Pollmann & Renken GmbH

Jadestraße 3, 26605 Aurich, DEU

Master Data

Registry
Register court Aurich HRB 158
Previous
Pollmann und Renken G m b H
Registered
9/9/1971
Industry
Manufacture of builders’ ware of plasticManufacture of builders’ ware of plasticManufacture of doors and windows of wood
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist a) die Herstellung, Montage und/oder der Vertrieb von Fenstern, Türen, Bauelementen, Rolladen, Rolladenkästen, Sonnen- und Wärmeschutzvorrichtungen, Sommer- und Wintergärten, Carports, Terassenüberdachungen sowie branchenüblicher Nebenprodukte. b) die Herstellung sowie der Ein- und Verkauf von sonstigen Fertigbauteilen bzw. Bauelementen sowie artfremder Produkte.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Gerd Bitterling
since 1/23/2024
Managing Director
Silke Held
since 1/23/2024
Managing Director

Beneficial Owners

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (2)

NameOwnership
74.90%
Dieter JanssenRolf Janssen GmbH Elektrotechnische Werke
25.10%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Branddobbe 12, 26605 Aurich
786400
74.90%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Pollmann & Renken GmbH

Aurich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A) Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Pollmann & Renken GmbH, nachfolgend auch Gesellschaft genannt, ist ein mittelständisches Unternehmen, welches im Vertrieb, der Produktion und der Montage von qualitativ hochwertigen Fenstern, Haustüren, Sommer- und Wintergärten, Überdachungen sowie deren Zubehör tätig ist.

II. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält eine Erlebnisausstellung mit Schwerpunkt Vertrieb und Marketing in Aurich-Schirum. Zur Abwicklung der Montagen im Großraum Oldenburg wird eine Lagerhalle in Rastede unterhalten.

Der physische Standort in Oldenburg wurde infolge geänderter Vertriebsstrategien zum 29. Februar 2024 geschlossen. Die Konzentration auf die Vertriebsgebiete rund um Aurich und Oldenburg bleibt unverändert im Fokus.

III. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft ist nicht im Bereich von Forschung und Entwicklung tätig.

B) Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist das schwache außenwirtschaftliche Umfeld eine Herausforderung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Destatis um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften im Geschäftsjahr 2023 die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen (Peak, 11/2023: 4,3 %) und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die deutschen Verbraucherpreise haben sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt gegenüber 2022 um 5,9 % erhöht. Für den deutlichen Anstieg sind maßgeblich die Preise für Nahrungsmittel (+12,4 %) sowie die Energiepreise (+5,3 %) verantwortlich. Dieser Kaufkraftverlust gepaart mit einer massiven Kaufzurückhaltung aufgrund erhöhter Unsicherheit bezüglich der geopolitischen Konflikte, befürchtete weitere Preisanstiege und eine unklare Situation des Förderumfelds dämpfte die Baukonjunktur.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt insgesamt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte.

Der Markt wurde im Geschäftsjahr 2023 vom starken Wettbewerb beherrscht. Auf einen gegenüber der Planung umsatzstarken Jahresbeginn folgte ein Wandel ab März 2023.

Der Neubaumarkt im Privatkundenbereich stagnierte auf niedrigem Niveau. Die Preise für den Neubau sind in Deutschland im November 2023 um 4,3 % gegenüber November 2022 gestiegen. Dabei hatten sich bundesweit die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen zwischen 2010 und 2022 bereits um rund 94 % verteuert.

II. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse sowie die Deckungsbeiträge. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind beispielsweise die Kundenzufriedenheit sowie die Produkt- und Servicequalität zu nennen.

Die zum Photovoltaik-Dach optimierte Terrassenüberdachung wurde 2023 standardisiert. Eine klare Preispolitik und Vorteile durch die teilweise Umsatzsteuer-Befreiung ermöglichten solide Verkaufszahlen.

Parallel sind 2023 Informationsbeschaffungen und Pilotaufgaben für zukunftsträchtige Systeme in neuen Designs mit Alleinstellungsmerkmalen in Angriff genommen worden. Die Umsetzung erfolgte sowohl im Fenster- als auch im Dachbereich im Jahr 2024.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten Umsätze in Höhe von 13.249 TEUR erwirtschaftet werden. Im Vergleich zum Vorjahr (17.024 TEUR) bedeutet dies einen Rückgang von rd. 22,2 % mit einem prozentualen Plus im Bereich der Modernisierung.

Neben der Modernisierung erfolgt eine Gliederung in die Produktbereiche Neubau und Dach. Im Segment Dach werden Wintergärten, Sommergärten und Terrassenüberdachungen produziert.

Insgesamt ist ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 996 TEUR zu verzeichnen. Das Rohergebnis hat sich im Wesentlichen infolge des Umsatzrückganges und der nicht gleichlaufenden Senkung der Aufwendungen von 8.254 TEUR auf 6.405 TEUR reduziert. Im Geschäftsjahr 2023 besteht eine bilanzielle Überschuldung. Wir gehen von einer positiven Fortführungsprognose aus und verweisen auf die Angaben im Abschnitt "3.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs.

Langjährige Geschäftsbeziehungen zu Bauunternehmen wurden stetig gepflegt, neue Kontakte sind geknüpft. Im Geschäftsjahr 2023 konnten die geplanten Auftragseingänge dennoch nicht erreicht werden. Der vorsorglich bereits im Jahr 2022 aufgebaute Auftragsbestand in Höhe von 4.000 TEUR per 31.12.22 wurde auf 2.100 TEUR per 31.12.2023 abgebaut.

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen verringerte sich um 225 TEUR, der Erzeugnisbestand wurde um 139 TEUR reduziert. Material- und Lieferengpässen von Lieferanten konnte damit entgegengewirkt werden.

Das Umlaufvermögen beinhaltet Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 602 TEUR (Vorjahr: 936 TEUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Rückführung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist, unter Ausnutzung von Skontofristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das im Jahr 2022 begonnene EDV-Projekt (Fensterbau-Software) wurde erfolgreich umgesetzt. Es konnten Schnittstellenlösungen für weitere Visualisierungs-, Kalkulations- und Techniklösungen geschaffen werden.

Die Verbindlichkeiten betragen zum Abschlussstichtag 4.148 TEUR (Vorjahr 4.130 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 88 TEUR, die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 156. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stiegen hingegen um 253 TEUR.

C) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2024 hat die Geschäftsführung der Pollmann & Renken GmbH gewechselt. Seitens der neuen Geschäftsleitung wurden unter anderem Herausforderungen in den Maßnahmen zur Reaktion auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen gesehen. Darüber hinaus führen die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten sowie der weiterhin andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zu einer erhöhten Unsicherheit im Konsum und erschweren belastbare, langfristige Prognosen zusätzlich.

Die Geschäftsführung hat diese Entwicklungen in der Planungsrechnung für das Geschäftsjahr 2024 beurteilt. Auf dieser Basis wird ein höherer Rückgang der Umsatzerlöse bei gleichzeitig leicht steigenden Deckungsbeiträgen erwartet. Es wurde ein Forderungsverzicht mit Besserungsabrede (Besserungsschein) seitens eines Gesellschafters erklärt. Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "3.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs.

Die Unternehmensentwicklung ist durch ein enges Controlling geprägt. Die in Analysen festgestellten Potentiale in der Abwicklungsorganisation wurden EDV-gestützt gehoben. Unter anderem durch Systemumstellungen, prozessorientierte Arbeitsweisen und Straffung der Abläufe sowie flankierende Investitionen in Knowhow sind Effizienzsteigerungen zu erwarten.

Die Marktdurchdringung standortnaher Gebiete bleibt eines unserer wesentlichen Ziele. Gestützt durch professionelle Internetauftritte, die Nutzung neuer Medien und moderner Vertriebswege werden unsere Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen in den Markt getragen. Die Akquirierung neuer Kundenpotentiale wie auch die Reaktivierung des Kundenbestandes durch Aktionen zeigt aktuell positive Rücklaufquoten und Kaufanfragen.

Nach wie vor wird die Arbeit durch das unabhängige Unternehmen „Service Check“ von Kunden bewerten (Zertifizierung seit 2019). Die Benotung inkl. der Kundenkommentare findet sich stets aktuell auf der Homepage. Mehr als 1.640 Kunden haben seit Beginn der Kundenbefragung der Pollmann & Renken GmbH Jahr für Jahr in Folge im Schnitt mit „sehr gut“ bewertet.

II. Chancen- und Risikobericht

Für 2024 ist in der Bauwirtschaft noch keine konjunkturelle Trendwende erkennbar. Der Mix aus stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten lässt eine weiterhin eher schwache Nachfrage in der Baubranche, insbesondere im Wohnungsbau, erwarten. Nicht zuletzt führt der weiter andauernde Ukraine-Krieg weiterhin zu Preissteigerungen (Energie, Rohstoffe) und wirkt sich auf die Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU aus.

Laut einer Studie des DIW werden die Ausgaben für Bauleistungen erstmals seit 2009 zurückgehen (Minus von 3,5 %). Im Wohnungsbau liegt die Prognose bei minus 5,4 %. Entsprechend rechnet die Baubranche mit Jobverlusten. Eine leichte Erholung wird für 2025 prognostiziert.

Verstärkend kommen nicht klar definierte Förderprogramme des Bundes und erwartete Haushaltskürzungen hinzu. Dieses führt zur Verunsicherung in der Bevölkerung und damit in Teilen zu massiver Kaufzurückhaltung.

Chancen werden gesehen in individuell zugeschnittenen Lösungen für Kunden mit entsprechender Beratung, die ihre Immobilie renovieren und aufwerten möchten. Flankierend bietet das „Gesetz zur Stärkung von Wachstumschancen, Investitionen und Innovation sowie Steuervereinfachung und Steuerfairness“ Anreize für energetische Sanierungen, indem Förderungen bis zu 20 % bei einer Förderhöhe bis maximal 60 TEUR (mit individuellem Sanierungsfahrplan) oder ein entsprechender Steuerbonus in Höhe von 20 % über drei Jahre möglich sind. Über die BAFA-Förderung hinaus bietet auch die KfW interessante Förderaspekte (Einzelmaßnahmen Ergänzungskredit - Wohngebäude).

Eine enge Zusammenarbeit wird mit unseren Partnern in den Bereichen PVC und Alu geplegt. Im Vordergrund stehen die Produktneuerungen, Nachhaltigkeit, Förderfähigkeit und Systemtechnik.

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken besteht - mit Ausnahme von Forderungen gegen Privatpersonen - eine Warenkreditversicherung.

 

Aurich, 6. Oktober 2025

gez. Silke Held, Geschäftsführerin

gez. Gerd Bitterling, Geschäftsführer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Auf Vorschlag der Geschäftsführung beschließt die Gesellschafterversammlung vom 8. Oktober 2025, dass der Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 8. Oktober 2025 festgestellt und genehmigt.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 939.068,00 1.111.222,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 628.957,00 750.507,00
II. Sachanlagen 310.111,00 360.715,00
B. Umlaufvermögen 2.660.086,31 3.551.326,87
I. Vorräte 1.535.314,78 1.898.517,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 602.105,35 935.461,89
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 522.666,18 717.347,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 122.926,72 89.718,04
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Abfindungen 844.756,66 0,00
Summe Aktiva 4.566.837,69 4.752.266,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 151.349,31
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 536.856,48 536.856,48
II. Kapitalrücklage 1.077.645,94 1.077.645,94
III. Verlustvortrag 1.463.153,11 1.803.174,92
IV. Jahresfehlbetrag 996.105,97 -340.021,81
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 844.756,66 0,00
B. Rückstellungen 402.946,42 470.831,96
C. Verbindlichkeiten 4.147.766,27 4.130.085,64
davon aus Steuern 91.843,28 161.700,62
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.006,65 4.075,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.125,00 0,00
Summe Passiva 4.566.837,69 4.752.266,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis -902.267,50 417.621,88
a) Rohergebnis 6.404.533,33 8.254.154,80
b) Personalaufwand 4.404.177,22 4.808.741,08
Löhne und Gehälter 3.682.801,93 4.033.247,57
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 721.375,29 775.493,51
soziale Abgaben 720.761,73 774.879,95
davon Aufwendungen für Altersversorgung 613,56 613,56
c) Abschreibungen 244.827,48 213.578,01
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 244.827,48 213.578,01
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 2.657.796,13 2.814.213,83
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -83.439,84 -67.469,48
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 977,61 843,56
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 84.417,45 68.313,04
davon an verbundene Unternehmen 2.861,11 2.000,00
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -46,41 0,00
4. Ergebnis nach Steuern -985.660,93 350.152,40
5. sonstige Steuern 10.445,04 10.130,59
Jahresfehlbetrag 996.105,97 -340.021,81

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Pollmann & Renken GmbH hat ihren Sitz in 26605 Aurich, Jadestraße 3, und ist eingetragen beim Amtsgericht Aurich im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 158.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Pollmann & Renken GmbH, Aurich, wird nach den gesetzlichen Vorschriften des HGB, den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Von den Erleichterungen des § 327 HGB bei der Offenlegung wird Gebrauch gemacht. Größenabhängige Erleichterungen, die bei der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht oder nur teilweise in Anspruch genommen wurden, werden bei der Offenlegung nachgeholt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewandt (Stetigkeitsgebot).

Zum Bilanzstichtag besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 844.756,66. Bei der Bewertung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB gehen wir von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus, da ein Forderungsverzicht mit Besserungsabrede (Besserungsschein) seitens eines Gesellschafters erklärt wurde. Der Jahresabschluss wurde zu Fortführungswerten aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden - sofern sie nicht direkt vollständig abgeschrieben werden - in einen Sammelposten eingestellt und linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt retrograd, ausgehend von den voraussichtlichen Verkaufserlösen, ohne Montage-, Vertriebs- und Verwaltungskosten und Erlösschmälerungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit Nennwerten angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko und allen erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Gesellschaft hat gemäß § 327 Nr. 1 S. 1 HGB i. V. m. § 266 Abs. 1 S. 3 HGB im Rahmen der Offenlegung von der größenabhängigen Erleichterung Gebrauch gemacht und lediglich eine verkürzte Bilanz aufgestellt.

a) Anlagevermögen

Das Anlagevermögen entwickelt sich wie folgt:

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Anlagegüter
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.300.891,16 0,00 0,00 1.300.891,16
Zwischensumme 1.300.891,16 0,00 0,00 1.300.891,16
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 238.355,26 0,00 0,00 238.355,26
2. technische Anlagen und Maschinen 112.712,74 0,00 0,00 112.712,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.383.090,92 70.068,34 30.054,44 1.423.104,82
4. geringwertige Wirtschaftsgüter 231.276,66 10.450,33 0,00 241.726,99
Zwischensumme 1.965.435,58 80.518,67 30.054,44 2.015.899,81
Endsumme 3.266.326,74 80.518,67 30.054,44 3.316.790,97
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Anlagegüter
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 550.384,16 121.550,00 0,00 671.934,16
Zwischensumme 550.384,16 121.550,00 0,00 671.934,16
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 196.293,26 7.151,00 0,00 203.444,26
2. technische Anlagen und Maschinen 29.082,74 7.924,00 0,00 37.006,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.198.115,92 69.725,34 6.197,44 1.261.643,82
4. geringwertige Wirtschaftsgüter 181.228,66 22.465,33 0,00 203.693,99
Zwischensumme 1.604.720,58 107.265,67 6.197,44 1.705.788,81
Endsumme 2.155.104,74 228.815,67 6.197,44 2.377.722,97
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Anlagegüter
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 628.957,00 750.507,00
Zwischensumme 628.957,00 750.507,00
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.911,00 42.062,00
2. technische Anlagen und Maschinen 75.706,00 83.630,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 161.461,00 184.975,00
4. geringwertige Wirtschaftsgüter 38.033,00 50.048,00
Zwischensumme 310.111,00 360.715,00
Endsumme 939.068,00 1.111.222,00

b) Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten insbesondere den Materialbestand mit EUR 990.888,26 (Vorjahr: EUR 1.199.995,92).

c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden um Wertberichtigungen in Höhe von EUR 38.234,53 (Vorjahr: EUR 47.249,37) gekürzt. Diese umfassen neben erforderlichen Einzelwertberichtigungen eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1,0 % der Forderungen zum Abschlussstichtag.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 7). Diese sind in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 6.036,85) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 8.434,59 (Vorjahr: EUR 698,09) den sonstigen Vermögensgegenständen mitzugehörig.

d) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Abschlussstichtag EUR 536.856,48.

e) Rückstellungen

Bezüglich der Erläuterung zu den sonstigen Rückstellungen gemäß § 285 Nr. 12 HGB wird von der Erleichterung des § 327 Nr. 2 HGB bei der Offenlegung Gebrauch gemacht.

f) Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar; die Vorjahreswerte sind in Klammern aufgeführt:

Bilanzposten Gesamt
TEUR
unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39 39 0 0
(136) (136) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 247 247 0 0
(335) (335) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 211 0 211 0
(105) (0) (105) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.501 100 1.031 2.370
(3.248) (600) (578) (2.070)
5. sonstige Verbindlichkeiten 150 150 0 0
(306) (306) (0) (0)
Summe 4.148 536 1.242 2.370
(4.130) (1.377) (683) (2.070)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 3.501.201,11 (Vorjahr: EUR 3.247.801,11) sind gleichzeitig solche aus sonstigen Verbindlichkeiten. Diese sind in Höhe von EUR 2.220.000,00 (Vorjahr: EUR 3.070.000,00) durch Sicherungsübereignung des Warenbestands, Sicherungsabtretungen und eine Globalzession gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von EUR 211.298,16 (Vorjahr EUR 105.247,92) um sonstige Verbindlichkeiten.

4. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 erfolgte, wie im Vorjahr, nach dem in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema entsprechend dem Gesamtkostenverfahren.

Im Posten "Rohergebnis" des Vorjahres sind Erträge in Höhe von EUR 142.672,31 aus einem beigelegten Rechtsstreit enthalten.

5. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten mehrjährige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Bei den Verpflichtungen aus Mietverträgen handelt es sich um Mietverträge für angemietete Betriebsgrundstücke und -gebäude und für ein Lager. Die Leasingverträge wurden für Fahrzeuge sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen.

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

Summe 31.12.2023
TEUR
fällig in 2024
TEUR
fällig in 2025- 2028
TEUR
fällig ab 2029
TEUR
Miet- und Pachtverträge 409 241 0 0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 303 213 0 0
Leasingverträge Betriebs- und Geschäftsausstattung 38 8 5 0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Leasingverträge Fahrzeuge 238 199 480 0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 120 50 58 0
Summe 685 448 485 0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 423 263 58 0

b) Anzahl der Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB

Der durchschnittliche Personalbestand der Gesellschaft betrug im Jahr 2023:

- Angestellte 40 Personen (Vorjahr: 49)
- gewerbliche Arbeitnehmer 46 Personen (Vorjahr: 48)
gesamt: 86 Personen (Vorjahr: 97)

Daneben beschäftigte die Gesellschaft 7 (Vorjahr: 8) Auszubildende.

c) Bezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9a HGB verzichtet.

d) Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

Hinsichtlich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird von der Erleichterung des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

e) Nachtragsbericht nach § 285 Nr. 33 HGB

Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 wurde ein Forderungsverzicht mit Besserungsabrede (Besserungsschein) in Höhe von EUR 2.450.000,00 seitens eines Gesellschafters erklärt. Auf die Aussagen in diesem Anhang und im Lagebericht wird verwiesen.

f) Angaben nach § 285 Nr. 34 HGB

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

g) Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgte bis zum 31. Dezember 2023 durch den Geschäftsführer Herrn Tischlermeister Meenke Pollmann, Aurich, als gesamtverantwortlicher Geschäftsführer.

Ab dem 1. Januar 2024 erfolgt die Geschäftsführung durch Frau Silke Held, Westerholt, und Herrn Gerd Bitterling, Bockhorn.

 

Aurich, 6. Oktober 2025

gez. Silke Held, Geschäftsführerin

gez. Gerd Bitterling, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschlusses [Bilanz und Anhang] wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pollmann & Renken GmbH, Aurich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pollmann & Renken GmbH, Aurich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pollmann & Renken GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "3.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs sowie auf die Angaben, insbesondere in Abschnitt "II. Wirtschaftsbericht", des Lageberichts zur bilanziellen Überschuldung, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass eine positive Fortführungsprognose vorliegt. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leer, 6. Oktober 2025

NW Treuhand und Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez.

Hillmer, Wirtschaftprüfer

Jans, Wirtschaftprüfer

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