Master Data

Registry
Register court Essen HRB 17769
Previous
Coveright Surfaces Germany GmbH
Registered
4/26/2004
Industry
Coating of metalsManufacture of plastic packing goodsProduction of abrasive products
Purpose
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Oberflächenbeschichtungen.

History

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Management

NameRole
Fabian Hoppe
since 9/10/2025
Procura
Sandra Heerwagen
since 5/3/2023
Procura
Alfred Engelshove
since 7/27/2017
Managing Director
Barbara Peter
since 10/19/2015
Procura
Valerie Kreideweis
since 9/15/2015
Managing Director
Gunther Dr. Martin
since 2/14/2008
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified99.88% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Kajo Neukirchen GmbHSelf-held cycle
99.88%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€25,000
100.00%

Holdings

NameOwnership
29.00%

Financial Report

SURFACTOR GERMANY GMBH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

INHALTSVERZEICHNIS

A.

PRÜFUNGSAUFTRAG

B.

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

C.
GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN
I.

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

II.

Feststellungen zur Rechnungslegung

1.

Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

2.

Jahresabschluss

3.

Lagebericht

III.

Feststellungen zu Bereichen, die sich nicht unmittelbar auf die Rechnungslegung beziehen

D.

GEGENSTAND DER PRÜFUNG

E.

ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

F.
ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG
I.

Rechnungslegungsnormen

II.

Wesentliche Bewertungsgrundlagen

G.

SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

ANLAGEN

 
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018
 

Bilanz

 

Gewinn- und Verlustrechnung

 

Anhang

 

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018

 

Besondere Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der SURFACTOR GERMANY GMBH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 in den diesem Bericht als Anlage I (Jahresabschluss) und Anlage II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 20. März 2019 in Essen Unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SURFACTOR GERMANY GMBH, Essen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der SURFACTOR GERMANY GMBH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SURFACTOR GERMANY GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Aus dem von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellten Lagebericht heben wir folgende Angaben hervor, die unseres Erachtens für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft sowie der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von besonderer Bedeutung sind:

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresüberschuss von EUR 2,0 Mio. abgeschlossen und hat somit das Ergebnis des Vorjahres (EUR 3,2 Mio.) nicht erreicht. Das Ergebnis vor Steuern betrug dabei bei etwas geringerem Umsatz EUR 2,8 Mio. (Geschäftsjahr 2017: EUR 4,6 Mio.).

Der Umsatz hat sich im Jahr 2018 um EUR 4,4 Mio. auf EUR 39,1 Mio. verringert. Dies ist i. W. auf das Segment Technical Films (EUR -3,2 Mio.), jedoch auch auf den Produktbereich Melamine Furniture (EUR -1,3 Mio.) zurückzuführen. Während der weitere Rückgang des Umsatzes im Segment Melamine Furniture aufgrund der Marktentwicklungen den Erwartungen der Gesellschaft entsprach, lag der Umsatz im Segment Technical Films deutlich unter den Erwartungen. Über alle Segmente betrachtet zeigte das Verkaufsvolumen einen stärkeren Rückgang (-15,3 %) als der Umsatz. Dies ist auf im Lauf des Jahres steigende Rohstoffkosten, die zum Teil an den Markt weitergegeben wurden, sowie auf eine Veränderung des Produktportfolios zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote stieg im Jahr 2018 aufgrund des Zuwachses des Eigenkapitals bei etwas verringerter Bilanzsumme von 41,4 % auf nunmehr 48,6 %. Die Finanzierung des Neubaus in Schöppenstedt ist durch ein Bankdarlehen in Höhe von insgesamt EUR 4,0 Mio. erfolgt. Tilgungen erfolgen quartalsweise seit März 2017. Der Darlehensstand zum 31. Dezember 2018 betrug EUR 2,9 Mio. Die Akquisition der L.P. Pacific Films Sdn. Bhd. wird seit dem 1. Quartal 2017 durch eine Bankfinanzierung in Höhe von ursprünglich EUR 16,0 Mio. finanziert. Regeltilgungen erfolgen quartalsweise. Zum 31. März 2018 und 31. Dezember 2018 wurden ferner Sondertilgungen in Höhe von insgesamt EUR 1,5 Mio. vorgenommen. Der Darlehensstand zum 31. Dezember 2018 betrug EUR 8,0 Mio.

Die Risiken des Unternehmens im Bereich der Währungsgeschäfte sowie der Forderungen sind soweit möglich abgesichert, sodass diese als gering einzustufen sind. Den Risiken am Beschaffungsmarkt und hier insbesondere beim Bezug von Papier für die Technischen Oberflächenfilme wirken wir aktiv entgegen. Die zu erwartenden Risiken beim Absatzmarkt werden durch realistisch eingeschätzte Chancen weitestgehend aufgewogen.

Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2019 eine Steigerung des Umsatzes in der Größenordnung von 8 bis 10 %. Dies entspricht zum einen den Erwartungen an die Entwicklung der Marktposition der Gesellschaft und resultiert ferner aus der geplanten erfolgreichen Markteinführung neuer Produkte sowie der weiteren Erschließung des US-Marktes für Technische Filme.

Für die Ergebnisentwicklung wird in 2019 ebenfalls eine leicht positive Tendenz erwartet.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen stellt der Lagebericht die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

II. Feststellungen zur Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Buchführung entspricht nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß abgebildet.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist nach unserer Feststellung grundsätzlich dazu geeignet, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten.

2. Jahresabschluss

Der von uns geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 ist diesem Bericht als Anlage I beigefügt. Er entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die für Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden. Der Anhang enthält die vorgeschriebenen Angaben zu den einzelnen Posten von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und gibt die sonstigen Pflichtangaben richtig und vollständig wieder.

Der Anhang enthält unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB nicht die geforderte Angabe der Organbezüge nach § 285 Nr. 9a) und b) HGB. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist zu Recht erfolgt.

Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

3. Lagebericht

Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 ist diesem Bericht als Anlage II beigefügt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

D. GEGENSTAND DER PRÜFUNG

Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren die Buchführung und der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellende Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich die Prüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Zur Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht verweisen wir auf unsere Berichterstattung im Bestätigungsvermerk, Abschnitt "VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT", der in Abschnitt B. wiedergegeben ist.

E. ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

Bezüglich Art und Umfang der Auftragsdurchführung verweisen wir auf die allgemeine Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in unserer Berichterstattung im Bestätigungsvermerk in den Abschnitten "GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE" und "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS". Der Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. wiedergegeben. Nachfolgend geben wir hierzu weitergehende Erläuterungen.

Risiko- und systemorientierter Prüfungsansatz

Grundlage unseres risiko- und systemorientierten Prüfungsansatzes, der auch internationalen Prüfungsstandards entspricht, ist die Erarbeitung einer Prüfungsstrategie. Die hierzu notwendige Risikobeurteilung basiert auf der Einschätzung der Lage, der Geschäftsrisiken und des Umfeldes sowie des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der Gesellschaft. Darüber hinaus berücksichtigen wir bei dieser Einschätzung unser Verständnis vom Prozess der Aufstellung des Jahresabschlusses und von den Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussage im Lagebericht erbringen zu können.

Bei unserer Beurteilung des Risikos wesentlicher falscher Angaben haben wir sowohl Risiken auf Abschlussebene als auch Risiken auf Aussageebene identifiziert und beurteilt. Darüber hinaus haben wir diese Risiken in Risikogruppen untergliedert, wobei wir bedeutsame Risiken, die einer besonderen Berücksichtigung bei der Prüfung bedürfen, und Risiken, bei denen aussagebezogene Prüfungshandlungen allein zur Gewinnung ausreichender Sicherheit nicht ausreichen, hervorgehoben haben. Die bedeutsamen Risiken beinhalten aufgrund berufsständischer Vorgaben auch das Risiko der Außerkraftsetzung von Kontrollmaßnahmen durch das Management sowie die Umsatzrealisierung.

Auf der Grundlage unserer Risikobeurteilung haben wir die relevanten Prüffelder und Kriterien (Abschlussaussagen) sowie Prüfungsschwerpunkte festgelegt und das Prüfprogramm entwickelt. In unserem Prüfprogramm wurden Art und Umfang der jeweiligen Prüfungshandlungen festgelegt.

Die Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen umfassten Aufbau- und Kontrolltests, aussagebezogene analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen (sonstige aussagebezogene Prüfungshandlungen) für die ausgewählten Prüffelder. Dabei wurden Wesentlichkeitsaspekte berücksichtigt.

Prüfungsprozess

Unseren Prüfungsprozess haben wir in Milestones unterteilt, die mit der Akquisition und Auftragsannahme beginnen und sich bis zur Auftragsbeendigung und Archivierung erstrecken. Wir verweisen insoweit auf die nachstehende graphische Darstellung der Milestones.

Die dargestellten Milestones berücksichtigen die vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Dementsprechend haben wir zunächst eine Prüfung der Angemessenheit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der Gesellschaft durchgeführt (Aufbauprüfung). Auf Basis der Erkenntnisse der Aufbauprüfung hinsichtlich Ausgestaltung und Implementierung der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen haben wir die für die Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben sowie für die Auswahl von Art, Umfang und zeitlicher Einteilung der für die einzelnen Prüfungsziele durchzuführenden Wirksamkeitsprüfungen, analytischen Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen definiert.

Alle Prüfungshandlungen erfolgten jeweils mit einer Auswahl von bewusst oder repräsentativ ausgewählten Elementen. Die Bestimmung der jeweiligen Auswahl erfolgte in Abhängigkeit von unseren Erkenntnissen über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der Geschäftsvorfälle.

Als Schwerpunkte unserer Prüfung haben wir festgelegt:

Aufbau, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in den Prozessen Verkauf und Einkauf

Bewertung des Vorratsvermögens

An der Inventur der Vorräte haben wir beobachtend teilgenommen, um uns von der ordnungsgemäßen Aufnahme zu überzeugen.

Im Rahmen der Einzelfallprüfungen haben wir Bestätigungen bzw. Mitteilungen und Auskünfte Dritter eingeholt von den für die Gesellschaft tätigen

Kreditinstituten und

Rechtsanwälten.

Bei der Prüfung der versicherungsmathematischen Berechnung

der Pensionsverpflichtungen

der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen

haben wir die Ergebnisse der versicherungsmathematischen Gutachten des Gutachters AON Hewitt Consulting Deutschland GmbH, Mülheim an der Ruhr, jeweils vom 15. November 2018 im Rahmen unserer Prüfung verwendet.

Im Rahmen unserer Prüfung des Lageberichts haben wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft beurteilt. Dabei haben wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durchgeführt. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise haben wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollzogen und die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen beurteilt.

Wir haben die Prüfung im November 2018 (Zwischenprüfung) und in den Monaten Februar und März 2019 bis zum 20. März 2019 durchgeführt.

Zum Abschluss der Prüfung haben wir von den gesetzlichen Vertretern eine schriftliche Erklärung eingeholt, in der diese mit Datum vom 20. März 2019 die Vollständigkeit der uns erteilten Aufklärungen und Nachweise sowie von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht bestätigt haben. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft erteilten alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise.

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. Rechnungslegungsnormen

Der Jahresabschluss war nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellen.

II. Wesentliche Bewertungsgrundlagen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert im Rahmen der gesetzlichen Wahlrechte eine Vielzahl von Bilanzierungs- und Bewertungsentscheidungen seitens der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Im Folgenden gehen wir gemäß § 321 Abs. 2 Satz 4 HGB auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten ein.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang (Anlage I) gemäß § 284 HGB beschrieben.

Im Einzelnen heben wir nachfolgend die unseres Erachtens wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hervor:

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind angemessene Teile der Kosten für allgemeine Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen das verbundene Unternehmen surfactor Americas LLC in Höhe von TEUR 1.343 enthalten. Diese sind teilweise überfällig. Die Forderungen werden sukzessive bezahlt, sodass von der Gesellschaft hier kein Wertminderungsbedarf gesehen wird.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach Maßgabe des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Heubeck Sterbetafeln 2018 G, eines Zinsfußes von 3,21 % p. a., eines Rententrends von 1,8 % und eines Entgelttrends von 2,5 %. Eine Fluktuation wurde durch branchenübliche Standardwerte berücksichtigt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von EUR 1.490.539,00 (Vorjahr: EUR 1.289.399,00). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die von der Gesellschaft zur Absicherung des Währungsänderungsrisikos für US-Dollar abgeschlossenen Geschäfte stellen mit den zugrunde liegenden Forderungen, Bankguthaben und erwarteten Zahlungseingängen in US-Dollar grundsätzlich bei eindeutigem Sicherungszusammenhang eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB dar und sind somit als geschlossenes Geschäft bilanziert worden. Der Marktwert der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte zum Bilanzstichtag beträgt TEUR -19 (Vorjahr: TEUR 56).

Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 der SURFACTOR GERMANY GMBH, Essen, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, (IDW PS 450 n. F.) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. dieses Prüfungsberichts wiedergegeben.

 

Essen, 20. März 2019

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Fritz, Wirtschaftsprüfer

gez. Schmidt, Wirtschaftsprüfer

ANLAGEN

Amtsgericht Essen, HRB 17769

Bilanz

AKTIVA

31.12.2018 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   123.838,98 498.334,20
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.425.369,59   5.487.949,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.042.103,19   5.686.551,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 553.425,07   631.249,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 290.759,74   59.570,82
    11.311.657,59 11.865.322,34
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.156.554,35   26.156.554,35
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.475.810,95   2.675.810,98
    27.632.365,33 28.832.365,33
    39.067.861,90 41.196.021,87
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.407.516,75   2.271.182,25
2. Unfertige Erzeugnisse 38.535,51   22.062,18
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 967.903,28   581.126,99
4. Geleistete Anzahlungen 0,00   2.027,20
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.665,60   -80.126,17
    3.412.289,94 2.796.272,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.991.554,03   2.639.228,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.482.313,45   1.228.993,66
3. Sonstige Vermögensgegenstände 871.014,56   600.262,12
    5.344.882,04 4.468.484,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   2.106.646,72 5.328.242,28
    10.863.818,70 12.592.998,73
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   74.919,87 73.440,75
    50.006.600,47 53.862.461,35

PASSIVA

     
31.12.2018 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00   25.000,00
II. Kapitalrücklage 11.590.000,00   11.590.000,00
III. Gewinnvortrag 10.688.610,85   7.519.946,28
IV. Jahresüberschuss 1.991.705,33   3.168.664,57
    24.295.316,18 22.303.610,85
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL (§ 3 Zonenrandförderungsgesetz)   32.317,20 36.933,96
C. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.644.062,00   7.793.256,00
2. Steuerrückstellungen 47.287,16   1.237.053,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.652.705,77   1.580.343,15
    10.344.054,93 10.610.652,15
D. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.857.142,89   15.214.285,73
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.070.620,05   4.801.355,23
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.047,79   61.555,92
4. Sonstige Verbindlichkeiten 382.101,43   834.067,51
- davon aus Steuern EUR 116.227,78 (Vorjahr: EUR 100.830,15)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 170.064,85 (Vorjahr: EUR 0,00)      
    15.334.912,16 20.911.264,39
    50.006.600,47 53.862.461,35

Gewinn- und Verlustrechnung

2018 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   39.075.214,10   43.510.144,00
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   401.221,02   42.368,88
3. Sonstige betriebliche Erträge   492.399,78   588.042,44
- davon Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil EUR 4.616,76 (Vorjahr: EUR 4.616,76)        
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 53.628,93 (Vorjahr: EUR 29.242,50)        
    39.968.834,90   44.140.555,32
4. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.322.929,04   22.820.925,70  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 23.786,74 21.346.715,78 24.148,98 22.845.074,68
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 7.953.813,85   7.510.834,98  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.343.693,31   2.076.658,63  
- davon für Altersversorgung: EUR 931.522,14 (Vorjahr: EUR 654.496,04)   10.297.507,16   9.587.493,61
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   1.536.178,90   1.641.518,57
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   4.718.242,91   5.293.340,21
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 60.157,02 (Vorjahr: EUR 60.296,15)        
    2.070.190,15   4.773.128,25
8. Ertäge aus Beteiligungen 1.160.000,00   488.857,92  
- davon von verbundenen Unternehmen EUR 1.160.000,00 (Vorjahr: EUR 488.857,92)        
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100.905,70   155.675,20  
- davon von verbundenen Unternehmen EUR 98.820,70 (Vorjahr: EUR 155.577,20)        
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 525.917,01   830.838,26  
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 287.003,00 (Vorjahr: EUR 289.827,00)        
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 231.000,00)   734.988,69   -186.305,14
11. Ergebnis vor Steuern   2.805.178,84   4.586.823,11
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   791.289,60   1.400.875,70
13. Ergebnis nach Steuern   2.013.889,24   3.185.947,41
14. Sonstige Steuern   22.183,91   17.282,84
15. Jahresüberschuss   1.991.705,33   3.168.664,57

Anhang

A. Allgemeine Angaben

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlagen der Erstellung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Ergebnis vor Steuern" erweitert. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatzmethoden und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und mit Nutzungsbeginn planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Die Zugangsbewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erfolgt höchstens zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt, Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen.

Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Im Jahr des Zugangs erfolgte eine zeitanteilige Ermittlung der Abschreibung.

Die planmäßigen Abschreibungen der angeschafften Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bei Gebäuden von 25 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen von 3 bis 20 Jahren und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 5 Jahren linear vorgenommen.

Bei geringwertigen Vermögensgegenständen (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) des Sachanlagevermögens bis EUR 800,00 erfolgt zur Vereinfachung der planmäßigen Abschreibungen eine Sofortabschreibung der Anschaffungs- und Herstellungskosten im Jahr des Zugangs. Das steuerliche Sammelpostenverfahren wurde nicht angewandt.

im Finanzanlagevermögen werden Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen ausgewiesen, sofern sie dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum Nennbetrag.

Sofern zum Abschlussstichtag bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen und Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Eingangsfrachten sowie angemessene Abschläge für Boni, Rabatte und Skonti berücksichtigt. Wertabschläge für veraltete, überlagerte bzw. nicht mehr gängige Bestände bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind abgesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind angemessene Teile der Kosten für allgemeine Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen.

Für unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren erfolgte im Rahmen der sog. retrograden Bewertung zum Abschlussstichtag eine Verlustantizipation durch Vergleich des Verkaufserlöses mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit sie Anzahlungen auf Vorräte betreffen, offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag in Höhe ihrer Anschaffungskosten angesetzt.

Die Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfolgte für Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil resultiert aus steuerlichen Sonderabschreibungen gem. § 3 Zonenrandförderungsgesetz. Der Sonderposten wird entsprechend den steuerlichen Vorschriften spätestens nach Ablauf des Begünstigungszeitraums von jeweils fünf Jahren entsprechend der Restnutzungsdauer der begünstigten Anlagen aufgelöst.

Die bestehenden Pensionsverpflichtungen werden entsprechend versicherungsmathematischem Gutachten nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Bei der Ermittlung des versicherungsmathematischen Passivierungsbetrags wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der neuen "Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 3,21 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 1.491 (Vorjahr: TEUR 1.289). Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,8 % berücksichtigt. Da der vorhandene Bestand für eigenständige statistische Auswertungen zu klein ist, wurden branchenübliche Standardwerte zur Bewertung der Fluktuationswahrscheinlichkeit verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Für die Rückstellung der Jubiläumszuwendungen wurde als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren das Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet und ein Rechnungszinssatz von 2,32 % p. a. (von der Deutschen Bundesbank veröffentlichter durchschnittlicher Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt) zugrunde gelegt. Auch hier wird eine Einkommensdynamik von 2,5 % unterstellt sowie die Richttafeln 2018 G angewendet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,20% im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die wesentlichen Differenzen ergeben sich aus den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Jubiläum.

2. Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Devisentermingeschäfte

Entsprechend § 254 HGB wurden Bewertungseinheiten zwischen Devisentermingeschäften und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankbestand in US-Dollar gebildet. Durch die Bildung dieser Bewertungseinheiten sollen Währungsänderungsrisiken abgesichert werden.

Zur Absicherung der Risiken durch Schwankungen der US-Dollar Währung aus Geschäften in US-Dollar (i. W. mit den USA) hat die Gesellschaft mehrere Devisentermingeschäfte im Rahmen eines Portfolio-Hedges abgeschlossen. Diese Geschäfte und die Vermögensgegenstände in US-Dollar werden zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB zusammengefasst. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode.

Die wirtschaftliche Verknüpfung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft wird hinreichend im Nebenbuch dokumentiert. Ebenso wird die Effektivität der Sicherungsbeziehung regelmäßig überwacht. Hierzu wird die dollar-offset-Methode verwendet.

Zum 31.12.2018 betrug das USD-Volumen bestehend aus Bankbestand und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TUSD 1.883. Gleichzeitig bestanden Sicherungsgeschäfte i.H.v. TUSD 1.200 mit einem Marktwert von TEUR -19.

Bis zum 30. September 2019 werden sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme voraussichtlich ausgleichen.

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage I, Seite 15) dargestellt.

Finanzanlagevermögen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter den Finanzanlagen des Anlagevermögens werden folgende Beteiligungen mit einem Anteil am Kapital von mindestens 20 % ausgewiesen:

Anteilsquote
(%)
Währung Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis nach lokalem Recht
TEUR
Surfactor Finland Oy, Kitee/Finnland 100,00 EUR 2.602 1.184
Surfactor Americas LLC, Delaware/USA 100,00 EUR -827 -227
Lahnpaper GmbH, Lahnstein 29,00 EUR 6.567 1.540
L.P. Pacific Films Sdn. Bhd. 100,00 EUR 5.746 418

Der letzte festgestellte Jahresabschluss ist jeweils der zum 31. Dezember 2017.

Bei Beteiligungen außerhalb des Euroraums wurden die Angaben mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Gesellschafter

Es handelt sich bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.482 (Vorjahr: TEUR 1.229).

3. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2018 unverändert TEUR 25. Am Bilanzstichtag war das Stammkapital voll eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2018 unverändert TEUR 11.590.

4. Sonderposten mit Rücklageanteil

Aus dem Sonderposten mit Rücklageanteil (§ 3 Zonenrandförderungsgesetz) wurde im Berichtsjahr ein Betrag von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) aufgelöst.

5. Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Der Altersvorsorgeaufwand in Höhe von TEUR 1.054 (Vorjahr: TEUR 779) setzt sich aus der Zinskomponente in Höhe von TEUR 283 (Vorjahr: TEUR 284), die im Finanzergebnis innerhalb des Postens "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen wird, und dem Dienstzeitaufwand abzüglich Zinsanpassung in Höhe von TEUR 771 (Vorjahr: TEUR 495), ausgewiesen im "Personalaufwand", zusammen. Der Unterschiedsbetrag von TEUR 1.491 unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Zu einigen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen i. S. v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen und daher mit den Pensionsverpflichtungen saldiert wurden. Da ein Zeitwert für die Lebensversicherungsverträge nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Rückdeckungsversicherungen mit dem Aktivwert und damit mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sowohl die Anschaffungskosten als auch der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung betragen TEUR 100.

Sonstige Rückstellungen

Folgende Rückstellungen von nicht unerheblichem Umfang sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten:

2018
TEUR
Vorjahr
TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 1.043 784
Umsatzboni 93 300
Gewährleistung 80 77
Sonstige 437 419
  1.653 1.580

Die personalbezogenen Rückstellungen enthalten u. a. Rückstellungen für Resturlaub und Überstunden, Jubiläum sowie Erfolgsbeteiligung.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Es handelt sich bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 62).

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2018 in TEUR:

31.12.2018
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.857 8.000 0 10.857
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.071 0 0 4.071
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25 0 0 25
4. Sonstige Verbindlichkeiten 382 0 0 382
- davon aus Steuern 116 0 0 116
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 170 0 0 170
  7.335 8.000 0 15.335
31.12.2017
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.857 12.357 357 15.214
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.801 0 0 4.801
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 62 0 0 62
4. Sonstige Verbindlichkeiten 834 0 0 834
- davon aus Steuern 101 0 0 101
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
  8.554 12.357 357 20.911

Für das unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene Darlehen zur Finanzierung der Anteile an der L.P. Pacific Films Sdn. Bhd. (Stand zum 31. Dezember 2018 TEUR 8.000) besteht eine erstrangige Grundschuld in Höhe von EUR 10 Mio. auf die Betriebsimmobilie in Schöppenstedt.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine berichtspflichtigen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 723; davon sind TEUR 226 innerhalb eines Jahres fällig. Soweit es sich um Leasingverträge für langfristige Vermögenswerte handelt, ergibt sich hieraus ein Liquiditätsvorteil.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich - aufgegliedert nach Produktgruppen - wie folgt zusammen:

2018
TEUR
2017
TEUR
Dekorative Melaminfilme 6.972 8.277
Technische Filme 31.309 34.488
Flooring/Sonstiges 794 746
  39.075 43.511

Unterteilt nach geographischen Gesichtspunkten ergibt sich folgende Zusammensetzung:

2018
TEUR
2017
TEUR
Inland 8.735 9.152
Europa 25.516 27.856
Übrige Länder 4.824 6.503
  39.075 43.511

2. Erträge, die anderen Geschäftsjahren zuzurechnen sind

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 172 (Vorjahr: TEUR 310) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 301) resultieren.

D. Sonstige Angaben

1. Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

2018
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 43
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 23
Sonstige Leistungen 3
  69

2. Organe der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2018 waren Mitglieder der Geschäftsführung:

 

Valerie Kreideweis, Baden-Baden

Kaufmännische Geschäftsführung

 

Dr. Gunther Martin, Braunschweig

Geschäftsführer Strategie und Vertrieb

 

Alfred Engelshove, Lingen

Stellvertretender Geschäftsführer Technik

Von der Schutzklauset gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 120 Mitarbeiter ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende beschäftigt, davon waren 55 Angestellte und 65 gewerbliche Arbeitnehmer.

4. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Kajo Neukirchen GmbH, Eschborn. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kajo Neukirchen GmbH, Eschborn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der von der Kajo Neukirchen GmbH, Eschborn, auf den 31. Dezember 2018 nach HGB aufgestellte und geprüfte Konzernabschluss ist nach Offenlegung beim Bundesanzeiger erhältlich.

Die SURFACTOR GERMANY GMBH stellt aufgrund des befreienden Konzernabschlusses der Muttergesellschaft gemäß § 291 Abs. 1 HGB keinen eigenen Konzernabschluss / Konzernlagebericht auf.

5. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es bestehen keine Vorkommnisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten ist.

 

Essen, den 20. März 2019

SURFACTOR GERMANY GMBH

Die Geschäftsführung

Valerie Kreideweis

Dr. Gunther Martin

Alfred Engelshove

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.982.212,63 18.937,70 14.620,75 671,69 4.015.099,39
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.229.912,46 158.586,70 0,00 0,00 7.388.499,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.998.254,91 115.295,32 33.085,16 139.154,13 16.007.481,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.359.186,44 52.783,64 6.378,40 120.046,81 1.298.301,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.570,82 290.759,74 -54.084,31 5.486,51 290.759,74
  24.646.924,63 617.425,40 -14.620,75 264.687,45 24.985.041,83
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.156.554,35 0,00 0,00 0,00 26.156.554,35
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.675.810,98 0,00 0,00 1.200.000,00 1.475.810,98
  28.832.365,33 0,00 0,00 1.200.000,00 27.632.365,33
  57.461.502,59 636.363,10 0,00 1.465.359,14 56.632.506,55
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.483.878,43 408.053,67 671,69 3.891.260,41
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.741.962,47 221.167,10 0,00 1.963.129,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.311.703,29 770.090,19 116.415,41 10.965.378,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 727.936,53 136.867,94 119.927,87 744.876,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.781.602,29 1.128.125,23 236.343,28 13.673.384,24
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  16.265.480,72 1.536.178,90 237.014,97 17.564.644,65
Buchwerte
Stand 31.12.2018
EUR
Stand Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.838,98 498.334,20
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.425.369,59 5.487.949,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.042.103,19 5.686.551,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 553.425,07 631.249,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 290.759,74 59.570,82
  11.311.657,59 11.865.322,34
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.156.554,35 26.156.554,35
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.475.810,98 2.675.810,98
  27.632.365,33 28.832.365,33
  39.067.861,90 41.196.021,87

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018

Grundlagen des Unternehmens

Die SURFACTOR GERMANY GMBH ("surfactor") entwickelt, produziert und vertreibt an den Standorten Schöppenstedt und Essen (beide Deutschland) sowie über eine finnische, eine US-amerikanische und eine malaysische Tochtergesellschaft papierbasierte Oberflächenmaterialien, die größtenteils in der Holzwerkstoff- und Bauindustrie eingesetzt werden.

Am Produktionsstandort Schöppenstedt bei Braunschweig wird nahezu das gesamte Produktportfolio an Oberflächenfilmen für die Holzwerkstoffindustrie hergestellt, während die Standorte Kitee (Finnland) und Pasing Gudang (Malaysia) fast ausschließlich Oberflächen für die Sperrholzindustrie herstellen. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft ist eine reine Vertriebsgesellschaft, über die der nordamerikanische Markt bedient wird.

Die Gesellschaft hat sich hauptsächlich auf die Märkte in Zentral-, Nord- und Osteuropa einschließlich Russland konzentriert; es werden in zunehmendem Maße jedoch auch die Überseemärkte in Nord- und Südamerika und Asien beliefert. Zu den Hauptkunden zählen multinational agierende Plattenhersteller, aber auch kleinere, eher lokal tätige Beschichtungsunternehmen.

Die Aktivitäten der SURFACTOR GERMANY GMBH werden aus Markt- und aus Steuerungssicht in die Segmente Plywood Surfaces, Individual Solutions und Melamine Furniture aufgeteilt. Im Segment Plywood Surfaces werden im Wesentlichen Oberflächen für die Sperrholzindustrie entwickelt, gefertigt und vertrieben. Das Segment Melamine Furniture bedient hauptsächlich den Bereich Spanplatten der Holzwerkstoffindustrie. Das Segment Individual Solutions umfasst größtenteils Klebefilme und Spezialanfertigungen.

Die Kajo Neukirchen GmbH hielt am Bilanzstichtag weiterhin alle Anteile an der SURFACTOR GERMANY GMBH. Die SURFACTOR GERMANY GMBH wiederum hält weiterhin 100 % der Anteile an der Tochtergesellschaft in Finnland, der surfactor Finland Oy, Kitee/Finnland und an der Tochtergesellschaft in den USA, der sufactor Americas LLC, Delaware/USA.

Im Geschäftsjahr 2015 erwarb die Kajo Neukirchen GmbH die Papierfabrik Lahnpaper GmbH in Lahnstein, an der die SURFACTOR GERMANY GMBH seither zu 29 % beteiligt ist.

Seit November 2016 hält die SURFACTOR GERMANY GmbH 100 % der Anteile an der L.P. Pacific Films Sdn. Bhd., Pasing Gudang, Malaysia.

Sowohl die deutsche Muttergesellschaft als auch die finnische und die malaysische Tochtergesellschaft sind nach ISO 9001, ISO 14001, OHAS 18001 und FSC zertifiziert.

1. Geschäftsverlauf 2018

1.1. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaft

Nach bisher vorliegenden Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist davon auszugehen, dass das weltweite Wirtschaftswachstum in 2018 bei 3,7 % lag. Für das Jahr 2019 erwartet der IWF ein Wachstum von 3,5 %; die Weltbank geht von einem Wachstum von 2,9 % aus. Beide Institute haben damit ihre Erwartungen gegenüber den letzten Prognosen nach unten angepasst.

Für die USA und die Euro-Zone wird ein Wachstum in 2019 von 2,5 % bzw. 1,6 % erwartet. Damit liegen die Wachstumsprognosen unter den Wachstumsraten in 2018 (2,9 % bzw. 1,8 %). Für China rechnet der IWF mit 6,2 % Wachstum in 2019 und damit ebenfalls einem nochmals geringeren Wachstum als in 2018 (6,6 %). Für den für surfactor wichtigen Absatzmarkt Russland geht der IWF von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung im Jahr 2019 von 1,6 % aus (2018: 1,7 %). Insbesondere in dieser Region werden auch die weitere Entwicklung des Ölpreises, der Ukraine-Krise und der Sanktionen eine wichtige Rolle spielen.

Die reduzierte Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft ist lt. IWF u.a. auf die wachsenden Handelsspannungen zwischen den USA und China, die Diskussion um Dieselfahrverbote und die damit verbundene Abschwächung der Automobilindustrie sowie auch durch die Unsicherheiten durch den bevorstehenden Brexit zurückzuführen.

Neben diesen leicht schlechteren Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr in einigen für unsere Technischen Filme wichtigen Märkten entwickeln sich die besonders wichtigen weltweiten Bauaktivitäten jedoch weiter positiv. Wachsender Wohlstand in etlichen bevölkerungsreichen Schwellenländern und ein weltweiter Trend zur Urbanisierung führen zu einem langfristig positiven Trend der weltweiten Hochbauaktivitäten.

Branche und Wettbewerbssituation

Bereits im 3. und 4. Quartal 2017 kam es insbesondere im Sperrholzmarkt zu einer Verringerung der Nachfrage. Dies ist darin begründet, dass die Sperrholzhersteller in Nordeuropa und Russland aufgrund eines niederschlagreichem Herbst und einer unerwartet spät einsetzenden Frostphase keine ausreichenden Holzmengen aus den Wäldern bringen konnten. Etliche Sperrholzwerke produzierten mit reduzierter Kapazität in den Herbst- und Wintermonaten. Ferner werden (knappe) Sperrholzbestände in steigendem Maße für den Bau von Frachtschiffen für LNG verwendet.

Durch die Akquisition der finnischen Imprägnierkapazitäten der Firma Kotkamills Oy durch das koreanische Unternehmen Dongwha im Herbst 2017 hat sich der Markt für hochwertige Sperrholzoberflächen weiter konsolidiert. Der Wettbewerbsdruck ist dadurch insbesondere auf dem russischen Markt weiter gestiegen. Mittelfristig geht der europäische Sperrholzmarkt von einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich aus.

Im Melamingeschäft hat sich die allgemeine Marktsituation für surfactor weiter verschlechtert. Rückläufiger Möbelabsatz in Zentraleuropa und eine anhaltende Strukturschwäche beim Laminatfußboden erzwingen kontinuierliche Kapazitätsanpassungen in der gesamten Wertschöpfungskette. Neue Kapazitäten in aktuell wachsenden Märkten wie zum Beispiel USA erhöhen diesen Anpassungsdruck zusätzlich, da dadurch bisher bestehende Exportmärkte wegfallen. Der Markt ist deshalb weiterhin von Überkapazitäten und einem damit verbundenen Kosten- und Preisdruck geprägt. Als Folge dieser Situation sind weitere Konsolidierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Jahr 2018 vollzogen worden sowie weitere werden für das Jahr 2019 erwartet.

Die Versorgungssituation mit Rohstoffen insbesondere bei Rohmelamin, Phenol und weiteren Rohstoffen war in 2018 im Wesentlichen ausgeglichen, bei einigen Rohstoffen teilweise auch eng. Das Preisniveau war daher im Jahresverlauf weiter steigend. Die aktuelle Wettbewerbssituation, Konzentrationsprozesse auf Kundenseite sowie weiter gestiegene Nachfrage nach Rohstoffen und Sperrholzplatten aus China lassen erwarten, dass sich der Preisdruck auf die Produkte grundsätzlich weiter erhöhen wird. Dies gilt auch für Kraftpapier. Wie von einem Hersteller Mitte 2017 bekannt gegeben, hat dieser eine Produktionsstätte Anfang 2019 stillgelegt.

Geschäftsverlauf

Das Segment der dekorativen Melaminfilme erzielte im Geschäftsjahr wie erwartet einen rückläufigen Umsatz. Der Umsatzrückgang betraf v.a. Kunden in Nord- und Osteuropa sowie in den USA.

Im größten Produktsegment der Technischen Filme (Plywood Surfaces und Individual Solutions) wurden gegenüber dem Jahr 2017 geringere Umsätze verzeichnet, wobei im 4. Quartal 2018 die Umsätze wieder höher ausfielen als im Vorjahresquartal. Der Umsatzrückgang ist u.a. auf einen zu warmen Winter und damit einhergehende Versorgungsengpässe der Sperrholzhersteller in Russland und Finnland mit Holz sowie verstärkten Wettbewerb aus Asien zurückzuführen. Auf dem russischen Markt wurden daher in der Gesamtjahresbetrachtung geringere Umsätze gegenüber dem Vorjahr erzielt, wobei auch hier ein deutlich positiver Trend im 4. Quartal 2018 erkennbar ist. Umsatzsteigerungen konnten u.a. in den USA erzielt werden.

Für das Jahr 2019 gehen wir auf Grund teilweise deutlich erhöhter Rahmenverträge mit Kunden von einer weiteren Belebung der Nachfrage für Standard-Sperrholzoberflächen aus. Deutliches Wachstum erwarten wir darüber hinaus durch die Einführung einer Reihe von neuen Produkten und die weitere Bearbeitung neuer regionaler Märkte.

Die Auslastung lag in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 unter unseren Erwartungen. Daher wurden Instrumente wie Kurzarbeit, Fluktuation und eine moderate Anpassung der Overhead-Strukturen genutzt, um Personalkapazitäten dem Umsatzniveau anzugleichen.

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 120 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende) beschäftigt, davon waren 55 Angestellte und 65 gewerbliche Arbeitnehmer. Die Mitarbeiterzahlen haben sich damit gegenüber dem Vorjahr leicht verringert.

Besondere Ereignisse im abgelaufenen Geschäftsjahr

Einer unserer bisherigen Lieferanten von Natronkraftpapier hat im Sommer 2017 mitgeteilt, dass er Ende 2018 einen seiner Produktionsstandorte aufgeben wird. Die Schließung ist wie angekündigt im Januar 2019 erfolgt. Der Kraftpapierbedarf der SURFACTOR GERMANY GMBH konnte für 2019 durch den Abschluss von Rahmenverträgen gesichert werden. Die Qualifizierung von neuen Papierliefertanten wurde im Jahr 2018 begonnen und stellt für das Jahr 2019 eine wesentliche Aufgabe dar.

Die Auslastung lag in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 unter unseren Erwartungen. Daher wurden Instrumente wie Kurzarbeit, Fluktuation und eine moderate Anpassung der Overhead Strukturen genutzt, um Personalkapazitäten dem Umsatzniveau anzugleichen.

Ferner wurde in Form einer Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat die temporäre Einführung der 35-Stunden Woche für die tariflichen Mitarbeiter der SURFACTOR GERMANY GMBH ab dem 01. Januar 2019 vereinbart. Aufgrund der guten Auftragslage zu Beginn des Jahres 2019 wurde mit Wirkung zum 01. März 2019 die 35-Stunden-Woche wieder aufgehoben und zur normalen tariflichen Arbeitszeit zurückgekehrt bzw. im direkten Bereich die Kapazität durch regelmäßige Sonderschichten aufgestockt

Im Lauf des Jahres 2018 wurde intensiv an der Entwicklung von Oberflächenfilmen für neue Anwendungsbereiche gearbeitet. Im 4. Quartat 2018 konnten erstmals kommerzielle Lieferungen von Oberflächen zur Beschichtung von OSB-Platten erfolgreich ausgeliefert werden.

Neben den o.g. Personalmaßnahmen sowie Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten wurden Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprojekte erfolgreich durchgeführt.

1.2. Ertragslage

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresüberschuss von EUR 2,0 Mio. abgeschlossen und hat somit das Ergebnis des Vorjahres (EUR 3,2 Mio.) nicht erreicht. Das Ergebnis vor Steuern betrug dabei bei etwas geringerem Umsatz EUR 2,8 Mio. (Geschäftsjahr 2017: EUR 4,6 Mio.).

Der Umsatz hat sich im Jahr 2018 um EUR 4,4 Mio. auf EUR 39,1 Mio. verringert. Dies ist i. W. auf das Segment Technical Films (EUR -3,2 Mio.), jedoch auch auf den Produktbereich Melamine Furniture (EUR -1,3 Mio.) zurückzuführen. Während der weitere Rückgang des Umsatzes im Segment Melamine Furniture aufgrund der o.g. Marktentwicklungen unseren Erwartungen entsprach, lag der Umsatz im Segment Technical Films deutlich unter den Erwartungen.

Über alle Segmente betrachtet zeigte das Verkaufsvolumen einen stärkeren Rückgang (-15,3 %) als der Umsatz. Dies ist auf im Lauf des Jahres steigende Rohstoffkosten, die zum Teil an den Markt weitergegeben wurden, sowie auf eine Veränderung des Produktportfolios zurückzuführen.

Die im Geschäftsjahr 2018 getätigten Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

2018
TEUR
2017
TEUR
Inland 8.735 9.152
Europa (inkl. Russland) 25.516 27.856
Übrige Länder 4.824 6.503
  39.075 43.511

Nach Produktsektoren gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2018
TEUR
2017
TEUR
Melamine Furniture 6.972 8.277
Technical Films 31.309 34.488
Sonstiges 794 746
  39.075 43.511

Der Materialaufwand konnte gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,5 Mio. auf EUR 21,3 Mio. gesenkt werden (-6,9 %). Dies spiegelt zum einen den Umsatzrückgang (-10,2 %) wieder, zeigt jedoch zusätzlich den Anstieg der Rohstoffkosten und den geänderten Produktmix.

Der Personalaufwand war im Berichtsjahr rd. EUR 0,7 Mio. höher als im Vorjahr. Aufgrund von Personalmaßnahmen wurden Abfindungsleistungen gebucht. Ferner war die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aufgrund des wiederum geringeren Rechnungszinssatzes sowie des Zugrundlegens geänderter Sterbetafeln um EUR 0,3 Mio. höher als im Vorjahr. Dem gegenüber steht ein geringerer operativer Personalaufwand auf Grund von Kurzarbeit und etwas geringeren Bonuszahlungen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen verringerten sich in 2018 um EUR 0,1 Mio. auf EUR 1,5 Mio. Die Erhöhung durch den Ganzjahreseffekt durch den Neubau in Schöppenstedt wurde durch das Auslaufen der Abschreibung des im Jahr 2013 eingeführten ERP Systems kompensiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 0,5 Mio. rund EUR 0,1 Mio. unter dem Vorjahreswert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten mit EUR 4,7 Mio. gegenüber dem Jahr 2017 um rund EUR 0,6 Mio. reduziert werden. Dies ist i.W. auf Kostensenkungs- und Verbesserungsmaßnahmen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,9 Mio. auf EUR +0,7 Mio. Es konnten um EUR 0,7 Mio. höhere Erträge aus Beteiligungen durch Ausschüttungen der Lahnpaper GmbH erzielt werden. Diese wurden für Sondertilgungen auf die bestehenden Bankdarlehen eingesetzt, womit ferner die Zinsbelastung weiter zurückgeführt wurde.

Der Jahresüberschuss beträgt somit im Geschäftsjahr 2018 EUR 2,0 Mio., das EBT liegt im Geschäftsjahr bei EUR 2,8 Mio.

1.3. Finanzlage: Kapitalstruktur und Finanzierung

Der Cashflow i. e. S. auf Basis eines um die Abschreibungen sowie die Veränderung der Rückstellungen korrigierten Jahresergebnisses erreichte im Berichtsjahr EUR 3,3 Mio. und lag damit unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 4,7 Mio.).

Die Eigenkapitalquote stieg im Jahr 2018 aufgrund des Zuwachses des Eigenkapitals bei etwas verringerter Bilanzsumme von 41,4 % auf nunmehr 48,6 %.

Die Finanzierung des Neubaus in Schöppenstedt ist durch ein Bankdarlehen in Höhe von insgesamt EUR 4,0 Mio. erfolgt. Tilgungen erfolgen quartalsweise seit März 2017. Der Darlehensstand zum 31. Dezember 2018 betrug EUR 2,9 Mio.

Die Akquisition der L.P. Pacific Films Sdn. Bhd. wird seit dem 1. Quartal 2017 durch eine Bankfinanzierung in Höhe von ursprünglich EUR 16,0 Mio. finanziert. Regeltilgungen erfolgen quartalsweise. Zum 31. März 2018 und 31. Dezember 2018 wurden ferner Sondertilgungen in Höhe von insgesamt EUR 1,5 Mio. vorgenommen. Der Darlehensstand zum 31. Dezember 2018 betrug EUR 8,0 Mio.

Des Weiteren bestehen weiterhin Rahmenkreditverträge mit zwei Banken über je EUR 2,0 Mio., die im Jahr 2018 nicht in Anspruch genommen wurden. Die Kreditkonditionen der Rahmenkreditverträge sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Daneben nutzt die Gesellschaft wie im Vorjahr in begrenztem Umfang Leasingverträge als außerbilanzielle Finanzierungsquellen.

Für die Bankdarlehen wurden keine Zinssicherungen abgeschlossen. Die Zinsentwicklung wird laufend beobachtet. Bei einer erwarteten wesentlichen Veränderung wird der Abschluss von Sicherungsgeschäften geprüft.

Die mit den finanzierenden Banken vereinbarten Finanzkennzahlen wurden zum 31. Dezember 2018 eingehalten.

Zum Bilanzstichtag belaufen sich die liquiden Mittel auf EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.).

Leasing-, Options- und andere Finanzierungsverträge, die eine umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung auslösen können, welche für die Liquidität von erheblicher Bedeutung sind, bestehen nicht.

Mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind wir für das Gesamtjahr 2018 nicht ganz zufrieden, sehen jedoch eine deutlich positive Tendenz seit dem 4. Quartal 2018. Dieser positive Trend setzt sich auch zu Beginn des Jahres 2019 fort.

Investitionen und Forschung und Entwicklung

Das Investitionsvolumen in Sachanlagen im Jahr 2018 betrug insgesamt EUR 0,6 Mio. Diese betreffen im Wesentlichen die Investition in eine Druckmaschine in Schöppenstedt sowie die Bereiche Fertigung und IT.

Für das Jahr 2019 sind Investitionen im niedrigen einstelligen Mio.-Bereich geplant, wobei im Wesentlichen Projekte zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit geplant sind. Die Finanzierung ist aus Eigenmitteln geplant.

Die Forschung und Entwicklung ist für unseren Erfolg ein wesentlicher Baustein. Dabei fokussieren wir uns neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung bestehender Produkte auf die Neuentwicklung weiterer Produkte, um weiterhin erfolgreich in unseren Märkten zu agieren und weitere Märkte zu erschließen.

Im Rahmen unserer Entwicklung arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen und berücksichtigen so deren Bedürfnisse. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bewegen sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

1.4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert und beträgt zum 31. Dezember 2018 EUR 50,0 Mio. (Vorjahr EUR 53,9 Mio.).

Auf der Aktivseite besteht die wesentliche Veränderung in der Reduzierung der liquiden Mittel (EUR -3,2 Mio. ggü. Vorjahr) sowie der Finanzanlagen (EUR -1,2 Mio.) aufgrund der weiteren planmäßigen Tilgung von Intercompany-Darlehen. Dagegen wurden Vorräte in Höhe von EUR 0,6 Mio. aufgebaut, was vor allem im Aufbau von Fertigwarenbeständen zur Bedienung der großen Nachfrage im Januar 2019 begründet ist. Während sich das Sachanlagevermögen um ca. EUR 0,6 Mio. verringert hat, wurden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in gleichem Maße aufgebaut.

Auf der Passivseite der Bilanz ergaben sich die Änderungen gegenüber 2017 hauptsächlich im Eigenkapital (EUR +2,0 Mio.) sowie bei den Darlehensverbindlichkeiten (EUR -4,4 Mio.), den Rückstellungen (EUR -0,3 Mio.) und den übrigen Verbindlichkeiten (EUR -1,2 Mio.).

Die Bankverschuldung des Unternehmens (EUR 10,9 Mio.) hat sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 15,2 Mio.) stark reduziert. Neben den Regeltilgungen wurden Sondertilgungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. geleistet. Es wurde keine Dividende an den Gesellschafter ausgeschüttet (Vorjahr: EURO Mio.).

2. Prognosebericht

Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2019 eine Steigerung des Umsatzes in der Größenordnung von 8 bis 10 %. Dies entspricht zum einen unseren Erwartungen an die Entwicklung unserer Marktposition und resultiert ferner aus der geplanten erfolgreichen Markteinführung neuer Produkte sowie der weiteren Erschließung des US-Marktes für Technische Filme.

Durch die positive Geschäftsentwicklung und enge Kundenbindung sowie die finanzielle Stärke des Gesellschafters ergeben sich Chancen für das Unternehmen, aber natürlich auch Herausforderungen. Die Geschäftsführung bewertet die sich aus den derzeitigen Rahmenbedingungen ergebenden Möglichkeiten als positiv und erwartet eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens in den nächsten Jahren.

Im Einzelnen werden für die wesentlichen Leistungsindikatoren wie z. B. Umsatzerlöse in 2019 Steigerungen gegenüber dem Berichtsjahr erwartet. Für die Ergebnisentwicklung wird in 2019 ebenfalls eine leicht positive Tendenz erwartet.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1. Risiko- und Chancenmanagement-Systeme

Die im Unternehmen eingesetzten Planungs-, Informations- und Kontrollsysteme erlauben uns eine zeitnahe Identifikation von Chancen und Risiken. In den Planungsprozessen werden konservative Annahmen getroffen und Chancen und Risiken in Betracht gezogen. Budgets und Forecasts werden regelmäßig dem Gesellschafter vorgelegt.

Es werden Monatsabschlüsse und darauf basierende umfangreiche Analysen erstellt, die eine zeitnahe Feststellung von signifikanten Plan-Ist-Abweichungen ermöglichen. Aus den Analysen abgeleitete Maßnahmen werden in monatlichen Review-Meetings des Managements erörtert. Ferner bestehen in den einzelnen Abteilungen Berichtssysteme, um Risiken und Chancen zeitnah zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

3.2. Signifikante Einzelrisiken und -Chancen

Im Folgenden werden einzelne Risiken und Chancen genauer betrachtet:

Währungen

Der weitaus größte Teil des Geschäfts der SURFACTOR GERMANY GMBH wird in EUR abgewickelt, ebenso lauten die Darlehensverbindlichkeiten ausnahmslos auf EUR. Das Risiko von Währungskursschwankungen ist daher begrenzt und im Wesentlichen durch die Schwankungen des USD zum Euro geprägt, wobei weniger als 10 % des Umsatzes im Jahr 2018 in USD erzielt wurden. Das USD-Kursrisiko wird mit klassischen Sicherungsinstrumenten wie z.B. Devisentermingeschäften, teilweise auch als Portfolio-Hedge sowie über Währungskursklauseln in langfristigen Lieferverträgen abgesichert. Entsprechend werden Bewertungseinheiten gebildet.

Auf der Beschaffungsseite stellen Lieferanten, die in Fremdwährung fakturieren, ebenfalls nur einen sehr kleinen Anteil dar.

Forderungsmanagement

Der überwiegende Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Dennoch besteht für einen Teil der Forderungen keine Absicherung. Der Teil, für den keine Versicherung abgeschlossen wurde, wird durch interne Kreditlimite und regelmäßige Bonitätsprüfungen und Risikoanalysen überwacht. Teilweise werden Kunden nur gegen Vorauskasse beliefert.

Liquidität

Die Liquidität der SURFACTOR GERMANY GMBH wird durch verschiedene Werkzeuge regelmäßig überwacht und gesteuert. Es bestehen Kreditlinien bei Kreditinstituten, die derzeit nicht genutzt werden. Die Finanzierungspolitik ist auf die Sicherstellung von Unabhängigkeit und Ausgewogenheit der Finanzierungsmaßnahmen ausgerichtet.

Zinsentwicklung

Zinsen auf die Ratentilgungsdarlehen sind derzeit nicht abgesichert. Die Entwicklung des Zinsniveaus wird laufend beobachtet. Bei einer zu erwartenden wesentlichen Veränderung wird der Abschluss von Sicherungsgeschäften geprüft.

Beschaffungsmärkte

Die Beschaffungsmärkte stellten sich in 2018 überwiegend ausgewogen dar. Wesentliche Rohstoffe unterlagen keinen wesentlichen Versorgungsengpässen, wobei Preisanstiege sowohl in 2018 als auch zu Beginn des Jahres 2019 zu beobachten sind.

Einer unserer bisherigen Lieferanten von Natronkraftpapier hat im Sommer 2017 mitgeteilt, dass er Ende 2018 einen seiner Produktionsstandorte aufgeben wird. Die Schließung ist wie angekündigt im Januar 2019 erfolgt. Der Kraftpapierbedarf der SURFACTOR GERMANY GMBH konnte für 2019 durch den Abschluss von Rahmenverträgen gesichert werden. Die Qualifizierung von neuen Papierliefertanten wurde im Jahr 2018 begonnen und stellt für das Jahr 2019 eine wesentliche Aufgabe dar. Darüber hinaus schätzen wir die Risiken am Beschaffungsmarkt als eher gering ein, auch wenn vereinzelt Engpässe zu beobachten sind.

Langfristige Verträge bei der Strom- und Erdgasversorgung begrenzen die Risiken durch steigende Energiekosten in 2019. Die Entwicklungen der EEG-Umtage belasten jedoch das zukünftige Unternehmensergebnis signifikant.

Absatzmärkte

Bei weiter sinkender Spanplatten- und MDF-Produktion in Deutschland wird sich die schwierige Lage im Bereich der melaminimprägnierten Papiere weiter verstärken. Durch die Entstehung neuer Imprägnierkapazitäten in den USA sehen wir verstärkten Wettbewerbsdruck für die Absatzmöglichkeiten in Nordamerika. Dennoch ist die SURFACTOR GERMANY GMBH durch ihr sehr spezialisiertes Produktportfolio, einen sehr effizienten Produktionsprozess und langfristige Kundenbeziehungen in diesem Bereich für den weiteren Wettbewerb gut aufgestellt.

Im Segment Technische Filme erwartet der Markt ein weiteres Wachstum für 2019. Risiken bestehen durch das weitere Eindringen asiatischer Produzenten in den europäischen bzw. russischen Markt sowie gegebenenfalls durch das Erstarken des entstandenen russischen Wettbewerbers oder durch einen Nachfrageeinbruch im Bereich Bau, PKW und LKW in Folge einer möglichen Weltwirtschaftskrise. Des Weiteren stellen die wirtschaftliche Entwicklung Russlands sowie der USA und Chinas vor dem Hintergrund der Handelsbeschränkungen wesentliche Risiken dar. Dies gilt auch für die sich abschwächende Automobilindustrie, weitere potentielle Strafzölle zwischen der EU und USA und ggf. auch für die Auswirkungen des bevorstehenden Brexits.

Chancen sehen wir in unserem tiefgreifenden Produkt-Know-how, kontinuierlichen Weiterentwicklungen bestehender Produkte auf der einen Seite sowie eine Reihe von neuen Produkten für neue Anwendungsfälle auf der anderen Seite und in unserer etablierten Vertriebsstruktur und der damit verbundenen Kundentreue. Die Markteinführung neuer Produkte sowie die weitere Erschließung des US-Marktes für Technische Oberflächen sowie des Asiatischen Marktes unterstützt durch die Tochtergesellschaft in Malaysia stellen wesentliche Entwicklungschancen für 2019 dar.

Die Auswirkungen des Industriespionagefalls in Russland sowie sich etablierende lokale russische Wettbewerber stellen auf der anderen Seite auch für 2019 Risiken für unsere Entwicklung in dieser Region dar.

Risiken in der IT-Infrastruktur

Die SURFACTOR GERMANY GMBH hat für die vorhersehbaren IT-Risiken Notfall- und Geschäftsfortführungspläne erarbeitet. Durch eine eigene, qualifizierte IT-Abteilung sehen wir uns auf unerwartete Störungen ausreichend vorbereitet.

Gesamtbild der Risikolage des Unternehmens

Die Risiken des Unternehmens im Bereich der Währungsgeschäfte sowie der Forderungen sind soweit möglich abgesichert, so dass diese als gering einzustufen sind. Den Risiken am Beschaffungsmarkt und hier insbesondere beim Bezug von Papier für die Technischen Oberflächenfilme wirken wir aktiv entgegen. Die zu erwartenden Risiken beim Absatzmarkt werden durch realistisch eingeschätzte Chancen weitestgehend aufgewogen.

Insgesamt ist die SURFACTOR GERMANY GMBH in diesem Bereich für die Zukunft sehr gut gerüstet.

 

Essen, 20. März 2019

Die Geschäftsführung

Valerie Kreideweis

Dr. Gunther Martin

Alfred Engelshove

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