OSRAM OLED GmbHLiquidated

93055 Regensburg, DEU

Master Data

Registry
Register court Regensburg HRB 14247
Registered
6/2/2014
Industry
Manufacture of electric lighting equipmentManufacture of electronic components n.e.c.Manufacture of consumer electronics
Purpose
Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Produkten auf Basis von optoelektronischen Halbleitern

History

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Management

NameRole
Wolfgang Lex
since 4/23/2018
Procura
Anke Flügel
since 1/29/2018
Managing Director

Financial Report

OSRAM OLED GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OSRAM OLED GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OSRAM OLED GmbH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OSRAM OLED GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hervorhebung eines Sachverhalts - Unternehmensstrategie

Wir machen auf Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in den Abschnitten "Unternehmensstrategie", "Forschung und Entwicklung", "Ertragslage" und "Chancen der künftigen Entwicklung" im Lagebericht aufmerksam, in welchen die Auswirkungen der im Geschäftsjahr 2018 geänderten Unternehmensstrategie auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft beschrieben werden. Diese sieht vor, zwar alle bestehenden Kundenverpflichtungen weiterzuführen, jedoch keine neuen Kunden- oder Förderprojekte anzunehmen. Die Mitarbeiter sollen von der OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Regensburg (OSR) übernommen werden; eine Betriebsvereinbarung zu Übernahmeangeboten von der OSR an die Beschäftigten der Gesellschaft wurde im Februar 2018 geschlossen. Die Produktionsanlagen und die Patente sollen veräußert werden. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 18. Januar 2019

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Keller, Wirtschaftsprüfer

Ehrnböck, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2018

Aktiva

30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
A Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40 4
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.341 4.690
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 890 2.116
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 580 3.116
  2.811 9.922
  2.851 9.926
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.109 694
2. Unfertige Erzeugnisse 343 0
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 974 33
  2.426 727
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 647 829
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.754 26.419
3. Sonstige Vermögensgegenstände 112 1.045
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 35)    
  27.513 28.293
  29.939 29.020
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92 109
  32.882 39.055

Passiva

   
  30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
A Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 1.350 1.350
  1.375 1.375
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.234 1.402
2. Sonstige Rückstellungen 4.826 1.890
  6.060 3.292
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.949 4.518
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.820 28.736
3. Sonstige Verbindlichkeiten 678 1.134
- davon aus Steuern TEUR 175 (i. Vj. TEUR 228)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 36 (i. Vj. TEUR 50)    
  25.447 34.388
  32.882 39.055

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018

2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
1. Umsatzerlöse 4.647 2.198
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -20.038 -10.105
3. Bruttoergebnis vom Umsatz -15.391 -7.907
4. Forschungs- und Entwicklungskosten -9.413 -15.963
5. Vertriebskosten -759 -984
6. Allgemeine Verwaltungskosten -992 -1.149
7. Sonstige betriebliche Erträge 155 1
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -182 0
  -11.191 -18.095
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -136 -78
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 53 (i. Vj. TEUR 40)    
10. Ergebnis nach Steuern -26.718 -26.080
11. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommene Verluste * 26.718 26.080
12. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0

* Ergebnisabführungsbetrag an OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg, für 2017/18 beträgt EUR -26.718.234,08 (i. Vj. EUR -26.080.460,45)

Anhang zum 30. September 2018

I. Grundlagen des Abschlusses der OSRAM OLED GmbH, Regensburg

Allgemeine Angaben

Die OSRAM OLED GmbH (im Folgenden kurz: "OLED" oder "die Gesellschaft"), Regensburg, erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HRB 14247 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Wernerwerkstraße 2 in Regensburg, Deutschland.

Der Jahresabschluss zum 30. September 2018 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt und ist in tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet.

Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und soweit erforderlich erläutert.

Die OLED ist eine unmittelbare Tochtergesellschaft der OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Regensburg, Deutschland (nachfolgend OSR) und eine mittelbare Tochtergesellschaft der OSRAM Licht AG, München, Deutschland.

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Gesellschaft ihre Unternehmensstrategie geändert. Diese sieht nun vor, alle bestehenden Kundenverpflichtungen weiterzuführen, jedoch keine neuen Kunden- oder Forschungsprojekte anzunehmen. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanz

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die vertraglich vereinbarte längere Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Erhaltene Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgezogen. Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Für Anlagezugänge, die bei OSR vor dem 1. Oktober 2010 erfolgt sind und im Rahmen der Ausgliederung an die OLED übergegangen sind, findet in bestimmten Fällen die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

In 2018 selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250 (vormals EUR 150) im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250 (vormals EUR 150), jedoch nicht mehr als EUR 1.000 betragen, wird ein Sammelposten (Abschreibungspool) gebildet, der linear über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren aufgelöst wird. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz verwendet.

Nutzungsdauern der Sachanlagen  
Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen Überwiegend 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten als auch angemessene Teile des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden ebenfalls nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Dies umfasst ebenfalls die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bewertet.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von bestimmten Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. von § 246 Abs. 2 HGB), werden bei der OLED zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Zinsergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen sind dabei gemäß § 253 HGB unter Annahme eines Rententrends von 1,75 % (i. Vj. 1,75 %) p.a. sowie eines Gehaltstrends von 2,25 % (i. Vj. 2,25 %) p.a. gebildet. Als biometrische Sterbewahrscheinlichkeiten liegen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Es wurde zum 30. September 2018 der zehnjährige Diskontierungszinssatz von 3,34 % (i. Vj. 3,77 %) p.a. verwendet. 1

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die vollen Versorgungsansprüche aus Altersversorgungsleistungen sowie die Ansprüche auf Übergangszuschüsse der verschiedenen Mitarbeitergruppen.

Im Rahmen der Möglichkeit zur Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) können Mitarbeiter einen ergänzenden Versorgungsanspruch gegen das Unternehmen erwerben. Die Entgelte der Mitarbeiter werden im Rahmen dieses Programms in Fondsanteile umgewandelt. Dieses Deferred Compensation-Fondsvermögen erfüllt die Voraussetzungen zur Saldierung mit der zugrundeliegenden Verpflichtung nach § 246 Abs. 2 HGB.

Die Pensionsrückstellungen, die die Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) betreffen, berechnen sich aus der mit dem Rechnungszins diskontierten Summe der Ansprüche der Mitarbeiter.

1 Im Juli 2018 wurden in Deutschland neue Sterbetafeln veröffentlicht ("Heubeck Richttafeln 2018G" oder kurz "RT 2018G"), die im Oktober 2018 erneut angepasst wurden. Die erforderliche Validierung und Implementierung der RT 2018 G konnte im Rahmen des Erstellungsprozesses für den Jahresabschluss 2018 nicht in angemessener Weise abgeschlossen werden. Bei Anwendung der neuen Sterbetafeln wird sich eine nicht wesentliche höhere Pensionsverpflichtung ergeben mit entsprechender negativer Ergebniswirkung.

Zur Verrechnung von Verpflichtungen mit Vermögensgegenständen, sowie zur Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen siehe "II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" unter dem Abschnitt "Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung".

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt, werden die Umrechnungsdifferenzen ertragswirksam vereinnahmt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des Imparitätsprinzips bilanziert. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die OLED erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse umfassen Erlöse aus dem Verkauf von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft vermindert um Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern. Umsatzerlöse werden entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang, beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden um Zuschüsse gemindert dargestellt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr 2017/2018 bestand eine ertragsteuerliche Organschaft mit der OSR, die als Organträger fungiert. Steuerumlagen wurden nicht erhoben. Latente Steuern auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden im Abschluss des Organträgers berücksichtigt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel zum 30. September 2018 in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 belaufen sich die Anlagenzugänge auf TEUR 1.474 (i. Vj. TEUR 4.169). Die Zugänge sind im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 1.142 sowie in Höhe von TEUR 291 in den anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Geschäftsjahr erfolgten außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 6.004 (i. Vj. TEUR 449). Die vermehrten Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2018 sind auf die geänderte Unternehmensstrategie zurückzuführen.

2. Vorräte

Der Bestand an Vorräten beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 2.426 (i. Vj. TEUR 727) und davon betragen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen TEUR 1.109 (i. Vj. TEUR 694). Die Wertberichtigungen bei Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen beliefen sich im Geschäftsjahr 2017/2018 auf TEUR 778 (i. Vj. TEUR 973) und bei Vorräten insgesamt auf TEUR 1.956 (i. Vj. TEUR 1.052).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Verlustübernahme aufgrund dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) in Höhe von TEUR 26.718 (i. Vj. TEUR 26.080).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber Lieferanten mit einer Restlaufzeit weniger als einem Jahr in Höhe von TEUR 91 (i. Vj. TEUR 54) enthalten. Der Bestand der Zuschüsse aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten in Höhe von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 981) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr durch den Abschluss mehrerer Projekte.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25) wird zu 100 % von der OSR gehalten.

Die Rücklagen betreffen mit TEUR 1.350 (i. Vj. TEUR 1.350) die Kapitalrücklage.

Der Jahresfehlbetrag per 30. September 2018 wird gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag von der Alleingesellschafterin OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg übernommen.

Der Betrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt vor Verrechnung mit den frei verfügbaren Rücklagen zum 30. September 2018 TEUR 12 (i. Vj. TEUR 5) und bezieht sich auf die Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mitarbeiter der OLED haben die Möglichkeit, an einem freiwilligen Entgeltumwandlungsplan (Deferred Compensation - Regelungen für die Betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung für Mitarbeiter im OSRAM Licht-Konzern) teilzunehmen. Dabei besteht die Möglichkeit, künftige variable Bezüge gegen eine ergänzende betriebliche Altersversorgung einzutauschen, wobei der Mitarbeiter für den einbehaltenen Teil der Bezüge eine wertgleiche Versorgungszusage erhält. Die im Rahmen dieses Plans umgewandelten Gehaltsbestandteile werden in Fondsanteile angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Auf Grund der Separierung und Zweckbindung dieses Fondsvermögens sind die Voraussetzungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfüllt. Die Bewertung des Fondsvermögens erfolgt gemäß § 253 Abs. 1. S. 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert. Die Anschaffungskosten der im Bestand befindlichen Fondsanteile betragen zum 30. September 2018 TEUR 41 (i. Vj. TEUR 41). Der beizulegende Zeitwert der Fondsanteile zum 30. September 2018 beträgt TEUR 53 (i. Vj. TEUR 46), der verrechneten Bankguthaben TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). Der Zinsaufwand beträgt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2), die Erträge aus dem Fondsvermögen betragen TEUR 7 (i. Vj. TEUR 9). Die Erfüllungsbeträge zum 30. September 2018 der entsprechenden Pensionsrückstellungen betragen vor Saldierung TEUR 53 (i. Vj. TEUR 46). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr 2017/2018 TEUR 125 (i. Vj. TEUR 131).

6. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 3.475 (i. Vj. TEUR 286), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 687 (i. Vj. TEUR 800) und Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 590 (i. Vj. TEUR 737) enthalten. Die Erhöhung der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften resultiert im Wesentlichen aus der geänderten Unternehmensstrategie.

7. Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 2.569 auf TEUR 1.949 (i Vj. TEUR 4.518) verringert. Dies ist insbesondere bedingt durch eine vermehrte Begleichung bestehender inländischer Verbindlichkeiten und dem Rückgang abgegrenzter Verbindlichkeiten zum Stichtag. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 22.820 (i. Vj. TEUR 28.736) und ergeben sich aus den Verbindlichkeiten aus dem OSRAM Cash-Management.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8. Umsatzerlöse

Die Umsätze und ihre Entwicklung nach Regionen sind aus der unten stehenden Übersicht zu ersehen:

TEUR 2017/2018 2016/2017
EMEA 4.645 1.996
APAC 2 202
Americas 0 0
  4.647 2.198

Die Region APAC schließt Asien, Australien und den Pazifikraum mit ein. Die Region EMEA umfasst Europa, Russland, den Mittleren Osten sowie Afrika und die Region Americas umfasst die USA, Kanada, Mexiko sowie Südamerika.

Die Produktpalette der OLED umfasst organische lichtemittierende Dioden (OLED).

9. Materialaufwand und Personalaufwand

Materialaufwand

TEUR 2017/2018 2016/2017
Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.013 2.050
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.125 13.277
  11.138 15.327

Personalaufwand

TEUR 2017/2018 2016/2017
Löhne und Gehälter 8.339 9.023
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.488 1.601
davon für Altersversorgung 120 173
  9.827 10.624

Der Rückgang des Materialaufwands ist überwiegend auf die Einstellung der Forschung und Entwicklung zurückzuführen.

Der Personalaufwand enthält nicht den im Zinsergebnis ausgewiesenen Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Der Rückgang des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf die sukzessive Übernahme der Mitarbeiter durch die Muttergesellschaft im Rahmen der geänderten Unternehmensstrategie zurückzuführen.

10. Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (FuE) beträgt im Geschäftsjahr TEUR 9.413 (i. Vj. TEUR 15.963), nach Minderung um Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 806 (i. Vj. TEUR 697). Für weitergehende Angaben zu Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für das Geschäftsjahr 2017/2018 vgl. Lagebericht unter Kapitel "2.2 Forschung und Entwicklung".

11. Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Verrechnung von Kosten aus den Bereichen Sales, Vertragsmanagement und Kundenservice der OSRAM sp. z.o.o., Warschau, Polen an die Gesellschaft in Höhe von TEUR 321 (i. Vj. TEUR 263). Des Weiteren sind Frachtkosten in Höhe von TEUR 88 (i. Vj. TEUR 73) enthalten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten belaufen sich auf TEUR 992 (i. Vj. TEUR 1.149) und sind im Wesentlichen auf Kostenumlagen zurückzuführen.

12. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Aus dem Abgang von Anlagevermögen sind sonstige Erträge in Höhe von TEUR 155 (i. Vj. TEUR 1) und sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 182 (i. Vj. TEUR 0) entstanden. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von TEUR 203 (i. Vj. TEUR 218) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 218 (i. Vj. TEUR 78).

13. Zinsergebnis

In den Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 136 (i. Vj. TEUR 78) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 76 (i. Vj. TEUR 30) enthalten.

14. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommene Verluste

Die Erträge aus Verlustübernahme in Höhe von TEUR 26.718 (i. Vj. TEUR 26.080) resultieren aus dem mit der Alleingesellschafterin OSR am 3. Juni 2014 abgeschlossenen und mit Wirkung ab 1. Oktober 2013 gültigen BGAV.

15. Außergewöhnliche Aufwendungen

Aufgrund der geänderten Unternehmensstrategie sind in den Herstellungskosten und Forschungs- und Entwicklungskosten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.193 enthalten. Diese betreffen die Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Sonstige Angaben

16. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag (30. September 2018) bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 2.701 (i. Vj. TEUR 6.787).

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:

TEUR GJ 2018/ 2019 GJ 2019/ 2020 GJ 2020/ 2021 GJ 2021/ 2022 GJ 2022/ Danach 2023
Aufwendungen für Miete und Leasing 1.346 1.355 - - -

Daneben besteht zum 30. September 2018 ein Bestellobligo zum Erwerb von Anlagegütern in Höhe von TEUR 237 (i. Vj. TEUR 1.360) sowie sonstige nicht bilanzierungsfähige finanzielle Verpflichtungen aus anderen Einkaufskontrakten in Höhe von TEUR 2.353 (i. Vj. TEUR 3.863). Diese sind binnen einer Jahresfrist fällig.

17. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird nach § 285 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der OSRAM Licht AG, München, Deutschland mit einbezogen wird.

18. Personalstruktur

Im Jahresdurchschnitt waren 115 (i. Vj. 120) Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl unterteilt sich in 58 (i. Vj. 69) Angestellte und 57 (i. Vj. 51) gewerbliche Mitarbeiter.

19. Zusammensetzung der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung lag im Geschäftsjahr 2017/2018 bei Herrn Dr. Marc Lünnemann (Chief Executive Officer) und Frau Anke Flügel (Chief Financial Officer).

Die Geschäftsführer erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft.

Aus der Geschäftsleitung sind folgende Personen in diesem Geschäftsjahr ausgeschieden:

Herr Ricardo Rehm, Chief Financial Officer, ausgeschieden am 29.01.2018

20. Konzernzugehörigkeit und befreiender Konzernabschluss des Mutterunternehmens

Der Jahresabschluss der OLED wird in den Konzernabschluss der OSRAM Licht AG mit Sitz in München einbezogen. Der den Voraussetzungen des § 291 Abs. 2 HGB entsprechende Konzernabschluss und Konzernlagebericht, der OSRAM Licht AG mit Sitz in München wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtliche Vorschriften aufgestellt und einschließlich des Bestätigungsvermerks in deutscher Sprache im Bundesanzeiger eingereicht und offengelegt sowie im Handelsregister des Amtsgerichts München hinterlegt. Die OSRAM Licht AG stellt folglich den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

21. Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag 30. September 2018 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

 

Regensburg, 15. November 2018

OSRAM OLED GmbH, Regensburg

Die Geschäftsführung

Dr. Lünnemann

Flügel

Entwicklung des Anlagevermögens 2017/2018

OSRAM OLED Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Regensburg

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2017
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
30.09.2018
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16 40 10 0 46
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.329 0 0 0 1.329
2. Technische Anlagen und Maschinen 36.311 1.142 2.098 1.298 36.653
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.736 291 696 676 5.007
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.116 0 562 -1.974 580
  45.492 1.433 3.356 0 43.569
  45.508 1.473 3.366 0 43.615
Kumulierte Zu- und Abschreibungen
01.10.2017
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
30.09.2018
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12 3 9 0 6
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.329 0 0 0 1.329
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.621 5.541 1.851 1 35.312
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.620 2.112 614 -1 4.117
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  35.570 7.653 2.465 0 40.758
  35.582 7.656 2.474 0 40.764
Buchwerte
30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40 4
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.341 4.690
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 890 2.116
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 580 3.116
  2.811 9.922
  2.851 9.926

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/2018

DER OSRAM OLED GmbH, Regensburg

1. Geschäftstätigkeit und Struktur

1.1. Geschäftstätigkeit der OSRAM OLED GmbH

Die OSRAM OLED GmbH (im Folgenden: "OLED", "die Gesellschaft" oder "das Unternehmen") mit Sitz in Regensburg, Deutschland, ist ein herausragender Innovator auf dem Bereich der organischen lichtemittierenden Dioden (OLED). Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gehen zurück auf in einem selbstständigen Teilbetrieb bei der OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg, Deutschland (nachfolgend "OSR") geführte Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, die zunächst auf Display-Technologien, später auf allgemeine Beleuchtungstechnologien ausgelegt waren. In mehr als 15 Jahren konnte bereits bei der OSR ein umfassender Wissensschatz zum Design und zur Prozessierung von OLED-Bauteilen aufgebaut werden. Ein aktiver und kontinuierlicher Ausbau dieser Expertisen macht OLED zu einem anerkannten Partner in Kundenprojekten.

Unternehmensgegenstand der OLED ist die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Produkten auf Basis von optoelektronischen Halbleitern. Am Unternehmenssitz in Regensburg wird neben der Grundlagenforschung auch ein Fokus auf Prozessierbarkeit und Zuverlässigkeit gelegt.

Zum 30. September 2018 waren 94 Mitarbeiter (i. Vj. 132 Mitarbeiter) beschäftigt, wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 4.647 (i. Vj. TEUR 2.198) und ein EBIT vor Ergebnisabführung (Ergebnis nach Steuern bereinigt um Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie Zinsen) von TEUR -26.582 (i. Vj. TEUR -26.002) erwirtschaftet.

1.2. Organisatorische und rechtliche Struktur

Seit dem 8. Juli 2013 ist die OSRAM Licht AG, München, als oberste Muttergesellschaft der OLED an der Frankfurter und der Münchner Wertpapierbörse notiert. Die direkte Muttergesellschaft der OLED ist die OSR. Die OLED ist in der Rechtsform einer GmbH organisiert.

Die OSR und die OLED haben am 3. Juni 2014 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (nachfolgend "BGAV") geschlossen, der am 10. Juni 2014 mit Eintragung im Handelsregister rückwirkend ab dem 1. Oktober 2013 wirksam wurde. Mit diesem Vertrag wurde die Leitung der OLED der OSR unterstellt; die OSR ist zur Übernahme der Verluste der OLED nach Maßgabe der Vorschriften des § 302 AktG in seiner jeweils geltenden Fassung verpflichtet. Des Weiteren werden der OLED verschiedene Verwaltungsfunktionen von Gesellschaften des OSRAM Konzerns zur Verfügung gestellt.

1.3. Unternehmensstrategie und -steuerung

Unternehmensstrategie

In den letzten Jahren bestand die Unternehmensstrategie der OLED darin, innerhalb des OSRAM Licht-Konzerns die OLED-Technologie weiterzuentwickeln und marktfähig zu machen und als Technologie-Treiber die Veränderungen in der Branche mitzugestalten. Aus derzeitiger Sicht ist nicht sichergestellt, ob das Marktinteresse nachhaltig ausreicht, um eine entsprechende Industrialisierung umzusetzen.

Die im Geschäftsjahr 2018 neu definierte Unternehmensstrategie sieht vor, zwar alle bestehenden Kundenverpflichtungen weiterzuführen, jedoch keine neuen Kunden- oder Förderprojekte anzunehmen. Die laufenden Forschungs- und Entwicklungsthemen werden beendet, produktionsunterstützende Themen weitergeführt. Es ist geplant, die Produktion der bestehenden Kundenverpflichtungen innerhalb der nächsten beiden Geschäftsjahre abzuschließen. Im Anschluss ist die Veräußerung des Sachanlagevermögens und des IP-Portfolios geplant. Der Verkauf der produzierten Einheiten erfolgt gemäß den Lieferabrufen der Kunden und kann nach aktuellem Stand einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren umfassen. In diesem Zusammenhang wurde im Februar 2018 mit der OSR eine Betriebsvereinbarung zu Übernahmeangeboten von der OSR an die Beschäftigten der OLED geschlossen. Dabei ist vorgesehen, dass die OSR an ihrem Standort Burgweinting den vom Abbau betroffenen Mitarbeitern adäquate Stellen anbietet. Bis zum 30. September wurden auf dieser Basis bereits 37 OLED Mitarbeiter bei der OSR integriert. Im Rahmen dieser Neuausrichtung wurde die OLED ab dem 1. September 2017 in das Berichtsegment Opto Semiconductors (OS) im OSRAM Licht-Konzern eingegliedert. Mit dieser organisatorischen Anpassung wird die Kompetenz für Automobilaußenbeleuchtung (Automotive-Exterior) bei anorganischen und organischen Opto Halbleiter-Komponenten bei der Geschäftseinheit OS gebündelt. Dies hat letztlich zum Ziel Synergien bei Kompetenzen und Supportfunktionen zu realisieren.

Mit der OLED Technologie werden Kundenprojekte für die Fahrzeuge BMW M4 CS, Audi TT RS und Audi A8 serienmäßig beliefert. Die Serienbelieferung dieser Projekte und die damit verbundene Produktion von OLED-Bauteilen und -Modulen wird fortgeführt. Kundengespräche zur Produktion und Belieferung von Ersatzteilen nach Ende der Serienproduktion finden aktuell statt.

Unternehmenssteuerung

Die OLED greift für die Unternehmenssteuerung auf eine Balanced Scorecard (BSC) zurück. Diese wird individuell für jede Abteilung erstellt und ausgewertet. Im Bereich der Fertigung wird als Leistungsindikator beispielsweise die Produkt-Ausbeute und Linienverfügbarkeit betrachtet. Für den IP-Bereich wird die Kenngröße Anzahl an Patenten ermittelt. Die OLED nutzt für die Unternehmenssteuerung unter anderem auch finanzielle Leistungsindikatoren, die sich auch in der Balanced Scorecard (BSC) wiederfinden. Leistungsindikatoren sind z.B. Umsatz und EBIT. Der Ist-Zustand wird monatlich geprüft und mit dem Soll-Zustand verglichen. Darüber hinaus wird ein monatlicher rollierender Forecast für das laufende Geschäftsjahr erstellt.

2. Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

2.1. Wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr verlief stabil, wenngleich mit der niedrigsten Wachstumsrate seit 2009. Im laufenden Kalenderjahr 2018 wird die globale Wirtschaft moderat ansteigen, die OECD prognostiziert einen Anstieg des globalen BIP um 3,7 %. Dieser Wert liegt leicht über dem Vorjahreswachstum von 3,6 %. Der Internationale Währungsfonds sieht die Wachstumsraten auf vergleichbarem Niveau. Die OECD sieht ein Plateau des weltweiten Wachstums für 2018 und 2019 bei 3,7 % erreicht. Der anhaltend schwache Arbeitsmarkt, geringe Lohnentwicklung sowie steigende Risiken in Form von Handelsrestriktionen und politischen Risiken in Europa sind laut OECD Hauptgründe für diese Annahme.

Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2017 verlor das globale Wachstum im ersten Halbjahr 2018 an Dynamik. Insbesondere die Wirtschaftsleistung einiger Industrieländer wuchs nicht so stark wie erwartet nach einem starken Jahr 2017. Im Gegensatz dazu expandierten die Schwellen- und Entwicklungsländer ähnlich zum Vorjahr. Unter den Industrieländern enttäuschte vor allem das Wirtschaftswachstum in der Eurozone und Großbritannien, hauptsächlich bedingt durch einen starken Exportrückgang seit dem letzten Quartal 2017. Höhere Energiekosten und politische Unsicherheiten in einigen Ländern sind weitere Gründe. Gegensätzlich zu diesen Entwicklungen zeigte die Wirtschaft der USA vor allem im zweiten Quartal 2018 robustes Wachstum, getrieben durch fiskalpolitische Anreize.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern stabilisierte sich das Gesamtwachstum in der ersten Hälfte des Jahres. Die Schwellen- und Entwicklungsländer Asiens verzeichneten weiterhin ein starkes Wachstum, getrieben durch die hohe Inlandsnachfrage in Indien. In China hingegen verringerte sich die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal dieses Jahres aufgrund strengerer Regularien im Immobiliensektor sowie im Finanzvermittlungsgewerbe. In den erdölexportierenden Ländern Afrikas und im Nahen Osten ist der steigende Ölpreis für das Wachstum hauptverantwortlich. Das Wachstum in Latein Amerika erholt sich weiterhin, wenn auch nur langsam.

Der Kurs des Euro zum US-Dollar fiel leicht und notierte bei 1,18 USD je Euro am 1. Oktober 2017 sowie 1,16 USD am 30. September 2018.

2.1.2 Markt für OLED-Produkte

Die OLED-Technologie findet sowohl im Bildschirm-Bereich wie auch im Beleuchtungs-Bereich Einsatz, wobei OSRAM nur im letztgenannten aktiv ist. Während der Bildschirm-Markt (Bildschirme für Smartwatches, Smartphones, Tablet PCs und TV-Geräte) bereits ein Milliarden-$-Markt ist, befindet sich der Markt für OLED-Beleuchtung noch in der Anfangsphase. Seit 2016 werden OLEDs erstmals in Automobil-Heckleuchten eingesetzt. Während einige Marktforschungsinstitute noch ein signifikantes Marktpotential im nächsten Jahrzehnt sehen, hat sich die OLED-Lichttechnologie immer noch nicht am Markt etabliert. Es ist derzeitig nicht sichergestellt, ob das Marktinteresse nachhaltig ist. Aus OSRAM Wettbewerber-Sicht treten nur noch LG Display und OLEDWorks häufiger öffentlich in Erscheinung.

2.2. Forschung und Entwicklung

OLED vereint die gesamte Entwicklungs- und Fertigungskompetenz für organische lichtemittierende Dioden (OLED). Die um Zuschüsse geminderten Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen TEUR 9.413 (i. Vj. TEUR 15.963).

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der OLED wurden im laufenden Jahr entsprechend dem Abschluss der zugrundeliegenden Projekte kontinuierlich zurückgefahren. Die Mitarbeiter haben innerhalb des OSRAM-Konzerns oder bei externen Firmen neue Aufgaben übernommen. Bisher angemeldete Erfindungen wurden auf Werthaltigkeit untersucht und eine externe Verwertung dieses IP-Portfolios ist geplant.

2.3. Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag 30. September 2018 sind 94 (i. Vj. 132) Mitarbeiter beschäftigt, im Geschäftsjahr 2018 waren es durchschnittlich 115 (i. Vj. 120) Mitarbeiter.

3. Erläuterung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2017/2018 TEUR 4.647 (i. Vj. TEUR 2.198). Die Kosten für die Herstellung der Produkte belaufen sich auf TEUR 20.038 (i. Vj. TEUR 10.105). Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Zusammenhang mit dem Einstieg in die (Klein-)Serienproduktion zu sehen, insbesondere für das Projekt Audi A8. Die starke Erhöhung der Herstellungskosten resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Personal und Dienstleistungen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Aufgrund der geänderten Unternehmensstrategie wurde die Werthaltigkeit des Anlagevermögens überprüft und über alle Funktionsbereiche außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 6.004 (i. Vj. TEUR 449) sowie Rückstellungen für Verluste aus schwebenden Geschäften von TEUR 3.475 (i. Vj. TEUR 286) erfasst. Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurde ein negatives Ergebnis nach Steuern von TEUR 26.718 (i. Vj. TEUR 26.080) erwirtschaftet, welches von der OSR in voller Höhe im Rahmen des BGAVs ausgeglichen wird.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2017/2018 auf TEUR 9.413 (i. Vj. TEUR 15.963), nach Minderung durch erhaltene und gewährte Zuschüsse in Höhe von TEUR 806 (i. Vj. TEUR 697). Der Rückgang ist bedingt durch die geänderte Ausrichtung der OLED. Zum Stichtag 30. September 2018 sind im Bereich Forschung - und Entwicklung keine Mitarbeiter mehr tätig (Vj. 52).

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten betragen in Summe TEUR 1.751 (i. Vj. TEUR 2.133). Das Zinsergebnis ist negativ und beträgt im Geschäftsjahr TEUR -136 (i. Vj. TEUR -78). Hierbei wirken insbesondere die Zinsaufwendungen aus dem OSRAM Cash-Management in Höhe von TEUR 53 (i. Vj. TEUR 41) sowie der Zinseffekt aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 76 (i. Vj. TEUR 30).

Im Wesentlichen durch diese Effekte ist im Geschäftsjahr 2017/2018 das EBIT vor Gewinnabführung (Ergebnis nach Steuern bereinigt um Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie Zinsen) von TEUR -26.002 auf TEUR -26.582 gesunken.

3.2. Finanzlage

Hauptziel des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und finanzielle Risiken zu reduzieren. Die Gesellschaft ist in das von der OSRAM GmbH, München, Deutschland, konzernweit betriebene OSRAM Cash-Management eingebunden. Darüber hinaus finanziert sich die Gesellschaft über Zuschüsse der öffentlichen Hand.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 30. September 2018 TEUR 1.375 (i. Vj. TEUR 1.375) bzw. 4,2 % (i. Vj. 3,5 %) der Bilanzsumme.

Die Liquiditätssituation wird fortlaufend im Rahmen der Aktualisierung der Liquiditätsplanung analysiert. Hinsichtlich des Umfangs, der Kategorien sowie der Fristigkeiten von sonstigen finanziellen Verpflichtungen sei auf die Erläuterungen im Anhang zum Jahresabschluss unter Ziffer 15 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" verwiesen.

Die Gesamtinvestitionen des Geschäftsjahres im Anlagevermögen betrugen TEUR 1.474 (i. Vj. TEUR 4.169) und wurden zum überwiegenden Teil im Geschäftsjahr 2017/2018 zahlungswirksam. Der Zweck der Investitionen liegt in der Kapazitätserweiterung der Produktion. Zum Bilanzstichtag bestehen Investitionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 237 (i. Vj. TEUR 1.360).

3.3. Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 30. September 2018 beläuft sich die Bilanzsumme auf TEUR 32.882 (i. Vj. TEUR 39.055).

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.851 (i. Vj. TEUR 9.926) beträgt 8,7 % (i. Vj. 25,4%) der Bilanzsumme. Wesentliche Veränderungen des Anlagevermögens resultieren aus getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 1.474 (i. Vj. TEUR 4.169) und Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 7.655 (i. Vj. TEUR 1.561). Hierin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 6.004 (i. Vj. TEUR 449). Die Investitionen beziehen sich dabei auf den Bereich der technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 1.142 (i. Vj. TEUR 885), andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 291 (i. Vj. TEUR 408) und geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau beliefen sich auf TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2.876) zum Stichtag.

Das Umlaufvermögen ist um TEUR 919 auf TEUR 29.939 (i. Vj. TEUR 29.020) gestiegen. Dies ist auf den Anstieg der Vorräte um TEUR 1.699 auf TEUR 2.426 und den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 335 auf TEUR 26.754 zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen durch die Verlustübernahme durch die OSR in Höhe von TEUR 26.718 (i. Vj. TEUR 26.080) begründet. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 933 auf TEUR 112 gesunken, resultierend aus weniger abgegrenzten Forderungen für Fördermittel.

Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital TEUR 1.375 (i. Vj. TEUR 1.375). Aufgrund des bestehenden BGAVs mit der Alleingesellschafterin wird der gesamte Jahresfehlbetrag von der OSR übernommen. Der Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um TEUR 168 auf TEUR 1.234 (i. Vj. TEUR 1.402) resultiert aus dem erfolgtem Mitarbeiterwechsel und dem damit verbundenen Übertrag der Verpflichtung auf die OSR. Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 4.826 (i. Vj. TEUR 1.890) und erhöhen sich im Wesentlichen aufgrund geänderter Kostenbasis bei den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften um TEUR 3.189 auf TEUR 3.475 (i. Vj. TEUR 286). Weitere Rückstellungen sind personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 687 (i. Vj. TEUR 800) und Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 590 (i. Vj. TEUR 737).

Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 8.941 auf TEUR 25.447 (i. Vj. TEUR 34.388) gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 5.916 auf TEUR 22.820 (i.Vj, TEUR 28.736) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.569 auf TEUR 1.949 (i. Vj. TEUR 4.518) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 456 auf TEUR 678 (i. Vj. TEUR 1.134) zurückzuführen.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich aus Sicht der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts im Rahmen der Erwartungen, insbesondere nach der geänderten Unternehmensstrategie, entwickelt.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Risikomanagement, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

4.1.1. Risikomanagement

Die OLED als indirekte Tochtergesellschaft der OSRAM Licht AG, München, Deutschland ist in das konzernweite Risikomanagement eingebunden. Das Risikomanagement umfasst eine Reihe von Prozessen und Systemen, mit deren Hilfe das Management bestimmte Risiken, die die Verwirklichung der Ziele und Chancen des Unternehmens gefährden können, erfassen und bewerten und erforderlichenfalls angemessene Maßnahmen einleiten kann. Unser Risikomanagement ist darauf ausgelegt, die Unternehmensressourcen vor Verlust zu schützen und neue Chancen zu identifizieren.

Unser Risikomanagementsystem arbeitet mit standardisierten Methoden und ist darauf ausgelegt, Chancen und Risiken zu identifizieren, die Auswirkungen und die Wahrscheinlichkeiten eines bestimmten Risikos / einer bestimmten Chance zu ermitteln sowie die Verantwortlichkeiten und Abläufe für den Umgang mit diesen Chancen und Risiken festzulegen. Der übergeordnete Zweck unseres Risikomanagements besteht nicht in der völligen Vermeidung oder der Eliminierung von Risiken, sondern vielmehr in der Unterstützung einer unternehmerischen Grundhaltung, die ein gesundes Gleichgewicht zwischen Risikosteuerung und Chancenausnutzung ermöglicht.

Nachfolgend sind Risiken beschrieben, die aus Sicht der OLED erhebliche, nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation haben können. Zusätzliche Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, können die Geschäftsaktivitäten ebenfalls negativ beeinträchtigen.

4.1.2. Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risiken für das Geschäft bestehen vor allem auf Grund des noch unerforschten Marktes, technische Fehler sowie der jungen Technologie. Die Risiken sind absteigend gewichtet aufgeführt.

Junge Technologie - Unsere Produkte müssen hohe Qualitätsanforderungen erfüllen und Produktrückrufe können mit erheblichen Kosten verbunden sein. Auch können Qualitätsmängel zu Sach- und Personenschäden führen. Risiken der OLED-Technologie liegen hierbei bei der Verkapselung und Alterung der OLEDs. Da OLEDs überaus anfällig gegenüber Umwelteinflüssen sind, müssen die sensiblen Substrate mit höchster Präzision verkapselt werden. Bei jungen Technologien ist der Erfahrungshorizont zu kurz, um aus wenigen Fällen Wahrscheinlichkeiten ableiten zu können. Mit den komplexen Herstellungsverfahren kann das Risiko verbunden sein, dass wir die Kundenanforderungen in Bezug auf zeitgerechte Lieferung und einwandfreie Qualität unserer innovativen Lösungen nicht in allen Fällen in vollem Umfang erfüllen können.

Know How - Es besteht das Risiko, dass bestehendes Knowhow verloren geht, wenn Fachkräfte das Unternehmen verlassen. Um dem entgegenzusteuern, investiert die OLED in die Weiterbildung der Mitarbeiter der OLED zur Steigerung der Motivation, Vorbereitung auf den Einsatz bei der OSR und trägt damit stark dazu bei, das Knowhow dann bei der OSR zu halten. Außerdem wurden bereits viele Mitarbeiter zur OSR transferiert, um OLED Knowhow in der Muttergesellschaft zu erhalten.

Diese Faktoren könnten für sich allein oder in Kombination mit anderen Faktoren einen negativen Einfluss auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Gegenwärtig ergab die genaue Analyse seitens der Geschäftsführung, dass keine Risiken erkennbar sind, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

4.1.3. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Grundsätzliche Chancen für die OLED-Technologie bestehen vor allem in der Entwicklung des (Allgemein- und Automobil-) Lichtmarktes hin zu effizienteren und nachhaltigeren, innovativen und energiesparenden OLED-Komponenten. Es verbleibt lediglich die Chance der Verwertung des IP-Portfolios.

Durch den Transfer vieler OLED-Mitarbeiter in die Muttergesellschaft bleibt das Knowhow im Konzern erhalten und macht eine Fortführung der OLED-Aktivitäten z.B. im Bereich Forschung und Entwicklung möglich.

4.2. Prognosebericht

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2019 mit Umsätzen im mittleren einstelligen Millionen Bereich im Wesentlichen aus dem Automotive-Geschäft. Zudem rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 mit einem wesentlich verbesserten EBIT gegenüber dem Vorjahr. Dabei gehen wir von folgenden wesentlichen Prämissen aus: ähnliche Umsatzerlöse wie im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einer starken Reduzierung der Kostenpositionen (z.B. durch den Wegfall von Entwicklungsthemen und Antizipation von Verlusten aus Aufträgen).

Insgesamt sieht das Management die Unternehmensentwicklung der Gesellschaft im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie im Plan. Die Geschäftsführung weist jedoch auch darauf hin, dass die getroffenen Prognosen und Erwartungen auf Annahmen basieren, deren Eintreten von der tatsächlichen Entwicklung des Umfelds und der Branche erheblich beeinflusst werden können.

Auf Grund des bestehenden BGAVs mit der OSR und die Einbindung in das OSRAM Cash-Management ist die Fortführung der Gesellschaft gegeben.

 

Regensburg, 15. November 2018

OSRAM OLED GmbH, Regensburg

Die Geschäftsführung

Dr. Lünnemann

Flügel

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