Master Data

Registry
Register court Paderborn HRB 16891
Registered
1/25/2024
Industry
Wholesale of footwearManufacture of workwearWholesale of textiles
Purpose
Im- und Export und die Produktion von sowie der Handel mit Schuhen, Textilien und persönlicher Schutzausrüstung (PSA)

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Curtis Andrew Holtz
since 8/21/2024
Managing Director
Christian Franz Pieper
since 2/16/2024
Procura
Engin Gümüs
since 2/16/2024
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Protective Industrial Products, Inc.
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Protective Industrial Products, Inc.
Germany
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ISM GmbH (vormals: Schuhe BidCo GmbH)

Lippstadt (vormals: Hamburg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 30.03.2023 bis zum 31.01.2024

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ISM GmbH (ISM) mit Sitz in Lippstadt ist ein international tätiger Hersteller von Performance-Sicherheitsschuhen sowie Arbeits- und Funktionsbekleidung. Mit einem hohen Anspruch an Funktionalität und Design entwickelt und vertreibt ISM eine qualitativ hochwertige Produktpalette, die den Anforderungen und Bedürfnissen der Vertriebskanäle und Endverbraucher gerecht wird und eine starke Kundenbindung sicherstellt. Auf Grundlage einer kontinuierlichen Markenbildung und einer damit verbundenen steigenden Nachfrage nach ISM-Produkten reagiert das Unternehmen fortlaufend auf die Bedürfnisse einer nationalen und internationalen Expansion. In diesem Zusammenhang entstand in den letzten Jahren ein robustes Produktions- und Vertriebsnetz, das als solide Basis für weiteres Wachstum dient. Die Hauptmärkte umfassen insbesondere Deutschland, die Länder der europäischen Währungsunion sowie weitere Drittländer.

Seit 2002 ist ISM alleiniger Lizenzpartner für PUMA-Sicherheitsschuhe und hat PUMA Safety zu einer der anerkanntesten Marken in der Sicherheitsschuhbranche entwickelt. Auch mit der Marke ALBATROS gewinnt ISM sowohl national als auch international Marktanteile und zählt zu den kontinuierlich wachsenden Anbietern von sportlich inspirierten High-Performance-Sicherheitsschuhen.

Bis zum 31. Mai 2023 befand sich ISM zu 100% im Besitz der dritten Generation der Gründerfamilie, die den Verkauf an einen Partner initiiert hat, um die nächste Wachstumsphase zu unterstützen. Seit dem 1. Juni 2023 gehört ISM zur global agierenden Protective Industrial Products (PIP) Gruppe mit Sitz in Latham, New York. PIP ist ein führender Anbieter von Handschutz und persönlicher Schutzausrüstung für Großhändler und Distributoren weltweit, mit Niederlassungen in Nord- und Südamerika, Europa und Asien. Innerhalb der PIP-Gruppe ist ISM global für die Entwicklung von Sicherheitsschuhen verantwortlich.

Als Lizenzpartner von PUMA SE in Herzogenaurach folgt ISM seit 2002 dem Nachhaltigkeits-Managementansatz von PUMA. In den Jahren 2022, 2023 und 2024 wurde ISM mit der Silbermedaille der EcoVadis-Nachhaltigkeitsbewertung ausgezeichnet. EcoVadis bewertet Unternehmen basierend auf dokumentierten Nachweisen und unterstützt sie dabei, ESG-Risiken zu managen, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und einen positiven Impact durch die Verbesserung der unternehmerischen Nachhaltigkeitsleistung entlang der Wertschöpfungskette zu erzielen.1

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Lage

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023 in einem weiterhin von Krisen geprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Infolgedessen setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 jedoch um 0,7 Prozent höher.2

Die Dekarbonisierung, die Digitalisierung, der demografische Wandel und der zunehmende Wettbewerb mit Unternehmen aus China haben strukturelle Anpassungsprozesse in Deutschland ausgelöst, die die Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft dämpfen. Das IFO-Institut geht in seiner Gemeinschaftsprognose aus Herbst 2024 davon aus, dass das BIP im Jahr 2024 um 0,1 % sinken wird und in den kommenden Jahren ein moderates Wachstum von 0,8 % und 1,3 % zu erwarten ist.

Die Weltwirtschaft expandiert derzeit mit geringeren Raten als in der Dekade vor der COVID-19-Pandemie, wobei sich die Wachstumsdynamik seit fast zwei Jahren kaum verändert hat. Konjunkturelle Unterschiede zwischen den Regionen verringern sich im Verlauf dieses Jahres. Während die robuste Konjunktur in den USA an Fahrt verliert, bremsen in China strukturelle Probleme das Wachstum stärker als zuvor. Gleichzeitig erholt sich die Wirtschaft in Europa nach einer langen Phase der Stagnation.

Die Weltwirtschaft wird im Prognosezeitraum voraussichtlich nur moderat wachsen, wobei insbesondere der Dienstleistungssektor und der Konsum als Stützpfeiler dienen. Rezessionsgefahren in den USA dürften sich jedoch nicht verstärken, und die Investitionen werden durch Zinssenkungen angekurbelt. Die Expansion in der EU und Großbritannien wird kräftiger ausfallen, während die Entwicklung in den USA und China voraussichtlich langsamer verläuft. Kräftig bleiben wird die Expansion in den asiatischen Industrieländern und vor allem in Indien.3

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 erzielte der deutsche Schuhmarkt einen Umsatz von rund 9,6 Milliarden Euro, was einem Anstieg von rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Vorpandemieniveau wurde jedoch noch nicht wieder erreicht.4 Für 2024 wird im Bereich der Schuhe in Deutschland ein Umsatz von etwa 11,8 Milliarden Euro erwartet, was einer Veränderung von 3,2% entspricht. Bis 2029 wird ein Marktvolumen von 13,1 Milliarden Euro prognostiziert, was einem jährlichen Wachstum von 2,03 % entspricht (CAGR 2024-2029). Für 2025 wird ein Absatzwachstum von 0,4 % erwartet.5

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage ISM GmbH sind insgesamt als positiv zu bewerten.

Eine wesentliche strukturelle Veränderung ergab sich durch die Anwachsung der ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG (ISM KG) auf die ISM GmbH im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge. Mit der Vereinigung aller Anteile in der Hand der ISM GmbH wurde die ISM KG ohne Liquidation aufgelöst, und sämtliche Wirtschaftsgüter sowie Rechtsverhältnisse gingen zum Stichtag 31.01.2024 auf die ISM GmbH über. Die ISM GmbH setzt den operativen Geschäftsbetrieb der ISM KG nahtlos fort.

a) Ertragslage

Das operative Ergebnis der ISM KG trug maßgeblich zu den finanziellen Kennzahlen der ISM GmbH bei, was sich in einem Finanz- bzw. Beteiligungsertrag von 8.678 TEUR und einem EBITDA von 8.637 TEUR in der GmbH widerspiegelt.

Um ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Lage der ISM GmbH zu vermitteln, wird auf die am Ende dieses Abschnitts abgebildete Gewinn- und Verlustrechnung der ISM KG mit den folgenden Erläuterungen Bezug genommen:

Im siebenmonatigen Rumpfgeschäftsjahr vom 01.07.2023 bis 31.01.2024 verzeichnete die ISM KG im Vergleich zum Vorjahr (01.07.2022 bis 30.06.2023, 12 Monate) absolut und relativ eine Abnahme der Umsatzerlöse von 70.559 TEUR auf 38.346 TEUR. Dieser Rückgang ist unter anderem auf Umstrukturierungen innerhalb der PIP-Gruppe und rückläufige Entwicklungen in wichtigen europäischen Märkten zurückzuführen, die durch die anhaltende wirtschaftliche Stagnation in der EU bedingt sind.

Trotz des Umsatzrückgangs bleibt die Ertragslage insgesamt stabil und gut für zukünftige Herausforderungen positioniert.

Kostenentwicklung

• Materialaufwand: Der Materialaufwand der ISM KG sank im Rumpfgeschäftsjahr von 41.014 TEUR im Vorjahr auf 19.961 TEUR. Die Materialaufwandquote reduzierte sich von 58,1 % auf 52,1 %.

• Personalaufwand: Der Personalaufwand verringerte sich im Rumpfwirtschaftsjahr von 6.352 TEUR im Vorjahr auf 3.026 TEUR, was einer Senkung der Personalaufwandsquote von 9 % auf 7,9 % entspricht.

Ergebnisentwicklung

1. Betriebsergebnis: Das Betriebsergebnis verringerte sich im Rumpfgeschäftsjahr sich von 9.899 TEUR im Vorjahr auf 7.754 TEUR. Relativ betrachtet zeigte sich jedoch eine Verbesserung des Betriebsergebnisses.

2. Finanzergebnis: Das Finanzergebnis verbesserte sich von -26 TEUR auf 225 TEUR.

Insgesamt zeigt die ISM GmbH als Gesamtrechtsnachfolgerin der ISM KG eine solide wirtschaftliche Basis und ist gut für kommende Aufgaben und Marktentwicklungen aufgestellt.

Gewinn- und Verlustrechnungsstruktur vom 01.07.2023 bis 31.01.2024

ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG, 59557 Lippstadt

01.07. bis 31.01.2024 01.07. bis 30.06.2023 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro %
Umsatzerlöse 38.345,5 100,0 70.559,1 100,0 -32.213,6 -45,7
+ sonst. betriebl. Erträge 371,9 1,0 2.079,2 2,9 -1.707,3 -82,1
- Materialaufwand 19.961,4 52,1 41.014,2 58,1 -21.052,8 -51,3
- Personalaufwfand 3.025,6 7,9 6.351,9 9,0 -3.326,3 -52,4
- Abschreibungen 183,0 0,5 351,5 0,5 -168,5 -47,9
- sonst. betriebl. Aufwand 7.793,4 20,3 15.022,2 21,3 -7.228,8 -48,1
+ Finanzerträge 224,8 0,6 218,0 0,3 6,8 3,1
- Finanzaufwand 0,0 0,0 244,1 0,3 -244,1 -100,0
- EE-Steuern -32,0 -0,1 19.146,7 27,1 -19.178,7 -100,2
Ergebnis nach Steuern 8.010,8 20,9 -9.274,2 -13,1 17.285,0 -186,4
- sonstige Steuern 6,3 0,0 7,2 0,0 -0,9 -12,5
Jahresergebnis 8.004,5 20,9 -9.281,4 -13,2 17.285,9 -186,2
Rundungsbedingte Differenz 0,0 0,1
(Ergebnis nach Steuern)

b) Finanzlage

Die Finanzlage der ISM GmbH ist als stabil einzustufen. Alle Verbindlichkeiten werden fristgerecht beglichen. Der Fremdkapitalanteil im Berichtsjahr beträgt 57,9%.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft stieg im Berichtsjahr auf 172.009 TEuro, was eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Auf der Aktivseite resultiert dieser Anstieg hauptsächlich aus einem Zuwachs beim Firmenwert (+135.109 TEuro). Die Anlageintensität (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf 79,5%. Im Gegenzug verringerte sich die Umlaufintensität auf 20,5%. Im Bereich der Mittelherkunft wurden neue Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 69.331 TEuro ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote stieg im Berichtsjahr deutlich auf 42,1%, basierend auf dem Verhältnis des Eigenkapitals.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden neben der Entwicklung der Umsatzerlöse auch das Rohergebnis, die Rohertragsmarge und das EBITDA berücksichtigt. Die Rohertragsmarge (ohne sonstige betriebliche Erträge) wird durch das Verhältnis der Umsatzerlöse zum Materialaufwand berechnet.

Wie bereits unter Punkt 3 beschrieben, setzt die ISM GmbH den operativen Geschäftsbetrieb der ISM KG nahtlos fort. Daher wird im Folgenden auf die oben unter 3. a) dargestellte Gewinn- und Verlustrechnung der angewachsenen ISM KG vor der Verschmelzung Bezug genommen. Die wichtigsten Kennzahlen wie Rohergebnis, Rohertragsmarge und EBITDA stellen sich wie folgt dar:

Das Rohergebnis der ISM KG verringerte sich im Rumpfgeschäftsjahr (vom 01.07.2023 bis 31.01.2024, 7 Monate) von 29.545 TEuro im Vorjahr (01.07.2022 bis 30.06.2023, 12 Monate) auf 18.384 TEuro. Relativ betrachtet stieg jedoch die Rohertragsmarge, von 41,9% im Vorjahr auf 47,9% im Rumpfwirtschaftsjahr. Dies zeigt eine positive Entwicklung der Rentabilität.

Im gleichen Zeitraum sank das EBITDA der ISM KG im absoluten Vergleich von 10.461 TEuro im Vorjahr auf 8.156 TEuro. Relativ betrachtet stieg das EBITDA jedoch deutlich an.

Damit trug das operative Ergebnis der ISM KG mit einem Finanz- bzw. Beteiligungsertrag von 8.637 TEUR maßgeblich zum EBITDA der ISM GmbH bei.

In der ISM GmbH selbst belief sich das EBITDA auf 8.367 TEuro.

Die Gesellschaft ist international im Bereich der Herstellung und des Vertriebs hochwertiger Sicherheits- und Funktionsschuhe aktiv und erfolgreich. Die hohe Kundenzufriedenheit und -bindung, die sich in einem soliden Kundenstamm widerspiegelt, resultiert aus der Qualität, Funktionalität und dem Design der Produkte. Vor diesem Hintergrund wird das Qualitätsmanagement kontinuierlich weiterentwickelt.

Neben den Kunden stellen auch die Mitarbeiter einen wichtigen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar. Daher werden die Belange der Arbeitnehmer aktiv in die Unternehmenssteuerung einbezogen. Durch gezielte Aus- und Weiterbildung sowie individuelle Förderung wird eine hohe Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter gefördert, was zu einer starken Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen führt.

III. Prognosebericht

Ausblick und Strategie der ISM GmbH

Das IFO Institut rechnet in seiner Konjunkturprognose für Deutschland im Herbst 2024 mit einer Stagnation des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP), nachdem das BIP 2023 um -0,3% zurückging. Für die kommenden beiden Jahre wird eine allmähliche Erholung erwartet, mit einer Wirtschaftsleistung, die 2025 um 0,9% und 2026 um 1,5% wächst.6

Die deutsche Bundesregierung prognostiziert in ihrer Herbstprojektion für 2024 einen realen Rückgang des BIP um 0,2%, erwartet jedoch für 2025 eine Steigerung von 1,1% und für 2026 von 1,6%. Die derzeitige wirtschaftliche Schwäche wird auf strukturelle Faktoren, konjunkturelle Effekte wie schwache Inlands- und Auslandnachfrage sowie auf die weiterhin restriktive Geldpolitik zurückgeführt.7

Strategie der ISM GmbH für weiteres Wachstum

Um die erfolgreiche Entwicklung der ISM GmbH fortzusetzen, wird die Vertriebsstruktur weiter ausgebaut und kontinuierlich an Produktinnovationen gearbeitet. Dabei wird auch der gezielte Personaleinsatz verstärkt, um den Absatz in bislang weniger erfolgreichen Märkten zu steigern. Zudem wird der zukunftsorientierte Vertriebsweg über das Internet weiter ausgebaut.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Strategie ist die gezielte Investition in die Außenwirkung der Marke. Dies umfasst die Teilnahme an Messen und anderen Firmenauftritten sowie eine verstärkte Präsenz in den Medien, um einen Wettbewerbsvorsprung zu sichern und neue Kundensegmente zu erschließen. Ein Beispiel hierfür ist die Teilnahme von ISM an der Expoprotection-Messe für Arbeitsschutz in Paris im November 2024.

Wachstumspotential und Unsicherheiten

Die bestehenden Absatzmärkte in den bereits bearbeiteten Segmenten bieten weiterhin Wachstumspotential. Dennoch gibt es Unsicherheiten durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie durch Umstrukturierungen, Fusionen und Übernahmen aufgrund der Konzernzugehörigkeit, was zu einer Prognoseunsicherheit führt. Eine verlässliche Einschätzung des zu erwartenden Jahresergebnisses ist daher momentan nicht möglich.

Prognose für 2024/2025 und langfristige Perspektiven

Aufgrund der Fortführung des operativen Geschäftsbetriebs der ISM KG wird sich die Gewinn- und Verlustrechnung der ISM GmbH im Jahr 2024/25 verändert darstellen. Die ISM erwartet eine leichte Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich, was auch für das Rohergebnis und EBITDA gilt.

Zur Unterstützung des weiteren Wachstums werden die erforderlichen sachlichen und personellen Kapazitäten geschaffen oder befinden sich bereits in der Umsetzungsphase. Zusätzlich wird die kontinuierliche Optimierung der EDV-Systeme und Prozessabläufe als integraler Bestandteil des künftigen Geschäftserfolgs betrachtet.

Die Geschäftsleitung bleibt der personalpolitischen Zielsetzung treu, qualifiziertes Personal durch gezielte Ausbildung und Förderung aus den eigenen Reihen zu gewinnen.

Insgesamt geht die Geschäftsleitung von einer positiven Entwicklung der Gesellschaft aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

ISM hat die grundlegende Zielsetzung, den Unternehmenserfolg gegen jegliche Risiken mit signifikanter Ausprägung abzusichern. Die Unternehmensführung verfolgt hierbei überwiegend eine konservative Risikopolitik. Es wurde ein geeignetes Instrumentarium zur systematischen Identifikation, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken geschaffen, um adäquat und zeitnah auf beeinträchtigende Entwicklungen reagieren zu können. Begünstigt wird dies durch einen schnellen Informationsfluss aufgrund klar definierter Anweisungen und flacher Hierarchien.

a) Volkswirtschaftliche Risiken

Neuerliche Finanzmarkteinbrüche und eine anhaltende Abschwächung der Konjunktur können je nach Ausprägung die wirtschaftliche Situation der Kunden und somit auch den Absatz der Produkte beeinträchtigen. Dies hätte eine entsprechende Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens zur Folge. Ein bedeutsames Risikopotential weist der andauernde Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten auf. Hier ist die konjunkturelle Entwicklung gegenwärtig von einer großen Unsicherheit über den weiteren Verlauf geprägt. Die vergangenen Perioden haben jedoch veranschaulicht, dass unmittelbare Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesellschaft durch konjunkturelle Einflüsse nur in geringem Maße zu erwarten sind.

b) Strategische Risiken

Unternehmensstrategische Risiken, wie eine ausreichende Sicherstellung der Produktionskapazitäten werden durch detaillierte Forecast-Planungen und strategisches Lieferantenmanagement weitgehend abgefedert. Möglichen Risiken im Zusammenhang mit der Sicherung des künftigen Unternehmensbestandes (Unternehmensnachfolge) wurde durch den Verkauf an die global agierende PIP-Gruppe begegnet.

c) Personalrisiken

Personelle Risiken können entstehen, wenn Mitarbeiter in leitenden Positionen dem Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stehen und kurzfristig nicht substituiert werden können bzw. notwendiges neues Personal zur Bewältigung der angestrebten Wachstumsziele nicht durch den Arbeitsmarkt adäquat abgedeckt werden können. Aus diesem Grund wurden bereits in den Vorjahren gezielte Maßnahmen initiiert, um Schlüsselpersonal verstärkt an das Unternehmen zu binden. Dem Risiko wird weiterhin auch durch Rekrutierung von Nachwuchskräften und deren konsequente Förderung, aber auch durch Coaching aufstrebender junger Mitarbeiter als "Führungskräften von morgen" begegnet.

d) Technologische Risiken

Die Kernkompetenz der Schuhentwicklung und -herstellung birgt ein technologisches Risiko, welches durch Innovationsdruck zur Sicherung des Technologievorsprungs vom Wettbewerb entstehen kann. Durch kontinuierliche Entwicklungstätigkeiten, stetige Prozessoptimierungen und hoch qualifiziertes Personal im Bereich Schuhentwicklung und -fertigung sowie Produktion wird diesem Risiko jedoch entgegenwirkt.

e) Ertragsorientierte Risiken

Leistungswirtschaftliche Risiken wegen einer geänderten Markt- oder Wettbewerbssituation sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Aufgrund hochwertiger Produkte mit entsprechender Kundenbindung und der bereits erreichten Marktposition ist mittelfristig von einer weiteren Ausdehnung der Marktanteile auszugehen. Potenziellen Risiken aufgrund von Lieferengpässen wurde in der Vergangenheit vorsorglich mit dem Abschluss von vertraglichen Geschäftsbeziehungen mit den wichtigsten Lieferanten begegnet. Corona bedingte Risiken sind derzeit grundsätzlich nicht ersichtlich. Bedeutsame ertragswirtschaftliche Risiken können sich jedoch aufgrund von steigenden Preisen für Rohstoffe und Energie sowie einer Beeinträchtigung von Lieferketten ergeben. Diesbezüglich können die tatsächlichen Auswirkungen aber nicht verlässlich eingeschätzt werden. Je nach Entwicklung besteht die Möglichkeit von rezessiven Beeinflussungen.

f) Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen ist Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten ausgesetzt. Zu den eingesetzten Finanzinstrumenten gehören im Berichtsjahr wenige kurzlaufende Devisentermingeschäfte. Am Bilanzstichtag waren keine derivaten Finanzinstrumente vorhanden.

Das Unternehmen verfügt über eine stabile Liquiditäts- und auch Eigenkapitalsituation. Aus diesem Grund sind derzeit keine Liquiditätsrisiken ersichtlich.

2. Chancenbericht

a) Unternehmensstrategische Chancen

Zu den unternehmensstrategischen Chancen zählen für ISM unter anderem Entscheidungen über Markteintrittsstrategien und Produktoptimierungen bzw. -neuerungen. Durch die Erschließung neuer Märkte sowie durch Akquise neuer Kundengruppen lassen sich Wachstumspotentiale für Umsatz und Marktanteil generieren. Entscheidungen über Produktverbesserungen und -neuentwicklungen können zum einen eine Festigung des bestehenden Kundenstamms und bestehender Marktanteile bewirken. Zum anderen können neue Kunden angeworben und der Zugang zu neuen Branchensegmenten ermöglicht werden. Im Konzernverbund induziert die ganzheitliche Integration des Segments Sicherheitsschuhe und angrenzende Produktsegmente (Handschuhe, Gehörschutz, Kopfschutz) weitere Geschäftschancen.

b) Leistungswirtschaftliche Chancen

Leistungswirtschaftliche Chancen sind für die Gesellschaft Planungssicherheit, Kundenbindung, Marktpositionierung und Vertriebswege. Im Unternehmen wird durch vorhandene Aufträge und längerfristig geplante Projekte eine stabile Planbarkeit hinsichtlich Umsatz und Produktion erreicht. Bereits in der Vergangenheit konnten eine starke Kundenbindung und Markenpositionierung erreicht werden. Dies wird auch weiterhin mit der kundenspezifischen Entwicklung und Einführung neuer und auf entsprechende Märkte zugeschnittene Produkte sowie geeigneter Marketing- und Vertriebsmaßnahmen unterstützt. Eine kontinuierliche unternehmens- bzw. konzernweite Aufdeckung und Realisierung von Verbesserungspotentialen bedingt zudem eine Erhöhung der Effizienz und somit der Leistungskraft des Unternehmens.

3. Gesamtaussage

Die größten Risiken der künftigen Entwicklung liegen in der Sicherstellung von Produktionskapazitäten und im Fachkräftemangel. Aufgrund der anhaltenden finanziellen Stabilität und der geringen Volatilität in den Kunden- und Lieferantenbeziehungen ist die Gesellschaft jedoch nach unserer Ansicht für die Bewältigung künftiger Risiken weiterhin gut aufgestellt, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Die wesentlichen Chancen ergeben sich aus dem technologischen Know-how, der Innovationskraft und den hohen Qualitätsstandards der Produkte. Im Verbund mit der globalen PIP-Unternehmensgruppe und den neuen Produktsegmenten der Gruppe bestehen zudem erhebliche Wachstumspotenziale im Bereich Umsatz, Kundenbindung und Marktstellung.

 

Lippstadt, den 7.1.2025

ISM GmbH

gez. Julia Krämer-Gümüs, Geschäftsführerin

1 https://support.ecovadis.com/hc/de/articles/115002531307-Was-ist-EcoVadis

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html :~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Das%20preisbereinigte%20Bruttoinlandsprodukt%20

(BIP,der%20Wirtschaftsleistung%200%2C1%20%25

3 https://www.ifo.de/fakten/2024-09-26/gemeinschaftsdiagnose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-im-umbruch-konjunktur-

4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/587492/umfrage/umsatzentwicklung-im-schuhmarkt-in-deutschland/ :~:text=Im%20Jahr%202023%20verzeichnete%20der,noch%20nicht%20wieder%20erreicht%20werden.

5 https://de.statista.com/outlook/cmo/schuhe/deutschland :~:text=Im%20Bereich%20Markt%20Schuhe%20wird,(CAGR%202024%2D2029).

6 https://www.ifo.de/fakten/2024-09-05/ifo-konjunkturprognose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-steckt-in-krise-fest

7 https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/herbstprojektion-2024-2261242

Bilanz

Aktiva

31.1.2024
EUR
30.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 136.749.596,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 135.134.170,07
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.688,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 135.109.482,07
II. Sachanlagen 577.648,00
1. technische Anlagen und Maschinen 4.393,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 573.255,00
III. Finanzanlagen 1.037.778,44
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.642,32
2. sonstige Ausleihungen 969.136,12
B. Umlaufvermögen 35.123.426,30 25.000,00
I. Vorräte 10.899.129,83
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.000,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 10.889.129,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.366.941,88 25.000,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.078.260,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.465.373,19
3. eingeforderte, noch ausstehende Kapitaleinlagen 0,00 25.000,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.823.308,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 206.839,95
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.857.354,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.961,55
Aktiva 172.008.984,36 25.000,00

Passiva

31.1.2024
EUR
30.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 72.452.582,30 25.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 70.536.576,69
III. Jahresüberschuss 1.891.005,61
B. Rückstellungen 19.234.798,65
1. Steuerrückstellungen 17.935.664,00
2. sonstige Rückstellungen 1.299.134,65
C. Verbindlichkeiten 78.458.142,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 828,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 828,85
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 222.972,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 222.972,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.374.002,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.374.002,97
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.331.417,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.505,72
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 69.326.911,98
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.528.919,81
davon aus Steuern 120.968,89
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 23.528,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.479.261,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.049.658,00
D. Passive latente Steuern 1.863.461,11
Passiva 172.008.984,36 25.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung

30.3.2023 - 31.1.2024
EUR
1. sonstige betriebliche Erträge 3.869,48
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 3.869,48
2. sonstige betriebliche Aufwendungen 44.140,40
3. Erträge aus Beteiligungen 8.677.611,26
davon aus verbundenen Unternehmen 8.677.611,26
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22,27
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.838.326,35
davon an verbundene Unternehmen 4.838.325,66
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.908.030,65
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.863.461,11
7. Ergebnis nach Steuern 1.891.005,61
Jahresüberschuss 1.891.005,61

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Dabei wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern) ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Darstellung der Bilanz erfolgt in Kontoform nach § 266 HGB. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ISM GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Lippstadt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Paderborn
Register-Nr.: HRB 16891

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Zum 31.01.2024 ist das gesamte Vermögen mit allen Aktiva und Passiva der ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG, Lippstadt, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRA 3367, ohne Liquidation im Wege der Anwachsung auf die Gesellschaft übergegangen und in dieser Bilanz enthalten. Die Gesellschaft führt die Geschäftte fort. Die Firma der ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG wurde im Handelsregister gelöscht.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wurden voraussichtliche Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren zugrundegelegt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Dabei wurden voraussichtliche Nutzungsdauern von 3 bis 20 Jahren zugrundegelegt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Vorräte wurden nach Maßgabe des Fifo-Verfahrens ("first in - first out") zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt, da das Fifo-Verfahren den tatsächlichen betrieblichen Geschehensabläufen entspricht. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Der niedrigere beizulegende Wert der Waren zum Stichtag ergibt sich einerseits durch den Vergleich der Anschaffungskosten mit dem aktuellen Einkaufspreis des Artikels und andererseits durch eine Einschätzung der Einkaufsabteilung und des Vertriebs über die Gängigkeit des Artikels (in Abhängigkeit von verfügbaren Schuhgrößen oder aktuelleren Modellvarianten).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Soweit zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden, wurden Einzelwertberichtungen gebildet. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet, soweit sie nicht bereits einzelwertberichtigt waren. Fremdwährungsforderungen wurden gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Enthaltene Fremdwährungskonten wurden gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlichen abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden (ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern anzusetzen). Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren nicht zu bilden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.03.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 385.119,01 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 5.426.980,11 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.812.099,12 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 7.480,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.045.972,97 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 3.053.452,97 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 129.751.144,28 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 969.136,12 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 130.720.280,40 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 139.585.832,49 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.01.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 385.119,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 129.682.501,96 135.109.482,07
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 129.682.501,96 135.494.601,08
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 7.480,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.045.972,97
Summe Sachanlagen 0,00 3.053.452,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -129.682.501,96 68.642,32
2. sonstige Ausleihungen 0,00 969.136,12
Summe Finanzanlagen -129.682.501,96 1.037.778,44
Summe Anlagevermögen 0,00 139.585.832,49
kumulierte Abschreibung 30.03.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 360.431,01 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 360.431,01 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 3.087,00 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 2.472.717,97 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 0,00 2.475.804,97 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 0,00 2.836.235,98 0,00 0,00
kumulierte Abschreibung 31.01.2024
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.01.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 29.03.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 360.431,01 0,00 24.688,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 135.109.482,07 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 360.431,01 0,00 135.134.170,07 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.087,00 0,00 4.393,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.472.717,97 0,00 573.255,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.475.804,97 0,00 577.648,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 68.642,32 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 969.136,12 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 1.037.778,44 0,00
Summe Anlagevermögen 2.836.235,98 0,00 136.749.596,51 0,00

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der durch Anwachsung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wurde zum 31.01.2024 aktiviert. Die Abschreibung beginnt ab dem 01.02.2024. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt.

Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 15 Jahren sind:

langfristiger Nutzen: Unternehmensperformance, Markennamen, Kundenstamm, exklusive Geschäftsbeziehungen.

Unternehmensstrategie: die strategische Planung und die langfristigen Ziele des Unternehmens sehen eine langfristige Marktpräsenz mit dessen Ausbau vor.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungen für Kundenboni und Personalkosten.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:

handelsrechtlicher Wertansatz des Firmenwertes zum steuerrechtlichen Wertansatz.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 31,225 %.

Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 48.405.246,74 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende wesentliche Sachverhalte:

Marken-Lizenzverträge, Miete Geschäftsgrundstück und Kfz-Leasing.

Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind keine Angaben betreffend verbundener Unternehmen aufzuführen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen bzw. im zum 31.01.2024 übernommenen Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Berichtsjahr Zahl Vorjahr Zahl
Arbeiter 24,00 22,00
Angestellte 60,00 58,00
leitende Angestellte 3,00 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 87,00 82,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 68,00 65,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 19,00 17,00

Die Mitarbeiterzahlen des Vorjahres sind die der ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Julia Krämer-Gümüs ausgeübter Beruf: Kauffrau
Weitere Geschäftsführer: keine

Im neuen Geschäftsjahr wurde Herr Curtis Andrew Holtz, Latham, USA, zum 30.03.2024 als weiterer Geschäftsführer bestellt.

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Bezüge der Geschäftsführung werden im Hinblick auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Konzernzugehörigkeit

Die ISM GmbH wurde in den Konzernabschluss der Gloves Parents, Inc., New Castle, De, USA einbezogen.

Mangels Börsennotierung besteht in den USA keine Offenlegungspflicht für den Konzernabschluss.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 60.000,00 Euro und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers Euro
a) Abschlussprüfungsleistungen 60.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistungen 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.891.005,61 Euro.

Auf neue Rechnung werden 1.891.005,61 Euro vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Lippstadt, 18.12.2024

gez. Julia Krämer-Gümüs

gez. Curtis Andrew Holtz

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ISM GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ISM GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 30. März 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darsteliung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISM GmbH für das Geschäftsjahr vom 30. März 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 30. März 2023 bis zum 3!. Januar 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschliusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungsliegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 08. Januar 2025

UHY Deutschland AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thomas Wahlen, Wirtschaftsprüfer

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