Power Service GmbH
Same addressRepair and maintenance of communication equipment
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Julian Gordon Rothwell since 10/31/2024 | Managing Director |
Dirk Bott since 10/31/2024 | Managing Director |
Markus Klaus Rücker since 6/25/2018 | Procura |
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
![]() MSX International GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die MSX International GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Register-Nr. HRB 29505. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes und der Satzung beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden berücksichtigen den rechtlichen Rahmen der Vorschriften des HGB und des GmbHG. Die Ausübung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte erfolgte unverändert zum Vorjahresabschluss. 1. Going-Concern-Prämisse Der zum 31. Dezember 2022 noch in der Bilanz ausgewiesene nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von EUR 10.105.057,76, welcher aus der historisch anhaltenden Verlustsituation resultierte, konnte durch die Einzahlung von EUR 12.000.000,00 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch die MSX International Limited, Colchester / Vereinigtes Königsreich beseitigt werden. Die MSX International GmbH hat der MSX International Limited, Colchester / Vereinigtes Königsreich in gleicher Höhe ein langfristig verzinsliches und endfälliges Darlehen gewährt. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch Zugriff auf einen Cash-Pool im Konzernverbund gesichert. Zur Absicherung verfügt die Gesellschaft über eine zum 30. August 2026 endende Patronatserklärung einer übergeordneten Konzerngesellschaft. Im Ergebnis hängt die Unternehmensfortführung der MSX International GmbH durch eine hohe Konzernabhängigkeit am Fortbestand der MSX-Gruppe. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss erwirtschaftet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). 2. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, jeweils vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Dabei werden Soft- und Hardware 2 bis 5 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 9 Jahre und Mietereinbauten über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 800 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Ausleihungen wurden zum Nominalwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. 3. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtungen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalbetrag. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen/Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand/Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 5. Eigenkapital Das Stammkapital wird als Gezeichnetes Kapital ausgewiesen und ist zum Nennwert bewertet. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung erfolgt jeweils in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. 7. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Latente Steuern Zum 31.12.2023 bestehen keine Sachverhalte im Sinne des § 274 Abs. 1 HGB, aus denen eine passive latente Steuer resultiert. Auf einen Ansatz aktiver latenter Steuern wurde (wie im Vorjahr) unter Bezugnahme auf das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. 9. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden in Fremdwährung erfasste Vermögenswerte höchstens mit ihren Anschaffungskosten angesetzt; nicht realisierte Gewinne werden bei langfristigen Fremdwährungsposten nicht erfasst. 10. Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, gleichartige und gleichfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, die gegenüber demselben Konzernunternehmen bestehen, zu verrechnen. C. Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel: Anlagenspiegel
Ausleihungen an verbundene Unternehmen Um die Überschuldung der Gesellschaft zu beseitigen wurde in der Gesellschafterversammlung vom 15.11.2023 ein Zuschuss der Gesellschafterin MSX International Limited, Colchester / Vereinigtes Königreich, in die Kapitalrücklage der MSX International GmbH in Höhe von 12,0 Mio. EUR beschlossen. Die MSX International GmbH hat der MSX International Limited, Colchester / Vereinigtes Königsreich in gleicher Höhe ein langfristig verzinsliches und endfälliges Darlehen gewährt. Die Restlaufzeit der Ausleihung ist größer als 1 Jahr. Darüber hinaus ist in den Ausleihungen an verbundene Unternehmen eine langfristige verzinsliche und endfällige Darlehensforderung gegenüber einer übergeordneten Gesellschaft aus der MSX-Gruppe in Höhe von 2,4 Mio. EUR bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements wurden teilweise Kundenforderungen auf eine Factoringgesellschaft übertragen. Gehaftet wird nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Forderung, was im Kaufpreis für die Forderungen berücksichtigt wird. Die dadurch generierte zusätzliche Liquidität wird zur vermehrten Inanspruchnahme von Lieferantenskonti verwendet. Aufgrund der guten Vermögens- und Finanzlage der Factoringgesellschaft bestehen aus dieser Finanzierung keine wesentlichen Risiken. Zum Stichtag beträgt der verkaufte Forderungsbestand 11,8 Mio. EUR (Vorjahr: 11,0 Mio. EUR). Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, gleichartige und gleichfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, die gegenüber demselben Konzernunternehmen bestehen, zu verrechnen. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 2.654 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Im Vorjahr wurde hier noch eine Forderung i.H.v. 2.654 TEUR ggü. einer übergeordneten Konzerngesellschaft bilanziert. Diese Forderung wird ab 2023 in den Finanzanlagen unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 654 TEUR enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen gegen Personal, Mietkautionen, Steuerforderungen und debitorische Kreditoren ausgewiesen. Hierin sind Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 339 TEUR (Vorjahr: 202 TEUR) enthalten. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen für Lizenzen, Versicherungen und Wartungsverträge enthalten. Eigenkapital Das Unternehmen weist per 31.12.2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.579.576,54 EUR (Vorjahr: -2.275.832,96 EUR) aus. Das gezeichnete Kapital beläuft sich unverändert auf 25.564,59 EUR. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Rückstellungen für die Ertragsteuernachzahlungen im Inland und für die beiden Betriebsstätten in den Niederlanden und Belgien. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (2.031 TEUR), Urlaubs- und Überstundenansprüche sowie andere Personalkosten (906 TEUR) und Kundenrabatte (232 TEUR). Verbindlichkeiten
In Vorjahren wurden unter den erhaltenen Anzahlungen vereinnahmte Projekthonorare für etwaige noch anstehende Restarbeiten passiviert. In 2023 wurden sämtliche erhaltene Anzahlungen in die Umsatzerlöse umgebucht und die Bilanzierungspraxis dahingehend angepasst, dass für Nachbesserungen Rückstellungen passiviert werden. Hier gab es jedoch in 2023 keine Fälle, wofür eine Rückstellung hätte gebildet werden müssen. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Nach geographischen Märkten verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden regelmäßig Kostenumlagen (Konzernumlagen), Marketing- und Vertriebskosten, Finanzierungskosten, Raumkosten, EDV-Leasing- und Wartungskosten, Bewirtungs- und Reisekosten, Kraftfahrzeugkosten, Lehrgangskosten sowie Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 216 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 537 TEUR aus Rückvergütungen aus Vorjahren sowie Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 318 TEUR enthalten. Periodenfremde Aufwendungen befinden sich im Wesentlichen in den Personalaufwendungen (55 TEUR) aufgrund der Rückzahlung verauslagter Zuschüsse sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (293 TEUR) aufgrund von Nachlaufkosten für diverse Dienstleistungsprojekte. D. Ergänzende Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, davon bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0 TEUR. 2. Anhangangabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB Das von dem Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf 99 TEUR. Das Honorar entfällt in Höhe von 99 TEUR auf Abschlussprüfungsleistungen. 3. Geschäftsführer Herr Frederick L. Minturn, Vertriebsgeschäftsführer, Michigan, USA (abberufen mit Gesellschafterbeschluss vom 05.08.2024) Herr Nils-Johan Einar Andersson, Vertriebsgeschäftsführer, London, Vereinigtes Königreich (abberufen mit Gesellschafterbeschluss vom 11.06.2024) Herr Julian Gordon Rothwell, Geschäftsführer mit dem Zuständigkeitsbereich Verwaltung & Finanzen, Stamford, Vereinigtes Königreich (bestellt mit Gesellschafterbeschluss vom 05.08.2024) Herr Dirk Bott, Vertriebsgeschäftsführer, Wesseling, Deutschland (bestellt mit Gesellschafterbeschluss vom 05.08.2024) Die Geschäftsführer Minturn und Andersson erhielten im Jahr 2023 (wie im Vorjahr) keine Bezüge von der Gesellschaft. Im Übrigen wird auf die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Mitarbeiter Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 456 Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt (Vorjahr: 488). Davon waren 17 leitende Angestellte (Vorjahr: 17) und es gab keine gewerblichen Arbeitnehmer. 5. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Pacific (BC) TopCo Limited, Jersey/Großbritannien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt (erhältlich aus dem Registrar from Companies (England and Wales), Companies House, Crown Way, Cardiff, CF14 3UZ) 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.579.576,54 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse bekannt geworden, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden.
Köln, 13. August 2025 Julian Gordon Rothwell, Geschäftsführer Dirk Bott, Geschäftsführer Amtsgericht Köln | HRB 29505 |LageberichtMSX International GmbHInhalt A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell und Struktur 1.1 Dienstleistungen 1.2 Konzernzugehörigkeit und Betriebsstätten 2. Ziele und Strategien B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1 Internationale Einordnung 2.2 Standortbezogene Faktoren 2.3 Transformationsfaktoren 3. Geschäftsverlauf 4. Darstellung der Unternehmenslage 4.1 Ertragslage 4.2 Finanzlage 4.3 Vermögenslage C. Prognose-, Chance- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancen- und Risikobericht 2.1 Chancenbericht 2.2 Risikobericht 2.3 Zusammenfassung A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell und Struktur 1.1 Dienstleistungen Heutige Management-Teams sehen sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber, die sie zwingen, ihre Geschäftsprozesse zu überdenken, die Art und Weise wie sie Daten nutzen, neu zu strukturieren und eine zuverlässige Versorgung mit Ressourcen zur Produkterstellung sicherzustellen. Mit mehr als 5.000 Experten in mehr als 80 Ländern und über 25 Jahren internationaler praktischer Erfahrung in der globalen Geschäftswelt bieten die Gesellschaften des Konzerns der MSX International-Gruppe (MSX International) Business-Lösungen an. Sie dienen dazu, Kundenbedürfnisse aufeinander abzustimmen, die Mitarbeiter zu mobilisieren, Abläufe effizient zu gestalten, den Kundenkontakt zu stärken und optimale Rahmenbedingungen für Innovationen zu schaffen. MSX International bietet seinen Kunden Möglichkeiten zur Steigerung von Umsatz und Rentabilität, Schulungen (Training), Verbesserung der Effizienz der Betriebsabläufe, verbesserte Kundenbindung, nachhaltige Produkt- und Dienstleistungsqualität, reduzierte Garantiekosten, Technische Support Lösungen, flexiblen Einsatz von Arbeitskraft und bessere Mitarbeiterförderung und -bindung. Das gesamte Solutions-Portfolio von MSX International wirkt optimierend auf die Value Streams der Kundenorganisationen. Der Fokus der Dienstleistungen liegt auf der Automobilbranche. MSX International arbeitet dabei seit mehr als 25 Jahren eng mit Fahrzeugherstellern auf der ganzen Welt zusammen. 1.2 Konzernzugehörigkeit und Betriebsstätten Die MSX International GmbH (MSX I GmbH oder Gesellschaft) ist dabei eine 100%ige Tochtergesellschaft der MSX International Limited, Colchester/Vereinigtes Königreich. MSX I GmbH wird in den Konzernabschluss der Pacific (BC) TopCo Limited, Jersey/Großbritannien, einbezogen. Die MSX I GmbH unterhält neben dem Stammhaus in Köln Zweigniederlassungen in Berlin, München, Diegem (Belgien) und Nijkerk (Niederlande). An den Standorten München, Diegem und Nijkerk erbringt die Gesellschaft gegenüber Kunden ihre Beratungsleistungen. 2. Ziele und Strategien Angestrebt wird durch die international tätige MSX-Gruppe ein dauerhaftes organisches wie auch externes Wachstum. Hiervon profitiert auch die MSX I GmbH. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Zuwachs in den Umsatzerlösen verzeichnet werden. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Erholung der deutschen Wirtschaft im Nachgang der Corona-Krise geriet im Jahr 2023 ins Stocken. Nach zwei wachstumsstarken Jahren schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Als Gründe hierfür identifiziert das Statistische Bundesamt (Destatis) neben dem anhaltend krisengeprägten Umfeld ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland.1 Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) belastete im Jahr 2023 Deutschland ein Finanzierungsdefizit von rund 82,7 Milliarden Euro. Durch die gegenüber dem Jahr 2022 ausbleibenden Ausgaben im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie konnte Deutschland das Defizit gegenüber dem Vorjahr damit um etwa 14 Milliarden Euro verringern. Aufgrund weiterhin andauernder Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der durch den russischen Angriffskrieg mitverursachten Energiekrise bleibt das Defizit dennoch auf einem hohen Niveau.2 In Belgien konnte das Bruttoinlandsprodukt dagegen dank robustem privaten Konsum sowie zurückkehrender Unternehmensinvestitionen um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. Insbesondere die automatische Indexierung von Gehältern und Sozialleistungen trug zu dieser stabilen Entwicklung des privaten Konsums bei.3 Die niederländische Wirtschaft wuchs im Jahr 2023 um lediglich 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die hohe Inflationsrate von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr führte zu einem Verfall der Kaufkraft privater Haushalte und damit zu einem Rückgang des privaten Konsums. In Verbindung mit verringerten Exportzahlen mit den Haupthandelspartnern und dem damit zusammenhängenden Rückgang in Investitionen heimischer Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte, schauen die Niederlande auf eine im europäischen Vergleich unterdurchschnittliche Entwicklung ihrer Wirtschaft zurück.4
1
Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024. Die Betrachtung des Arbeitsmarktes zeigt in Deutschland eine sehr hohe Quote an Erwerbstätigen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 46,0 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig.5 Das waren so viele wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 336.000 Personen (+ 0,74 %) gestiegen. Damit lag die Zahl der Erwerbstätigen nochmals über dem bisherige Höchststand aus dem Jahr 2019 (45,3 Millionen Personen). Im Jahr 2020 hatte die Corona-Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigenzahl beendet und zu einem Rückgang um 325.000 Personen (./. 0,7 %) geführt. Im Jahr 2021 war die Erwerbstätigkeit nur leicht um 87.000 Personen (+ 0,2 %) gewachsen. Die Arbeitslosigkeit ist in den Niederlanden befand sich auch in 2023 abermals mit 3,55 % im Jahresvergleich auf einem niedrigen Niveau.6 In Belgien lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2023 bei 5,52 % (Vorjahr: 5,55 %).7 Sie sank somit gegenüber dem Vorjahr leicht. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1 Internationale Einordnung Die Entwicklung der Automobilindustrie ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Daher ist mit einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität auf den internationalen Automobilmärkten zu rechnen. Die anhaltende konjunkturelle Abschwächung auf den Weltmärkten, die Gefährdung von Handelswegen und die Auswirkungen auf die Energiepreise insbesondere infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine seit 2022, der politischen Instabilität aufgrund des Angriffs der Hamas auf Israel im Oktober 2023 und den Attacken der Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer beeinträchtigten die deutsche Automobilbranche auch in 2023. Kämpfte die Branche in 2022 schwerpunktmäßig noch mit Problemen in den Lieferketten (insbesondere bei Halbleitern und Vorprodukten), rückten in 2023 insbesondere die gesamtwirtschaftliche Entwicklung - hier unter anderem die zunehmende Deglobalisierung mit einem aufkommenden Protektionismus auf den Weltmärkten - und der Mangel an Fachkräften in den Fokus. Trotz des aus deutscher Sicht schwierigen Umfelds konnten die größten Absatzmärkte - Europa, USA und China - in 2023 insgesamt dennoch Zuwächse verzeichnen.8
5
Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis), Arbeit, Arbeitsmarkt Erwerbstätigkeit (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Lange-
Reihen/Arbeitsmarkt/Irerw13a.html), zuletzt abgerufen am 30.7.2025. Das weltweite Produktionsvolumen für motorisierte Fahrzeuge wurde vom internationalen Verband der Automobilhersteller (OICA) für das Jahr 2023 mit 93,6 Mio. (Vorjahr: 85,0 Mio.) Fahrzeugen, d. h. mit einem Wachstum von + 10,0 %, angegeben.9 Dabei ist in den 27 Ländern der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich eine Produktion von 15,3 Mio. (Vorjahr: 13,6 Mio.) Fahrzeugen, d. h. ein Plus von 11 %, zu verzeichnen. Für Deutschland ist eine Produktion von 4,1 Mio. (Vorjahr: 3,5 Mio.) Fahrzeugen und damit ein Plus von etwa 17 % dargestellt. Die von der OICA geführten Statistiken über Absatz- bzw. Zulassungszahlen für Neufahrzeuge offenbaren ein differenziertes Bild.10 Im Jahr 2023 wurden weltweit rund 92,9 Mio. (Vorjahr: 83,0 Mio.) Neufahrzeuge verkauft bzw. registriert, was insgesamt einem Anstieg um rund 11,9 % entspricht. Dabei verzeichneten 2023 die Regionen China, Indien, Indonesien, Malaysia, Thailand und Saudi-Arabien trotz der krisenbelasteten Rahmenbedingungen Wachstumsraten zwischen -8,7 % und 23 %. So sanken die Stückzahlen in den Ländern um 74.000 oder stiegen um fast 3,2 Mio. Fahrzeuge. In den 27 Länder der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich und den EFTA-Staaten (European Free Trade Association / Europäische Freihandelszone) herrschten - bis auf Norwegen - ausschließlich Zuwächse. In Summe beläuft sich der Zuwachs dort auf rund 14,3 % (2023: 15,2 Mio., Vorjahr: 13,3 Mio. Fahrzeuge). Für Deutschland wird ein Niveau von 3,2 Mio. Fahrzeugen (Vorjahr: 3,0 Mio. Fahrzeuge) angegeben. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat die registrierten Neuwagenzulassungen für Deutschland mit 2,84 Mio. Fahrzeugen (Vorjahr: 2,65 Mio.) ausgewiesen (Zuwachs: + 0,7 %).11
9
Vgl. Organisation Internationale des Constructeurs d'Automobiles (OICA), Production
Statistics 2023 (https://www.oica.net/category/production-statistics/2023-statistics/)
und für 2022 https://www.oica.net/category/production-statistics/2022-statistics/;
dies deckt sich in etwa mit der Angabe der European Automobile Manufacturers' Association
(ACEA) für 2023 in Höhe von 93,9 Mio. weltweit produzierten Einheiten (https://www.acea.auto/figure/key-figures-eu-auto-industry/). 2.2 Standortbezogene Faktoren Die Automobilindustrie ist die größte Branche des verarbeitenden Gewerbes und gemessen am Umsatz der mit Abstand bedeutendste Industriezweig in Deutschland. Die Unternehmen der Branche erwirtschafteten im Jahr 2023 einen Umsatz von gut 564 Milliarden Euro und beschäftigten direkt ca. 780.000 Personen.12 Die Automobilindustrie hat folglich eine hohe Bedeutung für Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland. Im Jahr 2023 lag bei den Neuzulassungen in Deutschland13 der Anteil benzinbetriebener Pkw mit 978.660 Neuzulassungen (34,4 %) über dem Vorjahresniveau (32,6 %). Der Anteil dieselbetriebener Pkw sank hingegen. Diese wiesen mit 486.581 Fahrzeugen in der Jahresbilanz einen Anteil von 17,1 % (Vorjahr: 17,8 %) an der Gesamtzahl der Zulassungen auf. Die alternativen Antriebsarten schlossen das Jahr 2023 mit unterschiedlichen Ergebnissen ab.14 Hybridangetriebene Fahrzeuge erreichten mit 840.304 einen Anstieg von rund + 1,6 % und einen Anteil am Gesamtmarkt von 29,5 %. Darunter bildeten 175.724 Plug-in-Hybride (- 51,5 %) einen Anteil von 6,2 %. Die 524.219 neu zugelassenen Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 % eine Steigerung von + 11,4 % auf. Flüssiggasbetriebene Pkw (13.147/-12,4 %) waren mit einem Anteil von 0,5 % und erdgasangetriebene Pkw (1.327/-28,1 %) mit 0,0 % im Jahr 2023 vertreten. In Belgien wurden 2023 477.534 neue Pkw zugelassen. Das sind 28,5 % mehr als 2022. Angetrieben von Nutzfahrzeugen verzeichnete der Neuwagenmarkt einen neuen Rekord bei der Elektrifizierung. Traditionelle Verbrennungsmotoren (Benzin und Diesel) verloren 2023 weiter Marktanteile (-0,4 %) zugunsten elektrifizierter Antriebe. Hybrid- (PHEV + HEV) und Elektroantriebe (BEV) waren bei den jährlichen Zulassungen noch nie so stark vertreten wie heute: Mehr als jeder zweite Neuwagen verfügte über einen batteriegestützten Antrieb und mehr als vier von zehn über einen Plug-in- Anschluss.15
12
Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Wirtschaftsbranchen, Automobilindustrie,
Eckdaten der deutschen Automobilindustrie (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Textsammlungen/Branchenfokus/Industrie/branchenfokus-automobilindustrie.html),
zuletzt abgerufen am 29.7.2025. In den Niederlanden wurden 2023 369.791 neue Pkw zugelassen, 19 % mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Elektroautos an den Gesamtzulassungen lag im vergangenen Jahr mit 30,8 % um fast 7,5 % höher als 2022, als der Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuverkäufen 23,5 % betrug. Interessenverbände betonen die Bedeutung von Subventionen und Steueranreizen für Elektrofahrzeuge. Besondere Bedenken bestehen für die Zeit nach 2025, da es keine Anreize für den Umstieg auf Elektromobilität gibt.16 2.3 Transformationsfaktoren Die Automobilbranche befindet sich im Umbruch. Waren deutsche Automobilhersteller bisher Technologieführer, eröffnet der Wandel hin zur Elektromobilität neue Markteintrittschancen insbesondere für Unternehmen aus China.17 Diese Entwicklung bedroht die deutschen Automobilhersteller und den Automobilstandort Deutschland. Eine Studie des ifo Instituts im Auftrag des VDA vom 6.5.202118 zeigt das Risiko auf, dass der Strukturwandel in der Automobilbranche für die Beschäftigten im Zeitraum bis 2025 und darüber hinaus bis 2030 nicht komplett über die altersbedingte Beschäftigungsfluktuation abgefedert werden kann. Bis zum Jahr 2025 sind mindestens 178.000 Beschäftigte von der Transformation betroffen, bis 2030 mindestens weitere 215.000 Arbeitsplätze. Auf der anderen Seite gehen rund 75.000 Beschäftigte bis 2025 bzw. 147.000 bis 2030 in den Ruhestand. Somit ergibt sich eine erhebliche Lücke zwischen den betroffenen Beschäftigten und der anstehenden altersbedingten Beschäftigungsfluktuation. Der Aufbau paralleler Strukturen und die dadurch bedingte geringere Arbeitsproduktivität, die zunehmende Automatisierung und die verringerte Wertschöpfungstiefe können künftig negative Auswirkungen auf die Beschäftigung der Branche haben. Auch diesen Aspekt gilt es, bei politischen Entscheidungen zu berücksichtigen.
16
Vgl. https://mobilitree.net/elektromobilitaet-in-den-niederlande/#:~:text=Im%20Jahr%202023%20verzeichnete%20der%20niederl%C3%A4ndische%20Gesamt-Pkw-Markt%20ein,Wachstum%20von%2019%20Prozent%2C%20mit%20insgesamt%20369.791%20Neuzulassungen;
zuletzt abgerufen am 30.7.2025. Die Transformation betrifft die gesamte Branche, aber im Besonderen die Zulieferer. Von rund 645.000 Arbeitsplätzen in der Antriebsstrangproduktion bei europäischen Zulieferern könnten bis zum Jahr 2035 gut 501.000 (78 %) wegfallen. Im Gegenzug könnten rund 226.000 neue Jobs in der Produktion von E-Antriebssträngen bei Zulieferern entstehen. Unterm Strich könnte ein Nettoverlust von rund 275.000 Arbeitsplätzen drohen, so eine vom europäischen Automobilzuliefererverband CLEPA in Auftrag gegebene Studie von PwC Strategy.19 Die Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie ist stark ausdifferenziert. Die Fahrzeugfertigung erfordert den Zukauf von Teilen, Komponenten und Rohstoffen, sodass auch Branchen, die vordergründig wenig mit dem Automobilbau zu tun haben, an der Herstellung von Kraftfahrzeugen beteiligt sind. Dazu gehören Investitionsgüter, Material- und Teilelieferungen, u. a. aus der chemischen Industrie, der Textilindustrie, dem Maschinenbau und der elektrotechnischen Industrie sowie der Stahl- und Aluminiumindustrie. Außerdem sind Ingenieurbüros, Autohändler, Werkstätten und Tankstellen, aber auch weitere Dienstleistungen rund um das Auto direkt oder indirekt von der Automobilkonjunktur abhängig. Aufgrund ihrer international geprägten Wertschöpfungskette und ihrer hohen Exportquote ist die deutsche Automobilindustrie besonders von Lokalisierungsbestrebungen und zunehmenden Handelshemmnissen betroffen. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet aber mit Nachdruck an weltweit offenen Märkten und einem fairen Marktzugang. Abschließend kann dennoch festgehalten werden, dass trotz der vorhandenen Herausforderungen Deutschland bereits der zweitgrößte Produzent von Elektrofahrzeugen weltweit ist. Der Großteil der PKW-Montagewerke ist zudem auf eine Produktion von Elektroautos vorbereitet. In Bezug auf Europa ist Deutschland damit wohl in der Entwicklung am weitesten hin zum elektrifizierten Antriebsstrang.20 Wie gut die Transformation gelingen wird, hängt wesentlich von den weiteren Forschungsfortschritten im Bereich des elektrifizierten Antriebsstranges wie auch den Entwicklungen auf Ebene der globalen Handelspolitik ab.21
19
Vgl. Europäischer Verband der Automobilzulieferer (Comité de liaison européen des
fabricants d'équipements et de pièces automobiles CLEPA): Pressemitteilung vom 6.12.2021
(veröffentlicht per https://www.clepa.eu/insights-updates/press-releases/an-electric-vehicle-only-approach-would-lead-to-the-loss-of-half-a-million-jobs-in-the-eu-study-finds/),
zuletzt abgerufen am 29.7.2025. 3. Geschäftsverlauf Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das EBIT. Für 2023 wurde für die MSX I GmbH ein Umsatzwachstum von ca. 17 % gegenüber 2022 und somit von 75 Mio. Euro auf ca. 88 Mio. Euro prognostiziert. Das EBIT (ohne Sondereffekte) wurde dabei für 2023 mit rund 2,3 Mio. Euro geplant. Die Umsatzprognose konnte um 2 % übertroffen werden. Die Umsätze belaufen sich somit auf 89,9 Mio. Euro. Für 2023 ist ein EBIT in Höhe von 2,69 Mio. Euro (Vorjahr: - 2,26 Mio. Euro) zu verzeichnen. Die Planungen wurden somit übertroffen. Das erzielte Umsatzwachstum erforderte einen erhöhten Anteil an Fremdleistungsbezug, sodass der diesbezügliche Leistungsbezug von Unternehmen der MSX-Gruppe gegenüber dem Vorjahr um rd. 30 % auf 36,2 Mio. Euro und der Leistungsbezug von konzernfremden Consultants um rd. 49 % auf 4,4 Mio. Euro zunahm. Es gelang damit trotz des Fachkräftemangels die gute Auftragsakquisition erfolgreich in der Realisierung der Aufträge umzusetzen und die Kundenbindung an MSX International fortzusetzen. Zudem erfolgte das Umsatzwachstum ohne einen strukturellen Fixkostenaufbau im Bereich des Personalwesens; vielmehr konnten die Personalaufwendungen ggü. 2022 um 1,2 Mio. Euro auf 34,8 Mio. Euro gesenkt werden. Das Rohergebnis aus Umsatzerlösen abzüglich bezogener Fremdleistungen belief sich im Jahr 2023 auf 49,3 Mio. Euro bzw. 54,8 % des Umsatzes (Vorjahr: 46,3 Mio. Euro bzw. 59,8 % des Umsatzes) und bildet den geringeren Eigenwertschöpfungsanteil zugunsten variabler Kosten ab. Insgesamt ist die MSX I GmbH in Anbetracht der erläuterten schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit den erzielten Ergebnissen bezogen auf die gesamte Gesellschaft zufrieden und kann feststellen, dass es ihr gelungen ist, eine deutliche Trendumkehr gegenüber den früheren Jahren einzuleiten. Wird ein gesonderter Blick auf die im Ausland belegenen Niederlassungen geworfen, hatte die MSX I GmbH für die belgische und niederländische Einheit für 2023 einen Umsatz von ca. 6 Mio. Euro und ein EBIT von ca. 0,7 Mio. Euro prognostiziert. Aufgrund des herausfordernden Automobilmarktes und der angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation konnten das ambitionierten Ziel des prognostizierten EBIT nicht erreicht werden. Bei tatsächlich erzielten Umsätzen in Höhe von 6,25 Mio. Euro wurde die Umsatzprognose um rund 4 % übertroffen. Operativ wurde zudem ein Verlust erzielt. So fiel das EBIT mit -0,43 Mio. Euro negativ aus. Wird das Ergebnis nach den Betriebsstätten aufgegliedert zeigt sich, dass in den Niederlanden ein positives EBIT von ca. 124 TEUR und in Belgien ein Verlust von -557 TEUR erwirtschaftet wurde. Die durchschnittliche, gesamte Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 betrug 456 (Vorjahr 488). Davon entfallen 393 (Vorjahr 412) auf Deutschland. Bezogen auf die ausländischen Betriebsstätten lag die durchschnittliche Mitarbeiterzahl davon im Jahr 2023 bei 30 Personen (Vorjahr: 35) in den Niederlanden und 35 Personen (Vorjahr: 41) in Belgien. 4. Darstellung der Unternehmenslage 4.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind von 77,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 um 16,0 % auf 89,9 Mio. Euro in 2023 gestiegen. Die Gesellschaft hat in 2023 eine Umstellung des internen Reportings vorgenommen, um die Leistungsbeiträge der sog. Value Streams detaillierter zu erfassen. Für die Folgejahre kann dadurch zielgenauer herausgearbeitet werden, wie sich die Umsätze der jeweiligen Leistungsbereiche entwickeln. Erste Auswertungen sprechen dafür, dass der Umsatzzuwachs in 2023 in wesentlichen Teilen auf den Bereich der „Warranty Management Solutions“ entfällt. In diesem Geschäftsbereich werden Automobilhersteller bei der Durchführung von Audits bei deren Vertragshändlern vor Ort im Bereich der Garantieabwicklung unterstützt. Die Umsätze werden im Weiteren nach geographischen Märkten aufgeschlüsselt.
Die Umsatzerlöse beinhalten einen Sondereffekt in Höhe von 762 TEUR. So wurden in den Vorjahren unter den erhaltenen Anzahlungen vereinnahmte Projekthonorare für etwaige noch anstehende Restarbeiten passiviert. In 2023 wurden sämtliche erhaltene Anzahlungen in die Umsatzerlöse umgebucht und die Bilanzierungspraxis dahingehend angepasst, dass für Nachbesserungen Rückstellungen passiviert werden. Hier gab es jedoch in 2023 keine Fälle, wofür eine Rückstellung hätte gebildet werden müssen. Vielmehr wurden in 2023 lediglich bisher in den erhaltenen Anzahlungen passivierte Beträge ertragswirksam aufgelöst. Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. 1.004 TEUR sind gegenüber dem Vorjahr (974 TEUR) leicht um 30 TEUR gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf zwei gegenläufige Sondereffekte zurückzuführen: In 2022 wurde eine Verbindlichkeit i.H.v. 748 TEUR ergebniswirksam ausgebucht. Andererseits kam es in 2023 zu Erträgen aus der Erstattung von Umsatzsteuer infolge von gegenüber Kunden vorgenommenen Rechnungskorrekturen in Höhe von 599 TEUR. Gleichzeitig erhöhten sich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 170 TEUR in 2023 gegenüber 2022. Die Materialaufwendungen stiegen in 2023 von bisher 31,1 Mio. Euro um 9,5 Mio. Euro auf 40,6 Mio. Euro. Der Anstieg beläuft sich auf 30,5 %, da das Umsatzwachstum den vermehrten Bezug von Fremdleistungen erforderte, die wie in früheren Jahren zum Großteil aus der MSX International geleistet werden konnten. Mit dem überproportionalen Anstieg des Materialeinsatzes geht auch ein abermaliger Zuwachs der Materialaufwandsquote im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 von 40 % auf 45 % einher. Der Personalaufwand sank im Jahr 2023 auf rd. 34,8 Mio. Euro (Vorjahr: 36,0 Mio. Euro), was einem Rückgang im Vorjahresvergleich um moderate 3,4 % entspricht. In Vorjahren implementierte produktivitätssteigernden Konzepte drücken sich im gesunkenen Personalaufwand aus. Das relative Verhältnis des Personalaufwands zu den Umsatzerlösen hat sich von 46,4 % daher im Jahr 2022 auf 38,7 % im Jahr 2023 abermals vermindert. Die Abschreibungen beliefen sich im Jahr 2023 auf 0,269 Mio. Euro. Sie fielen damit um 0,09 Mio. Euro höher aus als im Jahr 2022, was primär auf erhöhte Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten ein weiteres Mal im Zeitablauf reduziert werden; und zwar von 13,4 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro auf 12,5 Mio. Euro. Der Rückgang gegenüber 2022 beruht im Wesentlichen auf Einsparungen im Bereich der Miet- und Mietnebenkosten der Betriebsstandorte (./. 487 TEUR), Einsparungen im Bereich der Marketingaufwendungen (./. 139 TEUR), einem Rückgang von Währungsverlusten (./. 118 TEUR) und von Bankgebühren (./. 142 TEUR). Den Einsparungen stehen aber teilweise auch Mehraufwendungen gegenüber. So stiegen insbesondere die Fahrzeug- und Fahrzeugnebenkosten um 182 TEUR gegenüber 2022 an. Die Rechts- und Beratungskosten wiesen in 2023 gegenüber 2022 im Vergleich zu früheren Jahren lediglich einen moderaten Zuwachs von 37 TEUR auf. Die Zinserträge erhöhten sich in 2023 von 122 TEUR um 179 TEUR auf 301 TEUR. Der Zuwachs entfällt im Wesentlichen auf gestiegene Zinserträge aus innerhalb des Konzerns ausgereichte Mittel (2023: 289 TEUR; 2022: 122 TEUR). Bezogen auf die gesamte MSX I GmbH wurde in 2023 nach den zurückliegenden Verlustjahren wieder ein positives operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) in Höhe von 2,69 Mio. Euro (Vorjahr: - 2,3 Mio. Euro). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen 409 TEUR. Die Steuerquote liegt damit bei ca. 14 %. Die sonstigen Steuern belaufen sich auf 9 TEUR (Vorjahr: 24 TEUR). Insgesamt ergab sich für das Jahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von 2,58 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 2,28 Mio. Euro). Ein gesonderter Blick auf die Niederlassungen in Belgien und in den Niederlanden zeigt, dass die Umsatzerlöse (nach Konsolidierung von Innenumsätzen) von 6,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 auf 6,25 Mio. Euro im Jahr 2023 sanken. Das für 2023 prognostizierte Umsatzbudget von ca. 6 Mio. Euro konnte aber erreicht werden. In Summe erzielte die MSX I GmbH in Belgien und den Niederlanden ein negatives Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund -0,43 Mio. Euro (Vorjahr: - 1,49 Mio. EUR). Eine tiefergehende Analyse zeigt aber, dass in Belgien ein positives EBIT von ca. 124 TEUR und in den Niederlanden ein negatives EBIT in Höhe von ca. - 557 TEUR erwirtschaftet wurde. 4.2 Finanzlage Die Liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro). Der Geldfluss wird durch die zentrale Verwaltung über ein Pooling-Konto garantiert.
Die MSX I GmbH war im laufenden Geschäftsjahr jederzeit in der Lage die fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Die MSX I GmbH greift zur Deckung ihres Finanzmittelbedarfs nicht auf externe langfristige Finanzierungen zurück. Die bestehenden Verbindlichkeiten beschränken sich im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs entstehen. Zusätzlich verfügt die Gesellschaft über den Zugang zu einem konzerninternen Cash-Pool, der eine ausreichende Liquiditätsversorgung ermöglicht und kurzfristige Finanzierungsbedarfe flexibel abdeckt. 4.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme weist einen Wert von 26,3 Mio. Euro auf. Sie erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. Euro. Das Anlagevermögen erhöhte sich von 0,3 Mio. Euro um 14,9 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro. Der Anstieg entfällt dabei in Höhe von 207 TEUR auf Zugänge im Sachanlagevermögen und in Höhe von 14.943 TEUR auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Das Umlaufvermögen verringerte sich im Berichtsjahr insgesamt um 1,0 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro. Dabei sind gegenläufige Effekte zu beobachten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 3,4 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro, was auf die gestiegenen Umsätze zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich im Vergleich dazu von 3,3 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro. Hier wurde insbesondere eine Forderung über 2,4 Mio. Euro getilgt. Gleichfalls nahmen auch die liquiden Mittel von 4,8 Mio. Euro zum 31.12.2022 um 1,5 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro zum 31.12.2023 ab. Die Herleitung ist unter 4.2 aus dem Cash-Flow ersichtlich. Die Sonstigen Vermögensgegenstände wie auch die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um 409 TEUR bzw. 154 TEUR auf 772 TEUR bzw. 312 TEUR an. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 ein Eigenkapital von 4,5 Mio. Euro aus. Im Vorjahr wurde ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 10,1 Mio. Euro bilanziert. Der in 2022 eingeschlagene Konsolidierungskurs trägt Früchte mit einer weiteren Ergebnis- und Liquiditätsverbesserung gegenüber früheren Jahren. So konnte das Jahresergebnis um 4,9 Mio. Euro im Vergleich zu 2022 verbessert werden. Daneben erfolgte durch den Gesellschafter eine Einlage in die Kapitalrücklage über 12 Mio. Euro. Der Fortbestand der Gesellschaft ist gesichert. Zur weiteren Absicherung der Fortbestehensprognose verfügt die Gesellschaft über eine zum 31.08.2026 endende Patronatserklärung von einer übergeordneten Konzerngesellschaft. Die Rückstellungen verharren auf dem Vorjahresniveau von ca. 4,1 Mio. Euro zum 31.12.2023. Die Entwicklung der Rückstellungsarten fällt dagegen unterschiedlich aus. Während die Steuerrückstellungen gegenüber 2022 um 469 TEUR stiegen, reduzierten sich die Sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 490 TEUR. Der Anstieg der Steuerrückstellungen ist dabei insbesondere auf das positive Jahresergebnis im Vergleich zu den Vorjahren zurückzuführen. Trotz vorhandener Verlustvorträge kommt es infolge der Mindestbesteuerung zu einer Steuerlast für 2023. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen beruht im Wesentlichen auf der Verringerung der Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen von 807 TEUR sowie einem Anstieg der Urlaubs- und Überstundenrückstellungen und weiterer Personalkosten von 485 TEUR. Die Verbindlichkeiten sanken im Vorjahresvergleich von 18,3 Mio. Euro um 0,5 Mio. Euro auf 17,8 Mio. Euro zum 31.12.2023. Davon bestehen wie im Vorjahr 14,9 Mio. Euro gegenüber verbundenen Unternehmen und betreffen mit 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro) den Cash-Pool. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber 2022 nur unwesentlich erhöht (+ 31 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen um 167 TEUR von 1.026 TEUR auf 859 TEUR zurück. Die erhaltenen Anzahlungen sanken von 2022 auf 2023 um 762 TEUR auf 0 EUR. In 2023 gab es hingegen keine Fälle, wofür eine Rückstellung hätte gebildet werden müssen. Die geänderte Bilanzierungspraxis bei den erhaltenen Anzahlungen führt bereits für sich betrachtet zu einem Rückgang von 762 TEUR gegenüber 2022 und macht somit den größten Teil der Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber 2022 aus. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2024 waren - wie in den Vorjahren - eher verhalten. Die Coronakrise schien zwar nachhaltig überwunden, aber die Störungen der globalen Lieferketten, die weiterhin bestehenden und neu aufkommenden geopolitischen Konflikte und die hohe Inflation wirkten fort. Das globale Wirtschaftswachstum wurde für 2024 nunmehr auf 3,1 % prognostiziert.22 Für Deutschland wurde im Mai 2024 vom Sachverständigenrat ein Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 von 0,2 % vorausgesagt.23
22
Vgl. International Monetary Fund (IMF): World Economic Outlook Update vom 30.1.2024 Die für den Weltmarkt der Automobilindustrie erwartete weitere Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie zeichnete sich zunächst im ersten Quartal 2024 ab. So berichtete der Verband der Automobilindustrie (VDA) im April 2024 zunächst von einer weiteren positiven Marktentwicklung.24 So wurden auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA und Vereinigtes Königreich) 5 % mehr Fahrzeuge abgesetzt als im ersten Quartal 2023. Es besteht dennoch weiterhin eine Lücke in Höhe von 18 % gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019. In der MSX-Gruppe werden die Unternehmensbudgets konzerneinheitlich nach Regionen geplant. Die Umsatzprognosen erfolgen dabei gemäß der Wertschöpfung, welche von den einzelnen Einheiten der MSX-Gruppe in den Regionen erbracht werden. Basierend auf Verträgen, die bereits abgeschlossen wurden, sowie auf Vertragsverhandlungen, welche kurz vor dem Abschluss standen, wird das „Base Business“ prognostiziert. Für zusätzlich erwartete Verkaufsmöglichkeiten erfolgt die Schätzung einer „Pipeline“ für darüberhinausgehende Umsatzsteigerungen. Für 2024 wird auf Basis der Nettowertschöpfung für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein Umsatz prognostiziert, welcher der Prognose für 2023 (ca. 42,3 Mio. EUR) entspricht. Für die BENELUX-Region (Belgien, Niederlande, Luxemburg) ist demgegenüber ein Umsatzbudget prognostiziert, welches leicht oberhalb der Umsatzprognose für das zurückliegende Jahr 2023 (ca. 8,4 Mio. EUR) liegen sollte. Die von der MSX I GmbH fakturierten Umsätze reichen über diese Wertschöpfungsplanung hinaus, da sie von ihren Kunden als Einheit der MSX-Gruppe wahrgenommen wird und deshalb eine Vielzahl von international zu erbringenden Aufträgen erhält, welche regional auch von anderen MSX-Einheiten - aber für Rechnung und Risiko der MSX International GmbH - ausgeführt werden. Diese Umsätze werden in der Konzernplanung den betreffenden Wertschöpfungsregionen zugeordnet. Im Jahresabschluss der MSX I GmbH sind diese Umsätze unabhängig von der Regionalität als Umsatzerlöse der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Aufwendungen für bezogene Fremdleistungen einzubeziehen. Andererseits sind Innenumsätze zwischen den Niederlassungen innerhalb der Gesellschaft im Jahresabschluss der MSX I GmbH zu konsolidieren. Unter Berücksichtigung dieser Adjustierungen liegt die Umsatzprognose für die DACH-Region für 2024 insgesamt auf dem Niveau der Umsatzprognose für 2023 und damit unterhalb der tatsächlichen in 2023 erzielten Umsätze. Gleiches gilt für die Niederlassungen in Belgien und in den Niederlanden. Der Konzern hat sich in Bezug auf die in Deutschland belegene Gesellschaft vorgenommen, 2024 mit einem EBIT abzuschließen, welches leicht oberhalb des tatsächlich erzielten EBIT des Geschäftsjahres 2023 liegen sollte. Die Steigerung im EBIT ist bei gleichbleibenden Umsätzen auf die weiterhin angestrebten Kosteneinsparungen zurückzuführen. Die Niederlassungen in Belgien und den Niederlanden tragen auch für 2024 einen geringen Beitrag zu dem Ergebnis bei. Das EBIT der Betriebsstätten sollte in 2024 aber leicht unterhalb des tatsächlichen EBIT des Jahres 2023 liegen. Für das Jahr 2025 gehen die Basisprognosen davon aus, dass die Weltwirtschaft mit rund 3,3 % wachsen wird.25 Die globale Inflation soll stetig sinken. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für das Jahr 2025 für Deutschland allerdings weiterhin das schwächste Wachstum aller führenden westlichen G7-Industriestaaten. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2024 abermals um 0,2 %26 zurückgegangen ist, erwartet der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten für 2024/2025 nur ein geringes BIP- Wachstum von 0,4 %.27 Der VDA erläutert in seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz am 21.1.2025 den Status Quo der Automobilindustrie und beschreibt weitere Entwicklungstendenzen in der Branche.28 In Europa (EU, EFTA und Vereinigtes Königreich) wird für den Pkw-Markt ein Plus von 2 % erwartet. Für die USA wird ebenfalls von einem Wachstum von 2 % ausgegangen. Mit Blick auf den chinesischen Markt wird mit einem Anstieg von 1 % gerechnet. Die Pkw-Inlandsproduktion in Deutschland wird vom VDA für 2025 leicht steigend mit rund 4,15 Mio. Einheiten (+ 1 %) erwartet. Der Pkw-Export aus Deutschland soll einen leichten Anstieg um rund 2 % auf gut 3,2 Mio. Einheiten erfahren. Im Bereich der Elektro-Pkw wird aufgrund der CO2 -Flottenregulierung mit einem deutlichen Anstieg der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland gerechnet. Der VDA geht für 2025 von etwa 873.000 Elektro- Pkw-Neuzulassungen aus. Das entspricht gegenüber 2024 einem Absatz- Plus in Höhe von 53 %. Eine positive Entwicklung wird auch bei der inländischen Produktion von Elektro-Pkw erwartet. Für 2025 dürfte sie um 24 % steigen, wodurch in Deutschland 1,7 Mio. Elektro-Pkw gefertigt werden.
25
Vgl. International Monetary Fund (IMF): World Economic Outlook Januar 2025. Die MSX I GmbH sieht sich als Beratungsunternehmen und Dienstleister gerade in Zeiten schwieriger Marktverhältnisse mit seinem innovativen Leistungsangebot zur Optimierung der Value Streams in den Kundenorganisationen besonders gefordert. Hinzu kommt die internationale Ausrichtung und die Einbettung in MSX International wodurch nachhaltig ein hohes Umsatzpotenzial realisiert werden kann. Die Prognose für das Jahr 2025 sah ursprünglich eine Nettowertschöpfung für die DACH-Region vor, die leicht unterhalb der Umsatzprognose für 2023 lag. Für die BENELUX-Region wurde dagegen mit einer leichten Steigerung der Umsätze gerechnet. Im Rahmen revolvierender Forecasts in der MSX- Gruppe wurden jüngste Entwicklungen in der Automotivbranche antizipiert und deshalb die Prognose für die DACH-Region und für die BENELUX-Region reduziert. Die Umsatzprognose für die MSX International GmbH fällt für 2025 daher nun dergestalt aus, dass die Umsätze 2025 für die DACH-Region leicht unterhalb der tatsächlichen Umsätze 2023 liegen sollten. Für die BE-NELUX-Region wird dagegen weiterhin damit gerechnet, dass die Umsätze leicht oberhalb der Prognose der Umsätze für 2023 liegen sollten. Mit Blick auf das EBIT wird für die MSX International GmbH prognostiziert, dass dieses dem Niveau der EBIT-Prognose für 2024 entspricht. Das gilt sowohl für die DACH- als auch für die BENELUX-Region. 2. Chancen- und Risikobericht 2.1 Chancenbericht Unter den im Folgenden dargestellten Chancen sind mögliche zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu verstehen, die zu einer positiven Abweichung von der Prognose führen können. Eine Bewertung der Chancen erfolgt in der Regel nicht, da die Eintrittswahrscheinlichkeiten nur sehr schwer abzuschätzen sind. Durch das kontinuierliche Wachstum der Elektromobilität drängen zunehmend neue Hersteller, oft aus Fernost, auf den Markt. Diese neu gegründeten Unternehmen mit einer ausgeprägten Start-up-Mentalität sind auf Know- How und erfahrene Fachleute des europäischen Automobilsektors angewiesen. Dies ist eine Chance für MSX International, sich frühzeitig als Partner der ersten Wahl zu positionieren. Ein zunehmender Kostendruck bei den Kunden erhöht tendenziell die Nachfrage für innovative Konzepte zur Optimierung der Value Streams in den Kundenorganisationen, wie sie von MSX International in ihrem Solutions- Portfolio angeboten werden. Darüber hinaus wurde innerhalb der MSX-Gruppe eine neue Initiative gestartet, die zum Ziel hat, die bestehenden Projekte operativ zu optimieren und damit die Gruppe durch Nutzung von Synergiepotenzialen kosteneffizienter aufzustellen. Kontinuierliche Verbesserungsprozesse dienen als eine wesentliche Säule zur weiteren Effizienzsteigerung. Weitere Chancen werden in der Anwendung neuer Technologien gesehen. 2.2 Risikobericht Der folgende Abschnitt erläutert die wesentlichen Risiken, die Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der MSX International haben. Dabei wird als Risiko ein potenzielles Ereignis definiert, welches das Erreichen der Geschäftsziele negativ beeinflussen kann. Die Risiken sind dabei hinsichtlich ihrer Bedeutung aufgeführt; beginnend mit dem für die Geschäftstätigkeit aus Sicht der Gesellschaft geringsten Risiko. Als Bonitätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass ein Vertragspartner seine eingegangenen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht erfüllen kann und es in der Folge zu einem Forderungsausfall kommt. Aufgrund des etablierten Kundenstamms und den Einsatz von Factoring sind die möglichen Auswirkungen dieser Risikoart jedoch begrenzt. IT-Risiken stellen für alle Unternehmen eine besondere Herausforderung dar. Die externe und interne Kommunikation sowie wesentliche Geschäftsprozesse bauen auf der IT auf. Ein Ausfall oder eine gravierende Störung der globalen, regionalen oder lokalen Systeme kann zu Datenverlusten und einer Beeinträchtigung dieser Prozesse führen. Um diesem Risiko zu begegnen, werden umfassende Maßnahmen zum organisatorischen und technischen Schutz gegen Datenverlust, unbefugte Manipulation und Diebstahl ergriffen. Es kommen moderne Hard- und Softwarelösungen wie Firewall- und Virenschutzeinrichtungen oder Datenverschlüsselungsverfahren zum Einsatz. Ein weiteres Risiko für das geplante Unternehmenswachstum stellen Personalrisiken dar. Es fällt weiterhin schwer, geeignetes Fachpersonal für neue Projekte zu gewinnen. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Der Gesellschaft gelingt es durch den Bezug von Leistungen innerhalb des Konzerns weiterhin, zur Auftragsabwicklung benötigte Ressourcen zu erhalten und somit das bestehende Personalrisiko zu minimieren. Zusätzlich besteht das Risiko, dass Personalkostensteigerungen zu einer Verteuerung der eigenen Leistungen am Markt führen können und zunehmender Kostendruck kann zu einer Erhöhung der Preissensitivität in den Märkten führen. Der Konflikt in der Ukraine bremst weiterhin die Expansion der Weltwirtschaft. Das Ausmaß und die Dauer der Beeinträchtigungen sind schwer zu prognostizieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind massive Import- und Exportbeschränkungen, gestiegene Zölle sowie höhere Rohstoffpreise zu beobachten. Dies wird Auswirkungen auf die Kunden der MSX I GmbH und somit letztlich auch auf die Nachfrage der Dienstleistungen der Gesellschaft haben. Neben den Auswirkungen des Ukrainekriegs ist die Automobilindustrie zusätzlich noch mit einem längerfristigen Strukturwandel konfrontiert. Die fortschreitende Transformation zur Elektromobilität, die Einführung autonomer Fahrfunktionen sowie das Aufkommen neuer Mobilitätsdienstleistungen ver- ändern Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten zum Teil erheblich. Die Entwicklung der deutschen Automobilindustrie wird hier davon abhängen, ob das bisherige Geschäftsmodell der deutschen Automobilindustrie auch in die Zukunft getragen und an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden kann. Es beruhte auf zwei Säulen: zum einen auf dem Verkauf margenstarker Fahrzeuge des Premiumsegments und zum anderen an dem starken Interesse an jenen Fahrzeugen auf den ausländischen Märkten. Einfluss auf die Entwicklung wird die Antwort auf die Frage nehmen, inwieweit es den deutschen Automobilherstellern gelingen wird, ihren im Bereich der Verbrennungstechnik vorhandenen Technologievorsprung auch im Bereich der Elektromobilität zu erreichen wie auch die Antworten auf die Fragen, wie sich die internationalen Handelsbeziehungen - von denen die deutsche Automobilwirtschaft abhängig ist - entwickeln werden und ob insbesondere der chinesische Markt Interesse an deutschen Elektrofahrzeugen haben wird.29 Die beschriebene Situation wird Auswirkungen auf die Kunden der MSX I GmbH und letztlich auch auf die Gesellschaft selbst haben. Die MSX I GmbH versucht diesen Risiken dadurch zu begegnen, neue auf den Markt strömende Akteure von dem Leistungsportfolio und dem Know-How der Gesellschaft zu überzeugen, da bisher auf dem europäischen Markt nicht aktive Unternehmen auf Fachleute des europäischen Automobilsektors angewiesen sind. Daneben ist die Gesellschaft bestrebt, das Produktportfolio kontinuierlich zu erweitern und an die Marktgegebenheiten anzupassen. Die angebotenen Leistungen helfen, die Wertschöpfungsketten der Kunden zu optimieren und deren Kosten zu senken, was in volatilen und unsicheren Zeiten im Fokus der Unternehmen steht. Die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat in der betrieblichen Praxis höchste Priorität, da eine nicht ausreichende Liquidität (Liquiditätsrisiko) die Handlungsmöglichkeiten eines Unternehmens stark einschränken kann. Für die Umsetzung der positiven Fortbestehensprognose kann die Gesellschaft von der Aufrechterhaltung der durch das Cash-Pooling und Factoring geschaffenen finanziellen Rahmenbedingungen, der Erfüllung von Forderungen durch die Gesellschafterin MSX International Limited, Colchester/Vereinigtes Königreich, sowie erforderlichenfalls von der Einhaltung einer erteilten Patronatserklärung abhängig sein. Im Ergebnis münden diese Risiken in das nahezu unausweichliche Risiko einer Konzernabhängigkeit und dem Fortbestand des Konzerns, dem im Regelfall Konzerngesellschaften unterliegen. 2.3 Zusammenfassung Die Zusammensetzung der Chancen und Risiken hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen finanziellen Auswirkungen der erläuterten Risiken und Chancen wird zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung erwartet, bei der die Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage führen könnten. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen oder nicht vorhersehbaren Entwicklungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld der Gesellschaft von den Erwartungen abweicht.
Köln, 13. August 2025 Julian Gordon Rothwell, Geschäftsführer Dirk Bott, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MSX International GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MSX International GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSX International GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Angabe "B.1. Going-Concern-Prämisse" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "C. 2.2 Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Bilanz der Gesellschaft im vorangegangenen Geschäftsjahr durch die historisch anhaltende Verlustsituation einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 10.105.057,76 ausgewiesen hat. Durch Einzahlung von EUR 12.000.000,00 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch die MSX International Limited, Colchester / Vereinigtes Königsreich konnte die bilanzielle Überschuldung beseitigt werden. Die MSX International GmbH hat der MSX International Limited, Colchester / Vereinigtes Königsreich in gleicher Höhe ein langfristig verzinsliches und endfälliges Darlehen gewährt. Die Werthaltigkeit der Ausleihung hängt maßgeblich von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gesellschafterin ab. Wie in Angabe "B.1. Going-Concern-Prämisse" und Abschnitt "C. 2.2 Risikobericht" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 13. August 2025 DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH Neu, Wirtschaftsprüfer Ertl, Wirtschaftsprüfer |
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