Master Data

Registry
Register court Cottbus HRB 9498
Registered
5/3/2006
Industry
Manufacture of footwearManufacture of power-driven hand toolsWholesale of footwear
Purpose
die Herstellung und der Vertrieb im In- und Ausland von Schuhbedarfsartikeln jeder Art, insbesondere unter den internationalen Warenzeichen/Marken pedag/pedag international

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Lisa Seiffert
since 7/18/2024
Procura
Managing Director
Christian Seiffert
since 12/9/2021
Procura
Tilo Bürger
since 5/22/2012
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

Identified persons (7)

NameOwnership
19.00%
13.90%
8.30%

Unresolved chains (3)

Shareholders
Beta

8 shareholders

GmbH structure

5 of 8 shown

Name
Location
Amount
Share
Zeesener Grundstücksverwaltungs GmbH
Germany
€125,000
25.00%
Hartmut und Iris Schelchen Stiftung
Germany
€110,000
22.00%
S***** T***
€95,000
19.00%
GePa4 Immobilienverwaltung GmbH
Germany
€75,000
15.00%
GePa4
Germany
€50,000
10.00%

Holdings
Beta

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Schelchen GmbH

Königs Wusterhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schelchen GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schelchen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 - sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schelchen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Geschäftstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Geschäftstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 6. Dezember 2024

ATC Audit GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard von Wersebe, Wirtschaftsprüfer

Tina Glimm, Wirtschaftsprüferin

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.361,00 91.249,00
Geleistete Anzahlungen 1.530,00 1.530,00
67.891,00 92.779,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.069.273,06 1.115.202,06
Technische Anlagen und Maschinen 116.827,00 82.734,50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.501,00 125.311,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120.971,81 1.711,09
1.428.572,87 1.324.958,65
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 227.332,18 227.332,18
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 32.000,00 43.000,00
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 5.200,00 5.200,00
264.532,18 275.532,18
1.760.996,05 1.693.269,83
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.029.864,66 1.205.520,38
Unfertige Erzeugnisse 976.239,92 878.652,56
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.145.412,42 1.045.075,83
Geleistete Anzahlungen 42.050,95 10.870,48
3.193.567,95 3.140.119,25
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 998.240,13 1.539.278,03
Sonstige Vermögensgegenstände 148.108,23 145.591,59
1.146.348,36 1.684.869,62
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 710.095,28 637.344,98
5.050.011.59 5.462.333,85
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 26.703,00 28.292,50
6.837.710,64 7.183.896,18

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
Gewinnvortrag 3.161.056,40 3.045.005,01
Jahresüberschuss 195.238,84 116.051,39
3.856.295,24 3.661.056,40
SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN ZUM ANLAGEVERMÖGEN 43.889,00 46.983,00
RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 262.325,00 267.157,00
Sonstige Rückstellungen 460.369,76 448.891,76
722.694.76 716.048,76
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 634.646,62 857.858,81
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 6.438,41
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 154.318,09 131.154,05
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 618.750,00 893.750,00
Sonstige Verbindlichkeiten 807.116,93 870.606,75
- davon aus Steuern: EUR 71.140,12 (Vorjahr: EUR 112.156,12)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 24.913,12 (Vorjahr: EUR 28.070,22)
2.214.831,64 2.759.808,02
6.837.710,64 7.183.896,18

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
Umsatzerlöse 10.258.215,19 9.578.724,40
Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 214.381,87 -156.290,69
Sonstige betriebliche Erträge 225.239,65 378.066,58
- davon aus Währungsumrechnung EUR 152,71 (Vorjahr: EUR 196,46)
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.804.513,11 -3.421.474,55
Aufwendungen für bezogene Leistungen -202.689,90 -212.993,86
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -3.145.931,40 -2.708.605,15
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -632.563,02 -609.527,87
- davon für Altersversorgung EUR 6.710,29 (Vorjahr: EUR 924,25)
Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -157.608,45 -163.416,55
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.393.231,94 -2.440.127,77
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR -158,40 (Vorjahr: EUR -0,01)
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 156,00 104,00
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.582,93 10.196,48
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.505,00 (Vorjahr: EUR 1.793,75)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -84.438,47 -84.632,26
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung: EUR -4.786,00 (Vorjahr: EUR -4.743,00)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -85.133,30 -48.167,51
Ergebnis nach Steuern 199.466,05 121.855,25
Sonstige Steuern -4.227,21 -5.803,86
Jahresüberschuss 195.238,84 116.051,39

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 1 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer für die einzelnen Positionen des Anlagevermögens wie folgt vorgenommen:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten linear 1-10 Jahre
Gebäude linear 10 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear 3-10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 1-15 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 (bis 31.12.2017: EUR 410,00) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens sowohl unter den Zugängen wie auch unter den Abgängen ausgewiesen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Posten werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem (auf Dauer) niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Waren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens werden nach dem Fifo-Verfahren (Bewertungsvereinfachungsverfahren) gem. § 256 Satz 1 HGB bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Risiken wurden durch Bildung entsprechender Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Nicht mehr werthaltige Forderungen wurden abgeschrieben.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nominalbeträgen ausgewiesen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag berücksichtigt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,83 % bei der Bewertung zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in der Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme ausgewiesen. Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen abzudecken (Erfüllungsbetrag).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Währungsumrechnung bei den Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Laufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, erfolgte zum Stichtagskurs gemäß § 256a HGB (Devisenkassamittelkurs).

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich:

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.136.343,74 1.290,00 0,00 1.137.633,74
2. geleistete Anzahlungen 1.530,00 0,00 0,00 1.530,00
1.137.873,74 1.290,00 0,00 1.139.163,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.833.447,12 7.261,36 0,00 1.840.708,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.661.176,96 55.374,85 58.477,52 1.658.074,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.439.208,25 63.319,24 73.144,49 1.429.383,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.711,09 119.260,72 0,00 120.971,81
4.935.543,42 245.216,17 131.622,01 5.049.137,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 227.332,18 0,00 0,00 227.332,18
2. Sonstige Ausleihungen 43.000,00 0,00 11.000,00 32.000,00
3. Genossenschaftsanteile 5.200,00 0,00 0,00 5.200,00
275.532,18 0,00 11.000,00 264.532,18
6.348.949,34 246.506,17 142.622,01 6.452.833,50
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.045.094,74 26.178,00 0,00 1.071.272,74
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.045.094,74 26.178,00 0,00 1.071.272,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 718.245,06 53.190,36 0,00 771.435,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.578.442,46 21.278,85 58.474,02 1.541.247,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.313.897,25 56.961,24 62.976,49 1.307.882,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.610.584,77 131.430,45 121.450,51 3.620.564,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.655.679,51 157.608,45 121.450,51 4.691.837,45
Netto-Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.361,00 91.249,00
2. geleistete Anzahlungen 1.530,00 1.530,00
67.891,00 92.779,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.069.273,06 1.115.202,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 116.827,00 82.734,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.501,00 125.311,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120.971,81 1.711,09
1.428.572,87 1.324.958,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 227.332,18 227.332,18
2. Sonstige Ausleihungen 32.000,00 43.000,00
3. Genossenschaftsanteile 5.200,00 5.200,00
264.532,18 275.532,18
1.760.996,05 1.693.269,83

Bezüglich der Finanzanlagen wird von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Forderungen in Höhe von TEUR 6 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen eine Rückforderung von Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 (TEUR 88), Lieferantengutschriften (TEUR 19) sowie Guthaben aus Umsatzsteuer-Voranmeldungen für 2023 (TEUR 17).

Für gewährte Investitionszuschüsse der Investitionsbank des Landes Brandenburg wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog zu der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter.

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse im Jahr 2023:

Stand 01.01.2023 EUR 46.983,00
Zuführung EUR 0,00
Auflösung EUR 3.094,00
Stand am 31.12.2023 EUR 43.889,00

Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Der Unterschiedsbetrag bezüglich der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 3.

Im Geschäftsjahr 2023 ist unverändert zum Vorjahr aus Vorsichtsgründen eine sonstige Rückstellung für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 292 enthalten. Die Geschäftsführung geht von einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus. Daneben enthalten die sonstigen Rückstellungen insbesondere Personalkosten aufgrund rückständiger Urlaubsansprüche, zugesagter Sonderzahlungen und geleisteter Überstunden (TEUR 88), Kundenboni (TEUR 48) sowie Aufwendungen für Abschluss- und Prüfungsarbeiten (TEUR 32).

Die Aufgliederung und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

davon mit einer Restlaufzeit von
VERBINDLICHKEITEN (in TEUR) bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
gegenüber Kreditinstituten 634 284 116 234
Vorjahr 858 480 114 264
aus erhaltenen Anzahlungen 0 0 0 0
Vorjahr 6 6 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 154 154 0 0
Vorjahr 131 131 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
gegenüber Gesellschaftern 619 35 584 0
Vorjahr 894 310 584 0
sonstige Verbindlichkeiten 807 306 310 191
Vorjahr 871 330 305 236
Summe Verbindlichkeiten 2.214 779 1.010 425
Vorjahr 2.760 1.257 1.003 500
davon aus Steuern 71
Vorjahr 112
davon im Rahmen der soz. Sicherheit 25
Vorjahr 28

Ein Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Gesamtbetrag von TEUR 378 ist durch Grundschulden in Höhe von TEUR 620 gesichert. Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 401 sind durch eine Grundschuld über TEUR 500 besichert.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Erträge aus verrechneten Sachbezügen in Höhe von TEUR 61, TEUR 42 aus der verjährungsbedingten Auflösung von Gutschriften, TEUR 33 aus der Entlastung durch die Strompreisbremse, TEUR 27 Umweltboni für Firmenfahrzeuge, TEUR 19 aus Weiterbelastungen sowie TEUR 16 Versicherungserstattungen enthalten.

Im Personalaufwand sind Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von TEUR 34 enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen zum Bilanzstichtag in Form von einer Bürgschaft gegenüber einer Bank über insgesamt TEUR 200. Die mit der Bürgschaft abgesicherten Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 200. Das Inanspruchnahmerisiko wird weiterhin als niedrig eingeschätzt, da es sich bei dem Hauptschuldner um einen Gesellschafter handelt, dessen gesamte wirtschaftliche Situation der Schelchen GmbH bekannt ist und als gut beurteilt wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Dauerschuldverhältnissen. Insbesondere hat die Gesellschaft zwei Mietverträge über Produktions-, Lager- und Büroräume abgeschlossen. Die abgeschlossenen Mietverträge haben Laufzeiten bis Dezember 2024 und Dezember 2027. Die insgesamt aus Mietverträgen über Grundstücke und Gebäude nach dem Abschlussstichtag zu leistenden Mietzahlungen (ohne Umsatzsteuer) belaufen sich auf EUR 1,14 Mio.

Des Weiteren hat die Gesellschaft Leasing- und Serviceverträge mit Restlaufzeiten bis zu 4 Jahren sowie Beratungsverträge abgeschlossen. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich bis zum Jahr 2027 auf insgesamt TEUR 198. Zudem besteht in Höhe von TEUR 12,5 eine ausstehende Einzahlungsverpflichtung aufgrund einer Beteiligung an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Einlage wurde bislang nicht eingefordert.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 90 Mitarbeiter (Vorjahr 93). Davon entfielen auf den gewerblichen Bereich 58 Personen (Vorjahr: 60).

Geschäftsführung und Vertretung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Herr Thomas Timm, Berlin (Kaufmann) ausgeschieden zum 31.03.2024 sowie

Herr Tilo Bürger, Heidesee (Dipl. Ingenieur), sowie

Frau Ines Bürger (Kauffrau) ab 29.03.2024

Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gründung, Sitz, Handelsregister

Die Gesellschaft wurde am 4. Dezember 1974 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Königs Wusterhausen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Cottbus unter HRB 9498 CB eingetragen.

 

Königs Wusterhausen, 6. Dezember 2024

Schelchen GmbH, Königs Wusterhausen

Die Geschäftsführung

Lagebericht 2023

Schelchen GmbH, Königs Wusterhausen

Inhalt

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Wirtschaftsbericht

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Geschäftsmodell

Die Schelchen GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Produkte rund um Fuß und Schuh. Die beiden Hauptproduktgruppen sind Einlegesohlen & Fußbettungen sowie Schuh- & Sneaker-Pflege. Aufgrund der Fertigungstiefe und Sortimentsbreite ist das Unternehmen in der Lage, verschiedenste Marktsegmente unter dem Motto "Alle Furnituren aus einer Hand" zu beliefern. Mit Produktion in Königs Wusterhausen und hoher Export-Vertriebskompetenz realisiert die Schelchen GmbH zwei Drittel ihres Umsatzes international.

Ziele & Strategien

Im Fokus steht der Fachhandel (offline & online) der Branchen Schuhe, Outdoor & Sport sowie Gesundheit & Orthopädie. Diese werden auf den Inlands- und Auslands-Märkten mit differenziertem Produktportfolio versorgt.

Priorität hat dabei die Premium-Qualitäts-Strategie. Flankiert wird diese durch ergänzende Strategien mit einer Low-Cost-Marke, einer Lizenzmarke sowie Private Label-Produktionen.

Steuerungssystem

Die kaufmännische Gesamtsteuerung erfolgt anhand von betriebswirtschaftlichen Auswertungen, insbesondere anhand des Betriebsergebnisses und der Umsatzerlöse. Die qualitative Steuerung erfolgt in Vertrieb und Marketing durch fokussierte Differenzierung des Marken-Portfolios in punkto Qualitäten, Service und Markenaufritt. Die quantitative Steuerung erfolgt durch Zielgrößen wie "Exportquote mindestens > 60%" für eine breite, global aufgestellte Umsatzbasis zur Risikosenkung und für optimale Wachstums-Chancen.

Forschung & Entwicklung

Das Unternehmen definiert sich in seiner Historie seit 1955 vor allem durch qualitativ hochwertige Produktlösungen und hohe Innovationskraft. So werden nach wie vor beträchtliche personelle und materielle Ressourcen in die Forschung und Entwicklung investiert, um Innovationen zu entwickeln für die Bereiche

Gehkomfort (für alle Branchen),

nachhaltige Schuhpflege,

Digitalisierung (für die Orthopädie, VK-Förderung am PoS sowie E-Commerce-Lösungen)

CO 2 -freie und nachhaltige Produktion.

Außerordentliche Rahmenbedingungen: Russland-Ukraine-Krieg

Die Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr blieb von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges beeinflusst. Dadurch wurden humanitäre Katastrophe und wirtschaftlich schwere Kollateral-Schäden verursacht. Die Auswirkungen des Krieges auf die Belastung von Lieferketten und die Verunsicherung von Konsumenten, die zur Kaufzurückhaltung führte, setzen sich fort.

Die in 2023 ergriffenen Managemententscheidungen konzentrierten sich deshalb insbesondere auf:

Kundenmanagement mit hoher Flexibilität bezüglich der Lieferrhythmen,

Sicherstellen der Zahlungseingänge,

Fixkosten-Dämpfung,

Anpassung der Preisstrategie für 2023 an die neuen Rahmenbedingungen,

um Liquidität und Rentabilität des Unternehmens zu sichern.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands sank im Jahr 2023 preisbereinigt um - 0,3% zum Vorjahr. Im ersten Quartal 2024 stieg das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands preisbereinigt um 0,1% zum Vorquartal. (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991)

Vor dem Hintergrund der politisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigt sich ein verändertes Konsumklima. Der stationäre Handel der Modebranche im Allgemeinen und der Schuhbranche im Speziellen weist sinkende Besucher-Frequenzen und geringeres Kauf-Interesse auf. Dazu trägt auch der E-Commerce (B2C) ) bei. (Quelle: https://www.schuhkurier.de/anwrschuh-mit-zr-minus-und-aussenumsatz-plus, interne Marktbeobachtung)

Die Schelchen GmbH reagierte auf den konjunkturellen und strukturellen Wandel strategisch und operativ flexibel. So wurde der E-Commerce-Anteil am Umsatz ausgebaut und gleichzeitig in die PoS-Performance investiert.

Geschäftsverlauf

Liquiditätsplan und Auftragseingangsanalyse sind die wesentlichen Steuerungsinstrumente zum Navigieren in dem wirtschaftlich volatilen Zustand der Märkte. Es gelang operativ, dass Umsatzniveau des Vorjahres (2022 1,5%) zu stabilisieren (2023 +7,1%). Damit erreichte die Gesellschaft das selbst gesteckte Umsatzziel von + 5% (siehe Lagebericht 2022) und entwickelt sich positiv gegen den Branchentrend im Vergleich zu den bekannten Mitbewerberzahlen.

Die Schelchen GmbH agierte in diesem Umfeld operativ flexibel und entwickelte wesentliche betriebswirtschaftliche Bereiche positiv:

Umsatz Umsatzsteigerung um 7,1%.
Kundenstamm Der Markt bereinigt sich (bei Einzelhändlern, Großhändlern und Importeuren). Die Schelchen GmbH konnte gegen den Trend kompensierend Neukunden gewinnen.
Lieferketten Aufgrund der vorausschauenden Einkaufsstrategie erweisen sich nach wie vor fast alle Lieferketten als stabil.
Vertriebskanäle Das B2C-Geschäft nimmt weiterhin zu.
Mitbewerber Die Situation der drei großen Mitbewerber in Deutschland blieb 2023 unverändert. Im dritten Quartal 2024 ging ein großer Mitbewerber in Insolvenz. Die Produktion und der Vertrieb wurden erst im Juli 2024 gestoppt.
Ertrag Durch Fokussierung auf die Kernprozesse und Kernprodukte, Ausbau des Online-Geschäfts und sicheres Forderungsmanagement wird das Betriebsergebnis abgesichert.

Die globale Wirtschaft steht vor derart komplexen Herausforderungen, dass die künftigen Geschäftsjahre der Schelchen GmbH nicht hinlänglich prognostizierbar sind. Durch Fokussierung auf die genannten Punkte wird von einer konstanten Entwicklung von Umsatz und Ertrag ausgegangen.

Im Fokus nationaler & europäischer Transformationspläne werden nach weiterhin folgende (Zukunfts-) Themen stehen:

1.

Versorgungssicherheit durch nationale Wertschöpfungsketten,

2.

Gesundheit,

3.

Nachhaltigkeit,

4.

Klimaschutz (erneuerbare Energien & Verkehr),

5.

Digitalisierung.

Die Themen 1 bis 3 sowie 5 berühren wesentlich den Kern der unternehmerischen Aktivitäten der Schelchen GmbH. Hohe nationale Wertschöpfung mittels eigenständiger Produktion in Deutschland, ISO-Zertifizierung gemäß Medizinproduktegesetz, ausgeprägt nachhaltige Produktion sowie der hohe Digitalisierungsgrad der Geschäftsprozesse plus innovative E Commerce-Projekte bieten dem Unternehmen eine stabile Ausgangsbasis.

In 2023 konzentrierte sich das Management auf:

Forderungsmanagement (Im Rahmen des unternehmerischen Risk-Managements arbeiten die Entscheider der GmbH mit präzisen Kriterien beim Abwägen des zulässigen unternehmerischen Risikos).

Projekt-Priorisierung (Instrumente: Evaluierung der direkten monetären Einnahme-Effekte,

Kosten-Nutzen-Analysen, lohnende Investitionen in kurzfristige Unternehmenserfolge),

radikales Kostenmanagement,

Optimierung der Finanzierung.

Das Geschäftsjahr schloss mit einem Umsatz von plus 7,1% ab. Der Exportanteil liegt wie in den vergangen Jahren 2022 und 2021 über 70%.

Das Betriebsergebnis ist positiv. Durch betriebswirtschaftliche Maßnahmen konnte in 2023 für einen Marken-Relaunch der Kernmarke pedag® investiert werden. Die Marke pedag® wurde auf die Herausforderungen der künftigen Jahre eingestellt, um die Nachfrage zu steigern, für jüngere Konsumenten interessanter zu werden, die Unternehmens- und Produktphilosophie transparenter zu kommunizieren und so künftige Erträge zu sichern.

Das Geschäftsjahr verlief unter diesen Rahmenbedingungen positiv.

Ertragslage

Aus den Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten Geschäftsjahre ergeben sich nach Zusammenfassungen und Verrechnungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, nachfolgende Übersichten zur Lage der Schelchen GmbH.

2023 2022 +/-
TEUR TEUR TEUR
Rohergebnis 6.465 5.788 677
Personalaufwand -3.778 -3.318 -460
Abschreibungen -158 -164 6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.393 -2.440 47
Sonstige Steuern -4 -6 2
Betriebsaufwendungen -6.333 -5.928 -405
Sonstige betriebliche Erträge 225 378 -153
Betriebsergebnis 357 238 119
Finanzergebnis -77 -74 -3
Ertragsteuern -85 -48 -37
Jahresergebnis 195 116 79

Das Betriebsergebnis gemessen am Rohergebnis betrug 5,5% (Vorjahr: 4,1%). Die Steigerung des Rohergebnisses betrug 11,7% gegenüber dem Vorjahr und ist auf gesteigerte Umsatzerlöse zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der Schelchen GmbH durchschnittlich 90 Mitarbeiter (Vorjahr: 93) beschäftigt. Die Personalaufwendung sind auf Grund von freiwilligen Zahlungen an die Mitarbeiter zum Inflationsausgleich und gestiegenen Lohnkosten trotz geringerer Mitarbeiteranzahl gestiegen. In der Geschäftsführung wurde der Generationsübergang in der Schelchen GmbH fortgesetzt. Herr Timm ist zum 31.03.2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Frau Ines Bürger wurde per Gesellschafterbeschluss vom 29.03.2024 mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer bestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Gewährung von Zuschüssen für Investitionen TEUR 27 (2022 TEUR 6), Erträge aus Rückzahlungen der Energiepauschale TEUR 33 (2022 TEUR 0) enthalten. Im Personalaufwand sind Erträge aus Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 34 (2022 TEUR 143) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Raumkosten und Grundstücksaufwendungen 654 602
Verwaltungsaufwendungen 540 578
Werbe- und Reiseaufwendungen 429 414
Ausgangsfrachten 274 290
Verpackungsmaterial 63 70
Verkaufsprovisionen 60 51
Fuhrpark 92 73
Übrige 281 362
2.393 2.440

Finanzlage

Die Kapitalstruktur der Schelchen GmbH stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

2023 2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Gezeichnetes Kapital 500 7 500 7 0
Bilanzgewinn 3.356 49 3.161 44 195
Eigenkapitalanteil am Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen 32 0 34 0 -2
Eigenkapital 3.888 56 3.695 51 193
Pensionsrückstellungen 262 4 267 4 -5
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 234 3 264 4 -30
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 191 3 236 3 -45
Langfristiges Fremdkapital 687 10 767 11 -80
Mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 116 2 114 2 2
Mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 584 9 584 8 0
Fremdkapitalanteil am Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen 12 0 13 0 -1
Mittelfristige sonstige Verbindlichkeiten 310 5 305 4 5
Mittelfristiges Fremdkapital 1.022 16 1.016 14 6
Sonstige Rückstellungen 461 7 449 6 12
Steuerrückstellungen 0 0 0 0 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 285 4 480 7 -195
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 6 0 -6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 154 2 131 2 23
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 35 1 310 4 -275
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 306 4 330 5 -24
Kurzfristiges Fremdkapital 1.241 18 1.706 24 -465
6.838 100 7.184 100 -346

Das Vermögen der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag zu 57% (Vorjahr: 52%) durch Eigenkapital finanziert.

Daneben sind wesentliche Teile des Vermögens durch Darlehen von Gesellschaftern (TEUR 619) und Kreditinstituten (TEUR 630) sowie durch Darlehen Dritter (TEUR 541) finanziert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um ein Annuitätendarlehen mit einer Laufzeit von 13 Jahren und Zinsfestschreibung von 8 Jahren (TEUR 378) sowie Geldmarktkredite (TEUR 252). Das Zinsniveau ist jeweils marktüblich.

Im Geschäftsjahr 2023 sind unverändert zum Vorjahr aus Vorsichtsgründen sonstige Rückstellungen für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen von TEUR 292 enthalten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten u.a. Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern aus Urlaubsansprüchen, Sondervergütungen und Mehrarbeit (TEUR 88), Kundenboni (TEUR 48) und Aufwendungen für Abschluss- und Prüfungsarbeiten (TEUR 32).

Die Liquidität hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

2023 2022
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 195 116
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 158 163
- / + Abnahme/Zunahme der Rückstellungen 7 243
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 19 -27
- / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen -5 -1
- / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 457 -477
+ / - Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 44 -48
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 77 74
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 84 48
- / + Ertragsteuerzahlungen -159 -259
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 877 -168
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Sachanlagevermögen / immateriellen Anlagevermögen / Finanzanlagevermögen 26 18
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen / immaterielle Anlagevermögen / Finanzanlagevermögen -247 -129
+ Erhaltene Zinsen 8 10
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -213 -101
+/- Einzahlungen/Auszahlungen aus Krediten -225 423
+ Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen 27 6
+/- Gesellschafterdarlehen -275 50
+/- Sonstige Darlehen -38 -327
- Gezahlte Zinsen -80 -80
- Gewinnausschüttung 0 0
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -591 72
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 73 -197
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahrs 637 834
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahrs 710 637
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands am Ende des Geschäftsjahrs
+ Zahlungsmittel 710 637
- Jederzeit fällige Kontokorrentverbindlichkeiten 0 0
710 637

Allen Zahlungsverpflichtungen konnte im Geschäftsjahr 2023 jederzeit nachgekommen werden.

Vermögenslage

2023 2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 68 1 93 1 -25
Sachanlagen 1.429 21 1.325 19 104
Finanzanlagen 265 4 276 4 -11
Langfristig gebundenes Vermögen 1.762 26 1.694 24 68
Vorräte 3.194 47 3.140 44 54
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 998 15 1.539 21 -541
Sonstige Vermögensgegenstände 148 2 146 2 2
Rechnungsabgrenzungsposten 26 0 28 0 -2
Liquide Mittel 710 10 637 9 73
Kurzfristig gebundenes Vermögen 5.076 74 5.490 76 -414
6.838 100 7.184 100 -346

Das Vermögen der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag zu 74% (Vorjahr: 75 %) kurzfristig gebunden.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen um Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt sowie gegenüber Mitarbeitern.

Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als zufriedenstellend bewertet.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Konjunkturausblick und Branchenentwicklung

Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 erwartet das Management, dass der wirtschaftliche Aufwärtstrend verstetigt werden kann, aber ohne die ursprünglich geplante Dynamik.

Konjunkturdämpfend wirken auf das Wirtschaftsgeschehen weiterhin:

Energieversorgung und Energiesicherheit

Neuordnung der volkswirtschaftlichen Lieferketten bei Rohstoffen

Engpässe und preistreibende Faktoren im internationalen Frachtverkehr

unsichere Inflationsprognosen

weitere Relativieren des Handelsprinzips "strategischer Wandel durch Handel" (China, Russland)

steigende Kosten durch Folgen des Klimawandels (Dekarbonisierung).

Das Wirtschaftsgeschehen ist immer von den Erwartungen aller Marktteilnehmer geprägt. Die beschriebenen Parameter belasten alle Teilnehmer unserer Handelsstruktur vom Großhändler bis zum Endverbraucher. Die Folge ist ein belastetes Konsumklima. So bleibt die Nachfrage weiterhin gedämpft bzw. schrumpft. Im Konsumentenverhalten werden Online-Käufe weiterhin große Bedeutung einnehmen. Daran werden stationäre Händler mit Omni-Channel-Solutions partizipieren und Verbrauchern einen Mehrwert bieten.

Wir gehen von einer insgesamt leicht sinken Branchenentwicklung in den nächsten Jahren aus. Die Ursachen liegen in sinkenden Umsätzen des Einzelhandels. Durch die Insolvenz eines Mitbewerbers wird sich der Umsatz auf alle anderen Markteilnehmer aufteilen.

Voraussichtliche Entwicklung der Schelchen GmbH

Der Umsatzanstieg in 2023 bildete eine Basis für die weiteren Entwicklungspläne. Trotz der oben dargestellten Herausforderungen und der Konsumzurückhaltung planen wir mit wachsendem Geschäft in den Jahren 2024 bis 2026. Wir planen für 2024 mit einem leichten Umsatzplus. Wir gehen Aufgrund der Insolvenz des Mitbewerbers in 7/2024 und der Effekte, die sich mit Verzögerung ausbilden, von einem soliden Umsatzwachstum in 2025 zu 2024 aus.

Die Konsequenzen aus der Umsatzentwicklung für die unternehmerische Tätigkeit:

Kostenmanagement

Forderungsmanagement

Projekt-Priorisierung

Liquiditätsplanung,

Mit dem erfolgten Relaunch der Qualitäts-Marke pedag® sowie mit der ökologischen Profilierung (CO 2 -reduzierte Produktion mit vollflächigen Photovoltaikanlagen) eröffnen sich neue Vertriebsansätze. Der Markenrelaunch umfasst Logo, Corporate Design und Corporate Identity. Dadurch werden in neuer Qualität der Produktnutzen sowie die Unternehmenswerte präsentiert.

Mit der konsequenten Fokussierung auf seine Kernkompetenzen und der operativen Flexibilität in Kundennähe positioniert sich das Unternehmen so in den Märkten, dass die sich jeweils bietenden Chancen genutzt werden können. Hohe internationale Wertschätzung für Qualitätsprodukte ,Made in Germany' sowie der Auftritt als Komplettanbieter bieten Umsatzchancen, die mittels strategischer Markendifferenzierung und Marktsegmentierung systematisch ausgeschöpft werden.

Die ausgeführten Rahmenbedingungen belasten die Ertragsseite durch Kostensteigerungen im Bereich Material, Energie, Frachten, Löhne und Allgemeinkosten. Mit Maßnahmen in Einkaufsstrategie und Sourcing, rationellem Produktions-Flow und angepassten preisstrategischen Modellen werden die Auswirkungen gemanagt.

Mit geeigneten Maßnahmen wird die Liquidität den Umständen angepasst gesichert. Durch Anpassen der Kapazitäten an den Auftragsbestand, werden die Kosten kontrolliert, um das Betriebsergebnis zu sichern.

Im Export werden die großen Vertriebspartner intensiv unterstützt beim Mobilisieren von Wachstumsreserven. Darüber hinaus wird auch im Export an der Verbreiterung der Kundenbasis gearbeitet, und zwar vor allem in dynamisch wachsenden Volkswirtschaften. Das Ziel für 2024 und in den folgenden Jahren liegt in der Stabilisierung des Betriebsergebnis.

Risikomanagementmethoden und -ziele sowie Risikobetrachtung

Trotz der oben genannten Rahmenbedingungen ist eine potentielle Bestandsgefährdung der Schelchen GmbH als sehr gering einzuschätzen. Aufgrund der stabilen Unternehmensstruktur eines mittelständischen Unternehmens mit betriebswirtschaftlichen Analyse- und Steuerungstools von Gesellschaftern und Management ist die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit stark ausgeprägt und es besteht eine positive Fortführungsprognose.

Die Leistungsfaktoren Umsatz, Auftragseingang und Liquidität werden konsequent ausgewertet. Maßnahmen zur Kostenoptimierung, zur Anpassung der Kapazität und im Forderungsmanagement werden ergriffen und dienen zur Stabilisierung des Betriebsergebnisses. Das Unternehmen hat eine klare Vorstellung der einzelnen Risiken wie auch seiner Chancen und Potentiale. Das Management fährt deshalb die Doppelstrategie:

auf kontrolliertes Wachstum zu setzen und mit innovativen sowie digitalen Projekten in die klare Fokussierung der Marken und Vertriebskanäle zu investieren und die Chancenpotentiale für 2024/2025 vorzubereiten. Auf diesen Investitionen werden die Wachstumsziele der Folgejahre basieren.

gleichzeitig wird durch striktes Kostenmanagement, Sortimentsstraffung und Konzentration auf die wettbewerbsstarken Kernkompetenzen des Geschäftsmodells die Basis geschaffen für ein flexibles und schnelles Abfedern sich eventuell negativ entwickelnder Rahmenbedingungen

Um Liquiditätsrisiken vorzubeugen, pflegt die Schelchen GmbH zusätzlich zu ihrer starken Eigenkapital- und Gesellschafterdarlehen-Ausstattung eine enge Kommunikation mit ihren Hausbanken. Die Bankinstitute werden regelmäßig mit relevanten Fakten versorgt. Mit einem System von Kreditlimits, Kreditversicherungen, straffem Informations-System zwischen Rechnungswesen und operativem Vertrieb sowie klaren Regeln zum Forderungsmanagement wird das Risiko aktiv minimiert.

Die internationale Beschaffung von Rohstoffen wird konsequent fortgesetzt. Ein Währungskursrisiko besteht beim Einkauf von Rohwaren außerhalb des EURO-Raums. Dies wird durch langfristige Kontrakte gesichert, die eine stabile Kalkulationsbasis bieten. Das Wechselkursrisiko von Exportmärkten wird durch regelmäßige Kundengespräche und dem Beobachten der Wechselkursentwicklungen kontrolliert.

Auf den daraus resultierenden Mangel an Fachkräften reagieren die Personalreferentin und die Abteilungsleiter mit dem Schwerpunkt auf Mitarbeiterpflege, Ausbildung, Rekrutierung neuer Mitarbeiter verstärkt über persönliche Kontakte sowie weiteren Ausbau des digitalen Workflows.

Für den vorliegenden Prognose-, Chancen- und Risikobericht ist ein Prognosezeitraum bis zum 31. Dezember 2024 zugrunde gelegt.

 

Königs Wusterhausen, 6. Dezember 2024

Tilo Bürger, Geschäftsführer

Ines Bürger, Geschäftsführer

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