Master Data

Registry
Register court Bad Kreuznach HRB 20668
Previous
DISKUS Dreihundertsechsundzwanzigste Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH
Registered
11/28/2008
Industry
Manufacture of plastic packing goodsManufacture of household articles of plasticsManufacture of builders’ ware of plastic
Purpose
Die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffgranulaten und sonstigen Kunststoffprodukten, sowie alles, was der Erreichung des Gesellschaftszweckes dienlich und förderlich ist.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Andrew Jessup
since 6/5/2023
Managing Director
Managing Director
Jan Dürr
since 6/5/2023
Procura
Peter Auras
since 5/12/2021
Procura
Andreas Fiege
since 5/12/2021
Procura
Joachim Dr. Wolf
since 5/12/2021
Procura
Florian Schwanebeck
since 4/6/2018
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
TotalEnergies Raffinage Chimie (Société par actions simplifiée)FRA
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

TotalEnergies Raffinage Chimie
France
€100,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Polyblend GmbH

Bad Sobernheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

POLYBLEND GMBH, Bad Sobernheim

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Gegenüber der polymerherstellenden Industrie positioniert sich die Polyblend GmbH (nachfolgend kurz "Polyblend") seit über 30 Jahren als Lohncompoundierer für Polyolefine, gegenüber den Folienherstellern als Lieferant hochwertiger Compounds im Sektor der atmungsaktiven Folien für den Hygiene- und Baubereich. Polyblend hat nach Auffassung der Geschäftsleitung seit Beginn der Technologie der atmungsaktiven Folien in Europa eine Kosten- und Technologieführerschaft in der Compoundherstellung für diese Anwendung. Diese basiert insbesondere aufgrund eines speziellen Knowhows und einer Anlagentechnik, die nach Auffassung der Geschäftsleitung auch bei hohen Durchsätzen beste Qualität hinsichtlich der Dispergierung der Bestandteile liefert.

Darüber hinaus hat Polyblend dank einer starken Zusammenarbeit mit TotalEnergies, die vor mehr als fünfzehn Jahren begann, aus Sicht der Geschäftsleitung starke Kompetenzen im Automobilmarkt entwickelt. Dies stellt heute das größte Produktionsvolumen dar.

TotalEnergies erkannte die wichtige Rolle von Polyblend für die Entwicklung seines Automobilgeschäfts und erwarb 2015 eine Mehrheitsbeteiligung an Polyblend. Im Jahr 2020 erwarb TotalEnergies die restlichen Anteile an Polyblend, die dann eine 100 %ige Tochtergesellschaft von TotalEnergies Raffinage Chimie SAS wurde und sich somit vollständig im Eigentum des französischen TotalEnergies Konzerns befindet.

Das für Polyblend wichtigste und über den Mutterkonzern TotalEnergies belieferte Segment ist die Automobilindustrie.

Die Funktionen Finanzen (Buchhaltung, Controlling), Personal, IT, Technik und Logistik nimmt die Gesellschaft als Dienstleistung von externen Unternehmen in Anspruch. Die Abrechnung erfolgt verursachungs- und verbrauchsgerecht.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in West- und Mitteleuropa. Die Gesellschaft ist nach Auffassung der Geschäftsleitung sowohl in Bezug auf die Anlagentechnik als auch die technische Kundenbetreuung gut aufgestellt und wettbewerbsfähig.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf

Das Unternehmen hat in den letzten Jahren regelmäßig eine hohe Auslastung und ein profitables Ergebnis vor Steuern (EBT) erreicht.

Folgende Geschäftssegmente sind für das Unternehmen von besonderer Bedeutung:

Die Automobilindustrie, die indirekt durch Verkäufe an den Mutterkonzern TotalEnergies bedient wird, der seinerseits Zulieferer der Automobilindustrie beliefert.

Der Bereich der atmungsaktiven Folien, sowohl im Healthcare- (Windeln) als auch im Baubereich

Der Bereich der Verpackungsfolien

Der Baubereich (außerhalb der oben genannten atmungsaktiven Folien)

Spezielle Compounds zur Feuchteabsorption

Zur Absicherung der erfolgreichen Geschäftstätigkeit trägt die Vermarktung eigener Kunststoff-Compounds bei.

In 2023 lagen die Ausgaben für Forschung- und Entwicklung wie 2022 bei 0,2 Mio. €.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Die Abhängigkeit der EU von russischer Energie hat im Jahr 2022 als Folge des Krieges in der Ukraine das weltweite Gleichgewicht der Energieversorgung stark beeinträchtigt. Nach dem Höhepunkt im Sommer 2022 sanken die Energiepreise im Jahr 2023 leicht, was jedoch nur einen Bruchteil des Anstiegs ausgleichen konnte. Auch im Jahr 2023 waren die Energiepreise insbesondere in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau. Dies belastete weiterhin die Produktion in energieintensiven Wirtschaftszweigen. Laut dem Statistischem Bundesamt betrug hier der Produktionsrückgang von Januar bis November 2023 10,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 1 Dies wiederum verlangsamte die gesamte Industrieproduktion. Neben den hohen Energiepreisen bleibt auch die Materialknappheit ein Problem für Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe.

Die Energiekosten sind deutlich gestiegen, was zu einer außergewöhnlich hohen Inflation geführt hat. Darüber hinaus haben der Kostenanstieg und die Unsicherheit beim Zugang zu Energie den Markt deutlich verlangsamt.

Die Folgen der globalen Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 2 Kalenderbereinigt ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im ersten Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019, allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die kunststofferzeugende Industrie in Deutschland hatte im Geschäftsjahr 2023 zum zweiten Mal in Folge mit einem deutlichen Produktionsrückgang zu kämpfen. Hohe Produktionskosten aufgrund gestiegener Arbeitskosten und sehr hoher Energiepreise beeinträchtigten die Branche im internationalen Wettbewerb. Der Umsatz der kunststofferzeugenden Industrie in Deutschland ging im Jahr 2023 um 21,9 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Kunststoffnachfrage in Deutschland ist im Jahr 2023 um 16 % zurückgegangen. 3

Dies hat die Marktsituation in allen Segmenten, einschließlich der Automobilindustrie, stark beeinflusst. Laut ACEA erholten sich die weltweiten Autoverkäufe (gemessen an Neu-Zulassungen) im Jahr 2023 deutlich, nachdem sie im Jahr 2022 stabil blieben und in 2023 um fast 10 % wuchsen. 4 Ähnliche Trends in den Märkten der EU und in Osteuropa trieben diesen Anstieg an. Der Umsatz (gemessen an Neu-Zulassungen) stieg in Europa im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 18,6 %. Die meisten nationalen Märkte in der EU verzeichneten ein starkes Wachstum, darunter die vier größten: Italien (+18,9 %), Spanien (+16,7 %), Frankreich (+16,1 %) und Deutschland (+7,3 %). Trotz des Gesamtwachstums zeigt ein Vergleich mit den Zahlen vor der Pandemie deutlich, wie weit die Neu-Zulassungen zurückgegangen sind und derzeit in der EU um 19 % unter dem vor der Pandemie verzeichneten Volumen im Jahr 2019 liegen.

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
3 https://plasticseurope.org/de/2024/03/14/kunststoffproduktion-durchlaeuft-tiefes-tal-doch-es-gibthoffnung/
4 https://www.acea.auto/publication/economic-and-market-report-global-and-eu-auto-industry-full-year- 2023/

Betrachtet man die Neu-Zulassungen von Pkw in der EU nach Energiequelle, erwiesen sich batterieelektrische Autos als drittbeliebteste Wahl für Käufer. Im Dezember 2023 stieg ihr Marktanteil auf 18,5 %, was einem Gesamtjahresanteil von 14,6 % beitrug und damit den Dieselanteil übertraf, der konstant bei 13,6 % blieb. 5 Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind im Dezember 2023 im Vergleich zum Dezember im Vorjahr deutlich zurückgegangen. 6 Allerdings war der Jahresendspurt in 2022 stark von der damaligen Kürzung der Umweltprämie für rein batterieelektrische Fahrzeuge und das komplette Auslaufen für Plug-In-Hybride geprägt. Dies führte zum Jahresende 2022 zu einem starken Sondereffekt, da die Kunden ihre Autokäufe vorzogen, um noch vor dem Abbau der Subventionen zu profitieren. Auch die ursprünglich geplante Kürzung des Umweltbonus wirkte sich zum Jahresende 2023 positiv aus, allerdings weniger ausgeprägt als im Vorjahr. Das abrupte Ende der Umweltprämie am 17. Dezember 2023 wird sich insbesondere im Jahr 2024 auf die Neuzulassungen auswirken. Die Bilanz für das Gesamtjahr 2023 bleibt im Vergleich zum Vorjahr positiv: 7 % mehr Neuzulassungen in Deutschland als im Jahr 2022. Allerdings fällt der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau weiterhin deutlich negativ aus: Im Jahr 2023 wurden 21 % weniger Neufahrzeuge zugelassen als im Jahr 2019. 7

Neben den Entwicklungen in der Automobilindustrie, waren auch die Entwicklungen in der Bauindustrie von besonderer Bedeutung. Hohe Bau- und Materialkosten und gestiegene Zinsen haben der Baubranche in 2023 einen Dämpfer versetzt. Denn der Bausektor befindet sich in einer tiefen Krise, weil hohe Materialkosten und die vergleichsweisen hohen Zinsen die Neubautätigkeit stark bremsen.

5 https://www.acea.auto/pc-registrations/new-carregistrations-13-9-in-2023-battery-electric-14-6-market-share/
6 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240104_PM_Pkw_Produktionszahlen_Dezember_2023
7 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240104_PM_Pkw_Produktionszahlen_Dezember_2023

Auch der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland hatten indirekte Auswirkungen auf die Märkte. Aufgrund der Exportbeschränkungen nach Russland haben sich grenzüberschreitende Produzenten auf osteuropäische Märkte konzentriert, was zu Auswirkungen auf die Absatzmärkte unserer Kunden, aber auch zu starkem Preisdruck führte.

In diesem gesamtwirtschaftlichen Umfeld stellte sich die Lage für Polyblend wie folgt dar: Angesichts der herausfordernden Situation konnte Polyblend ein hohes Produktionsvolumen von 63.333 t aufrechterhalten, was einen begrenzten Rückgang von etwa (-2 %) im Vergleich zu 2022 (64.905 t) bedeutet. Das Produktionsvolumen im Automobilsektor ist gegenüber 2022 um 4 % gestiegen, während wir im Bausektor einen Mengenrückgang von fast 50 % verzeichneten.

2.2 Geschäftsverlauf

Polyblend hat im Berichtsjahr 2023 mit durchschnittlich 97 Mitarbeitern (Vorjahr: 99 Mitarbeitern) 63.333 t (Vorjahr: 64.905 t) Granulate, hauptsächlich für die Polymer- und Folienhersteller, zumeist in Lohncompoundierung gefertigt. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 2,4 %.

Die Produktionsanlagen wurden im Berichtsjahr teils im 3-Schichtbetrieb und teils im 4-Schichtbetrieb (inklusive Wochenende) eingesetzt.

Im Berichtsjahr hatte die Gesellschaft erwartungsgemäß keinen Arbeitsunfall der Kategorie "LTI" (lost time injury) zu verzeichnen.

Die Rezertifizierungsaudits für die IATF 16949:2016 und für die DIN EN ISO 50001:2018 wurden im November bzw. Dezember 2023 erfolgreich bestanden.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind in 2023 das Ergebnis vor Steuern (EBT) und der Cashflow.

8 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240130_PM_VDA-Pr-sidentin-Hildegard-M-ller-fordert-Paradigmenwechsel

Die bedeutsamsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren in 2023 sind die Absatzmenge und die Arbeitsunfälle "LTI" (lost in time injury).

Der Umsatz ist kein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator mehr, da wir als Lohncompoundierer nur für wenige Kunden Rohstoffe einkaufen und somit der EBT aussagekräftiger ist. Aufgrund der 100 %igen Zugehörigkeit zu TotalEnergies wird der Fokus künftig noch mehr auf den Bereich der Lohncompoundierung liegen, insbesondere für TotalEnergies selbst.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Krisensituation in der Automobilindustrie hat gezeigt, dass wir unsere Lohncompounding-Aktivitäten diversifizieren müssen, um das langsamere Wachstum in diesem Sektor auszugleichen und somit eine hohe Marge aufrechterhalten.

Der Verband der Automobilindustrie rechnet mit einer stagnierenden Produktion in Deutschland im Jahr 2024 - auch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Schwäche. 8 Die Lage der Branche erschwert, dass die Unternehmen zum einen mit hohen Kosten umgehen müssen, weil vor allem die Energiekosten stark gestiegen sind. Zum anderen sind sie mit der zunehmenden internationalen Konkurrenz konfrontiert, was die Margen der Unternehmen schmälert.

2.3.1 Ertragslage

Trotz des geringeren Produktions- und weitestehend gleichlaufenden Absatzvolumens im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Anstieg des Ergebnisses vor Steuern (EBT) um 0,6 Mio. € auf 1,9 Mio. € erzielt werden. Es liegt damit mit 0,3 Mio. € unterhalb der per Juni 2023 angepassten Planung für 2023. Die Gründe hierfür liegen insbesondere in den geringeren Absatzmengen im Vergleich zur angepassten Prognose.

Der Geschäftsverlauf hat sich schlechter als erwartet entwickelt und so wurde die ursprünglich geplanten Absatzmengen um etwas mehr als 19.500 t unterschritten. Wesentlicher Grund für die Abweichung ist die unter Plan liegende Menge für den Hauptkunden der Lohnfertigung (TotalEnergies Petrochemicals & Refining S.A./NV). Diese ist insbesondere auf die Nachfragerückgänge aus der Automobilindustrie zurückzuführen.

Der Umsatz erreichte im Berichtsjahr 23,2 Mio. € gegenüber 23,7 Mio. € im Vorjahr und verzeichnet damit ein Rückgang von 2 %. Ursächlich hierfür sind hauptsächlich zwei gegenläufige Effekte. Zum einen erzielten wir im Bereich Lohncompoundierung einen Umsatzanstieg um 2,2 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr, welcher hauptsächlich auf höhere Preise zurückzuführen ist. Zum anderen reduzierten sich die erzielten Umsatzerlöse für den Verkauf von eigenen Produkten um 3,2 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund geringerer Absatzmengen. Weitere Umsatzsteigerungen um 0,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr konnten v. a. aufgrund der Weiterbelastung von höheren Kosten an unsere Kunden im Bereich Lohncompoundierung (v. a. für die Lagerung) erzielt werden.

Die Materialaufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. € auf 6,9 Mio. €, da der Absatz von eigenen Produkten zurückging und der Anteil der Lohncompoundierung anstieg.

Der Personalaufwand lag im Berichtsjahr mit 7,0 Mio. € trotz der Sonderbonus-Inflationszahlung und der Gehaltserhöhung auf dem gleichen Niveau wie 2022, da sich gegenläufig auch der geringere durchschnittliche Mitarbeiterbestand mindernd auswirkte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Jahr 2023 mit 6,9 Mio. € um 0,8 Mio. € höher als 2022. Hauptgründe hierfür sind inflationsbedingte Kostensteigerungen bei Dienstleistungen sowie ein erst in der zweiten Jahreshälfte 2022 neu abgeschlossener Vertrag über Serviceleistungen mit einem verbundenen Unternehmen.

Wechselkursschwankungen haben in der Kostenentwicklung keine Rolle gespielt.

2.3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur: Das Unternehmen finanziert sich aus dem positiven Cashflow der eigenen Geschäftstätigkeit und dem vorhandenen Guthaben bei Kreditinstituten.

Investitionen: Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen Investitionen in Höhe von 1,7 Mio. € getätigt. Die wesentlichen Einzelinvestitionen betrafen die Flexibilitätssteigerung der Linie 4.09 (0,5 Mio. €) und die neue Zentrifuge für die Linie 3.6 (0,2 Mio. €).

Liquidität: Dank der profitablen Geschäftstätigkeit hat die Gesellschaft eine solide Liquiditätsausstattung. Im Berichtsjahr wurde keine Gewinnausschüttung an den einzigen Gesellschafter vorgenommen. Die Bankguthaben liegen am Jahresende mit 0,9 Mio. € um 0,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert.

Ende 2022 wurde ein Credit Facility Agreement mit einem anderen Tochterunternehmen der Konzernmutter TotalEnergies abgeschlossen, das die Bereitstellung von Liquidität durch sognannte Cash Calls ermöglicht. Im Dezember 2022 wurden in diesem Rahmen 0,7 Mio. € abgerufen. Da im zweiten Halbjahr 2023 die verfügbare Liquidität über 1,5 Mio. € lag, wurde beschlossen, TotalEnergies die 0,7 Mio. € zur Reduzierung der Kapitalkosten vollständig zurückzuerstatten.

Ferner wurden die zum Stichtag des Vorjahres bestandenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,2 Mio. €, welche in der Ausnutzung eines Kontokorrentkreditrahmens lagen, im Laufe des Geschäftsjahres vollständig getilgt.

Die Finanzierung des allgemeinen Geschäftsbetriebes erfolgte im Geschäftsjahr insbesondere aus dem bestehenden Bankguthaben aus dem Vorjahr sowie einem positiven operativen Cashflow. Dieser belief sich in 2023 auf 3,3 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €). Die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit führten hingegen zu Mittelabflüssen in Höhe von -1,7 Mio. € bzw. -1,9 Mio. € (Vorjahr: -1,4 Mio. € bzw. -0,0 Mio. €). Im Vergleich zur Prognose für 2023 lag der Cashflow damit um 1,5 Mio. € niedriger, bedingt durch leicht höhere Investitionsausgaben sowie der vollständigen Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie gegenüber TotalEnergies.

Mit dem bei einem Kreditinstitut zur Verfügung stehenden Kontokorrentrahmen in Höhe von 2 Mio. € und des Credit Facility Agreements mit einem Tochterunternehmen der Konzernmutter TotalEnergies hat die Gesellschaft ausreichenden finanziellen Spielraum. Aktuell besteht daher kein Bedarf an weiteren Finanzierungsmaßnahmen.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt zum Ende des Berichtsjahres mit 11,0 Mio. € um 0,7 Mio. € höher als im Vorjahr. Während sich das Anlagevermögen um 1,0 Mio. € auf 7,4 Mio. € erhöhte, verringerte sich das Umlaufvermögen von 3,8 Mio. € leicht auf 3,6 Mio. €.

Bei den Sachanlagen (+1,0 Mio. €) ist der Anstieg insbesondere auf eine große Anzahl von Vorarbeiten zurückzuführen, die mit Genehmigung der Beteiligten im letzten Quartal des Jahres 2023 im Vorgriff auf das Ende des 4.09-Investitions-Projekts durchgeführt wurden.

Der Rückgang im Umlaufvermögen ist hauptsächlich auf einen Rückgang der Vorräte (-0,3 Mio. €) und einen Rückgang der verfügbaren Bankguthaben (-0,3 Mio. €) sowie gegenläufig auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+0,3 Mio. €) zurückführen. Der Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insbesondere durch einen Anstieg von Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+0,6 Mio. €) zum Bilanzstichtag bedingt.

2.3.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Leitung des Unternehmens ist mit dem Geschäftsverlauf im Berichtsjahr nicht ganz zufrieden, da sowohl die Geschäftsentwicklungs- als auch die finanziellen Ziele unter anderem aufgrund einer zu optimistischen Budgetierung der Automotive-Aktivitäten für 2023 nicht erreicht werden konnten.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

Für das laufende Jahr 2024 liegen die geplanten Absatzmengen mit 70.200 t fast 11 % über der Menge für 2023 (63.333 t). Die wesentliche Annahme dafür ist die geplante Mengensteigerung des größten Kunden (TotalEnergies Petrochemicals & Refining S.A./NV). Dabei wurde von einer anziehenden Konjunkturlage in der Automobilindustrie, Neugeschäft mit Neuprodukten und deutlich steigenden Mengen für ein bereits bestehendes Geschäft im LKW-Sektor in Asien ausgegangen.

Das geplante Ergebnis vor Steuern (EBT) für das Gesamtjahr 2024 beträgt 1,7 Mio. € und beinhaltet neben der mit der Mengensteigerung einhergehenden Rohertragssteigerung als wesentliche Annahmen sowohl höhere Personalkosten (Mengensteigerung, Tariferhöhung) als auch stabile Energiekosten.

9 https://plasticseurope.org/de/2024/03/14/kunststoffproduktion-durchlaeuft-tiefes-tal-doch-es-gibt-hoffnung/

Bei leicht niedrigerem prognostiziertem Ergebnis vor Steuern für 2024 im Vergleich zu 2023 und vergleichbaren Investitionen liegt der geplante Cashflow für 2024 bei 1,1 Mio. €.

Für das Jahr 2024 steht ein Investitionsbudget von 1,7 Mio. € zur Verfügung. Neben der Fertigstellung des Projekts zur Optimierung des Rohstoffhandlings in der Linie 4.09 (0,4 Mio. Euro) sieht das wichtigste Projekt den Erwerb eines benachbarten Grundstücks in Bad Sobernheim vor, um die Sicherheit durch Optimierung der Logistik weiter zu verbessern.

Die vier größten Absatzmärkte der Kunststofferzeuger sind die Verpackungsindustrie, der Baubereich, die Automobilindustrie und die Elektro- und Digitalindustrie. Der europäische Verband der Kunststoffhersteller, Plastics Europe, erwartet, dass die Nachfrage nach Verpackungen in 2024 stabil bleiben oder nur leicht zurückgehen wird, wohingegen der Verband in den anderen drei Bereichen mit weiter stärkerem Gegenwind rechnet. 9

Für das für Polyblend wichtigste Segment, der Automobilindustrie, erwartet der VDA im Jahr 2024 einen Rückgang der Produktion um 1 % für den deutschen Markt. Die Märkte in Europa (+4 %) und den USA (+2 %) sollen 2024 etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1 %). Für den weltweiten Pkw-Markt wird ein moderates Wachstum von 2 % erwartet. Damit wäre das Niveau von 2019 fast wieder erreicht. Die Auslandsproduktion deutscher Unternehmensmarken soll um 4 % steigen. 10

Nach Angaben des VDA wurden zum Ende des ersten Quartals 2024 rund eine Million Autos in Deutschland hergestellt, was rund 9 % unter dem Vorjahresquartal 2023 und 18 % unter dem Wert der Vor-Corona-Krise (Q1 2019) liegt. Im ersten Quartal 2024 wurden 790.700 Neuwagen exportiert, 5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach drei Monaten liegen die Exporte immer noch fast 19 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im ersten Quartal 2024 wurden auf dem deutschen Pkw-Markt mehr Fahrzeuge (+4 %) zugelassen als im ersten Quartal 2023, der deutsche Pkw-Markt bleibt jedoch deutlich unter dem Niveau von 2019 (-21 %). Nach einem sehr guten Jahresauftakt entwickelten sich die Neuzulassungen im März 2024 jedoch negativ (-6 % im Vergleich zu März 2023). Der deutsche Markt für Elektroautos ist durch das abrupte Ende der Förderung von Elektrofahrzeugen zuletzt besonders unter Druck geraten. In den ersten drei Monaten in 2024 gingen die Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen deutlich um 14 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. 11

10 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240130_PM_VDA-Pr-sidentin-Hildegard-M-ller-fordert-Paradigmenwechsel

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts entsprechen die Ergebnisse vor Steuern derzeit dem ursprünglichen Budget, bei niedrigerer Absatzmenge. Aufgrund der aktuellen Auftragslage und der Prognose für das zweite Halbjahr rechnen wir für den Rest des Jahres nicht mit einem großen Anstieg der Absatzmengen im Automobil-Bereich. Gründe dafür sind trotz eines guten Starts eine weniger starke Erholung der Automobilindustrie als erwartet und ein geringeres Asiengeschäft im Lkw-Bereich. Parallel dazu arbeiten wir daran, neue Geschäftsmöglichkeiten mit Neu- und Stammkunden zu entwickeln.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Absatzmengen bis zum Jahresende etwa 7 % unter ursprünglichen Plan bleiben werden. Aufgrund von höher erzielten Margen gehen wir allerdings von einem gleichbleibenden EBT und Cashflow für 2024 im Vergleich zur ursprünglichen Prognose aus.

Selbstverständlich steht auch für das Geschäftsjahr 2024 die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Dienstleister an erster Stelle. Leider konnte durch einen Unfall mit anschließendem Arbeitsausfall eines Dienstleisters die ursprüngliche Erwartung von 0 LTI in 2024 nicht erreicht werden. Für den restlichen Zeitraum des Jahres 2024 gehen wir von keinem weiteren meldepflichtigen LTI aus.

3.2 Risikobericht

Die Weltwirtschaft wächst seit Ende letzten Jahres weiterhin schwach. Der wichtigste Stressfaktor sind geopolitische Spannungen, die nach den Ereignissen in Israel und Gaza und dem Krieg in der Ukraine noch nie so stark waren.

11 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240404_PM_Nationale_PM_Pkw-Produktion_in_Deutschland_im_Maerz_2024

In Europa werden die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken nach verschiedenen Krisen (Corona, Energie etc.) und die hohe Inflation weiterhin Auswirkungen auch auf die deutsche Wirtschaft haben.

Es ist damit zu rechnen, dass auch unser Unternehmen direkt und indirekt betroffen sein wird.

3.2.1 Marktrisiken

Anfang des Jahres 2024 kam es aufgrund verschiedener Schiffsangriffe im Roten Meer zu Lieferengpässen bei einigen Rohstoffen aus dem Nahen Osten und Asien. Die Verzögerungen konnten durch die Verfügbarkeit europäischer Produkte schnell ausgeglichen werden. Es dauerte jedoch einige Wochen, bis der Markt ein neues Gleichgewicht fand und sich an die Situation anpasste. Die Situation ist stabil und abgesehen von technischen Problemen haben wir keine größeren Engpässe bei der Rohstoffversorgung festgestellt.

Risiken durch höhere Zinsen sehen wir nicht, da Polyblend sich zum großen Teil durch Eigenmittel finanziert. Die gestiegenen Strompreise wurden in der Planung berücksichtigt und weitgehend an unsere Kunden weitergegeben.

3.2.2 Operative Risiken

Polyblend nutzt kein Gas zur Betreibung seiner Produktionsanlagen, sondern lediglich zu Heizzwecken. Bei einem kompletten Ausfall von Gaslieferungen kann in den Büros mit den vorhandenen Klimaanlagen geheizt werden oder die Mitarbeiter-Innen können alle das Homeoffice nutzen. Diese wurden im Rahmen der Corona-Pandemie für die gesamte Verwaltung eingerichtet. Lediglich eine kleine Produktionshalle wird derzeit mit Gas beheizt; hier können Stromheizungen für Abhilfe sorgen. Die Verteuerung der Gaspreise ist für Polyblend daher nicht ein bedeutender Faktor.

3.2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

TotalEnergies ist gleichzeitig der Mutterkonzern der Polyblend GmbH und auch der größte Kunde. Dadurch würden sich bei Bedarf zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten ergeben (Cash-Pooling).

Aufgrund der Größe des Konzerns ist nicht zu erwarten, dass ein Mengenrückgang derart hoch ist, dass dies zu einem für Polyblend negativen Ergebnis führt. Alle Forderungen gegen Drittkunden sind darüber hinaus über eine Kreditversicherung abgesichert. Die Bonität aller Kunden wird quartalsweise durch die Geschäftsführung überprüft.

3.2.4 Weitere Risiken

Risiken durch politische/regulatorische Maßnahmen sehen wir derzeit nicht. Auch Umweltrisiken bestehen nicht in nennenswertem Maße: Emissionen entstehen bei der Herstellung unserer Produkte nicht. Zur Vermeidung von Granulat in der Umwelt wurden Maßnahmen definiert. Ferner plant Polyblend eine Zertifizierung für das Jahr 2024 gemäß OCS (Operation Clean Sweep).

Die Risiken von Produktionsausfällen aufgrund von Corona-Infektionen sind sehr gering geworden, seit dem Ende der Pandemie ist jedoch in bestimmten Zeiträumen ein Anstieg der Krankheitsraten zu beobachten, der sich vor allem auf die Produktion auswirkt.

Um die Auswirkungen von Fehlzeiten zu begrenzen, priorisieren wir Produktionspläne und erhöhen bei Bedarf die Zahl der Leiharbeiter. Um die budgetierten Produktionssteigerungen sicherzustellen, haben wir neue Rekrutierungskampagnen gestartet, die wir direkt steuern.

3.3 Chancenbericht

Wesentliche Chancen bestehen durch den Gesellschafter in der Einführung neuer Produkte, die in Bad Sobernheim hergestellt werden können. Dazu gehören Produkte mit verbessertem Emissionsverhalten (VOC) für Innenräume und mittelfristig auch flammhemmend ausgerüstete Compounds im Bereich der Elektromobilität. Hier werden aufgrund der Speicherung von elektrischer Energie spezielle Mischungen aus Kunststoff zum Einsatz kommen, die flammhemmend ausgerüstet sein müssen. Polyblend besitzt hier ein spezielles Know-how. Ferner ergeben sich Chancen im Bereich Recycling.

Der Mutterkonzern TotalEnergies engagiert sich sehr stark für den Einsatz recycelter Kunststoffe. Bei Polyblend besteht das Potenzial, Mischungen mit recyceltem Material herzustellen. Kunststoffverbände fordern ein ambitioniertes, gesetzlich verbindliches Ziel für den Recyclinganteil in Automobilkunststoffen von 20 % bis 2030 und 25 % bis 2035. Um das 20 %-Ziel zu erreichen, brauchen wir die Akzeptanz von chemischem Recycling sowie einen Regulierungsrahmen, der Investitionssicherheit und die Verwendung aller recycelten Materialien gewährleistet. Dafür brauchen wir eine Bereitstellung von Materialströmen und verstärkte Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung von Automobil- und Nicht-Automobilabfällen.

Durch die Kombination seiner Expertise im Lohncompoundieren und seiner hohen Flexibilität bei der Anpassung an neue Rezepturen sowie dem starken Engagement von TotalEnergies, hohe Recyclingziele zu erreichen, hat Polyblend große Chancen, sich im wachsenden Recyclingsegment zu positionieren, das sich aufgrund der bevorstehenden Entwicklung von Rechtsvorschriften zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft weiter beschleunigen wird.

3.4 Gesamtaussage zum Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Insgesamt sehen wir das Unternehmen gut aufgestellt, um mit den beschriebenen Risiken umzugehen. Die hohen Strompreise und hohen Inflationsraten wurden durch Preisanpassungen am Markt ausgeglichen. Diese bleiben zusammen mit den Absatzmengen der entscheidende Einflussfaktor für das EBT.

Rückgänge im Automobilabsatz müssen durch die Erschließung neuer Marktchancen, beispielsweise durch den Einsatz von Recyclingmaterial, ausgeglichen werden.

Polyblend hat gute Chancen, in naher Zukunft in diese Richtung zu gehen. Von entscheidender Bedeutung wird die Anbindung an TotalEnergies und ggf. die Möglichkeit eines Cash-Poolings sein.

 

Bad Sobernheim, den 21.06.2024

gez. Dr. Michel Cassart

gez. Andrew Jessup

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5,51 5,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.830.349,52 1.918.378,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 442.461,87 741.598,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.550.668,31 1.663.409,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.557.994,29 2.095.076,79
7.381.473,99 6.418.464,00
7.381.479,50 6.418.469,51
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 299.541,88 578.086,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.413.096,80 2.090.762,05
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 875.487,55 1.140.015,46
3.588.126,23 3.808.863,79
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.663,69 62.030,90
10.991.269,42 10.289.364,20

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 3.924.394,48 3.924.394,48
III. Gewinnrücklage 2.581.309,88 1.637.788,78
IV. Bilanzgewinn 1.351.110,25 943.521,10
7.956.814,61 6.605.704,36
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.054.000,00 979.500,00
C. VERBINDLICHKEITEN 980.454,81 2.704.159,84
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.166.507,87
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 700.000,00
davon aus Steuern 82.956,48 88.788,35
10.991.269,42 10.289.364,20

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 16.471.026,93 15.343.782,64
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.860.200,65 -5.923.924,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.126.172,78 -1.076.039,14
(davon für Altersversorgung EUR 36.384,10 (Vorjahr: EUR 37.281,01)
-6.986.373,43 -6.999.963,71
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -715.196,73 -886.049,43
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.857.272,01 -6.102.082,08
5. Betriebsergebnis 1.912.184,76 1.355.687,42
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 725,43 1.041,55
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.051,14 -14.714,66
8. Finanzergebnis -32.325,71 -13.673,11
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -519.363,41 -389.948,05
10. Ergebnis nach Steuern 1.360.495,64 952.066,26
11. Sonstige Steuern -9.385,39 -8.545,16
12. Jahresüberschuss 1.351.110,25 943.521,10
13. Gewinnvortrag 943.521,10 875.626,42
14. Einstellung in die Gewinnrücklage -943.521,10 -875.626,42
15. Bilanzgewinn 1.351.110,25 943.521,10

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt freiwillig in der für die große Kapitalgesellschaft vorgesehenen Form der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Polyblend GmbH mit Sitz in Bad Sobernheim im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Kreuznach unter der Nummer HRB Nr. 20668 eingetragen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige (lineare) Abschreibungen, angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen.

Für bewegliche Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungs- oder Herstellungskosten über 250,00 € bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der gleichmäßig über fünf Jahre aufgelöst wird.

Die Abschreibungen basieren auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem Verfahren des gewogenen Durchschnitts.

Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. mit dem beizulegenden Wert bewertet. In die Ermittlung der Herstellkosten werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellkosten einbezogen. Kosten für die allgemeine Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert erfasst. Erkennbare Risiken werden durch Bildung von Einzel- sowie Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 97 (Vorjahr 99).

2023 2022
Davon
- Gewerbliche Arbeitnehmer 77 78
- Angestellte 20 21
Summe: 97 99

Zum 31. Dezember 2023 bestanden künftige Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 167 sowie jährliche Mietverpflichtungen in Höhe von rund TEUR 1.260.

Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte liegen nicht vor.

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Herr Dr. René Herbiet, Geschäftsführer, Brüggen (abberufen zum 01. April 2023)

Herr Olivier Gonzales de Linares, Geschäftsführer, Montigny-les-Metz (abberufen zum 10. März 2023)

Herr Andrew Jessup, Geschäftsführer, Uccle, Belgien (ab 10. März 2023)

Herr Dr. Michel Cassart, Geschäftsführer, Braine-l'Alleud, Belgien (ab 01. April 2023)

Die Geschäftsführung ist nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge der Organe wird auf Grund der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Polyblend GmbH ist eine Tochtergesellschaft der TotalEnergies Raffinage Chimie SAS, Nanterre, Frankreich, die wiederum eine Tochtergesellschaft der TotalEnergies SE, Courbevoie, Frankreich, ist. Die TotalEnergies SE erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Polyblend und weitere Konzerngesellschaften einbezogen werden. Der Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft 2 place Jean Millier, La Défense 6, 92400 Courbevoie, Frankreich, erhältlich und einzusehen unter www.totalenergies.com. Die TotalEnergies Raffinage Chimie SAS als Mutterunternehmen der Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Polyblend GmbH einbezogen wird. Der Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Nanterre, Frankreich, erhältlich.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in die Gewinnrücklage einzustellen.

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beinhaltet ausschließlich Abschlussprüferleistungen in Höhe von TEUR 37.

 

Bad Sobernheim, den 21. Juni 2024

gez. Dr. Michel Cassart

gez. Andrew Jessup

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.056,07 0,00 0,00 0,00 50.056,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.287.273,00 19.847,51 0,00 21.902,45 6.329.022,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.750.528,08 0,00 0,00 0,00 17.750.528,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.171.816,18 111.050,37 -31.330,61 62.490,40 4.314.026,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.095.076,79 1.547.310,35 0,00 -84.392,85 3.557.994,29
30.304.694,05 1.678.208,23 -31.330,61 0,00 31.951.571,67
30.354.750,12 1.678.208,23 -31.330,61 0,00 32.001.627,74
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.050,56 0,00 0,00 50.050,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.368.894,48 129.778,96 0,00 4.498.673,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.008.929,21 299.137,00 0,00 17.308.066,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.508.406,36 286.280,77 -31.329,10 2.763.358,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
23.886.230,05 715.196,73 -31.329,10 24.570.097,68
23.936.280,61 715.196,73 -31.329,10 24.620.148,24
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5,51 5,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.830.349,52 1.918.378,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 442.461,87 741.598,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.550.668,31 1.663.409,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.557.994,29 2.095.076,79
7.381.473,99 6.418.464,00
7.381.479,50 6.418.469,51

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Polyblend GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Polyblend GmbH, Bad Sobernheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polyblend GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 26. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Bilz, Wirtschaftsprüfer

gez. Kostolnik-Briedela, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 26. Juni 2024 festgestellt.

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