MYR GmbH
Same addressResearch and experimental development on biotechnology
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Frédérike Podevin since 7/4/2025 | Managing Director |
Juan Peche Marín-Lázaro since 4/9/2025 | Managing Director |
Josephine Comiskey since 4/9/2025 | Managing Director |
Thomas Kennedy since 6/15/2023 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Gilead Sciences Ireland UC. | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Gilead Sciences GmbHMartinsried, Gmeinde PlaneggJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
ANHANG für 2023I. ALLGEMEINE HINWEISE Die Gilead Sciences GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 15. Februar 1991 gegründet und unter der Nummer HRB 119375 im Handelsregister B des Amtsgerichts München eingetragen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 19. Oktober 2000. Das Unternehmen war zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB dargestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Sitz der Gesellschaft ist in Martinsried. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzpositionen zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und der Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erklärung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betrafen folgende Posten und Sachverhalte: Bei den Forderungen EUR 3.043.816,35 (VJ: EUR 3.682.219,21) und Verbindlichkeiten EUR 111.539.000,43 (VJ: EUR 84.109.028,28) gegenüber verbundenen Unternehmen handelte es sich im Wesentlichen um Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei der Aufstellung des Abschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert angewendet. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Unternehmensfortführung Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer lag zwischen 3 und 13 Jahren. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Gängigkeitsabschläge aufgrund des Haltbarkeitsdatums wurden, falls notwendig, vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestand Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert. Stammkapital Das Stammkapital wurde zum Nennwert bewertet. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigten alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sofern die Bildung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte, wurden diese entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalteten Rechnungen für Leistungen, die erst in den nächsten Perioden erbracht werden. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden in der nächsten Periode wieder aufgelöst. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte, insbesondere der Geschäftsjahresabschreibung, ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Finanzanlagen Es bestand eine Minderheitsbeteiligung an der französischen Schwestergesellschaft Gilead Sciences SARL. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestanden keine Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Kapitalanteile Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital betrug DM 100.000; ausgewiesen wurde der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 51.129,19. Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. August 2023 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn per 31. Dezember 2022 i. H. v. EUR 14.630.812,90 (Jahresüberschuss 2022) als Dividende auszuschütten. Sonstige Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen waren die nachfolgenden Rückstellungen enthalten: in EUR
Es bestanden keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Rückstellungen für Rabatte beinhalteten Herstellerrabatte sowie Rückstellungen für Rabattverträge, welche aufgrund von Vereinbarungen mit Krankenkassen oder Krankenhäusern gebildet wurden. Die Rückstellung für Rabatte wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten waren innerhalb eines Jahres fällig. Es existierten keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert waren. Im Posten sonstige Verbindlichkeiten waren die nachfolgenden Verbindlichkeiten enthalten:
Die Verbindlichkeiten aus Steuern beinhalteten Umsatzsteuer- und Lohnsteuerverpflichtungen. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Aufgliederung der Umsatzerlöse Verteilung der in Deutschland erbrachten Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen in %:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultierten im Wesentlichen aus Erträgen aus Sachbezügen von Kraftfahrzeugen an Mitarbeitern in Höhe von EUR 1.023.717,74. Materialaufwand Beim Materialaufwand handelte es sich um von der Gilead Sciences Ireland UC, Irland und Kite Pharma EU B.V., Niederlande, bezogene Waren, die im Wesentlichen entsprechend der Umsatzerlöse den Geschäftsbereichen zuzuordnen waren. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag, setzten sich aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zusammen und beliefen sich auf insgesamt EUR 6.861.138,33. V. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Im Jahre 2023 waren im Durchschnittlich 209 Mitarbeiter im Innendienst und 72 Mitarbeiter im Außendienst beschäftigt. Konzernverhältnisse Die Gilead Sciences GmbH ist eine 100%ige Tochter der Gilead Sciences Ireland UC, Irland, und wird in den Konzernabschluss der Gilead Sciences Inc., Foster City, USA, eingebunden. Der Jahresabschluss der Gilead Sciences Inc. kann im Internet unter www.gilead.com eingesehen werden. Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse zugetragen. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG Gegenüber dem Gesellschafter bestanden die nachfolgenden Rechte und Pflichten. Verbindlichkeiten: EUR 104.989.474,66 gegenüber Gilead Sciences Ireland UC, Ireland. Diese resultierten mehrheitlich aus Lieferungen und Leistungen und wurden als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Prüfungs- und Beratungsgebühren Für Abschlussprüfungsleistungen im Zusammenhang mit diesem Jahresabschluss wurde mit der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ein Honorar von EUR 86.736 (Vorjahr: EUR 83.400) vereinbart. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es existierten keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB. Aus bestehenden Verträgen ergaben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Bei der Bewertung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde der Zeitraum herangezogen, den die Gesellschaft zur Erfüllung der Verpflichtung annahm. Geschäftsführer Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:
Dr. Christian Macher ist befugt, die Gesellschaft alleine zu vertreten. Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhielt, wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine entsprechende Angabe verzichtet. Vorschlag zur ErgebnisverwendungBei der nächsten Gesellschafterversammlung wird voraussichtlich vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 als Dividende auszuschütten.
Martinsried, den 02. Mai 2024 Gilead Sciences GmbH Dr. Christian Macher, Geschäftsführer John Jorden, Geschäftsführer Thomas Kennedy, Geschäftsführer Janet Dorling, Geschäftsführerin Lagebericht 2023Gilead Sciences GmbH, Martinsried1 Darstellung des Geschäftsverlaufs 1.1 Geschäftstätigkeit der Gilead Sciences GmbH Die Gilead Sciences GmbH ist eine 100%ige Tochter der Gilead Sciences Ireland UC, Cork, Irland, deren Kapital wiederum indirekt zu 100% durch die Gilead Sciences Inc., Foster City, USA, gehalten wird. Gilead Sciences Inc. ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das Medikamente zur Bekämpfung lebensbedrohlicher Krankheiten wie HIV/AIDS, Hepatitis, invasive Pilzerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Onkologie und Zelltherapie (KITE) erforscht, entwickelt und vertreibt. Die Gilead Sciences GmbH ist für den Vertrieb der Produkte der Gilead Sciences Inc. inklusive KITE in Deutschland verantwortlich und beteiligt sich in diesem Zusammenhang in begrenztem Umfang an klinischen Studien bzw. bietet lokale finanzielle Unterstützung für Anwendungsbeobachtungen. 1.2 Entwicklungen im deutschen Pharmamarkt Im Jahr 2023 war der Gesamtpharmamarkt nach wie vor geprägt durch den Kostendruck im öffentlichen Gesundheitswesen. Der auf dem Herstellerabgabepreis berechnete Rabatt gemäß §130a SGB V für innovative, nicht durch Festbeträge geregelte Arzneimittel, der sogenannte "Herstellerrabatt" war im Berichtszeitraum 2023 anwendbar und betrug während des gesamten Jahres 12%. Darüber hinaus war das zum 01. August 2010 in Kraft getretene Preismoratorium gültig und gilt weiter fort. Dieses hat zur Folge, dass etwaige seit dem 01. August 2009 vorgenommene Preiserhöhungen für Arzneimittel in voller Höhe als zusätzlicher Rabatt an die jeweiligen Kostenträger zurückzuzahlen sind. Die Gilead Sciences GmbH war 2022 im Apothekenmarkt von diesen beiden Regelungen betroffen. Im November 2010 wurde das "Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz - AMNOG)" vom Bundestag beschlossen und trat mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 22. Dezember 2010 in Kraft. Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 brachte es wesentliche Veränderungen unter anderem für die Markteinführung neuer Arzneimittel und die Nachweispflichten in Bezug auf deren Kosten- / Nutzenverhältnis mit sich. Am 20. Oktober 2022 wurde das Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV Finanzstabilisierungsgesetz) vom Deutschen Bundestag verabschiedet und trat am 15. November 2022 in Kraft. Damit soll ein 17 Mrd. großes Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeglichen werden. Die Gilead Sciences GmbH ist von folgenden Reaelunaen betroffen:
1.3 Umsatzentwicklung Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator für den Erfolg der Gesellschaft ist der Umsatz. Die Gilead Sciences GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz aus Produktverkäufen von EUR 653,8 Mio. (Vorjahr: EUR 592,2 Mio.) ab. Im Prognosebericht des Vorjahres hatte die Gesellschaft mit einem leicht rückläufigen Umsatz und mit einem positiven Ergebnis zwischen 12-16 Mio. EUR gerechnet. Zur Zufriedenheit der Geschäftsleitung und der Gesellschafter war die tatsächliche Umsatzentwicklung wesentlich besser als erwartet. Die Umsätze im Bereich Hepatitis betrugen EUR 92,0 Mio. (Vorjahr: EUR 77,5 Mio.), wobei Hepatitis C EUR 62,6 Mio., Hepatitis B EUR 3,6 Mio. und Hepatitis D EUR 25,8 Mio. beitrugen. Der Bereich Hepatitis hat also insgesamt 15,5% (Vorjahr: 13,1%) zu den Gesamterlösen beigetragen. Der Bereich HIV trug im Jahr 2023 45,9% (Vorjahr: 52,9%) oder EUR 300,3 Mio. (Vorjahr EUR 313,0 Mio.) zu den Erlösen bei. Der Bereich Onkologie und Zelltherapie erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von EUR 185,1 Mio. (Vorjahr: EUR 137,8 Mio.). Dies entsprach einem Umsatzanteil von 28,3% (Vorjahr: 23,2%). AmBisome hatte 2023 mit EUR 36,0 Mio. (Vorjahr: EUR 32,9 Mio.) einen Anteil von 5,5% (Vorjahr: 5,6%) an den Erlösen des Geschäftsjahres. Cayston, ein Arzneimittel zur Behandlung zystischer Fibrose, erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.) und trug 0,9% (Vorjahr: 1,1%) zum Gesamtumsatz bei. Das Produkt Veklury, ein Arzneimittel zur Behandlung von COVID-19, erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von EUR 34,3 Mio. (Vorjahr: EUR 24,4 Mio.) und trug 5,2% (Vorjahr: 4,1%) zum Gesamtumsatz bei. 1.4 Personal- und Sozialbereich Die Anzahl festangestellter Mitarbeiter belief sich einschließlich der Geschäftsleitung im Durchschnitt auf 281 Mitarbeiter (Vorjahr: 275 Mitarbeiter). Davon waren im Durchschnitt 209 Mitarbeiter im Innendienst und 72 Mitarbeiter im Außendienst beschäftigt. 1.5 Forschung und Entwicklung Die Gilead Sciences GmbH initiierte im Geschäftsjahr eine anwendungsbegleitende Datenerhebung im Bereich Zelltherapie mit einer geplanten Laufzeit bis 2028. Die anwendungsbegleitende Datenerhebung erfolgte auf Anforderung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und hat zum Ziel Daten aus der Versorgungspraxis zu sammeln und dem G-BA für eine Nutzenbewertung zur Verfügung zu stellen. Die Aufwendungen im Geschäftsjahr beliefen sich auf TEUR 915. Im Vorjahr gewährte die Gilead Sciences GmbH finanzielle Unterstützung für lokale klinische Studien (sogenannte "Phase IV Studien" nach Zulassung eines Arzneimittels) in Höhe von TEUR 433. 2 Darstellung der Lage 2.1 Vermögens- und Finanzlage Der Finanzmittelfonds wies zum Ende des Geschäftsjahres einen Saldo in Höhe von TEUR 127.321 aus (Vorjahr TEUR 66.292). Die hauptsächlichen Gründe für die Entwicklung des positiven operativen Cash-Flows in Höhe von TEUR 75.770 waren:
Das Eigenkapital erhöhte sich per 31. Dezember 2023 auf TEUR 41.132 (Vorjahr: TEUR 36.633). Durch die Erhöhung der Bilanzsumme verschlechterte sich die Eigenkapitalquote auf 16.4% (Vorjahr: 21.1%). Das Unternehmen war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 2.2 Ertragslage Das Ergebnis vor Steuern für das Kalenderjahr 2023 erhöhte sich auf TEUR 26.218 (Vorjahr: TEUR 21.380). Das Ergebnis vor Steuern wurde nach wie vor ausschließlich durch den Handel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auf dem deutschen Markt erwirtschaftet. Die Umsatzrendite (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Umsatzerlöse) war mit 3,5% (Vorjahr: 3,6%) weiterhin gut. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist definiert als Ergebnis vor Steuern minus sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen/Erträge. Die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Eigenkapital zum Stichtag) lag im Jahr 2023 bei 63,7% (Vorjahr: 58,4%). Den um TEUR 61.614 bzw. 10,4% erhöhten Umsatzerlösen standen um TEUR 54.567 bzw. 11.4% erhöhte Materialaufwendungen gegenüber. Die Wareneinsatzquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) lag im Jahr 2023 bei 81,4% (Vorjahr: 80,6%). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von TEUR 1.247 (Vorjahr: TEUR 1.262) angefallen. Die Erträge resultierten im Wesentlichen aus Firmenfahrzeugen. Der Personalaufwand belief sich im Jahr 2023 auf TEUR 50.316 (Vorjahr: TEUR 46.659). Der Anstieg des Personalaufwands resultierte hauptsächlich aus einem Anstieg der Anzahl der Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 49.299 (Vorjahr: TEUR 47.475). Der Anstieg war im Wesentlichen auf gestiegene Aufwendungen für Marktforschung, Reisekosten und Studienkosten zurückzuführen. Aufgrund des gestiegenen Bankguthabens und den gestiegenen Zinsen trug das Finanzergebnis mit TEUR 3.318 (Vorjahr: TEUR 284) positiv zum Gesamtergebnis bei. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zusammen und beliefen sich auf insgesamt TEUR 6.861. Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten ergebnisbeeinflussenden Faktoren ergab sich im Jahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 19.129. 2.3 Nachtragsbericht Es haben sich nach dem Abschlussstichtag keine berichtspflichtigen Ereignisse zugetragen. 3 Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken Die Gilead Sciences GmbH vertreibt vorrangig Produkte zur Behandlung schwerster und lebensbedrohlicher Erkrankungen. Damit ist die Nachfrage weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Allerdings können die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Konkurrenz die Marktanteile der Produkte von Gilead beeinträchtigen. Der Vertriebsvertrag mit der Gilead Sciences Ireland UC, Cork wurde zum 30. Juni 2023 erwartungsgemäß nicht gekündigt und verlängert sich daher automatisch um 12 Monate bis zum 30. Juni 2024. Risikomanagement: Das Unternehmen verfügt über Planungs- und Kontrollinstrumente im Rahmen der monatlichen Berichterstattung. Diese unterstützen die Geschäftsleitung, Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die nachfolgenden Risiken und Chancen werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen aufgeführt. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Marktbezogene Chancen/Risiken: Das Management der Gilead Sciences GmbH erwartet im kommenden Jahr einen leicht steigenden Umsatz. Die erreichte Marktposition in Deutschland in den Indikationen HIV und Hepatitis gilt es zu verteidigen. Die Zulassungserweiterungen in der Onkologie und in der Zelltherapie bieten Wachstumspotential, das es zu realisieren gilt. Politische Risiken: Das am 01. Januar 2011 in Kraft getretene "Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz - AMNOG)" hat den Kosten- und Innovationsdruck im Gesundheitswesen weiter erhöht. Insbesondere die gesetzlich vorgeschriebene Nutzenbewertung für neu in den Markt eingeführte Arzneimittel birgt das Risiko, dass die mit Gilead Produkten erzielbaren Preise beeinflusst werden. Unter Umständen werden Neueinführungen innerhalb kurzer Fristen in so genannte "Festbetragsgruppen" eingestuft. Der resultierende Effekt einer Preisdämpfung würde die Margen negativ beeinflussen. Bei künftigen Produkteinführungen werden diese erhöhten Anforderungen zu berücksichtigen sein, um zu versuchen, auf Basis von zusätzlichen klinischen Studien den Nachweis des geforderten Zusatznutzens gegenüber bereits existierenden Arzneimitteln führen und in der Konsequenz adäquate Preise für innovative Arzneimittel erzielen zu können. Der Deutsche Bundestag hat am 20. Oktober 2022 ein Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV Finanzstabilisierungsgesetz) beschlossen. Die Regelungen traten am 14. November 2022 in Kraft und führten im Geschäftsjahr 2023 zu erheblichen Mehrbelastungen bei der Gilead Sciences GmbH. Regulatorische Risiken: Es besteht die Gefahr, dass unerwünschte Nebenwirkungen unserer pharmazeutischen Produkte erst nach der Zulassung beziehungsweise Registrierung entdeckt werden und eine Einschränkung der Zulassung zur Folge haben. Rechtliche Risiken: Als national tätiges Unternehmen mit einem heterogenen Portfolio ist Gilead Sciences GmbH einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie Patentrecht gehören. Preisrisiken: Im Falle des Scheiterns von Preisverhandlungen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) über den Erstattungspreis von Medikamenten wird eine Schiedsstelle angerufen, um den finalen Erstattungspreis eines Medikaments festzusetzen. Auch nach Festsetzung des Preises durch die Schiedsstelle, steht es dem GKV-SV oder dem Hersteller frei, gegen eine Schiedsstellenentscheidung Klage einzureichen. Bei Vorliegen solcher Klagen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Preis der entsprechenden Produkte nochmals rückwirkend angepasst werden muss. Steuer- und Sozialversicherungsrisiken: Gilead könnte Steuer- und Sozialversicherungsrisiken im Zusammenhang mit früheren Veranlagungszeiträumen ausgesetzt sein. Zusammenfassende Darstellung der Risikoposition/Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. Wir halten die Risikoposition des Unternehmens insgesamt für kontrollierbar. 4 Risiken aus Finanzinstrumenten Die Gilead Sciences GmbH ist im Hinblick auf ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ausfallrisiken ausgesetzt. Diese werden durch ein funktionierendes Mahnwesen und regelmäßige Bonitätsprüfungen auf ein begrenztes Niveau reduziert. Bei einem Cash-Pool-Bestand von TEUR 127.321 sehen wir aktuell auch kein Zinsänderungsrisiko oder Liquiditätsrisiko. 5 Prognosebericht Für das kommende Jahr ist mit einem positiven operativen Cash Flow zu rechnen. Die Gilead Sciences GmbH plant keine nennenswerten Investitionen oder umfangreichere Finanzierungstätigkeiten. Unter der Voraussetzung, dass sich das gesundheitspolitische Umfeld nicht weiter zu Ungunsten von Gilead verändert, rechnet die Gilead Sciences GmbH im kommenden Jahr mit einem leicht steigenden Umsatz und einem positiven Ergebnis zwischen 20-22 Mio. EUR.
Martinsried, den 02. Mai 2024 Gilead Sciences GmbH Dr. Christian Macher, Geschäftsführer John Jorden, Geschäftsführer Thomas Kennedy, Geschäftsführer Janet Dorling, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gilead Sciences GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gilead Sciences GmbH, Martinsried - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gilead Sciences GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 3. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Collie, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Cork, Ireland, August 30th, 2024 Gilead Sciences Ireland UC, (Ireland) Owen Twomey, Executive Director Finance |
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