Master Data

Registry
Register court Stuttgart HRB 225286
Registered
11/13/2001
Industry
Manufacture of metal forming machineryManufacture of power-driven hand toolsManufacture of saws and of machine-tools for woodworking
Purpose
Betrieb einer Maschinen-, Metallwaren-, Werkzeug- und Schleifscheibenfabrik. Das Unternehmen stellt insbesondere die durch das Warenzeichen "Metabo" geschützten Maschinen, Werkzeuge und Geräte her und betreibt den Handel mit eigenen und fremden Erzeugnissen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Markus Dolde
since 2/2/2026
Procura
Oliver Mundle
since 1/22/2026
Managing Director
Annette Dr. Becker
since 11/22/2024
Procura
Marcel Cenia
since 7/15/2024
Procura
Managing Director
Tatsuya Sugawara
since 4/8/2024
Managing Director
Hans-Heribert Engels
since 4/24/2023
Procura
Matthias Heimlich
since 4/12/2022
Procura
Procura
Nadine Lillich
since 8/8/2019
Procura
Heiko Struchtemeier
since 6/24/2019
Procura
Daniel Letzgus
since 7/27/2017
Procura
Bernd Fleischmann
since 10/26/2016
Procura
Klaus Dr. Hövermann
since 5/8/2006
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Koki Holdings Co., Ltd.JPN
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€15,000,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Metabowerke GmbH

Nürtingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2023
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Aktivierte Entwicklungsleistungen 11.184.056,30 12.895
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.506.127,05 2.087
3. Geleistete Anzahlungen 586.333,33 98
13.276.516,68 15.080
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.594.639,00 3.417
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.263.454,06 9.150
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.039.906,69 1.008
12.897.999,75 13.575
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.189.278,77 73.518
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 213
3. Beteiligungen 405.687,50 406
69.594.966,27 74.137
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.518.008,59 22.966
2. Unfertige Erzeugnisse 6.133.212,08 6.019
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 54.118.850,84 40.939
79.770.071,51 69.924
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.061.743,33 23.865
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.961.757,86 31.553
3. Sonstige Vermögensgegenstände 81.549,13 490
62.105.050,32 55.908
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.577.256,44 2.671
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.611.483,86 1.543
240.833.344,83 232.838

Passiva

31.03.2023
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
II. Kapitalrücklage 21.344.646,12 21.345
III. Gewinnrücklagen 22.773.485,12 22.773
IV. Bilanzverlust (Vj. Bilanzgewinn) -6.574.530,96 9.284
52.543.600,28 68.402
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 42.576.044,00 43.370
2. Sonstige Rückstellungen 28.254.028,21 20.384
70.830.072,21 63.754
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 5.989
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 46.759.160,18 33.296
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 66.951.286,69 60.010
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.749.225,47 1.387
117.459.672,34 100.682
240.833.344,83 232.838

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

2022/23
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 355.523.497,21 362.751
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 262.699,73 -476
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.313.483,40 3.473
4. Sonstige betriebliche Erträge 13.934.924,41 30.478
372.034.604,75 396.226
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -226.990.980,77 -251.399
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -322.281,13 -424
-227.313.261,90 -251.823
144.721.342,85 144.403
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -64.995.859,26 -63.541
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -13.640.649,12 -14.249
-78.636.508,38 -77.790
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.377.015,10 -8.309
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -72.916.192,84 -61.914
-81.293.207,94 -70.223
Betriebsergebnis -15.208.373,47 -3.610
9. Erträge aus Beteiligungen 6.304.996,10 12.089
aus verbundenen Unternehmen
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 45.271,45 19
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 45 (Vj. TEUR 19)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.093.303,75 1.000
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.090 (Vj. TEUR 1.000)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -4.498.000,00 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.316.549,81 -3.100
davon an verbundene Unternehmen TEUR -2.559 (Vj. TEUR -2.006)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung TEUR -572 (Vj. TEUR -982)
-370.978,51 10.008
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -248.019,20 2.886
davon Ertrag (Vj. Aufwand) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern TEUR 0 (Vj. TEUR 2.943)
15. Ergebnis nach Steuern -15.827.371,18 9.284
16. Sonstige Steuern -31.346,58 0
17. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -15.858.717,76 9.284
18. Gewinnvortrag 9.284.186,80 0
19. Bilanzverlust -6.574.530,96 9.284

Anhang für 2023/2024

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Metabowerke GmbH mit Sitz in Nürtingen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 225286 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Wir ermitteln die Herstellungskosten unserer selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 255 Abs. 2a Satz 1 HGB.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sämtliche Anlagengüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte (Werbemittel, Kundendienst Reparaturmaterial und Schüttgüter) werden Festwerte gebildet, die alle drei Jahre überprüft werden.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Um die unfertigen und fertigen Erzeugnisse gegebenenfalls zu ihren niedrigeren Tagespreisen anzusetzen, wurden angemessene Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren (der Anwartschaftsbarwertmethode) unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (zum 1. Mai 2024 3,3 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % bzw. 3,0 % bei Kopplung an Tariferhöhungen berücksichtigt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 5.771 über den Höchstzeitraum von 15 Jahren seit 2010 gleichmäßig (TEUR 385) verteilt.

Leistungskongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als leistungskongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihren resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Als Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen wurde wie in den vergangenen Jahren der Aktivwert der Versicherungen, begrenzt auf den Barwert (PUC-Verfahren), angesetzt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Bei der Berechnung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen kommt ein Rechnungszinsfuß von 1,8 %, bei der für Altersteilzeit einer von 1,15 % zur Anwendung.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von EUR 1,5 Mio. aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 16,5 Mio. an.

Die Nutzungsdauer von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und von ähnlichen Rechten und Werten beträgt 3 bis 7 Jahre. Für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer von technischen Anlagen und Maschinen beträgt 12 Jahre, von anderen Anlagen 5 bis 6 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.

Angaben zum Anteilsbesitz

Alle Tochterunternehmen befinden sich nahezu vollständig im Anteilsbesitz. Der Anteilsbesitz ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen EUR 31,0 Mio. (Vj. EUR 31,5 Mio.) auf Lieferungen und Leistungen.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen EUR 20,2 Mio. (Vj. EUR 16,4 Mio.) gegen den Gesellschafter.

Aktive Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern von insgesamt EUR 13,0 Mio. resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen und den körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen, diese wurden nicht gebucht.

Die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge betragen EUR 23,6 Mio. bzw. EUR 24,2 Mio., diese wurden ebenso nicht gebucht.

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Verpflichtungswert für Altersversorgungsverpflichtungen ermittelt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und dem Verpflichtungswert ermittelt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt TEUR 182 (Vj. TEUR 1.910).

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB

TEUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 587
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 650
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 650
Verrechnete Aufwendungen 19
Verrechnete Erträge 19

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Restrukturierung PMI-Abfindungen (EUR 7,3 Mio.), für Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und sonstige Tarifbestandteile (EUR 3,0 Mio.), Gewährleistungsansprüche (EUR 2,5 Mio.), Kundenboni (EUR 2,5 Mio.), Gratifikationen (EUR 2,0 Mio.), ausstehende Lieferantenrechnungen (EUR 2,3 Mio.), Urlaubsansprüche (EUR 2,0 Mio.) und Altersteilzeitansprüche (EUR 1,9 Mio.) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen EUR 27,0 Mio. (Vj. EUR 25,1 Mio.) auf Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern von TEUR 3.642 (Vj. TEUR 1.276) bzw. solche aus sozialer Sicherheit von TEUR 91 (Vj. TEUR 85).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023/24 2022/23
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Tätigkeitsbereichen
Maschinen 276.256 77,7 284.871 78,5
Zubehör 59.216 16,7 55.230 15,2
Ersatzteile 17.544 4,9 17.896 4,9
Sonstiges 2.507 0,7 4.754 1,4
355.523 100,0 362.751 100,0
- nach Regionen
Inland 93.153 26,2 91.384 25,2
Europa 148.447 41,8 147.089 40,5
Drittland 113.923 32,0 124.278 34,3
355.523 100,0 362.751 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 736 (Vj. TEUR 7.488).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2.297; Vj. TEUR 4.437) und die Versicherungsleistung für den Brandschaden in China in Höhe von TEUR 1.400.

Personalaufwand

Die Aufwendungen aus Altersversorgung betragen TEUR 355 (Vj. TEUR 749).

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 163 (Vj. TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 17,7 Mio. Diese sind im Wesentlichen auf die strategische Neuausrichtung des Mutterkonzerns Koki Holdings Co. Ltd. und ein umfangreiches Stellenabbauprogramm zurückzuführen. Hierbei sind mehrheitlich Aufwendungen für Abfindungen und Folgekosten des Stellenabbaus anzuführen. Für die strategische Neuausrichtung sind zudem Beratungskosten angefallen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 352) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen den Aufwand aus ausgebuchten Gutschriften des Vorjahres, die von den Kunden gekürzt wurden.

Von diesem Posten entfallen TEUR 385 (Vj. TEUR 385) auf Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66, 67 Abs.1 bis 5 und 75 EGHGB.

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 1.180 (Vj. TEUR 1.367).

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Diese stellen außerplanmäßige Abschreibungen dar.

Sonstige Angaben

Mindeststeuergesetz

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine Steueraufwendungen/-erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. März 2024 bestanden keine angabenpflichtigen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 3.991 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 2.473
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 1.518

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 1 und 7 Jahren. Die Verträge dienen vor allem der Liquiditätsoptimierung.

Geschäftsführung

Pieter Vullinghs (Vorsitzender der Geschäftsführung) (seit 20. Februar 2024)

Oliver Haug (Geschäftsführung Finanzen) (seit 20. Februar 2024)

Tatsuya Sugawara (Geschäftsführung Governance) (seit 20. Februar 2024)

Henning Jansen (Vorsitzender der Geschäftsführung) (bis 8. April 2024)

Dr. Sebastian Nimwegen (Geschäftsführung Finanzen) (bis 25. April 2023)

Daigo Morii (Geschäftsführung Governance) (bis 8. April 2024)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Drei Geschäftsführer erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und der unserer Rechtsvorgängerin und ihrer Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. März 2024 auf TEUR 6.541. Ferner sind laufende Renten in Höhe von TEUR 708 angefallen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023/24 beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Mitarbeiter 459
Angestellte 519
978
Auszubildende 43
1.021

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Metabowerke GmbH wird in den Konzernabschluss der Metabo GmbH, Nürtingen, einbezogen. Dieser Konzernabschluss stellt für die Metabowerke GmbH einen befreienden Konzernabschluss dar.

Metabo GmbH erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird durch Einstellung im Unternehmensregister veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der Metabo GmbH wird in den Konzernabschluss der Koki Holdings Co., Ltd., Tokio/Japan (Koki Holdings) einbezogen. Muttergesellschaft der Koki Holdings ist die KKR HK Investment L.P., die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr 2023/24 berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Metabo GmbH einbezogen wird.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Integration und Zusammenlegung der beiden Gesellschaften Hikoki Power Tools Denmark A/S sowie Metabo Denmark A/S wurde mit Wirkung 1. April 2023 erfolgreich abgeschlossen. Die Vereinbarung zum Erwerb der Anteile an der Vertriebsgesellschaft Hikoki Power Tools Denmark A/S wurde am 29. März 2023 mit einem fixen Kaufpreis in Höhe des Fair Value von TEUR 154 getroffen. Verkäufer ist die Gesellschaft Hikoki Power Tools Norway AS.

An die Koki Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2023/24 Kosten von EUR 9,1 Mio. weiterbelastet, diese wurden zu marktüblichen Bedingungen geleistet.

Nachtragsbericht

Wir beabsichtigen aufgrund einer Konzernvorgabe, die russische Tochtergesellschaft Metabo Eurasia LLC, Moskau, Russland, zu veräußern Der Abschluss des Veräußerungsvorhabens wird voraussichtlich innerhalb des Geschäftsjahres 2024/2025 erwartet.

Nach dem Bilanzstichtag sind darüber hinaus keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Nürtingen, 14. Juni 2024

Geschäftsführung

Pieter Vullinghs

Oliver Haug

Tatsuya Sugawara

Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Aktivierte Entwicklungsleistungen 19.317.295,77 1.544.596,49 1.780.921,01 0,00 19.080.971,25
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 13.936.266,01 98.922,49 0,00 16.278,83 14.051.467,33
3. Firmenwert 959.621,75 0,00 0,00 0,00 959.621,75
4. Geleistete Anzahlungen 98.374,66 506.575,00 2.337,50 -16.278,83 586.333,33
34.311.558,19 2.150.093,98 1.783.258,51 0,00 34.678.393,66
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 52.267.876,00 953.252,04 259.907,83 28.905,73 52.990.125,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.419.479,23 2.494.322,64 78.848,38 240.513,52 90.075.467,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.007.824,22 547.294,78 245.793,06 -269.419,25 1.039.906,69
140.695.179,45 3.994.869,46 584.549,27 0,00 144.105.499,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 95.045.831,43 168.973,00 0,00 0,00 95.214.804,43
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 213.024,95 0,00 213.024,95 0,00 0,00
3. Beteiligungen 405.687,50 0,00 0,00 0,00 405.687,50
95.664.543,88 168.973,00 213.024,95 0,00 95.620.491,93
270.671.281,52 6.313.936,44 2.580.832,73 0,00 274.404.385,23
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2023 Zugänge Abgänge 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Aktivierte Entwicklungsleistungen 6.422.478,41 3.255.357,55 1.780.921,01 7.896.914,95
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 11.849.712,01 695.628,27 0,00 12.545.340,28
3. Firmenwert 959.621,75 0,00 0,00 959.621,75
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
19.231.812,17 3.950.985,82 1.780.921,01 21.401.876,98
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 48.851.293,00 804.101,77 259.907,83 49.395.486,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.268.933,82 3.621.927,51 78.848,38 81.812.012,95
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
127.120.226,82 4.426.029,28 338.756,21 131.207.499,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.527.525,66 4.498.000,00 0,00 26.025.525,66
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
21.527.525,66 4.498.000,00 0,00 26.025.525,66
167.879.564,65 12.875.015,10 2.119.677,22 178.634.902,53
Buchwert
31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Aktivierte Entwicklungsleistungen 11.184.056,30 12.894.817,36
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 1.506.127,05 2.086.554,00
3. Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 586.333,33 98.374,66
13.276.516,68 15.079.746,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.594.639,00 3.416.583,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.263.454,06 9.150.545,41
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.039.906,69 1.007.824,22
12.897.999,75 13.574.952,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.189.278,77 73.518.305,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 213.024,95
3. Beteiligungen 405.687,50 405.687,50
69.594.966,27 74.137.018,22
95.769.482,70 102.791.716,87

Lagebericht 2023/24

1. Metabowerke - Tätigkeitsbereiche und Organisation

Die Metabowerke GmbH (im Folgenden Metabowerke genannt) produziert, entwickelt, beschafft und vertreibt handgeführte Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, halbstationäre Maschinen inklusive Kompressoren und Pumpen-/Hauswasserwerke sowie entsprechendes Zubehör. Der Fokus aller Aktivitäten liegt dabei auf dem professionellen Endanwender aus Handwerk und Industrie. Dabei wird ein umfassendes Produktsortiment angeboten, wobei in unseren zwei Zielgruppen Metallhandwerk/Industrie sowie Bauhandwerk und Renovation auch umfangreiche Spezialistenprodukte und zunehmend komplette Systemlösungen angeboten werden.

Metabowerke ist nicht nach Segmenten/Divisionen organisiert. Der vorliegende Abschluss wird in den Konzernabschluss der Metabo GmbH einbezogen. Metabo GmbH hält 100,0 % der Anteile an der Metabowerke GmbH. Koki Holdings Co. Ltd., Tokio Japan hält 100,0 % der Anteile an der Metabo GmbH. Muttergesellschaft der Koki Holdings Co. Ltd., Tokio Japan ist die KKR HK Investment L.P., die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt.

Neben der Metabo GmbH und der inländischen Hauptgesellschaft Metabowerke GmbH (Metabowerke) wird die Produktion sowohl über Nürtingen als auch über den zweiten Standort in Shanghai gesteuert. Die Produkte werden über die Metabowerke, 24 (davon eine - unsere Tochtergesellschaft in Russland - zur Veräußerung gehalten) angeschlossene Vertriebstochtergesellschaften in Europa, Asien und Amerika sowie ca. 100 Importeure im Ausland vertrieben.

2. Steuerungsgrößen

Die wesentlichen Steuerungsgrößen bei Metabowerke sind neben dem Umsatz das EBIT. Darüber hinaus gibt es eine adäquate Zahl an einzelnen key performance indicators' (KPIs), mit denen einzelne Bereiche gemessen werden. Beispielhaft seien hier Free Cashflow/EBITDA, die Gross- und Net Group Margin (Brutto- und Nettoumsatz abzüglich Konzernherstellungskosten), Preisdurchsetzung, Materialeinsparungsquote/-volumen, Produktivität, Lagerumschlag und Forderungslaufzeit genannt.

Neben diesen finanziell geprägten Steuerungsgrößen sind sowohl ein Qualitätsmanagement- als auch ein Energiemanagementsystem im Einsatz, die beide jährlich auditiert werden. Zuletzt wurde am 19. und 30. Juni 2023 die Rezertifizierung QMS nach DIN EN ISO 9001 und eine Überwachungsaudit EnMS nach DIN EN ISO 50001 erfolgreich absolviert.

3. Forschung und Entwicklung

Der Trend zu akkubetriebenen Elektrowerkzeugen ist nach wie vor ungebrochen, und alle namhaften Hersteller forcieren diese Entwicklung weiterhin. Laut der offiziellen Statistik der European Power Tool Association (EPTA) haben kabellose Elektrowerkzeuge im europäischen Markt den Anteil von 60 % gegenüber kabelgebundenen Geräten übertroffen. Der gesamte Markt strebt nach der Implementierung von allen möglichen Anwendungen mit einer breit nutzbaren Batterieplattform. Entweder die Hersteller bieten die Plattform selbst an, oder es entstehen weitere markenübergreifende Batterieallianzen neben CAS (z. B. Bosch "Power for all"). Der zunehmende Trend zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt diese Entwicklung, Batterien und Ladegeräte mehrfach zu verwenden (Ressourcenschonung).

Metabowerke hat seinerzeit mit dem Cordless Alliance System (CAS cordless-alliance-system.de) eine funktionierende Plattform dazu geschaffen, solche Einsatzbereiche in das metabo-System zu integrieren und dabei das Know-how der jeweils besten Marken zu nutzen. Dies führt dazu, dass wertvolle Entwicklungsressourcen zielgerichteter eingesetzt werden können, da die Entwicklung der eigentlichen Applikation von CAS-Partnern übernommen wird und dies dennoch ein gleichzeitiges Wachstum für die Metabo-Gruppe bedeutet. Mit über 50 Teilnehmern wovon mehr als 30 CAS Partner teilnahmen, fand vom 21. bis 22. September 2023 die jährliche Veranstaltung, der CAS Summit, statt. Neben spannenden Themen rund um das Cordless Alliance System und die angeschlossenen CAS Partner wurde auch der Austausch von Gedanken und Informationen unter den CAS Partnern angeregt. Insbesondere der in diesem Jahr neu eingeführte CAS Marketplace, auf dem die CAS Partner neue Produkte und Innovationen präsentieren konnten, sowie eine Reihe spannender Workshops zu zukünftigen Aktivitäten wurden in der Alliance geteilt.

Die oben dargestellten Tendenzen zeigen sich deshalb auch deutlich in der Entwicklung der von Metabowerke initiierten, markenübergreifenden Batterie-Allianz CAS (Cordless Alliance System). Mit neuen Partnern wie Suhner, Cleanfix, plusFOG oder Riexinger oder Ghibli & Wirbel wächst die Kooperation zwischenzeitlich auf mehr als 40 partizipierende Marken an. Im Vergleich zum Gründungsjahr 2018 mit damals 9 Gründungsmitgliedern konnte somit ein Zuwachs um mehr als 30 Partner verzeichnet werden. Für die Entwicklung von Metabowerke bedeutet dies dennoch eine erhebliche zeitliche Investition, da Produkte eines neuen CAS-Partners abgestimmt werden müssen. Eine 100 %ige Kompatibilität zum CAS-System ist in jedem Fall zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurde auch das im Jahr 2019 innerhalb Metabowerke gegründete CAS-Team kontinuierlich weiter ausgebaut und verstärkt.

Der bereits angesprochene Trend zu Nachhaltigkeit hat ebenso Einfluss auf die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten bei Metabowerke. Ein Projekt befasst sich beispielhaft mit der Reduzierung von Kunststoff- und Styroporverpackungen für die Produkte von Metabo. Durch den Zukauf von Handelswaren aus Asien und dem damit verbundenen langen Seeweg sind viele Geräte durch umfangreiche Styropor-Verpackungen geschützt, um den Transport unbeschadet zu überstehen. Dieses wird häufiger von Kundenseite angesprochen, und Metabowerke reagiert darauf, in dem wir umweltfreundliche Alternativen wie Karton-Inlays etc. testen und bei Erfolg verwenden wollen.

Eine der wichtigsten Steuerungsgrößen, um die Zukunft eines Elektrowerkzeugunternehmens abzusichern, ist die Anzahl der Endkunden, die sich bewusst für ein Batteriesystem entschieden haben. Hier hilft CAS. Ein Endkunde, der sich bewusst für ein Spezialprodukt eines CAS-Partners entschieden hat, wird einen großen Nutzen in der Kompatibilität zu Metabowerke und den übrigen CAS-Partnern sehen. Die zunehmende Komplexität der angebotenen Produktpalette zwingt die Entwicklung, immer mehr in modularen Systemen zu denken und zu arbeiten.

Ein perfektes Beispiel dazu ist die Elektronik, die in jedem Batteriegerät zum Einsatz kommt. Während früher zu jedem Gerät individuelle Elektroniken entwickelt wurden, setzt metabo auf modulare Systeme, die am Ende der Produktion mit der entsprechenden Software konfiguriert und so dem entsprechenden Gerät zugeordnet werden. Diese modulare Elektronik ermöglicht es auch den CAS- Partnern, schnell und kostengünstig ihre jeweiligen Geräte anzupassen.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2023/24 wie auch bereits im Vorjahr hat Metabowerke viele Produktgruppen, die bis dato mehrheitlich kabelgebunden angeboten wurden, auch in akkubetriebener Form in die Märkte eingeführt. Zu erwähnen hierbei sind hauptsächlich aus den handgeführten Bereichen verschiedene Winkelschleifer sowie die SDS-Plus und SDS-Max-Hämmer. Fortgesetzt wurde dieser Trend ebenfalls im halbstationären Segment, in dem Metabowerke gegen Ende 2023 zum ersten Mal drei neue akkubetriebene Kappsägen eingeführt hat. Dies wird weiterhin die Umstellung von seitherigen kabelgebundenen Elektrowerkzeugen auf batteriebetriebene Elektrowerkzeuge vorantreiben.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit der neuen KGS Range den renommierten iF Design Award gewonnen haben. Der iF DESIGN AWARD ist einer der renommiertesten und wichtigsten Designwettbewerbe der Welt. Die Auszeichnung spiegelt unser unermüdliches Engagement für Innovation, Qualität und Designexzellenz wider. Für die Preisvergabe 2024 wurden aus 72 Ländern 10.800 Bewerbungen in neun Kategorien eingereicht. Unsere KGS Range konnte die 132-köpfige internationale Jury in der Kategorie Product Design Industry überzeugen. In dieser Kategorie wurden insgesamt 83 internationale Produkte prämiert.

Die Aufwendungen des Bereichs Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr EUR 16,5 Mio. (4,4 % vom Bruttoumsatz), im Vergleichszeitraum waren es EUR 16,4 Mio. (3,9 % vom Bruttoumsatz). Hiervon wurden EUR 1,5 Mio. aktiviert; was 9,4 % dieser Aufwendungen entspricht (Vergleichszeitraum: EUR 2,9 Mio. bzw. 17,7 %). Im Berichtsjahr wurden EUR 3,3 Mio. (Vergleichszeitraum: EUR 3,3 Mio.) auf aktivierte Entwicklungsleistungen abgeschrieben.

4. Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Wie im Vorjahr ist auch im Jahr 2023 die konjunkturelle Entwicklung in den allermeisten europäischen Ländern eher verhalten. Neben dem weiterhin bedeutsamen Faktor des von Russland begonnenen Krieges in der Ukraine ist als zweiter wesentlicher Grund das weiterhin sehr hohe Zinsniveau zu nennen. Die Nachfrage im elektrowerkzeugnahen Bereich durch den privaten Konsum ist dadurch weiterhin sehr verhalten. Auch im industriellen Umfeld sowie vor allem der Bauwirtschaft war ein deutlicher Nachfragerückgang zu verzeichnen. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat jedoch insgesamt im Jahr 2023 einen nominalen Umsatzanstieg von 8 % verzeichnet, die reale Produktion stieg um 1,4 % wohingegen der Auftragseingang um -1,6 % rückläufig war. (Quelle: Zentralverband der Elektro- und Digitalindustrie Januar 2024).

Die im vorherigen Absatz geschilderte Entwicklung hat dazu geführt, dass der Umsatz in den Baumärkten gegenüber dem Vorjahr um 6 % zurückgegangen ist. Im Fachhandel ist ein noch stärkerer Rückgang mit bis zu 20 % zu beobachten. Bezogen auf Europa und speziell im Bereich der handgeführten Elektrowerkzeuge sehen wir in Summe ein reduziertes Marktvolumen von -2,3 % im Geschäftsjahr 2023/24. Im Gegensatz zu Europa haben sich die allermeisten Übersee-Märkte für Metabowerke stabil, d.h. gleichbleibend bzw. mit einem leichten Wachstum entwickelt. Vor allem sind hier die USA zu nennen, wo sich die Ausrichtung auf den Schwerindustriezweig mit Fokus Metallbearbeitung positiv bemerkbar gemacht hat. Aber auch die sog. Emerging Markets haben sich weiterhin sehr stabil entwickelt.

5. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2023/24

Die Auswirkungen des Ukraine-Russland Konfliktes und deren bilanzielle Auswirkungen wurden unternehmensindividuell beurteilt. Die Betroffenheit hat sich weiterhin aufgrund der direkten Geschäftsbeziehungen in die Ukraine und nach Russland ergeben. Die Konzernleitung hat entschieden, die Geschäftstätigkeit mit Russland weitgehend einzustellen. Entsprechend ging die Geschäftstätigkeit mit unserer Tochtergesellschaft in Russland dramatisch zurück. Beabsichtigt ist, sie im Laufe des Geschäftsjahres 2024/25 zu veräußern.

Im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden weitere Synergieprojekte in der KOKI-Gruppe intensiv bearbeitet. So wurden unter anderem Integrationsprojekte in den Tochtergesellschaften fortgeführt. Beispielsweise wurde die Integration und Zusammenlegung der beiden Gesellschaften Hikoki Power Tools Denmark A/S sowie Metabo Denmark A/S mit Wirkung zum 1. April 2023 erfolgreich abgeschlossen und zu Koki Denmark A/S umbenannt. Selbiges gilt für die Zusammenlegung der Metabo Polska Spólka z.o.o. und der Hikoki Power Tools Polska z.o.o. Mit Wirkung zum 15. Dezember 2023 erwarb die Metabo Polska Spólka z.o.o. die Anteile an der Hikoki Power Tools Polska z.o.o. Die Hikoki Power Tools Polska z.o.o. wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2024 auf die Metabo Polska Spólka z.o.o. verschmolzen und mit Wirkung zum 1. März 2024 zu Koki Poland Spólka z o.o. umbenannt.

Die Einbeziehung der im Geschäftsjahr 2023/24 erworbenen Gesellschaften in Dänemark und Polen hatte aufgrund ihrer geringen Größe keine Auswirkungen auf die Umsatz- und Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Sicherstellung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit wurden Assemblierungslinien an externe Partner in Osteuropa vergeben. Diese Verlagerung erfolgte über drei Wellen und kam im März 2024 zum Abschluss.

6. Umsatz- und Ertragsentwicklung

Im Berichtsjahr 2023/24 wurden wiederholt bedeutende Akzente durch Produktneueinführungen, vor allem im Bereich der batteriegetriebenen Werkzeuge, gesetzt. Mit diesen möchte die Metabo-Gruppe ihre Marktpositionen und ihr Image insbesondere auf professionelle Anwender ausgerichtete Strategie fortentwickeln. Dennoch ist weiterhin davon auszugehen, dass der aggressive Wettbewerb um die Anzahl der Systemkunden in der Elektrowerkzeugindustrie noch weiter auf höchstem Niveau andauern wird. Insgesamt gesehen wird sich voraussichtlich das "Window of Opportunity" zunehmend in dem Maße schließen, wie sich die Anzahl der getroffenen Systementscheidungen erhöht. Anschließend wird es unserer Beurteilung nach, zunehmend schwieriger, noch Marktanteile entscheidend zu verändern. Deshalb hat sich Metabowerke vor einigen Jahren dazu entschlossen, in die Verbreitung seines Akku-Systems zu investieren (auch mittels CAS), mit der Absicht, Marktanteile zu vergrößern und somit die Zukunft des Unternehmens nachhaltig zu unterstützen.

Der Umsatz der Metabowerke hat sich (vor Abzug von Erlösschmälerungen) um -1,8 % auf EUR 374,3 Mio. (Vorjahr: EUR 381,1 Mio.) vermindert. Während die Umsätze in Europa leicht gestiegen sind, haben wir im Drittland gesunkene Umsätze, dies ist dem Brand bei unserer Tochter in China geschuldet.

Somit ist der Nettoumsatz insgesamt gegenüber der Vorjahresperiode entgegen unseren Erwartungen von EUR 362,8 Mio. um 2,0 % auf EUR 355,5 Mio. gesunken. Dieser Rückgang ist ähnlich der Entwicklung im Bruttoumsatz und entspricht nicht unserer Prognose im Vorjahres-Lagebericht.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen enthalten neben Werkzeugen und Montage-vorrichtungen überwiegend Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 1,5 Mio., gegenüber EUR 2,9 Mio. im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich von EUR 30,5 Mio. im Vergleichszeitraum auf EUR 13,9 Mio. im Berichtsjahr. Sie enthalten vor allem Kostenerstattungen Dritter sowie Versicherungsleistungen und Währungsgewinne wie auch Mieteinnahmen und fakturierte Entwicklungsleistungen. Insbesondere der Verkaufserlös Anteile USA aus dem Vorjahr sowie die stark gesunkenen Währungsgewinne erklären im Wesentlichen die Reduzierung zum Vorjahr.

Die Materialaufwendungen sind im Zuge des Umsatzrückgangs und aufgrund stark reduzierter Transport- und Energiekosten deutlich gesunken (EUR -24,5 Mio. oder 9,7 %).

Die Personalaufwendungen sind um 0,8 Mio. EUR oder 1,1 % gestiegen. Dies liegt u. a. an der Kurzarbeit im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten überwiegend Restrukturierungs- und Vertriebsaufwendungen, Mieten, sonstige Fremdleistungen und Rechts- und Beratungskosten. In Summe sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vergleichszeitraum nahezu gleichgeblieben. Der Anstieg ist im Wesentlichen den Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 17,7 Mio. geschuldet. Das konnte nur geringfügig durch den Rückgang der Werbekosten ausgeglichen werden.

Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem negativen Betriebsergebnis des Vorjahres nochmals deutlich verschlechtert. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge und der Umsatzerlöse konnte weitgehend durch eine Verbesserung der Materialquote kompensiert werden. Ursächlich für den Rückgang des Betriebs-ergebnisses waren daher hauptsächlich die im Geschäftsjahr 2023/24 angefallenen Restrukturierungsaufwendungen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,4 Mio. auf EUR -0,4 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich reduzierten Dividendenerträge, den Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der erhöhten temporären Nutzung von Cash Pool Verbindlichkeiten gegenüber Koki Holdings Co., Ltd., bei gleichzeitig gestiegenem Zinsniveau zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT; inkl. der sonstigen Steuern) reduzierte sich im Vergleich zur Vorperiode vor allem durch die stark gefallenen Betriebs- und Finanzergebnisse deutlich von EUR 6,4 Mio. um EUR 22,0 Mio. auf EUR -15,6 Mio.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen dieses Jahr bei EUR 0,2 Mio., überwiegend betreffen diese die Quellensteuer aus den Dividendenzahlungen von Metabo Russland.

Das Jahresergebnis liegt im Wesentlichen wegen des katastrophalen EBT bei EUR -15,9 Mio. Dies entspricht einer Verminderung um EUR 25,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr.

Im Vorjahr lag das EBIT bei EUR -3,6 Mio. Im Lagebericht des Vorjahres haben wir leicht verbessertes EBIT prognostiziert. Tatsächlich lag das EBIT des Geschäftsjahres bei - EUR -15,2 Mio. Unsere Prognose wurde somit deutlich verfehlt.

Insgesamt war der Geschäftsverlauf 2023/24 in Anbetracht der Folgewirkungen des Standortbrandes in China, den Umsatzrückgängen sowie aufgrund eines internen Lieferstopps an Metabo Russland nicht zufriedenstellend und somit auch nicht unseren Erwartungen entsprechend. Im Vorjahr stützte der einmalige Ertrag aus der Veräußerung unserer US-Tochtergesellschaft noch das Jahresergebnis. Die Restrukturierungsaufwendungen, die mitbestimmend für das negative Jahresergebnis vor Steuern waren, sollten die zukünftige Ertragsstärke positiv unterstützen.

7. Vermögens- und Finanzlage

Die immateriellen Vermögenswerte verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 15,1 Mio. auf EUR 13,3 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die aktivierten Entwicklungsleistungen sowie die Konzessionen und Lizenzen zurückzuführen; diese gingen insgesamt um ca. EUR 2,3 Mio. zurück, da die Abschreibungen über dem Aktivierungsbetrag lagen.

Das Sachanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,7 Mio. auf EUR 12,9 Mio. In den Sachanlagen wurde ein Betrag von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.) investiert. Die Abschreibungen auf Sachanlagen bewegten sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf einem Niveau von EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.).

Das Finanzanlagevermögen verringerte sich im Wesentlichen aufgrund der Abschreibungen bei Metabo UK Ltd., Metabo S.A.S. und Koki Denmark A/S (insgesamt EUR 4,5 Mio.), zum Vorjahr von EUR 74,2 Mio. auf EUR 69,6 Mio.

Das Vorratsvermögen ist vom Vorjahreswert EUR 69,9 Mio. um EUR 9,9 Mio. auf EUR 79,8 Mio. gestiegen. Dieser Anstieg ist auch auf wieder deutlich bessere Lieferketten und damit auch reduzierte unterwegs befindliche Ware (Goods in Transit) in den Fertigerzeugnissen zurückzuführen. Jedoch sind die Goods in Transit bei Handelswaren zum Bilanzstichtag deutlich angestiegen, auch aufgrund der Auswirkungen der Suez-Kanal Krise und der längeren Seetransportzeiten. Zusätzlich wurde das Bestandsmanagement auch im Hinblick auf die bessere Verfügbarkeit im Verhältnis zum entsprechenden Umsatz- und Absatzniveau intensiviert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten stiegen im Vergleich zum Vorjahr von EUR 23,9 Mio. um EUR 7,2 Mio. auf EUR 31,1 Mio. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Umstrukturierung im Bereich von Vorfabrikaten mit verlängerter Werkbank und entsprechender Zwischenfinanzierung über längere Zahlungsziele bei einem wesentlichen Partner.

Die flüssigen Mittel haben sich im Wesentlichen aufgrund des negativen Cash flows aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringert.

Aufgrund der beschriebenen bilanziellen Veränderungen hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 8,0 Mio. (3,4 %) auf EUR 240,8 Mio. erhöht.

Gegenüber dem Vorjahr ist das Eigenkapital von EUR 68,4 Mio. um den Jahresfehlbetrag auf EUR 52,5 Mio. gesunken.

Die Pensionsrückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,8 Mio. auf EUR 42,6 Mio. gesunken.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich von EUR 20,4 Mio. um EUR 7,9 Mio. auf EUR 28,3 Mio. Im Wesentlichen ist diese Erhöhung auf die gestiegenen Rückstellungen für Abfindungen (EUR 5,2 Mio.) und Transfergesellschaft (EUR 2,1 Mio.) wegen der Restrukturierung zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich von EUR 5,9 Mio. auf insgesamt EUR 0 Mio. aufgrund des Verzichts auf das Factoring.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von EUR 33,3 Mio. um EUR 13,5 Mio. auf EUR 46,8 Mio. durch die Erhöhung der schwimmenden Ware sowie den Anstieg des Vorratsbestandes.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von EUR 60,0 Mio. um EUR 7,0 Mio. auf EUR 67,0 Mio. Wesentlicher Grund hierfür war die Erhöhung des Cash Poolings Koki um EUR 17,7 Mio. Gegenläufig wirkte die Verminderung der Verbindlichkeiten an Metabo Powertools Shanghai Ltd. von EUR 8,6 Mio. um EUR 7,6 Mio. auf EUR 0,9 Mio. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus reduzierten Abnahmen im Geschäftsjahr aufgrund des Brands (Rückgang der Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Metabo Powertools Shanghai Ltd. von EUR 4,9 Mio. um EUR 4,7 Mio. auf EUR 0,3 Mio.) sowie aufgrund der Ausreichung eines Darlehens an Metabo Shanghai Ltd. in Höhe von EUR 3,1 Mio. Darüber hinaus sind die Darlehen der Tochtergesellschaften um EUR 2,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

8. Finanzierung

Die Koki Holdings Co., Ltd. gewährt der Metabowerke einen Finanzierungsrahmen über EUR 38,0 Mio. mit einer revolvierenden Laufzeit. Der Kreditrahmen der Metabowerke wurde zum 31. März 2024 mit EUR 14,0 Mio. in Anspruch genommen. Des Weiteren nimmt die Metabowerke an einem EUR-Cash-Pooling der Koki Holdings Co., Ltd. teil. Zum Stichtag 31. März 2024 wurde der Cash-Pool mit EUR 32,5 Mio. beansprucht.

Die Metabowerke hat von Koki Holdings Co., Ltd. aufgrund der revolvierenden Kurzfristigkeit der Darlehensgewährung seitens Koki Holdings Co. Ltd. einen Letter of Support erhalten, der einen Zeitraum von nicht weniger als 18 Monaten ab dem Tag der Feststellung der jeweiligen Jahresabschlüsse abdeckt.

9. Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der im Jahresdurchschnitt bei Metabowerke beschäftigten Mitarbeiter einschließlich Auszubildenden veränderte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum von 1.051 Mitarbeitern auf 1.021 Mitarbeiter im Berichtsjahr. Der Rückgang kommt im Wesentlichen aus den Bereichen Produktion und Logistik in Folge der Restrukturierung an den Produktionsstandorten. Die Anzahl der Auszubildenden hat sich leicht auf 43 (Vj. 44 Auszubildende) reduziert.

10. Produktion, Logistik und Beschaffung

Das Geschäftsjahr 2023/24 stellte den gesamten Bereich Operations vor erneut große Herausforderungen. Die wesentlichen Ursachen sind aus unserer Sicht wie folgt zusammengefasst zu beschreiben.

Der Brand in unserem Produktionswerk in Shanghai hatte einen lokal monatelangen Produktionsausfall und einen erheblichen Kapazitätsverlust zur Folge. Unsere sehr restriktiven Bestandsziele, die uns wenig Flexibilität bei Nachfrageschwankungen erlaubten, sowie ein reduzierter Personalstand, führten zu Engpässen in der Produktion, Logistik und Qualitätssicherung.

Die Materialeinkaufspreise haben sich in Summe im abgelaufenen Fiskaljahr reduziert. Dabei hatten sich die Bezugspreise insbesondere asiatischer Lieferanten deutlich reduziert. Europäische Lieferanten hatten jedoch weiterhin mit hohen Energiepreisen, Lohnsteigerungen und einer generellen Inflation zu kämpfen. Um die Materialeinkaufskosten zu optimieren, wurden alternative Lieferquellen geprüft und Verhandlungen mit bestehenden Lieferanten geführt.

Weiterhin mussten in bestimmten Warengruppen noch Bestände aufgebraucht werden, welche früher zu sehr hohen Preisen zugekauft wurden. Seefrachtkonditionen - aus Asien nach Europa - haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres erfreulicherweise deutlich reduziert. Jedoch haben die Anschläge auf Containerschiffe im Suezkanal ab Dezember 2023 für einen sprunghaften Anstieg gesorgt, welcher im letzten Quartal des Geschäftsjahres die Raten um den Faktor 3-5 erhöht haben. Währungsentwicklungen haben positiv zur Kostenentwicklung beigetragen.

Um die Produktionsunterbrechung in Shanghai auf das Mindeste zu reduzieren, wurden die notwendigen Produktionslinien in einem Werk der Unternehmensgruppe in Fuzhou/China neu aufgebaut. Der Produktionsanlauf konnte ab Spätsommer 2023 wieder aufgenommen werden, wobei die ursprünglichen Produktionsmengen erst wieder ab Oktober 2023 realisiert werden konnten.

Zur Sicherstellung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit wurden Assemblierungslinien wie oben beschrieben an externe Partner in Osteuropa vergeben. Diese Verlagerung erfolgte über drei Wellen und konnte im März 2024 abgeschlossen werden. Aufgrund des sprunghaften Anstiegs der Nachfrage konnten nicht die geplanten Pufferbestände zur Verlagerung aufgebaut werden. Dies hat die Versorgungssituation weiter erschwert.

Zusätzlich wurde das Outsourcing der Aluminium-Druckguss-Technologie vorbereitet. Diese Fertigungstechnologie wird im Geschäftsjahr 2024/2025 an externe Partner verlagert.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnen wir damit, dass die Reduktion der Versorgungsengpässe noch für einige Monate andauern wird. Es wird erwartet, dass sich die Liefersituation ab dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 jedoch entsprechend stabilisiert. Die Verlagerung der Aluminium-Druckguss-Technologie wird zu einer weiteren Kostenreduktion beitragen.

Die Absatzplanung wird regelmäßig überprüft und an die Marktentwicklung angepasst. Die Bestandsziele werden entsprechend modifiziert, um eine angemessene Verfügbarkeit - insbesondere bei High-Runnern - zu gewährleisten. Zudem erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr weitere Materialpreiseinsparungen. Insbesondere die Preise für Akkuzellen und elektronische Bauteile werden günstiger zugekauft.

11. Chancen- und Risikobericht

Die Metabowerke unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft und der Konjunktur sowie der spezifischen Branche und deren Absatzmärkte. Zudem steht sie auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern bzw. der Kundenseite.

Forderungsausfallrisiken im Kundenbereich sind aktuell nicht zu erkennen und werden generell durch Kreditausfallversicherungen abgedeckt. Aktuell ist zu beobachten, dass Kreditversicherungen nach wie vor restriktiv agieren.

Grundsätzlich wurden zahlreiche Maßnahmen durch das zentrale Risikomanagement und das jeweils lokale Management unserer Tochtergesellschaften gemeinsam implementiert, um allfällige Risiken möglichst zu minimieren. IT-Risiken werden - auch bedingt durch den massiven Anstieg an Cyberattacken in den letzten Jahren - regelmäßig durch die mithilfe von externen Experten adressiert und durch Investitionen in entsprechende Software abgesichert.

Unser Risikomanagementsystem im Finanzbereich basiert weiterhin auf einer Treasury-Richtlinie, die sich vor allem auf das Liquiditätsmanagement fokussiert. Die nahezu umfängliche Fremdwährungsfakturierung bei der Metabowerke GmbH gewährleistet eine optimierte Risikosteuerung. Dies gilt ebenso für unsere kurzfristige Liquiditätsplanung auf wöchentlicher Basis. Hierbei werden konstant die Ist-Daten eingearbeitet und dann eine 13-wöchige Vorschau abgeleitet. Dies ermöglicht uns, frühzeitig auf wesentliche Veränderungen reagieren zu können.

Im Rahmen unserer unternehmensweiten Risikokonzeption werden die Prozesse zur Risikoerfassung und -bewertung über alle Unternehmensbereiche hinweg weiter standardisiert.

Neben den bereits beschriebenen Risiken existieren weitere Einflussmöglichkeiten, die nicht vorhersehbar und deren Folgen nur schwer kontrollierbar sind. Sie könnten im Fall ihres Eintritts die weitere Entwicklung der Metabowerke beeinträchtigen. Dies könnten Risiken wie z. B. Naturkatastrophen, Epidemien und Terroranschläge sein. Die zunehmende Häufung der weltweit auftretenden Krisen in der letzten Zeit sowie deren Auswirkungen auf die Metabowerke lässt einen mittelfristigen Ausblick immer schwieriger erscheinen. Grundsätzlich aber sind wir der Meinung, dass die Metabowerke das Instrumentarium zur Bewältigung der Auswirkungen dieser Risikoeinflüsse parat hat.

Metabo wendet seit 2013 ein umfassendes Compliance-Handbuch an, welches für alle Unternehmenseinheiten gültig ist. Alle Mitarbeiter sind anhand dieses Handbuchs geschult - überdies werden in eventuell kritischen Bereichen regelmäßig Stichprobenuntersuchungen vorgenommen. Es ist ein Chief Compliance Officer (CCO) ernannt. Spezielle Maßnahmen mit Compliance-Hintergrund sowie eine "Whistleblower-Hotline" sind eingerichtet. Der Aufsichtsrat der Metabo GmbH erhält jährlich einen umfangreichen Bericht und beschließt für das Folgejahr entsprechende Maßnahmen und weitere Entwicklungsschritte. Wir sind der Ansicht, dass unser Compliance-System passend zu unserer Unternehmensgröße ist und den unternehmensspezifischen Risiken Rechnung trägt. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und in die ganze Metabo-Organisation getragen. In Folge der im Jahr 2016 erfolgten Übernahme durch die Koki Holdings Co., Ltd. wurde auch das Kontrollsystem auf Basis von JSOX mit Unterstützung von Koki Holdings Co., Ltd. in der Metabowerke weiter ausgebaut.

12. Prognosebericht

Der Umsatz der Metabowerke hat sich im Berichtsjahr 2023/24 aufgrund des weiterhin bestehenden Ukraine-Russland-Krieg wie auch des übersättigten Marktumfelds wesentlich schlechter als prognostiziert entwickelt. Die Ergebnisentwicklung war einerseits durch den Umsatzrückgang geprägt. Zusätzlich haben außerordentliche Einmaleffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen am deutschen Standort und dem Brand des chinesischen Produktionswerks das Ergebnis außerordentlich stark belastet und zu einem Verlust geführt.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024/25 ist trotz der derzeit vorherrschenden großen Unsicherheit im Hinblick auf die Entwicklungen der weltweiten Konjunkturlage dennoch von einer stabilen Umsatzentwicklung von 0 % bis zu +5 % auszugehen; das würde Umsatzzuwächse bis zu Beträgen im unteren zweistelligen Mio. EUR Bereich sowie einem deutlich verbesserten Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern im oberen einstelligen Mio. EUR Bereich bedeuten. Dennoch rechnen wir noch mit teils erhöhten Produktions- und Beschaffungskosten durch hohe Rohstoffpreise sowie der Suez-Kanal Krise. Zudem kalkulieren wir mit deutlich steigenden Personalkosten und erwartungsgemäß leicht steigenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zur Vorjahresperiode. Neben Kostensenkungsmaßnahmen ist auch eine erneute Preiserhöhung bei unseren Produkten als entsprechende Gegenmaßnahmen vorgesehen.

Die Häufung von fundamentalen global wirkenden Krisen erschwert zunehmend eine einigermaßen verlässliche Herleitung mittelfristiger Prognosen. Ein Ende des Konfliktes in der Ukraine ist aktuell nicht in Sicht, und das in kürzester Zeit stark angehobene Zinsniveau hat ganz wesentlich zur gedämpften konjunkturellen Entwicklung beigetragen.

Folgende Rahmenbedingungen haben wir dabei angenommen:

die Nachfrage im privaten Sektor wird weiterhin eher schwach sein;

das industrielle Umfeld bleibt ebenfalls eher schwach;

die Inflation dürfte sich weiterhin reduzieren, das Preisniveau aber weiter hochhalten: Preiserhöhungen am Absatzmarkt zur Ergebnisabsicherung werden zunehmend schwieriger.

Im operativen Umfeld werden folgende Schwerpunkte unser Handeln bestimmen:

1.

Ausbau einer starken Marktposition in unseren Zielgruppen. Die Strategie der vertriebsseitigen Fokussierung auf die geografischen Kernmärkte und der kontinuierliche Fokus auf den Fachhandel sowie zunehmend auch den Online-Handel wird auch weiter konsequent umgesetzt.

2.

Fortführung der Innovationsstrategie und kontinuierliche Einführung neuer Produkte für die Zielanwendungsbereiche.

3.

Optimierung des Produktmix und damit der Margen durch gezielte Vertriebsinitiativen und erhöhte Transparenz in Bezug auf Profitabilität der Produkte.

4.

Konstant weitere Verbreitung von CAS mit seinen Partnern.

5.

Kontinuierliche Optimierung der Bestände und Verbesserungen unserer Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden und Partnern.

Wir unterstellen, dass durch die beschriebenen Aktivitäten weiteres weltweites Wachstum und durch die Zielgruppenorientierung eine Basis für ein nachhaltig positives Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern, welches mittelfristig deutlich über dem diesjährigen EBIT liegen wird, geschaffen werden kann.

13. Ergänzende Angaben

Erklärung der Unternehmensführung nach § 289 f HGB

Am 30. April 2015 mit Wirkung vom 1. Mai 2015 wurde das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" ausgefertigt. Danach sind im Lagebericht der Metabowerke GmbH, Nürtingen, Angaben zur Festlegung und Einhaltung von Zielgrößen des Frauenanteils in Führungspositionen anzugeben.

Für den Frauenanteil in der Geschäftsführung wurden durch Gesellschafterbeschluss vom 14. Juni 2023 jeweils Zielgrößen von 0 % festgelegt, entsprechend der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Quoten. In der Geschäftsführung liegt die Quote weiterhin bei 0 %. Die Geschäftsführung ist auf zwei aktive Personen begrenzt. Die Besetzung richtet sich aufgrund dieser geringen Größe allein auf die Befähigung und nicht auf geschlechter-spezifische Kriterien.

Die Quote der in Nürtingen in Führungspositionen beschäftigten Frauen bei den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung lag zum 31. März 2024 bei jeweils rund 17 % und somit weiterhin etwa auf dem Niveau des im Jahr 2023 festgelegten Zielwerts von 20 %. Die Zielgröße von 20 % erschien, ausgehend von der damaligen IST-Quote, als ambitioniertes, realisierbares Ziel. Das aktuelle Niveau von 17 % zeigt, dass dies richtig eingeschätzt wurde. Bei den jüngeren Generationen zeichnet sich eine höher Frauenquote unter den Bewerbungen ab, die automatisch die Quote bei den tatsächlichen Besetzungen erhöhen wird.

 

Nürtingen, 14. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Pieter Vullinghs

Oliver Haug

Tatsuya Sugawara

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Metabowerke GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Metabowerke GmbH, Nürtingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Metabowerke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Die in Abschnitt 13 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 14. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maurer, Wirtschaftsprüfer

Wittmann, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift Transcript
über die Beschlussfassung der Alleingesellschafterin der on the resolution of the sole shareholder of
Metabowerke GmbH Metabowerke GmbH
mit dem Sitz in Nürtingen with its head office in Nürtingen
I. Vorbemerkung I. Preliminary remark
Am voll einbezahlten Stammkapital der Firma Metabowerke GmbH mit dem Sitz in Nürtingen von EUR 15.000.000,00 ist als einzige Gesellschafterin beteiligt die Kapitalgesellschaft unter der Firma Metabo GmbH mit dem Sitz in Nürtingen The fully paid up share capital of the company Metabowerke GmbH with its head office in Nürtingen of € 15,000,000.00 is the sole shareholder of the capital company under the company Metabo GmbH with its head office in Nürtingen
(Amtsgericht Stuttgart, HRB 760294) (District Court Stuttgart, HRB 760294)
mit einem Geschäftsanteil im Nennbetrag von EUR 15.000.000,00. with a share in the nominal amount of € 15,000,000.00.
Es ist somit das gesamte Stammkapital der Gesellschaft vertreten. Thus, the entire share capital of the company is represented.
II. Gesellschafterbeschluss II. Shareholders' resolution
Unter Verzicht auf die Einhaltung aller für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung vorgeschriebenen Formen und Fristen fasst die Alleingesellschafterin, die Metabo GmbH, vertreten durch die Herren Pieter Vullinghs, Oliver Haug und Tatsuya Sugawara folgenden Beschluss: By renouncing compliance with all forms and deadlines prescribed for convening a shareholders' meeting, the sole shareholder, Metabo GmbH, represented by Mr. Pieter Vullinghs, Oliver Haug and Tatsuya Sugawara pass the following resolution:
Feststellung des Jahresabschlusses Approval of the annual financial statements
Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 der Firma Metabowerke GmbH weist einen Jahresfehlbetrag von EUR 15.858.717,76 und eine Bilanzsumme von EUR 240.894.448,70 aus. Der Bilanzverlust beträgt EUR 6.574.530,96 (davon EUR 9.284.186,80 Gewinnvortrag). Dieser Jahresabschluss wird hiermit festgestellt. The present annual financial statements for the financial year from 01.04.2023 to 31.03.2024 of Metabowerke GmbH show a net loss of € 15,858,717.76 and a balance sheet of € 240,849,448.70 The balance sheet loss amounts to € 6,574,530.96 (of which € 9,284,186.80 profit carried forward). This annual report is hereby established.
Ergebnisverwendung Appropriation of profits
Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 6.574.530,96 (davon EUR 9.284.186,80 Gewinnvortrag) wird auf neue Rechnung vorgetragen. The net loss for the year of € 6,574,530.96 (of which € 9,284,186.80 profit carried forward) will be carried forward to new account.
Entlastung Discharge
Den Geschäftsführern der Metabowerke GmbH: For the managing directors of Metabowerke GmbH:
Henning Jansen (Vorsitzender) bis 08.04.2024 Henning Jansen (chairman) until 08.04.2024
Daigo Morii bis 08.04.2024 Daigo Morii until 08.04.2024
Dr. Sebastian Nimwegen bis 25.04.2023 Dr. Sebastian Nimwegen until 25.04.2023
Pieter Vullinghs (Vorsitzender) ab 20.02.2024 Pieter Vullinghs (Vorsitzender) since 20.02.2024
Oliver Haug ab 20.02.2024 Oliver Haug since 20.02.2024
Tatsuya Sugawara ab 20.02.2024 Tatsuya Sugawara since 20.02.2024
wird für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 Entlastung erteilt. discharge is granted for the financial year from 01.04.2023 to 31.03.2024.

 

Nürtingen, den 14.06.2024

Die Geschäftsführer der Metabo GmbH:

Pieter Vullinghs, Vorsitzender

Oliver Haug

Tatsuya Sugawara

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