Pro.Com International GmbH

Stettiner Straße 32, 45770 Marl, DEU

Master Data

Registry
Register court Gelsenkirchen HRB 8091
Registered
3/21/2005
Industry
Wholesale of household, office and shop furniture, carpets and lighting equipmentAgents involved in the sale of furnitureRetail sale of furniture
Purpose
Handel mit Möbeln aller Art, insbesondere der Handel mit aus Asien und Osteuropa importierten Kleinmöbeln.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Jürgen Nikolayczik
since 10/21/2014
Procura
Heiko Oltmanns
since 2/9/2006
Managing Director
Rica Jockenhöfer
since 3/21/2005
Managing Director

Beneficial Owners

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Am Volkspark 38, 45768 Marl
€97,000
97.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Pro.Com International GmbH

Marl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Rohergebnis 4.629.265,03 7.745
davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 85.290,59 (Vj. TEUR 164)
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.914.785,84 7.102
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 71.388,37 (Vj. TEUR 116)
3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 188.953,61 2
4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 337.956,36 -1
5. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 565.476,44 646

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Ergänzende Vorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Firma Pro.Com International GmbH mit Sitz in Marl im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter der Nummer HRB 8091 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Es werden alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Schwimmende Ware wird nach dem Grundsatz "Free on Board (FOB)" bilanziert.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen wie im Vorjahr nicht mehr als ein Jahr. Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.053 aus dem Bestellobligo für das Jahr 2024. Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Erfolgsbeiträge

Die Materialaufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 1.056 Aufwendungen für drohende Verluste für am Stichtag noch nicht ausgeführte Aufträge.

Sonstige Angaben

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung wird vorschlagen, den Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Rica Jockenhöfer, Kauffrau,

Heiko Oltmanns, Kaufmann.

Frau Rica Jockenhöfer übt ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin hauptberuflich in der Jockenhöfer-Gruppe aus. Herr Heiko Oltmanns ist hauptberuflich Geschäftsführer der Pro.Com International GmbH.

Gesamtbezüge der Organe

Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Vergütungen.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 keine Mitarbeiter.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktgerechten Konditionen durchgeführt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, lagen nicht vor.

 

Marl, 25. Juli 2024

Geschäftsführung

Rica Jockenhöfer

Heiko Oltmanns

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2024 festgestellt worden.

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.395.058,21 3.993.537
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.067.418,57 2.774.883
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.660.741,40 6.883.292
Summe Aktiva 14.123.218,18 13.651.713

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000
II. Gewinnvortrag 10.374.085,71 9.728.525
III. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 565.476,44 645.561
11.039.562,15 10.474.086
B. Rückstellungen 2.484.400,00 2.262.400
C. Verbindlichkeiten 599.256,03 915.227
davon aus Steuern EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
Summe Passiva 14.123.218,18 13.651.713

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pro.Com International GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pro.Com International GmbH, Marl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pro.Com International GmbH, Marl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 25. Juli 2024

ROTTHEGE GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Ulla Schaub, Wirtschaftsprüfer

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Pro.Com International GmbH

Die Anteile an der Pro.Com International GmbH werden in Familienbesitz gehalten. Sitz der Gesellschaft ist Marl.

Die Gesellschaft ist sowohl im Marktsegment moderner und SB-orientierter Tischgruppen tätig als auch im Segment funktionaler Polstergarnituren, die sie insbesondere aus Asien und Osteuropa importiert. Die Produkte werden im gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden europäischen Ausland vertrieben. Es handelt sich hierbei durchweg um stagnierende bzw. schrumpfende Märkte mit starkem Wettbewerb.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Auch das Jahr 2023 war von geopolitischen, konjunkturellen und strukturellen Krisen geprägt. Neben dem Krisenherd russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen der westlichen Welt hat die Krise im Nahen Osten zu anhaltenden Störungen in den globalen Lieferketten geführt. Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 in der EU durchschnittlich bei rd. 6,4 % und ist damit im Vergleich zum Höchststand 2022 von 11,5 % deutlich zurückgegangen. Im Mai 2024 lag die Inflationsrate bei 2,7 % 1.

1 Vgl. Statista EU Inflationsrate nach Monaten bis Mai 2024, Abruf vom 01.07.2024; Destatis Preisentwicklung in den EU-Staaten, Abruf vom 01.07.2024

Sowohl die Containerfrachten als auch der USD schwankten im Zeitablauf teilweise erheblich. Bei den Containerfrachten gem. SCFI 2 hat im Vergleich zum Vorjahr kurzfristig eine "Normalisierung" der Frachtraten stattgefunden, doch bereits zum Jahresende zeichnen sich erhebliche Preissteigerungen bedingt durch die Aktionen der Huthi-Rebellen ab 3. Ende Juni 2024 lag die Container-Frachtrate auf der Route Shanghai - Rotterdam gem. SCFI bereits bei rd. USD 5.000 4. Der Dollarwechselkurs schwankte im Jahr 2023 zwischen 1,05 USD/EUR und 1,12 USD/EUR 5.

2 SCFI = Shanghai Containerized Freight Index

3 Vgl. Spiegelonline 19.12.2023 Angriffe auf Frachter im roten Meer; ntv 04.01.2024 Preise für Container- fracht legen deutlich zu

4 Vgl. DSV_Abruf vom 01.07.2024

5 www.Finanzen.net

Die Weltwirtschaftsleistung startete ins Jahr 2023 zunächst kräftig, verlangsamte sich jedoch im Sommer aufgrund der schwachen Industrieproduktionen und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen. Insgesamt lag die Weltwirtschaftsleistung in 2023, gemessen am BIP 6 , bei 3,2 % 7. Für 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds IWF ein globales Wachstum von 3,1% 8. Trotz der multiplen Krisen erweist sich die Weltwirtschaft als überraschend widerstandsfähig, doch ist die steigende Wirtschaftsdynamik bislang nicht überall zu spüren.

6 BIP = Bruttoinlandsprodukt

7 Vgl. BMWK: Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, abgerufen am 02.05.2024

8 Vgl. BMWK: Langsam aber robust, abgerufen am 02.05.2024

So hat sich sowohl in der EU als auch in der Euro-Zone das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 von jeweils 3,4 % auf nur noch 0,5 % deutlich verschlechtert. Entsprechend schwach ist die EU-Wirtschaft in das Jahr 2024 gestartet. Die Europäische Kommission stellte demzufolge in ihrer Winterprognose 2024 fest, dass die Wirtschaft in der EU in 2024 langsamer als erwartet wachse und korrigierte folglich ihre Prognose für 2024 in der EU von 1,3 % auf 0,9 % und im Euro-Währungsgebiet von 1,2 % auf 0,8 %. Angesichts langsamer steigender Preise, Reallohnzuwächsen und eines robusten Arbeitsmarktes wird die Wiederbelebung der Wirtschaft erwartet 9.

9 Vgl. Europäische Kommission, Winterprognose 2024, abgerufen 03.05.2024

In Deutschland kam im Jahr 2023 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit dem weiterhin krisengeprägten Umfeld ins Stocken, so dass das preisbereinigte BIP in 2023 im Vergleich zu 2022 um 0,3 % auf 1,6 % gesunken ist. Trotz der jüngsten Rückgänge sind die Preise nach wie vor hoch und dämpfen die Konjunktur auf allen Wirtschaftsstufen. Hinzu kommen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland 10. Eine zeitnahe Erholung der deutschen Wirtschaft ist derzeit nicht in Sicht 11.

10 Vgl. Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024 des Statistischen Bundesamtes, abgerufen am 03.05.2024

11 Vgl. Ifo Konjunkturprognose 2024 vom 06.03.2024, abgerufen am 03.05.2024

1.3 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die zuvor beschriebenen Herausforderungen wirkten sich auch auf die deutsche Möbelindustrie aus. Aktuell steuert Deutschlands Möbelbranche noch vor der üblichen Sommerflaute auf eine kräftige Krise zu, da die Kundenfrequenz in den Möbelhäusern in den letzten Wochen und Monaten deutlich eingebrochen ist. Hauptgrund für die anhaltende Konsumzurückhaltung der Verbraucher ist nach Einschätzung der Möbelhändler die wirtschaftliche Unsicherheit angesichts von Inflation, hohen Preisen und Zinsen, die Baukrise und das Risiko von Arbeitsplatzverlusten. So haben Ende 2023 bereits 40 % der Möbelhersteller Kurzarbeit angeordnet, und die weitere Prognose fällt entsprechend negativ aus. Laut einer Befragung des Verbands der Deutschen Möbelindustrie VDM planen sogar 57 % der Firmen für das erste Quartal 2024 Kurzarbeit zu beantragen - damit läge das Niveau sogar noch höher als in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 und 2008 12.

12 WELT, Krise in der Möbelindustrie vom 18.01.2024

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1. Ertragslage

Die allgemeine Verunsicherung der Konsumenten und deutliche Erhöhungen der Verkaufspreise zur Kompensation der überproportionalen Kostensteigerungen für Frachten, Rohstoffe usw. haben abermals zu einem nachlassendem Konsumenteninteresse und für uns zu einem geringeren Geschäftsvolumen geführt. Aufgrund der erheblich gesunkenen Frachtraten mussten die Verkaufspreise gesenkt werden. Insgesamt hat sich die Entwicklung negativ auf unsere Ertragslage ausgewirkt, so dass das Rohergebnis um rd. 41 % unter dem Vorjahr liegt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten zeitnah an das verminderte Geschäftsvolumen angepasst werden. Insgesamt hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 565 erzielt, der leicht unter dem Vorjahr liegt.

2.2. Finanzlage

Das Finanzmanagement der Gesellschaft basiert im Wesentlichen auf einer soliden Innenfinanzierung, welche die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherstellt. Ebenso verfügt die Gesellschaft über ein funktionsfähiges Debitorenmanagement, welches einen zeitnahen Ausgleich der offenen Posten überwacht.

Die Stichtagsliquidität zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf TEUR 9.661 und ist gegenüber dem Vorjahresstichtag gestiegen; sie war und ist jederzeit gewährleistet.

2.3. Vermögens- und Kapitallage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um rd. 4 % gestiegen. Die Erhöhung des Bilanzvolumens resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten sowie der stichtagsbedingt erhöhten sonstigen Vermögensgegenstände. Infolge des geringeren Geschäftsvolumens entwickelten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig.

Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme hauptsächlich aus dem gestiegenen Eigenkapital und den höheren Rückstellungen. Stichtagsbedingt verminderten sich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf dem Rohergebnis. Diesen verwenden wir auch für unsere interne Unternehmenssteuerung. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Ertragslage.

2.5. Gesamteinschätzung der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv.

3. Nachtragsbericht

Besondere Risiken, die über das allgemeine Geschäftsrisiko der Branche hinausgehen, sehen wir für unsere Gesellschaft nicht. Es sind keine Entwicklungen und Risiken bekannt, die bestandsgefährdend wären.

Bestehenden Risiken wird durch bilanzielle Vorsorge Rechnung getragen.

4. Risiko- und Chancenbericht

Es bestehen nach wie vor wirtschaftliche und politische Unsicherheitsfaktoren, was sich nachhaltig negativ auf die Energiepreise auswirken und damit die Inflationsrate wieder antreiben kann. In diesem Zusammenhang sind protektionistische Interessen, die weltweite Staatsverschuldung, speziell die Staatsverschuldung im Euro- und im USD-Raum, die zukünftige Entwicklung von Wechselkursen sowie andauernde und neu entfachende geopolitische und wirtschaftliche Unruhen zu nennen. So war bis in die zweite Jahreshälfte 2022 Russland noch ein wichtiger Energielieferant für Deutschland. Im Verlauf des Jahres 2023 wurden die Erdgasimporte aus Russland jedoch weiter zurückgefahren bzw. ganz eingestellt. Insgesamt ging die importierte Warenmenge aus Russland um fast 93 % zurück, und der Wert der Importe aus Russland reduzierte sich um fast 90 % 13.

13 Vgl. Statista, Gewicht deutscher Importe aus Russland bis 2023 vom 03.05.2024

Wir haben nach wie vor keine Lieferungs- und Leistungsbeziehungen nach Russland, Belarus oder die Ukraine, so dass derzeit somit auch keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Vermögenslage, wie z. B. Ausfall von Forderungen, erkennbar sind.

Ein weiteres, schwer kalkulierbares Risiko ist die nach wie vor immer weiter voranschreitende Konzentration im Handel und die damit zusammenhängende Marktmacht der Kunden, die zu einem steigenden Ausfall von Marktteilnehmern führt und auch weiterhin führen wird, wenn notwendige Preisanpassungen nicht oder nicht in der erforderlichen Höhe durchgesetzt werden können. Neu ist in dem Zusammenhang, dass auch mit größeren Insolvenzen im Handel gerechnet werden muss.

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem, welches der Geschäftsführung sowie den Gesellschaftern in angemessener Form die Unternehmensdaten liefert, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage notwendig sind. Dazu werden jeweils Monats- und Quartalsabschlüsse erstellt. Ferner wird die Entwicklung u. a. des Schlüsselindikators Rohgewinn regelmäßig durch die Geschäftsführung analysiert.

Marktchancen ergeben sich aufgrund unserer guten langjährigen Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten durch die Entwicklung gemeinsamer Produkte, welche die aktuellen Trends rechtzeitig aufnehmen und für eine schnelle Implementierung in das Sortiment sorgen sowie aufgrund des konsequenten Qualitätsmanagements für unsere Produkte. Angefangen bei der Auswahl der Vorlieferanten über die Kontrollen in unserem Lager bis hin zu den "after-sales-services" überwachen wir unsere Prozesse mit Hilfe von Kennzahlen (z. B. Reklamationsquote pro Kunde) regelmäßig.

5. Prognosebericht

Wie bereits beschrieben, werden nach Einschätzung der Experten die Absatzmengen der deutschen Möbelbranche in 2024 weiter zurückgehen. Dabei wird davon auszugehen sein, dass die Nachfrage nach mittel- und hochpreisigen Qualitätsprodukten stabiler als nach den für uns relevanten günstigen Produkten bleiben wird 14.

14 Vgl. Ifo Branchen-Dialog 2022: Herausforderungen im Handel

Die Auswirkungen des begonnenen US-Wahlkampfes auf die Weltwirtschaft, insbesondere auf Zölle und US-Dollarkurse, besondere Wirtschaftsprogramme und damit massiv geänderte Rahmenbedingungen sind derzeit noch nicht absehbar.

Auch bei unbestritten herausfordernden Rahmenbedingungen sind wir dennoch zuversichtlich, dass die Themen Wohnen und Einrichten bei den Verbrauchern weiter im Fokus bleiben werden. Die eigenen vier Wände sind und bleiben ein sicherer Rückzugsort in unsicheren Zeiten.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir insgesamt eine deutliche Verschlechterung unseres Rohergebnisses im Vergleich zu 2023, die wir aber sicher verkraften werden.

 

Marl, 25. Juli 2024

Geschäftsführung

Rica Jockenhöfer

Heiko Oltmanns

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