Master Data

Registry
Register court Iserlohn HRB 9764
Previous
Blitz 19-116 GmbH
Registered
4/9/2019
Industry
Manufacture of metal forming machineryManufacture of bearings, gears, gearing and driving elementsManufacture of machinery for metallurgy
Purpose
Vertrieb einschließlich Akquisition, Entwicklung, Konstruktion, Validierung und Herstellung von Metallteilen, Metallkunststoffteilen, mechatronischen Systemen und Kinematiken aller Art.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Patrick Oliver Albers
since 5/7/2025
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€25,000
100.00%

Holdings

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

KICO GmbH (vormals: Blitz 19-116 GmbH)

Halver (vormals: München)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

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31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.941.967,00 0,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 9.514.978,40 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 5.458,12 0,00
14.462.403,52 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.131.540,46 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.920.696,97 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.491.954,71 0,00
8.544.192,14 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.400.000,00 1.918.381,66
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 71.252,56 0,00
3. Beteiligungen 6.135,50 0,00
4.477.388,06 1.918.381,66
27.483.983,72 1.918.381,66
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.550.775,01 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse 5.724.215,90 0,00
3. Fertige Erzeugnisse 1.891.904,63 0,00
4. Erhaltene Anzahlungen -790.425,00 0,00
10.376.470,54 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.057.679,08 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.028.655,52 49.614,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.553.022,36 41.992,09
4.639.356,96 91.606,73
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 293.830,41 9.781,38
15.309.657,91 101.388,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 121.695,68 0,00
42.915.337,31 2.019.769,77

Passiva

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31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 4.000.000,00 2.000.000,00
III. Verlustvortrag/Gewinnvortrag -24.106,23 0,00
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 2.079.978,01 24.106,23
6.080.871,78 2.000.893,77
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 207.302,31 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.679.178,81 0,00
6.886.481,12 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.608.163,42 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.877.669,13 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.901.436,59 18.876,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.058.907,09 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 501.808,18 0,00
29.947.984,41 18.876,00
42.915.337,31 2.019.769,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

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2020 Vorjahr
EUR EUR
1. Sonstige betriebliche Erträge 2.081.618,34 0,00
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.640,33 12.850,23
3. Ergebnis nach Steuern 2.079.978,01 -12.850,23
4. Sonstige Steuern 0,00 11.256,00
5. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag ) 2.079.978,01 24.106,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Hinweise

Die KICO GmbH (vormals Blitz 19-116 GmbH, München, - Umfirmierung gemäß Gesellschafterbeschluss vom 13. Dezember 2019) wurde am 9. April 2019 als mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Mutares SE & Co. KGaA gegründet. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter der Nummer HRB 9764 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Halver.

Mit Vertrag vom 29. Mai 2019 erwarb die KICO GmbH (kurz: KICO) sämtliche Kommanditanteile der Kirchhoff GmbH & Co. KG inklusive deren Tochtergesellschaften sowie den Geschäftsanteil der Komplementärin, die Mesenhöller Verwaltungs-GmbH. Der Vertrag wurde am 17. Juli 2019 vollzogen.

Zum 31. Dezember 2020 ist die Komplementärin, die Mesenhöller Verwaltungs-GmbH, aus der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG (kurz: Immo) sowie aus der Kirchhoff GmbH & Co. KG (kurz: KG) ausgetreten. Die Vermögenswerte und Schulden sind jeweils durch Gesamtrechtsnachfolge auf die letztverbleibende Gesellschafterin der Kirchhoff GmbH & Co. KG (als Kommanditistin der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG) bzw. der KICO GmbH (Kommanditistin der Kirchhoff GmbH & Co. KG) im Zuge einer Anwachsung nach § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB zivilrechtlich übergegangen. Seit diesem Zeitpunkt wird die Geschäftstätigkeit der Kirchhoff GmbH & Co. KG sowie der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG von der KICO GmbH als Gesamtrechtsnachfolgerin fortgeführt.

Unter Berücksichtigung der Liquiditätsplanung bis einschließlich 31. Dezember 2023 sowie der positiven Einschätzung zur Sanierungsfähigkeit, zuletzt bestätigt durch die Unternehmensberatung Aderhold GmbH am 23. August 2021 der KICO GmbH wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der KICO GmbH unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist angespannt. Der Fortbestand der nunmehr KICO GmbH ist davon abhängig, dass es der Gesellschaft gelingt, weiterhin die kundenseitig notwendige Akzeptanz zu gewährleisten und positive Cashflows aus der operativen Tätigkeit zu generieren. Dafür sind die Realisierung des Turnaround-Konzepts sowie der erfolgreiche Abschluss weiterer Maßnahmen notwendig. Sofern dies nicht erreicht wird, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Es wird auf die Ausführung im Abschnitt B. 3.2. „Finanzlage“ und Abschnitt C. 2. „Risikobericht“ im Lagebericht verwiesen. Zudem wurde die Fortführungsprognose am 21. Dezember 2021 durch einen durch die externe Unternehmensberatung Aderhold bestätigt, seither erfolgt durch Aderhold eine quartalsweise Analyse der Finanzlage der KICO GmbH.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die KICO GmbH erfüllt infolge der Anwachsung der Kirchhoff GmbH &Co. KG die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Im Vorjahr fanden die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften Anwendung.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Mit dem Austritt der Komplementärin, der Mesenhöller Verwaltungs GmbH, aus der Kirchhoff GmbH und Co. KG und der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG, sind sämtliche Vermögenswerte der Gesellschaften sowie das operative Geschäft zum 31. Dezember 2020 auf die KICO GmbH angewachsen. Während die Vermögenswerte und Schulden der beiden Gesellschaften mit ihrem Zeitwert auf die KICO GmbH übertragen worden sind, werden erste Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung im Jahresabschluss der KICO GmbH im Geschäftsjahr 2021 sichtbar sein.

Durch die Anwachsung zum 31. Dezember 2020 wurden Vermögenswerte und Schulden durch die KICO GmbH erworben; diese Vermögenswerte und Schulden wurden zu Zeitwerten wie folgt übernommen:

31. Dezember 2020

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TEUR Zeitwerte der Anwachsungsgesellschaften
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.462
davon Geschäfts- und Firmenwert 9.515
Sachanlagen 8.544
Finanzanlagen 4.478
Vorräte 10.376
Forderungen und sonstige Aktiva 4.955
Passiva
Rückstellungen 6.886
Verbindlichkeiten 29.929
Reinvermögen (inkl. Geschäfts- und Firmenwert) 6.000

Der Anwachsungsgewinn in Höhe von TEUR 2.082 wurde als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst. Eine Vergleichbarkeit der Bilanzwerte mit den Zahlen des Vorjahres ist infolge der beschriebenen Anwachsung nur eingeschränkt gegeben. Die Vergleichbarkeit wird durch zusätzliche Angaben und Erläuterungen im Anhang hergestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die KICO GmbH ist bestandsgefährdet. Die Annahme der Unternehmensfortführung ist unsicher, jedoch angemessen. Wir verweisen auch auf Abschnitt C. „Prognose-, Chancen- und Risikobericht“ des Lageberichts.

Die Vermögenswerte und Schulden der Kirchhoff GmbH & Co. KG und der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG wurden zu Anschaffungskosten gemäß §§ 253 Abs. 1, 255 Abs 1 HGB in die Bilanz der KICO GmbH nach Tauschgrundsätzen übertragen. Als Gesamtanschaffungskosten dienen dabei die gemäß IDW S 1 „Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen“ ermittelten Zeitwerte der zum Anwachsungszeitpunkt am 31. Dezember 2020, um 24.00 Uhr, untergegangenen Gesellschaften.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem untergehenden Beteiligungsbuchwert und dem Zeitwert der übernommenen Anwachsungsgesellschaften wird als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und unter Berücksichtigung von Nutzungsdauern zwischen 3 und 30 Jahren linear abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen darauf wurden zum Nennwert ausgewiesen. Der sich aus der Anwachsung ergebende Geschäfts- und Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB mangels verlässlicher Schätzverfahren linear über einen Zeitraum von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten und bei Abnutzbarkeit abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern betragen

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technische Anlagen und Maschinen 6-10 Jahre
übrige Anlagen 3-5 Jahre

Geleistete Anzahlungen darauf wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Unter den Finanzanlagen wurden Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden zum Nennwert ausgewiesen. Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden in Höhe ihres nominellen Anteils angesetzt.

Bei Vorliegen einer vorübergehenden Wertminderung von Finanzanlagen wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB auf eine außerplanmäßige Abschreibung verzichtet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Einzelanschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Löhne und Materialkosten, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des eingesetzten Anlagevermögens einschließlich produktionsbezogener Kosten der allgemeinen Verwaltung und Aufwendungen der sozialen Leistungen angesetzt.

Für alle Risiken im Vorratsvermögen sind angemessene Abwertungen vorgenommen worden.

Das Wahlrecht zur offenen Absetzung erhaltener Anzahlungen auf Vorräte wurde ausgeübt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt; erkennbare Risiken wurden in Einzelfällen durch entsprechende Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine entsprechende Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen Rechnung getragen. Der Forderungsbestand wurde um den jeweiligen Kaufpreis im Rahmen des im Vorjahr abgeschlossenen (Teil-)Factoringvertrages gemindert.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden zum Nennwert angesetzt; am Bilanzstichtag vorhandene Guthaben in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag in EUR umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die für Zeiträume nach dem Stichtag Aufwand darstellen.

Latente Steuern bestehen aufgrund von Bilanzdifferenzen bei Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen aus der erloschenen Kirchhoff GmbH & Co. KG. Der Steuersatz beträgt 30,6 %. Ebenso bestehen passive latente Steuern aufgrund der Aufstockungsbeträge, welche im Rahmen der Anwachsung in die Bilanz der KICO GmbH übernommen wurden. Auf den Ausweis eines Überhangs an aktiver latenter Steuern wird unter Ausübung des Saldierungswahlrechts verzichtet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigten - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gebildet. Es wurden eine Gehaltsdynamik von 0 % sowie eine Rentendynamik von 2 % unterstellt. Die Rückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Dezember 2020 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer typisierten Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,3 % p.a.

Einige Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Pensionen und Altersteilzeit und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Es handelt sich um den jeweils beizulegenden Zeitwert der fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens, welcher in der Bilanz mit den Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen zu saldieren war (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Es verbleibt jeweils ein Überhang der Verpflichtungen.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenverhältnisse, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Sie wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Dezember 2020 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer typisierten Restlaufzeit von durchschnittlich 2,5 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 0,47 %. Der Gehaltstrend beträgt 2 % p.a.

Andere Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden restlaufzeitindividuell mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Dezember 2020 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in EUR umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der Kirchhoff GmbH & Co. KG und der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG sind zum 31. Dezember 2020 in die in die Bilanz der KICO GmbH wie folgt übertragen worden.

31. Dezember 2020

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TEUR Zeitwerte der Anwachsungsgesellschaften 31.12.2020
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.462
davon Geschäfts- und Firmenwert 9.515
Sachanlagen 8.544
Finanzanlagen 4.478
Vorräte 10.376
Forderungen und sonstige Aktiva 4.955
Passiva
Rückstellungen 6.886
Verbindlichkeiten 29.929
Reinvermögen (inkl. Geschäfts- und Firmenwert) 6.000

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Finanzanlagen beinhalten folgende Beteiligungen, welche ehemals von der Kirchhoff GmbH & Co. KG gehalten wurden und zum 31. Dezember 2020 auf die KICO GmbH angewachsen sind. 100%ige Muttergesellschaft der Kirchhoff GmbH & Co. KG war die KICO GmbH. Der Beteiligungsbuchwert betrug zum 31. Dezember 2019 TEUR 1.918 und wurde im Jahr 2020 im Rahmen einer Einzahlung in die Kapitalrücklage um TEUR 2.000 erhöht, sodass der Beteiligungsbuchwert in Höhe von TEUR 3.918 mit der Anwachsung untergegangen ist. Die KICO GmbH ist nunmehr durch Anwachsung unmittelbare Muttergesellschaft der folgenden Gesellschaften geworden. Die Beteiligungsbuchwerte entsprechenden Zeitwerten zum 31. Dezember 2020. Abweichend zum Vorjahr wurden die Ergebnisse und das Eigenkapital der Gesellschaften nicht nach lokalen Rechnungslegungsstandards, sondern nach IFRS angegeben.

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Anteil am Kapital Zeitwerte 31.12.2020 Eigenkapital 31.12.2020 (Vorjahr) Ergebnis 2020 (Vorjahr)
% TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
KICO Kunststofftechnik GmbH, Halver 100 1.600 510 (237) 273 (45)
KICO Polska Sp. z o.o., Świebodzin (Polen) 100 2.200 74 (119) -42 (50)
KICO Sistemas Mexico S. de R.L. de C.V., Queretaro (Mexiko) 99 600 -553 (-441) -150 (-103)

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 4.6397; Vorjahr TEUR 92) sind größtenteils (TEUR 4.557) zum 31. Dezember 2020 im Zuge der Anwachsung übernommen worden; die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden in Höhe von TEUR 1.028 (Vorjahr TEUR 50), davon betrafen TEUR 964 (Vorjahr TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 64 (Vorjahr TEUR 50) Sonstige Forderungen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.553 (Vorjahr TEUR 42) und wurden in Höhe von TEUR 1.485 im Zuge der Anwachsung übernommen. Sie enthalten Sicherheitseinbehalte aus dem Factoringvertrag in Höhe von TEUR 269.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 7. Mai 2020 wurde eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2,0 Mio. durch die Alleingesellschafterin, die mutares Holding-28 GmbH, geleistet. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2020 EUR 4,0 Mio.

Zum Anwachsungszeitpunkt wurden die Altersversorgungsverpflichtungen der Kirchhoff GmbH & Co. KG übernommen. Die Verpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 423 wurden mit dem Zeitwert der Vermögensgegenstände (TEUR 215), die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2, Satz 2 HGB), saldiert. Die historischen Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betrugen TEUR 215.

Bei Anwendung des laufzeitkongruenten Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre wäre die Pensionsrückstellung um TEUR 42 höher ausgefallen. In dieser Höhe liegt eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB vor.

Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um verpfändete Guthaben einer bei der Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. abgeschlossenen Versicherung.

Die Sonstige Rückstellungen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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31.12.2020
TEUR
Personal 582
Drohende Verluste 1.487
Verpflichtungen gegenüber Kunden 3.666
Gewährleistungen und Ähnliches 441
Beratungskosten 337
Übrige 166
Summe 6.679

Es handelt sich ausschließlich um Rückstellungen, die im Rahmen der Anwachsung zum 31. Dezember 2020 auf die KICO GmbH übertragen worden sind.

Die durch Anwachsung übernommenen Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 303 wurden mit Vermögensgegenständen (TEUR 137), die ausschließlich der Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2, Satz 2 HGB), saldiert. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um eine bei der Allianz Lebensversicherungs-AG abgeschlossene und verpfändete Versicherung zur Zeitkontenrückdeckung. Die historischen Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 137.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind wie folgt:

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Summe bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahre davon ungesichert
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 13.608 7.008 5.933 667 13.608
Vorjahr 0 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 6.878 6.878 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 7.901 1.430 0 6.471 0
Vorjahr 19 19 0 0 0
gegenüber Gesellschafter 1.059 0 0 1.059 0
Vorjahr 0 0 0 0 0
sonstige 502 502 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0 0
Summe 29.948 15.818 5.933 8.197 13.608
Summe Vorjahr 19 19 0 0 0

Die Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus der Kirchhoff GmbH & Co. KG und wurden zum Anwachsungszeitpunkt übernommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignung der technischen und kaufmännischen Betriebseinrichtung sowie der Vorräte, Teilzession sowie Verpfändungen von Patenten und Gebrauchsmustern gesichert.

Nach positiver gutachterlicher Stellungnahme zur Sanierfähigkeit der Kirchhoff GmbH & Co. KG und nachfolgend der KICO GmbH auf Basis eines Sanierungsgutachtens nach IDW S 6 unter Beachtung der Rechtsprechung des BGH bewilligte das Finanzministerium des Landes NRW am 2. Juli 2020 den Antrag auf Gewährung einer Ausfallbürgschaft in Höhe von 90 % zu einem Betriebsmittelkredit in Höhe von Mio. EUR 8,0. Die Mittel wurden von beiden Hausbanken jeweils zur Hälfte bereitgestellt und bis Ende September 2020 an die Kirchhoff GmbH & Co. KG in voller Höhe ausgezahlt. Die Sanierungsfähigkeit der KICO GmbH wurde zuletzt am 23. August 2021 sowie die positive Fortführungsprognose am 21. Dezember 2021 durch externe Berater bestätigt. Seither erfolgt quartalsweise eine Analyse der Finanzlage, zuletzt am 15. November 2022.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Stichtag TEUR 7.901 (Vorjahr TEUR 19) und setzten sich zusammen aus Darlehen in Höhe von TEUR 6.360, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.394 sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr TEUR 19).

Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestanden in Höhe von TEUR 1.059 (Vorjahr TEUR 0), von denen TEUR 1.000 auf Darlehen und TEUR 59 auf sonstige Verbindlichkeiten entfielen.

Sonstige Verbindlichkeiten bestanden in Höhe von TEUR 502, davon resultierten TEUR 172 aus Steuern und TEUR 2 im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die Verbindlichkeiten wurden vollumfänglich im Zuge der Anwachsung übernommen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das auf die KICO GmbH zum 31. Dezember 2020 zu Zeitwerten angewachsene Reinvermögen (inkl. Geschäfts- und Firmenwert) der Kirchhoff GmbH & Co. KG sowie der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG betrug TEUR 6.000. Der Differenzbetrag zu den im Rahmen der Anwachsung untergehenden Anteile an der Kirchhoff GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 3.918 wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (TEUR 2.082).

Das am Stichtag der KICO GmbH mit der Anwachsung erworbene operative Geschäft der Kirchhoff GmbH & Co. KG wird ab dem 1. Januar 2021 von der KICO GmbH fortgeführt und sodann in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2021 niederschlagen finden.

V. Sonstiges

Zum 31. Dezember 2020 ist die KICO GmbH, Halver, die Muttergesellschaft von Unternehmen, die im Rahmen der Anwachsung übernommen wurden. Die KICO GmbH sowie ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Mutares SE & Co. KGaA, München, einbezogen. Diese stellt den größten und kleinsten Konsolidierungskreis dar. Die KICO GmbH macht von der Befreiung zur Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 291 Abs. 1 und Abs. 2 HGB Gebrauch, da sie in den Konzernabschluss der Mutares SE & Co. KGaA einbezogen wird. Der befreiende Konzernabschluss und -lagebericht wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt. Der Konzernabschluss der Mutares SE & Co KGaA wird im Bundesanzeiger über das elektronische Unternehmensregister veröffentlicht.

Verpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften in Form von operativen Leasingverhältnissen bestanden in Höhe von insgesamt TEUR 555, davon entfallen auf das kommende Jahr 2021 TEUR 284, auf die Folgejahre 2022 bis 2024 TEUR 271. Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Miet- und Wartungsverträgen und betragen TEUR 2.115, davon entfallen TEUR 814 auf das Jahr 2021 und TEUR 1.301 auf die Jahre 2022 bis 2024.

Im Geschäftsjahr waren bei der KICO GmbH durchschnittlich 198 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 126 Lohnempfänger und 72 Gehaltsempfänger. 8 weitere Arbeitnehmer befanden sich in Ausbildung.

Geschäftsführer der KICO GmbH sind

Herrn Florian Krapfl, Vaterstetten, Geschäftsführer (bis 8. September 2020)

Herr Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Dirk Aldermann, Remscheid, Geschäftsführer Vertrieb (bis 25. Juni 2021)

Herr Dr. Wolf Cornelius, Waldstetten, Sprecher der Geschäftsführung (bis 31. März 2021)

Herr Dipl.-Ing., Dipl.-Kfm. Uwe Müller, Hamburg, Geschäftsführer Finanzen (vom 8. September 2020 bis 27. Oktober 2021)

Herr Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Radu Binder, München, Geschäftsführer Technik (vom 8. September 2020 bis 31. Oktober 2022)

Herr Dipl.-Kfm. Tobias Wilmes, München, Geschäftsführer Finanzen (seit 1. Januar 2022)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Jahr 2020 belaufen sich auf TEUR 591.

Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar unterbleibt mit Hinweis auf die Konzernklausel.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Die Russland-Ukraine-Krise verstärkt die Risiken und Unvorhersehbarkeiten des Umfelds der KICO GmbH. Direkte Geschäftsbeziehungen mit den Krisengebieten bestehen nicht, dennoch führen steigende Energie- und Materialpreise zu weiteren Herausforderungen und Risiken. Zu weiteren Erläuterungen wird auf den Lagebericht (2. Risikobericht/Beschaffungs- und Liquiditätsrisken) verwiesen.

 

Halver, den 19. Dezember 2022

KICO GmbH, Halver

vertreten durch Tobias Wilmes

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

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Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2020 Zugänge Zugänge durch Anwachsung Abgänge durch Anwachsung Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 4.941.967,00 0,00 4.941.967,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 9.514.978,40 0,00 9.514.978,40
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 5.458,12 0,00 5.458,12
0,00 0,00 14.462.403,52 0,00 14.462.403,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 2.131.540,46 0,00 2.131.540,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 4.920.696,97 0,00 4.920.696,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattun 0,00 0,00 1.491.954,71 0,00 1.491.954,71
0,00 0,00 8.544.192,14 0,00 8.544.192,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.918.381,66 2.000.000,00 4.400.000,00 3.918.381,66 4.400.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 71.252,56 0,00 71.252,56
3. Beteiligungen 0,00 0,00 6.135,50 0,00 6.135,50
1.918.381,66 2.000.000,00 4.477.388,06 3.918.381,66 4.477.388,06
1.918.381,66 2.000.000,00 27.483.983,72 3.918.381,66 27.483.983,72
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kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattun 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
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Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.941.967,00 0,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 9.514.978,40 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 5.458,12 0,00
14.462.403,52 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.131.540,46 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.920.696,97 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattun 1.491.954,71 0,00
8.544.192,14 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.400.000,00 1.918.381,66
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 71.252,56 0,00
3. Beteiligungen 6.135,50 0,00
4.477.388,06 1.918.381,66
27.483.983,72 1.918.381,66

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Grundlagen des Unternehmens

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen sowie Geschäftsmodell

Die KICO GmbH wurde am 9. April 2019 als mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Mutares SE & Co. KGaA gegründet. Sie ist nach Sitzverlagerung im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter der Nummer HRB 9764 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Halver.

Mit Vertrag vom 29. Mai 2019 erwarb die KICO GmbH (kurz: KICO) sämtliche Kommanditanteile der Kirchhoff GmbH & Co. KG inklusive ihrer Tochtergesellschaften sowie den Geschäftsanteil der Komplementärin, die Mesenhöller Verwaltungs-GmbH. Der Vertrag wurde am 17. Juli 2019 vollzogen.

Zum 31. Dezember 2020 ist die Komplementärin, die Mesenhöller Verwaltungs-GmbH, aus der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG sowie aus der Kirchhoff GmbH & Co. KG ausgetreten. Die Vermögenswerte und Schulden sind jeweils durch Gesamtrechtsnachfolge auf die letztverbleibende Gesellschafterin der Kirchhoff GmbH & Co. KG (als Kommanditistin der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG) bzw. der KICO GmbH (Kommanditistin der Kirchhoff GmbH & Co. KG) im Zuge einer Anwachsung nach § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB zivilrechtlich übergegangen. Seit diesem Zeitpunkt wird die Geschäftstätigkeit der Kirchhoff GmbH & Co. KG sowie der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG von der KICO GmbH als Gesamtrechtsnachfolgerin fortgeführt.

Die Kirchhoff GmbH & Co. KG, Halver, sowie die Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG, Halver, sind zum 31. Dezember 2020 erloschen. Die Eintragung der Löschung im Handelsregister erfolgte am 5. Februar 2021.

Die Geschäftstätigkeit der KICO GmbH umfasste bis zum 31. Dezember 2020 ausschließlich das Halten von Beteiligungen. Die von der Kirchhoff GmbH & Co. KG übernommene Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Montagebaugruppen insbesondere für die europäische Automobilindustrie. Zum Kerngeschäft gehören die Produktgruppen Verbindungselemente, Verschluss- und Scharniersysteme für den Tür-, Front- und Heckhaubenbereich, für Verdecksysteme sowie für das Interieur, mechatronische Systeme für Heckklappen und seit 2017. aerodynamische Systeme, eine Produktgruppe, welche sich für den Einsatz in leistungsstarken Automobilen und dem Bereich der E-Mobility eignet.

Die Gesellschaft hat in Halver, Polen und Mexiko ansässige Tochterunternehmen. Produktionsstätten der Gesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen befinden sich in Halver und Swiebodzin, Polen. In Polen erfolgen die Endmontage sowie die Distribution verschiedener Produkte. Bei personalintensiven Wertschöpfungsprozessen kommt diesem Standort hinsichtlich der kundenseitigen Anforderungen an marktgerechte Preise eine zentrale Bedeutung zu. In Mexiko unterhält die Gesellschaft einen Logistikstandort sowie, in geringem Umfang, den Direktvertrieb an mexikanische Kunden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bundesrepublik Deutschland verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang des preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandproduktes von -5,3 % (Vorjahr: +1,3 %; vgl. Statistisches Bundesamt). Die Entwicklung in der EU lag mit -5,9 % ebenfalls unter dem Vorjahresniveau von +1,8 % (vgl. Eurostat).

Die Entwicklung in der Automobilindustrie war in 2020 deutlich schwächer als im Vorjahr. So reduzierte sich die Pkw-Weltproduktion im dritten Jahr in Folge um 16 % auf 66,1 Mio. Fahrzeuge. Der Ausbruch des SARS-CoV-2-Virus/COVID-19 (kurz: Corona) und die damit einhergehenden Maßnahmen wie Kontaktverbote und Schließungen des Einzelhandels hatten spürbare Folgen für die Gesamtwirtschaft und so auch auf die Automobilindustrie, die ihren Tiefpunkt im April des Jahres fand. So wurden in einigen europäischen Ländern im April nahezu keine Pkws neu zugelassen. In der zweiten Jahreshälfte fand insbesondere auf dem chinesischen Markt eine Erholung statt, im Jahresrückblick aber konnten die Rücksetzer in der ersten Jahreshälfte nicht wieder aufgeholt werden (vgl. VDA-Analysen zur Automobilkonjunktur 2020).

Die Automobilindustrie in Deutschland verlagert ihre Aktivitäten zunehmend auf mehrere Standbeine: Neue Antriebsstrategien sind ein großer Innovationstreiber der Automobilbranche. Zudem setzen die Automobilbauer und Zulieferer auf Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren. Parallel dazu etabliert sich das Dienstleistungsgeschäft immer mehr als neue tragende Säule im Automobilsektor.

Ungebrochener Internationalisierungsdruck, Baukastenstrategien und Beschaffungskooperationen der Automobilhersteller sowie zunehmende Qualifizierung von Lieferanten aus Schwellenländern erhöhen den Wettbewerbsdruck. Dementsprechend stehen neben einem breiten Kundenspektrum Alleinstellungsmerkmale in Bezug auf Technologie und Preise im Fokus.

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftstätigkeit der KICO GmbH umfasste bis zum 31. Dezember 2020 bzw. dem Zeitpunkt der Anwachsung ausschließlich das Halten von Beteiligungen.

Zum besseren Verständnis des späteren Prognoseberichts des im Zuge der Anwachsung übernommenen Geschäftsmodells sowie der Umstände der Bestandsgefährdung wird im Folgenden der Geschäftsverlauf der ehemaligen Tochtergesellschaft, die Kirchhoff GmbH & Co. KG, dargestellt.

2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Nach dem Anlauf der Serienproduktion am Ende des Jahres 2019 im Produktbereich aerodynamische Systeme ist der Anteil dieser Produkte am Gesamtumsatz um 9 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Gegenläufig waren die Umsätze der Produktgruppen Scharnier- und Verschlusssysteme rückläufig. Ihr Anteil am Gesamtumsatz fiel in Summe um 8 %-Punkte niedriger aus als im Vorjahr. Ursächlich dafür waren weniger Neuaufträge sowie das Ende der Projektzeit mancher Fahrzeugtypen. Insgesamt blieben die Lieferabrufe in den Monaten April bis Juni 2020 aufgrund der Corona-Krise hinter den Erwartungen, sodass die Auftragslage und damit auch der Umsatz im Gesamtjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 8,9 % oder EUR 8,1 Mio. rückläufig waren. Der Auftragsbestand betrug am Ende des Geschäftsjahres 2020 EUR 67,5 Mio.

2.2 Produktion

Die Serienproduktion befindet sich an den Standorten Halver und Swiebodzin, Polen. Am Standort Mexiko erfolgt die logistische Abwicklung von in Polen produziertem Fertigteilbestand. Zum Ende des Jahres 2017 waren in der Produktion u.a. bedingt durch den Ausfall einer Presse und verschobene Investitionsentscheidungen überdurchschnittlich hohe Rückstände mit den dadurch bedingten Folgekosten entstanden, die weit in das Jahr 2018 hineingewirkt haben. Die Rückstände wurden bis Ende September 2018 abgebaut und es wurden Vorkehrungen getroffen, die das Risiko ähnlicher Vorfälle deutlich reduzieren. Im Jahr 2019 verhielten sich die Rückstände auf reduziertem Niveau weiterhin konstant. Ein weiterer Abbau wurde in den Jahren 2020 und 2021 erreicht. Die nachhaltige Wirkung der im Jahr 2018 getroffenen Maßnahmen wurde damit bestätigt.

Der im Jahr 2017 implementierte kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) fand auch im Geschäftsjahr 2020 Anwendung. Im Rahmen des Turnaround-Konzepts wurden Maßnahmen neu definiert und ergänzt. Erste Erfolge wurden im Geschäftsjahr 2020 sowie im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 erreicht. Ein positiver Beitrag wird auch in den Folgejahren erwartet.

2.3 Beschaffung

Nachdem die Stahlpreise im Jahr 2018 das zweite Jahr in Folge angestiegen sind, fand in den Jahren 2019 und 2020 eine Konsolidierung der Preise statt. Nach dem Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 und zunächst sinkenden Preisen sind die Stahlpreise im bisherigen Verlauf des Jahres 2021, ausgelöst durch eine Knappheit am Markt, sehr deutlich angestiegen. Durch frühzeitige Verhandlungsabschlüsse mit den Lieferanten wirken sich die Preisanstiege mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung aus. Im zweiten Halbjahr sieht sich das Unternehmen mit weiter steigenden Beschaffungspreisen konfrontiert.

Als Teil des Turnaround-Konzeptes werden für den gesamten Beschaffungsbereich kontinuierlich Kostensenkungspotentiale evaluiert.

3. Lage

3.1 Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der KICO GmbH umfasste bis zum 31. Dezember 2020 bzw. dem Zeitpunkt der Anwachsung ausschließlich das Halten von Beteiligungen. Im Zuge der Anwachsung sind Vermögenswerte und Schulden der Kirchhoff GmbH & Co. KG sowie der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 6.000 zum 31. Dezember 2020 von der KICO GmbH übernommen worden. Der Differenzbetrag zu den im Rahmen der Anwachsung untergehenden Anteile an der Kirchhoff GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 3.918 wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (TEUR 2.082).

Zum besseren Verständnis des späteren Prognoseberichts sowie der Umstände der Bestandsgefährdung wird nachfolgend die Ertragslage und Geschäftsentwicklung der untergegangenen Kirchhoff GmbH & Co. KG sowie der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG für das Jahr 2020 dargestellt.

Die Erläuterungen erfolgen anhand der nachfolgend dargestellten Pro-Forma-Gewinn- und Verlustrechnung der am 31. Dezember 2020 erloschenen Kirchhoff GmbH & Co. KG.

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Pro-Forma-Gewinn- und Verlustrechnung der durch Anwachsung untergegangenen Kirchhoff GmbH & Co. KG1 2020* 2019
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 83.052 91.198
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.613 810
3. sonstige betriebliche Erträge 481 607
4. Materialaufwand 67.402 74.496
5. Personalaufwand 11.520 16.460
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.682 1.695
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.394 8.821
8. Erträge aus Beteiligungen 0 0
9. Zinsen und ähnliche Erträge 1 82
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 751 563
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
12. Ergebnis nach Steuern -9.829 -9.337
13. sonstige Steuern 19 19
14. Jahresfehlbetrag -9.847 -9.355

* Die Pro-Forma- Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet zum 31. Dezember 2020 die Finanzinformationen der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG. Untergegangen am 31. Dezember 2020 durch Anwachsung auf die Kirchhoff GmbH & Co KG

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf nachfolgende Tätigkeitsbereiche:

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Tätigkeitsbereich Europa Vorjahr Rest der Welt Vorjahr Summe Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Kfz-Serienteile 75.871 82.756 3.366 4.408 79.237 87.164
Betriebsmittel künftige Serien 2.965 2.593 35 542 3.000 3.135
Vermietung und Verpachtung 729 813 0 0 729 813
Sonstiges 86 86 0 0 86 86
Summe 79.651 86.248 3.401 4.950 83.052 91.198

Die Geschäftsentwicklung 2020 war ab März durch den Ausbruch der Corona-Pandemie belastet und fand ihren Tiefpunkt im April. Die Serienumsätze lagen deutlich unter ihrem zuvor geplanten Niveau, eine spürbare Erholung fand erst im Juni statt. Das Niveau der Planumsätze wurde erstmals wieder im Juli erreicht. In den folgenden Monaten normalisierte sich die Umsatzentwicklung zunehmend; eine Aufholung der zuvor entgangenen Serienumsätze blieb jedoch aus. Somit verminderte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 um 8,9 % auf EUR 83,1 Mio. und führte zu einer Verfehlung des geplanten Umsatzes.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um TEUR 126 auf TEUR 481. Grund des Rückgangs sind niedrigere Erträge auf der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 336 (Vorjahr: TEUR 535).

Der relative Materialeinsatz (in % von der Gesamtleistung) lag mit 82,8 % (Vorjahr: 81,0 %) leicht über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür sind Änderungen im Produktmix und vor allem Zusatzaufwendungen, die im Zusammenhang mit der Produkteinführung und Serienfertigung aerodynamischer Systeme stehen.

Die Personalkosten sanken im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 4.940 auf TEUR 11.520. Die Personalkosten waren im Geschäftsjahr 2019 mit der Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 1.701 für den Sozialplan und den Interessenausgleich im Rahmen des Turnaround-Konzepts belastet. Zudem wirkt sich die Verminderung der Arbeitnehmerzahl im Jahresdurchschnitt von 50 Mitarbeitern positiv aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 1.573 auf TEUR 10.394 an. Der Anstieg resultiert zum einen aus gestiegenen Beratungskosten (TEUR +663), welche im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Turnaround-Konzept des Erwerbes der KICO-Gruppe und der Beantragung eines landesverbürgten Darlehens stehen. Zum anderen wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 1.015 gebildet, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Anlaufschwierigkeiten der Serienproduktion im Produktbereich aerodynamische Systeme stehen.

3.2 Finanzlage

Die Verbindlichkeiten der KICO GmbH bestehen im Wesentlichen aus den zum Anwachsungszeitpunkt übertragenen Schulden der Kirchhoff GmbH & Co. KG. Die Nettoverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Stichtag TEUR 13.314. Die Liquidität wird maßgeblich durch Bankkredite insbesondere durch Kontokorrentkredite mit einer Kreditlinie von EUR 8,0 Mio. gesichert. Die Krediteinräumung ist in Höhe von EUR 7,0 Mio. unbefristet und in Höhe von EUR 1,0 Mio. bis zum 31. Mai 2026 befristet.

Zu den liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 294 besteht zum Stichtag eine freie Linie in Höhe von TEUR 2.840. Der Finanzierungsbedarf des durch Anwachsung übernommenen Geschäftsmodells wurde in 2020 durch eine weitere Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2,0 Mio. sowie durch die Gewährung eines Darlehens in Höhe von EUR 1,0 Mio. durch mittelbare und unmittelbare Muttergesellschaften gestützt. Darüber hinaus wurden Betriebsmittelkredite durch Kreditinstitute in Höhe von EUR 8,0 Mio. unter 90-prozentiger Absicherung durch die Landesbürgschaft nach der „Bundesregelung Bürgschaft 2020“ zur Verfügung gestellt. Der Antrag erforderte neben der Vorlage eines überzeugenden Konzepts bankseitig auch die Befürwortung der Antragsfähigkeit durch ein aktualisiertes Gutachten in Anlehnung an IDW S6 sowie die diesbezügliche Rechtsprechung. Der Antrag wurde im April 2020 gestellt, der Landesbürgschaftsausschuss hat die Bewilligung in seiner Sitzung am 4. Juni 2020 vorbehaltlich der Vorlage einer positiven Fortführungsprognose befürwortet. Auf Basis der gutachterlichen Stellungnahme vom 18. Juni 2020, die die Sanierungsfähigkeit der erloschenen Kirchhoff GmbH & Co. KG bestätigte, folgte der schriftliche Bescheid des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen mit Datum 2. Juli 2020.

Die Liquidität wird laufend und sehr genau im Rahmen von Liquiditätsplanungen überwacht.

Bezüglich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf den Risikobericht.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der KICO GmbH erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 40.895 auf TEUR 42.915. Ursächlich hierfür ist die Anwachsung der Gesellschaften Kirchhoff GmbH & Co. KG sowie der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG mit ihren Vermögenswerten und Schulden auf die KICO GmbH.

Die KICO GmbH weist zum Stichtag immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe TEUR 14.462 aus. Wesentlicher Bestandteil ist der zum 31. Dezember 2020 im Zuge der Anwachsung entstandene Geschäfts- und Firmenwert mit TEUR 9.515 sowie die Kundenverträge mit TEUR 4.800.

Das ausschließlich durch Anwachsung übernommene Sachanlagevermögen der KICO GmbH beträgt TEUR 8.544.

Die Finanzanlagen der KICO GmbH betrugen zum 31. Dezember 2019 TEUR 1.918 und wurden im Jahr 2020 im Rahmen einer Kapitalerhöhung um TEUR 2.000 erhöht. Während die Anteile an der Kirchhoff GmbH & Co. KG zum Anwachsungszeitpunkt untergegangen sind, ist die KICO GmbH nach Anwachsung zur unmittelbaren Muttergesellschaft der KICO Kunststofftechnik GmbH, Halver, der KICO Polska Sp. z o.o, Świebodzin (Polen), und der KICO Sistemas Mexico S. de R.L. de C.V., Queretaro (Mexiko), geworden. Der Zeitwert dieser drei Gesellschaften beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2020 EUR 4,4 Mio.

Das Umlaufvermögen betrug zum Stichtag TEUR 15.310, davon ist der wesentliche Teil (TEUR 15.210) von der Kirchhoff GmbH & Co. KG angewachsen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln der KICO GmbH betrug zum Stichtag TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 10).

Das Eigenkapital der KICO GmbH beziffert sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.081. Nach Beschluss der Gesellschafterin vom 7. Mai 2020 wurden Mio. EUR 2,0 in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingezahlt.

Aus den zum Anwachsungszeitpunkt übernommenen Vermögenswerten und Schulden der Anwachsungsgesellschaften durch die KICO GmbH ergab sich ein ertragswirksam zu buchender Anwachsungsgewinn, was zu einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.080 führte.

Die sonstigen Rückstellungen resultieren ausschließlich aus der Anwachsung der Kirchhoff GmbH & Co. KG und betragen TEUR 6.679 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Rückstellungen der Kirchhoff GmbH & Co. KG betrugen für das Geschäftsjahr 2019 TEUR 6.677; damit liegen sie auf Vorjahresniveau.

Wesentlicher Bestandteil der Verbindlichkeiten resultiert mit TEUR 29.930 aus der Anwachsung. Die Verbindlichkeiten der nach Anwachsung auf die KICO GmbH erloschenen Kirchhoff GmbH & Co. KG betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 25.535, somit sind sie um TEUR 4.395 gestiegen. Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 3.983 und Verbindlichkeiten gegenüber den mittelbaren und unmittelbaren Gesellschaftern um TEUR 4.359 gestiegen sind, haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3.948 verringert.

3.4 Zusammenfassung

Im Zuge der Anwachsung wurden Vermögenswerte und Schulden der Kirchhoff GmbH & Co. KG sowie der Kirchhoff Immobilien GmbH & Co. KG am 31. Dezember 2020 durch die KICO GmbH übernommen. Das übertragene Reinvermögen der Anwachsungsgesellschaften führte zu einem Anwachsungsgewinn in Höhe von TEUR 2.082.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Steuerungsgrößen der KICO GmbH sind seit dem Geschäftsjahr 2021 die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sowie der operative Cashflow nach IFRS. Die Geschäftstätigkeit der KICO GmbH umfasste im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 ausschließlich das Halten von Beteiligungen der KICO-Gruppe. Für die Steuerung dieser wenig komplexen Tätigkeiten wurden keine finanziellen Leistungsindikatoren genutzt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2021 der KICO GmbH, die als Rechtsnachfolgerin die Geschäftstätigkeit der Kirchhoff GmbH & Co. KG fortführt, war von coronabedingten Produktionsausfällen, der Halbleiterkrise und der damit verbundenen Umsatzreduktionen bei den Automobilherstellern belastet. Das Jahr wurde mit einem IFRS-Umsatz in Höhe von EUR 77,7 Mio. abgeschlossen. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 waren die Umsätze weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Eine Verbesserung der Halbleiterproblematik wird in der zweiten Jahreshälfte nach den traditionell schwachen Sommermonaten erwartet. Trotz steigender Preise durch die Stahlverteuerung, welche an Kunden weiterbelastet werden, werden im Jahr 2022 Umsätze von rund EUR 85 Mio. erwartet. Auch für das Jahre 2023 werden leichtsteigende Umsätze von rund EUR 97,6 Mio. erwartet unter der Annahme einer sich leicht verbessernden wirtschaftlichen Gesamtlage der Branche.

Das EBIT nach IFRS der KICO-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2021 EUR -1,6 Mio.; der operative Cashflow war mit EUR 1,7 Mio. positiv. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2022 anhaltenden Halbleiterthematik und negativer Einflüsse aufgrund der Energiekrise wird auch im Jahr 2022 noch mit einem negativen EBIT in Höhe von rund EUR -2,3 Mio. sowie einem leicht positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gerechnet. Für das Jahr 2023 wird mit einer leichten Erholung des EBIT gerechnet sowie einem weiterhin positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die Planungen und Einschätzungen der Gesellschaft stehen weiterhin unter dem Vorbehalt der Unsicherheiten und Weiterentwicklung der Corona-Pandemie, der Ukraine-Krise sowie weiterer risikobehafteter Sachverhalte. Wir verweisen hierzu auf den Risikobericht.

2. Risikobericht

Absatzrisiken

Zunehmende öffentliche Diskussionen um zukünftige Antriebstechnologien erhöhen den Wettbewerbs- und Innovationsdruck auf die Automobilindustrie. Im Fokus der Automobilhersteller stehen die batterieelektrischen Antriebe sowie Antriebskonzepte in Verbindung mit Wasserstoff oder mit dem Einsatz synthetischer Kraftstoffe. Die technologische Weiterentwicklung ist nicht vollständig vorhersehbar und kann zur Zurückhaltung der Endkunden und somit der Kunden des Unternehmens führen. Das Produktportfolie der KICO GmbH ist weitestgehend unabhängig von dem Verbrennungsmotor; lediglich die Produktgruppe Verbindungs- und Befestigungselemente wäre von einem möglichen Verbrenner-Stopp betroffen.

Die Folgen der Corona-Pandemie auf die konjunkturelle Entwicklung sind noch immer kaum vorhersehbar. Kurzfristige Schließungen des Handels und somit Einschränkungen auf den Pkw-Vertrieb sind insbesondere vor dem Hintergrund der Virus-Mutationen nicht vollständig auszuschließen. Unterbrechungen der Lieferketten und infolgedessen einzelne Werksschließungen durch Versorgungsengpässe sind aufgetreten bzw. können noch weiterhin auftreten. Insbesondere Engpässe bei Halbleiter-Produkten und Mikrochips führten zu Störungen in der Produktion der Automobilhersteller und haben Einfluss auf die Lieferabrufe unserer Kunden. Erste Auswirkungen auf den Umsatz der KICO GmbH waren ab Juli 2021 und im ersten Halbjahr 2022 zu verspüren; es besteht ein Risiko für weitere Auswirkungen.

Wenngleich keine direkten Geschäftsbeziehungen zu Russland und Ukraine bestehen, wird das Risiko für unvorhersehbare Ereignisse durch die Ukraine-Krise verstärkt. Die Lieferabrufe der Kunden werden täglich überwacht und bei Änderungen beschaffungsseitige Vorkehrungen umgehend getroffen.

In der Kundenstruktur der Gesellschaft ist ein Risiko aufgrund der Abhängigkeit von unserem Hauptkunden zu sehen, auf welchen mehr als die Hälfte der Umsatzerlöse entfallen.

Beschaffungs- und Liquiditätsrisiken

Am Beschaffungsmarkt zeigen sich Engpässe bei der Versorgung mit Stahl. Die Stahlknappheit führte in 2021 sowie im ersten Halbjahr 2022 bei der KICO GmbH zu steigenden Preisen; weitere Erhöhung der Materialpreise bzw. eine Anpassung des Materialteuerungszuschlages (MTZ) seitens unserer Lieferanten findet halbjährlich Anwendung.

Die beschaffungsseitigen halbjährlichen Änderungen des Stahlpreises werden in der Regel im jährlichen Rhythmus an unsere Kunden weiterbelastet. Aus diesen zeitlichen Diskrepanzen ergibt sich ein Vorfinanzierungbedarf, welcher seitens der Gesellschaft gedeckt werden muss. Zum anderen birgt die geringe Akzeptanz der Kunden, insbesondere in Jahren mit einem hohen Stahlpreisanstieg, ein Liquiditätsrisiko. Des Weiteren verweisen wir auf B. 3.2 „Finanzlage“.

Die Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes werden fortlaufend beobachtet, analysiert und mit entsprechenden Maßnahmen belegt. Zwar steht die KICO GmbH in keinem direkten Vertragsverhältnis mit Russland und der Ukraine, jedoch wirken sich die Folgen der Krise, wie auch bei vielen anderen Unternehmen der Branche, in Form von steigenden Energie- und Materialpreisen im Einkauf aus. Es wird ein hohes Risiko für weitere Preissteigerungen gesehen, deren Vermeidung zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit oftmals nicht möglich ist.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Liquidität der Gesellschaft wird maßgeblich durch Bankkredite, insbesondere durch Kontokorrentkredite mit einer Kreditlinie von EUR 8,0 Mio., gesichert. Zusätzlich zu den liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 294 besteht zum Stichtag eine freie Linie in Höhe von TEUR 2.840.

Zum besseren Verständnis der mit dem Geschäftsmodell der erloschenen Kirchhoff GmbH & Co. KG verbundenen Risiken wird nachfolgend deren Ertrags- und Liquiditätslage des Jahres 2020 kurz dargestellt: Die Umsatzerlöse waren in 2020 um EUR 8,1 Mio. oder 8,9 % rückläufig. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der seit März 2020 herrschenden Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen, insbesondere Produktionsunterbrechungen, die die Lieferabrufe von Kunden stark reduziert haben. Der Rohertrag ist bedingt durch rückläufige Umsatzerlöse und erhöhte Materialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um rund 6,3 % gesunken. Zum Ende des Jahres 2020 und zu Beginn des Jahres 2021 wurde der Markt durch Rohstoffengpässe im Bereich Halbleiter sowie Verteuerung von Stahl zusätzlich belastet. Dies hat die Produktion im Automobilbereich und damit die Umsatzentwicklung der nunmehr KICO GmbH negativ beeinträchtigt. Der Gesamt-Cashflow war mit EUR 2,6 Mio. im Jahr 2020 positiv. Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR -5,9 Mio. wurde durch den positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 8,9 Mio. kompensiert. Die positive Entwicklung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit umfasst im Wesentlichen die zusätzlichen Mittel aus dem landesverbürgten Darlehen (EUR 8,0 Mio.), die Leistungen aus dem Konzernverbund (EUR 3,0 Mio.) sowie die regelmäßigen Tilgungsleistungen (EUR -1,5 Mio.) für bestehende Kreditverbindlichkeiten. Die Liquiditätssituation der erloschenen Kirchhoff GmbH & Co. KG war bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges angespannt. Diese beiden Ereignisse haben die Liquiditätslage zusätzlich belastet. Im Dezember 2021 wurden umfassende Maßnahmen mit den Stakeholdern und Shareholdern umgesetzt, die die Liquiditätslage stützen. Die Umsetzung der wesentlichen Maßnahmen war bis Januar 2022 abgeschlossen. Im Zuge der Energiekrise wird die Liquiditätssituation im Geschäftsjahr 2022 zusätzlich belastet. Es wurden daher mit den kreditgebenden Banken, wesentlichen Kunden und der Gesellschafterin weitere Maßnahmen zur Stützung der Liquidität identifiziert beziehungsweise umgesetzt. Diese Maßnahmen umfassen im Wesentlichen weitere Stundungen von Tilgungszahlungen seitens der finanzierenden Banken (TEUR 667 bis zum 30. Juni 2023) und der Gesellschafterin (TEUR 1.500 bis zum 30. Juni 2024) sowie rückwirkende Verkaufspreisanpassungen (zum 1. Januar 2022), um die gestiegenen Energiekosten abzufedern. Die KICO ist hier auf Zugeständnisse der kreditgebenden Banken und wesentlicher Kunden angewiesen. Zum 30. September 2022 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 129 sowie eine freie Kreditlinie in Höhe von TEUR 475. Die Liquiditätslage wird fortlaufend und engmaschig überwacht. Bis zum 31. Dezember 2023 zeigt die Liquiditätsplanung keine Unterdeckung, die nicht durch die bestehende Kreditlinie und die Umsetzung der identifizierten Maßnahmen ausgeglichen werden kann. Der Fortbestand der KICO GmbH ist davon abhängig, dass es der Gesellschaft gelingt, die kundenseitig notwendige Akzeptanz zu gewährleisten und positive Cashflows aus der operativen Tätigkeit zu generieren. Dafür sind die Realisierung des Turnaround-Konzepts sowie die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen aus der Liquiditätsplanung notwendig.

Sofern die in Aussicht gestellten Stundungen der Tilgungszahlungen seitens der beiden darlehensgebenden Kreditinstitute unter Zustimmung des Landes Nordrhein-Westfalen nicht gewährt werden, die Kostenmaßnahmen aus dem Turnaround- Konzept nicht greifen und Umsatzziele durch Entwicklungen innerhalb der Automobil-Branche nicht erreicht werden sollten, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Die KICO GmbH ist in diesem Fall zur Gewährung ihres Fortbestandes auf weitere finanzielle Unterstützung seitens externer Banken und /oder des Mutterkonzerns angewiesen.

3. Chancenbericht

Das Unternehmen sieht sich hinsichtlich des Strukturwandels der Branche gut aufgestellt. Ein Großteil der Produktgruppen ist für den Einsatz in Fahrzeugen mit innovativen Antriebskonzepten geeignet. Insbesondere werden im Bereich aerodynamische Systeme, nach Bewältigung der Anlaufprobleme, Chancen gesehen, die bereits erreichte Markposition im noch jungen Produktbereich zu festigen und auszubauen. Die Produkte eignen sich für leistungsstarke Automobile und für den Einsatz im Bereich der E-Mobility; sie können helfen die Reichweite der Fahrzeuge zu erhöhen.

Das im Jahr 2019 für die Kirchhoff GmbH & Co. KG initiierte Turnaround-Konzept wurde im Jahr 2020 trotz Rückschlägen aufgrund der Corona-Pandemie sowie im Jahr 2021 durch die KICO GmbH nachhaltig verfolgt. Die Maßnahmen werden laufend von der Geschäftsführung überwacht und, sofern notwendig, aktualisiert. Weitere Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung werden kontinuierlich identifiziert, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wieder zu stabilisieren und die Profitabilität nachhaltig zu gewährleisten.

Des Weiteren teilte die Mutares SE & Co. KGaA am 16. August 2021 mit, den Vertrag zum Erwerb der Innomotive Systems Hainichen GmbH mit Sitz in Hainichen unterzeichnet zu haben. Innomotive Systems Hainichen ergänzt als Anbieter von Türscharnieren die KICO-Gruppe; gemeinsam kann ein erhebliches Synergiepotenzial erschlossen werden.

4. Zusammenfassung

Die KICO GmbH arbeitet weiter an den bereits von der Kirchhoff GmbH & Co. KG initiierten erfolgreichen Maßnahmen zum Turnaround der Gesellschaft. Das Geschäftsjahr 2021 startete zunächst gut. Trotz kundenseitig gesunkener Nachfrage im dritten Quartal, veranlasst durch massive Versorgungsengpässe bei Halbleitern und coronabedingte Produktionsausfälle konnte das IFRS-EBIT der KICO GmbH stark verbessert und ein positives EBITDA in Höhe von 1,9 Mio. erzielt werden. Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft gegeben. Die Sanierungsfähigkeit der KICO GmbH wurde zuletzt am 23. August 2021 anhand des Halbjahresabschlusses im Juni 2021, die positive Fortführungsprognose am 21. Dezember 2021 durch einen externen Berater bestätigt.

 

Halver, den 19. Dezember 2022

KICO GmbH, Halver

vertreten durch

Tobias Wilmes

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KICO GmbH, Halver

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KICO GmbH, Halver, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KICO GmbH, Halver, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Allgemeinen Hinweise im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt C. 2. „Risikobericht“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass ein bestandsgefährdendes Risiko besteht, sofern die Maßnahmen des Turnaround-Konzepts nicht umgesetzt werden können, die Stundungen von Tilgungszahlungen nicht gewährt werden und sich Abweichungen des tatsächlichen Cashflows von der (kurzfristigen) Liquiditätsplanung ergeben. Am 31. Dezember 2020 sind die Vermögenwerte und Schulden der Kirchhoff GmbH & Co. KG der KICO GmbH angewachsen, welche nachfolgend die Geschäftstätigkeit als Rechtsnachfolgerin fortführt.

Wie in Abschnitt C. 2. „Risikobericht“ des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. Dezember 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Benedikt Brüggemann, Wirtschaftsprüfer

Anne Schmitt-Blass, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Geschäftsjahr 2020 entstandenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.079.978,01 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Vorschlag wurde von der Gesellschafterversammlung am 23.03.2023 beschlossen.

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