Textile Solutions UG (haftungsbeschränkt)
Same addressWholesale of textiles
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Markus Regenstein since 12/4/2009 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 5.00% |
| Name | Ownership |
|---|---|
Penn Italia S.r.l. | 95.00% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Penn Textile Solutions GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Penn Textile Solutions GmbH ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Textilindustrie. Zusammen mit der Penn Italia bilden wir eine kleine Gruppe mit verschiedenen Angebotsschwerpunkten. Zu unseren Kunden zählen viele namenhafte Konfektionäre der Wäsche u. Miederindustrie, namenhafte Sportartikelhersteller und auch die Verarbeiter von technischen und medizinischen Textilien. Als vollstufiges Unternehmen bieten wir die individuelle Entwicklung elastischer textiler Stoffe, die Flächenerzeugung in einem maschenlegenden Produktionsprozess und die Färberei und Ausrüstung der jeweiligen Artikel an. In der Marktausrichtung und Positionierung fokussieren wir uns auf ausgewählte Segmente und Marktfelder, mit dem Ziel profitabel zu wachsen. Es handelt sich im Einzelnen um folgende potenzielle Wachstumsfelder: • Neukundengewinnung global innerhalb der bestehenden Branchen • Elite Sport • Oberbekleidung • Medizinische Textilien Bearbeitet werden die Wachstumsfelder mit den aus den vergangenen Jahren erarbeiteten Produktportfolios. Hochfunktionelle und kundenspezifisch entwickelte elastische Waren kommen, genauso wie platzierte Kompressionsstoffe, beispielsweise im Bereich Radsport, Running-Gear oder Outdoor, zum Einsatz. Von hoher strategischer und auch operativer Bedeutung ist dabei ein gleichsam zeitgleich ablaufender Prozess. Es handelt sich dabei einerseits darum, die bestehende Komplexität zu reduzieren, die stabil laufenden Artikel mit ihren bekannten Vorzügen weiter auszubauen und den Service - schnelle Verfügbarkeit bei hoher Qualität - für Kunden stark zu verbessern sowie andererseits, das innovative Portfolio auszubauen, damit den Kunden Lösungen angeboten werden können, mit denen diese ihre Marktposition stärken können. Vor dem Hintergrund der weltweiten (zwar nachlassenden) Lieferkettenproblematik, Verfügbarkeit und enormen Preissteigerungen der Vorprodukte hat das Ziel der Komplexitätsreduzierung weiterhin höchste Priorität. Als ebenso relevant in der Umsetzung ist das allgegenwärtige Thema der Nachhaltigkeit anzusehen. Große Anstrengungen werden unternommen, um global akzeptierte, auditierte Nachhaltigkeitszertifikate zu etablieren. Nach wie vor veröffentlichen wir auf unserer Internetseite unter einem Benchmarking "Engineered in Green" Fortschritte bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen wie CO 2 Bestandsmessungen, Verbräuchen und Reduzierungen. 2. Forschung und Entwicklung Die Penn Textile Solutions betreibt Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in den Bereichen "Wäsche u. Mieder", "Elitesport" und "Medizinische Textilien" orientiert an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und basierend auf der individuellen Vorgabe der Kunden. F&E für Wäsche u. Mieder: Durch einen zielgerichteten Marketingauftritt gelingt es, bestehende Produktfelder in ihrem Mehrwert für unsere Kunden fokussiert darzustellen. Dabei werden Produkteigenschaften und der Mehrwert für den Kunden in den Vordergrund gestellt und vor allem visualisiert. Penn Textile Solutions ist über die einschlägigen Social-Media Plattformen erreichbar und profitiert auch vom Internetauftritt, der es den Kunden erlaubt einen zusätzlichen Zugang zu unseren Produkten zu erhalten. Erweiterte Suchmasken und interaktive Produktzugänge über die Webseite ermöglichen den zügigen direkten Zugriff der Kunden. Penn Textile Solutions GmbH baut weiterhin die Anzahl von nachhaltigen und recycelten/ abbaubaren Produkten aus. F&E Elite Sport: Schwerpunkte in der Entwicklung liegen im Bereich unelastischer/ elastischer Oberstoffware für den Outdoor - Sportbereich und platzierter Kompression für enganliegende Sportbekleidung. Entwicklungen im Bereich Medizin Textilien: Das Portfolio wurde nochmals geschärft und das Angebot für Medizinkunden ausgeweitet. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 Die weltweite Verunsicherung des Jahres 2022 schlug auch voll durch auf das Jahr 2023. Große Verunsicherung durch politische Entscheidungen, die in vielen Branchen einer Kaufzurückhaltung und wie auch bei uns zu rückläufigen Absätzen führte. Das Lied der überbordenden und weiter steigenden Bürokratie sei nur wiederholt hier nur am Rande erwähnt. Dazu kommt eine weiter überbordende Flut an bürokratischen Auflagen und neuen Richtlinien, die uns die EU beschert. Die Auswirkungen sind bis weit in das Jahr 2024 spürbar. 2. Geschäftsverlauf und Lage In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wurde die Zusammenarbeit mit der Penn Italia auf der operativen Ebene weiter intensiviert und an die veränderte Struktur angepasst. Die eingangs geschilderten schlechteren Rahmenbedingungen führten im Jahr 2023 zu einem signifikanten Umsatzrückgang. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Jahresergebnis. Der Minderumsatz zum Vorjahr beträgt knapp 22 %. Trotz intensiver Aktivitäten konnte ein Umsatzrückgang nicht verhindert werden. Dieser Rückgang ist allerdings kein Ausdruck einer verfehlten Produktausrichtung, sondern nicht beeinflussbarer Marktgegebenheiten. Der Auftragsbestand lag auf einem insgesamt deutlich niedrigeren Niveau als 2022 und nahm bis zum Frühjahr leicht ab, bevor er sich zum Ende des Jahres 2023 auf einem Niveau etwas unterhalb des Jahresbeginns stabilisierte.
Der Anteil der inländischen Umsätze am Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 erreichte einen Wert von TEUR 2.914, dies ist 14,5 % des Gesamtumsatzes. Dementsprechend liegt der Anteil des Exportumsatzes mit TEUR 17.197 bei einem Anteil von 85,5 %. Die Verkäufe an die zehn größten Kunden erreichten im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzanteil von 68,2 %, verglichen mit dem Vorjahr von 70,4 % ist dies eine leichte Abnahme. Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2023 konnte wegen des geringeren Umsatzes nicht gehalten werden. Die signifikanten Umsatzrückgänge bei nur teilweise veränderten Preisen auf den Beschaffungsmärkten, führten zu diesem Ergebnis. Die Materialquote (Verhältnis Materialaufwand zu Gesamtleistung) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 50,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 54,0 %. Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 7.047 liegt absolut zwar ca. TEUR 1.899 niedriger als im Vorjahreszeitraum, aber die Personalkostenquote (Verhältnis Personalaufwand zu Gesamtleistung) erhöhte sich von 35,7 % auf 37,0 %. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf nicht zufrieden. 3. Produktion Der Jahresbeginn war stärker ausgeprägt, nach dem 1. Quartal 2023 wurde dann bis auf wenige Ausnahmen ohne Überstunden gearbeitet, bzw. die Arbeitszeitkonten wurden abgebaut. Der Auftragsbestand nahm nach dem Frühjahr bis zum Jahresende hin leicht zu. Das ganze Jahr über musste in zwei Produktgruppen Fremdware zugekauft werden, da trotz Vollauslastung und weiteren Investitionen in diesen Produktbereichen die eigene Kapazität nicht ausreichte, den Bedarf zu decken. Die für das Geschäftsjahr 2023 geplante Qualitätskennziffer (Relation fehlerhafter zu gesamter Produktion) von 8,5 % wurde leicht um 0,25 %-Punkte für das gesamte Jahr überschritten. Die Gesamtproduktionsmenge im Geschäftsjahr 2023 lag bei 1.479.162 lfm. Es verteilte sich mit 68,4 % auf Wirkware und einem Anteil von 31,6 % für Strickware. Die Produktionsmenge der Strickware konnte nach der deutlichen Steigerung im Jahr 2022 noch einmal um ca. 61.000 Meter gesteigert werden, während die Produktionsmenge in der Wirkerei um 554.000 Meter zurückging. 4. Beschaffung Das Jahr 2023 war wiederum ein mehr als herausforderndes Jahr hinsichtlich Beschaffung und Kostensituation der Vormaterialien. Die großen Schwierigkeiten des Vorjahres gab es zwar nicht mehr, aber zufriedenstellend verlief die Entwicklung nicht. - Zunächst andauernde Lieferschwierigkeiten von Garnen, Grundchemikalien und Farbstoffen - Kaum Kostenreduzierungen in den oben genannten Bereichen. - Seitwärtsbewegung mit leichter Tendenz nach unten bei den Energiekosten. Mit Beginn des Jahres 2024 erwarten wir eine Beruhigung der Inflation. Es zeichnet sich bei der Versorgung mit Garnen eine Entspannung ab. 5. Personal Am 31.12.2023 waren 120 Mitarbeiter, davon 8 Auszubildende, bei der Penn Textile Solutions beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2023 lag die Beschäftigtenzahl bei 135 (einschließlich Auszubildende). Im Jahresverlauf ist es gelungen, weitere 33 Personen weiter zu vermitteln, bzw. durch Weggang zu reduzieren. Zum Jahresende 2023 wurden lediglich in einem kleinen Ausmaß Kündigungen ausgesprochen. Die Firma Penn Textile Solutions bildet auch weiterhin, so verfügbar, in 7 verschiedenen Ausbildungsberufen junge Menschen aus. Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im gewerblichen Bereich ist leider nach wie vor sehr gering und auch die Qualifikation der wenigen Bewerber ist unbefriedigend. 6. Umweltschutz Penn Textile Solutions hat sich verpflichtend erklärt, alle Anstrengungen zu unternehmen, dem Umweltschutz und der Umweltkontrolle entsprechend internationalen Standards Genüge zu tun. Die Sicherheit und der Schutz der Mitarbeiter haben hohe Priorität. Die Investitionen des Jahres 2023, sowie gezielte Prozessoptimierungen in der Färberei und Ausrüstung haben zu einem deutlichen Rückgang des CO 2 -Fußabdruckes und einem geringeren Wasserverbrauch (mehr als 20% Einsparung/laufendem Meter) geführt. PTS ist seit 2021 zertifiziert nach ÖkotexStep - Made in Green, sowie GRS (Global Recycling Standard). Diese für die Taxonomie wichtigen Zertifikate, sowie unsere Transparente Veröffentlichung auf der Internetseite unter "Made in Green" verhelfen uns zu Transparenz im Markt und bei unseren Geschäfts- und Finanzpartnern. 7. Geschäftslage 7.1 Ertragslage Die Ertragslage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 nicht besser als imVorjahr. Wegen der deutlichen Umsatzreduzierung konnte kein positives operatives Ergebnis erwirtschaftet werden. Die Notwendigkeit das Unternehmen auf eine wirtschaftlich kleinere Größe zu setzen mit weiteren Aufwendungen zur Restrukturierung bei zum Teil weiterhin hohen Preisen auf den Beschaffungsmärkten, führten zu diesem Ergebnis. Die Gesamtleistung im Jahr 2023 lag unter den Umsatzerlösen des Jahres. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen reduzierten sich Geschäftsjahr 2023 um insgesamt TEUR 1.077. Das Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung der Penn Textile Solutions veränderte sich im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2022 um 4,4 % Punkte. Die Rohergebnisquote lag im Geschäftsjahr 2023 bei 51,4 % gegenüber 47,0 % im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern des Geschäftsjahres 2023 zeigt trotz Verlust im Vergleich zum Vorjahr 2022 eine positive Entwicklung. Der Restrukturierungsaufwand durch die organisatorische Neuausrichtung, trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Das Ergebnis nach Steuern liegt im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR -251 gegenüber TEUR -558 im Vorjahr. 7.2 Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Liquiditätslage ist durch die getroffenen Maßnahmen weiterhin stabil. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Deutsche Factoring Bank GmbH & Co. Kg. wird fortgesetzt. Weder durch oder im Nachgang der CORONA Pandemie noch durch die Zunahme der Inflation, kam es zu Streichungen von Kreditlimits der versicherten Kunden als auch Insolvenzen. Im Jahr 2023 stand dem Unternehmen der gleiche Kontokorrentrahmen wie im Vorjahr zur Verfügung. Die planmäßigen Tilgungen der Bankverbindlichkeiten betrugen im Jahr 2023 in Summe TEUR 816. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsprozesses erfolgte im Jahr 2023 aus Bankguthaben, durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Factoring Bank und unter bedarfsweiser Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits. Die Ankaufquote der durch eine Kreditversicherung versicherten Forderungen liegt weiterhin bei 90 %. Die Fremdkapitalquote reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr von 56,5 % auf 51,3 %. Das geplante Investitionsvolumen für das Geschäftsjahr 2023 wurde wie vorgesehen umgesetzt. Im Wesentlichen wurden Investitionen zu Prozessoptimierungen vorgenommen. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und Vermögensgegenstände und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. D. Prognosebericht Strategische Ziele liegen in einer noch schlankeren und agileren Organisationsform. Weiter gilt es Neukundenakquise in den verschiedenen Märkten und eine massive Komplexitätsreduzierung der zu produzierende Artikel mit verbesserter Effizienz voranzutreiben. Eine verbesserte Onlinepräsenz steht dabei ebenso im Fokus wie eine größere Anzahl von Messebesuchen. Das Thema Nachhaltigkeit in der Produktion und unserer Produkte wird konkret umgesetzt. Kunden und Finanzpartner erwarten eine klare Stellungnahme zu diesen Themen, die wir durch unsere Zertifizierungen erreicht haben. Der Anteil nachhaltiger Stoffe und ressourcenschonender Prozesse steigt stetig. Die Erhöhung der Energiepreise durch die CO 2 Steuer wurde in der Planungsrechnung berücksichtigt. Wir erwarten leicht sinkende Umsätze aber ein leicht positives Jahresergebnis. E. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Der wirtschaftliche Verlauf hängt besonders für die Textil- und Bekleidungsindustrie vom weiteren Verlauf der Konsumzurückhaltung ergo Inflationsraten und Verbraucherpsychologie ab. Die von uns nicht zu beeinflussende Ukrainekrise und Konsumzurückhaltung trägt weiter dazu bei. Die Regulatorischen Auflagen, hervorgerufen durch den Green Deal der EU-Kommission seit 2019, wurden umgesetzt. Die Ukraine- und Energiekrise erschwert das unternehmerische Handeln weiterhin. Eine Verlängerung des Ukraine-Konflikts könnte für die Gesellschaft, insbesondere in den Bereichen Preisentwicklung und Verfügbarkeit von Rohstoffen weiter Probleme aufwerfen. Ertragsrisiken: Die Wettbewerbsrisiken sind aufgrund der nach wie vor starken Wettbewerbssituation mit einigen europäischen aber vor allem auch mit türkischen und asiatischen Unternehmen gegeben. Europa hat, bedingt durch den Green Dealder EU-Kommission mit überbordenden Auflagen, die meist noch von der Deutschen Regierung verschärft werden, der Umsetzung der Energiewende, zu einem massiven Wettbewerbsnachteil gegenüber Nord- und Süd Amerika und dem Asiatisch-Pazifischen Raum gemacht. Konkret: mittelfristig hat die europäische Industrie, angewiesen auf Prozessenergie zur Herstellung ihrer Produkte (auch die Penn Textile Solutions GmbH) nur dann eine Absatzchance, wenn die Energiepreise gedeckelt werden, um den Konkurrenten im Rest der Welt, deren Energiepreis bei max. einem Fünftel, teilweise Zehntel der europäischen Energiepreise liegen, Paroli bieten zu können. Von einer solchen Tendenz würde Penn Textile Solutions profitieren können und Ertragsrisiken minimieren. In welcher Höhe dies allerdings geschieht, ist weiterhin ungewiss. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilisierten Liquiditäts- und nach wie vor hohen Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über Eigenkapital und im kurzfristigen Bereich über eine Factoring Vereinbarung mit der Deutschen Factoring-Bank sowie über eine Kontokorrentkreditlinie. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, würden über geeignete Sicherungsgeschäfte kompensiert. 2. Chancenbericht Die Organisation hat sich so aufgestellt, dass sie der Marktnachfrage geschuldet sich kleiner gesetzt hat, weitere Schwankungen entweder durch Kurzarbeit (so benötigt) oder durch einen höheren Produktionsausstoß gut darstellen kann. Für die Zeit nachlassender weltweiter Auswirkungen durch die Multikrisen sehen wir besonders in den Bereichen Elitesport und auch Oberbekleidung weiterhin Chancen, substanziell und nachhaltig zu wachsen. Die in diesen Bereichen vorliegenden Produktentwicklungen finden bei Kunden vermehrt Interesse und somit deutliches Wachstumspotential. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft hat zum Stichtag keine originären oder derivativen Finanzinstrumente in ihrem Bestand.
Paderborn, den 20. Juni 2024 gez. Markus Regenstein, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Penn Textile Solutions GmbH, Paderborn, ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens angewendet. Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes. 1) Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung von 1 - 3 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. 2) Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5-10 Jahre sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8-15 Jahre. Geringwertige Anlagegüter werden im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten behandelt und planmäßig über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden analog mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00 in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. 3) Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. 4) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände, ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Für Kleinteile werden in den Hilfs- und Betriebsstoffen Festwerte angesetzt. 5) Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Hierbei werden auch angemessene Teile der Verwaltungskosten und der fertigungsbedingten Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen berücksichtigt. Für ungängige Erzeugnisse wurden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurde ausreichend Rechnung getragen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet. 6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (sämtlich wie im Vorjahr mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr) werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenständen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. 7) Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bilanziert. 8) Das Stammkapital beträgt EUR 656.250. 9) Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die unter den sonstigen Rückstellungen aufgeführten Jubiläumszuwendungen wurden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten mit dem zum Bilanzstichtag von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,74 %, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages langfristiger Rückstellungen nicht berücksichtigt. 10) Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 11) Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung bei einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem dann geltenden Devisenkassamittelkurs. Die Folgebewertung bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Anschaffungskosten-, Realisations-, und Imparitätsprinzips II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. 2) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit sie kreditversichert sind, im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung angekauft und mit 90% des Nennwertes bevorschusst. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die unter dieser Vereinbarung fallenden Forderungen auf rd. EUR 1,7 Mio. 3) Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten wie im Vorjahr in vollem Umfang Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie wurden in Höhe von TEUR 1.345 mit den entsprechenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert. 4) Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die folgenden Summen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände, beinhalten Beträge von TEUR 386,9 die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. 5) Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält TEUR 8,1 Wartungsverträge und TEUR 3,8 für Sonstige. 6) Die sonstigen Rückstellungen betreffen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 781), ausstehende Rechnungen (TEUR 63), Abschlussprüfung, Rechts- und Steuerberatung (TEUR 73), eigene Abschlusskosten (TEUR 17), Archivierung und Aufbewahrung (TEUR 11) sowie für noch zu entrichtende Kundenboni (TEUR 4). 7) Die Verbindlichkeiten des Unternehmens haben zum 31.12.2023 folgende Restlaufzeiten:
Die Bankdarlehen sind durch eine 80%ige Ausfallbürgschaft des Landes NRW, durch Grundschulden (TEUR 4.500), sowie durch Sicherungsübereignung von Warenlager und Maschinen gesichert. Außerdem wurde eine Verpfändung der wesentlichen Patente und selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter vereinbart. Im Dezember 2016 konnten mit den Finanzierungspartnern neue Kreditvereinbarungen geschlossen werden. Im Mai 2020 wurde mit den Finanzierungspartnern eine neue Kreditvereinbarung über TEUR 1.000 zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona Pandemie geschlossen. Seit dem Jahr 2020 steht dem Unternehmen eine Kontokorrent-Kreditlinie zur Verfügung. 8) Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen wie im Vorjahr in vollem Umfang auf sonstige Verbindlichkeiten. 9) In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Währungsdifferenzen (TEUR 5; Vorj. TEUR 160), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 9; Vorj. TEUR 36), Erträge aus Förderprogrammen (TEUR 144; Vorj. TEUR 27), Mieterträge (TEUR 16; Vorj. TEUR 12), Erträge aus Anlageverkäufe (TEUR 6), Erträge Einspeisevergütung Strom BHKW 2022 (TEUR 45), Erträge aus dem Energiekostendämpfungsprogramm 2022 (TEUR 33), Energie u. Stromsteuer 2022 (TEUR 70), Erstattung Beiträge Berufsgenossenschaft 2021 (TEUR 7) und Sonstige (TEUR 7; Vorj. TEUR 3). 10) In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Spenden (TEUR 1) und Sonstige (TEUR 23,4) enthalten. 11) Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in einer Summe von TEUR 184 entfallen mit TEUR 13,0 auf Gesellschafter. III. Sonstige Angaben 1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Miet- und Leasingverträge belaufen sich insgesamt auf TEUR 1.332 und verteilen sich auf die Jahre 2024 bis 2028 wie folgt:
2) Anzahl der Beschäftigten Die Zahl der Beschäftigten betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres (ohne Auszubildende):
3) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Im Interesse eines verbesserten Forderungsmanagements haben wir 90 % unserer Kundenforderungen auf eine Factoring Gesellschaft übertragen. Wir haften nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Forderung, was im Kaufpreis der Forderungen berücksichtigt wird. Hierdurch wird Liquidität zur Verbesserung unserer Finanzlage generiert. Aufgrund der guten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft bestehen aus dieser Finanzierung keine wesentlichen Risiken. 4) Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe im Geschäftsjahr Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr an: Markus Regenstein, Techniker, Paderborn Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft allein. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 285 Nr. 9a i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5) Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hält die folgenden Anteile an verbundenen Unternehmen (Textile Solutions UG) bzw. Beteiligungen (Penn Italia S.R.L.):
6) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (§ 285 Abs. 33 HGB) Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten. 7) Vorschlag der Geschäftsführung für die Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.298.971,09 auf neue Rechnung vorzutragen.
Paderborn, den 20. Juni 2024 Markus Regenstein, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem Jahresabschluss handelt es sich um die für die Offenlegungszwecke verkürzte Fassung (§§ 326, 327 HGB). Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Penn Textile Solutions GmbH, Paderborn PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Penn Textile Solutions GmbH, Paderborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Penn Textile Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • ermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 20. Juni 2024 BDO
AG
Horn, Wirtschaftsprüfer Spinneken, Wirtschaftsprüfer |
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