DPI Merchandising GmbH
Same addressWholesale of leather goods, luggage, gifts and giveaways
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Philipp Bachlechner since 3/2/2026 | Managing Director |
Jochen Walter since 12/20/2019 | Managing Director |
Stefan Mag. Kapelari since 1/16/2006 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
PLAION GmbHSelf-held cycle | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% | |
Spotfilm Networx GmbHDissolved | 100.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
PLAION PICTURES GmbHPlaneggJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang zum 31. März 2024I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. AllgemeinesDie PLAION PICTURES GmbH hat ihren Sitz in Planegg, Landkreis München, und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts München (Reg. Nr.: HRB 160607). Der Jahresabschluss der PLAION PICTURES GmbH ("Gesellschaft") wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrundegelegt. Aktivierte Filmrechte werden planmäßig anhand des Verhältnisses zwischen abzurechnenden Lizenzaufwendungen gegenüber dem Lizenzgeber und den geleisteten Vorauszahlungen abgeschrieben. Für die durch die Verschmelzung der KSM GmbH im Geschäftsjahr 2019/2020 hinzugekommenen Filmrechte wird die bisher bei der KSM GmbH praktizierte planmäßige lineare Abschreibung über eine Nutzungsdauer von drei Jahren fortgeführt, weshalb diese übernommen Filmlizenzen zum Abschlussstichtag 31.03.2024 fast nahezu vollständig abgeschrieben sind. Darüber hinausgehende Wertminderungen, z.B. durch verminderte Vermarktungsfähigkeit der jeweiligen Filme, werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Ermittlung der außerplanmäßigen Abschreibungen beruht auf einem zweistufigen Verfahren. Dabei werden in einem ersten Schritt zunächst Wertminderungen durch die Ermittlung von niedrigeren Marktwerten der jeweiligen Filmlizenzen auf Basis künftiger Cashflows ermittelt. Zusätzlich erfolgt in einem zweiten Schritt gegebenenfalls eine weitere außerplanmäßige Abschreibung, sofern der verbleibende Restbuchwert nach Stufe 1 über dem fiktiven Restbuchwert bei Zugrundelegung einer planmäßigen linearen Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren liegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 14 Jahren vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i.Vj. 1,0 %) zu Forderungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,20 % (i.Vj. 28,04 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 1,22 % unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Umsatzerlöse aus Produktverkäufen werden realisiert, wenn der Gefahrenübergang auf den Kunden stattgefunden hat. Lizenzerlöse werden realisiert, wenn das Filmmaterial an den Kunden geliefert und abgenommen worden ist, und der Kunde das Recht hat, das lizenzierte Filmmaterial zu verwenden (Lizenzbeginn). II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. AnteilsbesitzDie Gesellschaft hält zum 31. März 2024 Beteiligungen i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB an den folgenden Unternehmen:
Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weist ein Betrag in Höhe von TEUR 113 (i.Vj. TEUR -) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 3.309 (i.Vj. TEUR 1.165) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 7.715 (i.Vj. TEUR 7.374) sonstige Vermögensgegenstände. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 1.396 (i.Vj. TEUR 2.780) gegen die einzige Gesellschafterin, PLAION GmbH, Höfen, Österreich. Der Ausschüttungssperre unterliegende BeträgeDer Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
Latente teuernDie latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Wertansätzen bei den folgenden Vermögensgegenständen und Schulden: Basis für aktive latente Steuern: Immaterielle Vermögensgegenstände (Filmlizenzen) Fremdwährungsforderungen/- verbindlichkeiten Sonstige Rückstellungen (Resturlaub) Basis für passive latente Steuern: Immaterielle Vermögensgegenstände, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Hard- und Software) Fremdwährungsforderungen/- verbindlichkeiten Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 28,20% zugrunde gelegt (i.Vj. 28,04%). Sonstige Rückstellungen
Für den Ausweis der Rückstellung für Altersteilzeit wurden in der Bilanz folgende Verrechnungen vorgenommen:
Aufgrund der erstmaligen Bilanzierung von Altersteilzeitverpflichtungen zum 31. März 2024 wurden kein Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen gebucht. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde nach Versicherungsmathematischen Methoden ermittelt. VerbindlichkeitenDie Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 9 (i.Vj. TEUR 1.196) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 2.504 (i.Vj. TEUR 2.455) sonstige Verbindlichkeiten. 2. Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
AbschreibungenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Filmrechte in Höhe von TEUR 9.726 (i.Vj. TEUR 6.790). Periodenfremde Erträge / AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 1.495 Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, sie resultieren aus Entschädigungen für Raubkopien für Vorjahre (TEUR 1.373), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 71) und sonstigen periodenfremden Erträgen (TEUR 51). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 91. Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher BedeutungIm Geschäftsjahr 2023/2024 fielen folgende Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung an: Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Filmrechte in Höhe von TEUR 9.726. III. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen
AbschlussprüferhonorarDas von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 berechnete Gesamthonorar beträgt für:
Organe der GesellschaftGeschäftsführung Herr Stefan Kapelari, Geschäftsführer für Einkauf/Verwaltung; Herr Jochen Walter, Geschäftsführer für Vertrieb/Marketing. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2023/2024 wurden im Durchschnitt 89 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Konzernabschluss, MutterunternehmenDie PLAION PICTURES GmbH, Planegg, Landkreis München, wird in den Konzernabschluss der PLAION Holding GmbH, Höfen, Österreich, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen); sie wird ferner in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Embracer Group AB, Karlstad/Schweden, einbezogen (größter Kreis von Unternehmen). Die Konzernabschlüsse sind am jeweiligen Sitz der Mutterunternehmen, derjenige der Embracer Group AB auch auf deren Homepage, erhältlich. Von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB hinsichtlich der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts wurde Gebrauch gemacht. Im befreienden Konzernabschluss der PLAION Holding GmbH, Höfen, Österreich, wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden abweichend vom deutschen Recht angewandt: Die Darstellung und Gliederung des Konzernabschlusses gemäß IFRS, die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 sowie den Ansatz von stillen Reserven in Rahmen von Unternehmensakquisitionen sowie gegebenfalls latente Steuern hierauf.
Planegg, den 7. Oktober 2024 Die Geschäftsführung Stefan Kapelari, Geschäftsführer Jochen Walter, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht zum 31. März 2024GliederungI. Grundlagen des Unternehmens I. 1. Geschäftsmodell des Unternehmens I. 2. Forschung und Entwicklung I. 3. Zweigniederlassungen I. 4. Tochtergesellschaften II. Wirtschaftsbericht II. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen II. 2. Geschäftsverlauf II. 3. Lage II. 3.1. Ertragslage II. 3.2. Finanzlage II. 3.3. Vermögenslage II. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Nachtragsbericht IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht IV. 1 Prognosebericht IV. 2 Risikobericht IV. 3 Chancenbericht V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des UnternehmensI.1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie PLAION PICTURES GmbH (vormals Koch Films GmbH) ("Gesellschaft") beschäftigt sich mit dem Ankauf und der Verwertung von Filmrechten für die Territorien Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und UK. Die PLAION PICTURES GmbH ist in den Konzern der PLAION Holding GmbH, Höfen, Österreich, integriert und betreibt ihr Geschäft in gemieteten Räumlichkeiten an den Standorten Planegg, Wiesbaden und Berlin. I. 2. Forschung und EntwicklungAufgrund ihrer Geschäftstätigkeit betreibt die Gesellschaft keine eigene Forschung und Entwicklung. I. 3. ZweigniederlassungenEs bestehen keine im Handelsregister eingetragenen Zweigniederlassungen. Standorte der Gesellschaft waren am 31. März 2024 Planegg, Wiesbaden und Berlin. I. 4. TochtergesellschaftenDie PLAION PICTURES GmbH hält jeweils 100% der Anteile an den Weltvertriebsunternehmen SOLA Media GmbH, Stuttgart, und SOLA MEDIA AS, Bodo, Norwegen, sowie 100% der Anteile an der in Schottland/UK ansässigen Gesellschaft ANIME Ltd., welche im Bereich Film- und Musikpublishing von japanischen Animationsfilmen (Anime) und deren Soundtracks tätig ist. Es bestehen neben den üblichen Risiken in der Filmbranche keine darüberhinausgehenden nennenswerten Risiken in diesen Beteiligungen. II. WirtschaftsberichtII. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024). Im 1. Quartal 2024 ist das deutsche BIP gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gestiegen, im Vorjahresvergleich jedoch - preis- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gesunken (destatis 30.4.2024). Demgegenüber ist nach ersten Schätzungen das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen (Eurostat 30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024). Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar. Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7.2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte. Die Konsumstimmung europaweit und hier stellvertretend herausgegriffen in unserem größten Territorium Deutschland liegt laut GfK weiter auf niedrigem Niveau. Durch den Krieg in der Ukraine stürzte der Konjunkturindikator im Jahr 2022 rasant ab, konnte sich seither aber ein wenig erholen. Erst Corona-Krise und dann der Krieg in der Nachbarschaft beeinträchtigen die Wirtschaft nachhaltig und schufen Unsicherheit. Stark gestiegenen Energiepreise, Lieferengpässen und die in den letzten Jahren verfolgte 'lockere' Geldpolitik brachten die Inflationsraten in Europa auf Rekordniveau, sodass wiederum der Leitzins sprunghaft angehoben werden musste. Konsum und Anschaffungsneigung sind stark gedämpft und das bei hohem Kostendruck für die Unternehmen. Der Arbeitsmärkte sind derzeit noch weitgehend stabil, wobei auch hier strukturelle und nachhaltige Probleme zu verzeichnen sind (z.b. Fachkräftemangel). Zur Veranschaulichung hier der aktuelle Wirtschaftsindex und Konsumklima-Index für Deutschland:
Die für uns relevanten Home Entertainment Märke entwickeln sich in Europa überall ähnlich, jedoch in sich relativ unterschiedlich, wobei sich bekannte Trends fortsetzten. Während die digitale Auswertung deutliches Wachstum verzeichnet, fällt der Absatz physischer Produkte deutlich ab - hier wiederum am Beispiel von Deutschland von der GfK erhoben.
SVoD = Subscription-Video-on-Demand Marktstellung unseres UnternehmensWir zählen in Deutschland und Italien zur führenden Gruppe von Independent Filmverleihern. In den Territorien UK und Frankreich operieren wir durch unsere Tochtergesellschaft Anime Ltd. und konzentrieren uns dort auf das Genre Anime. Somit decken wir im Anime Segment die wesentlichen Territorien in Europa ab. In allen unseren Territorien in Europa starten wir vereinzelt Filme im Kino, die Hauptabsatzkanäle stellen jedoch die physischen (DVD / BluRay) und digitalen Home Videomärkte sowie Lizenzvergaben an TV-Sendern dar. Unser Portfolio umfasst mittlerweile mehr als 3.000 aktive Titel - Filme und TV Serien aller Genres, von kleinen Nischentiteln angefangen, welche lediglich digital oder via Home Video ausgewertet werden, bis hin zu Kinotiteln, die dann möglichst in allen Verwertungsformen verkauft werden. Mit einem Team von Einkäufern aus unseren Territorien Deutschland, Italien und UK decken wir alle relevanten Angebotsmärkte ab und stehen mit allen wichtigen Anbietern in regelmäßigem Kontakt. Einkaufsaktivitäten finden zwar laufend statt, ballen sich aber um die klassischen Filmmärkte in Berlin (EFM), Cannes und LA (AFM). Auf solchen Märkten werden einzelne, größere Titel mit einem meist umfassenden Rechtebündel (all-rights) erworben, welche dann auch eine durchaus lange Lizenzzeit aufweisen. Ebenso interessant für uns ist der Zukauf von Klassikern, Special Interest Titel und TV-Serien für den Home Entertainment Markt. Insbesondere letztgenanntes Segment ist für Deutschland attraktiv. Zudem akquirieren wir mit deutlich kürzeren Lizenzzeiten und geringerem Risiko Kataloge von anderen Anbietern, welche wir dann digital und meist über SVOD-Geschäftsmodelle vermarkten. II. 2. GeschäftsverlaufDie Auswertung von Filmrechten in den verschiedensten Verwertungsstufen (Kino, TV, Home Entertainment, Internet, Sublizenz) erfolgt unverändert entweder direkt durch eigene Strukturen, oder indirekt über die Konzernvertriebsgesellschaften in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien und England, oder international ggfs. über den Weltvertrieb SOLA Media GmbH in Stuttgart. Falls die Verwertung eines Films im Kino vorgesehen ist, so wird dies von der Gesellschaft selbst als anerkannter 'Verleiher' vorgenommen bzw. gesteuert, in Italien über unsere Schwesterfirma PLAION Srl. in Mailand in UK und Frankreich über Anime Ltd. Aufgrund der überaus großen Risiken einer Kinoauswertungen, die häufig dazu führen, dass erhebliche Vorkosten nicht eingespielt werden, müssen die Titel sorgfältig eingeschätzt und selektiert werden. Bei bestimmten Produktionen ist jedoch eine Auswertung im Kino sinnvoll und richtig, wenn durch diese der Film entsprechend bekannter wird und in den folgenden Verwertungsstufen dadurch eventuell deutlich höhere Erlöse für die Gesellschaft erzielt werden können. Im Berichtsjahr 2023/2024 konnte der Kino-Umsatz um 167% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, der Anteil am Gesamtumsatz liegt jedoch weiterhin im einstelligen Prozentbereich. In allen Auswertungsmärkten pflegen wir (direkt oder über Konzernfirmen) enge Kontakte zu den Fernsehstationen, um genau nach Bedarf entsprechende Filme zu akquirieren bzw. nur dann teure TV-Rechte zu erwerben, wenn wir auch schon den bzw. die Abnehmer kennen und Verkaufswerte genauer abschätzen können. Dadurch gelang es relativ gut, Produktrisiken gut zu kontrollieren. Insgesamt konnten wir den TV-Umsatz im Geschäftsjahr 2023/2024 um 23,4% im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 8,8% (Vorjahr 9,4%). Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 ist es gelungen, signifikante Umsätze mit physischen Produkten zu erzielen (Anteil am Gesamtumsatz 37%; Vorjahr 34%). Dies ist u.a. auch darauf zurückzuführen, dass wir aufgrund unserer Vertriebs- und Vermarktungskompetenz und konzerneigenen Vertriebsstrukturen weitere Fremdlieferanten in den Vertrieb nehmen konnte. Insgesamt konnten wir den Umsatz mit physischen Produkten im Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr um 44% steigern. Das Digitalgeschäft (TVOD, SVOD, AVOD, Sublizenz ohne Kino/TV) war auch im Geschäftsjahr 2023/2024 sehr stark und ist für einen Umsatzanteil von 44 % (Vorjahr 50%) verantwortlich. Der Umsatz ist in diesem Bereich im Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr um 16% gestiegen. Insgesamt konnten im Geschäftsjahr 2023/2024 die im Vorjahres-Lagebericht prognostizierten Umsatzerlöse (EUR 66,6 Mio. ggü. prognostiziert ca. EUR 53 Mio.) sowie das prognostizierte Ergebnis vor Steuern (EUR 6,6 Mio. ggü. prognostiziert ca. EUR 5 Mio.) deutlich übertroffen werden. PersonalDie Zahl der Mitarbeiter/innen hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
Der Personalstand ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag leicht angestiegen. Der Anstieg liegt jedoch im Rahmen einer gewöhnlichen Schwankungsbreite. Das bereits in 2005 installierte Angebot der betrieblichen Altersvorsorge für unsere Mitarbeiter/innen (kurz KMA) wurde gemäß den gesetzlichen Rahmenbedingungen und in Zusammenarbeit mit unserem Fachdienstleister (Firma Seeliger & Co) auch im Wirtschaftsjahr 2023/24 angeboten und fortgesetzt. Zusammenfassende BeurteilungInsgesamt ist der Geschäftsverlauf der PLAION PICTURES GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Umsatz von EUR 66,6 Mio. und einem Jahresüberschuss EUR 4,8 Mio. positiv zu beurteilen. II. 3. LageII. 3.1. ErtragslageEs wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 Umsätze in Höhe von TEUR 66.628 (Vorjahr TEUR 50.692; +31,4%), eine Gesamtleistung von TEUR 67.029 (Vorjahr 50.601, +32,5%), sowie sonstige betriebliche Erträge von TEUR 2.542 TEUR (Vorjahr TEUR 1.540; +65,1%) erwirtschaftet. Im Home Entertainment Sektor konnte 2023/2024 ein Umsatzwachstum von TEUR 7.504 verzeichnet werden (auf TEUR 24.568, i.Vj. TEUR 17.064; +44,0%). Dieses Wachstum ist vor allem auf die neue Vertriebs-Kooperation mit "Sony Pictures Home Entertainment" zurückzuführen, welche im September 2023 begonnen hat. Im Bereich der Video-on-Demand Erlöse (SVOD, TVOD, AVOD, FVOD) konnte ebenfalls ein starkes Umsatzwachstum von TEUR +4.161 (auf TEUR 29.533, i.Vj. TEUR 25.372; + 16,4%) erzielt werden. Im Kino-Segment stieg der Umsatz um TEUR 3.227 (auf TEUR 5.163 i.Vj. TEUR 1.936; +166,7%) und im TV-Bereich stieg der Umsatz um TEUR 1.116 (TEUR 5.882; i.Vj. TEUR 4.766; +23,4%). Wesentliche Aufwendungen fielen für die Produktion der Fertigerzeugnisse sowie für den Bezug von Waren an. Der Materialaufwand ist von TEUR 11.291 im Vorjahr auf TEUR 14.989 im Berichtsjahr 2023/2024 gestiegen (+32,7%). Im Verhältnis zur Gesamtleistung ist der Materialaufwand von 22,3% im Vorjahr minimal auf 22,4% im Berichtsjahr 2023/2024 gestiegen. Die Abschreibungen der Filmlizenzen werden als Abschreibung ausgewiesen. Neben den planmäßigen Abschreibungen fielen im Geschäftsjahr 2023/2024 außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 9.726 (i.Vj. TEUR 6.790) an. Etwaige erfolgsabhängige Lizenzzahlungen sind nicht in der Abschreibung auf den Filmrechtestock inkludiert, sondern sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu finden. Die im Berichtsjahr 2023/2024 enthaltenen Lizenzaufwendungen, bestehend aus Abschreibungen auf den Filmrechtestock und zusätzlich entstandenen, erfolgsabhängigen Lizenzzahlungen, belaufen sich in Summe auf TEUR 34.437 (i.Vj. TEUR 22.848). Im Verhältnis zum Umsatz betrugen die gesamten Lizenzaufwendungen im Geschäftsjahr 2023/2024 51,69% (i.Vj. 45,07%). Daraus ergibt sich ein Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand abzüglich Lizenzaufwendungen, bestehend aus planmäßigen Abschreibungen auf den Filmrechtestock und zusätzlich entstandenen, erfolgsabhängigen Lizenzzahlungen) für das Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von TEUR 27.329 (i.Vj. TEUR 23.252). Die Rohertragsmarge bezogen auf die Gesamtleistung ist damit von 45,95% im Vorjahr auf 40,77% im Geschäftsjahr 2023/2024 gesunken. Unter Einbezug der außerplanmäßigen Abschreibungen auf Filmlizenzen beträgt der Rohertrag 2023/2024 TEUR 17.603 (i.Vj. TEUR 16.462) und die Rohertragsmarge bezogen auf die Gesamtleistung 26,3% (i.Vj. 32,5%). Der Personalaufwand ist absolut von TEUR 5.312 im Vorjahr auf TEUR 5.701 im Berichtsjahr 2023/2024 gestiegen (+7,3%). Im Verhältnis zur Gesamtleistung betrugen die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2023/2024 8,5% (i.Vj. 10,5%). Der Anstieg der Personalkosten ist neben üblichen Entgeltsteigerungen auf eine leichte Erhöhung der Mitarbeiterzahl zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023/2024 waren absolut nur um 2,5% höher als im Vorjahr (TEUR 19.032; i.Vj. TEUR 18.576), hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass im Vorjahr ein Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 3.637 enthalten war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2023/2024 betrugen 28,4% der Gesamtleistung (i.Vj. 36,7%; ohne Verschmelzungsverlust 29,5%). Bereinigt um die erfolgsabhängigen Lizenzaufwendungen für Filmlizenzen und den Vorjahres-Verschmelzungsverlust sind sie von TEUR 8.709 im Vorjahr auf TEUR 7.916 im Berichtsjahr 2023/2024 gesunken (-9,1%). Aus den vorgenannten Entwicklungen ergab sich für 2023/2024 ein Betriebsergebnis von TEUR 6.374 (i.Vj. TEUR 180, bereinigt um den Verschmelzungsverlust TEUR 3.817; +67,0%). Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht (TEUR +231; i.Vj. TEUR 70), was vor allem auf Einnahmen aus einem Intercompany-Darlehen zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 6.604 erzielt, gegenüber TEUR 3.747 im Vorjahr (vor Vorjahres-Verschmelzungsverlust). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Geschäftsjahr 2023/2024 einen latenten Steuerertrag von TEUR 551 (i.Vj. TEUR 320). Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 ein Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 4.750 erzielt (i.Vj. Jahresfehlbetrag TEUR -937, ohne Verschmelzungsverlust TEUR 2.700; +75,9%). Im Geschäftsjahr 2023/2024 betrug die Umsatzrentabilität 7,1% (i.Vj. vor Verschmelzungsverlust 5,3%) und die Gesamtrentabilität TEUR 8,7% (i.Vj. vor Verschmelzungsverlust 6,1%). II. 3.2. FinanzlageKapitalstruktur:Die Gesellschaft finanziert sich zum 31. März 2024 im Wesentlichen aus Eigenkapital (39,6%; i.Vj. 43,4%), aus Rückstellungen (17,3%; i.Vj. 22,4%) und aus Verbindlichkeiten (43,1%; i.Vj. 34,2%). Es bestehen zum 31. März 2024 Fremdwährungsverbindlichkeiten von untergeordneter Bedeutung, die in keiner Weise einen Risikofaktor für die Gesellschaft bedeuten und somit auch keiner Absicherungsstrategie bedürfen. Liquidität:Das Finanzmanagement ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, den notwendigen Liquiditätsbedarf zu besten Konditionen vorausschauend sicherzustellen. Der Cashflow stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Gesellschaft hatte zum Bilanzstichtag geringfügige Bankverbindlichkeiten (TEUR 28; i.Vj. TEUR -) und war im Geschäftsjahr 2023/2024 wie auch im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschaft ist in das Cash-Management der PLAION Gruppe einbezogen. Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 31.03.2024 TEUR 489 (i.Vj. TEUR 175). Die wesentlichen Investitionen des Geschäftsjahres 2023/2024 betrafen in Höhe von TEUR 26.994 (i.Vj. TEUR 21.962) das immaterielle Anlagevermögen, in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 4.653 aus dem Erwerb einer Beteiligung) das Finanzanlagevermögen und in Höhe von TEUR 341 (i.Vj. TEUR 5.600) Auszahlungen für kurzfristige Finanzmitteldispositionen an Konzernunternehmen. II. 3.3. VermögenslageDas Vermögen sowie das Kapital der Gesellschaft stellen sich zum 31. März 2024 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar (ggfs. Rundungsdifferenzen):
Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) beträgt zum 31.03.2024 39,6% (i.Vj. 43,4%). Im Geschäftsjahr 2023/2024 erhöhte sich das Eigenkapital um den Jahresüberschuss (TEUR 4.750) und verminderte sich um eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 4.000 an die Muttergesellschaft PLAION GmbH, Höfen. Das Anlagevermögen besteht hauptsächlich aus von der Gesellschaft gehaltenen Filmlizenzen. Es handelt sich dabei um Vorauszahlungen an Lizenzgeber sowie um aktivierte Vermarktungs-, Synchronisations- und Produktionsleistungen, welche als Vorauszahlung für zukünftige Lizenzabrechnungen dienen und entsprechend abgeschrieben werden. Neben den Lizenzen/ Medienrechten von TEUR 20.221 (i.Vj. TEUR 16.109) sind zum 31.03.2024 geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte von TEUR 1.224 (i.Vj. TEUR 2.191), Software von TEUR 35 (i.Vj. TEUR 79), Betriebs- und Geschäftsausstattungen von TEUR 113 (i.Vj. TEUR 140) sowie Anteile an verbundenen Unternehmen von TEUR 8.982 (i.Vj. TEUR 11.001) im Anlagevermögen enthalten. Die Verminderung der Finanzanlagen resultiert aus in 2023/2024 bekannt gewordenen Kaufpreisanpassungen für erworbene Tochterunternehmen. Der Inventurwert der fertigen Erzeugnisse und Waren ist um TEUR 478 von TEUR 2.822 im Vorjahr auf TEUR 3.300 zum 31. März 2024 gestiegen. Vorausleistungen (unfertige Erzeugnisse) bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 268 (Vorjahr TEUR 345). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 4.402, von TEUR 17.035 im Vorjahr auf TEUR 21.437, zum 31.03.2024 gestiegen, was auf den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 8.539 auf TEUR 11.024 sowie der Kundenforderungen von TEUR 7.685 auf TEUR 9.750 zurückzuführen ist. Bei den aktiven latenten Steuern ergab sich in 2023/2024 eine Erhöhung von TEUR 551 auf TEUR 2.141 (i.Vj. TEUR 1.590). Die Steuerrückstellungen sind im Geschäftsjahr 2023/2024 geringfügig auf TEUR 5.785 gesunken (i.Vj. TEUR 5.922). Die sonstigen Rückstellungen sind zum 31. März 2024 um TEUR 1.340 auf TEUR 4.284 zurück gegangen (i.Vj. TEUR 5.624), was vor allem auf die Reduktion der ungewissen Kaufpreisrückstellung (erfolgsabhängige Kaufpreiskomponenten) im Zusammenhang mit der Akquisition von Anime Ltd. zurückzuführen ist (TEUR -1.973). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 2.513 (i.Vj. TEUR 3.651) gesunken. Die Netto-Forderung gegen Konzernunternehmen beträgt somit zum 31.03.2024 TEUR 8.511 (i.Vj. TEUR 4.888). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 7.459 von TEUR 12.188 zum Vorjahresstichtag auf TEUR 19.647 zum 31.03.2024 erhöht, was vor allem auf Abgrenzungen für Lizenzaufwendungen zurückzuführen ist. Die übrigen Verbindlichkeiten sind von untergeordneter Bedeutung. Insgesamt war die Gesellschaft zum 31. März 2024 wie im Vorjahr durch eine positive und stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gekennzeichnet. II. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:
* Ergebnis 2022/23 beinhaltet einen Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 3.637 III. NachtragsberichtDer Geschäftsführung sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und die Position bzw. das Ergebnis der Gesellschaft beeinträchtigen würden. IV. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtIV. 1 PrognoseberichtDie wirtschaftliche Entwicklung wird auch im Geschäftsjahr 2024/2025 maßgeblich durch den Verlauf der diversen Krisen und dem Erfolg von politischen Gegenmaßnahmen und deren Einfluss auf den Konsum bestimmt sein. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungFür das Jahr 2024 werden für Deutschland keine nennenswerten Wachstumsimpulse erwartet; so geht die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat von einem geringen Wirtschaftswachstum von +0,2 %, die Bundesregierung von +0,3 % und die EU-Kommission von +0,1 % aus; die aktuellste Prognose der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute geht von einem Rückgang von 0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.7.2024, Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Für 2025 wird für Deutschland lediglich eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung 0,8 % bzw. 1,3 % erwartet (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024; IWF 16.7.2024). Für die Weltwirtschaft wird (wie in 2023) auch für das Jahr 2024 von nur verhaltenem Wachstum in Höhe von 3,1 % (OECD 2.5.2024), 3,2 % (IWF 16.7.2024) bzw. 3,0 % (BMWK 1.3.2024) ausgegangen. Noch schwächer wird das Wirtschaftswachstum in der EU für das Jahr 2024 mit 1,0 % und für den Euro-Raum mit 0,8 % bzw. 0,9 % erwartet (EU-Kommission 15.5.2024, IWF 16.7.2024). Die Inflation wird im Jahr 2024 in Deutschland anhalten, lt. Einschätzung der EU-Kommission, der Bundesregierung und des Sachverständigenrats mit 2,4 %, ebenso in der EU mit 2,7 % und im Euro-Raum mit 2,5 % (BMWK 24.4.2024, EU-Kommission 15.5.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich erneut verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel im September 2024 auf 85,4 Punkte, nach 86,6 Punkten im August. Dies ist der vierte Rückgang in Folge. Die Unternehmen waren insbesondere mit den laufenden Geschäften weniger zufrieden. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate trübte sich weiter ein. Die deutsche Wirtschaft gerät immer stärker unter Druck. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index auf den niedrigsten Wert seit Juni 2020 gesunken. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage merklich schlechter. Auch die Erwartungen fielen deutlich pessimistischer aus. Der Auftragsmangel hat sich verschärft. Die Kernbranchen der deutschen Industrie stecken in Schwierigkeiten. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Unternehmen waren spürbar weniger zufrieden mit der aktuellen Lage. Die Erwartungen fielen hingegen etwas weniger skeptisch aus. Im Tourismus und im Gastgewerbe verbesserte sich die Stimmung. Im Handel hat der Index nachgegeben. Insbesondere der Ausblick auf die kommenden Monate war wieder von mehr Pessimismus geprägt. Die Händler beurteilten auch ihre aktuelle Lage etwas schlechter. Im Bauhauptgewerbe ist der Index gestiegen. Dies war auf weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Mit den laufenden Geschäften waren die Unternehmen hingegen etwas unzufriedener (ifo Institut 24.9.2024). Für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft und der Branche gilt:Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir aufgrund der o.g. Rahmenbedingungen ein gemischtes Bild. Einerseits wird der Kinomarkt sich wieder auf Vor-Corona-Nivea behaupten, und wir haben dafür wieder einige Titel im Programm. Anderseits wird der physische Home-Video-Markt weiterhin deutlich verlieren, wobei wir durch starke Partnerschaften die Umsätze halten wollen. Für TV erwarten wir stabile Umsätze, wenn auch mit produktabhängigen Schwankungen. Die Digitalmärkte werden weiterhin deutlich vorankommen, wofür wir mit unseren Aktivitäten und Services gut aufgestellt sind. Wenn auch mit etwas veränderten Marktgegebenheiten und neuen Herausforderungen sehen wir in Summe das Geschäftsjahr 2024/2025 optimistisch und gehen von Umsatzerlösen in der Höhe von insgesamt ca. EUR 62 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern (EBT) von ca. EUR 6 Mio. bei voraussichtlich konstanter Mitarbeiterzahl aus. IV. 2 RisikoberichtDie wesentlichen Risiken für die Gesellschaft liegen allgemein darin, dass ein beträchtlicher Teil der Investitionen in Filme gesteckt wird, deren Auswertung sich über ein längeres Zeitfenster (u.U. mehr als zwei Jahre) und über mehrere Absatzstufen erstreckt. Die künftigen Erlöse lassen sich aber sowohl in zeitlicher Hinsicht als auch in deren Höhe durch die raschen Marktveränderungen schwer einschätzen. Außerdem lässt sich oft zum Zeitpunkt der Einkaufsentscheidung und der Vertragserstellung eine gute Produktqualität letztlich nicht vollständig absichern, bei den Ankäufen vor Filmfertigstellung unterliegen wir zusätzlich einem Produktionsrisiko. Weitere erhebliche Risiken (aber auch Chancen) sind in den Kinoauswertungen zu sehen. Solche sind mitunter mit hohen zusätzlichen Marketing- und Produktionskosten verbunden, wobei der Erfolg teilweise von nicht steuerbaren Faktoren abhängt (z.B. Wetter, Konkurrenzumfeld). Häufig bleiben Besucherzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück, so dass nicht einmal die Herausbringungskosten eingespielt werden können. Die nachfolgenden Verwertungsstufen profitieren dann jedoch von der gewonnenen Bekanntheit des Films, wobei es oft schwierig bleibt, durch Erlöse aus der Home Video und TV-Verwertung derartige Erlöslücken zu schließen. Das Risikomanagement auf der Einkaufsseite konzentriert sich daher auf solide Evaluations- und Forecasting-Prozesse der einzelnen Produktionen und auf eine entsprechende risikovermeidende Vertragsgestaltung. Häufig wird vor Ankauf von TV-Rechten auch bereits eine Absprache mit einem Käufer getroffen, so dass vor Vertragsschluss das Absatzrisiko minimiert wird. Zudem investiert die Gesellschaft in ein breit gefächertes Portfolio bezüglich Auswertungsschwerpunkten, Budgets, Genres und Lizenzgeber, um das Risiko zu streuen. Auf der Absatzseite werden ebenso Einzelverträge mit großen und bekannten Partnern und TV-Stationen geschlossen. Ein Ausfallsrisiko besteht kaum. Die Gefahr, dass Filme nicht wie geplant von TV-Sendern abgenommen werden, überwiegt deutlich. Der Absatz der physischen Ware erfolgt über die Vertriebsgesellschaften des PLAION Konzerns, etwaige Ausfallsrisiken sind durch deren Delkredereversicherungen minimiert. Unternehmensexterne Risiken sind in den Auswirkungen der derzeitigen schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage (s.o.) zu sehen, die sich auf der Nachfrageseite sowohl bei TV-Sendern aufgrund des Rückgangs des TV-Werbemarktes als auch bei Konsumenten (Kino, Home-Entertainment) auswirken kann. Ein breiter Rückgang des Konsums würde sich auch auf den Absatz der Gesellschaft auswirken und hätte negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Die derzeitigen Home Entertainment-Marktzahlen zeigen deutliche Rückgänge, sind jedoch nach wie vor in Deutschland auf einem signifikanten Niveau. Hier ist zu erwarten, dass die physischen Umsätze weiter rückläufig sind. Die derzeit in fast allen Bereichen der Wirtschaft auftretenden Kostensteigerungen könnten zu reduzierten Gewinnmargen führen, wenn es nicht gelingt, sie in entsprechende Absatzpreiserhöhungen umzusetzen. Im Digitalbereich sehen wir uns mit der Marktmacht der großen Streamingplattformen konfrontiert. Dies könnte langfristig zu Tendenzen geringerer erzielbarer Preise und damit zu rückläufigen Margen führen. In Bezug auf die Einschätzung der Risiken in Zusammenhang mit den erworbenen Beteiligungen verweisen wir auf den Abschnitt I.4. Tochtergesellschaften. Hier ist beabsichtigt, die Anime Ltd. noch besser in die Gruppe zu integrieren, um möglichen Risiken und den derzeitigen Herausforderungen besser zu begegnen. In Bezug auf die Finanzierung ist die Gesellschaft abhängig vom PLAION Konzern. Aufgrund der wirtschaftlich gesunden Lage des Konzerns wird das diesbezügliche Finanzierungsrisiko als gering eingeschätzt. Insgesamt sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. IV. 3 ChancenberichtInnerhalb des PLAION Konzerns werden nunmehr alle möglichen Stufen der Filmauswertung nachhaltig abgedeckt und kontrolliert, wodurch wir weniger Abhängigkeiten von Kooperationspartnern haben. Dies, sowie das bereits bestehende Netzwerk an Produzenten und Lizenzgebern, stellt die Basis dar, die Gesellschaft und den Konzern mittelfristig als einen der bedeutendsten Independents in der Vermarktung von Filmen zu festigen und international auszubauen. Mit den Tochter- /Schwester- und Vertriebsfirmen des Konzerns in den einzelnen Ländern stützen wir uns bereits auf ein starkes, etabliertes und verlässliches Netzwerk mit großer Kunden- und Marktnähe und versuchen dies auch kontinuierlich weiter auszubauen. Die Einbettung unseres Unternehmens in einen stabilen und international erfolgreichen Medienkonzern, der zudem bestens in der Lage ist, unsere Territorien in Europa abzudecken, macht uns als Filmverwerter zu geschätzten Partnern für Weltvertriebe und Produzenten. Bezüglich der Chancen in Zusammenhang mit der Kinovermarktung verweisen wir auf die vorangegangenen Erläuterungen, auch im Risikobericht. Durch die anhaltenden Unterhaltungsbedürfnisse der Konsumenten und der Nachfrage nach Katalogware gehen wir auch in den folgenden Jahren davon aus, dass wir uns mit unserem breitgefächerten Lizenzstock am Markt behaupten können. V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDas Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente, wobei die Gesellschaft auch diesbezüglich in die Systeme des PLAION Konzerns eingebunden ist. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist für uns ein mehrstufiger Entscheidungs- und Freigabeprozesse von Lizenzeinkäufen sowie eine sorgfältige juristische Absicherung durch konzerneigene Fachanwälte. Durch konsequentes Forderungsmanagement versuchen wir Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst gering zu halten. Die Forderungen werden von den Mitarbeitern des Kreditcontrollings laufend beobachtet und die Einbringlichkeit gewährleistet durch angemessene Maßnahmen im Mahnwesen bis hin zur eventuell notwendigen gerichtlichen Klage. Für eventuell bestehende Risiken zum Bilanzstichtag wird mit einer detaillierten Einzelwertberichtigung vorgesorgt. Soweit Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährung (hpts. USD) getätigt werden, wird das Wechselkursrisiko beobachtet und je nach Einzelfall die Notwendigkeit einer Absicherung beurteilt. Die Finanzzahlen insgesamt sowie die Ertragslage des Unternehmens werden in regelmäßigen Controlling-Reports aufbereitet und vom Unternehmens- und Konzern-Management beurteilt. Die Bankguthaben bestehen bei namhaften Kreditinstituten. Zum Bilanzstichtag bestehen lediglich minimale Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 28; i.Vj. TEUR -). Im Berichtsjahr 2023/2024 wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft sowie von Risiken aus Finanzierungsgeschäften eingesetzt.
Planegg, den 7. Oktober 2024 Die Geschäftsführung Stefan Kapelari, Geschäftsführer Jochen Walter, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PLAION PICTURES GmbH, Planegg, Landkreis München PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der PLAION PICTURES GmbH, Planegg, Landkreis München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PLAION PICTURES GmbH, Planegg, Landkreis München, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 7. Oktober 2024 Grant
Thornton AG
Maisch, Wirtschaftsprüferin Sälzer, Wirtschaftsprüfer |
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