Master Data

Registry
Register court Hanau HRB 90280
Previous
Elaplast Technik GmbH
Registered
5/3/2004
Industry
Manufacture of rubber, compounded rubber and semi-finished products thereofManufacture of plastic packing goodsManufacture of other rubber articles n.e.c.
Purpose
Die Herstellung von und der Handel mit technischen Gummi- und Kunststoff-Spezialteilen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Michael Borbe
since 7/11/2025
Managing Director
Benjamin Müller
since 6/20/2023
Managing Director
Procura
Joachim Hans Geimer
since 6/25/2019
Managing Director
Franz Josef Wolf
since 3/5/2007
Managing Director

Beneficial Owners

1.00% identified99.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
B******* N***Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH
1.00%

Unresolved chains (1)

NameOwnership
99.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€130,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Woco IPS GmbH

Bad Soden-Salmünster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Amtsgericht Hanau, HRB 90280

Bilanz zum 31.12.2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EURO EURO
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1,00 1,00
1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.747,00 316.321,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.266,67 18.600,00
489.013,67 334.921,00
489.014,67 334.922,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 131.358,43 242.165,11
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.910.295,76 1.887.121,04
3. Erhaltene Anzahlungen -1.200,00 -133.547,51
2.040.454,19 1.995.738,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.371.615,36 860.373,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 298.731,17 8.821,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 3.126.592,65
4. Sonstige Vermögensgegenstände 111.961,86 80.000,76
2.782.308,39 4.075.788,18
4.822.762,58 6.071.526,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.000,00 10.280,20
5.321.777,25 6.416.729,02

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EURO EURO
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 130.000,00 130.000,00
II. Gewinnvortrag 2.144.935,18 2.144.935,18
2.274.935,18 2.274.935,18
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 114.515,78 119.594,48
114.515,78 119.594,48
C. Verbindlichkeiten -
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.419.855,42 1.571.759,01
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 362.451,38 2.398.204,21
3. Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 1.035.277,27 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 114.742,22 52.236,14
2.932.326,29 4.022.199,36
5.321.777,25 6.416.729,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 20.470.575,72 16.667.907,53
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -110.806,68 56.504,02
Gesamtleistung 20.359.769,04 16.724.411,55
3. Sonstige betriebliche Erträge 62.698,38 10.208,50
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 14.611.394,27 11.336.672,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 118.781,90 6.204,88
14.730.176,17 11.342.877,74
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 487.137,98 482.463,59
b) Soziale Abgaben
( davon Altersversorgung EUR 31,09; Vorjahr EUR 10,36 ) 97.453,27 93.539,09
584.591,25 576.002,68
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 171.402,66 149.375,99
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.297.989,92 2.381.168,65
Betriebliches Ergebnis 1.638.307,42 2.285.194,99
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.376,39 4.039,20
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 35.376,39; Vorjahr EUR 4.039,20 )
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 100.845,25 26.035,27
( davon an verbundene Unternehmen EUR 89.396,38; Vorjahr EUR 16.353,05 )
Finanzergebnis -65.468,86 -21.996,07
10. Ergebnis nach Steuern 1.572.838,56 2.263.198,92
11. Sonstige Steuern 1.097,68 1.097,68
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -1.571.740,88 -2.262.101,24
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2022

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Beachtung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften für kleine Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 1 und 4 HGB aufgestellt und nach den Vorschriften der §§ 266, 275 Abs. 2 HGB für kleine Kapitalgesellschaften gegliedert. Von den Erleichterungsvorschriften der § 274a HGB und § 288 HGB für kleine Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Vermerke sowie weitergehende Erläuterungen sind, soweit nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, im Anhang enthalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr angewendet worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt nach betriebsindividuell geschätzten Nutzungsdauern (drei bis fünf Jahre). Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Anwendung der linearen Methode, mit gegenüber dem Vorjahr unveränderten Sätzen, vorgenommen und auf Basis betriebsindividuell geschätzter Nutzungsdauern (von drei bis zwölf Jahren) ermittelt.

Gegenstände des Anlagevermögens, die nicht mehr oder nur noch in eingeschränktem Maße genutzt werden können, werden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf die ihnen jeweils am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werte abgeschrieben.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr unmittelbar als Aufwand erfasst, sofern ihre jeweiligen Anschaffungskosten € 250 nicht übersteigen. Entsprechende Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 1.000 werden jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre aufgelöst wird.

Fertige Erzeugnisse, unfertige Erzeugnisse / unfertige Leistungen und Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bilanziert. Die Anschaffungskosten berücksichtigen Anschaffungsnebenkosten sowie Abzüge für Rabatte und Skonti.

Bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren wurden Risiken, die sich aus branchenbedingten Geschäftswagnissen, technischer Veralterung sowie der Lagerdauer ergeben, in angemessenem Umfang in Form von Wertberichtigungen berücksichtigt. Zusätzlich wurde eine Wertberichtigung für geringe Umschlagshäufigkeit gebildet.

Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde bei fertigen Erzeugnissen und Waren - soweit erforderlich - durch entsprechende Abwertung Rechnung getragen.

Nach ihrer Fertigstellung in das Kundeneigentum übergehende Formen und Werkzeuge sowie die in Arbeit befindlichen Auftragsentwicklungen werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und unter den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen ausgewiesen. Voraussetzung für die Aktivierung der angefallenen Kosten ist das Vorhandensein eines Kundenauftrags. Im Rahmen der verlustfreien Bewertung von Formen, Werkzeugen und Entwicklungsleistungen erfolgt zunächst eine aktivische Abwertung. Darüber hinaus wird für Verlustkontrakte eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet, falls Abwertungen der betreffenden unfertigen Erzeugnisse oder Leistungen voll ausgeschöpft sind.

Erhaltene Anzahlungen für kundenbezogene Formen, Werkzeuge und Entwicklungsleistungen sind offen vom Vorratsvermögen abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihren Anschaffungskosten, unverzinsliche, nicht kurzfristige Forderungen werden zum Barwert angesetzt.

Für erkennbare Risiken werden in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wird das latente Risiko des Forderungsausfalls durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % der nicht einzeln abgewerteten Nettoforderungen berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfolgt unter Berücksichtigung der aus der Abwicklung der Geschäfte zu erwartenden Erlöse und der bis zur Erlösrealisierung noch anfallenden Kosten auf Vollkostenbasis. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die hätten abgezinst werden müssen, liegen zum 31. Dezember 2022 wie im Vorjahr nicht vor.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst; die in den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden durch entsprechende Aufgliederung der Posten im Anhang gesondert ausgewiesen.

Da die Gesellschaft sich in einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH, Bad Soden-Salmünster, befindet, erfolgt die Einbeziehung der latenten Steuern auf Ebene des Organträgers.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Die Gesellschaft hält treuhänderisch einen Anteil an der Woco Polymer Systems San. Ve Tic. Ltd. Sti, Bursa / Türkei.

Anteilsbesitz der Woco IPS GmbH zum 31. Dezember 2022

gem. § 313 Abs. 2 HGB

Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2022 Ergebnis des Geschäftsjahres
Name, Sitz in % in TEUR in TEUR
1. Woco Polymer Systems San. Ve Tic. Ltd. Sti, Bursa, Türkei 1) 2,00 204 2) 88 2)

1) Anteile werden treuhänderisch gehalten
2) Beträge für die Auslandsgesellschaften lt. der nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zum Zwecke der Konsolidierung aufgestellten Berichterstattung (HB II) für das Geschäftsjahr.

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 299 (Vorjahr: T€ 9) enthalten.

In den Forderungen gegen Gesellschafter, die zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen darstellen, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 596 saldiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter beliefen sich im Vorjahr auf T€ 377.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von T€ 49 (Vorjahr: T€ 50), Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnun-en in Höhe von T€ 40 (Vorjahr: T€ 7), für Jahresabschlusskosten in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 27), sowie Mitarbeiterprämien in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 5).

Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 362 (Vorjahr: T€ 71) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2021
Inland Ausland Insgesamt Insgesamt
T€ T€ T€ T€
Pipe System Components 11.693 2.870 14.563 14.154
Industrial Antivibrations Systems 643 1.954 2.597 2.152
Railtrack 1.396 1.915 3.311 362
13.732 6.739 20.471 16.668

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 259 (Vorjahr: T€ 332) erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen aus den periodenfremden Erträgen T€ 45 (Vorjahr: T€ 1), der Auflösung von Rückstellungen T€ 12 (Vorjahr: T€ 10) und den Erträgen aus dem Abgang von Anlagevermögen T€ 6 (Vorjahr: T€ 0).

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 10) angefallen.

V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus der Haftung für das Veritätsrisiko im Rahmen der Factoring-Verträge. Die Höhe der sich hieraus zum 31. Dezember 2022 ergebenden Eventualverbindlichkeit für die Woco IPS GmbH beläuft sich auf T€ 348. Da sich weder während des Geschäftsjahres noch bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses Haftungsfälle aus den Factoring-Verträgen ergeben haben, ist mit einer Inanspruchnahme der Woco IPS GmbH folglich nicht zu rechnen. Wir verweisen auf die Angaben zu den außerbilanziellen Geschäften.

Die Gesellschaft Woco IPS GmbH ist in zwei Cashpool-Vereinbarungen mit Banken unter der Führung der Woco Industrietechnik GmbH eingebunden. Die Banken haben mit den der Cashpool Vereinbarung angeschlossenen Woco Gesellschaften Verträge über einen Darlehensrahmen in Höhe von Total Mio € 6,0. Diese sogenannten "Ancillaries" können als Kontokorrentkredite in Anspruch genommen werden. Die Inanspruchnahme dieser Mio € 6,0 Ancillary Linie beträgt Mio € 2,7 (Vorjahr: Mio € 1,5) per 31.12.2022.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Seit der Inkraftsetzung des am 21. Mai 2021 für die Woco Gruppe abgeschlossenen Konsortialkreditvertrags halten die Folgen der Corona-Pandemie an, was u.a. zu weiteren regionalen Lockdowns, in der Folge Produktionseinschränkungen bei den OEMs und in Zulieferer-Werken, Disruption in den Lieferketten sowie volatilen Lieferabrufen führt. Die damit verbundene Halbleiterknappheit wird sich voraussichtlich noch mindestens bis ins Jahr 2023 fortsetzen; sie führt zu einer weltweit geringeren Automobilproduktion mit entsprechenden Folgen auch für den Absatz der Woco Gruppe. Weitere Belastungen ergeben sich aus dem Krieg in der Ukraine und den Sanktionen gegenüber Russland. Beides führt in der Folge zu geringer Verfügbarkeit von Komponenten und zu einer Reduzierung der Produktionsleistungen in der europäischen Automobilindustrie. Eine weitere Folge des Kriegs und der Sanktionen sind massive Steigerungen der Energiekosten sowie der Preise für wesentliche Zulieferungen für die Produkte der Woco Gruppe (z.B. Kunststoffe).

Anfang des Jahres 2022 wurde erkennbar, dass die vorgenannten Einflüsse die in 2020 initiierte und erfolgreich in die Umsetzung gestartete Restrukturierung der Woco Gruppe stark beeinträchtigen werden. Um auf die veränderten Rahmenbedingungen sowie die aktuellen Entwicklungen zu reagieren, wurde seitens der Woco Gruppe in 2022 ein erweitertes Transformationsprogramm in Ergänzung zum bereits existierenden Programm entwickelt.

Vor diesem Hintergrund wurde The Boston Consulting Group GmbH ("BCG"), Frankfurt am Main, mit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens in Übereinstimmung mit den diesbezüglichen höchstrichterlichen Anforderungen beauftragt. Am 30. April 2022 wurde ein erster Entwurf des Sanierungsgutachtens von BCG vorgelegt mit einem umfassenden Transformationsprogramm. Am 15. Juli 2022 wurde das Gutachten in einen finalen Entwurf überführt; am 31. August 2022 wurde das Sanierungsgutachten finalisiert.

Aus der Sanierungsplanung wurde ersichtlich, dass sich für die Woco Gruppe bei unveränderter Finanzierungsstruktur im Planungsverlauf ab dem ersten Halbjahr 2023 bei unveränderten Tilgungsverpflichtungen eine Liquiditätsunterdeckung ergeben hätte.

Mit den finanzierenden Banken fanden deshalb seit Februar 2022 intensive Gespräche über die künftige Finanzierungsstruktur der Woco Gruppe statt mit dem Ziel der Anpassung der derzeit vertraglich vereinbarten Tilgungen sowie insbesondere der Anpassung der im Rahmen der Konsortialfinanzierung vereinbarten Financial Covenants (vor allem im Hinblick auf die Kennzahlen "Nettoverschuldung / EBITDA" sowie "Eigenmittelquote"). Während des Verhandlungszeitraums erklärten sich die Banken mit Waiver-Genehmigungen bereit, bei Einhaltung der darin genannten Voraussetzungen die bestehenden Linien aufrechtzuerhalten und Kündigungsgründe ebenfalls letztlich bis zum 30. September 2022 auszusetzen.

Neben dem bestehenden Bankenkonsortium wurden mit weiteren Finanzierern, insbesondere den Schuldscheingläubigern, Warenkreditversicherern und Factoringgesellschaften, aber auch mit den Gesellschaftern und wesentlichen Kunden der Woco Gruppe, Gespräche über die von allen Seiten zu leistenden, erforderlichen Beiträge zum Erreichen einer ganzheitlichen Lösung für die Woco Gruppe geführt.

Die Gesellschafter der Woco Gruppe stimmten am 22. Juli 2022 dem Sanierungskonzept sowie dem Term Sheet mit den entsprechenden Regelungen zu.

Die Factoringbanken haben im Zusammenhang mit der Refinanzierung ihre Bereitschaft erklärt, dass sie - insbesondere solange die Woco Gruppe die Vorgaben des Sanierungspfads erfüllt - die bestehenden Factoringlinien unter den bestehenden vertraglichen Regelungen bis zum 31. Dezember 2024 (PB Factoring GmbH in Höhe von Mio. € 30) bzw. 31. Dezember 2025 (Coface Finanz GmbH in Höhe von Mio. € 45) aufrechterhalten und eine Anfrage der Woco Gruppe im Hinblick auf eine Verlängerung der Laufzeit bis zum 30. Juni 2026 und auf den Beitritt weiterer Gesellschaften in die Factoring-Vereinbarungen wohlwollend prüfen werden. Die Warenkreditversicherer haben bestätigt, dass sie bei im Wesentlichen planmäßiger Entwicklung der Woco Gruppe und ihrer Gesellschaften bis auf Weiteres die bestehenden Limite in aktueller Höhe aufrechterhalten.

Die Bedingungen des Refinanzierungskonzepts wurden nach Vorlage des finalen Entwurfs des Sanierungsgutachtens von BCG am 15. Juli 2022 in einem Term-Sheet zwischen Woco und den finanzierenden Banken festgehalten und abgestimmt.

Die Mitte Juli 2022 im Term Sheet mit den finanzierenden Banken vereinbarten Wirksamkeitsvoraussetzungen zur Umsetzung der Refinanzierung wurden seitens der Woco Gruppe erfüllt.

Die mit den Finanzierern gemeinsam erarbeitete Finanzierungslösung sieht - soweit es die Woco Industrietechnik GmbH betrifft - eine weitgehende Stundung sowie Tilgungen der Schuldscheindarlehen (Mio. € 66,5) und sonstigen gewährten Kredite bis Endfälligkeit 30. Juni 2026 vor. Auch die revolvierende Kreditlinie in Höhe von Mio. € 46,0 wurde bis zum 30. Juni 2026 verlängert.

Unter Berücksichtigung dieser neuen Tilgungsvereinbarung ergeben sich deutlich verlängerte Restlaufzeiten der zum 31. Dezember 2022 bestehenden Verbindlichkeiten.

Die Woco Gruppe hat sich dazu verpflichtet, die in dem Sanierungskonzept genannten Maßnahmen umzusetzen. Über die Einhaltung des Sanierungspfads wird die Woco Gruppe gegenüber den finanzierenden Banken regelmäßig Bericht erstatten. Die Berichterstattung wird von einem Sanierungsgutachter begleitet werden.

Die Woco Gruppe hat gegenüber den Finanzierern die Zusage gegeben, vor der Endfälligkeit Tilgungen zu leisten, falls Erlöse aus Asset-Verkäufen erzielt werden oder falls ein positiver Cashflow auf oder über dem Niveau der dem Finanzierungskonzept zugrunde gelegten Planungsrechnung erwirtschaftet wird. Tilgungen werden nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel an die Finanzierer geleistet.

Schließlich wurde mit den finanzierenden Banken in Form eines Sicherheitenpoolvertrags eine Erweiterung des Sicherheitenkonzepts vereinbart, welches sowohl dingliche Sicherheiten im In- und Ausland (z. B. Grundschulden), Verpfändung von Gesellschaftsanteilen als auch ein Garantenkonzept beinhaltet.

Im Rahmen der Finanzierungslösung wurden die bisher mit den finanzierenden Banken bislang geregelten umfassenden Financial Covenants gestrichen. Stattdessen hat man sich grundsätzlich auf die Einhaltung des mit den finanzierenden Banken vereinbarten Sanierungspfads verständigt. Die Einhaltung ist quartalsweise, erstmals zum 30. September 2022, durch einen Sanierungsberater zu bestätigen. Darüber hinaus hat die Woco Gruppe während des Sanierungszeitraums eine vertraglich festgelegte Mindestliquidität sicherzustellen.

Für die in der Tschechischen Republik zwischen der Woco STV s.r.o. und einem Kreditgeber bilateral bestehenden Darlehensbeziehungen sehen die lokalen, im Zuge des gruppenweiten Refinanzierungskonzepts ebenfalls geschlossenen Änderungsverträge weiterhin Financial Covenants in Form von Netto-Verschuldungsgraden, sowohl in Bezug auf die Woco STV s.r.o. als auch in Bezug auf die Woco Gruppe, vor. Da die nicht zu überschreitenden Zielgrößen unter Berücksichtigung des konservativen Financing Case festgelegt und zusätzlich mit einem großzügigen Headroom versehen wurden, ist die Geschäftsführung zuversichtlich, dass ein Verstoß gegen die vereinbarten Kennzahlen nicht zu erwarten ist.

Im Rahmen der Neuausrichtung der Finanzierung ist die Woco Industrietechnik GmbH in eine gesamtschuldnerische Haftung, bestehend aus der Woco Industrietechnik GmbH, Woco IPS GmbH, Bad Soden-Salmünster, Woco Kronacher Kunststoffwerk GmbH, Woco Eisenacher Kunststofftechnik GmbH, EFFBE GmbH und der F.-J. Wolf Grundstücksbeteiligungen GmbH & Co. Besitz KG, eingebunden und haftet über die eigenen Kreditfinanzierungen hinaus auch für die Kreditverbindlichkeiten der Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH.

Dazu hat sich die Gesellschaft mit einer Raumsicherungsübereignung der technischen Anlagen und Maschinen, der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie einer Raumsicherungsübereignung des Umlaufvermögens einverstanden erklärt. Mit der Raumsicherungsübereignung des Umlaufvermögens ist ausdrücklich auch eine Globalzession der nicht gefactorten Forderungen und eine Abtretung der Zahlungsansprüche gegen die Factorer abgegolten. Die Sicherheitenstellung umfasst außerdem die Verpfändung von Marken und Patenten sowie Lizenzen.

Auf Basis der erkannten und erkennbaren tatsächlichen Gegebenheiten ist BCG zu der abschließenden Erkenntnis gelangt, dass bei einer konsequenten und zeitgerechten Umsetzung des Transformationsprogramms sowie bei erfolgreicher Umsetzung der Finanzierungslösung keine ernsthaften Zweifel an der Sanierungsfähigkeit der Woco Gruppe bestehen und deshalb die Sanierung ernsthafte und begründete Aussichten auf Erfolg hat. Im finalen Sanierungskonzept vom 31. August 2022 hat BCG die Sanierungsfähigkeit der Woco Gruppe bei Einhaltung des Sanierungspfads entsprechend dem Sanierungskonzept bestätigt. Eine wesentliche Voraussetzung für die Überlebensfähigkeit der einzelnen Woco Gesellschaften besteht in der tatsächlichen und rechtlichen Sicherstellung der Liquiditätsversorgung der einzelnen Tochtergesellschaften.

Nach der erfolgreichen Umsetzung der im Term Sheet beschriebenen Finanzierungslösung sind die folgenden Voraussetzungen zwingend zu erfüllen, um die Sanierungsfähigkeit der Woco Gruppe zu gewährleisten:

Aufrechterhaltung bestehender, bedarfsgerechter Limite der Warenkreditversicherer;

Aufrechterhaltung der Factoringlinien im Planungszeitraum;

Rollierende Verlängerung der bestehenden Auslandsfinanzierungen;

Beiträge der Kunden (OEMs und Tier-1-Zulieferer) in Form von Preisanpassungen.

Wir gehen davon aus, dass unter Zugrundelegung des Financing Case, bei Eintritt der Bedingungen und Umsetzung der Maßnahmen des Sanierungskonzepts und bei Einhaltung des Sanierungspfads über den Zeitraum bis zum 30. Juni 2026 keine Liquiditätslücke eintreten wird.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 235 (Vorjahr: T€ 669). Sie betreffen mit T€ 124 (Vorjahr: T€ 132) Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit unterschiedlichen Vertragslaufzeiten sowie mit T€ 111 (Vorjahr: T€ 538) Verpflichtungen aus für 2023 ausgelösten Bestellungen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen verteilen sich hinsichtlich ihrer Fälligkeit wie folgt:

2023 2024 2025 2026 2027 Später
T€ T€ T€ T€ T€ T€
173 62 0 0 0 0

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen T€ 62 gegenüber verbundenen Unternehmen.

VI. Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahr 2022 10 (Vorjahr 8). Alle Mitarbeiter waren als Angestellte tätig.

Abschlussprüferhonorar

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss der Woco GmbH & Co. KG, Bad Soden-Salmünster.

Außerbilanzielle Geschäfte

Im Rahmen der Finanzierung der Woco Gruppe wurde im Juli 2010 mit der PB Factoring GmbH, Bonn, ein Factoring-Rahmenvertrag abgeschlossen. Vertragspartner des Factoring- Rahmenvertrags sind die PB Factoring GmbH (als Factor) und die Woco Industrietechnik GmbH, die Woco IPS GmbH, die EFFBE GmbH, jeweils Bad Soden-Salmünster, die Woco Kronacher Kunststoffwerk GmbH, Kronach, sowie seit April 2019 die Woco STV s.r.o., Vsetin / Tschechische Republik (als Forderungsverkäufer).

Im Rahmen des Factoring-Vertrages kauft die PB Factoring GmbH Forderungen der beteiligten Woco Gesellschaften bis zu einem Gesamtbetrag von T€ 33.333 an. Unter Berücksichtigung des Sicherheitseinbehalts entspricht dies einem Finanzierungsvolumen von T€ 30.000. Es handelt sich um sogenanntes "echtes" Factoring, d.h. das Bonitätsrisiko geht auf den Käufer über, der Verkäufer haftet nur für die Verität der Forderungen. Die Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH hat für alle Ansprüche aus dem Rahmenvertrag die gesamtschuldnerische Mitverpflichtung übernommen. Der Betrag der zum Stichtag verkauften Forderungen betrug T€ 13.460. Davon entfallen auf die Woco IPS GmbH T€ 348.

Die Factoring-Vereinbarungen dienen der Verbesserung der Liquiditätslage. Die gewählte Konstruktion hat den Vorteil, dass sich die durchschnittliche Zahlungsdauer auf Forderungen verkürzt, da der Factoring-Vertragspartner die Forderungen auf Grund der vertraglichen Regelung schneller begleicht als die Kunden. Risiken aus dem Geschäft bestehen auf Grund der kurzfristigen Kündbarkeit, d.h. im Falle einer Kündigung der Vereinbarung besteht das Risiko darin, dass kurzfristig eine adäquate Anschlussfinanzierung gefunden werden muss.

VII. Einbeziehung in Konzernabschluss

Alleinige Gesellschafterin der Woco IPS GmbH, Bad Soden-Salmünster, ist die Woco Industrietechnik GmbH, Bad Soden-Salmünster. Die Woco IPS GmbH wird in den Konzernabschluss der Woco GmbH & Co. KG, Bad Soden-Salmünster, einbezogen, der unter Hinweis auf die Registernummer HRA 91437, Amtsgericht Hanau, beim elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht wird.

VIII. Angaben zu Gesellschaftsorganen

Geschäftsführer der Woco IPS GmbH:

Herr Joachim Geimer, Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH

Operative Geschäftsleitung der Woco Gruppe

Herr Michael Lorig, Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH

Vorsitzender der Geschäftsleitung der Woco Gruppe

Herr Franz Josef Wolf

Leiter des Geschäftsbereichs Non-Automotive der Woco Gruppe

Keiner der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft für die Geschäftsführungstätigkeit eine Vergütung.

IX. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Bad Soden-Salmünster, 24.05.2023

Joachim Geimer

Michael Lorig

Franz Josef Wolf

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I.Immaterielle Vermögensgegenstände 15.700,00 0,00 0,00 0,00 15.700,00
15.700,00 0,00 0,00 0,00 15.700,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.213.284,69 258.128,50 175.606,37 18.600,00 2.314.406,82
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.600,00 88.266,67 0,00 -18.600,00 88.266,67
2.231.884,69 346.395,17 175.606,37 0,00 2.402.673,49
2.247.584,69 346.395,17 175.606,37 0,00 2.418.373,49
kummulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I.Immaterielle Vermögensgegenstände 15.699,00 0,00 0,00 15.699,00
15.699,00 0,00 0,00 15.699,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.896.963,69 171.402,66 154.706,53 1.913.659,82
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.896.963,69 171.402,66 154.706,53 1.913.659,82
1.912.662,69 171.402,66 154.706,53 1.929.358,82
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
I.Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.747,00 316.321,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.266,67 18.600,00
489.013,67 334.921,00
489.014,67 334.922,00

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss der Woco IPS GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde am 06.07.2023 festgestellt.

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