Bad Waldseer Bank eGLiquidated
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Bad Waldseer Bank eGBad WaldseeJahresabschluss zum 31. Dezember 2011Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften In 2011 hat sich die deutsche Wirtschaft weiter von der schweren globalen Rezession der Jahre 2008 und 2009 erholt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands preisbereinigt um kräftige 3,0 Prozent expandiert, nachdem es bereits 2010 um 3,7 Prozent gestiegen war. Zum Jahresende haben die konjunkturellen Auftriebskräfte dann aber, angesichts der zunehmenden Unsicherheit über den Fortgang der Staatsschuldenkrisen in einigen Euro-Ländern und den USA sowie eines geringeren Expansionstempos der Weltwirtschaft, merklich an Schwung verloren. Stärker noch als in 2010 war das Wirtschaftswachstum 2011 durch die hohe inländische Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern getrieben. Im Wohnungsbau wurde die Entwicklung durch die stabile Beschäftigungssituation, den anhaltenden Trend zur energetischen Gebäudesanierung, das nach wie vor niedrige Zinsniveau und die durch die wirtschaftliche Unsicherheit geförderte Vorliebe für "Betongold" gestützt. Auch das Jahr 2011 verdient die Bezeichnung "Berg- und Talfahrt", zumindest mit Blick auf die politisch angestrebte Stabilisierung im EURO-Raum und bei Beobachtung der sogenannten Finanzmärkte. Zum Jahresende 2011 kann von einem sicheren Ausblick kein Rede sein; die Überwindung der Staatsschuldenkrise ist bei weitem nicht abgeschlossen. Voraussetzung dafür wäre unter anderem, dass die zuletzt häufig so bezeichneten Schattenbanken mit gigantischen Finanzvolumen adäquat reguliert werden - dies ist aber noch nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Demgegenüber droht die Regulierung nicht systemrelevanter Banken in Europa und damit auch der Volks- und Raiffeisenbanken apokalyptische Ausmaße anzunehmen. Im Jahr 2011 waren anhaltende Turbulenzen auf dem Geld- und Kapitalmarkt zu beobachten. Die zahlreichen Gipfel der Europäischen Union konnten jeweils nur kurzfristig etwas zur Entspannung der Lage beitragen. Das gleiche galt auch für die Staatsanleiheaufkäufe der EZB am Sekundärmarkt. Immer wieder belasteten Verwarnungen und Bonitätsherabstufungen vornehmlich der "GIIPS-Staaten" (Griechenland, Italien, Irland, Portugal und Spanien) durch die weltweit führenden Ratingagenturen die Glaubwürdigkeit dieser Länder als potente Schuldner. Die unter Druck geratenen Euro-Staaten reagierten mit der Implementierung umfassender Sparprogramme, um die eigenen öffentlichen Finanzen wieder auf den Pfad der Tugend zurückzubringen. Selbst französische Staatspapiere mussten zum Jahresende hin deutliche Risikoaufschläge gegenüber Bundesanleihen hinnehmen. Als anhaltende Diskussionen um die Umschuldung Griechenlands das Vertrauen der Händler in die Stabilität des Währungsraumes zunehmend belasteten, vollzog der Euro gegenüber dem US-Dollar im September eine scharfe Abwärtsbewegung. Innerhalb weniger Wochen sackte der Euro-Dollar-Kurs um über 10 USCent auf 1,32 US-Dollar ab. Zum November hin setzte der Euro seinen Rückgang angesichts der sich zuspitzenden Staatsschuldenkrise weiter fort. Zum Jahresultimo notierte der Euro-Dollar-Kurs bei 1,29 US-Dollar, was einem Jahresrückgang von etwas mehr als 4 US-Cent entspricht. Das Jahr 2011 war für den DAX unterm Strich kein erfolgreiches Jahr. Weltweit bestimmten Ereignisse wie die Tumulte des arabischen Frühlings sowie die Tsunami-Atom-Katastrophe in Japan das Jahr 2011. Zum anderen trieb die europäische Schuldenkrise die Sorgen der Anleger um die Zukunft Europas auf die Spitze. So schwebte über den Kaufentscheidungen der Investoren zunehmend bedrohlich das Damoklesschwert einer unkontrollierbaren Verschärfung der Staatsschuldenkrise. Insbesondere Finanzinstitute realisierten in 2011 deutliche Kursverluste. Die griechische Schuldentragödie hielt dabei in besonderer Weise die europäischen Aktienmärkte in Atem. Zum Jahresultimo lag der DAX bei einem Stand von 5.898 Punkten, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt von 15 Prozent entspricht. Die Geschäftsentwicklung der 1.121 Volksbanken und Raiffeisenbanken und sonstigen Kreditgenossenschaften in Deutschland ist im zurückliegenden Geschäftsjahr von Stabilität und Kontinuität gekennzeichnet gewesen. Es ist den Kreditgenossenschaften erneut gelungen, an die gute wirtschaftliche Entwicklung der Vorjahre anzuknüpfen. Insgesamt stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 524 Milliarden Euro sowie die Kundenkredite mit 4,5 Prozent auf 425 Milliarden Euro. Die addierte Bilanzsumme der Kreditgenossenschaften nahm um 23 Milliarden Euro (bzw. 3,2 Prozent) auf 729 Milliarden Euro zu. Die Attraktivität der Kreditgenossenschaften zeigte sich auch in der starken Zunahme der Mitglieder um mehr als 300.000 auf 17,0 Millionen. 2. Entwicklung der Bad Waldseer Bank eG
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen). Das Bilanzsummenwachstum des Jahres 2011 ist überwiegend auf die Steigerung der bilanziellen Kundeneinlagen und auch des Kundenkreditvolumens zurückzuführen. Es konnte im Berichtsjahr ein deutliches Wachstum des Kundengeschäfts erreicht werden. Diese Entwicklung lag über unseren Erwartungen.
Bei den Kundenforderungen konnte eine deutliche Steigerung erzielt werden. Sowohl im Firmenkundengeschäft als auch bei den Privatkrediten und im Wohnungsbau war eine zunehmende Investitionstätigkeit zu erkennen. Neukredite wurden unter Beachtung der strengen Anforderungen des Kreditwesengesetzes und unserer kreditpolitischen Grundsätze genehmigt. Die erkennbaren Kreditrisiken sind durch Wertberichtigungen beziehungsweise Rückstellungen in voller Höhe gedeckt. Für die latenten Risiken im Kreditgeschäft bestehen ausreichende Vorsorgereserven. Liquide Mittel aus dem Zufluss von Kundeneinlagen wurden in täglich fälligen Einlagen und in Termineinlagen bei der DZ BANK angelegt. Längerfristig zur Verfügung stehende Liquidität wurde im Wesentlichen in Anleihen und Schuldverschreibungen mit unterschiedlicher Laufzeit angelegt. Die Wertpapieranlagen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Der Bestand an zinsgünstigen Programmkrediten für unsere Kunden hat sich nur geringfügig verändert. Durch die Aufnahme zinsgünstiger langfristiger Refinanzierungsmittel haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöht. Durch das kostenlose Privatgirokonto "VR GiroPlus" und insbesondere das Geldmarktkonto für Privatkunden "VR Money" bieten wir unseren Kunden attraktive Produkte. Auch die Spareinlagen und die eigenen Inhaberschuldverschreibungen wurden von unseren Kunden wieder als sichere Geldanlage entdeckt. Die bilanziellen Kundeneinlagen erreichten somit einen deutlichen Zuwachs. Außerdem konnten den Kunden attraktive Anlageformen bei Verbundpartnern vermittelt werden.
Durch die ganzheitliche Beratung unserer Kunden konnte bei den Dienstleistungserträgen wiederum ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. Auch im Vergleich zu anderen baden-württembergischen Genossenschaftsbanken wurden überdurchschnittlich gute Ergebnisse erreicht. Insbesondere bei der Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungen und Immobilien sowie im Bereich der privaten Altersvorsorge war für die angebotenen Anlageformen unserer Verbundpartner wiederum eine hohe Nachfrage zu verzeichnen. Den Kunden konnten außerdem attraktive Kredite unserer Verbundpartner vermittelt werden. Diese waren für Zwecke der langfristigen Zinssicherung sehr gefragt. Insgesamt waren wir mit der Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft zufrieden. Investitionen Den Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit bildeten im Jahr 2011 wiederum die Ersatzinvestitionen. Personal- und Sozialbereich Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (incl. Teilzeitbeschäftigten) ist mit 60 Personen nahezu unverändert. Als verlässlicher und zukunftsorientierter Arbeitgeber können wir unseren Mitarbeitern weiterhin attraktive und sichere Arbeitsplätze in unserer Region bieten. Eine hohe Ausbildungsqualität bildet die Grundlage für die Identifikation unserer Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen von Beginn an. Den sich ständig verändernden Anforderungen an die Kundenberatung und im Verwaltungsbereich tragen wir mit einer permanenten Fortbildung und Spezialisierung unserer Mitarbeiter Rechnung. Hierzu nutzen wir das Angebot der genossenschaftlichen Bildungseinrichtungen und führen regelmäßig hausinterne Qualifizierungsmaßnahmen durch. Die Zertifizierung unserer Mitarbeiter unterstreicht zusätzlich deren Beratungskompetenz. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Sonstige wichtige Vorgänge sind im Geschäftsjahr 2011 nicht eingetreten. II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Bad Waldseer Bank eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement Ziele und Strategien Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems ist bestimmt durch unsere festgelegte nachhaltige Geschäfts- und Risikostrategie. In dieser wird aufgezeigt, mit welchen strategischen Zielen und Maßnahmen wir die langfristige Existenz unserer Bank nachhaltig sichern wollen. Somit beschreibt die Geschäftsstrategie auf Grundlage unseres Geschäftsmodells die wesentlichen Geschäftsaktivitäten unserer Bank. Die vom Vorstand festgelegte Strategie und die langfristigen Ziele werden im Rahmen eines Strategieprozesses anlassbezogen überarbeitet und regelmäßig überprüft. Die Aufgabe unserer Risikosteuerung ist nicht die vollständige Risikovermeidung. Unsere Risikosteuerung zielt vielmehr auf eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze: - Verzicht auf Geschäfte, deren Risiko vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit und der Risikostrategie unserer Bank nicht vertretbar ist. - Systematischer Aufbau von Geschäftspositionen, bei denen Ertragschancen und Risiken in angemessenem Verhältnis stehen. - Risikobegrenzung durch Übertragung nicht strategiekonformer Risiken auf andere Marktteilnehmer (beispielsweise über Versicherungsverträge). - Ein risikobewusster Umgang mit Risikokonzentrationen wird durch quantitative Instrumente (u.a. Limitsysteme) oder qualitative (z.B. regelmäßige Risikoanalysen) gewährleistet. - Schadensbegrenzung durch aktives Management aufgetretener Schadensfälle. Organisation des Risikomanagements Nach § 25a Abs. 1 KWG werden von jedem Kreditinstitut geeignete Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle von Risiken gefordert. Die Unternehmensleitung trägt für das Risikomanagement die Gesamtverantwortung. Neben den strategischen Vorgaben sind klare Handlungsanweisungen und Verantwortlichkeiten im Rahmen der Aufbauorganisation geregelt. Die Controllingabteilung ist zuständig für die in der Entwicklung von Grundsätzen, Methoden und Standards zum Risikomanagement. Sie beschreiben die grundlegenden, von den operativen Einheiten zu verfolgenden Vorgehensweisen zur Identifikation, Bewertung, Handhabung und zum Controlling von Risiken in den jeweiligen Risikofeldern. Die Controllingabteilung hat sicherzustellen, dass alle wesentlichen Risikopositionen erfasst und im Risikocontrolling abgebildet werden. Entsprechend dem vorgegebenen Turnus sind alle wesentlichen Risikoarten mit den festgelegten Verfahren und Szenarien zu identifizieren, quantifizieren, beurteilen, steuern, überwachen und kommunizieren sowie die Einhaltung der Limite/Strukturgrenzen zu prüfen. Die Berichterstattung aus den operativen Abteilungen wird durch das Controlling zu einem Managementinformationssystem zusammengeführt. Die Controllingabteilung unterstützt die operative Abteilung beim Management der Risken. Die Interne Revision überprüft als unabhängige Instanz die vorhandenen Risikokontroll- und Steuerungssysteme auf Ordnungsmäßigkeit, Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit von Unternehmenseinheiten und -prozessen. Die Funktion der Innenrevision wird dabei in Form einer Outsourcingvereinbarung von der "Audit GmbH Karlsruhe Stuttgart Wirtschaftsprüfungsgesellschaft" und einer eigenen Mitarbeiterin (in Teilzeit) wahrgenommen. Der Vorstand ist für ein dem Umfang, der Komplexität und dem Risikogehalt der betriebenen oder beabsichtigten Geschäfte der Bank entsprechendes funktionsfähiges Risikomanagement- und -controllingsystem verantwortlich. Das schließt auch die regelmäßige Überprüfung und fortlaufende Weiterentwicklung des Systems mit ein. Am 15. Dezember 2010 wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eine Überarbeitung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Die für die Bad Waldseer Bank eG daraus entstandenen erforderlichen Anpassungen wurden im Jahr 2011 umgesetzt. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit verschafft sich die Geschäftsleitung einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken, die unsere Vermögenslage (inklusive Kapitalausstattung), die Ertragslage oder Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können sowie die mit ihnen verbundenen Risikokonzentrationen auf Gesamtinstitutsebene. Ziel der Risikobeurteilung ist die Einstufung der Risikoarten in wesentlich bzw. unwesentlich im Sinne der MaRisk sowie in die betriebswirtschaftlichen Kategorien nach ihrer Bedeutung für die Bank. Es ist Aufgabe des Aufsichtsrates, den Vorstand zu überwachen und zu beraten. Um ihre Aufsichtsfunktion wahrnehmen zu können, erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig einen Risikobericht, in dem die Risikosituation der Bank für die wesentlichen Risikokategorien dargestellt und erläutert ist. Der Inhalt wird regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen erörtert. Darüber hinaus werden von der Geschäftsleitung unter Risikogesichtspunkten wesentliche Informationen unverzüglich an den Aufsichtsrat weitergeleitet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat unter Einbeziehung der Geschäftsleitung ein direktes Auskunftsrecht gegenüber dem Leiter der Internen Revision. Ein weiteres Auskunftsrecht besitzt der Vorsitzende des Aufsichtsrats gegenüber der Geschäftsleitung bezüglich des Vergütungssystems. Steuerung und Überwachung der Risiken Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf der Basis der Risikotragfähigkeit unserer Bank. Die Risikotragfähigkeit ist gegeben, wenn die wesentlichen Risiken durch die Risikodeckungsmasse bzw. das Gesamtbank-Risikolimit unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen laufend gedeckt sind. Wir berechnen die Risikotragfähigkeit unserer Bank GuV-orientiert. Der Vorstand definiert ausgehend von der Risikotragfähigkeitsberechnung die Risikodeckungsmasse, welche als Ressource zur Abdeckung der eingegangenen Risiken zur Verfügung gestellt wird. Hierbei wird eine angemessene Risikodeckungsmasse im Standard-Szenario aus dem voraussichtlichen Betriebsergebnis und vertretbaren Teilen des Eigenkapitals (Vorsorgereserven gem. § 340f HGB) abgeleitet. Bei der Ermittlung der Risikodeckungsmasse für Stress-Szenarien werden weite Teile des Eigenkapitals (Vorsorgereserven gem. § 340f HGB) berücksichtigt. Aus der Risikodeckungsmasse leiten wir unter Berücksichtigung eines Risikopuffers (diverser Abzugsposten) das Gesamtbank-Risikolimit ab. Um die Angemessenheit des aus der ermittelten Risikodeckungsmasse und den geschäftspolitischen Zielen abgeleiteten Gesamtbank-Risikolimits auch unterjährig laufend sicherstellen zu können, wird die Höhe der Risikodeckungsmasse monatlich durch unser Risikocontrolling überprüft. Es erfolgt eine Betrachtung für definierte Standard- und Stress-Szenarien bis zum übernächsten Bilanzstichtag und damit eine Überprüfung, ob das Jahreslimit des Folgejahres die Risiken im Folgejahr ebenfalls abdeckt. Ausgehend vom beschlossenen Limit wird der jeweils aktuelle Verlust abgezogen und der verbleibende Betrag bildet das "noch zur Verfügung stehende Jahresrisikolimit". Die absolute Auslastung bei den einzelnen Risiken wird dem Jahresrisikolimit gegenübergestellt. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken. Adressenausfallrisiko Das Kundenkreditgeschäft stellt ein Kerngeschäftsfeld unserer Bank dar. Die Bedeutung des Adressenausfallrisikos schätzen wir daher als wesentlich ein. Wir differenzieren dabei in risikorelevantes und nicht risikorelevantes Kreditgeschäft. Durch den satzungsmäßigen Auftrag sind die Kreditrisiken aus dem Kundenkreditgeschäft regelmäßig die Hauptrisikoart. Die Messung der Adressenausfallrisiken erfolgt auf der Basis des bankinternen Kreditnehmerratings und der den Ratingklassen zugeordneten jährlichen Ausfallwahrscheinlichkeiten. Außerdem tragen wir den potenziellen Risikokonzentrationen mit einem Strukturlimitsystem im Kundenkreditgeschäft angemessen Rechnung. Vergleichbar dem Kundengeschäft wird beim Adressrisiko aus Eigengeschäften (Wertpapieranlagen und Termingeldanlagen) eine Risikobetrachtung auf Jahressicht (250 Handelstage) vorgenommen. Wir messen die Adressrisiken aus Eigenanlagen mit Hilfe eines Kreditportfoliomodells auf Basis der Monte-Carlo-Simulation. Marktpreisrisiko Innerhalb des Marktpreisrisikos wird das Zinsänderungsrisiko durch eine Simulation des aktuellen Bestandes über Parameter- und Planszenarioannahmen zum Jahresende ermittelt. Das Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe der dynamischen Zinselastizitätsbilanz unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien gemessen. Hierzu werden die DGRV-Standard-Zinsszenarien verwendet. Für das Standardszenario wird jeweils das Szenario mit der größten negativen Abweichung zum Planszenario verwendet. Unterjährig wird dabei die Zinsentwicklung, die mit Sicht auf ein Jahr erfolgt, für das Ende der Planungsperiode simuliert. Das Verfahren zur Risikomessung ist für das Zinsspannenrisiko und Kursänderungsrisiko aus Wertpapieren identisch. Das Kursänderungsrisiko bei den Wertpapieren wird durch die Simulationen der Kursentwicklungen auf Basis der DGRV-Zinsszenarien ermittelt. Liquiditätsrisiko Da im Allgemeinen das Liquiditätsrisiko nicht sinnvoll durch Risikodeckungsmasse begrenzt werden kann, wird es von uns unter Verweis auf AT 4.1 Tz. 4 MaRisk nicht in das Risikotragfähigkeitskonzept einbezogen. Unabhängig davon wird das Liquiditätsrisiko im Risikosteuerungs- und - controllingprozess angemessen berücksichtigt. Operationelle Risiken Wir ermitteln einen plausiblen Risikobetrag für operationelle Risiken auf Basis einer bundesweiten Erhebung von Schadensfällen. Die Risikoeinschätzung erfolgt anhand unserer Schadensfalldatenbank. Stresstests Stresstests bilden den Oberbegriff für unterschiedliche Methoden, mit denen ein individuell zu bestimmendes Gefährdungspotenzial auch bezüglich außergewöhnlicher, aber plausibel möglicher Ereignisse auf den jeweils relevanten Ebenen (z.B. Portfolioebene, Gesamtinstitutsebene, Geschäftsbereichsebene) überprüft werden. Ziele der Stresstests sind unter anderem eine wirkliche Belastungsprobe für die Risikotragfähigkeit abzubilden. Gegenstand einer Szenarioanalyse auf Basis eines vordefinierten Ereignisses ist insbesondere die Abbildung eines schweren, konjunkturellen Abschwunges, bei dem wir sowohl auf historische als auch auf hypothetische Parameter zurückgreifen. Eine sinnvolle Kombination risikoartenbezogener historischer und/oder hypothetischer Stressszenarien können zu einem besseren Verständnis potenzieller Risikokonzentrationen eines oder mehrere Risikofaktoren beitragen. Darüber hinaus führen wir auch inverse Stresstests durch. Sie dienen als Nachweis für die Nachhaltigkeit unserer Geschäftsstrategie und liefern uns eine wichtige Rückkopplung zum Strategieprozess. Die Durchführung von inversen Stresstests sehen wir in einem jährlichen Turnus (als Grundlage für eine kritische Reflektion im Rahmen der Überarbeitung der Geschäfts- und Risikostrategie) als ausreichend an. Dafür führen wir eine risikoartenbezogene Sensitivitätsanalyse durch, um zu erkennen, welcher Risikoeintritt dazu führen würde, dass die Risikodeckungsmasse vollständig aufgebraucht wäre. Risikoberichterstattung Aufgabe der Risikoberichterstattung ist es, den entsprechenden Adressaten einen umfassenden und aktuellen Überblick über alle wesentlichen Risiken und deren Abgleich mit den Risiko- und Strukturlimiten zu verschaffen. Dabei werden auch die Ergebnisse der Stresstests sowie die den Stresstests zugrunde liegende Annahmen kommuniziert. Darüber hinaus gehen wir auch auf Risikokonzentrationen und deren potenzielle Auswirkungen ein. Hierzu haben wir feste Kommunikationswege und Informationsempfänger (Vorstand und Bereichsleiter) bestimmt. Die für die Risikosteuerung relevanten Daten werden vom Risikocontrolling zu einem internen Berichtswesen aufbereitet und verdichtet. Die Informationsweitergabe erfolgt dabei entweder im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung oder in Form einer ad hoc-Berichterstattung an den Vorstand. Dieser umfassende Steuerungsansatz erlaubt sowohl die frühzeitige Identifikation von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, als auch die frühzeitige Einleitung von entsprechenden Gegenmaßnahmen. Die Risiken der künftigen Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind insgesamt überschaubar. Sie sind durch die Risikodeckungsmasse ausreichend abgesichert. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:
*) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). **) Gesamtkennziffer gemäß Grundsatz I bis 2007 Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach den Bestimmungen des KWG aufgestellten Anforderungen über die Eigenmittelausstattung wurden von uns im Geschäftsjahr 2011 stets eingehalten. Die Bank verfügt über eine solide und gute Eigenkapitalausstattung. Kundenforderungen Die Forderungen an unsere Kunden haben wir mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Branchenschwerpunkte im Kreditbestand liegen im Bereich der Landwirtschaft und, bedingt durch die örtlichen Kurbetriebe, im Dienstleistungsgewerbe. Die Kundenforderungen sind ansonsten jedoch größen- und branchenmäßig breit gestreut und zeigen auch in regionaler Hinsicht keine Besonderheiten. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer privaten und mittelständischen Kundschaft entsprechen. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kreditgrenzen für einzelne Kreditnehmer sowie die gesetzlichen Kredithöchstgrenzen (KWG) wurden während des Geschäftsjahres vollständig eingehalten. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Im Wertpapierbestand sind zu einem Großteil Anleihen und Schuldverschreibungen deutscher Emittenten enthalten. Es werden nur Papiere von Emittenten mit einwandfreier Bonität gekauft. Die Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Im Gesamtbestand sind TEUR 1.615 Wertpapiere mit Fondspreisrisiken enthalten. Es bestehen keine Fremdwährungspositionen. Zinsänderungsrisiko Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2012 mit einem nur moderaten Anstieg des Zinsniveaus an den Geld- und Kapitalmärkten und haben uns entsprechend positioniert. Die derzeitige Zinsstrukturkurve wirkt sich positiv auf den Zinsüberschuss aus. Bei einer flachen Entwicklung der Zinsstrukturen kann es zu Belastungen der Ertragslage kommen. Aufgrund unserer Steuerungsinstrumente erwarten wir, die Risiken auf ein geringes Maß reduzieren zu können. Nach den zum 31. Dezember 2011 gemessenen Zinsänderungsrisiken kann die Ergebnisentwicklung im Falle bestimmter Marktzinsveränderungen (z.B. parallel steigende Zinsen, Drehung der Zinskurve, sogenannte Stress Szenarien) beeinträchtigt werden. Währungsrisiko Es bestehen Eventualverbindlichkeiten in Form von Kreditsicherungsgarantien in ausländischer Währung. Im Übrigen liegen nur unbedeutende Währungsrisiken vor. Sonstige Risiken Wie jedes Unternehmen muss auch unsere Bank so genannten operationellen Risiken begegnen. Diese können beispielsweise durch System- und Kommunikationsfehler, technische Fehler bei Buchungen, Fehler durch Mitarbeiter, Rechtsrisiken etc. entstehen. Um diese Risiken möglichst gering zu halten, sind wir bemüht, den Qualitätsstandard unserer Mitarbeiter durch ständige und konsequente Fort- und Weiterbildung zu verbessern. Rechtstreitigkeiten, aus denen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögenslage zu erwarten wären, sind durch entsprechende Rückstellungen abgesichert. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Bank ist der Sicherungseinrichtung (Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.) angeschlossen. Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund und durch Abgabe einer Garantieerklärung haben wir eine Garantieverpflichtung gegenüber dem BVR übernommen. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft war im vergangenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gegeben. Die Risikokennzahl der Liquiditätsverordnung wurde stets eingehalten. Zur Vermeidung eventueller Zahlungsengpässe stehen uns offene Kreditzusagen und Refinanzierungsmöglichkeiten bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) zur Verfügung. Des Weiteren besteht die Möglichkeit der Nutzung von Offenmarktgeschäften bei der Deutschen Bundesbank. Aufgrund der Mittelzuflüsse bei den Kundeneinlagen ist eine hohe Liquidität gegeben. Mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit wird in den nächsten zwei Jahren nicht gerechnet. Von den Verwerfungen an den Interbanken- und Kapitalmärkten war und ist unsere Bank in ihrer Finanz- und Liquiditätslage nicht betroffen. Unsere Bank profitiert vielmehr von der vom Interbankengeschäft weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur, welche überwiegend aus den Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden resultiert. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Die Bank hat im Jahresabschluss 2011 erstmals eine Rückstellung für Bonuszahlungen aus einem Passivprodukt ("VR-Vorsorgeplan") in Höhe von ca. 1,868 Mio. EUR gebildet. Dieses Produkt wurde in den Jahren 1995 bis 2003 den Kunden angeboten. Das Produkt sieht jährliche Bonuszahlungen auf die jeweilige Sparleistung des Vorjahres vor. Im Zuge einer geänderten Betrachtungsweise wird zwischenzeitlich die Bildung einer Rückstellung für diese Bonuszahlungen als notwendig erachtet. Die Bildung der Rückstellung erhöhte den Zinsaufwand und reduzierte dadurch den Zinsüberschuss. Der Zinsüberschuss hat sich durch die Bildung oben genannter Rückstellung reduziert. Unseren Kunden wurden weiterhin Kreditmittel zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt. Der (unter Ausklammerung des Effekts aus der Bildung oben genannter Rückstellung) im Vergleich zu anderen baden-württembergischen Genossenschaftsbanken höhere Zinsüberschuss resultiert zudem aus dem überdurchschnittlichen Bestand an Kundenforderungen. Durch die ganzheitliche Beratung unserer Kunden konnte ein guter Provisionsüberschuss erzielt werden. Auch im Vergleich zu anderen baden-württembergischen Genossenschaftsbanken können die Ergebnisse als gut bezeichnet werden. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind nahezu unverändert geblieben. Es wurden lediglich kleinere Investitionen getätigt. Die Personalaufwendungen haben sich infolge eines leicht geringeren Mitarbeiterbestandes reduziert. Das Bewertungsergebnis ist dadurch beeinflusst, dass im Bereich des Kreditgeschäftes für bereits erkennbare Risiken ausreichend Wertberichtigungen und Rückstellungen gebildet wurden. Insgesamt ergab sich ein positiver Beitrag aus der Bewertung der Kredite und der Eigenanlagen. Außerdem wurden zur Absicherung von Rechtsstreitigkeiten ausreichend Rückstellungen gebildet. Der Steueraufwand ist durch Steuernachzahlungen aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung der Jahre 2007 bis 2010 beeinflusst. Der verbleibende Jahresüberschuss ermöglicht eine angemessene Dotierung der Rücklagen. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Das Geschäftsjahr 2011 ist für die Bad Waldseer Bank eG positiv verlaufen. Die Ertragslage übertraf unter Ausklammerung des Effekts aus der Bildung oben genannter Rückstellung die Erwartungen; sie ist überdurchschnittlich. Die Bank verfügt über eine solide und gute Eigenkapitalausstattung. Erkennbare Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen abgeschirmt. Für latente Risiken im Kreditgeschäft bestehen Vorsorgereserven in ausreichender Höhe. Die Risiken der künftigen Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind insgesamt überschaubar. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Anfang 2012 fand eine steuerliche Außenprüfung bzgl. der Veranlagungszeiträume 2007 bis 2010 statt. Die hieraus resultierenden Steuernachzahlungen sind bereits im Jahresabschluss 2011 berücksichtigt. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften wird nach unseren Einschätzungen auch in den kommenden Jahren von dem weiter steigenden Margendruck und den wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, dem Preisdruck bei den Standardprodukten, steigendem Beratungs- und Anlagebedarf sowie den höheren Anforderungen an die Produkt- und Beratungsqualität geprägt. Wir rechnen unter Berücksichtigung der Anlagenstruktur, trotz der Unwägbarkeiten der weiteren Entwicklung infolge der Krise der Staatsfinanzen in Europa und den USA, in den beiden nächsten Jahren mit keinen größeren Belastungen aus den Wertpapieranlagen. Wir rechnen in den nächsten beiden Jahren mit einem unsicheren Wechselspiel zwischen einerseits positiven konjunkturellen Daten und sich andererseits verschärfenden politischen Unruhen infolge der teilweise maroden Staatsfinanzen. Die Auswirkungen sich wieder verstärkender Preissteigerungen infolge der lockeren Geldpolitik der Zentralnotenbanken könnten die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wesentlich beeinflussen. Für die Jahre 2012 und 2013 erwarten wir im Rahmen einer vorsichtigen Kreditpolitik einen weiteren Anstieg unseres Kreditvolumens. Durch eine sorgfältige und restriktive Kreditvergabe und eine vorsichtige Bewertung der Kreditsicherheiten, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2012 und 2013 mit einem moderat steigenden Kreditrisiko, das entsprechend unserer Planungsrechnung aus dem Ertrag des laufenden Geschäftsjahres gedeckt werden kann. Im Einlagengeschäft gehen wir in 2012 und 2013 von etwa gleichen Steigerungsraten aus. Mit marktgerechten Konditionen, attraktiven Produkten und einer ganzheitlichen Beratung wollen wir unsere Kundeneinlagen weiter stärken. Mit entsprechenden Produkten werden wir dabei auf die individuellen Spar- und Anlagewünsche unserer Kunden reagieren. Ein wesentlicher Aspekt wird dabei unverändert der Aufbau einer ausreichenden Altersversorgung sein. Für die Ertragslage ist auch in den kommenden zwei Jahren die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Wir rechnen wegen der Risiken einer sich weiter verflachenden Zinsstrukturkurve mit einem leichten Rückgang des Zinsüberschusses. Chancen für die Ertragslage bestehen bei einer nachhaltigen Konjunkturerholung, was zu einer positiveren Geschäftsentwicklung führen könnte. Weitere Chancen für die Entwicklung des Zinsergebnisses können aus einer steileren Zinsstrukturkurve als von uns prognostiziert entstehen. Risiken für die Ertragslage bestehen bei einer schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung und zu erhöhten Kreditrisiken führen könnte. Weitere Risiken für die Ertragslage können durch eine Verflachung der Zinsstrukturkurve entstehen, wodurch die Möglichkeiten der Fristentransformation eingeschränkt würden. Wesentliche Bedeutung messen wir einer weiteren Steigerung des Ergebnisses aus dem Provisionsgeschäft bei, was wir durch die konsequente Nutzung der Vertriebskanäle sowie der Erhöhung unserer Vertriebsleistung erreichen wollen. 2011 haben wir das VR-Mitgliederbonussystem eingeführt. Wir rechnen damit neue Teilhaber/Mitglieder für unsere Bank gewinnen zu können. Die damit einhergehende Erhöhung unseres haftenden Eigenkapitals ermöglicht es unserer Bank, neue Vertriebschancen zu nutzen und unsere Mitglieder über hohe Bonuszahlungen an diesem Erfolg teilhaben zu lassen. Es handelt sich dabei um ein "Zwei-Gewinner-Modell", das sich zum einen auf die Mitgliedschaft aber auch auf die bonusrelevanten Bankprodukte auswirkt. Für die Mitglieder wird dies eine völlig neue Interpretation des Förderauftrags ihrer Genossenschaftsbank sein. So wirken sich monatliche Gehaltseingänge, Sparraten, Guthaben und Kredite auf die Anzahl der zu erzielenden Bonuspunkte aus und ermöglichen eine attraktive Verzinsung von bis zu 12% pro Geschäftsguthabenanteil. Somit wird in den zukünftigen Jahren eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen unserer Bank und ihren Eigentümern dauerhaft gefördert. Im Geschäftsjahr 2012 planen wir die Erweiterung der Geschäftsstelle Grabenmühlweg mit einem Bürogebäude neben dem bisherigen Gebäude mit ca. 10 bis 15 Büros. Zusammenfassend rechnen wir (unter Ausklammerung des Effekts aus der Bildung oben genannter Rückstellung im Jahr 2011) für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 mit einem leicht rückläufigen Ergebnis. Das Ergebnis ermöglicht eine angemessene Eigenkapitalstärkung und gewährleistet weiterhin, die vorhandene solide und gute Eigenkapitalausstattung auszubauen. V. Zweigniederlassungen Wir unterhalten Zweigniederlassungen unter folgender Firmierung: Raiffeisenbank Haisterkirch Zweigniederlassung der Bad Waldseer Bank eG Raiffeisenbank Wolfegg Zweigniederlassung der Bad Waldseer Bank eG Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.255.262,80 - sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 550.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 705.262,80) - wie folgt zu verwenden:
Bad Waldsee, 26. April 2012 Bad Waldseer Bank eG Der Vorstand Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung Die Vertreterversammlung vom 24.05.2012 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2011 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.255.262,80 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2011Bad Waldseer Bank eG, Bad WaldseeAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2011A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Rech-KredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bilanz ist unter Berücksichtigung von Vorwegzuweisungen zu den Ergebnisrücklagen erstellt. Dabei sind die nach der Satzung erforderlichen Mindestzuführungen erfüllt. Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Die Forderungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag sind in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. Sie werden zinsanteilig aufgelöst. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Das Wahlrecht gemäß § 340f Abs. 3 HGB wurde in Anspruch genommen. Die festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Da die Wertpapiere im Girosammeldepot verwahrt werden, werden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisprodukt keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Beteiligung an der DZ Beteiligungs GmbH & Co. KG Baden-Württemberg erfolgte nach Tauschgrundsätzen mit Gewinnrealisierung in vergangenen Berichtszeiträumen. Die Sachanlagen und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert. Sie erfolgte bei beweglichen Sachanlagevermögen linear und bei Gebäuden ebenfalls linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen. Ab dem 1. Januar 2010 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 150 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 150, aber nicht über EUR 410 lagen. Das unter Aktivposten 13 ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG ist mit dem Barwert bewertet. Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Die Bank hat im Jahresabschluss 2011 erstmals eine Rückstellung für Bonuszahlungen aus einem Passivprodukt ("VR-Vorsorgeplan") in Höhe von ca. 1,868 Mio. EUR gebildet. Dieses Produkt wurde in den Jahren 1995 bis 2003 den Kunden angeboten. Das Produkt sieht jährliche Bonuszahlungen auf die jeweilige Sparleistung des Vorjahres vor. Im Zuge einer geänderten Betrachtungsweise wird zwischenzeitlich die Bildung einer Rückstellung für diese Bonuszahlungen als notwendig erachtet. Die Bildung der Rückstellung erhöhte den Zinsaufwand und reduzierte dadurch den Zinsüberschuss. Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften und Altersteilzeitrückstellungen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Altersteilzeit angewendete Zinssatz von 5,13 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden zum abgezinsten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Andere ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken sind durch Rückstellungen in angemessener Höhe abgedeckt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Eine Überdeckung bei den anderen Rückstellungen, die aus der geänderten Bewertung aufgrund des BilMoG im Jahresabschluss 2010 resultiert, wurde in Höhe von EUR 25.992 zulässigerweise beibehalten. Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Passive latente Steuern bestehen nicht. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2011 (volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 24.951.125 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 6.031.341 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 7.590.008 fällig. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:
In folgenden Posten sind enthalten:
In den Bilanzposten "Treuhandvermögen" und "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 756.638 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 335.872 enthalten. In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 255.944 (Vorjahr EUR 314.716) enthalten. Im Posten A 6 - Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangabrede besteht, in Höhe von EUR 2.607 (Vorjahr EUR 38.398) enthalten. In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 38.450 enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 27.673.644 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Von den begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr EUR 5.197.500 fällig. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 222.951 (Vorjahr EUR 293.955) enthalten. In den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 7.257.628 enthalten. Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:
Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Von den Verbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Vermittlungsgeschäfte für Dritte werden insbesondere im Rahmen des genossenschaftlichen Verbundes in den Bereichen Bausparen, Versicherungen und Investmentfonds sowie bei Immobilien getätigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV-Posten 12) betreffen mit EUR 133.158 (Vorjahr EUR 126.188) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 99.904 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 2.569.669 enthalten. Von den periodenfremden Aufwendungen entfallen auf:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. F. Sonstige Angaben Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands sowie der ehemaligen Organmitglieder wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 6.711. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2011 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 492.265. Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 454.600 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 1.456.500 (jeweils bezogen auf die Zusage). Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 465.520. Die Zahl der 2011 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Lauterbergstraße 1 76137 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Högerle, Karl-Josef, - Vorsitzender - , Geschäftsleiter Häusele, Hans-Peter, Geschäftsleiter Sproll, Anton, Geschäftsleiter Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf, Unternehmen, in dem der Beruf ausgeübt wird Scheffold, Michael, - Vorsitzender - , Geschäftsführer, Albert Scheffold GmbH Näher, Norbert, - stellvertretender Vorsitzender - , Betriebswirt, Brauerei Max Leibinger GmbH Bucher, Michael, Schreinermeister, Schreinerei Wirth, (seit 27.5.2011) Eisele, Günter, Kaufmann / Prokurist, Alfred Huhn GmbH Funk, Hans, Kaufmann, selbstständig Heimpel, Hermann, Landwirt, (bis 27.5.2011) Hofmann, Claus, Schreinermeister, Schreinerei Hofmann GmbH Kübler, Wolfgang, Organisationsprogrammierer, Liebherr Hausgeräte GmbH Neyer, Thomas, Diplom-Ingenieur, Neyer Stahltechnik GmbH Warth, Michael, Kaufmann, Michael Warth Verwaltungs-GmbH
Bad Waldsee, 26. April 2012 Bad Waldseer Bank eG Der Vorstand Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bad Waldseer Bank eG, Bad Waldsee, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Karlsruhe, 7. Mai 2012 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Kiefer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der vorliegende Jahresabschluss 2011 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2011 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Günter Eisele, Claus Hofmann und Michael Warth aus dem Aufsichtsrat aus. Die Herren stellen sich zur Wiederwahl. Ihre Wiederwahl ist zulässig. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Bad Waldsee, 27. April 2012 Der Aufsichtsrat Vorsitzender |
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