Master Data

Registry
Register court Offenbach am Main HRB 43415
Previous
Blitz F08-drei-acht GmbHDematic Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH
Registered
2/20/2008
Industry
Repair of machineryRepair and maintenance of railway locomotives and rolling stock / railway vehiclesRepair of other equipment
Purpose
Erbringung von Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteildienstleistungen sowie weiterer Dienstleistungen im Zusammenhang mit Produkten, Systemen, Lösungen und Anlagen der Produktions- und Logistik-Automatisierung sowie der Materialflussbzw. Fördertechnik in allen Branchen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Thorsten Spahn
since 8/27/2025
Procura
Susanne Lüddecke
since 3/7/2025
Procura
Theresa Oster
since 12/13/2023
Procura
René Gaston Sickler
since 4/19/2023
Managing Director
Matthias Grünewald
since 4/19/2023
Managing Director
Michael Palitza
since 4/19/2023
Procura
Rolf Bussmann
since 8/12/2022
Procura
Matthias Grünewald
since 7/30/2019
Procura
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€27,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Dematic Services GmbH

Heusenstamm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 708.779,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.239.000,02 4.239.000,02 5.086.800,02 5.795.579,02
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.241,00 159.320,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.422,00 453.873,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.191.662,66 1.679.325,66 613.539,30 1.226.732,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 563,57
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.013,30 1.013,30 1.017,91 1.581,48
5.919.338,98 7.023.892,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.053.689,45 4.954.765,37
2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 20.318.354,63 17.538.463,81
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 9.800,00
4. Erhaltene Anzahlungen -17.903.862,72 8.468.181,36 -15.156.209,00 7.346.820,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.582.227,26 16.011.325,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 87.638.497,58 74.829.364,59
- davon gegen die Gesellschafterin EUR 0,00 (i. Vj. EUR 671.840,46) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 185.960,61 102.406.685,45 348.058,20 91.188.748,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.006.200,51 573.600,18
111.881.067,32 99.109.168,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 84.616,72 25.622,87
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 111.685,18 0,00
117.996.708,20 106.158.684,23

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Kapitalrücklage 52.820.570,20 52.820.570,20
III. Gewinnrücklagen 87.275,15 87.275,15
52.934.845,35 52.934.845,35
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.001.156,03 3.002.023,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.581.600,84 3.954.320,56
6.582.756,87 6.956.343,56
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.237.436,83 11.349.425,42
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.132.121,22 5.752.322,76
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.215.410,47 26.169.079,02
- davon gegenüber der Gesellschafterin EUR 23.343.169,58 (i. Vj. EUR 18.375.643,83) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.250.538,01 2.259.708,37
- davon aus Steuern EUR 2.923.152,33 (i. Vj. EUR 1.760.801,37) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 56.749,24 (i. Vj. EUR 193.148,52) - 57.835.506,53 45.530.535,57
D. Rechnungsabgrenzungsposten 643.599,45 736.959,75
117.996.708,20 106.158.684,23

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 130.000.180,62 135.794.454,58
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 95.772.460,32 103.758.242,94
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 34.227.720,30 32.036.211,64
4. Vertriebskosten 7.455.219,91 6.763.013,90
5. Allgemeine Verwaltungskosten 6.669.823,55 7.731.300,66
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.405.772,59 950.560,39
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 89.232,18 (i. Vj. EUR 171.841,38)-
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.562.028,67 5.931.910,47
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 162.128,38 (i. Vj. EUR 385.943,92)-
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.828.879,26 2.286.440,59
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.824.874,20 (i. Vj. EUR 2.258.762,82) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.928,79 34.599,50
- davon an verbundene Unternehmen EUR 14.299,50 (i. Vj. EUR 769,88) -
- davon aus der Aufzinsung EUR 26.078,00 (i. Vj. EUR 29.199,62) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 101.450,91 948.937,28
11. Ergebnis nach Steuern 17.628.920,32 13.863.450,81
12. Sonstige Steuern 166.218,79 132.731,35
13. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 17.462.701,53 13.730.719,46
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne -17.462.701,53 -13.730.719,46
15. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

A. Allgemeine Angaben

Die Dematic Services GmbH wurde mit Gesellschaftsvertag vom 02.01.2008 gegründet und am 23.05.2008 im Handelsregister B des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer 43415 eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Heusenstamm.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Zwischen der Gesellschaft und der Dematic GmbH, Heusenstamm, besteht mit steuerlicher Wirkung seit dem 1. Oktober 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über eine betriebsindividuelle Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt linear über die typisierte Nutzungsdauer von zehn Jahren (§ 253 Abs. 3 Satz 4 i.V.m. S.3 HGB), da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Zusammensetzung der Herstellungskosten ist bei den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen erläutert. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA- Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Innerhalb des beweglichen Anlagevermögens werden technische Anlagen und Maschinen im Wesentlichen über zehn Jahre und andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung über drei bis acht Jahre abgeschrieben. Alle Anlagen werden linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Bei nachträglichem Entfall der dauernden Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung auf den beizulegenden Wert, solange dieser unter den ursprünglich fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten liegt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Umlaufvermögen

Im Vorratsvermögen werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet sind, sowie geleistete Anzahlungen (zum Nennbetrag) als auch erhaltene Anzahlungen (zum Erfüllungsbetrag) ausgewiesen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Anwendung des gewogenen Durchschnittsverfahrens ermittelten Anschaffungskosten bzw. zum Stichtag niedrigeren Wiederbeschaffungskosten aktiviert.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit er auf die Fertigung entfällt. Das Aktivierungswahlrecht bezüglich auf den Herstellungszeitraum entfallender Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung sowie Zinsen für Fremdkapital wird nicht ausgeübt. Soweit erforderlich, werden Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch Abwertungen gestaffelt nach Risikoklassen sowie durch auf Vollkostenbasis ermittelte Abschläge für verlustfreie Bewertung berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen von Kundenseite werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten (Nennbetrag) oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Latente Steuern

Auf Grund der unterschiedlichen Behandlung bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden in der Handels- und Steuerbilanz kommt es zur Existenz von latenten Steuern. Die Gesellschaft ist jedoch Organgesellschaft, so dass die latenten Steuern der Gesellschaft bei der Gesellschafterin (Dematic GmbH, Heusenstamm) abgebildet werden.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ (vormals Richttafeln 2005 G mit Vollanpassung 2010) von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die handelsbilanziellen Rückstellungen der Altersversorgungsverpflichtungen wurden mit einem Rechnungszins von 1,90 % p. a. (10-jährige Durchschnittsbildung der Deutschen Bundesbank), einem Entgelttrend von 3,05 % p. a. sowie einer Rentendynamik von 2,35 % p. a. ermittelt. Der Rechnungszins wurde anhand des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Die leistungsorientierten Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden mit 1,96 % p. a. und die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,50 % p. a. ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mit dem der Restlaufzeit entsprechenden fristadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank.

Für die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen wurde vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, welches eine pauschale Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren erlaubt.

Zur Erfüllung der Verpflichtung aus Altersteilzeit wurde eine entsprechende Insolvenzsicherung abgeschlossen. Die dem Zugriff aller übrigen Gläubigen entzogenen Ansprüche wurden als Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Verpflichtungen aus den betreffenden Altersversorgungszusagen verrechnet ausgewiesen. Ergibt sich aus der Verrechnung ein Verpflichtungsüberhang, so wird dieser unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Sollte das Deckungsvermögen die Verpflichtungen übersteigen, so wird diese Differenz als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung dargestellt.

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtung werden mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen verrechnet ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen bzw. der zu erwartenden Vollkosten ermittelten Verpflichtungsüberschüsse passiviert. Dem Vorrang des Niederstwertprinzips folgend wird eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe der Differenz zwischen dem erwarteten Verlust und den vorrangig abzuschreibenden, zum Abschlussstichtag bereits angefallenen und aktivierten Herstellungskosten gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Die Umrechnung der Währungsposten zum Bilanzstichtag erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Umsatzrealisierung im Rahmen der Modernisierung von Anlagen und Anlagenerweiterungen erfolgt bei Fertigstellung und entsprechender Abnahme durch den Kunden. Bei den zugrundeliegenden Verträgen handelt es sich um Werksverträge. Eine Teilgewinnrealisierung nach § 252 Abs. 2 HGB wird derzeit aufgrund der fehlenden Voraussetzungen nicht angewendet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde die Dematic B.V. Hertogenbosch, Niederlande auf die Dematic Services GmbH verschmolzen, wobei als Verschmelzungsstichtag der 1. Januar 2020 festgelegt worden war. Aus der Verschmelzung wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.478 aufgedeckt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf der Grundlage der typisierten Nutzungsdauer von zehn Jahren gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 i.V.m S. 3 HGB abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Im Berichtszeitraum wurden im Bereich „Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte“ zwei außerplanmäßige Abschreibungen auf entwickelte Tools vorgenommen. Diese werden nicht mehr verwendet, da sich ein Produkt verändert hat und nun nicht mehr nutzbar ist bzw. durch ein Neues, sich in der Entwicklung befindliches, ersetzt wird. Die Abschreibung beläuft sich auf TEUR 619.

2. Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz der Dematic OOO, Moskau, Russland wurde im Geschäftsjahr 2024 auf 0 abgewertet. Die finale Liquidation dieser Gesellschaft ist für 2025 geplant.

3. Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens umfassen die im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung durch Entgeltumwandlung für Mitarbeiter erworbenen Aktienfondsanteile sowie verpfändete Aktienfondsanteile, die nicht insolvenzgesichert sind.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Insgesamt bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe TEUR 87.638 (i. Vj. TEUR 74.829). Die Forderungen resultieren insbesondere aus Cash Pool Forderungen gegen die KION Group AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 84.670 (i. Vj. TEUR 71.590). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 2.969 (i. Vj. TEUR 3.239).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

5. Eigenkapital

Die Gesellschaftsanteile werden per 31. Dezember 2024 von der Dematic GmbH, Heusenstamm, gehalten. Zum 31. Dezember 2024 beträgt das Stammkapital unverändert TEUR 27.

Die Kapitalrücklage bleibt ebenfalls unverändert bei TEUR 52.821. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 87) resultieren aus der Neubewertung von Rückstellungen auf Grund der Erstanwendung des BilMoG zum 1. Oktober 2010.

6. Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der handelsbilanziellen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre beträgt TEUR -25. Die Pensionsverpflichtung wäre bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre um den Unterschiedsbetrag niedriger ausgefallen.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für nachlaufende Kosten und ausstehende Rechnungen sowie Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.691 (i. Vj. TEUR 1.854). Ein weiterer wesentlicher Posten betrifft personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.704 (i. Vj. TEUR 1.882), welche insbesondere Altersteilzeit, Sterbegeld, Urlaubs- und Freizeitansprüche und Jubiläumszuwendungen betreffen.

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beträgt TEUR 176 (i. VJ. TEUR 277). Die Anschaffungskosten des verrechenbaren Deckungsvermögens i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB betragen TEUR 288 (i. Vj. TEUR 268). Zum Stichtag weist das Deckungsvermögen einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 288 (i. Vj. TEUR 268) auf. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang betrug im Vorjahr TEUR 10. Im aktuellen Jahr ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung i.H.v. TEUR 112.

Die Aufwendungen bzw. Erträge aus der Änderung des Rechnungszinses betragen TEUR 1 Aufwand (i. Vj. TEUR 1 Ertrag) und die Erträge aus dem Deckungsvermögen TEUR 0 (i. Vj. TEUR O). Die Aufwendungen und Erträge werden verrechnet und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsaufwand in Höhe von TEUR 1 Aufwand (i. Vj. TEUR 1 Ertrag) gezeigt.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamtbetrag 31.12.2024 Gesamtbetrag 31.12.2023
TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.237 11.349
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.132 5.752
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.215 26.169
Sonstige Verbindlichkeiten 3.251 2.260
57.836 45.530

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Geschäftsjahres enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.749 (i. Vj. TEUR 12.438) sowie aus Ergebnisabführungen für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von TEUR 17.463 (i. Vj. TEUR 13.731).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 23.343 (i. Vj. TEUR 18.376) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 2.923 (i. Vj. TEUR 1.761) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 57 (i. Vj. TEUR 193).

9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Für im Voraus bezahlte Serviceleistungen im Rahmen des Servicegeschäfts, die Leistungen nach dem Stichtag betreffen, wurde eine passive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 644 (i. Vj. TEUR 737) gebildet.

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Insgesamt bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 14.405 (i. Vj. TEUR 13.176).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Service-Level-Agreement mit der Dematic GmbH, Heusenstamm, dem Service-Level-Agreement mit der Dematic Group Ltd. und dem Shared Services Center (COE) in Polen. Sie betragen TEUR 12.601 (i. Vj. TEUR 11.494) und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Des Weiteren bestehen aus den am Bilanzstichtag bestehenden Leasingverhältnissen sonstige Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.804 (i. Vj. TEUR 1.682). Die Zahlungsverpflichtungen innerhalb eines Jahres betragen TEUR 826. Innerhalb des Zeitraums von einem bis fünf Jahren betragen diese Verpflichtungen TEUR 978.

11. Haftungsverhältnisse

Zum 31.12.2024 bestanden keine Haftungsverhältnisse.

12. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre auf die Regelung nach § 301 AktG als Abführungssperre kommt in Bezug auf die Regelung des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB gemäß BMF Schreiben vom 23.12.2016 nicht in Betracht.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsätze verteilen sich prozentual auf folgende Regionen:

1.01.2024 - 31.12.2024 1.01.2023 - 31.12.2023
% %
Europa 91,1 91,0
(davon Deutschland) (47,4) (46,4)
Amerika 2,3 2,7
Asien/Pazifik 6,6 6,3
100,0 100,0

Bezogen auf die Tätigkeitsbereiche teilen sich die Umsätze wie folgt auf:

1.01.2024 - 31.12.2024 1.01.2023 - 31.12.2023
% %
Ersatzteilgeschäft 34,5 33,6
Betriebsbegleitung 16,0 13,0
Wartung, Vor-Ort-Service, Call Center 21,7 20,1
IT-Services 5,1 4,4
Modernisierung und Anlagenerweiterungen 22,7 28,9
100,0 100,0

2. Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beträgt:

1.1.2024 - 31.12.2024 1.1.2023 - 31.12.2023
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.872 34.702
Aufwendungen für bezogene Leistungen 25.198 23.262
61.070 57.964

3. Personalaufwand

In den Funktionskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

1.1.2024 - 31.12.2024 1.1.2023 - 31.12.2023
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 25.560 25.462
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
--davon für Altersversorgung TEUR 748 (i. Vj. TEUR 296) -- 5.245 4.486
30.805 29.948

4. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.406 (i. Vj. TEUR 951) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.317 (i. Vj. TEUR 778), die insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Von den Erträgen aus der Währungsumrechnung entfallen TEUR 71 (i. VJ. TEUR 163) auf realisierte und TEUR 18 (i. Vj. TEUR 9) auf unrealisierte Wechselkursgewinne.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 848 (i. Vj. TEUR 848) und aus Lizenzzahlungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.097 (i. Vj. TEUR 5.084). Weiterhin wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 619 vorgenommen (s.o.).

6. Zinsen und ähnliche Erträge

Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 2.825 (i. Vj. TEUR 2.286) resultieren fast ausschließlich aus Zinseinkünften aus dem Cash-Pooling.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 45 (i. Vj. TEUR 29).

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf den Betrieb zweier Betriebsstätten.

E. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Durchschnitt:

2024 2023
Auftragsabwicklung 284 286
Vertrieb 29 28
313 314

2. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 42 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Dematic GmbH, Heusenstamm, die wiederum eine 100%-igen Tochtergesellschaft der Dematic Holdings UK Ltd., Banbury, ist. Die Dematic Gruppe ihrerseits gehört seit dem 01.11.2016 zur KION GROUP AG, Frankfurt am Main.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KION GROUP AG, Frankfurt am Main, einbezogen (kleinster Kreis). Der Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im Unternehmensregister (www.bundesanzeiger.de) bei der KION GROUP AG, Frankfurt am Main, offengelegt.

Die Shandong Heavy Industry Group Co., Ltd Jinan, Volksrepublik China, ist das Unternehmen, das den weltweiten Konzernabschluss für den größten Kreis an verbundenen Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist nicht öffentlich erhältlich.

Zwischen der Dematic Services GmbH (Organgesellschaft) und der Muttergesellschaft Dematic GmbH (Organträgerin) wurde am 9. Mai 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Oktober 2008 geschlossen.

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2024 und bis zur Aufstellung des Abschlusses an:

René Sickler, Senior Director Added Value Services, Leiter der DACH Sales Organisation

Matthias Grünewald, Senior Director Finance Sales und Solution Development EMEA

Die Geschäftsführung hat im Berichtsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

5. Nachtragsbericht

Es liegen der Geschäftsführung aus heutiger Sicht keine Hinweise für Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation der Dematic Services GmbH, Heusenstamm, vor, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Heusenstamm, den 8. April 2025

Dematic Services GmbH

Matthias Grünewald, Geschäftsführer

René Sickler, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 1. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.653.436,85 0,00 904.691,94 0,00 1.748.744,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 49.406.626,34 0,00 0,00 0,00 49.406.626,34
52.060.063,19 0,00 904.691,94 0,00 51.155.371,25
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 338.100,69 0,00 0,00 0,00 338.100,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 215.260,12 11.266,04 131.013,80 0,00 95.512,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.346.472,13 156.663,87 1.402,54 2.539,75 1.504.273,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 613.539,30 580.663,11 0,00 -2.539,75 1.191.662,66
2.513.372,24 748.593,02 132.416,34 0,00 3.129.548,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 563,57 0,00 563,57 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.017,91 0,00 4,61 0,00 1.013,30
1.581,48 0,00 568,18 0,00 1.013,30
54.575.016,91 748.593,02 1.037.676,46 0,00 54.285.933,47
Abschreibungen
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 1. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.944.657,85 188.424,00 384.336,94 1.748.744,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.319.826,32 847.800,00 0,00 45.167.626,32
46.264.484,17 1.036.224,00 384.336,94 46.916.371,23
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 338.100,69 0,00 0,00 338.100,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.940,12 30.085,04 32.753,80 53.271,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 892.599,13 166.735,62 483,54 1.058.851,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
1.286.639,94 196.820,66 33.237,34 1.450.223,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
47.551.124,11 1.233.044,66 417.574,28 48.366.594,49
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 1. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 708.779,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.239.000,02 5.086.800,02
4.239.000,02 5.795.579,02
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.241,00 159.320,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.422,00 453.873,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.191.662,66 613.539,30
1.679.325,66 1.226.732,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 563,57
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.013,30 1.017,91
1.013,30 1.581,48
5.919.338,98 7.023.892,80

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Geschäftstätigkeit

Die Dematic Services GmbH, Heusenstamm (im Folgenden „Dematic Services GmbH“ oder „Gesellschaft“), ist Teil der Dematic-Gruppe, einem der weltweit führenden Anbieter für komplexe Logistiksysteme. Als 100 %-iges Tochterunternehmen der Dematic GmbH, Heusenstamm, unterstützt die Gesellschaft die Marktpräsenz in der Region Zentraleuropa durch lokal tätige Industriegruppen und ein lokales Key Account-Management.

Die Dematic Gruppe ist der Teil der KION Group AG.

Die Dematic Services GmbH deckt mit ihrem Angebot die komplette Service-Palette für Logistik- Anlagen ab. Dabei erbringt die Dematic Services GmbH einen Großteil ihrer Service-Leistungen für Anlagen oder im Zusammenhang mit Produkten, die ursprünglich durch die Muttergesellschaft Dematic GmbH erstellt bzw. verkauft wurden. Für eigene Installationen im Bereich der Modernisierungen und Erweiterungen erhält die Gesellschaft regelmäßig Zulieferungen von der Dematic GmbH.

Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Heusenstamm bei Frankfurt am Main, nutzt aber auch andere Standorte, um eine größere Kundennähe zu erreichen. Diese Standorte sind über Deutschland verteilt, liegen aber auch in angrenzenden Ländern wie Österreich, den Niederlanden und der Schweiz. Es besteht eine Minderheitenbeteiligung in Höhe von 1% an der Dematic LLC in Russland. Die Geschäftstätigkeit in Russland wurde im Jahr 2022 eingestellt und die Gesellschaft befindet sich in Liquidierung.

Produkte und Dienstleistungen

Die Geschäftsfelder der Dematic Services GmbH werden in folgende Bereiche unterteilt:

Ersatzteilgeschäft,

Betriebsbegleitung,

Wartung, Vor-Ort-Service und Call Center,

IT-Services,

Modernisierung und Anlagenerweiterungen.

Der Bereich Ersatzteilservice stellt sicher, dass die Kunden europaweit während der Anlagenlebensdauer jederzeit mit Dematic Original-Ersatzteilen versorgt werden.

Im Segment Betriebsbegleitung werden Kundenanlagen im Auftrag des Kunden betrieben, dabei wird aber nicht das operative Geschäft des Kunden selbst betrieben, sondern die durch die Dematic GmbH erstellte Anlage. Dematic stellt dafür das Personal zur Verfügung, die Verträge sind langfristig.

Das Wartungsgeschäft beinhaltet Inspektionen, Sicherheitsprüfungen und Instandhaltung der Anlagen, das Call Center im 24/7-Betrieb und der Vor-Ort-Service stellen als Rufbereitschaftsleistung Unterstützung für jedwede Probleme im Rahmen des Betriebes der entsprechenden Anlagen bereit.

Mit IT-Dienstleistungen bietet die Dematic Services GmbH Kunden digitale Lösungen an, um stets auf dem neusten Stand der Technologie zu sein und den Weiterentwicklungen im Bereich von Analyse-Tools und vernetzten Lösungen Rechnung zu tragen. Darüber hinaus werden kundenindividuelle Anpassungen realisiert.

Das Geschäftsfeld Modernisierung und Anlagenerweiterung liefert Ergänzungen zu bestehenden Anlagen und übernimmt die volle Integration der neuen Komponenten in den laufenden Betrieb.

Durch ein Service-Level-Agreement mit der Muttergesellschaft Dematic GmbH, Heusenstamm, werden von dieser wesentliche administrative Unterstützungsfunktionen, wie z. B. Finanzen und Controlling, Personal, Organisation und Information sowie die Geschäftsführung bezogen.

Qualitätsmanagement

Das Managementsystem der Dematic Services GmbH unterliegt einer strategischen Anpassung auf globaler Ebene. Auf Basis einer Entscheidung der höchsten Qualitätsleitung wurde die Zertifizierung dieser Einheit eingestellt, um Einsparungen zu realisieren und den Umfang der Zertifizierungen weltweit auf Project Execution und Manufacturing zu fokussieren.

Unverändert bleibt der Fokus auf den prozessorientierten Ansatz sowie das Bekenntnis des höchsten Managements zur Qualität. Diese Verpflichtung bleibt integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie, um die nachhaltige Sicherstellung der hohen Standards und die Umsetzung des Werteverständnisses der Dematic Services GmbH zu gewährleisten.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb auch im Berichtsjahr 2024 moderat. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Januarprognose (IWF, Januar 2025) von einem Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung von 3,2 Prozent aus (Vorjahr: 3,3 Prozent). Dabei steht dem robusten Wirtschaftswachstum in den USA und dem Wachstum in China, das geringer ausfiel als erwartet, eine schwache Entwicklung der europäischen Volkswirtschaften gegenüber. Zudem belasteten wirtschafts- und geopolitische Unsicherheiten und Konflikte die globale Wirtschaftsentwicklung.

Die entwickelten Volkswirtschaften steigerten ihre Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 um 1,7 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent). Dabei stieg die Entwicklung in der Eurozone von 0,4 Prozent auf 0,8 Prozent, fiel aber weiterhin schwach aus. In den USA blieb die Wachstumsrate mit 2,8 Prozent nahezu konstant (Vorjahr: 2,9 Prozent).

Die Schwellen- und Entwicklungsländer verzeichneten ein Wachstum von 4,2 Prozent, verglichen mit 4,4 Prozent im Vorjahr. Dabei betrug die Wachstumsrate Chinas im Berichtsjahr 4,8 Prozent nach 5,2 Prozent im Vorjahr.

Die globale Gesamtinflation bildete sich laut IWF von 6,7 Prozent (2023) auf 5,7 Prozent im Berichtsjahr zurück, wobei die entwickelten Volkswirtschaften mit 2,6 Prozent Inflationsrate ihren Preisstabilitätszielen näher gerückt sind als die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einer Inflationsrate von 7,8 Prozent. Aufgrund des Inflationsrückgangs, der langsamer als erwartet verlief, und anhaltender Inflationsrisiken haben die Notenbanken ihre Geldpolitik nur vorsichtig gelockert. Die spät einsetzende schrittweise Senkung der Leitzinsen und die daraus resultierenden günstigeren Finanzierungsbedingungen wirkten sich daher erst deutlich verzögert auf die Produktions- und Investitionstätigkeit aus.

Das Welthandelsvolumen, das im Vorjahr nur um 0,7 Prozent gewachsen war, entwickelte sich positiv mit einer Wachstumsrate von 3,4 Prozent.

Branchenbezogenes Umfeld

Der Weltmarkt für Lösungen für Lagerautomatisierung war, gemessen am Umsatz, nach Einschätzung der KION Group und gestützt durch Erhebungen des Research Instituts Interact Analysis im Berichtsjahr nur unwesentlich rückläufig, während der Markt gemessen am Auftragseingang im Projektgeschäft leicht zurückging (Interact Analysis, November 2024).

In der Region Americas legte der Gesamtmarkt zu. Demgegenüber verzeichnete die Region EMEA einen spürbaren Umsatzrückgang, was auf eine schwächere gesamtwirtschaftliche Entwicklung aufgrund von geopolitischen Risiken und weiterhin hohen Kapitalkosten zurückzuführen war. In der Region APAC führte zudem das abgeschwächte Wirtschaftswachstum infolge der nachlassenden Konsumnachfrage und der Immobilienkrise in China zu einer moderaten Verlangsamung der kundenseitigen Investitionen in Lösungen für Lagerautomatisierung (Interact Analysis, November 2024).

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen belasteten den Markt für Lagerautomatisierungslösungen insbesondere in den Kundensegmenten Bekleidung, allgemeiner Warenhandel, Paketversand und langlebige Wirtschaftsgüter, während sich der Lebensmitteleinzelhandel stabiler entwickelte und die Lebensmittel- und Getränkeindustrie gegen den Trend zulegen konnte (Interact Analysis, November 2024).

Beschaffungsmärkte

Die Rohstoffmärkte entwickelten sich im Berichtsjahr uneinheitlich. Nachdem der Rohölpreis zu Beginn des Jahres 2024 auf über 80 US-Dollar pro Barrel gestiegen war, fiel er im weiteren Jahresverlauf unter Schwankungen auf rund 73 US-Dollar. Der Stahlpreis gab nach einem Hoch zu Jahresbeginn 2024 stark nach. Während der Kupferpreis im Jahresverlauf zulegte, sank der Nickelpreis gemessen in US-Dollar pro Tonne.

Wettbewerbssituation

Der Inlandsmarkt für Intralogistik-Systeme unterliegt einem erheblichen Wettbewerbsdruck. Die deutsche Intralogistik umfasst rund 800 Unternehmen aus der Förder-, Lager- und Softwaretechnik, von denen ca. 140 für die Dematic als Wettbewerber relevant sind. Die Mehrzahl der Intralogistik-Anbieter ist mittelständisch aufgestellt.

Auf dem zentraleuropäischen Markt sind hauptsächlich deutsche Unternehmen (Jungheinrich, SSI Schäfer, Viastore, Westfalia, Witron, Siemens, Körber), aber auch Wettbewerber aus dem europäischen Ausland tätig, z. B. aus der Schweiz (Swisslog, Interroll), Österreich (Knapp, TGW), Niederlande (Vanderlande), Spanien (Mecalux), Italien (System Logistics) und Frankreich (Savoye).

Dabei ist im zentraleuropäischen Raum sowohl die Innovationskraft bei Produkten und Lösungen als auch das Image eines Anbieters logistischer Produkte und Dienstleistungen ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bei der Dematic Services GmbH eingesetzten finanziellen Steuerungsgrößen orientieren sich an den in der Dematic Gruppe verwendeten Leistungsindikatoren und stellen die Basis für eine wertorientierte Unternehmensführung dar. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden in der Dematic Gruppe im Rahmen der Unternehmensführung nicht herangezogen. Als steuerungsrelevante Ergebnisgrößen für die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr neben dem Umsatz auch das Jahresergebnis herangezogen.

Detaillierte Angaben zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren werden im Kapitel zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.

Geschäftsverlauf

Die Kerntätigkeit der Gesellschaft wurde analog zum Vorjahr fortgeführt. Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzanstieg konnte mit -4,3% im Vergleich zum Vorjahr nicht erreicht werden. Das für das Geschäftsjahr 2024 prognostizierte leichte Ergebniswachstum wurde mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 17,5 Mio. (Vorjahr: EUR 13,7 Mio.) hingegen erneut deutlich übertroffen. Haupttreiber für das höhere Ergebnis waren in erster Linie die erfolgreiche Abwicklung von Modernisierungsprojekten sowie das starke Ersatzteilgeschäft.

Im Geschäftsjahr konnte der Auftragseingang nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres (EUR 124,0 Mio.) erreichen und betrug EUR 122,0 Mio. Der Auftragsbestand der Dematic Services GmbH liegt zum Stichtag 31.12.2024 bei EUR 82,6 Mio. und damit ebenso etwas unter dem Vorjahresniveau (EUR 85,6 Mio.).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 11,8 Mio. auf EUR 118,0 Mio. erhöht (i. Vj. EUR 106,2 Mio.).

Die Veränderung basiert vor allem auf dem Anstieg der Vorräte und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um EUR 12,8 Mio. auf EUR 87,6 Mio. (i. Vj. EUR 74,8 Mio.). Die Vorräte erhöhten sich gering um EUR 1,1 Mio. auf EUR 8,5 Mio. (i. Vj. EUR 7,3 Mio.). Der Anstieg beruht aus der Zunahme an unfertigen Erzeugnissen i.H.v. EUR 2,8 Mio. auf EUR 20,3 Mio. und an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen i.H.v EUR 1,1 Mio., die die Zunahme an erhaltenen Anzahlungen i.H.v. EUR 2,7 Mio. auf EUR 17,9 Mio., die offen von den Vorräten abgesetzt wurden überkompensierten.

Die Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen basiert vor allem auf dem Anstieg der Cash Pool-Forderungen um EUR 13,1 Mio., welcher in der sehr guten Ergebnisentwicklung begründet liegt. Der Anteil der Forderungen für Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 2.969 (i. Vj. TEUR 3.239).

Die Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens betrugen EUR 0,7 Mio. (i. Vj. EUR 0,6 Mio.). Im Geschäftsjahr wurden keine Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände getätigt (i. Vj. EUR 0,0 Mio.).

Das langfristige Vermögen der Gesellschaft ist abschreibungsbedingt gesunken und beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5,9 Mio. (i. Vj. EUR 7,0 Mio.) beziehungsweise 5,0% (i. Vj. 6,6%) der Bilanzsumme.

Finanzlage

Die Dematic Services GmbH ist in den Cash Pool der KION Gruppe eingebunden. Über den Cash-Pool wird die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt. Zum Bilanzstichtag beträgt die Cash- Pool Forderung EUR 84,7 Mio. (i. Vj. EUR 71,6 Mio.).

Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2024 unverändert zum Vorjahr EUR 52,9 Mio.

Die Sonstigen Rückstellungen verringerten sich um EUR 0,4 Mio. auf EUR 3,6 Mio. (i. Vj. EUR 4,0 Mio.) bedingt durch Rückstellungen für nachlaufende Kosten und ausstehende Rechnungen sowie Gewährleistungsverpflichtungen.

Projektbedingt erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen um EUR 4,9 Mio. auf EUR 16,2 Mio. (i. Vj. EUR 11,3 Mio.). Dies lag vor allem am weiterhin guten Auftragseingang und ersten Anzahlungen für Modernisierungsprojekte im laufenden Geschäftsjahr, sowie erhaltenen Anzahlungen in 2024 für erreichte Meilensteine aus gewonnenen Modernisierungsprojekten aus dem Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten erhöhten sich geringfügig um EUR 0,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 6,1 Mio (i. Vj. EUR 5,8 Mio.).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um EUR 6,0 Mio. auf EUR 32,2 Mio. (i. Vj. EUR 26,2 Mio.). Grund war im Wesentlichen die höhere Ergebnisabführung an die Gesellschafterin.

Bürgschaften und Avale an Kunden und Lieferanten aus dem Projektgeschäft werden über die Kreditlinie der KION Group AG herausgegeben oder als Konzernbürgschaften durch die KION Group AG Verfügung gestellt.

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 erzielte die Dematic Services GmbH Umsatzerlöse in Höhe von EUR 130,0 Mio. (i. Vj. EUR 135,8 Mio.) und hat damit die im Vorjahr gesetzten moderaten Umsatzwachstumserwartungen für das Geschäftsjahr nicht erfüllen können. Dies hat als hauptsächliche Ursache den zeitlichen Ablauf zur Endfakturierung von Modernisierungsprojekten.

Bezogen auf die Tätigkeitsbereiche teilen sich die Umsätze in das Ersatzteilgeschäft (34,5%), Wartung (21,8%), Modernisierungsgeschäft (22,6%), Betriebsbegleitung (15,9%) sowie IT-Services (5,2%) auf.

Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2024 für die Dematic Services GmbH bei EUR 122,0 Mio. und erreichte nicht das Niveau des Vorjahres (EUR 124,0 Mio.), hauptsächlich getrieben aufgrund einer Projektvergabe im Bereich Modernisierung, die sich in das Geschäftsjahr 2025 verschoben hat.

Der Auftragsbestand der Dematic Services GmbH liegt zum Stichtag 31.12.2024 bei EUR 82,6 Mio. und damit etwas unter dem Vorjahresniveau (EUR 85,6 Mio.). In erster Linie war die erfolgreiche Abarbeitung von Modernisierungsprojekten im Geschäftsjahr 2024 ein Treiber für den leicht gesunkenen Auftragsbestand. Wie im Abschnitt Auftragseingang erwähnt, hat sich die Vergabe eines größeren Modernisierungsprojektes in das Geschäftsjahr 2025 verschoben.

Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen liegt bei 5,7% (Vorjahr 5,0%). Die absoluten Werte (EUR 7,5 Mio.) liegen mit EUR 0,7 Mio. über dem Vorjahresniveau (EUR 6,8 Mio.) und sind hauptsächlich durch den Anstieg der Aufwendungen für die Altersversorgung begründet.

Die allgemeinen Verwaltungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,0 Mio. zurückgegangen und belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 auf EUR 6,7 Mio. (i. Vj. EUR 7,7 Mio.). Eingeleitete Cost Cutting Maßnahmen sowie personelle Restrukturierungsmaßnahmen im Holdingbereich reduzieren die Kosten in diesem Bereich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen EUR 6,6 Mio. (i. Vj. EUR 5,9 Mio.). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände i. H. v. EUR 0,6 Mio.

Die Zinserträge betrugen EUR 2,8 Mio. (i.Vj. EUR 2,3 Mio.). Zinserträge werden in erster Linie aus der Verzinsung der Forderung aus Cash-Pooling gegenüber der KION Group AG erwirtschaftet. Der Anstieg begründet sich aus dem Anstieg der Forderung aufgrund des positiven Jahresergebnisses und des daraus resultierenden Cash-Flows.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 17,5 Mio. (i. Vj. EUR 13,7 Mio.) erzielt. Die Ergebnisverbesserung von EUR 3,8 Mio. resultiert zum einen aus der Verbesserung des Bruttoergebnisses um EUR 2,2 Mio ., in erster Linie durch eine kostengünstigere Abwicklung von Modernisierungsprojekten sowie das margenträchtige Ersatzteilgeschäft, und der Reduktion der Verwaltungskosten in Höhe von EUR 1,1 Mio. Weitere Gründe für diese Entwicklung sind u.a. eine positive Auftragslage aus den Jahren 2022 und 2023, was sich auch im gestiegenen Auftragseingang in Segmenten mit hohen Margen widerspiegelt.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Zukunftsgerichtete Aussagen

Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den heutigen Erwartungen und den Einschätzungen der Gesellschaft und des Konzerns. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Dematic Services GmbH liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft und dessen Ergebnisse sowie auf die Ergebnisentwicklung aus. Die Entwicklung hängt insbesondere vom gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld ab und kann durch eine zunehmende Unsicherheit oder eine Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden. Eine unerwartete Entwicklung der Weltkonjunktur würde dazu führen, dass die Leistungen und Ergebnisse der Gesellschaft wesentlich von denen abweichen, die die Dematic Services GmbH im Folgenden prognostiziert.

Aufgrund der weiterhin angespannten makroökonomischen und geopolitischen Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025 mit hohen Unsicherheiten behaftet. Die nachstehend erläuterten Risikofaktoren können die Beschaffungs-, Produktions- und Absatzaktivitäten ebenso belasten wie eine ausbleibende Investitionsbereitschaft der Kunden.

Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann unter anderem aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken von den Prognosen der Dematic Services GmbH abweichen.

Annahmen

Die in diesem Abschnitt dargestellten Prognosen basieren auf der mehrjährigen Markt-, Geschäfts- und Finanzplanung der Dematic Services GmbH, der verschiedene Annahmen zugrunde liegen. Die Marktplanung berücksichtigt dabei die erwartete gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung, die im Folgenden beschrieben wird. Die Geschäfts- und Finanzplanung basiert auf der erwarteten Marktentwicklung, bezieht jedoch darüber hinaus weitere Annahmen wie beispielsweise die Entwicklung der Materialpreise, Lohnkosten, Absatzpreise sowie die Wechselkursentwicklung mit ein.

Hinsichtlich der zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine, der Inflation und der Maßnahmen zu deren Begrenzung sowie der anhaltenden Folgen des Konflikts in Israel liegen dem Prognosebericht die Marktannahmen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zugrunde.

Erwartetes gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der IWF erwartet für das Jahr 2025 ein Wachstum der Weltwirtschaftsleistung von 3,3 Prozent und damit marginal über dem Niveau von 2024, wobei die Entwicklung regional unterschiedlich erwartet wird. Beeinflusst wird das Wirtschaftswachstum insbesondere durch erhöhte handelspolitische Unsicherheiten und die erwartete Verschärfung protektionistischer Maßnahmen, die die Handelsbeziehungen belasten könnten (IWF, Januar 2025).

Für die entwickelten Volkswirtschaften wird insgesamt mit einer Wachstumsrate von 1,9 Prozent nach 1,7 Prozent im Vorjahr gerechnet, wobei einem etwas höheren Wachstum im Euroraum (1,0 Prozent) ein im Vergleich zum Vorjahr marginal geringeres Wachstum in den USA (2,7 Prozent) gegenübersteht.

Für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird mit einem Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent eine stabile Entwicklung auf dem Niveau von 2024 erwartet. Für China geht der IWF dabei von einer nachlassenden Dynamik (4,6 Prozent) aus.

Die globale Inflationsrate wird sich nach Einschätzung des IWF im Jahr 2025 deutlich auf 4,2 Prozent verringern. Für die entwickelten Volkswirtschaften wird dabei ein Rückgang der Inflation auf 2,1 Prozent erwartet. Auch die Teuerungsrate in den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte deutlich sinken (5,6 Prozent).

Das Welthandelsvolumen wird nach der deutlichen Zunahme im Jahr 2024 nach Einschätzung des IWF im Jahr 2025 lediglich um 3,2 Prozent zunehmen und entwickelt sich damit marginal schwächer im Vergleich zum Vorjahr.

Aus Sicht des IWF bestehen allerdings erhebliche Risiken für die makroökonomische Prognose. Die Eskalation geopolitischer Spannungen könnte zu einem erneuten Anstieg der Rohstoffpreise führen. Zudem könnte eine Intensivierung protektionistischer Maßnahmen Handelsspannungen verschärfen, Handelsströme beeinflussen, Investitionen senken und somit die Lieferketten erneut stören. Darüber hinaus bestehen Risiken durch politische Unsicherheit und Probleme bei fiskalischen und strukturellen Anpassungen in einzelnen Volkswirtschaften, die die Weltwirtschaft negativ beeinflussen könnten.

Erwartetes branchenbezogenes Umfeld

In Bezug auf die Entwicklung des Marktes für Lagerautomatisierungslösungen hat sich die KION Group, und damit anwendbar auf die Dematic Services GmbH, dazu entschieden, beginnend mit dem Berichtsjahr 2025, von einer umsatzbasierten auf eine auftragseingangsbasierte Betrachtung umzustellen. Der Auftragseingang gibt dabei eine genauere Einsicht in die aktuelle Nachfragesituation, da aufgrund der markttypischen langen Projektlaufzeiten Umsätze in der Regel erst mit einem signifikanten zeitlichen Verzug nach Projektbeginn realisiert wer-den.

Im Markt für Lagerautomatisierungslösungen rechnet die Gesellschaft, gestützt durch Marktstudien von Interact Analysis, für das Jahr 2025 mit einem leichten Wachstum des Auftragseingangs im Projektgeschäft. Dabei wird erwartet, dass sich der fortschreitende Automatisierungstrend und im Jahresverlauf weiter sinkende Kapitalkosten positiv auf Investitionsentscheidungen in Lagerautomatisierungslösungen auswirken. Des Weiteren dürfte die wachsende Nachfrage nach mobiler Automatisierung einen positiven Einfluss auf den Gesamtmarkt haben und eine verhaltene Gesamtnachfrage bei stationären Lösungen leicht überkompensieren. Das Marktwachstum wird dabei im Wesentlichen auf die Regionen Americas und EMEA entfallen, während für die Region APAC ein marginaler Rückgang erwartet wird.

Die mittel- bis langfristig positiven Markttrends bei Lagerautomatisierungslösungen sind nach Einschätzung der Gesellschaft weiterhin intakt. Nach eigener Einschätzung und gestützt durch Erhebungen von Interact Analysis erwartet die KION Group gemessen am Auftragseingang im Projektgeschäft langfristig ein Marktwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich (Interact Analysis, November 2024)

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Der verbuchte Auftragseingang des Geschäftsjahres 2024 betrug EUR 122,0 Mio. Das führt zu einem weiterhin sehr komfortablen Auftragsbestand in Höhe von EUR 82,6 Mio. Für das Geschäftsjahr 2025 ist mit moderaten Zuwachsraten im Umsatz zu rechnen. Die stagnierende Auftragssituation im Projektgeschäft der Muttergesellschaft wird sich erst in darauffolgenden Geschäftsjahren in abgeschwächter Form auswirken. Die Höhe des negativen Einflusses ist aus heutiger Sicht schwer zu beurteilen, da sich Glättungseffekte über die Langfristigkeit und Stabilität des Servicegeschäftes ergeben.

Für das Jahr 2025 ist ebenso mit einem positiven Jahresergebnis zu rechnen, welches leicht über dem Vorjahresniveau liegen sollte.

Obwohl die Hauptgeschäftsfelder der Dematic Services GmbH, im Gegensatz zum Anlagengeschäft der Dematic GmbH, grundsätzlich als konjunkturunabhängiger einzustufen sind und darüber hinaus Kundenbeziehungen oft durch längerfristige Verträge abgesichert sind, ist es zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor mit einer gewissen Unsicherheit behaftet zu beurteilen, wie sich die Marktlage kurz- bis mittelfristig entwickeln wird. Durch die stagnierende inländische Wirtschaftsentwicklung können insbesondere die Einflüsse aus dem Ausland schwer prognostizierbare Auswirkungen auf den Markt haben (u. a. politische Instabilitäten sowie die hohen Verschuldungsgrade einiger wichtiger Industrieländer). Explizit zu nennen ist der Krieg in der Ukraine und der Konflikt in Israel. Die betriebsbegleitenden Service-Aktivitäten in Israel sind hiervon nicht betroffen, da diese mit lokalen Arbeitskräften durchgeführt werden. Für das Jahr 2025 sind keine materiellen Einbußen durch den Wegfall des russischen Marktes erkennbar.

Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Erstellung. Diese Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die, falls sie eintreffen, zu anderen Ergebnissen als vorausgesehen führen können. Diese Risiken und Unsicherheiten umfassen unter anderem die Entwicklung der Wettbewerbssituation sowie die konjunkturelle Entwicklung.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Chancen und Erfolgspotenziale

Für die Dematic Services GmbH existiert eine Vielzahl von Chancen und Erfolgspotenzialen, die dazu beitragen können, geplante Ziele zu übertreffen.

Die Gesellschaft sieht ihre zukünftigen Chancen der Geschäftsentwicklung insbesondere in der Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse auf dem lokalen Markt vor allem beim Vertrieb und in der Projektumsetzung sowie dem nachgelagerten Service-Geschäft. Weiterhin erachtet die Geschäftsführung die erfolgreiche Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte bei Erhöhung der Investitionsbudgets sowie ein Ausbau der Vertriebsmärkte als wesentliches Erfolgskonzept.

Dabei kommt der strategischen Ausrichtung, dass Projektmanagement lokal zu fokussieren eine hohe Bedeutung zu. Somit konzentriert sich die Gesellschaft klar auf ihre lokalen Märkte und verfügt infolgedessen über eine hohe Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unterstützt wird das Projektmanagement mit zusätzlichen Funktionen wie Terminplanung und Logistikplanung, diese Bereiche sind nun direkt dem Projektmanagement unterstellt.

Die Dematic Services GmbH sieht ihr wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum Wettbewerb in einer hohen Lösungskompetenz, verbunden mit einer weltweiten Präsenz sowie der weltweit höchsten installierten Anlagenkapazität (bezogen auf die Dematic Gruppe). Davon ausgehend sieht die Gesellschaft ihre Chancen im erfolgreichen Ausbau des profitablen Servicegeschäfts sowie dem Ausbau der Beziehungen zu international operierenden Kunden. Die globalen Kunden werden unterstützend durch Global Key Accounts betreut und sollen sicherstellen, das entsprechende Geschäftschancen weltweit gehoben werden.

Als Teil der KION Group ist die Dematic Services GmbH ein wichtiger Bestanteil des umfassenden Angebots an Supply-Chain-Lösungen, welches Kunden alles bietet, was im Lager und in der Produktion gefragt ist. Indem die im Konzern vorhandenen Stärken kombiniert werden, eröffnen sich für die Dematic Services GmbH weitere Möglichkeiten für profitables Wachstum und die Dematic Gruppe ist im Verbund optimal aufgestellt, um von Trends wie E-Commerce, Digitalisierung und Automatisierung weiter zu profitieren.

Wesentliche Zielsetzung bleibt der weitere Ausbau der Kompetenz im Bereich der Digitalisierung (Industrie 4.0) und der entsprechende Ausbau der Softwarelösungen (Dematic DiQ, InSights, Analyitics). Die bestehende Produktpalette der Dematic ist schon heute sehr stark vernetzt und interaktionsfähig. In Kombination mit dem breiten Software Know-how in der Gesellschaft und innerhalb der Dematic Gruppe sowie als Teil des KION-Konzerns sieht die Geschäftsführung hier eine sehr gute Grundlage und Rahmenbedingungen für das weitere nachhaltige Wachstum.

Risiken

Unternehmensrisiko

Die Geschäftstätigkeit der Dematic Services GmbH ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung ist ein wesentliches Element der Unternehmensführung. Übergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen bei jederzeit kontrollierten Risiken umfassend zu nutzen.

Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen, angefangen mit dem bedeutendsten Risiko, aufgeführt.

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Tätigkeit geschäftsüblichen finanziellen Risiken ausgesetzt, die Währungsschwankungen und Forderungsausfälle umfassen. Das übergeordnete Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft Dematic GmbH und ihrer Tochtergesellschaft ist darauf ausgerichtet, negative Auswirkungen auf die Ertragslage zu minimieren. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind durch konzerninterne Regelungen festgelegt. Hierzu gehört eine Funktionstrennung zwischen Erfassung und Kontrolle der Finanzinstrumente. Die Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken der Dematic GmbH und ihrer Tochtergesellschaft werden, ebenso wie Preisrisiken, zentral gesteuert.

Währungsrisiken werden durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte betrags- und fristenkongruent begrenzt. Das Risiko wird grundsätzlich über den Abschluss von Devisentermingeschäften über das Konzern-Treasury der KION GROUP AG abgesichert. Des Weiteren werden auf Ebene der Dematic Services GmbH entsprechende Preisklauseln in Kundenverträgen vereinbart.

Weitere Zinsrisiken und -chancen bestehen vor allem in der Änderung der Zinssätze für die Cash- Pool Salden sowie bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft.

Dem Liquiditätsrisiko begegnet die Dematic Services GmbH mit einer auf einen festen Planungshorizont ausgerichteten Liquiditätsvorschau im Rahmen des Cash-Poolings. Von dieser Finanzierung ist die Entwicklung der Gesellschaft abhängig. Zusätzlich werden bei Aufträgen konsequent liquiditätsgünstige Zahlungspläne verhandelt wie im Projektgeschäft üblich, wobei hier zunehmend die Erwartung der Kunden nach längerfristigen Zahlungszielen festzustellen ist.

Eventuelle Preissteigerungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Komponenten auf Grund von Marktengpässen und anderen Gründen begegnet die Dematic Services GmbH durch konservative Angebots- und Projektkalkulationen, in denen nur realisierbare bzw. realisierte Preis-/ Einkaufskonditionen Berücksichtigung finden bzw. entsprechende Preisgleitklauseln und dynamische Anpassungen der Verkaufspreise im Bereich der Ersatzteile. Hier werden insbesondere Synergien mit dem Einkauf der KION Gruppe hergestellt. Ein Risiko aufgrund von „single source“ Lieferanten wird mittels Vorgaben zur Erarbeitung von Alternativlieferanten und entsprechenden Vergleichsangeboten entgegengewirkt.

Das Wachstum im Online-Handel bedingt neben den Chancen allerdings auch eine hart umkämpfte Wettbewerbssituation in der Logistikbranche was den Druck auf die Margen erhöht. Die Entwicklung neuer innovativer Lösungen (beispielsweise „Micro Fulfilment Systeme“) sowie die schrittweise Einführung in neue Marktsegmente stellen die Gesellschaft permanent vor neue Herausforderungen. Um zukünftig diesen Herausforderungen professionell zu begegnen, stellt die Gesellschaft fortlaufend die Prozesse und Freigabekriterien für Entwicklung und Projekt- und Serviceausführung auf den Prüfstand. Hier wird insbesondere an globalen Best-Practice-Ansätzen gearbeitet und erfolgreiche Tools und Steuerungsmethoden werden aus dem Konzernumfeld übernommen soweit möglich und sinnvoll im Rahmen der technischen Standards. Unterstützend wurde ein „Project Excellence“ Abteilung geschaffen, welche kontinuierlich die Prozesse und Risiken in der Projektabwicklung überwacht und nach Bedarf anpasst und Maßnahmen zur Gegensteuerung erarbeitet. Die entsprechenden Kapazitäten und Investitionen haben zunächst zu einer zusätzlichen Belastung des aktuellen Ergebnisses geführt. Die Gesellschaft ist jedoch weiterhin bestrebt in Trainings- und Entwicklungsaktivitäten zu investieren, da diese einen maßgeblichen Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells haben. Hierfür wurde ein Training-Center in Heusenstamm errichtet, welches sowohl von der Projektabwicklung als auch der Service- Mannschaft genutzt werden kann.

Bestandsgefährdende Risiken sind der Geschäftsführung nicht bekannt.

 

Heusenstamm, den 8. April 2025

Dematic Services GmbH

René Sickler, Geschäftsführer

Matthias Grünewald, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dematic Services GmbH, Heusenstamm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dematic Services GmbH, Heusenstamm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dematic Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 8. April 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ohmen, Wirtschaftsprüfer

Simons, Wirtschaftsprüfer

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