Master Data

Registry
Register court Coesfeld HRB 18785
Previous
Blitz H19-659 GmbH
Registered
6/6/2019
Industry
Other information technology and computer service activitiesComputer consultancy activitiesManagement activities of other holding companies
Purpose
Der Erwerb, das Halten und Verwalten (einschließlich der Erbringung von Serviceleistungen) sowie die Veräußerung von direkten und indirekten Beteiligungen an Unternehmen, die im Bereich der Informationstechnologie tätig sind.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Kai Günther Wedel
since 5/28/2026
Managing Director
Felix Lennart Kusch
since 4/2/2026
Managing Director
Sven Erik Dr. Fürth
since 5/5/2025
Managing Director

Holdings

NameOwnership
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ITS Clean GmbH

Borken

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Konzerns

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die netgo group ist ein schnell wachsendes IT-Unternehmen, das Kunden bei der Transformation ihrer digitalen Geschäftsprozesse durch die Bereitstellung und Implementierung sowie den Betrieb modernster Hardware und Software unterstützt. Netgo bietet mit seinen lokalen Standorten sowie seiner Kompetenz für Rechenzentrumsbetrieb und Cloud Services einerseits die regionale Nähe eines Fullservice-IT-Dienstleisters für den deutschen Mittelstand und andererseits die notwendige Professionalität und Leistungsfähigkeit für Großunternehmen und Behörden.

Konzernobergesellschaft ist die ITS Clean GmbH, die sämtliche Anteile an der netgo group GmbH hält. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Borken. Die netgo group GmbH hat ihren Sitz in Berlin.

Die netgo group GmbH ist die operative Management-Holding der netgo group und beschäftigt neben dem Group-Management die gruppenweit wirkenden Zentralbereiche (Shared Services) z.B. für Finanzbuchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Marketing, Recht, Treasury, M&A, PMI, IMS, Controlling, operativen Einkauf oder die Verwaltung von Fuhrpark und Immobilien. Die netgo group GmbH hält direkt oder indirekt die Anteile an den am Markt tätigen Unternehmen der netgo group und setzt die Unternehmenskäufe im Rahmen einer definierten Buy-and-Build-Strategie um. Ihr kommt somit auch die zentrale Finanzierungsfunktion der netgo group zu. Größte Einzelgesellschaft des Konzerns im Berichtszeitraum ist die netgo Ost GmbH mit Sitz in Berlin. Durch die Übernahme der nitsche-Gruppe und der Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG und der damit verbundenen gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen hat die netgo group einen weiteren Schritt im Rahmen der Wachstumsstrategie gemacht. Die netgo tax hat hiermit ihre Stellung am Markt weiter ausgebaut und stellt deutschlandweit den größten DATEV IT-Spezialisten dar. Die gesellschaftsrechtliche Umsetzung des Regionenkonzepts wurde im Berichtsjahr stark forciert und umgesetzt, wodurch die netgo Gruppe jetzt in regionalen Entitys agiert.

Das Group-Management kontrolliert und steuert aktiv die Unternehmen der Gruppe. Teilweise sind die Geschäftsführer der netgo group GmbH auch als Geschäftsführer bei weiteren Unternehmen der netgo group bestellt.

Die zuvor nicht aktiv tätige ITS Clean GmbH und netgo group GmbH wurden 2019 von den Gründern der netgo GmbH, Borken und einem Fond von Waterland Private Equity erworben, um diese als Akquisitions- und Management-Holding im Rahmen einer Buy-and-Build-Strategie zu etablieren.

Leistungen und Absatzmärkte

Die netgo group unterscheidet fünf Leistungssegmente mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen:

Services

IT-Commerce

Managed Services

Cloud Solutions

netgo Software

Im Segment Services wird Beratung für die Auswahl, Einführung und den gesetzes- und normenkonformen Einsatz von IT-Systemen und -Anwendungen angeboten. Die Abrechnung erfolgt zumeist zeitaufwandsbezogen.

Im Segment IT-Commerce werden alle Leistungen rund um die Spezifizierung von IT-Systemen, deren Beschaffung und Verkauf (Handel), Konfiguration und Betriebssicherung zusammengefasst. Ein großer Anteil des Umsatzes dieses Segments wird durch den Handel von Hard- und Software für Kundenprojekte sowie Arbeitsplatzrechnern (zusammen mit entsprechender Software, Bereich Modern Workplace) erzielt. Strategisch bedeutsam sind die kundenindividuelle Konfiguration, die Einbringung vor Ort beim Kunden und die Rahmenverträge für das Monitoring und Problembehebung der installierten Basis. Hierfür werden überregional Service und Help-Desks betrieben, die zusammen mit den Technik-Teams den Kunden beim reibungslosen Betrieb der IT-Systeme unterstützen.

Die Segmente Managed Services und Cloud Solutions bündeln die Aktivitäten der Bereitstellung von Hardware- und Softwarekapazitäten zur Nutzung durch den Kunden. Dabei kommen sowohl netgo-eigene Systeme zum Einsatz (Managed Services) als auch Systeme von großen Anbietern in der Cloud (Cloud Solutions) zum Einsatz, deren Management eine hohe Expertise benötigt. In beiden Fällen werden die Kunden, anders als im Segment IT-Commerce, nicht Eigentümer der IT-Systeme, sondern Nutzer. Für die Nutzung werden pauschale und verbrauchsabhängige Entgelte berechnet.

Im Segment netgo Software werden die eigenen Softwarelösungen der netgo group zusammengefasst. Die Softwarelösungen werden sowohl als Lizenz mit Wartungsvertrag als auch mit Software as a Service-Modellen verkauft.

Die Segmente Managed Services, Cloud Solutions sowie netgo Software haben einen hohen Anteil an wiederkehrenden Erlösen aus Dauerschuldverhältnissen. Die weitere Steigerung des Anteils an wiederkehrenden Erlösen ist ein wichtiger Teil der Strategie der netgo group.

Netgo verfolgt keinen besonderen Branchenfokus, sondern bedient aufgrund seiner Erfahrungen Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen. Über die Jahre haben sich jedoch besondere Kenntnisse in einzelnen Branchen entwickelt. So gibt es z.B. sehr ausgeprägtes Know-how für die hohen fachlichen Anforderungen bzgl. der Dokumentation und der Prozesse in den Bereichen Pharma und Kliniken, aber auch in einer Reihe anderer Branchen.

Im Berichtszeitraum ist der bei weitem größte Umsatzanteil mit Kunden aus Deutschland erzielt worden.

Forschung und Entwicklung

Die netgo group erzielt den überwiegenden Anteil der Umsätze mit Hard- und Software von Drittanbietern sowie Dienstleistungen. Eine dedizierte Forschungseinrichtung ist in keinem Unternehmen des Konzerns eingerichtet.

Entwicklungskosten wurden für selbst erstellte Software aktiviert. Der Schwerpunkt der Softwareentwicklung liegt neben der vollumfänglichen Einführung der neuen Lösungen für öffentliche Bereiche, Banken und spezielle Produkte für Industriekunden in der Entwicklung neuer digitaler Plattformen, die flexibel in allen Industriebereichen eingesetzt werden können. Die F&E Arbeiten konzentrieren sich im Bereich SW-Entwicklung auf die Optimierung und Verbesserung der Applikationen im praktischen Betrieb sowie auch die Entwicklung neuer Anwendungen, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. Die netgo group hat im Geschäftsjahr 2023 mehr als EUR 3m (Vorjahr: EUR 2m) in die Entwicklung neuer Produkte investiert, wobei keine F&E Mittel von Land, Bund und EU auf Grund der wirtschaftlichen Größe beantragt und genutzt wurden.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Gesamtmarkt des ITK-Sektors ist 2023 im für die netgo group relevanten Markt Informationstechnik in Deutschland laut Erhebungen des Branchenverbands bitkom um 2,6 % auf EUR 143,4 Milliarden gewachsen (Vorjahr: EUR 139,8 Milliarden mit einem Wachstum von 5,5 %). Der Anstieg ist insbesondere auf den Bereich Software zurückzuführen, der deutliche Zuwächse von 12,1 % (Vorjahr: 9,4 %) aufweist. Der Anstieg im IT-Services Bereich liegt mit einem Zuwachs von 5,0 % (Vorjahr: 5,5 %) über der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, während der Rückgang im IT-Hardware Bereich mit - 6,1 % (Vorjahr: Zuwachs um 1,7 %) darunter liegt. Damit konnte die IT-Branche insgesamt im Berichtszeitraum erneut deutlich besser abschneiden als die Gesamtwirtschaft. 1

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt BIP ist 2023 laut BMWK um 0,3 % 2 gesunken (Vorjahr: um 1,8 % gewachsen), für 2024 wird jedoch wieder ein Anstieg von 0,3 % erwartet. Die Tochtergesellschaften der netgo group GmbH agierten im Berichtszeitraum somit weiterhin in einem relativ stabilem Wirtschaftssegment. In 2023 belastete insbesondere der Ukraine-Krieg die wirtschaftliche Entwicklung. In der Frühjahrsprojektion 2024 geht die Bundesregierung von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,3 % für 2024 aus. 3 Der Krieg in der Ukraine birgt nach wie vor substanzielle Risiken für die deutsche Wirtschaft, die aktuell nicht verlässlich beziffert werden können.

In der Informationstechnik erwartet bitkom für 2024 einen Umsatz im deutschen IT-Markt von EUR 151,5 Milliarden - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 %. Am stärksten zulegen sollen die Umsätze mit Software (+9,4 %, EUR 45,5 Milliarden). Dabei sollen die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software überdurchschnittlich, und zwar um 12,3 % auf EUR 12,2 Milliarden wachsen. Hier spiegelt sich auch der aktuelle Boom bei Künstlicher Intelligenz wider. Das Hardware-Segment soll um 4,6 Prozent wachsen, getrieben unter anderem durch steigende Ausgaben für Infrastructure-as-Service (243,5 %, EUR 5,8 Milliarden), Workstations (17,8 %, EUR 1,0 Milliarden) sowie Wearables (+15,3 %, EUR 2,9 Milliarden). Das Geschäft mit PCs soll sich erholen und um 4,2 % auf EUR 7,9 Milliarden Euro zulegen. Unterhalb der Nulllinie sollen sich jedoch dagegen die Umsätze mit Sicherheitstechnologien bewegen, die nach mehreren starken Wachstumsjahren um 1,5 % auf 1,1 Milliarden Euro sinken dürften. Die Umsätze mit IT-Services sollen um 4,8 Prozent auf EUR 51,7 Milliarden steigen und damit in etwa die Wachstumsraten der Vorjahre erreichen. Treiber für IT- Dienstleistungen sind insbesondere Dienstleistungen mit Cloud-Bezug. Das Projektgeschäft ist zumeist langfristig angelegt und weniger stark von Konjunkturschwankungen beeinflusst. Das Geschäftsklima in der ITK-Branche ist auch für das Geschäftsjahr 2024 positiv. 4

1 bitkom, ITK-Marktzahlen vom Juni 2024
2 BMWK, Frühjahrsprognose vom 24. April 2024
3 BMWK, Frühjahrsprognose vom 24. April 2024
4 bitkom, Presseinformation vom 10. Januar 2024

Insgesamt ist für 2024 eine minimale Erhöhung der Gesamtkonjunktur und eine deutlich dynamischere Entwicklung in der IT-Branche zu verzeichnen. Für 2024 wird von einem sehr geringen Wachstum des BIP in Deutschland ausgegangen, für die IT-Branche wird jedoch eine deutlich positivere Entwicklung erwartet, wobei die Entwicklung von dem Krieg in der Ukraine stark abhängig sein wird.

Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis des Konzerns

Die Gesamtleistung des Konzerns stieg 2023 auf EUR 388,1m (Vorjahr: EUR 374,3m). Der Geschäftsverlauf war geprägt von der Umsetzung des Regionenkonzepts, dem Erwerb und der Integration der nitsche-Gruppe und der Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG sowie der Einführung des gruppenweiten ERP-Systems (SAP S/4 Hana) und Ticketing-System. Zudem wurden wir trotz unserer hohen (IT-) Sicherheitsstandards im November 2023 von außen attackiert. Das vorrangige Ziel dieser Attacke war, den Geschäftsbetrieb der netgo zu stören. Eine umfangreiche Analyse bestätigte, dass der Angriff sich nur auf einige wenige ältere Geschäftssysteme beschränkt hat und nur begrenzt Auswirkungen auf unsere internen Abläufe hatte. Die betroffenen Systeme wurden nicht wieder in Betrieb genommen, sondern durch leistungsfähigere Nachfolgesysteme ersetzt. Der gesamte Betrieb läuft seitdem auf einem höheren Sicherheitsstandard.

Die für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Gesamtleistung von ca. EUR 400m und die Rohertragsmarge von ca. 34,7 % konnten wir im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der wirtschaftlichen und unternehmensinternen Rahmenbedingungen nicht erfüllt werden. Das operative EBITDA blieb sowohl hinter den Erwartungen als auch dem Vorjahr.

Zu Einzelheiten der Geschäftsentwicklung im Detail wird auf Punkt III. dieses Konzernlageberichts verwiesen.

3. Lage des Konzerns einschließlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

In der folgenden Bilanzübersicht sind die Posten zum 31. Dezember 2023 nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst:

31.12.2023 31.12.2022
Aktiva EURk EURk
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 100.277 90.964
Sachanlagen 14.427 11.042
Finanzanlagen 445 559
115.149 102.565
Umlaufvermögen
Vorräte 9.725 19.118
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.682 39.789
Sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere 8.772 8.952
Flüssige Mittel 20.729 30.980
87.908 98.839
Rechnungsabgrenzungsposten 2.706 3.087
205.763 204.491
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 72.278 70.833
Konzernbilanzgewinn -38.956 -25.764
33.347 45.094
Fremdkapital
Rückstellungen 9.585 11.497
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88.405 75.988
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.297 2.682
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58.189 56.141
Sonstige Verbindlichkeiten 9.150 8.898
166.626 155.206
Rechnungsabgrenzungsposten 2.052 2.626
Passive latente Steuern 3.738 1.565
205.763 204.491

Die Bilanzsumme hat sich um EUR 1.272k auf EUR 205.763k erhöht. Dabei ist ein Anstieg des Anlagevermögens, um EUR 12.584k auf EUR 115.149k zu verzeichnen. Das Anlagevermögen beträgt somit rd. 56,0 % der Bilanzsumme; im Vorjahr betrug die Anlagenintensität rd. 50.2 %. Ursächlich für den Anstieg des Anlagevermögens ist die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, die zum Stichtag um EUR 9.313k gestiegen sind. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die aktivierten stillen Reserven im Auftragsbestand und Kundenstamm zurückführen, die im Rahmen des Erwerbs der nitsche-Gruppe und der Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG in Höhe von EUR 10.194 aufgedeckt wurden.

Gegenläufiger Effekt ist die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte, welche planmäßig um EUR 7.025k abgeschrieben wurden und sich, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Neuakquisitionen in 2023, insgesamt um EUR 972k verringert haben. Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte EUR 76.613k.

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 10.931k gesunken. Bei den Vorräten ist ein Rückgang, um EUR 9.393k auf EUR 9.725k zu verzeichnen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen optimierten Lagerstand aufgrund der Einführung eines Zentrallagers zurückzuführen. Der Anstieg der Forderungen durch höhere Umsatzvolumen sowie stichtagsbezogene Effekte bedingt.

Das Eigenkapital ist aufgrund des Konzernfehlbetrags um EUR 13.192k gesunken. Gegenläufig haben sich die Kapitalrücklagen durch bare Zuzahlungen um EUR 1.445k erhöht. Insgesamt hat sich die Eigenkapitalquote auf rd. 16,2 % (Vorjahr: 22,1 %) verringert. Folglich hat sich auch der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtvermögen erhöht, was überwiegend auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen ist.

Das Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 11.420k auf EUR 166.626k gestiegen. Davon entfallen EUR 1.912k auf den Rückgang der Rückstellungen und EUR 13.332k auf den Anstieg der Verbindlichkeiten.

Für die Finanzierung der Unternehmenskäufe wurden weitere langfristige, endfällige Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 13.000k (Vorjahr: EUR 6.750k) aufgenommen. Die Darlehenssumme beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 88.000k.

Ertragslage

Zur Beurteilung der Ertragslage des Konzerns wurde aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 eine Darstellung der Erfolgsrechnung des Konzerns zum 31. Dezember 2023 abgeleitet, um eine zukunftsgerichtete Beurteilung der finanziellen Lage des Konzerns zu ermöglichen:

Konzern GJ 2023 Konzern GJ 2022
EURk EURk
Umsatzerlöse 379.479 367.642
Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -14 -281
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.457 2.126
Sonstige betriebliche Erträge 5.182 4.837
Betriebsleistung 388.104 374.323
Materialaufwand -247.802 -247.503
Rohergebnis 140.302 126.821
Personalaufwand -96.258 -84.419
Sonstige betriebliche Aufwendungen -33.565 -28.474
Betriebliche Steuern (ohne Ertragsteuern) -128 -97
Aufwendungen für die Betriebsleistung -129.951 -112.990
EBITDA 10.350 13.830
Abschreibungen -15.664 -13.406
EBIT -5.314 424
Erträge aus Beteiligungen 55 130
Zinsertrag 42 18
Zinsaufwand -9.183 -6.229
Finanzergebnis -9.086 -6.081
EBT -14.400 -5.656
Ertragsteuern 1.208 900
Konzernergebnis -13.192 -4.756

Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung, aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge) beträgt EUR 388.104k und liegt somit EUR 13.781k über dem Vorjahr.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 247.503k auf EUR 247.802k gestiegen. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Betriebsleistung) beträgt 63,8 % und ist somit leicht gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Das Rohergebnis beträgt EUR 140.302 (Vorjahr: EUR 126.820k). Das Rohergebnis konnte somit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 13.482 gesteigert werden. Daraus abgeleitet beträgt das organische Wachstum des Rohergebnisses rd. 3,5 %.

Das Rohergebnis konnte gesteigert werden und auch die Rohmarge mit 36,2 % liegt über dem Niveau des Vorjahres (33,9 %). Dies ist insbesondere auf den höheren Anteil margenschwächerer Umsätze im Vorjahr im Segment IT-Commerce zurückzuführen.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 11.839k auf EUR 96.258k gestiegen. Im Berichtsjahr arbeiteten durchschnittlich 1.281 Mitarbeiter; im Vorjahr waren es noch 1.111 Mitarbeiter. Durch die Unternehmenszukäufe im Jahr 2023 sind rd. 164 Mitarbeiter in die netgo group hinzugekommen. Die Personalaufwandsquote liegt im Berichtsjahr mit 24,8 % leicht über dem Niveau des Vorjahres (22,6%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 33.565k und sind um EUR 5.091k gestiegen. Die größten Einzelpositionen sind Raumkosten (EUR 6.133k) und Fahrzeugkosten (EUR 6.678k).

Das EBITDA liegt mit EUR 10.350k unter dem Vorjahr (EUR 13.380k).

Das Finanzergebnis in Höhe von EUR -9.086k (Vorjahr: -6.081k) ist insbesondere durch Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Unternehmensübernahmen geprägt.

In den Ertragssteuern des Berichtsjahres sind zahlungsunwirksame latente Steuererträge in Höhe von EUR 1.192k (Vorjahr: EUR 136k) enthalten.

Der Konzern-Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beträgt EUR -13.192k (Vorjahr: EUR -4.756k).

Finanzlage

GJ 2023 GJ 2022
EURk EURk
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 7.039 13.275
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -23.662 -17.536
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.369 7.229
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 30.980 25.937
Zahlungswirksame Änderungen des Geschäftsjahres -10.254 2.968
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0 2.075
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.726 30.980
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 20.726 30.980
./. jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -3 0
20.729 30.980

Abweichend zum Vorjahr wurden erworbene liquide Mittel im Cashflow für Investitionstätigkeit saldiert dargestellt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 7.039k stellt sich positiv dar, wird jedoch durch den Konzernfehlbetrag negativ beeinflusst. Der Geschäftsverlauf war geprägt von der Umsetzung des Regionenkonzepts, der Integration der nitsche-Gruppe und der Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG sowie der Einführung des gruppenweiten ERP-Systems (SAP S/4 Hana) und Ticketing-System. Die netgo group konnte im Geschäftsjahr 2023 ihren Zahlungsverpflichtungen vollständig und jederzeit nachkommen.

Die Auszahlungen aus dem Erwerb von Unternehmen in Höhe von EUR 12.175k betreffen den an die Verkäufer entrichteten Kaufpreis zzgl. Nebenkosten der Transaktion und abzgl. erworbener liquider Mittel. Der Erwerb der Gesellschaften durch die netgo group wurde dabei durch Einzahlungen der Gesellschafter in Höhe von EUR 1.445k, der Aufnahme von langfristigen Darlehen über nominal EUR 8.000k sowie Eigenmittel finanziert.

Gesamtaussage

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund der politischen und ökonomischen Entwicklungen im Jahr 2023 insgesamt positiv.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Entlang der strategischen Leitlinien verfolgen wir laufend folgende finanzielle Leistungsindikatoren: die Entwicklung zu Vorperioden und Plan vom Umsatz der vier Leistungssegmente, Rohertrag je Mitarbeiter, Rohmarge, operatives EBITDA, und operative EBITDA-Marge.

Wichtiger nicht-finanzielle Leistungsindikator ist die Mitarbeiterfluktuation.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Risikomanagementsystem

Die finanziellen Leistungsindikatoren unterliegen einer monatlichen Analyse auf Basis vollständiger Monatsabschlüsse aller Gesellschaften und des Konzerns. Hierbei kommen auch Gegenüberstellungen zu Vorperioden und Planwerte zum Einsatz.

Eine Reihe zusätzlicher Indikatoren wie Umsatz und Rohertrag pro Mitarbeiter und Margenentwicklungen im Zeitverlauf werden zusammen mit der Erfolgsrechnung und der Bilanz in einem zentralen Managementsystem des Herstellers LucaNet für jede Konzerngesellschaft sowie den Konzern gehalten.

Wöchentlich wird für alle Unternehmen des Konzerns einheitlich u.a. über Auftragseingang, Forderungen, Liquidität, Warenbestände sowie Einschätzungen zu Großkundensituationen, Vertrieb und Kundenservice berichtet und zentral zusammengeführt, um möglichst kurzfristig sich abzeichnende Risiken zu erkennen.

Operative Chancen und Risiken

Die zunehmende Bedeutung der IT in allen Geschäftsprozessen eines Unternehmens wird zu einem Anstieg der IT-Budgets in den Unternehmen führen. Die Covid-19-Pandemie hat für viele Bereiche der Wirtschaft und der öffentlichen Hand die noch deutlicher gewordene Notwendigkeit der Digitalisierung von Prozessen aufgezeigt, welche grundsätzlich Chancen für den Konzern darstellen. Außerdem erfordert der Einsatz von KI in den meisten Fällen ein Upgrade der Hardware, was ebenfalls zu einer höheren Nachfrage bei netgo führt.

Im Segment IT-Commerce ist die netgo group angewiesen auf die Lieferfähigkeit der Hardware-Hersteller. Die fortschreitende weltweite Digitalisierung führt zu einer hohen Nachfrage nach Chips, die von den Herstellern aufgrund von fehlenden Kapazitäten nicht immer bedient werden können. Dadurch wird die Produktion von Elektrogeräten, darunter auch EDV-Hardware, gehindert und es kommt zu Lieferverzögerungen und -engpässen. Für die operativ tätigen Gesellschaften der netgo group besteht in Folge der Lieferengpässe das Risiko, dass Kundenaufträge nicht zeitnah oder gar nicht abgeschlossen werden können. Die Lieferengpässe sind auch mit gestiegenen Preisen für EDV-Hardware verbunden, die unter Umständen den Kunden nicht weiterbelastet werden können. Der wirtschaftliche Erfolg der Tochterunterunternehmen ist somit von der Verfügbarkeit von EDV-Hardware abhängig. Wir gehen davon aus, dass uns die Lieferengpässe teilweise auch noch das ganze Geschäftsjahr 2024 begleiten werden, sich jedoch im Jahresverlauf verbessern dürften.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung kann sich auch durch den Krieg in der Ukraine verschlechtern. Zusätzlich zu einer weiteren Anspannung bei der Liefersituation könnte hierdurch auch die Nachfrage nach IT-Lösungen und neuer Software zurückgehen und das allgemeine Investitionsverhalten von unseren Kunden negativ beeinflusst werden. Die steigende Inflation kann dazu führen, dass sich die Einkaufspreise für Hardware- und Software Komponenten erhöhen, welche u.U. nicht immer direkt an den Kunden weitergegeben werden können. Außerdem könnten durch die hohe Inflation die Gehälter unserer Mitarbeitenden in 2024 stärker steigen als geplant.

Die Umsetzung der Buy-and-Build-Strategie birgt vielerlei operative Chancen. Die zunehmenden Einkaufsvolumina führen zu besseren Rabatten und Kickback-Zahlungen der Hersteller, was die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Durch Zusammenlegung von Rechenzentren, Service-Desks und Verwaltung können Effizienzsteigerungen erzielt werden und zugleich der Reifegrad erhöht werden. Dies ist kleineren Anbietern am Markt nicht möglich.

Unverändert besteht weiterhin das Risiko, nicht genügend geeignete Mitarbeiter zu finden, um die Wachstumsziele umsetzen zu können. Die netgo group hat bereits einen guten Employer Brand aufgebaut und unterstützt mit vielen Einzelmaßnahmen die Mitarbeiterloyalität. Dem anhaltenden Mangel an erfahrenem Fachpersonal wird durch ein ausgeprägtes Ausbildungs- und Weiterqualifizierungsprogramm begegnet. Über eine besonders hohe Fluktuation ist nicht zu berichten. Jedoch besteht in der aktuellen Zeit besonders die Gefahr, dass Mitarbeiter oder auch ganze Teams von Wettbewerbern abgeworben werden können. Aktuell befinden wir uns in einem Arbeitnehmer-Markt, der dieses Risiko erhöht.

Finanzierungsrisiken

Im Neukundengeschäft kommt überwiegend eine standardisierte Bonitätsbeurteilung zum Einsatz zur Reduzierung des Risikos von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken. Ein Teil der Kundenforderungen ist durch eine Warenkreditversicherung abgesichert.

In den umsatzseitig größten Konzerngesellschaften wurde in 2023 teilweise Factoring eingesetzt. Folglich haben wir das Risiko von Forderungsausfällen weiter reduziert und unserer Möglichkeiten bei der Working-Capital-Steuerung verbessert.

Zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen wurde ein umfassender Kreditvertrag geschlossen. Dieser sieht eine mehrjährige Laufzeit der in Anspruch genommenen Mittel mit endfälliger Tilgung vor. Es sind Covenants vereinbart worden für das Verhältnis von operativem Ergebnis und Nettoverschuldung. Im Falle einer Nicht-Einhaltung der Covenants besteht das Risiko, dass der Kredit gekündigt werden kann und vorzeitig zurückgezahlt werden muss. Das Risiko schätzen wir aktuell als moderat ein.

Sonstige Risiken

Da wir unsere Geschäfte ausschließlich im Euroraum tätigen, unterliegen wir derzeit keinen besonderen Währungsrisiken durch Auslandsgeschäfte.

Steuerliche Risiken werden laufend überwacht und steuerliche Sachverhalte aufgrund ihrer Komplexität zumeist unter Rückgriff auf die Expertise externer Steuerberater aufgearbeitet. Aufgrund von Betriebsprüfungen sowie der sich laufend ändernden Steuergesetzgebung ist es nicht ausgeschlossen, dass daraus negative Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entstehen können.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird im Hinblick auf die Prognosen des BMWK und des Branchenverbands bitkom eine positive Entwicklung des Konzerns erwartet. Für das kommende Geschäftsjahr ist die weitere Einführung des neuen ERP-System (SAP S/4 Hana) geplant, wodurch die Gruppe durch einheitliche Geschäftsprozesse profitieren wird. Daneben soll die Buy-and-Build-Strategie weiterverfolgt werden, um das anorganische Wachstum der netgo group zu beschleunigen.

Durch organisches Wachstum rechnen wir für 2024 mit einer Steigerung der Gesamtleistung von gut 10%, einer Rohertragsmarge von ca. 37 % und einer Steigerung des operativen EBITDA von über 15%.

Wie bereits im Abschnitt "Wirtschaftsbericht" dargestellt, birgt der Krieg in der Ukraine substanzielle Risiken für die deutsche Wirtschaft. Seit Beginn des Krieges sind deutliche Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen festzustellen, die sich negativ auf die Prognose der netgo group für das Geschäftsjahr 2024 auswirken können. Auch die Lieferkettenbeziehungen sind stark beeinträchtigt. Dies betrifft insbesondere die operativ tätigen Unternehmen der netgo group. Die genauen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags-, und Finanzlage lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genau beziffern. Die Auswirkungen hängen u.a. von der Dauer und Intensität des Konflikts in der Ukraine ab.

Mittelfristig wird der Trend der Digitalisierung, der Industrie 4.0 und des Internet of Things (IoT), also des Anschlusses sehr großer Mengen an physikalischen Geräten aller möglichen Geräteklassen an das Internet, zu einer weiteren hohen Nachfrage in der IT-Branche führen. Die Anforderungen der Kunden werden dabei zunehmend komplexer. Der hohe Ausbildungsstand und die Erfahrung unserer Mitarbeiter auch in hochkomplexen IT-Projekten stellen uns schon heute für die Anforderungen der Zukunft hervorragend auf. Unser Konzept des Full-Service-Dienstleisters wird sich weiter positiv auf unseren Serviceumsatz auswirken. Durch das Forcieren von langfristigen Verträgen für Managed Services und Rahmenverträgen sowie Softwarelösungen wird der Anteil wiederkehrender Erlöse im Vergleich zu den Vorjahren steigen.

Ein wichtiger Schlüssel für eine weiterhin positive Umsatzentwicklung ist die Gewinnung neuer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit vielfältigen Angeboten präsentieren wir uns als sehr attraktiver Arbeitgeber. Für 2024 wird mit einem erneuten Mitarbeiterwachstum gerechnet.

 

Borken, den 17. Juli 2024

Michael Eberhardt

Dr. Alexander Blum

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 4.260.856,14 2.549.071,92
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.659.440,80 1.794.307,52
3. Auftragsbestand 7.939.497,99 5.364.477,00
4. Kundenstamm 6.824.189,96 3.217.045,00
5. Geschäfts- oder Firmenwert 76.612.698,06 77.584.382,11
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 2.980.733,50 454.926,56
100.277.416,45 90.964.210,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.394.002,28 5.487.767,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.507.602,14 1.115.680,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.501.178,19 4.438.753,13
4. Geleistete Anzahlungen 24.237,10 0,00
14.427.019,71 11.042.200,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 393.143,11 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 513.668,37
3. Beteiligungen 51.640,58 45.178,23
444.783,69 558.846,60
115.149.219,85 102.565.257,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 2.635.953,74 3.273.121,79
2. Waren 7.708.105,34 17.648.439,85
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 501.576,60 348.966,15
./. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.120.894,07 -2.152.869,32
9.724.741,61 19.117.658,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.681.805,51 39.789.122,06
2. Sonstige Vermögensgegenstände 8.752.833,27 8.933.266,27
57.434.638,78 48.722.388,33
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 18.909,46 18.909,46
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 20.728.832,40 30.980.004,81
87.907.122,25 98.838.961,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.706.087,95 3.087.029,44
205.762.430,05 204.491.248,18

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 72.277.563,26 70.832.560,46
III. Verlustvortrag -25.763.767,27 -21.007.643,39
IV. Konzernjahresfehlbetrag -13.192.135,53 -4.756.123,88
33.346.660,46 45.093.793,19
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 743.782,71 1.990.131,22
2. Sonstige Rückstellungen 8.840.900,94 9.507.144,06
9.584.683,65 11.497.275,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88.405.128,44 75.987.896,19
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.297.260,75 2.681.977,15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58.189.330,15 56.140.813,07
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.149.011,99 8.898.105,83
davon aus Steuern: EUR 3.396.610,87 (Vorjahr: EUR 3.907.544,90)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 210.098,08 (Vorjahr: EUR 58.985,02)
157.040.731,33 143.708.792,24
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.052.287,02 2.625.960,57
E. Passive latente Steuern 3.738.067,59 1.565.426,90
205.762.430,05 204.491.248,18

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 379.478.762,35 367.641.403,50
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -13.812,58 -281.333,42
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.457.260,57 2.126.365,33
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.182.147,93 4.836.532,41
davon aus Währungsumrechnung: EUR 22.629,17 (Vorjahr: EUR 18.209,62)
5. Gesamtleistung 388.104.358,27 374.322.967,82
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 222.631.248,66 224.739.937,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 25.171.096,02 22.762.836,29
247.802.344,68 247.502.773,69
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 80.646.775,64 71.066.602,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.610.989,88 13.352.042,85
davon aus Altersversorgung: EUR 29.327,09 (Vorjahr: EUR 31.593,60)
8. Abschreibungen 96.257.765,52 84.418.645,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.636.679,71 13.260.517,75
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 27.715,47 145.705,62
15.664.395,18 13.406.223,37
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 33.564.942,60 28.474.226,53
davon aus Währungsumrechnung: EUR 27.653,25 (Vorjahr: EUR 35.707,81)
10. Erträge aus Beteiligungen 54.619,64 130.332,82
11. Erträge aus anderen Wertpapieren 70,21 10,40
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.507,50 18.185,26
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 51,70 (Vorjahr: EUR 0,00)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.182.669,66 6.228.802,08
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 107,76)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.207.893,39 -899.777,27
davon latenter Steuerertrag EUR 1.191.950,22 (Vorjahr: latenter Steuerertrag EUR 136.283,59)
15. Ergebnis nach Steuern -13.063.668,63 -4.659.397,53
16. Sonstige Steuern 128.466,90 96.726,35
17. Konzernjahresfehlbetrag -13.192.135,53 -4.756.123,88

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Konzernmuttergesellschaft ITS Clean GmbH (nachfolgend "ITS GmbH" oder "Gesellschaft") ist im Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld unter der Nummer HRB 18785 mit Sitz in 46325 Borken, Weseler Straße 9 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches nach den Vorschriften der §§ 290ff. HGB und auf Basis der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Konzernbilanz und die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurden gem. § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 266 bzw. § 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) und der Konzernanhang nach den Vorschriften der §§ 313 f. HGB aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro.

Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen sämtliche Angaben in Tausend Euro (kurz: TEUR).

Angaben die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der ITS Clean GmbH grundsätzlich alle Unternehmen einbezogen, für die die Gesellschaft am Bilanzstichtag mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte hält. Der Konzern besteht aus den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften:

Einbezogene Gesellschaften Sitz un-/mittelbare Beteiligung in % Erstkonsolidierungszeitpunkt
netgo group GmbH Borken 100 18.11.2019
NETGO GmbH 1) Borken 100 18.11.2019
sila consulting GmbH 1) Borken 100 18.11.2019
Mehrwerk GmbH 1) Karlsruhe 100 01.12.2019
Commehr GmbH 1) Berlin 100 16.07.2020
netgo Mitte GmbH 1) Warendorf 100 30.09.2020
netgo Ost GmbH 1) Berlin 100 12.02.2021
netgo Süd GmbH (vormals: netgo Stuttgart GmbH) 1) Stuttgart 100 21.05.2021
netgo production GmbH 1) Mannheim 100 21.05.2021
netgo Nord GmbH 1) Hamburg 100 21.05.2021
netgo tax GmbH 1) Waltrop 100 01.01.2022
netgo software GmbH 1) Berlin 100 01.07.2022

1) Indirekte Beteiligungen

Im Berichtsjahr fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:

Die netgo software GmbH hat mit Wirkung zum 8. Mai 2023 die nitscheSOFTWARE GmbH, Kaufering, erworben. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt der nitscheSOFTWARE GmbH wurde auf den 8. Mai 2023 festgelegt, sodass die Erträge und Aufwendungen der Gesellschaft für acht Monate im Konzernabschluss Berücksichtigung finden.

Die nitscheSOFTWARE GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Juli 2023 auf die netgo software GmbH verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo tax GmbH hat mit Wirkung zum 8. Mai 2023 die nitsche GmbH, Kaufering, erworben. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt der nitsche GmbH wurde auf den 8. Mai 2023 festgelegt, sodass die Erträge und Aufwendungen der Gesellschaft für acht Monate im Konzernabschluss Berücksichtigung finden.

Die nitsche GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 auf die netgo tax GmbH verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo tax GmbH hat mit Wirkung zum 15. Mai 2023 die Kommanditanteile an der Glöckler & Lauer GmbH & Co. Systemhaus KG, Neu-Ulm, erworben. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt der Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG wurde auf den 15. Mai 2023 festgelegt, sodass die Erträge und Aufwendungen der Gesellschaft für acht Monate im Konzernabschluss Berücksichtigung finden.

Die netgo West Verwaltungs 2 GmbH als Komplementärin der Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG wurde rückwirkend auf den 26. Januar 2023 auf die netgo tax GmbH verschmolzen. In Folge dieser Verschmelzung ist die Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG. auf die netgo tax GmbH als einzig verbleibender Gesellschafter mit Rückwirkung zum 26. Januar 2023 angewachsen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte aus den genannten Umwandlungen wurden eliminiert, da es sich um konzerninterne Umwandlungsvorgänge handelte.

Die netgo group GmbH hat mit der Annahme des Kaufoptionsvertrages am 1. Juni 2023 die verbleibenden 50 % der Anteile an der CONTENIT GmbH erworben. Somit ist die CONTENIT ab dem 1. Juni 2023 eine 100%-Tochter der netgo group GmbH.

Die CONTENiT GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Juli 2023 auf die netgo Software GmbH verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die adrigo GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 auf die netgo software GmbH verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo Dortmund GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 auf die netgo GmbH verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo Gießen GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 auf die netgo Mitte GmbH verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo Frankfurt GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 auf die netgo Mitte GmbH verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo Mannheim GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 auf die netgo Süd GmbH (vormals: netgo Stuttgart GmbH) verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo Nürnberg GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 auf die netgo Süd GmbH (vormals: netgo Stuttgart GmbH) verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo eservices GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 auf die netgo group GmbH verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Das DATEV-Geschäft aus der netgo Mitte GmbH wurde durch rückwirkende Abspaltung auf den 1. Januar 2023 des rechtlich unselbständigen Teilbetriebs "DATEV" in die netgo tax GmbH eingebracht. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Folgende Tochterunternehmen wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % des Konzernumsatzes ausmachten:

Gründerzentrum Borken GmbH, Borken

Kiwiko e.G., Borken

Zeus GmbH, Dillingen

ITgration GmbH, Hilden

Der Erweb der nitsche-Gruppe und der Glöckler & Lauer GmbH & Co.KG sowie die Vollkonsolidierung der CONTENIT GmbH hat Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres.

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasst die Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus den gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingetretenen Veränderungen des Konsolidierungskreises.

2023 2022 Pro-forma 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 379.478.762,35 367.641.403,50 382.141.677,79
2. Bestandsveränderung -13.812,58 -281.333,42 -333.830,92
3. andere aktivierte Eigenleistungen 3.457.260,57 2.126.365,33 2.126.365,33
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.182.147,93 4.836.532,41 6.030.582,98
5. Materialaufwand -247.802.344,68 -247.502.773,69 -254.209.927,37
6. Personalaufwand -96.257.765,52 -84.418.645,43 -89.585.977,37
7. Abschreibungen -15.664.395,18 -13.406.223,37 -13.715.836,13
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -33.564.942,60 -28.474.226,53 -31.296.419,37
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 54.619,64 130.332,82 130.348,93
10. Erträge aus Wertpapieren 70,21 10,40 10,40
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.507,50 18.185,26 33.920,36
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.182.669,66 -6.228.802,08 -6.243.982,19
13. Steuern von Einkommen und Ertrag 1.207.893,39 899.777,27 462.179,83
14. Sonstige Steuern -128.466,90 -96.726,35 -98.932,77
15. Konzernjahresfehlbetrag -13.192.135,53 -4.756.123,88 -4.559.820,50

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasst die Auswirkungen auf die Konzernbilanz aus den gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingetretenen Veränderungen des Konsolidierungskreises. Die Veränderung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Konzernanlagenspiegel.

2023 2022 Pro-forma 2022
EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände 100.277.416,45 90.964.210,11 91.105.083,11
2. Sachanlagevermögen 14.427.019,71 11.042.200,96 11.797.768,21
3. Finanzanlagen 444.783,69 558.846,60 566.353,95
4. Vorratsvermögen 9.724.741,61 19.117.658,47 19.295.459,91
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 57.434.638,78 48.722.388,33 51.502.515,72
6. Wertpapiere des Umlaufvermögens 18.909,46 18.909,46 18.909,46
7. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 20.728.832,40 30.980.004,81 32.995.724,86
8. Aktive Rechnungsabgrenzung 2.706.087,95 3.087.029,44 3.325.401,83
9. Rückstellungen -9.584.683,65 -11.497.275,28 -10.844.654,13
10. Verbindlichkeiten -157.040.731,33 -143.708.792,24 -140.700.500,43
11. Passive Rechnungsabgrenzung -2.052.287,02 -2.625.960,57 -2.363.748,93
12. Passive latente Steuern -3.738.067,59 -1.565.426,90 -1.565.426,90

3. Grundlagen des Konzernabschlusses und Konsolidierungsmethoden

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum Stichtag 31. Dezember 2023. Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Danach werden die konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet, das dem beizulegenden Wert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder zum späteren Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entspricht. Übersteigt der Beteiligungsansatz das entsprechende anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen, so werden sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Beteiligungsansatz sind variable Kaufpreisbestandteile enthalten, sofern die Zahlungsverpflichtungen (earn-out) hinreichend konkretisiert sind.

Stille Reserven wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelt und betreffen den Auftragsbestand sowie den Kundestamm, welche im immateriellen Anlagevermögen ausgewiesen werden. Der Auftragsbestand wird nach angefallener Leistung abgeschrieben. Der Kundenstamm wird über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Darüber hinaus wurden stille Reserven auf Grundstücke und Gebäude ermittelt. Auf Gebäude allokierte stille Reserven werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen gemäß § 303 HGB zwischen einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse nach § 304 HGB war nicht durchzuführen.

Umsätze und Erträge wurden gemäß § 305 HGB zwischen einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Soweit die DRS über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende zusätzliche Angaben fordern, wurden diese grundsätzlich nicht beachtet.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen auf Basis der für das Mutterunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus wurden die für das Mutterunternehmen geltenden ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 2 Jahren bis 10 Jahren linear vorgenommen.

Die Buchwerte langfristig genutzter Vermögensgegenstände wie z.B. Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich auf Werthaltigkeit hin überprüft.

Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden planmäßig über eine unternehmensindividuelle Nutzungsdauer von 10 und 15 Jahren abgeschrieben. Aus Einzelabschlüssen resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden in Höhe der Entwicklungskosten i.S.d. § 255 Abs. 2a HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 HGB angesetzt. Es wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden zum Nennwert ermittelt und angesetzt. Darüber hinaus werden in Erstellung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände ebenfalls unter den geleisteten Anzahlungen ausgewiesen und in Höhe der Entwicklungskosten i.S.d. § 255 Abs. 2a HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 HGB angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden oder in einen Sammelposten eingestellt, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 8 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 19 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 2 bis 33 Jahre

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, ist der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte nach § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten. Es wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die Waren sind zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennwert ermittelt und angesetzt. Der Posten wird nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos besteht größtenteils eine Warenkreditversicherung. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen zwischen 0,5 und 1,0% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind.

Zahlungsmittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Bilanzierungswahlrecht für Disagio wird in Anspruch genommen.

Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen wurden für die noch nicht veranlagten Steuern des Berichtsjahres gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wird unter Anwendung eines Zinsfußes von 1,07 % p.a. (von der Deutschen Bundesbank veröffentlichter Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer Restlaufzeit von ungefähr drei Jahren ergibt) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wird ein Gehaltstrend von 0 % p.a. angenommen.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden beim Großteil der einbezogenen Gesellschaften pauschal mit 0,4 % der Umsatzerlöse der vergangenen beiden Geschäftsjahre berechnet. Die weiteren Konzerngesellschaften bilden etwaige Rückstellungen im Bedarfsfall.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet worden.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge (Vorjahr) werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HG>B.

Daneben werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Die latenten Steuern nach § 306 HGB werden mit den Posten nach § 274 HGB zusammengefasst.

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auf TEUR 3.457 (Vorjahr: TEUR 1.989). Davon entfielen auf aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.680 (Vorjahr: TEUR 1.831) und TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 158) auf geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände für das laufende SAP Projekt.

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind zum 31. Dezember 2023 Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 75.281 (Vorjahr: TEUR 76.176) enthalten. Diese werden gemäß § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 S. 3, 4 HGB über eine Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren abgeschrieben. Der mögliche Wert eines Kundenstammes, mit Ausnahme des Kundenstammes der ckn-Gruppe, nitsche-Gruppe und der Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG, ist im Goodwill enthalten. Die Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 6.897 (Vorjahr: TEUR 6.632). Ferner bestehen zum Stichtag Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen in Höhe von TEUR 1.332 (Vorjahr: TEUR 1.409).

Im Rahmen der Neubewertung der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden der nitsche-Gruppe und der Glöckler & Lauer GmbH & Co. KG sowie der Vollkonsolidierung der CONTENIT GmbH wurden stille Reserven im Auftragsbestand in Höhe von TEUR 5.553 und im Kundenstamm in Höhe von TEUR 4.641 gehoben. Die Abschreibung des Auftragsbestands erfolgt über 5 Jahre und des Kundestammes über 8 Jahre. Ferner sind aus den Erstkonsolidierungen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 6.000 entstanden, die bereits im gleichnamigen Bilanzposten in Höhe von TEUR 76.613 enthalten sind.

Der Equity-Ansatz der CONTENIT GmbH zum 31. Mai 2023 in Höhe von TEUR 552 wurde den gezahlten Anschaffungskosten (TEUR 1.405) für die verbleibenden 50 % der Gesellschaft hinzugerechnet und mit dem Eigenkapital zum Erstkonsolidierungszeit verrechnet, woraus sich der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 1.173) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 322) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind erwartete Lieferanten-Gutschriften in Höhe von TEUR 3.543 (Vorjahr: TEUR 3.445) erfasst. Sie werden nach den gegenwärtigen Verhältnissen und Erfahrungen der vergangenen Jahre voraussichtlich zeitnah im neuen Geschäftsjahr gewährt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Disagiobeträge in Höhe von TEUR 345 (Vorjahr: TEUR 465). Bei den übrigen Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich insbesondere um abgegrenzte Aufwendungen für Lizenzen, Versicherungen, Beiträgen, Wartungsarbeiten und Kfz-Steuern. Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um vorzeitig vereinnahmte Erträge.

Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 und die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 72.278 (Vorjahr: TEUR 70.833) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB betrifft ausschließlich die auf Ebene der Einzelgesellschaften aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände von TEUR 2.567 (Vorjahr: TEUR 1.643) abzgl. passiver latenter Steuern von TEUR 796 (Vorjahr: TEUR 509).

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 8.841 setzen sich im Wesentlichen aus TEUR 5.517 (Vorjahr: TEUR 6.054) für Personalrückstellungen, TEUR 827 (Vorjahr: TEUR 962) für Gewährleistungsansprüche und TEUR 2.062 (Vorjahr: TEUR 1.268) für ausstehende Eingangsrechnungen zusammen.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 157.040 (Vorjahr: TEUR 143.709) gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 Jahr Summe davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 305 88.100 88.405 19.750
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.297 0 1.297 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58.189 0 58.189 0
Sonstige Verbindlichkeiten 9.149 0 9.149 0
Summe 68.940 88.100 157.040 19.750
31.12.2022 Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 Jahr Summe davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 679 75.308 75.988 35.500
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.682 0 2.682 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.683 458 56.141 0
Sonstige Verbindlichkeiten 8.811 88 8.898 3
Summe 67.855 75.854 143.709 35.503

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden durch Globalzessionen, Verpfändung von Geschäftsrechten, Sicherungsübereignung von Anlagevermögen und Umlaufvermögen sowie Kontoverpfändung besichert.

Die passiven latenten Steuern haben sie wie folgt entwickelt:

Stand 31.12.2022 1.565 TEUR
Zugänge durch Erstkonsolidierung + 3.364 TEUR
Latenter Steuerertrag aus Konsolidierungen -720 TEUR
Latenter Steuerertrag aus Einzelabschlüssen -471 TEUR
Stand 31.12.2023 3.738 TEUR

Die Bewertung der temporären Differenz erfolgte mit Steuersätzen zwischen 31,35 % und 30,46 %. Im Konzerngeschäftsjahr wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.192 (Vorjahr: TEUR 240) erfolgswirksam aufgelöst. Zusätzlich bestanden im Vorjahr latente Steueraufwendungen von TEUR 104.

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland generiert und setzen sich aufgegliedert nach folgenden Tätigkeitsbereichen zusammen:

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
Mio. EUR Mio. EUR
IT-Commerce 244,0 246,0
Cloud Solutions 59,7 42,0
Services 45,8 39,3
Managed Services 9,2 21,1
netgo Software 20,8 19,2

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Saldo latente Steuererträge in Höhe von TEUR 1.192 (Vorjahr: TEUR 136) enthalten.

Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge

Im Zusammenhang mit einer Attacke von außen, trotz unserer hohen (IT-) Sicherheitsstandards, sind insgesamt externe Kosten in Höhe von TEUR 600 entstanden. Gegenläufig wurden durch die Cyberversicherung ein Betrag von TEUR 400 erstattet bzw. als Forderung erfasst.

Im Zusammenhang mit einem Betrugsfall sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 170 entstanden. Gegenläufig wurden durch die Warenkreditversicherung ein Betrag von TEUR 145 erstattet.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus Anlagenverkäufen 88 337
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 379 378
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Verlust aus Anlagenverkäufen 100 75
Nachzahlung Mietnebenkosten 350 83
Vergleichszahlung Alt-Geschäftsführer 120 0
Steueraufwendungen Vorjahre 6 -1.279

7. Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Geschäftsführungsorgan des Mutterunternehmens sind:

Herr Dr. Alexander Blum, CFO

Herr Dr. Oliver Mauss, CEO (bis 17. Mai 2024)

Herr Michael Gericks, CCO (bis 9. Februar 2024)

Herr Michael Eberhardt, CEO (ab 21. März 2024)

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinsam vertreten. Die Geschäftsführung ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB.

8. Sonstige Angaben

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB betrug 1.281 (Vorjahr: 1.111) im Geschäftsjahr 2023.

Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB entfallen im Wesentlichen auf Mietverträge für Bürogebäude und Leasingverpflichtungen. Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen in Höhe von TEUR 61.110 (Vorjahr: TEUR 62.292) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Der Konzern hat im Zuge eines aktiven Working Capital Managements sowie unter Gesichtspunkten des allgemeinen Risikomanagements das Factoringprogramm fortgeführt, das die mit den veräußerten Forderungen verbundenen Risiken ohne Rückgriffsrecht des Erwerbers auf diesen überträgt ("echtes Factoring"). Das per 31. Dezember 2023 übertragene und somit nicht mehr zu bilanzierende Forderungsvolumen beläuft sich auf TEUR 11.174 (Vorjahr: TEUR 8.302). Dem gegenüber stehen TEUR 1.836 (Vorjahr: TEUR 2.336) bilanzierte Forderungen gegenüber dem Factor. Die Risiken aus dem Factoring bestehen im Bonitätsrisiko des Factors und liegen unterhalb des Bonitätsrisikos der ursprünglichen Forderungsschuldner. Die Vorteile des Factorings liegen in einer verbesserten Risikoposition der Gesellschaft im Hinblick auf Forderungsausfälle sowie erweiterten Möglichkeiten der Working Capital Steuerung.

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 193) und betrifft in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 190) Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) sonstige Leistungen.

9. Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der ITS Clean GmbH umfasst den größten Konsolidierungskreis und wird im Unternehmensregister offengelegt.

10. Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge eingetreten, die für den Konzernabschluss eine i.S.d. § 314 Nr. 25 HGB besondere Bedeutung haben.

 

Borken, den 17. Juli 2024

Michael Eberhardt

Dr. Alexander Blum

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Änderung Kons. kreis Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 3.077.743,32 2.679.777,12 0,00 21.076,02 5.778.596,46
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 13.149.175,11 643.208,44 67.834,90 202.605,45 13.927.154,10
3. Auftragsbestand 11.117.220,35 0,00 0,00 5.552.571,00 16.669.791,35
4. Kundenstamm 3.591.120,00 0,00 0,00 4.640.760,00 8.231.880,00
5. Geschäfts- oder Firmenwert 94.706.300,91 0,00 0,00 6.549.969,63 101.256.270,54
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 454.926,56 2.525.806,94 0,00 0,00 2.980.733,50
126.096.486,25 5.848.792,50 67.834,90 16.966.982,10 148.844.425,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 7.862.687,93 157.003,25 0,00 21.921,47 8.041.612,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.201.750,31 2.718.541,68 9.478,02 322.416,53 4.233.230,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.272.471,49 0,00 0,00 0,00
2.624.852,41 1.429.094,39 2.568.486,37 18.036.715,88
4 Geleistete Anzahlungen 0,00 24.237,10 0,00 0,00 24.237,10
23.336.909,73 5.524.634,44 1.438.572,41 2.912.824,37 30.335.796,13
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 393.143,11 0,00 0,00 393.143,11
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 634.996,39 54.519,64 0,00 -689.516,03 0,00
3. Beteiligungen 45.178,23 0,00 0,00 6.462,35 51.640,58
680.174,62 447.662,75 0,00 -683.053,68 444.783,69
150.113.570,60 11.821.089,69 1.506.407,31 19.196.752,79 179.625.005,77
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Änderung Kons. kreis Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 528.671,40 977.360,24 0,00 11.708,68 1.517.740,32
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 11.354.867,59 848.846,39 68.759,65 132.758,97 12.267.713,30
3. Auftragsbestand 5.752.743,35 2.977.550,01 0,00 0,00 8.730.293,36
4. Kundenstamm 374.075,00 1.033.615,04 0,00 0,00 1.407.690,04
5. Geschäfts- oder Firmenwert 17.121.918,80 7.025.173,40 0,00 496.480,28 24.643.572,48
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
35.132.276,14 12.862.545,08 68.759,65 640.947,93 48.567.009,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.374.920,10 268.343,56 0,00 4.346,71 2.647.610,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 86.070,31 531.873,38 9.478,02 117.162,69 725.628,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00
9.833.718,36 1.957.526,94 1.315.972,16 2.060.264,55 12.535.537,69
4 Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12.294.708,77 2.757.743,88 1.325.450,18 2.181.773,95 15.908.776,42
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 121.328,02 16.390,75 0,00 -137.718,77 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
121.328,02 16.390,75 0,00 -137.718,77 0,00
47.548.312,93 15.636.679,71 1.394.209,83 2.685.003,11 64.475.785,92
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 4.260.856,14 2.549.071,92
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.659.440,80 1.794.307,52
3. Auftragsbestand 7.939.497,99 5.364.477,00
4. Kundenstamm 6.824.189,96 3.217.045,00
5. Geschäfts- oder Firmenwert 76.612.698,06 77.584.382,11
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 2.980.733,50 454.926,56
100.277.416,45 90.964.210,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.394.002,28 5.487.767,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.507.602,14 1.115.680,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.501.178,19 4.438.753,13
4 Geleistete Anzahlungen 24.237,10 0,00
14.427.019,71 11.042.200,96
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 393.143,11 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 513.668,37
3. Beteiligungen 51.640,58 45.178,23
444.783,69 558.846,60
115.149.219,85 102.565.257,67

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
EUR EUR
Konzernjahresfehlbetrag -13.192.135,53 -4.756.123,88
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 15.636.679,71 13.260.517,75
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.538.625,37 2.427.087,51
+/- Verluste/Gewinne aus Entkonsolidierungen 0,00 -67.662,29
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -403.882,46 189.309,99
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.201.845,69 -19.826.932,82
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.462.984,60 20.336.427,58
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 78.134,06 14.599,35
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 9.141.162,16 6.210.616,82
- Beteiligungserträge -54.519,64 -130.330,61
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -1.207.893,39 -899.777,27
-/+ Ertragsteuerzahlungen -1.158.450,03 -3.482.681,61
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 7.039.330,60 13.275.050,52
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5.848.792,50 -2.758.562,17
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 34.063,42 843.084,41
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.304.234,27 -3.504.355,89
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -393.143,11 0,00
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres -12.174.630,77 -12.334.905,70
+ Erhaltene Dividenden 100,00 200.002,21
+ Erhaltene Zinsen 24.544,08 18.185,27
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -23.662.093,15 -17.536.551,87
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 1.445.002,80 6.150.000,00
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 13.000.000,00 6.750.000,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten -702.073,14 -765.151,21
- Gezahlte Zinsen -7.374.407,91 -4.905.404,18
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.368.521,75 7.229.444,61
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -10.254.240,80 2.967.943,26
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,00 2.075.072,00
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 30.980.004,81 25.936.989,55
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.725.764,01 30.980.004,81
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 20.728.832,40 30.980.004,81
abzgl. jederzeit fällige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten -3.068,39 0,00
20.725.764,01 30.980.004,81

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Kapitalanteile Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2022 25.000,00 64.682.560,46 -7.023.125,93 -13.984.517,46 43.699.917,07
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0,00 6.150.000,00 -13.984.517,46 13.984.517,46 6.150.000,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -4.756.123,88 -4.756.123,88
Stand am 31.12.2022 25.000,00 70.832.560,46 -21.007.643,39 -4.756.123,88 45.093.793,19
Stand am 01.01.2023 25.000,00 70.832.560,46 -21.007.643,39 -4.756.123,88 45.093.793,19
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0,00 1.445.002,80 -4.756.123,88 4.756.123,88 1.445.002,80
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -13.192.135,53 -13.192.135,53
Stand am 31.12.2023 25.000,00 72.277.563,26 -25.763.767,27 -13.192.135,53 33.346.660,46

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ITS Clean GmbH, Borken

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ITS Clean GmbH, Borken, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ITS Clean GmbH, Borken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 17. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Joerg Schoberth, Wirtschaftsprüfer

Daniel Feiter, Wirtschaftsprüfer

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