Master Data

Registry
Register court Düsseldorf HRB 76979
Registered
2/18/2016
Industry
Manufacture of additive manufacturing machineryManufacture of testing machinesWholesale of machinery for the textile industry and of sewing and knitting machines
Purpose
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von und der Handel mit digitalen Druckmaschinen, ihrer Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien sowie die Erbringung von Beratungs- und Serviceleistungen für oder in Verbindung mit digitalen Druckmaschinen oder im Markt für bedruckte Erzeugnisse allgemein.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Richard Klapholz
since 3/30/2026
Managing Director
Torsten Bayer
since 3/30/2026
Managing Director
Gil Oron
since 3/30/2026
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Landa Corporation Ltd.ISR
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Landa Corporation Ltd.
Israel
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Landa Digital Printing GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.201.991,71 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.275,00 12.088,00
1.212.266,71 12.088,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.789.515,41 2.257.386,57
2. fertige Erzeugnisse und Waren 4.132.968,24 7.882.849,01
5.922.483,65 10.140.235,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.066.587,15 1.110.128,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 749.027,93 1.604.932,68
3. sonstige Vermögensgegenstände 211.969,34 238.012,12
4.027.584,42 2.953.073,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 962.339,12 2.519.201,51
10.912.407,19 15.612.510,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.631,24 3.670,53
12.128.305,14 15.628.269,32

Passivseite

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 602.241,36 364.050,55
III. Jahresüberschuss 150.345,24 238.190,81
777.586,60 627.241,36
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 105.234,70 122.178,12
2. sonstige Rückstellungen 171.914,89 103.351,00
277.149,59 225.529,12
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.307.678,00 3.589.457,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.307.678,00 (Vj. EUR 3.589.457,38)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.169.068,24 419.397,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.169.068,24 (Vj. EUR 419.397,38)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.447.613,30 10.626.075,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 7.447.613,30 (Vj. EUR 10.626.075,78)
4. sonstige Verbindlichkeiten 149.209,41 140.568,30
davon aus Steuern: EUR 24.140,60 (Vj. EUR 12.614,33)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.153,25 (Vj. EUR 6.109,95)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 149.209,41 (Vj. EUR 140.568,30)
11.073.568,95 14.775.498,84
12.128.305,14 15.628.269,32

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 - 31.12.2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.639.672,24 12.800.505,58
2. sonstige betriebliche Erträge 66.767,95 102.010,06
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 20.109,39 (Vj. EUR 74.670,64)
3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.916.954,17 7.990.912,47
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.469.483,89 1.115.426,80
10.386.438,06 9.106.339,27
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 1.966.099,11 1.455.256,09
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 743.834,47 550.209,80
2.709.933,58 2.005.465,89
5. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.438,80 0,00
b. auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Gesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 7.976,26
8.438,80 7.976,26
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.425.787,21 1.615.972,43
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechung: EUR 571.514,66 (Vj. EUR 21.122,82)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.939,85 28.772,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.337,26 347,89
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 63.099,89 -43.004,91
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: EUR 0,00 (Vj. EUR 103.957,29)
10. Ergebnis nach Steuern 150.345,24 238.190,81
11. Jahresüberschuss 150.345,24 238.190,81

ANHANG zum 31.12.2022

LANDA Digital Printing GmbH

Düsseldorf

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 276, 288 Abs. 2 HGB zumindest teilweise Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Landa Digital Printing GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: 76979

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Wertpapiere sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Im Vorjahr wurde die Gesellschaft noch als kleine Gesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB klassifiziert. Im Berichtsjahr 2022 ist die Gesellschaft erstmalig als mittelgroß gemäß § 267 ABs. 2 HGB zu klassifizieren, da die Merkmale Bilanzsumme und Umsatzerlöse an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten wurden.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich teilweise um Forderungen gegen die Gesellschafterin (587 TEUR - Vorjahr: 903 TEUR). Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten in Höhe von 7.457 TEUR gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Zum Geschäftsjahresende wurden 1.202 TEUR bisher unter dem Vorratsvermögen im Posten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesene abnutzbare Maschinenkomponenten dem Anlagevermögen im Posten Technische Anlagen und Maschinen zugeordnet, da diese Komponenten (Printheads) nunmehr langfristig dem Geschäftsbetrieb dienen.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 749.027,93 EUR (Vorjahr: 1.604.932,68 EUR).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Gewerbesteuerrückstellung 67.232,20 €
Körperschaftsteuerrückstellung 38.002,50 €
Steuerrückstellungen 105.234,70 €
Urlaubsrückstellungen 67.399,44 €
Rückstellungen für Bonuszahlungen 85.110,48 €
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 10.000,00 €
Rückstellung für Aufwahrungspflicht 1.000,00 €
Sonstige Rückstellungen 8.404,97 €
sonstige Rückstellungen 171.914,89 €

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
erhaltene Anzahlungen 2.307,7 2.307,7 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 1.169,1 1.169,1 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 7.447,6 7.447,6 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 149,2 149,2 0,0 0,0
Summe 11.073,6 11.073,6 0,0 0,0

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin beläuft sich auf 7.457 TEUR (Vorjahr: 10.626 TEUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 18.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Eran Edri (17.11.1971) ausgeübter Beruf: Group CFO/Finanzvorstand
Weitere Geschäftsführer: Dan Asher Lapidot (17.02.1970) ausgeübter Beruf: Rechtsberater der Landa Group, Vice President

Konzernzugehörigkeit

Die LANDA Digital Printing GmbH wurde in den Konzernabschluss der Landa Corporation Ltd., Israel einbezogen.

Name: Landa Corporation Ltd.
Geschäftsadresse: 3 Pekeris St., Park Tamar P.O.B. 2418, Rehovot 7312301, ISRAEL
Sitz Rehovot, Israel

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 150.345,24 EUR.

Auf neue Rechnung werden 150.345,24 EUR vorgetragen.

UNTERZEICHNUNG

 

Düsseldorf, 3. Juni 2024

Dan Asher Lapidot, Geschäftsführer

Eran Edri, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.201.991,71 0,00 1.201.991,71
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.869,15 6.625,80 0,00 36.494,95
29.869,15 1.208.617,51 0,00 1.238.486,66
29.869,15 1.208.617,51 0,00 1.238.486,66
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2022 Geschäftsjahr (Zugang) Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.781,15 8.438,80 0,00 26.219,95
17.781,15 8.438,80 0,00 26.219,95
17.781,15 8.438,80 0,00 26.219,95
Buchwert
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.201.991,71 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.275,00 12.088,00
1.212.266,71 12.088,00
1.212.266,71 12.088,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Präambel

Der folgende Lagebericht bezieht sich auf die Tätigkeit der Landa Digital Printing GmbH (im Folgenden "LDP" genannt).

1. Grundlagen des Unternehmens

LDP, mit Sitz in Düsseldorf, vertreibt digitale industrielle Druckmaschinen und die dazugehörigen Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen, die von der Muttergesellschaft entwickelt und produziert werden.

LDP ist zu 100 % im Besitz von Landa Corporation Ltd., einem Unternehmen mit Sitz in Israel. Die Jahresabschlüsse der LDP sind in den konsolidierten Jahresabschlüssen der Landa Corporation Ltd. enthalten.

LDP ist als Vertriebsgesellschaft ihrer Muttergesellschaft tätig. Die Aktivitäten bestehen hauptsächlich aus dem Verkauf von digitalen industriellen Druckmaschinen und den damit verbundenen Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen an Kunden in ganz Europa. In Deutschland gibt es keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Die Entwicklung neuer Produkte wird zentral von der Muttergesellschaft in Israel gesteuert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Aufschwung in Deutschland nach COVID-19 wurde durch die globale Energiekrise unterbrochen. Eine Rückkehr zu starkem, widerstandsfähigem und nachhaltigem Wachstum in Deutschland erfordert zukunftsorientierte Investitionen und Reformen, um die grüne und digitale Transformation der Wirtschaft zu beschleunigen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Auswirkungen der raschen Bevölkerungsalterung zu bewältigen (Quelle: OECD -- Wirtschaftsberichte: Deutschland 2023).

Ein sprunghafter Anstieg der Energiepreise in Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat die Inflation angeheizt, die Kaufkraft der Haushalte verringert und die Wirtschaftstätigkeit beeinträchtigt. Gut konzipierte Strom- und Gassubventionen und ein Rückgang der Energiepreise, der durch Gaseinsparungen aufgrund der milden Witterung und durch die Diversifizierung der Energieversorgung begünstigt wurde, haben das Vertrauen von Investoren und Verbrauchern zwar stabilisiert, aber die Unsicherheit bleibt groß (Quelle: OECD -- Wirtschaftsberichte: Deutschland 2023).

Deutschland hat seit den 2000er Jahren aufgrund der schwachen Binnennachfrage und Unternehmensdynamik einen Abfluss von privatem Kapital erlebt. Die öffentlichen und privaten Investitionen sind im Vergleich zu vielen anderen OECD-Ländern niedrig. Die Modernisierung und Vereinfachung der Verwaltungsverfahren, insbesondere bei der Infrastrukturplanung und der Harmonisierung der IT-Standards auf allen Ebenen stehen aus (Quelle: OECD-- Wirtschaftsberichte: Deutschland 2023).

Die Exposition Deutschlands gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels, von Überschwemmungen bis hin zu Hitzewellen, nimmt zu, und die von 2005 bis 2021 verzeichneten Schäden durch klimabedingte Gefahren pro BIP-Einheit gehören zu den höchsten in den OECD- Ländern. Die Exposition gegenüber Klimarisiken sollte regelmäßig bewertet werden, um die Widerstandsfähigkeit anfälliger Gemeinschaften zu stärken (Quelle: OECD-Umweltprüfberichte, OECD Publishing, Paris).

Nach den erheblichen Unterbrechungen durch die weltweite Pandemie erholt sich die Druckindustrie und findet sich mit dem neuen Umfeld ab. (Quelle: Dr. Sean Smyth, The Future of Global Print to 2026) Der Umsatz im Maschinen- und Anlagenbau des Jahres Jahr 2022 konnte weltweit trotz wirtschaftlich angespannter Lage um rd. 1 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden (Quelle: Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e. V.).

2.2 Geschäftsentwicklung

Die Umsatzerlöse von LDP belaufen sich im Jahr 2022 auf 15,6 Mio. (Vorjahr 12,8 Mio.) bei einem Gewinn von 166,7 TEUR (Vorjahr 238,2 TEUR).

LDP stellt keine Fertigprodukte her. Alle Produkte und Komponenten für die deutschen Kunden stammen von der Landa Corporation Ltd., Israel.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Das wirtschaftliche Umfeld war im Geschäftsjahr 2022 angespannt. Trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Situation in der Ukraine konnte LDP für das Jahr 2022 einen Gewinn erzielen. Die Umsatzerlöse (wesentlicher finanzieller Leistungsindikator) stiegen von 12.801 TEUR auf 15.640 TEUR. Dieser Anstieg ist auf die weitere Ausweitung der Geschäftsaktivitäten zurückzuführen. Entsprechend ist der Materialaufwand gestiegen. Die Materialaufwandsquote verbesserte sich von 71,1 % im Vorjahr auf 66,4 %. Der Personalaufwand stieg aufgrund der zusätzlichen Mitarbeiter von 2.005 TEUR auf 2.710 TEUR.

Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf Aufwendungen für die Abrechnung von Produktionsausfallkosten im Testbetrieb einer Maschine sowie auf höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten zurückzuführen.

Insgesamt führten diese Entwicklungen zu einem gegenüber dem Vorjahr geringeren Jahresüberschuss (finanzieller Leistungsindikator) von 150 TEUR.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich von 15.628 TEUR auf 12.128 TEUR.

Auf der Aktivseite ist diese Entwicklung in erster Linie auf den Rückgang der Vorräte aufgrund des höheren Umsatzes zurückzuführen. Demgegenüber stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit und längerer Zahlungsziele für Kunden.

Auf der Passivseite ist der Rückgang vor allem auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen infolge des Anstiegs der Vorräte im Vorjahr und geringere erhaltene Anzahlungen entsprechend der Entwicklung der Vorräte zurückzuführen.

Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Finanzierung erfolgt durch das operative Geschäft und gegebenenfalls durch den Gesellschafter. Das Unternehmen finanziert sich nicht über Banken. Es gibt daher keine relevanten Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

2.3.3 Gesamtaussage

Die Entwicklung des Unternehmens ist trotz des makroökonomischen Umfelds und der Auswirkungen von Covid im Allgemeinen profitabel. Die Entwicklung der Finanzergebnisse im Jahr 2022 entsprach den Erwartungen des Managements und das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zu 2021.

3. Risikobericht

Das Unternehmen ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt, zu denen die Auswirkungen von Preisänderungen auf den Rohstoffmärkten (Einkauf durch die Muttergesellschaft) und das Liquiditätsrisiko gehören.

F&E-Risiko

LDP ist ein Vertriebsunternehmen mit geringem Risiko, das in Deutschland keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betreibt und daher keine entsprechenden F&E-Risiken trägt.

Marktrisiko

Preisdruck, Wettbewerb durch neue Marktteilnehmer oder Konkurrenzprodukte und Nachfrageverluste: Es wird davon ausgegangen, dass LDP das Marktrisiko in Bezug auf seine Verkäufe an Dritte unter Kontrolle hat, da das Unternehmen eine einzigartige Technologie vertreibt und über ein lokales Verkaufsteam verfügt, das sich auf den deutschen Markt konzentriert.

Lagerbestandsrisiko

Als Vertriebsunternehmen mit geringem Risiko trägt LDP kein wesentliches Bestandsrisiko. Jedes Risiko, das mit den Vorräten verbunden ist, wird von der Muttergesellschaft abgedeckt.

Produkthaftungs- und Gewährleistungsrisiko

Das Produkthaftungsrisiko beinhaltet das Risiko, dass das Produkt oder die Leistung nicht den akzeptierten oder beworbenen Kriterien entspricht und/oder zu einem Schaden führt. Daher bezieht sich das Produkthaftungsrisiko auch auf das Risiko, das mit den durch die verkauften Waren verursachten Schäden an Personen oder Sachen verbunden ist.

Das Gewährleistungsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass Kosten für eine Reklamation oder die Rückgabe eines fehlerhaften Produkts anfallen. Vorbehaltlich der Garantiebedingungen können diese Kosten für die Reparatur oder den Ersatz von fehlerhaften Produkten anfallen. Das Risiko der Produktqualität ist ein großes Risiko, da es den Ruf der Marke für erstklassige Qualität und Zuverlässigkeit beeinflusst.

Als Vertriebshändler/Routineunternehmen mit geringem Risiko trägt LDP dieses Risiko nicht und wird für einen solchen Verlust von der Muttergesellschaft entschädigt.

Kreditrisiko

Das Kreditausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Drittkunde nicht in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Produkte oder Dienstleistungen zu erfüllen.

Die Risiken im Zusammenhang mit der Kreditwürdigkeit von Kunden und der Einbringlichkeit von Forderungen werden von der Muttergesellschaft getragen. Die Kredit- und Inkassofunktion wird von der in Israel ansässigen Konzerngesellschaft sorgfältig verwaltet, so dass das Kredit- und Inkassorisiko als minimal angesehen wird.

Fremdwährungsrisiko

Das Wechselkursrisiko bezieht sich auf die potenziellen Gewinnschwankungen, die aufgrund von Wechselkursänderungen entstehen können. Solche Risiken entstehen bei Geschäften auf allen Märkten, die vom internationalen Handel betroffen sind, und können auch dann auftreten, wenn ein Unternehmen keine tatsächlichen Transaktionen in einer Fremdwährung durchführt. LDP trägt ein gewisses Wechselkursrisiko im Zusammenhang mit dem Kauf der Maschinen in USD.

Allgemeine Risiken

In die Risikobetrachtung werden weiterhin die im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumente einbezogen. Zu diesen zählen im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben. Die Forderungen unterliegen einem Ausfallrisiko, welchem antizipativ über eine fallweise Beurteilung der Bonität der Kunden im Vorfeld des Eingehens einer Geschäftsbeziehung vorgesorgt und durch die laufende Überwachung entgegengewirkt wird. Darüber hinaus ist der Konzern Liquiditätsrisiken und Zahlungsschwankungen ausgesetzt, denen über eine stetige Überwachung und ein entsprechendes Cash-Management begegnet wird. Auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird vollständig verzichtet.

4. Chancenbericht

Diesen Risiken stehen Entwicklungen gegenüber, die sich grundsätzlich positiv auf das Unternehmen und dessen Umfeld auswirken und aus denen sich zukünftige Chancen ergeben können. So profitiert die Vertriebsgesellschaft innerhalb der Unternehmensgruppe von dem zunehmenden Digitalisierungsprozess und der damit verbundenen Übertragung von best practices auf harmonisierte Strukturen. Neben der Effizienzsteigerung in den Prozessen der Arbeitsorganisationen wird damit die Chance auf eine in Zukunft weiterhin erfolgreiche Vermarktbarkeit der Produkte bestärkt. Des Weiteren zeichnet sich die LDP nach Ansicht der Geschäftsführung vor allem durch ihre hochwertigen und am Markt einzigartigen Produkte aus, die ein Alleinstellungsmerkmal aufweisen.

Weitere Chancen ergeben sich aus der ausreichenden Liquiditätsausstattung des Unternehmens. Neben der Absicherung der mittel- und langfristigen Wirtschaftlichkeit und der finanziellen Stabilität des Konzerns eröffnet eine hohe Liquidität Möglichkeiten für Investitionen in bereits bestehende und/oder den Aufbau neuer Geschäftsfelder und damit für interne und externe Wachstumsschritte.

Weiterhin bieten sich zukünftige Chancen aus der systematischen Nutzung von gruppeninternen Synergiepotenzialen. Mit dem Ziel einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung werden laufend neue Chancen im Sinne weiterer Effizienzsteigerungspotenziale, Prozessoptimierungen und Verbesserung der Vertriebswege und Marktpositionierung identifiziert und analysiert.

5. Prognosebericht

Bislang sind die Post-COVID-Jahre weiterhin mit Unsicherheiten behaftet, da nach der Pandemie weltweit ein erheblicher Inflationsdruck herrscht und die Lieferkette aufgrund des Krieges in der Ukraine und des Gaza-Krieges im Nahen Osten weiterhin gestört ist. Was die makroökonomischen Trends anbelangt, so sind die Volatilität der Devisenkurse und die steigenden Zinssätze zu beobachten. Es wird erwartet, dass der Trend in den kommenden Monaten auch zu Liquiditätsproblemen von einzelnen Marktakteuren führen wird, da Lieferanten und Kunden mit ihren eigenen Cashflow-Problemen in Verbindung mit Unterbrechungen der Lieferkette und Personaldruck konfrontiert sein werden. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich der Preisanstieg verlangsamt, da die Zentralbanken die Inflation in den Griff bekommen, doch wird erwartet, dass dieser Druck kurz- bis mittelfristig anhalten wird.

Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass die Unterstützung durch die Muttergesellschaft des Unternehmens robust genug ist, um der Volatilität standzuhalten und sieht daher die Liquidität für die Gesellschaft gesichert. In der Zeit nach dem Jahresende hat das Unternehmen nach der Umsetzung der Ende 2022 eingeführten Strategien seine Rentabilität beibehalten. Die Geschäftsführung ist außerdem der Ansicht, dass die laufenden Risikominderungsstrategien ausreichen, um mit neuen Risiken umzugehen, die sich aus den laufenden Problemen in der Lieferkette und den Unterbrechungen infolge der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten ergeben. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht abgesehen werden, welche Konsequenzen der Nahost-Konflikt auf die Geschäftstätigkeit des israelischen Konzerns haben wird.

Die Geschäftsführung will in den kommenden Jahren weiter in das Unternehmen investieren und plant, den Umsatz und das Ergebnis weiter zu steigern. Im Juni 2024 ist LDP wieder bei der drupa Düsseldorf, der weltgrößten Messe der Printmedien, vertreten. Die drupa gilt als die bedeutendste Leistungsschau der Druck- und Druckmedienindustrie und findet alle vier bis fünf Jahre in Düsseldorf statt. LDP erreicht hier als Aussteller einen großen Kreis potenzieller Neukunden, baut die Geschäftsbeziehungen zu Bestandskunden weiter aus und wirbt u. a. mit ihren neusten Technologien S11 und S11P.

 

Düsseldorf, 3. Juni 2024

Dan Asher Lapidot, Geschäftsführer

Eran Edri, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Landa Digital Printing GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Landa Digital Printing GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Landa Digital Printing GmbH, Düsseldorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 25. Juni 2024

addVALUE audit&tax Leipzig GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

W. Holger Schmidt, Wirtschaftsprüfer

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