Ende des Jahres 2022 eingeleitete Zinswende zur Bekämpfung der Inflation sowie anhaltend hohe Baukosten haben die deutsche Bauwirtschaft im Jahr 2023 weiter unter Druck gesetzt. Deutlich wird dies am Einbruch des Auftragseingangs im Hochbau in den ersten 10 Monaten 2023 in Höhe von -5,5%. 4 In den Bauinvestitionen 2023 kommt der Rückgang der Auftragseingänge mit Verzögerung zum Tragen, da hohe Auftragsbestände (Stand November 2023: 3,6 Monate 5 ) die negative Entwicklung abschwächen. Im Jahr 2023 wird ein Rückgang der Bauinvestitionen im Hochbau von -2,8% angenommen, 2024 legt dieser auf -3,3% zu. 6

Insbesondere der Wohnungsbau befindet sich derzeit in einer äußerst angespannten Situation, da gestiegene Bau- und Finanzierungskosten die Nachfrage senken. Der Auftragseingang bis Oktober 2023 lag um über 15% 7 unter dem Vorjahreswert, für die Baugenehmigungen wird 2023 ein Rückgang um 28% erwartet, gefolgt von -12% im Jahr 2024. 8 Für das Segment Wohnungsbau wird 2023 ein Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen um -3,0% erwartet, der sich 2024 mit -3,3% nochmals steigert. 9

Nach einem rückläufigen ersten Halbjahr im gewerblichen Hochbau im Jahresvergleich, zeichnete sich in Q3 ein positiver Trend im Hinblick auf die Auftragseingangsentwicklung ab. 10 Insgesamt wird jedoch ein Rückgang der Bauinvestitionen im gewerblichen Hochbau von -3,0% für 2023 erwartet. Für 2024 gehen die aktuellen Prognosen von einer Stagnation der Investitionen aus. 11

2. Gesamtentwicklung des Unternehmens

Gemäß dem Gegenstand des Unternehmens erfolgt die Steuerung insbesondere über die Umsätze unter Beachtung von eingesetzten Kosten (insb. Personal- und Marketingkosten) und dem Ergebnis vor Steuern. Wesentliche Werttreiber, wie Anzahl Kundenkontakte, Entwicklung Projektgeschäft und Ausstellungspräsenz unterstützen die Geschäftsleitung bei der Beurteilung der Vertriebsperformance. Das Geschäftsjahr 2023 wurde durch den erheblichen Nachfragerückgang als Folge der Baukrise geprägt. Die Baugenehmigungen sind teils dramatisch eingebrochen. Auf allen Vertriebsstufen (im Großhandel als auch beim Handwerker) wurden die Lagerbestände abermals deutlich reduziert, um auf verminderte Umsätze und die daraus resultierenden sinkenden Lagerumschläge zu reagieren. Als Folge mussten wir im Geschäftsjahr 2023 mit 891,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Umsatzverlust verzeichnen (-9,8%). Der Wert liegt weit unterhalb der Prognose aus dem letzten Jahr (+0,6%). Die einzelnen Produktbereiche im Detail: Installations- und Spülsysteme -48,0 Mio. € (-12,9%), Rohrleitungssysteme -20,9 Mio. € (-5,3%) und Badezimmersysteme -28,2 Mio. € (-12,6%). Die Umsatzentwicklung gegenüber dem Jahr 2022 verteilt sich wie folgt auf die vier Großhandels-Regionen: Nord -11,4%, Mitte -5,9%, Süd -11,1% und Ost -10,7%. Das OEM-Geschäft liegt aufgrund einiger Sonderthemen bei -19,6%. Das Ergebnis liegt mit 32,2 Mio. € leicht über Vorjahr und trotz der negativen Umsatzentwicklung leicht über dem prognostizierten Wert.

Die Marktbearbeitung 2023, mit einer Vielzahl von Kundenveranstaltungen, einem ausgeglichenen Einsatz von verschiedenen Marketinginstrumenten und der intensiven Betreuung durch unseren Außendienst, hat trotz der wirtschaftlichen Lage und den Effekten aus Lagerbeständen erheblich zum Erfolg beigetragen. Als Beispiele sind hier zu nennen: erfolgreicher, professioneller Auftritt auf der weltgrößten Sanitärmesse ISH in Frankfurt und die Kundenevents "NahDran" sowie diverse weitere regionale Veranstaltungen und Messeauftritte. Kern unserer Marktbearbeitung ist die intensive Betreuung unserer Kunden durch unseren Außendienst und der Fokus auf Wachstumstreiber wie innovative Produktneuheiten. Neben dem klassischen Kundenbesuch wurden auch weiterhin digitale Formate wie Videokonferenzen intensiv eingesetzt.

Die wirtschaftlichen Ergebnisse waren trotz der negativen Umsatzentwicklung erfreulich und liegen leicht über Vorjahr. Mit Ausnahme der Personalkosten sind die allermeisten Kostenpositionen rückläufig. Das hohe Zinsniveau im Jahr 2023 führt zu einem stark steigenden Finanzergebnis.

Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Geberit Gruppe ist die Finanzierung jederzeit sichergestellt. Die aufgrund Cash-Überschuss erzielten Liquiditätsüberschüsse werden entsprechend abgeführt. Die Gesellschaft ist zu ganz wesentlichen Teilen innenfinanziert.

Die Umweltbelange der Gesellschaft werden von einem Umweltbeauftragten wahrgenommen. Die wesentlichen Umweltparameter werden systematisch verfolgt und fließen in den Nachhaltigkeitsbericht der Geberit-Gruppe ein.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen getätigt (3,3 Mio. €), um die vorhandenen Ausstattungen, insb. im Fuhrpark, auf dem aktuellen Stand zu halten.

Die Gesellschaft ist mit der Entwicklung des Geschäftsverlaufs vor dem Hintergrund der europaweiten Krise am Bau zufrieden. Das Konzept der operativen Flexibilität bei strategischer Stabilität ist aufgegangen.

3. Darstellung der Lage

a. Ertragslage

Die wichtigsten für die Steuerung der Gesellschaft verwendeten Kennzahlen sind Umsatz (im Sinne von § 277 HGB) und Ergebnis vor Steuern.

Der Umsatz liegt mit 891,3 Mio. € um -97,1 Mio. € unter dem Vorjahreswert und um 102,9 Mio. € unter dem prognostizierten Wert. Ursache für diese Entwicklung ist der dramatische Einbruch am Bau und der Lagerabbau im Großhandel und bei Installateuren deutlich unter Normalbestände, dem sich Geberit nicht entziehen konnte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich mit 19,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (20,9 Mio. €) leicht reduziert. Die Reduktion resultiert im Wesentlichen aus der geringeren Verrechnung von Garantieaufwendungen an die Geberit International AG als Folge rückläufiger Garantieforderungen unserer Kunden.

Die Veränderungen wesentlicher Kostenpositionen betragen: Materialaufwand -93,8 Mio. € bzw. -11,2% (als Folge des Umsatzrückgangs in Verbindung mit einer leichten Korrektur der Transferpreise, als Reaktion auf die moderat fallenden Rohstoffpreise). Der Anstieg der Personalaufwendungen um +3,6 % resultiert im Wesentlichen aus den Löhnen und Gehälter (Tarifsteigerungen) und aus Aufwendungen für offene Optionen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.

Die Abschreibungen haben sich mit 2,4 Mio. € um +0,2 Mio. € gegenüber Vorjahr leicht erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um -4,3 Mio. Euro auf 92,9 Mio. € reduziert (-4,4%). Wesentliche Reduktionen gibt es bei den Marketing- und Werbekosten mit -1,8 Mio. €, den Frachtkosten mit -3,6 Mio. € (aufgrund Mengenrückgänge) und den Garantie- und Kulanzaufwendungen mit -1,2 Mio. €. Kostensteigerungen sind beim Mietaufwand mit +1,2 Mio. € (u.a. für Messestände) und bei der Pauschalwertberichtigung der Forderungen mit +1,5 Mio. € (aus einem enger gefassten Saldierungskreis im Bereich der kreditorischen Debitoren) zu verzeichnen.

Das Finanzergebnis liegt mit +5,5 Mio. € deutlich über Vorjahr (+0,1 Mio. €). Das Delta resultiert zu wesentlichen Teilen aus höheren Zinserträgen im Rahmen des Cash-Poolings (viel höheres Zinsniveau in 2023 als in den Vorjahren).

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 32,2 Mio. € um +2,8 Mio. € über Vorjahr. Der Rückgang der Umsatzerlöse wurde durch Kostenreduktion mehr als kompensiert, insb. der Materialaufwendungen (Geberit internes Transferpreissystem).

b. Vermögens- und Kapitallage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um -12,2 Mio. € auf 334,8 Mio. € reduziert. Diese Reduktion resultiert im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang und dem daraus resultierend geringeren Forderungsbestand.

Dies zeigt sich sowohl in dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Rahmen des Cash-Poolings mit der Muttergesellschaft von 273,0 Mio. € auf 268,9 Mio. € als auch der Forderungen aus Lieferung und Leistungen von 60,4 Mio. € auf 51,4 Mio. €.

Auf der Passivseite steht dem gegenüber eine Verminderung der sonstigen Verbindlichkeiten von 170,8 Mio. € auf 162,2 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 76,5 Mio. € auf 67,1 Mio. € reduziert (Cash-Pooling mit Geberit International AG, Jona Schweiz). Die Rückstellungen haben sich um +6,3 Mio. € auf 99,8 Mio. € erhöht. Die Erhöhung resultiert insbesondere aus den Rückstellungen für Altersvorsorge (+1,5 Mio. €), Rückstellungen für Langzeitkonten (+1,8 Mio. €) und Rückstellungen für Kundenboni (+1,9 Mio. €).

c. Finanzlage

Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Geberit-Gruppe ist die Finanzierung jederzeit sichergestellt; Liquiditätsüberschüsse werden entsprechend abgeführt.

C. Chancen- und Risikobericht

Die Geberit Gruppe betreibt ein aktives Risikomanagement zum kontinuierlichen Schutz vor sämtlichen Geschäftsrisiken. Das Risikomanagement wird mittels eines strukturierten Prozesses gesteuert, der eine Risiko-Identifikation, Risiko-Analyse, Risiko-Steuerung und ein Risiko-Reporting umfasst. Es wird in regelmäßigen Abständen auf seine Wirksamkeit und Effizienz hin überprüft. Die Verantwortlichkeiten in diesem Prozess liegen beim Revisionsausschuss der Geberit Gruppe, der Konzernleitung, den Betreuern der Risikokategorien und Risikoverantwortlichen für Einzelrisiken. Alle Geberit-Gesellschaften sind Bestandteil dieses Risikomanagements.

Mit der Einführung des Transferpreissystems bei Geberit in 2009 haben die operativen Gesellschaften in der Regel konzerninterne Fertigungs- und Vertriebsverträge abgeschlossen. Die Verträge regeln die Übertragung von wesentlichen Betriebsrisiken und garantieren ein bestimmtes Ertragsniveau, sodass wirtschaftlich eine weitgehende Freistellung der operativen Gesellschaften von Risiken erfolgt, anderseits aber auch eine Limitierung der Chancen besteht.

Als verbleibende Risiken sind bei der Geberit Vertriebs GmbH sowohl strategische als auch operative Risiken zu nennen.

Strategische Risiken und Chancen

Für die Gesellschaft bestehen konjunktur- und wettbewerbsbedingte Absatzrisiken in beschränktem Umfang. Die Geberit agiert als einer der führenden Anbieter von innovativen Sanitärprodukten, insbesondere auf dem Europäischen Markt, woraus eine Abhängigkeit von der Europäischen Bauindustrie resultiert. Durch Kostenüberwachung in Verbindung mit einer angepassten Wertstrategie in den entsprechenden Märkten kann die Geberit schnell und flexibel auf Rückgänge oder Veränderungen in den Märkten reagieren. Diese Flexibilität kann insbesondere in unsicheren Zeiten als Vorteil gegenüber Wettbewerbern gesehen werden, in Zeiten des Wachstums aber wiederum Chancen eröffnen.

Preisdruck resultiert aus Konzentrationstendenzen auf Kundenseite und erhöhter Preistransparenz durch neue Handelskanäle in der Branche. Diesen Markt- und Umfeldveränderungen wird unter anderem mit Partnerschaften zur Stärkung der Vertriebsebenen und Weiterentwicklungen der digitalen Marketingaktivitäten entgegengetreten.

Geberit befindet auf einem Markt mit intensivem Wettbewerb auf dem neue oder existierende Konkurrenten Marktanteile gewinnen können. Diesem Risiko stellt sich Geberit in dem es kontinuierlich hochwertige und innovative Produkte auf den Markt bringt.

Chancen, in ebenfalls eingeschränktem Umfang, ergeben sich aus Umsatzwachstum durch Einführung neuer, innovativer Produkte und einer besseren Marktdurchdringung.

Operationale Risiken und Chancen

Im Wesentlichen hat sich die Risikosituation gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. So besteht weiterhin ein latentes Risiko der Lieferunterbrechungen durch Lieferengpässe von Vorprodukten und Handelswaren und ein Risiko von Unterbrechungen der Energiezufuhr, wenn auch mit abnehmender Tendenz. Zudem kann die Kostensituation durch weiterhin hohe Material- und Energiepreise belastet werden. Die Tarifpartner in der Chemieindustrie haben Mitte Oktober 2022 einen Tarifabschluss mit einer Laufzeit von 20 Monaten abgeschlossen. Dieser läuft somit im Jahr 2024 aus. Aufgrund dessen besteht ein Risiko der Tarif bedingten Personalkostenerhöhungen im kommenden Jahr.

Prinzipiell besteht ein Risiko durch Cyber-Attacken, Sabotageversuche oder Datendiebstahl, welche eine Auswirkung auf die Rentabilität (bspw. durch Angriffe auf die Produktions- und Betriebstechnik) oder auch die Reputation haben könnten. Durch die systematische Administration, Wartung und einem regelmäßigen Monitoring von Zugriffen und Systemen, in Verbindung mit Sensibilisierungsschulungen und Sicherheitsprüfungen wird diesem kritischen Risiko Rechnung getragen.

Mit Sicht auf die Kunden sind für die Geberit Vertriebs GmbH insbesondere grenzüberschreitende Produkteinkäufe, die Zahlungsfähigkeit und Kulanzrisiken im Zusammenhang mit Produktreklamationen relevante Risiken.

Ein weiteres Risiko ist die Gefährdung des zukünftigen Wachstums durch den Mangel an qualifiziertem Personal. Dem wird durch die Einführung neuer Methoden zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter, z.B. durch Active Sourcing, begegnet. Zudem ist die Berufsausbildung bei Geberit seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument zur Rekrutierung neuer Mitarbeitender. Darüber hinaus sind Aktivitäten im Hochschulmarketing, in sozialen Netzwerken und Employer Branding von großer Bedeutung.

Schlussfolgernd liegen zurzeit keine Risiken vor, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten.

D. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 gehen die Konjunkturprognosen von einer Erholung der privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie Exporte aus, was die deutsche Wirtschaft zurück auf einen moderaten Wachstumskurs setzt. Ausschlaggebend hierfür sind die sich weiter abschwächende Inflation, eine Absenkung der Leitzinsen, erwartete Reallohnsteigerungen, eine stabile Beschäftigungslage sowie Wachstumsimpulse aus dem globalen Handel. 12 Das Investitionen in Bauten stehen zu Jahresbeginn 2024 voraussichtlich weiter stark unter Druck, was weitere Rückgänge zur Folge hat. Im zweiten Halbjahr werden erste Aufholeffekte für die Bauinvestitionen erwartet, die jedoch die Verluste zu Jahresbeginn nicht ausreichend kompensieren können. 13

Die Herausforderungen für die Sanitärbranche werden 2024 aufgrund der schwachen Nachfrage insbesondere im Wohnungsbau, den weiterhin hohen Baukosten und Bauzinsen weiter zunehmen. Im Segment "Sanitär vor der Wand" ist von einem erneuten Umsatzrückgang in der Spanne zwischen -5 und -10% auszugehen, während der Installationsbereich voraussichtlich im Bereich von -3% bis -5% etwas weniger stark zurückfällt.

Die starken Sondereffekte in der Sanitärbranche aus den Vorjahren durch Teuerungszuschläge und hohe Lagerbestände dürften sich im Verlauf von 2023 weitestgehend bereinigt haben und somit 2024 keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung darstellen.

Basierend auf obige Annahmen haben wir im Umsatz für unsere Gesellschaft für das Jahr 2024 einen leichten Rückgang budgetiert (-3,6%), der somit leicht besser als die oben angeführte Marktentwicklung liegen sollte (u.a. wegen attraktiver Neuprodukte). Anders als in den Vorjahren rechnen wir für 2024 mit keinen signifikanten Preissteigerungen bzw. haben zu Jahresbeginn auch keine Preiserhöhungen angekündigt. Da mit Kostensteigerungen zu rechnen ist (ins. Personalkosten, Frachtkosten und Verwaltungskosten), rechnen wir mit einem Ergebnis vor Steuern leicht unter Vorjahresniveau.

 

Pfullendorf, den 28. Februar 2024

Cyril Stutz, Geschäftsführer

Clemens Rapp, Geschäftsführer

1 OECD Economic-Outlook Volume 2023 Issue 2
2 OECD Economic-Outlook Volume 2023 Issue 2
3 Ifo Konjunkturprognose Winter 2023
4 Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007
5 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
6 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
7 Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007
8 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
9 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
10 Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007
11 Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11
12 Ifo Konjunkturprognose Winter 2023
13 Ifo Konjunkturprognose Winter 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59 105
59 105
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 11 13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.553 5.216
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 602
6.575 5.831
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 5.924 5.408
5.924 5.408
12.558 11.344
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.279 1.277
1.279 1.277
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51.361 60.392
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 268.936 273.019
3. Sonstige Vermögensgegenstände 556 480
320.853 333.891
III. Kassenbestand 0 0
0 0
322.132 335.168
C. Rechnungsabgrenzungsposten 145 548
334.835 347.060

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000 1.000
II. Kapitalrücklage 660 660
III. Gewinnrücklagen 701 701
2.361 2.361
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 53.520 52.011
2. Sonstige Rückstellungen 46.266 41.521
99.786 93.532
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.402 3.818
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.120 76.511
3. Sonstige Verbindlichkeiten 162.166 170.838
232.688 251.167
334.835 347.060

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
T€
2022
T€
1. Umsatzerlöse 891.316 988.371
2. Sonstige betriebliche Erträge 18.937 20.878
910.253 1.009.249
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -743.872 -837.556
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -201 -306
-744.073 -837.862
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -35.147 -32.911
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersverorgung und für Unterstützung -8.803 -9.523
-43.950 -42.434
5. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.357 -2.129
-2.357 -2.129
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -92.887 -97.195
26.986 29.629
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.878 1.539
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.385 -1.471
9. Ergebnis nach Steuern 32.479 29.697
10. Sonstige Steuern -286 -282
32.193 29.415
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -32.193 -29.415
12. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Geberit Vertriebs GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 711207 geführt.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in T€ angegeben.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Der Jahresabschluss der Geberit Vertriebs GmbH wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Geberit AG, Jona/Schweiz, einbezogen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben, soweit nachfolgend nicht gesondert erläutert, gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibung von Zugängen im Berichtsjahr erfolgt für sämtliche Anlagegüter nach der linearen Methode. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anlagenklasse durchschnittliche Nutzungsdauer
Gebäude betriebsfremd 15 Jahre
Betriebliche Anlagen/Einrichtungen 4 bis 20 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 10 Jahre
GwG 1 Jahr
Einrichtungen Büro 5 bis 13 Jahre
IT-Ausstattung 3 bis 5 Jahre
Konzessionen, Patente, Lizenzen 3 bis 5 Jahre
Software 3 bis 4 Jahre

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Sonstigen Ausleihungen beinhalten Rückdeckungsversicherungsansprüche für Pensionsverpflichtungen. Sie werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 3,48 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Flüssige Mittel sind zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum vorgezogenen Inventurstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 verwendete Rechnungszins ist nicht identisch mit dem Rechnungszins zum vorgezogenen Inventurstichtag; vielmehr wurde dieser zur Vermeidung wesentlicher Abweichungen auf den Bilanzstichtag prognostiziert. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen aus Direktzusagen aus Arbeitgeberbeiträgen wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, eine Bezügedynamik von 2,75 % und ein Rententrend von 2,25 % unterstellt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen aus Direktzusagen aus Entgeltumwandlung wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, keine Bezügedynamik und kein Rententrend unterstellt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB zum 31.12.2023 (7-jähriger Zins 1,76 %) beträgt T€ 271 und ist ausschüttungsgesperrt.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von (T€ 12.787) werden mit dem Deckungsvermögen (T€ 5.539) gemäß §246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Als Deckungsvermögen dient eine an den Treuhänder verpfändete und zweckexklusive Rückdeckungsversicherung sowie ein verpfändetes und zweckexklusives Bankkonto.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die enthaltenen Rentenverpflichtungen sind zum Barwert angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsaktionen werden zum konzerninternen Wechselkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Fremdwährungspositionen zu konzerneinheitlichen Jahresendkursen bewertet und Kursdifferenzen erfolgswirksam erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern sind aufgrund des geschlossenen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages mit der Geberit Verwaltungs GmbH bei der Organträgerin zu erfassen.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen, der Umsatzsteuerabführung aus dem Organschaftsverhältnis sowie dem Cash-Pooling mit der Geberit Verwaltungs GmbH.

Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin, die Geberit Verwaltungs GmbH, Pfullendorf. Diese resultieren aus der bestehenden Cash Management-Vereinbarung in Höhe von T€ 240.719 (Vorjahr: T€ 244.220) aus der Umsatzsteuerverrechnung in Höhe von T€ 25.298 (Vorjahr T€ 27.745), aus der Umgliederung debitorischer Kreditoren in Höhe von T€ 681 (Vorjahr T€ 0), und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 280). Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen - wie im Vorjahr - unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: T€ 0).

Eigenkapital

31.12.2023
Gezeichnetes Kapital 1.000.000
Kapitalrücklage 659.595
Gewinnrücklagen 701.028
2.360.623

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Bonusabrechnungen (T€ 26.442), Garantieleistungen (T€ 6.093), erfolgsorientierte Personalrückstellungen (T€ 3.354), Gutschriften an Kunden (T€ 975), Urlaubs- und Gleitzeitguthaben (T€ 376) sowie Arbeitnehmerjubiläen (T€ 435)

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel :

Restlaufzeiten
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.402 3.402 0 0
(Vorjahr) (3.818) (3.818) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.120 67.120 0 0
(Vorjahr) (76.511) (76.511) (0) (0)
- davon aus Lieferungen und Leistungen 34.242 34.242 0 0
(Vorjahr) (47.085) (47.085) (0) (0)
-davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 32.877 32.877 0 0
(Vorjahr) (29.415) (29.415) (0) (0)
a) Geberit Verwaltungs GmbH
- davon Gewinnabführung 32.193 32.193 0 0
(Vorjahr) (29.415) (29.415) (0) (0)
- davon aus sonstigen 684 684 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 162.166 159.221 2.945 251
(Vorjahr) (170.838) (167.987) (2.851) (300)
- davon aus Steuern 554 554 0 0
(Vorjahr) (598) (598) (0) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
232.688 229.743 2.945 251
(Vorjahr) (251.167) (248.316) (2.851) (300)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produktlinien wie folgt auf:

2023
T€
2022
T€
Installations- und Spülsysteme 323.921 371.970
Rohrleitungssysteme 372.670 393.551
Badezimmersysteme 194.542 222.693
Erlöse aus Vermietung 139 136
Diverse Erträge IC 45 21
891.316 988.371

Sämtliche Umsatzerlöse werden mit dem Vertrieb von Metallwaren, Kunststoffprodukten, Armaturen, Apparaten, Keramiken, Bademöbel und technischen Artikeln hauptsächlich in der Sanitärbranche erzielt.

Die Umsätze werden nahezu ausschließlich in Deutschland getätigt.

Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält im Wesentlichen Erträge aus an verbundene Unternehmen weiterbelasteten Kosten, Erlöse aus Retouren, Erträge aus Anlagenabgängen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Schadensersatzleistungen.

Es sind periodenfremde Erträge von T€ 4.551 (Vorjahr: T€ 5.617) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 2) enthalten.

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Diese Position enthält in Höhe von T€ 5.680 (Vorjahr T€ 5.541) soziale Abgaben sowie T€ 3.123 (Vorjahr: T€ 3.982) Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Fracht- und Transportkosten, Logistikverrechnungen, Werbe- und Vertreterkosten, Kraftfahrzeugkosten, Informatik-Dienstleistungen, Garantie- und Kulanzleistungen sowie Raum- und Reisekosten.

Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 75 (Vorjahr: T€ 71) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 6) enthalten.

Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 5.891 (Vorjahr: T€ 1.028). Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von T€ 987 (Vorjahr: T€ 511) enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 723 (Vorjahr: T€ 1.259), sowie Zinsen für die Anhebung von Wertguthaben aus Langzeitkonten T€ 430 (VJ T€ 0).

V. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen keine Sachverhalte von besonderer Bedeutung vor.

VI. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Auszubildende und Praktikanten):

Angestellte 390
gewerbliche Mitarbeiter 0
Aushilfen 0
Summe 390

Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Die Beteiligung von Mitarbeitern erfolgt im Rahmen des Geberit Participation Program ("GPP"). Das "GPP" ist in die folgenden vier Unterprogramme unterteilt:

Im Rahmen des Apprentice Share Participation Programme ( ASPP) erhielten Auszubildende

die Zusage, bei einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss fünf kostenlose Aktien sowie einen Bonus in Höhe der während der Ausbildungszeit auf diese Aktien anfallenden Dividenden zu beziehen.

Im Rahmen des Employee Share Participation Programme ( ESPP) wurde praktisch allen Mitarbeitern, die nicht bereits am ASPP oder MSPP teilnahmeberechtigt sind, das Recht gewährt, bis zu einer bestimmten maximalen Obergrenze vergünstigte Aktien zu erwerben. Die

Höhe des Rabatts auf den Aktienwert hängt von der Geschäftsentwicklung - Umsatz und Ergebnis - der Geberit-Gruppe ab und liegt zwischen 10 - 50%. Die Aktien bleiben während zwei Jahren gesperrt.

Durch das Management Share Participation Programme ( MSPP) konnte die weitgehende Mehrheit des Gruppenmanagements den jeweiligen Gruppenbonus wahlweise entweder in Geld und / oder in Aktien beziehen. Falls Aktien bezogen wurden, wurde eine zusätzliche Vergütung in Form von Gratisoptionen gewährt, die einer festgelegten Laufzeit und Sperrfrist sowie einem bestimmten Ausübungspreis unterliegt.

Im Rahmen des Management Share Option Programme ( MSOP) erhielt die weitgehende Mehrheit des Gruppenmanagements Optionen zum Erwerb von Aktien, die einer festgelegten Laufzeit und Sperrfrist sowie einem bestimmten Ausübungspreis unterliegen.

Angaben zur Geschäftsführung

Als Geschäftsführer/in waren bei der Geberit Vertriebs GmbH, Pfullendorf, im Geschäftsjahr die folgenden Personen bestellt:

 

I. Cyril Stutz, MSc, Pfullendorf, Geschäftsführer

 

II. Clemens Rapp, Magister, Jona/Schweiz, Mitglied der Konzernleitung / Head Division Sales Europe

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Lediglich ein Geschäftsführer hat im Geschäftsjahr 2023 Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist daher gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge T€ 23 und es bestehen Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von T€ 605.

Beziehungen und Geschäfte zu nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2023 haben weder Organmitglieder noch deren nahen Familienangehörigen Geschäftsbeziehungen zur Geberit Vertriebs GmbH unterhalten.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft kann Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in folgenden Bereichen unterhalten:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling)

Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Geberit AG, Jona Schweiz, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (T€ 630) aus bereits abgeschlossenen Verträgen für Investitionen. Davon sind T€ 0 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:

Honorar für T€
Abschlussprüfungsleistungen 49
Steuerberatungsleistungen 0
Summe 49

Konzernabschluss

Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Geberit AG, Jona/Schweiz. Diese erstellt einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz des obersten Mutterunternehmens erhältlich und abrufbar unter www.geberit.com. Unterschiede zwischen den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen sowie der latenten Ertragsteuern.

Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes

Der übergeordnete Geberit-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MInStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Auf die Geberit Vertriebs GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Geberit Vertriebs GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Geberit Vertriebs GmbH noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar

Gewinnverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Geberit Verwaltungs GmbH, Pfullendorf, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.

 

Pfullendorf, den 28. Februar 2024

Cyril Stutz, Geschäftsführer

Clemens Rapp, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungskosten
01.01.2023
T€
Zugang
T€
Umbuchung
T€
Abgang
T€
31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 665 0 0 0 665
665 0 0 0 665
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 93 0 0 -72 22
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.392 3.375 549 -2.964 16.352
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 602 -41 -549 0 11
16.086 3.334 0 -3.036 22.457
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 5.408 557 0 -41 5.924
5.408 557 0 -41 6.006
22.159 3.891 0 -3.077 22.973
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
T€
Zugang
T€
Umbuchung
T€
Abgang
T€
31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -560 -47 0 0 -607
-560 -47 0 0 -607
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken -81 -1 0 72 -10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -10.176 -2.309 0 2.686 -9.798
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
-10.256 -2.310 0 2.758 -9.809
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
-10.816 -2.357 0 2.758 -10.415
Buchwerte 31.12.2023
T€
Buchwerte 31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59 105
59 105
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 11 13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.553 5.216
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 602
6.576 5.831
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 5.924 5.408
5.924 5.408
12.558 11.344

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Geberit Vertriebs GmbH, Pfullendorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Geberit Vertriebs GmbH, Pfullendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geberit Vertriebs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 29. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marcus Engelmann, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 15. März 2024 festgestellt.

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