RSP GmbHLiquidated

07318 Saalfeld/Saale, DEU

Master Data

Registry
Register court Jena HRB 204639
Previous
Reschwitzer Saugbagger Produktions GmbH
Registered
4/25/2006
Industry
Manufacture of turbinesManufacture of testing machinesManufacture of machinery for mining and quarrying
Purpose
die Produktion und der Vertrieb von Saugbaggern und/oder artverwandten Geräten

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Anne Graber
since 5/27/2019
Managing Director
Patrick Renger
since 5/27/2019
Managing Director

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

RSP GmbH

Saalfeld / Saale

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Inhaltsverzeichnis

A. Angaben zum Unternehmen

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf sowie gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

3. Produktion

4. Beschaffung

5. Investitionen

6. Finanzierungsmaßnahmen

7. Personal- und Sozialbereich

8. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

b) Finanzlage

c) Ertragslage

C. Prognosebericht

D. Chancen- und Risikobericht

A. Angaben zum Unternehmen

Die RSP GmbH (nachfolgend kurz RSP genannt) entwickelt, produziert und vertreibt Saugbagger und Spezialsaugtechnik. Als führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Ventilatoren-Saugtechnik verfügt RSP über ein hohes Maß an Kompetenz und über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von mobilen und stationären Sauganlagen sowie kundenspezifischen Lösungen. Am Hauptstandort in Saalfeld sind neben der Produktion auch die Entwicklung, der Vertrieb, der Service und die Verwaltung angesiedelt. Neben der Produktion im Hauptwerk Saalfeld werden Saugbagger auch im Werk Camburg sowie Bad Langensalza (Betriebsstätten) produziert. Die Gesellschaft bedient sich für Vertriebs- und Serviceaufgaben weiterer Gesellschaften in verschiedenen europäischen und weltweit tätigen Unternehmen im Konzernverbund.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf sowie gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Geschäftsentwicklung der RSP verzeichnet für das Jahr 2021 wiederum eine sehr erfolgreiche und deutlich erweiterte wirtschaftliche Tätigkeit. Es konnte eine um 21,8 % gewachsene Gesamtleistung gegenüber 2020 erreicht werden, welche im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der Umsatzerlöse (+21,3 %) zurückzuführen ist. Das Unternehmen liegt in seinem Wachstum erheblich über dem allgemeinen Trend des deutschen Baumaschinenhandels. Der Bundesverband der Baumaschinen, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen benennt in seiner Lageeinschätzung für 2021 ein kräftiges Umsatzwachstum von gesamt 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Laut des Fachverbandes resultiert das Wachstum insbesondere aus dem Verkauf neuer Tief- und Straßenbaumaschinen. 1 Ursache für die gegenüber dem Markttrend deutlich positivere Entwicklung der Gesellschaft im Absatz und Umsatz im Geschäftsjahr 2021 war die weiterhin hohe Nachfrage und die Auslieferung von bereits im Vorjahr bestellten und nunmehr fertiggestellten Maschinen.

Die für die Steuerung der RSP vom Management verwendeten Kennzahlen sind nachfolgend dargestellt:

Kennzahl Definition
Umsatz Gemäß § 277 Abs. 1 HGB
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Gemäß § 275 HGB
Umsatzrentabilität Verhältnis zwischen erzieltem Jahresüberschuss und der Höhe des Gesamtumsatzes
Eigenkapitalquote Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital
Gesamtkapitalrentabilität = Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital

Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren (wie z.B. Personal- und Kundenzufriedenheit) werden nicht als Steuerungskennzahl genutzt, jedoch systematisch analysiert. Eine Prognose und Überwachung finden allerdings nicht statt.

Im Berichtsjahr 2021 stieg gegenüber dem Vorjahr der Umsatz auf T€ 91.171 (Vorjahr T€ 75.134) und das Jahresergebnis auf T€ 11.557 (Vorjahr T€ 8.730). Der Umsatz liegt leicht unter dem im Vorjahr prognostizierten 25 %igen Anstieg (ca. + T€ 19.300 Umsatzsteigerung), was u.a. auf teilweise längere Zeiten bei der Zulieferung von Bauteilen bzw. Rohstoffen zurückzuführen ist, so dass dadurch die Fertigstellungszeitpunkte leicht nach hinten verlagert wurden. Die Erhöhung liegt insofern bei 21,3 % (T€ +16.037), was neben dem im ersten Quartal fertiggestellten und ausgelieferten Saugbaggern insbesondere auf die unverändert hohe Nachfrage zurückzuführen ist. Die Umsatzrentabilität (Geschäftsjahr 13 %; Vorjahr 12 %) ist ebenso angewachsen wie die Eigenkapitalquote (Geschäftsjahr 63 %; Vorjahr 60 %) und liegen damit über den Erwartungen, die von einer leicht sinkenden Umsatzrentabilität und einer konstanten Eigenkapitalquote ausgegangen waren. Ursache für die Erhöhung der Umsatzrentabilität gegenüber der Prognose ist im Wesentlichen die Steigerung der Rohmarge infolge einer geringeren tatsächlichen Materialaufwandsquote sowie Effizienzsteigerungen in der Fertigung und im Vertriebs- und Verwaltungsbereich. Auch die Gesamtrentabilität war auf dem Niveau des Vorjahres erwartet worden. Diese erhöhte sich jedoch infolge des höheren erzielten Jahresergebnisses trotz gestiegenem Gesamtkapital auf 33 % (Vorjahr 32 %). Das Jahresergebnis beläuft sich auf T€ 11.557 (Vorjahr T€ 8.730) und liegt infolge der oben erläuterten Darstellung wie prognostiziert deutlich höher als im Vorjahr.

Der internationale Vertriebsausbau wurde erweitert. Für den RSP-Vertrieb lag 2021 das Kerngeschäft in den Märkten Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Für andere europäische Länder, insbesondere für Italien, Schweden, Norwegen und die Niederlande war eine normale Geschäftsentwicklung am Markt zu verzeichnen. Während sich der Absatz von Saugbaggern in Neuseeland und Kanada erfreulich entwickelte, ging der Absatz in Australien leicht zurück. Der Verkauf in Osteuropa blieb weiterhin sehr untergeordnet. Mit einem Anteil von 80 % (Vorjahr 84 %) liegen für RSP die Prämissen gleichbleibend stark im Export insbesondere in Europa.

Umfängliche Vertriebsaktivitäten in 2021 leisteten wie im Vorjahr auch die Partnergesellschaften RSP UK Suction Excavators Ltd. in Großbritannien und RSP France SAS in Frankreich.

Die Gesamtstrategie und das Leistungsprofil des Unternehmens konzentrierten sich unverändert auf höchste Ansprüche an das Produkt der RSP-Saugbagger. Alle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (Weiterentwicklung bestehender Produkte, Neu- und Weiterentwicklung von Smart Products) wurden intensiv weitergeführt. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwandsquote betrug im Jahr 2021 1,8 % (Vorjahr 2,4 %).

Neben dem Vertrieb konnte parallel das Servicenetz und die Serviceleistungen weiter ausgebaut werden. Sowohl der Umfang und die Qualität der Serviceaktivitäten als auch die Stärkung der Servicepartner standen dabei im Fokus.

In der Geschäftsführung und der Bereichsleiterebene konnten 2021 strukturelle Fragen zielgerichtet weitergeführt und umgesetzt werden.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Jahr 2021 wurden 256 (Vorjahr 221) Saugbagger hergestellt und ausgeliefert. Der Umsatz hieraus stieg auf T€ 83.566 (Vorjahr T€ 69.182). Das Unternehmen konnte den erweiterten Bedarf nur durch Ausbau weiterer Fertigungseinheiten bewältigen und war in seinen Kapazitäten voll ausgelastet. Der Exportanteil betrug 80 %.

Vereinbarte Auslieferungstermine zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 begründen erhöhte Bestände an unfertigen Erzeugnissen zum 31. Dezember 2021 (T€ 11.223, Vorjahr T€ 9.322). Die Gesamtleistung konnte 2021 gegenüber dem Vorjahr 2020 um T€ 16.851 erhöht werden und betrug T€ 94.230.

Der Auftragsvorlauf erweiterte sich im Berichtsjahr und in der Tendenz deutlich. Auf Grund der hohen Nachfragen waren verlängerte Lieferfristen unvermeidbar.

3. Produktion

Im Hauptleistungsprofil der RSP liegen unverändert die Entwicklung und Herstellung von Saugaufbauten auf 2-, 3- und 4-Achs-Fahrgestellen. Ergänzend zu den Typenreihen und Bauteillösungen der Produkte bleiben Sonderlösungen nach den spezifischen Bedarfszielen der Kunden ein besonderes Merkmal und Angebot des Unternehmens.

Zur Sicherung des hohen Wachstums und einer Effizienz der Prozessabläufe wurden auch 2021 laufende Maßnahmen zur Verbesserung in der Fertigungstechnologie und Logistik, zur Struktur und Organisation sowie zum Auftragsdurchlauf umgesetzt. Wesentliche Steigerungen in der Fertigungskapazität konnten sowohl im Hauptwerk in Saalfeld als auch in der seit 2018 neu konzipierten Fertigungsstätte in Camburg und in der Fertigungsstätte in Bad Langensalza erreicht werden.

4. Beschaffung

Mit den Umsatzerhöhungen 2021, der Erweiterung des Produktportfolios und der außergewöhnlichen Lage durch die weltweite Corona-Pandemie erweiterten sich auch die Anforderungen für den umfangreichen Material- und Wareneinkauf, die ohne bedeutsame Störungen aufgrund geeigneter Gegenmaßnahmen gelöst werden konnten. Zu den bisherigen und neuen Zuliefer- und Kooperationspartnern konnte die gute Zusammenarbeit und die vereinbarten Lieferbedingungen weiter ausgebaut werden.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Material sowie die unfertigen Erzeugnisse sind zum 31. Dezember 2021 insgesamt gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen und betrugen T€ 20.907 (Vorjahr 16.596 T€). Für den Anstieg an unfertigen Erzeugnissen um T€ 1.902 waren planmäßige und vertragliche Kundenvereinbarungen maßgeblich.

5. Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2021 betrugen insgesamt 2,5 Mio. € und umfassten insbesondere Investitionen für Außenanlagen (T€ 119), Maschinen/Anlagen und Betriebsvorrichtungen (T€ 261), Büro- und Halleneinrichtungen sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 671), sonstige Transportmittel (T€ 159) und im Anlagevermögen aktivierte Saugbagger (T€ 829), die im Wesentlichen als Prototypen zu Ausstellungs- bzw. Vorführungszwecken dienen. Weiterhin wurde EDV-Software in Höhe von T€ 275 angeschafft.

6. Finanzierungsmaßnahmen

Alle konzipierten und laufenden Investitionen und Finanzierungen des Jahres für die Standorte Saalfeld und Camburg konnten planmäßig umgesetzt werden. Die Finanzierung der Vorjahre enthält neben den Eigenmitteln und dem Darlehen auch Zuschüsse der Thüringer Aufbaubank. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Finanzierung der Investitionen ausschließlich aus Eigenmitteln.

7. Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2021 waren zum Bilanzstichtag 317 Vollzeitkräfte, 38 Teilzeitkräfte und 14 Auszubildende beschäftigt.

Zur Sicherung des Arbeitskräftebedarfs wurden viele Einzelmaßnahmen der Personalsuche und -betreuung, Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und eine fortlaufende innerbetriebliche und externe Aus- und Weiterbildung fortgeführt.

8. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 27 % auf T€ 35.241 erhöht. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des langfristig gebundenen Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 15 % (Vorjahr 15 %) gekennzeichnet. Beim Umlaufvermögen entfallen 64 % (Vorjahr 57 %) der Bilanzsumme auf Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Die liquiden Mittel von T€ 7.300 (Vorjahr T€ 7.516) sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von insgesamt 21 % (Vorjahr 27 %).

Wesentliche Änderungen war neben dem Anstieg des Anlagevermögens (T€ +982) und des Vorratsvermögens (T€ +3.299) die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ +711 sowie die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ +2.589. Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen basiert hauptsächlich auf der Fertigstellung und Auslieferung von Saugbaggern Ende 2021.

Die Kapitalstruktur weist eine Eigenkapitalquote von 63 % (Vorjahr 60 %) aus. Das Fremdkapital gliedert sich insbesondere in die Rückstellungen mit einem Anteil von 20 % (Vorjahr 17 %) und in die Verbindlichkeiten mit einem Anteil von 17 % (Vorjahr 23 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind infolge der planmäßig erfolgten Tilgungen leicht gesunken. Das kurzfristig gebundene Vermögen einschließlich der Vorräte übersteigt das kurzfristig fällige Fremdkapital. Ebenfalls decken Eigenkapital sowie mittel- und langfristiges Fremdkapital das Anlagevermögen bei Weitem.

Der Wesentliche Anstieg auf der Passivseite wird neben der Erhöhung des Eigenkapitals infolge des hohen Jahresüberschusses (T€ 11.557) abzüglich der getätigten Ausschüttung (T€ -6.000) durch die Zunahme der Rückstellungen (T€ +2.263) verursacht, die insbesondere durch den Anstieg der Steuerrückstellungen (T€ +1.416) sowie höherer Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für Personalkosten hervorgerufen wird.

b) Finanzlage

Die Liquiditätslage des Unternehmens war im Berichtsjahr als sehr gut zu bezeichnen. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind teilweise durch erhaltene Anzahlungen der Kunden oder Finanzierungsbestätigungen gedeckt.

Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 einen operativen Cashflow von T€ 8.232, der damit im Wesentlichen dem Jahresüberschuss einschließlich der Abschreibungen (T€ 12.744) abzüglich der Finanzierung der Zunahme des Vorratsvermögens (T€ 3.299) entspricht. Im Vorjahr betrug der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft noch T€ 12.862. Die Verminderung des operativen Cashflows gegenüber dem Vorjahr steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem erst im Folgegeschäftsjahr eingehenden Zahlungsmittelzuflüssen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Dritten sowie im Konzernverbund.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt T€ - 1.999 und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit T€ - 6.449. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit setzt sich aus den Einzahlungen aus Anlagenverkäufen (T€ 499) und den Investitionen (T€ 2.498) zusammen. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit enthält neben der planmäßigen Tilgungsleistung (T€ 524) auch die im Geschäftsjahr 2021 für das Vorjahr vorgenommene Ausschüttung an die Gesellschafterin (T€ 6.000).

Aus dem operativen Cashflow und den im Geschäftsjahr zugeflossenen Zuschüssen sowie den Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen (T€ 8.806) konnten die Investitionen, Tilgungen und die Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 9.022 nicht vollständig finanziert werden. Die Unterdeckung von T€ 216 führt zu einem entsprechenden Rückgang der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag.

c) Ertragslage

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2021 ist gegenüber 2020 auf T€ 11.577 bzw. um 32 % gestiegen (Vorjahr T€ 8.730). Die Umsatzrentabilität betrug im Jahr 2021 12,7 % (Vorjahr 11,6 %). Im Verhältnis zur Gesamtleistung ist der Jahresüberschuss 2021 um 1 %-Punkt gestiegen. Die Material- und Lohnkostenquote von insgesamt 74,7 % ist im Verhältnis zur Gesamtleistung um 0,5 %-Punkte gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zur Gesamtleistung zum Vorjahr gesunken und betragen anteilig 7,8 % (VJ: 8,1 %).

Neben der Erhöhung der Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistung), die sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Umsatzerlöse ergab, erhöhten sich korrespondierend auch die Materialaufwendungen (T€ +9.097) infolge der mengenbedingten Erhöhung der Bezugskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Bezogen auf die Gesamtleistung reduzierte sich die Materialaufwandsquote leicht von 57,4 % auf 56,8 %, so dass die Rohmarge von 42,7% auf 43,3% stieg. Der Personalaufwand nahm um T€ 3.096 zu, was u.a. auf den Personalaufbau und Entgeltanpassungen zurückzuführen ist. Bei gestiegenen sonstigen Aufwendungen (Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von T€ 1.068 ergibt sich ein operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern von T€ 16.566 (Vorjahr T€ 12.532), was insofern einen höheren Aufwand an Ertragsteuern (T€ 4.969, Vorjahr T€ 3.735) bedingt.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung als sehr gut. Die Erwartungen an die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2021 traten teilweise wie prognostiziert ein, konnten allerdings auch übertroffen werden.

C. Prognosebericht

Die derzeitige Auftragslage ist weiterhin sehr gut. Die am Hauptstandort im Werk Saalfeld sowie in den weiteren Werken in Camburg und in Bad Langensalza realisierten und laufenden Technologie- und Logistikverbesserungen sind wesentliche Grundlagen der erforderlichen und umsetzbaren Kapazitätserweiterung.

Aus dem aktiven RSP-Vertrieb und aktuellen Vorlauf im Auftragsbestand kann für 2022 mit einem um 17 % steigenden Umsatz gegenüber 2021 gerechnet werden. Ebenso werden sich die Materialaufwendungen, die Personalaufwendungen sowie die Abschreibungen deutlich erhöhen. Die Materialaufwendungen steigen dabei überproportional zum Umsatz aufgrund steigender Einkaufs- und Energiepreise. Insgesamt wird im Vergleich zum Vorjahr ein im unteren zweistelligen Prozentbereich geringeres Jahresergebnis erwartet. Die Umsatzrentabilität wird dadurch ebenso sinken und voraussichtlich unter 10% liegen. Es wird von einer leicht sinkenden Gesamtrentabilität sowie einer Eigenkapitalquote auf dem Niveau des Jahres 2021 ausgegangen. Aufgrund eingeleiteter Gegenmaßnahmen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Prognosebeurteilung durch die weiterhin grassierende Corona-Pandemie sowie des seit Ende Februar 2022 bestehenden Ukraine-Konfliktes gesehen.

D. Chancen- und Risikobericht

RSP kann in der Geschäftsführung durch ihre Struktur, ihre geordneten Prozessabläufe und laufenden Risikoinventuren alle relevanten, wesentlichen Risiken identifizieren und analysieren sowie notwendige Maßnahmen veranlassen und überwachen. Die Risikosituation hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend geändert, wurde jedoch um die Analyse und Beurteilung der Risiken aus dem Ukraine-Konflikt ergänzt.

Die Chancen einer weiteren guten Markt- und Unternehmensentwicklung zur Spezifik des RSP Angebotes von Saugtechnik werden aus einer anhaltend positiven nationalen und internationalen Nachfrage abgeleitet. Die Produkte des Unternehmens sind keine Massenprodukte, sondern hochspezialisiert, mit weltweitem Marktpotential und steigenden Anwendungsfeldern. Die Innovationsfähigkeit und Flexibilität des Unternehmens, seiner Produkte sowie ein markt- und kundenorientierter Ausbau weiterer Vertriebswege bilden die Grundlage einer erfolgreichen Weiterentwicklung von RSP. Die Einschätzung des Chancenpotentials entspricht damit dem Vorjahr.

RSP setzt weiter auf eine hochwertige Qualität seiner Produkte, einen ständigen Entwicklungsbedarf und einen künftig noch umfassenderen Service für seine Kunden. Mit dem Ausbau des Kundenservice können Kundenbindungen gestärkt werden.

Die Risiken eines weltweiten Absatzes mit unterschiedlichen Marktentwicklungen, Währungsrisiken und technischen Besonderheiten sind bekannt und müssen unter laufender Beachtung und Bewertung bleiben.

Die besonderen Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Ukraine-Konfliktes auf eine allgemeine Rezession und Wachstumsminderung sind trotz intensiver Marktbeobachtung nicht abschließend beurteilbar. Jedoch ist die Auftragslage der RSP derzeit nicht beeinflusst. Schwierigkeiten bei Lieferanten wurden mit geeigneten Maßnahmen begegnet, sodass das Produktionsniveau der RSP trotz eventueller Lieferkettenproblematiken voraussichtlich auf stabilen Niveau gehalten werden kann. Auch Bonitätsrisiken der Kunden sind derzeit nicht zu verzeichnen, sodass weder die Pandemie noch der Ukraine-Konflikt nach momentaner Beurteilung wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der RSP haben wird. Bestandsgefährdende bzw. entwicklungsbeeinträchtigende Risikofaktoren werden insofern nicht gesehen.

Den allgemeinen Marktrisiken wird mit Innovation der RSP Produkte und einem umfassenden Kundenservice entgegnet. Kreditrisiken oder Ausfallrisiken von Zahlungen sind nicht erkennbar. Es besteht ein transparentes Controlling.

In der Gewinnung und Sicherung eines ausreichenden Fachpersonalstammes liegt ein bekanntes Risiko, dem sich RSP durch eine eigene Ausbildung und gezielte Maßnahmen der Personalsuche stellt.

Risiken aus den allgemeinen und besonderen Zulieferungen sind aus der Spezifik der Produktionstiefe und der Erhöhung der Stückzahlen nicht auszuschließen, jedoch nicht steigend. Sie werden insbesondere über einen zentralen Einkauf, Rahmenverträge sowie um ausgewählte Segmente der Erhöhung der eigenen Fertigungstiefe getragen. Energielieferverträge sind auf mittelfristige Sicht zu fixen Preisen abgeschlossen.

RSP unterliegt weiterhin auch den allgemeinen Risiken und Unsicherheiten in den internationalen Märkten infolge von politischen und ökonomischen Entwicklungen.

Bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind für die Geschäftsführung gegenwärtig nicht erkennbar.

 

Saalfeld/Saale, den 22. April 2022

RSP GmbH

Geschäftsführung

Anne Graber, Geschäftsführerin

Patrick Renger, Geschäftsführer

1 BUNDESVERBAND DER BAUMASCHINEN-, BAUGERÄTE- UND INDUSTRIEMASCHINEN-FIRMEN E.V.
(https://www.bbi-online.org/service/presse.html)

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 429.696,80 453.709,80
2. Geleistete Anzahlungen 111.426,07 0,00
  541.122,87 453.709,80
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 419.723,00 329.448,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.216.152,50 1.309.827,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.646.833,50 2.098.582,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 399.963,94 49.766,48
  4.682.672,94 3.787.623,98
  5.223.795,81 4.241.333,78
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.683.931,35 7.274.215,28
2. Unfertige Erzeugnisse 11.223.398,65 9.321.835,06
3. geleistete Anzahlungen 0,00 11.331,19
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -3.381.730,80 -2.380.385,35
  17.525.599,20 14.226.996,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.366.387,23 655.572,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.238.159,69 649.007,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 393.441,74 449.114,93
  4.997.988,66 1.753.695,10
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.299.597,39 7.515.521,54
  29.823.185,25 23.496.212,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 194.263,84 87.634,95
(davon Disagio: € 312,50; 31.12.2020 € 1.062,50)    
  35.241.244,90 27.825.181,55

Passiva

   
31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 199.702,74 199.702,74
III. Gewinnvortrag 10.341.965,08 7.611.697,72
IV. Jahresüberschuss 11.557.068,09 8.730.267,36
  22.128.735,91 16.571.667,82
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 274.438,22 269.610,32
C. Rückstellungen    
1. Pensionsrückstellungen 246.834,64 303.948,60
2. Steuerrückstellungen 4.441.086,55 3.025.067,73
3. Sonstige Rückstellungen 2.273.594,27 1.369.918,11
  6.961.515,46 4.698.934,44
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.663.970,00 2.188.332,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.026.824,77 2.966.552,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113.830,66 80.367,57
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.064.445,60 1.046.348,72
(davon aus Steuern € 167.090,27; 31.12.2020 € 206.564,75;    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 22.206,69; 31.12.2020 € 80.803,11)    
  5.869.071,03 6.281.601,11
E. Rechnungsabgrenzungsposten 7.484,28 3.367,86
  35.241.244,90 27.825.181,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
2020
1. Umsatzerlöse 91.170.551,58 75.134.050,87
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 1.901.563,59 2.161.685,77
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.158.214,28 83.396,75
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.234.582,59 790.748,48
  95.464.912,04 78.169.881,87
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51.570.047,07 42.690.389,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.902.279,60 1.685.171,67
  53.472.326,67 44.375.560,85
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 13.958.005,77 11.001.556,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.981.189,25 2.841.205,25
(davon für Altersversorgung € 109.606,41; Vorjahr € 97.723,41)    
  16.939.195,02 13.842.761,66
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.186.429,63 1.165.008,32
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.300.583,17 6.254.879,42
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.681,69 1.145,55
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.359,68 56.986,54
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.969.024,53 3.735.268,78
12. Ergebnis nach Steuern 11.563.675,03 8.740.561,85
13. Sonstige Steuern 6.606,94 10.294,49
14. Jahresüberschuss 11.557.068,09 8.730.267,36

Anhang zum 31. Dezember 2021

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des EGHGB sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Gliederungsvorschriften der §§ 265 ff. des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung basiert auf dem Gesamtkostenverfahren.

Die RSP GmbH mit Sitz in Saalfeld/Saale wird im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter HRB 204639 geführt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der R & G Holding GmbH, ebenfalls Saalfeld/Saale, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Aktiva

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit absetzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zum Nennwert angesetzt.

In die Herstellungskosten beim Sachanlagevermögen wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Zinsen wurden nicht berücksichtigt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Zugänge des unbeweglichen und beweglichen Anlagevermögens wurden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis € 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die den Abschreibungen zu Grunde liegenden Nutzungsdauern betragen:

Jahre
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 - 10
Baulichkeiten 9 - 15
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 16
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Abhängig von den Materialbewegungen der letzten fünf Jahre erfolgen pauschale Gängigkeitsabwertungen. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen wurden offen mit ihrem Nennwert von den Vorräten abgesetzt. Die Geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, zweifelhafte Forderungen mit ihrem niedrigeren Wert angesetzt. Konkrete und pauschale Ausfallrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % berücksichtigt das allgemeine Ausfallrisiko.

Kurzfristige Fremdwährungsposten sind bei Bedarf zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Zugangsbewertung erfolgt mit dem jeweiligen Umrechnungskurs zum Entstehungszeitpunkt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Disagio wurde planmäßig aufgelöst.

2. Passiva

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen weist die vereinnahmten Investitionszuschüsse, abzüglich planmäßiger Auflösungen, aus. Die Auflösung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagengüter.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages auf der Grundlage des versicherungsmathematischen Gutachtens der Versicherungsgesellschaft unter Anwendung des modifizierten Teilwertverfahrens angesetzt. Der Erfüllungsbetrag wird nach der Vereinfachungsregelung mit dem durchschnittlichen Marktzins (10 Jahresdurchschnitt) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungsgrundlage diente die "Richttafel 2018G" von Dr. Klaus Heubeck. Den Berechnungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

Zinssatz p.a. 1,94 %
(Vorjahr 2,38 %)
Rentendynamik 0,00 %
  (Vorjahr 0,00 %)
Gehaltssteigerungen 0,00 %
  (Vorjahr 0,00 %)

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung der zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert auf Basis des Marktwertes zum Bilanzstichtag.

Auf Grund der geänderten Bewertung der Versorgungsverpflichtung zum 01.01.2010 waren grundsätzlich Zuführungen zu den Rückstellungen erforderlich. Bei der Zuführung zur Pensionsrückstellung zum 01.01.2010 wurde vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft verteilt den Aufwand aus der Umstellung damit linear über einen Zeitraum von 15 Jahren.

Die Steuerrückstellungen und sonstigenRückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Ein Aktivüberhang wird nicht bilanziert.

III. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 sind in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 2.232 (Vorjahr T€ 179) Liefer- und Leistungsbeziehungen und mit T€ 1.006 (Vorjahr T€ 470) sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderung in Höhe von T€ 1.006 (Vorjahr T€ 470) besteht gegenüber der R & G Holding GmbH und betrifft Forderungen aus umsatzsteuerlicher Organschaft. Gegenüber der Gesellschafterin, RSP Group GmbH, bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 79 (Vorjahr T€ 18) enthalten, die steuerrechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

c) aktive latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz insbesondere bei den Pensions- und Urlaubsrückstellungen (T€ 111 aktive latente Steuern). Passive latente Steuern sind von untergeordneter Bedeutung. Die Berechnung erfolgt mit den aktuellen Steuersätzen der Gesellschaft, der bei durchschnittlich 29,75% liegt.

d) Pensionsrückstellungen

Aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen (T€ 916; Vorjahr T€ 835) mit dem korrespondierenden Planvermögen (T€ 669; Vorjahr T€ 531; Anschaffungskosten T€ 660), bestehend aus Fondsanteilen und liquiden Mitteln ergibt sich ein passivischer Saldo von T€ 247 (Vorjahr T€ 304). Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Aufwendungen (T€ 40) und Erträge (T€ 41) aus den Fondsanteilen verrechnet.

Die Zuführung nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB erfolgte in Höhe von T€ 4 aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der noch zuzuführende Betrag der Rückstellung beläuft sich auf T€ 12. Gegenüber der Berechnung mit einem 7-Jahresdurchschnittssatz (Rückstellung von T€ 989) ergibt sich ein um T€ 73 geringerer Rückstellungsbetrag, der damit grundsätzlich für die Ausschüttung gesperrt wäre.

e) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen T€ 928, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 93, Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten T€ 352, Personalkosten T€ 740 und Verpflichtungen für nicht genommenen Urlaub der Mitarbeiter T€ 73.

f) Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten (T€ 5.869, Vorjahr T€ 6.282) haben die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 1.664, Vorjahr T€ 2.188) mit T€ 365 (Vorjahr T€ 524) eine Restlaufzeit bis ein Jahr, mit T€ 1.299 (Vorjahr T€ 1.664) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und davon mit T€ 339 (Vorjahr T€ 579) eine Restlaufzeit größer 5 Jahre. Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (T€ 4.205; Vorjahr T€ 4.093).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 112 (Vorjahr T€ 76) aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 1 (Vorjahr T€ 4) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, RSP Group GmbH, umfassen in Höhe von T€ 1 sonstige Verbindlichkeiten.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

2021
T€
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen  
Saugbagger 83.566
Service 7.585
Sonstiges 20
Summe 91.171
Aufgliederung nach geografischen Märkten  
Inland 18.383
Ausland 72.788
Summe 91.171

Im Geschäftsjahr 2020 wurde die Umstellung der Verträge über den Verkauf von Saugbaggern abgeschlossen und gestaffelte Rabattierungen entsprechend der veräußerten Fahrzeuge vereinbart. Diese werden entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften als Erlösschmälerungen in den Umsatzerlösen erfasst. Im Vorjahr wurden für zu Geschäftsjahresbeginn 2020 noch abzurechnende Vermittlungsleistungen Provisionen in Höhe von T€ 111 aufgewendet (Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen), die im Geschäftsjahr 2021 infolge der auslaufenden Vertragsgestaltung bei T€ 0 lagen.

b) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 1.235 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 350) sowie Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzleistungen (T€ 344). Darüber hinaus sind hierunter Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 176) und Auflösungen des Sonderpostens (T€ 71) enthalten.

c) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von T€ 22 periodenfremd.

d) Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 3 (Vorjahr T€ 8) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 8 (Vorjahr T€ 5) enthalten.

e) Zinsaufwendungen

Aus der Aufzinsung resultieren Aufwendungen von T€ 17 (Vorjahr T€ 20).

f) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge von T€ 1 enthalten, welche aus der Auflösung der Gewerbesteuerrückstellung 2019 resultieren.

IV. Sonstige Angaben

1. Sicherheiten

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind folgende Sicherheiten bestellt:

Raumsicherungsübereignung von Inventar (Valuta zum Bilanzstichtag: T€ 1.538)

Globalabtretung der Kundenforderungen A-Z

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverträge

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen mit einem Gesamtwert von € 2.070. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen € 1.765. Bei den Miet-, Pacht- und Leasingverträgen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

3. Mitglieder der Geschäftsführung

Gesamtvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren

Herr Jens Graber (bis 30.06.2021 Technische Geschäftsführung für die Bereiche Produktion, Konstruktion und Einkauf)

Frau Anne Graber (kaufmännische Geschäftsführung, seit dem 01.07.2021 inkl. Einkauf)

Herr Patrick Renger (Technische Geschäftsführung für die Bereiche Vertrieb und Service sowie seit dem 01.07.2021 für die Bereiche Produktion und Konstruktion)

Von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

4. Angaben zum Personalbestand

Die Anzahl der während des Geschäftsjahres durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) betrug insgesamt 352, davon waren 149 Angestellte und 203 gewerbliche Arbeitnehmer. Weiterhin waren durchschnittlich zwölf Auszubildende beschäftigt.

5. Ausschüttungssperre

In Höhe des Unterschiedsbetrages aus der Berechnung der Pensionsrückstellungen (T€ 73; vgl. § 253 Abs. 6 HGB) besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre. Das Gleiche gilt für das mit dem Zeitwert bewertete Planvermögen. Hier beträgt die Ausschüttungssperre T€ 9.

6. Honorar Abschlussprüfer

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB zum Honorar des Abschlussprüfers werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der R & G Holding GmbH gemacht, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

7. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der RSP GmbH wird in den Konzernabschluss der R & G Holding GmbH, Saalfeld/Saale, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und ist unter der HRB Nr. 511673 (Amtsgericht Jena) über das Unternehmensregister abrufbar.

8. Vorgänge von besondere Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, ist nicht zu berichten.

Die auch nach dem Bilanzstichtag fortbestehende Corona-Pandemie sowie der seit Ende Februar 2022 bestehende Ukraine-Konflikt haben nach derzeitigen Einschätzungen keine bedeutenden Auswirkungen auf das operative Geschäft des Unternehmens.

9. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von € 11.557.068,09 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Saalfeld/Saale, 22. April 2022

RSP GmbH

Geschäftsführung

Anne Graber

Patrick Renger

Entwicklung des Anlagevermögens 2021 (Anlagenspiegel)

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.200.911,95 163.259,62 0,00 0,00 1.364.171,57
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 111.426,07 0,00 0,00 111.426,07
  1.200.911,95 274.685,69 0,00 0,00 1.475.597,64
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 372.433,31 119.123,58 0,00 1.386,40 492.943,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.373.426,79 164.462,60 31.222,89 0,00 2.506.666,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.957.322,28 1.539.876,09 608.758,62 48.380,08 5.936.819,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.766,48 399.963,94 0,00 -49.766,48 399.963,94
  7.752.948,86 2.223.426,21 639.981,51 0,00 9.336.393,56
  8.953.860,81 2.498.111,90 639.981,51 0,00 10.811.991,20
Abschreibungen
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 747.202,15 187.272,62 0,00 934.474,77
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  747.202,15 187.272,62 0,00 934.474,77
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.984,81 30.235,48 0,00 73.220,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.063.599,79 254.920,93 28.006,72 1.290.514,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.858.740,28 714.000,60 282.754,55 3.289.986,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.965.324,88 999.157,01 310.761,27 4.653.720,62
  4.712.527,03 1.186.429,63 310.761,27 5.588.195,39
Restbuchwerte
31.12.2021
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 429.696,80 453.709,80
2. Geleistete Anzahlungen 111.426,07 0,00
  541.122,87 453.709,80
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 419.723,00 329.448,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.216.152,50 1.309.827,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.646.833,50 2.098.582,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 399.963,94 49.766,48
  4.682.672,94 3.787.623,98
  5.223.795,81 4.241.333,78

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RSP GmbH, Saalfeld/Saale

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RSP GmbH, Saalfeld/Saale, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RSP GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erfurt, den 22. April 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer

ppa. Nancy Nowitzki, Wirtschaftsprüferin

Gesellschafterversammlung der RSP GmbH am 25.11.2022

- Auszug -

Unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften der Einberufung und Ankündigung halten die Gesellschaftsvertreter der RSP Group GmbH Anne Graber und Patrick Renger eine Gesellschafterversammlung der RSP GmbH ab.

Wir beschließen einstimmig was folgt:

1. Feststellung des Jahresabschlusses der RSP GmbH für 2021

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wird mit einer Bilanzsumme von EUR 35.241.244,90 und einem Jahresüberschuss von EUR 11.557.068,09 festgestellt.

2. Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2021

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 11.557.068,09 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Saalfeld/Saale, den 25. November 2022

Anne Graber

Patrick Renger

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 25.11.2022 festgestellt.

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