Master Data

Registry
Register court Charlottenburg (Berlin) HRB 45230
Previous
ADMOS-Gleitlager Produktions- und Vertriebsgesellschaft mbH
Registered
8/18/2004
Industry
Manufacture of bearings, gears, gearing and driving elementsManufacture of machinery for metallurgyManufacture of metal forming machinery
Purpose
Herstellung und Vertrieb von metallurgischen Erzeugnissen sowie Maschinenbauelementen, insbesondere von Gleitlagern sowie alle damit zusammenhängende Geschäfte.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Clemens Dr. Honeder
since 12/17/2024
Procura
Frank Swierzy
since 4/17/2024
Managing Director
Antje Maria Hofrichter
since 5/26/2014
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Bearings Beteiligungsverwaltung GmbHAUT
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Bearings Beteiligungsverwaltung GmbH
Austria
€270,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ADMOS Gleitlager GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht Geschäftsjahr 2024

ADMOS Gleitlager GmbH, Berlin

1. Geschäftsmodell und Eingliederung

Die ADMOS Gleitlager GmbH produziert seit 1991 Gleitlager am Standort Berlin und bietet Axial- und Radialgleitlager für den Getriebe-, Turbinen-, Kompressoren- und Pumpenbau, Elektrogeneratoren und Motoren an. Seit 2017 haben wir neben der konventionellen Beschichtung im Schleuder- und Standguss auch die Beschichtung mit Laserauftragsschweißen (LAS) zur Verfügung.

Die Marke ADMOS strebt eine innovative Technologie und Weiterentwicklung von Werkstoffen (z.B. Anwendung bleireduzierter bzw. -freier Werkstoffe) in der Anwendung bei Gleitlagern an.

Mit Wirkung zum 27. Februar 2024 ist die ADMOS Gleitlager GmbH ein Tochterunternehmen des Miba AG Konzerns mit Sitz in Laakirchen, Österreich, welcher spezialisiert ist auf die Produktion von Sinterformteilen, Gleitlagern, Reibbelägen, Beschichtungen und Leistungselektronik-Komponenten. Darüber hinaus entwickelt und produziert die Miba Sondermaschinen.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Bisherige gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Trotz schwächerer globaler Wachstumsaussichten für 2024 zeigten sich in relevanten Industrien positive Entwicklungen für das Unternehmen. Dies betrifft u. a. Motoren- und Industriegleitlager aus den Bereichen Kompressoren-, Industriepumpen- und Fahrzeugbau sowie die Herstellung von Erzeugnissen aus Verbund-Rohteilen. Im Euroraum nahm die Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, wobei die Industrieproduktion in den vergangenen Monaten rückwärts tendierte.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Im Verarbeitenden Gewerbe nahm die Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorjahr deutlich ab (-3,0 %). Vor allem wichtige Bereiche wie der Maschinenbau oder die Automobilindustrie produzierten deutlich weniger. In den energieintensiven Industriezweigen, unter anderem die Chemie- und Metallindustrie, blieb die Produktion auf niedrigem Niveau. Dieses ist auch auf die im Jahr 2023 stark gestiegenen Energiepreise zurückzuführen.

Bisherige Branchenentwicklung

Auch 2024 erlebte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau eine weltweite Konjunkturflaute. Im Zeitraum bis Mai 2024 wurden bereits minus 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) mit einem Produktionsminus von real 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Prognose für den deutschen Maschinenbau im Jahr 2025 ist weiterhin überwiegend negativ. Es wird mit einem Umsatzrückgang für 2025 von -3,7 Prozent gerechnet.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Geschäftsverlauf

Die Miba AG hat mit Wirkung zum Kaufdatum alle Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der ADMOS mit der Ablösung der Gesellschafteranteile zu 100 Prozent übernommen.

Vermögens- und Finanzlage

Zum 31. Dezember 2024 betrug die Bilanzsumme 9.037 TEUR (Vorjahr: 8.853 TEUR).

So wie bereits im Geschäftsjahr 2023 geplant, wurden diverse Investitionen im Geschäftsjahr 2024 umgesetzt bzw. begonnen. Somit stieg in diesem Jahr das Anlagevermögen durch getätigte Investitionen in Höhe von 792 TEUR, Abgänge in Höhe von 45 TEUR abzüglich der laufenden jährlichen Abschreibung von 572 TEUR auf 3.089 TEUR. Neben der Anschaffung eines Werkzeugausgabesystems und weiteren Kleininvestitionen wurden bspw. Ausgaben im Bereich der Drehtechnik realisiert. Ziel der Investitionen ist die stetige Verbesserung der Effektivität und Produktivität in der Fertigung.

Das Umlaufvermögen sank leicht um 35 TEUR auf 5.918 TEUR. Durch das Ansteigen der Vorräte um 317 TEUR - hier vorrangig Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - verringerten sich die liquiden Mittel um 20,6 %. Hauptgrund war die Inbetriebnahme der Weißmetallanlage mit der Erstbefüllung der Zinnbäder.

Die stichtagsbezogenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von 907 TEUR auf 1.188 TEUR an. Dieser Anstieg ist auf die Anpassung von Zahlungszielen bei einigen Kunden zurückzuführen.

Des Weiteren wurde erstmalig von dem Ausweis der aktiven latenten Steuern Gebrauch gemacht. Im Jahr 2024 werden diese in Höhe 8 TEUR bilanziell ausgewiesen.

Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses um 840 TEUR auf 5.588 TEUR (Vorjahr 4.748 TEUR). Die Eigenkapitalquote lag damit zum 31. Dezember 2024 bei 61,8 % und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % (Vorjahr: 53,6 %).

Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Steuerrückstellungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer des Geschäftsjahres 2024 sowie des Vorjahres in Höhe von insgesamt 505 TEUR (Vorjahr 713 TEUR) sowie Sonstige Rückstellungen (unter anderem Personalrückstellungen und Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten) in Höhe von 303 TEUR (Vorjahr 398 TEUR).

Der Liquiditätszufluss des Jahres sorgte neben den gestiegenen Ausgaben auf Grund der Investitionstätigkeit auch für die planmäßige Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten (größtenteils Tilgungen von Darlehen der Kreditinstitute - 345 TEUR) aus dem Cash-Pool. Insgesamt sanken die Verbindlichkeiten auf 2.573 TEUR (Vorjahr 2.928 TEUR).

Durch die ausgewogene Liquidität verfügt ADMOS auch weiterhin über eine gesicherte Finanzierungsbasis.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2024 sicherte sich ADMOS vor allem durch die gute Marktsituation bei Vordrehteilen, Kompressoren und Getriebelagern noch ein gutes Rohergebnis. Trotz des Umsatzverlustes von 14,1 % zum Vorjahr konnte ein Rohergebnis von 7.271 TEUR erzielt werden (Vorjahr 8.244 TEUR).

Der Personalaufwand sank im Geschäftsjahr 2024 von 4.408 TEUR des Vorjahres auf 4.143 TEUR. Grund hierfür ist der Wegfall der im Jahr 2023 berechneten Tantieme als gewinnabhängige Vergütung auf Grundlage des Jahresergebnisses.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Jahr 2023 um 54 TEUR auf 1.347 TEUR. Hier waren hauptursächlich Kostensteigerungen gegenüber dem Vorjahr bei der Gebäudeversicherung (zum Vorjahr +15 TEUR), Wartungsleistungen (zum Vorjahr +34 TEUR), Werbungskosten (zum Vorjahr +24 TEUR) sowie Aufwendungen für Abschluss- und Prüfungstätigkeiten (zum Vorjahr +27 TEUR) zu verzeichnen.

Der Jahresüberschuss der ADMOS beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 840 TEUR (Vorjahr 1.422 TEUR).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Einheit 2024 2023
Rohergebnis TEUR 7.271 8.244

4. Prognosebericht inklusive der Risiken und Chancen des Unternehmens

Prognosebericht

Für das Kalenderjahr 2025 wird ein moderates Wachstum erwartet, hier wird ADMOS von der Verknüpfung zum Vertriebsnetz der Miba Osterode profitieren. Bestandskunden, die bereits von Osterode aus beliefert werden, können durch die Sortimentserweiterung der Produkte der ADMOS profitieren, während internationale Kunden durch die Produkterweiterung der ADMOS von Osterode zusätzliche Vorteile und eine breitere Produktpalette erhalten.

Für das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2025 prognostizieren wir einen moderaten Anstieg in Höhe von 2,5 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. Hinsichtlich der verlässlichen und wettbewerbsfähigen Rohmaterialversorgung wird der Fokus auf die Lieferantenentwicklung weiter fortgesetzt.

Durch konsequente Schulungen und Sicherheitsmaßnahmen konnte die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle konstant gehalten werden. Ziel ist es, im kommenden Jahr Arbeitsunfälle vollständig zu vermeiden.

Der aktuelle Auftragseingang für 2025 bestätigt im Vergleich zu 2024 die Erwartung des moderaten Anstiegs des Rohergebnisses und somit auch des Betriebsergebnisses. Die Prognose der Windindustrie ist verhalten, da im Standort Deutschland eher ein Investitionsrückgang erwartet wird, wobei ADMOS Gleitlager GmbH weiterhin Investitionen in vergleichbarer Höhe plant. Auf Grund von Modernisierungen wird die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten des Unternehmens umfassen vor allem geopolitische Spannungen, insbesondere der weiterhin andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Krisen im Nahen Osten und die Spannungen zwischen den USA und China. Zu erwartende höhere Handelszölle durch die USA sowie Reaktionen der betroffenen Länder können zu weiteren weltwirtschaftlichen Turbolenzen führen.

Ein weiteres Risiko besteht in der zu erwartenden Inflationsentwicklung und dem sich daraus für uns ergebenden Anstieg in den Herstellkosten. Hier wird es darauf ankommen, die steigenden Kosten entsprechend an unsere Kundschaft, durch notwendige Preiserhöhungen, weiterzureichen.

Risiken erstrecken sich vor allem auf den Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt werden, wenn Kunden ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Durch ein Debitorenmanagement einschließlich eines kontinuierlichen Mahnwesens werden Geschäftsvorfälle und Geldströme überwacht. Die Bonität potenzieller Kunden wird in Abhängigkeit des Auftragsvolumens bereits im Angebotsstadium und vor einer Auftragsannahme geprüft.

Chancen

Mit der Eingliederung in den Miba AG-Konzern hat sich die Versorgungssicherheit der ADMOS, durch Zugriff auf einen breiten bereits qualifizierten Lieferantenpool der Miba AG, stabilisiert.

Des Weiteren kann die ADMOS auf einen weltweiten Kundenstamm der Miba AG zugreifen. Hier kann ADMOS seine Stärke in der Einzelteil- und Kleinserienfertigung einbringen und mit seinem erworbenen Knowhow ein zuverlässiger Partner werden. Gleichzeitig wird mit Unterstützung der Vertriebsorganisation in Osterode ein verbesserter Auftragseingang von internationalen Kunden erwartet.

5. Bericht über die Forschung und Entwicklung (F&E)

Im Geschäftsjahr 2024 führte die ADMOS Gleitlager GmbH laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus dem Vorjahr weiter, ohne grundlegende Änderungen in der Ausrichtung. Die F&E-Projekte konzentrierten sich weiterhin auf die Erreichung größerer Leistungsdichten durch die Entwicklung und den Einsatz neuer oder angepasster Werkstoffe und Werkstoffpaarungen sowie Beschichtungsverfahren von Rohmaterialien.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren 2,5 Beschäftigte (Vorjahr: 1,5 Beschäftigte) im Bereich Forschung und Entwicklung tätig und die Aufwendungen für F&E-Aktivitäten beliefen sich auf TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 208).

 

Berlin, den 18. August 2025

ADMOS Gleitlager GmbH

gez. Frank Swierzy, Geschäftsführer

gez. Antje Hofrichter, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 3.088.675,00 2.876.949,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.381,00 21.684,00
II. Sachanlagen 3.083.294,00 2.855.265,40
B. Umlaufvermögen 5.917.408,38 5.952.427,35
I. Vorräte 2.287.713,50 1.970.946,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.187.795,78 906.313,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.441.899,10 3.075.168,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.158,82 23.190,41
D. Aktive latente Steuern 8.070,00 0,00
Summe Aktiva 9.037.312,20 8.852.567,16

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 5.588.576,17 4.748.110,80
I. gezeichnetes Kapital 270.000,00 270.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 3.478.110,80 2.055.932,35
IV. Jahresüberschuss 840.465,37 1.422.178,45
B. Rückstellungen 875.647,71 1.176.142,93
C. Verbindlichkeiten 2.573.088,32 2.928.313,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 646.417,83 750.530,41
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.926.670,49 2.177.783,02
davon gegenüber Gesellschaftern 0,00 15.226,67
Summe Passiva 9.037.312,20 8.852.567,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 7.271.299,16 8.244.183,01
2. Personalaufwand 4.142.657,74 4.408.301,06
a) Löhne und Gehälter 3.390.982,96 3.673.686,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 751.674,78 734.614,77
davon Aufwendungen für Altersversorgung 24.315,09 24.335,40
3. Abschreibungen 571.862,86 458.635,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 571.862,86 458.635,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.347.457,99 1.292.581,33
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.931,80 9.184,06
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.959,09 55.090,83
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 351.696,91 616.250,98
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 8.070,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 840.596,37 1.422.507,45
9. sonstige Steuern 131,00 329,00
10. Jahresüberschuss 840.465,37 1.422.178,45

Anhang zum Geschäftsjahr 2024

der ADMOS Gleitlager GmbH

Allgemeines

Die ADMOS Gleitlager GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 45230 B).

Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wurde nach den Grundsätzen der Rechnungslegungsvorschriften des §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 ff. HGB aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen handelt es sich bei der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Mit Wirkung vom 27. Februar 2024 erfolgte die Veräußerung der Gesellschafteranteile an die Bearings Beteiligungsverwaltung GmbH, Laakirchen.

Das Unternehmen gehört dem Konsolidierungskreis der Mitterbauer Beteiligungs GmbH, Laakirchen, an. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Miba Aktiengesellschaft, Laakirchen, FN 107386 x. Für den größten Kreis erfolgt die Aufstellung durch die Mitterbauer Beteiligungs GmbH, Laa-kirchen, FN 105810 d. Diese Konzernabschlüsse sind beim Firmenbuch Wels hinterlegt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen beinhalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen.

Das bewegliche Sachanlagevermögen wird über die Nutzungsdauer, entsprechend der amtlichen Abschreibungstabelle des Bundesministeriums der Finanzen, insoweit sie die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer darstellen, abgeschrieben.

Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Bauten auf fremden Grundstücken 3 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 21 Jahre

Selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten bis 800 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Vorratsvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Bestandteile der Herstellkosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen; die Bewertung entspricht damit den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalberichtigung in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Kapitalrücklage resultiert aus einer freiwilligen Zuzahlung in das Eigenkapital und wird mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,90% (Vorjahr: 1,83%) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Einkommensanpassungen sind mit 0% und Rententrends mit 0% eingerechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, einschließlich solcher aus schwebenden Geschäften, auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte der vergangenen Jahre berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bzw. des Verbrauchs der Verlustvorträge bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst.

Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2024 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 298 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus der Pensionsrückstellung sowie aus der Rückstellung für Aufbewahrungskosten. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von rd. 30 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

2024
TEUR
2023
TEUR
Stand am 1.1. 0 0
Erfolgswirksame Veränderung des Geschäftsjahres 8 0
Stand am 31.12. 8 0

Passiva Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung beträgt zum 31.12.2024 68 TEUR (Vorjahr: 65 TEUR).

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren 1,96% (Vorjahr: 1,75 %) nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

Die Rückstellung für die Aufbewahrungsverpflichtung in Anwendung gemäß § 257 HGB berücksichtigt künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe von 2 % und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag. Für die Abzinsung werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sechs Geschäftsjahre in Höhe von 1,25 % verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Steuerrückstellungen betragen 505 TEUR (Vorjahr: 713 TEUR) und verteilen sich auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 250 TEUR (Vorjahr: 360 TEUR) und auf die Gewerbesteuer 255 TEUR (Vorjahr: 353 TEUR). Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen in Höhe von 147 TEUR (Vorjahr: 275 TEUR), für Gewährleistungen in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr: 14 TEUR), für Abschlusskosten in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR), für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) sowie für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 95 TEUR (Vorjahr: 89 TEUR) gebildet.

Verbindlichkeiten

Zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand 31.12.2024 (Vorjahr)
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr über (Vorjahr)
TEUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre (Vorjahr)
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre (Vorjahr)
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.104 264 840 0
(1.450) (345) (919) (186)
auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2 2 0 0
(33) (33) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 421 309 112 0
(368) (256) (112) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 2020 0 0
(0) (0) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.026 568 458 0
(1.078) (684) (394) (0)
davon aus Leasingaufwendungen 710 252 458 0
(618) (224) (394) (0)
davon aus Steuern 149 149 0 0
(249) (249) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
(0) (0) (0) (0)
Gesamt 2.573 1.163 1.410 0
(2.929) (1.318) (1.425) (186)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Maschinen gesichert. Das Risiko der Inanspruchnahme für Haftungsverhältnisse ist aufgrund des jederzeit fristgerechten Kapitaldienstes und der finanziellen Ausstattung des Unternehmens als gering zu beurteilen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear in der steuerlich zulässigen Höhe unter Beachtung der betriebsbedingten oder branchenüblichen Nutzungsdauer.

Die Bewertungsfreiheit von geringwertigen Wirtschaftsgütern im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG wurde in Anspruch genommen.

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung liegen nicht vor.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2024 wurden 72 Mitarbeiter (Vorjahr: 75 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 20 Angestellte (Vorjahr: 17 Mitarbeiter) und 50 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 55 Mitarbeiter) sowie 2 Auszubildende (Vorjahr: 3 Auszubildende).

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der ADMOS Gleitlager GmbH stellt sich wie folgt dar:

Herr Dipl.-Ing. Jörg Hosemann, Berlin, kaufmännischer Geschäftsführer

(bis einschließlich 04.06.2024)

Frau Dipl.-Ing. Antje Hofrichter, Berlin, technische Geschäftsführerin

Herr Bruno Schredl, Berlin, technischer Geschäftsführer

(bis einschließlich 26.01.2024)

Herr Frank Swierzy, Wolfenbüttel, Geschäftsführer

(mit Wirkung zum 17.04.2024)

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Wirtschaftsprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers im Berichtsjahr beträgt 25 TEUR und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2024
TEUR
2023
TEUR
Mietverpflichtungen (1 bis 5 Jahre) 2.922 3.287
Leasingverträge Büro / Kfz (1 bis 5 Jahre) 74 95
Leasingverträge Maschinenpark (1 bis 5 Jahre) 759 666

Die Mietverpflichtungen betreffen die Gebäudemiete für Büroräumlichkeiten und Produktion.

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen für den Maschinenpark resultieren vorrangig aus dem Erwerb der Laseranlagen für das Laserauftragsschweißen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zuge des Erwerbs der ADMOS durch die Miba ist das Wirtschaftsjahr entsprechend den Konzernbestimmungen angepasst worden. So wird im Januar 2025 ein Rumpfjahresabschluss erfolgen und das nächste Wirtschaftsjahr wird auf den Zeitraum vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Januar 2026 angepasst.

 

Berlin,den 18.08.2025

gez. Frank Swierzy, Geschäfstführer

gez. Antje Hofrichter, Geschäftsführerin

sonstige Berichtsbestandteile

 

Berlin, den 18.08.2025

gez. Frank Swierzy, Geschäftsfüherer

gez. Antje Hofrichter, Geschäftsführerin

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 18.08.2025 festgestellt.

Berichtsprüfung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ADMOS Gleitlager GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ADMOS Gleitlager GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADMOS Gleitlager GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 18. August 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

/snMU/

gez. Frank Berger, Wirtschaftsprüfer

/snAWP/

gez. Bianca Fredermann, Wirtschaftsprüferin

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