Manufacture of steel tube fittings
KLANN Packaging GmbHLiquidated
84030 Landshut, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Swen Graf since 4/9/2024 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Identified persons (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
Martin ScheibleggerLÖVE Group GmbH+1 | 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
KLANN Packaging GmbHLandshutJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
ANHANG zum 31.12.2021KLANN Packaging GmbHA Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Seit dem 15.05.2020 ist die AC Capital Holding GmbH, München als neue Gesellschafterin der KLANN Packaging GmbH eingetreten. Die Accursia Capital GmbH stellt als Mutternunternehmen der AC Capital Holding GmbH einen Konzernabschluss auf. Dies entspricht dem Konzernabschluss für den größeren Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird unter HRB Nr. 219570 beim Amtsgericht München veröffentlicht. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Folgende Anhaltspunkte begründen Zweifel an der Unternehmensfortführung: Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.659 aus. Es besteht daher eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Das Unternehmen wird daher möglicherweise nicht in der Lage sein, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 und 2023 einen Finanzierungsbedarf, der nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter durch die Anpassung der Zahlungsziele der Lieferanten, eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen und Prozessoptimierungen sowie - im Bedarfsfall - Finanzierungsbeiträge der Gesellschafter abgedeckt wird. Folglich geht die Geschäftsführung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Dementsprechend wurde der Jahresabschluss trotz des Bestehens dieser wesentlichen Unsicherheit unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere entsprechenden Ausführungen im Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 20 Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Durchschnittswerten i.S.d. § 240 Abs. 4 HGB bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind unter Beachtung des strengen Niedrigwertprinzips mit Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse liegen gemäß dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 HGB die aktivierungspflichtigen handelsrechtlichen Herstellungskosten zugrunde. Daher sind angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersvorsorge nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden. Den Bestandsrisiken infolge langer Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit wird durch die Vornahme von Abwertungen in ausreichendem Umfang Rechnung getragen. Daneben erfolgen ggf. Abschläge im Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr Rechnung getragen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist Ausgaben aus, die erst für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen. Die Pensionsrückstellungen werden nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) bewertet. Die versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen bilden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend § 253 Abs. 2 HGB verwendet. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Zinssatz 1,87 %. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0% berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0% berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 1,35 % ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 76.312. Dieser Betrag ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen sind entsprechende Mittel in Anteile an Investmentfonds angelegt. Sie sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausrechend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. C Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. D Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Auf den Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 200 vorgenommen. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel am Ende des Anhangs gesondert dargestellt. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0 Euro (Vorjahr: 0 Euro). Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen ist Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: 0 Euro) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entsteht. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 341 (Vorjahr TEUR 567) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 227; Vorjahr TEUR 384), ausstehende Rechnungen (TEUR 53; Vorjahr TEUR 101) sowie für Jahresabschluss- und-prüfungskosten (TEUR 41; Vorjahr TEUR 16). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich (in TEUR) wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Vorjahr in voller Höhe und im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 4.207 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Mietstundung und Mietkaution in Höhe von TEUR 193 sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt für Lohnsteuer in Höhe von TEUR 49. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 17) aus der Auflösung von Rückstellungen und in Höhe von TEUR 820 (Vorjahr: TEUR 972) aus einem Darlehensverzicht. Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 21). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 28) Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen. F. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beträgt:
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 3.145 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Im Einzelnen beinhalten die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte folgende Sachverhalte: Zur Verbesserung der Liquiditätslage wurde die Gewerbeimmobilie mit Grund und Boden und aufstehenden Gebäuden veräußert. Seit 18. März 2011 bestand ein Mietvertrag mit dem Altgesellschafter über die Gewerberäume, der im Zuge der Gesamtrechtsnachfolge durch die Anwachsung der KLANN Packaging GmbH auf die Gesellschaft mit allen Rechten und Pflichten übergegangen ist. Die angemietete Immobilie wurde im Vorjahr an einen neuen Eigentümer veräußert. Der Mietvertrag ist dabei auf den neuen Eigentümer übergegangen. Es bestehen keine weiteren Verträge über Sale & lease back. Des Weiteren waren zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 797,6 an die TARGO Factoring GmbH, Mainz, veräußert. Die daraus zum Bilanzstichtag für die Gesellschaft gegenüber der TARGO Factoring GmbH resultierende noch offene Forderung beläuft sich auf TEUR 79 und wird in den Forderungen aus Lieferung und Leistung ausgewiesen. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Targo Factoring GmbH, Mainz, über. Zum Zweck der Kundenpflege wird das Debitorenmanagement weiter von Seiten der Gesellschaft geführt. Namen der Geschäftsführer Als Geschäftsführer war im Berichtsjahr im Handelsregister eingetragen:
Die Angaben der Bezüge des Geschäftsführers ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Honorar des Abschussprüfers Hinsichtlich der Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar wird auf die Befreiung für mittelgroße Kapitalgesellschaften verwiesen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht vorhanden. Die Folgen des seit 24. Februar 2022 anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikts für die Wirtschaft und insbesondere für die Energiepreisentwicklung können derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Risiko- und Prognosebericht im Lagebericht. Unterschrift der Geschäftsführung
Landshut, den 22.12.2022 gez. Thomas, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die KLANN Packaging GmbH (KLANN) ist Hersteller von Premiumverpackungen aus Weißblech, die die Wertigkeit von Produkten durch eine anspruchsvolle Metallverpackung steigern. Als Verpackungslieferant der Konsumgüterindustrie ist KLANN somit direkt von Nachfragezyklen der Endverbraucher abhängig. Die Wirtschaft hat sich im Jahre 2021 trotz Corona-Krise minimal erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Vorjahr, maßgeblich durch die weltweite Corona Pandemie beeinflusst, in eine tiefe Rezession gerutscht und lag nunmehr leicht verbessert, um 2,6 % höher als im Vorjahr 2020. 2. Unternehmenssituation und branchenspezifisches Umfeld • Unternehmenssituation KLANN entwickelt und produziert im bayerischen Landshut kundenindividuelle, hochwertig bedruckte und geprägte Exklusiv-Verpackungen für viele Markenartikel-Hersteller und Handelsunternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Es wird das vollständige Dienstleistungsprogramm von Konzeption, Dummy-Bau, Werkzeugbau, Fertigung und Logistik für den kundenindividuellen Dosenwunsch bedient. Durch Geschäftsschließungen und Reiseverbote wurden die Umsätze reduziert, die normalerweise im Einzelhandel oder Duty-Free Shops gemacht worden wären. Zu einem gewissen Teil konnte dies jedoch bei unseren Kunden durch verstärktes Online-Geschäft aufgefangen werden. In den meisten für KLANN relevanten Absatzmärkten zeigte sich eine leichtfallende bzw. konstante Geschäftssituation im Vergleich zu 2020. Von einem grundsätzlich rückläufigen Marktpotential kann nicht ausgegangen werden, da Verbraucher weiterhin eine steigende Präferenz für Konsumgüter von hoher Qualität äußern, für die die Zahlung eines Preisaufschlags akzeptiert wird. In gesättigten Konsumgütermärkten ist die Verpackung wesentliches Verkaufsargument und wirkt sich positiv auf den Absatz der von KLANN hergestellten Produkte aus. Insbesondere die hohe Nachhaltigkeit von Metalverpackungen spielt hierbei eine Rolle. Die Recyclingquote von Weißblechdosen liegt bei über 95%. Die Menge der produzierten Metallverpackungen aus Aluminium und Stahl stieg von 2020 auf 2021 um 1,0 % bzw. 8,1 %. Eine proaktive Kundenansprache bei gleichzeitiger Umsetzung kundenindividueller Verpackungskonzepte konnte die Marktpositionierung von KLANN als mittelständischen Verpackungsspezialisten stärken und bildete die Grundlage für den werthaltigen Auftragseingang. Es ist eine Bewegung im Produktmix zu erkennen, der sich in der Zukunft noch verstärken soll. Klann wird zukünftig weniger Dosen "als Verpackung" (Beispiele: Lambertz und Delacre), aber mehr Dosen "als Teil des Produktes" (Beispiele: Champagnerdose, Arzneikalenderdose und Jubiläumsdosen) verkaufen. Hier werden Kundendesign und -anspruch zu Projektbeginn in die neue Dose hinein entwickelt. Wenn die Dose dann genau die Richtige für das Kundenprojekt ist, lässt sich ein höherer Dosenpreis durchsetzen. (Quellen: Geschäftsbericht VMV Verband Metallverpackungen 2021/2022) • Branchenspezifisches Umfeld Die Hersteller von Metallverpackungen blicken auf ein durch hohen Marktdruck geprägtes Jahr 2021 zurück. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Produktionswert im Branchendurchschnitt um 4,6 % auf EUR 953 Mio. Der Anstieg dieser Produktionszahlen wurde hauptsächlich im Marktsegment der chemisch-technischen Verpackungen (+ 11,5 %, absolut EUR 174 Mio.) und Nahrungs- und Genussmittelverpackungen (+4,7 %, absolut EUR 486 Mio.) verzeichnet. Leichte Anstiege wurden im Segment der Verschlüsse (+ 0,2 %, absolut EUR 194 Mio.) und der Aerosoldosen (+1,8 %, absolut 99 Mio. EUR) verzeichnet. Der Beschäftigungsdurchschnitt im Industriebereich der Metallverpackungen stieg um 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr auf 9444 Personen. Die Lohn- und Gehaltssummen stiegen um 3,7 % auf 475 Mio. EUR und haben einen Anteil von 23,4 % am Gesamtumsatz im Industriebereich Metallverpackungen in Höhe von EUR 2.031 Mio. 3. Wichtige Verträge, Vereinbarungen sowie Entwicklungen im Geschäftsjahr Um den Erhalt des Unternehmens und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern, wurde am 21. April 2021 zwischen den Tarifvertragsparteien ein Ergänzungstarifvertrag für die KLANN geschlossen. Dieser Ergänzungstarifvertrag trat am 01 .Januar 2021 in Kraft und endete am 31. Dezember 2022. Eine von vielen Sanierungsmaßnahmen war die Nachkalkulation aller bestehenden Aufträge. Ein weiterer wichtiger Sanierungsbaustein war, dass mit den meisten Kunden neue Verträge zu deutlich besseren Preisen abgeschlossen werden konnten. Alle weiteren neuen Aufträge aus dem Projektgeschäft wurden individuell neu kalkuliert und zu höheren Preisen vereinbart. Die Produktion wurde, wo immer möglich, so gestreckt, dass ganzjährig fast keine dritte Schicht mehr gefahren werden musste. Dies hatte großen Einfluss bei der Reduzierung der Personalkosten. Die Vertriebsabteilung wurde neu strukturiert, und zum 1. September 2021 wurde die neue Vertriebsleiterin eingestellt, die große Erfahrung aus dem Markt der Dosenverpackung mitbrachte. Ab März/April 2021 zeigten sich in den Monatsergebnissen erste Effekte der Preiserhöhungen mit den Kunden. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres konnte dadurch die Rohertragsmarge nach und nach weiter verbessert werden. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft ihr Geschäft steuert, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Das Jahresergebnis hat sich trotz gesunkener Umsatzerlöse, im Wesentlich bedingt durch den Darlehensverzicht, im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,82 Mio. auf TEUR 23 verbessert. Die Geschäftsentwicklung erfüllt die Erwartungen. a) Produktion Die Produktion der KLANN Packaging GmbH ist von einem hohen Eigenfertigungsanteil zur Gewährleistung der notwendigen Qualität der Verpackung geprägt. Das grundsätzliche Ziel der termingerechten Produktion und Auslieferung der Kundenbestellungen konnte 2021 bei ähnlichem Personalbestand wie im Vorjahr erreicht werden. Während der Urlaubszeit wurden personelle Engpässe in der Produktion durch den Einsatz von Saisonkräften beseitigt. Die Produktionsleistung (definiert als Umsatzerlöse unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung) betrug im Jahr 2021 EUR 12,14 Mio. und ist damit im Vergleich zu 2020 um 2,04 % niedriger. b) Absatz Die Umsatzerlöse sind mit EUR 11,66 Mio. im Vergleich zu 2020 um EUR 1,2 Mio. niedriger. Der Auftragsbestand am 31. Dezember 2021 betrug EUR 1,55 Mio. und lag damit TEUR 540 unter dem Auftragsbestand von 2020 (EUR 2,09 Mio.). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen begründet durch eine neue Definition des Auftragsbestandes (Order-Backlog) im Berichtsjahr. c) Beschaffung Der Materialeinsatz, der sich aus Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und dem Aufwand für bezogene Leistungen (insbesondere Druckleistungen und Zeitarbeit) sowie Handelswaren errechnet, lag in 2021 bei EUR 5,76 Mio. Dies entspricht einer Materialquote von 47,4 % der Produktionsleistung. Im Jahr 2020 betrug die Materialquote 52,8 %. Hier erkennt man die ersten Ergebnisse der deutlich besseren Verkaufspreise. d) Personal Der Personalbestand ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken: Im Geschäftsjahresdurchschnitt waren 97 Mitarbeiter bei KLANN beschäftigt (2020: 93). Zusätzlich benötigte Ressourcen wurden mittels Saisonarbeitskräften bereitgestellt. Der Personalkostenanteil gemessen an der Produktionsleistung betrug 2021 40,5 % und liegt damit etwas unter Vorjahresniveau (43,0 %). B. Ertragslage Bei einer Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistung) in Höhe von EUR 12,25 Mio. hat sich das Jahresergebnis im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,82 Mio. auf TEUR 23 verbessert. Der Umsatz liegt im Wirtschaftsjahr 2021 bei EUR 11,66 Mio. Der Rückgang ist im Wesentlichen begründet durch den Wegfall von zwei größeren Kunden im Jahr 2021. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen einen Forderungsverzicht des Gesellschafters i.H.v. TEUR 820. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) liegt bei EUR 6,38 Mio. Die Rohertragsmarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 45,5 % auf 54,7 % verbessert. Dies ist das Ergebnis von konsequenten Nachkalkulationen, Streichung von defizitären Artikeln und dem Erfolg des Vertriebes beim Etablieren eines insgesamt höheren Verkaufspreisniveaus. Im Vergleich zum Vorjahr sind TEUR 782 weniger Materialkosten angefallen. Gegenüber dem Vorjahr reduzierten sich die Personalaufwendungen um TEUR 407. Stellen von Mitarbeitern, die im Jahr 2021 in den Ruhestand getreten sind, wurden nur selektiv nachbesetzt. Darüber hinaus wurden die Arbeitsschichten dahingehend optimiert, dass im Regelfall keine Nachtschichten erforderlich waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 205 gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen durch geringere Frachtkosten sowie einen Rückgang der Kosten für Rechtsberatung begründet. C. Vermögens- und Finanzlage sowie Liquidität Das Anlagevermögen beträgt im Geschäftsjahr 2021 EUR 1,04 Mio. (2020: EUR 1,10 Mio.). Die Vorräte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,03 Mio. auf EUR 3,05 Mio. Grund hierfür waren die Rahmenverträge mit Kunden wie Delacre, Everdrop und Lambertz, für die permanent ein Sicherheitsbestand vorgehalten sein musste. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 95 auf TEUR 238. Der Einbehalt auf die angekauften Forderungen beträgt 10 %, der bilanziell als Forderungen aus Lieferung und Leistung ausgewiesen wird. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von EUR 6,15 Mio. auf 7,0 Mio. u.a. aufgrund der Preissteigerungen im Bereich der Vorräte. Die durchschnittliche Laufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lag bei 91 Tagen in 2021. Zum Bilanzstichtag besteht zwischen der AC Capital Holding GmbH und der KLANN Packaging GmbH eine Darlehensvereinbarung, nach der die AC Capital Holding GmbH der KLANN Packaging GmbH Darlehen (inklusive aufgelaufener Zinsen) in Höhe von EUR 4,2 Mio. gewährt. Der Kapitaldienst und Zinszahlungen der Darlehen sind bis zum 31.12.2021 ausgesetzt. Zudem besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich im Vorjahresvergleich nur geringfügig verringert. Hauptursache hierfür war der Darlehensverzicht der Accursia Holding in Höhe von TEUR 820, der den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres entsprechend kompensiert hat. Die Gesellschaft besitzt keine Bankverbindlichkeiten. Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 80 gegenüber TEUR 240 im Vorjahr. Im Wesentlichen durch das, ohne Darlehensverzicht betrachtete, negative Jahresergebnis entstand ein operativer Cash Flow von TEUR -182. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit lag durch die Zugänge in das Sachanlagevermögen bei TEUR-215. Diese Mittelabflüsse wurden durch den Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 238 (im Wesentlichen durch das neue Darlehen mit der Cenpa SASbegründet) jedoch ausgeglichen. Die Gesellschaft war in 2021 jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Gesellschafterdarlehen. D. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Ziel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Gesellschaft verwendet zur internen Steuerung finanzielle Leistungsindikatoren, die regelmäßig im Kreis der Geschäftsleitung sowie gegenüber den Gesellschaftern kommuniziert werden und deren Entwicklung analysiert wird. Hierzu zählen aufgrund des Geschäftsmodells ein Wochenreporting zum Umsatz und Auftragseingang sowie eine rollierende Liquiditätsbetrachtung über zwölf Wochen. Weiterhin gibt es bis zum 10. des Folgemonats ein umfangreiches Monatsreporting mit den verschiedensten Kennzahlen des vergangenen Monats. In diesem Monatsbericht werden die aktuellen Zahlen der 3-Jahres-Planung gegenübergestellt. Risiken • Risiko der Unternehmensfortführung Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 3,66 Mio. aus. Es besteht daher eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Der Jahresabschluss wurde trotz des Bestehens der genannten Unsicherheiten unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Geschäftsführung geht aufgrund der für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 erstellten Geschäftsplanung sowie der bestehenden Darlehen der Gesellschafterin in Höhe von EUR 4,21 Mio., die bis zum 31.12.2023 gestundet wurden, davon aus, dass die Gesellschaft alle wirtschaftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der externen Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Bei dieser Bewertung wurden die bereits umgesetzten Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Ertragskraft durch weitere Preiserhöhungen, Neukundengewinnung und eine Entzerrung der saisonalen Produktion. Neben den absatzseitigen Maßnahmen sind auch Gespräche zur Verhandlung eines neuen Ergänzungstarifvertrages mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 geplant. Der derzeitige Ergänzungstarifvertrages läuft bis zum 31. Dezember 2022. Weiterhin wird im Bedarfsfall mit Finanzierungsbeiträgen der Gesellschafter gerechnet, wie z.B. gegebenenfalls einem Forderungsverzicht oder einer Unterstützung mit finanziellen Mitteln zum Ausgleich von kurzfristigen Working Capital Spitzen. Eine Unterstützungserklärung der Gesellschafterin AC Capital Holding GmbH wurde abgegeben. Zusätzlich wird die KLANN Packaging GmbH bei eventuell auftretenden Liquiditätslücken von ihren Schwesterfirmen Cenpa (Frankreich) und Müller & Bauer GmbH & Co. KG (Metzingen) unterstützt. Hierdurch ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus Sicht der Geschäftsführung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. • Kreditrisiken Es bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 aktivierten Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände. Das maximale Ausfallrisiko wird bestimmt durch den Buchwert dieser Forderungen. KLANN reduziert dieses Risiko durch Prüfung der Bonität der zukünftigen Kunden sowie durch ein strenges Forderungsmanagement. Bei Neukunden wird grundsätzlich die Bonität geprüft und Vorkasse verlangt, wenn keine Kreditversicherung Deckung gibt. Soweit Einzelrisiken ersichtlich sind, wird diesen Risiken durch bilanziell erfasste Wertminderungen Rechnung getragen. Im Rahmen der Factoring-Finanzierung existieren kaum Risiken, da das Forderungsausfallrisiko auf die Targo Commercial Finance, Mainz, übergeht. Der Vertrag mit der Targo Factoring Bank hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 und wurde zwischenzeitlich um ein weiteres Jahr verlängert. • Marktrisiken (Risiken der Rohstoffbeschaffung und auf der Absatzseite) Ein möglicher Anstieg der Preise an den Rohstoffmärkten ist als Marktrisiko zu benennen, das durch Weitergabe an die Kunden oder Bündelung von Einkaufsvolumina mit Kooperationspartnern kompensiert werden muss. Auch die Entwicklung der Energiepreise durch den Krieg in der Ukraine und eine eventuelle Versorgungsunsicherheit müssen als Risiko gesehen werden. Das Kalkulationstool für neue Projekte wird unterjährig immer wieder aktualisiert. Das heißt, dass drastische Kostenveränderungen, sei es aus Energie- oder Vormaterialbeschaffung, immer bereits bei der Angebotserstellung für neue Projekte berücksichtigt sind. Bei Annahme von Aufträgen, die über die budgetierten hinausgehen, ist zudem infolge der Vorfinanzierung der Materialien über Formen der Außenfinanzierung zu entscheiden. Des Weiteren ist im Rahmen des Bestandsgeschäfts bei Folgeprojekten darauf hinzuwirken, dass den kundenseitig geforderten jährlichen Preisnachlässen nicht nachgegeben wird, wenn es nicht durch günstigere technische Lösungen kompensiert werden kann. • Produktions- und Technologierisiken Die hohen Anforderungen an einen effizienten Produktionsprozess mit hoher Maschinenauslastung erfordern einen intakten Maschinenpark. Präventive Instandhaltungsmaßnahmen sind budgetiert. Die Versorgung der Produktion mit Rohstoffen, Weißblech nicht bedruckt und bedruckt, ist gesichert. Es gibt ausreichende Backup Optionen. Auch wenn die Krankenquote pandemiebedingt in manchen Monaten deutlich höher sein könnte, können die Arbeitsplätze durch Umsetzungen und temporäre Einstellung von Zeitarbeitern besetzt werden. Insgesamt ist daher davon auszugehen, dass die Risiken im Produktionsbereich als normal zu betrachten sind. • Corona-Krise Das Geschäftsjahr 2021 war wie das Vorjahr geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Geschäftstätigkeit der KLANN war jedoch von der Corona-Krise kaum beeinflusst. Weder beschaffungs- noch absatzseitig ergaben sich wesentliche negative Effekte. Für die Aufrechterhaltung der Produktion wurden entsprechende Hygienekonzepte eingeführt. • Ukraine-Krieg Der Krieg in der Ukraine hat zu drastischen Preiserhöhungen bei der Energieversorgung und weiteren Preiserhöhungen von Lieferanten geführt (zum Beispiel beim Weißblech und den Drucklieferanten). Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Chancen Als wichtigstes Auswahlkriterium der Kunden bei der Beauftragung von KLANN erwiesen sich stets die hohe Qualität der Produkte bei wettbewerbsfähigen Preisen sowie die kurzfristige bzw. flexible Bearbeitung bzw. Lieferung von Aufträgen. In diesem Zusammenhang konnte der Vertriebsbereich durch den Einsatz relevanter Software noch enger mit der Produktion verzahnt werden, um proaktiv Produktionszyklen auf Basis der Kundenabrufe steuern zu können. Die Erweiterung der Lieferantenbasis für Druckerzeugnisse wird aktiv genutzt werden, um Auslastungsspitzen im Bereich des Blechdrucks entsprechend zu steuern, sowie mit neuartigen Lacken zu experimentieren. In den Kundengesprächen für das Geschäftsjahr 2022 wird das Thema Preiserhöhung und eine Entzerrung der saisonalen Produktion eine große Rolle spielen. Hierbei wollen wir den Ertrag verbessern und eine bessere Planbarkeit der Produktion erreichen. Damit kann dann der Aufwand für Zusatzschichten (Nachtschicht, Wochenende) und für Zeitarbeit reduziert werden. Die erheblichen Bemühungen des Neukundengewinns aus konsumgüter- und lebensmittelfernen Branchen zeigen erste Erfolge. Die intensiven Vertriebsbemühungen der neuen Verkaufsleitung beleben alte Geschäftsbeziehungen wieder neu. Kunden wie Griesson (de Beukelaer) oder Lebkuchen Schmidt wurden zurückgewonnen. Für die Zukunft müssen wir uns insgesamt mit vielen Neukunden breiter aufstellen, um die Abhängigkeit von den "Kekskunden" wie Lambertz oder Delacre weiter zu reduzieren. Insgesamt betrachtet ergibt sich die Chance, durch die fokussierten Vertriebsaktivitäten und produktionsseitigen Optimierungsmaßnahmen die Ergebnisverbesserung umzusetzen. Der Brexit gefährdet die Absätze in UK nicht, erschwert jedoch den englischen Wettbewerbern den Zugang zu den europäischen Kunden. Somit besteht die Chance, das Geschäft innerhalb der EU weiter auszubauen. Die Gesellschafterin Accursia Capital GmbH hat Mitte 2021 einen weiteren Hersteller von Dosenverpackungen erworben, die Müller & Bauer GmbH & Co. KG in Metzingen. Durch eine enge Verzahnung dieser beiden Firmen sollen Synergieeffekte in vielen Bereichen erreicht werden. In diesem Zusammenhang werden aktuell zum Beispiel auch die Verträge zur Strom- und Gasversorgung beider Unternehmen gemeinsam neu aufgestellt. Die durchgängige Versorgung ist bereits vertraglich abgesichert. F. Prognosebericht • Konjunkturentwicklung Für die deutsche Wirtschaft erwartet die Bundesregierung für 2022 einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 3,0 %. Die Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst zur Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst. • Branchenspezifische Entwicklung Internationale Marktforschungsstudien prophezeien der globalen Verpackungsindustrie bis ins Jahr 2023 steigende Umsatzzahlen (Quelle: Geschäftsbericht VMV, Verband der Metallverpackungen 2021/2022). Allerdings befindet sich die Branche laut Expertenmeinungen gleichzeitig im Wandel. Der Bedarf an Verkaufsverpackungen, welche die Wertigkeit des Produktes und das Markenversprechen transportieren, besteht nach wie vor. Die Verpackung aus hochveredeltem Weißblech eignet sich hier in besonderem Maße. Das Thema Nachhaltigkeit spielt auch bei Verpackungen eine immer größere Rolle. Hiermit kommt dann die recyclebare Blechverpackung (Recyclingquote > 95 %) bei immer mehr Anwendungsbereichen ins Spiel. • Entwicklung der Gesellschaft Infolge der fokussierten Neukundenakquise werden für das laufende Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von ca. EUR 13,5 Mio. erwartet. Das Ziel der breiteren Kundenbasis wird konsequent weiterverfolgt. Zusätzlich ist durch Nutzung digitaler Medien der europaweite Marktauftritt von KLANN zu intensivieren. Erste Ansätze und auch neue Kundenkontakte gibt es bereits über die Plattform Instagram. Im Bereich Marketing wird die Website neugestaltet. Hier werden zukünftig Webshop und ein Anfragetool für Dosen aus Neuproduktion gemeinsam dargestellt. Anfragen können dann direkt aus der Website heraus generiert werden. Klann nimmt auch wieder an Wettbewerben teil und hat im Oktober 2022 mit der Everdrop-Dose beim Wettbewerb "Can of the Year" die Goldmedaille im Bereich "Fancy Cans" gewonnen. Durch weitere Preiserhöhungen, die unterjährig immer sofort an die Kunden weitergegeben werden, soll die Ergebnisverbesserung aus dem operativen Geschäft im folgenden Jahr weiter vorangetrieben werden. Der kumulierte Umsatz der Monate Januar bis November 2022 ist im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um EUR 1,5 Mio. gestiegen. Dies wurde durch einen guten Auftragseingang, Abverkauf vom Lager und höhere Preise erreicht. Gesamteinschätzung Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, bis auf die im Text erwähnten Ausnahmen, gegenüber dem 31. Dezember 2020 positiv verändert. Für das Jahr 2022 erwarten wir eine Umsatzsteigerung auf 13,5 Mio. und erstmals seit vielen Jahren ein positives operatives Ergebnis und damit einen leicht steigenden Jahresüberschuss. Durch die aktiven Vertriebsbemühungen und das Heben erster Synergieeffekte mit der Schwesterfirma wollen wir die Konsolidierung der KLANN weiter voranbringen. Die zukünftigen Perspektiven für die weitere Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung aufgrund der Neukundenakquisition und des Bestandskundenausbausgut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung in den kommenden Geschäftsjahren eine positive Unternehmensentwicklung möglich.
Landshut, den 22.12.2022 KLANN Packaging GmbH gez. Thomas Ostkamp, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde am 20. Februar 2022 festgstellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KLANN Packaging GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KLANN Packaging GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KLANN Packaging GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Anhang unter dem Abschnitt "A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" und im Lagebericht unter dem Abschnitt "D. Chancen- und Risikobericht". Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 3,66 Mio. ausweist. Wie in Abschnitt "A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" und Abschnitt "D. Chancen- und Risikobericht" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 22. Dezember 2022 PKF
Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH
gez. Schäfer, Wirtschaftsprüfer gez. Kempa, Wirtschaftsprüfer |
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