Box-it 6 GmbH & Co. KG
Same addressManufacture of plastic packing goods
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Philipp Benjamin Ehrhardt since 6/5/2025 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 27.76% | |
| 27.76% |
| Name | Ownership |
|---|---|
Römheld Beteiligungsgesellschaft mbHSelf-held cycle | 30.33% |
Company ownership structure and capital distribution
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
HILMA-RÖMHELD GmbHWilnsdorf (vormals: Hilchenbach)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli 2021 - 31. Dezember 2021HILMA-RÖMHELD GmbHWilnsdorfInhalt 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens 1.2. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage 2.3.2. Finanzlage 2.3.3. Vermögenslage 2.4. Finanzielle Leistungsindikation 2.4.1. Umsatzrendite 2.4.2. Produktivität 3. Prognosebericht 3.1.1. Markt und Konjunktur 3.1.2. Finanzen und Planung 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.1.1. Branchenspezifische Risiken 4.1.2. Ertragsorientierte Risiken 4.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken 4.1.4. Bestandsgefährdende Risiken 4.2. Chancenbericht 4.3. Gesamtaussage 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die HILMA-RÖMHELD GmbH ist ein Unternehmen der ROEMHELD Gruppe. Sie ist spezialisiert auf Produkte zur Werkstück- und Werkzeugspannung für die spanabhebende und spanlose Fertigung für unterschiedliche Branchen des Maschinenbaus weltweit. Die Marke HILMA zählt dabei weltweit zu den Marktführern für produktive Lösungen in der industriellen Fertigungstechnik. Neben den heimischen Kunden, die durch 17 Verkaufsbüros und Vertriebspartner in Deutschland umfassend betreut wurden, war auch der Export im Rumpfgeschäftsjahr von maßgeblicher Bedeutung. Die internationalen Geschäfte werden durch Vertriebsgesellschaften oder Vertriebspartner der ROEMHELD Gruppe unterstützt. Im Rumpfgeschäftsjahr weist die HILMA-RÖMHELD GmbH einen Exportanteil von rund 44 Prozent auf. Im Juli 2020 wurde bereits die Entscheidung getroffen, den Produktionsstandort in Hilchenbach zu schließen und die Gesellschaft in Form eines Kompetenzzentrums für Entwicklung und Vertrieb in Wilden/Wilnsdorf fortzuführen. Nach der Verlagerung der Produktion der HILMA-RÖMHELD GmbH erfolgte die schrittweise Umsetzung der Angebots- und Auftragsabwicklungsprozesse an die Standorte Laubach und Rankweil bzw. zu den Gesellschaften Römheld GmbH Friedrichshütte und Stark Spannsysteme GmbH. Im Berichtszeitraum wurden die Umstrukturierungsmaßnahmen betreffend der HILMA-RÖM-HELD GmbH weitestgehend abgeschlossen. Der Sitz der Gesellschaft wurde mit Eintragung in das Handelsregister zum 10.12.2021 nach Wilnsdorf verlegt. Seit dem 01.11.2021 werden bei der HILMA-RÖMHELD GmbH keine neuen Angebote und Kundenaufträge mehr erfasst. Die Abarbeitung bezieht sich nur noch auf den bestehenden Angebots- und Auftragsbestand, der bis Ende des 1. Quartals 2022 weitestgehend abgearbeitet wurde. Die Gesellschaft erbringt künftig nur noch Entwicklungs- und Vertriebsdienstleistungen für die Schwestergesellschaften Römheld GmbH Friedrichshütte, Laubach und Stark Spannsysteme GmbH, Rankweil, Österreich. Zum Ende des (Rumpf-) Geschäftsjahres waren in der HILMA-RÖMHELD GmbH 37 Mitarbeiter, inkl. Azubis beschäftigt. 1.2. Forschung und Entwicklung Durch zeit- und kostenintensive Entwicklungsarbeit - teilweise in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Universitäten - wurden nicht nur die steigenden Anforderungen des Marktes erfüllt, sondern durch wegweisende Innovationen die Marktentwicklung entscheidend beeinflusst. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 7,0 Prozent (Vorjahr 1 : 4,2 Prozent) des Umsatzes. Im Zuge der Änderung des Geschäftsmodells wurde der Bereich Forschung und Entwicklung für eigene Produkte hin zu einer Auftragsentwicklung umgestellt. Die Auftragsentwicklung wird als Dienstleistung für die bei den Unternehmen der ROEMHELD Gruppe - Römheld GmbH Friedrichshütte GmbH und Stark Spannsysteme GmbH - erbracht.
1 Geschäftsjahr vom 01.07.2020 - 30.06.2021
2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland hat sich im Jahr 2021 nach einem deutlichen Einbruch durch die Corona-Krise in 2020 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in 2021 von 2,7 Prozent deutlich verbessert. Zudem verlief die Industrieproduktion in 2021 wieder günstiger, nachdem sie durch Lieferengpässe bei wichtigen Vorleistungen und Rohstoffen gebremst worden war. Die Stimmung in den Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes hat sich zum Jahresende erstmals seit sechs Monaten aufgrund optimistischer Erwartungen wieder verbessert. Im Jahr 2021 betrug die Inflationsrate im Schnitt 3,1 Prozent und im Dezember 2021 lag sie sogar bei 5,3 Prozent. 2 Auch nach der Umstellung zum Vertriebs- und Entwicklungsdienstleister für Produkte der ROEMHELD Gruppe sind wir weitestgehend von der konjunkturellen Entwicklung des Gesamtmaschinenbaus abhängig - sowohl national als auch international Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind also sehr geprägt von Investitionsbereitschaft und Verfügbarkeit von Kapital der Kunden. Im Gesamtmaschinenbau ist der Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2021 gegenüber der ersten Jahreshälfte um 16,5 Prozent gestiegen. Dabei legte der Auftragseingang aus dem Inland um 21,6 Prozent und der aus dem Ausland um 12,7 Prozent zu. 3 Der Umsatz veränderte sich im selben Zeitraum etwas stärker. Er stieg insgesamt um 21,1 Prozent. Dabei verbesserte sich der Inlandsumsatz um 16,1 Prozent und der Auslandsumsatz um 25,0 Prozent. 4 In den ersten vier Monaten des Jahres 2022 kommt es zu einer weiterhin positiven Entwicklung beim Auftragseingang gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2021. Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau stieg nochmals um weitere 14,2 Prozent (Inland +9,7 Prozent, Ausland +17,9 Prozent). Für den Umsatz war der gegenläufige Effekt zu verzeichnen. Dieser ging in den ersten 4 Monaten gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021 um insgesamt 14,7 Prozent zurück. Der Auslandsumsatz ging dabei um 18,5 Prozent zurück und der Inlandsumsatz verschlechterte sich um 9,2 Prozent. 5
2 Vgl. BMWK, Pressemitteilung zur
wirtschaftlichen Lage im Januar 2022 vom 14.01.2022.
Der gegenläufige Trend zwischen Auftragseingang und Umsatz in den ersten Monaten 2022 zeigt, dass die Nachfrage weiterhin und trotz weltweiter Krisen hoch ist, die Leistung aber durch die produzierenden Unternehmen durch Einflüsse wie Lieferengpässe bei Vorprodukten nicht zeitnah erbracht werden können. 2.2. Geschäftsverlauf Der Auftragseingang der HILMA-RÖMHELD GmbH ist im zweiten Halbjahr Jahr 2021 insgesamt um 58 Prozent gesunken. Der Auftragseingang aus dem Inland ist dabei um 56,2 Prozent und der aus dem Ausland um 60,3 Prozent gesunken. Der Umsatz der HILMA-RÖMHELD GmbH beträgt im zweiten Halbjahr T€ 7.016,8. Im Laufe des zweiten Halbjahres wurde aufgrund des beschlossenen Sozialplans weiter Personalabgebaut. Die Mitarbeiteranzahl hat sich stichtagsbezogen um 15 Mitarbeiterreduziert. Ferner wurden die laufenden Fertigungs- und Montageaufträge zu den Standorten Laubach und Rankweil verlagert. Parallel dazu wurden auch noch relevante Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen verlagert. Der für das Rumpfgeschäftsjahr prognostizierte Umsatz konnte leicht übertroffen werden. Dazu gegenläufig hat sich der tatsächliche Materialaufwand, u.a. aufgrund der Verlagerung der Montage und Fertigung zu den Schwesterunternehmen Römheld GmbH Friedrichshütte und Stark Spannsysteme GmbH und der damit einhergehenden Reduzierung der Fertigungstiefe und weiteren Sondereffekten, um T€ 1.124 bzw. 29 Prozent gegenüber der Planung des Vorjahres erhöht. Insgesamt konnte so das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis (bereinigt um den Verkauf des Kundenstamms) in etwa erzielt werden und entsprach damit den Erwartungen. 2.3. Lage Bereits das vorangegangene Geschäftsjahr 01.07.2020 bis 30.06.2021 war von der Umstrukturierung des Unternehmens zum Kompetenzzentrum für Entwicklung und Vertrieb geprägt. Die Einflüsse bestanden im Geschäftsjahr fort. Die Standortkonsolidierung konnte zum Jahresende 2021 weitestgehend abgeschlossen werden. Mit Ausnahme der gewerblichen Auszubildenden wurde der Geschäftsbetrieb am Standort in Hilchenbach vollständig beendet. Alle neuen Angebote und Aufträge der betroffenen Produktgruppen werden seit dem Verkauf des Kundenstamms zum 01.11.2021 von den Schwestergesellschaften an den Standorten in Laubach und Rankweil abgewickelt. 2.3.1. Ertragslage Im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.07.2021 bis 31.12.2021 wurden die letzten Kundenaufträge direkt abgewickelt und die Fertigung und Montage an die Römheld GmbH Friedrichshütte, Laubach, und Stark Spannsysteme GmbH, Rankweil, Österreich, verlagert. Im November wurde der bestehende Kundenstamm dann für insgesamt rund 2,3 Mio. € an diese beiden Unternehmen verkauft. Durch die Verlagerung der Produktion sank die Wertschöpfungstiefe deutlich. Darüber hinaus wurde der Materialaufwand zusätzlich durch die Verschrottung von nicht mehr erforderlichen Vorratsbeständen belastet, so dass sich die Materialeinsatzquote gegenüber dem Vojahr im Rumpfgeschäftsjahr auf 62,2 Prozent erhöht hat. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des fortdauernden Personalabbaus deutlich verringert und betrug im Rumpfgeschäftsjahr nur noch T€ 1.575. Die Sachkosten des Vorjahres waren in Höhe von 2,9 Mio. € durch den Sozialplan und die damit verbundenen Abfindungen belastet. Die Sachkosten des Berichtsjahres betragen - ohne diese Sondereffekte - nur noch T€ 1.980. Die Sachkostenquote hat sich auf 28,2 Prozent reduziert. Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr ein positives Jahresergebnis in Höhe von T€ 1.486. Bereinigt um den Erlös aus dem Verkauf des Kundenstammes lag das Ergebnis bei - 0,8 Mio. €. Für das folgende Geschäftsjahr erwarten wir aufgrund der mit den Schwestergesellschaften abgeschlossenen Dienstleistungsverträge für Entwicklungs- und Vertriebsleistungen eine positive Ertragslage. 2.3.2. Finanzlage Die Römheld Beteiligungsgesellschaft mbH, Laubach hat nach Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages/Cash-Poolings zum 30.06.2020 zur Sicherung der Liquidität ein weiteres Darlehen von TE 3.000 an die HILMA-RÖMHELD GmbH ausgegeben. Nach dem Verkauf des Kundenstamms und dem liquiditätsabfluss für den Sozialplan konnten die Darlehen der Römheld Beteiligungsgesellschaft mbH, Laubach bis auf T€ 500 getilgt werden. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden, bis auf die Büroausstattung für den neuen Standort in Wilden/Wilnsdorf, keine Investitionen vorgenommen. Zum 31.12.2021 verfügt die HILMA-RÖMHELD GmbH über Liquidität in Höhe von 1,8 Mio. €. Das kurzfristige Kapital zum 31.12.2021 beträgt rund 59,5 Pro zent der Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Wesentlichen aufgrund der geleisteten Abfindungszahlungen und des Rückgangs der Personalrückstellungen um insgesamt T€ 1.208 auf 961 reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen rund 3,3 Prozent der Bilanzsumme. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 653 aus. Zur Vermeidung der bilanziellen Überschuldung hat die Römheld Beteiligungsgesellschaft mbH, Laubach in Höhe von T€ 715 einen qualifizierten Rangrücktritt bezüglich der insgesamt bestehenden Verbindlichkeiten erklärt. 2.3.3. Vermögenslage Das Anlagevermögen von T€ 773 besteht fast ausschließlich aus Grundstücken und Gebäuden. Maschinen und betriebliche Einrichtungen werden von der Römheld Beteiligungsgesellschaft mbH, Laubach gemietet. Das Vorratsvermögen ist aufgrund der abgeschlossenen Verlagerung bis auf einen kleinen Restbestand von T€ 471 auf T€ 19 gesunken. Die Bestände wurden entweder an Unternehmen der ROEMHELD Gruppe, an Lieferanten und an Verwertungsunternehmen verkauft sowie zum Teil verschrottet. Aufgrund des geänderten Geschäftsmodells sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.491 auf T€ 591 zum Bilanzstichtag gesunken. Die zum 31.12.2021 bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren noch aus Kundenaufträgen, die vor dem Verkauf des Kundenstammes eingegangen sind. 2.4. Finanzielle Leistungsindikation Unsere wesentlichen internen Leistungsindikatoren waren im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzrendite und die Wertschöpfung je Mitarbeiter. Mit der Umsatzrendite wird die Ertragslage gemessen (Renditekennzahl) und mit der Wertschöpfung je Mitarbeiter bzw. deren Veränderung gegenüber dem Vorjahr die Entwicklung der Produktivität (Produktivitätskennzahl). 2.4.1. Umsatzrendite Die Umsatzrendite ergibt sich aus dem Betriebsergebnisbezogen auf die Betriebsleistung. Die Umsatzrendite verbesserte sich im Rumpfgeschäftsjahr gegenüber dem Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis 30.06.2021 auf 21,2 Prozent. Beide Geschäftsjahre waren allerdings geprägt durch Sondereinflüsse. Bereinigt um die Erlöse aus dem Verkauf des Kundenstamms befindet sich die Umsatzrendite für das Rumpfgeschäftsjahr mit minus 11,5 Prozent in etwa auf dem Niveau von 2019 und 2020. 2.4.2. Produktivität Die Produktivität je Mitarbeiter hat auch im Rumpfgeschäftsjahr infolge der Konsolidierungsmaßnahmen und der Umstellung des Geschäftsmodells effektiv weiterabgenommen. Das trifft folglich auch auf die Wertschöpfung je Mitarbeiter zu. Aufgrund der Umstellung des Geschäftsmodells wird künftig die Produktivität nicht mehr als relevanter finanzieller Leistungsindikator herangezogen. 3. Prognosebericht Auch nach der Umstellung zum Vertriebs- und Entwicklungsdienstleister für Produkte der ROEMHELD Gruppe ist die Gesellschaft zumindest indirekt von der konjunkturellen Entwicklung des Gesamtmaschinenbaus abhängig - sowohl national als auch international. 3.1.1. Markt und Konjunktur Die Entwicklung des Auftragseingangs der ROEMHELD Gruppe reagiert sensibel auf die Entwicklung des allgemeinen Maschinenbaus. Nachdem russischen Angriffskrieg in der Ukraine ist die Produktion im produzierenden Gewerbe im März 2022 im Vormonatsvergleich mit 3,9 Prozent deutlich zurückgegangen, nachdem die Industrie produktion zuvor 5 Monate in Folge Zuwächse verzeichnete. Wichtige Vorprodukte für Produktionsprozesse sind knapp geworden. Zudem liegt die Inflationsrate im April 2022 schon bei 7,4 Prozent. Nach dem Preistreiber "Energie" zeigen sich die Verteuerungen für die ganze Breite an Kategorien des Warenkorbes. 6 Der Krieg in der Ukraine, gestörte Lieferketten, die Corona-Pandemie sowie höhere Inflationsraten sind die wesentlichen Abwärtsrisiken der aktuellen globalen konjunkturellen Entwicklung. In den letzten Wochen hat sich vor allem die Lage bei den fehlenden Inputs in den Maschinenbau-Unternehmen erneut verschärft, sodass die diesbezüglich für dieses Jahr erwartete Entspannung ausbleibt. Der VDMA hat Ende Mai 2022 die Produktionsprognose für den Maschinenbau am Standort Deutschland von bisher 4 Prozent auf 1 Prozent Wachstum angepasst. 7 Als sehr wesentlichen Faktor für die eingetrübten Prognosen wird u.a. die Schließung von Häfen in China aufgrund der dortigen Null-Covid-Strategie gesehen. Die massive Störung der Logistikketten wird eine wirtschaftliche Erholung merklich verzögern. 8
6 Vgl. BMWK, Pressemitteilung zur
wirtschaftlichen Lage im Mai 2022 vom 13.05.2022.
Neben diesen aktuellen Herausforderungen, befindet sich der Maschinenbau auch in einer Phase des Umbruchs. Fahrzeughersteller und Zuliefererbeziehen nahe zu in der gesamten Wertschöpfungskette Maschinen und Anlagen aus dem Maschinenbau, so dass dieser als wichtiger Ausrüster der Automobilindustrie gilt. Hersteller von Werkzeugmaschinen sind mit 50 Prozent an die Automobilbranche gekoppelt. Mit dem Aus des Verbrennungsmotors werden rund 1.000 Einzelteile nicht mehr zerspant was sich signifikant auf die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen auswirken wird. 9 Die Auswirkungen des Strukturwandels in der Automobilindustrie werden uns langfristig begleiten. Ob die Absatzpotentiale in dieser, für uns wichtigsten, Branche den Stand der sehr guten Jahre vor dem Strukturwandel der Automobilindustrie wieder erreichen können, steht für uns doch sehr in Frage. 3.1.2. Finanzen und Planung Die abgeschlossene Reorganisation schlägt sich positiv in der Entwicklung des Geschäftsjahrs 2022 nieder. Von Januar bis April konnte die Gesellschaft u.a. aufgrund der noch ausstehenden Kundenaufträge Umsatzerlöse in Höhe von rund Mio. 2,4 € verzeichnen. Die Gesellschaft konnte somit in den ersten 4 Monaten bereits ein leicht positives Ergebniserzielen. Für April bis Dezember rechnet die Gesellschaft mit weiteren Umsätzerlösen aus Entwicklungs- und Vertriebsdienstleistungen von rund 2,0 Mio. €. Aufgrund der Umstellung des Geschäftsmodells geht die Gesellschaft in 2022 von weiter sinkenden Personal- und Sachkosten aus, so dass für 2022 insgesamt mit einem positiven Jahresergebnis von rund T€ 300 und einer leicht positiven Umsatzrendite gerechnet wird. Mit der prognostizierten positiven Ergebnisentwicklung sollte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von T€ 653 per 31.12.2021 um 46 Prozent auf rund T€ 353 reduziert werden. Wir gehen insofern von einer Entspannung der Finanz- und Ertragslage für das kommende Geschäftsjahr aus. Wir verweisen jedoch auf unsere Ausführungen in 4.1.4. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.1.1. Branchenspezifische Risiken Die Strukturveränderung hin zur E-Mobilität zeigt immer deutlichere Auswirkungen in den Bereichen des Maschinenbaus und der Zulieferindustrie, die in der Vergangenheit für diese Technologie geliefert haben. Der Umfang an Zerspanungsarbeit zur Herstellung eines E-Antriebs ist nur ein Bruchteil dessen, was im Verbrennungsmotor benötigt wird. Daher gab es in den letzten Jahren in Bezug auf den Verbrennungsmotor von den Automobilherstellern so gut wie keine Investitionsprojekte. Zusätzlich wird gerade in Deutschland durch die Regierung die Technologieoffenheit stark eingeschränkt und eher auf E-Mobilität gesetzt obwohl es durchaus alternative Technologien gibt, die das Ziel der CO 2 -Neutralität genauso gut, wenn nicht besser erreichen können. Diese Einschränkung hat zur Folge, dass nicht die Investitionsfreiräume und -möglichkeiten gegeben sind, wie sie es eigentlich sein können. Neben dem Wandel zur E-Mobilität ist die Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten ein nicht unerhebliches Risiko. Das ZEW prognostiziert für 2022 eine Inflationsrate von 6,0 Prozent und rechnet mit einem Rückgang der Inflationsrate in 2023 auf 2,4 Prozent. 10 Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite können nur mit einer zeitlichen Verzögerung an die Kunden über die Anpassung der Verkaufspreise weitergegeben werden, da die Produkte der ROEMHELD Gruppe teilweise in einem starken Wettbewerb zu Wettbewerbsunternehmen stehen. Für die HILMA-ROEMHELD GmbH ist dies nur ein indirektes Risiko, da unsere Dienstleistungen für Vertrieb und Entwicklung nur indirekt von dieser Entwicklung betroffen sind.
9 Vgl. Complexity Management,
Elektromobilität - Der Maschinenbau im Wandel, Ausgabe
2/2019.
Ein weiteres Risiko ist die Versorgungsunsicherheit bei Vorprodukten. Die unter 2.1 bereits erwähnten Lieferengpässe insbesondere durch die Zero-Covid-Strategie Chinas führen zulangen Lieferzeiten einzelner Vorprodukte und zu einem hohen Auftragsrückstand. Der Sachverständigenrat rechnet in 2022 mit einem allmählichen Abbau der pandemiebedingten angebotsseitigen Engpässe, die noch bis in das Jahr 2023 hineinwirken. 12 Dies ist für die HILMA-ROEMHELD GmbH ebenfalls nur ein indirektes Risiko, da unsere Dienstleistungstätigkeit nicht unmittelbar von dieser Entwicklung betroffen ist. 4.1.2. Ertragsorientierte Risiken Die Dienstleistungsverträge mit den beiden Schwesterunternehmen Römheld GmbH Friedrichshütte und Stark Spannsysteme GmbH, die das Kerngeschäft der HILMA-RÖMHELD GmbH nach der Restrukturierung zum Kompetenzzentrum darstellen, sehen vor, dass die wesentlichen Aufwandspositionen der HILMA-RÖMHELD GmbH für die erbrachten Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Entwicklung kostendeckend plus Marge weiterberechnet werden. Die Abhängigkeit von den beiden Schwesterunternehmen bedeutet für die HILMA-RÖMHELD GmbH aber, dass sie von der mittel- und langfristigen Beauftragung und dem wirtschaftlichen Erfolg der beiden Dienstleistungsempfänger abhängig ist. Aufgrund der erwarteten Ergebnisentwicklung der beiden Schwestergesellschaften in 2022 (vgl. auch 4.1.4) ist das Risiko die prognostizierten Umsatzerlöse nicht zu erreichen für das kommende Jahr eher als gering einzustufen. Risiken hinsichtlich einer Kündigung des Dienstleistungsvertrages bestehen derzeit ebenfalls nicht. 4.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken Das finanzwirtschaftliche Risiko aus dem Ausfall von Förderungen ist künftig als sehr gering einzustufen, da wir künftig nur noch gruppeninterne Leistungen erbringen. 4.1.4. Bestandsgefährdende Risiken Die Finanzlage der HILMA-RÖMHELD GmbH ist angespannt. Ferner weist die Gesellschaft zum 31.12.2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 653 aus. Diese Ereignisse deuten auf eine wesentliche Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Wir haben im Zuge der Gruppenkonsolidierung ein sehr engmaschiges Liquiditätscontrolling eingeführt. Wir rechnen aufgrund unserer Planung mit einem leicht positiven Jahresergebnis aus der Erbringung von Vertriebs- und Entwicklungsleistungen. Die Erreichung der Planung und damit der Fortbestand der Gesellschaft ist jedoch maßgeblich von der Entwicklung der beiden Dienstleistungsempfänger Römheld GmbH Friedrichshütte und Stark Spannsysteme GmbH abhängig. Für das Geschäftsjahr 2022 wird trotz der aktuellen branchenspezifischen Herausforderungen jedoch insgesamt mit einer positiven Entwicklung der beiden Gesellschaften gerechnet, sodass wir derzeit von der Erreichung des prognostizierten Ergebnisses ausgehen. Darüber hinaus haben wir zur Sicherstellung der Liquidität bereits weitere Maßnahmen, wie z.B. den Verkauf des nicht mehr benötigten Betriebsgrundstücks in Hilchenbach, geplant. Insgesamt sehen wir die Finanz- und Liquiditätslage somit für das kommende Jahr als gesichert an.
12 Vgl. Sachverständigenrat, aktualisierte
Konjunkturprognose 2022 und 2023 vom 30.03.2022
4.2. Chancenbericht Die HILMA-RÖMHELD GmbH ist als gruppeninternes Dienstleistungsunternehmen künftig abhängig vom Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwesterunternehmen Römheld GmbH Friedrichshütte und Stark Spannsysteme GmbH. Die wirtschaftliche Lage dieser Unternehmen ist von der weltweiten und nationalen konjunkturellen Entwicklung des Maschinenbaus insbesondere der Werkzeugmaschinen abhängig. Die Lieferkettenproblematik welche u.a. durch die Null-Covid-Strategie Chinas ausgelöst wird, kann auch als Chance gesehen werden. Eine Orientierung zu europäischen und US-amerikanischen Herstellern bzw. Absatzmärkten sowie ein einsetzender Trend, die kleinteilige weltweite Arbeitsteilung wieder zu reduzieren wird Impulse in deutschen, europäischen und amerikanischen Absatzmärkten setzen, die dadurch steigenden Investitionsbedarfe, insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau, können zu deutlich steigenden Auftragseingängen in der ROEMHELD Gruppe führen. Die HILMA-RÖMHELD GmbH in Ihrer neuen Rollendefinition als Kompetenzzentrum wird der ROEMHELD Gruppe Wettbewerbsvorteile bringen. Das durch das Kompetenzzentrum geschaffene Umfeld und der damit verbundenen Optimierung der Schnittstelle zwischen den beiden Abteilungen Entwicklung und Vertrieb werden marktgerechte Innovationen und kundenspezifische Sonderlösungen schneller platziert. Durch das gebündelte Wissen über die Kernprodukte der Spanntechnik und der Werkzeugwechseltechnik im Vertrieb der HILMA-RÖMHELD GmbH und die damit neu ausgerichtete Schwerpunktsetzung in Richtung Key Account Management und Internationalisierung werden wir die ROEMHELD Gruppe beider Steigerung ihrer Umsatzerlöse unterstützen. Zusätzlich helfen wird uns hier bei auch der große Bekanntheitsgrad der HILMA-RÖMHELD Produkte. Insbesondere aufbauend auf den vorhandenen Marktanteilen in der Spanntechnik werden wir den Bereich der Werkzeug-Wechsel-Technik weiterentwickeln. Mit der oben beschriebenen Steigerung der Wettbewerbsvorteile sind vielfältige Vertriebsaufgaben bei der HILMA-RÖMHELD GmbH verbunden, diese und neue Absatzmöglichkeiten zu identifizieren und die entsprechenden Angebote und Aufträge in der ROEMHELD Gruppe zu platzieren. 4.3. Gesamtaussage Die Reorganisation der HILMA-RÖMHELD GmbH wurde im Juli 2020 angestoßen und im Zeitraum vom Januar bis Dezember 2021 umgesetzt. Aus dem Fertigungsunternehmen mit eigenen Produkten wurde ein Kompetenzzentrum für diese Produkte, die nun in den Schwesterunternehmen innerhalb der ROEMHELD Gruppe gefertigt und montiert werden. Das Kompetenzzentrum befasst sich mit der Weiterentwicklung dieser Produkte und der Neuentwicklung von Produkten der Werkstück- und Werkzeug Spannung. Der Vertrieb ist verantwortlich für das Erkennen von Marktchancen, der Gewinnung von Neukunden, dem Ausbau von Absatzmärkten und dem Platzieren von Angeboten und Aufträgen für die se Produkte bei der Römheld GmbH Friedrichshütte und Stark Spannsysteme GmbH. Nach den negativen Ergebnissen vor der Reorganisation und den negativen Ergebnissen, die durch die Kosten der Reorganisation verursacht wurden, rechnen wir im Geschäftsjahr 2022 erstmalig seit mehreren Jahren wieder mit einem positiven Jahresergebnis, so dass der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag abgebaut werden kann. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzinstrumente sind keine im Einsatz.
Wilnsdorf, 13. Juni 2022 gez. Nico Hanke gez. Rudolf Rackerseder Bilanz zum 31. Dezember 2021HILMA-RÖMHELD GmbH, WilnsdorfAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 - 31. Dezember 2021HILMA-RÖMHELD GmbH, Wilnsdorf
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.07.2021 bis 31.12.2021A. Allgemeine Angaben des Jahresabschlusses Die HILMA-RÖMHELD GmbH hat ihren Sitz in Wilnsdorf (vormals: Hilchenbach) und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegen unter der Register Nr. HRB 3736 eingetragen. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das bisher vom 01.07 bis 30.06. laufende Geschäftsjahr wurde auf das Kalenderjahr umgestellt. Für die Zeit vom 01.07.2021 bis 31.12.2021 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres beziehen sich die Vorjahresangaben auf einen Zwölfmonatszeitraum und sind daher teilweise, insbesondere hinsichtlich zeitraumbezogener Daten, nicht vergleichbar. B. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (gem. § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden: Die Bewertung wurde trotz der bilanziellen Überschuldung und der angespannten Finanzlage weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Diese Ereignisse deuten auf eine wesentliche Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Aufgrund der Unternehmensplanung geht die Geschäftsführung jedoch von einer positiven Fortführungsprognose aus. Es wird auf die Ausführungen unter 4.1.4 im Lagebericht verwiesen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungswert EUR 800,00 nicht übersteigt, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind, soweit sie kein Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen, zu den Anschaffungskosten oder den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Zur Bewertung der Finanzanlagen, die Deckungsvermögen darstellen, siehe Angaben zur Bilanz unter Punkte. Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Für Risiken, die sich aus der Lagerbuchhaltung oder der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten der Erzeugnisse umfassen die auftragsbezogenen Einzelkosten sowie die Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1,50 Prozent auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Zur Bewertung der Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen darstellen, siehe Angaben zur Bilanz unter Punkt C. Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennkapital angesetzt. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen siehe Angaben zur Bilanz Punkt C. Die sonstigen Rückstellungen wurde in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Passivseite der Bilanz gebildet für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Fremdwährungen wurden - wenn vorhanden - gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. C. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt: AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021Angaben in EUR.
Finanzanlagen Die Finanzanlagen für den Mitarbeiterfonds, welche gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Deckungsvermögen darstellen, wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum 31. Dezember 2021 mit dem beizulegenden Zeitwert von TEUR 88 bewertet und mit den unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern von TEUR 88 verrechnet. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere betragen zum Bilanzstichtag TEUR 60. Damit in Zusammenhang stehende Aufwendungen von TEUR 29 wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Erträgen verrechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 1.028). Die sonstigen Vermögensgegenstände, welche gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Deckungsvermögen darstellen, wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum 31. Dezember 2021 mit dem beizulegenden Zeitwert von TEUR 17,4 bewertet und mit den unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern von TEUR 17,4 verrechnet. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betragen zum Bilanzstichtag TEUR 17,1. Damit im Zusammenhang stehende Erträge in Höhe von TEUR 0,3 wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden zum 31. Dezember 2021 unter Berücksichtigung der nach dem BilMoG geltenden Bewertungsverfahren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Anwendung der Richttafeln RT 2018 G Klaus Heubeck ermittelt. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,87 Prozent sowie erwartete Rentensteigerungen von 1,0 Prozent und erwartete Gehaltssteigerungen von 0,0 Prozent zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte eine Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, anstelle mit dem Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt. Der aus der unterschiedlichen Bewertung resultierende Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beläuft sich auf TEUR 101. Dieser unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB insoweit der Ausschüttungssperre, als er den frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages nicht mindestens entspricht. Der Aufwand aus der Zuführung des laufenden Aufwandes in Höhe des Zinsanteils von TEUR 17 ist gemäß § 277 Abs. 5 HGB innerhalb der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gesondert ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im Einzelnen im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Alle Verbindlichkeiten im Berichtsjahr und im Vorjahr haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 311 (Vorjahr: TEUR 200). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern aus der Altersversorgung wurde mit dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet und betragen im Saldo TEUR 0 (siehe Erläuterungen bei den Finanzanlagen und sonstigen Vermögensgegenständen). D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 224) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge in Höhe von TEUR 2.296 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem Verkauf des Kundenstamms an Schwestergesellschaften aufgrund der Restrukturierung der Gesellschaft. Materialaufwand Im Materialaufwand werden Aufwendungen für die Verschrottung von nicht mehr verwertbaren Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Zusammenhang mit der Schließung des Standorts Hilchenbach in Höhe von TEUR 551 ausgewiesen. E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beläuft sich auf TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 383), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 322). Die Laufzeit der Verpflichtungen reicht bis August 2025. F. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten: TEUR 21.300 (Vorjahr: TEUR 23.050) aufgrund gesamthänderischer Mithaft für Kreditverbindlichkeiten, davon für verbundene Unternehmen: TEUR 21.300 (Vorjahr: TEUR 23.050). Grundschuldeintragungen in Höhe von TEUR 3.835 besichern Kredite bei der Commerzbank AG, Gießen, im Rahmen der Konzernfinanzierung. Trotz der verschlechterten Situation nach der Corona-Krise und dem Russland-Krieg seit Anfang 2022 schätzt die HILMA-RÖMHELD GmbH, Wilnsdorf, die Fortführung der Gesellschaften der ROEMHELD Gruppe weiterhin als gesichert und damit das Risiko einer Inanspruchnahme als gering ein. Diesbezüglich verweisen wir auf die Ausführungen im Nachtragsbericht. Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter
Ausschüttungsgesperrte Beträge Der ausschüttungsgesperrte Betrag zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 129,3. Dieser beruht in Höhe von TEUR 28,3 auf dem über die Anschaffungskosten hinausgehenden Zeitwertansatz beim Deckungsvermögen (gemäß § 268 Abs. 8 HGB) und in Höhe von TEUR 101 auf der Differenz aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz gemäß § 253. Abs. 6 Satz 1 HGB. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung im Geschäftsjahr obliegt:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach, einbezogen. Der Konzernabschluss der Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Unterlassen von Angaben Folgende Angaben wurden unterlassen: Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9a HGB ist unterblieben. Die Angabe der Bezüge früherer Geschäftsführer und die Höhe der gebildeten Pensionsrückstellungen gemäß § 285 Nr. 9b HGB ist unterblieben. Nachtragsbericht Nach der Reorganisation der Gesellschaft zum Vertriebs- und Entwicklungszentrum für die ROEMHELD Gruppe wurde ein Dienstleistungsvertrag mit den Schwesterunternehmen Römheld GmbH Friedrichshütte, Laubach, und Stark Spannsysteme GmbH, Rankweil, Österreich abgeschlossen. Hierdurch ist die Gesellschaft künftig maßgeblich von der mittel- und langfristigen Beauftragung und dem wirtschaftlichen Erfolg der beiden Dienstleistungsempfänger abhängig. Der Anfang des Jahres 2022 ist weltweit durch Versorgungsengpässe und gestörte Lieferketten geprägt. Wichtige Vorprodukte für Produktionsprozesse sind knapp geworden. Hierdurch rechnen die Gesellschaften der ROEMHELD Gruppe mit einer negativen Entwicklung in der Auftragsentwicklung. Hinzu kommt der Krieg Russlands in der Ukraine, Sanktionen und Embargos gegen Russland sowie die anhaltenden Beschränkungen der Corona-Pandemie. Damit verbunden sind drastisch steigende Preise im Energiesektor und bei Rohmaterialien. Die Verteuerung der Vorprodukte und der Versorgungsengpässe zeigt sich bei den Gesellschaften der ROEMHELD Gruppe bereits in gestiegenen Materialaufwandsquoten und steigenden Auftragsrückständen. Die Preisanstiege können nur teilweise und erst mit Zeitversatz durch Preiserhöhungen an Kunden weitergegeben werden. Aufgrund der laufenden Änderungen in den politischen Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft und der damit einhergehenden Unsicherheiten in den Absatzmärkten der Gesellschaft sind Prognosen zur weiteren Auftrags- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaften der ROEMHELD Gruppe für das Jahr 2022 mit großen Unsicherheiten behaftet. Die Gesellschaften beabsichtigten durch fortwährende Anpassungen ihrer Kapazitäten an die jeweilige Marktlage, die Kostenbestandteile - soweit möglich - zu reduzieren und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung der Prozesse umzusetzen. Zudem ist die Erschließung neuer Marktsegmente Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung der Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2022 wird trotz der aktuellen branchenspezifischen Herausforderungen für die beiden Schwestergesellschaften mit keinem negativen Einfluss auf die geplanten Umsatzerlöse der HILMA-RÖMHELD GmbH gerechnet. Insgesamt geht die Gesellschaft von einem leicht positiven Ergebnis aus. Zu den ergebnismäßigen und finanziellen Auswirkungen verweisen wir auch auf den Prognosebericht im Lagebericht.
Wilnsdorf, den 13.06.2022 gez. Nico Hanke gez. Rudolf Rackerseder Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HILMA-RÖMHELD GmbH, Wilnsdorf Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der HILMA-RÖMHELD GmbH, Wilnsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HILMA-RÖMHELD GmbH, Wilnsdorf, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Ich verweise auf die Angaben in Abschnitt B. "Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 2 und 4.1.4 des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und sich in einer angespannten Finanzlage befindet. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen. Meine Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
München, 15. Juni 2022 Franz Zimmermann, Wirtschaftsprüfer |
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