Master Data

Registry
Register court Wuppertal HRB 17583
Registered
11/12/2004
Industry
Manufacture of testing machinesManufacture of irradiation, electromedical and electrotherapeutic equipmentEngineering activities for technical building equipment
Purpose
sind die Planung, die Herstellung und der Vertrieb von Erzeugnissen und Anlagen industrieller Meß-, Steuer- und Regeltechnik insbesondere unter Verwendung radioaktiver Isotopen sowie die Ausführung von Ingenieur- und Beratungsleistungen auf diesem Gebiet.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Richard Andreas Rak
since 1/7/2020
Managing Director
Hendrik Schultes
since 2/12/2007
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
IMS Holding GmbH & Co. KG
Germany
€970,000
100.00%

Holdings
Beta

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

IMS Messsysteme GmbH

Heiligenhaus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die IMS Messsysteme GmbH ist einer der weltweit führenden Hersteller von Röntgen-, Isotopen- und optischen Messsystemen für die Stahl-, Metall- und Aluminiumindustrie. Die Messsysteme werden in diesen Industrien zur Materialprüfung eingesetzt.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden etwa 4,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,3 Mio. Euro) für die Forschung und Entwicklung neuer Produkte sowie die Optimierung interner Prozesse aufgewendet. Dies entspricht 4,0% vom Umsatz. Die Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich im Wesentlichen auf radiometrische und optische Messsysteme.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Insgesamt waren im Geschäftsjahr 2023 32 Mitarbeiter für die Weiterentwicklung unserer Produkte sowie in der Forschung tätig
II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als Anlagenbauer von Messsystemen für die Stahl- und Aluminiumindustrie ist unser Unternehmensergebnis eng mit der wirtschaftlichen Konjunkturentwicklung weltweit und insbesondere mit der Entwicklung in den wichtigen Absatzmärkten China, USA, Korea und Indien verknüpft.

Stahl wird in unterschiedlicher Form und Qualität in einer Vielzahl von Produkten eigensetzt. Etwa 52% des weltweit produzierten Stahls wird in Gebäuden und Infrastrukturprojekten (Brücken, Gebäuden, Schienen, Windkraftanlagen etc.) verwendet. Rund 16% wird in Industrieanlagen (Kräne, Baumaschinen etc.) verwendet, 12% in der Automobilindustrie, 10% in direkten Metallprodukten (Möbeln, Dosen, Werkzeuge etc.), 5% im Schiffs- und Zugbau, 3% in elektrischen Anlagen und Motoren und 2% Haushaltsgeräten. (Quelle: World Steel Association, https://worldsteel.org/steel-topics/steel-markets/ (05.03.2024)).

In jedem Produkt und in jeder Dienstleistung wohnt Stahl inne, auch wenn das Produkt selbst keinen Stahl beinhaltet. Für die Herstellung, die Lagerung oder den Transport einer Ware oder für die Erbringung einer Dienstleistung wird stets Stahl benötigt.

Aus diesem Grund hängt die Stahlindustrie, sowohl die Erzeuger als auch die nachgelagerten Veredler, stark von der weltweiten Konjunkturentwicklung ab.

Wir selbst sehen uns einem starken Wettbewerb auf den nationalen und internationalen Märkten ausgesetzt. Dieser Wettbewerb konzentriert sich im Wesentlichen auf Preiskonkurrenz im Bereich einfacher Messsysteme und ist regional unterschiedlich zu bewerten. Vorteilhaft für uns erweist sich die Möglichkeit, den Kunden Gesamt- und Individuallösungen mit unterschiedlichsten Messeinrichtungen in höchster Qualität und mit enormer Messpräzision anbieten zu können. Auch die Möglichkeit, neue und kundenindividuelle Lösungen anzubieten sowie ein weltweites Service- und Ersatzteilgeschäft mit Ansprechpartnern vor Ort, überzeugt unsere Kunden.

2. Geschäftsverlauf

Die Nachfrage nach unseren Systemen, Ersatzteilen und Dienstleistungen war im Geschäftsjahr 2023 sehr hoch. Es wurden sowohl neue Anlagen an neue Kunden verkauft, alte Anlagen durch neue Anlagen mit moderneren und leistungsstärkeren Messsystemen ersetzt, als auch vorhandene Anlagen mit neuen Messkomponenten ausgestattet. Die Kunden der IMS befinden sich in einem starken Qualitäts- und Preiswettbewerb. Unsere Messsysteme sorgen nicht nur für eine Qualitätsverbesserung und eine lückenlose Qualitätssicherung und -protokollierung während des Produktions- und Veredelungsprozesses, sondern reduzieren auch den Ausschuss und sparen somit Kosten. Hierdurch schaffen unsere Systeme einen schnellen Mehrwert für unsere Kunden mit sehr kurzen Amortisationszeiten. Genau hier sehen wir auch in Zukunft unser Hauptabsatzpotenzial.

Die seit Mitte des Jahres 2021 bestehenden Lieferengpässe und damit einhergehende Preisanstiege bei verschiedenen Teilen haben sich 2023 deutlich entspannt. Die eingeleiteten Maßnahmen wie die Suche nach neuen oder zusätzlichen Lieferanten, der Abschluss gezielter Rahmenverträge mit entsprechenden Volumen und Laufzeiten und die Erhöhung der Lagerhaltung kritischer Komponenten waren ebenfalls erfolgreich. Gleichzeitig wurden die Verkaufspreise überarbeitet, um die höheren Einkaufspreise an unsere Kunden weiterzugeben.

Erneut haben wir von unseren weltweiten Niederlassungen und Vertretungen profitiert und unsere Marktanteile ausbauen können. Ferner wurden wichtige neue Referenzanlagen bei Kunden erfolgreich in Betrieb genommen.

Der Umsatz aus dem operativen Geschäft als wichtiger finanzieller Leistungsindikator stieg um 13,8% (Vorjahr: 21,9%) von 87,2 Mio. Euro auf 99,3 Mio. Euro. Somit konnte die Prognose in Höhe von 85,0 Mio. Euro deutlich übertroffen werden.

Im gleichen Zeitraum stieg die operative Gesamtleistung (operative Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) auf 102,1 Mio. Euro (Vorjahr: 91,5 Mio. Euro) und damit um 11,7%.

Als Ergebnis des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) werden auch Erträge, die nicht zum operativen Geschäft unseres Unternehmens gehören (z.B. Mieterträge oder Erträge aus der Stromeinspeisung der Solaranlage) in den Umsatzerlösen des Unternehmens dargestellt. Diese nicht operativen Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 769 TEuro (Vorjahr: 549 TEuro).

In Deutschland wurden 19,7% der operativen Umsatzerlöse erwirtschaftet. Der direkte Exportanteil (inkl. Europa) lag somit bei 80,3%. Unter Einbeziehung der indirekten Exporte, bezogen auf das operative Geschäft, wurden über 91,7% aller Anlagen ins Ausland verkauft.

Die Mitarbeiterzahl (Vollzeitäquivalente) im Unternehmen ist im Jahresdurchschnitt auf 351 (Vorjahr: 331) gestiegen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 6,0%.

Die Gesamtleistung je Mitarbeiter (ohne Auszubildende) lag mit 320 TEuro über dem Vorjahr (302 TEuro).

3. Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2023 für die IMS Messsysteme GmbH sehr positiv.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 16,1 Mio. Euro). Es ist bei der Bewertung der Ertragslage und auch der Leistungsindikatoren zu berücksichtigen, dass das Ergebnis 2022 einen Ertrag in Höhe von 5,7 Mio. Euro aus der Verschmelzung der surcon GmbH auf die IMS Messsysteme GmbH sowie Beteiligungserträge von Tochterunternehmen in Höhe von 2,7 Mio. Euro beinhaltet. Das Ergebnis 2023 berücksichtigt demgegenüber nur Beteiligungserträge in Höhe von 0,8 Mio. Euro. Bereinigt um diese Sondereffekte läge das Ergebnis vor Steuern bei 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro).

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern als wichtiger finanzieller Leistungsindikator betrug im Geschäftsjahr 2023 24,9% (Vorjahr: 49,3%). Die Gesamtkapitalrentabilität vor Steuern belief sich auf 15,4% (Vorjahr: 26,2%).

Die größten Aufwandspositionen waren der Materialaufwand mit 51,0 Mio. Euro (Vorjahr: 44,2 Mio. Euro), der Personalaufwand mit 26,9 Mio. Euro (Vorjahr: 26,5 Mio. Euro) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 15,2 Mio. Euro (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro).

Die Materialeinsatzquote lag bei 49,6% im Verhältnis zur Gesamtleistung (Vorjahr: 48,0%) und ist damit gegenüber 2022 leicht gestiegen. Gründe für die leicht schlechtere Materialeinsatzquote sind der gestiegene Umsatz an Kaltbandanlagen mit höherer Materialeinsatzquote und das leicht gesunkene Ersatzteilgeschäft.

Die Rohgewinnmarge hat sich demzufolge gegenüber dem Vorjahr mit 50,4% (Vorjahr: 52,0%) leicht verschlechtert.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr trotz einem deutlichen Anstieg der Mitarbeiterzahl von 331 auf 351 mit 26,9 Mio. Euro (Vorjahr: 26,5 Mio. Euro) nur leicht gestiegen. Grund für diesen moderaten Anstieg ist der Rückgang der Tantieme um 0,7 Mio. Euro, die den gestiegenen Aufwand für Löhne und Gehälter um 0,9 Mio. Euro weitestgehend kompensiert hat.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 15,2 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro). Gründe hierfür sind die gestiegenen umsatzabhängigen Aufwandspositionen wie Verkaufsprovisionen, Versand-/Transportkosten und Reisekosten sowie mit 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) hohen Fremdleistungen für Entwicklungstätigkeiten
Finanzlage

Der erwirtschaftete Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (gemäß DRS 21) als weiterer finanzieller Leistungsindikator lag bei 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 13,9 Mio. Euro). Wesentliche Gründe für diesen, bei einem Jahresüberschuss von 7,3 Mio. Euro, verhältnismäßig geringen Cashflow ist die stichtagsbedingte Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+5,2 Mio. Euro) und der Aufbau der Vorräte (+5,6 Mio. Euro). Dem gegenüber stehen auf der Passivseite ein Aufbau an Rückstellungen (+2,6 Mio. Euro und hiervon insbesondere Steuerrückstellungen (+2,0 Mio. Euro) sowie ein Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten (+0,8 Mio. Euro). Der erwirtschaftete Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich somit angemessen entwickelt, zeigte jedoch nicht die im Vorjahr erwartete positive Entwicklung. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gestiegenen Bevorratung im Vorratsvermögen zur Vermeidung von Lieferengpässen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr aufgrund erhaltener Ausschüttungen von unseren Tochterunternehmen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro) insgesamt mit 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) erneut positiv.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit fiel mit -4,0 Mio. Euro (Vorjahr: -9,0 Mio. Euro) insgesamt negativ aus. Grund hierfür waren Auszahlungen an die Anteilseigner (1,8 Mio. Euro) sowie die weiterhin hohe Tilgungsleistung der Bankdarlehen und die mit den Bankdarlehen zusammenhängenden Zinsaufwendungen (2,2 Mio. Euro).

Insoweit hat sich der Bestand an liquiden Mitteln unseres Unternehmens gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen verschlechtert. Er betrug trotzt der hohen Abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit zum Jahresende 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: 12,1 Mio. Euro). Diesem Bestand stehen Darlehen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr in Höhe von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) gegenüber. Es liegt eine fristenkongruente Finanzierung vor.

Ziel des Unternehmens und der IMS-Gruppe ist es, den gesamten Finanzbedarf über den erwirtschafteten operativen Cashflow abzudecken.

Vermögenslage

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 betrug die Eigenkapitalquote 68,6% (Vorjahr: 67,4%), wobei das gezeichnete Kapital 28,6% am Gesamtkapital ausmachte.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Mio. Euro auf 69,4 Mio. Euro erhöht.

Auf der Aktivseite sank das Anlagevermögen um 0,9 Mio. Euro. Wesentlich ist hierbei der Abbau der Ausleihungen um 0,5 Mio. Euro. Unter Einbeziehung der Erhöhung der langfristigen sonstigen Vermögensgegenstände (+0,2 Mio. Euro) reduzierte sich das langfristige Vermögen um 0,7 Mio. Euro. Die Vorräte stiegen um 5,6 Mio. Euro, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 5,2 Mio. Euro und die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände um 0,2 Mio. Euro. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um 1,0 Mio. Euro und die die liquiden Mittel um 2,1 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 5,5 Mio. Euro, was dem hohen Jahresüberschuss von 7,3 Mio. Euro geschuldet ist. Gegenläufig wirkten sich die Ausschüttungen an die IMS Holding GmbH & Co. KG in Höhe von 1,8 Mio. Euro aus. Die Erhöhung der Rückstellungen um 2,6 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf erhöhte Steuerrückstellungen (+2,0 Mio. Euro) zurückzuführen. Durch die gute Liquiditätssituation wurden Sondertilgungsmöglichkeiten genutzt und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 2,0 Mio. Euro abgebaut.

Die Anlagendeckung liegt nach wie vor auf einem guten Niveau. Durch Aktivierung der Beteiligung an der IMS Röntgensysteme GmbH zum fortgeführten Buchwert von 10,1 Mio. Euro im Jahr 2022 deckt das gezeichnete Kapital des Unternehmens nicht mehr das gesamte Anlagevermögen ab.

Generell verfolgt das Unternehmen eine restriktive Ausschüttungspolitik und hat eine entsprechend hohe Thesaurierungsquote.

Das Working Capital als Saldo aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat sich von 9,5 Mio. Euro auf 19,1 Mio. Euro deutlich erhöht. Grund hierfür ist der Aufbau an Vorräten (+5,6 Mio. Euro), der Aufbau an kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+5,2 Mio. Euro) sowie gegenläufig ein Aufbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+1,2 Mio. Euro).

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Gesellschaft verwendet die IMS Messsysteme GmbH im Wesentlichen Steuerungsgrößen, die sich aus operativen Kennzahlen ableiten. Insbesondere werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Auftragseingang, Rohgewinnmarge, Eigenkapitalrendite vor Steuern sowie der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verwendet.

Weitere Erläuterungen sowie die Zusammensetzung der Kennzahlen sind im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.

Neben den finanziellen Kennzahlen wird die Entwicklung unseres Unternehmens maßgeblich durch nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen zu Kunden und Mitarbeitern sowie die Technologieposition. Als wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind daher insbesondere die Innovationsfähigkeit der Gesellschaft in Bezug auf Produkte sowie das Ideenmanagement und die Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter zu nennen, aus denen zahlreichen Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet werden konnten.

Es wurden weiterhin wichtige Entwicklungen zur Marktreife gebracht und Referenzsysteme bei Kunden erfolgreich in Betrieb genommen.

III. Prognosebericht

Die Auftragsvorlage im Anlagengeschäft (inklusive Modernisierungen) für 2024 beläuft sich auf 87,0 Mio. Euro (Vorjahr: 80,4 Mio. Euro) und liegt damit erneut auf einem historischen Höchstwert. Die Nachfrage nach unseren Systemen und auch nach Ersatzteilen ist sehr hoch. Für 2025 haben wir bereits Anlagenaufträge (inklusive Modernisierungen) in Höhe von 18,0 Mio. Euro in den Büchern.

Steigende Energiepreise und stets neue bürokratische Auflagen belasten das Ergebnis, die Inflation sorgt für Ungewissheit, Planungsschwierigkeiten und steigende Personalkosten und der Fachkräftemangel sorgt, trotz konsequenter Ausbildung in allen Unternehmensbereichen, für Probleme bei der Besetzung von offenen Stellen. Darüber hinaus sorgt der Krieg in der Ukraine dafür, dass das Geschäft mit russischen Kunden aufgrund von EU-Sanktionen komplett zum Erliegen gekommen ist.

Auch wenn die Wirtschaft insgesamt und die Märkte von hoher Unsicherheit geprägt sind, so bewerten wir die Aussichten für unser Unternehmen als gut. Die Auftragsvorlage ist hervorragend und die Angebotsbücher sind gut gefüllt. Die Rahmenbedingungen können sich jedoch sehr schnell ändern und die Einschätzung der Entwicklung und der Perspektive für die Stahl- und Aluminiumindustrie als Hauptabsatzbranche unseres Unternehmens ist nur schwer möglich.

Unser Unternehmen ist auf seinen Märkten hervorragend positioniert. Das Unternehmen ist sehr solide finanziert und flexibel im Bereich seiner Produkte, seiner internen Prozesse und seiner Organisation. Gezielte Investitionen in die Produktionsstandorte in Deutschland, den USA, China und Indien, in die weltweiten Vertriebs- und Serviceniederlassungen, in die Entwicklung neuer und die Optimierung bestehender Systeme und in die Verbesserung interner Prozesse und neuer Hard- und Softwarelösungen sorgen für nachhaltiges und zielorientiertes Wirtschaften. Durch unseren klaren Fokus auf den gesamten Weltmarkt und nicht speziell auf einzelne Regionen sind wir unabhängiger von der Entwicklung einzelner Märkte.

Insgesamt erwarten wir trotz der sehr hohen Auftragsvorlage für 2024 eine gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 nur leicht verbesserte Entwicklung unseres Geschäfts.

Für das Jahr 2024 gehen wir von Umsätzen in Höhe von ca. 105,0 Mio. Euro sowie mittelfristig von Umsätzen zwischen 100,0 und 110,0 Mio. Euro aus.

Für 2024 wird ebenfalls eine leicht verbesserte Finanz- und Ertragslage in Bezug auf den operativen Cashflow und die Ertragskennzahlen erwartet. Eine Prognose über 2024 hinaus ist hier aufgrund der Vielzahl von ungewissen Entwicklungen nicht möglich.

IV. Chancen- und Risikobericht

Im Allgemeinen bewerten und quantifizieren wir die Risiken und Chancen basierend auf der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens im Zusammenhang mit den möglichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens entsprechend dem nachfolgenden Schema:


Wahrscheinlichkeit
Wahrscheinlichkeit
Wahrscheinlichkeit
Wahrscheinlichkeit
Wahrscheinlichkeit
Auswirkung
=20%
21%-40%
41%-70%
71%-90%
>90%
gering
niedrig
niedrig
niedrig
niedrig
niedrig
moderat
niedrig
niedrig
mittel
mittel
mittel
signifikant
niedrig
mittel
mittel
hoch
hoch
kritisch/umfassend
mittel
mittel
hoch
hoch
kritisch/erheblich


Wir bewerten folgenden Risiken und Chancen als wesentlich für das Unternehmen:

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Konjunkturelle Entwicklungen, politische und wirtschaftliche Einflussnahmen oder Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen können die Nachfrage und den Absatz in einzelnen Regionen beeinträchtigen und sind von uns nicht beeinflussbar.

Durch eine Konzentration in der Stahl- und Aluminiumindustrie kann die Abhängigkeit von einzelnen Kunden zunehmen und den Preisdruck erhöhen.

Eine breite Kundenstruktur und die Fokussierung auf den gesamten Weltmarkt reduzieren die Abhängigkeiten von einzelnen Kunden und Regionen erheblich.

Insgesamt bewerten wir dieses Risiko als moderat.

Ertragsorientierte Risiken

Die einkaufsseitigen Lieferengpässe und Preisanstiege haben sich 2023 nicht in dem Maße fortgesetzt. Die eingeleiteten Gegenmaßnahmen, wie neue und zusätzliche Lieferanten, gezielte Rahmenverträge mit entsprechenden Volumen und Laufzeiten und die Erhöhung der Lagerhaltung kritischer Komponenten, waren erfolgreich. Gleichzeitig wurden die Verkaufspreise überarbeitet, um die höheren Einkaufspreise an unsere Kunden weiterzugeben.

Die Preisentwicklung für Strom und Gas belastet das Ergebnis. Hinzu kommt die Ungewissheit, ob es zukünftig in Deutschland zu temporären Stromausfällen kommt. Die IMS Messsysteme GmbH ist kein Unternehmen mit einem besonders hohen Energieverbrauch. Dennoch führen die Preisanstiege zu erhöhen Kosten und im Falle von Stromausfällen wäre keine Produktion mehr möglich.

Stets neue bürokratische Auflagen sorgen für steigende Fixkosten und belasten das Ergebnis.

Die Inflation führt zu steigenden Gehaltsforderungen und weiterhin steigenden Preisen für alle bezogenen Waren und Leistungen. Ziel ist es, diese durch gezielte Anpassungen der Verkaufspreise aufzufangen, was jedoch bei längerfristigen Verträgen und Projekten auf den internationalen Märkten nicht immer möglich ist.

Technologische Fortschritte von Wettbewerbern sind in der Hightech-Industrie nicht auszuschließen und können derzeit noch nicht abzusehende Wettbewerbsvorteile für die Konkurrenz bringen. Sie sind aber gegenwärtig im Rahmen einer intensiven Marktbeobachtung nicht erkennbar. Auch ist die Markteintrittsbarriere sehr hoch, die Entwicklungszeiten sind lang und rein regionale Märkte sind für neue Wettbewerbsunternehmen zu klein und daher uninteressant. Durch gezielte Produktverbesserungen, Innovationen und Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, sowie einer gezielten Diversifikation im Produktportfolio tragen wir den sich kontinuierlich ändernden Markterfordernissen Rechnung.

In Summe bewerten wir das Ertragsrisiko in diesem Jahr als moderat.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im internationalen Geschäft bestehen Währungsrisiken. Auch kann sich das Zahlungsverhalten im Markt insgesamt ändern (z.B. längere Zahlungsziele). Unser Ziel ist es, sich diesen Risiken zu stellen und sie bei der Preisfindung sowie der Finanzierung zu berücksichtigen.

Zur Reduzierung von Währungsrisiken setzen wir geeignete Sicherungsinstrumente ein.

Wir bewerten das Währungsrisiko daher als moderat.

Steigende Zinsen im Verlauf des Jahres haben die Fremdfinanzierung verteuert. Finanzierungen sind bei der IMS immer investitionsgebunden. Größere Investitionen haben 2023 nicht stattgefunden, Ersatzinvestitionen wurden aus dem operativen Cashflow finanziert und die bestehenden Bankdarlehen durch die Nutzung von Sondertilgungsmöglichkeiten weiter reduziert. Aufgrund der sehr hohen Eigenkapitalquote und der sehr guten Liquidität sind wir nur bedingt auf eine Fremdfinanzierung angewiesen. Zudem sind die Darlehenskonditionen für mögliche Investitionen aufgrund unseres hervorragenden Ratings sehr gut. Daher ist auch das Risiko steigender Zinsen überschaubar.

Unser Ziel ist es, den gesamten Bedarf an liquiden Mitteln aus dem Cashflow des operativen Geschäfts zu generieren. Für den Fall, dass sich dies aufgrund sich verändernder Zahlungsströme einmal als schwierig erweisen könnte, besteht die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit unseren Hausbanken individuelle Exportfinanzierungen in Betracht zu ziehen.

Für den kurzfristigen Finanzierungsbedarf stehen uns bedarfsorientierte und mittelfristig festgeschriebene Kreditlinien bei unseren Hausbanken zur Verfügung.

Wir bewerten daher das Zinsrisiko als gering.

Einem möglichen Ausfallrisiko bei Lieferforderungen beugen wir durch gezielte Bonitätsprüfungen unserer Kunden vor. Ferner versuchen wir, das Risiko eines Zahlungsausfalls durch entsprechende Zahlungsbedingungen, z. B. hohe Anzahlungen oder Zahlung per L/C, gering zu halten. In Einzelfällen findet auch eine Versicherung des Fabrikationsrisikos und des Delkredererisikos über Exportkreditversicherer statt.

Insofern beurteilen wir dieses Risiko als moderat.

Betriebsrisiken

Für Risiken, die sich aus dem gewöhnlichen Geschäft heraus ergeben, wurden die erforderlichen Versicherungen für Produkthaftung, Umwelthaftung, Fabrikations- und Delkredererisiko, Feuer- und Betriebsunterbrechung, Montage- und Transportversicherung etc. gezeichnet.

Wir beurteilen das verbleibende Risiko als gering.

2. Chancenbericht

Ertragsorientierte Chancen

Der hohe Kosten- und Qualitätsdruck sowie eine optimierte und fehlerfreie Produktion sorgen bei unseren Kunden zu einem Modernisierungszwang und somit zu Absatzmöglichkeiten für uns. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass kurzfristige Ersatzinvestitionen und Modernisierungen an Bedeutung zunehmen. Dies unterstützen wir durch die kontinuierliche Verbesserung unserer bestehenden Produkte sowie die Ergänzung der Produktpalette um neue innovative und zukunftsweisende Systeme.

Ferner sind Optimierung des Produktportfolios im Aftersales Geschäft geplant. Diese ermöglichen uns eine noch stärkere Kundenbindung und weitere Umsatzchancen.

Durch die verbundenen Vertriebsgesellschaften in den wichtigsten Absatzmärkten des Unternehmens wurde und wird die Kundennähe und Marktbearbeitungsmöglichkeit kontinuierlich verbessert. Dies schafft einen klaren Wettbewerbsvorteil und neue Absatzmöglichkeiten.

Die Entwicklungen im Bereich der Röntgen- und Multikamerasysteme bieten neue Absatzmöglichkeiten in Branchen außerhalb der Stahl- und Aluminiumindustrie. Diese werden geprüft, um durch gezielte Produktdiversifikation unabhängiger von bestimmten Branchen zu werden und neue Absatzmöglichkeiten zu nutzen. So lassen sich diese Systeme in einer Vielzahl von Anwendungen zur Qualitäts- und Sicherheitsprüfung einsetzen.

Durch den Ausbau der Fertigung in den Tochtergesellschaften in den USA und China sowie dem Bau einer Fertigung in Indien, ergeben sich neue Absatzmöglichkeiten für preisgünstige Systeme in den jeweiligen Märkten, wodurch wir Marktanteile von Wettbewerbern übernehmen können.

Insgesamt sehen wir für die Zukunft Chancen in neuen Märkten, neuen Produkten sowie im Aftersales Bereich.

3. Gesamtaussage

Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken und Chancen verbunden. Wir betreiben eine konservative Risikobewältigungsstrategie. Hierzu zählt, dass Gewinne durch das operative Geschäft erwirtschaftet werden und nicht durch das Eingehen unnötiger Risiken oder Spekulationen. Dort wo Risiken bestehen, werden diese wenn möglich abgewälzt, d.h. auf Versicherungen übertragen oder durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. den Einsatz von Derivaten im Bereich der Währungssicherung, vermieden oder vermindert.

Unsere Hauptchancen liegen im Absatz hochmoderner, spezieller und individueller Messsysteme mit einem großen Technologievorsprung und entsprechenden nachgelagerten Serviceleistungen.

Die Hauptrisiken liegen in nicht beeinflussbaren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Die aktive Risikobewältigung, sowie das gezielte Eingehen von Risiken zur Chancenwahrung im Absatzbereich sind unsere klaren Stärken und in unserem Risikomanagementsystem fest verankert.

Vor dem Hintergrund der soliden Finanzierung sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Wir verfügen über einen überwiegend solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind selten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit vielen Kunden. Auch wird versucht das Risiko eines Zahlungsausfalls durch hohe Kundenanzahlungen bzw. Akkreditive oder den Abschluss von Kreditversicherungen abzuschwächen.

Fremdwährungsforderungen werden, sofern sinnvoll, durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über mittelfristig festgeschriebene Kreditlinien bei verschiedenen Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten konkrete Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein Debitorenmanagement.

VI. Bericht über Niederlassungen

Tochtergesellschaften

Die IMS Messsysteme GmbH hält aktuell unmittelbare Anteile an neun 100%igen Tochtergesellschaften. Die Angaben in Klammern betreffen das Jahr des Erwerbs bzw. der Gründung.

·  IMS Systems Inc. (Mars, USA) (2000)
·  IMS Messsysteme (Shanghai) Co. Ltd. (Shanghai, China) (2007)
·  "IMS Service" LCC (Chelyabinsk, Russland) (2011)
·  IMS Sistemas de Medida, S.L. (Madrid, Spanien) (2013)
·  IMS Röntgensysteme GmbH (Heiligenhaus, Deutschland) (2016)
·  Xapt GmbH (Heiligenhaus, Deutschland) (2017)
·  IMS Messsysteme (Jiashan) Co., Ltd. (Jiaxing, China) (2018)
·  IMS Systems Poland sp. Z o.o. (Gliwice, Polen) (2019)
·  IMS Systems Vietnam Ltd. (Ho Chi Minh City, Vietnam) (2022)

Die IMS Systems Inc. wurde 2000 als Vertriebs- und Serviceunternehmen gegründet und ist seit vielen Jahren in den USA erfolgreich. Mittlerweile produziert und vertreibt das Unternehmen auch eigene Messsysteme.

Die IMS Messsysteme (Shanghai) Co. Ltd. wurde 2007 gegründet und ist ein reines Vertriebs- und Serviceunternehmen. Im Jahr 2018 wurde die IMS Messsysteme (Jiashan) Co., Ltd. als Produktionsunternehmen in China gegründet. Das Unternehmen hat 2019 sein operatives Geschäft aufgenommen und produziert spezielle Messsysteme für den chinesischen Markt.

Die IMS Röntgensysteme GmbH wurde 2000 gegründet. Unternehmensgegenstand ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von industriellen Röntgensystemen/-komponenten sowie ausgewählten Vorprodukten für die Messsysteme der IMS Messsysteme GmbH.

Die Xapt GmbH wurde 2011 gegründet. Die von der Xapt GmbH entwickelte Technik, basierend auf der Messung mit Kamerasystemen, findet Ihre Anwendung in den von der IMS Messsysteme GmbH verkauften Messsystemen.

Die IMS Systems Poland sp. Z o.o. wurde 2019 gegründet. Ziel des Unternehmens ist es, Dienstleistungen im Bereich der Softwareentwicklung, der Projektierung und des Anlagenservice für die IMS Messsysteme GmbH zu erbringen.

Die IMS Sistemas de Medida, S.L. wurde 2013 gegründet und übt keine operative Tätigkeit aus.

Die im Jahr 2022 gegründete IMS Systems Vietnam Ltd.. sowie die IMS Service LLC. (Russland) sind reine Vertriebs- und Serviceunternehmen, welche die jeweiligen lokalen Märkte bedienen. Die weitere Entwicklung der IMS Service LLC in Russland kann derzeit nicht abschließend prognostiziert werden.

Neben den 100%igen Tochtergesellschaften hält die IMS Messsysteme GmbH zudem bei sechs Joint Venture Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung.

·  IMS Maco Services Pvt. Ltd. (Kolkata, Indien) (2006)
·  IMSSYS Mexico SA de CV (Santa Caterina, Mexico) (2010)
·  IMS do Brasil Suporte E Assistencia Technica Em Equipamentos Soderurgicos Ltda. (Sao Bernardo do Campo, Brasilien) (2010)
·  IMS Systems Korea Co.,Ltd. (Seoul, Korea) (2013)
·  IMS Metalurji Servis Ltd. Sti. (Çayırova / Kocaeli, Türkei) (2016)
·  IMS Maco Measuring Systems (FZC) (2018)

Bei allen sechs Joint Venture Unternehmen handelt es sich um reine Vertriebs- und Serviceunternehmen, deren Aufgaben die aktive Marktbearbeitung, die Akquisition von Aufträgen und die Bereitstellung von Serviceleistungen und Ersatzteilen sind.

Die IMS Maco Service Pvt. Ltd. hat 2023 zudem mit dem Bau einer Fertigungsstätte begonnen. Ziel ist es dort einfache und preislich konkurrenzfähige Systeme für den indischen Markt zu produzieren.

Heiligenhaus, 8. März 2024
IMS Messsysteme GmbH

Diplom-Ingenieur Richard Rak

Diplom-Betriebswirt Hendrik Schultes

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 30.435.936,83 31.309.819,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 588.976,02 846.136,02
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 588.976,02 846.136,02
II. Sachanlagen 8.373.329,17 8.456.110,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.624.559,17 6.980.739,17
2. technische Anlagen und Maschinen 19.700,00 30.548,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.729.070,00 1.444.823,00
III. Finanzanlagen 21.473.631,64 22.007.573,38
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.763.676,89 12.763.676,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.709.954,75 9.243.896,49
B. Umlaufvermögen 38.918.311,32 31.092.572,99
I. Vorräte 8.595.005,23 2.951.910,49
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.023.848,32 4.065.962,25
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.763.718,00 14.901.156,43
3. geleistete Anzahlungen 374.750,00 787.226,56
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.567.311,09 16.802.434,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.383.847,24 16.058.812,37
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.553.749,69 8.384.555,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.157.211,65 4.207.848,88
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.672.885,90 3.466.407,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.577.357,36 2.383.443,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.939.458,85 12.081.850,13
Aktiva 69.354.248,15 62.402.392,56

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 47.578.519,77 42.074.393,21
I. ausgegebenes Kapital 19.801.500,00 19.801.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
2. eigene Anteile -198.500,00 -198.500,00
II. Gewinnrücklagen 31.188,00 31.188,00
1. andere Gewinnrücklagen 31.188,00 31.188,00
III. Gewinnvortrag 20.401.705,21 8.865.172,03
IV. Jahresüberschuss 7.344.126,56 13.376.533,18
B. Rückstellungen 14.959.174,50 12.341.783,93
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.703.017,00 3.806.296,00
2. Steuerrückstellungen 3.377.194,29 1.384.065,74
3. sonstige Rückstellungen 7.878.963,21 7.151.422,19
C. Verbindlichkeiten 6.816.553,88 7.986.215,42
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.476.072,10 5.444.932,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 921.825,52 1.501.417,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.554.246,58 3.943.515,71
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.038.090,55 1.875.369,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.038.090,55 1.875.369,31
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.081,50 102.008,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 41.081,50 102.008,27
4. sonstige Verbindlichkeiten 261.309,73 563.905,13
davon aus Steuern 258.422,56 524.304,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 261.309,73 563.905,13
Passiva 69.354.248,15 62.402.392,56

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 100.039.307,15 87.765.460,01
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.862.561,57 4.239.043,81
3. sonstige betriebliche Erträge 902.102,62 6.621.461,18
davon Erträge aus der Währungsumrechnung   452.506,72
4. Materialaufwand 51.005.686,57 44.168.011,33
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 49.202.549,01 42.849.034,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.803.137,56 1.318.977,20
5. Personalaufwand 26.877.433,09 26.539.422,67
a) Löhne und Gehälter 22.814.224,01 22.455.416,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.063.209,08 4.084.006,38
davon für Altersversorgung 193.443,03 382.898,63
6. Abschreibungen 1.233.600,73 1.165.246,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.233.600,73 1.165.246,51
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.196.759,83 13.302.536,40
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 101.988,37  
8. Erträge aus Beteiligungen 785.149,31 2.682.203,11
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 285.423,97 185.830,71
davon aus verbundenen Unternehmen 285.423,97 185.830,71
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 115.806,41 8.539,35
davon Erträge aus Abzinsung 15.976,69 8.067,41
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 187.188,11 227.535,85
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 65.248,00 67.426,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.138.946,14 2.717.373,09
13. Ergebnis nach Steuern 7.350.736,56 13.382.412,32
14. sonstige Steuern 6.610,00 5.879,14
15. Jahresüberschuss 7.344.126,56 13.376.533,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

IMS Messsysteme GmbH
Heiligenhaus
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firma:
IMS Messsysteme GmbH
Sitz:
Heiligenhaus
Registergericht:
Wuppertal
HRB-Nummer:
17583


II. Allgemeine Angaben zum Inhalt und zur Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der IMS Messsysteme GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 242 ff., 265 Abs.1, 266ff HGB).

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Ausweis der nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB zusammengefassten Posten

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz die Posten des Anlagevermögens zusammengefasst. Der beigefügte Anlagespiegel enthält die gesetzlichen Angaben gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB.

III. Bilanzierung und Bewertungsmethoden        
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbenes immaterielles Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern es der Abnutzung unterlag, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Die Nutzungsdauer liegt zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Nutzungsdauer liegt zwischen drei und fünfzig Jahren.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt:
-  Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten
-  Ausleihungen zum Nennwert

Wertminderungen werden, sofern der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft gesunken ist, durch entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB).

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird als Verbrauchsfolgeverfahren die Fifo-Methode angewendet (§ 256 Abs. 1 HGB).

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Es erfolgte keine Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen bei den Herstellungskosten.

Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Abweichend hiervon wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnende Vermögensgegenstände (Planvermögen) in der Form von Rückdeckungsversicherungen für Altersteilzeitverpflichtungen mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessen dotierter Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Daneben werden Pauschalwertberichtigungen mit 0,5% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen berechnet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB).

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Für Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellung wurde unverändert gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Gehaltssteigerungen wurden mit durchschnittlich 0% berücksichtigt. Die Rückstellung wird pauschal mit dem für die Restlaufzeit von 15 Jahren maßgeblichen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (1,82%) abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Der Bewertung liegen die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck zugrunde.

Für pensionsähnliche Verpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB unverändert in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Rückstellung wird mit dem für die Restlaufzeit maßgeblichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr und das laufende Jahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem für die Restlaufzeit maßgebenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 32,45%. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 475%. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung eines aktiven Saldos an Steuerlatenzen wurde kein Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse wurden erfasst, wenn die entsprechende Lieferung ausgeführt oder die Leistungen erbracht sind und die Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

Materialaufwendungen sowie sonstige betrieblichen Aufwendungen werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Verursachung erfasst.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme der Anpassung des Prozentsatzes der Pauschalwertberichtigung unverändert beibehalten.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro zum jeweiligen Tageskurs eingebucht wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Auf fremde Währung lautende Forderungen oder Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs am Tag des zugrunde liegenden Geschäftsvorfalls oder dem ungünstigeren Stichtagskurs umgerechnet.

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn-
und Verlustrechnung

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt EUR 26.331,00 die in voller Höhe auf die Bewertungsänderungen im Bereich der Pensionsverpflichtungen entfallen (§ 253 Abs. 6 S. 2 f. HGB).

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang zu entnehmen. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Abs. 2 HGB).

In den Finanzanlagen sind langfristige Ausleihungen in Höhe von EUR 6.900.000 (Vorjahr: EUR 6.900.000) gegenüber der Gesellschafterin IMS Holding GmbH & Co. KG enthalten.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen in Höhe von EUR 282.733,80 (Vorjahr: EUR 132.921,43) gegenüber der Gesellschafterin IMS Holding GmbH & Co. KG enthalten.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollumfänglich den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt EUR 2.577.357,36 (Vorjahr: EUR 2.383.443,23). Alle anderen Forderungen sind wie im Vorjahr insgesamt kurzfristig.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen grundsätzlich auf nachfolgenden temporären Differenzen:


Wertansatz in EUR

handelsrechtlich
steuerrechtlich
Differenz
Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten
150.806,77 €
150.585,90 €
220,87 €
Rückstellung für ATZ
371.414,82 €
295.579,15 €
75.835,67 €
Pensionsrückstellung
3.703.017,00 €
2.798.096,00 €
904.921,00 €
Aktivüberhang


980.977,54 €
Steuersatz


32,45%
Aktive latente Steuern


318.327,21 €



Das Wahlrecht zur Bilanzierung der aktiven latenten Steuern wird nicht in Anspruch genommen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.854 (Vorjahr: TEUR 7.151) sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:


2023
2022

TEUR
TEUR
Personalbereich
3.925
3.442
Vertriebsbereich
3.305
3.191
Andere Rückstellungen
624
518



Dabei enthalten die Rückstellungen im Personalbereich im Wesentlichen Tantiemen und Sonderzahlungen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 2.471 sowie Verpflichtungen aus Mehrarbeit und nicht genommenem Urlaub in Höhe von TEUR 1.239.

Die Rückstellungen im Vertriebsbereich beinhalten Rückstellungen aus Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.841 sowie aus Verkaufsprovisionen in Höhe von TEUR 1.183.

Die anderen Rückstellungen umfassen insbesondere Rückstellungen für Entsorgungskosten (TEUR 224), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 123) sowie für die Archivierung von aufbewahrungspflichtigen Geschäftsunterlagen (TEUR 155).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde unverändert das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz
1,82
%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen
0
%
zugrunde gelegte Sterbetafel
Richttafeln 2018
G


Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt EUR 3.703.017,00. Eine bestehende Rückdeckungsversicherung mit einem Aktivwert von EUR 2.607.441,36 wird aufgrund fehlender Klassifizierung als Planvermögen unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:


EUR
Rückstellung für Lebensarbeitszeit- und Altersteilzeitkonten
522.221,58
Planvermögen (Rückdeckungsversicherung)
-459.732,07
Bilanzansatz der Rückstellung für

Altersvorsorgeverpflichtungen nach Saldierung
62.489,51



Die Verrechnung erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz HGB. Die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens entsprechen annähernd dem beizulegenden Wert. Es erfolgte eine Saldierung von Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 738,61 mit Erträgen aus dem zu verrechnenden Planvermögen (EUR 7.156,69).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Art der Verbindlichkeit zum
Betrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
Gesamt
kleiner 1. J.
1 bis 5 J.
größer 5 J.

TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
gegenüber Kreditinstituten
3.476
922
1.591
963
(Vorjahr)
5.445
1.501
2.305
1.639
aus Lieferungen und Leistungen
3.038
3.038
-  
-  
(Vorjahr)
1.875
1.875
-  
-  
gegenüber verbundenen Unternehmen
41
41
-  
-  
(Vorjahr)
102
102
-  
-  
Sonstige Verbindlichkeiten
261
261
-  
-  
(Vorjahr)
564
564
-  
-  
Summe
6.816
4.262
1.591
963
(Vorjahr)
7.986
4.042
2.305
1.639

Kredit- und Avallinien


Kontokorrent
Aval

31.12.2023
31.12.2023

TEUR
TEUR
Kontokorrent- bzw. Avallinie
7.000
23.500
Inanspruchnahme
-  
17.650
verfügbare Kontokorrent- bzw. Avallinie
7.000
5.850



Von der Kontokorrentlinie stehen wahlweise noch TEUR 4.000 als Avallinie zur Verfügung.

Die bestehenden Kredit- und Avallinien sowie Darlehen sind wie folgt besichert:

Sicherungsgeber
Art der Sicherheit
Sicherungs-
31.12.2023


zweck
nominal



TEUR
IMS Holding GmbH & Co. KG
gesamtschuldnerische
Haftung
Darlehen
6.500
IMS Holding GmbH & Co. KG
beschränkte Bürgschaft
Darlehen
6.000
IMS Holding GmbH & Co. KG
Grundschuld
KK-Linie, Aval
3.500
IMS Röntgensysteme GmbH
beschränkte Bürgschaft
KK-Linie
5.000



21.000



Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB
Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch nominal in Höhe von EUR 10.181.900,00 für Verbindlichkeiten der IMS Holding GmbH & Co. KG.
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme beurteilen wir als gering.
Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Miet- und Leasingverträge für einen Teil der Betriebsgrundstücke sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung geschlossen. Aus diesen Miet- und Leasingverpflichtungen ergeben sich voraussichtlich folgende Zahlungen:


Betrag
davon mit einer Restlaufzeit

31.12.2023
kleiner 1. J.
1 bis 5 J.
größer 5 J.

TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen
5.476
1.027
3.587
862



Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr.4 HGB wie folgt aufgegliedert:


31.12.2023
31.12.2022

TEUR
TEUR
Geografisch


Inland
20.403
14.114
Ausland
79.636
73.651

100.039
87.765
Ausland


Europa
22.373
19.173
Asien
41.332
44.425
Amerika
13.269
8.401
Afrika
2.083
807
Australien/ Neuseeland
579
845

79.636
73.651
Tätigkeitsbereich


Anlagen
68.517
53.352
After Sales
30.542
33.479
Sonstige
980
934

100.039
87.765



Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 250, aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 234, der Auflösung der Einzelwertberichtung auf Forderungen in Höhe von TEUR 22 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 30 enthalten. In den periodenfremden Aufwendungen sind Aufwendungen aus uneinbringlichen Forderungen in Höhe von EUR 109 in 2023 enthalten.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 22. Juni 2023 festgestellt und der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung die folgende Ergebnisverwendung vor:
Aus dem Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 7.344.126,56 wird eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 1.500.000,00 vorgenommen und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 hat sich wie folgt entwickelt:


EUR
Gewinnvortrag zum 31.12. des Vorjahres
8.865.172,03
Jahresüberschuss des Vorjahres
13.376.533,18
Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr
-3.960.000,00
Gewinnvortrag zum 31.12. des Geschäftsjahres
20.401.705,21



Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:




Geschäftsführer
Richard Rak
Diplom-Ingenieur
Geschäftsführer
Hendrik Schultes
Diplom-Betriebswirt



Gewährte Bezüge für Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile
Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz

Anteilshöhe
Jahresergebnis
Eigenkapital



EUR
EUR



100%
100%
IMS Systems Inc., Mars, USA

100%
2.097.726,70
8.256.003,62
IMS Messsysteme (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China

100%
264.540,11
1.251.087,39
IMS Services LLC, Chelyabinsk, Russland

100%
209.281,44
821.677,86
Xapt GmbH

100%
40.266,47
-7.115,10
IMS Sistemas de Medida S.L., Madrid, Spanien
1)
100%
-1.632,01
8.406,86
IMS Measuring Equipment (Jiashan) Co., Ltd., Zhejiang, China

100%
295.143,59
1.050.194,96
IMS Systems Poland sp. z o.o., Gleiwitz, Polen

100%
-38.375,12
95.499,53
IMS Systems Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam

100%
-2.566,31
40.451,45
IMS Systems Korea Co. Ltd., Pohang, Südkorea

70%
942.164,62
1.498.381,57
IMS Metalurji Servis Ltd. Sti. , Cayirova, Türkei

60%
152.364,44
221.483,46
IMS Maco Service Pvt. Ltd., Kalkutta, Indien

60%
242.906,38
2.447.198,00
IMS do Brasil, Sao Paulo, Brasilien

60%
381.119,56
719.057,81
IMSSYS Mexico SA de CV, Santa Caterina, Mexico

60%
-2.134,80
280.124,34
IMS Maco Measuring Systems (FZC), SAIF Zone, Dubai, VAE

60%
628.407,00
667.425,14
1) keine operative Tätigkeit






Konzernzugehörigkeit

Die IMS Messsysteme GmbH ist Tochterunternehmen der IMS Holding GmbH & Co. KG. Die IMS Holding GmbH & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Der Konzernabschluss der IMS Holding GmbH & Co. KG hat für die Gesellschaft befreiende Wirkung gemäß § 291 Absatz 1 HGB. Er wird unter HRA 23247 beim Amtsgericht Wuppertal offengelegt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmeranzahl nach Gruppen
Zahl
Angestellte
316
Arbeiter
6
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter
7
Durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer                  nach § 267 HGB
329
Auszubildende
29
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigen Arbeitnehmer
358



Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 31.500,00 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
4.615.366,80
131.318,25
0,00
0,00
4.746.685,05
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
4.615.366,80
131.318,25
0,00
0,00
4.746.685,05
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
10.389.266,43
0,00
2.529,13
0,00
10.386.737,30
2. technische Anlagen und Maschinen
165.218,52
0,00
0,00
0,00
165.218,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
9.243.792,78
766.201,48
4.647,00
0,00
10.005.347,26
Summe Sachanlagen
19.798.277,73
766.201,48
7.176,13
0,00
20.557.303,08
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen
13.263.676,89
0,00
0,00
0,00
13.263.676,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
9.243.896,49
0,00
533.941,74
0,00
8.709.954,75
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
250.000,00
0,00
250.000,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
22.757.573,38
0,00
783.941,74
0,00
21.973.631,64
Summe Anlagevermögen
47.171.217,91
897.519,73
791.117,87
0,00
47.277.619,77

kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3.769.230,78
388.478,25
0,00
0,00
4.157.709,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
3.769.230,78
388.478,25
0,00
0,00
4.157.709,03
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.408.527,26
354.178,00
527,13
0,00
3.762.178,13
2. technische Anlagen und Maschinen
134.670,52
10.848,00
0,00
0,00
145.518,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
7.798.969,78
480.096,48
2.789,00
0,00
8.276.277,26
Summe Sachanlagen
11.342.167,56
845.122,48
3.316,13
0,00
12.183.973,91
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen
500.000,00
0,00
0,00
0,00
500.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
250.000,00
0,00
0,00
0,00
250.000,00
Summe Finanzanlagen
750.000,00
0,00
0,00
0,00
750.000,00
Summe Anlagevermögen
15.861.398,34
1.233.600,73
3.316,13
0,00
17.091.682,94

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
588.976,02
846.136,02
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
588.976,02
846.136,02
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
6.624.559,17
6.980.739,17
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
19.700,00
30.548,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
1.729.070,00
1.444.823,00
Summe Sachanlagen
0,00
8.373.329,17
8.456.110,17
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
12.763.676,89
12.763.676,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
0,00
8.709.954,75
9.243.896,49
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
250.000,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
250.000,00
21.473.631,64
22.007.573,38
Summe Anlagevermögen
250.000,00
30.435.936,83
31.309.819,57

sonstige Berichtsbestandteile

 

Heiligenhaus, den 08. März 2024

gez. Hendrik Schultes, kaufmännischer Geschäftsführer

gez. Richard Rak, technischer Geschäftsführer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die IMS Messsysteme GmbH, Heiligenhaus:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der IMS Messsysteme GmbH, Heiligenhaus - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IMS Messsysteme GmbH, Heiligenhaus, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und ·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

·  beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 8. März 2024
ELWISS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
        Faasch Wirtschaftsprüfer                                         

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