ING Holding Deutschland GmbH
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Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Sigrid Seibold since 5/22/2026 | Procura |
Shyaam Poedai since 5/22/2026 | Procura |
Christian Fingerhut since 4/8/2026 | Procura |
Frank Leitermann since 4/7/2026 | Procura |
Daniel Svoboda since 4/7/2026 | Procura |
Thi Bang Tam Nguyen since 4/7/2026 | Procura |
Loic Kremer since 1/5/2026 | Procura |
Mohit Daptardar since 12/8/2025 | Procura |
Birthe Jonkman since 12/8/2025 | Procura |
Lulu Kröll-Wang since 12/8/2025 | Procura |
Leif Domeyer since 12/8/2025 | Procura |
Burcu Civelek Yüce since 8/6/2025 | Procura |
René de Winter since 7/31/2025 | Procura |
Adrien Delle-Case since 7/31/2025 | Procura |
Henning Pütz since 6/3/2025 | Procura |
Mihaela Ionita since 6/3/2025 | Procura |
Christoph Pfeuffer since 6/3/2025 | Procura |
Thomas Epple since 6/3/2025 | Procura |
Lars Rückert since 3/24/2025 | Procura |
Mariana Ziemer since 3/24/2025 | Procura |
Lars Stoy since 1/13/2025 | Board Member |
Nadine Hermann since 12/13/2024 | Procura |
Nikolaus Maximilian Linaric since 12/4/2024 | Board Member |
Serge Offers since 11/25/2024 | Procura |
Anja Engel since 7/16/2024 | Procura |
Stefan Scherff since 7/16/2024 | Procura |
Nurten Spitzer-Erdogan since 4/4/2024 | Board Member |
Ralph Dr. Müller since 7/12/2022 | Board Member |
Michael Alwin Richard Clijdesdale since 4/14/2022 | Board Member |
Eddy Henning since 1/27/2022 | Board Member |
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
ING-DiBa AGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241. GrundlagenUnternehmensstruktur, Geschäftsfelder und StandorteDie ING-DiBa AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der ING Deutschland GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese ist eine 100-prozentige Tochter der ING Holding Deutschland GmbH, welche ebenfalls ihren Sitz in Frankfurt am Main hat. Die Geschäftsaktivitäten der ING-DiBa AG sind im Wesentlichen auf das Direktbankgeschäft mit Privatkunden (Geschäftsfeld Retail Banking) sowie die Finanzierung von Unternehmenskunden (Geschäftsfeld Wholesale Banking) ausgerichtet. Seit ihrer Gründung im Jahr 1965 hat die ING-DiBa AG ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main. Darüber hinaus ist die ING-DiBa AG an den Standorten Hannover, Nürnberg und Berlin vertreten. Ebenfalls mit Sitz in Frankfurt am Main unterhält die Bank eine Zweigniederlassung unter der Firmierung ING Bank, in welcher das Geschäftsfeld Wholesale Banking angesiedelt ist. Die ING-DiBa AG ist mit vier unselbstständigen Zweigstellen zusätzlich in Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart vertreten. Produkte und DienstleistungenDas Produktangebot der Bank gliedert sich innerhalb der zwei nachfolgend genannten Geschäftsfelder:
Das Geschäftsfeld Retail Banking umfasst das Privatkundengeschäft und das Geschäft mit Selbstständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Im Privatkundengeschäft bietet die Bank alle Produkte zur Geldanlage sowie zum Kreditgeschäft an. Das Produktangebot für KMU beinhaltet das Kreditgeschäft sowie Geschäfts- und Tagesgeldkonten. Neben dem Direktvertrieb der Produkte, arbeitet die Bank für das Kreditgeschäft mit ausgesuchten Kooperationspartnern zusammen. Daneben bietet die Bank in Kooperation mit AXA Versicherungen an. Das Produktangebot für kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige hat die ING-DiBa AG bereits im Dezember 2023 mit der Einführung des Business Extra-Kontos, einem verzinsten Tagesgeldkonto für Geschäftskunden, erweitert. Mit dem im September 2024 eingeführten Geschäftskundenkonto baut die ING-DiBa AG ihren Geschäftsbereich Business Banking weiter aus. Zunächst steht das Konto Selbständigen und Freiberuflern zur Verfügung, weitere Kundengruppen und Produktmerkmale folgen. Das Geschäftsfeld Wholesale Banking ist in erster Linie auf global operierende Unternehmenskunden mit einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde Euro fokussiert. Diese Unternehmenskunden werden branchenspezifisch betreut: Financial Institutions; Energy; Technology; Media; Telecommunications & Healthcare; Transport & Logistics; Commodities; Food & Agriculture; Real Estate Finance sowie multinationale und große Unternehmen (Corporate Sector Coverage). Zudem nehmen auch Geschäftskunden aus dem öffentlichen Sektor die Leistungen des Wholesale Bankings in Anspruch. Unselbstständige Zweigstellen der ING Bank in Hamburg, München, Stuttgart und Düsseldorf stärken die regionale Präsenz des Firmenkundengeschäfts und stellen eine enge Betreuung sicher. Geschäftsleitung der ING-DiBa AG (Stand 31.12.2024)
(1) CoE = Center of Expertise Absatzmärkte und wesentliche EinflussfaktorenDas Geschäftsmodell der ING-DiBa AG basiert in erster Linie auf zinsbezogenen Produkten, wie zum Beispiel Baufinanzierungen und Ratenkrediten sowie Tagesgeldern, Sparbriefen und Festgeldern. Der Hauptabsatzmarkt für das Geschäftsfeld Retail Banking liegt in Deutschland. Das Geschäftsfeld Wholesale Banking operiert international und bietet Bankdienstleistungen für große, international operierende Unternehmenskunden an. Neben klassischen Unternehmenskreditvergaben und Zahlungsdienstleistungen bietet die Bank darüber hinaus auch strukturierte Projektfinanzierungen an, die um weitere Finanzlösungen ergänzt werden. Die Konjunkturentwicklung sowie das Kapitalmarktumfeld beeinflussen die Geschäftsentwicklung der ING-DiBa AG wesentlich. So hat das Zinsniveau einen unmittelbaren Einfluss auf das Spar- und Konsumverhalten privater Haushalte. Es wirkt sich mithin direkt auf das Geschäft mit Spargeldern und Konsumentenkrediten aus. Für die Nachfrage nach privaten Immobilienfinanzierungen sind zusätzlich die Bedingungen an den Immobilienmärkten sowie der Wettbewerb mit anderen Banken von zentraler Bedeutung. Die Entwicklung der Provisionserträge aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft hängt wiederum entscheidend von der Handelsaktivität der Kundinnen und Kunden an den Wertpapierbörsen und vom außerbörslichen Handel ab. Das Wholesale Banking Geschäft hat für die ING-DiBa AG eine große Bedeutung. In diesem Geschäftsfeld werden die Zinserträge durch die Bonität der Kreditnehmer und die im Markt vorhandene Liquidität determiniert. Darüber hinaus werden Provisionserträge in diesem Geschäftsfeld generiert, was langfristig zu einer weiteren Ertragsdiversifizierung beiträgt. SteuerungssystemeIm Zusammenhang mit der Ergebnisplanung nimmt das CoE Management Reporting & Business Advice die Steuerungsfunktionen der Bank wahr. Die Steuerung erfolgt mittels Kennzahlenberechnungen auf der Grundlage des IFRS Accounting-Zahlenwerks. Insbesondere das monatliche Management Reporting gibt Aufschluss darüber, ob sich die Bank hinsichtlich ihrer operativen und strategischen Ziele innerhalb ihres Zielkorridors bewegt. Die Angaben zu den finanziellen Leistungsindikatoren sind auf der Grundlage des IFRS Accounting-Zahlenwerks nur eingeschränkt mit dem handelsrechtlichen Zahlenwerk des Jahresabschlusses vergleichbar. Die nachfolgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen als Grundlage zur Steuerung der Bank: Das Geschäftsvolumen ist ein zentraler Indikator, mit dem das Wachstum der Bank bestimmt werden kann. Diese Kennzahl setzt sich aus der Summe aller Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, der Summe aller außerbilanziellen Verpflichtungen im Wholesale Banking und Depotvolumen zusammen. Zur Steigerung dieser Größe wird neben der Kundenbindung eine kontinuierliche Kundenneugewinnung angestrebt. Das Neugeschäftsvolumen stellt einen wichtigen Einflussfaktor für die Entwicklung der zinstragenden Aktiva dar und hat demzufolge auch maßgeblichen Einfluss auf die zukünftige Ertragskraft und Entwicklung des Zinsergebnisses. Eine weitere wichtige Steuerungsgröße ist das Ergebnis vor Steuern. Dieses errechnet sich aus dem Zins- und Provisionsergebnis, dem sonstigen Ergebnis abzüglich der Verwaltungs- und Risikovorsorgeaufwendungen. Der Return on Equity (RoE) ist eine Rentabilitätskennzahl, die zur Beurteilung der Ertragslage der ING-DiBa AG herangezogen wird. Die Kennzahl wird aus dem Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum durchschnittlichen Eigenkapital der einzelnen Quartale des Geschäftsjahres ermittelt. Der effiziente Umgang mit den Ressourcen wird mittels der Cost-Income-Ratio (CIR) gemessen. Diese Kennzahl stellt das Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen dar. Die Kundenerfahrung und -zufriedenheit wird durch den Net Promoter Score (NPS) gemessen. Die Kennzahl dient als Indikator dafür, inwieweit die Kunden dazu geneigt sind, die ING-DiBa AG weiterzuempfehlen. Als bedeutsamer nichtfinanzieller Erfolgsfaktor wird jährlich die Mitarbeiterzufriedenheit gemessen. Im Rahmen des konzernweiten Continuous-Listening-Programms hat die ING-DiBa AG im Geschäftsjahr 2024 an Mitarbeiterbefragungen zum Organisational Health Index (OHI) teilgenommen. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie konjunkturelle Entwicklung in der Europäischen Union war im Geschäftsjahr 2024 von einer sich global abkühlenden Nachfrage, einer anhaltenden Schwäche in der Industrie sowie einem hohen Niveau an (geo-)politischer Unsicherheit geprägt. Die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Europäischen Union verlief im Geschäftsjahr 2024 unter den Mitgliedsstaaten weiterhin sehr heterogen. Insgesamt wuchs die EU-Wirtschaft im Schlussquartal um 0,1 Prozent, was eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen darstellt. Im Gesamtjahr 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt der EU um 0,9 Prozent gestiegen. Die leichte wirtschaftliche Erholung, die zu Beginn des Jahres 2024 eingesetzt hatte, hat sich im Jahresverlauf zusehends verlangsamt. Die Anzahl an offenen Arbeitsstellen ist weiterhin rückläufig, liegt aber nach wie vor auf einem im historischen Vergleich hohen Niveau. Trotz der angespannten und herausfordernden wirtschaftlichen Situation zeigte sich der Arbeitsmarkt robust. Sowohl die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Europäischen Union als auch die in der Eurozone war im Jahr 2024 weiterhin rückläufig und erreichte im Laufe des Jahres den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe. Nach Angaben von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, lag sie im November 2024 in der Europäischen Union bei 5,9 Prozent und in der Eurozone bei 6,3 Prozent. Die Verlangsamung des Anstiegs der Verbraucherpreise, der bereits im Jahr 2023 eingesetzt hatte, setzte sich im Jahr 2024 fort. Während die Verbraucherpreissteigerung, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), am Jahresanfang noch bei 2,8 Prozent lag, fiel sie mit 1,7 Prozent im September auf den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Insgesamt war der Rückgang der Inflation insbesondere weiterhin durch Basiseffekte in den Bereichen Energie und Lebensmittel getrieben. Aufgrund weniger vorteilhafter Basiseffekte in diesen Bereichen stieg die Gesamtinflation zum Jahresende wieder an und betrug per Dezember 2024 2,4 Prozent. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Energie und Lebensmittel ausschließt, hielt sich weiterhin auf hohem Niveau und lag im Dezember bei 2,7 Prozent nach 3,3 Prozent im Januar. Treiber waren an dieser Stelle insbesondere die Preissteigerungen für Dienstleistungen, die auf den hohen Lohndruck im Sektor zurückzuführen sind. Die Dienstleistungsinflation lag am Ende des Jahres 2024, ebenso wie auch zu Beginn des Jahres, bei 4 Prozent. Konjunkturentwicklung in DeutschlandDie deutsche Konjunktur wurde im Jahr 2024 durch das Zusammenspiel von konjunktureller Schwäche und strukturellen Herausforderungen geprägt. Die Industrie blieb weiterhin belastet durch hohe Energiepreise und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland, während der private Konsum trotz starkem Lohnwachstum keine substantiellen Zuwächse verzeichnete. Strukturelle Herausforderungen, wie die Weiterentwicklung Chinas zum ernstzunehmenden Konkurrenten oder der anhaltende Verlust der Wettbewerbsfähigkeit, haben die konjunkturelle Schwäche verstärkt. Infolgedessen ist mit dem Wirtschaftsjahr 2024 das zweite Rezessionsjahr in Folge zu Ende gegangen. Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 um 0,2 Prozent. Im Jahr 2023 war das BIP bereits um 0,3 Prozent eingebrochen. Die wirtschaftliche Schwäche war im Jahr 2024 in der Industrie besonders ausgeprägt, insbesondere in der Automobilbranche. Insgesamt war die Industrieproduktion im Laufe des Jahres weiterhin rückläufig und liegt nach wie vor unterhalb des pre-pandemischen Niveaus. Auch in der Baubranche hält die Schwächephase an, wobei der Bereich des Wohnbaus besonders belastet bleibt. Zeitgleich belastete ein hohes Maß an Unsicherheit den privaten Konsum, welcher in den ersten neun Monaten des Jahres nicht so stark anstieg, wie es das starke Lohnwachstum erwarten lassen würde. In den ersten drei Quartalen stiegen die Nominallöhne im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent. Zeitgleich verlangsamte sich die Teuerung weiter. Nachdem die durchschnittliche Inflationsrate im Jahr 2023 noch bei 5,9 Prozent gelegen hatte, lag sie im Jahr 2024 nur noch bei 2,2 Prozent. Dementsprechend lag das Reallohnwachstum in den ersten neun Monaten des Jahres mit 3,3 Prozent so hoch wie noch nie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Im Laufe des Jahres hat der Arbeitsmarkt begonnen, sich leicht abzuschwächen, wenn auch von stabilen Niveaus. Die Anzahl an erwerbstätigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland lag im Dezember 2024 bei 46,2 Millionen, was einem Rückgang um 26.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zeitgleich erhöhte sich die Arbeitslosenquote von 5,7 auf 6 Prozent. Damit liegt die Arbeitslosenquote zwar auf einem, im historischen Vergleich, niedrigen Niveau, aber doch deutlich oberhalb des Durchschnitts der Jahre 2019-2023 (5,5 Prozent). Ein weiteres Indiz für die vorsichtige Trendwende am Arbeitsmarkt ist der anhaltende Rückgang der ausgeschriebenen Arbeitsstellen sowie des Verhältnisses zwischen offenen Stellen und als arbeitslos gemeldeter Personen. Branchenbezogene RahmenbedingungenDas Branchenumfeld in DeutschlandAngesichts des nachlassenden inflationären Drucks und der anhaltend schwachen Erholung der wirtschaftlichen Aktivität hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres in mehreren Schritten gesenkt. Nachdem auch die Spannen zwischen den verschiedenen Leitzinssätzen eingeengt wurden, liegen nun der Zinssatz für die Einlagefazilität bei 2,75 Prozent, der Satz für die Hauptrefinanzierungsfazilität bei 2,9 Prozent und der Satz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 3,15 Prozent. Der EZB-Rat betrachtet dieses Zinsniveau weiterhin als restriktiv. Eine weitere geldpolitische Lockerung wird erwartet, ohne dass der Rat sich auf einen geldpolitischen Pfad festlegen würde. Im Bereich der geldpolitischen Sondermaßnahmen wurden die Bestände aus dem Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme - APP) weiter abgebaut und beliefen sich im Dezember 2024 noch auf rund 2,7 Billionen Euro. Reinvestitionen fällig werdender Bestände aus dem APP erfolgen nicht mehr. Auch unter dem Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) erfolgen keine Reinvestitionen mehr. Die Bestände aus dem Programm beliefen sich im Dezember 2024 noch auf ca. 1,7 Billionen Euro. Mit der Absenkung der Leitzinsen ging noch keine generelle Erleichterung der Finanzierungsbedingungen einher, da das Zinsniveau weiterhin restriktiv ist und die vorangegangenen Zinserhöhungen sich nach und nach auf den Bestand ausstehender Kredite auswirken. Auch die Vergabekriterien der Geschäftsbanken verschärften sich laut der Bank Lending Survey der EZB während der zweiten Hälfte des Jahres. Die Kreditnachfrage blieb schwach mit Ausnahme eines Anstiegs im Bereich der Immobilienkredite. Gleichzeitig wird die Digitalisierung von Prozessen und Leistungen auch das Unternehmenskundengeschäft stark verändern. So ermöglichen zum Beispiel Crowdinvesting-Plattformen, dass sich sowohl Start-up-Gründer als auch bereits etablierte Unternehmen passende Projektfinanzierungen suchen können. Weitere wichtige Zukunftsfelder der Finanzwirtschaft sind die Nutzung dezentraler Datenketten (Blockchain), Cloud-Lösungen sowie künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning bei Anlageentscheidungen oder der Identifikation von Kreditrisiken. Das Vorhaben der EZB zur Ausgabe von digitalem Zentralbankgeld (CBDC) in Form eines digitalen Euro für Verbraucherinnen und Verbraucher bietet hinsichtlich der Ausgestaltung des künftigen digitalen Zahlungsverkehrs die Chance, die derzeitige Abhängigkeit von außereuropäischen Akteuren zu verringern, kann aber auch zu Disintermediations- und Ertragsrisiken führen. Die Geldinstitute sehen sich außerdem weiterhin mit einer Reihe neuer Wettbewerber konfrontiert, die von agilen FinTechs bis hin zu branchenfremden amerikanischen Großkonzernen reichen, den sogenannten GAFAs (Google, Amazon, Facebook und Apple). Auch führt die zunehmende Digitalisierung zu einer Änderung des Kundenverhaltens. Die klassischen Filialen und Geschäftsstellen der Geldinstitute büßen immer mehr an Bedeutung ein. Die Kundinnen und Kunden informieren sich zunehmend digital über Produkte, Preise und Anbieter. Ein weiteres wichtiges Feld sind die Auswirkungen des Klimawandels und damit verbundene ESG-Risiken (Environment, Social, Governance), die sich auf das Kreditrisiko und damit auf die Geschäftstätigkeit von Banken auswirken. Das Thema Nachhaltigkeit und klimaneutrale Zukunft wird künftig regulatorisch stärker gesteuert werden und zunehmend an Bedeutung im Finanzsektor gewinnen. Durch den Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen auf Versorgungssicherheit und Energiepreise hat die grüne Transformation vor allem in Deutschland einen weiteren Anschub erhalten, mit dem ein erhöhter Finanzierungsbedarf einhergeht. Abzuwarten bleibt allerdings, ob auch unter einer neuen Bundesregierung ein erhöhter Nachdruck auf die grüne Transformation gelegt wird. Zusammenfassende DarstellungIm Geschäftsjahr 2024 war die Situation in Deutschland durch eine stagnierende Wirtschaft und eine moderate Inflation geprägt. Die EZB senkte im Laufe des Jahres 2024 mehrmals den Leitzins, was zu niedrigeren Finanzierungskosten für Banken führte. Trotz der niedrigeren Zinsen blieb die Kreditnachfrage bei Haushalten und Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten weiterhin verhalten. Strengere Vorschriften, wie die Umsetzung der CRR III, beeinflussen die Eigenkapitalanforderungen europäischer Banken maßgeblich und könnten langfristig die Kreditvergabepolitik verändern. Die voranschreitende Digitalisierung führt seit Jahren dazu, dass die Finanzbranche ihre Geschäftsmodelle aufgrund der zunehmenden Dynamik allen voran durch fortschreitende Technologien wie Generative KI anpassen muss. Dies adressiert die ING Deutschland bereits durch die Fokussierung auf Digitalisierung und die Bereitstellung und Weiterentwicklung bedarfsorientierter Serviceangebote für die Kundinnen und Kunden. Besonders vielversprechend ist der fortlaufende Ausbau der Vertriebskanäle im Rahmen von Mobile Banking sowie eine niedrige Kosten-Ertrags-Relation (CIR), die der Bank profitables und nachhaltiges Wachstum ermöglicht. Mit nachhaltigen Angeboten möchte die ING-DiBa AG gesellschaftliches Umdenken fördern und den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft unterstützen. Geschäftliche Entwicklung im ÜberblickIm Folgenden wird die geschäftliche Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024 dargestellt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2024 lag das Geschäftsvolumen der Bank bei 421,2 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 387,0 Milliarden Euro). Das Geschäftsvolumen konnte somit moderat gesteigert werden. Aus den einzelnen Geschäftsfeldern setzt sich dies wie folgt zusammen:
Das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern beträgt 2.602 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 3.213 Millionen Euro). Im Hinblick auf die Ertragslage ist das Zinsergebnis trotz der deutlich gestiegenen Zinserträge gegenüber dem Vorjahr moderat gesunken. Das Provisionsergebnis übertraf die Prognose und ist deutlich gestiegen. Auch die moderat gestiegenen Verwaltungsaufwendungen führten, trotz des, entgegen dem prognostizierten Wert, deutlichen Rückgangs der Risikovorsorge, zu einem erwarteten deutlich sinkenden Ergebnis vor Steuern. Die Rentabilitätskennzahl CIR spiegelt die Effizienz der Bank wider und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 35,8 Prozent (31. Dezember 2023: 32,1 Prozent). Diese ist wie erwartet deutlich gestiegen was in erster Linie auf das moderat gesunkene Zinsergebnis zurückzuführen ist. Der RoE beträgt im Geschäftsjahr 48,7 Prozent (31. Dezember 2023: 60,0 Prozent) und ist analog der Vorjahresprognose deutlich gesunken. Dies ist auf das deutlich gesunkene Gesamtergebnis zurückzuführen. Entwicklung der GeschäftsfelderGeschäftsfeld Retail BankingSpargelderDie unterjährigen Leitzinssenkungen der EZB sorgten im Jahresverlauf für eine niedrigere Renditeerwartung auf Sparprodukte für alle Kundinnen und Kunden. Aufgrund der anhaltend hohen wirtschaftlichen Unsicherheit blieb die Sparquote der Verbraucher dennoch hoch. Als Ergebnis erhöhte sich das Volumen für Spargelder und kurzfristigen Einlagen moderat auf 129,4 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 123,0 Milliarden Euro). WertpapierdienstleistungsgeschäftIn Deutschland beendete der DAX am letzten Handelstag (30. Dezember) das Jahr 2024 mit einem Stand von 19.909 Punkten, das bedeutet ein Plus von 18,8 Prozent gegenüber dem letzten Handelstag des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2024 führte die ING-DiBa AG für ihre Kunden 43,3 Millionen Wertpapiertransaktionen aus (31. Dezember 2023: 35,0 Millionen). Das Depotvolumen lag bei 110,0 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 88,6 Milliarden). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der positiven Kursentwicklung im Depotgeschäft sowie dem Netto-Kundenvolumenwachstum. Das im Depotvolumen enthaltene Fondsvolumen betrug zum 31. Dezember 2024 53,6 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 39,3 Milliarden Euro). Begünstigt wurde der Anstieg der Transaktionen durch die weiterhin hohe Nachfrage nach Wertpapiersparplänen sowie der positiver Marktwertveränderung. GirokontenIm Geschäftsjahr 2024 stieg die Zahl der bei der ING-DiBa AG eingerichteten Girokonten erneut an. Sie lag zum 31. Dezember 2024 bei 3,9 Millionen (31. Dezember 2023: 3,4 Millionen). Das Einlagevolumen stieg auf 20,8 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 20,6 Milliarden Euro). Dieses hat sich unter anderem aufgrund der gestiegenen Kontenzahl erhöht. Die Kreditinanspruchnahme auf den Girokonten betrug zum Bilanzstichtag 473 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 318 Millionen Euro). BaufinanzierungenDas Zinsumfeld war 2024 von den Leitzinssenkungen geprägt. Aufgrund des deutlichen Anstiegs im Neugeschäft, konnte das Bestandsvolumen der Baufinanzierungen zum 31. Dezember 2024 auf 96,2 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 92,7 Milliarden Euro) entsprechend der Vorjahresprognose leicht gesteigert werden. Die Hauptgründe für das gestiegene Neugeschäft lagen vor allem am niedrigeren Zinsumfeld, in Kombination mit gesunkenen Immobilienpreisen und gestiegenen Löhnen. KonsumentenkrediteDas Wachstum der Konsumentenkredite hielt auch im Geschäftsjahr 2024 an. Das Bestandsvolumen aus Konsumentenkrediten stieg zum 31. Dezember 2024 auf insgesamt 11,0 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 10,3 Milliarden Euro) moderat an. Außerbilanzielle VerpflichtungenEs wurden im Geschäftsfeld Retail Banking zum Stichtag 31. Dezember 2024 produktübergreifend insgesamt 7,1 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 7,2 Milliarden Euro) an unwiderruflichen Kreditzusagen noch nicht abgerufen. Geschäftsfeld Wholesale BankingIm Geschäftsfeld Wholesale Banking werden die Zinserträge durch die Bonität der Kreditnehmer determiniert und sind somit weitgehend unabhängig von der Marktzinsentwicklung. Das Bestandsvolumen im Wholesale Banking betrug 52,4 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 51,4 Milliarden Euro). Darüber hinaus besteht ein Teil der Erträge in diesem Geschäftsfeld aus Provisionen, die zu einer weiteren Ertragsdiversifizierung beitragen. Das Kreditvolumen betrug zum Ende des Geschäftsjahres 31,8 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 30,6 Milliarden Euro). Die Garantien, Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen reduzierten sich im Geschäftsjahr auf 19,1 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 19,2 Milliarden Euro). ErtragslageNachfolgend sind die handelsrechtlichen Kerngrößen der Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:
Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die ING-DiBa AG ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2.602 Millionen Euro und lag damit um 19,0 Prozent unter dem Vorjahr (2023: 3.213 Millionen Euro). ZinsergebnisDas Zinsergebnis ist im Geschäftsjahr mit 3.421 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aufgrund der höheren durchschnittlichen Verzinsung der Spargelder zurückzuführen. Gegenläufig wurden höhere Zinserträge aus Forderungen an Kunden erzielt, im Wesentlichen aus Krediten mit Geschäftskunden, Baufinanzierungen und Konsumentenkrediten. ProvisionsergebnisDas Provisionsergebnis im Geschäftsjahr 2024 ist im Vergleich zum Vorjahr um 33 Millionen Euro auf 311 Millionen Euro gestiegen und resultiert im Wesentlichen aus höheren Erträgen im Wertpapiergeschäft. Das Provisionsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft betrug im Geschäftsjahr 279 Millionen Euro (2023: 223 Millionen Euro). Der Saldo aus Erträgen und Aufwendungen aus Wertpapiergeschäften resultiert überwiegend aus Dienstleistungen in Zusammenhang mit dem Kunden-Brokerage. Gegenläufig wirkt sich das Provisionsergebnis aus dem Kreditgeschäft in Höhe von -76 Millionen Euro (2023: -44 Millionen Euro) aus. Das Ergebnis hängt im Wesentlichen mit gestiegenen Provisionsaufwendungen aus dem Vermittlungsgeschäft zusammen, welche auf den Anstieg des Neukreditgeschäftes zurückzuführen sind. Ein weiterer Bestandteil des Provisionsergebnisses ist das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr in Höhe von 70 Millionen Euro (2023: 71 Millionen Euro). Sonstiges betriebliches ErgebnisDas sonstige betriebliche Ergebnis ist im Geschäftsjahr 2024 um 121 Millionen Euro auf -22 Millionen Euro gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf geringere Zinsaufwendungen für Cash Collaterals zurückzuführen, die für Derivate zu stellen sind. Der Rückgang der Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Durchschnittsvolumen des empfangenen Collaterals. VerwaltungsaufwandDie Verwaltungsaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen stiegen im Geschäftsjahr um 9,0 Prozent auf 1.328 Millionen Euro. Der Anstieg der Personalaufwendungen auf insgesamt 520 Millionen Euro (2023: 514 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus Gehaltsanpassungen. Die Veränderung der anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 103 Millionen Euro auf 784 Millionen Euro ist im Wesentlichen auf gestiegene Marketingkosten sowie gestiegene Aufwendungen für erbrachte Leistungen innerhalb der ING Gruppe zurückzuführen. Die Aufwendungen für Einlagensicherung haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4 Millionen Euro erhöht. Zur Bankenabgabe wurde im Geschäftsjahr kein Beitrag erhoben. Ergebnis aus der RisikovorsorgeDas Ergebnis aus der Risikovorsorge beträgt im Geschäftsjahr -180 Millionen Euro (2023: 70 Millionen Euro). Die Position beinhaltet das Ergebnis aus Wertpapieren der Liquiditätsreserve in Höhe von 56 Millionen Euro (2023: 119 Millionen Euro), welches sich aufgrund von Zuschreibungen bereits in Vorjahren wertberichtigter Wertpapiere weiterhin positiv auswirkt. Weiterhin beinhaltet die Position Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden in Höhe von 236 Millionen Euro (2023: 49 Millionen Euro). Während das Vorjahr durch die Auflösung von Risikovorsorge auf Kredite mit in Russland ansässigen Geschäftskunden geprägt war, haben sich die Aufwendungen für Wertberichtigungen im Geschäftsjahr normalisiert. Die Wertberichtigungen beinhalten für das Geschäftsfeld Business Banking Anpassungen aufgrund erhöhter Inflation und der aktuellen Zinsentwicklung sowie für das Geschäftsfeld Wholesale Banking aufgrund von Transitionsrisiken aufgrund von Klimarisiken. Zum Jahresende weist die Bank einen Bestand an Wertberichtigungen (inkl. Rückstellungen im Kreditgeschäft) von 875,4 Millionen Euro (2023: 758,2 Millionen Euro) aus. FinanzanlageergebnisDas Finanzanlageergebnis besteht im Wesentlichen aus geringen Erträgen und Aufwendungen aus Beteiligungen. Fonds für allgemeine BankrisikenIm Hinblick auf die ausreichende Kapitalausstattung der ING-DiBa AG wurde im Geschäftsjahr 2024 entschieden, den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB um 400 Millionen Euro (2023: 565 Millionen Euro) zu reduzieren. Steuerliche SituationZwischen der ING-DiBa AG und ihrer Muttergesellschaft ING Deutschland GmbH besteht aufgrund des Gewinnabführungsvertrags eine körperschafts- und gewerbesteuerliche Organschaft. Die ausgewiesenen Steuern umfassen die Steuerumlage sowie die Umsatzsteuer gemäß Reverse-Charge-Verfahren (umgekehrte Steuerschuldnerschaft gemäß §13b UstG). Vermögens- und FinanzlageBilanzentwicklungNachfolgend ist die Entwicklung der handelsrechtlichen Kerngrößen der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:
Die Bilanzsumme der ING-DiBa AG stieg im Geschäftsjahr um 5,1 Prozent und beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 215,9 Milliarden Euro. Die Vermögenslage ist von den Kunden- und Kreditinstitutsforderungen sowie den Wertpapierpositionen geprägt. Dabei achtet die Bank darauf, durch eine ausgewogene Refinanzierungsstrategie die notwendigen Mittel vorzuhalten. Bezüglich der Darstellung der Liquiditätsanalyse, der Kapitalstruktur und der daraus resultierenden Ergebnisse verweisen wir auf den Abschnitt "Überwachung und Steuerung von Liquiditätsrisiken" in Kapitel 3. Risikobericht. Die Eventualverbindlichkeiten betragen zum Ende des Geschäftsjahres 2,4 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 2,4 Milliarden Euro). Zusätzlich bestanden zum 31. Dezember 2024 unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 23,8 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 24,0 Milliarden Euro). Forderungen an KreditinstituteDie Forderungen an Kreditinstitute sanken um 4,4 Milliarden Euro auf 24,0 Milliarden Euro. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Tagesgelder bei der Bundesbank in Höhe von 6,5 Milliarden Euro zurückzuführen.
KundenforderungenDie Forderungen an Kunden in Höhe von 142,2 Milliarden Euro entsprechen 66 Prozent der Bilanzsumme. Der Anstieg der Forderungen in Höhe von 6,8 Milliarden Euro im Vergleich zum 31. Dezember 2023 ist hauptsächlich auf das Volumenwachstum von Baufinanzierungen, Kommunalkrediten und Firmenkundenkrediten zurückzuführen. 2 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereDer Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich um 6,6 Milliarden Euro auf 45,2 Milliarden Euro. Im Wesentlichen ist dies auf Wertpapierzukäufe in Höhe von 12,6 Milliarden Euro sowie Endfälligkeiten und Verkäufe in Höhe von 6,1 Milliarden Euro zurückzuführen. Vom Gesamtbestand sind 42,0 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 36,5 Milliarden Euro) bei der Deutschen Bundesbank beleihbar. Insgesamt wurden Wertpapiere in Höhe von 37,6 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 30,9 Milliarden Euro) wie Anlagevermögen bewertet. Es bestehen ökonomische Sicherungsbeziehungen für Zwecke des Risikomanagements. Derivative FinanzinstrumenteDie derivativen Zinstauschvereinbarungen des Anlagebuches dienen der Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos. Zur Absicherung nicht-linearer Zinsrisiken aus dem Baufinanzierungsportfolio wurden Optionen auf Zinsswaps (Swaptions) abgeschlossen. Die Absicherung gegen negative Veränderungen der kurzfristigen Refinanzierungszinssätze erfolgt über Forward Rate Agreements. Zusätzlich bestehen FX-Swaps und Cross-Currency-Swaps mit anderen Kreditinstituten, um neben Zins- auch Währungsrisiken abzusichern. Diese Geschäfte werden ebenfalls zum Zwecke der Aktiv-Passiv-Steuerung eingesetzt. Credit Default Swaps wurden zur Absicherung von Kreditrisiken im Geschäftsfeld Wholesale Banking abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag befanden sich Zinsderivate mit folgenden Nominalwerten im Bestand:
Zudem hat die Bank im Geschäftsjahr mit anderen Kreditinstituten Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Wechselkursschwankungen und zu Refinanzierungszwecken abgeschlossen. Aus diesen Geschäften bestanden zum 31. Dezember 2024 Devisenlieferansprüche in Höhe von nominal 4,3 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 5,5 Milliarden Euro) sowie Devisenlieferverpflichtungen in Höhe von nominal 4,4 Milliarden Euro (31.Dezember 2023: 5,5 Milliarden Euro). Ausführungen zu den Risiken aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten können im Rahmen der Darstellung von Marktpreis- und Adressausfallrisiken dem Kapitel 3. Risikobericht entnommen werden. Sonstige aktivische PositionenDer Anstieg der sonstigen Aktiva um 1,5 Milliarden Euro auf 4,5 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 3,0 Milliarden Euro) resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Barreserve bei der Deutschen Bundesbank. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenAuf der Passivseite der Bilanz sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 4,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
In der Position sind Verbindlichkeiten gegenüber der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 3,5 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 3,8 Milliarden Euro) enthalten, die im Rahmen von KfW-Darlehen an Kunden weitergeleitet werden. KundenverbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um 7,8 Milliarden Euro auf 153,4 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 145,6 Milliarden Euro).
Die Veränderung um 5,4 Prozent ist durch den deutlichen Anstieg der Kundeneinlagen auf den Extrakonten sowie bei dem Produkt Festgeld zu begründen. Sonstige passivische PositionenDer Anstieg der sonstigen passivischen Positionen ist im Wesentlichen auf eine sonstige Verbindlichkeit im Rahmen einer ABS-Transaktion zurückzuführen. Aufgrund des fehlenden Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums werden die Forderungen weiterhin in der Bilanz der ING-DiBa AG ausgewiesen. In Höhe der übertragenen Forderungen weist die Bank eine sonstige Verbindlichkeit aus, die wie eine besicherte Verbindlichkeit behandelt wird. Um die Kapitalbasis zu stärken, wurde AT1 Kapital in Höhe von 1,2 Milliarden Euro ausgegeben. Im Geschäftsjahr wurde weiterhin ein Pfandbrief in Höhe von 1 Milliarde Euro emittiert. AnteilseignerDie Aktien der ING-DiBa AG wurden im Geschäftsjahr zu 100 Prozent von der ING Deutschland GmbH gehalten. Einlagensicherung, VerbandsmitgliedschaftenDie ING-DiBa AG beteiligte sich am Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V., Berlin. Daneben gehört sie aufgrund des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH, Berlin, an. Darüber hinaus bestehen folgende wesentliche Mitgliedschaften: Bankenverband Bayern e.V., München, Ostdeutscher Bankenverband e.V., Berlin, Bankenverband Mitte e.V., Frankfurt am Main, Bankenverband Niedersachsen e.V., Hannover, Bankenverband NRW e.V., Düsseldorf, Prüfungsverband deutscher Banken e.V., Köln, Verband der Auslandsbanken Deutschland e.V., Frankfurt am Main, Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes e.V., Berlin, Verband deutscher Pfandbriefbanken e.V., Berlin, Bankenfachverband e.V., Berlin, Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin sowie der Bundesverband für strukturierte Wertpapiere, Frankfurt am Main. GesamtaussageDie ING-DiBa AG hat sich in einem Geschäftsjahr, das durch eine Rezession in Deutschland sowie weiterhin bestehende geopolitischen Unruhen geprägt war, beständig gezeigt. Die Bank hat im Geschäftsjahr 2024 ihr Ziel, eine auf solidem Wachstum basierende Geschäftsentwicklung zu realisieren, fortgesetzt. Ungeachtet der herausfordernden wirtschaftlichen Lage konnte das Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwies sich zum Ende des Geschäftsjahres vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen als zufriedenstellend. Trotz eines rückläufigen Zinsergebnisses und einer zunehmenden Belastung des operationellen Ergebnisses ausgehend von gestiegenen Verwaltung- und Risikovorsorgeaufwendungen konnte im Gegenzug ein steigendes Provisionsergebnis sowie sonstiges betriebliches Ergebnis diesen Effekt zum Teil kompensieren. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie wirtschaftliche Leistung wie auch die weitere Entwicklung des Konzerns werden maßgeblich durch nichtfinanzielle Faktoren beeinflusst. So steht die unternehmerische soziale Verantwortung, insbesondere auch gegenüber Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, im Fokus des Unternehmens. Richtungsweisend sind gleichermaßen Aspekte, die der Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Mitwirkung am Erfolg der ING-DiBa AG dienen. Unter anderem zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit als bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikator hat die ING-DiBa AG im Geschäftsjahr 2024 an zwei ING-weiten Mitarbeiterbefragungen zum Employee Engagement teilgenommen. Im Fokus der ersten (Kurz-)Befragung im Mai 2024 stand die Bewertung der strategischen Ausrichtung, Rollenklarheit, disziplinierten Ausführung der Tätigkeiten durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Kundenorientierung. Die zweite Befragung im Oktober 2024 war eine umfassende Befragung zu diversen Themenbereichen mit 122 Fragen. Dabei wurden im Oktober 2024 neben den Fokusthemen der Kurzbefragung im Mai 2024 auch Themen wie klare Zielvorgaben und Verantwortlichkeiten, Arbeitsstandards, die Wahrnehmung der Ausrichtung auf Kundengruppen und deren Bedürfnisse und Wahrnehmung des Zusammenhangs zwischen Leistung und Konsequenzen betrachtet. Zusätzliche, potenziell mit der Mitarbeiterzufriedenheit verknüpfte Faktoren, wie die Arbeitsbelastung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sowie die Wahrnehmung der Vielfalt und der Fairness im Unternehmen wurden ebenfalls erfasst. Die Ergebnisse dieser Mitarbeiterbefragung weist bei der ING-DiBa AG im Vergleich zur letzten vollständigen Befragung dieser Art im Oktober 2022 in fast allen abgefragten Bereichen, wie Rollenklarheit und Kundenorientierung eine positive Entwicklung auf. Lediglich im Bereich Führung ist der Zustimmungswert gesunken, wobei dies nicht für alle Führungsdimensionen gilt. Ein weiterer Aspekt, welcher kritisch zu betrachten und zu beobachten ist, ist die wahrgenommene Arbeitsbelastung der Mitarbeitern. Insgesamt zeigen die Ergebnisse eine hohe Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Arbeitstätigkeiten und mit der ING-DiBa AG auf. Der NPS ist eine Kennzahl, die es ermöglicht, Kundenerfahrung und -zufriendenheit zu messen. Ein hoher NPS weist hierbei auf eine starke Kundenbindung hin, während ein niedrigerer Wert Verbesserungspotenzial anzeigt. Der NPS wird quantitativ durch die Auswertung von Kundenbefragungen ermittelt. Für die Steuerung ist jedoch hauptsächlich die Entwicklung des NPS über einen bestimmten Zeitraum relevant, weshalb hierzu keine quantitativen bankweiten Zielvorgaben bestehen. Die ING-DiBa AG ist von der Aufstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 289b HGB befreit. Diese Pflicht wird nach Maßgabe des niederländischen Rechts von der ING Groep N.V. erfüllt. Der Bericht wird auf der Internetseite www.ing.com in englischer Sprache veröffentlicht. Erklärung zur UnternehmensführungFrauenförderung und Gender DiversityDie ING-DiBa AG unterstützt feste Zielquoten für Frauen in Führungspositionen und setzt sich ambitionierte Ziele für das obere Management. Die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen hat für die Bank eine strategische Bedeutung und ist Bestandteil des Diversity-Managements. Frauen werden in allen Lebensphasen in ihrer Karriereentwicklung unterstützt und das Bewusstsein für diese Thematik wird in der Bank durch interne Kommunikation bei Führungskräften sowie dem oberen Management gestärkt. Folgende Maßnahmen werden konkret zur Frauenförderung durchgeführt:
Aktueller Stand und Zielquoten zur Frauenförderung und Gender Diversity
Anfang 2024 wurden neue Zielquoten für Aufsichtsrat, Vorstand und oberes Management festgelegt, die bis zum 31.12.2026 gelten (siehe Tabelle). Diese Zielquoten ersetzen die im Jahr 2020 festgelegten Ziele, die bis zum 31.12.2023 Gültigkeit hatten: 30 Prozent Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und oberes Management. Unter dem oberen Management versteht die Bank Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bis zu zwei Hierarchieebenen unterhalb des Vorstands und einem bestimmten Grade zugeordnet sind. Das Grade leitet sich aus den Tätigkeiten und Anforderungen an eine Position ab. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Berichtslinie zum Vorstand gelten als eine Ebene unter dem Vorstand, und wiederum solche mit Berichtslinie zur Ebene unter dem Vorstand gelten als zwei Ebenen unter dem Vorstand. Vereinbarkeit von Beruf und Familie Mit zahlreichen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt die Bank unter anderem das Ziel, individuelle Karriere- und Berufswege von Frauen und Männern zu fördern:
Auszeichnung für Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege Die ING-DiBa AG ist von der "berufundfamilie Service GmbH" als einer der familienfreundlichsten Arbeitgeber Deutschlands zertifiziert (seit 2005). Die ING-DiBa wurde für ihr strategisches betriebliches Gesundheitsmanagement im Jahr 2024 erneut durch EUPD Research Social und das Handelsblatt mit dem 1. Platz des Corporate Health Award im Bereich Finanzen ausgezeichnet. 3. RisikoberichtGrundlagen des RisikomanagementsDer Gesamtvorstand der ING-DiBa AG ist für das Risikomanagement verantwortlich. Das operative Risikomanagement wird durch die zuständigen Organisationseinheiten der ING-DiBa AG wahrgenommen. RisikokategorienDie ING-DiBa AG ist im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten insbesondere Risiken der folgenden wesentlichen Risikokategorien ausgesetzt: Marktpreisrisiken bezeichnen den potenziellen Verlust, der aus der Veränderung von Marktparametern resultiert. Die ING-DiBa AG unterscheidet in dieser Risikokategorie im Wesentlichen zwischen Zinsänderungs-, Basis-, Spread- und Währungsrisiken. Daneben ist die Bank Kundenverhaltensrisiken ausgesetzt. Liquiditätsrisiken werden definiert als die Gefahr, dass die ING-DiBa AG allgemein oder innerhalb eines Tages ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann oder sich dies in einer Ergebnisverschlechterung niederschlägt. Das Adressenausfallrisiko bzw. Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr, dass aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung einer externen Adresse ein Verlust eintritt. Nicht-finanzielle Risiken bezeichnen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen oder Systemen (z. B. Ausfälle der Datenverarbeitungssysteme, Unterschlagung, menschliches Versagen, fehlerhafte Prozesse, strukturelle Schwächen, Modellschwächen, unzulängliche Überwachung) oder infolge externer Ereignisse (kriminelle Handlungen, Naturkatastrophen etc.) eintreten. Diese Definition schließt auch Rechtsrisiken ein, die aus vertraglichen Übereinkünften oder den gesetzlichen Rahmenbedingungen resultieren. Nachhaltigkeitsrisiken als Gefahr von Verlusten infolge eines Verhaltens, das nicht im Einklang mit umweltbezogenen oder sozialen Aspekten oder den Anforderungen an eine verantwortungsgerechte Unternehmensführung steht, werden nicht als eigenständige Risikokategorie klassifiziert, sondern als Einflussfaktor bzw. Treiber für bereits bestehende Risikokategorien betrachtet. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden Nachhaltigkeitsrisiken daher auf der Ebene der einzelnen Risikokategorien bzw. wesentlicher Risikoarten untersucht. Unter weiteren materiellen Risiken subsumiert die Bank Geschäfts- und Strategierisiken sowie Verbundrisiken. OrganisationDer Gesamtvorstand trägt die Verantwortung für die Organisation des Risikomanagements in der ING-DiBa AG einschließlich ihrer Niederlassungen, gruppenangehörigen Unternehmen und Beteiligungen sowie für das Risikomanagement auf der Ebene der ING Deutschland. Dies umfasst insbesondere die Festlegung einer konzernweiten Gesamtrisikostrategie, welche Grundsätze für die Steuerung der aus der Geschäftsstrategie resultierenden wesentlichen Risiken definiert. Der Aufsichtsrat der Bank wird regelmäßig vom Vorstand über die aktuelle Entwicklung der Geschäfts- und Risikolage der ING-DiBa AG unterrichtet. Die risikostrategischen Grundsätze werden im Rahmen des in der nachstehenden Grafik dargestellten Risikosteuerungssystems umgesetzt. Dieses umfasst neben spezifischen Teilrisikostrategien für jede wesentliche Risikokategorie diverse Konzepte zur Steuerung des Gesamtrisikoprofils sowie eine schriftlich fixierte Ordnung, in der die operative Umsetzung der strategischen Ausrichtung konkretisiert wird.
Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle wesentlichen Risiken auf der Ebene der ING-DiBa AG identifiziert werden. Ausgehend von diesem Risikoprofil hat der Gesamtvorstand der ING-DiBa AG eine Organisationsstruktur für das bank- bzw. gruppenweite Risikomanagement installiert, welche die funktionale und hierarchische Trennung von den risikoübernehmenden Organisationseinheiten gewährleistet. Für die unabhängige Steuerung der Risiken der ING-DiBa AG sind die jeweiligen Organisationseinheiten des Risikomanagements (CoE Integrated Risk, Expertise Market & Liquidity Risk, Expertise Credit Risk Management Retail, Expertise Credit Risk Management Business Banking, CoE Credit Risk Management Wholesale Banking, CoE Non-Financial Risk, CoE Compliance, Expertise Model Risk Management sowie Expertise Data Protection Office) verantwortlich. Alle genannten Einheiten sind im Zuständigkeitsbereich des Risikovorstands der ING-DiBa AG angesiedelt. Für das Management rechtlicher Risiken wird zudem das CoE Legal & Board Office involviert, welches im Zuständigkeitsbereich des Vorstandsvorsitzenden liegt. RisikogremienIm Rahmen seiner Gesamtverantwortung für das Risikomanagement hat der Vorstand der ING-DiBa AG folgende Risikogremien etabliert: Dem Asset & Liability Committee (ALCO) obliegt die Beurteilung und Steuerung der Marktpreis- und Liquiditätsrisiken des Gesamtportfolios der ING-DiBa AG sowie der Risikostruktur ihrer institutionellen Anlagen. Des Weiteren befasst sich das Gremium mit der Beurteilung und Steuerung des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP), der Kapitalplanung, der jährlichen Risikoinventur sowie mit dem Stresstesting. Dem Gremium gehören neben den Vorstandsmitgliedern Vertreter der entsprechenden Fachbereiche an. Das Credit Risk Committee (CRC) befasst sich mit der Beurteilung und Steuerung der Adressenausfall- bzw. Kreditrisiken. Zu den speziellen Aufgaben gehören beispielsweise die Festlegung von Vorgaben und Richtlinien für das Kreditgeschäft, die Limitallokation für die Adressenausfallrisiken, die Definition der Limitsystematik sowie die Genehmigung von Methoden und Modellen zur Risikomessung. Neben Vorstandsmitgliedern sind die Vertreter der relevanten Fachbereiche im CRC vertreten. Das Non-Financial Risk Committee (NFRC) ist unter anderem mit der Beurteilung und Steuerung der nicht-finanziellen Risiken der ING-DiBa AG beauftragt. Das Gremium setzt sich aus Vorstandsmitgliedern sowie den Vertretern der entsprechenden Fachbereiche zusammen. Das Model Risk Management Committee (MoRMC) befasst sich unter anderem mit der Beurteilung und Steuerung von lokalen Modellrisiken. Dem Gremium gehören neben Vorstandsmitgliedern Vertreter der relevanten Fachbereiche an. Daneben gibt es noch weitere untergeordnete Gremien, die unter Vorstandsbeteiligung risikospezifische Themenstellungen aufgreifen. Dies betrifft beispielsweise die Einführung neuer Produkte. RisikostrategieDie Gesamtrisikostrategie steht im Einklang mit der Geschäftsstrategie und stellt ein Rahmenwerk für die Risikosteuerung der ING-DiBa AG dar. In der Gesamtrisikostrategie sind die risikostrategischen Leitsätze und die sich daraus ergebende, zur Geschäftsstrategie konsistente Ausrichtung für die Risikopolitik formuliert. Basierend auf der Gesamtrisikostrategie werden für jede wesentliche Risikokategorie spezifische Teilrisikostrategien abgeleitet, die zusammen mit diversen Konzepten zur Steuerung des Gesamtrisikoprofils (unter anderem Risikoinventur, ICAAP Framework, Stresstestingkonzept) und der schriftlich fixierten Ordnung das Risikosteuerungssystem der ING-DiBa AG komplettieren. Im Zusammenhang mit der Risikotragfähigkeit spiegelt die Gesamtrisikostrategie den Risikoappetit der Bank wider. Das Eingehen von Risiken innerhalb eines vorgegebenen Rahmens bei angemessener Vergütung des Risikos ist eine zentrale Grundlage für die Gewinnerzielung eines Unternehmens. Ziel aller Aktivitäten zur Risikosteuerung ist es, den Fortbestand der Bank auch unter adversen Bedingungen sicherzustellen. Das Risikomanagement umfasst alle Aktivitäten, die sich mit der Identifikation, Analyse, Bewertung und Kommunikation sowie der Entscheidung über das Eingehen bzw. Nichteingehen und der Kontrolle von Risiken befassen. Eine solide und konsistente Risikokultur ist ein Schlüsselelement eines wirksamen Risikomanagements und ermöglicht es der ING-DiBa AG, solide und fundierte Entscheidungen zu treffen. Teil der Risikokultur ist es, die gewünschten/nicht gewünschten Geschäfte, Verhaltensweisen und Praktiken zu definieren und ein einheitliches Verständnis bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen. Dies wird bei der ING-DiBa AG insbesondere durch die Förderung der Kommunikation risikorelevanter Themen sowie durch den ING-weiten Verhaltens- und Wertekodex unterstützt. Die in der Geschäfts- und Gesamtrisikostrategie dargelegten Ziele sowie der Verhaltens- und Wertekodex sind zudem in die Leistungsbeurteilungs- und Vergütungsprozesse der ING-DiBa AG integriert. In Übereinstimmung mit der Nachhaltigkeitsausrichtung der Geschäftsstrategie der ING Deutschland werden im Rahmen der Risikomanagementaktivitäten in jeder materiellen Risikokategorie auch Umwelt- und Sozialthemen sowie Fragen guter Unternehmensführung, zusammengefasst unter der Abkürzung ESG, berücksichtigt. Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP)Zielsetzung des ICAAP Frameworks ist es, auf der Ebene der ING-DiBa AG jederzeit ausreichend Kapital zur Deckung der eingegangenen Risiken vorzuhalten. Somit dient das ICAAP Framework der regelmäßigen Beurteilung der Risikolage auf Gruppen- bzw. Gesamtbankebene und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Risikosteuerungsaktivitäten der ING-DiBa AG dar. Die Angemessenheit der Kapitalausstattung wird sowohl unter einer normativen als auch unter einer ökonomischen Perspektive beurteilt. Beide Perspektiven ergänzen und informieren einander bei der gemeinsamen Zielsetzung, die Fortführung der Geschäftstätigkeit sicherzustellen. Des Weiteren umfasst das ICAAP Framework die Durchführung von Stresstests zur Beurteilung der Kapitalposition unter adversen Bedingungen. Die genannten Komponenten des ICAAP Frameworks werden in den folgenden Abschnitten dargestellt. Normative PerspektiveIm Rahmen der normativen Perspektive wird analysiert, ob die regulatorischen Kapitalanforderungen über den Zeitraum der mehrjährigen Kapitalplanung sowohl im Base Case als auch unter adversen Bedingungen kontinuierlich eingehalten werden können. Die mehrjährige Kapitalplanung basiert auf den im Geschäftsplan quantifizierten strategischen Zielen sowie Wachstumszielen und wird quartalsweise aktualisiert. Die in der normativen Perspektive einzuhaltenden Kapitalanforderungen basieren auf gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Mit einer Kernkapitalquote 3 in Höhe von 16,9 Prozent (31. Dezember 2023: 17,3 Prozent) zum Jahresende 2024 lag die Kapitalausstattung der ING-DiBa AG weiterhin deutlich über der im zurückliegenden Geschäftsjahr geltenden bankindividuellen aufsichtlichen Mindestkapitalanforderung sowie über der entsprechenden aufsichtlichen Kapitalempfehlung. Die Ergebnisse der zum 31. Dezember 2024 durchgeführten Base Case Kapitalplanung zeigen zudem, dass die regulatorischen Kapitalanforderungen auch über die gesamte Kapitalplanungsperiode eingehalten werden. Die Kapitalplanung unter adversen Bedingungen umfasst neben einem quartalsweisen adversen Szenario einen quartalsweisen inversen Stresstest sowie einen jährlichen makroökonomischen Stresstest. Im Rahmen des quartalsweisen adversen Szenarios zur normativen Perspektive werden Abweichungen zum Base Case Kapitalplan mit Hilfe einer standardisierten Stresstestsystematik berechnet und auf den Kapitalplanungszeitraum projiziert. Diese Systematik berücksichtigt die gleichzeitige Materialisierung von Verlusten aus den im Rahmen der Risikoinventur identifizierten wesentlichen Risikoarten, deren wirtschaftliche Verluste einen Rückgang des regulatorischen Kapitals bewirken können. Dabei wird explizit auch die Materialisierung von Risikoarten aus der ökonomischen Perspektive berücksichtigt. Des Weiteren wird ein Anstieg der Risk-Weighted Assets (RWA) unter der Annahme eines signifikanten Rezessionsszenarios unterstellt. In einem weiteren quartalsweisen Kapitalplanungsszenario wird ein inverser Stresstest durchgeführt. Ziel ist eine Einschätzung des potenziellen Ausmaßes adverser Entwicklungen auf die relevanten Kapitalkennzahlen der ING-DiBa AG über den Zeitraum der Kapitalplanung. Zusätzlich erfolgt ein jährlicher makroökonomischer Stresstest über den Zeitraum der Kapitalplanung. Dieser makroökonomische Stresstest umfasste im Geschäftsjahr 2024 die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen eines konjunkturellen Abschwungs in Deutschland. Die Ergebnisse der adversen Kapitalplanung werden zur Steuerung des Gesamtrisikoprofils und zur Ableitung ggf. erforderlicher Managementmaßnahmen herangezogen. Gemäß der Anordnung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde ab dem 01. Februar 2023 ein antizyklischer Kapitalpuffer von 0,75 Prozent der risikogewichteten Aktiva auf inländische Risikopositionen festgesetzt und ein sektoraler Systemrisikopuffer von 2,0 Prozent der risikogewichteten Aktiva auf mit Wohnimmobilien besicherte Kredite eingeführt. Alle internen und externen Kapitalziele werden auch unter Einbeziehung der erhöhten Kapitalpufferanforderung vollständig und fortlaufend erfüllt. Die Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (Minimum Requirements for Own Funds and Eligible Liabilities, MREL) wurde im Rahmen des Art. 45 I BRRD als neue Kapitalkennzahl eingeführt. Die MREL-Anforderungen gelten jeweils für die ING-DiBa AG und ING Holding Deutschland GmbH seit dem 1. Januar 2022. Die MREL-Planung ist integraler Bestandteil der bankweiten mehrjährigen Kapital- und Fundingplanung. Die Überwachung der Einhaltung der MREL-Anforderungen erfolgt grundsätzlich analog der Kapitalplanung.
3 Vorjahreswert nach Feststellung, ggf.
angepasst.
Ökonomische PerspektiveZiel der ökonomischen Perspektive ist die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der ING-DiBa AG. Die Risikotragfähigkeit sagt aus, inwiefern die verfügbare Risikodeckungsmasse zur Abdeckung aller durch die Risikoinventur identifizierten wesentlichen Risiken ausreicht, die wirtschaftliche Verluste verursachen und einen Rückgang des internen Kapitals bewirken können. Die zeitpunktbezogene Beurteilung der Risikotragfähigkeit wird durch eine zukunftsgerichtete Sichtweise ergänzt, welche eng mit der Kapitalplanung in der normativen Perspektive verzahnt ist. Die Risikodeckungsmasse wird ausgehend von dem aufsichtsrechtlichen modifizierten Eigenkapital und unter Berücksichtigung von ökonomischen Wertanpassungen sowie dem Ergebnis der laufenden Berichtsperiode auf Basis der IFRS ermittelt. Zur Ermittlung der Gesamtrisikoposition werden zunächst die einzelnen Risikoarten separat betrachtet. Die Quantifizierung von Adressausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Geschäftsrisiken und nicht-finanzieller Risiken erfolgt auf der Grundlage interner Modelle, historischen Daten und Experteneinschätzungen. Das Erfordernis einer Quantifizierung weiterer wesentlicher Risiken im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird jährlich und anlassbezogen überprüft. Die Höhe der Limitallokation auf die einzelnen Risikoarten wird jährlich durch das jeweils zuständige Risikokomitee festgelegt und orientiert sich an der Geschäftsstrategie und der damit verbundenen Risikoneigung. Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit werden die quantifizierten Risiken den entsprechenden Limiten gegenübergestellt und regelmäßig überwacht. Es werden keine Diversifikationseffekte zwischen den Risikoarten angerechnet. Zusätzlich zu den Limiten existiert ein Puffer zur Abfederung von Schwankungen in der Risikodeckungsmasse und den quantifizierten Risiken.
Die Auslastung der Risikodeckungsmasse der ING-DiBa AG liegt mit 81 Prozent per 31. Dezember 2024 über dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2023: 73 Prozent). Zusätzlich wird ein weiterer Steuerungskreis betrachtet, der im Rahmen der internationalen Konzernsteuerung der ING-Gruppe eingesetzt wird und sowohl die Ebene der ING-DiBa AG als auch die konsolidierte Ebene der ING Deutschland umfasst. StresstestsDie Durchführung von Stresstests ist ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements sowie des ICAAP. Die Bank hat neben der risikoartenübergreifenden Betrachtung adverser Szenarien im Rahmen der normativen Perspektive weitere Stressverfahren etabliert. Diese werden im Kontext der normativen sowie der ökonomischen Perspektive betrachtet und umfassen neben standardisierten risikoartenspezifischen Stresstests, die turnusmäßig pro Quartal durchgeführt werden, auch integrierte Ad-hoc-Stresstests sowie inverse Stresstests. Im Rahmen des standardisierten integrierten Stresstests für Adressenausfallrisiken werden die Auswirkungen eines konjunkturellen Abschwungs auf das ökonomische und regulatorische Kapital der ING-DiBa AG analysiert. Das Rezessionsszenario wird dabei mittels einer Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit sowie erhöhter Verlustquoten über alle Teilportfolien in den Geschäftsfeldern Retail Banking und Wholesale Banking sowie im institutionellen Geschäft reflektiert. Bei den standardisierten Stresstests für Marktpreisrisiken werden im Rahmen des Net Interest Income at Risk bzw. des Net Present Value at Risk die Auswirkungen von Marktzinsänderungen auf das erwartete Ergebnis betrachtet, wobei sowohl parallele als auch nicht-parallele Änderungen der Zinskurve im Szenario-Set enthalten sind. Zusätzlich werden die Auswirkungen von Wechselkursänderungen, Änderungen der Spreadrisiken sowie Abweichungen vom modellierten Kundenverhalten auf das Net Interest Income sowie den Net Present Value analysiert. Spread- und Basisrisiken werden mit eigenen Stresstests betrachtet. Die unterschiedlichen Ausprägungen des Liquiditätsrisikos werden ebenfalls anhand mehrerer Stresstests überprüft. Dabei werden beispielsweise hohe Sparabflüsse oder aber geringere Erlöse aus Wertpapierverkäufen untersucht. In die Stresstests fließen sowohl hypothetische als auch historische Szenarien ein. Die Stressszenarien werden mindestens jährlich hinsichtlich ihrer Angemessenheit überprüft und bei Bedarf angepasst. Für die risikoartenübergreifenden Ad-hoc-Stresstests wurde ein Expertengremium aus Vorständen und Fachverantwortlichen installiert, das im Rahmen des ALCO unter Berücksichtigung institutsspezifischer Faktoren sowie aktueller ökonomischer Rahmenbedingungen individuelle Szenarien definiert, die insbesondere auch nicht-finanzielle Risiken adressieren können. Die Ergebnisse der Stresstests werden im ALCO in Abhängigkeit von den zugrundeliegenden Szenarien vor dem Hintergrund der Geschäfts-, Kapital- und Liquiditätssituation beurteilt. Zudem werden im Bedarfsfall etwaige Steuerungsimpulse für die Zukunft abgeleitet. Darüber hinaus erfolgen ein risikoartenübergreifender inverser Stresstest sowie spezifische inverse Stresstests für Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und nicht-finanzielle Risiken. Die operative Durchführung der Stresstests obliegt den Organisationseinheiten des Risk Managements. RisikokonzentrationZiel der Risikomanagementaktivitäten ist es, Risikokonzentrationen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Möglichkeiten der Diversifizierung zu sondieren. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Risikoinventur werden sämtliche Risiken durch Vertreter des Senior Managements auf ihre Wesentlichkeit hin untersucht. Dabei wird eine Einschätzung vorgenommen, ob für die einzelnen Risikoarten Intra-Risikokonzentrationen (Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart) oder auch Inter-Risikokonzentrationen (Gleichlauf über verschiedene Risikoarten) bestehen. Bei der Beurteilung wird auf qualitative und, soweit möglich, quantitative Verfahren abgestellt. Zur Steuerung von Konzentrationen im Kreditgeschäft hat die Bank für jeden Geschäftsbereich spezifische Limite definiert. Die Limitierungen werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus werden alle Kreditportfolien in gesonderten Konzentrationsreports hinsichtlich möglicher Konzentrationen analysiert. Im Retail-Kreditgeschäft geht die ING-DiBa AG ganz bewusst bestimmte Konzentrationen auf Produktebene ein. Die daraus entstehenden Konzentrationen auf Produkt- bzw. Sicherheitenebene werden durch die breite Diversifikation innerhalb der einzelnen Portfolien des standardisierten Mengengeschäfts relativiert. Eine homogene Verteilung im Retail-Portfolio wird durch die Festlegung bestimmter Produktmerkmale und die Vorgabe maximaler Kredit- und Limithöhen sowie Laufzeiten sichergestellt. Im Business Banking-Kreditgeschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen und Selbständigen werden bewusste Konzentrationen auf Produktebene eingegangen. Diese Konzentrationen werden durch maximale Kredit- und Limithöhen je Produkt und Kreditnehmer begrenzt. Zusätzlich werden die Branchenkonzentrationen nach den gruppenweiten Vorgaben überwacht. Im institutionellen Geschäft und im Geschäftsfeld Wholesale Banking werden bewusst Konzentrationen auf ausgewählte Adressen, Branchen und Assetklassen eingegangen. Diese Konzentrationen erfolgen vor dem Hintergrund von Größenvorgaben sowie Zielkundendefinitionen im Rahmen der geschäftsstrategischen Ausrichtung und werden regelmäßig überwacht. Zudem werden, ergänzend zu den bereits beschriebenen Stresstests, Risikokonzentrationen für Adressenausfallrisiken in der Stresstestkonzeption berücksichtigt. Dazu werden in regelmäßigen Abständen Stresstests auf Adressen-, Branchen- sowie Länderkonzentrationen durchgeführt und die Ergebnisse analysiert. Zur Steuerung von Konzentrationsrisiken auf Länderebene hat die ING-DiBa AG ein Länderlimitsystem implementiert, über das die Länderrisiken aus allen Geschäftsbereichen überwacht werden. Angesichts des Geschäftsmodells der ING-DiBa AG erfolgt im Hinblick auf Liquiditätsrisiken eine bewusste Konzentration der Refinanzierung über Retail-Spargelder, die sich wiederum aus einem sehr granularen Portfolio zusammensetzen. Refinanzierungsmittel der KfW, emittierte Pfandbriefe, Repos und Einlagen von Firmenkunden und institutionellen Investoren sind weitere wesentliche Instrumente und tragen zur Diversifizierung der Refinanzierung bei. Risiko-ReportingDas Risiko-Reporting liegt in der Verantwortung der Organisationseinheiten des Risk Managements. Es richtet sich direkt an den Risikovorstand bzw. den Gesamtvorstand sowie je nach Risikoschwerpunkt an die Mitglieder der entsprechenden Risikogremien. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig, mindestens viermal im Jahr, durch den Vorstand informiert. Das Reporting ist auf die Bedeutung der Risiken abgestimmt und wird im täglichen, monatlichen oder quartalsweisen Rhythmus erstellt. Bei Veränderungen wichtiger Parameter der Risikoberechnung oder relevanter Einflussfaktoren im Marktumfeld werden die Entscheidungsträger zeitnah über alle relevanten Modifikationen und Abweichungen informiert. Um die Implikationen des Kriegs in der Ukraine sowie der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen abzubilden, beinhaltet die Risikoberichterstattung relevante Geschäftsentwicklungen sowie die Auswirkungen auf das Kreditgeschäft. Überwachung und Steuerung von MarktpreisrisikenRisikodefinitionUnter Marktpreisrisiko im Allgemeinen versteht die ING-DiBa AG den potenziellen Verlust, der aus der Veränderung von Marktparametern resultiert. Aufgrund ihres Geschäftsmodells und der verfolgten Strategie war die ING-DiBa AG im Geschäftsjahr 2024 nur einer begrenzten Zahl von Marktpreisrisiken ausgesetzt. Im Wesentlichen wird dabei unterschieden zwischen
Daneben ist die Bank Kundenverhaltensrisiken und Pensionsrisiken in wesentlichem Umfang ausgesetzt. Aus der Risikoinventur im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2024 ergeben sich keine wesentlichen Änderungen. Die in diesem Kapitel bezifferten Risiken verstehen sich nach mitigierenden Maßnahmen. OrganisationDer Vorstand der ING-DiBa AG trägt die Verantwortung für die Gestaltung der Organisation und der Aufgaben innerhalb der Marktpreisrisikosteuerung. Auf Basis der Marktpreisrisikostrategie wurden die Methoden und Prozesse für das Risikomanagement mit den zugehörigen Verantwortlichkeiten festgelegt. Der Vorstand hat die Expertise Market & Liquidity Risk mit wesentlichen Aufgaben des Marktrisikomanagements beauftragt. Die Zuständigkeit umfasst die Methoden der Risikoidentifizierung und -bewertung, der Risikosteuerung, sowie die Risikoüberwachung und das Risikoreporting. Die Umsetzung der operativen Steuerungsmaßnahmen obliegt der Organisationseinheit CoE Group Treasury. MarktpreisrisikostrategieFür die ING-DiBa AG gilt der Grundsatz, dass Marktpreisrisiken nur im Einklang mit der vom Vorstand festgelegten Risikotoleranz eingegangen werden dürfen. Die Bank hat diese in Form expliziter Risk Appetite Statements (RAS) definiert, welche den grundsätzlichen Standpunkt des Vorstands zur jeweiligen Risikoart klarstellen. Aktuell sind folgende Risk Appetite Statements definiert, aus denen sich wiederum die Limite für die operative Steuerung ableiten:
Die ING-DiBa AG betreibt keine Handelsgeschäfte im Sinne einer kurzfristigen Gewinnerzielungsabsicht aus der Ausnutzung von Marktpreisschwankungen. Es werden keine bewussten offenen Positionen eingegangen, um dadurch gezielt auf bestimmte Änderungen von Marktpreisparametern zu setzen. Die Bank verfolgt demnach in Bezug auf Marktpreisrisiken explizit eine passive Strategie und hält die Positionen im Bankbuch. Beim Management der Marktpreisrisiken verfolgt die ING-DiBa AG eine auf die Gesamtbank ausgerichtete Strategie. Die Gesamtbank wird hierbei als Portfolio angesehen und besteht aus den Positionen im Kundengeschäft (Retail, Business und Wholesale Banking Aktivitäten) und aus den Positionen im Eigengeschäft (institutionelle Positionen), die im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements eingegangen werden. Operatives Risikomanagement und RisikocontrollingDas Marktpreisrisikomanagement der ING-DiBa AG umfasst die folgenden Aktivitäten:
Daneben ist das Stresstesting wesentlicher Bestandteil des Marktpreisrisikomanagements. Wichtige Elemente der Risikosteuerung sind Risk Appetite Statements, das Limitsystem, Produktmandate, der Internal Capital Adequacy Process, die regelmäßigen Reviews der wesentlichen Modelle und die Zentralisierung der linearen Zinsrisiken. Im Bereich des Zinsänderungsrisikos verfolgt die Bank einen dualen Steuerungsansatz. Dabei analysiert die ING-DiBa AG die Auswirkungen von Zinsänderungsrisiken einerseits in der periodischen Betrachtung für das Zinsergebnis und andererseits in der Barwertanalyse für den Net Present Value der Bank. Zur Analyse der Auswirkungen auf das Zinsergebnis wird die Konzeption Net Interest Income at Risk (NII@Risk) genutzt. Dabei handelt es sich um Simulationsrechnungen auf einen Planungshorizont von 36 Monaten, die das Netto-Zinsergebnis sowie dessen Veränderung für verschiedene Szenarien unter Berücksichtigung des geplanten zukünftigen Neugeschäfts prognostizieren. Als zentrale Kennzahl zur Messung der barwertigen Auswirkung des Zinsänderungsrisikos wird der Net Present Value at Risk (NPV@Risk) auf Grundlage eines Barwertmodells von der ING-DiBa AG verwendet. Der Net Present Value beschreibt die Summe aus dem Buchwert des Eigenkapitals und dem sogenannten Added Value, der als Barwert aller zukünftigen Cashflows des laufenden Geschäfts abzüglich des Buchwerts des Eigenkapitals definiert wird und einen Indikator für die Wertsteigerung im Bankbuch darstellt. Innerhalb der regelmäßigen monatlichen Simulationsrechnungen werden die Auswirkungen von Marktzinsänderungen auf den Barwert des Portfolios analysiert. Der Risikobetrag bestimmt sich dabei als die jeweilige Abweichung des Barwerts unter einem definierten Zinsszenario vom Barwert des Basisszenarios. Für die Berechnung des Barwerts der Kundengeschäfte setzt die ING-DiBa AG interne Modelle ein. Für Produkte mit unbekannter Kapitalbindung und für in den Produkten enthaltene Wahlrechte werden geeignete Annahmen getroffen. Die verwendeten Annahmen werden durch regelmäßiges Backtesting validiert. Die Modellierung der Spargelder (Tages- und Festgelder) wird dabei über ein Modell vorgenommen, das sowohl für die Ermittlung des NPV@Risk als auch des NII@Risk eingesetzt wird. Es setzt sich im Wesentlichen aus der Simulation der Marktzinsen, der damit verbundenen Simulation der Kundenkonditionen sowie der Simulation der Volumenentwicklung der Spargelder zusammen. Zur Quantifizierung von Spread-Risiken berechnet die Bank monatlich mit Hilfe einer historienbasierten Simulation die Auswirkungen von Spread-Änderungen auf den Barwert des Bankbuchs und den erwarteten Zinsüberschuss. Die Ermittlung erfolgt sowohl in dynamischer Betrachtung mit Blick auf die potenziellen Abschreibungsrisiken als auch in einer rein ökonomischen Ad-hoc-Betrachtung. Basisrisiken werden ebenfalls sowohl für die periodische als auch für die ökonomische Betrachtung in einem monatlichen Rhythmus anhand von historienbasierten Simulationsrechnungen quantifiziert. Fremdwährungsrisiken werden in einem vierteljährlichen Rhythmus ermittelt. Dabei wird wie bei den zuvor genannten Marktpreisrisikoausprägungen eine historienbasierte Simulationsrechnung angewandt. Kundenverhaltensrisiken werden mittels Monte-Carlo-Simulation quantifiziert. Sensitivitätsanalyse im GeschäftsjahrDie Sensitivität des Nettozinsergebnisses misst die Auswirkungen auf das Zinsergebnis in den nächsten zwölf Monaten bei einer allmählichen parallelen Änderung der Zinsstrukturkurve, die einer Konfidenz von 1 in 10 entspricht. Dieses Konfidenzniveau entsprach in 2024 einer Verschiebung um 120 Basispunkte, in 2023 einer Verschiebung um 110 Basispunkte. Die folgende Tabelle bildet die Ergebnisse aus der Sensitivitätsmessung des Nettozinsergebnisses ab:
Per 31. Dezember 2024 zeigt die Sensitivitätsanalyse bei einem parallelen Zinsanstieg von 120 Basispunkten einen Anstieg des Zinsergebnisses im Vergleich zur Ausgangslage um 1,16 Prozent. Bei einer parallelen Zinssenkung um 120 Basispunkte würde das Nettozinsergebnis um 1,09 Prozent sinken. Die Zinssensitivität bewegt sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt keine möglichen Zinsuntergrenzen. Die nachfolgende Tabelle stellt die Ergebnisse aus der Sensitivitätsanalyse für den Net Present Value dar. Die Analyse zeigt die Auswirkungen von abrupt auftretenden Zinsänderungen auf den Gesamtbankbarwert. Die Änderung des Gesamtbankbarwerts lässt sich nicht direkt mit Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlust-Rechnung oder das Eigenkapital in Verbindung bringen. Der größte Teil der Barwertänderungen ergibt sich aus Positionen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden und deren Wertänderungen sich daher nicht bilanziell auswirken.
Bei einem Zinsschock von +120 Basispunkten würde sich der Net Present Value per 31. Dezember 2024 um 275 Millionen Euro verringern. Bei einem gleich starken Zinsrückgang ergibt sich ein Rückgang um 114 Millionen Euro. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt keine möglichen Zinsuntergrenzen. LimitierungRichtung, Höhe und Zeitpunkt von Marktpreisänderungen sind von Natur aus unbekannt und können nicht vorhergesagt werden. Dementsprechend steuert die ING-DiBa AG ihr Portfolio, indem sie die Auswirkungen von Marktpreisänderungen auf die finanzielle Ertragskraft und auf die Eigenkapitalbasis begrenzt. Die Marktpreisrisiken werden bei der ING-DiBa AG durch ein System risikobegrenzender Limite auf der Basis von Sensitivitäts- und Barwertanalysen überwacht. Das ALCO erteilt die Genehmigung für die Limite und wird regelmäßig über die Limitauslastung informiert. Bei Limitüberschreitungen erfolgt eine sofortige Information des ALCO. Marktpreisrisiko-ReportingDie Expertise Market & Liquidity Risk ist verantwortlich für das Marktpreisrisikoreporting. Wichtigster Report ist der monatliche Market and Liquidity Risk Report, der direkt an den Vorstand sowie das ALCO gerichtet ist. Die Marktpreisrisikosituation ist daneben ein fester Agendapunkt in den monatlichen ALCO-Meetings. Der Aufsichtsrat der ING-DiBa AG wird in der Regel quartalsweise vom Vorstand über die Risikosituation informiert. Überwachung und Steuerung von LiquiditätsrisikenRisikodefinitionStörungen in der Liquidität einzelner Marktsegmente (z. B. in Krisensituationen), unerwartete Ereignisse im Kredit- und Einlagengeschäft (Abzug von Einlagen, verspäteter Eingang von Zahlungen oder Ähnliches) oder Verschlechterungen der eigenen Refinanzierungsbasis (z. B. als Folge einer Ratingherabstufung) können dazu führen, dass die ING-DiBa AG im Extremfall ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann oder sich dies in einer Ergebnisverschlechterung niederschlägt. Beim Liquiditätsrisiko wird folglich im Wesentlichen unterschieden zwischen
Aufgrund ihres Geschäftsmodells ist die Bank einem Konzentrationsrisiko bezüglich des Fundings in wesentlichem Umfang ausgesetzt. Die in diesem Kapitel bezifferten Risiken verstehen sich nach mitigierenden Maßnahmen. OrganisationDer Vorstand der ING-DiBa AG trägt die Verantwortung für die Gestaltung der Organisation und der Aufgaben innerhalb der Liquiditätsrisikosteuerung. Auf Basis der Liquiditätsrisikostrategie wurden die Methoden und Prozesse für das Risikomanagement mit den zugehörigen Verantwortlichkeiten festgelegt. Der Vorstand hat die Expertise Market & Liquidity Risk mit wesentlichen Aufgaben des Liquiditätsrisikomanagements beauftragt. Die Zuständigkeit umfasst die Methoden der Risikoidentifizierung und -bewertung, der Risikosteuerung, sowie die Risikoüberwachung und das Risikoreporting. Die Umsetzung der operativen Steuerungsmaßnahmen obliegt der Organisationseinheit CoE Group Treasury. LiquiditätsrisikostrategieAufgrund des spezifischen Geschäftsmodells sind die Aktiva der ING-DiBa AG in der Regel weniger liquide als die Passiva, die sich zu einem Großteil aus technisch kurzfristig verfügbaren Einlagen von Privatkunden zusammensetzen. Für diese täglich fälligen Einlagen wird auf Basis historischer Analysen im Rahmen des Managements der Liquiditätsrisiken eine deutlich längere Haltedauer angenommen. Das wesentliche Liquiditätsrisiko besteht für die ING-DiBa AG folglich in einer adversen Volumenentwicklung der Retail-Einlagen bei gegebener Bindung an längerfristige Aktiva. In einem solchen Fall könnten Verluste auftreten, wenn Aktiva entweder liquidiert oder alternativ über den Geld- und Kapitalmarkt refinanziert werden müssen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den IFRS-Anhang, Textziffer 15, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, sowie Textziffer 24, Erwartete Realisierungszeiträume. Primäres Ziel der Liquiditätsrisikostrategie ist es folglich, eine stabile und komfortable Liquiditätsposition zu sichern, die insbesondere die Zahlungsunfähigkeit verhindert sowie etwaige Verluste aus der Liquidation von Aktiva oder der Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt begrenzt. Mit Blick auf die Sicherstellung des Fortbestands der Bank wurden Risk Appetite Statements definiert, aus denen sich wiederum die Limite für die operative Steuerung ableiten:
Contingency Capital and Funding Plan (CCFP)Zum Umgang mit Liquiditätskrisensituationen hat die ING-DiBa AG einen Liquiditätskrisenplan aufgestellt, der die Handlungen durch das Liquiditätskrisenmanagementteam festlegt. Im Krisenfall wird das Liquiditätskrisenmanagementteam einberufen, das alle erforderlichen Maßnahmen und Aktivitäten festlegt und initiiert. Dieses spezielle Gremium besteht aus Mitgliedern des Vorstands der ING-DiBa AG sowie der verantwortlichen Bereiche. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Beurteilung der Krisensituation sowie die Aktivierung und Durchführung des Contingency Capital und Funding Plans. Der Vorsitzende des lokalen Liquiditätskrisenmanagementteams fungiert als Ansprechpartner für die Kommunikation mit der ING Bank N.V. Operatives Risikomanagement und RisikocontrollingDas Liquiditätsrisikomanagement der ING-DiBa AG umfasst die folgenden Aktivitäten:
Daneben sind das Stress Testing und das Funds Transfer Pricing wesentliche Bestandteile des Internal Liquidity Adequacy Process (ILAAP). Wichtige Elemente der Risikosteuerung sind Risk Appetite Statements, das Limitsystem, Produktmandate, die Einbeziehung der Expertise Market & Liquidity Risk in die Geschäftsplanung, die tägliche Überwachung des Einlagevolumens sowie die Pflege alternativer Refinanzierungsquellen. Unter normalen Umständen bilden die Kundeneinlagen die maßgebliche Refinanzierungsbasis für die Bank. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Refinanzierungsstruktur der ING-DiBa AG zu den letzten beiden Stichtagen:
Der Bestand an Kundenverbindlichkeiten beinhaltet sowohl Kundengelder mit unbestimmter (wie z. B. täglich fällige Extra-Konten) als auch mit bestimmter Laufzeit (wie z. B. Festgelder und Sparbriefe) sowie in beiden Kategorien die sonstigen Einlagen von institutionellen Kunden und verzeichnete im Geschäftsjahr einen Anstieg von rund 7,8 Milliarden Euro. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden an der Bilanzsumme beträgt damit 71 Prozent im Geschäftsjahr 2024 (31. Dezember 2023: 71 Prozent). Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen verbriefte Verbindlichkeiten aus Pfandbriefemissionen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag im Geschäftsjahr 2024 mit 26 Prozent leicht oberhalb des Vorjahrs. Das Eigenkapital belief sich auf einen Anteil von 2 Prozent der Bilanzsumme. Die ING-DiBa AG betreibt das Bankgeschäft im Rahmen einer Vollbanklizenz. Auf dieser Basis hat sie direkten Zugang zum europäischen Geld- und Kapitalmarkt sowie zu den von der EZB angebotenen Anlage- und Refinanzierungsmöglichkeiten. Neben den Retail-Kundengeldern als maßgebliche Refinanzierungsquelle können weitere alternative Refinanzierungsquellen von der ING-DiBa AG genutzt werden:
Für das Liquiditätsmanagement in USD können zusätzlich die folgenden Refinanzierungsquellen genutzt werden:
Die Ratingagentur Moody's hat die ING-DiBa AG mit der Bonitätsnote A3 (Baseline Credit Assessment) bewertet. Das Rating der eigenen Pfandbriefe liegt unverändert bei AAA. Im Rahmen der Risikomessung wird das Liquiditätsrisiko durch regelmäßige Szenarioanalysen auf Basis einer cashflow-basierten Gap-Berechnung von der Expertise Market & Liquidity Risk überwacht. Das Intraday-Liquiditätsrisiko wird täglich von der Expertise Market & Liquidity Risk überwacht. Die Überwachung des Liquidity Transformation Risks erfolgt monatlich durch die Expertise Market & Liquidity Risk. Die Berücksichtigung des Marktliquiditätsrisikos erfolgt im Marktpreisrisiko. Die durch das CoE Regulatory Reporting regelmäßig zu berichtenden regulatorischen Liquiditätskennzahlen Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR) werden in der Expertise Market & Liquidity Risk ergänzend auf täglicher Basis mit vereinfachten, konservativeren Annahmen berechnet, um die Einhaltung jederzeit zu gewährleisten. Das Emissionsrisiko wird in den Stresstests berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2024 war der Liquiditätsüberschuss sowohl im Ausgangsszenario als auch in sämtlichen verwendeten Stressszenarien stets positiv. Die nachfolgende Abbildung zeigt das Ausgangsszenario des Liquiditäts-Forecasts für die kommenden zwölf Monate per 31.12.2024.
Daneben lag die LCR im Geschäftsjahr 2024 stets über den regulatorischen Mindestanforderungen. LimitierungDas Liquiditätsrisiko i. e. S. sowie das Intraday-Liquiditätsrisiko können generell nicht mit Kapital unterlegt werden, da sie sich auf der Zahlungsmittel- und nicht auf der Kapitalebene bewegen. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit erfolgt deshalb eine Limitierung der maximalen Liquiditätslücken in den Laufzeitbändern der Simulationsrechnungen. Das Marktliquiditätsrisiko ist im Risikotragfähigkeitskalkül durch den Anrechnungsbetrag für Marktpreisrisiken abgedeckt. Liquiditätsrisiko-ReportingDie Expertise Market & Liquidity Risk ist verantwortlich für das Liquiditätsrisikoreporting. Wichtigster Report ist der monatliche Market and Liquidity Risk Report, der direkt an den Vorstand sowie das ALCO gerichtet ist. Die Liquiditätssituation ist daneben ein fester Agendapunkt in den monatlichen ALCO-Meetings. Konkret werden in den Meetings die Auslastung sämtlicher Limite sowie ein Forecast der regulatorischen und ökonomischen Liquidität gezeigt. Der Aufsichtsrat der ING-DiBa AG wird in der Regel quartalsweise vom Vorstand über die Risikosituation informiert. Überwachung und Steuerung von AdressenausfallrisikenRisikodefinitionAls Adressenausfallrisiko bzw. Kreditrisiko definiert die Bank die Gefahr potenzieller Wertverluste aufgrund von Zahlungsunfähigkeit oder Bonitätsverschlechterung einer Gegenpartei. Das Adressenausfallrisiko konkretisiert sich wie folgt: Ausfallrisiken bezeichnen die Gefahr, dass eine Gegenpartei (Kreditschuldner, Vertragspartner oder Emittenten) ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber der ING-DiBa AG nicht erfüllt und infolgedessen ein Verlust eintritt. Zudem können Bonitätsveränderungen zu Verlusten führen (Migrationsrisiko). Damit einhergehend bestehen Risiken für unrealisierte Gewinne aus schwebenden Geschäften. Dieses Risiko wird auch als Wiedereindeckungsrisiko bezeichnet. Dieses besteht aus dem zusätzlichen Aufwand, der aus der Notwendigkeit eines Neuabschlusses des ausgefallenen Geschäfts resultiert. Abwicklungsrisiken bezeichnen die Gefahr, dass bei der Erfüllung eines Geschäfts nach erbrachter eigener (Vor-)Leistung keine Gegenleistung durch den Vertragspartner erfolgt bzw. bei gegenseitiger Aufrechnung der Leistungen die Ausgleichszahlung nicht erbracht wird. Das Abwicklungsrisiko kann ausgeschlossen werden, wenn der Gegenwert vom Vertragspartner vorab valutengerecht angeschafft wird bzw. Zug um Zug anzuschaffen ist oder wenn entsprechende Deckung besteht. Sicherheiten- und Restwertrisiken bestehen, wenn im Verwertungsfall die angenommenen Zeitwerte von Kreditsicherheiten nicht in der Höhe einbringlich sind wie im Rahmen der Modellierung angenommen. Residualrisiken bezeichnen das Risiko, dass sich anerkannte Kreditrisikominderungstechniken als weniger effizient erweisen als geplant. Unter Transferrisiken / Länderrisiken werden mögliche Wertverluste verstanden, die trotz Zahlungsfähigkeit und -willigkeit des Schuldners aufgrund von übergeordneten staatlichen Hemmnissen entstehen. Ausgehend von den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen können weitere Beeinträchtigungen und damit ein erhöhtes Risiko für Kreditausfälle sowie Bonitätsverschlechterungen im Kreditportfolio der Bank resultieren. Entsprechend hat die ING-DiBa AG, die im Abschnitt Kreditrisikomanagement dargestellten spezifischen Maßnahmen, ergriffen bzw. fortgeführt. Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Entwicklung der Risikovorsorge verweisen wir auf den Abschnitt Risikovorsorge des Risikoberichts. OrganisationDer Vorstand hat in der Kreditrisikostrategie die grundsätzliche kreditpolitische Ausrichtung für alle Geschäftsaktivitäten definiert sowie Methoden und Prozesse für das Kreditrisikomanagement mit den zugehörigen Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt. Zudem legt der Vorstand den Risikoappetit der ING-DiBa AG fest. Grundsätzlich wurden das CoE Credit Risk Management Wholesale Banking sowie die Expertisen Credit Risk Management Retail und Business Banking vom Vorstand mit der konzernweiten Steuerung der Kreditrisiken einschließlich der operativen Limitüberwachung beauftragt. Die Bereiche arbeiten dabei eng mit dem CoE Integrated Risk zusammen. Diesem wurde die Verantwortung für die angewandten Methoden und Modelle zur Identifikation, Quantifizierung und Steuerung der Kreditrisiken übertragen. Die funktionale und hierarchische Trennung wird durch die Aufteilung der Verantwortlichkeiten gemäß dem Organigramm der ING-DiBa AG gewährleistet. KreditrisikostrategieDie Kreditrisikostrategie orientiert sich an der grundsätzlichen risikostrategischen Ausrichtung der Bank, Risiken nur in dem Maße einzugehen, wie es zur Erreichung der strategischen Ziele erforderlich ist. Die Kreditrisikostrategie der ING-DiBa AG basiert auf vier Säulen:
Im Geschäftsfeld Retail Banking konzentriert sich die ING-DiBa AG auf Kundinnen und Kunden mit kalkulierbarem Risiko mit Sitz in Deutschland. Produktseitig bietet die Bank im Einklang mit ihrer strategischen Ausrichtung standardisierte Kreditprodukte an. Der Fokus liegt dabei auf der Baufinanzierung sowie dem Konsumentenkreditgeschäft. Das Produktangebot im Business Banking richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und Selbständige. Es umfasst ein standardisiertes Laufzeitdarlehen (Firmenkredit) sowie seit 2022 einen Rahmenkredit für ausgewählte Kunden (Flexkredit). Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Tagesgeldkonto (Business Extra-Konto) und im Geschäftsjahr 2024 ein Geschäftskonto für die Nutzung durch Selbständige und ausgewählte Rechtsformen eingeführt. Das Produktangebot im Wholesale Banking beinhaltet ein umfassendes Spektrum an individuellen Finanzierungslösungen. Neben klassischem Kreditgeschäft einschließlich Zahlungsverkehr umfasst das Angebot insbesondere Produkte in den Bereichen Export- und Spezialfinanzierungen, spezielle Finanzierungsformen für ausgewählte Unternehmen sowie die Finanzierung nationaler und internationaler Projekte mit Infrastrukturcharakter. Ein Fokus liegt dabei auf bonitätsstarken, global operierenden Unternehmen. Das kapitalmarktorientierte institutionelle Geschäft dient der Liquiditätssteuerung und dem Bilanzstrukturmanagement der Bank. Daher lautet der Leitsatz für das institutionelle Kreditgeschäft "Sicherheit und Liquidität vor Rendite". Dieser Zielsetzung folgend, hat die ING-DiBa AG das Spektrum der erlaubten Kontrahenten und Geschäfte im institutionellen Geschäft restriktiv festgelegt. Aktienanlagen sind explizit ausgeschlossen. Die Bank vermeidet Engagements in Staaten, deren Bonität nicht der risikostrategischen Ausrichtung des institutionellen Geschäfts entspricht. Zudem werden fiskal- sowie geopolitische Entwicklungen eng überwacht, woraus Investitions- bzw. Desinvestitionsstrategien abgeleitet werden. Die kreditrisikostrategischen Grundsätze der Bank blieben im Laufe des Jahres im Wesentlichen unverändert. Der Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes in einigen Sektoren (Kommerzielle Immobilienfinanzierung von Büroimmobilien, Automobilindustrie, energieintensive Grundstoffindustrie, Einzelhandel (exkl. Lebensmittel) und Zulieferer mit geringem Exportanteil) wurde durch Anpassung der Vergabekriterien und Fokus auf führende Unternehmen des jeweiligen Sektors begegnet. Operatives Risikomanagement und RisikocontrollingZur Steuerung und Überwachung der Kreditrisiken hat die ING-DiBa AG auf allen Ebenen des Kreditrisikomanagements diverse Steuerungselemente implementiert:
IRBA: Internal Ratings Based Approach; EL: Expected Loss; UL: Unexpected Loss; PWB: Pauschalwertberichtigung EWB: Einzelwertberichtigung; PEWB: pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Portfoliobasis; RWA: Risk-Weighted Assets KreditrisikopolitikEntsprechend der generellen strategischen Ausrichtung der ING-DiBa AG und den in der Kreditrisikostrategie definierten Leitlinien für das Kreditgeschäft hat die ING-DiBa AG ihre Produktpolitik für die jeweiligen Geschäftsbereiche festgelegt. Im Geschäftsfeld Retail Banking sowie im Business Banking-Kreditgeschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen und Selbständigen konzentriert sich das Produktangebot auf wenige standardisierte Kreditprodukte, die einheitliche, skalierbare Prozesse ermöglichen. Um der einzelkundenorientierten Strategie im Wholesale Banking Rechnung zu tragen, ist die Produktpolitik auf umfassende und individuelle Finanzierungslösungen ausgerichtet. Im institutionellen Geschäft konzentriert sich der Katalog der zulässigen Produkte auf einfache, transparente Plain-Vanilla-Produkte. Der Schwerpunkt liegt auf hochliquiden Investments (HQLA). Im Rahmen des sogenannten Credit Risk Appetite Statements wird das maximale Kreditrisiko der ING-DiBa AG definiert, aus dem sich wiederum die Limite für die operative Steuerung ableiten. KreditrisikomessungDie ING-DiBa AG nutzt für die Risikomessung und -bewertung in der normativen Perspektive grundsätzlich den IRB-Ansatz (IRBA-Modelle nach Capital Requirements Regulation - CRR) und in der ökonomischen Perspektive darauf basierende, intern angepasste Ansätze. Für die Portfolios der Rahmenkredite und der Girokonten erfolgte im Januar 2023 die Rückkehr zum Kreditrisikostandardansatz. Neben der Ermittlung der erwarteten (Expected Loss) und der unerwarteten Verluste (Unexpected Loss) der adressenausfallrisikobehafteten Positionen der Bank werden die Modelle zur Unterstützung der Kreditentscheidung verwendet. Die internen Ratingmodelle im Geschäftsfeld Retail Banking wurden in Abstimmung mit der ING Bank N.V. entwickelt. Im Geschäftsfeld Wholesale Banking und im institutionellen Geschäft nutzt die ING-DiBa AG globale IRBA-Modelle, die von der ING Bank N.V. zentral für den ING-weit einheitlichen Einsatz modelliert wurden. Im Rahmen der Überwachung der Ratingsysteme überprüft das CoE Integrated Risk unter anderem regelmäßig die Prognosegüte, Trennschärfe und Stabilität der relevanten Modelle und stellt die Funktionsfähigkeit und korrekte Anwendung sicher. Die jährliche Validierung wird grundsätzlich von der Expertise Model Risk Management in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Modellvalidierungseinheit der ING Bank N.V. verantwortet. Darüber hinaus werden für die materiellen, globalen IRBA-Modelle zusätzliche Analysen auf Basis des lokalen Portfolios der ING-DiBa AG durchgeführt. Die Erstellung dieser Analysen erfolgt in der Regel ebenfalls durch die Modellvalidierungseinheit der ING Bank N.V. Das CoE Integrated Risk unterstützt die Modellvalidierungseinheit während der Erstellung des Berichts bei portfoliospezifischen Fragen und leitet diese ggf. an die Fachabteilungen weiter. Somit werden potenzielle Veränderungen in der Verlusthistorie mit Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit der Ratingsysteme frühzeitig identifiziert und bei Bedarf im Rahmen der geltenden Model-Governance-Richtlinie angepasst. Der Vorstand der Bank wird regelmäßig über die Funktionsfähigkeit der IRBA-Modelle sowie über die Validierungs- und Monitoringergebnisse sowohl im Rahmen des Management-Reportings als auch in Komiteesitzungen (Credit Risk Committee) informiert. Das im Aufbau befindliche Business Banking-Kreditgeschäft wird im Kreditrisikostandardansatz bewertet. KreditrisikomanagementUkraine-Krieg: Der im Rahmen der Kreditrisiko-Früherkennung stattfindende Dialog mit den Kunden im Geschäftsfeld Wholesale Banking wurde mit Blick auf die weiter andauernden geopolitischen Spannungen sowie der erhöhten Unsicherheit bezüglich des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes im Geschäftsjahr intensiv geführt. Dies dient dem Ziel, mögliche Vulnerabilitäten sowie zu erwartende Risikomigrationen frühzeitig zu identifizieren und im Rahmen des sogenannten "Watch List" Monitorings eng zu steuern. Das im Jahre 2022 eingestellte (im wesentlichen Exportfinanzierungs-) Geschäft mit russischen Gegenparteien wurde im Jahr 2024 um 62% auf nunmehr verbleibende 200 Millionen Euro Nettoinanspruchnahmen (also nach entsprechenden Kreditausfallversicherungen) reduziert. Neben dem Kreditrisikomanagement auf Einzelengagementebene erfolgt eine Steuerung von Konzentrationsrisiken auf Subportfolio- (u.a. Industrien) und Gesamtportfolioebene (u.a. Länderlimite, Non-Performing Loans Quote). Neben dem Einsatz von kreditvertraglichen Mitigationselementen (z.B. Sicherheiten) steuert die ING-DiBa AG Konzentrationsrisiken aktiv durch den Einsatz von Risikoabsicherungsinstrumenten (z.B. CDS, Kreditausfallversicherungen) und Primär- sowie Sekundärmarkttransaktionen. Die Gremien der ING-DiBa AG werden durch regelmäßige Berichterstattung über den Stand des Portfolios informiert. Policies und Prozesse: Die Credit Policies konkretisieren die aus der Kreditrisikostrategie abgeleitete Risikobereitschaft (Risikoappetit) durch die Festlegung spezifischer Kredit- bzw. Limitvergabekriterien und regeln insbesondere Genehmigungsprozesse sowie Kompetenzstrukturen. Im Geschäftsfeld Retail Banking erfolgen die Kreditgewährung, -weiterbearbeitung und -bearbeitungskontrolle weitgehend standardisiert auf Basis hinterlegter Applikationskontrollen und Genehmigungskompetenzen in den entsprechenden IT-Systemen. Für die als risikorelevant eingestuften Immobiliendarlehen des Retail Banking (Darlehenshöhe größer 1,5 Millionen Euro) liegt die Kreditentscheidungskompetenz bis zu einer Darlehenshöhe von 5 Millionen Euro bei den zuständigen Vertretern von Front- und Back Office und darüber hinaus bei den zuständigen Vorstandsmitgliedern. Im Business Banking-Kreditgeschäft erfolgt die Kreditgenehmigung sowie -überwachung nach den Vorgaben der Expertise Credit Risk Management Business Banking. Übersteigt die Gesamtdarlehenshöhe gegenüber einer Kreditnehmereinheit 1,5 Millionen Euro (risikorelevantes Kreditgeschäft), erfolgt ein Zweitvotum durch den Leiter der Expertise Credit Risk Management Business Banking. Für die Entscheidungsbefugnisse im Wholesale Banking-Kreditgeschäft hat die Bank ein Kompetenztableau etabliert, das sich am Risikogehalt der Geschäfte orientiert. Im institutionellen Geschäft erfolgt die Genehmigung im Rahmen der vom Gesamtvorstand festgelegten Limitsystematik. Monitoring des Risikoprofils und Risikofrüherkennung: Um Veränderungen der Risikostrukturen in den einzelnen Portfolios frühzeitig zu erkennen, führt die Bank regelmäßig Kreditportfolioanalysen sowie Stresstestszenarien durch. Grundlage bilden dabei unter anderem die fortgeschrittenen IRBA-Modelle zur Bestimmung des Value at Risk bzw. der erwarteten und unerwarteten Verluste für die adressenausfallrisikobehafteten Portfolios. Im Geschäftsfeld Wholesale Banking und im institutionellen Kreditgeschäft beinhalten die Standardmaßnahmen zur Risikofrüherkennung zudem das Monitoring verspäteter Zins- und Kapitalzahlungen sowie die Überwachung weiterer Indikatoren. Auffällige Adressen mit erhöhtem Risiko werden auf den Watch Lists für das Wholesale Banking bzw. das institutionelle Geschäft eng überwacht. Im institutionellen Geschäft werden darüber hinaus als erweiterte Maßnahme zur Risikoüberwachung die Entwicklungen der Credit Spreads überwacht. Sicherheitenmanagement: Die ING-DiBa AG stellt strenge Anforderungen an die Qualität der hereingenommenen Sicherheiten. So werden Baufinanzierungen immer durch eine vollstreckbare erstrangige Buch- oder Briefgrundschuld auf das zu finanzierende Objekt besichert. Die hereingenommenen Beleihungsobjekte müssen sich im Inland befinden und überwiegend wohnwirtschaftlich genutzt sein. Die Bank ist dem Marktschwankungskonzept der Deutschen Kreditwirtschaft für Wohnimmobilien des Bundesverbands deutscher Banken angeschlossen. Dadurch stellt die Bank sicher, dass im Rahmen der jährlichen Analyse signifikante Hauspreisschwankungen erkannt werden. Zusätzlich führt die ING-DiBa AG für Ertragswertobjekte im kreditrisikorelevanten Immobiliendarlehensgeschäft (Darlehenshöhe größer 1,5 Millionen Euro) eine jährliche Aktualisierung der Bewertung durch. Darüber hinaus werden die relevanten Immobilienmärkte regelmäßig analysiert. Im Business Banking wird für Firmenkredite an Kreditnehmer mit der Rechtsform GmbH oder GmbH & Co. KG eine Besicherung in Form einer Globalzession gefordert. Des Weiteren können Kredite im Falle von Rechtsformen mit beschränkter persönlicher Haftung durch persönliche Bürgschaften der Eigentümer besichert werden. Im Geschäftsfeld Wholesale Banking wird für bonitätsstarke Großkunden insbesondere eine vertraglich fixierte Gleichbehandlung der Gläubiger angestrebt. Zudem sind Garantiesicherheiten für einen Teil des Geschäftsfelds Wholesale Banking von hoher Bedeutung. Als Beispiel können hier strukturierte Exportfinanzierungen aufgeführt werden, bei denen die Absicherung des wirtschaftlichen und politischen Risikos durch staatliche Exportkreditversicherungen erfolgt. Bei weiteren strukturierten Finanzierungsprodukten kommt eine breite Basis an Sicherheiten zum Einsatz, z. B. die Absicherung auf Basis von Cashflows, Sicherungsübereignungen von Anlage- und Umlaufvermögen sowie Forderungsabtretungen. Für ausgewählte Finanzierungen können zudem gewerbliche Immobilien als Sicherheit dienen. Bei den Investments im institutionellen Kreditportfolio handelt es sich überwiegend um gedeckte Anlagen (Covered Bonds, Papiere mit Staatsgarantie). Im Falle von Pre-Settlement-Geschäften (Repo- und Swap-Geschäfte) ist ein Geschäftsabschluss generell nur mit Collateral Agreement (hochwertige Wertpapiere bzw. Barsicherheiten) möglich. Im Zuge der erfolgten Umstellung auf die gruppenweiten Treasury-Systeme hat die ING-DiBa AG ihre direkte Clearing-Mitgliedschaft bei einem zentralen Kontrahenten zurückgegeben und schließt clearingpflichtige Geschäfte nunmehr im Rahmen eines Affiliate Modells über die ING-Gruppe ab. Kreditüberwachung und Problemkreditverfahren: Die ING-DiBa AG überwacht alle risikorelevanten Kreditengagements mindestens jährlich im Rahmen einer ausführlichen Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse eines Kreditnehmers und führt zusätzlich anlassbezogen Ad-hoc-Analysen durch. Im Geschäftsfeld Retail Banking werden in ausgewählten Fällen Ratenreduzierungen oder -stundungen von Kreditraten für einen begrenzten Zeitraum gewährt, um die Wahrscheinlichkeit der Bedienung zu erhöhen. Diese Modifikationen des Kreditvertrags sowie signifikante Tilgungssatzreduzierungen in Verbindung mit Zahlungsschwierigkeiten werden als Forbearance gekennzeichnet. Im Geschäftsfeld Wholesale Banking werden Konditionsanpassungen und Ratenreduzierungen nur in Ausnahmefällen gewährt. Die Intensivbetreuung von rückständigen Retail-Krediten obliegt dem im Zuständigkeitsbereich des Chief Operating Officer (COO) angesiedelten CoE Collections, welches auch die Zuständigkeit für den freihändigen Verkauf, die Zwangsversteigerung und das Inkasso innehat. Im Business Banking erfolgt die Intensivbetreuung rückständiger Kredite nach den Vorgaben der Expertise Business Banking Credit Risk Management durch das CoE Collections im Operations-Bereich. Treten im Geschäftsfeld Wholesale Banking oder im institutionellen Geschäft Zahlungsstörungen, negative Markt- oder Branchenentwicklungen oder Informationen über potenzielle finanzielle Schwierigkeiten eines Kreditnehmers auf, wird das betroffene Kreditengagement auf die Watch List gesetzt und einem engen Monitoring unterzogen. Wesentlicher Bestandteil der intensivierten Überwachung durch das zuständige Risk Management ist ein zeitnahes und aussagekräftiges Reporting an alle Kompetenzträger einschließlich des Vorstands. Portfoliosteuerung: Ziel der ING-DiBa AG ist es, unbeabsichtigte Konzentrationen im Kreditportfolio zu vermeiden. Als Steuerungsinstrumentarium dienen spezifische Kreditvergabe- und Produktgestaltungskriterien sowie Genehmigungsprozesse. Weiterhin trägt eine differenzierte Limitsystematik sowohl auf Einzelkreditnehmer- als auch auf Portfolioebene dazu bei, das definierte Risikoprofil aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiges Monitoring der Risikostrukturen und potenziellen Konzentrationen in den einzelnen Kreditportfolios. Um Länderrisiken zu minimieren, hat die ING-DiBa AG ein Länderlimitsystem implementiert, über das alle Risiken grenzüberschreitender Geschäfte in einer Gesamtschau gesteuert und überwacht werden. Um eine risikoarme Struktur des institutionellen Portfolios sicherzustellen, gelten für das institutionelle Geschäft weiterführende Länderrestriktionen. KreditrisikocontrollingLimitüberprüfung: Die ING-DiBa AG hat für alle genehmigten Kredite unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeit entsprechende Linien in den Limitsystemen eingerichtet. Die Einhaltung der eingeräumten Kreditlinien wird täglich überwacht. Darüber hinaus werden die spezifischen Limitierungen auf Produkt- bzw. Produktgruppenebene sowie auf Länderebene regelmäßig einem Monitoring unterzogen. Reporting: Der Überblick über aktuelle Entwicklungen der Risikostruktur der Kreditportfolien sowie die Ergebnisse detaillierter Risikoanalysen sind Bestandteil der regelmäßigen Berichterstattung an den Vorstand bzw. die zuständigen Gremien der ING-DiBa AG und der ING Bank N.V. Im Rahmen des Reportings werden den Entscheidungsträgern auch Maßnahmen und Handlungsvorschläge zum Umgang mit Kreditrisiken unterbreitet. Ergänzend erfolgt ein quartalsweiser Kreditrisikobericht an den Gesamtvorstand sowie den Kreditausschuss des Aufsichtsrats. KreditportfolioSofern nicht anders bezeichnet, basieren alle nachfolgend im Risikobericht genannten quantitativen Angaben auf Nominalwerten analog dem Management Reporting der ING-DiBa AG (Bruttobetrachtung ohne Berücksichtigung von Sicherheiten). Strukturelles RisikoprofilBranchenstruktur des KreditportfoliosDie nachfolgenden Übersichten stellen die Zusammensetzung des Kreditportfolios nach Sektoren dar. Die Angaben zum Wholesale Banking-Kreditportfolio umfassen das Geschäftsfeld Wholesale Banking in Deutschland einschließlich eingegangener Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 2,4 Milliarden Euro per 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: 2,4 Milliarden Euro). Für das Geschäftsfeld Retail Banking basieren die Angaben auf dem wesentlichen bilanzwirksamen Kreditgeschäft (Baufinanzierung, Ratenkredit, Rahmenkredit, Dispositionskredit) in Deutschland. Für kleine und mittlere Unternehmen und Selbständige wird ein standardisiertes Laufzeitdarlehen (Firmenkredit) sowie ein Rahmenkredit (Flexkredit) angeboten. Aufgrund des vergleichsweise geringen Geschäftsvolumens in Höhe von 374 Millionen Euro per 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: 384 Millionen Euro) wird das im Aufbau befindliche Business Banking-Kreditgeschäft als nicht risikorelevant eingestuft und ist in den nachfolgenden Tabellen somit nicht enthalten. Zusätzlich zu den herausgelegten Retail-Krediten, die als bilanzwirksame Geschäfte in den nachfolgenden Übersichten enthalten sind, bestehen im Retail-Kreditgeschäft außerbilanzielle Positionen, die im Wesentlichen aus unwiderruflich zugesagten, nicht in Anspruch genommenen Krediten in der Baufinanzierung in Höhe von 7,1 Milliarden Euro per 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: 7,2 Milliarden Euro) resultieren. Darüber hinaus bestehen im Geschäftsfeld Wholesale Banking unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 16,7 Milliarden Euro per 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: 16,8 Milliarden Euro), die ebenfalls kein Bestandteil der nachfolgenden Übersichten sind. Seit dem Geschäftsjahr 2021 hält die Bank ABS- und RMBS-Verbriefungstransaktionen, für die sie gleichzeitig als Originator und Investor agiert. Hierbei handelt es sich um Verbriefungen von privaten Baufinanzierungen und Konsumentenkrediten aus dem Bestand der Bank mit einem Volumen von 21,6 Milliarden Euro. Zudem hält die Bank einbehaltene gedeckte Wertpapiere in Höhe von 4 Milliarden Euro. Diese Transaktionen sind nicht in den nachstehenden Tabellen enthalten. Distribution des Gesamtportfolios nach Sektoren (prozentuale Verteilung)
Distribution des Gesamtportfolios nach Sektoren (Nominalwerte)
(1) Gedeckte Wertpapiere sind Covered Bonds wie z.B. Pfandbriefe sowie durch Staatsgarantien gedeckte Papiere. Regionale Aufteilung des PortfoliosIm Rahmen des Anlagegeschäfts am Geld- und Kapitalmarkt sowie durch die Geschäftsaktivitäten im Geschäftsfeld Wholesale Banking geht die Bank Länderrisiken ein. Retail-Kredite werden gemäß der geschäftspolitischen Ausrichtung lediglich an Kreditnehmer mit Sitz im Inland vergeben, sodass Auslandsexposures ausschließlich im Einzelfall durch einen Wohnsitzwechsel der Kreditnehmer entstehen können. Die regionale Verteilung im Kreditportfolio der ING-DiBa AG ist wie folgt: Risikokonzentration nach geografischen Gebieten
Mit insgesamt 74,4 Prozent des Kreditportfolios entfällt der wesentliche Bestandteil auf Engagements im Heimatmarkt Deutschland (31. Dezember 2023: 75,5 Prozent). Weitere 16,3 Prozent des gesamten Kreditportfolios umfassen zum Ende des Geschäftsjahres 2024 Forderungen gegenüber Schuldnern innerhalb der Europäischen Währungsunion (EWU; 31. Dezember 2023: 15,3 Prozent). Analog zum Vorjahr haben Forderungen an Kreditnehmer in den Niederlanden mit einem Anteil am Kreditportfolio von 9,1 Prozent dabei das größte Gewicht (31. Dezember 2023: 7,8 Prozent). Bonitätsstruktur des KreditportfoliosDie Bank stellt für Zwecke der Risikosteuerung regelmäßig auf das für die Eigenkapitalunterlegung verwendete interne Rating ab. Dieses basiert auf dem Emittenten- anstelle des Emissionsratings. Innerhalb der ING-Gruppe werden sämtliche interne Ratings auf einer einheitlichen Masterskala abgebildet, die jedem Ratingergebnis eine Risikoklasse zuordnet. Die Ratingklassen von 1 bis 22 basieren auf der Klassifizierung externer Ratingagenturen wie Standard & Poor's, Moody's oder Fitch. Ein ING-Rating der Risikoklasse 1 entspricht dabei beispielsweise einem AAA-Rating externer Ratingagenturen, ein ING-Rating von 2 einem Rating von AA+ einer externen Agentur. Engagements der Risikoklassen 1 bis 7 gelten als Engagements mit niedrigem Risiko. Die Risikoklassen 8 bis 13 werden als mittleres Risiko kategorisiert; ab der Risikoklasse 14 ist das Risiko erhöht. Ausgefallene Kunden werden den Risikoklassen 20 bis 22 zugeordnet. Die Distributionen der kreditrisikotragenden Portfolien über die einzelnen Risikoklassen der ING Masterscale geben Aufschluss über die Bonitätsstruktur und damit über die Kreditqualität des Gesamtportfolios. Kreditqualität von Finanzinstrumenten im Retail Banking, die weder überfällig noch wertgemindert sind-1
(1) Ratingdistribution auf Basis interner Bonitätsrisikoklassifizierungen im Sinne einer Ausfallwahrscheinlichkeit ohne Berücksichtigung von Sicherheiten. Kreditqualität von Finanzinstrumenten im institutionellen Geschäft, die weder überfällig noch wertgemindert sind-1, 2, 3, 4-, 5
(1) Ratingdistribution auf Basis interner Bonitätsrisikoklassifizierungen im Sinne einer Ausfallwahrscheinlichkeit ohne Berücksichtigung von Sicherheiten. (2) Gedeckte Wertpapiere sind Covered Bonds, insb. Pfandbriefe und durch Staatsgarantien gedeckte Papiere. (3) Das Kreditvolumen im Bereich Repos/Leihe enthält im Geschäftsjahr 2024 Reverse Repos in Höhe von 3,9 Milliarden Euro sowie Nostrokonten mit der ING Bank N.V. und der Interhyp AG in Höhe von insgesamt 930 Millionen Euro. (4) Für das Geschäftsjahr 2024 enthält die Kategorie Kassenkredite 2,0 Milliarden Euro Term Loans an die ING Bank N.V. (5) Collateralized Deposits sind Euro-Kredite an die ING Bank N.V., die durch Einlagen in Fremdwährung in Höhe des Euro-Gegenwerts der ausstehenden Kreditbeträge sowie eines Zuschlagsfaktors besichert werden. Den Collateralized Deposits stehen Barsicherheiten von 3.019 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2024 und 3.893 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2023 gegenüber. Kreditqualität von Finanzinstrumenten im Wholesale Banking, die weder überfällig noch wertgemindert sind-1, 2
(1) Ratingdistribution auf Basis interner Bonitätsrisikoklassifizierungen im Sinne einer Ausfallwahrscheinlichkeit ohne Berücksichtigung von Sicherheiten. (2) Darstellung basiert auf Nominalwerten einschließlich eingegangener Eventualverbindlichkeiten im Wholesale Banking. Besicherung des KreditportfoliosDie nachfolgenden Tabellen geben eine Gesamtübersicht über die hereingenommenen Sicherheiten in den Geschäftsfeldern Retail Bankung und Wholesale Banking zum Bilanzstichtag der Geschäftsjahre 2024 sowie 2023. Zur Darstellung werden die Sicherheiten in drei Kategorien eingeteilt. Neben Immobiliensicherheiten werden Garantien inklusive Exportkreditversicherungen (beispielsweise Hermesdeckungen) ausgewiesen. In der Kategorie "Sonstige" werden alle weiteren Sicherheitenarten ausgewiesen, die nicht unter die ersten beiden Kategorien fallen. Das institutionelle Geschäft umfasst im Wesentlichen Assetklassen mit produktinhärenten Sicherheiten wie Covered Bonds sowie zum Teil auch barbesicherte Kredite. Derivate sind zu 100 Prozent besichert. Besicherung im Geschäftsjahr 2024
Besicherung im Geschäftsjahr 2023
(1) Es erfolgt jährlich eine Überprüfung, inwiefern eine Neubewertung der Sicherheiten notwendig ist. Dabei sind Retail-Kredite unter 1,5 Millionen Euro durch das aufsichtsrechtliche Marktschwankungskonzept abgedeckt. Für Kredite über 1,5 Millionen Euro erfolgt eine einzelfallbezogene jährliche Überprüfung. Die den Baufinanzierungen zugrunde liegenden Sicherheiten werden seit 2023 auf Basis indexierter Verkehrswerte ermittelt. (2) Inklusive 1,3 Millionen Euro Intercompany-Garantie (31. Dezember 2023: 0,3 Millionen Euro). (3) Summe der vorliegenden Sicherheiten. Da zum Teil Übersicherungen vorliegen können, sollte die Aufstellung nicht für Nettobetrachtungen herangezogen werden. VerbriefungenSeit dem Geschäftsjahr 2021 hält die Bank ABS- und RMBS-Verbriefungstransaktionen, für die sie gleichzeitig als Originator und Investor agiert. Hierbei handelt es sich um Verbriefungen von privaten Baufinanzierungen und Konsumentenkrediten aus dem Bestand der Bank mit einem Volumen von 21,6 Milliarden Euro. Diese Transaktionen sind nicht in den Tabellen zum Kreditportfolio enthalten. Im Geschäftsfeld Wholesale Banking befinden sich per 31. Dezember 2024 mit niedrigem Risiko in Höhe von 388 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 586 Millionen Euro) in Form von ABS. Die Verbriefungen sind in den Tabellen zum Wholesale Banking Kreditportfolio enthalten. Überfälliges Kreditvolumen und ProblemkrediteDie ING-DiBa AG überwacht regelmäßig das gesamte Kreditportfolio im Hinblick auf Überfälligkeiten bzw. Rückstände. Im Falle der Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen (unter Berücksichtigung der Materialitätsgrenzen) gelten die Kredite im Sinne der Anforderungen von Basel III als ausgefallen. Die regulatorische Ausfalldefinition dient als Abgrenzung des laufenden Portfolios vom ausgefallenen Portfolio. Als ausgefallen gelten auch Engagements, die das Kriterium der Unwahrscheinlichkeit der Rückzahlung nach der Capital Requirements Regulation erfüllen. Die Ermittlung des Ausfalls erfolgt nach Maßgabe der EBA-Leitlinien zur Anwendung der Ausfalldefinition (EBA GL 2016/07). Nachfolgende Tabellen zeigen die Kreditqualität der offenen Forderungen zum angegebenen Stichtag mit ihren Nominalbeträgen einschließlich eingegangener Eventualverbindlichkeiten im Geschäftsfeld Wholesale Banking. Kreditqualität offene Forderungen-1-, 2
(1) Bei den ausgewiesenen wertgeminderten Positionen handelt es sich um Nominalbeträge. (2) Das im Wholesale Banking ausgewiesene Volumen an wertgeminderten Forderungen beinhaltet zum 31.12.2023 eine Position in Höhe von 1,6 Millionen Euro, für die keine Einzelwertberichtigung gebildet wurde, da beispielsweise aufgrund einer ausreichenden Besicherung, insbesondere durch Garantien von anderen Gesellschaften der ING-Gruppe, keine Verluste erwartet werden. Diese Position wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2024 vollständig zurückgeführt. Die Bank hat für sämtliche Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert bzw. überfällig, aber nicht wertgemindert sind, Pauschalwertberichtigungen gebildet. Insgesamt beläuft sich der Bestand der Forderungen unter Forbearance zum 31. Dezember 2024 in der Baufinanzierung auf 1.206,9 Millionen Euro (31.Dezember 2023: 1.125,6 Millionen Euro) und im sonstigen Retail-Geschäft auf 160,9 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 180,0 Millionen Euro). Dabei beträgt der Anteil der Kredite, die als non-performing klassifiziert wurden, 211,6 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 144,0 Millionen Euro) für die Baufinanzierung bzw. 114,1 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 101,3 Millionen Euro) für das sonstige Retail-Geschäft. Im Geschäftsfeld Wholesale Banking befinden sich Forderungen in Höhe von 505,4 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 470,7 Millionen Euro) unter Forbearance. Davon sind 400,4 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 260,8 Millionen Euro) als non-performing forborne gekennzeichnet. Altersanalyse (bis 90 Tage überfällig, aber nicht wertgemindert): offene Forderungen-1
(1) Im Wholesale Banking bestehen Forderungen in Höhe von 6,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 6,3 Millionen Euro), die bis 90 Tage überfällig, aber nicht wertgemindert sind. Im institutionellen Geschäft bestehen keine Forderungen, die bis 90 Tage überfällig, aber nicht wertgemindert sind. Der Anteil der überfälligen Forderungen am gesamten Retail-Portfolio liegt mit 0,1 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2023: 0,1 Prozent). RisikovorsorgeDie Risikovorsorge im Kreditgeschäft beinhaltet auf Einzelkreditebene ermittelte Pauschalwertberichtigungen, pauschalierte Einzelwertberichtigungen, Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken aus außerbilanziellen Verpflichtungen. Grundlage für die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen und der pauschalierten Einzelwertberichtigungen sind aufgrund der Anwendung des IDW RS BFA 7 4 die von der Bank verwendeten IFRS-Risikovorsorgemodelle. Hierbei erfolgt die Ermittlung der Wertberichtigung in Abhängigkeit von den Veränderungen der Kreditqualität seit dem Zugangszeitpunkt entweder in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts (1-Jahres expected loss) oder, soweit im Vergleich zum Zugangszeitpunkt eine signifikante Verschlechterung des Ausfallrisikos vorliegt oder der Ausfall eingetroffen ist, in Höhe des über die Restlaufzeit des Kredits erwarteten Kreditverlusts (lifetime expected loss). Für alle wesentlichen ausgefallenen Forderungen im Geschäftsfeld Wholesale Banking (Forderungsvolumen > 1 Million Euro) wurden zudem Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen für Kreditrisiken aus außerbilanziellen Verpflichtungen gebildet. Der Risikovorsorgebedarf wird vierteljährlich berechnet und vom Gesamtvorstand genehmigt. Für das Business Banking-Portfolio wurde im Geschäftsjahr aufgrund erhöhter Inflation und der aktuellen Zinsentwicklung eine zusätzliche Risikovorsorge in Höhe von 10 Millionen Euro gebildet. Für Transitionsrisiken im Wholesale Banking Portfolio aufgrund von Klimarisiken wurde zudem zusätzliche Risikovorsorge in Höhe von 4 Millionen Euro gebildet. Entwicklung der Risikovorsorge nach HGB
(1) Nettogröße aus Zuführungen und Auflösungen ohne Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. Im Geschäftsjahr 2024 lagen die Risikokosten über dem Vorjahreswert, welcher aufgrund von Auflösungen gebildeter Risikovorsorge für Kredite mit in Russland ansässigen Kunden äußerst niedrig war. Ursächlich für die Risikokosten im Geschäftsjahr 2024 waren insbesondere Ausfälle größerer Einzeladressen, die Einführung neuer Risikovorsorgemodelle bzw. die Weiterentwicklung derselben und eine Verschlechterung der makroökonomischen Bedingungen. Überwachung und Steuerung nicht-finanzieller RisikenRisikodefinitionDas nicht-finanzielle Risiko ist als Risiko eines finanziellen Verlusts durch äußere Einflüsse (kriminelle Handlungen, Naturkatastrophen etc.) oder durch interne Faktoren (z. B. Ausfälle der Datenverarbeitungssysteme, Unterschlagung, menschliches Versagen, fehlerhafte Prozesse, strukturelle Schwächen oder unzulängliche Überwachung) definiert. Bei der ING-DiBa AG schließt die Definition des nicht-finanziellen Risikos auch rechtliche Risiken ein, die aus vertraglichen Übereinkünften oder den gesetzlichen Rahmenbedingungen resultieren. Rechtsrisiken, die sich negativ auf die künftige Ertragslage auswirken können, bestehen zum Beispiel bei einer unerwartet verbraucherfreundlichen Rechtsprechung und der sich potenziell daraus ergebenden Unsicherheiten, hinsichtlich der Anzahl von Kundinnen und Kunden, die sich auf eine Rechtsprechung beziehen. OrganisationDie Verantwortung für die Koordination aller Aktivitäten hinsichtlich des Managements nicht-finanzieller Risiken liegt bei den Organisationseinheiten CoE Non-Financial Risk, CoE Compliance, Expertise Data Protection Office unterstützt durch CoE Legal & Board Office. Deren Aufgaben beinhalten unter anderem die methodischen Vorgaben zur Identifizierung, Quantifizierung und Steuerung der nicht-finanziellen Risiken und eine adäquate Risikoberichterstattung an das Non-Financial Risk Committee (NFRC) sowie quartalsweise im Rahmen des Non-Financial Risk Dashboards (NFRD) an die ING Bank N.V. In dieser Funktion arbeiten die Organisationseinheiten CoE Non-Financial Risk, CoE Compliance, Expertise Data Protection Office und CoE Legal & Board Office eng mit den entsprechenden Fachbereichen zusammen. Das Management nicht-finanzieller Risiken umfasst auch die Sicherstellung der Einhaltung der Anforderungen gemäß dem Sarbanes-Oxley Act (SOX 404) sowie die Prävention von Betrugsfällen. Das Thema Auslagerung von Dienstleistungen ist umfassend in einer gesonderten Richtlinie geregelt. Für alle Auslagerungen wurden Risikoanalysen durchgeführt. Nicht-finanzielle RisikostrategieZiel des Managements nicht-finanzieller Risiken ist es, im Rahmen eines umfassenden und integrierten Ansatzes alle materiellen Risiken der Bank zu identifizieren, sie zu analysieren und zu bewerten. Es wird zwischen akzeptablen und nicht akzeptablen Risiken unterschieden. Für die nicht akzeptablen Risiken müssen Risikominderungsstrategien entwickelt und die daraus abgeleiteten Maßnahmen umgesetzt werden, um die Risiken auf ein tragbares Niveau abzusenken. So wird gewährleistet, dass die Summe aller Risiken immer durch die für diese Risikoart allokierte Deckungsmasse gemäß Risikotragfähigkeitskonzept gedeckt und der Fortbestand der Bank sichergestellt ist. Operatives Risikomanagement und RisikocontrollingDas Management der nicht-finanziellen Risiken ist auf die qualitativen Anforderungen von Basel IV, die Einhaltung gesetzlicher bzw. aufsichtsrechtlicher Regelungen und der innerhalb des Konzerns etablierten Vorgaben sowie auf die Gewährleistung einer hohen Informationssicherheit ausgerichtet. Incident Reporting und Risk AssessmentsDie Steuerung der nicht-finanziellen Risiken umfasst ein unternehmensweites Incident Reporting, die Beobachtung und Analyse von Key Risk Indicators (KRI) sowie die Durchführung von Risk & Control Self Assessments (R&CSAs) in kritischen Unternehmensbereichen bzw. Projekten mit Einfluss auf das Risikoprofil der Bank. InformationssicherheitZur Gewährleistung der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität aller schutzbedürftigen Informationen und informationsverarbeitenden IT-Systeme hat die Bank ausführliche Informationssicherheits-Richtlinien und Minimum Standards definiert. Diese berücksichtigen auch Cyberbedrohungen, wie zum Beispiel DDoS- und Ransomware-Attacken. Ihre Einhaltung wird von der jeweiligen First Line of Defense und dem CoE Non-Financial Risk in der Second Line of Defense Rolle laufend überwacht. RechtssicherheitZur Absicherung gegen rechtliche Risiken sieht die Bank grundsätzlich die Verwendung von standardisierten und von der Rechtsabteilung geprüften Basis- bzw. Rahmenverträgen vor. Bei individuellen einzelvertraglichen Regelungen findet eine juristische Prüfung durch die Rechtsabteilung statt. Operational Resilience & Business Continuity Die ING-DiBa AG verfügt für alle Standorte in Deutschland über Notfall- und Krisenpläne, die im Rahmen eines strukturierten Business Continuity Management (BCM)-Prozesses für sog. Critical Business Services (CBS) umgesetzt wurden. Vor diesem Hintergrund verfolgt das BCM das Ziel, die Bank bzw. ihre CBS auf Notfälle und Krisen (u.a. Ausfälle von IT-Systemen, Kommunikationsmitteln, Betriebsstätten, Personal und/oder kritischen Dienstleistern) vorzubereiten und insbesondere die Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs im Zuge dieser Bedrohungen sicherzustellen. Die Notfall- und Krisenplanung berücksichtigt aktuelle Risikotrends aus Bedrohungsanalysen. Bereits im Vorfeld sollen die CBS widerstandsfähig gegenüber diesen Bedrohungen gemacht werden (Resilience by Design). Bevor es zu einem Notfall kommt, werden Betriebsunterbrechungen bzw. -störungen durch eine solide Prozessstruktur, ausreichende Ressourcenausstattung und effektive Entstörungsprozesse bestmöglich vermieden werden. Die Umsetzung des BCM-Prozesses wird vom CoE Non-Financial Risk Management laufend überwacht. Jedes Geschäftsjahr erfolgt die turnusmäßige Aktualisierung der Notfall- und Krisenpläne sowie die Überprüfung auf Anwendbarkeit und Wirksamkeit dieser im Rahmen von durchgeführten Tests. Risikomanagement auf PortfolioebeneAuf Portfolioebene steuert die Bank die nicht-finanziellen Risiken über eine Limitierung im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepts. Die Ermittlung des ökonomischen Kapitalbedarfs erfolgt bis Ende 2024 mittels des fortgeschrittenen Messansatzes nach Basel III (AMA) und ab 2025 einem internen Modell nach Basel IV. Dabei handelt es sich in beiden Ansätzen um ein zentral entwickeltes Risikomodell der ING-Gruppe. Die Modellierung erfolgt auf Ebene der Geschäftszweige der ING und wird auf die jeweiligen Geschäftseinheiten anhand von kapital- und risikorelevanten Kennzahlen allokiert. Das AMA-Modell der Bank bezieht Werte aus historischen internen Verlustereignissen, Risikokosten, die aus Risk & Control Self Assessments ermittelt werden, sowie ING-DiBa AG spezifische Szenarioanalysen in die Berechnung ein. Ergänzt werden diese Daten durch die umfassende externe Verlust-Datensammlung der Operational Riskdata eXchange Association (ORX): Sie beinhaltet anonymisierte Schadensfälle vergleichbarer Kreditinstitute. RisikolageMit einer Kernkapitalquote 5 in Höhe von 16,9 Prozent (31. Dezember 2023: 17,3 Prozent) zum Jahresende 2024 liegt die Kapitalausstattung der ING-DiBa AG weiterhin deutlich über der im zurückliegenden Berichtsjahr geltenden bankindividuellen aufsichtlichen Mindestkapitalanforderung sowie über der entsprechenden aufsichtlichen Kapitalempfehlung. Dabei steht der Summe aus der Eigenmittelanforderung aus der Gesamtrisikoposition Kernkapital in Höhe von 7,6 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 7,6 Milliarden Euro) gegenüber. Die Ergebnisse der zum 31. Dezember 2024 durchgeführten Base Case Kapitalplanung zeigen zudem, dass die regulatorischen Kapitalanforderungen auch über den gesamten Dreijahreszeitraum der Kapitalplanung eingehalten werden. Die ökonomische Perspektive zeigt zum Ende des Geschäftsjahres 2024 unter Berücksichtigung risikomitigierender Maßnahmen eine Ausnutzung der verfügbaren Risikodeckungsmasse von 81 Prozent (31. Dezember 2023: 73 Prozent). Somit stehen auch für den Fall adverser Entwicklungen ausreichende Kapitalreserven zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken zur Verfügung. Wie in den Jahren zuvor hat die ING-DiBa AG im Geschäftsjahr 2024 die regulatorischen Mindestanforderungen an Liquidität zu jederzeit eingehalten. Dies zeigt sich insbesondere in der Liquidity Coverage Ratio, die stetig über 130 Prozent lag. Aufgrund von Unsicherheiten über den weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine sowie möglicher Auswirkungen auf die Geschäfts- und Kapitalplanung bleibt die Prognosefähigkeit der Bank erschwert. Zum derzeitigen Stand erwartet die ING-DiBa AG keine Änderungen an der Einschätzung der Risikolage.
5 Vorjahreswert nach Feststellung, ggf.
angepasst.
4. Internes Kontrollsystem für die RechnungslegungZiel des internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsBei der Erstellung der zu veröffentlichenden Jahresabschlüssen kommt der zuverlässigen Einhaltung der allgemein anerkannten Rechnungslegungsprinzipien höchste Priorität zu. Alle für die ING-DiBa AG relevanten gesetzlichen und rechtlichen Vorschriften müssen dabei beachtet werden. Diesem Ziel dient das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess (IKS RL). Für die Organisation und Weiterentwicklung des IKS RL ist der Gesamtvorstand der ING-DiBa AG als Key Management Personnel des Konzerns im Sinne der IFRS verantwortlich. Die Verantwortung für die Koordination aller Aktivitäten hinsichtlich der Einhaltung des IKS RL sowie der Vorgaben der Sarbanes-Oxley Act (SOx) hat der Vorstand der Organisationseinheit CoE Financial Reporting & Controls übertragen. Risiken mit Blick auf die RechnungslegungAbschlüsse können aufgrund unbeabsichtigter Fehler oder betrügerischer Handlungen ein Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln, das nicht den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Dies ist der Fall, wenn in den Abschlüssen enthaltene Zahlen oder Anhangangaben wesentlich von einem korrekten Ausweis abweichen. In diesem Zusammenhang gelten Abweichungen dann als wesentlich, wenn sie die auf Basis der Abschlüsse getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen der Abschlussadressaten beeinflussen könnten. Diese Risiken ziehen unter Umständen gesetzliche Sanktionen, wie Interventionen der Bankenaufsicht, nach sich. Überdies kann darunter das Vertrauen der Investoren ebenso leiden wie die Reputation der Bank. Die Vermeidung dieser Hauptrisiken ist daher das Ziel des vom zuständigen Management eingerichteten IKS RL. Die Rahmenbedingungen für das IKS RLBei der Ausgestaltung des Kontrollsystems lehnt sich die Bank an das Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission an, das helfen soll, Finanzberichterstattungen durch ethisches Handeln, wirksame interne Kontrollen und gute Unternehmensführung qualitativ zu verbessern. Darüber hinaus wird der laufenden Fortentwicklung des IKS RL eine hohe Wichtigkeit beigemessen. Kontrollziele für die Rechnungslegung sind:
Bei der Einrichtung des IKS RL wurden die Regeln der Wirtschaftlichkeit beachtet. Das heißt insbesondere, dass der Nutzen von Kontrollen einerseits und der Kostenaspekt andererseits verantwortungsvoll abgewogen werden. Damit kann, wie bei allen Prozessen und Systemen, trotz aller Sorgfalt naturgemäß nur eine angemessene, aber keine absolute Sicherheit hinsichtlich der Identifikation und Vermeidung von fehlerhaften Angaben in der Rechnungslegung gewährleistet werden. Organisation des IKS RLFür den Jahresabschluss der ING-DiBa AG sowie den Lagebericht finden die anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) Berücksichtigung. Im Zusammenhang mit der Banksteuerung nimmt das CoE Management Reporting & Business Advice die Steuerungsfunktionen im Konzern der ING Deutschland wahr. Die Banksteuerung des Instituts erfolgt mittels Kennzahlenberechnungen auf der Grundlage des IFRS Accounting-Zahlenwerks. Für die ordnungsgemäße Erstellung aller handelsrechtlich vorgeschriebenen Jahres- und Konzernabschlüsse liegt die Verantwortung im CoE Financial Reporting & Controls. Das CoE Financial Reporting & Controls verantwortet weiterhin die Berichterstattung an das Mutterunternehmen ING Bank N.V. sowie die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich aller Finanzinformationen (IFRS-Anhang). Dabei werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften aggregiert und die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen durchgeführt. Konzerninterne Transaktionen werden eliminiert und die ordnungsgemäße Umsetzung und Genehmigung von Korrekturprozessen wird überwacht. Für die Erstellung der Finanzberichterstattung nutzt die Bank marktgängige Datenverarbeitungssysteme, die über technische Schnittstellen an die operativen Vorsysteme angebunden sind und innerhalb derer die Kontrollen über die Jahresabschlusserstellung weitgehend automatisiert erfolgen. Dabei ist die Bank im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses bestrebt, den Automatisierungsgrad des IKS RL weiter zu erhöhen und manuelle Kontrolldurchführungen durch systemintegrierte, automatisierte Kontrollen zu ersetzen, um so die Qualität des IKS RL fortlaufend zu erhöhen. Bestimmte Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Rechnungslegung erfolgen in anderen Organisationseinheiten:
Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats ist für die Behandlung von Beschwerden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Aktionären sowie Dritten zuständig. Die Beschwerden zur Rechnungslegung und zu sonstigen bilanzierungsbezogenen Angelegenheiten können anonym gemeldet werden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird dadurch die Möglichkeit gegeben, Verstöße gegen Richtlinien unternehmensintern zu berichten, ohne selbst Sanktionen fürchten zu müssen. Es gilt mithin das "Whistleblower-Prinzip". Das IKS RL umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der internen und externen Rechnungslegung im Einklang mit den geltenden Rechtsregeln. Die Prozesse und die damit verbundenen ablauforganisatorischen Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten, Kontrollen sowie Kommunikationswege sind klar definiert und aufeinander abgestimmt. Der Rahmen für das IKS RL wird im Organisationshandbuch der Bank festgelegt. Darin sind die Richtlinien und Arbeitsanweisungen unternehmensweit dargestellt. Diese werden im Intranet veröffentlicht. Die Richtlinien und Arbeitsanweisungen werden regelmäßig auf Richtigkeit und Aktualität überprüft. Ebenso erfolgen laufend Kontrollen zur Einhaltung des internen Regelungswerks und der Vorgaben zur Funktionstrennung. Für das CoE Financial Reporting & Controls der ING-DiBa AG bestehen einheitliche Arbeitsanweisungen und Richtlinien. Für die einzelnen Tätigkeiten existieren ferner genaue Stellenbeschreibungen und Kompetenzregelungen. Auch die Frage der angemessenen Vertretung beim Ausfall von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist geregelt. Die Beachtung der Bilanzierungsvorschriften stellt die ordnungsgemäße Berücksichtigung der Geschäftsvorfälle sicher. Im Rahmen der Jahresabschlussvorbereitung werden detaillierte Terminpläne veröffentlicht. Änderungen an den Bilanzierungsrichtlinien werden zeitnah kommuniziert. Fachliche Schulungen bereiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf anstehende Änderungen bei der nationalen sowie internationalen Rechnungslegung vor. Das interne Kontrollsystem zeichnet sich insbesondere durch das Vier-Augen-Prinzip, zeitnahe Plausibilitätsprüfungen auch in Abstimmung mit anderen Fachabteilungen sowie durch die laufende Abstimmung von Haupt- und Nebenbüchern aus. Die Sicherstellung der Übereinstimmung der verschiedenen Datenquellen mit der nationalen Rechnungslegung, dem Regulatory Reporting und der Konzernrechnungslegung wird unter anderem durch diese Maßnahmen gewährleistet. Der Prozess der Berechtigungsvergabe und -verwaltung ist systemunterstützt und zentral organisiert. Berechtigungsanträge werden durch den Anwender selbstständig über das User Access Portal System (One Identity) beantragt und durch die jeweilige Führungskraft nach erfolgter Kontrolle freigegeben. Es existieren verschiedene Berechtigungsprofile für das CoE Financial Reporting & Controls. So können sowohl abgestufte Lese- als auch Schreibrechte in den für die Rechnungslegung erforderlichen Systemen vergeben werden. Die Organisationseinheit Corporate Audit Services unterstützt den Vorstand, indem sie das IKS RL bewertet und Empfehlungen ausspricht. Damit trägt sie zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung bei. 5. PrognoseberichtChancen und RisikenDer Begriff Chancen wird als Aussicht auf eine mögliche künftige Entwicklung oder den Eintritt von Ereignissen definiert, welche zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Hingegen stellen Risiken negative Abweichungen von getroffenen Prognosen dar. Insofern sind Chancen als das Gegenteil von Risiken zu verstehen. Positive und negative Entwicklungen in diesem Sinne können aus einer Vielzahl von Entwicklungen resultieren. Dazu zählen zum Beispiel unternehmerische Initiativen, welche die Wettbewerbsposition aktiv verbessern können. Außerdem bergen kontinuierliche Effizienzsteigerungen durch Prozessoptimierung und kostensenkende Maßnahmen das Potenzial einer verbesserten Geschäftsentwicklung. Überdies können sich durch Veränderungen der mikro- und/oder makroökonomischen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise des Kundenverhaltens sowie damit verbundener Branchentrends, vorteilhafte oder auch unvorteilhafte Marktbedingungen ergeben. ChancenDie ING-DiBa AG sieht insoweit für das Geschäftsjahr 2025 die im Folgenden dargestellten Chancen:
RisikenFür das Geschäftsjahr 2025 sieht die Bank, neben den bestehenden wesentlichen Risikoarten, insbesondere die folgenden Risikotreiber im Fokus, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Prognostizierte gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDer Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet im Jahr 2025 eine Belebung der Wirtschaft innerhalb der Eurozone. Die wirtschaftliche Entwicklung wird innerhalb der europäischen Staaten weiterhin uneinheitlich verlaufen und Deutschland, wird hierbei voraussichtlich das schwächste Wirtschaftswachstum unter den Mitgliedsstaaten aufweisen. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit, restriktiver Finanzierungsbedingungen und nachlassender Wettbewerbsfähigkeit erwartet der Sachverständigenrat nach dem wiederholten Rückgang der Wirtschaftsleistung auch für das Jahr 2025 keine starke Erholung der deutschen Wirtschaft. Insgesamt wird ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,4 Prozent erwartet. Die anhaltende konjunkturelle Schwächephase spiegelt sich darüber hinaus beim Arbeitsmarkt wider. Für die Arbeitslosenquote wird ein Anstieg von durchschnittlich 6 Prozent im Jahr 2024 auf 6,1 Prozent im Jahr 2025 erwartet. Die Normalisierung der Inflation, die bereits im Jahr 2023 begonnen hat und im vergangenen Jahr weiter vorangeschritten ist, dürfte sich laut Sachverständigenrat im Jahr 2025 fortsetzen. Die prognostizierte Steigerung der Verbraucherpreise liegt bei 2,1 Prozent. Dem World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge, wird die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2025 von Divergenz geprägt sein. Die US-Wirtschaft hält sich robuster als erwartet, während die Wirtschaft innerhalb der Eurozone sich nur graduell erholen dürfte. Insgesamt erwarten die IWF-Ökonomen ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,3 Prozent, nach 3,2 Prozent im Jahr 2024. Die Weltwirtschaft wird somit erwartungsgemäß weiterhin langsamer wachsen als im Durchschnitt der Jahre 2010-2019. Es wird erwartet, dass der Welthandel im Jahr 2025 vorübergehend durch handelspolitische Unsicherheiten belastet wird. Gleichzeitig wird prognostiziert, dass ein gewisser Ausgleich stattfindet, da einige Handelsströme in Erwartung strengerer Handelsbeschränkungen vorgezogen werden. Nach einem im Vergleich zum durchschnittlichen Wachstum der Jahre 2000-2019 von 4,9 Prozent niedrigem Zuwachs von 3,4 Prozent im Jahr 2024, erwarten die IWF-Ökonomen für das Jahr 2025 ein Wachstum von 3,2 Prozent. Prognostizierte branchenbezogene RahmenbedingungenTrotz der allmählichen Erholung des realen BIP-Wachstums im Euroraum, unterstützt durch robuste Arbeitsmärkte und steigende Reallöhne, bleiben die kurzfristigen Wachstumsaussichten im Finanzsektor verhalten. Zusätzlich können auch für das Geschäftsjahr 2025 erhebliche geopolitische und politische Unsicherheiten, wie die Störung von Lieferketten und die Neuordnung von bestehenden Handelsbeziehungen, negative Auswirkungen haben. Hinzu kommt, dass sich trotz der Zinssenkungen in der zweiten Jahreshälfte 2024 die Leitzinsen der EZB noch immer auf einem restriktiven Niveau befinden. Die Erwartung ist, dass die EZB ihre geldpolitischen Lockerung fortsetzt und die Leitzinsen im Laufe des Jahres bis auf ein neutrales Niveau von 1,75 bis 2,25 Prozent oder bei anhaltender wirtschaftlicher Schwäche sogar noch weiter senken wird. Dies begünstigt die Nachfrage nach Krediten, sodass insbesondere bei Hypotheken und Verbraucherdarlehen von einem weiteren Kreditwachstum auszugehen ist. In Anbetracht der hohen Unsicherheit, dem erwarteten langsameren Lohnwachstum sowie des Abkühlens des Arbeitsmarktes ist allerdings nicht von einer sich beschleunigenden Erholung der Nachfrage oder der Rückkehr zu den Niveaus, die zuletzt vor Beginn des Zinserhöhungszyklus der EZB verzeichnet wurden, auszugehen. Die Kreditnachfrage von Unternehmen wird weiterhin sowohl durch immer noch restriktive Finanzierungsbedingungen, als auch durch die wirtschaftliche Unsicherheit belastet. Trotz einer zuletzt leicht gestiegenen Nachfrage nach Unternehmenskrediten bleibt das Niveau schwach. Angesichts einer erwarteten weiteren Verschärfung der Vergabekriterien dürfte sich daran zumindest kurzfristig wenig ändern. Im Hinblick auf das Einlagengeschäft ist zu erwarten, dass die Refinanzierungskosten für die Banken über die Sicht- und Spareinlagen der Kunden möglicherweise nicht im gleichen Maße sinken. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Nachfrage nach Liquidität der Banken weiterhin hoch ist und sich der Wettbewerb um die Gewinnung neuer Einlagen von Bankkunden über die Preisgestaltung der Zinsen weiter verschärfen könnten. Angesichts des anhaltenden Kostenanstiegs, der vor allem durch die im Vorjahr stark gestiegenen Zinsen verursacht wurde, bleiben die Margen weiterhin belastet. Darüber hinaus werden die geopolitischen Risiken und strukturellen Herausforderungen, die mit dem Klimawandel und der digitalen Transformation des Finanzsystems einhergehen, nicht nur die Wachstums- und Inflationsaussichten im Allgemeinen beeinflussen, sondern auch unmittelbare Auswirkungen auf den Bankensektor haben. Der Übergang von Bargeld zu digitalen Transaktionen bei Konsumausgaben wird sich weiterhin verstärken und birgt enormes Potenzial für innovative Zahlungsverkehrslösungen. Die digitale Transformation und der Einsatz künstlicher Intelligenz bringen zusätzliche Herausforderungen bei der Prävention und Erkennung von Betrugsfällen mit sich. Daher sind Banken gefordert, ihr Risikomanagement weiter auszubauen und zu stärken. Angesichts der dynamischen Entwicklungen in der Regulierung und technologischen Fortschritten werden Banken in den nächsten Jahren verstärkt in künstliche Intelligenz investieren. Dies dient nicht nur der Minimierung operationeller Risiken, sondern auch der Erhöhung ihrer Resilienz gegenüber Cyberangriffen. In diesem Kontext spielen Datenschutz und Transparenz bei der Datennutzung eine entscheidende Rolle, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Diese Faktoren verstärken den Trend zu stärker personalisierten Serviceangeboten und datengestützter Entscheidungsfindung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Integration von ESG-Daten in die Strategien von Kreditinstituten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Investitionen, Produkten und Dienstleistungen bietet Banken die Möglichkeit, ein attraktives Produktportfolio zu entwickeln und sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. In diesem Zusammenhang sind Banken gefordert, ihre Prozesse und Infrastrukturen neu zu gestalten, ein konsistentes Datenmanagement zu implementieren und leistungsfähige Software zur Analyse einzuführen. Gleichzeitig erfordern die Datenanforderungen zur Nachhaltigkeit die Mobilisierung taxonomiekonformer Finanzmittel, um sowohl Privat- als auch Geschäfts- und Firmenkunden bei der Umstellung auf Klimaneutralität zu unterstützen und ihre eigenen Nachhaltigkeitskennzahlen zu verbessern. Die Anpassung an ein weiterhin inflationäres Umfeld mit geringem Wachstumsaussichten und niedrigen Zinssätzen wird eine besondere Herausforderung für Kreditinstitute darstellen. Die Sicherstellung regulatorischer Compliance bleibt herausfordernd. Im Geschäftsjahr 2025 wird für Banken die Kombination aus umfassender Resilienz und dem agilen Ergreifen von Wachstumschancen ein zentraler Erfolgsfaktor sein. Banken sind angehalten, ihre gesamte Struktur und Ablauforganisation widerstandsfähiger zu gestalten. Schlanke Prozessstrukturen und ein effektives Datenmanagement bilden die Basis für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Dies bedeutet jedoch auch, dass Erträge weiter diversifiziert werden müssen, um flexibel auf verändernde Marktgegebenheiten reagieren zu können. Die ING-DiBa AG erwartet vor diesem Hintergrund im Geschäftsjahr 2025 ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld. Prognostizierte Geschäfts-, Ertrags- und FinanzlageÜber die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen hinaus könnten sich die Einflussgrößen zur Berechnung und Steuerung der Liquiditäts-, Marktpreis-, Adressenausfall- und operationellen Risiken (Kapitel 3. Risikobericht) ebenfalls auf die geschäftliche Entwicklung der Bank auswirken, sodass die nachfolgenden Prognosen unter der Annahme vergleichbarer Risiken, wie im Geschäftsjahr, getroffen werden.
Die ING-DiBa AG erwartet aufgrund des weiteren Volumenrückgangs im Kreditportfolio mit in Russland ansässigen Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 keine weiteren wesentlichen wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Kriegs in der Ukraine auf ihr Kerngeschäft. Auf der Aufwandsseite rechnet die Bank gegenüber dem Vorjahr allen voran mit deutlich sinkenden regulatorischen Aufwendungen vor dem Hintergrund der Reform zum Einlagensicherungsfonds und geringer kalkulierter Beitragszahlungen im Rahmen der Bankenabgabe. Im Gegenzug sorgen deutlich steigende IT-Kosten im Rahmen der fortschreitenden digitalen Transformation und des Ausbaus der Infrastruktur sowie deutlich steigende Personalaufwendungen für insgesamt deutlich steigende Verwaltungsaufwendungen. Die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in bestehende Geschäftsprozesse und Risikomodelle der Bank dürften die Kostenbasis zusätzlich belasten. Die ING-DiBa AG rechnet vor dem Hintergrund weiterer Leitzinssenkungen der EZB mit einer abflachenden Zinskurve und folglich einem moderat sinkenden Zinsergebnis im Jahr 2025. Im Zusammenhang mit der Zinspolitik gerät auch die Zinsmarge unter Druck. Von hoher Relevanz ist weiterhin das Wertpapiergeschäft. Mit Blick auf den Vermögensaufbau rückt diese Form der Kapitaleinlage erneut in den Fokus der Kundinnen und Kunden. Angesichts des restriktiven Zinsniveaus und geringer Renditechancen im Spargeldbereich erwartet die Bank ein nur leichtes Wachstum bei Spargeldern. Im Gegenzug wird ein moderates Wachstum im Bereich des Wertpapiergeschäfts bei Kunden prognostiziert. Die Bank rechnet vor diesem Hintergrund mit einem moderaten Anstieg des Provisionsergebnisses. Im Geschäftsfeld Retail Banking dürfte die Nachfrage nach Wohneigentum vor dem Hintergrund der Zinsentwicklungen und des Anzeichens einer Stabilisierung und Erholung am Immobilienmarkt im Geschäftsjahr 2025 wieder zunehmen. Diese Entwicklung begünstigt auch das Baufinanzierungsgeschäft. Die Bank rechnet infolgedessen mit einer leichten Zunahme des Bestandsvolumens. In Anbetracht rückläufiger Zinsen und angesichts weiteren Kundenwachstums wird im Geschäftsjahr 2025 ein moderater Anstieg der Nachfrage an Konsumentenkrediten erwartet. Dies ist einerseits durch ein allgemeines Wachstum im Kreditportfolio und andererseits u.a. durch die verstärkte Integration von Finanzdienstleistungen im Rahmen vom sog. Embedded Finance auf nichtfinanziellen Plattformen begründet. Insgesamt prognostiziert die Bank im Geschäftsfeld Retail Banking ein leicht steigendes Kundenkreditvolumen. Darüber hinaus plant die ING-DiBa AG die Geschäftsaktivitäten mit KMU-Kunden, welche derzeit im Geschäftsfeld Retail Banking enthalten sind, weiter auszubauen und zu intensivieren. Die Bank rechnet für das Geschäftsjahr 2025 mit einem moderat steigenden Kreditwachstum und einem deutlich steigenden Einlagevolumen vor dem Hintergrund der Einführung des Tagesgeldkontos für Geschäftskunden im abgelaufenen Berichtszeitraum. Das Geschäftsfeld Wholesale Banking wird auch im Geschäftsjahr 2025 eine zentrale Rolle spielen und maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der ING-DiBa AG beitragen. Angesichts der globalen Produkt- und Sektorenexpertise sowie ihrer regionalen Präsenz intensiviert die Bank ihre Bemühungen, bestehende Geschäftsbeziehungen auszubauen. Besonders im Fokus stehen die aktive Begleitung von Unternehmenskunden bei ihrem Transformationsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit und die gemeinsame Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle. Dabei ist die Berücksichtigung von ESG-Faktoren bei den Finanzierungskonditionen von besonderer Bedeutung. Trotz wirtschaftlicher Instabilitäten und anhaltender geopolitischer Spannungen, die eine Neuausrichtung globaler Lieferketten erfordert, erwartet die Bank vor dem Hintergrund der nachhaltigkeitsbezogenen Transformation für das Geschäftsjahr 2025 ein deutlich steigendes Bestandsvolumen. Insgesamt erwartet die ING-DiBa AG angesichts ihrer Wachstumsziele einen leichten Anstieg der Kundenanzahl. Die Aufwendungen für die Risikovorsorge werden im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich leicht gegenüber dem Vorjahr moderat steigen was u.a. auch auf den prognostizierte Anstieg des Geschäftsvolumens zurückzuführen ist. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Bank mit einem moderat steigenden, geschäftsfeldübergreifenden Wachstum, das die nachhaltige Entwicklung widerspiegelt. Das niedrige Zinsumfeld erhöht den Margendruck und belastet das Zinsergebnis. Im Gegensatz dazu wirkt sich die steigende Nachfrage nach Krediten positiv auf die Geschäftsfelder Retail Banking und Wholesale Banking aus. In Bezug auf die Ertragslage wird ein moderat sinkendes Zinsergebnis und ein moderat steigendes Provisionsergebnis prognostiziert. Gleichzeitig werden deutlich steigende Verwaltungsaufwendungen und moderat steigende Risikokosten erwartet. Die Bank rechnet daher mit einem deutlich sinkenden Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. Die Steuerungskennzahl Return on Equity wird aufgrund eines rückläufigen Vorsteuerergebnisses deutlich sinken. Für die Cost-Income-Ratio wird ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 prognostiziert. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf einen überproportionalen Rückgang des Zinsergebnisses im Verhältnis zu den gestiegenen Kosten zurückzuführen. Der wirtschaftliche Erfolg der ING-DiBa AG wird maßgeblich durch die gelebte Unternehmenskultur sowie der Bereitschaft und dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beeinflusst. In diesem Zusammenhang steht die Mitarbeiterzufriedenheit als zentrale Steuerungsgröße im besonderen Fokus. Die nächsten Mitarbeiterbefragungen zum Employee Engagement werden im Geschäftsjahr 2025 stattfinden. Aufgrund der Entwicklungen der Ergebnisse ist von einem gleichbleibenden Grad der Mitarbeiterzufriedenheit für das Folgejahr auszugehen. Der NPS als weitere Steuerungsgröße der Bank wird auch für das Geschäftsjahr 2025 ein wichtiger Faktor sein, um die Kundenbindung zu stärken und gezielte Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Aufgrund der bisherigen Entwicklungen wird ein NPS auf einem vergleichbaren Niveau erwartet. Der Vorstand hält an dem Ziel fest, ungeachtet der fundamentalen Herausforderungen im Zusammenhang mit den inflationären sowie politischen Entwicklungen weitere Marktpotenziale in den Geschäftsfeldern zu erschließen und Wachstumsoptionen auszuloten. Im Fokus der Geschäftsstrategie stehen hierbei die Erreichung neuer Zielgruppen in Bezug auf die Generation Z und die Einführung maßgeschneiderter Produktangebote für vermögende Kundinnen und Kunden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Anwendung agiler Arbeitsweisen und Methoden, um Entwicklungen und Prozesse flexibler zu gestalten und schneller an die Bedürfnisse der Kunden sowie die Marktverhältnisse anzupassen. Das umfassende Leistungsportfolio sowie der erweiterte Fokus auf nachhaltige Produkt- und Finanzierungslösungen sind wegweisend, um innovativ und kundenorientiert zu agieren. Nachhaltiges unternehmerisches Handeln und der Transformationsprozess zu einem klimafreundlichen Geschäftsmodell, spielt in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle und nimmt schon heute einen elementaren Bestandteil in der Wertschöpfungskette der Bank ein. Neben diesen Faktoren stellt auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der digitalen Vertriebskanäle, der Ausbau des Risikomanagements sowie die Nutzung bzw. Integration von künstlicher Intelligenz in bestehende Geschäftsprozesse eine elementare Säule für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Bank dar. Aktuelle Entwicklungen mit Auswirkungen auf die dargestellten Risiken, Chancen und Prognosen der geschäftlichen EntwicklungInsbesondere die gegenwärtige Lage aufgrund des Kriegs in der Ukraine könnte sich auf die im Lagebericht dargestellten Risiken, Chancen und Prognosen der geschäftlichen Entwicklung der Bank weiterhin negativ auswirken. Die Bank analysiert kontinuierlich alle direkten und indirekten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einschließlich weiterer Risiken in Bezug auf Sanktionen, Cyberangriffe, Neuordnungen von Handelsbeziehungen sowie Einflüsse durch steigende Rohstoffpreise und gestörte Lieferketten. Dies betrifft u.a. auch alle Geschäftsbeziehungen mit ansässigen Unternehmen in den durch den Krieg betroffenen Ländern. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 bestehen Kredite mit in Russland ansässigen Unternehmen in Höhe von netto 0,2 Milliarden Euro (2023: 0,3 Milliarden Euro) bzw. brutto 0,6 Milliarden Euro (2023: 0,9 Milliarden Euro). Die Bank hat zur Minimierung länderspezifischer Risiken ca. 400 Millionen Euro dieser Kredite durch hochwertige Sicherheiten (u. a. Export Credit Agency (ECA)-Deckungen und Credit and Political Risk Insurance (CPRI)) abgesichert. Gegenüber Weißrussland besteht ein durch ECA gesichertes Kreditexposure in Höhe von netto 0,7 Millionen Euro (2023: 15,3 Millionen Euro) und brutto von 13,6 Millionen Euro (2023: 16,1 Millionen Euro). Die Engagements mit Russland Bezug dienen primär der strategischen Rohstoff- und Energieversorgung der Wirtschaft in Deutschland und Europa. Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände und des nicht kalkulierbaren Ausmaßes geopolitischer Entwicklungen auf die Finanzbranche ist die Prognosefähigkeit der Bank weiterhin wesentlich beeinträchtigt. Die Bank geht nach dem derzeitigen Stand davon aus, dass die Richtung der prognostizierten Veränderung der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2025 gegenüber der Darstellung im Prognosebericht unverändert bleibt. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktivseite
(1) Im Vorjahr wurden Zinsabgrenzungen aus Derivaten, die Zinsen erhalten und bezahlen brutto ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgt der Ausweis hingegen saldiert je Einzelgeschäft, womit die Position Forderungen an Kreditinstitute im Vorjahr um 3.033 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen wurde.
(1) Im Vorjahr wurden Zinsabgrenzungen aus Derivaten, die Zinsen erhalten und bezahlen brutto ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgt der Ausweis hingegen saldiert je Einzelgeschäft, womit die Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahr um 3.033 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen wurde. Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Seit 2024 werden die Zinserträge und -aufwendungen aus Derivaten auf Einzelvertragsebene netto ausgewiesen. Die ergebnisneutrale Anpassung führt dazu, dass der Zinsertrag und der Zinsaufwand des Vorjahres jeweils um 4.957 Millionen Euro zu niedrig ausgewiesen wurden. Eigenkapitalspiegel
Kapitalflussrechnung
Wesentliche Grundlagen der Kapitalflussrechnung Die Erstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte in Übereinstimmung mit den Vorschriften des DRS 21. Diese zeigt die Veränderung des Finanzmittelfonds der ING-DiBa AG für die Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode. Die übrigen Cashflows werden direkt ermittelt. Die Bestandsveränderungen werden ihrer wirtschaftlichen Ursache nach in Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Dem Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit werden Zahlungsströme zugerechnet, die in erster Linie im Zusammenhang mit den erlöswirksamen Tätigkeiten der Bank stehen oder aus sonstigen Aktivitäten resultieren, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zugeordnet werden können. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert aus Ein- und Auszahlungen für Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände sowie aus Ein- und Auszahlungen für Wertpapiere des Anlagevermögens. Zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zählen Zahlungsströme aus Transaktionen mit der Muttergesellschaft und Zuführungen bzw. Auflösungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB. Das Ergebnis vor Steuern wird hierzu um nicht zahlungswirksame Bestandsveränderungen bereinigt. Ein- und Auszahlungen, die mit den Bestandsveränderungen der Positionen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte in Zusammenhang stehen, werden im Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt. Die Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit bilden die Außenfinanzierung der ING-DiBa AG ab. Sie beinhalten im Wesentlichen die Gewinnausschüttung sowie Ein- und Auszahlungen mit Bezug auf die nachrangigen und verbrieften Verbindlichkeiten. Der Finanzmittelfond setzt sich aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen, die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und mit einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko behaftet sind. Sie umfassen neben dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Zentralnotenbanken täglich fällige Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Kapitalflussrechnung hat als Indikator für die Liquiditätslage nur eine geringe Aussagekraft. In diesem Zusammenhang wird auf die Ausführungen im Lagebericht zur Liquiditätssteuerung verwiesen. Überleitung auf die Bilanzpositionen
Anhang für das Geschäftsjahr 2024ING-DiBa AG, Frankfurt am Main1. Allgemeine Angaben zumJahresabschlussDer Jahresabschluss der ING-DiBa AG mit Sitz in Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregisterbuch des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 7727, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), des Pfandbriefgesetzes (PfandBG) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Formblättern der RechKredV. Werte in Tabellen werden gerundet dargestellt. Die Summen und Veränderungen gegenüber dem Vergleichszeitraum in den Tabellen basieren auf den exakten Werten und können daher gegebenenfalls abweichen. Der Vergleichszeitraum ist das Geschäftsjahr 2023, der Vergleichsstichtag ist der 31. Dezember 2023. Im Geschäftsjahr 2024 wurde die Lions Verwaltungs-GmbH, Frankfurt am Main rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die ING-DiBa AG verschmolzen. Die ING-DiBa AG hat sich als aufnehmender Rechtsträger zu einer Buchwertfortführung der Vermögensgegenstände und Schulden entschieden. Die Vermögensgegenstände und Schulden bzw. die Aufwendungen und Erträge der übertragenden Gesellschaft wurden in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung der ING-DiBa AG zum 31. Dezember 2024 ausgewiesen. Die Werte des Vergleichszeitraums und Vergleichsstichtags wurden nicht angepasst, da die Verschmelzung und somit die Auswirkung auf die Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre 2023 und 2024 von untergeordneter Bedeutung ist. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1. AllgemeinesDie Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und der Verbindlichkeiten erfolgt gemäß den §§ 252 ff. HGB in Verbindung mit den §§ 340 ff. HGB. Forderungen sowie darin enthaltene strukturierte Finanzinstrumente werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 340e Abs. 2 HGB bewertet. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und Auszahlungsbetrag wird als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und planmäßig aufgelöst. Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Ein Unterschied zwischen Nennbetrag und Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten ist in die Rechnungsabgrenzung eingestellt und wird planmäßig aufgelöst. Die Fristengliederungen erfolgen nach Restlaufzeiten der Forderungen, Anleihen und Schuldverschreibungen sowie der Verbindlichkeiten. Anteilige Zinsen und ähnliche das Geschäftsjahr betreffende Beträge sind in den Aufgliederungen der Restlaufzeiten nicht enthalten. Die Bank hat Forderungen in Form von Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) und Asset-Backed Securities-Transaktionen (ABS) verbrieft. Die Chancen und Risiken der abgetretenen Forderungen verbleiben bei der Bank. Aufgrund des fehlenden Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums werden die Forderungen weiterhin in der Bilanz der ING-DiBa AG ausgewiesen. In Höhe der übertragenen Forderungen weist die Bank jeweils eine sonstige Verbindlichkeit aus, die wie eine besicherte Verbindlichkeit behandelt wird. 2.1.1. RisikovorsorgeDie Risikovorsorge im Kreditgeschäft umfasst Wertberichtigungen und Rückstellungen für akute und latente Ausfallrisiken. Die Bank wendet für die Ermittlung latenter Ausfallrisiken die Stellungnahme zur Rechnungslegung für Pauschalwertberichtigungen bei Kreditinstituten des IDW (IDW RS BFA 7) an. Zudem besteht eine Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340f HGB. Allen akuten Einzelrisiken im Kreditgeschäft werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen Rechnung getragen. Für die auf Portfoliobasis betrachteten akuten Kreditrisiken werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen auf Grundlage der von der Bank verwendeten IFRS-Kreditrisikomodelle gebildet. Die latenten Kreditrisiken werden durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt, die ebenfalls mittels der IFRS-Kreditrisikomodelle der Bank ermittelt werden. Die Bemessungsgrundlage für die Pauschalwertberichtigung nach IDW RS BFA 7 entspricht grundsätzlich derjenigen für die IFRS-Risikovorsorge in Stufe 1 (12-Monats-EL) und 2 (Lifetime-EL), während sowohl die pauschalierte (auf Portfolioebene betrachtete) Einzelwertberichtung als auch die individuell ermittelte Einzelwertberichtigung nach HGB, definitionsgemäß der IFRS-Risikovorsorge in Stufe 3 entsprechen. Die Ermittlung der Wertberichtigungen erfolgt in Abhängigkeit von den Veränderungen der Kreditqualität seit dem Zugangszeitpunkt entweder in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts (1-Jahres Expected Loss) oder, soweit im Vergleich zum Zugangszeitpunkt eine signifikante Verschlechterung des Ausfallrisikos vorliegt oder ein Ausfallereignis eintritt, in Höhe des über die Restlaufzeit des Kredits erwarteten Kreditverlusts (Lifetime Expected Loss). Die ING-DiBa AG ermittelt den ECL (Expected Credit Loss) als Produkt aus PD x EAD x LGD unter Berücksichtigung des Zeitwertes des Geldes. Die PD (Probability of Default) bezeichnet die Ausfallwahrscheinlichkeit, EAD (Exposure at Default) die Forderungshöhe und LGD (Loss Given Default) die Verlustquote zum Ausfallzeitpunkt. Für latente Kreditrisiken aus außerbilanziellen Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Es bestehen keine Unterschiede in den Bemessungsgrundlagen für die Ermittlung der Wertberichtigungen nach HGB und IFRS mit wesentlichen Auswirkungen auf die gebildete Risikovorsorge. Die Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste werden wahrscheinlichkeitsgewichtet unter Berücksichtigung von Szenarien und belegbaren Informationen über vergangene Ereignisse, derzeitige Bedingungen und Vorhersagen über zukünftige ökonomische Entwicklungen unter Verwendung von makroökonomischen Faktoren gebildet. Ob eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos eingetreten ist, wird anhand der folgenden Kriterien beurteilt:
Zukunftsbezogene makroökonomische Szenarien werden anhand von Daten eines führenden, externen Anbieters durch ein Basis-, ein Up- und ein Down-Szenario modelliert. Im Basisszenario werden der Marktmeinung entsprechende Prognosen über ökonomische Faktoren wie die Arbeitslosenquote, das BIP-Wachstum, Immobilienpreise sowie kurzfristige Zinssätze verwendet. Die alternativen Szenarien basieren auf in der Vergangenheit beobachtbaren Abweichungen zu den Prognosen, angepasst an die Risiken der jetzigen Wirtschaftslage und den Prognosehorizont. Die zugeordneten Wahrscheinlichkeitsgewichte basieren darauf, mit welcher Wahrscheinlichkeit die drei Szenarien eintreffen und sind aus den Konfidenzintervallen einer Wahrscheinlichkeitsverteilung abgeleitet. Die Szenarien werden quartalsweise angepasst. Innerhalb der ING-Gruppe wurde die Definition des Kreditausfalls gemäß IFRS 9 an die aufsichtsrechtlichen Definitionen angelehnt. Die Bank hat diese Definition übernommen. Die Ermittlung des Ausfalls erfolgt nach Maßgabe der EBA-Leitlinien zur Anwendung der Ausfalldefinition (EBA GL 2016/07). Für Kreditnehmer tritt ein Ausfall ein, wenn bei einer wesentlichen Verpflichtung gegenüber der ING-DiBa AG ein Verzug von mehr als 90 Tagen vorliegt und/oder die ING-DiBa AG annimmt, dass der Schuldner seiner Zahlungsverpflichtung nicht ohne weiteren Rückgriff der ING-DiBa AG, wie etwa der Inanspruchnahme von Sicherheiten, nachkommen kann. Für die Bank ist in den aufgeführten Werten zusätzliche Risikovorsorge berücksichtigt worden, welche durch Management-Entscheidung festgelegt wurde. Für das Business Banking-Portfolio wurde im Geschäftsjahr aufgrund erhöhter Inflation und der aktuellen Zinsentwicklung eine zusätzliche Risikovorsorge in Höhe von 10 Millionen Euro gebildet. Für Transitionsrisiken im Wholesale Banking Portfolio wurde aufgrund von Klimarisiken zudem zusätzliche Risikovorsorge in Höhe von 4 Millionen Euro gebildet. 2.1.2. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich auf Einzelgeschäftsebene bewertet. Bei Devisentermingeschäften, Swaptions, Interest Rate und Cross Currency Swaps sowie Forward Rate Agreements, die zur Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos dienen, wurde auf eine Einzelbewertung verzichtet, da sie im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs berücksichtigt werden. Erworbene Credit Default Swaps werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet. Bestehende Zahlungsverpflichtungen aus erworbenen Optionsrechten (Forward Fees) oder Credit Default Swaps werden als Verbindlichkeit mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Umrechnungseffekte der Zinstauschvereinbarungen in fremder Währung werden bilanziell abgebildet. Bei Devisentermingeschäften setzt sich der Kurs aus dem Kassakurs und dem errechneten Swapsatz zusammen. Der Swapsatz ergibt sich aus der Differenz zwischen Kassa- und Terminkurs am Abschlussstichtag. Dieser wird über die Restlaufzeit des Devisentermingeschäfts linear als Zinskorrektiv aufgelöst und im Zinsergebnis abgebildet. 2.1.3. Verlustfreie BewertungFür die zinstragenden Forderungen, Wertpapiere und Derivate des Bankbuchs erfolgt in der Regel keine zinsinduzierte Einzelbewertung. Lediglich die Wertpapiere der Liquiditätsreserve und zum Verkauf stehende Forderungen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip imparitätisch bewertet. Dennoch werden im Rahmen der Bilanzierung der allgemeinen Zinsrisikosteuerung des Bankbuchs alle Buchforderungen und Refinanzierungsmittel des Bankbuchs in ihrer Gesamtheit zinsinduziert bewertet. Die Bewertung des Bankbuchs hat verlustfrei zu erfolgen. Eine Rückstellung für drohende Verluste wird gebildet, wenn aus dem Bankbuch wegen eines negativen Überhangs aus gesamtheitlicher Barwertbetrachtung ein Verlust droht. Die Bank nutzt für die Ermittlung eines eventuellen Verpflichtungsüberschusses die Barwertmethode. Das Berechnungsergebnis zeigt zum 31. Dezember 2024, dass der Barwert des Bankbuchs den Buchwert deutlich übersteigt. Daher ergibt sich kein Bedarf zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus Geschäften des Bankbuchs. 2.1.4. Latente SteuernWährend des Geschäftsjahrs war die ING-DiBa AG Teil einer ertragssteuerlichen Organschaft mit der ING Deutschland GmbH (Organträger). In diesem Fall sind künftige Steuerbelastungen und -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Jahresabschluss des Organträgers zu berücksichtigen. Die ING-DiBa AG setzt somit als Organgesellschaft keine latenten Steuern an. 2.1.5. SteuerumlageFür die bestehende steuerliche Organschaft mit der ING Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, als Organträger besteht ein ertragssteuerlicher Umlagevertrag. Die an den Organträger zu zahlenden Steuerumlagen dienen der Deckung des Liquiditätsbedarfs für die Entrichtung von Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerzahlungen. Dabei werden die Steuerumlagen auf der Basis der tatsächlich vom Organträger zu leistenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Vorauszahlungen und auf Grundlage einer verursachungsgerechten und betriebswirtschaftlich sinnvollen Zuordnung der Steuerbelastung innerhalb der ertragsteuerlichen Organschaft ermittelt. Der jeweilige Steuerumlagebetrag darf die tatsächlich vom Organträger zu leistenden körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Vorauszahlungen nicht übersteigen. 2.1.6. MindestbesteuerungDie finale EU-Umsetzungsrichtlinie zur Mindestbesteuerung und damit die Global Anti-Base Erosion Rules (GloBE) der OECD sind in Deutschland grundsätzlich ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Die ING Deutschland macht von der durch die OECD veröffentlichten Country-by-Country Safe Harbour-Regelung Gebrauch, die für den Übergangszeitraum bis zum 31. Dezember 2026 gilt. Unter Inanspruchnahme dieser Übergangsregelung fällt für ING Deutschland keine Ergänzungssteuer i. S. d. Mindestbesteuerung an. Die ING-DiBa AG wird in das Country-by-Country-Reporting der niederländischen Konzernmutter einbezogen. 2.1.7. Ausschüttungs- und AbführungssperreIm Rahmen des Gläubigerschutzes ist eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB und eine Abführungssperre gemäß § 301 AktG zu beachten. § 253 Abs. 6 HGB beinhaltet eine Ausschüttungssperre, welche gemäß § 301 AktG nicht zu einer Abführungssperre führt. Zum Bilanzstichtag sind gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Verbindung mit § 301 AktG 70 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 30 Millionen Euro) ausschüttungs- und abführungsgesperrt. Dies resultiert aus aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB und aus dem positiven Unterschiedsbetrag des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens für Pensionen gegenüber den Anschaffungskosten gemäß § 246 Abs. 2 HGB. Der Bilanzansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen diesem Ansatz und dem zuvor geltenden Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu ermitteln. Ein sich hieraus ergebender positiver Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. Zum 31. Dezember 2024 liegt im Gegensatz zum Vorjahr kein positiver Unterschiedsbetrag vor (31. Dezember 2023: 2 Millionen Euro). Der gesperrte Betrag mindert den maximal ausschüttungs- bzw. abführungsfähigen Betrag. Die frei verfügbaren Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB und die Gewinnrücklagen gemäß § 272 Abs. 3 betragen unverändert zum Vorjahr 3,8 Milliarden Euro. Zum 31. Dezember 2024 sind nach Handelsrecht daher maximal 5,7 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 6,2 Milliarden Euro) ausschüttungsfähig und maximal 5,7 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 6,2 Milliarden Euro) abführungsfähig. Die beschriebenen Ausschüttungs- und Abführungssperren haben somit in Bezug auf den abzuführenden Gewinn in Höhe von 1.926 Millionen Euro nach Steuerumlage (31. Dezember 2023: 2.372 Millionen Euro nach Steuerumlage) keine Auswirkung.
2.1.8. WährungsumrechnungDie Währungsumrechnung für Vermögensgegenstände, Schulden und außerbilanzielle Geschäfte erfolgt im Einklang mit § 340h HGB in Verbindung mit § 256a HGB. Auf Fremdwährung lautende Buchforderungen und Verbindlichkeiten sowie noch nicht abgewickelte Kassageschäfte werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Devisentermingeschäften setzt sich der Kurs aus dem Kassakurs und dem errechneten Swapsatz zusammen. Änderungen aus dem Kassakurs zwischen dem Handelszeitpunkt und dem nächsten Bilanzierungsstichtag werden analog den Umrechnungsdifferenzen aus Kassageschäften in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Der inkludierte Swapsatz wird abgegrenzt, über die Restlaufzeit des Termingeschäfts linear als Zinskorrektiv aufgelöst und im Zinsergebnis abgebildet. Die Bank steuert das Währungsrisiko im Rahmen der besonderen Deckung über die Gesamtposition je Währung aus allen bilanzwirksamen und nicht-bilanzwirksamen Fremdwährungsgeschäften. Der Gesamtbetrag der bilanziellen Vermögensgegenstände in fremder Währung beläuft sich am 31. Dezember 2024 auf 9,8 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 10,3 Milliarden Euro), die der bilanziellen Schulden auf 3,2 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 4,2 Milliarden Euro). Darüber hinaus bestehen derivative Finanzinstrumente in fremder Währung, die in Kapitel 7.3. dargestellt werden. 2.2. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereDer Wertpapierbestand ist mit den Anschaffungskosten zuzüglich abgegrenzter Zinsen nach der Durchschnittsmethode bewertet. Soweit Wertpapiere der Liquiditätsreserve zugeordnet sind, werden sie gem. § 253 Abs. 4 HGB nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag wird, soweit er Zinscharakter hat, ratierlich über die Restlaufzeit verteilt und als Zinsertrag aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen ausgewiesen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden gem. § 253 Abs. 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und mit einer langfristigen Anlageabsicht gehalten. Sofern Wertpapiere des Anlagevermögens von einer dauernden Wertminderung betroffen sind, erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert (gemildertes Niederstwertprinzip). Bei einer vorübergehenden Wertminderung besteht ein Abschreibungswahlrecht. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens, die in der Vergangenheit von der Liquiditätsreserve in den Anlagebestand umgewidmet wurden, erfolgt eine Wertaufholung, soweit der ursprüngliche Abschreibungsgrund weggefallen ist und der Börsen- oder Marktpreis zum Abschlussstichtag gegenüber dem Buchwert wieder gestiegen ist. Die fortgeführten Anschaffungskosten bilden dabei die Obergrenze. 2.3. BeteiligungenBeteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 2.4. Immaterielle AnlagewerteImmaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten unter Abzug planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Im Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich. Die bei der Entwicklung selbst geschaffener Software anfallenden Aufwendungen werden unter der Voraussetzung, dass diese zur Bildung eines Vermögensgegenstandes führen, als Herstellungskosten aktiviert. Es fallen keine Zinsen für Fremdkapital bei den Herstellungskosten an. 2.5. SachanlagenDer Ansatz der Sachanlagen erfolgt mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro (netto) betragen, werden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben. 2.6. Aktive RechnungsabgrenzungspostenIn den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für Disagiobeträge der durch die ING-DiBa AG ausgegebenen Inhaberpfandbriefe werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, die nach Maßgabe der Kapitalinanspruchnahme planmäßig aufgelöst werden. Darüber hinaus werden Vermittlungsprovisionen für Baufinanzierungen (Einmalprovisionen) über die jeweilige Zinsbindung der einzelnen Baufinanzierungen, jedoch maximal zehn Jahre, aktivisch abgegrenzt und amortisiert. Aktivische Abgrenzungen erfolgen für Marktwertausgleiche im Geschäftsfeld Wholesale Banking (zinsinduzierter Unterschiedsbetrag aus Nominalwert und Anschaffungskosten). Die Amortisation erfolgt über die jeweilige Laufzeit der Kreditverträge. Zudem werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten für gezahlte Upfrontzahlungen aus abgeschlossenen Sicherungsgeschäften gebildet, welche ratierlich über die Laufzeit des Sicherungsgeschäfts aufgelöst werden. 2.7. Passive RechnungsabgrenzungspostenIn den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag einen Ertrag darstellen. Für Disagiobeträge bei ausgezahlten Baufinanzierungen bzw. Agiobeträge der durch die ING-DiBa AG ausgegebenen Inhaberpfandbriefe werden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, die nach Maßgabe der Kapitalinanspruchnahme planmäßig aufgelöst werden. Für erhaltene Upfrontzahlungen aus abgeschlossenen Sicherungsgeschäften werden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, welche ratierlich über die Laufzeit des Sicherungsgeschäfts aufgelöst werden. Weitere passivische Abgrenzungen erfolgen bei zinsinduzierten Kreditbearbeitungsentgelten sowie für Marktwertausgleiche im Geschäftsfeld Wholesale Banking (zinsinduzierter Unterschiedsbetrag aus Nominalwert und Anschaffungskosten). Die Amortisation erfolgt über die jeweilige Laufzeit der Kreditverträge. 2.8. Rückstellungen2.8.1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "HEUBECK-Richttafeln 2018 G" verwendet. Die Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,90 Prozent (31. Dezember 2023: 1,83 Prozent) abgezinst, der sich bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Abzinsungssatz wird gemäß der Verordnung über die Ermittlung und Bekanntgabe der Sätze zur Abzinsung von Rückstellungen von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich bekanntgegeben. Gehaltsanpassungen sind mit 3,50 Prozent und Rentenanpassungen sind mit 2,25 Prozent (31. Dezember 2023: 3,25 Prozent bzw. 2,25 Prozent) eingerechnet. Die Verpflichtungen für Übergangsgeld, Jubiläen, Sterbegeld und Altersteilzeit sind in den ähnlichen Verpflichtungen berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf -2 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 2 Millionen Euro). Es besteht keine Ausschüttungssperre, da der Unterschiedsbetrag negativ ist. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB sind Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen Schulden zu verrechnen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände den Betrag der Schulden, ist der übersteigende Betrag in den Aktivposten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" einzustellen. Unterdeckungen aus den Pensionsverpflichtungen und dem dazugehörigen Planvermögen sind in den Pensionsrückstellungen auszuweisen. Die Pensionsverpflichtungen und die dazugehörigen Planvermögen sind in unterschiedlichen Arten von Planvermögen anzutreffen. Das Planvermögen der Pensionsfondslösung und den Contractual Trust Arrangements (CTA) ist in separaten Abrechnungsverbänden strukturiert. Eine Verrechnung von Planvermögen mit Pensionsverpflichtungen ist nur innerhalb eines Pensionsplans möglich. Die Pensionsrückstellungen werden für die Verpflichtungen aus Pensionszusagen in den Durchführungswegen Direktzusage sowie Pensionsfonds gebildet. Die Finanzierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt teilweise über zwei CTA mit Metzler Trust e.V. Die Pensionsfondszusagen bestehen über zwei Kollektivverträge in einer nicht versicherungsförmigen Lösung mit Generali Pensionsfonds AG. Die Pensionsfondszusagen stellen mittelbare Pensionsverpflichtungen im Sinne des Artikel 28 EGHGB dar, für die grundsätzlich ein Passivierungswahlrecht besteht. Die ING-DiBa AG hat sich für die Anwendung der Buchwertfortführung entschieden. Daraus ergibt sich zum Abschlussstichtag eine Pensionsverpflichtung in Höhe von 222 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 223 Millionen Euro). Dem gegenüber stehen Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 190 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 186 Millionen Euro). Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus den Marktkursen für die Fondsanteile. Die Anschaffungskosten dieser Fondsanteile betragen 182 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 186 Millionen Euro). Gemäß § 246 Abs. 2 HGB sind Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie Aufwendungen und Erträge aus dem zu verrechnenden Planvermögen miteinander zu saldieren. Im Geschäftsjahr ergaben sich Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4 Millionen Euro (2023: 4 Millionen Euro) sowie Erträge aus dem zu verrechnenden Planvermögen in Höhe von 8 Millionen Euro (2023: Aufwand 15 Millionen Euro). Insgesamt ergibt sich somit für das Geschäftsjahr ein Ertrag in Höhe von 3 Millionen Euro (2023: Aufwand 19 Millionen Euro). Der Ausweis erfolgt in Abhängigkeit des Ergebnisses der Saldierung in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen. Weitere Saldierungseffekte gab es im Geschäftsjahr nicht. 2.8.2. Steuer- und Andere RückstellungenDie Steuer- und Andere Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen Rechnung tragen (Erfüllungsbetrag). Dabei werden diese Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, gemäß § 253 Abs. 2 HGB entsprechend ihrer Restlaufzeit, mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. 2.9. Negative VerzinsungDie Bank weist die negativen Zinsaufwendungen und -erträge offen als Untergliederungspunkt jeweils im Zinsaufwand und im Zinsertrag aus. Die aus diesen Geschäften resultierenden Zinsabgrenzungen zum 31. Dezember 2024 werden gem. § 11 RechKredV der Bilanzposition des jeweiligen Grundgeschäfts zugeordnet. Zinsabgrenzungen derivativer Finanzinstrumente werden unter Forderungen an Kreditinstitute bzw. Kunden oder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. Kunden ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. Aktiva3.1.1. Entwicklung des Anlagevermögens
(1) Die in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläuterten Unterschiedsbeträge werden als Zuschreibung bzw. Abschreibung im obigen Anlagespiegel dargestellt. Die Zuschreibung und die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres sind in den kumulierten Abschreibungen enthalten. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine Umwidmungen von Wertpapieren vorgenommen. 3.1.2. Forderungen an Kreditinstitute
Die Erhöhung der Forderungen an verbundene Unternehmen ist hauptsächlich auf den Anstieg der Reverse Repo Positionen und Termingelder bei der ING Bank N.V., Amsterdam, Niederlande zurückzuführen. 3.1.3. Forderungen an Kunden
(1) Der Vorjahreswert ist um 187 Millionen EUR zu hoch ausgewiesen In den Forderungen an Kunden sind zur Deckung begebener Schuldverschreibungen bestimmte Vermögensgegenstände in Höhe von 23,1 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 20,6 Milliarden Euro) enthalten. 3.1.4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Im laufenden Geschäftsjahr haben sich die Wertpapierkurse erholt, so dass sich die stillen Lasten auf 255 Millionen Euro reduzierten (31. Dezember 2023: 475 Millionen Euro). Die Bank rechnet weiterhin mit einer Einlösung zum Nominalwert, da die Wertminderungen als zinsinduziert eingewertet werden und daher nur vorübergehend sind. Sowohl interne als auch externe Ratingsysteme attestieren eine unveränderte, sehr gute Bonität des Wertpapierbestands. Der Anstieg von börsennotierten Wertpapieren resultiert im Wesentlichen aus einer weiteren Verbriefungstransaktion von Forderungen (ABS) mit einem verbundenen Unternehmen. Bei den Wertpapieren, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, handelt es sich ausschließlich um börsenfähige Wertpapiere. Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind in voller Höhe verbrieft. 3.1.5. Beteiligungen
3.1.6. TreuhandvermögenBeim Treuhandvermögen in Höhe von 1 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 1 Tsd. Euro) handelt es sich ausschließlich um Treuhandkredite. 3.1.7. Immaterielle AnlagewerteIm Geschäftsjahr 2024 wurden Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte von 40 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 12 Millionen Euro 6 ) aktiviert. Die ING-DiBa AG betreibt keine Forschung im Rahmen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, folglich resultieren daraus keine Aufwendungen.
6 Der Vorjahreswert wurde angepasst.
3.1.8. Sonstige VermögensgegenständeDie Position Sonstige Vermögensgegenstände beläuft sich auf 975 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 757 Millionen Euro). Sie umfasst unter anderem Variation Margins in Höhe von 571 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 356 Millionen Euro). Dabei handelt es sich um gestellte Sicherheitsleistungen für Derivate. Zudem sind unter der Position Optionsrechte (Swaptions und Credit Default Swaps) in Höhe von 186 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 107 Millionen Euro) enthalten, denen Verbindlichkeiten aus Forward Fees und zu zahlenden Prämien in Höhe von 200 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 128 Millionen Euro) gegenüber stehen, und die unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden ausgewiesen werden. Forderungen aus Rechnungen betragen 82 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 59 Millionen Euro). 3.1.9. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die geleisteten Zahlungen für Sicherungsgeschäfte resultieren aus Upfrontzahlungen für abgeschlossene Zinsderivate. 3.2. Passiva3.2.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist hauptsächlich auf den Rückgang der Termingelder bei der ING Bank N.V., Amsterdam, Niederlande zurückzuführen. Im Vorjahr wurden Zinsabgrenzungen aus Derivaten, die Zinsen erhalten und bezahlen (z. B. Interest Rate Swaps) brutto ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgt der Ausweis hingegen saldiert je Einzelgeschäft. 3.2.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(1) Der Vorjahreswert ist um 66 Millionen EUR zu hoch ausgewiesen 3.2.3. Verbriefte VerbindlichkeitenIm Geschäftsjahr 2024 wurden Pfandbriefe mit einem Nominal von 1,0 Milliarden Euro neu emittiert. Unter dem Posten Verbriefte Verbindlichkeiten, die ausschließlich aus begebenen Pfandbriefen besteht, werden im nächsten Jahr keine fällig. 3.2.4. TreuhandverbindlichkeitenDie Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von 1 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 1 Tsd. Euro) entsprechen dem Treuhandvermögen. 3.2.5. Sonstige VerbindlichkeitenBei den Sonstigen Verbindlichkeiten von 25.593 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 20.176 Millionen Euro) handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der Zweckgesellschaft German Lion S.A., Luxemburg, welche der Höhe der übertragenen Baufinanzierungen und Konsumentenkrediten in Höhe von 20.459 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 14.440 Millionen Euro) entsprechen und verbrieft sind. Die Position Sonstige Verbindlichkeiten enthält 22.348 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 16.855 Millionen Euro) gegenüber verbundenen Unternehmen. 3.2.6. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Die erhaltenen Zahlungen für Sicherungsgeschäfte resultieren aus Upfrontzahlungen für abgeschlossene Zinsderivate. Die erhaltenen Zahlungen aus Emissionsgeschäft stehen im Zusammenhang mit den begebenen Schuldverschreibungen und der Verbriefung von Forderungen. Diese werden ratierlich über die Restlaufzeiten der entsprechenden Schuldverschreibungen amortisiert. Bei den ausgewiesenen Beträgen im Geschäftsfeld Wholesale Banking handelt es sich um Unterschiedsbeträge zwischen Nennwert und Auszahlungsbetrag. 3.2.7. Andere RückstellungenDie Position Andere Rückstellungen beläuft sich auf 286 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 263 Millionen Euro) und enthält im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von 105 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 101 Millionen Euro) sowie Marketing-Rückstellungen aus Incentive Aktionen zum Ende des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von 34 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 22 Millionen Euro). Für Beratungskosten hat die Bank Rückstellungen in Höhe von 22 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 19 Millionen Euro) gebildet. Rückstellungen für das Kartenprocessing und Vermittlungskosten betragen insgesamt 21 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 15 Millionen Euro) sowie solche für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 20 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 28 Millionen Euro). Darüber hinaus wurde für EDV-Kosten eine Rückstellung in Höhe von 18 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 18 Millionen Euro) gebildet. 3.2.8. Nachrangige VerbindlichkeitenDer Gesamtbetrag der nachrangigen Verbindlichkeiten beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 6,4 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 6,4 Milliarden Euro). Hierfür sind Zinsaufwendungen in Höhe von 297 Millionen Euro (2023: 206 Millionen Euro) entstanden. Darlehensgeber der Nachrangdarlehen ist die ING Deutschland GmbH. Nachrangige Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht. Die nachrangigen Verbindlichkeiten, die jeweils 10 Prozent des Gesamtausweises übersteigen, betragen:
Die Verbindlichkeiten sind im Falle eines Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist nicht vereinbart. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Für jede Tranche des ersten Darlehens hat die ING-DiBa AG ein halbjährliches vertragliches Rückzahlungsrecht frühestens ab fünf Jahren vor Fälligkeit. Für die restlichen Darlehen hat die ING-DiBa AG ein Rückzahlungsrecht jeweils ein Jahr vor Fälligkeit. 3.2.9. Instrumente des
zusätzlichen
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Nominalbetrag
Mio. € |
Zinssatz | Fälligkeit | |
| Additional-Tier 1-Anleihe | 1.200 | 6 M-Euribor + 3,78 % | - |
| Gesamt | 1.200 |
Die AT1-Anleihe stellt handelsrechtlich kein Eigenkapital dar und wird daher im Posten Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals ausgewiesen.
Das gezeichnete Kapital der ING-DiBa AG beträgt zum 31. Dezember 2024 unverändert 100 Millionen Euro und ist in 100 Millionen Stückaktien unterteilt. Bei den Aktien handelt es sich um Inhaberaktien.
Die Kapitalrücklage beläuft sich weiterhin auf 3,8 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 3,8 Milliarden Euro). Die Gewinnrücklagen betragen unverändert 20 Millionen Euro.
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
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| a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | ||
| Gegebene Garantien | 2.354 | 2.262 |
| Akkreditive | 17 | 30 |
| Avalgeschäfte | 10 | 14 |
| Gesamt | 2.381 | 2.307 |
| b) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 51 | 45 |
| Gesamt | 2.432 | 2.352 |
| Enthaltene Eventualverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 406 | 339 |
Die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten resultieren größtenteils aus dem Geschäftsfeld Wholesale Banking. Für latente Kreditrisiken aus Eventualverbindlichkeiten wurde Vorsorge in Form von Rückstellungen für drohende Verluste aus dem Kreditgeschäft getroffen.
Die ING-DiBa AG stellt Wertpapiersicherheiten für Geschäfte, die über den zentralen Kontrahenten Eurex Clearing AG abgewickelte werden. Unter dem Posten b) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten wurden bislang solche Sicherheiten ausgewiesen, welche für den Fall eines Zahlungsausfalls eines Clearing-Mitglieds zu stellen sind. Seit dem Geschäftsjahr 2024 wird zusätzlich der Buchwert der hinterlegten Wertpapiere ausgewiesen, die als Sicherheit für das Geschäftsfeld Retail Banking dienen. Die Vorjahresangabe ist daher um 18 Millionen Euro zu niedrig ausgewiesen worden.
Die Bank übernimmt im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten im Auftrag ihrer Kunden regelmäßig Bürgschaften, Akkreditive und Kredithaftungen. Da weder die Höhe noch der Zeitpunkt des Eintritts solcher Haftungsverhältnisse zum Stichtag bekannt ist, werden solche Geschäftsvorfälle als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Sofern hinreichende Hinweise über den Eintritt eines solchen Haftungsverhältnisses vorliegen, erfolgt eine rechtzeitige Rückstellungsbildung.
Die anderen Verpflichtungen bestehen vollständig aus unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 23,8 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 24,0 Milliarden Euro), bei denen die Bank im Laufe des Geschäftsjahres zumindest im Bereich der Produkte im Geschäftsfeld Retail Banking mit einer Inanspruchnahme in Höhe von 7,1 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 7,2 Milliarden Euro) rechnet. Für latente Kreditrisiken wurde Vorsorge in Form von Rückstellungen für drohende Verluste aus dem Kreditgeschäft gebildet.
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
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| Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.525 | 3.763 |
| Für Sonstige Verbindlichkeiten | 21.293 | 15.500 |
| Für Eventualverbindlichkeiten | 51 | 45 |
Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für Sonstige Verbindlichkeiten wurden Baufinanzierungen an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Frankfurt am Main, in Höhe von 3,5 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 3,8 Milliarden Euro) bzw. Baufinanzierungen und Konsumentenkredite an die Zweckgesellschaft German Lion S.A., Luxemburg, in Höhe von 21,3 Milliarden Euro (31. Dezember 2023: 15,5 Milliarden Euro) als Sicherheiten übertragen.
Die für Eventualverbindlichkeiten übertragenen Sicherheiten bestehen ausschließlich aus Wertpapieren, welche an die Eurex Clearing AG, Frankfurt am Main, übertragen wurden.
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2024
Mio. € |
2023
Mio. € |
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| ING Group Konzernerträge | 105 | 87 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 51 | 38 |
| Sonstige Posten | 65 | 43 |
| Gesamt | 220 | 168 |
Bei den ING Group Konzernerträgen handelt es sich um Erträge für interne Dienstleistungen innerhalb des Konzerns der ING Groep N.V., Amsterdam, Niederlande. Außerdem enthält die Position Erträge aus Verbriefungen von privaten Baufinanzierungen, für die die Bank gleichzeitig als Originator und Investor agiert.
Ein wesentlicher Bestandteil der sonstigen Posten sind Zinserträge aus Cash Collaterals, die für Derivate zu stellen sind. Des Weiteren sind unter anderem Erträge aus der Bewertung und Abgängen von Optionen sowie das Ergebnis aus Fremdwährungsumrechnung in den sonstigen Posten enthalten. Die Erträge aus Fremdwährungsumrechnung betragen im Geschäftsjahr 2024 10 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 2 Millionen Euro).
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2024
Mio. € |
2023
Mio. € |
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| Zinsaufwendungen aus Sicherheitsleistungen | 115 | 168 |
| ING Group Konzernaufwendungen | 113 | 92 |
| Sonstige Posten | 15 | 52 |
| Gesamt | 242 | 311 |
Die Zinsaufwendungen aus Sicherheitsleistungen resultieren aus erhaltenen Cash Collaterals für Derivate. Der Rückgang der Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Durchschnittsvolumen.
Bei den ING Group Konzernaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für interne Dienstleistungen innerhalb des Konzerns der ING Groep N.V., Amsterdam, Niederlande.
Der Rückgang der sonstigen Posten resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall von Einmaleffekten aus dem Vorjahr.
Die Steuerumlage in Höhe von 634 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 808 Millionen Euro) resultiert aus dem Abschluss des in Kapitel 2.1.5. beschriebenen ertragssteuerlichen Umlagevertrages mit der ING Deutschland GmbH.
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.
| Nominalwert | Barwert | |||
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
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| Hypothekenpfandbriefe | 12.255 | 11.355 | 12.098 | 11.041 |
| Deckungswerte | 16.864 | 14.744 | 16.280 | 13.809 |
| als in % der sich im Umlauf befindenden Pfandbriefe | 138% | 130% | 135% | 125% |
| davon sichernde Überdeckung | 1.033 | 819 | 986 | 762 |
| als in % der sich im Umlauf befindenden Pfandbriefe | 8% | 7% | 8% | 7% |
| Deckungswerte | 16.864 | 14.744 | 16.280 | 13.809 |
| davon 1A-Baufinanzierungen | 15.831 | 13.925 | 15.294 | 13.047 |
| als in % der sich im Umlauf befindenden Pfandbriefe | 129% | 123% | 126% | 118% |
| davon weitere Deckungswerte | 1.033 | 819 | 986 | 762 |
| davon sichernde Überdeckung | 1.033 | 819 | 986 | 762 |
| davon §19 1 Nr.2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon §19 1 Nr.3 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Werte ausschließlich zur Sicherung der Liquidität | 0 | 55 | 0 | 54 |
| Überdeckung | 4.609 | 3.389 | 4.181 | 2.767 |
| Überdeckung in % vom Pfandbrief-Umlauf | 38% | 30% | 35% | 25% |
| davon gesetzliche Überdeckung2 | 499 | 464 | 242 | 221 |
| davon vertragliche Überdeckung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon freiwillige Überdeckung | 4.110 | 2.925 | 3.939 | 2.547 |
| Risikobarwert1 shift up | Risikobarwert1 shift down | |||
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
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| Hypothekenpfandbriefe | 11.709 | 10.644 | 12.514 | 11.470 |
| Deckungswerte | 15.221 | 12.905 | 17.445 | 14.806 |
| als in % der sich im Umlauf befindenden Pfandbriefe | 130% | 121% | 139% | 129% |
| davon sichernde Überdeckung | 939 | 729 | 1.035 | 797 |
| als in % der sich im Umlauf befindenden Pfandbriefe | 8% | 7% | 8% | 7% |
| Deckungswerte | 15.221 | 12.905 | 17.445 | 14.806 |
| davon 1A-Baufinanzierungen | 14.282 | 12.175 | 16.410 | 14.008 |
| als in % der sich im Umlauf befindenden Pfandbriefe | 122% | 114% | 131% | 122% |
| davon weitere Deckungswerte | 939 | 729 | 1.035 | 797 |
| davon sichernde Überdeckung | 939 | 729 | 1.035 | 797 |
| davon §19 1 Nr.2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon §19 1 Nr.3 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Werte ausschließlich zur Sicherung der Liquidität | 0 | 53 | 0 | 56 |
| Überdeckung | 3.513 | 2.261 | 4.931 | 3.336 |
| Überdeckung in % vom Pfandbrief-Umlauf | 30% | 21% | 39% | 29% |
| davon gesetzliche Überdeckung2 | - | - | - | - |
| davon vertragliche Überdeckung | - | - | - | - |
| davon freiwillige Überdeckung | - | - | - | - |
(1) dynamischer Ansatz nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 PfandBarwertV
(2) Das gesetzliche Überdeckungserfordernis setzt sich aus der barwertigen sichernden Überdeckung gemäß § 4 Abs. 1 PfandBG inkl. Zins- und Währungsstressszenarien und der nennwertigen sichernden Überdeckung gemäß § 4 Abs. 2 PfandBG zusammen.
Es befinden sich sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr keine Derivate in der Deckungsmasse. Alle Deckungswerte und Pfandbriefe dotieren ausschließlich in Euro, es befinden sich keine Fremdwährungen im Deckungsregister.
| Nominalwert Pfandbriefe | Nominalwert Deckungswert | |||
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
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| ≤ 0,5 Jahre | 0 | 50 | 200 | 366 |
| > 0,5 bis 1 Jahr(e) | 0 | 50 | 258 | 117 |
| > 1 bis 1,5 Jahr(e) | 0 | 0 | 260 | 206 |
| > 1,5 bis 2 Jahre | 500 | 0 | 278 | 280 |
| > 2 bis 3 Jahre | 750 | 500 | 772 | 592 |
| > 3 bis 4 Jahre | 2.255 | 750 | 1.018 | 821 |
| > 4 bis 5 Jahre | 2.500 | 2.255 | 1.005 | 1.044 |
| > 5 bis 10 Jahre | 5.500 | 7.000 | 7.904 | 6.670 |
| > 10 Jahre | 750 | 750 | 5.168 | 4.649 |
| Gesamt | 12.255 | 11.355 | 16.864 | 14.744 |
| Nominalwert Pfandbriefe | Nominalwert Deckungswert | |||
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
|
| ≤ 0,5 Jahre | 0 | 0 | 200 | 366 |
| > 0,5 bis 1 Jahr(e) | 0 | 0 | 258 | 117 |
| > 1 bis 1,5 Jahr(e) | 0 | 50 | 260 | 206 |
| > 1,5 bis 2 Jahre | 0 | 50 | 278 | 280 |
| > 2 bis 3 Jahre | 500 | 0 | 772 | 592 |
| > 3 bis 4 Jahre | 750 | 500 | 1.018 | 821 |
| > 4 bis 5 Jahre | 2.255 | 750 | 1.005 | 1.044 |
| > 5 bis 10 Jahre | 8.000 | 4.755 | 7.904 | 6.670 |
| > 10 Jahre | 750 | 5.250 | 5.168 | 4.649 |
| Gesamt | 12.255 | 11.355 | 16.864 | 14.744 |
* Auswirkungen einer Fälligkeitsverschiebung auf die Laufzeitenstruktur der Pfandbriefe/Verschiebungsszenario: 12 Monate. Es handelt sich hierbei um ein äußerst unwahrscheinliches Szenario, welches erst nach Ernennung eines Sachwalters zur Geltung kommen könnte.
Das Hinausschieben der Fälligkeit ist erforderlich, um die Zahlungsunfähigkeit der Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit zu vermeiden (Verhinderung der Zahlungsunfähigkeit). Die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit ist nicht überschuldet (keine bestehende Überschuldung) und es besteht Grund zu der Annahme, dass die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit jedenfalls nach Ablauf des größtmöglichen Verschiebungszeitraums unter Berücksichtigung weiterer Verschiebungsmöglichkeiten ihre dann fälligen Verbindlichkeiten erfüllen kann (positive Erfüllungsprognose. Siehe ergänzend auch § 30 Absatz 2b PfandBG).
Der Sachwalter kann die Fälligkeiten der Tilgungszahlungen verschieben, wenn die maßgeblichen Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG hierfür erfüllt sind. Die Verschiebungsdauer, welche einen Zeitraum von 12 Monaten nicht überschreiten darf, bestimmt der Sachwalter entsprechend der Erforderlichkeit. Der Sachwalter kann die Fälligkeiten von Tilgungs- und Zinszahlungen, die innerhalb eines Monats nach seiner Ernennung fällig werden, auf das Ende dieses Monatszeitraums verschieben. Entscheidet sich der Sachwalter für eine solche Verschiebung, wird das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG unwiderlegbar vermutet. Eine solche Verschiebung ist im Rahmen der Höchstverschiebungsdauer von 12 Monaten zu berücksichtigen.
Der Sachwalter darf von seiner Befugnis für sämtliche Pfandbriefe einer Emission nur einheitlich Gebrauch machen. Hierbei dürfen die Fälligkeiten vollständig oder anteilig verschoben werden. Der Sachwalter hat die Fälligkeit für eine Pfandbriefemission so zu verschieben, dass die ursprüngliche Reihenfolge der Bedienung der Pfandbriefe, welche durch die Verschiebung überholt werden könnten, nicht geändert wird (Überholverbot). Dies kann dazu führen, dass auch die Fälligkeiten später fällig werdender Emissionen zu verschieben sind, um das Überholverbot zu wahren (Siehe ergänzend auch § 30 Absatz 2a und 2b PfandBG).
| 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| DE000A1KRJN3, DE000A1KRJQ6, DE000A1KRJS2, DE000A1KRJT0, DE000A1KRJU8, DE000A1KRJV6, DE000A2YNWA1, DE000A2YNWB9, DE000A2YNWC7, DE000A2YNWD5, DE000A2YNWE3 | DE000A1KRJJ1, DE000A1KRJN3, DE000A1KRJP8, DE000A1KRJQ6, DE000A1KRJS2, DE000A1KRJT0, DE000A1KRJU8, DE000A1KRJV6, DE000A2YNWA1, DE000A2YNWB9, DE000A2YNWC7, DE000A2YNWD5 |
| 31.12.2024 | |
| Größte sich innerhalb der nächsten 180 Tage ergebende negative Summe im Sinne des § 4 Abs. 1a S. 3 PfandBG für Pfandbriefe (Liquiditätsbedarf) | 0 |
| Tag, an dem sich die größte negative Summe ergibt | 0 |
| Gesamtbetrag der Deckungswerte, welche die Anforderungen | 1.033 |
| von § 4 Abs. 1a S. 3 PfandBG erfüllen (Liquiditätsdeckung, in Mio. €) | |
| Liquiditätsdeckung abzüglich Liquiditätsbedarf (Liquiditätsüberschuss, in Mio. €) | 1.033 |
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
| Festverzinsliche Pfandbriefe an deckenden Verbindlichkeiten | 67% | 64% |
| Festverzinsliche Deckungswerte an Deckungsmasse | 100% | 100% |
| Volumengewichteter Durchschnitt des Alters der Forderungen (in Jahren) | 5 | 5 |
| Durchschnittlicher gewichteter Beleihungsauslauf | 55% | 55% |
| Nominalwert | % der Baufinanzierungen | |||
|
31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
31.12.2024
% |
31.12.2023
% |
|
| ≤ 0,3 Mio.€ | 12.967 | 11.514 | 82 | 83 |
| > 0,3 Mio.€ bis 1,0 Mio.€ | 2.737 | 2.288 | 17 | 16 |
| > 1,0 Mio.€ bis 10,0 Mio.€ | 127 | 123 | 1 | 1 |
| > 10,0 Mio.€ | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 15.831 | 13.925 | 100 | 100 |
| Nominalwert | % der Baufinanzierungen | |||
|
31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
31.12.2024
% |
31.12.2023
% |
|
| Baden-Württemberg | 1.483 | 1.304 | 9 | 9 |
| Bayern | 2.684 | 2.350 | 17 | 17 |
| Berlin | 1.410 | 1.252 | 9 | 9 |
| Brandenburg | 921 | 837 | 6 | 6 |
| Bremen | 78 | 71 | 1 | 1 |
| Hamburg | 936 | 830 | 6 | 6 |
| Hessen | 1.862 | 1.680 | 12 | 12 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 221 | 193 | 1 | 1 |
| Niedersachsen | 1.137 | 965 | 7 | 7 |
| Nordrhein-Westfalen | 2.932 | 2.576 | 19 | 19 |
| Rheinland-Pfalz | 528 | 456 | 3 | 3 |
| Saarland | 41 | 34 | 0 | 0 |
| Sachsen | 453 | 413 | 3 | 3 |
| Sachsen-Anhalt | 175 | 155 | 1 | 1 |
| Schleswig-Holstein | 829 | 683 | 5 | 5 |
| Thüringen | 141 | 127 | 1 | 1 |
| Gesamt | 15.831 | 13.925 | 100 | 100 |
| Nominalwert | % der Baufinanzierungen | |||
|
31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
31.12.2024
% |
31.12.2023
% |
|
| Wohnwirtschaftliche Nutzung | ||||
| Eigentumswohnungen | 5.012 | 4.481 | 32 | 32 |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | 10.819 | 9.444 | 68 | 68 |
| Mehrfamilienhäuser | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 15.831 | 13.925 | 100 | 100 |
Baufinanzierungen für die gewerbliche Nutzung bestanden sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr nicht.
| Wohnwirtschaftliche Nutzung | ||
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
| Anhängige Zwangsversteigerungen | 0 | 0 |
| Durchgeführte Zwangsversteigerungen | 0 | 0 |
| Übernahme Hypotheken | 0 | 0 |
| Zinsrückstand in € | 57.233 | 36.037 |
Der Anteil der Deckungswerte an der Deckungsmasse nach § 28 Abs. 1 S. 1 Nr. 15 PfandBG, für die oder für deren Schuldner ein Ausfall gemäß Art. 178 Absatz 1 CRR als eingetreten gilt, liegt im Geschäftsjahr bei 0,01 Prozent (31. Dezember 2023: 0,01 Prozent).
Baufinanzierungen mit mindestens 90 Tagen Rückstand bestanden sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr nicht.
|
31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
|
| Beiträge zur Einlagensicherung | 82 | 77 |
| Zusätzliche Vereinbarung zu vertraglichen Zahlungsverpflichtungen | 311 | 273 |
| Beiträge zur Bankensicherung | 0 | 19 |
| Zusätzliche Vereinbarung zu unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen | 26 | 26 |
Die ING-DiBa AG ist als Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) zur Zahlung von jährlichen Beiträgen verpflichtet. Grundlage des Berechnungsschemas der EdB sind u. a. die gedeckten Einlagen und Risikoparameter. Der EdB-Pflichtbeitrag bis zum 31. Dezember 2024 für das Beitragsjahr 1. Oktober 2024 bis 30. September 2025 wird in den Rückstellungen ausgewiesen. Die zum 31. Dezember 2024 gebildeten Rückstellungen unterliegen Schätzunsicherheiten.
Die Bank hat im Geschäftsjahr 2024 für den EdB-Jahresbeitrag von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, einen Teil der Beiträge als vertragliche bzw. unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung zu leisten. Für den Beitrag zum EdB wurden Wertpapiere in Höhe von 30 Prozent (31. Dezember 2023: 30 Prozent) des zu entrichtenden Beitrages hinterlegt.
Aufgrund der aktuell guten Vermögensausstattung des Einlagensicherungsfonds ist im Geschäftsjahr 2024 weder ein Beitrag zum freiwilligen (nationalen) Einlagensicherungsfond des Bundesverbandes deutscher Banken (ESF) zu entrichten gewesen, noch eine unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung eingegangen worden.
Nach acht Jahren der Aufbauphase hat der Single Resolution Fund (SRF) im Jahr 2023 die Zielausstattung, welche auf mindestens 1 Prozent der gedeckten Einlagen der Banken in den teilnehmenden Mitgliedsstaaten festgelegt wurde, erreicht. Die Bankenabgabe ist aufgrund dessen im Geschäftsjahr 2024 entfallen.
Insgesamt belaufen sich die unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem SRF auf 26 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 26 Millionen Euro), welchen in gleicher Höhe durch Barsicherheiten hinterlegt sind. Die Sicherheiten führen nicht zu einem Aufwand im Geschäftsjahr.
Die ING-DiBa AG prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit eine Inanspruchnahme der unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen realistisch ist. Eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht nicht, da gemäß Aussagen des Single Resolution Boards (SRB) die Abwicklungsfähigkeit des Bankensektors deutlich zugenommen hat. Aus diesem Grund ist eine Inanspruchnahme als unwahrscheinlich zu bewerten. Die Bilanzierung erfolgt auf einer Going concern-Prämisse. Somit ist eine Rückgabe der Banklizenz mit der etwaigen Konsequenz einer Zahlung der ausstehenden unwiderruflichen Zahlungsverpflichtung ebenfalls unwahrscheinlich. Eine Anpassung der Rechnungslegung für unwiderrufliche Zahlungsverpflichtungen ist nach Einschätzung der ING-DiBa AG demnach nicht erforderlich.
Die ING-DiBa AG hat für eine Kreditkarten-Processing-Gesellschaft als ihren Erfüllungsgehilfen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Verpflichtungen aus den Bestimmungen VISA International Operating Regulations (Interchange) eine Haftungsfreistellung gegenüber VISA Inc. übernommen.
Es besteht eine regulatorische Nachschussverpflichtung gegenüber den ausgelagerten Pensionsverpflichtungen auf den nicht versicherungsförmigen Pensionsfonds. Die Nachschussverpflichtung ist im jeweiligen Pensionsplan geregelt. Sie tritt u.a. ein, wenn eine Unterdeckung im vorhandenen Versorgungsvermögen der Leistungsempfänger besteht.
Eine weitere Nachschusspflicht betrifft den Clearing-Fonds bei der Eurex Clearing AG, Frankfurt am Main. Sofern dieser Fonds nach einem Verwertungsergebnis bei Ausfall eines anderen Clearing-Mitglieds nicht ausreichen sollte, können die nicht betroffenen Mitglieder bis zu einer Haftungsgrenze in Höhe der zweifachen Beitragspflicht in Anspruch genommen werden. Zum 31. Dezember 2024 beträgt die Haftungsgrenze 103 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 90 Millionen Euro). Die Bank geht derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus.
Im Rahmen der im Jahr 2011 vorgenommenen Ausgliederung der bisherigen Niederlassung der ING Bank N.V. in Frankfurt am Main aus der ING Bank N.V., Amsterdam, Niederlande, auf die Conifer B.V. und deren anschließender Verschmelzung auf die ING-DiBa AG übernimmt die ING-DiBa AG die zum Schutz der Gläubiger der ING Bank N.V. kraft Gesetzes bestehenden Nachhaftungsverpflichtungen der Conifer B.V. Diese Nachhaftungsverpflichtung resultiert aus Artikel 2:334t des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs und gilt für bestimmte, zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Ausgliederung (31. August 2011) bestehende, Verpflichtungen der ING Bank N.V.
Hinsichtlich des Haftungsumfangs ist zwischen nicht teilbaren und teilbaren Verpflichtungen zu unterscheiden. Für nicht teilbare Verpflichtungen der ING Bank N.V. besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der ING-DiBa AG und der ING Bank N.V. Der Nachhaftungsumfang der teilbaren Verpflichtungen beschränkt sich auf den Wert des Nettovermögens der Niederlassung Frankfurt am Main der ING Bank N.V. zum Zeitpunkt der Abspaltung auf die Conifer B.V. Die Haftung ist zeitlich unbefristet und endet erst mit dem Wegfall der jeweiligen Verpflichtung. Auch hier geht die Bank derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus.
Aus dem Verkauf des Geschäftsfeldes Retail Banking in Österreich im Geschäftsjahr 2021, bzw. aus dem Verkauf des Geschäftsfeldes Wholesale Banking in Österreich im Geschäftsjahr 2022 ergeben sich Nachhaftungen resultierend aus vertraglich geregelten Garantieleistungen gegenüber dem Käufer bzw. Dritten, die kurz- bis mittelfristig nach dem Eigentumsübergang verjähren. Die Bank geht nach derzeitigem Stand nicht von einer Inanspruchnahme aus.
Die ING-DiBa AG hat bestimmte Tätigkeiten ausgelagert und nutzt Leasingverträge zur Verringerung der Kapitalbindung. Die wesentlichen Auslagerungen betreffen IT-Aufwendungen, deren Verträge jährlich angepasst werden. Derzeit wird für die Folgejahre mit einem jährlichen Aufwand von bis zu 207 Millionen Euro gerechnet. Die Gesamtverpflichtung aus Leasingverträgen beträgt 103 Millionen Euro und setzt sich im Wesentlichen den Mietverpflichtungen der angemieteten Büroflächen in Höhe von 84 Millionen Euro zusammen.
Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ING-DiBa AG nicht angegeben, da dieser in den Konzernabschluss der ING Holding Deutschland GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite www.ing.de veröffentlicht.
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
|
| Devisentermingeschäfte | ||
| Devisenlieferansprüche (Nominalwert) | 4.303 | 5.487 |
| Devisenlieferverpflichtungen (Nominalwert) | 4.398 | 5.486 |
| Buchwert (sonstige Vermögensgegenstände) | 2 | 29 |
| Buchwert (sonstige Verbindlichkeiten) | 83 | 12 |
| Positiver Marktwert | 29 | 42 |
| Negativer Marktwert | 108 | 25 |
| Interest Rate Swaps in Euro | ||
| Nominalwert | 607.357 | 741.894 |
| Buchwert (aktiver Rechnungsabgrenzungsposten) | 528 | 524 |
| Buchwert (passiver Rechnungsabgrenzungsposten) | 1.477 | 1.488 |
| Positiver Marktwert (ohne Zinsabgrenzung) | 11.633 | 19.013 |
| Negativer Marktwert (ohne Zinsabgrenzung) | 11.502 | 16.218 |
| Interest Rate Swaps in Fremdwährung | ||
| Nominalwert | 639 | 418 |
| Buchwert (aktiver Rechnungsabgrenzungsposten) | 3 | 4 |
| Buchwert (passiver Rechnungsabgrenzungsposten) | 12 | 2 |
| Positiver Marktwert (ohne Zinsabgrenzung) | 23 | 16 |
| Negativer Marktwert (ohne Zinsabgrenzung) | 5 | 0 |
| Cross Currency Swaps | ||
| Nominalwert | 5.052 | 4.088 |
| Buchwert (sonstige Vermögensgegenstände) | 0 | 97 |
| Buchwert (sonstige Verbindlichkeiten) | 221 | 0 |
| Positiver Marktwert (ohne Zinsabgrenzung) | 0 | 90 |
| Negativer Marktwert (ohne Zinsabgrenzung) | 247 | 9 |
| Forward Rate Agreements | ||
| Nominalwert | 34.864 | 9.362 |
| Buchwert (sonstige Vermögensgegenstände) | 0 | 0 |
| Buchwert (sonstige Verbindlichkeiten) | 0 | 6 |
| Positiver Marktwert (ohne Zinsabgrenzung) | 25 | 7 |
| Negativer Marktwert (ohne Zinsabgrenzung) | 26 | 6 |
Devisentermingeschäfte dienen der Absicherung von Wechselkursschwankungen. Hierzu schließt die Bank Fremdwährungs-Forwards und -Swaps ab. Diese Geschäfte sind nicht Bestandteil von Bewertungseinheiten und vollständig der besonderen Deckung zugeordnet.
Zinsderivate sowie Cross Currency Swaps werden zur Deckung von Zins- und Wechselkursschwankungen abgeschlossen und sind nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit. Sie fließen in das Bankbuch ein.
Seit dem Geschäftsjahr 2023 schließt die ING-DiBa AG auch Forward Rate Agreements zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken ab.
Zur Bewertung standardisierter Swaps (OTC-Derivate) werden branchenübliche Standardmodelle herangezogen, wobei Eingangsparameter wie insbesondere Zinssätze in die Bewertungsmodelle einfließen, die von Finanzinformationsanbietern abgerufen werden. Die Bewertung einzelner OTC-Derivate erfolgt unter Berücksichtigung der Multikurvenlogik.
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
|
| Swaptions | ||
| Nominalwert der Underlyings | 1.921 | 1.356 |
| Buchwert (aktiv) | 175 | 106 |
| Buchwert (passiv) | 175 | 125 |
| Positiver Marktwert | 11 | 8 |
| Negativer Marktwert | 22 | 19 |
Die im Bestand befindlichen Swaptions wurden zur Absicherung nicht-linearer Zinsänderungsrisiken, insbesondere aus dem Baufinanzierungsportfolio, abgeschlossen. Die Bewertung der OTC-Zinsoptionen (Swaptions) basiert auf der Standard-Black-Bewertungsmethode für europäische Swaptions unter Verwendung normalverteilter Volatilitäten zusätzlich zu den Marktzinsen.
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31.12.2024
Mio. € |
31.12.2023
Mio. € |
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| Credit Default Swaps | ||
| Nominalwert der Underlyings | 870 | 300 |
| Buchwert (aktiv) | 11 | 1 |
| Buchwert (passiv) | 25 | 3 |
| Positiver Marktwert | 0 | 0 |
| Negativer Marktwert | 13 | 2 |
Credit Default Swaps wurden zur Absicherung von Kreditrisiken im Geschäftsfeld Wholesale Banking abgeschlossen.
Die Bewertung von Credit Default Swaps basiert auf der risikoneutralen Bewertungsmethode. Marktdaten werden verwendet, um eine implizite Laufzeitstruktur der Ausfallwahrscheinlichkeiten zu bestimmen. Diese wird für die Bewertung der Credit Default Swaps verwendet.
| 2024 | 2023 | |
| Gesamt | 4.637 | 4.576 |
| davon in Vollzeitbeschäftigung | 3.577 | 3.529 |
| davon in Teilzeitbeschäftigung | 1.060 | 1.047 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit betrugen im Geschäftsjahr 6 Millionen Euro (2023: 7 Millionen Euro). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2 Millionen Euro (2023: 1 Million Euro).
Den Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 21.870 aktienbasierte Bezugsrechte (2023: 67.813) auf Aktien der ING Groep N.V., Amsterdam, Niederlande gewährt worden. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug für die aktienbasierten Bezugsrechte 294 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 661 Tsd. Euro). Darüber hinaus sind im Jahr 2024 wie im Vorjahr keine weiteren Bezugsrechte gewährt worden.
Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden insgesamt für derzeitige Mitglieder des Vorstands 3 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 1 Million Euro) sowie für frühere Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 33 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 33 Millionen Euro) zurückgestellt.
Im Geschäftsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 1 Million Euro (2023: 1 Million Euro).
Der Gesamtbetrag der den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährten Kredite belief sich am 31. Dezember 2024 für Mitglieder des Vorstands auf 0 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 0 Millionen Euro) und für Mitglieder des Aufsichtsrats auf 2 Millionen Euro (31. Dezember 2023: 2 Millionen Euro).
Lars Stoy
Vorstandsvorsitzender
Chief Executive Officer
(seit 01.01.2025)
Nick Jue
Vorstandsvorsitzender
Chief Executive Officer
(bis 31.12.2024)
Michael Clijdesdale
Chief Information Officer
Mitglied des Vorstandes
Nurten Spitzer-Erdogan
Chief Financial Officer
Mitglied des Vorstandes
(seit 01.04.2024)
Eddy Henning
Head of Wholesale Banking
Mitglied des Vorstandes
Sigrid Kozmiensky
Chief Risk Officer
Mitglied des Vorstandes
(bis 31.03.2024)
Nikolaus Maximilian Linaric
Chief Risk Officer
Mitglied des Vorstandes
(seit 01.12.2024)
Daniel Llano Manibardo
Head of Retail Banking
Mitglied des Vorstandes
(bis 31.01.2025)
Dr. Ralph Müller
Chief Operations Officer
Mitglied des Vorstandes
Susanne Klöß-Braekler
Aufsichtsratsvorsitzende
Bankvorstand a. D.
Markus Gillenberger
Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender
Bankangestellter
ING-DiBa AG
Pinar Abay
Head of Retail, Market Leaders and
Challengers & Growth Markets
ING Bank N.V.
Frank Annuscheit
Bankvorstand a. D.
Martin Bärwolf
Bankangestellter
ING-DiBa AG
Christine Gaida
Bankangestellte
ING-DiBa AG
Prof. Dr. Gesche Joost
Designwissenschaftlerin
Universität der Künste Berlin
Karina Kienert
Bankangestellte
ING-DiBa AG
(seit 01.05.2024)
René Kienert
Bankangestellter
ING-DiBa AG
(bis 30.04.2024)
Elizabeth Manolagas
Bankangestellte
ING-DiBa AG
Ulrich Probst
Bankangestellter
ING-DiBa AG
Prof. Dr. Jörg Wildgruber
Sparkassenvorstand a. D
Karst Jan Wolters
Bankangestellter a. D.
Das Grundkapital der ING-DiBa AG wird vollständig von der ING Deutschland GmbH gehalten. Als mittelbares Mutterunternehmen der ING-DiBa AG erstellt die ING Holding Deutschland GmbH für das am 31. Dezember 2024 abgelaufene Geschäftsjahr freiwillig einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), soweit sie von der Europäischen Union angenommen wurden.
Ergänzend werden hierfür die nach § 315e Abs. 1 HGB vorgeschriebenen handelsrechtlichen Bestimmungen angewendet. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister und auf der Homepage der ING-DiBa AG veröffentlicht. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der ING Groep N.V., Amsterdam, Niederlande aufgestellt. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der ING Bank N.V., Amsterdam, Niederlande aufgestellt. Beide Konzernabschlüsse werden auf der Internetseite www.ing.com veröffentlicht.
Die aufsichtsrechtlichen Offenlegungsanforderungen der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und Rates vom 26. Juni 2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) werden auf Ebene der ING Holding Deutschland GmbH erfüllt und in einem Offenlegungsbericht publiziert. Informationen zur Vergütungspolitik werden in einem separaten Vergütungsbericht bereitgestellt.
Weiterhin hat die ING-DiBa AG gemäß § 26a Abs. 1 KWG ihre Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus dem Jahresüberschuss nach Steuern und der Bilanzsumme, im Rahmen ihres Jahresberichts offenzulegen. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der ING Deutschland GmbH beträgt diese zum Bilanzstichtag formal 0,0 Prozent.
Für das Geschäftsjahr 2024 ist aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags ein Betrag in Höhe von 1.926 Millionen Euro (2023: 2.372 Millionen Euro) von der ING-DiBa AG an die ING Deutschland GmbH abzuführen.
Frankfurt am Main, den 13. März 2025
Der Vorstand
Lars Stoy
Michael Clijdesdale
Eddy Henning
Nikolaus Maximilian Linaric
Dr. Ralph Müller
Nurten Spitzer-Erdogan
An die ING-DiBa AG, Frankfurt am Main
Wir haben den Jahresabschluss der ING-DiBa AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ING-DiBa AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zu der Erläuterung der Ermittlung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft verweisen wir auf Abschnitt 2.1.1 "Risikovorsorge" des Anhangs sowie die Abschnitte "Ertragslage" unter "2. Wirtschaftsbericht" sowie "Risikovorsorge" unter "3. Risikobericht" des Lageberichts.
Zum 31. Dezember 2024 bestehen bei der ING-DiBa Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 142.230 Mio. Im Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden hat die ING-DiBa insgesamt EUR 848 Mio an Wertberichtigungen für latente und akute Ausfallrisiken erfasst, die im Wesentlichen aktivisch von den Forderungen an Kunden abgesetzt werden.
Bei der Ermittlung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden bestehen wesentliche Ermessensspielräume in den Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten bzw. der zukünftigen Zahlungsströme einschließlich der Rückflüsse aus der Verwertung von Sicherheiten sowie der Auswirkungen makroökonomischer Faktoren auf die Parameter.
Im Berichtszeitraum bestanden darüber hinaus Unsicherheiten in Zusammenhang mit möglichen indirekten Auswirkungen des Russland/Ukraine Krieges und den Auswirkungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds, wie etwa der Entwicklung der Zinsen und der Inflation auf das Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden und insbesondere auf die Höhe der modellbasierten Risikovorsorge (Pauschalwertberichtigung (PWB), und pauschalierte Einzelwertberichtigung, oder pauschalierte Einzelwertberichtigung (pEWB)) für latente und akute Ausfallrisiken.
Im Geschäft mit Firmenkunden wirken sich die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen unterschiedlich auf einzelne Branchen und Adressen aus. Das Geschäft mit Privatkunden ist von dem Anstieg der Verbraucherpreise als Folge der geopolitischen Spannungen betroffen. Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass die indirekten wirtschaftlichen Auswirkungen auf Einzeladressen oder Kundengruppen nicht oder nicht in vollem Umfang erkannt und adäquat in den Risikovorsorgemodellen abgebildet werden bzw. in diesem Zusammenhang erfasste Management Overlays nicht angemessen sind.
Bei der Ermittlung der erforderlichen Einzelwertberichtigungen (EWB) im Firmenkundengeschäft bestehen zudem Ermessensspielräume hinsichtlich der wertbestimmenden Annahmen, zu denen insbesondere die Entwicklung der für die jeweiligen Kreditkunden relevanten Beschaffungs- und Absatzmärkte oder ggf. die Erfolgsaussichten von Reorganisations- oder Sanierungskonzepten der Kunden bzw. im Verwertungsszenario die voraussichtlich erzielbaren Zuflüsse aus der Sicherheitenverwertung zählen. Im Firmenkundengeschäft bestehen vor dem Hintergrund der derzeitigen konjunkturellen Entwicklungen in Bezug auf geopolitische Entwicklungen, Zinsen und Inflation weiterhin Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Schätzung der EWB.
Bei der Ermittlung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden besteht das Risiko für den Abschluss insbesondere darin, dass keine sachgerechten Annahmen bzw. Ermessensentscheidungen getroffen werden und somit den latenten und akuten Adressenausfallrisiken nicht entsprechend der handelsrechtlichen Grundsätze Rechnung getragen wird.
Basierend auf unserer Risikoeinschätzung und der Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir unser Prüfungsurteil sowohl auf kontrollbasierte Prüfungshandlungen als auch auf aussagebezogene Prüfungshandlungen gestützt. Demzufolge haben wir unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
In einem ersten Schritt haben wir uns einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Kreditportfolios sowie wirtschaftliche Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen auf einzelne Segmente des Kreditportfolios und die damit verbundenen adressenausfallbezogenen Risiken verschafft.
Für die Beurteilung der Angemessenheit des internen Kontrollsystems in Bezug auf die Identifizierung, Steuerung, Überwachung und Bewertung der Adressenausfallrisiken haben wir Befragungen durchgeführt sowie Einsicht in die relevanten Unterlagen genommen. Darüber hinaus haben wir uns von der Implementierung und Wirksamkeit von relevanten Kontrollen einschließlich automatischer Kontrollen überzeugt, die die Herleitung von Annahmen und Parametern zur Ermittlung der Risikovorsorge entsprechend der handelsrechtlichen Grundsätze sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit der Datenflüsse zwischen den verwendeten IT-Systemen gewährleisten sollen. Für die zum Einsatz kommenden IT-Systeme haben wir die Wirksamkeit der allgemeinen IT-Kontrollen (General IT Controls) unter Einbindung unserer IT-Spezialisten überprüft.
Hinsichtlich der in die Berechnung der Pauschalwertberichtigungen einfließenden Ausfallwahrscheinlichkeiten und der bei der Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen verwendeten Verlustquoten haben wir insbesondere die von der Bank durchgeführten Validierungen auf Angemessenheit beurteilt und die Berücksichtigung der Validierungsergebnisse bei der Ermittlung der Risikovorsorge durch die Bank überprüft. Darüber hinaus haben wir anhand quantitativer und qualitativer Merkmale ermittelte interne Ratings sowie deren Zuordnung zu durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeiten nachvollzogen.
Zudem haben wir die rechnerische Richtigkeit angewandter Berechnungsverfahren zur Herleitung der wesentlichen Parameter für die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen nachvollzogen.
Unter Hinzuziehung von KPMG Spezialisten haben wir die Angemessenheit der Methodik der Bank zur Herleitung der makroökonomischen Szenarien und der Gewichtung dieser Szenarien beurteilt.
Um die Angemessenheit der Höhe der Management Overlays auf die modellbasierte Risikovorsorge (PWB) im Privat- und Firmenkundengeschäft zu beurteilen, haben wir die Methodologie und wesentliche Annahmen zur Ermittlung des Overlays auf die Angemessenheit gewürdigt und die rechnerische Richtigkeit des Overlays nachvollzogen.
Anhand einer unter Wesentlichkeits- und Risikogesichtspunkten bestimmten bewussten Auswahl von Einzelengagements haben wir die Werthaltigkeit von Forderungen im Firmenkundengeschäft untersucht. Zunächst haben wir beurteilt, ob bei den ausgewählten Engagements Kriterien vorliegen, die auf einen Einzelwertberichtigungsbedarf hindeuten. Bei Vorliegen von Kriterien, die auf einen Einzelwertberichtigungsbedarf hindeuten, haben wir uns davon überzeugt, dass diese ordnungsgemäß berücksichtigt wurden. Bei wertgeminderten Engagements haben wir anschließend gewürdigt, ob die der Bewertung zugrunde gelegte Sanierungs- bzw. Abwicklungsstrategie mit den tatsächlichen Verhältnissen im Einklang steht und nachvollziehbar begründet ist. Darauf aufbauend haben wir insbesondere die Annahmen über die noch zu erwartenden vertraglichen Zahlungsströme und/oder die erwarteten Zahlungsströme aus der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten überprüft. Abschließend haben wir nachvollzogen, ob die erforderliche Einzelwertberichtigung rechnerisch richtig ermittelt wurde.
Die der Berechnung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft zugrunde liegenden Annahmen bzw. Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter sind sachgerecht getroffen und im Einklang mit den anzuwendenden handelsrechtlichen Bewertungsgrundlagen angewandt worden.
Zum Prozess der Berechtigungsvergabe und -verwaltung der ING-DiBa AG verweisen wir auf den Abschnitt "Organisation des IKS RL" unter "4. Internes Kontrollsystem für die Rechnungslegung" des Lageberichts.
Der Rechnungslegungsprozess der ING-DiBa ist stark von Informationstechnologie (IT) und der Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten abhängig. Eine unangemessene Vergabe von Zugriffsberechtigungen für IT-Systeme stellt daher ein Risiko für die Richtigkeit der Finanzberichterstattung dar. Hiervon sind vor allem IT-Systeme betroffen, in denen Zugriffsrechte nicht nach dem Minimalprinzip (Berechtigungsvergabe aufgrund der Anforderungen der Rolle und keine weitergehende Berechtigungsvergabe) oder dem Funktionstrennungsprinzip (z. B. zwischen Entwicklung und Anwendungsbetrieb) vergeben werden.
Die IT-Infrastruktur der ING-DiBa ist teilweise auf Unternehmen des Konzerns der ING Groep N.V., Amsterdam, sowie auf andere externe Unternehmen ausgelagert.
Die Schaffung und Einhaltung entsprechender Vorkehrungen sind für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung, da ein unberechtigter Systemzugang, unangemessen weitgehende Berechtigungen und mangelnde Funktionstrennung das Risiko von bewussten oder unbewussten Manipulationen mit sich bringen, die sich auf die Richtigkeit der Finanzberichterstattung wesentlich auswirken könnten.
Wir haben ein Verständnis des IT bezogenen Kontrollumfelds der ING-DiBa und deren Auslagerungsunternehmen erlangt. Dazu haben wir eine Risikobeurteilung vorgenommen und IT-Anwendungen, Datenbanken und Betriebssysteme identifiziert, die für unsere Prüfung von Bedeutung sind.
Für relevante IT-gestützte Prozesskontrollen (sogenannte (sog.) IT-Anwendungskontrollen) innerhalb des Rechnungslegungsprozesses haben wir unter Hinzuziehung von KPMG Spezialisten unterstützende allgemeine IT-Kontrollen, insbesondere im Bereich Zugriffsschutz, identifiziert und deren Aufbau und die Funktionsfähigkeit geprüft. Unsere Prüfungshandlungen betrafen u. a.:
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Kontrollen, ob der erstmalige Zugriff auf IT-Systeme für neue Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit neuer Rolle entsprechend dem Freigabekonzept von einer autorisierten Person freigegeben wird. |
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Kontrollen, ob Zugriffsrechte von Mitarbeitern in angemessener Zeit nach dem Wechsel der Organisationseinheit oder Unternehmensaustritt entzogen werden. |
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Kontrollen, ob eine Überprüfung der Angemessenheit der erteilten Systemzugriffe für personalisierte und nicht-personalisierte privilegierte Berechtigungen erfolgt und einer besonders restriktiven und regelmäßig überwachten Berechtigungsvergabepraxis unterliegt. |
Zudem haben wir die Ausgestaltung der Authentifizierungsmechanismen für den Zugriff auf die IT-Systeme geprüft. Dies betraf insbesondere die Anwendung von Sperrmechanismen, die Zahl der Authentifizierungsfaktoren und den Passwortschutz. Darüber hinaus bezogen sich unsere Prüfungshandlungen auf die Umsetzung der funktionalen Trennung zwischen Fachbereichs- und IT-Benutzern sowie Mitarbeitern, die für Programmentwicklung oder den Systembetrieb zuständig sind.
Basierend auf den Ergebnissen unserer Prüfung des internen Kontrollsystems haben wir in Fällen unwirksamer IT-Kontrollen weitere Kontrollen identifiziert und geprüft bzw. unsere Prüfungshandlungen erweitert, die einen kompensierenden Effekt haben, und Prüfungshandlungen hinsichtlich risikobegrenzender Maßnahmen der ING-DiBa AG durchgeführt.
Die IT-Zugriffsberechtigungen genügen grundsätzlich den Anforderungen an die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten. In den Fällen, in denen wir Kontrollschwächen festgestellt haben, haben wir weitere Prüfungshandlungen durchgeführt und insbesondere kompensierende Kontrollen identifiziert, die das Risiko für den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 adressieren.
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. September 2024 von der Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der ING-DiBa AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:
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Prüfung des Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG, |
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prüferische Durchsichten von nach dem ING Group Accounting Manual aufgestellten Berichtspaketen an die ING Groep N.V. nach International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410, |
| • |
prüferische Durchsichten von nach Aufstellungsgrundsätzen aufgestellten Finanzinformationen nach ISRE 2410, |
| • |
Erteilung eines Comfort Letters, |
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Prüfung gemäß Abschnitt V Nr. 11 Abs. 1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Bundesbank im Rahmen der Nutzung von Kreditforderungen zur Sicherung von Zentralbankkrediten, |
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Durchführung vereinbarter Untersuchungshandlungen zu ausgewählten Feldern der Meldedatei der ING-DiBa AG zur Erfüllung der Meldepflichten gegenüber der Nationalen Abwicklungsbehörde für die Berechnung des Jahresbeitrags 2024 zum Single Resolution Fund (SRF), |
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Erteilung einer Bescheinigung nach ISAE 3000. |
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Beier.
Frankfurt am Main, den 14. März 2025
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Beier, Wirtschaftsprüfer
gez. Bärmann, Wirtschaftsprüferin
Im Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung festgelegten Aufgaben umfassend und mit großer Sorgfalt wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Maßnahmen überwacht. In vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen sowie regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand ließ sich der Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf unterrichten. Eingehend wurden dabei bedeutende Geschäftsvorfälle erörtert. Der Aufsichtsrat war in die Behandlung grundsätzlicher Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Ausrichtung der Bank stets einbezogen. Der Aufsichtsrat ließ sich darüber hinaus regelmäßig schriftlich und mündlich über das operative Geschäft, die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft sowie die Risikosituation, das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem und Compliance umfassend informieren. Die vom Aufsichtsrat vorzunehmende Prüfung der vorgelegten Berichte ergab, dass gegen die Geschäftsführung der Gesellschaft während des Geschäftsjahres 2024 keine Einwände zu erheben sind.
Um auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen, wurde im Rahmen der Bankstrategie die Weiterentwicklung des Bankgeschäftes intensiv diskutiert und begleitet. Schwerpunkt der Beratungen und Beschlussfassungen im Plenum waren: Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und Entwicklung des Russland-Engagements, Reaktionen der Bank auf die sich ändernden Marktzinsen, Ausrichtung der Bankprodukte- und Services an ESG-Kriterien, Diskussionen über die weitere konsequente Verbesserung im digitalen Angebot für unsere Kunden als auch in Bezug auf interne Prozess- und Systemoptimierungen, Vorstellung einzelner Produkte und Sektoren aus dem Retail, Business und Wholesale Banking.
Wie auch in den Vorjahren befasste sich der Aufsichtsrat darüber hinaus mit gesetzlichen und regulatorischen Fragestellungen. Gegenstand der Beratungen waren unter anderem die Entwicklungen im Themenbereich zu ESG inklusive CSRD, oder die Umsetzung von DORA.
Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat - neben externen Schulungen - im Rahmen von bankinternen Schulungen (Knowledge Days) eingehend mit den Schwerpunktthemen DORA, digitaler Euro und eID, unterschiedliche Aspekte der ESG-Strategie und ESG-Regularien, Customer Centricity, sowie Update zur Bankstrategie befasst. Auch wurde der Aufsichtsrat regelmäßig durch den Chef-Volkswirt über volkswirtschaftliche Entwicklungen informiert.
Der Aufsichtsrat hat die jährliche Effizienzprüfung durchgeführt und die Ergebnisse im Plenum ausführlich diskutiert.
Die Aufsichtsratsvorsitzende hat regelmäßig Rücksprache mit dem Vorstandsvorsitzenden als auch mit den weiteren Vorständen gehalten.
Die Bank hat unverändert einen Prüfungsausschuss (Audit Committee), einen Risiko- und Kreditausschuss, einen Nominierungsausschuss, einen Vermittlungs- und Vergütungskontrollausschuss, einen Ausschuss für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ausschuss) sowie einen Digitalisierungs- und Technologieausschuss. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, anstehende Themen und Beschlüsse für das Aufsichtsratsplenum vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsratsplenum übertragen wurden. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben den Aufsichtsrat regelmäßig über ihre Arbeit informiert.
Der Prüfungsausschuss tagte viermal. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Jahresabschluss und erörterte diesen mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Daneben bereitete er die Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer vor. Sein besonderes Augenmerk galt dem Risikomanagementsystem sowie dem internen Kontrollsystem. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Geldwäsche- und Compliance-Fragen, dem Prüfungsergebnis der internen Revision und deren Prüfungsplanung sowie den Ergebnissen von weiteren externen Prüfungen. Er hat sich regelmäßig schriftlich über die Risikosituation der Bank und den Umsetzungsstand von Prüfungsfeststellungen informiert.
Der Risiko- und Kreditausschuss trat fünfmal zusammen. Einen Großteil seiner Beschlüsse, die im Wesentlichen die Zustimmungen zu Organ- und Firmenkundenkrediten betrafen, hat der Ausschuss per Umlaufverfahren getroffen. Weitere Themen waren die aktuelle Risikosituation und die Risikotragfähigkeit inklusive der Kapitalplanung der Bank. Auch für die Überwachung von Konditionen im Kundengeschäft war der Risiko- und Kreditausschuss zuständig. Zudem wurde die Höhe der Bonuszahlungen aus Risikosicht beurteilt.
Der Vermittlungs- und Vergütungskontrollausschuss trat siebenmal zusammen. Er befasste sich im Wesentlichen mit dem Tantiemeprozess bezüglich Vorstand und Mitarbeitern sowie der Festlegung der Vorstandsziele und -gehälter. Zusätzlich wurde der Ausschuss durch die Vergütungsbeauftragten unterrichtet.
Der Nominierungsausschuss trat in 2024 siebenmal zusammen und befasste sich mit der Nachfolgeplanung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder (insbesondere Vorstandsvorsitz und Head of Private Individuals), der Überprüfung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der einzelnen Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie mit der Überprüfung der Grundsätze des Vorstands für die Auswahl und Bestellung der Personen der oberen Leitungsebene. Auch hat sich der Ausschuss näher mit dem Thema Gender Diversity als auch mit den Nebentätigkeiten und weiteren Mandaten der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder befasst.
Der Digitalisierungs- und Technologieausschuss trat viermal zusammen. Er befasste sich im Wesentlichen mit Fragestellungen der IT- und Prozesslandschaft sowie mit der Weiterentwicklung digitaler Kundenangebote. Schwerpunktthemen in 2024 waren u.a. der Einführungsprozess in Bezug auf Cloud Systeme, die Planung und Einführung von Releases oder auch DORA.
Der Ausschuss für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung trat viermal zusammen. Er befasste sich im Wesentlichen mit der Umsetzung und Weiterentwicklung ESG-relevanter Reportings und Kundenangebote. Hierbei wurden Themen aus unterschiedlichen Vorstandsressorts vorgestellt und diskutiert.
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat als Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten HGB-Jahresabschluss und -Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft, keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat sowie der Prüfungsausschuss schließen sich nach eigener Prüfung und detaillierter Erörterung des Prüfungsergebnisses mit dem Abschlussprüfer diesem an.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt den vom Vorstand aufgestellten HGB-Jahresabschluss und
-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024, der damit festgestellt ist.
Im Aufsichtsrat gab es in 2024 folgende Veränderungen: Frau Karina Kienert folgte mit Wirkung zum 1. Mai 2024 auf Herrn René Kienert, der mit Wirkung zum Ablauf des 30. April 2024 aus dem Aufsichtsrat der ING-DiBa AG ausgeschieden ist.
Der Aufsichtsrat hat Frau Karina Kienert als Nachfolgerin von Herrn René Kienert in den ESG-Ausschuss gewählt. Gewählter Nachfolger von Herrn René Kienert im Risiko- und Kreditausschuss ist Herr Markus Gillenberger.
Im Vorstand gab es folgende Veränderungen: Frau Sigrid Kozmiensky ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2024 aus dem Vorstand der ING-DiBa AG ausgeschieden. Die Vorstandsressorts von Frau Sigrid Kozmiensky wurden interimsmäßig von Herrn Nick Jue übernommen. Mit Wirkung zum 1. April 2024 hat der Aufsichtsrat Frau Nurten Erdogan in den Vorstand der ING-DiBa AG als Chief Financial Officer berufen.
Mit Wirkung zum 1. Dezember 2024 hat der Aufsichtsrat Herrn Nikolaus Maximilian Linaric in den Vorstand der ING-DiBa AG als Chief Risk Officer berufen.
Herr Nick Jue ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2024 aus dem Vorstand der ING-DiBa AG ausgeschieden.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2025 hat der Aufsichtsrat Herrn Lars Stoy in den Vorstand und zum Vorstandsvorsitzenden berufen.
Herr Daniel Llano Manibardo ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2025 aus dem Vorstand der ING-DiBa AG ausgeschieden. Die Vorstandsressorts von Herrn Daniel Llano Manibardo werden interimsmäßig von Herrn Lars Stoy übernommen.
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen Vorständen und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistung im zurückliegenden Geschäftsjahr. Mit ihrem Einsatz, ihrer Kompetenz und ihrem großen Engagement haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass die ING-DiBa AG die Herausforderungen des Jahres 2024 wieder sehr erfolgreich meistern konnte.
Frankfurt am Main, den 10. April 2025
Für den Aufsichtsrat
Susanne Klöß-Braekler, Aufsichtsratsvorsitzende
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