Master Data

Registry
Register court München HRB 147149
Previous
SQ-lab GmbH
Registered
3/24/2003
Industry
Wholesale of bicycles, e-bikes and their parts and accessoriesWholesale of sports goods and their accessoriesRetail sale of bicycles, e-bikes and their parts and accessories
Purpose
Entwicklung und Herstellung von sowie Groß- und Einzelhandel mit Sportartikeln, insbesondere Fahrrädern und deren Teilen, ferner Beratung anderer Unternehmen oder Privatpersonen im Bereich Marketing, Produktentwicklung und Produktdesign.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Gregor König
since 1/7/2025
Managing Director
René Horvath
since 5/4/2022
Procura
Managing Director
Annette Kelm
since 1/30/2007
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified50.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Boards and More Beteiligungsgesellschaft GmbHAUT
50.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€25,000
100.00%

Holdings

NameOwnership
1.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

SQlab GmbH

Oberhaching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft betreibt einen Groß- und Einzelhandel mit Sportartikeln insbesondere für Fahrräder und Zubehör. Die vertriebenen Produkte werden zum Großteil selbst entwickelt und hergestellt. Der Schwerpunkt liegt auf Ergonomie im Radsport.

II. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Fahrradfahren ist Mobilität, Sport und Gesundheit. Fahrräder sind populäre Fortbewegungsmittel, ohne Schadstoff- und CO2 Ausstoß auf kleinem Verkehrsraum und damit ein wichtiger Baustein der kommenden Verkehrswende insbesondere in den Städten. Radfahren ist eine langanhaltende, schonende Ausdauerbelastung für alle Altersklassen und Fitnessstufen. Radfahren ist Trendsportart mit vielen Segmentierungen und nahezu grenzenlosen Möglichkeiten.

Im Jahr 2024 befand sich die Fahrradbranche in einer angespannten Lage, geprägt von überfüllten Lagerräumen und einem intensiven Rabattwettbewerb. Die hohen Bestände sind das Ergebnis einer Überproduktion während der Corona-Pandemie, als die Nachfrage sprunghaft Anstieg. Mit dem Einbruch der Kaufbereitschaft aufgrund steigender Inflation und Wirtschaftskrisen unter anderem bedingt durch den Krieg in der Ukraine, stehen viele Händler unter Druck. Die Lagerbestände sind weiterhin hoch und haben somit zu einem starken Preisdruck geführt. Gleichzeitig mussten verschiedene Unternehmen, darunter namhafte Marken, Insolvenzen anmelden, was die Unsicherheit innerhalb der Branche verdeutlicht.

ZIV Marktdaten DE 2024 (2023)

1. - Der Absatz (in Stück) an Fahrrädern und E-Bikes lag 2024 mit 3,85 Mio. Stück 2,53% unter dem Vorjahr mit 3,95 Mio.

2. - Der Marktanteil von E-Bikes konnte sich mit 53% stabil zum Vorjahr halten.

3. - Der Umsatz hat um 10,3% abgenommen, was auf die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation hinweist und dem damit verbundenem Preisdruck. (2024: 6,33 MEUR; 2023: 7,06 MEUR)

4. - Der Fachhandel bleibt weiterhin der wichtigste Vertriebsweg für Fahrräder und E-Bikes, auch wenn der Anteil im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist. Dies deutet darauf hin, dass Kunden weiterhin Wert auf persönliche Beratung und Fachwissen legen.

5. - Der Online-Handel gewinnt an Bedeutung und legt im Jahr 2024 um zwei Prozentpunkte zu.

Die Daten des ZIV zeigen einen signifikanten Rückgang sowohl im Gesamtumsatz als auch in der Produktion im Vergleich zu den Vorjahren. Fachhändler sehen sich einem wachsenden Wettbewerb aus dem Online-Sektor gegenüber, während die Bedeutung des stationären Fachhandels nach wie vor hoch bleibt.

B. Wirtschaftsbericht

I. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2024 fanden erneut zahlreiche Messen, Events und Händlerschulungen statt. Die selbst entwickelte eLearning App wurde weiter ausgebaut und ermöglicht es dem Fachhandel, sich auch außerhalb der Händlerschulungen umfassend zu den Produkten zu informieren und zu schulen.

Die zurückliegende Lieferkettenproblematik hat sich im Jahr 2024 vollständig normalisiert, was zu einer konstant guten Verfügbarkeit der Artikel führte. Die hohen Lagerbestände im Fachhandel haben jedoch den Absatz etwas verzögert, was wiederum zu einem anhaltend hohen Vorratsbestand geführt hat.

Trotz der inflationsbedingten Kaufzurückhaltung konnte der Umsatz im B2C- als auch im B2B-Bereich im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten werden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 wurde die Übernahme der Warenwirtschaft an die Schwestergesellschaft Boards & More GmbH in Molln (Östereich; B&M AT) umgesetzt. Im Zuge dessen wurde das gesamte verbliebene Vorratsvermögen der Gesellschaft an die B&M AT übertragen bzw. verkauft. Das führt zu einem hohen Anstieg der gesamten Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr und der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und ist auch der Grund, dass die Gesellschaft zum Stichtag kein Vorratsvermögen mehr hat. Der Umsatzeffekt hieraus beläuft sich auf rd. 6.978 TEUR, da die Verrechnung zu Selbstkostenpreisen erfolgte, ist der Ergebniseffekt jedoch marginal. Dieser Sachverhalt beeinflusst sämtliche Kennzahlen der Gesellschaft zum 31.12.2024 im Vergleich zu den Vorjahren.

II. Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 38,22% gestiegen; unter Vernachlässigung des oben dargestellten Sachverhaltes ist der Umsatz geringfügig um 3,26% gesunken. Durch die Übernahme der Warenwirtschaft durch die Schwestergesellschaft B&M AT werden die eigenen Umsätze der Gesellschaft ab 1.1.2025 wegfallen. Stattdessen wird die Gesellschaft von den installierten Lizenz-, Vertriebs- und Kooperationsvereinbarungen mit der B&M AT entsprechende Vergütungen erhalten, sodass die Gesellschaft nicht schlechter gestellt wird.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Stichtag wird wesentlich von der Übertragung der Warenwirtschaft zum Ende des Geschäftsjahres beeinflusst. Durch den grundsätzlich positiven Geschäftsverlauf konnten die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten getilgt werden.

a) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des positiven Ergebnisses bei gleichzeitigem Rückgang der Bilanzsumme auf 88,62% (Vorjahr: 56,26%) gestiegen. Eine Ausschüttung fand im Geschäftsjahr 2024 nicht statt. Der Rückgang des Gesamtvermögens ist im Wesentlichen auf den Verkauf des gesamten Vorratsvermögens an die Schwestergesellschaft zurückzuführen.

in EUR 31.12.2024 31.12.2023
Gesamtvermögen 10.239.524,08 12.835.050,28
Eigenkapital 9.073.931,00 7.220.410,00
EK in % vom Gesamtvermögen 88,62% 56,26%
Eigenkapital und Verbindlichkeiten im Verbundbereich 9.078.542,25 7.220.410,00
EK inkl. Verbindlichkeiten im Verbund in % vom Gesamtvermögen 88,66% 56,26%
Anlagevermögen 903.582,97 1.570.430,77
AV in % vom Gesamtvermögen 8,82% 12,24%
Immaterielles und Sachanlagevermögen 902.332,97 1.569.180,77
IAV + SAV in % vom Gesamtvermögen 8,81% 12,23%

Die Investitionen in das Anlagevermögen lagen im Jahr 2024 unter den Vorjahren. Dies ist größtenteils auf die strategische Entscheidung in 2023 zurückzuführen, Investitionen in das Sachanlagevermögen im Wesentlichen über die B&M AT abzuwickeln. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Effizienz zu steigern, Ressourcen zu bündeln und Synergien innerhalb des Konzerns zu nutzen und steht auch im Zusammenhang mit der Übertragung der Warenwirtschaft.

in EUR 31.12.2024 31.12.2023
+ (kurzfristiges) Umlaufvermögen 9.305.427,45 11.166.988,26
- (kurzfristige) Rückstellungen -345.170,00 -396.200,00
- (kurzfristige) Verbindlichkeiten -820.423,08 -5.218.440,28
Working Capital - Stufe 1 8.139.834,37 5.552.347,98
davon kurzfr. Verb. Im Verbundbereich 4.611,25 0,00
Working Capital - Stufe 2 8.144.445,62 5.552.347,98
Working Capital in % zum Gesamtvermögen 79,54% 43,26%

Das Working Capital hat sich zum Stichtag mit 79,54% (VJ 43,24%) zum Vorjahr deutlich verbessert. Das ist im Wesentlichen auf den Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten, insbesondere jener gegenüber Kreditinstituten, zurückzuführen.

b) Finanzlage

Die deutliche Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Vorjahr hatte zusätzlich zum Jahresüberschuss einen spürbaren Einfluss auf die finanzielle Situation der Gesellschaft in 2024. Gleichzeitig führte der laufende Abbau des Vorratsvermögens und schließlich die Übertragung des gesamten Bestandes zum Stichtag an die Schwestergesellschaft zu einem stärkeren Rückgang des Vorratsvermögens als des Aufbaus der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände.

(alle Werte
in EUR)
31.12.2024 31.12.2023
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen 2.559.806,27 2.129.031,96
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 779.429,32 837.151,43
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -40.565,39 -358.942,42
Zunahme / (Abnahme) der sonstigen Rückstellungen -111.100,00 3.700,00
(Zunahme) / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.895.804,56 -550.958,92
(Zunahme) / Abnahme der Vorräte 9.443.054,57 303.951,96
Zunahme / (Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investi -tions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -32.546,77 -3.139.181,95
Gezahlte Gewinnsteuern (netto) inklusive sonstiger Steuern -588.998,11 -442.839,61
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 5.113.275,33 -1.218.087,55
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -258.126,62 -537.287,67
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens (korrigiert um den Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang) 128.893,33 31.759,41
Nettogeldabfluss aus Erwerb SQLab GmbH
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -129.233,29 -505.528,26
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit
Veränderung der Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten -4.365.470,43 1.683.477,80
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit -4.365.470,43 1.683.477,80
(Abnahme) / Zunahme der flüssigen Mittel, netto 618.571,61 -40.138,01
Flüssige Mittel am Anfang der Berichtsperiode 70.241,98 110.379,99
Fremdwährungseffekt auf den flüssigen Mitteln 0,00 0,00
Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode 688.813,59 70.241,98

c) Ertragslage

Aufgrund der Übertragung der Warenwirtschaft zum Ende des Geschäftsjahres 2024 stieg der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um rd. 38,22%, da diese jedoch zu Selbstkosten erfolgte, blieb das Rohergebnis mit rd. 11.181 TEUR relativ stabil zum Vorjahr (11.176 TEUR). Das führt jedoch zu einem deutlichen Rückgang der Rohergebnismarge auf 48,09% (Vorjahr 66,44%). Das Betriebsergebnis hat sich absolut im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Das ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden konnten (4.137 TEUR im Vergleich zu 4.579 TEUR im Vorjahr), wobei dies unter anderem auf geringere Werbekosten und Fremdleistungen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund geringerer Forschungszulagen gesunken.

in EUR 31.12.2024 31.12.2023
+ Umsatzerlöse 23.250.563,99 16.821.838,74
+ sonstigen betrieblichen Erträge 500.738,92 823.865,76
- Materialaufwand -12.570.512,31 -6.469.844,79
Rohergebnis 11.180.790,60 11.175.859,71
Rohergebnis in % zum Umsatz 48,09% 66,44%
in EUR 31.12.2024 31.12.2023
+ Umsatzerlöse 23.250.563,99 16.821.838,74
+ sonstigen betrieblichen Erträge 500.738,92 823.865,76
- Materialaufwand -12.570.512,31 -6.469.844,79
- Personalaufwand -3.704.720,69 -3.630.921,72
- Abschreibungen -779.429,32 -837.151,43
- sonstiger betrieblicher Aufwand -4.136.834,32 -4.578.754,60
Betriebsergebnis 2.559.806,27 2.129.031,96
Betriebsergebnis in % zum Umsatz 11,01% 12,66%

Durch den Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten die Zinsaufwendungen reduziert und das Finanzergebnis (rd. -177 TEUR) dadurch im Vergleich zum Vorjahr (rd. -345 TEUR) verbessert werden. Der Effekt aus der Übertragung der Warenwirtschaft führt auch dazu, dass die Kennzahl ROS (Verhältnis EBITDA zu Umsatzerlösen) im Vergleich zum Vorjahr sinkt, obwohl das EBITDA gestiegen ist. Der Anstieg des EBITDAs resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Betriebsergebnisses und der Verbesserung des Finanzergebnisses.

in EUR 31.12.2024 31.12.2023
Jahresüberschuss 1.853.521,00 1.334.946,00
+ Einkommens- und Ertragssteuern 524.129,11 442.839,61
Ergebnis vor Steuern 2.377.650,11 1.777.785,61
+ Zinsaufwand 178.080,53 345.196,15
- Zinsen und ähnliche Erträge -708,37 -45,77
- Erträge aus Beteiligungen -15,00 -15,00
+ Abschreibungen 779.429,32 837.151,43
EBITDA 3.334.436,59 2.960.072,42
Umsatzerlöse 23.250.563,99 16.821.838,74
Return on Sales (ROS) 14,3% 17,6%

Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 als zufriedenstellend ein. Trotz schwierigem Marktumfeld konnte die Gesellschaft ein positives Ergebnis erwirtschaften. Die Übernahme der Warenwirtschaft erfolgte plangemäß, die Integration in die Boards & More-Gruppe mittlerweile nahezu abgeschlossen.

C. Prognosebericht

Aufgrund der Stabilität der Nachfrage nach E-Bikes und dem generellen Interesse an umweltfreundlichen Transportlösungen wir ein moderates Umsatzwachstum im Fahrradmarkt erwartet. Der Anteil der E-Bikes wird voraussichtlich weiterhin steigen, da Verbraucher zunehmend auf elektrische Lösungen umsteigen. Ein bedeutender Bereich innerhalb des Marktes wird das Fahrradzubehör sein. Der Umsatz in diesem Segment wird durch die anhaltende Nutzung und Wartung der Fahrräder und E-bikes, angetrieben. Jährliche Wachstumsraten sind somit zu erwarten.

Seit seiner Gründung hat sich SQlab als führender Anbieter im Bereich der Fahrradergonomie etabliert. Immer mehr Menschen erkennen die Bedeutung von ergonomischen Lösungen für mehr Komfort und Leistung auf dem Fahrrad. Das umfassende Sortiment an Produkten deckt alle Kontaktstellen zwischen Fahrer und Fahrrad ab und ermöglicht eine individuelle Anpassung für jeden Fahrer durch eigens entwickelte Vermessungskonzepte. Diese ganzheitliche Herangehensweise an die Fahrradergonomie hat dazu beigetragen, dass das SQlab sich als führende Marke in diesem Bereich etabliert hat und durch kontinuierliche Verbesserung seiner Leistungen die Marktstandards übertrifft.

Motivierte und gut geschulte Händler und Verkäufer sind die Basis für eine stabile Zukunft. Die SQlab Ergonomie-Seminare sind seit 2005 fester Bestandteil und ein Teil des SQlab Vertriebskonzepts. Auch in diesem Jahr waren die Seminare wieder ein voller Erfolg und fanden mit ca. 820 Teilnehmer in der ersten Jahreshälfte 2024 statt. Gut geschulte Händler sind von großer Bedeutung, um Kunden kompetent zu beraten und langfristige Kundenbindung aufzubauen, was wiederum zur Stärkung der Marke und des Unternehmens beiträgt.

Die Produktentwicklung wurde weiterhin stetig verstärkt und ausgebaut, Neuheiten und Innovationen daraus wurden und werden im Laufe 2024 und 2025 vorgestellt und eingeführt.

Durch die Mitzugehörigkeit zur Boards & More-Gruppe seit 2021 ist SQlab nun in der Lage das bestehende internationale Vertriebssystem und die Logistik des Konzerns zu nutzen. Bereits in 2023 wurden erste Schritte gesetzt, um Synergien in der Gruppe zu nutzen. Durch das internationale Vertriebsnetz des Konzerns können dadurch SQlab-Artikel in Ländern abgesetzt werden, die vor der Einbindung in die Gruppe nicht möglich waren.

Das Know-How, die gesamte Forschung und Entwicklung sowie das Marketing für die Marke SQlab - somit das Herzstück der SQlab - verbleibt weiterhin bei der Gesellschaft, wie auch der Vertrieb für Deutschland. Dies ist der Grundstein für die weiterhin positive Entwicklung der Marke.

Durch die Übertragung der Warenwirtschaft an die Schwestergesellschaft B&M AT wird die Gesellschaft kaum mehr Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren erzielen. Damit einhergehend werden aber auch wesentliche Kosten nicht mehr anfallen bzw. ebenfalls zum Schwesterunternehmen wandern. Der Vertrieb, das Marketing und die gesamte Forschung und Entwicklung wird weiterhin von der Gesellschaft betrieben werden. Zwischen der Gesellschaft und B&M AT sind Lizenz-, Provisions- und Kooperationsverträge abgeschlossen und in Kraft, die so ausgestaltet sind, dass die Gesellschaft nicht schlechter gestellt wird, als in einer Stand-alone-Betrachtung. Dementsprechend werden die erwarteten bei der Gesellschaft verbleibenden Kosten kompensiert.

Für das Jahr 2025 wird damit gerechnet, dass die Gruppe externe Umsatzerlöse mit SQlab-Artikel in Höhe von rd. 18 bis 19 MEUR machen wird; das ist ein geringfügiger Anstieg im Vergleich zu 2024. Für die Gesellschaft kann daher von einem EBITDA für 2025 in Höhe von rd. 2,0 bis 2,2 MEUR ausgegangen werden.

D. Risiko- und Chancenbericht

1. Beurteilung der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung:

Im November 2021 hat SQlab begonnen nach mehrjähriger Entwicklungszeit Sättel aus deutscher / europäischer Produktion auszuliefern. Die Abhängigkeit aus Asien, vom Dollarkurs und langen Containerlaufzeiten wird dadurch Schritt für Schritt verringert. Innovationen können dadurch auch schneller umgesetzt werden und der CO2 Ausstoß wird zusätzlich reduziert.

Auch in 2024 bieten die selbstentwickelten Apps einen signifikanten Nutzen, sie unterstützen den Fachhandel dabei, die Ergonomie-Beratung zu verbessern und die digitalen Verkaufsmöglichkeiten effektiv zu nutzen. Die eLearning-App ermöglicht es dem Fachhandel, wichtige Fachkenntnisse zu erlangen, um Probleme der Kunden zu identifizieren, die während des Radfahrens entstehen und passende Lösungen anzubieten. Die Profiler-App hilft bei der Vermessung von Sitzknochen, Griffweite und Fußtyp und berechnet daraus die optimalen Produkte entsprechend der individuellen Fahrgewohnheiten der Kunden. Diese Apps werden kontinuierlich weiterentwickelt, um den Fachhandel auch in Zukunft bestmöglich zu unterstützen.

Die Optimierung und Intensivierung der Synergieeffekte innerhalb des Konzerns stehen im Mittelpunkt der aktuellen Unternehmensstrategie. Durch die verstärkte Zusammenarbeit und Integration verschiedener Unternehmensbereiche sollen Effizienzsteigerungen erzielt, Ressourcen optimal genutzt und Innovationen vorangetrieben werden. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass die Synergieeffekte nicht nur kurzfristig wirken, sondern langfristig zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens beitragen. Mit gezielten Maßnahmen und einem ganzheitlichen Ansatz strebt das Unternehmen eine weitere Steigerung der Synergieeffekte an, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und langfristige Wachstumsziele zu erreichen.

Das Lieferantenrisiko wurde durch die Übertragung der Warenwirtschaft an die Schwestergesellschaft adressiert. Dennoch setzt der Erfolg der Marke SQlab und somit auch der Gesellschaft eine funktionierende Lieferkette voraus.

Ein hohes Risiko für innovative Firmen generell ist die laxe Patenterteilungsstrategie des europäischen Patentamts. Dadurch drohen Patentstreitigkeiten aus erteilten Patenten, die nie hätten erteilt werden dürfen. Bis zum Zeitpunkt dieses Lageberichts waren keine Patentstreitigkeiten anhängig. Dementsprechend ist dieses Risiko als mittleres Risiko einzustufen.

Ein leichter Rückgang des Fahrradmarktes insgesamt ist auch für 2025 zu erwarten, nachdem die Branche in den vergangenen zwei Jahren mit Herausforderungen wie Inflation und geopolitischen Spannungen konfrontiert war. Dennoch wir erwartet, dass die Nachfrage im Zubehörmarkt, insbesondere für Sättel, Griffe, Lenker, aufgrund ihrer nachgelagerten Position zum Radverkauf, relativ resistent gegenüber Marktabschwüngen bleibt. Dadurch verteilt sich das Risiko, und es wird als insgesamt gering eingeschätzt.

Der Ukraine Krieg hat keine Auswirkungen auf die Produktion, es kommen keine Produkte und Vorprodukte aus Russland oder der Ukraine. Die steigenden Energiepreise führen zu moderaten Preiserhöhungen der Produkte aus europäischer Produktion.

Das Risiko von Forderungsausfällen wurde im Rahmen der Übertragung der Warenwirtschaft an das Schwesterunternehmen mit übergeben. Daher wird davon ausgegangen, dass in Zukunft kein Risiko mehr für Forderungsausfälle besteht.

Die Boards & More Gruppe ist gemäß Kreditvertrag verpflichtet quartalsweise Kennzahlen (Covenants) einzuhalten. Diese werden zum 31.12.2024 nicht eingehalten. Die Covenant-Verfehlung wurde im März 2025 durch einen Kapitalzuschuss der Eigentümer in Höhe von rd. MEUR 9,0 in die Gruppe geheilt. Durch eine negative Entwicklung der Branche oder der verzögerten Realisation von (Neuprodukt-)Umsätzen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Unternehmensplanung nicht erreicht und die Covenants wieder nicht eingehalten werden. Im Falle einer solchen weiteren Abweichung haben sich die Eigentümer der Gruppe gegenüber den finanzierenden Banken bis Ende 2025 befristet verpflichtet, der Gruppenmuttergesellschaft weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen. Zudem bestehen darüber hinaus Finanzierungsmöglichkeiten durch die Gesellschafterin.

Die Liquidität der Gesellschaft - und der Gruppe - ist somit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu keiner Zeit gefährdet. Am Fortbestand des Konzerns und der Gesellschaft wird nicht gezweifelt.

2. Bericht über das Risikomanagement:

Dem Risikomanagement wird im Absatzbereich durch eine gezielte Auswertung und Analyse der Umsatzerlöse (z. Bsp. Artikelstatistik usw.), in der Gesellschaft als auch in der Gruppe, Rechnung getragen.

Durch die Übertragung der Warenwirtschaft an das Schwesterunternehmen ist das Wechselkursrisiko als gering einzustufen.

Die geschäftsinternen Abläufe werden ständig den notwendigen Erfordernissen angepasst. Durch die Geschäftsleitung werden hier turnusmäßige zusätzliche Analysen als Controlling-Maßnahmen durchgeführt.

Es bestehen keinerlei langfristige Verbindlichkeiten und werden in absehbarer Zeit auch nicht benötigt werden.

 

Oberhaching, 8. Mai 2025

gez. Till Eberle, Geschäftsführer

gez. Gregor König, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 903.582,97 1.570.430,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 130.857,97 360.597,97
II. Sachanlagen 771.475,00 1.208.582,80
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 771.475,00 1.110.866,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 97.716,80
III. Finanzanlagen 1.250,00 1.250,00
1. Beteiligungen 250,00 250,00
2. Sonstige Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
B. Umlaufvermögen 9.305.427,45 11.166.988,26
I. Vorräte 509,38 9.443.054,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.616.104,48 1.653.691,71
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.886.087,45 426.603,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.730.017,03 1.227.087,96
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 688.813,59 70.241,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.513,66 97.631,25
Summe Aktiva 10.239.524,08 12.835.050,28

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 9.073.931,00 7.220.410,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 9.048.931,00 7.195.410,00
davon Gewinnvortrag 7.195.410,00 5.860.464,00
B. Rückstellungen 345.170,00 396.200,00
C. Verbindlichkeiten 820.423,08 5.218.440,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 4.365.470,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 4.365.470,43
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.611,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.611,25
3. sonstige Verbindlichkeiten 815.811,83 852.969,85
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 815.811,83 852.969,85
Summe Passiva 10.239.524,08 12.835.050,28

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 11.180.790,60 11.175.859,71
2. Personalaufwand 3.704.720,69 3.630.921,72
a) Löhne und Gehälter 3.077.870,54 3.011.352,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 626.850,15 619.569,46
davon für Altersversorgung 39.955,16 39.864,26
3. Abschreibungen 779.429,32 837.151,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 779.429,32 837.151,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.136.834,32 4.578.754,60
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4,18 2.695,06
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15,00 15,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 708,37 45,77
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 178.080,53 345.196,15
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.700,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 524.129,11 442.839,61
9. Ergebnis nach Steuern 1.858.320,00 1.341.056,97
10. sonstige Steuern 4.799,00 6.110,97
11. Jahresüberschuss 1.853.521,00 1.334.946,00
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.195.410,00 5.860.464,00
13. Bilanzgewinn 9.048.931,00 7.195.410,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SQlab GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Oberhaching
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 147149

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewandt. Lediglich bei der Bilanzierung der Forderungen zu Forschungszulagen wird ab dem Geschäftsjahr 2024 ein Sicherheitsabschlag von 20% berücksichtigt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (1 bis 23 Jahre) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden, soweit erforderlich, durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden auf Basis von Insolvenzanträgen oder anwaltlichen Schreiben durchgeführt, daneben wird eine auf den Erfahrungen der Vergangenheit beruhende Pauschalwertberichtigung auf Forderungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet und zum Nennwert angesetzt.

Aktive latente Steuern wurden entsprechend dem Wahlrecht nicht in Ansatz gebracht.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die voraussichtlichen Kostensteigerungen bis zum jeweiligen Erfüllungstag berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte eine Abzinsung nach § 253 Ab. 2 Satz 1 HGB. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank zum Bilanzstichtag bewertet. Bei den Forderungen wurde dabei das Niederstwert-Prinzip beachtet, bei den Verbindlichkeiten das Höchstwert-Prinzip.

Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz werden nicht erwartet, da die Konzernumsatzgrenze von 750 Mio. EUR nicht überschritten wird.

Die Boards & More Gruppe ist gemäß Kreditvertrag verpflichtet quartalsweise Kennzahlen (Covenants) einzuhalten. Diese werden zum 31.12.2024 nicht eingehalten. Die Covenant-Verfehlung wurde im März 2025 durch einen Kapitalzuschuss der Eigentümer in Höhe von rd. MEUR 9,0 in die Gruppe geheilt. Durch eine negative Entwicklung der Branche oder der verzögerten Realisation von (Neuprodukt-)Umsätzen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Unternehmensplanung nicht erreicht und die Covenants wieder nicht eingehalten werden. Im Falle einer solchen weiteren Abweichung haben sich die Eigentümer der Gruppe gegenüber den finanzierenden Banken bis Ende 2025 befristet verpflichtet, der Gruppenmuttergesellschaft weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen. Zudem bestehen darüber hinaus Finanzierungsmöglichkeiten durch die Gesellschafterin.

Die Liquidität der Gesellschaft - und der Gruppe - ist somit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu keiner Zeit gefährdet. Am Fortbestand des Konzerns und der Gesellschaft wird nicht gezweifelt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. Lediglich bei der Bilanzierung der Forderungen zu Forschungszulagen wird ab dem Geschäftsjahr 2024 ein Sicherheitsabschlag von 20% berücksichtigt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag 6.886.087,45 EUR (Vorjahr: 427 TEUR). Diese stammen zur Gänze aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Stichtag, wie auch im Vorjahr, nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen insgesamt 1.357.144,37 EUR (Vorjahr: 1.654 TEUR), welche, wie auch im Vorjahr, zur Gänze eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aufweisen.

Angaben und Erläuterungen zum Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt - wie im Vorjahr - 25.000,00 EUR und ist voll eingezahlt.

Ausschüttungen erfolgten im Geschäftsjahr 2024 nicht.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind unter anderem gebildet für Urlaubslohn 161.100,00 EUR (Vorjahr: 197 TEUR), Garantieverpflichtungen 0,00 EUR (Vorjahr: 16 TEUR), ausstehende Eingangsrechnungen 62.600,00 EUR (Vorjahr: 100 TEUR), Archivierungsverpflichtungen 0,00 EUR (Vorjahr: 31 TEUR) und Kosten der Jahresabschlusserstellung, die Erstellung von Steuererklärungen und Kosten der Jahresabschlussprüfung 61.400,00 EUR (Vorjahr: 53 TEUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern

Zum Stichtag bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.611,25 EUR (Vorjahr: 0 TEUR). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Stichtag, wie auch im Vorjahr, nicht.

Haftungsverhältnisse

Aufgliederung der Haftungsverhältnisse:

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
Garantie für Kredit 84.765.667,56 96.000.000,00

Beitritt als Kreditnehmer und Garantiegeber für den Kredit in Höhe von maximal 84.766 TEUR (davon aushaftend per 31.12.2024: 82.730 TEUR) der Konzerngesellschaften

1. - Elements Holding GmbH, Oberhaching (Deutschland),

2. - Aquatics Holding GmbH, Oberhaching (Deutschland),

3. - Boards & More Holding GmbH, Oberhaching (Deutschland),

4. - Boards & More GmbH, Molln (Österreich),

5. - Beachfront Retail GmbH, Taufkirchen (Deutschland),

6. - Boards & More GmbH, Oberhaching (Deutschland) und

7. - Boards & More Beteiligungs GmbH, Molln (Österreich).

Der zur Verfügung stehende Betrag setzt sich aus langfristigen Darlehen in Summe in Höhe von 74.766 TEUR sowie einer Betriebsmittellinie in Summe in Höhe von 10.000.000 EUR zusammen. Vom gesamten Betrag wurden 0 TEUR (Vorjahr: 4.365 TEUR) direkt der Gesellschaft zugezählt - die übrigen 84.766 TEUR (Vorjahr: 91.634TEUR) wurden den oben genannten Konzerngesellschaften zugezählt.

Für die Garantieübernahme sind folgende Sicherheiten bestellt:

1. - Verpfändung der Guthaben bei Kreditinstituten in Deutschland, welche zum Stichtag 31.12.2024 mit 685 TEUR (Vorjahr: 68 TEUR) in der Bilanz ausgewiesen sind, zu Gunsten von Berenberg Bank

2. - Globalzession sämtlicher Forderungen innerhalb und außerhalb des VerbundbereiDie Geschäftsführung geht aufgrund der gesicherten Konzernfinanzierung von einem sehr geringen Risiko der Inanspruchnahme aus, sodass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 418.888,44 EUR (Vorjahr: 425 TEUR) und resultieren aus Miet- und Leasingverträgen. Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen zum Stichtag, wie auch im Vorjahr, nicht.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 75.093,58 EUR (Vorjahr: 31 TEUR), periodenfremde Erträge aus Forschungszulage in Höhe von 0 EUR (Vorjahr: 363 TEUR), sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von 16.991,01 EUR (Vorjahr: 9 TEUR) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 31.844,67 EUR (Vorjahr: 48 TEUR) enthalten.

Erläuterungen über die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

(Werte
in EUR)
31.12.2024 31.12.2023
Raumkosten -237.210,81 -214.842,11
Versicherungen, Beiträge und Abgaben -56.465,19 -50.117,67
Reparaturen und Instandhaltungen -160.679,44 -124.425,91
Fahrzeugkosten -223.995,88 -207.783,88
Werbe- und Reisekosten -1.561.466,44 -1.784.770,15
Kosten der Warenabgabe -561.544,67 -618.475,38
Verschiedene betriebliche Kosten -1.141.529,23 -1.396.846,54
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -17.612,00 -664,00
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen -39.804,57 -27.584,62
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
(realisierung und unrealisiert) -92.181,42 -103.719,49
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -44.344,67 -49.524,85
Summe sonstige betrieblichen Aufwendungen -4.136.834,32 -4.578.754,60

Bei den verschiedenen betrieblichen Kosten wurde den Aufwendungen für Weiterbelastungen an die Boards & More-Gruppe für Marketing- und Produktentwicklungstätigkeiten in Höhe von 164.243,10 EUR (Vorjahr: 168 TEUR) mit den Erträgen aus diesen Weiterbelastungen in Höhe von 164.243,10 EUR (Vorjahr: 168 TEUR) gegengerechnet. Der ergebniswirksame Effekt aus dem Cost-plus-Verfahren wird in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Neben dem Cost-plus-Verfahren gibt es auch andere Verrechnungspreismodelle, zum Beispiel für Lizenzen. In Summe belaufen sich die Erträge aus diesen Konzernverrechnungen auf 286.000,00 EUR für das Geschäftsjahr (Vorjahr: 417 TEUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2024 2023
Arbeiter 2,00 2,00
Angestellte 51,00 51,00
Aushilfen 14,00 28,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 67,00 (VJ 81,00)

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Tobias Hild ausgeübter Beruf: Kaufmann / Geschäftsführer bis 31.12.2024

Till Eberle ausgeübter Beruf: Kaufmann / Geschäftsführer

Gregor König ausgeübter Beruf: Kaufmann / Geschäftsführer ab 31.12.2024

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel nach § 286 (4) HGB Gebrauch.

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Sämtliche Anteile an der Gesellschaft werden von der Boards & More GmbH mit dem Sitz in Oberhaching gehalten.

Konzernzugehörigkeit

Den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die EMERAM B&M Continuation Fund GmbH & Co. KG Vermögensverwaltung mit Sitz in München auf. Der Konzernabschluss wird in München veröffentlicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Rückwirkung auf den aufgestellten Jahresabschluss. Auf die Erläuterungen zum Covenant-Breach und dem im März 2025 erfolgten Kapitalzuschuss in die Boards & More-Gruppe durch die Eigentümer wird auf die Erläuterungen auf Seite 2 verwiesen. Mit der Übernahme der Warenwirtschaft durch die Schwestergesellschaft B&M AT werden die eigenen Umsätze der Gesellschaft ab dem 1.1.2025 entfallen. Stattdessen wir die Gesellschaft aus den bestehenden Lizenz-, Vertriebs- und Kooperationsvereinbarungen mit der B&M AT Vergütungen erhalten. Dadurch wird sichergestellt, dass die Gesellschaft nicht schlechter gestellt wird.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.853.521,00 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 9.048.931,00 EUR, der zu verwenden ist. Dieser Bilanzgewinn soll zur Gänze auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Oberhaching, 8. Mai 2025

gez. Till Eberle, Geschäftsführer

gez. Gregor König, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SQlab GmbH, Oberhaching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SQlab GmbH, Oberhaching, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SQlab GmbH, Oberhaching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 9. Mai 2025

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hager, Wirtschaftsprüfer

gez. Stauber, Wirtschaftsprüfer

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