Master Data

Registry
Register court München HRB 119375
Registered
2/3/1998
Industry
Wholesale of pharmaceutical goodsRetail sale of pharmaceutical productsManufacture of basic pharmaceutical products
Purpose
Handel mit Arzneimitteln, insbesondere aus der Produktion der Firma NeXstar Pharmaceuticals, Inc., in Deutschland.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Frédérike Podevin
since 7/4/2025
Managing Director
Managing Director
Josephine Comiskey
since 4/9/2025
Managing Director
Thomas Kennedy
since 6/15/2023
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Gilead Sciences Ireland UC.IRL
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Gilead Sciences Ireland UC.
Ireland
DEM 100,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Gilead Sciences GmbH

Martinsried, Gmeinde Planegg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 653.844.124,37 592.229.675,90
2. Sonstige betriebliche Erträge (davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 201.671,10; VJ EUR 250.522,49) 1.246.590,87 1.262.024,31
655.090.715,24 593.491.700,21
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren (532.043.257,89) (477.476.477,62)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (43.277.465,61) (40.938.786,79)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (davon für Altersversorgung EUR 1.940.076,60; VJ EUR 1.583.600,70) (7.038.823,25) (5.720.057,16)
(50.316.288,86) (46.658.843,95)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (531.750,64) (785.390,38)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 169.275,33; VJ EUR 127.071,03) (49.298.521,43) (47.474.960,67)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.328.758,76 284.393,32
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (EUR 0,00; VJ EUR 0,00) (11.234,00) 0
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (6.861.138,33) (6.748.483,89)
10. Ergebnis nach Steuern 19.357.282,85 14.631.937,02
11. Sonstige Steuern (227.967,26) (1.124,12)
12. Jahresüberschuss 19.129.315,59 14.630.812,90

ANHANG für 2023

I. ALLGEMEINE HINWEISE

Die Gilead Sciences GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 15. Februar 1991 gegründet und unter der Nummer HRB 119375 im Handelsregister B des Amtsgerichts München eingetragen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 19. Oktober 2000.

Das Unternehmen war zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB dargestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Sitz der Gesellschaft ist in Martinsried.

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzpositionen zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und der Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erklärung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betrafen folgende Posten und Sachverhalte:

Bei den Forderungen EUR 3.043.816,35 (VJ: EUR 3.682.219,21) und Verbindlichkeiten EUR 111.539.000,43 (VJ: EUR 84.109.028,28) gegenüber verbundenen Unternehmen handelte es sich im Wesentlichen um Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Bei der Aufstellung des Abschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert angewendet.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Unternehmensfortführung

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer lag zwischen 3 und 13 Jahren.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Gängigkeitsabschläge aufgrund des Haltbarkeitsdatums wurden, falls notwendig, vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert.

Stammkapital

Das Stammkapital wurde zum Nennwert bewertet.

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigten alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sofern die Bildung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte, wurden diese entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalteten Rechnungen für Leistungen, die erst in den nächsten Perioden erbracht werden. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden in der nächsten Periode wieder aufgelöst.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte, insbesondere der Geschäftsjahresabschreibung, ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.893,00 - 237.893,00 - -
237.893,00 - 237.893,00 - -
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.108.304,87 - 205.284,57 80.648,91 5.983.669,21
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.160,00 111.610,77 - (79.819,91) 32.950,86
6.109.464,87 111.610,77 205.284,57 829,00 6.106.620,07
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 30,48 - - - 30,48
30,48 - - - 30,48
6.347.388,35 111.610,77 443.177,57 829,00 6.016.650,55
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.893,00 - 237.893,00 -
237.893,00 - 237.893,00 -
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.878.610,24 531.750,64 202.622,14 4.207.738,74
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - -
3.878.610,24 531.750,64 202.622,14 4.207.738,74
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - - - -
- - - -
4.116.503,24 531.750,64 440.515,14 4.207.738,74
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - -
- -
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.775.930,47 2.229.694,63
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.950,86 1.160,00
1.808.881,33 2.230.854,63
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 30,48 30,48
30,48 30,48
1.808.911,81 2.230.885,11

Finanzanlagen

Es bestand eine Minderheitsbeteiligung an der französischen Schwestergesellschaft Gilead Sciences SARL.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestanden keine Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Kapitalanteile

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital betrug DM 100.000; ausgewiesen wurde der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 51.129,19.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. August 2023 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn per 31. Dezember 2022 i. H. v. EUR 14.630.812,90 (Jahresüberschuss 2022) als Dividende auszuschütten.

Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen waren die nachfolgenden Rückstellungen enthalten:

in EUR

Rückstellung für Rabatte 59.420.808,81
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 6.189.582,37
Bonusrückstellung 8.536.814,84
Urlaubsrückstellung 1.041.491,67
Rückstellungen für Personalkosten 269.089,19
Rückstellung für Abschlusskosten 86.736,00
Gesamtbetrag sonstige Rückstellungen 75.544.522,88

Es bestanden keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Rückstellungen für Rabatte beinhalteten Herstellerrabatte sowie Rückstellungen für Rabattverträge, welche aufgrund von Vereinbarungen mit Krankenkassen oder Krankenhäusern gebildet wurden. Die Rückstellung für Rabatte wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten waren innerhalb eines Jahres fällig. Es existierten keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert waren.

Im Posten sonstige Verbindlichkeiten waren die nachfolgenden Verbindlichkeiten enthalten:

in EUR 31.12.2023
Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Steuern 12.351.756,19 - - 12.351.756,19
Verbindlichkeiten aus Aktienprogramm gegenüber Mitarbeitern 666.896,58 - - 666.896,58
13.018.652,76 - - 13.018.652,76

Die Verbindlichkeiten aus Steuern beinhalteten Umsatzsteuer- und Lohnsteuerverpflichtungen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Verteilung der in Deutschland erbrachten Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen in %:

%
HIV 45,90
Hepatitis 14,10
Onkologie und Zelltherapie 28,30
Sonstige 11,70

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultierten im Wesentlichen aus Erträgen aus Sachbezügen von Kraftfahrzeugen an Mitarbeitern in Höhe von EUR 1.023.717,74.

Materialaufwand

Beim Materialaufwand handelte es sich um von der Gilead Sciences Ireland UC, Irland und Kite Pharma EU B.V., Niederlande, bezogene Waren, die im Wesentlichen entsprechend der Umsatzerlöse den Geschäftsbereichen zuzuordnen waren.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag, setzten sich aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zusammen und beliefen sich auf insgesamt EUR 6.861.138,33.

V. SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter

Im Jahre 2023 waren im Durchschnittlich 209 Mitarbeiter im Innendienst und 72 Mitarbeiter im Außendienst beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Die Gilead Sciences GmbH ist eine 100%ige Tochter der Gilead Sciences Ireland UC, Irland, und wird in den Konzernabschluss der Gilead Sciences Inc., Foster City, USA, eingebunden. Der Jahresabschluss der Gilead Sciences Inc. kann im Internet unter www.gilead.com eingesehen werden.

Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse zugetragen.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber dem Gesellschafter bestanden die nachfolgenden Rechte und Pflichten.

Verbindlichkeiten: EUR 104.989.474,66 gegenüber Gilead Sciences Ireland UC, Ireland. Diese resultierten mehrheitlich aus Lieferungen und Leistungen und wurden als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Für Abschlussprüfungsleistungen im Zusammenhang mit diesem Jahresabschluss wurde mit der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ein Honorar von EUR 86.736 (Vorjahr: EUR 83.400) vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es existierten keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB.

Aus bestehenden Verträgen ergaben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen:

in EUR Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Miete Fraunhoferstraße 17, 82152 Martinsried 3.299.235,38 970.902,36 2.328.333,02 -
PKW Leasing 2.929.905,95 1.440.450,35 1.489.455,60 -
Phase 4 Studien 1.840.500,00 300.000,00 1.540.500,00 -
Produkthaftpflicht 1.168.572,12 1.168.572,12 - -
9.238.213,45 3.879,924,83 5.358.288,62 -

Bei der Bewertung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde der Zeitraum herangezogen, den die Gesellschaft zur Erfüllung der Verpflichtung annahm.

Geschäftsführer

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Dr. Christian Macher, Geschäftsführer, München

Brett Pletcher, Executive Vice President, General Counsel, Chief Compliance Officer and Corporate Secretary of Gilead Sciences Inc., Foster City, USA, Anacortes, Washington, USA (im Handelsregister eingetragen bis 23.02.2023)

Andrew Dickinson, Executive Vice President & Chief Financial Officer of Gilead Sciences Inc., Foster City, USA, San Anselmo, Kalifornien, USA (im Handelsregister eingetragen bis 23.02.3023)

York-Julian Stücker, Vice President International Legal, Pfaffenhofen a.d. Ilm (wirksam ab 07.02.2023 - im Handelsregister eingetragen ab 23.02.2023 bis 15.06.2023)

John Andrew Jorden, Vice President Commercial Finance, San Francisco, Kalifornien, USA (wirksam ab 08.02.2023 - im Handelsregister eingetragen ab 31.05.2023)

Janet Dorling, Senior Vice President Intercontinental Region, Redwood City, Kalifornien, USA (wirksam ab 08.02.2023 - im Handelsregister eingetragen ab 31.05.2023)

Thomas Kennedy, Vice President Corporate Legal, Oakland, Kalifornien, USA (wirksam ab 18.05.2023 - im Handelsregister eingetragen ab 15.06.2023)

Dr. Christian Macher ist befugt, die Gesellschaft alleine zu vertreten.

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhielt, wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine entsprechende Angabe verzichtet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Bei der nächsten Gesellschafterversammlung wird voraussichtlich vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 als Dividende auszuschütten.

 

Martinsried, den 02. Mai 2024

Gilead Sciences GmbH

Dr. Christian Macher, Geschäftsführer

John Jorden, Geschäftsführer

Thomas Kennedy, Geschäftsführer

Janet Dorling, Geschäftsführerin

Lagebericht 2023

Gilead Sciences GmbH, Martinsried

1 Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Geschäftstätigkeit der Gilead Sciences GmbH

Die Gilead Sciences GmbH ist eine 100%ige Tochter der Gilead Sciences Ireland UC, Cork, Irland, deren Kapital wiederum indirekt zu 100% durch die Gilead Sciences Inc., Foster City, USA, gehalten wird. Gilead Sciences Inc. ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das Medikamente zur Bekämpfung lebensbedrohlicher Krankheiten wie HIV/AIDS, Hepatitis, invasive Pilzerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Onkologie und Zelltherapie (KITE) erforscht, entwickelt und vertreibt.

Die Gilead Sciences GmbH ist für den Vertrieb der Produkte der Gilead Sciences Inc. inklusive KITE in Deutschland verantwortlich und beteiligt sich in diesem Zusammenhang in begrenztem Umfang an klinischen Studien bzw. bietet lokale finanzielle Unterstützung für Anwendungsbeobachtungen.

1.2 Entwicklungen im deutschen Pharmamarkt

Im Jahr 2023 war der Gesamtpharmamarkt nach wie vor geprägt durch den Kostendruck im öffentlichen Gesundheitswesen. Der auf dem Herstellerabgabepreis berechnete Rabatt gemäß §130a SGB V für innovative, nicht durch Festbeträge geregelte Arzneimittel, der sogenannte "Herstellerrabatt" war im Berichtszeitraum 2023 anwendbar und betrug während des gesamten Jahres 12%. Darüber hinaus war das zum 01. August 2010 in Kraft getretene Preismoratorium gültig und gilt weiter fort. Dieses hat zur Folge, dass etwaige seit dem 01. August 2009 vorgenommene Preiserhöhungen für Arzneimittel in voller Höhe als zusätzlicher Rabatt an die jeweiligen Kostenträger zurückzuzahlen sind. Die Gilead Sciences GmbH war 2022 im Apothekenmarkt von diesen beiden Regelungen betroffen.

Im November 2010 wurde das "Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz - AMNOG)" vom Bundestag beschlossen und trat mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 22. Dezember 2010 in Kraft. Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 brachte es wesentliche Veränderungen unter anderem für die Markteinführung neuer Arzneimittel und die Nachweispflichten in Bezug auf deren Kosten- / Nutzenverhältnis mit sich.

Am 20. Oktober 2022 wurde das Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV Finanzstabilisierungsgesetz) vom Deutschen Bundestag verabschiedet und trat am 15. November 2022 in Kraft. Damit soll ein 17 Mrd. großes Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeglichen werden. Die Gilead Sciences GmbH ist von folgenden Reaelunaen betroffen:

Erhöhung des Herstellerrabattes zugunsten der gesetzlichen Krankenkassen ab dem 1. Januar 2023 um 5%.

Das Preismoratorium wird bis 2026 verlängert.

Der im AMNOG Verfahren verhandelte Preis gilt nun bereits ab dem 7. Monat anstatt ab dem 13. Monat.

Bei Arzneimitteln für seltene Leiden muss ab überschreiten der Umsatzschwelle von 30 Millionen (bisher 50 Millionen) ein reguläres AMNOG Verfahren durchlaufen werden.

Für Therapien, die als Kombination mit einem aktiven neuen Wirkstoff eingeführt werden, wird ein Abschlag von 20% erhoben. Der Kombinationsabschlag entfällt, wenn die Kombination einen beträchtlichen oder erheblichen Zusatznutzen erwarten lässt.

1.3 Umsatzentwicklung

Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator für den Erfolg der Gesellschaft ist der Umsatz.

Die Gilead Sciences GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz aus Produktverkäufen von EUR 653,8 Mio. (Vorjahr: EUR 592,2 Mio.) ab.

Im Prognosebericht des Vorjahres hatte die Gesellschaft mit einem leicht rückläufigen Umsatz und mit einem positiven Ergebnis zwischen 12-16 Mio. EUR gerechnet. Zur Zufriedenheit der Geschäftsleitung und der Gesellschafter war die tatsächliche Umsatzentwicklung wesentlich besser als erwartet.

Die Umsätze im Bereich Hepatitis betrugen EUR 92,0 Mio. (Vorjahr: EUR 77,5 Mio.), wobei Hepatitis C EUR 62,6 Mio., Hepatitis B EUR 3,6 Mio. und Hepatitis D EUR 25,8 Mio. beitrugen. Der Bereich Hepatitis hat also insgesamt 15,5% (Vorjahr: 13,1%) zu den Gesamterlösen beigetragen.

Der Bereich HIV trug im Jahr 2023 45,9% (Vorjahr: 52,9%) oder EUR 300,3 Mio. (Vorjahr EUR 313,0 Mio.) zu den Erlösen bei.

Der Bereich Onkologie und Zelltherapie erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von EUR 185,1 Mio. (Vorjahr: EUR 137,8 Mio.). Dies entsprach einem Umsatzanteil von 28,3% (Vorjahr: 23,2%).

AmBisome hatte 2023 mit EUR 36,0 Mio. (Vorjahr: EUR 32,9 Mio.) einen Anteil von 5,5% (Vorjahr: 5,6%) an den Erlösen des Geschäftsjahres.

Cayston, ein Arzneimittel zur Behandlung zystischer Fibrose, erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.) und trug 0,9% (Vorjahr: 1,1%) zum Gesamtumsatz bei.

Das Produkt Veklury, ein Arzneimittel zur Behandlung von COVID-19, erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von EUR 34,3 Mio. (Vorjahr: EUR 24,4 Mio.) und trug 5,2% (Vorjahr: 4,1%) zum Gesamtumsatz bei.

1.4 Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl festangestellter Mitarbeiter belief sich einschließlich der Geschäftsleitung im Durchschnitt auf 281 Mitarbeiter (Vorjahr: 275 Mitarbeiter). Davon waren im Durchschnitt 209 Mitarbeiter im Innendienst und 72 Mitarbeiter im Außendienst beschäftigt.

1.5 Forschung und Entwicklung

Die Gilead Sciences GmbH initiierte im Geschäftsjahr eine anwendungsbegleitende Datenerhebung im Bereich Zelltherapie mit einer geplanten Laufzeit bis 2028. Die anwendungsbegleitende Datenerhebung erfolgte auf Anforderung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und hat zum Ziel Daten aus der Versorgungspraxis zu sammeln und dem G-BA für eine Nutzenbewertung zur Verfügung zu stellen. Die Aufwendungen im Geschäftsjahr beliefen sich auf TEUR 915.

Im Vorjahr gewährte die Gilead Sciences GmbH finanzielle Unterstützung für lokale klinische Studien (sogenannte "Phase IV Studien" nach Zulassung eines Arzneimittels) in Höhe von TEUR 433.

2 Darstellung der Lage

2.1 Vermögens- und Finanzlage

Der Finanzmittelfonds wies zum Ende des Geschäftsjahres einen Saldo in Höhe von TEUR 127.321 aus (Vorjahr TEUR 66.292).

Die hauptsächlichen Gründe für die Entwicklung des positiven operativen Cash-Flows in Höhe von TEUR 75.770 waren:

der erwirtschaftete Jahresüberschuss von TEUR 19.129;

die Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 11.515;

die Zunahme des Warenbestands um TEUR 3.838;

die Zunahme der Verbindlichkeiten um TEUR 31.691;

die Zunahme der Rückstellungen um TEUR 40.059.

Das Eigenkapital erhöhte sich per 31. Dezember 2023 auf TEUR 41.132 (Vorjahr: TEUR 36.633). Durch die Erhöhung der Bilanzsumme verschlechterte sich die Eigenkapitalquote auf 16.4% (Vorjahr: 21.1%).

Das Unternehmen war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.2 Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern für das Kalenderjahr 2023 erhöhte sich auf TEUR 26.218 (Vorjahr: TEUR 21.380). Das Ergebnis vor Steuern wurde nach wie vor ausschließlich durch den Handel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auf dem deutschen Markt erwirtschaftet. Die Umsatzrendite (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Umsatzerlöse) war mit 3,5% (Vorjahr: 3,6%) weiterhin gut. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist definiert als Ergebnis vor Steuern minus sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen/Erträge. Die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Eigenkapital zum Stichtag) lag im Jahr 2023 bei 63,7% (Vorjahr: 58,4%).

Den um TEUR 61.614 bzw. 10,4% erhöhten Umsatzerlösen standen um TEUR 54.567 bzw. 11.4% erhöhte Materialaufwendungen gegenüber. Die Wareneinsatzquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) lag im Jahr 2023 bei 81,4% (Vorjahr: 80,6%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von TEUR 1.247 (Vorjahr: TEUR 1.262) angefallen. Die Erträge resultierten im Wesentlichen aus Firmenfahrzeugen.

Der Personalaufwand belief sich im Jahr 2023 auf TEUR 50.316 (Vorjahr: TEUR 46.659). Der Anstieg des Personalaufwands resultierte hauptsächlich aus einem Anstieg der Anzahl der Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 49.299 (Vorjahr: TEUR 47.475). Der Anstieg war im Wesentlichen auf gestiegene Aufwendungen für Marktforschung, Reisekosten und Studienkosten zurückzuführen.

Aufgrund des gestiegenen Bankguthabens und den gestiegenen Zinsen trug das Finanzergebnis mit TEUR 3.318 (Vorjahr: TEUR 284) positiv zum Gesamtergebnis bei.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zusammen und beliefen sich auf insgesamt TEUR 6.861.

Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten ergebnisbeeinflussenden Faktoren ergab sich im Jahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 19.129.

2.3 Nachtragsbericht

Es haben sich nach dem Abschlussstichtag keine berichtspflichtigen Ereignisse zugetragen.

3 Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken

Die Gilead Sciences GmbH vertreibt vorrangig Produkte zur Behandlung schwerster und lebensbedrohlicher Erkrankungen. Damit ist die Nachfrage weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Allerdings können die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Konkurrenz die Marktanteile der Produkte von Gilead beeinträchtigen. Der Vertriebsvertrag mit der Gilead Sciences Ireland UC, Cork wurde zum 30. Juni 2023 erwartungsgemäß nicht gekündigt und verlängert sich daher automatisch um 12 Monate bis zum 30. Juni 2024.

Risikomanagement:

Das Unternehmen verfügt über Planungs- und Kontrollinstrumente im Rahmen der monatlichen Berichterstattung. Diese unterstützen die Geschäftsleitung, Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die nachfolgenden Risiken und Chancen werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen aufgeführt. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Marktbezogene Chancen/Risiken:

Das Management der Gilead Sciences GmbH erwartet im kommenden Jahr einen leicht steigenden Umsatz. Die erreichte Marktposition in Deutschland in den Indikationen HIV und Hepatitis gilt es zu verteidigen. Die Zulassungserweiterungen in der Onkologie und in der Zelltherapie bieten Wachstumspotential, das es zu realisieren gilt.

Politische Risiken:

Das am 01. Januar 2011 in Kraft getretene "Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz - AMNOG)" hat den Kosten- und Innovationsdruck im Gesundheitswesen weiter erhöht. Insbesondere die gesetzlich vorgeschriebene Nutzenbewertung für neu in den Markt eingeführte Arzneimittel birgt das Risiko, dass die mit Gilead Produkten erzielbaren Preise beeinflusst werden. Unter Umständen werden Neueinführungen innerhalb kurzer Fristen in so genannte "Festbetragsgruppen" eingestuft. Der resultierende Effekt einer Preisdämpfung würde die Margen negativ beeinflussen.

Bei künftigen Produkteinführungen werden diese erhöhten Anforderungen zu berücksichtigen sein, um zu versuchen, auf Basis von zusätzlichen klinischen Studien den Nachweis des geforderten Zusatznutzens gegenüber bereits existierenden Arzneimitteln führen und in der Konsequenz adäquate Preise für innovative Arzneimittel erzielen zu können.

Der Deutsche Bundestag hat am 20. Oktober 2022 ein Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV Finanzstabilisierungsgesetz) beschlossen. Die Regelungen traten am 14. November 2022 in Kraft und führten im Geschäftsjahr 2023 zu erheblichen Mehrbelastungen bei der Gilead Sciences GmbH.

Regulatorische Risiken:

Es besteht die Gefahr, dass unerwünschte Nebenwirkungen unserer pharmazeutischen Produkte erst nach der Zulassung beziehungsweise Registrierung entdeckt werden und eine Einschränkung der Zulassung zur Folge haben.

Rechtliche Risiken:

Als national tätiges Unternehmen mit einem heterogenen Portfolio ist Gilead Sciences GmbH einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie Patentrecht gehören.

Preisrisiken:

Im Falle des Scheiterns von Preisverhandlungen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) über den Erstattungspreis von Medikamenten wird eine Schiedsstelle angerufen, um den finalen Erstattungspreis eines Medikaments festzusetzen. Auch nach Festsetzung des Preises durch die Schiedsstelle, steht es dem GKV-SV oder dem Hersteller frei, gegen eine Schiedsstellenentscheidung Klage einzureichen. Bei Vorliegen solcher Klagen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Preis der entsprechenden Produkte nochmals rückwirkend angepasst werden muss.

Steuer- und Sozialversicherungsrisiken:

Gilead könnte Steuer- und Sozialversicherungsrisiken im Zusammenhang mit früheren Veranlagungszeiträumen ausgesetzt sein.

Zusammenfassende Darstellung der Risikoposition/Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. Wir halten die Risikoposition des Unternehmens insgesamt für kontrollierbar.

4 Risiken aus Finanzinstrumenten

Die Gilead Sciences GmbH ist im Hinblick auf ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ausfallrisiken ausgesetzt. Diese werden durch ein funktionierendes Mahnwesen und regelmäßige Bonitätsprüfungen auf ein begrenztes Niveau reduziert.

Bei einem Cash-Pool-Bestand von TEUR 127.321 sehen wir aktuell auch kein Zinsänderungsrisiko oder Liquiditätsrisiko.

5 Prognosebericht

Für das kommende Jahr ist mit einem positiven operativen Cash Flow zu rechnen. Die Gilead Sciences GmbH plant keine nennenswerten Investitionen oder umfangreichere Finanzierungstätigkeiten.

Unter der Voraussetzung, dass sich das gesundheitspolitische Umfeld nicht weiter zu Ungunsten von Gilead verändert, rechnet die Gilead Sciences GmbH im kommenden Jahr mit einem leicht steigenden Umsatz und einem positiven Ergebnis zwischen 20-22 Mio. EUR.

 

Martinsried, den 02. Mai 2024

Gilead Sciences GmbH

Dr. Christian Macher, Geschäftsführer

John Jorden, Geschäftsführer

Thomas Kennedy, Geschäftsführer

Janet Dorling, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gilead Sciences GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gilead Sciences GmbH, Martinsried - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gilead Sciences GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 3. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Collie, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.775.930,47 2.229.694,63
2. Geleistete Anzahlungen 32.950,86 1.160,00
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 30,48 30,48
1.808.911,81 2.230.885,11
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 46.297.689,00 42.460.023,89
46.297.689,00 42.460.023,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 70.227.295,46 58.484.198,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.043.816,35 3.682.219,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.043.360,93 633.381,38
74.314.472,74 62.799.799,02
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 127.321.384,97 66.292.187,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 318.582,46 92.156,13
250.061.040,98 173.875.051,35

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
2. Gewinnvortrag 21.951.442,71 21.951.442,71
3. Jahresüberschuss 19.129.315,59 14.630.812,90
41.131.887,49 36.633.384,80
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.134.811,84 2.835.556,19
2. Sonstige Rückstellungen 75.544.522,88 35.784.496,62
78.679.334,72 38.620.052,81
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.692.165,58 5.297.611,71
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 111.539.000,43 84.109.028,28
3. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern: EUR 12.351.756,19; VJ EUR 8.589.249,62)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0; VJ EUR 0) 13.018.652,76 9.152.103,62
130.249.818,77 98.558.743,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 62.870,13
250.061.040,98 173.875.051,35

 

Cork, Ireland, August 30th, 2024

Gilead Sciences Ireland UC, (Ireland)

Owen Twomey, Executive Director Finance

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