Thomas & Mordan Steuerberatungsgesellschaft mbH
Same addressActivities of tax consultants, agents in tax matters and tax consulting companies
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
William Erik Christian Schulin-Zeuthen since 11/3/2011 | Managing Director |
Christian Dr. Heintze since 6/9/2011 | Managing Director |
Official financial statements and annual reports
RT Reprotechnik.de GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Bilanz zum 31. Dezember 2011AKTIVA
Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweise:Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RT Reprotechnik.de GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, 13. Juli 2012 Ernst
& Young GmbH
Pester, Wirtschaftsprüfer Vu, Wirtschaftsprüferin Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011I. Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Die Vergleichszahlen beruhen auf dem noch nicht festgestellten Vorjahresabschluss, welcher so wie für die Vergleichszahlen des vorliegenden Jahresabschlusses herangezogen ohne Feststellung beibehalten werden soll. Die Gesellschaft gilt aufgrund der Größenklassenmerkmale gemäß § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für den Anhang werden gemäß § 288 Abs. 2 HGB die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenGoing-concern Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde (Going-concern-Prämisse). Dieser Annahme stehen nach der am 5. März 2012 erfolgten Aufhebung der Planinsolvenz durch das Amtsgericht Leipzig und dem Erwerb der Muttergesellschaft Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, durch einen neuen Gesellschafter, die Vester Kopi Holding ApS, Frederiksberg, Dänemark, sowie aufgrund damit verbundener Maßnahmen der Grundsanierung weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu vier Jahren) bewertet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 15 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen zwei und zehn Jahren, angesetzt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410 € netto wurden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Die Anteile an verbunden Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Vorratsvermögen Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten sowie zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bewertet, wobei erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt werden. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der Ansatz und die Bewertung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens wird ausschließlich gemäß § 250 Abs.1 HGB vorgenommen und betrifft im Wesentlichen Zinsabgrenzungen aus Mietkauf. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen werden nach den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten Entsprechend § 253 Abs. 1 HGB werden die Verbindlichkeiten zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens und deren Entwicklung sind im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen erworbene Software sowie Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Die Zugänge im Geschäftsjahr 2011 betrugen TEUR 7. Die planmäßigen Abschreibungen des Postens betrugen im Geschäftsjahr 2011 insgesamt TEUR 21. Im Berichtszeitraum sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen worden. Die Abschreibungsdauer (15 Jahre) für die Geschäfts- und Firmenwerte entspricht der ursprünglichen Einschätzung der Nutzungsdauer und wurde unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten beibehalten. Die Sachanlagen beinhalten im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 1.072). Die Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von TEUR 239 (ohne geleistete Anzahlungen) betreffen im Wesentlichen Investitionen in reprographische Maschinen. Die planmäßige Abschreibung der Sachanlagen betrug TEUR 588 (Vorjahr: TEUR 938). Im Geschäftsjahr sind Sachanlagen zu Restbuchwerten in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 22) abgegangen. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 100 % der Anteile an der RT DIGITALDRUCK GmbH, Leipzig. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2011 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 217.465 EUR aus. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2011 betrug 78.323 EUR. Umlaufvermögen Es werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 3.071) ausgewiesen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.608) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 64) vorgenommen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag (wie auch zum Bilanzstichtag 2010) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden in nachfolgender Tabelle im Einzelnen dargestellt.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 8.467 sonstige finanzielle Verpflichtungen, welche ausschließlich Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten. Davon haben TEUR 2.480 eine Laufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 5.987 eine Laufzeit bis zu 5 Jahren. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2012 und 2018. IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 11.571 (Vorjahr: TEUR 12.820) und betreffen im Wesentlichen reprographische Dienstleistungen, welche im Inland erbracht wurden. Periodenfremde Erträge Die wesentlichen periodenfremde Erträge betreffen Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 6) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 78). Periodenfremde Aufwendungen Die wesentlichen periodenfremden Aufwendungen betreffen Aufwendungen aus Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 127). Außerordentliche Erträge Die ausgewiesenen außerordentlichen Erträge resultieren aus Forderungsverzichten der Insolvenzgläubiger in Höhe von TEUR 3.876 entsprechend des am 8. September 2011 durch die Gläubigerversammlung angenommenen Insolvenzplanes. Außerordentliche Aufwendungen Die ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Forderungsverlusten im Zusammenhang mit der Planinsolvenz der Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH (Forderungsverzichte). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern in Höhe von TEUR 2 betreffen Körperschaftssteuer aus vergangenen Geschäftsjahren. V. Angaben zu den GesellschaftsorganenGeschäftsführer im Geschäftsjahr waren:
Am 24. März 2011 wurde durch Herrn Dr. Heintze beim Amtsgericht Leipzig die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft sowie die Eigenverwaltung bei Verfahrenseröffnung beantragt. Mit Beschluss vom 25. März 2011 ordnete das Amtsgericht Leipzig die Bestellung von Herrn Rechtsanwalt Michael Schoor zum vorläufigen Insolvenzverwalter an. Das Planinsolvenzverfahren wurde am 1. Juni 2011 eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet. Herr Rechtsanwalt Michael Schoor wurde zum Sachwalter bestellt. Im Geschäftsjahr hat nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezogen. Daher macht die Gesellschaft von der Befreiung des § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Angabe der Organbezüge Gebrauch. VI. Angaben zu den Beziehungen zu verbundenen UnternehmenSämtliche Anteile an der Gesellschaft werden von der Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, gehalten. Zum Bilanzstichtag wurden 87,5 % der Anteile an der Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, von der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, gehalten. Nach Anmeldung der Insolvenz durch die Gesellschaft wurde diese aus dem Konzernabschluss der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, entkonsolidiert. Hinsichtlich der Aufstellung eines Konzernabschlusses macht die Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, von der Befreiungsvorschrift des § 293 I HGB Gebrauch. Der mit dem Gesellschafter Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde am 1. Juni 2011 aus wichtigem Grund (Insolvenzeröffnung) gekündigt. VII. sonstige AngabenDie durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2011 168 (Vorjahr: 172).
Leipzig, 6. Juli 2012 William Schulin-Zeuthen, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2011
Hinweise:Summationsstriche und Summenunterstreichungen sind nach folgender Regel gesetzt: Bei Additionen (und entsprechend bei Subtraktionen) wird nur der letzte Summand unterstrichen (Summationsstrich). Zwischensummen werden mit einer gestrichelten Linie unterstrichen, es sei denn, sie stellen den ersten Summand einer nachfolgenden Additionsreihe dar. Ebenfalls mit einer gestrichelten Linie unterstrichen werden einfache Summanden, die zusammen mit gestrichelt unterstrichenen Zwischensummen eine weitere Zwischen- oder Gesamtsumme bilden. Die Endsumme wird doppelt unterstrichen. Ausblenden von Zeilen oder Spalten: Im Hinblick auf die Anforderungen des elektronischen Bundesanzeigers an die Offenlegungsunterlagen ist zu empfehlen, keine Zeilen oder Spalten auszublenden oder auf die Höhe resp. Breite Null zu reduzieren, vielmehr sollten Zeilen resp. Spalten, die nicht gezeigt werden sollen, gelöscht werden (ggf. müssen zuvor Formelverweise auf entsprechende Zellen bereinigt werden). Änderungen durch das BilMoG Für die Darstellung der Umbewertungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechts im Anlagenspiegel (§ 268 Abs. 2 HGB) empfiehlt es sich, eine gesonderte Spalte einzufügen (z.B. "Anpassungen an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz") und dabei zwischen erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Anpassungen zu differenzieren (vgl. IDW RA HFA 28 Tz 57). Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2011der RT Reprotechnik.de GmbH, Leipzig (im Folgenden RT Reprotechnik genannt)A. Darstellung des Geschäftsverlaufes1. Allgemeine Situation im Wettbewerbsumfeld Das Jahr 2011 stand im Wesentlichen unter dem Einfluss der Ende 2010 noch andauernden Weltwirtschaftskrise. Die Effekte der Krise auf die Realwirtschaft sind teilweise noch anhaltend und haben auch Teile des Jahres 2011 beeinflusst. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2011 durchschnittlich um 3 % gestiegen. Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Rahmenbedingungen, unter Berücksichtigung der Kriseneffekte, entspricht im Geschäftsjahr 2011 den Erwartungen. Die Marktsituation innerhalb der Reprografiebranche in Deutschland ist durch den bestehenden Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet sowie von der Entwicklung der Baubranche, welche traditionell die größte Kundengruppe von Reprografieunternehmen darstellt, beeinflusst. Tendenziell ist die Branche geprägt durch stetig wachsende Kundenanforderungen bezüglich Qualität und Servicebereitschaft sowie durch den zunehmenden Einfluss der Informationstechnologie auf die bestehenden Arbeitsabläufe. Diese Entwicklung bedingt Investitionen in neue und leistungsstarke Technik und in die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern im reprografischen Unternehmensumfeld. Gleichzeitig besteht die Notwendigkeit die "traditionellen" Geschäftsbereiche, wie die reprographischen Dienstleistungen weiter erfolgreich auszubauen und neue innovative IT- und Serviceleistungen den Kunden anzubieten. Ergänzungen mit der Erschließung von neuen Geschäftsbereichen mit gleichzeitiger Ausschöpfung der Kundenpotentiale mit Dienstleistungen sind unabdingbar. Als Spezialist für reprographische Dienstleistungen ist die RT Reprotechnik nunmehr seit über 12 Jahren tätig. Die RT Reprotechnik bedient mit ihren Geschäftsbereichen die Reprographie sowie einen großen Teil des Dokumenten Life- Cycle. Dabei besteht im Filialgeschäft die Kompetenz insbesondere darin, Kundenlösungen und Großaufträge zuverlässig und erfolgreich umzusetzen. Insbesondere bei Großkunden und -projekten konnte die RT Reprotechnik diesen Anspruch erfüllen und wird diesen in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Um diesem Standard gerecht zu werden, erfolgten im Jahr 2011 weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Verbesserung der Produktionsabläufe sowie der betriebswirtschaftlichen Strukturen. Das Geschäftsjahr 2011 entwickelte sich entsprechend den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt standen die Sicherung der Kunden- und Lieferantenbeziehungen ebenso wie die erfolgreiche Durchführung der Planinsolvenz, einhergehend mit einer umfassenden Sanierung des Unternehmens. Grundlegende Veränderungen in der Branchensituation haben sich im Geschäftsjahr 2011 nicht ergeben. Es ist jedoch ein verstärkter allgemeiner Preisdruck und eine Tendenz zur Marktbereinigung zu verzeichnen. Die RT Reprotechnik.de GmbH hat im Geschäftsjahr 2011 mit der Fokussierung auf das Kerngeschäft "Reprografie" und der Abkehr von der weiteren Diversifizierung ihrer Produktpalette Maßnahmen für eine positive Entwicklung ergriffen. Die Auftragslage gestaltete sich im Geschäftsjahr 2011 trotz intensivem Preiskampf und Planinsolvenz weiterhin stabil. 2. Umsatzentwicklung und Expansion Wegen des am 24.03.2011 gestellten Insolvenzantrag der RT Reprotechnik.de GmbH und der durchgeführten Planinsolvenz sowie der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen war der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 um TEUR 1.249 auf TEUR 11.571 rückläufig. Der Expansionskurs der RT Reprotechnik.de GmbH ist bis zur erfolgreichen Beendigung der Planinsolvenz mit Aufhebung dieser durch Beschluss des Amtsgerichts Leipzig vom 5. März 2012 eingestellt worden. 3. Investitionen Die Investitionstätigkeit der RT Reprotechnik. de GmbH wurde im Geschäftsjahr 2011 weitestgehend eingestellt und auf die notwendigsten Ersatzinvestitionen, um den Produktionsbetrieb aufrecht zu erhalten, reduziert. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt per 31. Dezember 2011 insgesamt TEUR 254; hiervon entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 7 und auf technische Anlagen und Maschinen TEUR 247. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 609. 4. Personal Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die RT Reprotechnik.de GmbH 168 (Vorjahr: 172) Mitarbeiter. Die Reduzierung der Mitarbeiterzahl steht im Zusammenhang mit der Planinsolvenz der RT Reprotechnik.de GmbH. Die aufgrund der Größe des Unternehmens vorgeschriebenen arbeitsmedizinischen und betriebsärztlichen Maßnahmen werden ebenso regelmäßig durchgeführt wie Arbeitsplatzbesichtigungen, Belehrungen, usw. in den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutzvorhaben haben keine besonderen Feststellungen ergeben. B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der RT Reprotechnik.de GmbH verringerte sich im Geschäftsjahr um TEUR 3.907 auf TEUR 4.118. Die Entwicklung der Vermögenslage ist im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen durch den Gläubigerverzicht auf ihre Forderungen in Höhe von ca. 80 % beeinflusst. Gleichzeitig bedingte dies Veränderungen im Anlagevermögen, welches sich u. a. durch Rückgabe von verpfändeten Maschinen an die Finanzgeber im Geschäftsjahr 2011 um TEUR 462 auf insgesamt TEUR 1.811 verringerte. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stehen im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen und betragen im Berichtsjahr TEUR 15. 2. Finanzlage Der Cashflow wurde im Geschäftsjahr 2011 durch den vom Insolvenzgericht beigestellten Sachverwalter gesteuert. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf der Sicherung der finanziellen Mittel, zur maximallen Befriedigung der Gläubiger. Es wurden nur die notwendigsten finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung des laufenden Geschäftsbetriebes eingesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich, bedingt durch den Gläubigerverzicht, um TEUR 2.207 auf TEUR 607. 3. Ertragslage Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 13.473 auf TEUR 11.870 verringert. Der Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 1.249 gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass die Gesellschaft während der Planinsolvenz im Geschäftsjahr 2011 an keinen großen Ausschreibungen teilnehmen konnte. Die Personalaufwendungen sanken im Berichtsjahr um TEUR 162 auf TEUR 4.140. Zusammengefasst war die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 von dem Planinsolvenzverfahren geprägt. 4. Liquidität Die Liquidität wurde im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen durch den vom Amtsgericht bestellten Sachvwalter geprägt. C. Risiken der künftigen EntwicklungZum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine bestandsgefährdenden Risiken sowohl rechtlich und steuerlich als auch wirtschaftlich bekannt. Die Gesellschaft hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein entsprechendes Kontroll- und Risikomanagement, unter anderem mit einen Forderungsmanagement einschließlich eines ausgeprägten Mahnwesens sowie ein Controlling-System mit Soll-Ist und Branchenvergleichen, implementiert. Diese werden fortlaufend weiterentwickelt, um entsprechende Gegenmaßnahmen schnell einleiten zu können. Die RT Reprotechnik.de GmbH kann auf Grund ihrer Unternehmensstrategie und der damit verbundenen Maßnahmen davon ausgehen, gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken identifiziert zu haben und diesen mit entsprechenden Zielrichtungen zu begegnen. Aufgrund der Fokussierung auf das Kerngeschäft "Reprografie" wird mit weiterem, ertragssicherem Wachstum gerechnet, insbesondere unter dem Aspekt der Grundsanierung in der Planinsolvenz und der daraus resultierenden Trennung von Überflüssigem. D. ChancenIn der begonnen Umstrukturierung des Unternehmens im Jahr 2012 sehen wir die Möglichkeit sowohl das Kosten - Leistungsverhältnis zu optimieren als auch die Akquisitionstätigkeit zur Neukundengewinnung sowie den Neuzugang an Bauprojekten zu verstärken. E. PrognoseberichtAufgrund der klaren Fokussierung auf den Kernbereich Reprographie und der damit einhergehenden Konsolidierung und Straffung der Betriebsabläufe, sowie Optimierung der Einkaufsprozesse, geht die Geschäftsführung von einer verbesserten Ertragslage in 2012 aus. In 2012 und 2013 werden sorgfältig Akquisitionsmöglichkeiten geprüft, um das bestehende flächendeckende Filialnetz auszubauen und die bestehenden Kunden der RT Gruppe deutschlandweit noch intensiver betreuen zu können. Die Investitionen in neue und leistungsstarke Techniken sind ständig gerichtet auf die Anpassung der Entwicklungen von Maschinen und Technologien im reprografischen Sektor. Die Geschäftsführung ist optimistisch, den in den ersten Monaten des Jahres 2012 eingeschlagenen Wachstumskurs (buy & build-Strategie) trotz eines allgemein stärker werdenden Preisdrucks im gesamten Jahr 2012 fortsetzen zu können. Für die nächsten Jahre geht die Geschäftsführung der RT Gruppe von einer weiterhin positiven Entwicklung der RT Gruppe und der Erreichung der Marktführerschaft im Bereich Reprografie bis Ende 2015 aus. F. NachtragsberichtDie Planinsolvenz der RT Reprotechnik.de GmbH wurde durch das Amtsgericht Leipzig am 5. März 2012 aufgehoben und die Überwachung der Planerfüllung durch den Sachwalter von Amtswegen angeordnet. Diese wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Leipzig (AZ: 403/N 818/11) am 14. Juni 2012 aufgehoben. Mit Kaufvertrag vom 2. November 2011 zwischen den bisherigen Gesellschaftern der Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, sowie der Heliad Investment Limited, Jersey, Vereinigtes Königreich, und der Vester Kopi Holding ApS, Frederiksberg, Dänemark, (vormals: "W & T Invest ApS") wurde der Erwerb sämtlicher Anteile an der Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, durch die Vester Kopi Holding ApS, Frederiksberg, Dänemark, (vormals: "W & T Invest ApS") vereinbart. Die Wirksamkeit des Kaufvertrages stand unter der aufschiebenden Bedingung der Aufhebung der Insolvenz der Gesellschaft sowie der Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH durch das Amtsgericht Leipzig. Diese erfolgte am 5. März 2012, womit der Kaufvertrag über die Geschäftsanteile zwischen den o. g. Gesellschaftern und der Vester Kopi Holding ApS, Frederiksberg, Dänemark, (vormals: "W & T Invest ApS") wirksam wurde. Alleiniger Gesellschafter ist damit seit dem 5. März 2012 die Vester Kopi Holding ApS.
Leipzig, 6. Juli 2012 William Schulin-Zeuthen, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegen unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung, die Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Tätigkeiten der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Stand 1. Juli 2007) sowie die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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