Alfred Gunesch Verwaltungs GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Anil Koul since 4/21/2026 | Managing Director |
Chirag Mehta since 10/18/2021 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Bharat Serums and Vaccines Limited | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
BSV Bioscience GmbHBaesweilerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 20241 Unternehmensprofil 1.1 Allgemeine Geschäftstätigkeit Die BSV Bioscience GmbH ("BSV Bio") ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bharat Serums and Vaccines Limited, Mumbai/Indien ("Muttergesellschaft"); sie wurde im Oktober 2007 gegründet. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens umfasst die Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen (Active Pharmaceutical Ingredients oder "APIs") sowie die Vermarktung von pharmazeutischen Fertigprodukten. BSV Bio hat ihren Sitz in Baesweiler. Die Produktionsstätten am Standort werden regelmäßig durch die lokale Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium Köln) auf die Einhaltung des deutschen und europäischen GMP-Leitfadens (Good Manufacturing Practice) überprüft 1 und haben die Zertifizierung der US-amerikanischen Federal Drug Administration (US FDA). Die Produktionsstätten sind mit einer API- Produktionsanlage, QA-QC-Laboren und anderen Einrichtungen zum Testen, Herstellen und Lagern des Rohmaterials und der APIs in Übereinstimmung mit den Anforderungen des GMP-Leitfadens und der US FDA ausgestattet. BSV Bio produziert und vertreibt die folgenden APIs (Active Pharmaceutical Ingredients bzw. Aktive Pharmazeutische Wirkstoffe):
Bei den von der BSV Bioscience GmbH gelieferten Wirkstoffen handelt es sich um spezielle biologische Produkte, die hauptsächlich aus menschlichem Urin gewonnen und extrahiert werden. BSV Bio stellt ebenfalls Fertigarzneimittel her, die aus pharmazeutischen Wirkstoffen in Kooperation mit Lohnherstellern hergestellt und abgefüllt werden. Neben der Belieferung der Muttergesellschaft liefert BSV Bio seine Produkte an Kunden weltweit. 1.2 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft ist in die Steuerungs- und Berichtssysteme der Bharat Serums and Vaccines Limited-Gruppe eingebunden und berichtet in diesem Rahmen regelmäßig an die Konzernmutter. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind die Umsätze und das Jahresergebnis. Derzeit verwendet die Gesellschaft keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. 1.3 Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden TEUR 68 für Forschungs- und Entwicklungskosten aufgewendet. Neben der Entwicklung innovativer Produkte zur Erschließung neuer Märkte wird zudem auch an der Entwicklung von Testmethoden gemäß Kundenanforderungen gearbeitet. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Auch zu Beginn des Kalenderjahres 2024 sehen die Prognosen nicht wesentlich anders aus. Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 3. Quartal um 0,1 % ist angesichts der aktuellen Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und Industrieproduktion auch für das Jahresendquartal ein erneuter, leichter Rückgang des BIP wahrscheinlich. Vor allem die bis zuletzt positive Investitionsentwicklung dürfte sich angesichts der schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der "Umweltprämie" abschwächen. Gleichzeitig lassen jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe eine Stabilisierung des privaten Konsums - allerdings auf niedrigem Niveau - erwarten. Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima, die ZEW Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch private Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten - wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15. November 2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen 2 Perspektiven dar. Die Schwächephase der weltweiten Industriekonjunktur hält an. Vor dem Hintergrund der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und einer schwachen weltweiten Nachfrage hat die Industrieproduktion im September gegenüber dem Vormonat mit +0,2 % nur geringfügig expandiert. Die globalen Einkaufsmanagerindizes lagen im November in vielen wichtigen deutschen Absatzmärkten unterhalb der Wachstumsschwelle (z.B. im Euroraum und in Osteuropa). Der Stimmungsindikator von S&P Global ist im November leicht gestiegen und liegt mit 50,4 Punkten nur wieder knapp über der Wachstumsschwelle. Die Stimmung verbesserte sich zuletzt sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (von 48,8 auf 49,3 Punkte) als auch bei den Dienstleistern (von 50,4 auf 50,6 Zähler). Insgesamt bleiben die weltwirtschaftlichen Wachstumsaussichten aber verhalten. Der Welthandel legte im September gegenüber dem Vormonat zwar leicht zu (+0,7 %), der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ist im Berichtsmonat Oktober (saisonbereinigt) aber wieder etwas gefallen (von 125,5 auf 125,0 Punkte). Während der Containerumschlag in chinesischen Häfen anstieg, ging der Nordrange-Index für europäische Häfen etwas zurück. Darüber hinaus weist der Kiel Trade Indikator für den Berichtsmonat November aktuell auf einen weiteren Rückgang des Welthandels von -0,9 % hin. Seitens der Weltwirtschaft sind damit für den deutschen Außenhandel kurzfristig kaum Impulse zu erwarten. Auch für den weiteren Verlauf erwarten internationale Organisationen nur eine verhaltene Erholung. Sowohl für das laufende Jahr als auch für das Jahr 2024 rechnet die OECD in ihrer November-Prognose nur noch mit einem Anstieg des realen Welthandels um +1,1 % bzw. +2,7 %. Auch für das Welt-BIP werden unterdurchschnittliche Expansionsraten erwartet (2023: +2,9 % 2024: +2,7 %), nicht zuletzt wegen der sich abschwächenden Entwicklung in den USA (2023: +2,4 %, 2024: +1,5 %) und in China (2023: +5,2 %, 2024: +4,7 %). Im Euroraum dürfte es laut OECD-Prognose nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,6 %) bei weiter rückläufiger Inflation, steigenden Realeinkommen und einer Stabilisierung der Industriekonjunktur wieder etwas bergauf gehen (2024: +0,9 %). WELTWIRTSCHAFT 3 WEITER AUF ERHOLUNGSKURS Die globale Industriekonjunktur kommt erst allmählich wieder in Gang. Im April ist die weltweite Industrieproduktion saisonbereinigt um 0,4 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, damit lag sie im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 2,2 % im Plus. Frühindikatoren deuten auf eine weitere verhaltene Expansion der globalen Industrieproduktion hin: Der Stimmungsindikator von S&P Global ist im Juni um 0,8 Punkte auf 52,9 Punkte gefallen, nachdem er im Mai um 0,4 Punkte gestiegen war. Er liegt aber weiterhin über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der jüngste Rückgang geht maßgeblich auf den Dienstleistungsbereich zurück (von 54,0 auf 53,1 Punkte), während die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe nahezu unverändert blieb (von 51,0 auf 50,9 Punkte). Für den Euroraum zeichnen aktuelle Stimmungsindikatoren zuletzt ein gemischtes Bild: Während es laut Umfragen unter Investoren weiter in kleinen Schritten bergauf gehen dürfte, blieben Einkaufsmanagerindizes im Juni - vor allem dank einer robusten Entwicklung im Dienstleistungsbereich - zwar noch leicht über der Wachstumsschwelle; sie signalisieren aber zum Ende des zweiten Quartals wieder eine schwächere Dynamik als zuvor. Insgesamt dürften die gesunkenen Energiepreise sowie die begonnenen Zinssenkungen aber die Erholung der Industriekonjunktur, besonders in den europäischen Ländern, im weiteren Verlauf stützen.
2
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html
Auch der Welthandel scheint sich - unter Schwankungen - weiter zu stabilisieren. Im April nahm er saisonbereinigt um 1,5 % gegenüber dem Vormonat zu, nachdem er zuvor um 1,1 % gefallen war. Damit übertraf er im April sein Vorjahresniveau um 1,8 %. Für das zweite Quartal zeichnet sich eine weitere Belebung des weltweiten Warenhandels ab: Der RWI/ISL- Containerumschlag-Index ist im Mai saisonbereinigt von 129,1 auf 129,9 Punkte gestiegen. Während der Containerumschlag in den chinesischen Häfen zwar gesunken ist, kam es beim Nordrange Index für europäische Häfen nach einem Rücksetzer im Vormonat wieder zu einem deutlichen Zuwachs. Mit der erwarteten Erholung in wichtigen Abnehmerländern und dem Anziehen des Welthandels, v.a. mit Industrieerzeugnissen, dürfte sich das deutsche Auslandsgeschäft in der zweiten Jahreshälfte weiter erholen. AUSSENHANDEL ERHÄLT DÄMPFER Der Außenhandel konnte seinen Aufwärtstrend zuletzt nicht fortsetzen. Im Mai haben sich die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt mit -2,0 % spürbar verringert. Maßgeblich war der Warenhandel mit Ländern außerhalb der EU, der im Vormonatsvergleich um 4,9 % zurückging; der Handel mit Ländern der EU verringerte sich um 2,5 %. Die Einfuhren von Waren und Dienstleistungen nahmen um 5,5 % gegenüber April 2024 noch deutlicher ab, vor allem im Zuge der um 8,9 % deutlich gesunkenen Lieferungen aus der EU; die Importe aus Nicht-EU-Ländern lagen um 4,0 % niedriger. Damit erhielt die seit Jahreswende zu beobachtende Erholung des Außenhandels einen Dämpfer, sowohl bei den Ausfuhren als auch bei den Einfuhren. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich lagen die Ex- und Importe aber mit 2,2 % bzw. 3,5 % weiter im Plus. Der monatliche Handelsbilanzüberschuss lag angesichts der stärkeren Abnahme der Importe im Vergleich zu den Exporten mit 21,2 Mrd. Euro höher als im Vormonat. Die Einfuhrpreise haben sich im Mai saisonbereinigt geringfügig um 0,1 % gegenüber dem Vormonat erhöht, die Ausfuhrpreise mit +0,2 % nur etwas mehr. Damit blieben die Terms of Trade im Vormonatsvergleich mit +0,1 % nahezu unverändert. In realer Betrachtung dürften die Rückgänge also bei den Aus- und Einfuhren nur leicht höher ausgefallen sein. Frühindikatoren geben gemischte Signale hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Auslandsgeschäfts. Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben sich im Mai gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 2,8 % deutlich verringert, nachdem sie bereits im April um 1,0 % zurückgegangen waren. Besonders aus dem Nicht-Euroraum gingen mit -4,6 % weniger Bestellungen ein. Die ifo Exporterwartungen sind im Juni auf -1,0 Punkte gefallen. Im Mai hatten sie erstmals seit April 2023 wieder im positiven Bereich gelegen. Der Indikator lässt gegenwärtig keine klare Richtung erkennen. Wichtige Exportbranchen wie Automobilsektor, Maschinenbau, Chemische Industrie und Elektrische Ausrüstungen gehen von einem in etwa konstanten Auslandsgeschäft aus. 4 Die Erholung des deutschen Außenhandels scheint sich damit zu verzögern. Die jüngsten Außenhandelsdaten haben enttäuscht und die Frühindikatoren fallen überwiegend zurückhaltend aus. Vor diesem Hintergrund und angesichts weiter bestehender geo- und handelspolitischer Risiken dürfte sich das deutsche Auslandsgeschäft zunächst noch recht verhalten entwickeln. ABBAU DER AUFTRAGSBESTÄNDE UND NACHFRAGESCHWÄCHE DÄMPFEN PRODUKTION Auch bei der Produktion im Produzierenden Gewerbe kam es zuletzt zu einem Rücksetzer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging sie im Mai preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,5 % gegenüber dem Vormonat zurück. Im April hatte der Ausstoß in etwa stagniert. Zuletzt wurde nicht nur die Ausbringung im Bausektor um 3,3 % zurückgefahren. Auch die Industrieproduktion wurde um 2,9 % gedrosselt. Demgegenüber konnte die Energieproduktion mit einem Plus von 2,6 % erneut gesteigert werden. Die Produktionsschwäche im Mai war in einer Reihe von Wirtschaftszweigen festzustellen: Die größten Rückgänge verbuchten die Bereiche elektrische Ausrüstungen (-7,2 %), Maschinenbau (-5,9 %), pharmazeutische Erzeugnisse (-5,4 %) und Kfz/Kfz-Teile (-5,2 %). Hersteller von Getränken (+3,2 %), chemischen Erzeugnissen (+2,4 %) sowie Nahrungs- und Futtermitteln (+1,4 %) konnten ihren Output hingegen erhöhen. Auch in den besonders energieintensiven Industriezweigen konnte die Herstellung um 0,2 % erneut leicht zulegen. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich ergab sich in der Industrie ein leichtes Plus von 0,4 %, getragen von den Bereichen der Konsumgüter (+1,3 %) und der Vorleistungsgüter (+0,9 %). Die Nachfrageschwäche bei den Investitionsgütern führt dort zu einem Rückgang um 0,3 %. Im Baugewerbe war infolge der zuvor kräftigen Ausweitung im Dreimonatsvergleich mit +0,1 % eine Stagnation zu verzeichnen. Der Abwärtstrend bei den Neuaufträgen setzt sich im Mai fort. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,6 % zurückgegangen. Im April waren sie laut revidierten Angaben um 0,6 % gefallen. Für den erneuten Rückgang war ein merklicher Orderrückgang aus dem Ausland um -2,8 %, vor allem bei den Ländern außerhalb des Euroraums (-4,6 %), verantwortlich. Die Nachfrage aus dem Inland expandierte dagegen mit +0,5 % leicht. Anders als im Vormonat gingen im Mai überdurchschnittlich viele Großaufträge ein. Die um Großaufträge bereinigten Auftragseingänge lagen mit 2,2 % gegenüber dem Vormonat im Minus. Im Dreimonatsvergleich bleiben die Auftragseingänge mit -6,2 % deutlich abwärtsgerichtet, sowohl aus dem Inland (-6,4 %) als auch aus dem Ausland (-6,1 %). In den einzelnen Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes fiel die Entwicklung unterschiedlich aus: Während weniger Bestellungen in den gewichtigen Branchen Maschinenbau (-1,9 %), Kfz/Kfz-Teile (-2,9 %), bei den Herstellern pharmazeutischer Erzeugnisse (-2,4 %) sowie im sonstigen Fahrzeugbau (-19,2 %) eingingen, nahmen sie in den Bereichen Daten-, elektrische und optische Geräte (+11,2 %), Metallerzeugung und -bearbeitung (+3,8 %) sowie Chemie (+1,7 %) spürbar zu. Zusammen mit der jüngsten Eintrübung der Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe deuten die anhaltenden Rückgänge bei den Auftragseingängen zunächst noch auf eine eher verhaltene Industriekonjunktur in den kommenden Monaten hin. Erst im Zuge der weiteren Erholung des Welthandels und der allmählichen Belebung der Nachfrage nach Industrieerzeugnissen dürften sich Auftragseingänge und Produktion stabilisieren. AUFWÄRTSTREND BEI VERBRAUCHERSTIMMUNG UNTERBROCHEN Umsatzzahlen des Einzelhandels für den Berichtsmonat Mai veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich erst Ende Juli. Im April sind die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) gegenüber dem Vormonat geringfügig um 0,2 % gesunken. Gegenüber April 2023 meldete der Einzelhandel ein leichtes reales Umsatzplus von 0,3 %. Der Handel mit Lebensmitteln weist mit -3,1 % im Vormonats- wie auch mit -0,8 % im Vorjahresvergleich rückläufige Umsätze auf. Der Umsatz im Internet- und Versandhandel erhöhte sich im April um 3,6 % gegenüber dem Vormonat bzw. 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Umsatzsteigerungen sind im Vormonatsvergleich zudem beim Handel mit IKT- und Datenverarbeitungsgeräten festzustellen. Neuzulassungen von Pkw insgesamt sind im Juni um 9,8 % gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen sie um 6,1 % höher. Im aussagekräftigeren Zwei- Monatsvergleich nahmen die Zulassungen gegenüber dem Vormonat um 4,5 % zu. Bei den Pkw-Neuzulassungen durch Privatpersonen ergab sich im Juni im Vormonatsvergleich eine Zunahme um 10,0 %. In der Zwei-Monats-Betrachtung ist - nach hohen Schwankungen in den Vormonaten - ein Plus von 6,1 % zu konstatieren. Pkw-Neuzulassungen von Unternehmen und Selbstständigen nahmen im Mai um 9,6 % zu. Bei der Stimmung der privaten Haushalte in Deutschland, gemessen am GfK-Konsumklimaindex und dem HDE-Konsumbarometer, deutet sich zuletzt ein Dämpfer an: Das HDE-Konsumbarometer fiel im Juli - nach fünf Anstiegen in Folge - leicht um 1,1 Punkte. Auch der Aufwärtstrend beim Konsumklima ist laut GfK im Juni sowie Juli (Prognose) vorerst gestoppt, wobei sich sowohl Einkommenserwartungen als auch Anschaffungs- sowie Sparneigung negativ auswirkten. Insgesamt ist die Erholung der Verbraucherstimmung in Deutschland aktuell vorerst zum Stillstand gekommen. Im Zuge steigender Löhne, zunehmender Erwerbstätigkeit und rückläufiger Inflationsraten dürfte sich der private Konsum in der zweiten Jahreshälfte jedoch spürbar beleben. INFLATIONSRATE ZULETZT WIEDER GEFALLEN Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) ist im Juni wieder leicht gesunken. Sie lag mit +2,2 % wieder auf ihrem Wert von März und April, nachdem sie im Mai mit +2,4 % infolge eines Basiseffekts aus der Einführung des 49-Euro-Tickets im Mai 2023 angestiegen. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrung) verringerte sich im Juni geringfügig auf 2,9 %, nachdem sie im Mai +3,0 % betragen hatte. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 %; im Mai hatten sie um +0,6 % zugelegt. Die Energiepreise waren im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat mit -2,1 % 5 wieder stärker rückläufig als im Mai, als sie sich um 1,1 % verringert hatten. Im Bereich der Dienstleistungen lag der Preisauftrieb unverändert bei +3,9 % und war damit weiterhin überdurchschnittlich. Auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen sind im Vorjahresvergleich weiterhin Preisrückgänge zu beobachten. Die Erzeugerpreise gingen im Mai um 2,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Im April hatte die Rate bei -3,3 % gelegen. Ausschlaggebend waren nach wie vor die Preisrückgänge bei Energie. Im Vergleich zum Vormonat blieben die Erzeugerpreise im Mai unverändert. Die Einfuhrpreise lagen im Mai um 0,4 % unter dem Vorjahresmonat und haben sich damit gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Die Verkaufspreise im Großhandel sind im Mai im Vorjahresvergleich um 0,7 % gefallen. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie geringfügig um 0,1 %. An den Spotmärkten erhöhten sich zuletzt die Preise für Erdgas wieder. Aktuell liegt der TTF Base Load mit knapp 31 €/MWh etwa 16 % über dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat sanken sie um rd. 10 %. Die Markterwartungen deuten darauf hin, dass sich die Erdgaspreise in den kommenden Quartalen um 30 €/MWh bewegen werden. Alles in allem dürfte die Inflationsentwicklung im weiteren Jahresverlauf vor dem Hintergrund der Preisrückgänge auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, moderater Energiebörsenpreise, der Wirkung der geldpolitischen Straffungen der EZB, angemessener Tarifabschlüsse sowie einer Normalisierung der Gewinnmargen der Unternehmen tendenziell weiter nachlassen. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung Im Geschäftsjahr 2023/2024 gingen die Umsatzerlöse zurück um TEUR 5.016 (-17,8 %) auf TEUR 23.137, im Wesentlichen bedingt durch um EUR 4,5 Mio. gesunkene Umsätze mit der Muttergesellschaft. 23 % des Gesamtumsatzes (EUR 5,2 Mio.) im Geschäftsjahr entfielen auf die Muttergesellschaft, verglichen mit 35 % (EUR 9,8 Mio.) im Geschäftsjahr 2022/2023. Der Umsatzrückgang mit der Muttergesellschaft resultiert im Wesentlichen aus der Rückkehr zum Normalgeschäft mit UTI nach dem Wegfall der Sonderkonjunktur bei der Behandlung von COVID-19-Erkrankungen und der geringeren Nachfrage nach Hormonen aus deutscher Herstellung. Die im Vorjahr prognostizierte deutliche Steigerung der Umsatzerlöse um 18 % konnte daher nicht erreicht werden. Auch das Drittkundengeschäft schloss eher auf konstanter Höhe (Veränderung ggü. Vorjahr -2,6 %) bei über dem Budget liegender Profitabilität ab. Im Wesentlichen aufgrund gestiegener Verkaufs- und Einkaufspreise ist die Rohgewinnmarge (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) von 36,9 % im Geschäftsjahr 2022/2023 auf 37,0 % im Geschäftsjahr 2023/2024 leicht gestiegen. Das Jahresergebnis war mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.167 (Vorjahr TEUR 2.443) weiterhin positiv, wenn auch um 52 % rückläufig. Der Jahresumsatz lag bei TEUR 2.314 bei einer Erreichung von 70 % gegenüber der Jahresplanung. 2.2.2 Investitionen Neben Ersatzinvestitionen in Geräte und Ausstattung wurden keine größeren Investitionen im Jahr 2023/2024 vorgenommen. 2.2.3 Mitarbeiter Das Unternehmen beschäftigte zum 31. März 2024 53 Mitarbeiter und im Geschäftsjahr 2023/2024 durchschnittlich 55 Mitarbeiter (Vorjahr 56). 3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Ertragslage Nach dem Überwinden der COVID-19-Pandemie und der Normalisierung unserer Rohstoffbeschaffung waren wir von sinkenden Rohstoffpreisen ausgegangen, die bei gleichem Geschäftsvolumen Potentiale zur Verbesserung der Margen - insbesondere bei unserem Hormongeschäft erwarten ließen. Zwar hatten wir erwartet, dass zumindest Teile der Rohstoffpreissenkungen an unsere Kunden weitergegeben werden müssen, doch sollte sich daraus unter dem Strich eine Verbesserung der eigenen Profitabilität darstellen lassen. Der tatsächliche Preisverfall in unserem Hauptprodukt hCG fiel jedoch derart dramatisch und anhaltend aus, dass es zu einer regelrechten Kaufzurückhaltung in Erwartung baldiger weiterer Preisnachlässe auf Seiten unserer Kunden kam. Gleichzeitig nahm der Wettbewerb von chinesischen Anbietern dramatisch zu, die ihre Verluste während des COVID-19-Shutdowns durch eine extrem aggressive Preispolitik auszugleichen versuchten. Das führte im Ergebnis dazu, dass BSV nur etwa 50 % der aus Hormonen erwarteten Umsatzerlöse realisieren konnte. Erfreulicherweise konnte durch Prozessverbesserungen und die Verbesserung der Qualität der Rohstoffe die im Vorjahr zum Teil eingestellte Produktion von Urokinase wieder aufgenommen werden. Das Enzymgeschäft entwickelte sich insgesamt eher stabil mit etwas unter den Erwartungen liegendem Streptokinase-Geschäft. Der Personalaufwand erhöhte sich im laufenden Geschäftsjahr aufgrund von Gehaltsanpassungen und Neueinstellungen um TEUR 252 (+7,4 %). Aufgrund des Umsatzrückgangs stieg das Verhältnis des Personalaufwands zu den Umsatzerlösen im laufenden Geschäftsjahr von 15,9 % im Geschäftsjahr 2022/2023 auf 12,2 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 1.554, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Wechselkursverluste von TEUR 916 im Vorjahr auf TEUR 157 im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. 3.2 Vermögenslage Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 33,6 % auf 39,0 %, nachdem das Eigenkapital um TEUR 1.167 auf TEUR 5.578 gestiegen ist, was wiederum auf den Jahresüberschuss zurückzuführen ist. Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr weitestgehend konstant auf Vorjahresniveau. Die Vorräte verringerten sich zum 31. März 2024 um TEUR 1.354 auf TEUR 3.484 infolge von Bestandsoptimierungen und des rückläufigen Umsatzes. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 1.707 auf TEUR 4.322, hauptsächlich aufgrund der Veränderung des Kundenmixes und höherer Umsätze für März 2024. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist in den nachfolgenden Erläuterungen zur Finanzlage dargestellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt von TEUR 1.494 auf TEUR 977 reduziert. 3.3 Finanzlage Zum 31. März 2024 beliefen sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Barguthaben, Bankguthaben) der Gesellschaft auf TEUR 2.151 (Vorjahr TEUR 997). Der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um TEUR 1.154 ist hauptsächlich auf die im Laufe des Jahres erzielten zusätzlichen Gewinne und die Veränderung des Betriebskapitals zurückzuführen. Aufgrund der Liquiditätsausstattung war die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit zahlungsfähig. 3.4 Gesamteinschätzung der wirtschaftlichen Lage Aus Sicht der Geschäftsführung hat sich das Geschäftsjahr 2023/2024 erneut positiv entwickelt, wenn auch die ursprünglichen Umsatzziele nicht erreicht werden konnten. Trotzdem konnte die Gesellschaft das zweite Jahr in Folge mit einem deutlich positiven Ergebnis abschließen, obwohl die äußeren Rahmenbedingungen insbesondere im Geschäft mit Hormonen merklich schwieriger geworden sind. Nach Wegfall der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie entspannte sich die Rohstoffsituation deutlich. Durch die bessere Verfügbarkeit der Rohstoffe nahm besonders im Hormongeschäft jedoch der Wettbewerb deutlich zu und führte insbesondere bei einem Hormon zu sinkenden Rohstoff- und folglich auch Verkaufspreisen. In Erwartung weiter fallender Preise zeigten zahlreiche Kunden eine deutliche Kaufzurückhaltung, so dass neben dem Einbruch der Verkaufspreise auch ein Rückgang der abverkauften Hormonmenge zu verzeichnen war. Dieser Effekt konnte nur zum Teil durch die Ausweitung anderer Geschäfte aufgefangen werden. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Es ist aber davon auszugehen, dass die Rohstoffpreise nunmehr eine Bodenbildung zeigen und von diesem Niveau eine Belebung des Geschäftsvolumens zu erwarten ist. Vor diesem Hintergrund erwartet das Management eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung. 4 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risiko- und Chancenbericht 4.1.1 Risikomanagement Das Unternehmen verfügt über ein Berichtswesen, das in die Berichtsstrukturen der Bharat Serums and Vaccines Limited-Gruppe integriert ist. Diese unterstützt die Gesellschaft bei der laufenden Überwachung und Steuerung der Geschäftsentwicklung durch Soll-Ist- und Budgetvergleiche auf Gesellschaftsebene. 4.1.2 Risiken und Chancen für die zukünftige Entwicklung Als Risiko definieren wir zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu negativen Auswirkungen auf die Prognose führen können. Das Unternehmen ist mit den folgenden Risiken konfrontiert, die in absteigender Reihenfolge von den Risiken mit dem höchsten Auftreten und den größtmöglichen Auswirkungen bis hin zum geringsten Auftreten und den geringsten finanziellen Auswirkungen aufgeführt sind. • Veränderungen an den Rohstoffmärkten und der Wettbewerbssituation: Durch den verschärften Wettbewerb bei Teilen unseres Produktportfolios (insbesondere im Bereich der Hormonprodukte) aufgrund gesunkener Rohstoffpreise ist die Aufrechterhaltung unserer Margen und der Absatzmengen gefährdet. Es bleibt abzuwarten, ob durch die Gewinnung neuer Kunden und die erwartete Bodenbildung bei der Preisentwicklung negative Effekte vollständig kompensiert werden können. • Allgemeine Preisentwicklung: Auch wenn die Inflationsraten in Europa gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen sind, stellt der weiterhin zu verzeichnende Anstieg der Einkaufspreise für Material-, Energie- und Lohnkosten eine Belastung der Kostenseite dar, dessen Weitergabe an unsere Kunden vom jeweiligen Wettbewerbsdruck in den jeweiligen Zielregionen und den dort verkauften Produkten abhängt. • Kundenstamm: Rund 86 % des Umsatzes im Geschäftsjahr 2023/2024 entfielen auf unsere fünf größten Kunden, darunter auch die Umsätze mit der Muttergesellschaft Bharat Serums and Vaccines Limited, die 23 % (Vorjahr 35 %) des Gesamtumsatzes ausmachen. Durch die Weiterentwicklung des Drittgeschäfts wird die BSV Bioscience GmbH unabhängiger gegenüber der Nachfrage der Muttergesellschaft. Ein Mix aus großen und kleineren Kunden in unterschiedlichen Märkten soll die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und deren Nachfrage/Entwicklung diversifizieren. • Regulierung und technische Risiken: Da BSV Bio im Vertrieb von pharmazeutischen Fertigprodukten und pharmazeutischen Wirkstoffen tätig ist, die wichtige Rohstoffe für pharmazeutische Produkte sind, muss das Unternehmen mehrere nationale und internationale Vorschriften in Bezug auf Produktsicherheit und -qualität einhalten. Nicht nur bei der Herstellung, sondern auch bei der Beschaffung von Rohstoffen, der Lagerung und dem Handling sind hohe Standards einzuhalten. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften und Normen kann zur Schließung der Produktionsstätte führen. Um das Risiko zu mindern, befolgt BSV Bio die EU-GMP und hat ein strenges Qualitätsmanagementsystem eingeführt. Technische Herausforderungen in der Produktionsanpassung aufgrund kundenspezifischer Anforderungen oder Verzögerungen bei der Bereitstellung von Dokumentationen und technischen Daten unserer wichtigsten Rohstoffe von chinesischen Lieferanten, die für die Erfüllung des Drug Master File für die Produktregistrierung gemäß den Anforderungen des Arzneibuchs in mehreren Ländern erforderlich sind, bergen das Risiko von Verzögerungen bei der Umsetzung neuer Projekte. Hinzu kommt, dass erhöhte Ersatzinvestitionen anfallen können, um die Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten und so die Produktion langfristig sicherstellen zu können. • Starke Abhängigkeit von CDMOs bei Fertigprodukten: Teil der Marketing- und Wachstumsstrategie des Unternehmens ist die Erschließung neuer Märkte für Fertigprodukte, insbesondere für Hormone, da diese Produkte eine höhere Marge und Rentabilität aufweisen als die Verkäufe von API. Das Risiko besteht darin, dass die Gesamtkapazität solcher CDMOs auf dem Markt begrenzt ist und die Situation bei Hormonen sogar noch eingeschränkter ist, da nur wenige CDMOs Hormone zur Formulierung und Abfüllung in ihren Einrichtungen akzeptieren. Dies schränkt derzeit den Ausbau dieses Geschäfts ein. • Keine eigenen Registrierungen für das fertige Produkt: Um ein weiteres Wachstum des Fertigproduktgeschäfts mit höheren Margen voranzutreiben, wären eigene Registrierungen für solche Fertigprodukte vorteilhaft und in Zukunft immer wichtiger. Auch die Registrierung in Schwellenländern wird ohne eine Registrierung in gut entwickelten Ländern immer schwieriger, da die Anforderungen in Schwellenländern stetig steigen. Die Gesellschaft sieht zurzeit die folgenden wesentlichen Chancen (in absteigender Bedeutungsreihenfolge): • Hoher Produktionsstandard: Da unsere Produktionsstätte von der US-amerikanischen FDA inspiziert wird und auch eine EU- GMP-zertifizierte Produktionsstätte ist, befolgen wir höchste Standards bei der Herstellung und können qualitativ hochwertige Produkte anbieten. So besteht die Möglichkeit, in stark regulierte Pharmamärkte einzutreten, die in der Regel höhere Margen aufweisen. • Ergebnisverbesserung durch steigende Preise: Soweit es gelingt, die steigende allgemeine Kostenbasis in mindestens gleich steigende Verkaufspreise umzusetzen, besteht die Chance, den absoluten Ergebnisbeitrag bei gleichbleibenden Margen zu erhöhen. Zudem sollte eine Bodenbildung bei den zuletzt stark gesunkenen Preisen bei einem unserer Hauptprodukte zu einer Stabilisierung des entsprechenden Umsatzes und langfristig möglicherweise zu wieder steigenden Preisen führen. • Verbreiterung der Rohstofflieferantenbasis: BSV Bio verfügt über eine solide Basis an Rohstofflieferanten, die es ihr ermöglicht hat, auch unter den äußerst schwierigen Bedingungen der COVID-19-Pandemie ausreichende Mengen der für die Herstellung der eigenen Produkte benötigten Rohstoffe zu beschaffen. Nichtsdestotrotz wird BSV Bio die bestehende Lieferantenbasis weiter ausbauen, um in unerwarteten Situationen ein hohes Maß an Flexibilität zu erhalten und die Rohstoffbeschaffung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten weiter zu optimieren. • Optimierung der Produktionsprozesse durch Stärkung der F&E-Aktivitäten: BSV Bio optimiert kontinuierlich die eigenen Produktionsprozesse. Um die Produktqualität und die zu erzielenden Erträge weiter steigern zu können, wurden und werden die bestehenden F&E-Aktivitäten verstärkt. Damit soll die Ertragslage mittelfristig weiter verbessert werden. • Geplante Erweiterung der Produktionskapazitäten: BSV Bio hat in 2022 eine weitere Gewerbeimmobilie erworben. Im neuen Gebäude am gleichen Standort sollen neue Produktionskapazitäten geschaffen werden, die mittelfristig zu deutlich höheren Produktionsmengen und den damit verbundenen Umsatzzahlen und Ergebnisbeiträgen führen werden. 4.1.3 Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation Auch wenn die finale Entwicklung der Rohstoffmärkte und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Produktionsmengen und die zu erzielenden Produktpreise noch nicht vollständig abschätzbar sind, bleibt die Gesamteinschätzung der Chancen-/Risikosituation des Unternehmens positiv. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 4.2 Prognose 4.2.1 Allgemeine Konjunkturaussichten Die OECD sieht im Ausblick für das Jahr 2024 Anzeichen dafür, dass sich die globalen Aussichten aufzuhellen beginnen, auch wenn das Wachstum weiterhin bescheiden ist. Die Auswirkungen der strafferen Geldpolitik, insbesondere auf den Immobilien- und Kreditmärkten, halten an, aber die globale Aktivität erweist sich als relativ robust, die Inflation sinkt schneller als ursprünglich erwartet und das Vertrauen des privaten Sektors steigt. Die Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage auf den Arbeitsmärkten nehmen ab, und die Arbeitslosigkeit bleibt auf oder nahe ihrem Rekordtief. Die Realeinkommen haben begonnen, sich zu verbessern, da die Inflation nachlässt und das Handelswachstum positiv geworden ist. Die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sind weiterhin unterschiedlich, wobei in vielen Industrieländern, insbesondere in Europa, schwächere Ergebnisse erzielt werden, die durch starkes Wachstum in den USA und vielen Schwellenländern ausgeglichen werden. Die OECD prognostiziert die folgenden Faktoren:
Die OECD prognostiziert die folgenden Faktoren 2024:
Die globale Wirtschaftstätigkeit hat sich bisher als überraschend widerstandsfähig erwiesen.
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https://www.oecd.org/en/about/news/press-releases/2024/05/economic-outlook-steady-global-growth-expected-for-2024-and-2025.html
Das globale Wachstum lag 2023 trotz der Belastung durch verschärfte Finanzierungsbedingungen und andere negative Faktoren, darunter Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und der sich entwickelnde Konflikt im Nahen Osten, weiterhin bei einer jährlichen Rate von über 3 %. Das globale BIP-Wachstum wird 2024 auf 3,1 % und 2025 auf 3,2 % prognostiziert, was kaum eine Veränderung gegen- über den 3,1 % im Jahr 2023 darstellt. Dies ist zwar schwächer als im Jahrzehnt vor der globalen Finanzkrise, liegt aber nahe an den 8 derzeit geschätzten potenziellen Wachstumsraten sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern. Im Weiteren sieht die OECD die Politik und die Regierungen in der Pflicht und gibt im Folgenden ein Indiz für entsprechende Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft. i) Die Geldpolitik muss weiterhin umsichtig bleiben, es besteht jedoch Spielraum für eine Senkung des Leitzinses Die Geldpolitik muss weiterhin umsichtig bleiben, um sicherzustellen, dass der zugrunde liegende Inflationsdruck dauerhaft eingedämmt wird. Sofern die Inflation weiter nachlässt, besteht Spielraum für eine Senkung der nominalen Leitzinsen, aber die Geldpolitik sollte noch einige Zeit restriktiv bleiben. Tempo und Umfang der Leitzinssenkungen hängen von den Daten ab und können je nach wirtschaftlicher Lage von Land zu Land unterschiedlich ausfallen. ii) Die Fiskalpolitik muss dem wachsenden Druck begegnen, um die Schuldentragfähigkeit zu gewährleisten Das Verhältnis der Staatsverschuldung zum BIP wird in vielen Ländern voraussichtlich weiter steigen. Die Regierungen stehen vor wachsenden fiskalischen Herausforderungen durch steigende Schuldendienstkosten und erheblichen zusätzlichen Ausgabendruck aufgrund der alternden Bevölkerung, der Eindämmung und Anpassung an den Klimawandel, der Verteidigung und der Notwendigkeit, neue Reformen zu finanzieren. Ohne Maßnahmen wird die künftige Schuldenlast erheblich steigen. Es sind stärkere kurzfristige Bemühungen zur Eindämmung des Ausgabenwachstums, Reformen zur Erhöhung der Einnahmen und die frühzeitige Ausarbeitung glaubwürdiger mittelfristiger Ausgaben- und Steuerpläne erforderlich, die auf die länderspezifischen Entwicklungen zugeschnitten sind. iii) Um das Wachstum zu steigern, bedarf es ehrgeizigerer Strukturpolitiken Die Aussichten auf langfristiges Wachstum und eine Verbesserung des Lebensstandards erscheinen bescheiden. Es bedarf stärkerer politischer Maßnahmen, um Investitionen anzukurbeln, die Entwicklung von Fähigkeiten zu verbessern und Innovationen zu intensivieren, um den technologischen Fortschritt und das Produktivitätswachstum voranzutreiben und die Beschäftigung zu erhöhen. Innovationen sind für eine erfolgreiche und kosteneffiziente Klimawende von entscheidender Bedeutung. Während der Großteil der Forschungsanstrengungen im privaten Sektor erfolgt, können und sollten staatliche Maßnahmen weiterhin Innovationen fördern. Eine gut konzipierte öffentliche Unterstützung für Forschung und Entwicklung - sowohl für staatlich finanzierte Grundlagenforschung als auch durch direkte Zuschüsse an Unternehmen oder Steuererleichterungen für Forschung und Entwicklung - sollte darauf abzielen, private Investitionen zu ergänzen, wobei eine strenge Bewertung der öffentlichen Anstrengungen in die nationalen Investitionsstrategien einbezogen werden sollte. 4.2.2 Unternehmensprognose Die Auftragsprognose für das Geschäftsjahr 2024/2025 geht von steigenden Volumina bei den produzierten Hormonen und Enzymen aus. Aufgrund der insbesondere für BSV's umsatzstärkstes Hormon bereits im letzten Geschäftsjahr verzeichneten und in abgeschwächter Form auch zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs erwarteten sinkenden Verkaufspreise rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024/2025 insgesamt mit einem im Vergleich zum Vorjahr stabilen Umsatz. Abhängig von der weiteren Preisentwicklung bei der Rohstoffbeschaffung wird für das Geschäftsjahr 2024/2025 von einer gleichbleibenden bis leicht rückläufigen Profitabilität ausgegangen und damit ein Jahresergebnis leicht unter dem Vorjahr erwartet.
Baesweiler, den 17. Juli 2024 Geschäftsführung Dr. Thomas Richter Chiraq Mehta Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024A. Allgemeines Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 der BSV Bioscience GmbH (im Folgenden auch "BSV Bio") wurde nach den einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die im Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Aufstellungserleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die BSV Bioscience GmbH mit Sitz in Baesweiler ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter der Nummer HRB 14876 eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und durch planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dabei wird als Abschreibungszeitraum die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von drei bis 33 Jahren angesetzt. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Notwendige Abwertungen aufgrund des Niederstwertprinzips und des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung werden vorgenommen. Für die in den Vorräten ausgewiesenen Verbrauchsmaterialien des Labors wurde gemäß § 240 Abs. 3 HGB ein Festwert ermittelt. Die nächste Bestandsaufnahme erfolgt im Geschäftsjahr 2024/2025. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Auf den Ansatz eines aktiven Überhangs wird in stetiger Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Die Eigenkapitalposten werden zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und den erwarteten Ausgaben entspricht. Sie berücksichtigen alle Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten, die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbar sind. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gem. § 256a Satz 2 HGB das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewendet. C. Erläuterungen zur Bilanz 1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist in der dem Anhang beigefügten gesonderten Anlage (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2) Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, vollständig die Gesellschafterin und entfallen ausschließlich auf Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit TEUR 55 (i. Vj. TEUR 54) Steuererstattungsansprüche. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3) Eigenkapital/Ergebnisverwendung Das gezeichnete Kapital enthält das im Gesellschaftsvertrag festgelegte Stammkapital in Höhe von TEUR 1.025 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage, die nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet wurde, bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. 4) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. 5) Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zwei (im Vorjahr: zwei) Darlehen enthalten. Im Berichtsjahr wurde ein Darlehen vollständig zurückgezahlt und ein weiteres Darlehen bei einer neuen Bank aufgenommen. Die Darlehen sind wie folgt besichert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 125 (i. Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 4.781 (i. Vj. TEUR 5.043) eine Restlaufzeit von zwei bis fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 192 (i. Vj. TEUR 666) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 181 (i. Vj. TEUR 652). 2) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 157 (i. Vj. TEUR 916) enthalten. 3) Steuern Die Steuern beziehen sich auf das abgelaufene Geschäftsjahr. E. Weitere Informationen 1) Anzahl der Mitarbeiter Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 55 (i. Vj. 56) Mitarbeiter. Davon sind 55 Mitarbeiter Angestellte. 2) Geschäftsführer und Geschäftsführungsbezüge Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr durch:
Herr Dr. Richter übt seine Tätigkeit als Geschäftsführer hauptamtlich aus. Auf die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3) Gruppenzugehörigkeit Mutterunternehmen (Beteiligungsquote 100 %) der BSV Bio ist die Bharat Serums and Vaccines Limited, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Eingetragener Sitz des Mutterunternehmens: 17 th Floor, Hoechst House, Nariman Point, Mumbai - 400021, Indien. Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft ist beim indischen Ministerium für Unternehmensangelegenheiten (Ministry of Corporate Affairs) (www.mca.gov.in) erhältlich. Alle Unternehmen, die in den Konzernabschluss von Bharat Serums and Vaccines Limited einbezogen werden, gelten als verbundene Unternehmen. 4) Pillar II Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar Two") sehen eine Besteuerung der weltweiten Gewinne großer Unternehmen (mit mindestens Mio. Euro 750 Jahresumsatz) mit einem effektiven Steuersatz von mindestens 15 % vor. Technisch umgesetzt wird die globale Mindestbesteuerung über eine Primärergänzungssteuer, eine Sekundärergänzungssteuer sowie eine anerkannte nationale Ergänzungssteuer. Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz- MinStG), welches in Deutschland die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung beinhaltet, ist zum Bilanzstichtag bereits in Kraft getreten und grundsätzlich für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. BSV Bioscience GmbH fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der Konzernmuttergesellschaft eine erste Analyse hinsichtlich der steuerlichen Auswirkung aus der globalen Mindestbesteuerungsregelung durchgeführt. Hieraus werden derzeit keine Effekte erwartet. 5) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, sind nach unserem Kenntnisstand nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Baesweiler, den 17. Juli 2024 BSV Bioscience GmbH Geschäftsführung Dr. Thomas Richter Chirag Mehta Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum 1. April 2023 bis 31. März 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BSV Bioscience GmbH, Baesweiler Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BSV Bioscience GmbH, Baesweiler bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BSV Bioscience GmbH, Baesweiler, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 1. August 2024 Deloitte
GmbH
Andreas Bennewitz, Wirtschaftsprüfer Robert Schneefeld, Wirtschaftsprüfer |
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