Phönix Group GmbH
Same addressRaising of layers to produce eggs for consumption
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Jens Peter Dr. Baltissen since 11/9/2023 | Board Member |
Inse-Marie Stalter since 5/26/2023 | Board Member |
Robert Knops since 6/2/2020 | Board Member |
Michael Dr. Steinmann since 10/30/2018 | Board Member |
Michael Dr. Steinemann since 7/20/2018 | Board Member |
Heinrich Buxtrup since 4/4/2018 | Board Member |
Frank Osterhaus since 4/4/2018 | Board Member |
Rainer Thoenes since 4/4/2018 | Board Member |
Alfred Bormann since 6/13/2016 | Board Member |
Josef Franz Mathweis since 5/13/2015 | Board Member |
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 99.70% | |
| 45.10% | |
| 20.50% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Rinder-Union West eGMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024LageberichtA. Grundlagen der Geschäftstätigkeit 1. Selbstverständnis und Eigentümerstruktur Die Rinder-Union West eG ist ein zukunftsorientiertes, führendes landwirtschaftliches Unternehmen der Rinderzucht, Besamung und Zuchtrindervermarktung mit aktuell 15.322 Mitgliedern. Schon mit der Gründung der Rinder-Union West eG im April 1993 haben wir einen ganz besonderen Grundstein gelegt. Entstanden aus 15 ehemals selbstständigen Organisationen, ist die RUW die einzige Genossenschaft auf dem Gebiet der Rinderzucht, die über drei Bundesländer hinweg arbeitet. Mit unserer Zentrale in Münster und den beiden Regionalzentren in Krefeld und Fließem bei Bitburg sind wir in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland vertreten. Flächen- und zahlenmäßig bilden wir damit eine der größten Rinderzuchtorganisationen in Deutschland. Eine zusätzliche Stärke der RUW bildet die Partnerschaft mit anderen Organisationen wie beispielsweise dem Holstein-Zuchtprogramm Phönix, dem Zuchtprogramm YPERIOS (INRA95) des Zuchtunternehmens AURIVA-Elevage oder der GGI-Spermex GmbH. 2. Geschäftsbereiche, Produkte und Dienstleistungen Die Produkte und Dienstleistungen der Rinder-Union West eG sind in folgende Geschäftsbereiche unterteilt: • Besamung - Durchführung künstlicher Besamungen beim Rind - Spermaverkäufe Rinder - Embryotransfer - Besamungsbedarf - sonstige Dienstleistungen • Vermarktung - Auktionen von Zucht- und Nutzvieh - Ab Hof Geschäfte mit Zucht- und Nutzvieh • Zucht 3. Standorte Die Rinder-Union West eG unterhält in ihrem Einzugsgebiet folgende Standorte: - Zentrale: Schiffahrter Damm 235a, 48147 Münster - Regionalzentrum Nordrhein: Kleinewefersstr. 160, 47803 Krefeld - Regionalzentrum Rheinland-Pfalz/Saarland: Hamerter Berg 1, 54636 Fließem - Bullenhaltung und Spermaproduktion: Vardingholter Str. 21, 46325 Borken-Hoxfeld - Auktionsstandort: Ökonomierat-Peitzmeier-Platz 2 - 4, 59063 Hamm - Auktionsstandort: Kleinewefersstr. 160, 47803 Krefeld - Auktionsstandort: Hamerter Berg 1, 54636 Fließem 4. Absatzmärkte Das Einzugsgebiet für den Absatz der Produkte und Dienstleistungen der Rinder-Union West eG im Mitgliedergeschäft umfasst im Wesentlichen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Die Produkte der Genossenschaft werden des Weiteren in andere Bundesländer innerhalb der Bundesrepublik Deutschland und in die Länder der Europäischen Union abgesetzt. Der Vertrieb der Produkte in Drittländer erfolgt über die Beteiligungsgesellschaft GGI-Spermex GmbH, Cloppenburg, für Sperma. 5. Externe Einflussfaktoren für das Geschäft Externe Einflussfaktoren für das Geschäft der Rinder-Union West eG liegen vor allem in ordnungspolitischen Regularien, Subventionen, bautechnischen Vorschriften, steuerlichen Änderungen und die hierdurch gegebenen Rahmenbedingungen zu den nationalen und internationalen Märkten. Weitere Einflussfaktoren sind der Ukrainekrieg mit seinen Auswirkungen auf fast alle Wirtschaftsbereiche sowie Tierkrankheiten, die entweder die Handelsfähigkeit der eigenen Rinderhalter oder aber den Zugang zu den Märkten innerhalb Europas und in Drittländer oder auch in andere Regionen Deutschlands beeinflussen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Milch-, Schlacht-, Nutz- und Zuchtviehpreise blieben im GJ 2023/24 auf gutem, zum Teil sehr gutem Niveau, was weiterhin zu einer stabilen wirtschaftlichen Lage in der Milchviehhaltung führte. Unterstützt durch die Verluste, die durch das Blauzungenvirus ausgelöst wurden, nahm der Strukturwandel jedoch wieder deutlich stärker an Fahrt auf als im Vorjahr. Die Anzahl der Milchkühe in Deutschland hat sich auf Basis der November-Viehzählung 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % verringert und beträgt nun 3,59 Millionen Tiere. Dieser Rückgang ist im Vergleich zum Vorjahr, in dem er 2,5 % betrug, weiter angestiegen. Innerhalb des RUW-Gebiets lag der Rückgang der Milchkühe sogar bei 4,5 %, was damit über dem Bundesdurchschnitt liegt. In Nordrhein-Westfalen fiel der Rückgang mit 4,2 % noch am moderatesten aus, in Rheinland-Pfalz mit 5,3 % und im Saarland mit 5,9 % dagegen extrem. Insgesamt wurden im November 2024 in diesen drei Bundesländern noch 459.757 Milchkühe gezählt.Trotz rückläufiger Milchkuhbestände und spürbaren Rückgängen in der Tiervermarktung konnte bei einem weiterhin gutem Preisniveau eine zufriedenstellende Elössituatin erreicht werden. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte die Rinder-Union West eG folgende Umsätze:
Im Geschäftsjahr 2023/24 sanken die Umsatzerlöse der RUW inkl. Provisionen im Geschäftsbereich Vermarktung um 2,9 Mio. EUR bzw. 4,2 % auf 66,4 Mio. EUR. Ausschlaggebend für die negative Entwicklung waren deutliche Umsatzrückgänge im Geschäftsbereich Vermarktung bei einer stabilen Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Besamung und weiter positiven Umsatzentwicklung im Bereich Zucht/Herdbuch. So blieb der Umsatz im Geschäftsbereich Besamung mit einem leichten Rückgang von 0,2 % nahezu stabil. Demgegenüber ging der Umsatz im Geschäftsbereich Vermarktung inkl. Provisionen deutlich, und zwar um 7,0 % zurück. Während die Zahl der gehandelten Zucht- und Nutzrinder mit einem Minus von 5,0 % deutlich zurückging, sank auch der Umsatzerlös deutlich um 7,0 %. Unterdessen nahm in 2023/24 der Strukturwandel in der Rinderhaltung mit einem deutlichen Rückgang der gehaltenen Milchkühe und Jungrinder wieder zu. Während die Entwicklung bei den Dienstleistungs- und Spermaerlösen bis zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 noch stabil war, sorgte insbesondere das Blauzungengeschehen im Sommer 2024 für einen deutlichen Rückgang bei den Gesamtbesamungen und folglich einen spürbaren Rückgang in den Dienstleistungs- und Spermaerlösen. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Zucht/Herdbuch stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr demgegenüber sowohl im Bereich der Herdbuchbeiträge als auch im Bereich der Herdentypisierung erfreulich um insgesamt 5,5 % an. Geschäftsbereich Besamung In ähnlichem Anteil wie die Milchkuhzahlen (-4,5 %) sanken auch die Gesamtbesamungen um 3,1 % auf 582.173. Damit wurde erstmalig die Zahl von 600.000 Besamungen unterschritten. Neben dem Strukturwandel trug auch die Gnitze mit der Verbreitung des Blauzungen-Virus Serotyp 3 ihren Anteil an einem deutlichen Besamungsrückgang in den Sommermonaten. Der Spermaverkauf im RUW-Gebiet sank um 3,8 % auf 660.066 Portionen. Wertmäßig war der Rückgang des Umsatzes um 1,5 % geringer als der Portionsrückgang. Grund hierfür ist der weitere Anstieg des Anteils des gesexten Spermas, was den Preis pro Portion durch die Kosten für die Sortierung steigen lässt. Die Anzahl der Portionen, die über die Tierzuchttechniker verkauft wurden, sank in geringerem Maße (-1,5 %, absolut 232.045 Portionen) als die an die Eigenbestandsbesamer/vorbezahlt verkauften Portionen (-5,0 %, absolut 428.021 Portionen). Der Umsatz stieg durch das gesexte Sperma bei den Erstgenannten um 4,4 % (4.355.535 EUR) und sank bei den EBB/vorbezahlt verkaufte Portionen um 4,3 % auf 8.774.261 EUR. Im Geschäftsbereich Besamung wurde ein wertmäßiger Gesamtumsatz von 23,9 Mio. EUR erzielt (-0,2 %). Infolge rückläufiger Besamungszahlen sanken die Erlöse trotz angepasster Dienstleistungsgebühren für Inseminationen und Anfahrten um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. Während die Erlöse aus dem Spermaverkauf im traditionellen Besamungsgeschäft um 4,4 % stiegen, sanken die Umsatzerlöse aus dem Verkauf vorbezahlter Portionen um 24,8 % sowie aus Spermaverkäufen an Eigenbestandsbesamer um 1,1 %. Durch die RUW-Bonus-Verträge wurde den teilnehmenden Mitgliedsbetrieben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 ein Rabatt von knapp 2,2 Mio. EUR gewährt. Neben einer kostenlosen Anpaarungsberatung haben die Betriebe mit einem durchschnittlichen Nachlass von rund 5,39 EUR pro Portion wieder einen spürbaren Rabatt auf die Listenpreise für Sperma erhalten. Der Umsatz aus Spermaverkäufen an Dritte konnte im Geschäftsjahr 2023/24 deutlich gesteigert werden. Mit knapp 1.859 TEUR wurde der Vorjahresumsatz um 22,6 % übertroffen. Der Umsatz aus Direktlieferungen in Spermadepots legte ebenfalls mit einem Zuwachs von 17,3 % deutlich zu. Dem Umsatzrückgang von 0,22 % im Geschäftsbereich Besamung stand ein um 4 % gesunkener Wareneinsatz gegenüber. Während die Bullenhaltungskosten, die Kosten für den ET-Bedarf sowie Trägertiere und Kälber stiegen, sanken die Kosten für den Betrieb der Besamungsstation und in der Spermaproduktion sowie für den Besamungsbedarf. Auch der Wareneinsatz für Zukaufsperma sowie für den Embryoneneinkauf im Zuchtprogramm ging spürbar zurück.Aufgrund des nur leicht rückläufigen Umsatzes auf 23.933 TEUR (-0,2 %) im Vergleich zum stärker auf 6.670 TEUR rückläufigen Wareneinsatzes (-4,0 %) war die Entwicklung des Bruttogewinns leicht positiv. Mit einem Bruttogewinn von gut 15,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023/24 wurde der Wert des vorangegangenen Geschäftsjahres 2022/23 in der Geschäftssparte Besamung im Ergebnis mit einem Plus von 204 TEUR (+1,3 %) knapp übertroffen. Geschäftsbereich Vermarktung Die Rahmenbedingungen beeinflussten auch im zurückliegenden Geschäftsjahr die Zucht- und Nutzviehvermarktung erheblich. Die Auswirkungen des Blauzungenvirus Serotyp 3 führten zu deutlichen Verlusten - sowohl in Form von abgehenden Trächtigkeiten als auch in Tierverlusten - in den rinderhaltenden Betrieben. Der Bedarf an abgekalbten Färsen wuchs so stark an, dass selbst die durch die fehlenden Exportvereinbarungen mit Drittländern weniger gewordene Nachfrage im Ausland, die Nachfrage nicht gedeckt werden konnte. Auch der steigende Anteil an Beef on Dairy-Besamungen führte zu einer weiteren Verknappung des Angebots an Holsteinfärsen. Insgesamt wurden 39.537 Tiere vermarktet. Das entspricht einem Rückgang um 5,0 %. Gleichzeitig sank auch der Umsatz um 7,5 %. Die Rückgänge in der Vermarktung verteilten sich in etwa gleich auf die Sparten Nutzvieh und Zuchtvieh. Die Einschränkungen im Export führten zu drastischen Stückzahl- und Umsatzrückgängen, so dass auch positive Auftriebszahlen bei den Auktionen, eine leicht gestiegene Anzahl an Ab Hofvermarkteten Tieren bei gleichzeitig ansteigender Preisentwicklung, nicht kompensiert werden konnten. Der positive Trend der Steigpreise auf den Auktionen konnte auch im Geschäftsjahr 2023/24, trotz oder gerade wegen des BTV-Ausbruchs, erhalten werden. Die Inlandsnachfrage stieg gerade zum Ende des Geschäftsjahres deutlich an und konnte damit auch den durch seuchenhygienisch nicht möglichen Export Richtung Italien kompensieren. Der gewichtete Durchschnittspreis lag über alle Standorte wie im letzten Jahr bei 2.150 €. Bei einer weiteren Steigerung der Auftriebszahlen um 4,7 % konnte der Umsatz um 1,1 % gesteigert werden. Die Etablierung der halfterlosen Vermarktung auch am Standort in Hamm wurde im März mit der ersten freien Auktion finalisiert. Damit ist nun auf allen Auktionsplätzen der RUW dieses Verfahren etabliert. Gekoppelt mit dem Auktionsdienst ist damit eine Auktionsvermarktung lediglich durch die Anmeldung durch den Landwirt möglich. Neben einem generell angezogenen Preisniveau bedingt durch ein knapperes Angebot an Zuchtrindern, trug auch die Rücknahme einer großen Anzahl an Exportzertifikaten mit Drittstaaten durch die Bundesregierung zusätzlich zu den Einschränkungen durch die Blauzungensituation dazu bei, dass die Exportzahlen im freien Fall befindlich sind. 31,4% weniger exportierte Tiere mit einem Umsatzrückgang um 24,7 % auf 6,8 Mio. Euro standen am Ende des Geschäftsjahres zu Buche. Damit verließen mit 4.485 Tieren knapp 1.500 Tiere weniger das RUW-Gebiet in Richtung Ausland. Die drei wichtigsten Zielländer Italien, Belgien und Ungarn verzeichneten je ein Drittel, ein Viertel und ein Fünftel weniger Stückzahlen. Die Kombination aus guter Auktionsvermarktung und schwierigem bis unmöglichem Exportgeschehen führten beim Zuchtviehverkauf Ab Hof zu einem leichten Anstieg der Verkaufszahlen um 1,8 % auf 9.148 Tiere. Bei einem um 4,0 % auf 11,95 Mio. Euro gestiegenen Umsatz bleibt dieser Vermarktungsweg der umsatzstärkste. Die Nutzviehsparte erfuhr im Berichtszeitraum einen stückzahlmäßigen Rückgang um 4,6 % (20.574 Tiere). Das schlechtere Preisniveau ließ die Umsätze um 6,6 % auf 5,78 Mio. Euro sinken. Schlüsselt man die Nutzviehvermarktung in Auktion und Ab Hof auf, zeigt sich ein gegenläufiges Bild. Während die Stückzahlen auf den Auktionen um 12,2 % zurückgingen (5.206 Tiere), sank der Umsatz etwas geringer (-8,1 %) auf 2,8 Mio. Euro. Das Ab Hof-Geschäft hingegen war gekennzeichnet durch einen geringeren Rückgang der Tiere (-1,8 %) bei einem deutlicheren Umsatzrückgang (-5,2 %) auf 2,98 Mio. Euro. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass das Auktionsgeschäft immer deutlicher eine bessere Vermarktungsmöglichkeit darstellt. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Vermarktung hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 trotzt der stabilen Preise für Zucht- und Nutzvieh infolge deutlicher Stückzahlrückgänge negativ entwickelt. Die Stückzahlen sind mit 39.537 verkauften Zucht- und Nutzrindern deutlich, und zwar um 2.070 Tiere bzw. 5 % zurückgegangen. Trotz der weiterhin hohen Zucht- und Nutzviehpreise ist der Umsatz inkl. Provisionen daher um 7,0 % auf 39,2 Mio. EUR spürbar zurückgegangen. Ursächlich für die negative Umsatzentwicklung war somit der deutliche Rückgang bei der Zahl der gehandelten Zucht- und Nutzrinder. Während die Zahl der umgesetzten Rinder bei Zuchtviehauktionen zwar erfreulich um 4,7 % auf 5.330 Tiere gestiegen ist, gingen in allen anderen Segmenten, wie dem Zuchtvieh Ab Stall-Geschäft sowie dem gesamten Segment Nutzvieh, die Stückzahlen zurück. Im Ab Hof-Geschäft im Verbandsgebiet der RUW konnten mit 7.960 Rindern zwar 6 % mehr Tiere gehandelt werden, jedoch war der Handel in Deutschland außerhalb des RUW-Gebietes mit einem Rückgang von 19,6 % auf 1.188 Tiere sowie der Export mit einem Rückgang von 24,7 % auf nur noch 4.485 Tiere äußerst schwach. Mit 18.963 gehandelten Zuchtrindern wurden somit 1.067 bzw. 5,3 % Zuchtrinder weniger gehandelt.Wie im Vorjahr ging die Zahl der gehandelten Montagskälber weiter zurück, und zwar um 1,6 % auf 14.967 Stück. Insgesamt sank die Stückzahl der im Nutzvieh Ab-Hof Geschäft gehandelten Rinder um 1,8 % auf 15.368 Tiere. Die Stückzahlen im Nutzvieh-Auktionsgeschäft haben sich trotz der durchweg guten Preise für Auktionskälber um 12,2 % auf 5.206 Tiere verringert. Der Bruttogewinn in der Geschäftssparte Vermarktung brach infolge der deutlich verringerten Stückzahlen um 435 TEUR bzw. 9,4 % auf knapp 4,2 Mio. € ein. Während der Bruttogewinn im Zuchtviehbereich deutlich um 10,6 % bzw. 393 TEUR auf 3.310 TEUR sank, verringerte sich auch der Bruttogewinn im Bereich Nutzvieh um 4,4 % auf 822 TEUR spürbar. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis in der Tiervermarktung hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach nur einem Jahr der Erholung erneut verschlechtert. Geschäftsbereich Zucht Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Zucht stiegen im Geschäftsjahr 2023/24 um 142 TEUR bzw. 5,5 % auf insgesamt 2.725 TEUR. Während die Umsatzerlöse aus Herdbuchbeiträgen um 2,3 % stiegen, blieb der Umsatzerlös im Bereich Kuheinstufung (-0,2 %) nahezu stabil. Demgegenüber konnte der Umsatz im Bereich Herdentypisierung im Geschäftsjahr 2023/24 erneut spürbar um 13,9 % zulegen. Die Umsatzerlöse aus Herdentypisierung (KuhVision und HerdScan) machen mittlerweile über ein Drittel der Umsatzerlöse im Bereich Zucht/Herdbuch aus. Bei einem leicht rückläufigen Wareneinsatz (-5,5 %) legte der Bruttogewinn im Geschäftsbereich Zucht/Herdbuch im Geschäftsjahr 2023/24 um 8,5 % auf gut 2,2 Mio. EUR zu. Zusammenfassung Während die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Besamung aufgrund rückläufiger Dienstleistungsbesamungen und eines rückläufigen Spermavertriebs im Einzugsgebiet der RUW zurückgingen, legten die Umsatzerlöse im Spermavertrieb an Dritte spürbar zu. So ging der Umsatzerlös in der Besamung nur leicht um 0,2 % auf 23,9 Mio. EUR zurück. Dagegen sanken die Umsatzlöse im Geschäftsbereich Vermarktung aufgrund der negativen Stückzahlentwicklung (-2.070 Tiere) um 2.850 TEUR (-10,3 %) auf 24,8 Mio. EUR. Unter Hinzurechnung der Umsatzerlöse im Bereich Zucht/Herdbuch von gut 2,7 Mio. EUR sowie leicht rückläufiger sonstiger Umsatzerlöse von gut 0,5 Mio. EUR ergibt sich eine Gesamtleistung der Rinder-Union West eG im Geschäftsjahr 2023/24 von knapp 52 Mio. EUR gegenüber 54,8 Mio. EUR im vorangegangenen Geschäftsjahr (-5,2 %). Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen von zusammen rund 163 TEUR sowie der Verrechnung des Wareneinsatzes von 29,3 Mio. EUR und sonstiger betrieblicher Erträge von 1.155 TEUR resultiert ein Rohgewinn in Höhe von gut 24 Mio. EUR (+0,2 %). 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Rinder-Union West eG verwendet die nachfolgend beschriebenen Kennzahlen intern zur Steuerung der Genossenschaft. Daneben kommen noch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren zur Bewertung der Gesamtsituation der Genossenschaft zum Einsatz. Bei den finanziellen Leistungskennzahlen unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung und Optimierung: • Gesamtumsatz • Ordentliches Ergebnis vor Warenrückvergütung, Risikovorsorge, neutralem Ergebnis und Steuern • Bilanzielle Eigenkapitalquote • Betriebsergebnis 4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Genossenschaft trägt der Bedeutung der Mitarbeiter in ihrem personalintensiven Geschäftsmodell durch folgende Leistungsindikatoren Rechnung: • Personalaufwand am Bruttogewinn • Mitarbeiterentwicklung operative Geschäftsbereiche Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023/24 um fast 1,3 Mio. EUR auf rund 14,2 Mio. EUR gestiegen (+9,7 %). Der Anstieg geht sowohl auf gestiegene Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden aufgrund überproportional hoher tariflicher Abschlüsse als auch auf eine planmäßig gestiegene Zahl von Beschäftigten auf 226 Mitarbeitende (+12 Mitarbeitende) zurück. Die Personalkosten binden im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt gut 62 % des Bruttogewinns aus den Geschäftsbereichen Besamung, Vermarktung und Zucht.
5. Ertragslage Die aus dem Jahresabschluss abgeleiteten Kennziffern zur Ertragslage der Rinder-Union West eG haben sich wie folgt entwickelt:
Der Rohertrag lag mit 22,9 Mio. EUR um 0,5 % unter dem Vorjahresniveau. Maßgeblich für den Rückgang des Rohergebnisses waren verminderte Wertschöpfungen im Geschäftsbereich Vermarktung (-9,4%) und bei den sonstigen Erlösen (-10,0%). In den Geschäftsbereichen Besamung (+1,3%) und Zucht (+8,5%) wurde eine verbesserte Wertschöpfung erzielt. Vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten in der Vermarktung kann für diesen Geschäftsbereich die Ertragslage der RUW als nicht zufriedenstellend und in Bezug auf die beiden Geschäftsbereiche Besamung und Zucht als noch zufriedenstellend bezeichnet werden. 6. Finanzlage Der Cashflow bzw. die Kapitalflussrechnung zeigt folgende Entwicklung:
Der Nettozufluss liquider Mittel (= Cashflow) hat sich zum Schluss des Geschäftsjahres 2023/24 um 2.545 TEUR auf 1.827 TEUR verschlechtert. Des Weiteren zeigt die Kapitalflussrechnung, dass sich der Finanzmittelbestand mit 1,6 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR erhöht hat. Gleichzeitig ist der Mittelüberschuss aus der laufenden Geschäftstätigkeit um -2.987 TEUR auf +1.859 TEUR EUR in 2023/24 deutlich gesunken. 7. Vermögenslage Die wichtigsten Kennzahlen zur Vermögenslage haben sich wie folgt entwickelt:
Zum 30.09.2024 weist die Rinder-Union West eG eine Bilanzsumme von 50,5 Mio. EUR aus; sie erhöhte sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 0,7 Mio. EUR bzw. 1,4 %. Auf das Anlagevermögen entfallen 31,9 Mio. EUR und auf das Umlaufvermögen 18,6 Mio. EUR. Das Eigenkapital der RUW beläuft sich zum 30.09.2024 auf knapp 43 Mio. EUR, es hat sich aufgrund des positiven Geschäftsjahresergebnisses um 1,2 Mio. EUR bzw. 2,8 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 erhöht. Die Eigenmittel entfallen zu 6,7 % auf Geschäftsguthaben und zu gut 93,3 % auf Kapital- und Gewinnrücklagen. In Verbindung mit der um 1,4 % gestiegenen Bilanzsumme ist der Anteil des Eigenkapitals in Relation zu den Gesamtmitteln um 1,1 Prozentpunkt auf 85,1 % gestiegen. Nach wie vor wird das Anlagevermögen zum Bilanzstichtag in vollem Umfang durch eigene Mittel gedeckt. Das Investitionsvolumen im Sachanlagevermögen betrug insgesamt 2.286 TEUR. Auf Ersatzbeschaffungen im Fuhrpark entfiel ein Betrag von 1.101 TEUR. Der Zugang von Zuchtbullen und Bullenkälbern betrug 438 TEUR. Abschließend bleibt festzustellen, dass die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft geordnet ist. Sie ist nach wie vor gekennzeichnet durch den hohen Anteil von Eigenkapital und den hohen Bestand an freier Liquidität. Die Zahlungsfähigkeit war in der Berichtszeit jederzeit gegeben. B. Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf Dem Rohgewinn standen im Geschäftsjahr 2023/24 um fast 2,0 Mio. EUR bzw. 9,0 % gestiegene ordentliche Aufwendungen gegenüber. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023/24 um fast 1,3 Mio. EUR auf rund 14,2 Mio. EUR gestiegen (+9,7 %). Der Anstieg geht sowohl auf gestiegene Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden aufgrund überproportional hoher tariflicher Abschlüsse als auch auf eine planmäßig gestiegene Zahl von Beschäftigten auf 226 Mitarbeitende (+12 Mitarbeitende) zurück. Die Personalkosten binden im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt gut 62 % des Bruttogewinns aus den Geschäftsbereichen Besamung, Vermarktung und Zucht. Während sich die Abschreibungen auf Anlagevermögen wie z.B. Kraftfahrzeuge und Zuchtbullen um insgesamt 189 TEUR (+11,2 %) auf knapp 1,9 Mio. EUR erhöhten, stiegen die Abschreibungen auf Umlaufvermögen auf 226 TEUR (+15,9 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 zudem um 507 TEUR bzw. 7,2 % auf 7,6 Mio. EUR gestiegen. Ursächlich für den Anstieg der Kosten waren weiter gestiegene Aufwendungen für dienstleistungsintensive Vorleistungen, Sachversicherungen oder diverse Kosten im Verwaltungsbereich. Zudem fielen die Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung deutlich höher aus. Einsparungen konnten dagegen bei Nachzahlungen für Bullen, Porto und sonstige allg. Verwaltungsaufwendungen, für das Schauwesen, für Beiträge sowie für Forschung und für die Nachzuchtbewertung erzielt werden. Insgesamt belaufen sich die ordentlichen Aufwendungen auf knapp 24 Mio. EUR. Im Saldo verzeichnet die RUW im Geschäftsjahr 2023/24 ein Betriebsergebnis von 71 TEUR, was einen Rückgang von fast 2,0 Mio. EUR gegenüber dem Betriebsergebnis des vorangegangenen Geschäftsjahrs bedeutet. Das Finanzergebnis in Höhe von 597 TEUR fiel im Geschäftsjahr 2023/24 um rund 329 TEUR höher aus als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Während die Erträge aus der Ausleihung von Anlagevermögen, Bankzinsen und sonstigen Finanzerträgen stiegen, musste auf der Seite der Aufwendungen außer dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen kein weiterer Aufwand verbucht werden. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von 597 TEUR erwirtschaftet die Rinder-Union West eG ein ordentliches Ergebnis von 669 TEUR. Unter Hinzurechnung des neutralen Ergebnisses von 796 TEUR sowie unter Abzug der gewinnabhängigen Steuern von 255 TEUR resultiert ein Jahresüberschuss nach Steuern von rund 1,2 Mio. EUR. C. Chancen- und Risikobericht Grundsätzliches Bestreben der Genossenschaft ist es, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen und so den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Risiken und Chancen resultieren einerseits aus externen Einflüssen. Andererseits sind sie immanent im Agieren des Unternehmens begründet. Die Möglichkeiten, Risiken in den Geschäftsfeldern zu erkennen und zu bewerten sowie die Implementierung geeigneter Absicherungssysteme und -verfahren, sind Hauptelemente des Risiko-Managementsystems. Unterstützt durch geeignete EDV-Programme, organisatorische Regelungen und durch Regelkommunikation zwischen den Handelnden ist das Risikomanagement fest in die Unternehmensabläufe integriert. Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat der Vorstand der Genossenschaft ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut: - Laufende Betrachtung der strukturellen Veränderungen in der Landwirtschaft und ihre Auswirkungen auf die Geschäftsfelder der RUW. Auf Basis dieser Strukturentwicklungen wird die Organisation der Genossenschaft laufend angepasst und optimiert. - Zeitnahe Analyse der Absatzmärkte für das Vermarktungsgeschäft unter Berücksichtigung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Dies ermöglicht eine schnelle und flexible Reaktion, um gegebenenfalls die Nachteile minimieren zu können. - Einrichtung einer Kostenrechnung, die die verschiedenen Geschäftsbereiche abbildet und eine konsequente Kostenkontrolle und Steuerungsmaßnahmen ermöglicht. Dieses Instrument wird durch geeignete Planungsrechnungen ergänzt. - Einrichtung einer internen Revision zur Durchführung von Prüfungen zwecks Überwachung des Geschäftsablaufes, der Betriebsorganisation und des Rechnungswesens. Außerdem wirkt diese bei Inventuren und Vorarbeiten zum Jahresabschluss mit. - Liquiditätsrechnungen, die im ständigen Abgleich mit den Ist-Beträgen eine sachgerechte Unternehmensleitung ermöglichen. - Abschluss einer Kreditausfallversicherung, um besondere Ausfallrisiken im Forderungsbereich abzudecken. Außerdem wird den Risiken durch ein straffes Mahnwesen Rechnung getragen. - Ein verschärftes veterinärmedizinisches Hygienekonzept, um den erhöhten Risiken bei positiven BHV-1 Bullenbeständen zu genügen. 2. Gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische und konjunkturelle Risiken Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im In- und Ausland haben direkten und indirekten Einfluss auf die für die Genossenschaft relevanten Märkte. Insgesamt ist das Verhalten der heimischen Mitglieder, aber auch vieler externer Kunden oft zeitversetzt und oft nur kurzzeitig den zyklischen Schwankungen der Märkte für Nahrungsmittel und Zuchtprodukte, aber auch andere Wirtschaftsgüter angepasst. Das hohe Niveau der Erzeugerpreise für Milch verbesserte trotz weiterem Anstieg der Produktionskosten die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion. Der Ukrainekrieg mit seinen Auswirkungen auf fast alle Wirtschaftsbereiche beienflusst weiterhin viele Märkte für landwirtschaftliche Waren. 3. Unternehmensspezifische Chancen und Risiken Das Geschäftsjahr 2023/24 stand unter dem großen Einfluss des Seuchengeschehens rund um das Blauzungenvirus. Schlechte Fruchtbarkeitsergebnisse bis hin zu hohen Tierverlusten nahmen Einfluss auf die Situation in den Bereichen Vermarktung und Besamung - sogar im Bereich Zucht führten weniger Trächtigkeiten zu weniger selektierbaren Kälbern. Die Verknappung der Tierzahlen ließen die Preise auf den Auktionen auf konstant hohem Niveau laufen, Geschäftsfelder wie der Zuchtviehexport verliefen, zusätzlich gebremst durch politische Fehlgriffe, deutlich unzufriedenstellend. Nach wie vor besteht ein Risiko in der nicht kalkulierbaren Gefahr durch das Auftreten von Tierseuchen. Am 10. Januar 2025 bestätigte das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei drei Wasserbüffeln. Seither gibt es zunehmende Exportbeschränkungen durch verschiedene Länder. Hierdurch sind Klauentiere und tierische Produkte wie Rindersperma in ihrer Exportfähigkeit massiv beschränkt. Aufgrund der daraus resultierenden Einschränkungen und der einhergehenden Unsicherheit, die eine sinnvolle und erfolgsversprechende Auktionsvermarktung der Verkaufstiere einschränkt, wurden Auktionen zu Jahresbeginn abgesagt. Die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Genossenschaft können zur Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht abschließend beurteilt werden. 4. Markt- und Preisrisiken Die sich weiter aufwärtsdrehende Kostenspirale hinterlässt gerade im Hinblick auf ein Unternehmen mit einem hohen Personaleinsatz starke Spuren. Die Personalkosten stiegen und steigen sehr stark an und ließen auch das zurückliegende Geschäftsjahr neben dem internen stringenten Kostenmanagement nicht ohne eine Anpassung der Gebühren verlaufen. Dabei wurde wieder sehr viel Wert auf eine verursacherangepasste Erhöhung gelegt. Anspruchsvoll, aber notwendig und am Ende sicher zielführend sind die internen Prozesse, die umgesetzt wurden oder sich in Umsetzung befinden. Neue EDV-Lösungen zur effektiveren Arbeitsweise, Nutzung der digitalen Möglichkeiten in der Kundenansprache, strukturelle Anpassung der Arbeiten über unsere Regionen sind dabei einige Punkte, die zum Teil sehr anspruchsvoll in der Implementierung sind. Kernziel bleibt es dabei, die Dienstleistungen und Produkte für unsere Genossen in hoher Qualität zu marktgerechten Preisen anzubieten. Denn gerade bei allen strukturellen Veränderungen kann ein modernes genossenschaftliches Prinzip ein für die Mitglieder sehr nützliches Wirtschaftstool sein. Anpassungen an die Marktsituation sind dafür allerdings nötige Voraussetzung. Diese Anpassungen zeigen sich auch in der gelebten Kooperation mit unseren Marktpartnern. Gerade das erfolgreiche Phönix-Zuchtprogramm steht dabei im Fokus der Weiterentwicklung. Der kooperative Gedanke, der uns vor gut vier Jahren zusammengeführt hat, soll nun weiter ausgebaut werden, so dass noch mehr finanzielle, aber vor allem auch strategische Vorteile gehoben werden können, so dass wir Ihre Genossenschaft auch in den nächsten Jahren erfolgreich zu Ihrem Nutzen durch die anspruchsvollen Herausforderungen führen können. 5. Strukturelle und personelle Risiken Die Genossenschaft benötigt zur langfristigen Sicherstellung des geschäftlichen Erfolgs leistungsstarke und qualifizierte Mitarbeiter. Eine hohe Fluktuation und die unzureichende Bindung von Nachwuchskräften können die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Zudem wird die demographische Entwicklung in Deutschland den schon jetzt herrschenden Mangel an Fachkräften verschärfen. Es besteht somit in Zukunft immer stärker das Risiko, nicht in ausreichendem Umfang geeignete Mitarbeiter zu finden. Die Genossenschaft stellt sich durch moderne Ausbildungsformen und durch attraktive zukunftsfähige Perspektiven auf diese veränderten Rahmenbedingungen ein. Dem latenten Risiko einer fachlichen Wissensdegression wirkt das Unternehmen durch entsprechende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen entgegen. 6. Regularische und rechtliche Risiken Ordnungspolitische Regularien, Subventionen oder steuerliche Änderungen bestimmen die Rahmenbedingungen der Märkte. Aktuell sind in diesem Bereich keine größeren Veränderungen zu erwarten. 7. Informationstechnologische Risiken Die Nutzung von Informationstechnologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit der Rinder-Union West eG. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und abgebildet. Um die Sicherheit der IT-Infrastruktur sicherstellen zu können, werden Firewall-Systeme, Viren-Scanner, Web-Filter etc. genutzt, um das System wirkungsvoll gegen unberechtigten Zugang zu sichern und gegen Angriffe zu schützen. 8. Gesamtrisiko Im Berichtsjahr war die Risikosituation bei der Rinder-Union West eG beherrschbar und die mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbundenen Risiken als nicht bestandsgefährdend einzustufen. Es gab im Vergleich zu den Vorjahren keine wesentliche Veränderung der Risikolage. Auch für die Zukunft sind keine Risiken erkennbar, welche den Fortbestand der Genossenschaft gefährden. D. Prognosebericht 1. Künftige Ausrichtung der Genossenschaft Parallel zu den wachsenden Ansprüchen der Mitgliedsbetriebe durch stärkere Professionalisierung und ein deutliches betriebliches Wachstum hat die Genossenschaft sich in den vergangenen Jahren durch die Änderungen ihrer Geschäftsprozesse und die Anpassung an die kundenspezifischen Anforderungen weiterentwickelt. Weiterhin sind enge Kundenbeziehungen das oberste Ziel, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für die Milcherzeuger als starker Partner sichtbar und anerkannt zu bleiben. Die Rinder-Union West eG trägt durch die eigene Weiterentwicklung dem Strukturwandel in der Landwirtschaft, aber auch den Weiterentwicklungen in der Rinderzucht Rechnung. Aufgrund der schrumpfenden Milchvieh- und Jungviehbestände (DESTATIS, ebd.) gilt die Aufmerksamkeit der Gewinnung von Marktanteilen und der strukturellen Konsolidierung, aber auch der verursachergerechten Bepreisung von Dienstleistungen und Produkten. 2. Erwartete Umsatz- und Ertragslage Abweichend zur Planungsrechnung für 2023/24 wurde ein Geschäftsvolumen von 51.972 TEUR erzielt (+ 245 TEUR). Die ingesamt positive Abweichung im Vergleich zur Planungsrechnung war auf die verbesserten Umsätze in den Geschäftsbereichen Besamung von + 594 TEUR und Zucht von + 57 TEUR zurückzuführen, während die Abweichungen insbesondere bei der Vermarktung mit - 401 TEUR und bei den sonstigen Umsatzerlösen mit -5 TEUR negativ waren. Unter Berücksichtigung der Abweichung im Wareneinsatz von - 149 TEUR zur Planungsrechnung sowie der Abweichungen bei den Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen von + 33 TEUR führte dies gegenüber der Planung für 2023/24 zu einem verbesserten Bruttogewinn von + 220 TEUR. Durch u.a. die Kostenerstattung aus dem Phönix-Zuchtprogramm von + 169 TEUR führte dies zu einem verbesserten Rohgewinn von + 724 TEUR. Das Geschäftsvolumen für das kommende Geschäftsjahr 2024/25 wird sich aus heutiger Sicht bei vorsichtiger Planung auf einen Umsatz von 50.221 TEUR belaufen. Entscheidend ist im Wesentlichen die weitere Preisentwicklung und Nachfrage bei der Vermarktung von Zucht- und Nutzvieh, aber auch die Nachfrage der Produkte und Dienstleistungen aus den Geschäftsbereichen Besamung und Zucht. Die Genossenschaft erwartet unter Berücksichtigung von leicht steigenden Umsätzen im Spermaabsatz im Geschäftsbereich Besamung, deutlich sinkenden Absatzmengen und stabilen Preisen in der Vermarktung von Zucht- und Nutzvieh sowie einem leichtem Umsatzanstieg im Geschäftsbereich Zucht ein gegenüber dem Berichtsjahr leicht verbessertes Betriebsergebnis. Unter Berücksichtigung von gleichbleibenden Mitarbeiterzahlen, moderat steigenden Löhnen und stabilen ordentlichen Aufwendungen wird in der Planungsrechnung 2024/25 ein Betriebsergebnis von + 860 TEUR ermittelt. Die Abweichung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zur Planungsrechnung 2023/24 ergab einen positiven Wert von 405 TEUR. Dies resultiert aus einem verbesserten Rohgewinn der Planungsrechnung um 724 TEUR sowie den gegenüber der Planungsrechnung höheren ordentlichen Aufwendungen von 615 TEUR und des um 296 TEUR verbesserten Finanzergebnisses zum tatsächlichen Jahresergebnis. Das bilanzielle Eigenkapital und somit auch die Eigenkapitalquote lagen somit über den für das Geschäftsjahr geplanten Werten. 3. Erwartete Vermögens- und Finanzlage Das ordentliche Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024/25 wird mit einem positiven Wert von + 860 TEUR geplant. Die Genossenschaft ist solide finanziert. Aufgrund der dargestellten Entwicklungen wird erwartet, dass die betriebliche Innenfinanzierungskraft unverändert dazu geeignet ist, finanzielle Möglichkeiten für notwendige Investitionen zu eröffnen. Das bilanzielle Eigenkapital bzw. die Eigenkapitalquote können somit im Geschäftsjahr 2024/2025 - basierend auf dem geplanten positiven Betriebsergebnis - leicht steigen. 4. Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung der Genossenschaft Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts beurteilt der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft aufgrund der Verschlechterung des Betriebsergebnisses aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie des deutlich verringerten ordentlichen Ergebnisses als nicht zufriedenstellend. Aufgrund der erwartbaren rückläufigen Stückzahlumsätze in den zentralen Geschäftsbereichen Besamung und Vermarktung infolge eines voranschreitenden Strukturwandels wird das Umsatz- und Ertragspotenzial für die nächsten Jahre als rückläufig eingeschätzt. Aufgrund dessen arbeitet der Vorstand laufend daran, die Ertragskraft des Unternehmens zu erhalten. Hierzu zählen neben der im laufenden Geschäftsjahr 2024/25 angepassten Gebührenordnung auch weitere strukturelle Veränderungen zur Kostensenkung im Verwaltungs- und Personalbereich sowie ein effizientes Kostenmanagement im Holstein-Zuchtprogramm. Die bereits seit 2020 vertraglich etablierte Arbeit der Phönix-Partner im Holstein-Zuchtprogramm soll hierbei durch eine Weiterentwicklung in Form eines gemeinsamen Beteiligungsunternehmens, der „Phönix GmbH“, fortgesetzt werden. Die heutigen Kooperationspartner der Phönix-Group (Rinderallianz GmbH, Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH, Rinderunion Baden-Württemberg e.V., Rinder-Union West eG, Rinderzucht Schleswig-Holstein eG) beabsichtigen zu diesem Zweck ihre Arbeit im Holstein-Zuchtprogramm in eine gemeinsame GmbH auszulagern. Im Fokus stehen eine weitere Bündelung des Knowhows, eine Stärkung der Marktposition, der Erhalt eines breiten Angebots an Rindergenetik für die Kunden und Mitglieder, zielgerichtetere Investitionen mit einer breiteren Risikoverteilung auf alle Gesellschafter der GmbH sowie insgesamt eine effizientere Ausschöpfung der vorhandenen Ressourcen in schrumpfenden Märkten. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, Erträge zu sichern bzw. zu steigern, Kosten zu senken bzw. deren Steigerungen abzufedern und die Gesamtorganisation an die Strukturentwicklung in der Rinderhaltung anzupassen. Der Fokus der RUW richtet sich weiterhin vor allem auf den Geschäftsbereich der Zucht- und Nutzrindervermarktung. Beeinflusst wird der weitere Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres insbesondere durch einen weiteren Rückgang der Rinderbestände im Geschäftsgebiet der Rinder-Union West eG (DESTATIS, ebd.). Der fortschreitende Abbau der Rindviehbestände hat unmittelbaren Einfluss auf den Geschäftsbereich Besamung. Bei gleichzeitig restriktiveren Bewirtschaftungsauflagen wird insbesondere der Jungviehbestand in vielen Betrieben weiter zurückgefahren. Diese Entwicklung schränkt auf der einen Seite die Zahl der potenziellen Rinderbesamungen ein und führt auf der anderen Seite zu einem verringerten Bestand an potenziellen Vermarktungstieren. Vor dem Hintergrund der Blauzungenkrankheit ab dem Frühsommer 2024 in weiten Teilen Deutschlands sowie des zum Jahresbeginn 2025 aufgetretenen Falls von Maul- und Klauenseuche in einer Büffelherde in Brandenburg schränken die veterinärhygienischen Maßnahmen die Vermarktung von Zuchtrindern in das EU-Ausland sowie in Drittländer ein. Vor dem Hintergrund der Einschränkungen im Viehverkehr infolge veterinärhygienischer Maßnahmen auf der einen Seite sowie erhöhter Auflagen bei den Transportbedingungen auf der anderen Seite wird die Wirtschaftlichkeit des Geschäftsbereichs Vermarktung als weiter rückläufig eingeschätzt. Wie lange mit Einschränkungen zu rechnen ist, kann zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht abgeschätzt werden. Vor diesem Hintergrund sind die strategischen Weichenstellungen, das Dienstleistungsangebot der Genossenschaft und den Kontakt zu den Mitgliedsbetrieben zu stärken, unerlässlich. Die Genossenschaft wird zu diesem Zweck weiter innerbetriebliche Abläufe und Strukturen überprüfen und erforderlichenfalls anpassen. Im Geschäftsbereich Besamung wird nach der organisatorischen Umstrukturierung des Spermavertriebs weiter an einer Optimierung der Touren- und Routenplanung der Eigenbestandsbesamerversorgung sowie im Besamungsservice gearbeitet. Zudem wird daran gearbeitet, den Vertrieb von Sperma sowie Zucht- und Nutzrindern durch die Optimierung des etablierten CRM-Systems mit einer gezielten Kundenansprache zu stärken. Hierzu wird die Rinder-Union West eG die Möglichkeiten der Digitalisierung und die Nutzung neuer Technologien weiter vorantreiben.
Münster, den 26. Februar 2025 Rinder-Union West eG Der Vorstand: gez. Buxtrup gez. Bormann gez. Thoenes gez. Dr. Baltissen gez. Knops gez. Mathweis gez. Osterhaus gez. Stalter gez. Dr. Steinmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Unterschiedsbetrag aus der Anpassung des Durchschnittsbildungszeitraums (sieben statt zehn Jahre) zur Feststellung des maßgeblichen Abzinsungssatzes beträgt -7 TEUR.
C. Angaben zur Bilanz
D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
E. Sonstige Angaben
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr
Raiffeisenverband Westfalen-Lippe e.V. Martin-Luther-King-Weg 8 48155 Münster
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind wie folgt eingetreten:Am 10. Januar 2025 bestätigte das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei drei Wasserbüffeln. Seither gibt es zunehmende Exportbeschränkungen durch verschiedene Länder. Hierdurch sind Klauentiere und tierische Produkte in ihrer Exportfähigkeit massiv beschränkt. Aufgrund der daraus resultierenden Einschränkungen und der einhergehenden Unsicherheit, die eine sinnvolle und erfolgsversprechende Auktionsvermarktung der Verkaufstiere einschränkt, wurden Auktionen zu Jahresbeginn abgesagt.
Münster, 26. Februar 2025 Rinder-Union-West eG Der Vorstand: gez. Buxtrup gez. Bormann gez. Thoenes gez. Dr. Baltissen gez. Knops gez. Mathweis gez. Osterhaus gez. Stalter gez. Dr. Steinmann Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Münster, 26. Februar 2025 gez. Geuecke Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rinder-Union West eG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rinder-Union West eG - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rinder-Union West eG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, 26. Februar 2025 Raiffeisenverband Westfalen-Lippe e.V. gez. Steffi Große Breuing gez. Frank Niemer |
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