DOCURA VVaG

Master Data

Registry
Register court Bochum HRB 190
Previous
DOCURA Brandkasse Deutscher Lehrer VVaG
Registered
8/15/1961
Industry
Indemnity and accident insuranceActivities of insurance agentsActivities of insurance brokers
Purpose
Der Verein betreibt die private Schadenund Unfallversicherung mit Ausnahme der Kredit-, Rechtsschutz- und Kraftfahrzeugversicherung.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Dirk Mathiasen
since 11/28/2017
Board Member
Thomas Schmidt
since 3/19/2010
Procura
Nicola Janßen
since 3/19/2010
Procura
Dirk Thomas
since 1/20/2009
Board Member

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

DOCURA VVaG

Bochum.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Angaben

Aufsichtsrat

Vorstand

Mitgliedervertretung

Bericht über das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht

a) Allgemeine Ausführungen

b) Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Entwicklung in der Versicherungswirtschaft

Geschäftsverlauf

c) Sonstige Angaben

d) Chancen- und Risikobericht des Vorstandes

Chancenbericht

Risikobericht

Risikoerkennung und -steuerung

Versicherungstechnische Risiken

Operationelle Risiken

e) Prognosebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anhang

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Zeitwertermittlung

Angaben zur Bilanz

Entwicklung der Aktivposten A, B I und B II im Geschäftsjahr 2023

Grundstücke

Sonstige Kapitalanlagen

Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft

Rechnungsabgrenzungsposten

Gewinnrücklagen

Versicherungstechnische Rückstellungen

insgesamt

Beitragsüberträge

Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte

Versicherungsfälle

Rückstellungen für satzungsgemäße Beitragsrückerstattung

Andere Rückstellungen

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Versicherungstechnische Rechnung

Gebuchte Bruttobeiträge

Verdiente Bruttobeiträge

Verdiente Nettobeiträge

Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

Abwicklungsergebnis

Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen

Rückversicherungssaldo

Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

Erträge aus anderen Kapitalanlagen

Abschreibungen auf Kapitalanlagen

Sonstige Erträge

Sonstige Angaben

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Bestätigungsvermerk des unabhängigen

Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrates

Allgemeine Angaben

Aufsichtsrat

Lüttgens, Heiner - Vorsitzender - Diplom-Volkswirt 52499 Baesweiler
Radetzky, Regina - stellv. Vorsitzende - Volljuristin 51545 Waldbröl
Janßen, Gerd Realschulkonrektor a. D. 44789 Bochum

Vorstand

Thomas, Dirk Jurist 45527 Hattingen
Mathiasen, Dirk Versicherungsbetriebswirt 45529 Hattingen

Mitgliedervertretung

Prof. Dr. Battenfeld, Dirk Hochschullehrer 53347 Alfter
Battenfeld, Karl Lehrer a. D. 59269 Beckum
Dormann, Horst Konrektor a. D. 49492 Westerkappeln
Dowideit, Dieter Verbandsamtsrat a. D. 47506 Neukirchen-Vluyn
Florath, Hans Achim Konrektor a. D. 57368 Lennestadt
Gesing, Bernd Oberstudienrat a. D. 45481 Mülheim
Herbst, Ulrich Studiendirektor a. D. 47800 Krefeld
Kerkhoff, Detlef Konrektor a. D. 33332 Gütersloh
Klüssendorf, Ina-Marie Bankkkauffrau 42897 Remscheid
Köhler, Markus Diplom-Kaufmann 40211 Düsseldorf
Matthies, Maren Tina Senior Risikocontroller Credit & ESG 22145 Hamburg
Poesdorf, Winfried Lehrer a. D. 33719 Bielefeld
Starnecker, Horst Dieter Oberstudienrat a. D. 88145 Hergatz
Wenz, Heinz Realschullehrer a. D. 54293 Trier

Lagebericht

a) Allgemeine Ausführungen

Der DOCURA VVaG (im Folgenden auch "DOCURA" genannt) ist ein 1910 gegründeter Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) mit Firmensitz in Bochum, der seine Tätigkeit 1911 aufnahm. Das Geschäftsgebiet umfasst die Bundesrepublik Deutschland.

Bei einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist der Versicherungsnehmer * auch gleichzeitig Vereinsmitglied. Über die Mitgliedervertreterversammlung kann jedes Mitglied Einfluss auf die Entwicklung des Versicherungsvereins nehmen. Die Tätigkeit der DOCURA dient ausschließlich dem Interesse und dem Vorteil seiner Versicherungsnehmer/Mitglieder.

Wir legen hiermit den Jahresabschluss und Lagebericht für das 112. Geschäftsjahr unseres Versicherungsvereins vor.

Im Berichtsjahr wurden folgende Versicherungszweige und -arten betrieben:

Verbundene Hausratversicherung

Glasversicherung

Allgemeine Haftpflichtversicherung

Allen Verträgen liegen die Allgemeinen Bedingungen für die Hausratversicherung (VHB), bei Einschluss zusätzlich die besonderen Bedingungen für die Versicherung weiterer Elementarschäden (weitere Naturgefahren) in der Hausratversicherung (BEH) bzw. die Allgemeinen Bedingungen für die Glasversicherung (AGIB) zu Grunde. Allen Haftpflichtverträgen liegen die Allgemeinen Bedingungen für die Haftpflichtversicherung (AHB) zu Grunde. Verträge in einer anderen Versicherungsart und Versicherungsgeschäfte gegen feste Entgelte nach § 177 Abs. 2 VAG wurden nicht getätigt.

Insbesondere für die erhöhten Risiken besteht eine angemessene Rückversicherung.

b) Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Energiekrise und geopolitische Spannungen haben das Jahr 2023 wesentlich geprägt. Gleichzeitig verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen für die Wirtschaft durch steigende Zinsen erheblich. Infolgedessen wurde die Konjunktur stark gedämpft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 0,3%.

Entwicklung in der Versicherungswirtschaft

Die Versicherungswirtschaft ist gut durch das Jahr 2023 gekommen. Über alle Sparten hinweg sind die Beitragseinnahmen um 0,6% und in der Schaden- und Unfallversicherung um 6,7% gestiegen. Für 2024 erwartet der GdV gegenüber dem Vorjahr ein Beitragswachstum in der Schaden- und Unfallversicherung von 7,7%. Die Stimmung in der Schaden- und Unfallversicherung hat sich laut dem Ifo Konjunkturtest zum 4. Quartal 2023 zwar verbessert, liegt aber unter dem langjährigen Mittel.

Geschäftsverlauf

Der DOCURA VVaG kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2023 zurückblicken. Trotz eines weiterhin wettbewerbsintensiven und preissensitiven Marktumfeldes konnte ein hoher Jahresüberschuss erzielt werden.

Kontinuierlich verbesserte und marktfähige Produkte sind wesentliche Grundlage unseres Geschäfts und unserer Vertriebsaktivitäten und führten 2023 zu einem erfreulichen Beitragswachstum.

Die Schadenentwicklung nahm einen insgesamt günstigeren Verlauf als im Vorjahr, wobei die Schadenstückzahl über alle Sparten etwas höher lag als 2022.

Das Kapitalanlageergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr durch aktives Management und aufgrund des verbesserten Zinsumfeldes signifikant gesteigert werden.

* Zur besseren Lesbarkeit wird im vorliegendem Bericht das generische Maskulinum verwendet. Die verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich - sofern nicht anders kenntlich gemacht - auf alle Geschlechter.

Das Geschäftsjahr 2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 600.000€ aus (Vorjahr: 107.330€). Satzungsgemäß kann der Vorstand im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses der Verlustrücklage und den satzungsgemäßen Rücklagen Beträge zuführen, wobei dann der verbleibende Betrag erfolgswirksam in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung einzustellen ist. Insofern sind im Jahresabschluss 2023 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung in Höhe von 894.895,00€ (Vorjahr: 0€) ausgewiesen.

Der Eigenbehalt erhöhte sich von 71,8% auf 72,2%. Beim versicherungstechnischen Ergebnis ist eine Steigerung von 211.490,95€ auf 993.786,70€ zu verzeichnen.

Die Beitragseinnahmen erhöhten sich 2023 um insgesamt 4,7% gegenüber 2022 (Vorjahr: 0,5%).

Sie veränderten sich wie folgt:

VHV Glas Haftpflicht
von 9.065.257,67 € 618.717,65 € 471.005,33 €
um 514.179,36 € -39.977,46 € 6.089,11 €
auf 9.579.437,03 € 578.740,19 € 477.094,44 €

Das entspricht einer Erhöhung in VHV von 5,7%, einer Minderung in Glas von 6,5% sowie einer Erhöhung in PHV von 1,3%.

Die Rückversicherungsbeiträge erhöhten sich

von 2.865.730,96 €
um 92.621,15 €
auf 2.958.352,11 €

Dies entspricht einer Erhöhung von insgesamt 3,2% (Vorjahr: -2,0%).

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung waren im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen mit 45,53% deutlich geringer als 2022 (Vorjahr: 60,97%):

Die Nettoschadenaufwendungen des Geschäftsjahres verminderten sich von 68,6% auf 58,4% der verdienten Nettobeiträge. Die Erträge aus der Abwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle erhöhten sich netto von 543.045,95€ auf 956.864,12€.

Insgesamt haben sich somit die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 22% vermindert.

von 4.346.949,89 €
um -955.219,87 €
auf 3.391.730,02 €

Die Anzahl der Gesamtschäden betrug 2023: 6.760 (Vorjahr: 6.520). Darin sind 601 Glasschäden enthalten (Vorjahr: 676). In der Haftpflichtversicherung wurden 603 Versicherungsfälle gemeldet (Vorjahr: 640).

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich von 28,3% auf 29,3% der verdienten Bruttobeiträge.

Der Gesamtbestand an Kapitalanlagen erhöhte sich um 8% auf 21.067.482,91€.

Die Erträge aus Kapitalanlagen betrugen insgesamt 684.110,14€ (Vorjahr: 567.440,56€). Darin sind im Verhältnis zum Vorjahr erhöhte Zuschreibungen von 20.047,41€ (Vorjahr: 3.164,35€) sowie gestiegene Zins- und Dividendenerträge von 526.909,07€ (Vorjahr: 435.414,48€) enthalten. Bei stark gesunkenen Aufwendungen für Kapitalanlagen von 255.830,60€ (Vorjahr: 563.351,65€) - davon insbesondere stark geminderte außerplanmäßige Abschreibungen von 74.019,37€ (Vorjahr: 338.515,79€) - ergibt sich somit insgesamt ein Kapitalanlageergebnis von 428.279,54€ (Vorjahr: 4.088,91€).

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 2,1% (Vorjahr: 0,02%). Die laufende Durchschnittsverzinsung erhöhte sich von 1,78% auf 2,38%.

c) Sonstige Angaben

Die DOCURA ist Mitglied des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. und der Arbeitsgemeinschaft der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit.

d) Chancen- und Risikobericht des Vorstandes

Chancenbericht

Der DOCURA VVaG ist als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit allein dem Wohl der Mitglieder verpflichtet, nicht einer Rendite von Kapitalgebern.

Diesem Grundgedanken Rechnung tragend ist auch weiterhin ein dynamisches und nachhaltiges Wachstum unser Ziel.

Im Rahmen unserer Geschäftsstrategie identifizieren und bewerten wir Chancen, die sich aus Marktentwicklungen ergeben und zu einer weiteren Stärkung der Ertragslage führen können.

Dazu analysieren wir kontinuierlich die Entwicklungen in den von uns betriebenen Versicherungssparten und entwickeln unsere Versicherungsprodukte weiter. Mit transparenten Produkten und einer hohen Servicequalität tragen wir dem Grundgedanken des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit Rechnung.

Zur Nutzung der sich bietenden Chancen arbeiten wir kontinuierlich an dem weiteren Ausbau unserer IT nach dem Stand der Technik, um die Anforderungen unserer Versicherungsnehmer und des Marktes zu erfüllen.

Chancen sehen wir auch in unserer Unternehmensgröße mit flachen Hierarchien für kurze Entscheidungswege genauso wie persönlichen Ansprechpartnern.

Risikobericht

Risiken für die künftige Entwicklung liegen für die DOCURA im versicherungstechnischen Geschäft, im Kapitalanlagenbereich und im operationellen Bereich.

Risikoerkennung und -steuerung

Zur Erkennung und Steuerung der Risiken haben wir ein Risikomanagement eingerichtet, welches alle Unternehmensbereiche umfasst und einen kontrollierten Umgang mit den eingegangenen Risiken ermöglicht.

Das Risikomanagement genießt einen hohen Stellenwert in unserem Unternehmen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu ist eine an Unternehmensgröße und betriebenes Geschäft angepasste Organisationsstruktur eingerichtet worden.

Zwischen den Führungskräften und dem Vorstand werden regelmäßig Entwicklungen und zu treffende Maßnahmen besprochen, wodurch eine schnelle und angemessene Reaktion auf erkannte Chancen und Risiken ermöglicht wird.

Das Risikomanagement berichtet regelmäßig direkt an den Vorstand.

Der Vorstand erstattet dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht, darüber hinaus besteht ein intensiver kontinuierlicher Austausch mit dem Aufsichtsrat.

Die interne Revision prüft mindestens einmal im Jahr die im Revisionsplan festgelegten Prüffelder. Diese Funktion wird durch einen externen Dienstleister wahrgenommen. Das Prüfungsergebnis im Berichtsjahr ergab keine wesentlichen Anmerkungen. Empfehlungen der Internen Revision wurden umgesetzt und das Risikomanagement kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.

Versicherungstechnische Risiken

Im versicherungstechnischen Bereich ist insbesondere das Beitrags-/Schadenrisiko zu nennen, das in einer möglichen Abweichung der Schadenaufwendungen von den kalkulierten Beiträgen besteht.

Höhere Schadenaufwendungen entstehen durch

zufallsbedingte Abweichungen (Zufallsrisiko),

irrtümliche Einschätzungen (Irrtumsrisiko),

Änderung der gesetzlichen, ökonomischen, technologischen und sozialen Rahmenbedingungen oder Verhaltensweisen.

Diesen Änderungen kann zwar nicht zeitaktuell, aber kurzfristig durch Anpassung der Versicherungsbeiträge, der Versicherungsbedingungen oder des Rückversicherungsschutzes begegnet werden (Änderungsrisiko).

Diese Risiken begrenzt die DOCURA durch ein intensives Controlling der Geschäftsentwicklung, genaue Marktbeobachtung und eine angemessene Rückversicherungsschutzdeckung.

Ebenso bedeutend ist das Reserverisiko, das darin besteht, dass die gebildeten Rückstellungen von den tatsächlichen Schadenzahlungen abweichen. Diesem Risiko wird mit ausreichend dotierten versicherungstechnischen Rückstellungen begegnet. Die Abwicklung der Rückstellung wird laufend kontrolliert und analysiert.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle (einschließlich der Schadenregulierungsaufwendungen) f.e.R. im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen entwickelten sich wie folgt:

2014 2015 2016 2017 2018
60,89% 59,85% 60,59% 57,56% 53,33%
2019 2020 2021 2022 2023
55,77% 52,50% 47,76% 60,97% 45,53%

Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind angemessen. Die Abwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle erbrachte Abwicklungsgewinne, die im Durchschnitt der letzten fünf Jahre 21,7% der Eingangsrückstellung betrugen.

Das versicherungstechnische Risiko ist durch proportionale Rückversicherungsverträge sowie zusätzlich durch Schadenexzedentenverträge begrenzt. Die Rückversicherungsgesellschaften weisen Ratings von AA bis A+ (Standard & Poor's), A (Assekurata) bzw. A+ (Fitch) auf.

Kapitalanlagerisiken

Die sehr gute Kapitalausstattung unseres Unternehmens soll erhalten und weiter gestärkt werden. Dem trägt auch unsere grundsätzlich konservativ ausgerichtete Kapitalanlagepolitik bei Erzielung einer angemessenen Rendite Rechnung.

Finanzwirtschaftlichen Risiken begegnet die DOCURA durch ein Management der Kapitalanlagen, sodass die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Mitgliedern und Versicherten gesichert ist und Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten unterstützt werden. Die Kapitalanlagen werden mit dem Ziel eines ausgewogenen Verhältnisses von Rendite und Sicherheit bei ausreichender Liquidität gesteuert.

Im Kapitalanlagenbereich werden die Zins- und Kursrisiken durch eine ausgewogene Mischung und Streuung der Vermögensanlagen in Grenzen gehalten. Unsere Kapitalanlagen werden unter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und internen Vorschriften (Kapitalanlagerichtlinie) gesteuert.

Eine interne Kapitalanlagerichtlinie regelt die Organisation und den Ablauf des Kapitalanlageprozesses sowie die Risikosteuerung. Für die Risikobeurteilung der Kapitalanlagen werden im Wesentlichen Stresstests, die Extremszenarien an den Kapitalmärkten und ihre potenziellen Auswirkungen auf den Kapitalanlagenbestand simulieren, verwendet.

Ein Liquiditätsrisiko besteht nicht, da die für 2024 erwarteten Auszahlungen an Versicherungsleistungen, Versicherungsbetrieb, Rückversicherungen und Steuern durch die Beitragszahlungen gedeckt sind.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken, die in betrieblichen Systemen und Prozessen liegen und auf Grund von Fehlern und Unzulänglichkeiten entstehen, begrenzt die DOCURA durch technische und organisatorische Maßnahmen. Dazu zählen angemessen gestaffelte Vertretungs- und Unterschriftsvollmachten sowie ein Vier-Augen-Prinzip.

Im Bereich der Datenverarbeitung liegt ein wesentliches Risiko im teilweisen oder vollständigen Ausfall des Systems, das die Arbeitsabläufe in unserem Unternehmen unterstützt. Um das zu vermeiden, sind angemessene Schutzmaßnahmen eingerichtet, die laufend überwacht und - falls erforderlich - ergänzt werden. Der DOCURA VVaG investiert hierzu in Hard- und Software nach dem Stand der Technik zur weiteren Verbesserung des Schutzniveaus.

Die DOCURA ist überdurchschnittlich gut mit Eigenmitteln ausgestattet. Die SCR-Bedeckungsquote nach dem Standardansatz von Solvency II betrug zum 31.12.2022 334,6%, in der Quartalsmeldung zum 31.12.2023 341,8%.

Zusammenfassend stellen wir fest, dass der Bestand der DOCURA und die Interessen der Versicherungsnehmer zu keinem Zeitpunkt gefährdet waren. Darüber hinaus sind uns derzeit keine Entwicklungen bekannt, die eine solche Bestandsgefährdung herbeiführen bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Vereins nachhaltig beeinflussen könnten. Insgesamt betrachten wir die Risikosituation der DOCURA als beherrschbar, kontrolliert und tragfähig.

e) Prognosebericht

Durch Produktverbesserungen bei günstigen Beiträgen sowie gute Positionierungen in verschiedenen unabhängigen Vergleichstests und weitere Verbesserungen in unseren Vertriebsstrukturen erwarten wir 2024 und 2025 einen moderaten Zuwachs bei den gebuchten Bruttobeiträgen.

Wir verfolgen weiterhin die strategische Zielsetzung eines kontinuierlichen Wachstums und damit eine Stärkung unserer Position am Markt. Der hohe Grad der Marktdurchdringung, der weiterhin intensive Preiswettbewerb sowie die hohe Preissensibilität auf der Nachfrageseite begrenzen allerdings zu hohe Erwartungen.

Der Wettbewerb wird über den Preis und damit über die Kosteneffizienz der Unternehmen entschieden, was mit einer fortschreitenden Rationalisierung der internen Geschäftsprozesse einhergeht. Diese internen Prozesse treiben wir kontinuierlich voran.

Zentrales Element im Rahmen der Effizienzsteigerung ist die Weiterentwicklung unserer IT-Landschaft. Das beinhaltet die weitere Automatisierung und Optimierung unserer Prozesse ebenso wie das Angebot digitaler Services wie BiPro-Services für Vermittler und eines Extranets für Vermittler und Versicherungsnehmer. Die fortschreitende Digitalisierung stellt eine große Herausforderung für die DOCURA als mittelständisches Unternehmen dar und beansprucht wesentliche Ressourcen in unserem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit.

Angesichts der Unwetterereignisse der letzten Jahre erlangt das Thema Klimaschutz eine immer größere Bedeutung. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Absicherung von Schäden durch Elementarereignisse/ weitere Naturgefahren auch in der Hausratversicherung weiter forciert werden muss.

Das Thema Nachhaltigkeit wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Die DOCURA berücksichtigt Nachhaltigkeitsaspekte insbesondere bei den Kapitalanlagen und bei dem Einsatz energieeffizienter Technik sowie durch Einsparung von Büromaterialien wie Papier.

Naturgemäß besteht über den weiteren Schadenverlauf Unsicherheit. Hinzu kommen die inflationsbedingten Mehraufwände auch in unseren Sparten. Wir hoffen, dass die Schadenentwicklung durch Naturgewalten sich trotz des sprunghaften Verlaufs in den letzten Jahren in "normalen" Bahnen bewegt und die Bruttoaufwendungen für alle Versicherungsfälle das Vorjahresniveau unterschreiten.

Die deutsche Wirtschaft hat mit 2023 ein Jahr der wirtschaftlichen Stagnation hinter sich, das Bruttoinlandsprodukt ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Prognosen für 2024 sind zum Beginn des Jahres je nach Institut unterschiedlich ausgefallen und reichen von einem weiteren Jahr der Rezession bis hin zu einem leichten Wirtschaftswachstum. Die OECD erwartet ein gegenüber der vorherigen Prognose halbiertes Wachstum von 0,3 %. Deutschland liegt damit im internationalen Vergleich hinter anderen Wirtschaftsnationen zurück. 2024 wird von Experten im Jahresverlauf eine Leitzinssenkung erwartet, die die Aktienmärkte beflügeln könnte. Angesichts der wenig optimistischen Konjunkturprognosen geht die DOCURA jedoch davon aus, dass sich das Kapitalmarktumfeld verhalten positiv entwickelt.

Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit legen wir besonderes Augenmerk auf eine weitere Stärkung der Rücklagen unseres Versicherungsvereins und damit der finanziellen Basis des Unternehmens. Korrespondierend mit der Stärkung des Eigenkapitals steht die Erfüllung der Anforderungen durch die Solvency-Il-Richtlinie. In der hohen Solvenzkapitalquote spiegelt sich die hohe finanzielle Stabilität unseres Unternehmens wider.

Beim Vertrieb unserer Versicherungsprodukte setzen wir auf

Makler

Versicherungsportale

DOCURA direkt

DOCURA online

die qualifizierten bundesweit tätigen Vermittler

Tippgeber

und erwarten durch Nutzung dieser Potenziale ein weiterhin ertragreiches Wachstum. Unsere Prognose für 2023 konnten wir deutlich übertreffen. Wir hoffen für 2024 auf ein wiederum gutes versicherungstechnisches Ergebnis, welches wir aber leicht unter dem Ergebnis von 2023 erwarten.

Risiken für die Versicherungswirtschaft und für die DOCURA sehen wir auch in politischen Entscheidungen und ihren Auswirkungen auf unsere Branche. Das aufsichtliche Berichtswesen und neue gesetzliche Anforderungen bedingen erhebliche Aufwendungen in einem mittelständischen Unternehmen wie der DOCURA. Die externen Anforderungen sollten stärker von Proportionalitätsgesichtspunkten geprägt sein, um kleinere und mittlere Unternehmen zu entlasten.

Mit unserer Strategie richten wir das Geschäft konsequent auf die Zukunft aus. Dabei bauen wir auf Wachstum durch unsere fortschrittlichen, leistungsstarken und preisgünstigen Produkte, durch hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und durch leistungsstarke Vertriebspartner; denn diese machen uns stark im Hinblick auf die Risikoabsicherung.

Zur Verfolgung unserer Ziele legen wir hohen Wert auf Kostenoptimierung und eine hohe Servicequalität. Wir wollen unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.

Insgesamt haben wir die Zuversicht, auch in den folgenden Geschäftsjahren 2024 und 2025 jeweils wieder einen Jahresüberschuss zu erzielen, der eine weitere Stärkung der Rücklagen ermöglichen wird.

Die DOCURA dankt ihren Vereinsmitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen. Das Unternehmen ist zuversichtlich, die Entwicklung weiter voran zu treiben, um in Zukunft die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden noch besser erfüllen zu können. Ebenso dankt das Unternehmen seinen Rückversicherern und Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit.

Die Sicherung unserer Wettbewerbsposition wird auch künftig von unserer Belegschaft ein großes Maß an Einsatz und Leistung einfordern. Wir danken besonders unseren Mitarbeitern im Innendienst und unseren Vermittlern für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihre Flexibilität, mit denen sie erneut die Herausforderungen aus den anhaltenden Veränderungen im Markt bewältigt haben. Sie haben wesentlich am Erfolg unseres Unternehmens im Geschäftsjahr mitgewirkt.

Ein besonderes Dankeschön sagen wir den Mitgliedern der Vertreterversammlung und des Aufsichtsrates, die mit dazu beigetragen haben, die Position der DOCURA zu stärken.

 

Bochum, den 20. März 2024

DOCURAWVaG

Der Vorstand

VERTRAUEN AUF GEGENSEITIGKEIT

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 320.439,00 346.513,00
II. Geleistete Anzahlungen 423.556,24 743.995,24 415.289,45
761.802,45
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.358.202,50 1.403.148,50
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 15.574.490,65 15.628.462,61
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00
3. Einlagen bei Kreditinstituten 4.134.789,76 19.709.280,41 21.067.482,91 2.478.852,50
19.510.463,61
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 115.671,34 79.929,79
2. Versicherungsvermittler 0,00 115.671,34 0,00
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 396.409,47 277.842,68
III. Sonstige Forderungen 218.446,13 730.526,94 54.752,88
412.525,35
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 163.229,00 241.538,00
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 625.097,75 788.326,75 1.659.395,37
1.900.933,37
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 11.579,78 181,11
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 134.753,71 146.333,49 51.165,70
51.346,81
23.476.665,33 22.637.071,59

Passiva

31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gewinnrücklagen
1. Verlustrücklage gemäß § 193 VAG 6.619.010,00 6.604.010,00
2. Satzungsmäßige Rücklagen 7.997.330,00 7.412.330,00
II. Bilanzgewinn 0,00 14.616.340,00 0,00
14.016.340,00
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 3.320.867,21 3.113.689,12
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 447.051,47 2.873.815,74 467.511,54
II. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 5.617.488,83 6.356.584,66
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 2.082.435,40 3.535.053,43 2.437.485,26
III. Rückstellungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 1.193.247,80 1.062.657,34
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0,00 1.193.247,80 7.602.116,97 0,00
7.627.934,32
C. Andere Rückstellungen
I. Steuerrückstellungen 444.805,63 204.861,26
II. Sonstige Rückstellungen 262.600,00 707.405,63 239.130,00
443.991,26
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
1. Versicherungsnehmern 348.563,76 347.260,83
2. Versicherungsvermittlern 44.406,85 392.970,61 41.284,90
II. Sonstige Verbindlichkeiten 156.532,12 549.502,73 158.440,28
davon aus Steuern: 136.482,49 € (Vorjahr: 134.267,95 €) 546.986,01
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.435,71 € (Vorjahr: 916,71 €)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.300,00 1.820,00
23.476.665,33 22.637.071,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

1.Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 2022
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 10.635.271,66 10.154.980,65
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 2.958.352,11 7.676.919,55 2.865.730,96 7.289.249,69
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -207.178,09 -56.442,53
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 20.460,07 -227.638,16 7.449.281,39 102.672,41 -159.114,94
2. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 8.421,40 8.502,53
3. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 4.986.759,45 4.774.683,20
bb) Anteil der Rückversicherer 1.210.983,46 3.775.775,99 1.247.634,06
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -739.095,83 1.066.619,49
bb) Anteil der Rückversicherer -355.049,86 -384.045,97 3.391.730,02 246.718,74 4.346.949,89
4. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 894.895,00 0,00
5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 3.054.442,06 2.853.695,09
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.066.776,12 1.987.665,94 1.038.013,44 1.815.681,65
6. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 189.625,13 193.709,99
7. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 993.786,70 782.295,75
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 137.153,66 128.861,73
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 526.909,07 664.062,73 435.414,48
b) Erträge aus Zuschreibungen 20.047,41 3.164,35
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0,00 684.110,14 0,00 567.440,56
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 136.865,23 138.682,86
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 118.965,37 424.668,79
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0,00 255.830,60 0,00 563.351,65
428.279,54 4.088,91
3. Sonstige Erträge 177.207,01 179.479,03
4. Sonstige Aufwendungen 594.685,11 -417.478,10 587.705,86 -408.226,83
5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.004.588,14 378.157,83
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 402.755,71 269.089,07
7. Sonstige Steuern 1.832,43 404.588,14 1.738,76 270.827,83
8. Jahresüberschuss 600.000,00 107.330,00
9. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Verlustrücklage gemäß § 193 VAG 15.000,00 0,00
b) in satzungsmäßige Rücklagen 585.000,00 107.330,00
10. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Der DOCURA VVaG hat seinen Sitz in Bochum. Er ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter Abt. 14 HR B Nr. 190 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Grundstücke wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen gemäß § 7 Abs. 4 EStG angesetzt.

Die Sonstigen Kapitalanlagen (Posten 1.) wurden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bilanziert, d.h. von dem Wahlrecht einer außerplanmäßigen Abschreibung bei voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderungen wurde kein Gebrauch gemacht. Lediglich bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen ist eine außerplanmäßige Abschreibung verpflichtend vorgenommen worden. Zur Beurteilung einer dauernden Wertminderung wurde der fachliche Hinweis des IDW Versicherungsfachausschusses (VFA) vom 27.10.2022 (zuletzt aktualisiert am 08.12.2023) zu § 341b HGB herangezogen. In den Vorjahren vorgenommene Abschreibungen sind durch das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB bis maximal zu den Anschaffungskosten zugeschrieben worden.

Die Einlagen bei Kreditinstituten (Posten 2.) wurden mit ihrem Nennbetrag bilanziert.

Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Wirtschaftsgüter bis 1.000 € wurden in einem Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand, sonstige Forderungen und abgegrenzte Zinsen wurden mit dem Nominalbetrag aktiviert.

Beteiligungen im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB werden nicht gehalten.

Die Beitragsüberträge wurden für jeden einzelnen Versicherungsvertrag unter Berücksichtigung der vereinbarten Zahlungsweise der Fälligkeitstermine berechnet. Die Kürzung der nicht übertragsfähigen Einnahmeteile und der Rückversicherungsprovision erfolgte entsprechend dem Erlass des Finanzministers NRW vom 29.05.1974.

Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurden individuell ermittelt und einzeln bewertet. In dieser Einzelbewertung sind Preissteigerungen infolge der derzeit erhöhten Inflationsraten berücksichtigt. Für unbekannte Spätschäden wurde eine pauschale Rückstellung unter Zugrundelegung der Erfahrungen aus der Vergangenheit gebildet. Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurde mittels eines Stückkostensatzes je offenen Versicherungsfall berechnet. Die Schadenrückstellung wurde um Forderungen aus Regressen gekürzt.

Die Anteile des Rückversicherers an den Beitragsüberträgen und Schadenrückstellungen wurden vertragsgemäß berechnet.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach dem voraussichtlichen Bedarf. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2, 3 HGB zur Aktivierung latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Die Bildung eines solchen Postens beruht auf temporär unterschiedlichen Wertansätzen bei Wertpapieren, Rückstellungen und Verbindlichkeiten in der Handels- und der Steuerbilanz, die dazu führen, dass das steuerrechtliche Ergebnis über dem handelsrechtlichen Gewinn liegt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 285 Nr. 33 HGB sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des im Februar 2022 beginnenden und weiter anhaltenden Ukraine-Krieges stehen weiterhin unter Beobachtung, insbesondere hinsichtlich des Einflusses auf den Kapitalmarkt.

Der Vorstand beschloss, vom Überschuss vor Beitragsrückerstattung in Höhe von 1.494.895€ folgende satzungsgemäße Gewinnzuweisung vorzunehmen:

an die Verlustrücklage 15.000,00
an die freie Rücklage gemäß § 17 Abs. 3 der Satzung 585.000,00
an die Rückstellung für Beitragsrückerstattung gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung 894.895,00
1.494.895,00

Zeitwertermittlung:

Für die Bewertung der Aktien, Investmentanteile und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen richtet sich der Zeitwert der börsengängigen Titel nach dem Kurswert zum Bilanzstichtag.

Der Zeitwert der Grundstücke Königsallee 55 und 57 beruht auf dem Verkehrswert eines Sachverständigengutachtens zum Stichtag 27.11.2019 vom 16. Februar 2020.

Angaben zur Bilanz

Entwicklung der Aktivposten A, B I und B II im Geschäftsjahr 2023

Aktivposten Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Abgänge
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
A I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 346.513,00 93.506,88 0,00
A II. Geleistete Anzahlungen 415.289,45 8.266,79 0,00
Summe A 761.802,45 101.773,67 0,00
B I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.403.148,50 0,00 0,00
B II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 15.628.462,61 0,00 0,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00
2. Einlagen bei Kreditinstituten 2.478.852,50 3.950.357,49 2.294.420,23
Summe Bll 18.107.315,11 3.950.357,49 2.294.420,23
Gesamt 20.272.266,06 4.052.131,16 2.294.420,23
Aktivposten Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
A I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 119.580,88 320.439,00
A II. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 423.556,24
Summe A 0,00 119.580,88 743.995,24
B I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 44.946,00 1.358.202,50
B II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 20.047,41 74.019,37 15.574.490,65
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00
2. Einlagen bei Kreditinstituten 0,00 0,00 4.134.789,76
Summe Bll 20.047,41 74.019,37 19.709.280,41
Gesamt 20.047,41 238.546,25 21.811.478,15
Zeitwert Buchwert
1. Grundstücke (überwiegend eigengenutzte Grundstücke) 2.000.000,00 1.358.202,50
2. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 16.602.654,47 15.574.490,65
3. Einlagen bei Kreditinstituten 4.134.789,76 4.134.789,76
22.737.444,23 21.067.482,91

Angaben zur Bilanz

Grundstücke

Der Grundbesitz besteht aus zwei Wohn- und Bürogebäuden als wirtschaftliche Einheit in Bochum, Königsallee 55 und 57.

Der Bilanzwert der vom Versicherungsverein anteilig genutzten eigenen Grundstücke Königsallee 55 und 57 beträgt insgesamt: 1.044.633,03 €

Die anteiligen Buchwerte wurden entsprechend der genutzten Fläche ermittelt.

Sonstige Kapitalanlagen

Die dem Anlagevermögen zugeordneten Finanzanlagen weisen folgende Bewertungsreserven / stille Lasten aus:

Buchwert Zeitwert Bewertungsreserven (- = stille Last)
Notierte Aktien 2.841.814,16 4.460.019,32 1.618.205,16
Investmentanteile 12.732.676,49 12.142.635,15 -590.041,34

Stille Lasten sind bei den notierten Aktien in Höhe von insgesamt 6.701,31 € sowie bei den Investmentanteilen von insgesamt 605.487,83 € enthalten. Von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurde kein Gebrauch gemacht, da es sich nicht um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt.

Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft

Es handelt sich um Forderungen aus der Rückdeckung der Verbundenen Hausratversicherung und Allgemeinen Haftpflichtversicherung von insgesamt: 396.409,47 €

Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Position beinhaltet noch nicht fällige Zinsen, anteilige eigene Versicherungsbeiträge sowie Wartungsverträge für 2024.

Gewinnrücklagen

Verlustrücklage gemäß § 193 VAG, § 17 Abs. 1 der Satzung

Stand 01.01.2023 6.604.010,00 €
Zuführung aus Jahresüberschuss 2023 15.000,00 €
Stand 31.12.2023 6.619.010,00 €

Freie Rücklage gemäß § 17 Abs. 3 der Satzung

Stand 01.01.2023 7.412.330,00 €
Zuführung aus Jahresüberschuss 2023 585.000,00 €
Stand 31.12.2023 7.997.330,00 €

Versicherungstechnische Rückstellungen

Versicherungstechnische Rückstellungen insgesamt

2023 2022
Brutto Netto Brutto Netto
Verbundene Hausrat 8.440.033,58 6.729.184,44 9.087.577,16 6.974.361,51
Glas 615.740,83 615.740,83 413.166,10 413.166,10
Allgemeine Haftpflicht 1.075.829,43 257.191,70 1.032.187,86 240.406,71
10.131.603,84 7.602.116,97 10.532.931,12 7.627.934,32

Beitragsüberträge

Die Beitragsüberträge betreffen die Hausrat-, Glas- und Allgemeine Haftpflichtversicherung

Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

- selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft -

2023 VHV Glas PHV Gesamt
Vorjahre 2.322.410,80 52.921,08 631.994,99 3.007.326,87
Geschäftsjahr 2.253.463,78 86.907,98 269.790,20 2.610.161,96
4.575.874,58 139.829,06 901.785,19 5.617.488,83
2022 VHV Glas PHV Gesamt
Vorjahre 2.045.056,63 40.728,23 567.794,87 2.653.579,73
Geschäftsjahr 3.282.370,26 127.693,37 292.941,30 3.703.004,93
5.327.426,89 168.421,60 860.736,17 6.356.584,66

Die Schadenrückstellungen und auch die Schadenregulierungskosten sind für jeden Versicherungsfall individuell ermittelt. In dieser Einzelbetrachtung sind Preissteigerungen infolge der derzeit höheren Inflationsraten berücksichtigt. Daneben wurden die internen Schadenregulierungskosten aufgrund des durchschnittlichen Aufwandes je offenen Versicherungsfall angesetzt. Die Anteile des Rückversicherers betreffen die VHV und die PHV.

Rückstellungen für satzungsgemäße Beitragsrückerstattung

- erfolgsabhängig -

2023 2022
Stand am 1.1. 1.062.657,34 1.062.090,02
Ausschüttung 764.304,54 0,00
Veränderungen infolge Rechnungsstorni 0,00 567,32
298.352,80 1.062.657,34
2023 2022
Zuführung gemäß § 18 der Satzung 894.895,00 0,00
Stand am 31.12. 1.193.247,80 1.062.657,34

Der Vorstand ist gemäß § 17 der Satzung berechtigt, im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres Beträge in die Verlustrücklage sowie in die freien Rücklagen einzustellen. Der dann verbleibende Betrag ist gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zuzuführen. Die Mitgliedervertreterversammlung beschloss am 27. August 2022 eine Beitragsrückerstattung in Höhe von 10% des Nettobeitrages für das Geschäftsjahr 2023.

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde keine Beitragsrückerstattung an die Mitglieder gewährt.

Andere Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen für Kosten der Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Urlaubskosten, Aufbewahrung und Archivierung von Geschäftsunterlagen sowie sonstige Rechts- und Beratungskosten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Versicherungstechnische Rechnung

Gebuchte Bruttobeiträge

2023 2022
Verbundene Hausratversicherung 9.579.437,03 9.065.257,67
Glasversicherung 578.740,19 618.717,65
Allgemeine Haftpflicht 477.094,44 471.005,33
Gesamt 10.635.271,66 10.154.980,65

Verdiente Bruttobeiträge

2023 2022
Verbundene Hausratversicherung 9.364.910,53 8.997.808,04
Glasversicherung 588.681,15 630.172,88
Allgemeine Haftpflicht 474.501,89 470.557,20
Gesamt 10.428.093,57 10.098.538,12

Verdiente Nettobeiträge

2023 2022
Verbundene Hausratversicherung 6.800.893,71 6.462.503,37
Glasversicherung 588.681,15 630.172,88
Allgemeine Haftpflicht 59.706,53 37.458,50
Gesamt 7.449.281,39 7.130.134,75

Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

2023 2022
Verbundene Hausratversicherung 3.685.511,97 4.996.050,61
Glasversicherung 259.984,96 377.933,26
Allgemeine Haftpflicht 302.166,69 467.318,82
Gesamt 4.247.663,62 5.841.302,69

Abwicklungsergebnis

Die Abwicklung der Brutto-Vorjahresschadenrückstellung von 6.357 T€ (Vorjahr: 5.290 T€) ergab einen Abwicklungsgewinn von 1.439 T€ (Vorjahr: 930 T€).

Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

2023 davon: Abschlussaufwendungen Verwaltungsaufwendungen
Hausratversicherung 2.765.600,52 1.723.230,97 1.042.369,55
Glasversicherung 157.138,14 93.513,83 63.624,31
Allgemeine Haftpflicht 131.703,40 78.008,48 53.694,92
Gesamt 3.054.442,06 1.894.753,28 1.159.688,78
2022 davon: Abschlussaufwendungen Verwaltungsaufwendungen
Hausratversicherung 2.555.285,23 1.573.748,06 981.537,17
Glasversicherung 168.863,70 101.281,66 67.582,04
Allgemeine Haftpflicht 129.546,16 75.911,90 53.634,26
Gesamt 2.853.695,09 1.750.941,62 1.102.753,47

Seit 2021 werden Courtagen an Versicherungsmakler direkt den Abschlussaufwendungen zugerechnet.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen 2023 2022
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungs geschäft 1.481.748,73 1.343.544,69
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0,00 0,00
3. Löhne und Gehälter 1.582.896,56 1.478.650,79
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 270.245,19 244.167,35
5. Aufwendungen für Altersversorgung 12.897,96 15.108,53
6. Aufwendungen insgesamt 3.347.788,44 3.081.471,36

Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen

2023 2022
Feuerschutzsteuer brutto 252.833,51 258.279,99
Anteil des Rückversicherers 63.208,38 64.570,00
netto 189.625,13 193.709,99

Rückversicherungssaldo

2023 2023 2022 2022
VHV PHV VHV PHV
Verdiente Beiträge der Rückversicherer 2.564.016,82 414.795,36 2.535.304,67 433.098,70
Anteile der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 650.850,71 205.082,89 1.168.397,96 325.954,84
Anteile der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 894.978,52 171.797,60 864.275,78 173.737,66
Anteil der Rückversicherer an der Feuerschutzsteuer 63.208,38 0,00 64.570,00 0,00
Gesamt 954.979,21 37.914,87 438.060,93 -66.593,80

Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

2023 2022
Verbundene Hausratversicherung 869.660,39 757.721,41
Glasversicherung 121.031,60 83.893,95
Allgemeine Haftpflichtversicherung 3.094,71 -59.319,61
Gesamt 993.786,70 782.295,75

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

Erträge aus anderen Kapitalanlagen

2023 2022
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 461.283,99 432.412,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen Namensschuldverschreibungen 0,00 0,00
4. Einlagen bei Kreditinstituten 65.625,08 3.002,48
Gesamt 526.909,07 435.414,48

Abschreibungen auf Kapitalanlagen

Auf Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von insgesamt 74.019,37 € (Vorjahr: 338.515,79 €) vorgenommen.

Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung nichtversicherungstechnischer Rückstellungen in Höhe von 386,68 € (Vorjahr: 20.285,02 €).

Sonstige Angaben

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge/Risiken:

Verbundene Hausratversicherung Glasversicherung Haftpflichtversicherung Gesamt
Stück Stück Stück Stück
Stand am 31.12.2023 94.701 20.497 9.864 125.062
Stand am 31.12.2022 92.168 21.943 9.771 123.882
Veränderungen 2.533 -1.446 93 1.180

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich zweiundzwanzig Mitarbeiter/-innen (ohne Vorstand) beschäftigt.

Die Vergütungen des Aufsichtsrates betrugen 54.000,00 €.

Hinsichtlich der Bezüge der Vorstandsmitglieder wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Das vereinbarte Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses einschließlich Solvabilitätsübersicht für das Jahr 2023 beträgt netto 28.000,00 € inkl. Auslagen.

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des im Februar 2022 beginnenden und weiter anhaltenden Ukraine-Krieges stehen weiter unter Beobachtung.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

a) Aufsichtsrat

Lüttgens, Heiner Baesweiler Diplom-Volkswirt Vorsitzender
Radetzky, Regina Waldbröl Volljuristin stellv. Vorsitzende
Janßen, Gerd Bochum Realschulkonrektor a. D.

b) Vorstand

Thomas, Dirk Hattingen Jurist
Mathiasen, Dirk Hattingen Versicherungsbetriebswirt

 

Bochum, den 20. März 2024

DOCURA

Der Vorstand

D. Thomas

D . Mathiasen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An den DOCURA WaG

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss des DOCURA VVaG, Bochum, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht des DOCURA VVaG, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Versicherungsvereins. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. F) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Folgenden Sachverhalt erachten wir als besonders wichtig:

Bewertung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Hinsichtlich der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang der DOCURA. Risikoangaben sind im Lagebericht enthalten.

Das Risiko für den Abschluss

Die DOCURA weist in ihrer Bilanz eine Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von TEUR 5.617,5 (Vorjahr: TEUR 6.356,6) aus. Dies entspricht 23,9 % der Bilanzsumme.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellungen) dient der Erfassung von dem Grund und/oder der Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherungsnehmern bzw. den Geschädigten. Die Rückstellung ist nach § 341g Abs. 1 HGB für Verpflichtungen aus den bis zum Ende des Geschäftsjahres eingetretenen, aber noch nicht abgewickelten Versicherungsfällen zu bilden.

Die Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle unterliegt Unsicherheiten hinsichtlich der voraussichtlichen Schadenhöhe und ist daher stark ermessensbehaftet. Die Schätzung hat nach handelsrechtlichen Grundsätzen unter Beachtung des bilanzrechtlichen Vorsichtsprinzips zu erfolgen.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird nach dem voraussichtlichen Aufwand für jeden einzelnen Schadenfall geschätzt. Für noch nicht bekannte Schadenfälle werden Spätschadenrückstellungen gebildet, die nach Erfahrungssätzen der Vergangenheit berechnet werden.

Das Risiko besteht bei den zum Bilanzstichtag bekannten Schadenfällen darin, dass die noch ausstehenden Schadenzahlungen nicht in ausreichender Höhe zurückgestellt werden.

Bei den bereits eingetretenen, jedoch noch nicht gemeldeten Schadenfällen (unbekannte Spätschäden) besteht daneben das Risiko, dass diese nicht in zutreffendem Umfang geschätzt werden.

Unsere Vorgehensweise bei der Prüfung

Bei der Durchführung der Prüfung sind wir wie folgt vorgegangen:

Im Rahmen einer Systemprüfung haben wir uns ein Bild von der Vorgehensweise der Schadenbearbeitung bzw. der Reservierung und den Kontrollmechanismen verschafft. Des Weiteren haben wir die Abstimmung der Schnittstelle aus dem Bestandsprogramm mit der Finanzbuchhaltung bzw. dem Jahresabschluss überprüft.

Im Rahmen von analytischen Prüfungshandlungen haben wir die Abwicklungsergebnisse aus den Vorjahren ausgewertet. Wie bereits in den Vorjahren wurden auch im Berichtsjahr nachhaltig insgesamt Abwicklungsgewinne erzielt.

Für die Prüfung der ausreichenden Dotierung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir eine Stichprobe aus allen offenen Schäden gezogen. Die Stichprobenauswahl erfolgte mit digitaler Datenanalyse nach der Monetary Unit Sampling Methode. Zusätzlich erfolgte eine bewusste Auswahl nach Risikogesichtspunkten. Die dabei ausgewählten Schadenfälle haben wir einer Prüfung dem Grunde und der Höhe nach unterzogen.

Unsere Schlussfolgerungen

Die zugrunde liegenden Annahmen und die verwendeten Methoden zur Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind angemessen.

Sonstige Informationen

Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerungen hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Vereins vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der DOCURA zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass diese einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktionen auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Vereins abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Vereins.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden in der Mitgliedervertreterversammlung mit Datum vom 26. August 2023 zum Abschlussprüfer bestellt. wir wurden am 05. Dezember 2023 vom Vorstand beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer des DOCURA VVaG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) im Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:

Prüfung der Solvabilitätsübersicht

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dipl.-Wir.-Jur. Mike Ortmann, Wirtschaftsprüfer.

 

Bielefeld, den 25. März 2024

Ostwestfälische
Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Mike Ortmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

unsere DOCURA hat im Berichtsjahr trotz eines gesamtwirtschaftlich ungünstigen Umfelds einen außergewöhnlich hohen Jahresüberschuss aus der Versicherungstechnik und den Kapitalanlagen erzielt. Dieser belief sich vor Zuführungen zu den Rückstellungen für Beitragsrückerstattung auf 1,49 Mio. €.

Wir als Aufsichtsrat haben auch im Geschäftsjahr 2023 die Aufgaben wahrgenommen, die uns durch Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung laufend überwacht. Wir wurden durch den Vorstand umfassend über das Geschäftsmodell, das Risikomanagement, die aktuelle Risikolage, die Unternehmensplanung und die Geschäftsentwicklung unterrichtet. Die Berichterstattung erfolgte sowohl per elektronischer Datenübertragung als auch mündlich im Rahmen von Sitzungen des Aufsichtsrates und des Prüfungsausschusses

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand persönlich und/ oder telefonisch in engem Kontakt mit den Mitgliedern des Vorstands und wurde regelmäßig über Entscheidungen der Geschäftsleitung unterrichtet.

Der Aufsichtsrat führte im Geschäftsjahr 2023 die ordentlichen Aufsichtsratssitzungen fünfmal durch. Der gemäß den Anforderungen aus dem FISG (Finanzmarkt-Integritäts-Stärkungs-Gesetz) von uns als Aufsichtsrat zu bildende Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2023 zwei Sitzungen durchgeführt.

Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir ausführlich die aktuelle Situation unseres DOCURA VVaG analysiert und bewertet, - soweit erforderlich - die Geschäftsstrategie für die nächsten zwei bis drei Jahre angepasst.

In den Aufsichtsratssitzungen standen folgende Themen im Mittelpunkt:

Operatives Geschäft

Regelmäßiger Gegenstand der Berichterstattung und Erörterung war die Entwicklung in den von dem DOCURA VVaG angebotenen Sparten nach Vertriebswegen, Produktlinien, Kosten-, Bestands- und Schadenentwicklungen.

Die Geschäftsführung wurde in ihren Maßnahmen, das Unternehmen durch weitere Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fortlaufende Investments in der Digitalisierung zu optimieren, durch uns als Aufsichtsrat unterstützt.

Themen zur IT-Infrastruktur, zum Datenschutz und zur Resilienz gegen Cyber-Attacken haben wir mit dem Vorstand intensiv besprochen. Regelmäßig unterzieht sich unsere DOCURA einem Audit zum Datenschutz und zur Cyber-Resilienz, der von einem unabhängigen, entsprechend spezialisierten Dritten durchgeführt wird.

Bei der Weiterentwicklung und Ausrichtung unserer Produkte und unserer Dienstleistungen auf die deutlich gestiegenen Anforderungen von Kunden und Vertriebspartnern haben wir die Geschäftsführung intensiv beraten und überwacht.

Strategische Ausrichtung

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über das aktuelle Geschäftsmodell und die strategische Ausrichtung des DOCURA VVaG. Die Maßnahmen der Geschäftsführung zur Optimierung und zur Straffung der Prozesse unter Einbindung digitaler Medien wurden vom Aufsichtsrat weiterhin intensiv begleitet.

Auch die Berichterstattung des Vorstands zur Erfüllung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen insbesondere im Hinblick auf das seit 01.01.2016 geltende Regelwerk Solvency II, zur Risikolage und zum Solvenzkapital erfolgten regelmäßig. Diese waren Gegenstand der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen, der persönlichen Gespräche zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden.

Jahresabschlussprüfung

Die Prüfung gemäß § 317 HGB wurde durch die Ostwestfälische Revisions- und Treuhand GmbH, Bielefeld, vorgenommen und ergab keine Beanstandungen. Dies gilt auch für die im Rahmen des Regelwerks Solvency II vorzunehmende Prüfung der Solvabilitätsübersicht. Der Bestätigungsvermerk ist uneingeschränkt erteilt.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die Berichte des Abschlussprüfers unverzüglich erhalten. Die Berichte sind in den Bilanzsitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrates von den Wirtschaftsprüfern erläutert und mit allen Aufsichtsratsmitgliedern ausführlich erörtert worden.

Zudem hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats im Rahmen der Vorprüfung und der eigentlichen Prüfungsarbeiten zur Erstellung des Jahresabschlusses jeweils ausführlich mit den Abschlussprüfern gesprochen.

Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben den Lagebericht und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Der Aufsichtsrat hat diesen gebilligt, damit ist er festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre Arbeit und wünscht allen weiterhin Erfolg, Glück und Gesundheit.

Aufsichtsrat und Vorstand danken den Damen und Herren der Mitgliedervertreterversammlung für die Wahrnehmung der Interessen der Mitglieder und damit der Interessen unseres Unternehmens.

Der Aufsichtsrat beantragt, die Mitgliedervertreterversammlung möge dem im Berichtszeitraum amtierenden Vorstand Entlastung erteilen und über die Entlastung des Aufsichtsrates Beschluss fassen.

 

Bochum, den 09. April 2024

DOCURA VVaG, der Aufsichtsrat

Heiner Lüttgens, Vorsitzender

Regina Radetzky, Stellv. Vorsitzende

Gerd Janßen, Mitglied

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